Leseprobe in reduzierter Qualität

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Leseprobe in reduzierter Qualität"

Transkript

1 2.4 Erdgas Im europäischen Vergleich ist der deutsche Erdgasmarkt unter anderem durch die große Zahl von Anbietern auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, die Abwesenheit von Marktschranken und eine starke Wettbewerbsausprägung gekennzeichnet Aufbau der Gaswirtschaft In der Gaswirtschaft kann grundsätzlich zwischen folgenden Wertschöpfungsstufen unterschieden werden: Inländische Produktion und Import Großhandelsebene Transportnetz Speicherung Verteilnetz Vertrieb Auf diesen Ebenen betätigen sich eine Vielzahl von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Geschäftsausrichtung. Förder- und/oder Importgesellschaften gewinnen Erdgas aus Lagerstätten in Deutschland oder beschaffen Erdgas von ausländischen Lieferanten. Sie verkaufen dieses Erdgas an überregionale, regionale und lokale Gasunternehmen beziehungsweise an Endkunden. An der Erdgasförderung in Deutschland, die 2013 mit 11 % zum gesamten Gasaufkommen beitrug, sind zehn Unternehmen beteiligt. Auf die drei größten Marktteilnehmer entfallen zwei Drittel der Fördermenge. Der überwiegende Teil des Aufkommens an Erdgas stammt aus Importen. Im Rahmen der Datenerhebung für den Monitoringbericht 2013 waren Rückmeldungen von 38 Gasimporteuren und Gasexporteuren beim Bundeskartellamt bzw. der Bundesnetzagentur eingegangen. Der Anteil der größten drei (größten fünf) Unternehmen am Gesamtimport betrug im Jahr 2012 gemäß der im Monitoringbericht 2013 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts veröffentlichten Erhebung 59,9 (68,5) %. Während bis vor einigen Jahren sogenannte Ferngasgesellschaften, die auch über das Fernleitungsnetz verfügten, den Import von Erdgas meist im Rahmen länaus: Energiemarkt Deutschland - Jahrbuch 2015; Köln, TÜV Media GmbH 169

2 Gasfl uss Von Import und Förderung zum Verbrauch Gasfl uss 2013 (vorläufi g) in Mrd. Kilowattstunden Abb. 30: Gasfl uss

3 Tabelle 47: Brennwerte und Heizwerte verschiedener Gase (Anhaltswerte) Gasart Einheit Brennwert (Hs) in kwh Brennwert (Hs) in kj Heizwert (Hi) in kwh Heizwert (Hi) in kj SKE-Faktor ( kj/kg = 8,14 kwh/kg) Kokereigas Stadtgas m³ 5, , ,6 Grubengas Klärgas Hochofengas Erdgas L* Erdgas H* Erdölgas Flüssiggas Raffineriegas m³ 5, , ,546 m³ m³ m³ m³ kg kg 1,16 9,769 11,485 12,74 13,86 14,60 * Erdgas Low bzw. Erdgas High laut DVGW-Arbeitsblatt G 260 Quelle: 133. BDEW-Gasstatistik 2011, Berlin ,16 8,816 10,374 11,50 12,75 13, ,143 1,083 1,274 1,411 1,566 1,

4 gerfristiger Verträge mit ausländischen Lieferanten wahrgenommen hatten, erfolgt dies inzwischen durch in der Regel voneinander getrennte Unternehmen den Großhandel bzw. die Fernleitungsnetzbetreiber. In Deutschland existieren rund 70 Gashandelsunternehmen und 17 Fernleitungsnetzbetreiber (Gesamtlänge des Fernleitungsnetzes: km). Eine weitere Wertschöpfungskategorie stellen die Gasspeicherbetreiber dar. An der Erhebung für den Monitoringbericht 2013 nahmen 22 Unternehmen teil, die insgesamt 39 Untertageerdgasspeicheranlagen (UGS) betreiben und vermarkten. Insgesamt beträgt das in diesen UGS maximal nutzbare Arbeitsgasvolumen 23,53 Mrd. Nm³. Davon entfallen 11,11 Mrd. Nm³ auf Kavernenspeicher- und 12,43 Mrd. Nm³ auf Porenspeicheranlagen. Entsprechend der Struktur des deutschen Erdgasmarktes ist der weitaus größte Teil von Speicheranlagen für die Speicherung von H-Gas ausgelegt (21,23 Mrd. Nm³; 2,30 Mrd. Nm³ für L-Gas). [25] Zu den wichtigsten Unternehmen in diesem Geschäftsfeld zählen astora, E.ON Gas Storage, VNG Gasspeicher und RWE Gasspeicher. Auf der Verteilnetzebene existieren in Deutschland etwa 730 Unternehmen unterschiedlicher Größe und Struktur, die Gasleitungen mit einer Gesamtlänge von km betreiben. Auch die Vertriebsstufe des deutschen Gasmarkts ist durch eine große Zahl von Anbietern gekennzeichnet. So verfügt Deutschland mit etwa 890 Gasvertrieben über den europaweit heterogensten Gasmarkt. Zugleich zeichnet sich der Gasvertrieb durch hohe Wettbewerbsintensität aus. In knapp 86 % der Netzgebiete können die Letztverbraucher aus einer Vielfalt von 31 und mehr Gaslieferanten auswählen, in fast 60 % der Netzgebiete stehen sogar mehr als 50 Gaslieferanten zur Auswahl. Nur noch in weniger als einem Prozent der Netzgebiete beliefern fünf oder weniger Gasversorger Letztverbraucher (gemäß Daten über das Berichtsjahr 2012). [25] Insgesamt betätigen sich mehr als tausend (eigenständige) Unternehmen auf dem deutschen Markt, die zum Teil auf mehreren Marktstufen Versorgungsaufgaben wahrnehmen. Die deutsche Gaswirtschaft ist somit durch eine arbeitsteilige und dezentrale Struktur gekennzeichnet. Durch die Aufsplittung von früher vielfach integrierten Unternehmen in Handels-, Transport- und Speicher- beziehungsweise Verteilnetz- und Vertriebsgesellschaften hat sich die Anzahl der Gasversorgungsunternehmen im Gefolge der Marktliberalisierung erhöht. 172

5 2.4.2 Produktions- und Importstufe Das Brutto-Aufkommen an Erdgas von Mrd. kwh im Jahr 2013 setzte sich aus 116 Mrd. kwh inländischer Förderung und Mrd. kwh Einfuhren zusammen. Diese Werte entsprechen einer Importquote von 89 %. Die in Deutschland 2013 realisierte Erdgasfördermenge von 116 Mrd. kwh wird weltweit von 43 Staaten übertroffen. In Westeuropa ist Deutschland das viertwichtigste Erdgasgewinnungsland nach Norwegen, Niederlande und Großbritannien. Die Förderung konzentriert sich vor allem auf Niedersachsen. An der inländischen Erdgasgewinnung sind zwölf Unternehmen mit sehr unterschiedlichem Gewicht beteiligt. Allein die größten dieser Fördergesellschaften das sind Shell und ESSO als Anteilseigner der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Mobil Erdgas-Erdöl GmbH, RWE Dea AG, GDF SUEZ E & P Deutschland GmbH sowie Wintershall Holding AG vereinigten 2013 rund 99 % der Gesamtförderung an Erdgas auf sich. Der Bezug des Erdgases aus dem Ausland erfolgt überwiegend auf der Basis langfristiger Verträge zwischen den Lieferanten und den auf dem deutschen Markt tätigen Gasversorgungsunternehmen. Hauptlieferländer zur Versorgung des deutschen Marktes sind Russland, Norwegen und die Niederlande. Die bedeutendsten Vertragspartner der ausländischen Lieferanten wie Gazprom, Statoil und Gas- Abb. 31: Erdgasaufkommen Deutschlands nach der Herkunft 173

6 Terra sind E.ON Global Commodities, Wintershall und Wingas, VNG sowie RWE Supply & Trading. Die meisten Verträge mit Gazprom Export haben eine Laufzeit von mehr als 20 Jahren und reichen teilweise sogar über 2035 hinaus. Demgegenüber ist die Laufzeit der Verträge mit den Lieferanten aus Norwegen und den Niederlanden auf einen Zeithorizont von zehn bis 20 Jahre begrenzt. So hatte etwa Wintershall im November 2012 mit Statoil einen 10-Jahresvertrag über den Bezug von insgesamt 45 Milliarden Kubikmeter geschlossen. In den vergangenen Jahren ist allerdings die Bedeutung der Termin-/Spotmärkte für die Gasbeschaffung stark gewachsen. So hatte beispielsweise VNG bereits im Jahr 2009 gut ein Fünftel seines Gasbedarfs über Termin-/Spotmärkte gedeckt. Aktuell sind bei Importverträgen für Lieferungen nach Westeuropa zwei Aspekte von Bedeutung: Zum einen die Verkürzung der Vertragslaufzeiten und zum anderen der Wechsel hin zu Gasmarktindizierung und weg von Öl- bzw. anderen Konkurrenzenergieträger-Indizierungen. Nach Schätzungen der Societe Generale waren im Jahr 2012 europaweit 57 % der Gasversorgung Öl-indiziert und 43 % Spot-indiziert könnte der Anteil der Versorgungsmengen in Europa, deren Preisgestaltung Ölindizes zugrunde liegen, unter 50 % gefallen sein so Societe Generale. Für die Überbrückung der teilweise großen Distanzen vom Bohrloch in den Lieferländern bis nach Deutschland werden Pipelines genutzt, in denen das Gas unter hohem Druck befördert wird. Die mittlere Transport-Geschwindigkeit des Gases in den Pipelines beträgt etwa 20 km/h. Von den sibirischen Förderstätten aus nach Deutschland ist das Erdgas über eine Woche unterwegs. Während des Gasflusses über längere Strecken fällt der Druck durch die Reibung der Gasmo leküle im Gasstrom selbst und an den Rohrwänden ab. Der so verminderte Druck muss zum Weitertransport wieder erhöht werden. Dies geschieht in Verdichterstationen, die im Fernleitungsnetz in einem Abstand von etwa 100 bis 400 Kilometern als Ergebnis technisch/wirtschaftlicher Optimierungs-Rechnungen in der Planungsphase der Systeme installiert sind. Erdgas kann auch per Schiff in verflüssigter Form (Liquefied Natural Gas = LNG) bezogen werden. Für die Überbrückung großer Seestrecken steht eine ausgereifte Technik zur Verfügung. In Verflüssigungsanlagen in unmittelbarer Nähe der Verladehäfen wird Erdgas auf rund 160 C abgekühlt. Dabei verflüssigt es sich und nimmt auf etwa ein Sechshundertstel des Normvolumens ab. Im Zielhafen des Importlandes wird es wieder in seinen gasförmigen Zustand zurückgeführt und in das Erdgasleitungssystem eingespeist. Allerdings weisen die so genannten Verflüssigungs- und Regasifizierungsanlagen in der Regel hohe Investitionskosten auf. Der Handel mit LNG erfolgt ähnlich wie bei Pipeline-Gas ganz überwiegend unter langfristigen Klauseln, die regionalen Umleitungen entgegen stehen. LNG-Schiffe verbinden flexibel Gasangebot und -nachfrage und versorgen so die Hauptverbrauchsmärkte (Nord- und Südamerika, Europa, Südostasien) aus den weltweiten Gasvorkommen. Die zunächst erwarteten hohen LNG-Lieferungen 174

7 Abb. 32: Das deutsche Gas-Fernleitungsnetz im Überblick 175

8 Abb. 33: Strukturschema zum deutschen Gasmarkt Quelle: H.-W. Schiffer Abb. 34: Unternehmen der Gasversorgung nach Wertschöpfungsstufen 176

9 Tabelle 48: Erdgasaufkommen und -verbrauch in Deutschland 1992 bis 2013 Inländische Importe Aufkommen Jahr Förderung Inlandsabsatz an Verbraucher Eigenverbrauch, statistische Differenzen Speichersaldo Exporte Erdgasverbrauch Mrd. kwh ,0 587,7 760,7 708,5 24,5 15,2 14,5 733, ,1 629,2 802,3 745,4 26,7 12,3 17,0 772, ,8 715,0 903,8 835,6 30,2 9,9 31,0 865, ,8 811, ,7 925,9 46,4 14,1 35,8 972, ,3 791,2 992,5 895,1 25,8 35,7 38,5 920, ,9 762,9 958,8 906,4 20,5 8,8 46,6 926, ,1 812, ,5 911,0 21,2 25,8 63,1 932, ,3 823, ,9 905,5 9,7 10,4 94,3 915, ,2 829, ,3 940,3 21,1 19,0 84,8 961, ,6 884, ,7 928,5 28,0 6,2 119,0 956, ,7 909, ,9 964,7 27,7 10,0 132,5 992, ,4 974, ,2 961,7 33,9 23,9 145,7 995, , , ,3 981,4 19,3 19,5 219, , , , ,5 975,0 44,8 7,9 167, , ,0 937, ,9 945,7 36,7 28,3 169,7 982, ,2 982, ,1 994,9 2,9 6,9 163,0 992, ,2 949, ,5 894,2 41,6 34,4 143,3 935, , , ,3 966,0 10,2 40,7 221,7 976, ,3 970, ,2 895,3 0,6 21,6 190,6 895, ,1 957, ,5 902,2 3,5 + 5,5 184,3 898, , , ,4 945,0 11,0 + 4,0 200,4 956,0 Quelle: BDEW, 134. Gasstatistik 2012, Berlin 2014, Tabelle 24; ergänzende Angaben des BDEW mit Stand: Februar 2014 (für 2013) 177

10 Tabelle 49: Aufkommen und Verwendung von Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2012 und Mrd. kwh Inlandsgewinnung Einfuhr an Erdgas insgesamt davon aus Russland 33 % 38 % Norwegen 25 % 20 % Niederlande 26 % 26 % Großbritannien, Dänemark, u. a. 5 % 6 % = Aufkommen Ausfuhr Speichersaldo** 6 4 Eigenverbrauch*** 3 11 = Erdgasabsatz im Inland davon: Kraftwerke Industrie Haushalte Gewerbe/Handel/Dienstleistungen Fernwärme Verkehr 3 3 Erdgasverbrauch im Inland * vorläufig ** Minus = Einspeisung *** einschließlich statistische Differenzen Quelle: Statistisches Bundesamt, BDEW, 2/2014 nach USA wird es allerdings nicht geben, da der US-amerikanische Markt aufgrund großer Funde unkonventionellen Gases nahezu autark sein wird. Mit LNG können saisonale Nachfragespitzen befriedigt sowie Märkte verknüpft werden. Bereits ab 2015/2016 wird mit Aufnahme von US-LNG-Exporten ein immer stärker global vernetzter Handelsmarkt erwartet. 178

11 Tabelle 50: Erdgasförderung in Deutschland nach konsortialer Beteiligung Gesellschaft m³ % BEB Erdgas und Erdöl GmbH, Hannover ,49 Deutz Erdgas GmbH Gehrden ,26 EWE VERTRIEB GmbH, Oldenburg ,03 ITAG, Celle ,06 Mobil Erdgas-Erdöl GbmH, Celle ,24 GDF SUEZ E & P Deutschland GmbH, Lingen ,18 von Rautenkranz E & P, Celle ,26 RWE Dea AG, Hamburg ,89 Wintershall Holding AG, Kassel ,58 Sonstige ,01 Insgesamt * 9,7692 kwh/m³ Quelle: W.E.G. Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung, Jahresbericht 2013, Hannover 2014, S entfielen 31 % des Welterdgashandels auf LNG. Größtes LNG-Exportland war 2013 Katar, gefolgt von Malaysia, Australien, Nigeria, Indonesien, Trinidad & Tobago, Algerien, Russland, Oman und Brunei. Wichtigstes Importland ist Japan mit deutlichem Abstand vor Südkorea, China, Indien, Taiwan, Spanien, Großbritannien und Frankreich. Das Angebot von LNG-Mengen ist bisher noch begrenzt, und viele Projekte sind in zeitlichem Verzug (z. B. wegen mangelnder politischer Stabilität). In Deutschland gibt es bisher keinen LNG-Empfangsterminal. Eine Anbindung besteht aber über den Terminal in Zeebrügge. Zukünftig werden Terminals in den Niederlanden (Rotterdam) und Frankreich auch für die Belieferung des deutschen Marktes eine Rolle spielen. LNG wird also die Erdgasversorgung deutscher Industriekunden und Haushalte ergänzen. Weitere Lieferländer, wie der Nahe Osten oder nordafrikanische Staaten, können durch die Wahrnehmung der Einfuhrmöglichkeiten von LNG für den deutschen Erdgasmarkt erschlossen werden. In naher Zukunft ist die vollständige Deckung des Erdgasbedarfs in Deutschland oder der EU mit LNG aus Kapazitätsgründen nicht denkbar. Auf längere Sicht wird LNG eine wichtige Ergänzung zu Pipelinegas darstellen. [26] 179

12 2.4.3 Großhandelsebene Der Großhandelsmarkt für Erdgas funktioniert effizient und trägt wesentlich zum Wettbewerb auf den Erdgasvertriebsmärkten bei. Des Weiteren sind folgende Wirkungen der Energiehandelsmärkte zu nennen: Faire und transparente Bepreisung, Anreiz für Angebot und Nachfrage, schnell auf Engpässe zu reagieren mit entsprechenden Konsequenzen für die Versorgungssicherheit, Signalwirkung auf Investitionen, Bewertung von Risiken als Grundlage für effizientes Risikomanagement sowie die Ermöglichung von Risikosteuerung (Hedging). Der Großhandel mit Erdgas umfasst Handelsgeschäfte zwischen professionellen Marktteilnehmern, die in der Regel nicht den eigenen Verbrauch zum Gegenstand haben. Großhandelsmärkte sind von zentraler Bedeutung für das Marktgeschehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Erdgassektor, von der Erdgasbeschaffung bis zur Endkundenversorgung. Je vielfältiger die Möglichkeiten der kurz- und langfristigen Gasbeschaffung auf Großhandelsebene sind, um so weniger sind Unternehmen darauf angewiesen, sich in langfristigen Lieferverträgen zu binden. Effiziente und liquide Großhandelsmärkte erweitern die Optionen der Marktteilnehmer, beispielsweise für Vertragsbeziehungen aus einer Vielzahl von Handelspartnern auszuwählen und ein diversifiziertes Portfolio an kurz- und langfristigen Handelskontrakten zu halten. Liquide Terminmärkte erlauben eine strategische Erdgasbeschaffung außerhalb langfristiger Lieferverträge. [25] Der überwiegende Teil des Großhandels mit Erdgas wird außerbörslich overthe-counter (OTC) bilateral abgewickelt. Der bilaterale Handel bietet den Vorteil, dass er flexibel durchgeführt werden kann, d. h. ohne zwingenden Rückgriff auf Standardkontrakte. [25] Der bilaterale Erdgashandel erfolgt über die virtuellen Handelspunkte (VHP) der deutschen Marktgebiete. Seit dem 1. Oktober 2011 existieren in Deutschland nur noch zwei Marktgebiete, NetConnect Germany (NCG) und Gaspool. Das OTC-Handelsvolumen an den virtuellen Handelspunkten der Marktgebiete NCG und Gaspool ist in den letzten Jahren qualitätsübergreifend (H-Gas und L-Gas) gestiegen. Es betrug 2012 laut Monitoringbericht 2013 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts TWh. Dabei liegt der Anteil der Handelsgeschäfte mit physischer Erfüllung bei gut einem Drittel des Gesamthandelsvolumens. Die finanziellen Transaktionen, die sog. Paper Trades machten knapp zwei Drittel des Handelsvolumens aus. 180

13 Das OTC-Handelsvolumen im Bereich H-Gas belief sich im Jahr 2012 auf rund TWh. Im Bereich L-Gas erreichte das OTC-Handelsvolumen 2012 rund 225 TWh. Die Anzahl der aktiven Handelsteilnehmer lag nach Angaben im Monitoringbericht 2012 im Marktgebiet Gaspool bei 120 (L-Gas) bzw. 277 (H-Gas) Teilnehmern. Für das Gebiet NCG wird die Anzahl im Jahr 2012 aktiver Marktteilnehmer auf 117 (L-Gas) bzw. 257 (H-Gas) beziffert. Einen wichtigen Indikator für die Liquidität eines Handelsplatzes stellt die sog. Churn Rate dar. Diese Kennziffer steht für das Verhältnis von gehandelter zu physisch transportierter Menge Erdgas. Hohe Churn Rates weisen auf eine hohe Liquidität des Marktes hin. In den beiden Marktgebieten NCG und Gaspool lag die Churn Rate 2012 bei knapp unter 3 für H-Gas und bei rund 1,5 für L-Gas. Eine alternative Form des OTC-Handels zum direkten bilateralen Handel ist der über eine Brokerplattform vermittelte Handel. Ähnlich wie die Teilnahme am Börsenhandel erweitert die Nutzung einer Brokerplattform den Kreis von möglichen Handelspartnern, der einem Handelsteilnehmer offen steht. Broker dienen als Intermediäre zwischen Käufer und Verkäufer und bündeln Informationen zu Nachfrage und Angebot von kurz- und langfristigen Erdgas-Handelsprodukten. Die Inanspruchnahme eines Brokers reduziert die Suchkosten und erleichtert tendenziell die Realisierung größerer Transaktionen. Gleichzeitig ermöglicht sie grundsätzlich eine breitere Risikostreuung. Schließlich bieten Broker die Dienstleistung an, dass sie das von ihnen vermittelte Handelsgeschäft zum Clearing an der Börse registrieren lassen, womit das Handelsrisiko der Parteien abgesichert wird. [25] Als Ergebnis einer im Monitoringbericht 2013 ausgewiesenen Befragung von Brokern wurden 2012 etwa 57 % des gesamten OTC-Handelsvolumens an den VHP der Marktgebiete Gaspool und NCG über Broker gehandelt. Der Börsenhandel stellt eine Alternative zum Brokerhandel und dem nicht vermittelten bilateralen Handel dar. In Deutschland vollzieht sich der börsliche Erdgashandel über die EEX European Energy Exchange AG bzw. seit dem 1. Januar 2012 über die Tochtergesellschaft EGEX European Gas Exchange GmbH. Dort können Spotmarkt- und Terminmarkt-Kontrakte gehandelt werden. Am Spotmarkt der EEX werden Handelskontrakte für die Lieferung zu den VHP der deutschen Marktgebiete Gaspool und NCG sowie des niederländischen Marktgebiets Title Transfer Facility (TTF) geschlossen. Dabei ist der Erdgashandel für den aktuellen Gasliefertag mit einer Vorlaufzeit von drei Stunden (With in- Day-Kontrakt), für einen oder zwei Tage im Voraus (Day-Kontrakt) und auch für das folgende Wochenende (Weekend-Kontrakt) möglich, und zwar seit dem Jahr 2011 auch kontinuierlich (sog. 24/7-Handel). [25] 181

14 Der Spotmarkt wies im Jahr 2012 mit rund 35,9 TWh ein geringeres Volumen als der Terminmarkt auf. Am Terminmarkt der EEX werden, wie am EEX-Spotmarkt, Handelskontrakte für die Lieferung zu den virtuellen Handelspunkten (VHP) der Marktgebiete Gaspool und NCG geschlossen, nicht aber, insoweit anders als am Spotmarkt, zum niederländischen TTF. Handelbare Lieferperioden sind der aktuelle Restmonat (Balance-of-the-Month-Future, BoM) bzw. die folgenden sechs Monate (Month-Futures), sieben Quartale (Quarter Futures) oder sechs Kalenderjahre (Year-Futures) sowie für das Marktgebiet NCG auch die nächsten vier Seasons (Season-Futures; es wird zwischen Summer Season und Winter Season unterschieden). Der Handel am Terminmarkt findet börsentäglich von 8:00 bis 18:00 Uhr (MEZ) statt. [25] Der Terminmarkt dient der langfristigen Gasbeschaffung bzw. der Portfoliooptimierung. Außerdem können Preis- und Mengenrisiken über den Terminmarkt abgesichert werden. Zusätzlich bietet die EEX das Clearing von außerbörslich getätigten Geschäften für standardisierte Terminmarkt-Produkte zur Lieferung an die deutschen VHP an. Beim OTC-Clearing handelt es sich um eine Dienstleistung der Börse, wodurch Handelspartner ihre außerbörslich abgeschlossenen Geschäfte, sofern die Kontraktspezifikationen Börsengeschäften entsprechen, für das Clearing und die Abwicklung im Clearinghaus registrieren lassen können (sog. trade registration ). Ziel des OTC-Clearing ist die Minimierung von Kreditrisiken, die aus einem Ausfall des Handelspartners und der zukünftigen Entwicklung von Marktpreisen erwachsen. Dabei tritt die EEX jeweils an die Stelle des Kontrahenten. Mittlerweile umfasst das OTC-Clearing zusätzlich den Spotmarkthandel wie auch den Handel mit Futures-Produkten am britischen National Balancing Point (NBP) und am italienischen virtuellen Handelspunkt PSV (Punto do Scambio Virtuale). Damit wurde die Anbindung an europäische Gasmärkte weiter verbessert. Clearing und Settlement der OTC-Termingeschäfte erfolgt durch die European Commodity Clearing AG (ECC). Die Mindestgröße der Kontrakte beträgt zehn MW im Falle des Börsenhandels bzw. ein MW für die Registrierung von OTC-Geschäften. [25] Die Zahl der an der EEX registrierten Börsenteilnehmer belief sich im Jahr 2012 auf 221. Das Handelsvolumen mit Erdgas an der EEX hat sich von 75 Mrd. kwh im Jahr 2012 auf 110 Mrd. kwh im Jahr 2013 erhöht. Davon entfielen 80,6 Mrd. kwh auf den Spothandel und 29,5 Mrd. kwh auf den Terminhandel. Zur Weiterentwicklung ihrer Gasmärkte ist die EEX eine Kooperation mit der französischen Powernext eingegangen. Unter der Marke PEGAS bündeln die Kooperationspartner EEX und Powernext ihre Gasprodukte auf einer Handelsplattform, die auf dem Exchange Trading System (ETS) von Trayport betrieben wird. Die PEGAS-Kooperation startete am 29. Mai

15 Die gesamten Erdgas-Handelsvolumina an deutschen Handelsplätzen (OTC und Börsenhandel) belaufen sich inzwischen auf mehr als TWh pro Jahr. Eine große Zahl von Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen ist inzwischen im Gashandel engagiert. Neben den klassischen Energieversorgern und neuen Marktteilnehmern aus dem In- und Ausland hat sich u. a. GAZPROM Germania GmbH (GPG), Berlin, zu einem weiteren wichtigen Player auf dem Markt entwickelt. GPG war 1990 gegründet worden, um russisches Erdgas in Deutschland und in Westeuropa zu vermarkten. Handel und Speicherung von Erdgas sind die Hauptgeschäftsfelder der GPG Transportnetzstufe Der Import von Gas nach Deutschland erfolgt im Wesentlichen an folgenden acht Grenzübergangsstellen. Das sind Greifswald (Russland), Emden (Norwegen), Waidhaus (Tschechien), Mallnow (Polen), Eynatten (Belgien), Ellund (Dänemark), Überackern (Österreich) und Bunde (Niederlande). Mit Fertigstellung der Nord Stream Pipeline in den Jahren 2011 und 2012 kann russisches Gas jetzt auch direkt nach Deutschland geleitet werden (ohne Transit durch andere Staaten). Die Kapazität der zwei Pipeline-Stränge, die durch die Ostsee nach Greifswald führen, beträgt 55 Mrd. Kubikmeter pro Jahr. Der Ferntransport von Gas in Rohrleitungen erfordert einen hohen Gasdruck von maximal etwa 80 bar. Ferner ist der kontinuierliche Einsatz von Verdichterstationen notwendig, die durch Reibung der Moleküle entstehende Druckverluste über die Distanz ausgleichen. Betreiber der Gasfernleitungsnetze in Deutschland sind 17 Unternehmen. Zu den größten Gesellschaften auf dieser Wertschöpfungsstufe gehören OpenGrid Europe, Essen (zuvor E.ON Gastransport GmbH), ONTRAS Gastransport, Leipzig, Thyssengas, Dortmund, Gasunie, Hannover, Gascade Gastransport, Kassel, terranets bw, Stuttgart, Fluxys, Düsseldorf und bayernets, München. An der Nutzung der Netze Dritter interessierte Unternehmen benötigen einen Netzzugang. Zur Ermöglichung eines diskriminierungsfreien einfachen Zugangs zu den Netzen im Gassektor sind in den vergangenen Jahren eine Reihe von für den Wettbewerb wichtigen Änderungen erfolgt. Bis zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts im Jahr 2006 mussten Transporteure von Gas im Rahmen der Verbändevereinbarung II einen Transportpfad zwischen dem ersten Einspeisepunkt und der Entnahmestelle festlegen und mit den auf dem fiktiven Transportpfad betroffenen Fernleitungs- und Verteilnetzbetreibern einzelne Verträge schließen (Punkt-zu-Punkt-Modell). Dabei wurden Ein- und Ausspeisungen in die Netze als physische Gasflüsse betrachtet, die im Rahmen einzelner Netznutzungskontrakte zu regeln waren. Dieses Modell war in 183

16 mehrfacher Hinsicht ineffizient. Während das Gas physisch nicht grundsätzlich den Weg des fiktiven Transportpfades nahm, weil sich Ein- und Ausspeisungen unterschiedlicher Kunden aufsummierten, fielen die Gebühren abhängig von der Transportdistanz bzw. von der Anzahl fiktiv genutzter Netze an. Diese Situation führte weiter zu der Problematik, dass sich im Wettbewerb zwischen den etablierten Energieversorgern und neuen Marktteilnehmern eine systematische Ungleichbehandlung einstellte, da die vertikal integrierten Netzbetreiber gegenläufige Gasflüsse saldieren und gleichzeitig einen Systemausgleich innerhalb des eigenen Netzes durchführen konnten. Seit dem 1. Oktober 2006 ersetzt das Zweivertragsmodell (Entry-/Exit-Modell) das alte Punkt-zu-Punkt-Modell. Gemäß 20 Abs. 1b EnWG erfordert der Zugriff auf die Gasversorgungnetze damit lediglich zwei Verträge und ist so unabhängig vom Transportpfad. Mit dem Netzbetreiber, in dessen Netz eine Einspeisung von Gas erfolgen soll, ist ein Vertrag über Einspeisekapazitäten erforderlich (Einspeisevertrag). Zusätzlich muss ein Vertrag mit dem Netzbetreiber, aus dessen Netz die Entnahme von Gas erfolgen soll, über Ausspeisekapazitäten abgeschlossen werden (Ausspeisevertrag). Die Netzbetreiber müssen solche Kapazitäten anbieten, die unabhängig voneinander nutzbar und handelbar sind. Durch das Zweivertragsmodell werden daher die mit dem Punkt-zu-Punkt-Modell verbundenen Diskriminierungsmöglichkeiten beseitigt. Zur Umsetzung des Zweivertragsmodells sind die Netzbetreiber verpflichtet, untereinander verbindlich zusammenzuarbeiten, um dem Transportkunden zu ermöglichen, dass dieser zur Abwicklung eines Transports auch über mehrere, durch Netzkopplungspunkte miteinander verbundene Netze nur einen Einspeise- und einen Ausspeisevertrag abschließen muss. Eine deutschlandweite Anwendung des Zweivertragsmodells vergleichbar mit den deutschlandweit distanzunabhängigen Entgelten im Stromsektor kam jedoch nicht zustande, da insbesondere technische Engpässe im Netz einer Zusammenarbeit entgegenstehen. Für diesen Fall lässt 20 Abs. 1b EnWG explizit Ausnahmen von der Kooperationspflicht zu, soweit die Zusammenarbeit technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Die Möglichkeit der Trennung einzelner Zonen, in denen das Zweivertragsmodell anwendbar ist, führte zur Gründung von Marktgebieten im deutschen Gassektor. Ein Marktgebiet setzt sich aus dem Netzgebiet einer oder mehrerer Fernleitungsnetzbetreiber zusammen ( 20 Abs. 1 GasNZV). Nach 6 Abs. 4 GasNZV a.f. (bis 2010) war weiterhin ausdrücklich geregelt, dass eine Unterteilung in mehrere Marktgebiete nur bei dauerhaft technisch begründbaren Engpässen zulässig war, d. h. ein Marktgebiet bildete der Definition nach eine Zone (Netzgebiet), in der keine Kapazitätsengpässe vorliegen. Während der Gastransport innerhalb einer solchen Zone im Vergleich zum Punkt-zu-Punkt-Modell somit stark vereinfacht worden ist und auch nicht durch Kapazitätsengpässe beschränkt wird, ist ein Transport von Gas über mehrere Marktgebiete hinweg nach wie vor mit den transportpfadbedingten Problemen behaftet. So führt die Zersplitterung der 184

17 Abb. 35: Entwicklung der Anzahl der Marktgebiete Marktgebiete dazu, dass für den Transport von Gas über mehrere Marktgebiete hinweg in jedem fiktiv durchquerten Marktgebiet von Transportkunden Ein- und Ausspeisekapazitäten benötigt werden. Bei marktgebietsübergreifenden Transporten summieren sich dabei die Entry- und Exitentgelte (Pancaking) und reduzieren so die Möglichkeit ungehinderter Gastransporte. Des Weiteren sind die Marktgebietsübergangskapazitäten ebenso wie die Grenzübergangskapazitäten zu Nachbarländern knapp und stellen daher Engpässe dar. Durch diese Restriktionen wird der Handel zwischen den Marktgebieten gestört, sodass sich in den jeweiligen Gebieten unterschiedliche Preise für Erdgas einstellen können. [27] Vor diesem Hintergrund war die Zahl der Marktgebiete in Deutschland seit 2006 kontinuierlich reduziert worden. Hatten 2006 noch 26 Marktgebiete für H-Gas und 15 Marktgebiete für L-Gas bestanden, war deren Zahl bis zum auf jeweils drei Marktgebiete für H- und für L-Gas reduziert worden. Gemäß 21 Abs. 1 GasNZV mussten die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) die Anzahl der Marktgebiete zum 1. April 2011 auf höchstens ein L-Gas-Marktgebiet und höchstens zwei H-Gas-Marktgebiete reduzieren. Dieser Vorgabe sind die FNB fristgerecht nachgekommen und haben zum 1. April 2011 die ehemaligen 185

18 Abb. 36: Marktgebietslandschaft im Gasbereich 186

19 Tabelle 51: Fernleitungsnetzbetreiber Gas in Deutschland bayernets GmbH, München Gasunie Deutschland Transport Services GmbH & Co. KG, Hannover Open Grid Europe GmbH, Essen GRTgaz Deutschland GmbH, Berlin OPAL Gastransport GmbH & Co. KG, Kassel Gasunie Ostseeanbindungsleitung GmbH (GOAL), Hannover Lubmin-Brandov Gastransport GmbH, Essen jordgastransport GmbH, Emden terranets bw GmbH, Stuttgart Nowega GmbH, Münster GASCADE Gastransport GmbH, Kassel ONTRAS Gastransport GmbH, Leipzig Fluxys Deutschland GmbH, Düsseldorf NEL Gastransport GmbH, Kassel Fluxys TENP GmbH, Düsseldorf Gastransport Nord GmbH (GTG NORD), Oldenburg Thyssengas GmbH, Dortmund Quelle: Enwurf Netzentwicklungsplan Gas 2014 Marktgebiete Thyssengas H-Gas und Thyssengas L-Gas sowie das Marktgebiet OGE L-Gas in das H-Gas-Marktgebiet NCG integriert. Somit existierten im April 2011 drei Marktgebiete in Deutschland, neben dem qualitätsübergreifenden Marktgebiet NCG noch die beiden qualitätsscharfen Marktgebiete L-Gas 1 und Gaspool. 187

20 Zum 1. Oktober 2011 fand eine weitere Marktgebietsfusion statt, wobei die Marktgebiete L-Gas 1 und Gaspool zusammengelegt wurden. Somit teilt sich der Erdgasmarkt in Deutschland in zwei qualitätsübergreifende Marktgebiete bzw. Bilanzierungszonen. Auf diese Weise ist es kommerziell möglich, L-Gas-Kunden mit H-Gas und vice versa zu beliefern. Um die damit verbundenen zusätzlichen netzbetreiberseitigen Kosten sachgerecht zu allokieren, wurde das Konvertierungssystem Konni Gas eingeführt. Die Reduzierung auf zwei Marktgebiete erfolgte bereits weit vor der in 21 Abs. 1 GasNZV gesetzten Frist zum 1. August [25] Zur weiteren Entwicklung des Netzes sieht das im Juni 2011 novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG 15 a) vor, dass die Betreiber von Erdgas-Fernleitungsnetzen gemeinsam jährlich einen zehnjährigen Netzentwicklungsplan (NEP) vorzulegen haben. Das war erstmals zum 1. April 2012 der Fall. Die Erarbeitung des Netzentwicklungsplans geschieht unter Einbeziehung aller wichtigen Marktteilnehmer in einem öffentlichen Konsultationsverfahren. Alle Marktteilnehmer werden durch die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen abzugeben, in den Entstehungsprozess des Netzentwicklungsplans Gas einbezogen. Am 1. April 2014 haben die Fernleitungsnetzbetreiber den Entwurf des NEP 2014 an die Bundesnetzagentur übermittelt Wertschöpfungsstufe Verteilnetz In Deutschland existieren insgesamt mehr als 700 Netzgesellschaften. Das gesamte Leitungsnetz in Deutschland hat eine Länge von km. Davon entfallen auf Niederdruck 33 %, auf Mitteldruck 41 % und auf Hochdruck 26 %. Tabelle 52: Gasrohrnetz nach Druckstufen Angaben zum Niederdruck (bis 100 mbar) Mitteldruck (über 100 mbar bis 1 bar) Hochdruck (über ein bar) Insgesamt Anzahl der Netzgesellschaften 730 Quelle: BDEW, Energiemarkt Deutschland, Berlin 2014 km 188

Der Gashandel an der European Energy Exchange. Dr.-Ing. Albert Moser, European Energy Exchange AG

Der Gashandel an der European Energy Exchange. Dr.-Ing. Albert Moser, European Energy Exchange AG Der Gashandel an der European Energy Exchange Dr.-Ing. Albert Moser, European Energy Exchange AG 1 Agenda European Energy Exchange Gasmarkt Deutschland Gashandel an der EEX Ausblick 2 European Energy Exchange

Mehr

Wettbewerb am Gasmarkt - Sparpotenzial für Kommunen.

Wettbewerb am Gasmarkt - Sparpotenzial für Kommunen. Wettbewerb am Gasmarkt - Sparpotenzial für Kommunen. Dipl.-Ing. Jan Weber Leiter Vertrieb 30.06.2008 MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG, Grünwald Übersicht MONTANA Kennzahlen MONTANA Gruppe - MONTANA Energie-Handel

Mehr

7. Die Gaswirtschaft. Unterschiede Gas- Strom Gas ist kein homogenes Gut Gas ist speicherbar. Energierecht und Energiewirtschaft 7-1

7. Die Gaswirtschaft. Unterschiede Gas- Strom Gas ist kein homogenes Gut Gas ist speicherbar. Energierecht und Energiewirtschaft 7-1 7. Die Gaswirtschaft 2 Qualitäten von Erdgas H-Gas (high), hoher Energieinhalt kommt meistens aus den GUS-Staaten und aus der Nordsee der Erdgasfelder von Norwegen, Niederlande und Dänemark L-Gas (low),

Mehr

Perspektiven des Erdgashandels Andree Stracke, RWE Trading

Perspektiven des Erdgashandels Andree Stracke, RWE Trading Perspektiven des Erdgashandels Andree Stracke, RWE Trading Goldene Zeiten des deutschen Gashandels? Relevante Märkte für Deutschland Marktteilnehmer und Produkte Status Quo und Entwicklung in Deutschland

Mehr

Wettbewerb im Speichermarkt

Wettbewerb im Speichermarkt Gasmarkt in Deutschland Status Quo und nächste Schritte Wettbewerb im Speichermarkt BEB Erdgas und Erdöl GmbH, Hannover 13. November 2008 bne-fachtagung, Berlin Unternehmensstruktur BEB 50% 50% BEB Erdgas

Mehr

Energiewirtschaft im Wandel Liberalisierung ab 1998

Energiewirtschaft im Wandel Liberalisierung ab 1998 Strommarkt Energiewirtschaft im Wandel Liberalisierung ab 1998 Integrierte Struktur vor Liberalisierung Wettbewerb reguliert Erzeugung Erzeugung Übertragung Übertragung Verteilung Verteilung Vertrieb Vertrieb

Mehr

Auf dem Weg zu einem Europäischen Strommarkt ELIX Der Europäische Stromindex

Auf dem Weg zu einem Europäischen Strommarkt ELIX Der Europäische Stromindex Auf dem Weg zu einem Europäischen Strommarkt ELIX Der Europäische Stromindex PRESSEKONFERENZ IN LONDON 7. OKTOBER 2010 Jean-François Conil-Lacoste Chief Executive Officer EPEX Spot SE Dr. Hans-Bernd Menzel

Mehr

Fallbeispiele für den konformen gasqualitätsspezifischen Börsenhandel im Sinne des 27 des Bilanzkreisvertrages. Stand: Januar 2015

Fallbeispiele für den konformen gasqualitätsspezifischen Börsenhandel im Sinne des 27 des Bilanzkreisvertrages. Stand: Januar 2015 Fallbeispiele für den konformen gasqualitätsspezifischen Börsenhandel im Sinne des 27 des Bilanzkreisvertrages Stand: Agenda 1. Zielsetzung dieser Umsetzungshilfe 2. an den Handel von gasqualitätsspezifischen

Mehr

Überblick zum regulatorischen Umfeld. Dr. Sebastian Kemper Berlin, Juni 2015

Überblick zum regulatorischen Umfeld. Dr. Sebastian Kemper Berlin, Juni 2015 Überblick zum regulatorischen Umfeld Dr. Sebastian Kemper Berlin, Juni 2015 Agenda 1. Der Weg zu GaBi Gas 2.0 2. Marktraumumstellung/Konvertierung 3. REMIT Die neue Vorschrift in Kürze 4. Versorgungssicherheit

Mehr

Strompreise Zahlen, Daten, Fakten

Strompreise Zahlen, Daten, Fakten Strompreise Zahlen, Daten, Fakten Inhalt 1. Wie funktioniert der Strommarkt?... 2 2. Wie setzt sich der Strompreis zusammen?... 3 3. Wie hat sich der Strompreis entwickelt?... 8 Seite 1 von 9 1. Wie funktioniert

Mehr

CO2-neutrale Gasversorgung bis zum Jahr 2050: ONTRAS engagiert sich in der Green Gas Initiative

CO2-neutrale Gasversorgung bis zum Jahr 2050: ONTRAS engagiert sich in der Green Gas Initiative CO2-neutrale Gasversorgung bis zum Jahr 2050: ONTRAS engagiert sich in der Green Gas Initiative Dublin, 23 April 2015 Heute auf der 13. GIE (Gas Infrastructure Europe) Jahreskonferenz begrüßten die Gasinfrastrukturunternehmen

Mehr

Rahmenbedingungen des Gasmarktes für Händler & Versorger. Bernhard Painz Berlin, 13.11.2014

Rahmenbedingungen des Gasmarktes für Händler & Versorger. Bernhard Painz Berlin, 13.11.2014 1 Rahmenbedingungen des Gasmarktes für Händler & Versorger Bernhard Painz Berlin, 13.11.2014 Österreichs Gasmarkt im Überblick rund 1,35 Mio. Gaskunden 3 Marktgebiete Gas Connect Austria GmbH (GCA) Trans

Mehr

Roadmap EEX: Weitere Integration des Regelenergiemarktes. Händlerarbeitskreis Gas der EEX Regelenergiemarkt Gas II Sirko Beidatsch, EEX AG

Roadmap EEX: Weitere Integration des Regelenergiemarktes. Händlerarbeitskreis Gas der EEX Regelenergiemarkt Gas II Sirko Beidatsch, EEX AG Roadmap EEX: Weitere Integration des Regelenergiemarktes Händlerarbeitskreis Gas der EEX Regelenergiemarkt Gas II Sirko Beidatsch, EEX AG 1 Agenda Einführung des standardisierten Within-Day an der EEX

Mehr

Erfahrungsbericht Gasbeschaffung. 1. Einleitung

Erfahrungsbericht Gasbeschaffung. 1. Einleitung Erfahrungsbericht Gasbeschaffung 1. Einleitung Mit der Liberalisierung des Gasmarktes eröffnen sich in Deutschland völlig neue Möglichkeiten für die Gasbeschaffung. Die traditionelle und heute noch vorherrschende

Mehr

Funktionsweise des Stromhandels

Funktionsweise des Stromhandels Zehnter Energieworkshop von Handelskammer Hamburg und VDI, Landesverband Hamburg European Federation of Energy Traders Funktionsweise des Stromhandels Marko Cubelic Referent für Energiewirtschaft m.cubelic@efet.org

Mehr

L-H-Gas-Marktraumumstellung Welche Maßnahmen sind für EVUs zu ergreifen und welche Umsetzungsplanung besteht?

L-H-Gas-Marktraumumstellung Welche Maßnahmen sind für EVUs zu ergreifen und welche Umsetzungsplanung besteht? Q: Netzentwicklungsplan 2013 L-H-Gas-Marktraumumstellung Welche Maßnahmen sind für EVUs zu ergreifen und welche Umsetzungsplanung besteht? E-world Operative Herausforderungen für Gasnetzbetreiber und Gasversorger

Mehr

Rahmenbedingungen des liberalisierten Gasmarkts in Österreich

Rahmenbedingungen des liberalisierten Gasmarkts in Österreich Rahmenbedingungen des liberalisierten Gasmarkts in Österreich Wien, am 18. April 2013 Dr. Florian Haas Übersicht zur Erarbeitung der rechtlichen Regelungen Überblick, Chronologie, wesentliche Kriterien

Mehr

e-journal of Practical Business Research

e-journal of Practical Business Research e-journal of Practical Business Research Die Gasbeschaffung im Wandel Hendrik Rowe Erschienen im e-journal of Practical Business Research unter: http://www.e-journal-of-pbr.de Der Artikel beschreibt Einflußgrößen

Mehr

Allgemeine Preise und Bedingungen für die Grund- bzw. Ersatzversorgung mit Erdgas

Allgemeine Preise und Bedingungen für die Grund- bzw. Ersatzversorgung mit Erdgas Allgemeine Preise und Bedingungen für die Grund- bzw. Ersatzversorgung mit Erdgas Gültig ab 01.01.2015 des Lieferanten Stadtwerke Sindelfingen GmbH, nachfolgend SWS genannt Allgemeines Die SWS bietet die

Mehr

Erdgas vom Spezialisten. Flexibel Zuverlässig Serviceorientiert

Erdgas vom Spezialisten. Flexibel Zuverlässig Serviceorientiert Erdgas vom Spezialisten Flexibel Zuverlässig Serviceorientiert 2 Erdgas vom Spezialisten Profil der VNG AG Geschäftsfelder Gasbeschaffung 395 Mitarbeiter Gashandel Inland 10 Verkaufsbüros in Deutschland

Mehr

Börse oder OTC-Markt? Erdgasbeschaffung auf der Großhandelsebene

Börse oder OTC-Markt? Erdgasbeschaffung auf der Großhandelsebene Börse oder OTC-Markt? Erdgasbeschaffung auf der Großhandelsebene RWE Supply & Trading, 3.Dow Jones Konferenz Erdgas, 27.05.2008 PAGE 1 Gashandel in Deutschland eingebunden in den europäischen Kontext Hubs

Mehr

Forum VERA 15. September 2006 Erdgas: Energieträger der Zukunft

Forum VERA 15. September 2006 Erdgas: Energieträger der Zukunft Forum VERA 15. September 2006 Erdgas: Energieträger der Zukunft Marcel Kreber Verband der Schweizerischen Gasindustrie Grundlagen Überblick Begriff Erdgas: gasförmige, brennbare Kohlenwasserstoffverbindungen

Mehr

VNG Portfoliomanager. Intelligente Softwarelösung für Ihr Portfoliomanagement

VNG Portfoliomanager. Intelligente Softwarelösung für Ihr Portfoliomanagement VNG Portfoliomanager Intelligente Softwarelösung für Ihr Portfoliomanagement 02 VNG Portfoliomanager Bewertung Strukturierung Planung Visualisierung Überwachung VNG Portfoliomanager 03 Effizientes Management

Mehr

Stellungnahme der European Energy Exchange AG (EEX) zur

Stellungnahme der European Energy Exchange AG (EEX) zur Stellungnahme der European Energy Exchange AG (EEX) zur öffentlichen Konsultation der Bundesnetzagentur in Vorbereitung des Berichts zur Evaluierung des Ausgleichs- und Regelenergiesystems Gas gemäß 30

Mehr

Die Rolle von Erdgas im Energiemix Deutschlands

Die Rolle von Erdgas im Energiemix Deutschlands Die Rolle von Erdgas im Energiemix Deutschlands Dr. Thomas Dirksmeyer, E.ON Global Commodities SE Konferenz Grenznahe Energiewirtschaft in Polen und Deutschland - Erfahrungen und Perspektiven Sulechów,

Mehr

Offener Brief über die Verbändevereinbarung Gas (Gas-VV)

Offener Brief über die Verbändevereinbarung Gas (Gas-VV) Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Minister Dr. Werner Müller Scharnhorststrasse 36 10115 Berlin Deutschland Offener Brief über die Verbändevereinbarung Gas (Gas-VV) 8. August 2000 Sehr geehrter

Mehr

EEX die europäische Energiebörse I Timo Schulz, Political Communications Handelskammer Hamburg, 25. November 2013

EEX die europäische Energiebörse I Timo Schulz, Political Communications Handelskammer Hamburg, 25. November 2013 EEX die europäische Energiebörse I Timo Schulz, Political Communications Handelskammer Hamburg, 25. November 2013 Agenda 1. Kurzporträt EEX und Organisation der Börse 2. Die Funktionsweise der Börse am

Mehr

Von KARLA zu BEATE: Sachgerechte Entgeltfindung zur verbesserten Kapazitätsnutzung

Von KARLA zu BEATE: Sachgerechte Entgeltfindung zur verbesserten Kapazitätsnutzung Von KARLA zu BEATE: Sachgerechte Entgeltfindung zur verbesserten Kapazitätsnutzung Workshop zum Energierecht Versorgungssicherheit und erneuerbare Energien Berlin, 8. Mai 2015 1 Kurzprofil BBH Becker Büttner

Mehr

Wesentliche Änderungen in den Erhebungsbögen zum Monitoring 2015 im Vergleich zum Monitoring 2014 und Ergebnisse der Konsultation zum Monitoring 2015

Wesentliche Änderungen in den Erhebungsbögen zum Monitoring 2015 im Vergleich zum Monitoring 2014 und Ergebnisse der Konsultation zum Monitoring 2015 Wesentliche Änderungen in den Erhebungsbögen zum Monitoring 2015 im Vergleich zum Monitoring 2014 und Ergebnisse der Konsultation zum Monitoring 2015 Die Beschränkung auf die wesentlichen Änderungen dient

Mehr

Strom- und Gasnetze: Zwei ungleiche Partner auf gemeinsamem Weg?

Strom- und Gasnetze: Zwei ungleiche Partner auf gemeinsamem Weg? www.bundesnetzagentur.de Strom- und Gasnetze: Zwei ungleiche Partner auf gemeinsamem Weg? dena Konferenz der Strategieplattform Power to Gas Peter Franke Vizepräsident der Bundesnetzagentur Berlin, 13.06.2012

Mehr

Grenzüberschreitender Intra-Day- und Regelenergiehandel

Grenzüberschreitender Intra-Day- und Regelenergiehandel Grenzüberschreitender Intra-Day- und Regelenergiehandel VDEW Workshop Regionale Märkte 28. September 2006, Berlin Dr. Thomas Niedrig, RWE Trading GmbH 1 Der europäische Binnenmarkt für Energie Vision oder

Mehr

Erdgas Wissenswertes und Wichtiges

Erdgas Wissenswertes und Wichtiges Ü b e r s i c h t Erdgas Wissenswertes und Wichtiges» Wärmequelle Nummer eins in deutschen Haushalten» Angemessener Preis» Wir suchen Lösungen F a v o r i t Erdgas Wärmequelle Nummer eins in deutschen

Mehr

Fragenkatalog REMIT. Meldepflichten und Registrierung für Händler und Industrie

Fragenkatalog REMIT. Meldepflichten und Registrierung für Händler und Industrie Fragenkatalog REMIT Meldepflichten und Registrierung für Händler und Industrie Stand: Januar 2015 1 Inhalt A Allgemeine Fragestellungen B Fragestellungen zur Registrierung C Fragestellungen zu Transaktionsmeldungen

Mehr

Gasversorgung in Deutschland

Gasversorgung in Deutschland Universität Trier Fachbereich IV Volkswirtschaftslehre Seminar WS 06/07: Materielle und soziale Infrastruktur Veranstalter: Prof. Dr. Spehl, Dipl.-Geogr. M.Gensheimer Fachsemester : 9. Semester Angewandte

Mehr

Strukturierte Gasbeschaffung. Nymphenburger Str. 20b 80335 München Tel.: +49 (0)89 24 20 64 80 Fax.: +49 (0)89 24 20 64 890 www.energylink.

Strukturierte Gasbeschaffung. Nymphenburger Str. 20b 80335 München Tel.: +49 (0)89 24 20 64 80 Fax.: +49 (0)89 24 20 64 890 www.energylink. Nymphenburger Str. 20b 80335 München Tel.: +49 (0)89 24 20 64 80 Fax.: +49 (0)89 24 20 64 890 www.energylink.de 2013 1 Inhalt Hintergrund Gasmarkt BRD Marktgebiete Klassische Vollversorgungsverträge Strukturierte

Mehr

Belieferung von Kunden ohne Leitungsmessung Pflichten der Betreiber von Versorgungsnetzen

Belieferung von Kunden ohne Leitungsmessung Pflichten der Betreiber von Versorgungsnetzen Belieferung von Kunden ohne Leitungsmessung Pflichten der Betreiber von Versorgungsnetzen Euroforum-Konferenz Netzzugangsverordnung Strom Köln, 25. Oktober 2004 Inhalt Kurzvorstellung Belieferung von Kunden

Mehr

Kontraktspezifikationen für CEGH Gas Terminkontrakte bezogen auf den Lieferpunkt Virtueller Handelspunkt - CEGH

Kontraktspezifikationen für CEGH Gas Terminkontrakte bezogen auf den Lieferpunkt Virtueller Handelspunkt - CEGH Kontraktspezifikationen für CEGH Gas Terminkontrakte bezogen auf den Lieferpunkt Virtueller Handelspunkt - CEGH 2.13.1 Kontraktspezifikationen Lieferpunkt Virtueller Handelspunkt - CEGH 11.02.2015 Seite

Mehr

I. Inhalte der Untersuchung

I. Inhalte der Untersuchung Ergebnisbericht der Landeskartellbehörde Niedersachsen zu der Wirtschaftszweiguntersuchung nach 32e Abs. 3 GWB 1 der lokalen niedersächsischen Strommärkte für SLP-Kunden 2 im Jahr 2010 I. Inhalte der Untersuchung...1

Mehr

Hintergrundinformationen zum Strommarkt

Hintergrundinformationen zum Strommarkt 3. Dezember 2007 Hintergrundinformationen zum Strommarkt 1. Wie viele Stromunternehmen gibt es? Derzeit gibt es in Deutschland vier große Verbundunternehmen (E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall). Diese haben sich

Mehr

der Tarifierung, der Interoperabilität zwischen Systemen und einer unterschiedlichen Marktöffnung in den verschiedenen Mitgliedstaaten zusammen.

der Tarifierung, der Interoperabilität zwischen Systemen und einer unterschiedlichen Marktöffnung in den verschiedenen Mitgliedstaaten zusammen. Richtlinie 2003/55/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 98/30/EG DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT

Mehr

Strommarkt und Stromnetz

Strommarkt und Stromnetz Strommarkt und Stromnetz Vortrag: Michael Dieringer Für: AK Wirtschaft Grüne Köln Datum: 07.09.2010 27.09.2010 1 Agenda 1. Strommarkt a) Strommarkt in Deutschland Zahlen und Fakten b) Marktstruktur und

Mehr

Versorgungssicherheit bei Erdgas und Erdöl in Deutschland

Versorgungssicherheit bei Erdgas und Erdöl in Deutschland Versorgungssicherheit bei Erdgas und Erdöl in Deutschland Bestandsaufnahme angesichts des Konfliktes in der Ukraine und der beschlossenen EU-Sanktionen Ansprechpartner: Till Bullmann, Dr. Sebastian Bolay

Mehr

Gründe für den Handel auf Trayport ETS Software

Gründe für den Handel auf Trayport ETS Software Gashandel bei EEX und PWX auf Trayport s Exchange Trading System (ETS) Software Zusammenfassung zu Vorteilen, Zeitplanung und Aufgaben auf Kundenseite European Energy Exchange AG Gründe für den Handel

Mehr

ONTRAS Netzforum Versorgungssicherheit aus Sicht eines Händlers

ONTRAS Netzforum Versorgungssicherheit aus Sicht eines Händlers ONTRAS Netzforum Versorgungssicherheit aus Sicht eines Händlers Vattenfall BA Markets / Business Unit Asset Optimisation Michael Breezmann Leipzig 29.09.2015 AGENDA 1 Vattenfall Gas Business 2 Ausblick

Mehr

Kapazitätsmechanismen aus Sicht des Energiehandels

Kapazitätsmechanismen aus Sicht des Energiehandels 3. Symposium Energiehandel 2022 European Federation of Energy Traders Kapazitätsmechanismen aus Sicht des Energiehandels Geschäftsführerin, EFET Deutschland b.lempp@efet.org 1 Agenda Vorstellung EFET Handel

Mehr

Wandel im Kapazitätsmanagement -

Wandel im Kapazitätsmanagement - Eduard Schmitke Kapazitätsmanagement Koordinator Vertragsdispatching Wandel im Kapazitätsmanagement - Konsequenzen und Umsetzung Kapazitätsmanagement im Wandel der Zeit 07.07.2005 01.10.2006 01.10.2007

Mehr

Eckpunkte zur EnWG-Novelle 2011 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Eckpunkte zur EnWG-Novelle 2011 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 27.10.2010 Eckpunkte zur EnWG-Novelle 2011 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2 Einleitung Im Jahr 2009 wurde der EU-Rechtsrahmen mit der Änderung von zwei Richtlinien und zwei Verordnungen

Mehr

Copyright 2014 All rights reserved. Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber

Copyright 2014 All rights reserved. Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber Überblick - Emissionshandels an der EEX EUA Spot- und Terminhandel seit Einführung des EU ETS (2005) Führende Auktionsplattform

Mehr

Möglichkeiten für Erneuerbare Energien an der EEX 4. Konferenz Erneuerbare Energien, 30.10.2008, Leipzig

Möglichkeiten für Erneuerbare Energien an der EEX 4. Konferenz Erneuerbare Energien, 30.10.2008, Leipzig Möglichkeiten für Erneuerbare Energien an der EEX 4. Konferenz Erneuerbare Energien, 30.10.2008, Leipzig 1 Agenda Vorstellung European Energy Exchange Die Spotmarkt-Auktion für Strom Von der EEG-Vergütung

Mehr

BEGRIFFE DER ENERGIEWIRTSCHAFT.

BEGRIFFE DER ENERGIEWIRTSCHAFT. Baseload Baseload ist die Grundlast, d. h. die Lieferung elektrischer Energie mit konstanter Leistung in der Zeit von 0.00 bis 24.00 Uhr eines Kalendertages. Blindstrom Blindarbeit, Blindleistung Die Blindarbeit

Mehr

Geplante Markttransparenzstelle: Markttransparenz und Marktüberwachung wo liegen die Grenzen des Erträglichen?

Geplante Markttransparenzstelle: Markttransparenz und Marktüberwachung wo liegen die Grenzen des Erträglichen? Geplante Markttransparenzstelle: Markttransparenz und Marktüberwachung wo liegen die Grenzen des Erträglichen? Stefan Judisch, CEO RWE Supply & Trading GmbH Parlamentarischer Abend EFET Deutschland Berlin,

Mehr

Moderne Ansätze der Netzplanung bei Westnetz. Smart Energy 2014 Dortmund, 27. November 2014. Dr. Lars Jendernalik

Moderne Ansätze der Netzplanung bei Westnetz. Smart Energy 2014 Dortmund, 27. November 2014. Dr. Lars Jendernalik Moderne Ansätze der Netzplanung bei Westnetz Smart Energy 2014 Dortmund, 27. November 2014 Dr. Lars Jendernalik Smart Energy 2014 27.11.2014 SEITE 1 Agenda Westnetz und die Energiewende im Verteilnetz

Mehr

EEX Produktbroschüre Kohle. Datum / Date 02.08.2010. Dokumentversion / Document Release

EEX Produktbroschüre Kohle. Datum / Date 02.08.2010. Dokumentversion / Document Release EEX Produktbroschüre Kohle Datum / Date 02.08.2010 Ort / Place Dokumentversion / Document Release Leipzig 0001B 1. Inhalt 1. Inhalt... 2 2. Vorbemerkung... 3 3. Kohlefutures am EEX-Terminmarkt... 4 3.1.

Mehr

Ausbau der Netzinfrastruktur im Spannungsfeld Zentralisierung / Dezentralisierung Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, EWE NETZ GmbH

Ausbau der Netzinfrastruktur im Spannungsfeld Zentralisierung / Dezentralisierung Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, EWE NETZ GmbH Ausbau der Netzinfrastruktur im Spannungsfeld Zentralisierung / Dezentralisierung Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, EWE NETZ GmbH Vortrag auf der Regionalkonferenz Energiewende 2020 Oldenburg,

Mehr

An die VKU-Mitgliedsunternehmen mit Strom- und Gasnetzbetrieb Vorstand / Geschäftsführung / Betriebsleitung Bereiche Netz / Recht 19.04.

An die VKU-Mitgliedsunternehmen mit Strom- und Gasnetzbetrieb Vorstand / Geschäftsführung / Betriebsleitung Bereiche Netz / Recht 19.04. VKU Invalidenstraße 91 10115 Berlin An die VKU-Mitgliedsunternehmen mit Strom- und Gasnetzbetrieb Vorstand / Geschäftsführung / Betriebsleitung Bereiche Netz / Recht Verband kommunaler Unternehmen e.v.

Mehr

Einführung in den Energiehandel Universität Münster/Vorlesungsreihe WS 2008/2009

Einführung in den Energiehandel Universität Münster/Vorlesungsreihe WS 2008/2009 Einführung in den Energiehandel Universität Münster/Vorlesungsreihe WS 2008/2009 15.10.2008 Energiehandel global Dr. Jörg Spicker, Vorstandsvorsitzender, Energiemarktregulierung EFET Deutschland 22.10.2008

Mehr

CHECK24 Gaspreisindex

CHECK24 Gaspreisindex CHECK24 Gaspreisindex Jahresvergleich Juni 2010/2011 Gaspreiserhöhungen Juli/August 2011 21. Juni 2011 1 Übersicht 1. Methodik 2. Zusammenfassung der Ergebnisse 3. Entwicklung des Gaspreises seit Juni

Mehr

EEX und Powernext planen Kooperation für einen gesamteuropäischen

EEX und Powernext planen Kooperation für einen gesamteuropäischen PRESSEMITTEILUNG EEX und Powernext planen Kooperation für einen gesamteuropäischen Erdgashandel Leipzig, Paris, 6. November 2012 Die European Energy Exchange AG (EEX) und die Powernext SA haben ein Memorandum

Mehr

Fachforum Regelenergie 2014

Fachforum Regelenergie 2014 Fachforum Regelenergie 2014 Erfahrungsbericht: Das neue Zielmodell aus Sicht der EEX Berlin, 25. Februar 2014 Agenda Die Idee PEGAS Gashandel an der EEX Regelenergiehandel & Umsetzung Zielmodell an der

Mehr

Trade Registration Regelungen. Datum / Date 01.04.2015. Dokumentversion / Document Release

Trade Registration Regelungen. Datum / Date 01.04.2015. Dokumentversion / Document Release Trade Registration Regelungen Datum / Date 01.04.2015 Ort / Place Dokumentversion / Document Release Leipzig 010a Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... 2 1 Regelungsgegenstand... 3 2 Teilnahmevoraussetzungen...

Mehr

enercity Gas Allgemeine Preise

enercity Gas Allgemeine Preise enercity Gas Allgemeine Preise Preise gültig ab 01.10.2012 Die Stadtwerke Hannover AG im Folgenden enercity genannt bietet die Versorgung in Niederdruck zu folgenden Allgemeinen Preisen an: Die Versorgung

Mehr

Marktraumumstellung von L- auf H-Gas

Marktraumumstellung von L- auf H-Gas Marktraumumstellung von L- auf H-Gas Quelle: ArtmannWitte Fotolia.com Rund 0 Prozent des deutschen Erdgasmarktes werden mit L-Gas versorgt, das aus der deutschen Eigenproduktion und niederländischen Erdgasexporten

Mehr

Thyssengas GmbH Kampstraße 49 44137 Dortmund T +49 231 91 291-0 www.thyssengas.com. Erdgaslogistik unser Part in der neuen Energiewelt.

Thyssengas GmbH Kampstraße 49 44137 Dortmund T +49 231 91 291-0 www.thyssengas.com. Erdgaslogistik unser Part in der neuen Energiewelt. Thyssengas GmbH Kampstraße 49 44137 Dortmund T +49 231 91 291-0 www.thyssengas.com Erdgaslogistik unser Part in der neuen Energiewelt. 4 Dienstleistungsqualität 3 Thyssengas Erdgaslogistik sehr weit und

Mehr

Marktöffnungsmodelle im Elektrizitätsbereich

Marktöffnungsmodelle im Elektrizitätsbereich Marktöffnungsmodelle im Elektrizitätsbereich 1 Einleitung 2 Deregulierung und Regulierung 3 Marktöffnungsmodelle 4 Welches Modell für die Schweiz? 5 Schlussfolgerungen Literatur: Hunt, S. und Shuttleworth,

Mehr

Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003. Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG

Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003. Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003 Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG Es gilt das gesprochene Wort E.ON AG Pressekonferenz Ruhrgas-Einigung 31.01.2003

Mehr

Preisblatt der Thüga Energienetze GmbH für den Netzzugang Gas

Preisblatt der Thüga Energienetze GmbH für den Netzzugang Gas Preisblatt der Thüga Energienetze GmbH für den Netzzugang Gas inkl. vorgelagerter Netze Stand: 20.12.2013, gültig ab 01.01.2014 Vorbehalt der Vorläufigkeit Als Grundlage der auf diesem Preisblatt angewiesenen

Mehr

Erdgas im Energiemarkt der Zukunft

Erdgas im Energiemarkt der Zukunft Erdgas im Energiemarkt der Zukunft Wirtschaftsgespräch in Leipzig-Leutzsch, 4. Juni 2009 Dr. Gerhard Holtmeier Vorstand Gasverkauf/Technik VNG-Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft, Leipzig Gliederung 1 Ein

Mehr

Allgemeine Tarife für die Grundversorgung mit Erdgas

Allgemeine Tarife für die Grundversorgung mit Erdgas Allgemeine Tarife für die Grundversorgung mit Erdgas Gültig ab 01.08.2009 des Lieferanten Stadtwerke Sindelfingen GmbH, nachfolgend SWS genannt Allgemeines Die SWS bietet die Versorgung mit Erdgas zu den

Mehr

Zukünftige Speicher- und Flexibilitätsoptionen durch Power-to-X. Antje Wörner. EnergieSpeicherSymposium Stuttgart 12. März 2014

Zukünftige Speicher- und Flexibilitätsoptionen durch Power-to-X. Antje Wörner. EnergieSpeicherSymposium Stuttgart 12. März 2014 Zukünftige Speicher- und Flexibilitätsoptionen durch Power-to-X Antje Wörner EnergieSpeicherSymposium Stuttgart 12. März 2014 www.dlr.de/tt Folie 2 > EnergieSpeicherSymposium 2014 > A. Wörner > 12.03.2014

Mehr

Ihr-EnergieKostenEinsparer.de informiert:

Ihr-EnergieKostenEinsparer.de informiert: Allgemeine Informationen (Gas Privatkunden) Jetziger Versorger: Wer beliefert mich mit Gas, wenn ich noch nie gewechselt habe? In diesem Fall werden Sie vom so genannten Grundversorger beliefert. Das übernimmt

Mehr

Kundeninformation. Bad Oldesloe Ratzeburg Mölln. Verschenken Sie Gesundheit! Energiewirtschaftsgesetz. Grundversorgung.

Kundeninformation. Bad Oldesloe Ratzeburg Mölln. Verschenken Sie Gesundheit! Energiewirtschaftsgesetz. Grundversorgung. Verschenken Sie Gesundheit! Geschenkgutscheine Aqua-Fitness, Wassergymnastik, Babyschwimmen... Informieren Sie sich über das Angebot in Ihrem Hallenbad*. 5. *Adressen auf Seite Bad Oldesloe Ratzeburg Mölln

Mehr

E-Control. Ihr Ansprechpartner für Strom und Gas

E-Control. Ihr Ansprechpartner für Strom und Gas E-Control Ihr Ansprechpartner für Strom und Gas Juni 2010 Inhalte und Texte: Die 6 Rechte der Energiekunden 3 Bezahlen Sie zu viel für Energie? Sparen Sie bares Geld! 5 E-Control Ihr unabhängiger Partner

Mehr

Energy Talks Ossiach 2009. Gibt es einen europäischen Energiemarkt? Oder wohin haben sich die ehemals monopolistischen Energieversorger entwickelt?

Energy Talks Ossiach 2009. Gibt es einen europäischen Energiemarkt? Oder wohin haben sich die ehemals monopolistischen Energieversorger entwickelt? Energy Talks Ossiach 2009 Gibt es einen europäischen Energiemarkt? Oder wohin haben sich die ehemals monopolistischen Energieversorger entwickelt? Energy Talks Ossiach Die Rolle der Energiebörsen als Liberalisierungsmotor

Mehr

Market Maker an der Börse Eine erste Bilanz

Market Maker an der Börse Eine erste Bilanz Market Maker an der Börse Eine erste Bilanz Andree Stracke, RWE Trading Köln, 11. Dezember 2007 Market Maker an der Börse Market Maker warum und wozu? Entscheidungskriterien und vorbereitende Maßnahmen

Mehr

Informationen zu den Strompreisen

Informationen zu den Strompreisen Die Kosten für seinen monatlichen Stromverbrauch kennt wohl jeder. Aber nicht jeder weiß, wie sich der Strompreis überhaupt zusammensetzt. Für alle, die es genau wissen wollen, haben wir auf den folgenden

Mehr

Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzzugangsverordnung - GasNZV)

Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzzugangsverordnung - GasNZV) Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzzugangsverordnung - GasNZV) GasNZV Ausfertigungsdatum: 03.09.2010 Vollzitat: "Gasnetzzugangsverordnung vom 3. September 2010 (BGBl. I S. 1261),

Mehr

Stromhandel in Europa. Dr. Wolfram Vogel, EPEX SPOT SE DENA Dialogforum Berlin, 10. November 2011

Stromhandel in Europa. Dr. Wolfram Vogel, EPEX SPOT SE DENA Dialogforum Berlin, 10. November 2011 Stromhandel in Europa Dr. Wolfram Vogel, EPEX SPOT SE DENA Dialogforum Berlin, 10. November 2011 Agenda 1. Vorstellung der EPEX SPOT Volumenentwicklung im kurzfristigen Handel mit Strom 2. Market Coupling

Mehr

Preisblatt der terranets bw GmbH

Preisblatt der terranets bw GmbH Preisblatt der terranets bw - nachstehend terranets bw - Gültig ab: 1. Januar 2013 Stuttgart, 21. Dezember 2012 Einleitung Das vorliegende Preisblatt ist Bestandteil der Geschäftsbedingungen für den Ein-

Mehr

Die Liberalisierung des Energiemarktes ein Überblick von den Anfängen bis zur heutigen Umsetzung in der EVH GmbH

Die Liberalisierung des Energiemarktes ein Überblick von den Anfängen bis zur heutigen Umsetzung in der EVH GmbH Die Liberalisierung des Energiemarktes - ein Überblick von den Anfängen bis zur heutigen Umsetzung in der EVH GmbH 1 Gliederung 1. Grundlagen des liberalisierten Energiemarktes 2. Inhalt der gültigen Verbändevereinbarung

Mehr

Energiedaten: Ausgewählte Grafiken

Energiedaten: Ausgewählte Grafiken Energiedaten: Ausgewählte Grafiken Inhalt A. Energie- und Strompreise 1. Strompreise in Deutschland für Haushalte und Industrie 2. Strompreise im europäischen Vergleich Haushalte 3. Zusammensetzung der

Mehr

Stromhandel und Strompreisbildung

Stromhandel und Strompreisbildung Stromhandel und Strompreisbildung Liberalisierter Strommarkt: Bedeutung der Märkte für den RWE Konzern Der RWE Konzern vertraut in hohem Maße auf die Liquidität und Zuverlässigkeit der Großhandelsmärkte

Mehr

Gleichbehandlungsprogramm Der Stadtwerke Kapfenberg GmbH. Gemäß 7 Abs. 3 lit. c des GWG BGBI I Nr. 121/2000 in der Fassung BGBI. I Nr.

Gleichbehandlungsprogramm Der Stadtwerke Kapfenberg GmbH. Gemäß 7 Abs. 3 lit. c des GWG BGBI I Nr. 121/2000 in der Fassung BGBI. I Nr. Gleichbehandlungsprogramm Der Stadtwerke Kapfenberg GmbH Gemäß 7 Abs. 3 lit. c des GWG BGBI I Nr. 121/2000 in der Fassung BGBI. I Nr. 106/2006 Inhaltsverzeichnis 1. ZIEL... 3 2. GESCHLECHTSNEUTRALE BEZEICHNUNGEN...

Mehr

21. Mitteldeutsche Immobilientage Leipzig, 11./ 12. November 2014. Wir geben Gas und jetzt auch Strom

21. Mitteldeutsche Immobilientage Leipzig, 11./ 12. November 2014. Wir geben Gas und jetzt auch Strom 21. Mitteldeutsche Immobilientage Leipzig, 11./ 12. November 2014 Wir geben Gas und jetzt auch Strom goldgas Gruppe In Deutschland und Österreich Liefermenge ca. 6,8 TWh/Jahr Privathaushalte Gewerbekunden

Mehr

Vergleich von Ökostrom-Labels/Zertifikaten

Vergleich von Ökostrom-Labels/Zertifikaten Einleitung Ökostrom kein gesetzlich geschützter Begriff Schwierigkeit vom Verkauf und Handel von umweltfreundlich erzeugtem Strom keinen Unterscheidung vom grünen und konventionellen Strom, wenn er in

Mehr

Unsere Energieversorgung. Fakten von heute, Perspektiven für morgen

Unsere Energieversorgung. Fakten von heute, Perspektiven für morgen Bayreuther Forum Kirche und Universität Unsere Energieversorgung Fakten von heute, Perspektiven für morgen Prof. Dr.-Ing. D. Brüggemann Dr.-Ing. A. Obermeier 15. November 2003 Energiebedarf Beispiele aus

Mehr

Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG)

Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) EnWG Ausfertigungsdatum: 07.07.2005 Vollzitat: "Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005 (BGBl. I S. 1970, 3621), das

Mehr

Rechtlicher Rahmen der Entwicklung des Berliner Fernwärmenetzes

Rechtlicher Rahmen der Entwicklung des Berliner Fernwärmenetzes Rechtlicher Rahmen der Entwicklung des Berliner Fernwärmenetzes Vortrag und Diskussion auf dem Netzlabor zur Fernwärme 17.03.2015 Rechtsanwalt Dr. Klaus-Martin Groth Rechtsanwalt/Rechtsanwältin Titel 1

Mehr

SWS Energie GmbH Seite 1

SWS Energie GmbH Seite 1 Seite 1 Die Börse als Preisbarometer für die Handelsware Strom Seite 2 Einstieg: Energiepreise Na warte! Seite 3 Themen 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom 2. Vorstellung Strombörse Deutschland

Mehr

Das virtuelle Netzkraftwerk

Das virtuelle Netzkraftwerk Das virtuelle Netzkraftwerk Perspektiven dezentraler Energiesysteme Clean Energy Power Knut Schrader Berlin 25.1.2007 Netzzugang im liberalisierten Energiemarkt Organisation und IT-Systemberatung Optimierte

Mehr

EEX Produktbroschüre Erdgas. Datum / Date 01.01.2014. Dokumentversion / Document Release

EEX Produktbroschüre Erdgas. Datum / Date 01.01.2014. Dokumentversion / Document Release EEX Produktbroschüre Erdgas Datum / Date 01.01.2014 Ort / Place Dokumentversion / Document Release Leipzig 0001E 1. Inhalt 1. Inhalt... 1 2. Vorbemerkung... 2 3. PEGAS- Pan European Gas Cooperation...

Mehr

Herzlich Willkommen. Geschäftspartner Vorlieferanten, Behörden, Aktionäre Mitarbeiter/innen, Gäste

Herzlich Willkommen. Geschäftspartner Vorlieferanten, Behörden, Aktionäre Mitarbeiter/innen, Gäste Herzlich Willkommen Geschäftspartner Vorlieferanten, Behörden, Aktionäre Mitarbeiter/innen, Gäste Werkstattbericht VERBÄNDEVEREINBARUNG NATIONALE HOCHDRUCKNETZ- GESELLSCHAFT NEUES NETZZUGANGSMODELL UNBUNDLING

Mehr

Erdgas für Deutschland

Erdgas für Deutschland Jürgen Messner Erdgas für Deutschland Publikation Eingestellt am 28.07.2014 unter www.hss.de/downloads/140626_rm_messner.pdf Autor Jürgen Messner Veranstaltung Welche Rolle hat Erdgas für uns? Experten

Mehr

Energierecht Ist der Grundstein für die Energiewende gelegt?

Energierecht Ist der Grundstein für die Energiewende gelegt? Energierecht Ist der Grundstein für die Energiewende gelegt? 6. Dow Jones Konferenz Gasmarkt 2012 Frankfurt, 28. März 2012 Rechtsanwältin Dr. Christine Wegerich Boos Hummel & Wegerich Rechtsanwälte Zimmerstraße

Mehr

Eckpfeiler eines künftigen Stromabkommens unter besonderer Berücksichtigung des Market Coupling

Eckpfeiler eines künftigen Stromabkommens unter besonderer Berücksichtigung des Market Coupling Eckpfeiler eines künftigen Stromabkommens unter besonderer Berücksichtigung des Market Coupling Michael Frank, Direktor VSE Kai Adam, Leiter International Affairs Market Operations swissgrid Agenda Der

Mehr

Bericht. über die Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms der AggerEnergie GmbH im Jahre 2014

Bericht. über die Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms der AggerEnergie GmbH im Jahre 2014 Bericht über die Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms der AggerEnergie GmbH im Jahre 2014 2 Vorbemerkungen Mit diesem Bericht kommt die AggerEnergie GmbH -nachfolgend auch Gesellschaft oder Unternehmen

Mehr

2. Beschaffung leitungsgebundener Energien

2. Beschaffung leitungsgebundener Energien 2. Beschaffung leitungsgebundener Energien 2.1 Inhalt, Zielsetzung und Schlussfolgerungen Ziel dieses Kapitels ist es, einen Überblick über die Energiebeschaffungsmöglichkeiten von leitungsgebundenen Energien

Mehr

Internes Programm zur Sicherstellung des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung

Internes Programm zur Sicherstellung des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung Internes Programm zur Sicherstellung des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung Stand ab 01.01.2011 Inhaltsverzeichnis 2 I. Gleichbehandlungsprogramm 1. Präambel...3 2. Der Begriff der Diskriminierung...4

Mehr

des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft EU-Verordnung über den Großhandel mit Strom und Gas

des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft EU-Verordnung über den Großhandel mit Strom und Gas Landtag von Baden-Württemberg 15. Wahlperiode Drucksache 15 / 858 10. 11. 2011 Antrag der Abg. Friedlinde Gurr-Hirsch u. a. CDU und Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Mehr