Das Bankhaus Karl Meinhardt in Meiningen und die Familie Meinhardt in Meiningen, Wörthstr. 7, heute E.-Fritze-Str. 7

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1 Das Bankhaus Karl Meinhardt in Meiningen und die Familie Meinhardt in Meiningen, Wörthstr. 7, heute E.-Fritze-Str. 7 Von den einst zahlreichen Bankhäusern in Meiningen würde eines in diesem Jahr sein 70. Firmenjubiläum begehen. 1931, inmitten der großen Bankhäuser als Familienbank gegründet, kann es sich, verbunden mit einem blühenden Grundstücksgeschäft, auch in schwierigen Zeiten behaupten. Erst die harte Hand der sowjetischen Besatzungsmacht und die Eifrigkeit der neuen deutschen Staatsorgane können die kleine Bank, nach allen anderen Banken, weil Großbanken, zu Boden zwingen. Hier nun eine kleine Erinnerung an die, vielleicht schon längst vergessene Bank und deren Inhaber, Karl Meinhardt mit seiner Familie. Ein kleiner Streifzug auch durch die Zeit, welche Karl Meinhardt in der Weimarer Republik, im Deutschen Reich, in der sowjetische Besatzungszone sowie in der Bundesrepublik Deutschland, erlebte. Wollen Sie bitte Verständnis dafür aufbringen, daß nicht alle Namen preisgegeben werden können. Es soll auf noch lebende Personen bzw. deren Nachkommen Rücksicht genommen werden. Karl Meinhardt kommt am in Magdeburg zur Welt. Seine Eltern, Wilhelm und Hermine, haben insgesamt 5 Kinder und können sich mit dem Verdienst des Vaters, welchen er für seine Arbeit als Maschinenmeister und Drechsler erhält, nur ein bescheidenes Leben leisten. Mit dem Leben nicht zufrieden, meint Wilhelm Meinhardt, er habe sein ganzes Leben in Ketten gelegen. Sohn Karl besucht bis 1909 die Mittel- und die Knabenschule in Magdeburg. Seine Eltern schicken ihn anschließend zur Firma Gustav Reum, Tapeten- und Linolium-Spezialgeschäft, bei welcher er eine 2,5jährige Lehrzeit absolviert. Der Meister ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden und behält ihn, bis zu seiner Einberufung zum Kriegsdienst, im Dezember Karl Meinhardt ist 1,75 m groß und wiegt 65 kg, "...im Verhältnis zur Körpergröße hat er eine schmal gebaute Brust..." schreibt der Arzt. Er kommt zur einer Ausbildungseinheit in Magdeburg und soll zum Armierungssoldaten und Infanteristen qualifiziert werden. Am 26. Februar 1915 kann er die Uniform jedoch schon wieder ausziehen, eine medizinische Untersuchung hat bei ihm einen Herzfehler (Hypertrophie) diagnostiziert. Damit wird er für den Militärdienst untauglich. Unter Kriegsbedingungen erhält er jedoch nur eine vorläufige Zurückstellung bis zum , welche ihm dennoch den Fronteinsatz ersparen wird. Nach seiner Entlassung kehrt Karl Meinhardt nicht in die Firma Reum zurück, er möchte kein Verkäufer und Lagerarbeiter bleiben, vielmehr liebäugelt er mit einer Anstellung in einem Bankhaus. Tatsächlich findet er auch eine Arbeit als Hilfsbeamter beim Magdeburger Bankverein in Magdeburg, bleibt aber nur vom März bis September Am 01. Oktober 1915 tritt er in die Schwarzburgische Landesbank Sondershausen, Filiale Magdeburg, ein. Die Bank schickt Karl Meinhardt als Beamten in ihre Filiale nach Suhl. In Suhl angekommen, nimmt er sich eine Wohnung in der Döllstraße 14. In seiner hiesigen Stellung wird er zum ersten Vorsitzenden des Deutschen Beamtenvereins gewählt. Da ihn aber auch die Belange der Angestellten beschäftigen, arbeitet er mit dem Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband, der Gewerkschaft der Kaufmannsgehilfen, zusammen. Am heiratet er, selbst evangelisch, die, 4 Jahre jüngere und katholische, Helena Ledermann aus Köln. Sie kommt aus, wie man damals sagte, gutem Hause, ist gebildet, künstlerisch begabt und wird als gutherzig beschrieben. Helena hat nur einen Bruder, dieser fällt im I. Weltkrieg. Bei einem Besuch des jungen Paares in Meiningen ist Karl Meinhardt so vom Englischen Garten begeistert, daß beide beschließen, nach Meiningen zu ziehen. Umzugstermin ist der Silvestertag Sie wohnen zunächst in der 2 Spießenleite 5. In Meiningen kommen 1922 bzw beide Kinder, Hildegard und Karl-Ernst, zur Welt. Karl Meinhardt findet in Meiningen bei der renomierten Bank für Thüringen, vorm. B. M. Strupp, Arbeit. Er erhält ein Jahresanfangsgehalt von RM mit dem Versprechen, bei zufriedenstellenden Leistungen, eine Gehaltszulage von 150 RM zu bewilligen. Karl Meinhardt's finanzielle Erwartungen werden damit gehörig übertroffen. Nach einigem Hin und Her, die Buchführung ist nicht seine Stärke, wird er an die Kasse versetzt. Geld in der Hand zu haben und mit der Kundschaft umzugehen macht ihm Spaß und bald überläßt man ihm die Kasse allein, er wird Hauptkassierer. Allerdings macht ihm die Inflation an seinem Arbeitsplatz sehr zu schaffen. Meinhardt beschwert sich über die imense Arbeit und darüber, daß er daher für jeden Kunden nur je 2 Minuten Zeit habe. Mittwochs, wenn sein Kassenschalter geschlossen ist, geht er in die Meininger Stadtverwaltung und kümmert sich um deren Wertpapier- und sonstigen finanziellen Geschäfte, welche mit "seiner" Bank in Verbindung stehen. Mit Wirkung vom fusioniert die Bank für Thüringen, vormals B. M. Strupp, mit der Direktion der Disconto-Gesellschaft Berlin und Karl Meinhardt findet sich in deren Filiale in Meiningen wieder, d. h. er bleibt wo er ist. Im gleichen Zuge

2 wird auch die Schwarzburgische Landesbank übernomen, wobei hier auch ein Teil der Thüringer Landesbank zufällt. In den allmonatlichen Einschätzungen der Arbeitsleistung und des Verhaltens gegenüber der Kundschaft, nimmt die Kritik an seiner Leistung immer mehr ab, er erhält stets ein "Gut". Sein Auftreten ist kompetent, freundlich, später wird noch "selbstbewußt" hinzugesetzt. In der Zeit der Weimarer Republik, in welcher man entweder rechts oder links steht, hat sich Karl Meinhardt wohl letztendlich für die linke Seite entschieden, weshalb es nicht verwunderlich ist, daß er nun erster Vorsitzender der Angestelltenorganisation und bei der Direktion der Disconto-Gesellschaft Betriebsratsvorsitzender wird. Die Fusion der beiden Bankhäuser ist nicht nur damit verbunden, daß die Bank für Thüringen, vormals B. M. Strupp, aus Meiningen verschwindet, sondern auf dem Fuße folgen Bemühungen um die Dezimierung der Arbeitsplätze. Karl Meinhardt, welcher schon seit längerem ein gespanntes Verhältnis zu einem Vorstands- bzw. Direktionsmitglied unterhält (er hatte Beschwerden der Angestellten über das Verhalten des Direktionsmitgliedes an die Direktion herangetragen), schreibt nun einen Brief an die Direktion, in welchem er anregt, man solle beim Arbeitsplatzabbau zuerst in der oberen Etage nachsehen, ob dort alles so kaufmännisch zuverlässige Leute, wie die Angestellten es sind, sitzen würden. Karl Meinhardt hatte bei seiner Arbeit Unzulänglichkeiten von Seiten eben dieses Direktionsmitgliedes, "wir wollen doch nicht zu kleinlich sein", festgestellt, es jedoch nicht gemeldet. Anstatt einer Antwort erhält er, als erster, ein Kündigungsschreiben. Der Betriebsrat und er selbst nehmen die Kündigung nicht an, Karl Meinhardt bleibt bei seiner Meinung. Es wird eine Untersuchung eingeleitet, welche sich jedoch hauptsächlich mit Karl Meinhardt beschäftigt. Das beschuldigte Direktionsmitglied droht mit einer Klärung vor Gericht, was den übrigen Mitgliedern der Direktion einen wahren Schrecken einjagd. Allein im ersten Halbjahr 1926 werden einem Bankdirektor in Bad Salzungen räuberische Erpressung, beiden Inhabern der Bank von Oberhof Betrug sowie einem Bankbeamten aus Suhl und einem Bankkassierer aus Mellrichstadt Unterschlagung gerichtlich zur Last gelegt. Meinhardt's Mitglieder des Betriebsrates müssen eine Stellungnahme zu dessen Verhalten verfassen. Da sie sich ebenfalls um ihre Arbeitsplätze sorgen, winden sie sich zunächst ein wenig um eine konkrete Aussage herum, unterstützen aber letztlich die Haltung Karl Meinhardts. Die Direktion, unter Druck geraten, möchte das Kündigungsschreiben aus der Welt schaffen, aber auch Meinhardt unbedingt loswerden. So kommt man überein, daß Meinhardt eine Gehaltszahlung für die nächsten 10 Monate, abgerundete RM, erhält 3 und dafür nun seinerseits kündigen muß. Die Bank verpflichtet sich außerdem, sich nur empfehlend über seine Person zu äußern und hält sich tätsächlich auch daran. Die versprochenen RM will sie jedoch nicht sofort zahlen. Karl Meinhardt muß zunächst einen Kredit von RM aufnehmen und diesen nach Erhalt der RM zurückzahlen. Am ist er arbeitslos. In dieser, wirtschaftlich sehr schwierigen, Zeit, gezeichnet von einer "ungeheuren allgemeinen Arbeitslosigkeit", ist es ein denkbar schlechter Zeitpunkt um, wie sich Karl Meinhardt ausdrückt, "gefeuert" zu werden. Meiningen hat zu dieser Zeit etwa Einwohner. Die Arbeitslosenquote beträgt 10%. Nur etwa 760 bedürftige Arbeitslose können mit einer städtischen Unterstützung, d. h. einem Paar Schuhen, täglich einem warmen Mittagessen und je 5 RM extra zu Ostern und Weihnachten, rechnen. Die Meininger Ordnung und Sicherheit scheint zudem in Gefahr, Menschen werden in ihren Wohnungen und auf offener Straße überfallen und ausgeraubt, sodaß "infolge der sich häufenden Angriffe auf Passanten eine große Beunruhigung unter der Bevölkerung herrsche". Nachts wird im Park und sogar in der Bismarckstraße (heute Wettinerstr.) geschossen, einhergehend mit Schlägereien. Am Tag ist die Stadt voll Bettler, "die Klagen über die überhandnehmende Bettelei wollen nicht verstummen". Die Selbstmordrate, insbesondere unter den Jugendlichen, ist erschreckend. Schon im Jahre 1925 hatten sich beispielsweise 7 Jugendliche aus Barchfeld, mittels Gift, das Leben genommen. Bereits im Februar 1926 kommt ein weiterer Jugendlicher hinzu. Eine Idee, wie die Familie Meinhardt nun zu Geld kommen könnte, muß also schnell herbei. Vielleicht hilft es, daß es in dieser Zeit wahrhaftig große Mode ist, eine Bank, wenn auch, wie in diesem Falle, nur mit einem restlichen Vermögen von RM, zu gründen. Selbst Berthold Brecht schreibt in diesen Jahren ein amüsantes Gedicht über die Bankengründungen armer Leute. Damit entschließt sich Karl Meinhardt, trotz seiner linken Gesinnung, nun selbst Geschäfte zu machen, Kapitalist zu werden. Am meldet er die Gründung seiner Firma *Karl Meinhardt in Meiningen, Inhaber Hauptkassierer Karl Meinhardt, für eine Eintragung in das Handelregister des Amtsgerichtes Meiningen, Abt. A, Nr. 459, an. Er möchte sich kein Geld borgen und versucht sich vorerst als Grundstücksmakler, um das fehlende Kapital herbeizuschaffen. Sein Geschäft betreibt er vorerst als Bankkommis-sionsgeschäft. Er teilt sich das geschäftliche Betätigungsfeld im wesentlichen mit Wolf Goldschmidt. Meinhardts Geschäftsräume befinden sich zunächst in der Bismarckstr. 15. Durch seine Tätigkeit bei der

3 Direktion der Disconto-Gesellschaft kennt er sehr viele Meininger und Bürger aus der Umgebung. Das Vertrauen, welches er sich dort bei der Kundschaft erwerben konnte, nimmt er mit in sein Geschäft hinüber. Nach langen 5 Jahren, an welchen auch die, sich in der 2. Hälfte der 20er Jahre weiter drastisch verschlechternden, wirtschaftlichen Verhältnisse beteiligt sind, ist es 1931 dann endlich soweit, dem Bankhaus kann Leben eingehaucht werden, nun also auf eigene Rechnung. Meinhardt erreicht im ersten Jahr einen Umsatz von , 84 RM. In seiner Bank sind zu dieser Zeit 304 Kunden registriert. Ehefrau Helena arbeitet von Anfang an in der Bank mit. Der Intendant des Meininger Theaters, Willy Loehr, hatte ihr zwar, als es um Meinhardts finanzielle Verhältnisse weit ungünstiger bestellt war, ein Engenement in seinem Hause angeboten, aber Helenas Mutter meinte, daß das nun wirklich nichts für sie sei. Weiterhin beschäftigt Meinhardt stets 5 bis 6 Mitarbeiter, darunter auch immer bis zu 3 Lehrlingen. Diese kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem Ausland. Es ist üblich, seine Kinder zur Ausbildung in die Fremde zu schicken, auch Referendare reisen in ganz Deutschland umher. Die Fluktation, insbesondere unter seinen weiblichen Arbeitskräften, ist nicht 4 unerheblich. Kaum ausgebildet oder angelernt verliert sie das Bankhaus zunächst an Soldaten aus der Meininger Kaserne, während des Krieges gehen sie in die Lazarette oder nach Hause, um ihre zerschossenen Männer zu pflegen. Andere junge Frauen können nicht bleiben, um die Arbeit der Männer, welche im Krieg sind, in der häuslichen Landwirtschaft zu übernehmen. Im II. Weltkrieg wird die Lehrzeit auf 2 Jahre verkürzt, noch schwieriger für das Bankhaus,denn nun gehen alle noch schneller und Prokurist Kurt Hänel (aus Ilmenau stammend, seit Kriegsbeginn bei Karl Meinhardt) ist ständig mit Ausbildung und Anlernen beschäftigt. Die Bankräume befinden sich in der 2. Etage des Hauses Wörthstr. 7. In dem, öffentlich zugänglichen, Raum befinden sich einerseits ein Schaltertisch mit Stuhl, ein Aktenregal und eine Schreibmachine, andererseits ein kleiner Tisch mit Sesseln sowie ein Sofa, ein Platz für die Kunden des Bankhauses. Außerdem gehören ein Tresorraum und ein kleines Archiv zu den Räumlichkeiten. Gitter an den Fenstern werden als nicht notwendig erachtet. Die Versicherung denkt ebenso. Einige wichtige Posten aus der Bilanz (in RM) Kasse Wechsel Wertpapiere Debitoren Hypotheken Kreditoren Eigenkapital Bilanzsumme Neben der Kontenführung werden Kredite vergeben. Karl Meinhardt nimmt Bürgschaften, sowie Einlagen an, kauft und verkauft Wechsel, stellt Kreditbriefe für Europa und Übersee aus, übernimmt den An- und Verkauf von Wertpapieren, verwaltet diese auch, ebenso wie Dokumente und Wertsachen. Weiterhin übernimmt Karl Meinhardt Vermögensverwaltungen sowie Treuhändergeschäfte und vermittelt nach wie vor Hypotheken und Grundstücke. Er läßt in Meiningen auch selbst Häuser bauen, welche er schlüsselfertig verkauft. Eines davon, in der Saarbrückener Str. 5, überschreibt er 1935 seiner Ehefrau. Helena Meinhardt vermietet eine Wohnung in Ihrem Haus an Hugo Roßberg, den langjährigen Schauspieler des Meininger Theaters. Karl Meinhardt hat das Grundstücksgeschäft in den vergangenen Jahren erfolgreich ausbauen können, es soll später sogar eines der größten oder gar das größte Geschäft dieser Art in Thüringen werden. Die Meininger Kriminalpolzei schreibt dazu in einem Bericht, daß Karl Meinhardt bei jedem Grundstücksgeschäft "dazwischenklebe". Karl Meinhardt hat 1938 das kleine Bankhaus D. Meyer's Söhne, ein jüdisches Geschäft, in Suhl übernommen, welches in der Mehrzahl Kleinkunden und über ein Firmenvermögen von ca RM verfügt. Meyer's haben sich, vor ihrer Deportation nach Theresienstadt, entschlossen, Karl Meinhardt ihr Firmen- und einen Teil des Privatvermögens anzuvertrauen. Die Gestapo schöpft jedoch Verdacht und Karl Meinhardt muß die Schließfächer, in diesem Falle Blechkisten, öffnen. Auch die Wertpapiere der Familie Meyer fallen der Gestapo zum Opfer. Es gibt jedoch ein Konto, von welchem diese keine Kenntnis hat. Karl Meinhardt kann es bis Kriegsende verbergen. 5 Im Handelregister erscheint am die Firma

4 * Karl Meinhardt in Meiningen mit Zweigniederlassung in Suhl. Inhaber ist Karl Meinhardt, Prokuristen sind Helena Meinhardt und Kurt Hänel. (Für das Bankhaus in Meiningen wird Helena Meinhardt erst 1940 Prokura erteilt). Karl Meinhardt hatte schon ab dem Jahre 1932, im Interesse seiner Suhler Kunden, eine Filiale in Suhl eröffnen wollen, konnte jedoch keine passende Räumlichkeit finden. Er besucht seine Filiale einmal in der Woche. Das Wertpapiergeschäft nimmt er aus der Filiale heraus und überläßt es ausschließlich seinem Bankhaus in Meiningen. In Suhl agiert zunächst ein junger Filialleiter, welcher seine Arbeit selbständig und zur Zufriedenheit Karl Meinhardt's verrichtet. Jedoch Meinhardt's allwöchentlich Fragen, ob alles in Ordnung sei oder es doch etwas zu berichten gäbe, beleidigen den jungen Mann derart, daß er 1941 um Lösung seines Arbeitsvertrages bittet. Das Bankhaus Karl Meinhardt vergibt im Jahre 1939 folgende Kredite (in RM): Privatpersonen davon Kleinkredite bis Handwerk Handel Industrie Landwirtschaft Die erfolgreiche Geschäftsführung von Karl Meinhardt bringt dem Bankhaus jedoch nicht nur einen festen Platz in der Bankenstadt Meiningen sowie Kunden in allen Schichten der Bevölkerung. Wie alle anderen Meininger Banken, ob Deutsche Bank, Commerzbank, Hypothekenbank, Thüringische Staatsbank oder Sparkasse, hat auch das Bankhaus Karl Meinhardt jüdische Kunden, wenn auch den kleinsten Teil von allen Banken, lediglich 4 %. Es werden Neider auf den Plan gerufen, die ihm den Erfolg sowie den, damit wachsenden, Wohlstand mißgönnen. Angriffspunkte bietet er ausreichend, man kennt seine gewerkschaftliche Tätigkeit, will ihn sogar bei den roten Soldatenräten im Zuge der Novemberrevolution (1918) gesehen haben und hält ihn für einen Judenfreund, ja er sei gar selbst Jude, zumindest aber Halbjude. Karl Meinhardt unterhält durch seine Arbeit in der Bank sowie seine Grundstücksgeschäfte zahlreiche persönliche Kontakte zu seiner Kund-schaft. Er macht keinen Hehl aus seiner demokratischen Gesinnung und tritt auch nicht in die NSDAP ein. Emporkömmlinge im nationalsozialistischem Staat, meist selbst ohne Vermögen, haben es sich zum Ziel gesetzt, Karl Meinhardt zu denunzieren, was am Ende, in der damaligen Zeit, eine persönliche Vernichtung hätte bedeuten können. Er wäre dabei bei weitem nicht das einzige Opfer. So hatte man z. B. den o. g. Intendanten des Meininger Theaters ebenfalls bekämpft, worauf sich dieser entschloß, Meiningen den Rücken zu kehren. 1935, als Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen den Vorschlag einbringt, Karl Meinhardt zum Kassierer des Luftsportverbandes zu ernennen, tritt der Vorsitzende der Ortskrankenkasse Meiningen, Ernst E., auf den Plan. Dieser wohnt ebenfalls im Haus Wörthstraße 7, welches noch der Ortskrankenkasse Meiningen, die ebenfalls hier untergebracht ist, gehört. Nun befürchtet Ernst E., Karl Meinhardt könne das Haus kaufen und er werde in der Folge Miete zahlen müssen. Er verbreitet das Gerücht, Karl Meinhardt würde doch nur mit jüdischem Geld arbeiten. Auch das Privatleben der Familie Meinhardt bezieht Ernst E. in seine Ermittlungen ein und weiß daher, daß Meinhardt's Schwiegervater seinen Sohn nicht auf einem jüdischen Friedhof beigesetzt hatte. Auch hätte Karl Meinhardt mit seiner Familie in den Röhm-Tagen (Adolf Hitler läßt 1934 die gesamte Führung der SA bei einem extra 6 engagierten Abendessen erschießen, um den vermeintlichen Rivalen auszuschalten) auswandern wollen. Karl Meinhardt gibt darauf an, daß er seine "arische" Abstammung und die seiner Ehefrau (1934 sind die katholischen Eltern Helenas, Richard und Helene Ledermann, nach Meiningen gezogen. Da in Meiningen aber auch jüdische Bürger namens Ledermann leben, kommt es wohl zu Irretationen) bis in das Mittelalter zurück nachweisen und über seine Ausreiseabsicht in den Röhm- Tagen nur lachen könne behauptet der Assesor Friedrich T. vom Landratsamt Meiningen, nachdem er Karl Meinhardt's Kunden über dessen Geschäfte ausfragt hatte, Meinhardt würde unsaubere Geschäfte machen. Er müsse daher unbedingt Meinhardt's Bücher kontrollieren, wozu jedoch ein Auftrag des Reichswirtschaftsministeriums, Abt. Reichsaufsichtsamt für Kreditwesen, nötig gewesen wäre. Auch müsse man Meinhardt den Zugang in die Kundenbereiche der anderen Meininger Banken verbieten, da er diese nur betrete, um Geschäftsgeheimnisse auszukundschaften. Ebenfalls 1939 erfolgt eine Anzeige des Meininger Bürgermeisters, Dr. Wilhelm Zierdt, auch Vorstandsmitglied der Meininger Sparkasse, beim Reichswirtschaftsministerium, hinsichtlich der Einmischung des Karl Meinhardt in die 'Arisierungsgeschäfte', "Seit langer Zeit beobachte ich das Bankgeschäft... mit allergrößtem Mißtrauen. Der Geschäftsinhaber Meinhardt war der ausgesprochene Judenmakler und Judenfreund. Seine Vorliebe für das Judentum... Herr Meinhardt

5 ist vielleicht zu geschickt, als daß man ihn restlos überführen könnte. Einige Vorkommnisse der letzten Zeit verdienen m. E., daß man sich einmal ernsthaft mit der Firma Meinhardt beschäftigt." Karl Meinhardt, der mit Dr. Zierth, wenn überhaupt, prinzipiell nur telefonisch korrespondiert, kauft und verkauft nach 1938, nach dem Beginn der unverholenen Verfolgung der Juden, Hypotheken und Grundstücke in bisher nicht gekanntem Umfang. Die jüdische Bevölkerung benötigt eine Unmenge Geld, um den, vom Deutschen Reich aufoktruierten "Sühnemaßnahmen", wie "Judenvermögensabgabe" und "Reichsfluchtsteuer", genüge zu tun. Karl Meinhardt, vorgewarnt, holt sich Rückversicherungen beim Reichswirtschaftsministeriums, beim Oberfinanzpräsidenten sowie beim Landesvorsitzenden der Wirtschaftsgruppe Grundstücks- und Hypothekenwesen. Er versucht, unter dem Deckmantel einer möglichst schnellen "Arisierung" aller jüdischen Grundstücke, über all da zu sein, wo es etwas zu "arisieren" gibt, sind doch viele Häuser seiner Freunde, Bekannten oder Kunden betroffen. Er weiß, daß die Preise für die Wohnhäuser, Fabriken und übrigen Grundstücke von den Käufern und von der kreislichen Preisgenehmigungsbehörde gedrückt werden und auch, daß die Käufer meist eigentlich kein Geld haben, nicht einmal, um die, wie sie diese nennen, "Bruchbuden" bezahlen zu können. Er bemüht sich, halbwegs reale Kaufpreise zu erreichen, muß dafür schwere Auseinandersetzungen, insbesondere hinsichtlich der Grundstücke in Meiningen, Berliner Str. 26, Nonnenplan 6 sowie Steinweg 9, in Kauf nehmen und die, zum Kauf nötigen, Kredite zu vergeben. Dies sieht die Meininger Kriminalpolizei in einem Bericht an die Gestapo in Weimar ebenso, "...über die Person des Meinhardt ist durchweg hier nur eine Meinung und die besagt, daß er der Verwalter des jüdischen Kapitals, judenhörig und sein Geschäftsgebahren jüdisch ist". Der Ortsgruppenleiter Meiningen-Mitte der NSDAP, hat Karl Meinhardt zudem "nach dem allgemeinen Judenboykott, am gleichen Tage" beobachtet, als er, "mit einem schwarzen Zylinder auf dem Kopf, mehrere jüdische Familien" besucht hat. Auch fernab von Meiningen soll die Familie nicht so recht zur Ruhe kommen. Die Gestapo hatte bereits ermittelt, daß sich Karl Meinhardt 1935 mit Emigranten in Prag getroffen hatte. Nun will die Familie 1937, Karl Meinhardt hat 1935 den Führerschein erworben, in der Folge wird ein Auto angeschafft, nach Ungarn in Urlaub fahren. In Eger wird sein 12jähriger Sohn Karl-Ernst, für wenige Minuten, "um drei Taschentücher für Hildegard zu kaufen", allein 7 gelassen. Ein Gestapo-Agent ist sofort bei dem Jungen, um ihn u. a. zu fragen, ob er eine Firma Kahn in Römhild kenne. Karl Meinhardt kann in buchstäblich letzter Minute schlimmeres verhindern. Trotzdem wird er, wieder zu Hause, polizeilich vorgeladen und gefragt, was er in Eger, in einem "sozialdemokratischen Warenhaus mit jüdischem Inhaber", gewollt habe. Karl Meinhardt's Reisepaß wird für 4 Wochen eingezogen. "Gegen den Vorgenannten ist seit der Vernehmung am Nachteiliges nicht zu berichten. Er nimmt sich sichtbar zusammen und es sind auch Zusammenkünfte mit Juden nicht mehr beobachtet worden" schreibt die Kriminalpolizei in Meiningen, "..., daß der Reisepaß sofort wieder eingezogen wird, wenn er sich in ähnlicher Weise verdächtig macht", droht die Gestapo in Weimar soll die Urlaubsreise nach Jugoslawien gehen, doch verweigert man der 16-jährigen Tochter Hildegard das Durchreisevisum für Österreich. Eine Begründung kann Karl Meinhardt von der Polizei nur soweit erhalten, als daß gegen Hildegard "politische Bedenken" bestünden. Karl Meinhardt außer sich, "... fuhr sofort zur Gestapo nach Weimar...", um nachzufragen, was gegen ihn vorliegen würde. Von der Gestapo wird ihm verdeutlicht "... hätten wir den geringsten Verdacht...". Karl Meinhardt erhält schließlich den Reisepaß für seine Tochter. Nach Beendigung der Reise will Karl Meinhardt Aufklärung in dieser Sache. Ein Polizeikommissar in Meiningen erklärt "Mir hat der Paß vorgelegen. Das Fräulein ist erst 16 Jahre alt. Sie ist durch Belgien gereist und war in England (Schüleraustausch). Jetzt wollte sie durch Österreich nach Jugoslawien reisen. Da hatte ich mir gesagt, da stimmt etwas nicht." Zukünftig fährt Karl Meinhardt, wenn überhaupt, zu Erholungszwecken nach Bad Kissingen. Auch wegen des Sohnes Karl-Ernst, Schüler am Meininger Gymnasium, müssen sich die Eltern sorgen, wird er, hinsichtlich seiner demokratischen Anschauungen, in der Schule bereits gemaßregelt. In Vorbereitung des Krieges gegen die Sowjetunion werden durch die Nazis bereits Maßnahmen eingeleitet, welche sich auch gegen die einheimische Zivilbevölkerung richten konfisziert das Landratsamt Meiningen das Auto der Meinhardt's, da Karl Meinhardt dessen "wirtschaftliche Notwendigkeit" für sein Geschäft nicht ausreichend nachweisen kann. Auch eine Eingabe bei der Südthüringischen Industrie- und Handelskammer hilft nicht. Landrat Gommlich schreibt ihm, er solle zur Durchführung seiner Aufgaben die vorhandenen Verkehrsmittel, wie Bahn, Omnibus usw,. nutzen. Für einen Grundstücksmakler, welcher persönlich in ganz Thüringen agiert, sicher mit Geschäftseinbußen verbunden. Für die Geschäfte des Meininger Theaters bringt der Landrat beispielsweise mehr Verständnis auf, wenn er auch bittet, darauf zu achten, daß weitere Theaterbesucher in einem Auto, falls noch vorhanden, mitgenommen werden verbietet der Landrat Karl Meinhardt die Ausübung des Gewerbes, "Erteilung von Auskünften über Vermögensverhältnisse und persönliche Angelegenheiten", welches Meinhardt jedoch nie angemeldet hat und auch nicht betreibt. Landrat Gommlich muß seinen Bescheid, sehr verärgert über die, ihm fälschlich von der Stadtverwaltung

6 Meiningen, Industrie- und Handelskammer, zugereichte Information, zurücknehmen. Er verlangt vom Bürgermeister, Dr. Zierth, den verantwortlichen Mitarbeiter disziplinarisch und materiell zur Verantwortung zu ziehen erfolgt eine Anzeige eines Leipziger Gastwirtes bei der Meininger Staatsanwaltschaft. Meinhardt hatte ihm den "Meininger Hof" verkauft und nun handele es sich doch nicht um die versprochene "Goldgrube". Die Staatsanwaltschaft fordert die, bisher beim Landratsamt über Meinhardt angelegten, Akten an, doch Gommlich muß verneinen, es gibt keine solchen Akten. Zudem scheint es ihm am Verständnis für geschäftliches Unvermögen zu mangeln. Die Staatsanwaltschaft setzt das Verfahren unbegrenzt aus. Karl Meinhardt läßt sich nicht einschüchtern, Er läßt kein Gerücht, keinen Vorwurf oder Angriff, unbeantwortet. Er schreibt ausfürliche Beschwerdebriefe an Landrat Gommlich, an den Kreisleiter der NSDAP, Dr. Köhler, und an den Ortsgruppenleiter der 8 NSDAP Meiningen-Mitte, Rompel. In diesen Funktionen kennt Karl Meinhardt Hellmuth Gommlich schon seit 193(7)8, Dr. Hermann Köhler seit 1927 und Karl Rompel seit Alle sind mit SS- Dienstgraden und Auszeichnungen des nationalististischen Staates versehen. Karl Meinhardt unterhält keine nachweisbaren persönliche Kontakte zu den Herren und keiner von Ihnen ist Kunde seiner Bank. 1926, Adolf Hitler hat in Meiningen noch Redeverbot, erweist Karl Meinhardt Dr. Köhler einen persönlichen Dienst. Dieser hat ihn gebeten, einen arbeitslosen und in Not geratenen "Alten Kämpfer" (Teilnehmer am I. Weltkrieg) in seine Firma aufzunehmen, welcher dann auch bis 1931 bei ihm tätig ist. Es ist für Dr. Köhler eine Frage der Ehre, dafür anhaltende Dankbarkeit zu zeigen. Karl Meinhardt profitiert davon. Zudem besitzt er eine enorme Redegewandheit, einen eindringlichen Schreibstil und sehr viel Mut, mit deren Hilfe er immer wieder beteuert, nur im Sinne des Staates und für die Stadt Meiningen zu arbeiten. Er scheut sich nicht, seine Widersacher namentlich zu benennen, auch wenn es sich dabei um "Amtspersonen" handelt, achtet aber darauf, keinesfalls den Staat oder die staatstragende Partei anzugreifen. Wie als Bestätigung beschäftigt er zwei Mitglieder der NSDAP in seiner Bank. Ein Mitarbeiter ist bereits vor dem Bankeintritt Mitglied der NSDAP, eine weitere Mitarbeiterin wird 1942 in die NSDAP aufgenommen. So schreibt er im Juni 1940 an den Landrat "Das Gefühl der Übelkeit steigt in mir hoch, wenn ich an die Leute denke, die vor noch gar nicht allzu langer Zeit vor Juden auf dem Bauch lagen und gierig zu jeder, aber auch zu jeder Dienstleistung bereit waren". Einmal überspannt er den Bogen aber doch, als er an anderer Stelle die Worte eines seiner Bekannten zitiert "... an der Zeit zu sein, daß man sich die kleinen Volksquäler in Meiningen einmal genauer ansehe". Nun fühlt sich der Landrat persönlich angegriffen und will den Meininger Bügermeister, welcher sich ebenfalls angesprochen fühlen müsse, für ein gemeinsames Vorgehen gegen Karl Meinhardt gewinnen. Karl Meinhardt muß bei der Kriminalpolizei antreten und ein Protokoll unterschreiben, daß der Ausspruch wirklich nicht von ihm, sondern von einer bestimmten Person und von "ganz oben" gekommen ist. Der Kreisleiter der NSDAP, vom Krieg persönlich noch nicht in Mitleidenschaft gezogen, behält einen klaren Kopf und vermittelt eine Zusammenkunft Meinhardts mit Gommlich, wobei Gommlich in dieser Sache offensichtlich beruhigt werden kann. Karl Meinhardt will jedoch ganz sicher gehen und verlangt vom Landrat eine Unbedenklichkeitsbescheinigung über seine politische Zuverlässigkeit. Landrat Gommlich verweist ihn, wie schon öfter praktiziert, an den Kreisleiter der NSDAP. Dr. Köhler teilt Karl Meinhardt mit, daß eine solche Bescheinigung nur dann ausgestellt würde, wenn eine Reichsstelle es verlangen würde. In seinem Falle sei dies nicht geschehen. Karl Meinhardt gibt sich damit zufrieden, weiß er doch selbst, daß er hier zuviel verlangt hatte kehrt plötzlich dennoch Ruhe in das " nur Volksgemurmel", wie sich der Kreisleiter der NSDAP gegenüber dem, in seiner Ehre angegriffenen Meinhardt, äußert, ein. NSDAP-Ortsgruppenleiter Rompel ist bereits 1937 im Alter von 49 Jahren verstorben. Seinem Nachfolger schreibt Karl Meinhardt nicht. Der Kreisleiter der NSDAP, Dr. Köhler, stirbt 1941 im Alter von 56 Jahren. An dessen Nachfolger (zunächst hatte der Kreisleiter Eisenach der NSDAP, ebenfalls mit Namen Hermann Köhler, die Geschäfte übernommen) Blaurock braucht sich Karl Meinhardt nicht mehr zu wenden, denn ebenfalls 1941 verzichtet Bürgermeister Dr. Zierth auf Amt und Würden. Der Vorsitzende der Ortskrankenkasse Ernst E. nimmt sich das Leben und Assessor Friedrich T. tritt nach 1940, u. a. heiratet in diesem Jahr, zumindest bis Kriegsende, nicht mehr öffentlich gegen Karl Meinhardt auf. Erst am kommt Karl Meinhardt offensichtlich dazu, eine Änderung der Firmenbezeichnung im Handelsregister vornehmen zu lassen, in * Bankhaus Karl Meinhardt in Meiningen hat sich das Bankhaus Karl Meinhardt mit neuen Festlegungen und Anordnungen, welche das Reichsministerium der Finanzen und die Gestapo ausgetüftelt hatten und in welche die großen Banken bereitwillig einklinkten, zu befassen. So muß zunächst sämtlicher Besitz seiner jüdischen Kunden, wie Konten, Wertpapiere, Deposita usw. erfaßt und aufgelistet werden. Konten werden mit Sperrvermerken versehen. Soll Geld von den Konten abgehoben werden, müssen Anträge an den

7 Oberfinanzpräsidenten in Rudolstadt gestellt werden. Unternehmen seine jüdischen Kunden außerhalb seiner Bank eigenmächtige Geldgeschäfte, wie z. B. die Übernahme einer Bürgschaft durch Jette Heimann für ihren Schwiegersohn, Eugen Roer, wird der Bankier scharf zurechtgewiesen, seine Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Die, Jette Heimann erteilte, Strafe wird ihm mitgeteilt und auch, welche Strafe ihr und ihm im Wiederholungsfalle drohe. Die Gestapo interessiert sich insbesondere für die hinterlegten Sachwerte, Diamanten, Schmuck überhaupt, Gold, Silber. Wenn sie eine Aufbewahrungsstelle in Erfahrung bringt, muß, in diesem Falle, das Bankhaus Karl Meinhardt, die Kasetten öffnen, worauf die Gestapo den Inhalt mitnimmt. Das Finanzamt dagegen hat sich, zu früheren Zeitpunkten auf die Taxierung der Werte beschränkt bzw. beschränken müssen. Karl Meinhardt ist persönlich bei diesen Prozeduren fast nie zugegen. Seine Mitarbeiter müssen den Staatsdienern behilflich sein und die Protokolle anfertigen. Dennoch hat Karl Meinhardt einige wenige Dinge, wie vereinzelte Konten, Wertpapiere oder auch, ihm anvertraute, Sachwerte, "sicher verwahrt, sonst wären sie auch noch weg gewesen". Seine Kunden erfahren davon nach Kriegsende. Als die Zeit beginnt, in welcher die jüdischen Bürger ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen, teilweise die Wohnungen ausgeräumt und das Inventar vom Finanzamt versteigert wird, besucht Karl Meinhardt, soweit er kann, mit den, vom Landrat empfohlenen öffentlichen Verkehrsmitteln, die nachfolgenden Versteigerungen, die nicht immer in Meiningen stattfinden. Man benötigt Insider- Informationen, um zu erfahren, wo wessen Eigentum versteigert wird. So fährt Karl Meinhardt bis nach Leipzig, um einige Stücke, in diesem Falle z. B. die Eheringe und sogar die Heiratsurkunde eines Meininger Ehepaares, zu ersteigern und anschließend zu verbergen. Karl Meinhardt bemüht sich, seine letzten, in Meiningen verbliebenen jüdischen Kunden, meist ältere Bürger, zu einer Ausreise zu bewegen, solange die Flucht möglich ist. Kann auch Karl Meinhardt nicht wissen, welches Schicksal den Juden noch bevorsteht, so ist er sich doch einer großen Gefahr bewußt. Neben allen materiellen Dingen oder der persönlichen Erniedrigung, steht nun das Leben auf dem Spiel. Schon lange vor der Deportation der Meininger Juden erfuhr er z. B. von Lothar Adler, daß man seinen Onkel, Julius Pfifferling aus Halle, am im KZ Buchenwald ermordert hat. Karl Meinhardt's Bemühungen haben jedoch keinen nachvollziehbaren Erfolg. "Ihre Frau Mutter sah dem Ablauf der Dinge ruhig und gefaßt entgegen.... daß sie, falls sie aus ihrer Wohnung heraus müßte, in Schönheit sterben wollte und daß sie aus dem Leben scheiden würde, wenn sie weggehen müßte", schreibt er Dr. Oestreicher. Am nimmt sie sich das Leben, noch vor der zwangsweisen Einweisung in das Meininger Ghetto (Sachsenstr. 5/6). Karl Meinhardt kann sich nur noch, in ihrem Auftrag, um die Vollstreckung des Testamentes kümmern beginnt Meinhardt's Tochter Hildegard ihre 3-jährige Lehrzeit im heimischen Bankhaus. Eigentlich sollte sie, wie es üblich ist, in anderen Bankhäusern lernen, jedoch sind Karl Meinhardt die Zeiten zu unsicher. In der Berufsschule glänzen Hildegards Leistungen weniger, sie ist vielmehr eine Frau der Praxis und wird Ihren Eltern eine große Hilfe in der Bank sein bekommen die Mädchen des Geburtsjahrganges 1922 einen polizeilichen Vorladungsbefehl - zur Musterung. Wer nicht erscheint, wird polizeilich zugeführt. Ziel der Maßnahme ist die Heranziehung der Frauen und Mädchen zum Reichsarbeitsdienst (RAD). Im April 1941 erhält Hildegard dann eine Vorladung vom Arbeitsamt. Man teilt ihr mit, daß 10 sie im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes als Arbeiterin in die Munitionsfabrik Mühlhausen dienstverpflichtet wird. Zunächst nimmt das Arbeitsamt auf Hildegards Lehrverhältnis Rücksicht, da jedoch die Gefahr damit nicht grundsätzlich abgewendet ist, schreibt Karl Meinhardt einen Brief an das Arbeitsamt. 80 % seiner Belegschaft seien bereits an der Front. Auch müsse er dann seine Filiale in Suhl aufgeben. Damit "würde der Privatbankier, der nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer Erfurt der Suhler Klein- und Mittelindustrie nicht entzogen werden dürfe, verschwinden". Das Arbeitsamt zeigt Verständnis, Hildegard wird am "zunächst bis Kriegsende" vom Reichsarbeitsdienst zurückgestellt. Landrat Gommlich's Tochter Ruth dagegen muß unvermeidlich, wie ihre Brüder, der politischen Stellung ihres Vaters Rechnung tragen und wird im Rahmen des RAD zur Landarbeit in die Nähe von Rudolstadt geschickt. In ihren Briefen klagt sie und fleht Mutter und Vater an, sie von dem Alptraum, inhaltlich der landwirtschaftlichen Arbeit und dem Bauern, der mit Juden handele, zu erlösen. Der Vater Gommlich, um alle seine Kinder besorgt, kann diese aus dem System, welchem er in führender Funktion dient, nicht heraushalten. Im April 1945 lebt keines seiner 3 Kinder mehr. Für den Sohn der Meinhardt's, Karl-Ernst, steht der Einberufungsbefehl vor der Tür. Vater Meinhardt kann erwirken, daß sein Sohn ein reguläres Abitur ablegen kann. Mancher seiner Mitschüler muß sich mit einem Notabitur zufrieden geben oder zog dieses auch, aus dem Drang zur Pflichterfüllung, vor. Anfang 1944, als Landrat Gommlich an einen Freund schreibt, daß schon fast niemand mehr da wäre, der einberufen werden könne (Gommlich's Söhne Klaus und Hellmuth waren bereits in den Jahren 1940 bzw an der "Ostfront" gefallen), schließt Karl-Ernst pro forma noch einen Lehrvertrag, ebenfalls bei Vaters Bank, ab und wird dann als Schütze nach Gotha geschickt. Er wird einem Flak-Geschütz, zur Verteidigung der Stadt, zugeteilt. Am

8 wird er von den amerikanischen Truppen festgenommen und in ein westliches Kriegsgefangenenlager gebracht. Einen Tag zuvor, am 05. April 1945, ist der II. Weltkrieg in Meiningen zu Ende. Karl Meinhardt ist noch tief betroffen wegen des sinnlosen Bombenangriffes vom Februar 1945, der so viele Opfer kostet und großen Schaden anrichtet. Seine Familie und seine Bank kommen mit dem Schrecken davon, nur die Fensterscheiben sind zerborsten. Bei der, extra eingerichteten, Entschädigungskommission meldet er einen Schaden von RM an. Mit dem Kriegsende und vor allem nach dem Einzug der sowjetischen Streitkräfte mit ihren Befehlen und sonstigen Anforderungen, beginnt eine neue Zeit. Die Bevölkerung hungert, hat nichts zu heizen. Landrat Gommlich und der Kreisleiter der NSDAP Blaurock nehmen sich das Leben, Bürgermeister Sorge wird von den Amerikanern abgeführt und stirbt bald darauf. Alle Banken werden am auf Betreiben der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) in der sowjetischen Besatzungszone geschlossen, das gesamte Vermögen, bis auf das, was die Amerikaner bereits mitgenommen hatten, wird beschlagnahmt, alle Konten gesperrt. Bei dem Bankhaus Karl Meinhardt in Meiningen handelt es sich dabei (in RM) Spareinlagen Giroeinlagen Dibitoren (Schuldner) Hypotheken Reichsschatzanweisungen Sonstige Wertpapiere Auch seine Filiale in Suhl ist von den Maßnahmen betroffen. Karl Meinhardt will sich mit den Gegebenheiten nicht abfinden und nimmt, zusammen mit 6 weiteren thüringischen Bankiers, darunter jene vom Bankhaus von Dadelsen und Wachenfeld's Erben in Schmalkalden, den Kampf auf. Ziele sind die Wiedereröffnung bzw. 11 Neugründung der kleinen Privatbanken sowie der Verbleib der Grundstücke im bisherigen Besitzstand oder Übertragung auf die neu zu gründenen Banken, ohne die Häuser noch einmal bezahlen zu müssen. Das Bankhaus Stürcke in Erfurt erhält den Vorsitz der Interessengruppe, auch wegen der territorialen Nähe zum Weimarer Standort der Sowjetischen Militäradministration in Thüringen (SMATh) und zum Sitz der thüringischen Regierung, welche den Befehlen der SMATh zu gehorchen hat. Beide haben ihren Sitz in Weimar. Die Bankier's haben sich jedoch nicht nur mit der SMATh auseinanderzusetzen, denn insbesondere die Landesbank Thüringen hat kein Interesse an der Wiedereröffnung der Privatbanken. Sie ist bestrebt, die Privatbanken im wahrsten Sinne des Wortes, vom Tresorraum über die Kasse bis hin zum Inventar, auszuplündern. Auch die Immobilien sind bereits anvisiert. Die Landesbank teilt Karl Meinhardt ihre Forderungen schriftlich mit. Er denkt jedoch nicht daran, diesen Folge zu leisten und schreibt ihr " Von dem Inhalt Ihres Schreibens... nehme ich keine Kenntnis. Ich ersuche um Mitteilung, auf Grund welcher gesetzlichen Bestimmungen Sie glauben, das Privateigentum aufheben zu können." Er soll sämtliche Geldbestände an die Landesbank überweisen, sowie alle Debitoren-Unterlagen abgeben. Die Debitoren sollen ihre Darlehen, Geld, welches sie Karl Meinhardt schulden, an die Landesbank zurückzahlen. Es gilt nun, alles so lange festzuhalten, bis es zu einer Entscheidung der SMATh kommt. Karl Meinhardt kann jedoch seine Familie nicht solange hungern lassen und so ist es eine Erlösung für die Familie, als der neue Landrat Hildebrand den, inzwischen 54jährigen, Karl Meinhardt bittet, die Leitung der Meininger Sparkasse ab dem zu übernehmen. Die Sparkasse heißt nun Kreissparkasse Meiningen und Karl Meinhardt äußert sich etwas belustigt darüber, warum sie nicht mehr Verbandssparkasse Meiningen - Zella-Mehlis (seit dem ) heißen darf. Sie unterhält Hauptzweigstellen in Bad Liebenstein, Bad Salzungen, Helmershausen, Rentwertshausen, Wasungen, Wernhausen und Zella- Mehlis, Nebenstellen bestehen in Schweina und Breitungen. Karl Meinhardt übt die Leitung allein aus, einen Stellvertreter hat er nicht. Karl Meinhardt nimmt sich den Sachbearbeiter Kummer, "Sparkassenspezialist" zur Hilfe. Das Sparkassengebäude in Meiningen wird beim Bombenangriff im Februar 1945 ebenfalls zerstört, wobei es keine menschlichen Opfer gibt, jedoch werden neben der Bausubstanz auch viele Unterlagen vernichtet. Von den etwa 90 Beschäftigten zu Kriegsende sind 70, davon 19 Lehrlinge, übriggeblieben. Die Meininger Hauptstelle hat 31 Beschäftigte, darunter 5 Lehrlinge. Über die Hälfte seiner Beschäftigten waren vor 1945 Mitglieder der NSDAP und werden nun "entnazifiziert". Die Geschäfte laufen gut an. Unter der Leitung von Karl Meinhardt erhöhen sich die Sparenlagen vom Oktober 1945 bis zum Februar 1946 von fast 3 Mio RM auf rund 6 Mio RM, die Giroeinlagen von 4 Mio RM auf fast 9 Mio RM. Die Bandbreite an Kunden, welche dem Bankhaus Karl Meinhardt ihr Vertrauen schenkten, kann die Kreissparkasse nicht vorweisen. Auch in der Kreissparkasse wurden die Altguthaben (vor dem ) gesperrt. Auch hier hat die Landesbank Thüringen bewirkt, daß alle verfügbaren Geldbestände bei ihr angelegt werden. Sie läßt der Kreissparkasse lediglich den Kassenbestand, welcher zwischen RM und RM

9 schwankt. Die Verkehrsverbindungen sind in dieser Zeit für die Landesbank zu beschwerlich, um die Zweigstellen ebenfalls zu plündern. Diese verfügen daher über weit mehr Geld, welches sie auszahlen können, als die Hauptstelle selbst. Die Kreissparkasse wird, mit Schalteröffnungszeiten von Uhr und Uhr, rege besucht, Karl Meinhardt freut sich über den Vertrauensbeweis. Die SMATh hat jedoch ein wachsames Auge und befindet, daß zu hohe Kredite vergeben und auch hohe Kontoüberziehungen zugelassen werden. Karl Meinhardt müsse außerdem eine Werbeaktion starten, um mehr Kunden zu gewinnen. Für den Geschäftsmann ein Widerspruch in sich. Die Anstrengungen 12 der beschlagnahmten privaten Banken haben inzwischen den Erfolg errungen, daß die antragstellenden Privatbanken wieder eröffnet werden dürfen. Karl Meinhardt erhält den entsprechenden Bescheid des Landesamtes für Finanzen am Noch im Oktober 1945 hatten Tochter Hildegard und ihre Mitarbeiterin, Brigitte Leib, eine komplette Bestandsaufnahme anfertigen müssen. Es wird nur die Neugründung der Bank erlaubt, die alte Firmen-Bezeichnung darf nicht verwendet werden. Die Bank heißt nun Bankhaus Meinhardt, Inhaber Karl Meinhardt, in Meiningen und erhält die neue Handelsregister-Nr Die Freude Karl Meinhardts hält sich jedoch in Grenzen, muß er doch wieder mit einem "weißen Zettel" anfangen. Hinzu kommt die Knebelung durch die sowjetische Besatzungs-macht mit den deutschen Verwaltungen im Schlepptau, welche ihm zusetzen. In den letzten zwei Monaten des Jahres 1945 unternimmt er nichts mehr hinsichtlich seiner Bank. Seine Filiale in Suhl eröffnet er gar nicht wieder. Die erste Buchung erfolgt dann am , seine 24 jährige Tochter führt die Geschäfte in leitender Position. Ihr zur Seite stehen der Prokurist Haenel, welcher Hildegard auch ausgebildet hatte, ihre Mutter und weitere zwei Angestellte sowie ein Lehrling. Viel zu tun gibt es allerdings nicht, die Altguthaben sind noch immer gesperrt. Kunden, die Aufschluß über ihre "alten" Konten erlangen wollen, müssen verdröstet werden, Kredite dürfen erst gar nicht und dann nur mit "Zurückhaltung" (höchstens RM) vergeben werden. Dafür muß Hildegard täglich eine Tagesbilanz für die SMATh erarbeiten, zudem zahlreiche Formblätter in doppelter Ausfertigung ausfüllen. Erläuterungen zur Bilanz sind, falls nötig, in deutsch und russisch, abzufassen und in die Meininger Filiale der Landesbank Thüringen tragen, welche die Materialien an die SMATh weiterreicht. Hildegard und ihre Mitarbeiter sind der russischen Sprache jedoch nicht mächtig und müssen so ggf. die Dienste von Otto Wobnitz in der Helenenstr. 10 in Anspruch nehmen. Das Steueramt beim Finanzamt des Landkreises Meiningen löst sein Konto beim Bankhaus Meinhardt auf und überweist zukünftig die Geldeingänge auf ein Konto bei der Thüringischen Landesbank. Das Bankhaus teilt dem Landesamt für Finanzen mit "Wir dürfen Sie darauf aufmerksam machen, daß dies eine Beschränkung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs bedeutet und eine Erschwerung für den Steuerzahler". Karl Meinhardt hat sich inzwischen als Leiter der Kreissparkasse mit erneuten Angriffen auseinanderzusetzen. Er wird nun verdächtigt, seine Kenntnisse, welche er in der Kreissparkasse erzielt hat, zum Vorteil des Bankhauses Meinhardt einzusetzen. Er leite sein Bankhaus ohnehin im geheimen weiter, da dies seine, viel zu junge, Tochter nicht bewerkstelligen könne. Karl Meinhardt weist die Vorwürfe energisch zurück. Jedoch wird es kein Kampf mehr auf "leben und tot". In Karl Meinhardt's Kopf breiten sich bereits andere Gedanken aus, in denen auch ein, von der SMATh gegängelter, Leiter einer Sparkasse nicht mehr vorgesehen ist. Noch im März 1946 hat er bei der Industrie- und Handelskammer den Antrag gestellt, seinen Kindern, Hildegard und Karl-Ernst, die Bank zu übergeben, doch nun kündigt er kurz entschlossen seine Stellung in der Kreissparkasse und kehrt im April 1946 in sein Bankhaus zurück, in welchem er auch wieder selbst die Leitung übernimmt. Seinen Antrag bei der IHK zieht er zurück. Kaum ist Karl Meinhardt wieder in seiner Bank, steigen die Einlagen und Ausleihen wieder an. Er denkt daran, die Gründung der VEAB zu kreditieren und bietet den anderen Privatbanken an, sich an diesem Geschäft zu beteiligen. Da es sich um zahlreiche Betriebe handele, können, wegen der Vorschriften, nur mehrere Banken das Geld zur Verfügung stellen. Die SMATh lockert langsam ihre Vorschriften, fordert nur noch 2 Bilanzen pro Monat, eine bis zum jeweils 15. und die andere für den ganzen vorangegangenen Monat. Entgegen dem Willen der SMAD gestattet sie nun, die Bankgeschäfte auf ganz Thüringen auszuweiten. Internationale Geschäfte, dazu gehören auch die in den westlichen Besatzungszonen, verbietet sie jedoch 13 aufs Strengste. Mindestens einmal im Quartal wird eine Revision in den Banken durchgeführt, welche auch die Einhaltung der Gesetzlichkeit kontrollieren soll. Bei Zuwiderhandlungen werden die Schuldigen zur Verantwortung gezogen und die Banken geschlossen. Mit Schließung drohen die Landesbank Thüringen und nochmals die SMATh, wenn Karl Meinhardt nicht umgehend die

10 Bestände der Altdebitoren und deren Rückzahlungen sowie die Zwischendebitoren und Zwischenguthaben (vom bis zur Bankschließung im Juli 1945) an die Thüringer Landesbank übergibt. Der sowjetische Ortskommandant in Meiningen soll sich persönlich um die Beugung Karl Meinhardts kümmern. Karl Meinhardt gibt schließlich widerspenstisch nach. Er will für die Überweisungen 3%, RM, haben. Er bekommt das Geld nicht und er gibt im Gegenzug die Akten nicht ab. Die Landesbank übernimmt sie zwar auf dem Papier, läßt sie aber in Meinhardts Aktenkammer, eine doppelte Schlüsselgewalt soll praktiziert werden. Obwohl Karl Meinhardt wieder Umsätze "wie in den besten Zeiten" erzielt, RM RM ist er doch geschäftlich eingesperrt. Thüringen war ihm schon längst viel zu klein geworden. Er möchte wieder mit seinen alten Geschäftspartnern, nun in den westlichen Besatzungs-zonen, und mit jenen, außerhalb Deutschlands, v. a. in Übersee, zusammenarbeiten. Karl Meinhardt kann jedoch mit diesen nur über, kaum vorhandene, vertraute dritte Personen, korrespondieren. Er hat Angst, numeriert alle Briefe, schreibt verschlüsselt und versteckt seine Korrespondenz. Die Revisoren müssen einen Ordner mit unbeantworteter "Westpost" vorfinden können. "Als die Amerikaner hier eintrafen, haben wir aufgeatmet und glaubten, daß nun endlich einmal die Freiheit einkehren würde, aber leider verspüren wir davon nicht das Mindeste." Es ist jedoch nicht nur die sowjetische Umklammerung, welche ihm zu schaffen macht. "Es ist ein widerliches, ekelhaftes Bild zu sehen, wie sich heute die Hauptakteure des Nationalsozialismus mit irgentwelchen angeblichen Gutachten vom Galgen zu lügen versuchen. Jeder, der der Partei seine Beiträge zahlte, ist irgentwie mitschuldig. Von all dem Geschmeiss, die heute nicht dabei gewesen sein wollen und die sich plötzlich an Eure (Juden) und meine Bekanntschaft erinnern, grüßte mich in der Nazizeit kaum noch jemand, selbst im engen Freundeskreis habe ich da meine Enttäuschung erlebt. Ja,... man muß manchmal an sich halten, um nicht bitter zu werden.... Gestern war Frau Dr. P. bei mir im Büro und erhielt durch Versehen auch Deine Anschrift. Sie beruft sich darauf, daß sie mit Dir, liebe Lotte, zusammen die Schule besucht hat. Ich würde in diesem Falle dringend raten, mit einer Bescheinigung vorsichtig zu sein. Dr. P. war SS-Arzt. Also, in diesem Falle würde ich auch Vorsicht walten lassen." 1946 erlebt Karl Meinhardt plötzlich eine wahre Invasion an Post, vor allem aus den USA. Es ist bekannt geworden, daß in Thüringen ein Wiedergutmachungsgesetz für das materielle Unrecht, welches den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus zugefügt worden war, verabschiedet wurde. Schnell wissen das auch z. B. Dr. Oestreicher in Neuseeland, die Familien Mühlfelder in Argentinien, Grünstein und Vollmann in England. Alle bitten Karl Meinhardt, ihnen bei der Zurückerlangung ihrer ehemaligen Grundstücke behilflich zu sein, wollen wissen, was aus ihren Konten und Wertpapieren, auch aus ihrem goldenen Uhren, dem Eßbesteck aus Silber, dem Schmuck oder den Gemälden geworden ist und wo sich alle sonstigen Dinge aus ihren ehemaligen Häusern befinden könnten. Karl Meinhardt muß sich dazu an den, vom Land Thüringen eingesetzten, Verwalter für die jüdischen Vermögenswerte, August Köhler in Meiningen, wenden. Köhler übergibt dem Bankhaus Karl Meinhardt alle die, von ihm verwalteten, jüdischen Konten. Die 57 Konten, alle nach dem Krieg angelegt, haben 1946 zusammen ein Guthaben von RM (Mieten für jüdischen Wohnraum und jüdische Möbel, auferlegt nach 1945). Das 14 Bankhaus Meinhardt übernimmt in Zukunft die Buchung der Mieteinnahmen und zahlt davon die laufenden Kosten, wie Straßenreinigung u. ä.. Karl Meinhardt wendet sich aber auch persönlich an das Präsidialamt bei der thüringischen Landesregierung, welches die Wiedergutmachungsanträge bearbeitet. Auch muß er sich bisweilen mit den, seinerzeit arischen, Nachbesitzern, in gleicher Weise wie 1938, auseinandersetzen, nur das diese die Grundstücke, die "Bruchbuden", nicht wieder hergeben wollen. Karl Meinhardt bittet einen Freund, ihm zu helfen, falls ihm etwas zustoßen sollte. Zunächst haben die Verwalter für das ehemalige jüdische Grundvermögen, Nußbaum bzw. nachfolgend Köhler, die Beschlagnahme der Grundstücke, nach Antrag und Vollmacht, erreichen können, aber eine Rückübertragung ist nicht in Sicht. Karl Meinhardt kann in den Fällen, in welchen er die Hypotheken im Zuge der "Arisierung" vergeben hat und die Rückzahlung noch aussteht, finanziellen Druck ausüben. Allerdings ist er ja verpflichtet, die Rückzahlung der Schulden an die Landesbank zu überweisen. Neben diesem schwierigen Unterfangen hat sich Karl Meinhardt aber hauptsächlich mit den deutschen Behörden auseinanderzusetzen, die sich mit einer Rückübertragung, geschweige denn "Wiedergutmachung", sehr schwer tun. Auf die Wiedererlangung des geliehenen Geldes verzichtend läßt er seinen besten Freund, Eugen Roer, wieder als Eigentümer für dessen ehemaliges Wohnhaus in der Rohrer Str. in das Grundbuch eintragen. Karl Meinhardt erwähnt dabei seinen finanziellen Verlust mit keinem Wort in seinen Briefen an Eugen Roer. Das private Eigentum mißachtend, läßt die Stadtverwaltung die Bäume auf dem Grundstück abholzen, die Eingangstreppe wegreißen und das ganze Anwesen von innen und von außen zu einem Kindergarten

11 umbauen. Weder Karl Meinhardt in Meiningen noch Eugen Roer in den USA werden gefragt. Karl Meinhardt muß zusammenfassend feststellen, daß keinerlei Unrechtsbewußtsein vorhanden ist. Meinhardt möchte in dieser Zeit kein Geld für seine Leistungen. Er bittet seine, besser gestellte, Kundschaft in den USA um die Übersendung von Lebensmittelpaketen, da die Versorgungslage noch immer katastrophal ist. Seit dem Kriegsende hat er bereits 70 Pfund abgenommen. Auch bittet er darum, etwas für seinen Sohn in der Kriegsgefangenschaft bzw. für seine Entlassung aus dieser, zu tun. Die Amerikaner beginnen damit, viele tausend Kriegsgefangene, aus Mangel an Lebensmitteln, an die verbündeten Russen, Engländer oder Franzosen zu übereignen. Karl-Ernst wird, wie der Vater bereits befürchtet, nach Frankreich abtransportiert. Hier gibt es nur zwei Varianten des Einsatzes, Bergwerk oder Landwirtschaft. Karl-Ernst ist offensichtlich für beide Bereiche nicht geschaffen, was sicher dazu beiträgt, daß er im November 1946 entlassen wird. Karl Meinhardt schreibt "Wir hatten in diesem Monat zwei Freuden, Hildegard hat sich verlobt... und Karl-Ernst ist vorige Woche aus der Gefangenschaft zurückgekehrt. Die Freude war unbeschreiblich. Nun ist die Familie wieder vereint, hoffentlich für immer." Hildegards Verlobter, Emil Ottinger, kommt aus Halle und war vor seinem Kriegsdienst und Gefangenschaft als Psychologe im Strafvollzug tätig. Die Begeisterung der Familie für Hildegards "Verehrer" hält sich Grenzen, sie mischt sich jedoch nicht ein. Karl-Ernst setzt seine Ausbildung im elterlichen Bankhaus fort und wird am , zusammen mit Fräulein Ingeborg Brendle, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Meiningen zur Lehrlingsabschlußprüfung angemeldet. Im Juni 1947 stellt die SMATh fest, daß die kleinen Banken noch immer ohne eigenes Kapital arbeiten, ein Zustand, der befehlsmäßig bis zum Oktober 1947 zu beenden ist. Wieder treffen sich die Bankiers im Bankhaus Stürcke in Erfurt, welches erfahren hat, daß die Bankiers je RM Eigenkapital beschaffen müßten. Letztendlich werden 10 % des Einlagenbestandes verlangt,was für das Bankhaus Meinhardt heißt, daß RM organisiert werden müssen. "Wenn den Bankiers eigenes Vermögen in dieser Höhe nicht zur Verfügung stünde, so müßten sie sich bemühen, Kapitaleinlagen von anderer Seite, etwa von Verwandten, zu 15 beschaffen", wird den Bedenken des Bankhauses Stürcke vom Finanzministerium entgegengesetzt. Schon denkt die Thüringer Landesbank, bereits Besitzerin der gesamten Altbestände dieser Privatbanken, daran, sich mittels Geldgabe noch weiter in die Banken hineinzubringen. Die Bankiers weisen diesen "berechtigten" Gedanken nicht unbedingt von sich, Resignation macht sich langsam breit. Karl Meinhardt gibt seine Bank noch nicht auf. Er möchte sie in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umwandeln, um das fehlende Geld zu beschaffen. Das Finanzministerium lehnt den entsprechenden Antrag jedoch ab, sie möchte die persönliche Haftung und Verantwortung des Inhabers gewahrt wissen. So darf nur eine Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft (KG) erfolgen. Karl Meinhardt findet in seinem ehemaligen Kollegen von der Bank für Thüringen, vorm. B. M. Strupp, E. Krell, den Mann, welcher bereit ist, allein RM zu investieren, dafür als Komplementär in die Firma einzutreten. Das Bankhaus von Dadelsen und Wachenfeld's Erben in Schmalkalden signalisiert, sich mit RM in die Firma einzubringen. Nur Karl Meinhardt hält sich zurück, er investiert RM Geschäftskapital, bringt Reserven und die Bankeinrichtung ein, zusammen mit RM berechnet. Am wird die KG gegründet und notariell beurkundet. Die Firma heißt nun * Bankhaus Meinhardt KG in Meiningen. Am übergibt Karl Meinhardt seinem Komplementär, E. Krell, das Bankgeschäft. Karl Meinhardt hat sich endgültig entschlossen, nach fast 30 Jahren, Meiningen, hauptsächlich jedoch die sowjetische Besatzungszone, zu verlassen. Er bemüht sich schon seit längerer Zeit im Geheimen darum, eine Speditionsfirma zu finden, bei welcher er unauffällig und vor allem sicher seine Möbelstücke unterstellen kann und welche diese dann in die amerikanische Besatzungszone befördern soll. Meinhardt findet diese, unter großen Mühen, in Sonneberg, mit Lagermöglichkeit in Meiningen. Werden der Spediteur und Meinhardt bei ihrem illegalen Vorhaben erwischt, werden beide wegen Wirtschaftsstrafvergehen vor Gericht gestellt und durchaus für ein Jahr inhaftiert. Die Ladung ginge ebenfalls verloren. Karl Meinhardt reist mit seiner Familie, einschließlich Helenas Mutter (Helenas Vater war bereits in den 30er Jahren, kurz nach dem Zuzug der Eltern, in Meiningen gestorben), am Tage der Geschäftsübergabe an E. Krell, in westliche Richtung ab. Zuvor nimmt er sich noch seinen Kapitalanteil, nun allerdings in Form von Geldscheinen, von seinen verschiedenen Konten. Das Finanzministeterium wird ihm diesen Betrag als Schuld anrechnen, einigt sich am Ende auf RM, da Meinhardt's in Meiningen zwei Häuser, Wörthstr. 7 und Saarbrückener Str. 5, zurücklassen, von welchen die Landesbank die Mieteinnahmen kassiert. Neben diesen Immobilien besitzen die Meinhardts in Meiningen weitere unbebaute und anderweitig bebaute Grundstücke, Einheitswert insgesamt RM. Daneben läßt Karl Meinhardt die, zu Gunsten seiner Bank eingetragenen Grundschulden, rund RM, zurück. Um diese Werte kümmert sich wiederum das Amt zum Schutze des Volkseigentums. Neben dem Finanzmisterium und der Landesbank

12 Thüringen werden auch Karl Meinhardts Kunden von seiner Abreise völlig überrascht. Das Vertrauen, welches sie in die Bank setzen, ist unverkennbar mit der Person Karl Meinhardts verbunden. Nun laufen sie erschreckt zur Bank, um sicherheitshalber ihr Geld abzuholen.allein in den ersten 3 Tagen wird die Bank um RM erleichtert. Die Staatsorgane zeigen sich besorgt. Ab dem 4. Tag beruhigt sich die Lage langsam. Die Meininger Staatsanwaltschaft und das Finanzamt leiten Untersuchungen gegen Meinhardt ein, können aber nichts "Verdächtiges" finden und stellen diese daraufhin ein. Das Ministerium für Finanzen sieht ihrerseits nun die Voraussetzungen für die Bildung einer Kommanditgesellschaft nicht mehr gegeben und genehmigt, als erste Maßnahme, den entsprechenden Vertrag nicht. Als Nächstes leitet es die Zwangsliquidierung des Bankhauses 16 ein. E. Krell protestiert nicht. Schon wird das Handelsregister vertraulich unterrichtet. Am wird der Bankdirektor Paul Koch aus Apolda zum Liquidator bestellt. Er hat die Bank zugunsten der Landesbank Thüringen, welche am in Landeskreditbank umbenannt wird, aufzulösen. Als Paul Koch die Bank betritt, findet er die sogenannte Aktenkammer, gefüllt mit Unterlagen der Bank, vor. Die Landeskreditbank zeigt sich entsetzt, 2 Mitarbeiter müssen nach Feierabend die Akten für eine, nun auch räumliche, Übernahme vorbreiten. Dabei finden sie alle, für eine weitere Arbeit notwendigen, Unterlagen sowie Karl Meinhardts doppelte Ablage seiner Korrespondenz. Paul Koch bemüht sich um die Einholung der Außenstände. Das Bankhaus von Dadelsen und Wachenfekd's Erben in Schmalkalden ersteht Meinhardt's Schreibmaschine für das Doppelte des Taxpreises, 240 RM. Rechtsanwalt Kurt Ritz aus Meiningen, welcher 7 Jahre Kriegsdienst und Gefangenschaft hinter sich hat, muß sich bemühen, aus der Liquidationsmasse eine Vergütung für seine früheren Dienste, hinsichtlich Rechtsberatung und Rechtsbeistand für das Bankhaus Karl Meinhardt, zu erhalten. In seiner Abschlußbilanz gibt der Liquidator u. a. an, daß in Folge der Währungsreform (Befehl der SMAD, Nr. 111, vom 23. Juni 1948) dem Bankhaus RM verlorengingen. Am Ende der Liquidation sind noch MdN übrig, welche er für Porto- und Telefonkosten sowie für die amtliche Löschung der Firma einsetzt. Am trägt das Amtsgericht Meiningen die Löschung des Bankhauses Meinhardt in Meiningen in das Handelregister ein. Die, nach Weggang der Familie Meinhardt in der Firma verbliebenen, zwei Angestellten und ein Lehrling können in anderen Banken untergebracht werden. Bereits am wird, ein Liquidationsverfahren umgehend, das Bankhaus von Dadelsen und Wachenfeld's Erben in Schmalkalden "von Amts wegen" im Handelsregister gelöscht. Das Gesetz über das Bankwesen vom verbietet die Wiederaufnahme privater Bankgeschäfte. Die noch bestehenden Privatbanken gehen in das Eigentum des Landes Thüringen über. Der "Möbelwagen" der Meinhardt's fährt zunächst nur bis Mellrichstadt. Eine ehemalige Angestellte Karl Meinhardt's aus Mellrichstadt hilft der Familie beim ersten Unterkommen. Diese möchte jedoch weiter, nach Frankfurt a. M., in die Bankenmetropole, zu den Geschäftspartnern und Freunden. Die wiederholte Gründung eines eigenen Bankhauses muß jedoch hinausgeschoben werden. Karl Meinhardt besitzt nur sein mitgebrachtes Geld sowie RM auf einem Konto bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., welches er aus geschäftlichen Gründen schon vor 1945 anlegt hatte. Bis zum Jahre 1949 arbeitet er bei der ehemaligen Verwaltung für Wirtschaft in Frankfurt a. M.. Am meldet er sein neues Geschäft * Karl Meinhardt, Hypotheken-Finanzierungen, Frankfurt a. M., Goethestr. 13, für eine Eintragung in das Handelsregister, Nr. A 5308, an. Karl Meinhardt möchte bei dem Gegenstand des Unternehmens zusätzlich "Bankkommissionsgeschäft" eingetragen haben. Wieder beschäftigt er sich mit dem An- und Verkauf von Grundstücken... von Hypotheken, Finanzierungen und beteiligt sein Unternehmen, in Auswirkung der Zerstörungen des II. Weltkrieges, an der Beibringung der Wiederaufbaukosten. Karl Meinhardt rechnet bereits wieder mit einem jährlichen Umsatz von DM. Am wandelt er seine Einzelfirma in eine Kommanditgesellschaft (KG) mit Beginn am um. Er fungiert als Komplementär. Seine Kinder, Karl-Ernst und Hildegard sind Kommanditisten, mit je DM Kommanditeinlage. Die Firma wird bei der Bankenabteilung als Mitglied geführt. Es bestehen Filialen in Mannheim (seit 1952), Karlsruhe (seit 1953) sowie Düsseldorf (seit 1954), welche jedoch nicht im Handelregister eingetragen sind. Anfang 1954 sind dann die, von der Aufsichtsbehörde geforderten, Voraussetzungen erfüllt, um eine beschränkte Erlaubnis zum Betrieb eines Bankgeschäftes zu erhalten. Am wird die bisherige Firma in Bankgeschäft Karl Meinhardt geändert. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Taunusanlage, Nr. 21. Die Bankkonzession erstreckt sich jedoch nur auf den Geschäftsbetrieb in Frankfurt a. M.. Da sich die Filialen vorwiegend mit der Vermittlung von Hypotheken und Termingeldern beschäftigen, nimmt er diese Tätigkeit aus seinem ehemaligen Geschäft heraus und betreibt sie als stille Gesellschaft in seinem neuen Geschäft

13 weiter. Seine Kinder sind gleichsam beteiligt. Der Umsatz an Provisions-Einnahmen aus der Hypotheken- und Finanzierungsvermittlung soll jährlich mindestens DM betragen. Damit ist Karl Meinhardt Inhaber zweier Firmen, welche jedoch finanziell sehr eng zusammen gehören. Die Familie Meinhardt wohnt zu dieser Zeit im Norden von Frankfurt a. M., Im Prüfling 29, wieder wenige Minuten von einem Park, dem Günthersburgpark, entfernt. Karl Meinhardt betreibt seine Bank- und Immobiliengeschäfte bis ins hohe Lebensalter, bis in die Siebziger Jahre, hinein. Er wird fast 90 Jahre alt und stirbt Ende Seine Ehefrau, Helena, welche nie Helena heißen will und auch immer mit Helene unterschreibt, stibt 5 Jahre zuvor, Der Sohn Karl-Ernst Meinhardt, beginnt nach Ankunft der Familie in Frankfurt a. M., ein Studium der Rechtswissenschaften. Im Jahre 1956 heiratet er seine Frau Helga, 1958 kommt beider einziges Kind, Sohn Frank, zur Welt. Karl-Ernst arbeitet in der Bank und im Immobiliengeschäft des Vaters bis in die Siebziger Jahre hinein mit. Anschließend eröffnet er sein eigenes, ein Anwaltsbüro. Unternehmerisch gründet in der Immobilien-Branche die Verwaltungsgesellschaft Harbach & Meinhardt, deren Geschäftsführer er ist. Später wird er Vorsitzender der Firma Haus & Grund, Offenbach. Er ist insgesamt wirtschaftlich und kulturell herausragend aktiv. Er erhält für seine Arbeit u. a. das Bundesverdienstkreuz und die Frankfurter Ehrenplakette stirbt seine Ehefrau. Er ist 66 Jahre alt heiratet er ein zweites Mal. Er kann mit Ehefrau Ilse jedoch nur noch 4 Jahre zusammenleben. Nach kurzer Krankheit stirbt Dr. jur. Karl- Ernst Meinhardt im November 1998 in Frankfurt a. M. Noch 1947 hat Hildegard ihren Verlobten, Emil Ottinger, geheiratet. Das Hochzeitsmahl fiel, entsprechend der "schlechten Zeit", sehr mager aus. Das Hochzeitspaar sowie die Gäste konnten je nur ein Hähnchenbeinchen essen. Die Ehe hält nur wenige Jahre. In den 50er heiratet Hildegard ein zweites Mal und trägt fortan den Nachnamen Fliedner. Anfangs in Vaters Bank mitarbeitend, sorgt sie nun für ihren Mann, welcher ebenfalls im Bankgeschäft Karl Meinhardt arbeitet, und drei Kinder, Vera, geb. 1949, Olaf, geb und Beate, geb Hildegard kümmert sich zudem um die Steuerklärungen der Familie. Sie stirbt, nach langer Krankheit, im August 2000 in Kronach. Erika Büchner (Thür. Staatsarchiv Meiningen, Tel. Nr / )

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