Bausparkasse Mainz AG

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1 Bausparkasse Mainz AG Bericht über das Geschäftsjahr 2013

2 Inhaltsverzeichnis Über uns Kennzahlen auf einen Blick 3 Organe des Unternehmens 4 Mehr Service. Mehr Sicherheit. 5 Lagebericht Jahresabschluss 2013 Bilanz 18 Gewinn- und Verlustrechnung 20 Anhang 22 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 32 Bericht des Aufsichtsrates 33 Bestandsbewegung 34 Bewegung der Zuteilungsmasse 43 Impressum 44

3 Über uns 3 Kennzahlen auf einen Blick 2013 Kennzahlen auf einen Blick (in Mio. ) Eingelöstes Neugeschäft (Anzahl) Vertragsbestand am Jahresende (Anzahl) Zuteilung (Zuteilungsbetrag) 192 Wiederbereitstellungen () 37 Auszahlungen Vor- und Zwischenfinanzierungskredite 168 Auszahlungen sonstige Baudarlehen 116 Spargeldeingang 152 Tilgungsbeiträge 70 Bausparguthaben 747 Bauspardarlehen 173 Vor- und Zwischenfinanzierungskredite Sonstige Baudarlehen 514 Bilanzsumme 2.434

4 4 Über uns Organe des Unternehmens Organe des Unternehmens Aufsichtsrat Peter Thomas, Jesteburg, Vorsitzender der Vorstände der INTER Versicherungsgruppe, Vorsitzender Dr. Ulrich Barth, Bad Kreuznach, Direktor a. D., stellvertretender Vorsitzender Karlheinz Bender, Appenheim, kaufm. Angestellter, Arbeitnehmervertreter Matthias Kreibich, Ludwigshafen am Rhein, Mitglied der Vorstände der INTER Versicherungsgruppe Christian Mehlig, Sprendlingen, kaufm. Angestellter, Arbeitnehmervertreter Holger Tietz, Weinheim, Mitglied der Vorstände der INTER Versicherungsgruppe Vorstand Dr. Bernd Dedert, Hennef, (ab ), Sprecher des Vorstandes Ressort Vertrieb, Kundenservice und Kredit Michael Hawighorst, Düsseldorf, Ressort Finanzen und Betrieb Eckfried Lodzik, Gau Bickelheim, (bis ), Ressort Vertrieb, Kundenservice und Kredit Vertrauensmann Dr. Axel Lieberoth-Leden, Wiehl Abschlussprüfer RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg Fachverbände Verband der Privaten Bausparkassen e. V., Berlin vhw Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e. V., Berlin IfS Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e. V., Berlin Europäische Bausparkassenvereinigung, Brüssel Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e. V., Berlin Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e. V., Berlin Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, Berlin Berufsbildungswerk (BWB) e. V., Berlin

5 Mehr Service. Mehr Sicherheit. 5 Mehr Service. Mehr Sicherheit. Stabile Rahmenbedingungen bieten, Sicherheit bei der Vermögensanlage für die Deutschen hat dieses Kriterium in Zeiten unruhiger Finanzmärkte oberste Priorität. Mit ihrem Angebot an krisenresistenten Spar- und Finanzierungsformen übernehmen Bausparkassen deshalb eine wichtige Rolle als Stabilitätsfaktor der privaten Altersvorsorge. Gebunden an die Vorgaben des Bausparkassengesetzes entspricht das sicherheitsorientierte Geschäftsmodell der risikoaversen Mentalität der Menschen. sinnvolle Investment und handeln zur Zeit nach dem Motto: Lieber das Geld ins eigene Haus, als dass es durch die Inflation aufgezehrt wird. Die eigene Immobilie und das Bausparen als verlässlicher und planbarer Weg dorthin erleben dadurch einen regelrechten Boom und sind in. Immobilien sehen viele Verbraucher im Moment einfach als das einzig lohnende, vor allem aber das einzig sichere und

6 6 Mehr Service. Mehr Sicherheit. mit kompetenter Beratung Vertrauen aufbauen Damit unsere Kunden sorgenfrei in ihre finanzielle Zukunft blicken können, stellen wir täglich hohe Anforderungen an unser Handeln. Nur durch verlässliche Beratung, maßgeschneiderte Kundenlösungen und ein partnerschaftliches Miteinander können wir unsere Kunden begeistern und langfristig an uns binden. Verantwortungsbewusst und mit dem Blick für das Machbare entwickelt jeder unserer 525 Berater für jeden Wohnwunsch die passende Lösung. Damit der Traum vom eigenen zu Hause Wirklichkeit wird, bedarf es vorausschauender Planung und eines schlüssigen Konzeptes. Die BKM Bausparkasse Mainz begleitet und berät ihre Kunden daher Schritt für Schritt von der Sparphase über das passende Finanzierungskonzept bis zum Einzug in die eigenen vier Wände. In allen Bereichen bietet die BKM mit ihrem breiten Produktspektrum verlässliche Bausteine für einen sicheren Weg ins Eigenheim. Unsere Kunden können sich dabei auf die langjährige Erfahrungskompetenz und die Solidität eines seit über 80 Jahren erfolgreich am Markt agierenden Unternehmens verlassen. Als gewachsenes Unternehmen stehen wir mit einer umfassenden Kundenbetreuung und unseren zukunftssichernden Produktangeboten für das Mehr an Service und das Mehr an Sicherheit. Eine gute Beratung beginnt immer mit der persönlichen Analyse der Wünsche, Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten des Kunden. Denn die komplexe Entscheidung für den Weg ins Eigenheim möchten Verbraucher nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf der Basis verlässlicher Fakten treffen. Es ist vor allem die Angst vor Verschuldung, unzureichenden Finanzmitteln und unkalkulierbaren Kosten in der Bauphase die Eigenheim-Planer von ihrem Vorhaben abhält. Mit dem Fokus auf kalkulierbare Spar- und Finanzierungsmodelle bietet die BKM ihren Kunden deshalb individuelle Lösungen mit langfristiger Zinssicherheit. In der Kundenkommunikation legen wir besonderen Wert auf eine persönliche Ansprache auf Augenhöhe. Fühlt sich der Kunde in seiner Situation verstanden, erleichtert dies auch den Dialog, wenn es um besonders schwierige Entscheidungen geht. Der direkte Draht zu einem persönlichen Ansprechpartner eröffnet eine umfassendere Beurteilung der Kundensituation. Kurze Wege zwischen den Fachabteilungen sorgen zudem für schnelle, flexible Entscheidungen. Dass die Strategie aufgeht, wurde auch von Medien- und Kundenseite mit der Auszeichnung Beliebteste Bausparkasse durch uro am Sonntag bestätigt. Neben unseren deutschen Kunden beraten wir seit 25 Jahren Menschen mit türkischem, portugiesischem und italienischem Migrationshintergrund in der jeweiligen Landessprache. Unsere Kunden verbinden mit einer verständlichen Beratung das Gefühl von Entscheidungssicherheit. Für die BKM zahlt sich diese Strategie durch langjährige Kundenloyalität und -treue aus.

7 Mehr Service. Mehr Sicherheit. 7 und soliden Produkten überzeugen. Idealerweise beginnt der gemeinsame Weg mit dem Bausparen über ein Bauspar- oder Wohn-Riester-Konto. Der Bausparvertrag ist ein wichtiger Baustein bei der langfristigen Finanzierungsplanung. Er hilft das notwendige Eigenkapital aufzubauen. In der Sparphase können beim Bausparvertrag die vermögenswirksamen Leistungen und die Wohnungsbauprämie eingebracht werden. Bei Wohn-Riester, auch bekannt als Eigenheimrente, fließen die Riester-Fördergelder ein. Über die Jahre entsteht so eine solide Eigenkapitaldecke. Dass die aktuell vergleichsweise niedrigen Baufinanzierungszinsen langfristig anziehen werden, ist angesichts des langjährigen Durchschnitts von 6,5 Prozent wahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund bietet der Bausparvertrag als Zinssicherungsinstrument einen enormen Produktmehrwert. Bausparer sichern sich langfristig den aktuellen Zins, schalten so das Zinsänderungsrisiko aus und erhalten eine fest kalkulierbare Darlehensrate. Zudem können Bausparverträge auch über kleinere Summen z. B. für Modernisierungsvorhaben abgeschlossen werden. Banken bieten für solche Kleinkredite oft weniger attraktive Konditionen oder gewähren erst gar keinen Kredit. Bausparer haben diese Sorgen nicht. Auch sind jederzeit Sondertilgungen möglich. Wer bauspart, denkt also langfristig und beweist Spardisziplin. Mit maxline hat die BKM einen Bauspartarif entwickelt, der den aktuellen Marktgegebenheiten entspricht und sich somit auch den Bedürfnissen des Kunden anpasst. Je nach Sparziel eröffnen die Varianten dem Sparer verschiedene Handlungsoptionen. In der Version maxpremium können Bauherren die Höhe der späteren Tilgungsleistung selbst bestimmen und sich ein Darlehen ab 1,44 Prozent nom p. a. sichern. Wahlzuteilung und Sondertilgungen sorgen für maximale Flexibilität. Auch die Darlehenshöhe ist flexibel. Bis zu 200 Prozent der angedachten Summe sind möglich.

8 8 Mehr Service. Mehr Sicherheit. In Anbetracht steigender Energiekosten bleibt die Nachfrage nach finanziellen Mitteln zur Finanzierung von energetischen Maßnahmen hoch. Mit dem demografischen Wandel wird zudem das Thema barrierefreier Umbau immer aktueller. Denn immer mehr Menschen möchten auch im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Eine energetische Grundsanierung kostet zwischen bis EUR. Ähnliche Summen werden beim altersgerechten Umbau fällig. Für solche Finanzierungen bietet die BKM mit ihrem Blankodarlehen ohne Grundbucheintrag eine flexible Lösung. Renditeorientierte Sparer erhalten in der Version maxsparplus einen Guthabenzins bis zu 3,26 Prozent und somit eine interessante Alternative zum Sparbuch. Auch in dieser Version wird der Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen erworben. Mit maxline bietet die BKM aktuell eines der besten Angebote am Markt und überzeugt auch in Vergleichen. Die Wahl zur Top Bausparkasse 2013 durch n-tv bestätigt dies. Bei der Wahl der passenden Finanzierung legen Verbraucher heute mehr denn je großen Wert auf Zins-, Kalkulations- und Planungssicherheit. Damit die Immobilieninvestition kalkulierbar und gegen zukünftige Unwägbarkeiten an den Kapitalmärkten abgesichert ist, hat die BKM gleich mehrere Finanzierungsprodukte entwickelt. Im Bereich der Baufinanzierung umfasst das Portfolio alle gängigen Produkte von der Gesamtbaufinanzierung über das klassische Baudarlehen bis hin zur Um- oder Anschlussfinanzierung bestehender Kredite. Verbraucher, die lieber heute als morgen ihre Wohnwünsche erfüllen möchten, können diese über eine Kombination aus Bausparvertrag und tilgungsfreiem Darlehen sofort finanzieren. Das Mainzer Konstant Darlehen bietet mit seiner Laufzeit von 28 Jahren, festen Zinsen und gleichbleibenden monatliche Zahlungen Planungssicherheit bis zur letzten Rate. Im aktuellen Zinstief lohnt es sich zudem über eine Umschuldung nachzudenken. Damit können Schulden schneller gesenkt und monatliche Belastungen oder die Laufzeit eines Kredits reduziert werden. Laut Berechnungen der Uni Hamburg verschenken Bauherren in Deutschland rund 8 Mrd. Euro, weil sie ihre Immobilienkredite nicht wechseln. Für Immobilienbesitzer, die bald eine Anschlussfinanzierung benötigen, ist das Mainzer Forwarddarlehen die perfekte Versicherung gegen steigende Zinsen. Damit können sich Bauherren die derzeit günstigen Konditionen auf Vorrat reservieren. Mit unserer Immobilientochter, BKM ImmobilienService GmbH, bieten wir unseren Kunden umfassende Erfahrung und Marktkenntnis in der bundesweiten Vermittlung von Immobilien und Grundstücken. Neben Gebrauchtimmobilien haben die Immobilienspezialisten mit den Mainzer Energiesparhäusern auch zukunftsweisende Immobilien im KfW-Standard im Angebot. Spezialisierte Berater betreuen die Kunden in der Bedarfsanalyse, Finanzierungsstrategie, in der Bauphase bzw. Objektsuche und beim Thema Versicherungsschutz. Zudem steuern sie die Kommunikation zwischen Kunde, Finanzierer, Haushersteller und Bauleitung. Dadurch sind auch flexiblere Finanzierungslösungen zugunsten des Kunden möglich. Die BKM ist die einzige Bausparkasse in Deutschland mit einem eigenen Hausprogramm. Neben den Produkten rund um die Immobilie bietet die BKM auch Möglichkeiten der klassischen Geldanlage wie Sparbriefe, Fest- oder Tagesgelder sowie Auszahlpläne an. Denn es zeigt sich immer wieder, dass Sparziele unterschiedliche Produktlösungen erfordern. Gemeinsam mit dem Kunden können wir so die ideale Strategie für den kurz-, mittel- und langfristigen Vermögensaufbau erarbeiten. Mit der regelmäßigen Präsenz in den Geldanlagerankings der Medien und Auszeichnungen erreicht die BKM zudem eine breite Öffentlichkeit. So wurde die BKM als TOP Sparbrief- und Festgeldbank 2014 ausgezeichnet. Die Portfolioerweiterung trägt somit zur Bekanntheitssteigerung bei und stärkt auch die Positionierung im Markt und gegenüber den Mitbewerbern.

9 BKM 9 Lagebericht Lagebericht

10 10 Lagebericht Grundlagen des Unternehmens Wirtschaftsbericht Lagebericht Lagebericht für das Geschäftsjahr Grundlagen des Unternehmens Die Bausparkasse Mainz AG (BKM), mit Sitz in Mainz, ist ein Spezial-Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von Mio. zum Ende des Geschäftsjahrs Die Geschäftstätigkeit der BKM ist dem deutschen Bausparkassengesetz entsprechend auf die Vergabe von Bauspardarlehen und anderen Baudarlehen sowie deren Refinanzierung durch Bauspareinlagen und andere Geldmittel ausgerichtet. Ein ergänzendes Geschäftsfeld ist das Hausprogramm, welches über die BKM ImmobilienService GmbH (BIS), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der BKM, betrieben wird. Die BIS vermittelt Bestandsimmobilien und Neubauten einer breiten Palette von energieeffizienten Massiv- und Fertighäusern, die dem Kunden auf Wunsch auch die Möglichkeit zur Eigenleistung bieten. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem konjunkturell verhaltenen Winter 2012/2013 hat die Weltwirtschaft wieder an Fahrt aufgenommen und ist nach Berechnungen der Wirtschaftsforschungsinstitute in 2013 um ca. 3,0 % gewachsen. Die weltweite Konjunkturentwicklung wurde vor allem von den Industrieländern getragen, während das Wachstum in den Schwellenländern etwas nachließ. Auf beiden Seiten des Atlantiks haben die Bemühungen des öffentlichen und privaten Sektors, ihre angespannte Verschuldungslage zu verbessern, die Wirtschaft weiterhin belastet. Nach wie vor war die Geldpolitik in den USA, Japan und Europa jedoch sehr expansiv, so dass insgesamt günstige Finanzierungsbedingungen einen Wachstumsimpuls für Privathaushalte und Unternehmen darstellten. Die deutsche Wirtschaft ist am Jahresende 2013 wieder auf einen stabilen Erholungskurs eingeschwenkt, nachdem sie im Winterhalbjahr 2012/2013 aufgrund der europäischen Schuldenkrise in eine Schwächephase geraten war. Gegen den europaweiten Trend konnte die deutsche Wirtschaft ihr Wachstum, wenn auch eingeschränkt, fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4 %, nachdem in 2012 ein leichtes Plus von 0,7 % erreicht wurde. Trotz der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zugenommen, wenn auch etwas geringer als im Vorjahr. Die Stützen der Konjunktur waren der private Konsum und die Staatsausgaben. Wesentliche Gründe hierfür waren nicht zuletzt das hohe Beschäftigungsniveau und die steigenden Reallöhne. Die Konsumneigung hielt sich auch in 2013 auf einem hohen Niveau. Die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte war insgesamt günstig, allerdings war die Sparquote in Deutschland rückläufig. Die Beschäftigten kletterte in der Bundesrepublik Deutschland 2013 auf ein Rekordhoch, während die Zahl der Erwerbslosen auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren fiel. Im Schnitt registrierte das Statistische Bundesamt im abgelaufenen Jahr 41,8 Mio. Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland. Das waren Menschen mehr als im Jahr Die Zahl der Arbeitslosen betrug zum Jahresende rd. 2,9 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 %. Die Verbraucherpreise stiegen 2013 nur moderat. Die Inflation belief sich im Jahresdurchschnitt auf 1,5 %. Die Geld- und Kapitalmarktzinsen bewegten sich vor diesem Hintergrund ebenfalls auf einem sehr niedrigen Niveau.

11 Lagebericht 11 Wirtschaftsbericht Niedrige Darlehenszinsen und die Sorge vor einem Auseinanderbrechen der europäischen Währungsunion haben 2013 zu einer gestiegenen Nachfrage nach Immobilien beigetragen. Sowohl bei den Mieten als auch bei den Verkaufspreisen für Immobilien kam es zu teilweise deutlichen Zuwächsen. Diese Entwicklung betrifft nach Erkenntnissen der Deutschen Bundesbank insbesondere städtische Ballungsräume. In jüngster Zeit lassen sich Preissteigerungen aber auch in deren Umfeld beobachten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde in Deutschland von Januar bis September 2013 der Bau von Wohnungen genehmigt. Das waren 13,5 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die im Jahr 2010 einsetzende positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau setzte sich damit weiter fort. b. Geschäftsverlauf/Geschäftsergebnis Bauspar-Neugeschäft Im Geschäftsjahr 2013 hat der Vertrieb der BKM Bausparverträge (einschließlich Erhöhungen) mit einer Gesamtbausparsumme von 909,6 Mio. neu abgeschlossen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 0,9 % in der Vertragsstückzahl bzw. 35,7 % in der. Im gleichen Zeitraum wurden Bausparverträge mit einer von 720,1 Mio. eingelöst. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 6,6 % in der Vertragsstückzahl bei einem Anstieg von 16,5 % in der. Spar- und Tilgungsaufkommen Der Spargeldeingang belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 151,7 Mio. (Vj. 145,1 Mio.). In den Spargeldeingängen sind vermögenswirksame Leistungen, Riesterzulagen und Wohnungsbauprämien enthalten. Der kollektive Geldeingang betrug 222,1 Mio. (Vj. 213,1 Mio.). Die Rückzahlungen von Bauspareinlagen aus gekündigten Bausparverträgen beliefen sich auf 75,1 Mio. (Vj. 67,0 Mio.). Die Tilgungsbeiträge (inkl. Zinsen) summierten sich auf 70,4 Mio. (Vj. 68,0 Mio.). Finanzierungen Insgesamt wurden im abgelaufenen Jahr Kreditanträge genehmigt (Vj ). Damit wurden kollektive und außerkollektive Darlehensmittel in Höhe von 416,2 Mio. (Vj. 352,5 Mio.) zur Realisierung von wohnungswirtschaftlichen Maßnahmen bereit gestellt. Hiervon entfielen 27,9 Mio. auf kollektive Darlehen und 388,4 Mio. auf außerkollektive Darlehen. Zur Auszahlung kamen Baudarlehen im Volumen von 338,9 Mio., wovon 55,0 Mio. auf Bauspardarlehen und 283,9 Mio. auf außerkollektive Baudarlehen entfielen. Zusätzlich wurden Darlehen im Volumen von 10,1 Mio. an Partnerinstitute weitervermittelt. Im Rahmen der Erstzuteilung wurden Bausparguthaben und Bauspardarlehensansprüche von insgesamt 192,4 Mio. bereitgestellt (Vj. 179,3 Mio.). Die Wiederbereitstellungen beliefen sich auf 37,2 Mio. (Vj. 41,8 Mio.). Aus dem somit insgesamt bereitgestellten Betrag von 229,6 Mio. (Vj. 221,1 Mio.) wurden 145,0 Mio. (Vj. 142,1 Mio.) in Anspruch genommen. Alle Ansprüche von Bausparern, die das Mindestsparguthaben und die tariflich vorgegebene Mindestbewertungszahl erreicht hatten, wurden erfüllt. In allen Tarifen erfolgte die Zuteilung mit der bedingungsgemäß kürzesten Wartezeit. Hausverkäufe und Immobilienvermittlungen Im Geschäftsjahr 2013 vermittelte die BIS 59 zur Erstellung von Neubauimmobilien in einem Auftragsvolumen von 12,5 Mio. Damit wurden die Vorjahreswerte (111 Häuser im Auftragsvolumen von 22,6 Mio.) entsprechend der Geschäftsplanung der Gesellschaft für das Jahr 2013 unterschritten. Zusätzlich vermittelte die BIS 181 Bestandsimmobilien in einem Auftragsvolumen von 24,5 Mio. Auch hier wurden die Vorjahreswerte (231 Immobilien im Auftragsvolumen von 26,3 Mio.) plangemäß unterschritten. Versicherungen Die BKM vermittelte im abgelaufenen Geschäftsjahr Risikolebensversicherungen der INTER Versicherungsgruppe (Vj ) über eine Versicherungssumme von 24,0 Mio. (Vj. 23,6 Mio.). Zudem wurden Unfallversicherungen der INTER Versicherungsgruppe (Vj ) über eine Versicherungssumme von 37,2 Mio. (Vj. 21,9 Mio.) vermittelt. Weitere 467 Versicherungen anderer Sparten der INTER Versicherungsgruppe (Berufsunfähigkeitsversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Kapitallebensversicherung, Rentenversicherung, Sachversicherung) wurden zusätzlich vermittelt. c. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bausparverträge Zum Jahresende 2013 befanden sich (Vj ) eingelöste Bausparverträge mit einer von Mio. (Vj Mio.) im Bestand der BKM. Weitere (Vj ) Bausparverträge über eine von 374 Mio. (Vj. 275 Mio.) waren zum Jahresende 2013

12 12 Lagebericht Wirtschaftsbericht noch nicht voll eingelöst. Der nicht zugeteilte Vertragsbestand umfasste eine von Mio (Vj Mio.), der zugeteilte Bestand eine von 879 Mio. (Vj. 918 Mio.). Die durchschnittliche im eingelösten Bestand beläuft sich auf (Vj ). Forderungen an Kunden aus Darlehensgeschäft Die Forderungen gegenüber Kunden aus Bauspardarlehen (nach Wertberichtigungen) per betragen 173,4 Mio. (Vj. 181,8 Mio.). Die Kundenforderungen aus außerkollektiven Baudarlehen (nach Wertberichtigungen) belaufen sich auf 1.644,2 Mio. (Vj ,1 Mio.). Hiervon entfallen 1.130,3 Mio. auf die Vor- und Zwischenfinanzierungskredite und 513,9 Mio. auf die sonstigen Baudarlehen. Die anderen Forderungen an Kunden belaufen sich auf 42,7 Mio. (Vj. 38,9 Mio.). Forderungen an Kreditinstitute Die kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten wurden aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus um 60,9 Mio. auf 11,6 Mio. (Vj. 72,4 Mio.) zurückgeführt. Schuldverschreibungen und Wertpapiere Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren liegt mit 530,3 Mio. (inkl. abgegrenzter Zinsen) um 8,9 Mio. über seinem Vorjahreswert. Auf die im Bestand befindlichen Wertpapiere entfallen zum Bilanzstichtag stille Reserven von 24,8 Mio. und stille Lasten von 3,0 Mio. Nähere Angaben zu den stillen Lasten bzw. stillen Reserven sind dem Anhang zu entnehmen. Beteiligungen Seit dem Jahr 2009 hält die BKM über eine Beteiligungsgesellschaft des Verbands der Privaten Bausparkassen e.v., Berlin, eine Beteiligung in Höhe von 5,17 % an der BSQ Bauspar AG, Fürth. Die Beteiligung ist nicht wesentlich für die Ertrags- und Vermögenslage der BKM und wurde zum vollständig abgeschrieben. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr um 136,4 Mio. auf 450,6 Mio. abgebaut (Vj. 587,0 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um insgesamt 1,3 Mio. auf 1.754,0 Mio. (Vj ,3 Mio.). Zu diesem Volumenrückgang trugen die Bauspareinlagen mit 11,6 Mio. bei während die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einen Anstieg von 10,3 Mio. verzeichneten. Das Bestandsvolumen der Bauspareinlagen reduzierte sich dadurch auf 747,0 Mio. (Vj. 758,5 Mio.), die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen auf 1.007,0 Mio. (Vj. 996,8 Mio.) zu. Zins- und Provisionsüberschuss Der Zinsüberschuss, inkl. der laufenden Erträge von der BIS, liegt mit 32,1 Mio. nahezu auf seinem Vorjahreswert von 32,2 Mio. Gleiches gilt für den Provisionsüberschuss, der sich um knapp 0,2 Mio. auf 4,6 Mio. reduzierte. Verwaltungsaufwand Der Personalaufwand liegt mit 14,7 Mio. um 1,1 Mio. niedriger als im Vorjahr. Die anderen Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) reduzierten sich demgegenüber um 0,9 Mio. auf 8,0 Mio. Das Verhältnis von Verwaltungsaufwand zu Zins- und Provisionsüberschuss (Cost Income Ratio) verbesserte sich auf 66,6 % (Vj. 71,4 %). Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beläuft sich auf -3,9 Mio. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ( -2,6 Mio.) ist insbesondere auf erhöhte Kosten aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen zurückzuführen. Risikovorsorge Das Risikovorsorgeergebnis im Jahr 2013 beläuft sich auf einen Aufwand von 4,7 Mio. (Vj. 5,4 Mio.). Die Risikovorsorge beinhaltet die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der BSQ Bauspar AG ( 0,9 Mio.) und trägt insgesamt allen erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft Rechnung. Jahresüberschuss Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt 2,7 Mio. (Vj. 1,5 Mio.). Nach Steuern wird für das Geschäftsjahr 2013 ein Jahresüberschuss von 1,0 Mio. ausgewiesen (Vj. 0,9 Mio.). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von T 41 ergibt sich ein Bilanzgewinn von T (Vj. T 892). d. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital der BKM (inklusive Bilanzgewinn) beträgt zum Bilanzstichtag 106,9 Mio. (Vj. 105,9 Mio.). Die nachrangigen Verbindlichkeiten weisen mit 30,8 Mio. ein unverändertes Volumen gegenüber dem Vorjahr auf. Das

13 Lagebericht 13 Wirtschaftsbericht Nachtragsbericht Risikobericht haftende Eigenkapital der BKM gemäß 10 KWG betrug zum Bilanzstichtag 136,6 Mio. und entspricht damit einer Eigenkapitalquote nach Solvabilitätsverordnung von 12,07 % (Vj. 11,98 %). Die Kernkapitalquote der BKM beläuft sich auf 10,22 % (Vj. 9,92 %). Liquiditätskennziffer Die Liquiditätskennziffer wurde während des Berichtsjahres stets eingehalten und belief sich zum Jahresende auf 3,54. Damit wurde die von den Aufsichtsbehörden geforderte Mindestgröße von 1,0 deutlich übertroffen. Die Zahlungsfähigkeit der BKM war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Mitarbeiter Zum waren 525 Außendienstmitarbeiter/-innen für die BKM und weitere 25 Außendienstmitarbeiter/-innen für die BIS tätig. Sämtliche Außendienstmitarbeiter arbeiten auf 84 HGB Basis. Im Innendienst wurden 258 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Rating Die Ratingagentur Moody s bestätigte im Juli 2013 das Baa1 Rating der BKM. Der Rating-Ausblick ist stabil. 3. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten. Das Zinsumfeld ist weiterhin von einem sehr niedrigen Niveau geprägt. 4. Risikobericht Ziele und Strategien der Risikopolitik Das zielgerichtete und kontrollierte Eingehen von Risiken ist die Basis für eine dauerhafte und erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Die BKM tätigt im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs grundsätzlich nur risikoarmes Geschäft mit einer geringen Risikoquote. Zur Überwachung und Steuerung unternehmensspezifischer Risiken dient ein Risikomanagementsystem, das die im Rahmen einer Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risiken überwacht und regelmäßig bewertet. Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken Risikoinventur Die BKM führt mindestens einmal jährlich eine Risikoinventur durch. Ziel der Risikoinventur ist die Identifikation und Bewertung aller Risiken, denen die BKM in Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist. Im Rahmen der jüngsten Risikoinventur wurden die nachstehenden Risiken als wesentliche Risiken klassifiziert: Adressenausfallrisiko Marktpreisrisiko (Zinsänderungsrisiko und Creditspreadrisiko) Liquiditätsrisiko Operationelles Risiko Adressenausfallrisiko Unter dem Adressenausfallrisiko ist der potenzielle Verlust zu verstehen, welcher durch den teilweisen oder vollständigen Ausfall eines Geschäftspartners entstehen kann. Das Kreditgeschäft der BKM besteht grundsätzlich aus der Vergabe von Krediten für selbstgenutztes Wohneigentum. Durch die grundsätzliche grundpfandrechtliche Absicherung und die breite Streuung dieser Darlehen sind die Risiken eng begrenzt. Zur Steuerung des Adressenausfallrisikos im Kundenkreditgeschäft setzt die BKM ein Antragsscoring und ein Bestandsscoring zur Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) und Verlustquoten (LGD) ein. Das Scoringverfahren nutzt ausgewählte, statistisch relevante Kunden- und Objektmerkmale, um die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit von Kundenkrediten bzw. deren Verlusthöhe bei Ausfall einzuschätzen. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Entscheidung über die Kreditvergabe und die Gestaltung der Kreditkonditionen. Die im Bestand der BKM befindlichen Kundenkredite unterliegen einem quartalsweisen Bestandsscoring, das eine Zuordnung aller Kundenkredite zu unterschiedlichen Ratingklassen ermöglicht. Im Bereich der Wertpapiereigenanlagen erfolgt eine Anlagebeschränkung auf Adressen, die nach dem Bausparkassengesetz zugelassen sind. Zudem ist das Anlagespektrum bei Neuanlagen grundsätzlich auf Wertpapiere mit einem Rating von mindestens Rating A3 bzw. A- ausgerichtet. Wertpapiere mit einem Rating schlechter als BBB- sowie strukturierte Anleihen und forderungsbesicherte Wertpapiere dürfen nicht erworben werden. Interne emittentenbezogene Limitobergrenzen gewährleisten zudem eine Diversifizierung des Wertpapierportfolios. Sämtlichen erkennbaren Risiken wurde im Jahresabschluss durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

14 14 Lagebericht Risikobericht Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko wird durch Veränderungen von Marktpreisen und -kursen (z. B. Zinsen) bestimmt. Aufgrund der Geschäftsstruktur der BKM sind das Zinsänderungsrisiko und das Creditspreadrisiko von wesentlicher Bedeutung. Die BKM ermittelt und steuert das Zinsänderungsrisiko unter regelmäßiger Anwendung eines Value-at-Risk (VaR)-Verfahrens auf Basis einer historischen Simulation. Das VaR-Verfahren basiert auf einem historischen Betrachtungszeitraum von Tagen, einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99 %. Das mit dieser Methode ermittelte Zinsänderungsrisiko beschreibt den maximal möglichen Wertverlust aller zinstragenden Aktiva und Passiva der BKM, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % innerhalb der zu Grunde gelegten Haltedauer nicht überschritten wird. Darüber hinaus ermittelt die BKM ihr Zinsänderungsrisiko regelmäßig auf Basis einer von der Bankenaufsicht vorgegebenen Parallelverschiebung der Zinskurve um 2,0 Prozentpunkte in beide Richtungen und im Rahmen von Stresstests. Das Creditspreadrisiko wird ebenfalls über Handelstage ermittelt, die Haltedauerannahme beträgt 250 Tage. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass keine ausreichenden Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen verfügbar sind. Die BKM steuert ihren Liquiditätsbedarf mittels einer zahlungsstromorientierten Liquiditätsplanung über einen 12-monatigen Zeithorizont. Fälligkeiten von Verbindlichkeiten werden tagegenau überwacht. Darüber hinaus werden die Vorgaben der Liquiditätsverordnung beachtet. Die für die Liquiditätskennziffer aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße von 1,0 wurde im gesamten Jahresverlauf deutlich übertroffen. Die Zahlungsfähigkeit der BKM ist auf Grund angemessener Liquiditätsreserven gesichert. Operationelles Risiko Das operationelle Risiko bezeichnet Risiken, die aus den Geschäftsabläufen eines Unternehmens resultieren. Diese können durch Unzulänglichkeiten bzw. Fehler in Geschäftsprozessen und Systemen, durch Mitarbeiter oder externe Ereignisse verursacht werden. Das rechtliche Risiko ist in diese Definition eingeschlossen. Die Erfassung des operationellen Risikos erfolgt in einer Schadensfalldatenbank, die quartalsmäßig ausgewertet wird. Vor diesem Hintergrund ermittelt die BKM die aufsichtsrechtlich geforderte Eigenkapitalunterlegung von operationellen Risiken unter Anwendung des Standardansatzes. Risikotragfähigkeitskonzept Einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsystems der BKM bildet das Risikotragfähigkeitskonzept das zwei separate Steuerungskreise umfasst. Mit Hilfe dieses Konzepts wird sichergestellt, dass mögliche Verluste von der BKM getragen werden können. In das Risikotragfähigkeitskonzept fließen alle wesentlichen Risikoarten ein. Die Erkenntnisse über die einzelnen Risikoarten werden gebündelt und im Zusammenhang betrachtet. Zusätzlich werden Stresstests durchgeführt. Allen potenziellen Risiken werden Risikodeckungsmassen zugeordnet, die der Risikoabdeckung bzw. Risikolimitierung dieser Risikoarten dienen. Die BKM ermittelt und steuert die potenziellen Risiken und die zur Abdeckung dieser Risiken verfügbaren Risikodeckungsmassen sowohl auf barwertiger als auch periodenorientierter Basis im Going-Concern-Ansatz. Risikobewertung Die in der BKM vorhandenen Regelungen zur Begrenzung und Überwachung der unternehmensspezifischen Risiken sind in einem Risikohandbuch und in ergänzenden Fachkonzepten zusammengefasst. Die BKM ermittelt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung quartalsweise das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft und in den Eigenanlagen sowie das Zinsänderungsrisiko, das Creditspreadrisiko, das operationelle Risiko und das Liquiditätsrisiko. Im Jahr 2013 verfügte die BKM stets über eine ausreichende Risikotragfähigkeit. Die gemessenen Risiken waren zu jedem Stichtag durch vorhandene Risikodeckungsmassen abgedeckt. Die durchgeführten Szenariorechnungen ließen keine Anzeichen für eine unmittelbar aufkommende Gefahrenlage für die BKM erkennen. Nach den Ergebnissen dieser Messungen waren im Geschäftsjahr 2013 keine Risiken vorhanden, die den Bestand und die Entwicklung des Unternehmens gefährdeten. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Solvabilität waren jederzeit erfüllt. In einem anhaltend volatilen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld besteht auch für die BKM das dem Finanzsektor immanente Systemrisiko. Aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen erwarten wir steigende Eigenkapitalanforderungen.

15 Lagebericht 15 Prognose- und Chancenbericht Erklärung des Vorstandes 5. Prognose- und Chancenbericht Die nachfolgenden Ausführungen haben aufgrund ihres Zukunftsbezuges ausschließlich Prognosecharakter. Nach dem nur leichten Anstieg des Bruttoinlandprodukts von 0,4 % im Jahr 2013 wird für das laufende Jahr ein höheres Wirtschaftswachstum in Deutschland erwartet. Die Deutsche Bundesbank prognostiziert für das Jahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Vor diesem Hintergrund wird am inländischen Arbeitsmarkt mit einer anhaltend positiven Situation und einer tendenziell stabilen Erwerbslosenzahl gerechnet. Hieraus resultieren stabilisierende Effekte für den privaten Konsum. Hohe Preissteigerungsraten werden für das laufende Jahr gleichwohl nicht erwartet. Die Deutsche Bundesbank rechnet für 2014 mit einer Inflationsrate von 1,3 %. Vor diesem Hintergrund geht die BKM von weiter niedrigen Zinsen im laufenden Jahr aus. Die grundsätzlich gute Nachfrage nach Immobilien dürfte sich aufgrund des Niedrigzinsniveaus und der immer noch nicht gelösten Verschuldungskrise in Europa fortsetzen. Bei den Baugenehmigungen wird für das aktuelle Kalenderjahr eine moderate Verbesserung des in 2013 erreichten Niveaus erwartet. Auch der Trend zu Wohnraummodernisierungs- und Energieeinsparmaßnahmen dürfte sich im aktuellen Jahr fortsetzen. 6. Erklärung des Vorstandes gemäß 312 Abs. 3 AktG (Verbundene Unternehmen) Der Vorstand der Bausparkasse Mainz AG erklärt hiermit gemäß 312 Abs. 3 AktG: Die Bausparkasse Mainz AG, mit Sitz in Mainz, hat bei jedem Rechtsgeschäft mit der INTER Krankenversicherung ag der INTER Lebensversicherung AG der INTER Sachversicherungs- und Kapitalvermittlungs-GmbH der INTER Allgemeine Versicherung AG der BKM ImmobilienService GmbH nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Vorgänge zu anderen verbundenen Unternehmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Auf Veranlassung oder im Interesse der verbundenen Unternehmen hat die Bausparkasse Mainz AG keine Rechtsgeschäfte vorgenommen und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen. Mainz, Vor diesem Hintergrund prognostiziert die BKM für das laufende Geschäftsjahr eine über dem Vorjahresniveau liegende Nachfrage nach Baufinanzierungen. Im Bauspargeschäft wird aufgrund des hohen Volumenwachstums in 2013 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Die BIS erwartet bei den Vermittlungen von Neubau- und Bestandsimmobilien ein Ergebnis über dem Vorjahresniveau. Bei den Geldanlagen privater Kunden wird tendenziell eine Seitwärtsbewegung des Einlagevolumens prognostiziert Bausparkasse Mainz AG Der Vorstand Dr. Bernd Dedert Michael Hawighorst Beim Jahresüberschuss geht die BKM für das Geschäftsjahr 2014 von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.

16

17 BKM 17 Jahresabschluss Jahresabschluss

18 18 Jahresabschluss Bilanz zum Aktivseite 1. Barreserven Vorjahr T a) Kassenbestand ,23 44 b) Guthaben bei Zentralnotenbanken , darunter: bei der Deutschen Bundesbank ,03 /i. Vj. T Forderungen an Kreditinstitute , d) andere Forderungen , darunter: täglich fällig ,80/i. Vj. T Forderungen an Kunden a) Baudarlehen , aa) aus Zuteilungen (Bauspardarlehen) , ab) zur Vor- und Zwischenfinanzierung , ac) sonstige , darunter: durch Grundpfandrechte gesichert ,00/i. Vj. T , b) andere Forderungen , Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere b) Anleihen und Schuldverschreibungen , ba) von öffentlichen Emittenten , darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ,89/i. Vj. T bb) von anderen Emittenten , darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ,99/i. Vj. T , Beteiligungen 0, Anteile an verbundenen Unternehmen , Treuhandvermögen , darunter: Treuhandkredite ,75/i. Vj. T Immaterielle Anlagewerte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , Sachanlagen , Sonstige Vermögensgegenstände , Rechnungsabgrenzungsposten , Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung , Summe der Aktiva ,

19 Jahresabschluss 19 Bilanz zum Passivseite 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Vorjahr T b) andere Verbindlichkeiten , darunter: täglich fällig ,94/i. Vj. T 0,00 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Einlagen aus dem Bauspargeschäft und Spareinlagen , aa) Bauspareinlagen , darunter: auf gekündigte ,10/i. Vj. T auf zugeteilte ,85/i. Vj. T b) andere Verbindlichkeiten ba) täglich fällig , bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist , , , Treuhandverbindlichkeiten , darunter: Treuhandkredite ,75/i. Vj. T Sonstige Verbindlichkeiten , Rechnungsabgrenzungsposten , Rückstellungen a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen , b) Steuerrückstellungen ,15 0 c) andere Rückstellungen , , a. Fonds zur bauspartechnischen Absicherung , Nachrangige Verbindlichkeiten , Fonds für allgemeine Bankrisiken , Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital , b) Kapitalrücklage , c) Gewinnrücklagen ca) gesetzliche Rücklage , cd) andere Gewinnrücklagen , ,70 d) Bilanzgewinn , , Summe der Passiva , Andere Verpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen ,

20 20 Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen 1. Zinsaufwendungen Vorjahr T a) für Bauspareinlagen , b) andere Zinsaufwendungen , c) aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen , Provisionsaufwendungen , a) Provisionen für Vertragsabschluss und -vermittlung , b) andere Provisionsaufwendungen , Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand , aa) Löhne und Gehälter , ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung , darunter für Altersversorgung ,67/i. Vj. T , b) andere Verwaltungsaufwendungen , , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen , Sonstige betriebliche Aufwendungen , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft , Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere , Außerordentliche Aufwendungen , Steuern vom Einkommen und vom Ertrag , Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen , Jahresüberschuss , Summe der Aufwendungen , Jahresüberschuss , Gewinnvortrag aus dem Vorjahr , Einstellung in Gewinnrücklagen a) in andere Gewinnrücklagen 0, Bilanzgewinn ,62 892

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