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1 Frank Duesberg (Hrsg.) e-health 2014 Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen Sonderdruck:»health engine Der Weg zum prozessgesteuerten und vernetzten Krankenhaus«Mit besten Empfehlungen von

2 Information / Kommunikation / Integration health engine Der Weg zum prozessgesteuerten und vernetzten Krankenhaus Hendrik Riedel Stephan Janz CSC Deutschland Solutions GmbH, Wiesbaden/Mannheim Peter Summermatter the i-engineers AG, Zürich Steigende Kosten, Wettbewerbsdruck und veränderte Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen machen es erforderlich, heutige Strukturen und Abläufe zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Nicht allein die Reduzierung der Kosten, sondern vielmehr die Veränderung der Organisationen im Gesundheitswesen sind dabei zu betrachten. Bestehende Abläufe müssen hinterfragt, die Patientenorientierung ausgeprägt und die Möglichkeiten informationstechnologischer Lösungen besser genutzt werden. Die erfolgreichsten Unternehmen im Gesundheitswesen werden diejenigen sein, die das massive Aufkommen von Echtzeitdaten und Ereignissen über intelligente Prozesse erfolgreich managen und somit potentielle Herausforderungen rechtzeitig erkennen und proaktiv intervenieren können. Somit haben sie die Möglichkeit das Ergebnis rechtzeitig zielgerichtet zu beeinflussen und die Daten für zukünftige Planungen zu analysieren. Die Voraussetzungen dafür sind in den Krankenhäusern heute schon in vielversprechendem Maße gegeben, da Informations- und Kommunikationstechnologien von nahezu allen Leistungserbringern und Fachbereichen eingesetzt werden. Dabei werden medizinische, pflegerische und administrative Daten eines Falles aber meist mit Einzelverfahren in verschiedenen Systemen erhoben, bearbeitet und abgelegt und sind nicht in die abteilungsübergreifenden Prozesse eingebunden. Patienteninformationen sind darüber hinaus nicht selten in Papierform über die Fachabteilungen und medizinischen Stationen verteilt. Die Vielzahl der IT-Anwendungen, Formate und Datenträger erschweren dabei zusätzlich den kontrollierten und sicheren Zugri auf alle relevanten Daten. Zwischen den Akteuren, auch innerhalb einer Klinik, kommen aufwändige und fehleranfällige Datenaustausch-Verfahren zum Einsatz. Dieser Zustand hemmt ein prozessorientiertes und damit eizienteres sowie eektiveres Gesundheitswesen. Zukunftsweisende Prozessmanagementsysteme müssen diesen Herausforderungen gewachsen sein und den Krankenhäusern sowie weiteren Teilnehmern im Markt die Möglichkeit geben, durch ihre ablaufbezogene strukturierte Arbeitsweise einen zukunftsfähigen Lösungsansatz zu bieten. Die Gesamtheit der Leistungen im Health Care Bereich spielen eine wichtige Rolle, nicht nur in ihren Funktionsbereichen, sondern im Gesamtprozess von der vorstationären Behandlung über den Eintritt eines Patienten ins Krankenhaus bis zu seiner Entlassung und der Nachsorge. Die Firma the i-engineers AG hat mit der «health engine» eine ganzheitliche Methode entwickelt, mit welcher sich die Einzelverfahren bzw. Prozesse der internen und externen Akteure zu einer Gesamtheit orchestrieren lassen. Den medizinischen wie auch administrativen Bereichen innerhalb und außerhalb der Kliniken können so jederzeit alle relevanten Informationen prozess- und regelkonform, in den gewünschten Formaten zur Verfügung gestellt werden. Dies führt zu einer Steigerung der Versorgungsqualität und erhöhten Patientenzufriedenheit sowie verbesserten Ergebnisqualität. Des Weiteren können die Kunden für die administrativen Prozesse (z. B. Rechnungseingangsverarbeitung) die Module und das Know-How der Branchenlösungen «public- engine» und «finance engine» nutzen. Somit können auch Krankenhäuser, die eine Bestof-Breed -Strategie umgesetzt haben, die Vorteile eines hausweiten Integrations-Systems zur Verarbeitung der behandlungsbezogenen Daten (medizinisch und administrativ) nutzen und müssen nicht eine Vielzahl Stand-Alone -Satelliten betreiben. Kliniken und Industrie können sich so darauf einstellen, die vergleichsweise komplexen Applikations-Gebilde eizient zu handhaben. Autoren: Riedel, H.; Summermatter, P.; Janz, S. Titel: health engine Der Weg zum prozessgesteuerten und vernetzten Krankenhaus In: Duesberg, F. (Hrsg.) e-health 2014, Solingen (2013), Seiten: e-health 2014

3 Der Ansatz des Schweizer Marktführers the i-engineers AG zusammen mit den Service-Leistungen der CSC als Planungs- und Integrationspartner kann folgendermaßen beschrieben werden: Ein Basis-Service konsolidiert in der Gesamtarchitektur alle medizinischen, pflegerischen und administrativen Patientendaten (strukturiert z. B. Laborwerte und unstrukturiert) zu einer einzigen so genannten universellen Patientenakte (siehe Abb. 1 rote Umrandung). Über einen Service Bus Adapter wird der Dienst in die jeweiligen Anwendungen wie KIS/KAS, ERP, LIS, RIS, Oice usw. integriert. Als PACS Knoten hält das System auch Bilder aller Modalitäten vor. Ein Prozessmanager kontrolliert den Information Life Cycle auf der übergreifenden Akte und sichert die Daten nach allen gesetzlichen Regeln und Vorgaben in einem Langzeitarchiv. Bei Bedarf organisiert ein Master Patient Index haus- oder verbundweite Patientenund Fallnummern. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Identity & Access Management. Dieses Zugrisregelwerk legt Identifikationen, Rollen und Berechtigungen der internen Mitarbeiter aber auch der externen Partner bis zum Patienten fest, protokolliert deren Aktivitäten und prüft die Konformität zu den gesetzlichen Vorgaben zum Beispiel des Datenschutzes. Über die Prozesssteuerung werden interdisziplinäre Abläufe automatisiert, damit alle Patientendaten zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Anwendung intern wie auch extern zur Verfügung stehen. Folgend werden die einzelnen Module sowie Funktions- und Einsatzbereiche der «health engine» Lösung näher erläutert. SOA (Serviceorientierte Architektur) Über die SOA Infrastruktur der «health engine» werden die bestehenden Systeme im Krankenhaus angebunden, was den Kunden auch langfristig einen hohen Investitionsschutz bietet, da sie die bestehende Fachapplikationen und etablierte Prozesse weiter nutzen können und die SOA Infrastruktur sich in die bestehende IT-Welt der Kunden integriert sowie direkt für neue Prozesse mit hohen Potentialen genutzt werden kann. Die unterschiedlichsten Fachapplikationen (KIS/ KAS, LIS, RIS, CRM, ERP, etc.) werden dabei über einen Integrations-Bus mit den Basis-Services verbunden. Diese Struktur bindet alle teilnehmenden Bereiche in die gemeinsame Prozess-Struktur ein und führt zu einer höchstmöglichen Verfügbarkeit der Daten. Deren Management gewinnt dadurch an Eizienz und Zuverlässigkeit, zusätzlich sorgen Policies und Archiv für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Damit vereint die «health engine» bisher oft getrennte Bereiche in einem vollständig integrierten Gesamtsystem. Workflow Designer Ein integrierter Workflow-Designer ermöglicht neben den integrierten Standard- und IHE-Prozessen das individuelle Design kundenspezifischer Prozesse. Dies kann durch entsprechend ausgebildete Consultants (z. B. von CSC) oder durch die Krankenhäuser selbst (entspr. Schulung vorausgesetzt) entworfen und direkt in der «health engine» bereitgestellt werden. So werden erheblich verkürzte Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten erreicht. Universelle Patientenakte Eine universelle Patientenakte ist das Kernstück zukunftskompatibler Gesundheitsversorgung. Mit universell ist gemeint, dass sie alle medizinischen, pflegerischen, radiologischen und administrativen Daten aus allen Arten von Applikationen und Systemen sammelt und zum aktuellen digitalen Gesamtbild des Patienten konsolidiert. Aktuelle Falldaten werden durch die Möglichkeit des retrospektiven Blicks in die Patientenvergangenheit ergänzt und präzisiert. Das Gesundheitsprofil des Patienten ist für alle beteiligten Bereiche, inklusive Haus-/Facharzt und Patient (siehe auch Patientenrechtegesetz unten), abrufbar je nach Berechtigung ganz oder in Teilen und wird nach den gesetzlichen Regeln und Verordnungen langzeitarchiviert. Zur Darstellung der Informationen existieren je nach Zielgruppe entsprechende Clients (z. B. Web,.net, mobile) und Integrationsmodule. Prozess-Compliance Die Informationen werden digital generiert oder per Scanning digitalisiert. Anschließend durchlaufen sie in der universellen Patientenakte Prozesse, werden konsultiert, kommentiert, ergänzt, korrigiert und vervollständigt. Jede Aktion wird auf dem Dokument protokolliert. Im Langzeitarchiv lagern die Dokumente nach gesetzlichen und internen Vorschriften, die Aufbewahrungs- und Aussonderungsprozesse definieren. Mit Volltext-Suche werden Daten innerhalb von Sekunden aus dem Archiv auf den Desktop geholt. Compliance schat Transparenz, Zuverlässigkeit und Kompatibilität von Prozessen und Daten. Policy (Rollen- und Rechtekonzept) Die Policies bestimmen Berechtigungen in Bezug auf Rollen, Ausbildung (Dignität), VIP-Schutz, Authentifizierung und Auto-Login. Sie definieren Aufbewahrungsfristen und Aussonderung des Information-Life-Cycles aller Daten und gewährleistet so den gesetzeskonformen Umgang mit diesen. Policies werden nicht auf verschiedenen Systemen, sondern mit «health engine» zentral definiert und verwaltet. Automation von Prozessen Kreditoren-Management, Bestellwesen und Logistik sowie Formularverwaltung sind Bereiche, deren Automation Zeit und Kosten sparen. Das Handling wird vereinfacht und Administration und Betrieb in zeitgemässen und zukunftsfähigen Strukturen organisiert. 7x24h-Verfügbarkeit Die 7x24h-Verfügbarkeit von Patientendaten kann lebensentscheidend sein. Die universelle Patientenakte stellt alle Daten ununterbrochen und zeitnah zur Verfügung. e-health

4 Abb. 1: Die health engine als Herzstück der flexiblen Vernetzung Als High-Availability-Cluster sichert die Patientenakte in der Funktion eines Notfall-Systems die Verfügbarkeit der Daten von Fachapplikationen. Datenhoheit und Selbstbestimmung Mit der Universellen Patientenakte der «health engine» erhalten Kliniken überdies die Hoheit und damit die Selbstbestimmung über ihre Daten zurück, die nicht mehr ausschließlich in geheimen Datenbankstrukturen der Systemlieferanten gefangen sind. Records Management Records-Management beginnt auch mit der Digitalisierung der auf dem konventionellen Postweg eintreenden Informationen. Dies gewährleistet, dass ausnahmslos alle Dokumente in den Workflow integriert und in definierten Prozessen verarbeitet werden. Jeder Zugri auf und jede Veränderung an einem Datenobjekt wird protokolliert. Dadurch sind auch in der gesetzeskonformen Archivierung alle Entscheide und die dabei beteiligten Stellen jederzeit nachvollziehbar. Archiv Die Langzeitarchivierung erfüllt eine wichtige Aufgabe, um Inhalte auch in vielen Jahren und Jahrzehnten noch zugreifbar zu haben. Heute können noch sehr alte Aktenordner aus Firmenarchiven gezogen werden. Bei einem komplett digitalen Prozess besteht die Gefahr, dass Informationen schon nach wenigen Jahren und spätestens Jahrzehnten nicht mehr verfügbar sind. Abgesehen von ggf. rechtlichen Komplikationen ist auch solch altes Wissen für Unternehmen wertvoll und muss deshalb entsprechend gesichert aufbewahrt werden. An die elektronische Langzeitarchivierung von unternehmensrelevanten Daten werden strenge Anforderungen gestellt. «health engine» gewährleistet unter anderem, dass Dokumente signiert und die Arbeitsschritte nachvollziehbar sind. Es ist auch möglich, ganze Dokumentenstrukturen vor einer Löschung zu schützen. Damit hat das betreibende Unternehmen auch nach vielen Jahren alle wichtigen Unterlagen gribereit. Stichworte zum i-engine Archiv: Rechtsgültige Archivierung, Information Lifecycle Management ILM, Hierarchical Storage Management HSM, Akten Archivpakete, Digitale Signierung, Formatunabhängige Archivierung, Ansteuerung von Archivsystemen und Automatische Generierung von PDF/A für die Archivierung PACS-Archiv Bilddaten von z.b. digitalem Röntgen, MRT, CT sowie Sonographie und auch Videos sind sofort verfügbar. Über DICOM-Knoten werden Modalitäten und PACS- Systeme mit Geschwindigkeiten bis zu einigen Millionen Bildern pro Stunde direkt an die Patientenakte gekoppelt. Über diese hoch performante Aufbereitung, auch über übliche Internetverbindungen und Browser, sind die Daten gleichzeitig von allen berechtigten Teilnehmern einsehbar. Multimedia Daten Bei Bedarf können diese Daten (DICOM oder nondicom) über einen in die «health engine» Client 4 e-health 2014

5 Abb. 2: Erst intern nutzen dann extern ausbauen: Das Systemkonzept ermöglicht die strat. Positionierung, Zukunftsfähigkeit und den modularen Ausbau integrierbaren PACS Viewer (Partner VISUS Technology) komfortabel angezeigt werden. Mobile Clients Die Nachfrage nach mobilen Anwendungen steigt rasant. Die IT-Abteilungen von Krankenhäusern und Gesundheitsdienstleistern werden laufend mit neuen Anforderungen und Wünschen aus den Fachabteilungen konfrontiert. Mitarbeiter bringen ihre eigenen Geräte mit und setzen diese wo erlaubt in ihrer täglichen Arbeit ein (Bring your own device). Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden bietet die «health engine» schon heute Schnittstellen zu den gängigen mobilen Anwendungen von z. B. SAP (SAP-EMR), der xonion GmbH (patients2go) oder auch netcetera (evisit Mobile) an, so dass die Kunden in der Wahl nicht von einem Anbieter abhängig sind. Darüber hinaus werden alle Fragen vom Gerätemanagement bis hin zur «health engine» Integration geklärt und im Rahmen eines Service bereitgestellt. Digitale Signatur Mit der Server-Signatur kann die Unveränderbarkeit von Berichten, Bildern, usw. sichergestellt werden. Die «health engine» bietet alle nötigen Funktionalitäten um prozessgesteuert und basierend auf den Wünschen der Kunden einen Signaturservice anzusteuern. Wenn signierte Dokumente archiviert werden, sind keine teuren Archivsysteme mehr nötig. Es reicht dann ein einfaches kostengünstiges NAS-Speichersystem. Die von Archiven geforderte Unveränderbarkeit wird über die digitale Signatur garantiert. Für die User-Signatur stehen ebenfalls alle nötigen Funktionen bereit: ToDo-Listen für eine Batchverarbeitung, direkte online-signatur mit der Smartcard usw. Voraussetzung sind ein Signaturservice und eine PKI. PDF/A-Service Für das Versenden von jedweden Dokumenten, Bildern, Laborwerten etc. werden PDF/A-Objekte benötigt. Um dies automatisiert auszuführen stellt die «health engine» alle nötigen Funktionen zur Verfügung. Der Kunde kann auf Basis dieser Funktionen dann selber in den Prozessen definieren wann ein PDF/A erzeugt wird. Die gleiche Funktionalität steuert auch das Erzeugen von PDF/A- Objekten für die Ablage in den Archiven. ehealth IHE, MPI und EFA 2.0 IHE, eine zentrale Empfehlung bei der Durchsetzung von ehealth Prozessen findet heute schon konsequente Einhaltung in der «health engine» Lösung. Das gemeinsam vom Verein Elektronische FallAkte e. V., dem Bundesverband Gesundheits-IT bvitg e. V. und IHE Deutschland e. V. vorangetriebene Harmonisierungsprojekt EFA 2.0 für die einrichtungsübergreifende Nutzung elektronischer Aktensysteme im Gesundheitswesen, welches auf IHE Integrationsprofilen und Transaktionen basiert, geht nach langer Vorarbeit jetzt in die Zielgrade. Die beteiligten Vereine empfehlen Krankenhäusern und Arztpraxen sowie weiteren Stakeholdern in den Versorgungsprozessen, bei der Neubeschaung von Aktensystemen die Unterstützung dieser Standards ausdrücklich einzufordern. Mit solchen IHE konformen Systemen sind Kliniken bei Investitionen auf der sicheren Seite. Die hohen Anforderungen der EFA 2.0 insbesondere an Datenschutz und Datensicherheit sowie an das Berechtigungsmanagement und die eindeutige Patientenidentifikation (MPI) sind in der «health engine» und ihrer Sicherheitsarchitektur bereits heute umfassend berücksichtigt. Aus diesem Grund wird auch die Umsetzung der im letzten Quartal des Jahres 2013 verfügbaren Spezifikation der EFA 2.0, welche auf wesentlichen IHE Profilen aufbaut, schon in 2014 verfügbar sein. e-health

6 ehealth Haus- und Facharztanbindung Haus- und Facharzt-Anbindung sowie interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit sind eine Grundvoraussetzung für eine umfassende medizinische Versorgung. Damit alle Leistungserbringer optimal zusammenarbeiten können, verfügen sie mit dem Zugang zur universellen Patientenakte jederzeit über aktuelle Informationen wie z. B. Daten, Termine und Arztbriefe. Nach Einwilligung des Patienten, werden die Patientendaten aus der Überweisung und weitere fallspezifische Dokumente direkt vom Praxissystem in die Universelle Patientenakte (siehe oben) der «health engine» übertragen. Nach der realen Aufnahme werden die Informationen dem Krankenhausfall zugeordnet und den krankenhausinternen Systemen (z. B. KIS) prozessund regelkonform zur Anzeige bereitgestellt. Darüber hinaus können der Einweiser und weitere berechtigte externe Leistungserbringer bequem weitere Daten zum bestehenden Fall direkt in die Akte einspeisen, so dass fehlende oder später angefragte Informationen auch noch während des Krankenhausaufenthaltes bereitgestellt werden können. Entsprechend der Einwilligung des Patienten und den Regeln des Betreibers werden die während des Krankenhausaufenthaltes entstehenden Daten (Diagnosen, Dokumente, Befunde, Labor- und Bilddaten, etc.) anschließend den vom Patienten bestimmten Haus- und Fachärzten über die «health engine» zur Verfügung gestellt. Mit diesem Modul wird den Kunden auch die entsprechende Komponente der CSC ehealth Produktfamilie Health Relations zur Verfügung gestellt. Die dafür notwendige sichere und integrierte Anbindung der in Deutschland heterogenen Systemlandschaft im ambulanten Sektor, stellen die DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH sowie die MicroNova AG sicher. Beide Partner stehen für eine systemunabhängige und sichere Online-Anbindung der Systeme in Arztpraxen und MVZ. Je nach Anwendungsszenario werden beide Lösungen oder nur eine in die «health engine» Infrastruktur und Prozesse eingebunden. In jedem Fall liegt die Erreichbarkeit der Systeme somit bei knapp 100 % der Hausärzte. Alle notwendigen Funktionen werden bei Bedarf als Service bereitgestellt, so dass die Anwender die Fallakte aus ihrer gewohnten Arbeitsumgebung (PVS) im Patientenkontext aufrufen können und somit nicht in logisch getrennten Systemen arbeiten müssen. Dies ist neben dem funktionalen Nutzen häufig eines der wesentlichen Akzeptanzkriterien. ehealth Versorgungsmanagement 2.0 und IV-Prozesse Die Bereinigung von Krankenhausstrukturen, die Schaung von Krankenhausverbünden und die Managed- Care-Modelle führen zu neuen Organisationsstrukturen. Daten werden mit «health engine» konsolidiert und die Abläufe in ein übergreifendes Kommunikations- und Workflow-Konzept eingebunden. Damit werden der zeitnahe und umfassende Zugang der Beteiligten zu allen Daten sowie eine schlanke, durchgängige Prozess-Struktur gewährleistet. Ein Krankenhaus, welches eine solche Informations-, Kollaborations- und Prozess-Infrastruktur vorhält, ist auch sehr gut aufgestellt, als Dienstleister für Versorgungsprogramme (z. B. Integrierte Versorgung nach 73b, 73c und 140a, 140b SGBV) zu agieren und sich auf diese Weise weitere Erlösströme zu erschließen. So kann ein Krankenhaus z. B. in der Rolle einer Managementgesellschaft als Dienstleister für Patienten, Krankenkassen und Leistungserbringer agieren und medizinische wie auch administrative Prozesse über die «health engine» Infrastruktur institutionsübergreifend managen. Die dafür notwendige sichere und integrierte Anbindung der Ärztenetze stellen das DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH sowie die MicroNova AG sicher (siehe auch oben: Haus- und Facharztanbindung). Die Orchestration der vorhandenen Kompetenzen (z. B. über Managementgesellschaften) wird das deutsche Gesundheitssystem nachhaltig prägen. Neue Business-Modelle sind auf Grund der angespannten Finanzierungslage die Basis einer besseren und vor allem erlebbaren Versorgungsqualität und bieten zusätzlich Raum für eine signifikante Dierenzierung der Player am Markt. ehealth Patientenzugang und Patientenrechtegesetz Seit dem 26. Februar 2013 regelt das Patientenrechtegesetz (PatRG) in Deutschland die Informations- und Dokumentationspflicht der behandelnden Institution gegenüber dem Patienten. Mit diesem Gesetz werden die Rechte des Patienten mit dem Ziel gestärkt, die Transparenz des Behandlungsprozesses langfristig zu erhöhen sowie seine Rechte gegenüber Leistungserbringern, Krankenkassen und Apothekern zu stärken. Es verankert das Arzt-Patienten-Verhältnis als eigenen Vertrag im Rahmen des Bürgerlichen Gesetzbuches und schreibt wesentliche Rechte der Patientinnen und Patienten wie z. B. das Recht auf umfassende und rechtzeitige Aufklärung oder das Einsichtsrecht in Behandlungsunterlagen fest. Insbesondere letzteres stellt Krankenhäuser und weitere Versorgungszentren vor gewisse Herausforderungen, die mit der «health engine» Akte problemlos gelöst werden können. Mit der vollständig integrierten Universellen Patientenakte und den weiteren Services können dem Patienten alle Daten der Patientenakte rollengerecht zur Verfügung gestellt werden, womit die «health engine» die Anforderungen des PatRG erfüllt. Der Patient als Eigentümer seiner Daten hat somit die Möglichkeit, alle zur Verfügung stehenden Informationen jederzeit einzusehen. Über eine Sicherheitsinfrastruktur hat er Zugri auf seine Daten und kann selbst entscheiden, welchem seiner Vertrauensärzte für welchen Zeitraum Online-Zugri gewährt wird. 6 e-health 2014

7 Klinische Studien, Forschung, Lehre und Big Data Für Lehre und Forschung werden so oft wie möglich Daten aus der Praxis genutzt (sog. Real-Life-Daten ). Solche Datensammlungen müssen angemeldet werden und speziellen Anforderungen (GCP-Leitlinie, Standard Operating Procedures SOPs, Daten-Management, Qualitätsmanagement, etc.) genügen. Die «health engine» bietet alle nötigen Funktionalitäten, um diese Anforderungen und Vorschriften an die Prozesse (z.b. im Rahmen klinischer Studien) und die revisionssichere elektronische Archivierung klinischer Studienunterlagen möglichst eizient und sicher zu erfüllen. Neben der klassischen Ablage mit Strukturen, die den Patienten und Fällen sowie den Behandlungs- und Berichtsprozessen folgen, wird eine Ablage eingerichtet, die den Anforderungen von Lehre und Forschung genügt. Aber auch schon die Auswahl und Aufnahme der Patienten sowie notwendige Plausibilitätsprüfungen können bei Bedarf unterstützt werden. Ohne den ursprünglichen Bezug zum anonymisierten Patient und Fall zu verlieren, werden Themenbezüge nach Diagnosen, Therapien usw. gesetzt. Anonymisiert dürfen diese Daten allen Lehrenden und Lernenden zeitlich unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden. Rasch können nun alle Fälle nach einem beliebigen Merkmal, zum Beispiel mit einer bestimmten Diagnose oder DRG und den zugehörigen Bildern gefunden werden. Mit Hilfe der Volltextsuche kann jedes Element nach den abgefragten Stichworten angezeigt werden. Modularer Ausbau und weiterer Nutzen durch «health engine» Die «health engine» ist eine hochflexible Plattform für eine Vielzahl von Applikationen und Prozessen, die sich laufend ausbauen und erweitern lässt. Verschiedenste Kunden aus dem Gesundheitswesen und aus anderen Branchen setzen seit Jahren auf diesen Lösungsansatz. Sie betreiben neben den oben vorgestellten folgende Funktionalitäten und Module: Pflegestandards Weisungen Patienten-Umfragen Integrationsplattform Workflow-Management Geschäftsfallakte Geschäftssteuerung und Geschäftsverwaltung Digitale Rechnungsverarbeitung Logistikprozesse, Bestellwesen, Belegscanning und Archivierung Vertragsmanagement CIRS PACS-Archiv Personalakte Records Management und Information Lifecycle Management Automatische PDF/A-Konvertierung aller Dokumente für Anzeige und Archiv SAP-Archiv über ArchiveLink Formularverarbeitung Erfahrung aus über 20 Jahren für künftige Projekte nutzen Die «health engine» Lösung der the i-engineers AG wird schon heute in über 50 Krankenhäusern und Klinikverbünden eingesetzt. In Deutschland wurde zudem in Kooperation mit CSC und der DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH ein IV-Prozess eines Versorgungsvertrages mit einer Managementgesellschaft umgesetzt, zu der 300 teilnehmende Fachärzte sowie sechs Krankenhäuser gehören. So existieren über alle «health engine» Projekte im Gesundheitswesen über 100 Mio. elektronische Patienten-/ Fallakten mit über Anwendern wobei heute schon über 4500 Haus- und Fachärzte Zugang zur elektronischen Patienten-/Fallakte in diesen Projekten haben. CSC oizieller Beratungs-, Implementierungs- und Servicepartner Die erfolgreiche Umsetzung solcher Projekte ist jedoch nur zu einem Teil von der gewählten Technologiekomponente abhängig. Ebenso wichtig ist eine professionelle Planung und Umsetzung dieser komplexen Projekte, bei denen sich oft Prozesse und Strukturen strategiekonform verändern. CSC bietet seinen Kunden die zugehörigen Dienstleistungen im Bereich Strategie, Business Process Management (BPM), Business Engineering (Systemdesign & Implementierung) sowie Projekt- und Changemanagement an. CSC Health Cloud Die weit verbreitete Unterfinanzierung der Krankenhaus- IT führt dazu, dass ein Großteil des verfügbaren Budgets bereits durch den Betrieb der Systeme aufgezehrt wird. Kundenorientierung und Innovationsmanagement finden folglich in sehr eingeschränktem Maße statt, wodurch sowohl die Akzeptanz der IT im eigenen Haus als auch die Zufriedenheit der IT-Mitarbeiter leiden. CSC bietet Kliniken in dieser Situation eine wertvolle Hilfestellung an. Die CSC Health Cloud erschließt die Vorteile des Cloud Computing für Kliniken auf Basis der Angebote CSC CloudCompute und CSC BizCloud unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Die Lösungen können dabei wahlweise o premise (externes Rechenzentrum) oder on premise (eigenes Rechenzentrum) betrieben werden. In beiden Fällen erfüllen logisch getrennte und verschlüsselte Datenbereiche alle genannten Schutzziele. «health engine» kann bei Bedarf in der CSC Health Cloud betrieben werden. Kontakt Hendrik Riedel Business Development & Solution Manager Senior Business/IT Consultant CSC Deutschland Solutions GmbH Tel.: +49 (0) e-health

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