Atmung in der HöheH Physiologische. Komplikationen Nikolaus C Netzer

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1 Atmung in der HöheH Physiologische Veränderungen Und Mögliche M Komplikationen Nikolaus C Netzer

2 Atmung in der HöheH Was ist Höhe und was verändert sich bei der Atmung in der Höhe

3 Atmung in der HöheH In der Höhe bis zum erdfernen Ende der Atmosphäre nimmt der Partial -Druck der in der Luft befindlichen Gase kontinuierlich ab. Das ist vergleichbar dem Wasserdruck im Meer von unten nach oben an die Wasseroberfläche. Damit nimmt auch der Druck, sprich die Konzentration der Sauerstoffpartikel in der Luft umso mehr ab je höher man kommt.

4 Physikalische Bedingungen Beim Aufstieg um je 1000 Hm verändert sich Der Sauerstoffpartialdruck um 17mm Hg Die Temperatur um 6 Grad Celsius Die Luftfeuchtigkeit um 25% Die UVB Strahlung um 20% Die UVA Strahlung um 9% Strahlenreflexion im Eis 70%

5 Die Höhenstufen Physiologische Bedeutung Mittlere Höhe H m Große e Höhe H m Extreme Höhe H m Schwellenhöhe he m

6 Abfall des Barometerdrucks nach Normatmosphäre re und korrigiert nach Zuntz Arterieller Sauerstoffpartialdruck

7 Sauerstoffbindungskurve Arteriovenöser Druckgradient und HöheH

8 Sauerstoffentsättigung ttigung mit zunehmender HöheH

9 Atmung in der HöheH

10 Alveolargasänderung mit zunehmender HöheH

11 Atmung in der HöheH Wie reagiert der Körper auf dieses Weniger an Sauerstoff in der Luft?

12 Die Reaktion des Organismus auf hypobare Hypoxie Ist immer Zeitabhängig

13 Dauer des Aufenthaltes Akutaufenthalt bis zu ca. 6 Stunden Keine höhenbedingte h henbedingte Erkrankung Sofortanpassung ausreichend Längerer Aufenthalt von 12 Stunden bis zu mehreren Wochen oberhalb 2500 m Jeder kann höhenbedingt h henbedingt erkranken Anpassung erforderlich

14 Ein längerer l Aufenthalt in großen Höhen H oberhalb 2500 m mit einer Obergrenze von 5300 m erfordert immer eine Akklimatisation, die nur durch Höhersteigen H in Etappen erworben werden kann

15 Akklimatisation

16 Eine Akklimatisation auf Höhen H oberhalb 5300m ist nicht mehr möglichm Vorraussetzung zum Aufstieg in diese extremen Höhen und letztlich zum nackten Überleben ist extreme Hyperventilation und Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve

17

18 Pulmonalarteriendruck mit zunehmender Höhe H und Belastung

19 Pulmonalarterielle Hypertonie Inhomogenität und Remodeling Überperfusion Konstriktion Gerinnselpropf

20 Herzfrequenz Nur in den ersten Tagen auf neuer Höhe ist die Herzfrequenz durch die sympathikotone Sofortreaktion und den Rückgang R des Plasmavolumens erhöht. ht.

21 Atmung in der HöheH An der Halsschlagader befinden sich chemische Messfühler für den Gehalt des Sauerstoffs und des Kohlendioxids im Blut Diese geben die Messwerte an das Atemzentrum im Gehirn weiter. Das Atemzentrum reagiert damit mit einer Verlangsamung (Viel Sauerstoff und wenig Kohlendioxid) oder Beschleunigung der Atmung (zuviel Kohlendioxid)

22 Atmung in der HöheH Bis m kann dieses System beim Gesunden perfekt funktionieren Ab m tagsüber, aber vor allem nachts kommt es zu einem Durcheinander im Atmzentrum. Der Regler ist verstellt wie bei einem Kühlschrank mit offen gelassener Tür Wegen der schnellen Atmung wird Kohlendioxid zu schnell abgeatmet und dann die Atmung gestoppt: Periodische Atmung

23 Atmung in der HöheH

24 Atmung in der HöheH

25 Atmung in der HöheH

26 Atmung in der HöheH Ist das ein Problem und was passiert bei Senioren?

27 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Grundsätzlich: Im höheren Lebensalter nimmt die Elastizität des Bindegewebes durch Verringerung der elastischen Fasern ab. Dies hat Auswirkungen auf alle inneren Organe.

28 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Veränderungen beim Kreislauf: Die Elastizität der Arterien nimmt ab. Der arterielle Blutdruck steigt. Das Herz muss gegen größeren Druck anarbeiten. Es werden geringere Blutvolumina in kürzeren Zeitabständen ausgeworfen. Der Ruhepuls steigt - bei Belastung steigt der Puls schneller an, allerdings nur bis zu einer niedrigeren Obergrenze.

29 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Veränderungen bei der Lunge: Sowohl die Brustkorbwand als auch das Lungengewebe selbst sind weniger elastisch. Die Lunge kann sich nicht mehr so gut ausdehnen. Die Lunge kann nicht mehr soviel Luft aufnehmen. Dia Sauerstoffaufnahmefläche wird geringer (auch durch Abnahme der Lungenbläschen bedingt). Das Blut wird weniger mit Sauerstoff angereichert. Der ältere Mensch muss schneller Atmen, vor allem bei körperlicher Belastung um noch genügend Sauerstoff ins Blut zu bekommen.

30 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter

31 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Die Sauerstoffsättigung ist bei Älteren niedriger als bei Jungen (Sherpas: Arai et al 2002, Tibeter: Beall CM 2000, Amerikaner: Crapo et al 1999). Das Herzminutenvolumen nimmt ab (Serebrovskaya TV et al 2000). Herzrhythmusstörungen nehmen zu (Alexander JK 1999).

32 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter und Lunge im Alter Nachteil bei Älteren: Ältere Bergsteiger müssen sich mehr anstrengen und besser trainiert sein als jüngere um die gleichen Leistungen zu erbringen

33 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter und Lunge im Alter Vorteil: Ältere Bergsteiger atmen von Anfang an schneller und haben daher unter Umständen einen besseren Gasaustausch und weniger Adaptationsprobleme.

34 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter und Lunge im Alter Sonderfall Frauen: Im Alter wird der Atemantrieb geringer durch niedrigere Progesteronspiegel (Wechseljahre: Moore LG et al 1998).

35 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Vorteile Älterer Bergsteiger (Warum kommen ältere öfter auf den Gipfel? Kinoshita et al 2003): Bessere Adaptation

36 Physiologische Veränderungen bei Kreislauf und Lunge im Alter Besseres Körperbewusstsein, bessere Einschätzung der körperlichen Möglichkeiten Erfahrung und bessere Einschätzung von Gefahren

37 Atmung in der HöheH Ist das ein Problem und was passiert bei Patienten mit Asthma, Chronischer Bronchitis und Herzerkrankungen?

38 Atmung in der HöheH Die Periodische oder auch Cheynes Stokes Atmung ist lästig in der Nacht. Während der Atempausen sinkt der Sauerstoff im Blut noch weiter ab als eh schon. Dies könnte eine der Ursachen für Höhenkrankheiten sein. Es belastet auf jeden Fall Bergsteiger mit Erkrankungen wie Chronischer Bronchitis und Herz- Kreislauferkrankungen, die ein Maximum an Sauerstoff im Blut brauchen.

39 Atmung in der HöheH Asthma kann in der Höhe besser werden oder zunehmen. Allergisches Asthma nimmt zunächst ab, da die Luft allergenfreier in der Höhe ist. Belastungsasthma und das sogenannte hyperreagible Brochialsystem können sich verschlimmern, da die Luft in der Höhe trockener ist.

40 Atmung in der HöheH Durch den geringeren Sauerstoff in der Luft wird der Körper angeregt sich anzupassen. Es werden mehr rote Blutkörperchen und mehr roter Blutfarbstoff für die Sauerstoffaufnahme gebildet. Die Kraftwerke in den Zellen werden mehr und arbeiten besser. Dies kommt der Atmung in der Ebene mit mehr Reserven zu gute Beim Sportler ist das Höhentraining, beim Lungenkranken und Herzkranken kann es die Leistungsfähigkeit verbessern. Aber: Weniger ist mehr!!!!!

41 Atmung in der HöheH Raucher und Patienten mit chronischer Bronchitis und Lungemphysem haben in der Höhe wegen des geringeren Sauerstoffgehalts massive Probleme. Sie bekommen zu wenig Luft für die Muskeln, und das Herz. Ab einer gewissen Höhe schaffen sie den Aufstieg nicht mehr. Es ist umstritten, ob sie auch schneller höhenkrank werden. Eine ähnliche Konstellation gilt für Patienten mit Herzerkrankungen. Aber: Bergwanderer trainieren auch langsam, auch lungenkranke Patienten können durch Bergwandern in mittleren Höhen wieder fitter werden. Warum?

42 Atmung in der HöheH Ich bin höhenkrank, was ist mit mir los?

43 Atmung in der HöheH Durch den Sauerstoffmangel im Blut kommt es wahrscheinlich??? zu einer leichten Erweiterung der Blutgefässe, die durchlässiger für Flüssigkeit (Plasma) werden und zu einem Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe. Am empfindlichsten ist dafür das Gehirn

44 Atmung in der HöheH Es kommt zu einer leichten Schwellung im Gehirn. Dies verursacht Kopfweh und Übelkeit und lässt einen natürlich schlecht schlafen.

45 Atmung in der HöheH Was kann man tun gegen Höhenkrankheit? Schnell wieder runter Viel Trinken

46 Atmung in der HöheH Evtl. vorbeugende Medikamente unter ärztlicher Kontrolle (Aspirin, Diamox, Theophyllin)

47 Vielen Dank für r Ihre Aufmerksamkeit!

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