BILDUNG UND ERZIEHUNG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "BILDUNG UND ERZIEHUNG"

Transkript

1 Sonderbeilage 7. November 2012 Neue ZürcherZeitung BILDUNG UND ERZIEHUNG Frühförderung und Frühbildung Wassie vermag, wo sie stattfinden soll und was zu viel ist BILDER KARIN HOFER /NZZ CH-8021 Zürich Telefon

2 <wm>10cfwmoq4dmqxdvyiv4ysneoxtseranf4yde 0dpjAwZ-fvIYPQruPM7rdT67QlsKairRHVEsvJO1ZHKNDEJ5qHmjQ_90cWddcG5FFMKYamIpwclduA8Ws4Zavu_PD6jONop_AAAA</wm> <wm>10casnsjy0mlq01zuwmzc0mgaay8nyzg8aaaa=</wm> <wm>10cfwmoq7dmbbdv-gi--rlkgvwzdxanb5sfe 0a5jBTbwe_K-jyj4Z91en-09CCAM0eV1CFGW0FhQC-UJXQ76E50PRiNuvilL4LwcI8w10Y3J21Srk3495Maaz9_j_AGwIO7_gAAAAA==</wm> <wm>10casnsjy0mdaw1tuwttqxmgma7nlllw8aaaa=</wm> 2BILDUNG UNDERZIEHUNG Neuö Zürcör Zäitung Sonderbeilage 7. November 2012 Der Druck auf die Eltern nimmt zu Michael Schoenenberger Kaum ist die Freude über die Geburt des Kindes der Anstrengung gewichen, die die Betreuung des Säuglings in den ersten Monaten mit sich bringt, werden junge Eltern mit der Frage konfrontiert, ob sie das Kind wohl richtig und altersgerecht fördern. WerKinder aufzieht, kann kaum ausweichen: Zu prominent tauchen Studien und Ratgeberliteratur in Medien und Buchhandlungen auf, zu eindringlich beschwören Pädagogen die Wichtigkeit der ersten Lebensjahre für die gesamte Biografie des Menschen. Zu dominant ist das Thema unter Bildungspolitikern. Und schliesslich gilt es auch noch, Nachbarn und befreundeten Eltern in nichts nachzustehen. Man könnte resümieren: Der Druck auf die Eltern, auf keinen Fall etwas zu verpassen, hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Sind beide Eltern berufstätig, rückt bald die Qualität der ausserfamiliären Betreuung ins Zentrum. In dieser Beilage wird gezeigt, dass es diesbezüglich noch nicht zum Besten steht. Klar wird auch, dass eine altersgerechte Förderung der kleinen Kinder mannigfaltig sein kann. Es gibt nicht das einzig richtige Rezept. Und: Jedes Kind ist anders. Besser als ungebremster elterlicher Ehrgeiz sind Zeit, Zuwendung und Zuneigung. Instruktion und schulische Vereinnahmung in den ersten Lebensjahren sind kontraproduktiv. Erörtert werden zudem bildungs- und sozialpolitischefragen. Ungeklärt ist, was denn eigentlich mit jenen Kindern zu geschehen hat, die überhaupt keineadäquate Begleitung und Förderung durch ihre Eltern erfahren, sei dies aus kulturellen, beruflichen oder anderen Gründen. Welche Rolle kommt hier dem Staat zu? Verantwortlich für diese Beilage: Michael Schoenenberger, Walter Hagenbüchle (Redaktion); Bilder: Karin Hofer. Nicht in allen Schweizer Krippen läuft es so vorbildlich wie in der Kindertagesstätte Spitalacker in Bern, die nach dem Infans-Konzept arbeitet. Inhalt QUALITÄT DER SCHWEIZER KRIPPEN Wirklich hochstehende Einrichtungen sind selten Seite 5 ENTWICKLUNG DES GEMEINSINNS Sozialer Kompetenzerwerb aus neurobiologischer Sicht Seite 7 TRAUMA KRIPPE? Der regelmässige Besuch einer Krippe schadet nicht Seite 10 FÖRDERUNG ALS SOZIALPROJEKT Der Staat und die benachteiligten Kinder Seite 5 DIE POLITIK STREITET SICH Verbessert die Frühförderung die Chancengleichheit? Seite 9 ACHTUNG, RATGEBERLITERATUR Keine Patentrezepte für eine gelungene Förderung Seite 10 RICHTIG FÖRDERN Wer sein Kind überfördert, schadet ihm womöglich Seite 3 LERNEN IM WALD Die Welt des Waldes statt Schach und Mozart Seiten 6, 7 PROFESSIONELLE BETREUUNG Es herrscht weiterhin Mangel an Fachpersonal Seite 9 DIE BILDUNGSKRIPPE Besuch in einer Krippe, die sich als Lebensschule versteht Seite 11 Bildung Bildung ist unsere Leidenschaft Die familiäreschule mit internationalem Flair Wir führen sowohl ein Wocheninternat (Sonntagabend bis Freitagnachmittag), ein 7-Tage-Internat als auch eine Tagesschule auf dem Zugerberg. Tägliches, von Lehrpersonen betreutes Studium. Die Schule ist mit dem öv gut erreichbar. Das breite Schulangebot in Klassen mit max. 15 Lernenden umfasst: Mehr als nur Schule! Denn das Ziel heisst: «Fit for Life» Schweizer Gymnasium Deutsch Schweizer Gymnasium zweisprachig Deutsch/Englisch International Section IGCSE/IB Programme Bilingual Primary School (ab 6J.) Wir freuen uns über Ihre Anfrage! Tel: Institut Beatenberg Waldegg CH-3803 Beatenberg T

3 Sonderbeilage 7. November 2012 Neuö Zürcör Zäitung BILDUNG UNDERZIEHUNG 3 Verweigerungshaltungen kommen kann. Wie merken Eltern, dass sie ihr Kind überfördern? Wenn sie ständig die Bedürfnisse ihres Kindes verletzen. Wenn das Kind etwas aus intrinsischer Motivation tut, braucht es keine Überzeugungsarbeit der Eltern. Auch Belohnungen und Anreize sind der falsche Weg. Sicher ist es schwierig, aber Eltern sollten allgemein lernen, auch ihrer Intuition und nicht nur den Erziehungsratgebern zu vertrauen. Dieser innere Kompass lässt Eltern spüren, ob sie richtig liegen und wirklich die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt stellen. Richtig ist dabei, dem Kind etwas mehr zuzumuten, als es schon kann, es ein Stück weit herauszufordern, nie aber zu überfordern. Das Schuleintrittsalter liegt bei 6 Jahren. Nun interessieren sich viele Kinder doch aber vorher für Buchstaben. Selbstverständlich ist früher Kompetenzerwerb möglich, weil Kinder hoch motiviert sind, alles zu lernen, was ihnen präsentiert wird. Für viele Kinder sind Buchstaben und Symbole ein faszinierendes Spiel. Diese Interessen sollte man unbedingt unterstützen. Heute haben ja auch Kindergärten den Auftrag, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen. Das ist richtig. kaum. Wichtig ist, dass die Qualität der familiären Betreuung in Bezug zur Qualitätder Kinderkrippe gesetzt wird. Kinder, die zu Hause anregungsreichere Umgebungen haben als in einer mittelmässigen Krippe, profitieren weniger. Wenn das Kind nur zwei Tage in der Krippe ist, dann können dies die Eltern jedoch ausgleichen. Das heisst, es gibt in den Kinderkrippen qualitative Defizite? Fürdie Schweiz können wir nur Vermutungen anstellen. Gemäss verschiedenen kleineren Untersuchungen ist jedoch anzunehmen, dass nicht sehr viele Krippen so gut sind, wie dies erwünscht wäre. Wahrscheinlich erfüllt eine nicht kleine Anzahl nur die Minimalanforderungen, nämlich die Beaufsichtigung «Das Problem ist, dass die Krippen vor allem von Mittelschichts-Kindern besucht werden.» Margrit Stamm warnt vor einer Verschulung der ersten Lebensjahre. «Es bringt nichts, wenn Eltern ihre Kinder instruieren» Die Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm plädiert für mehr elterliche Intuition und weniger Beeinflussung durch die öffentliche Meinung. ADRIAN BAER /NZZ Frau Stamm, wie ist das nun? Werden Kinder in einer durchschnittlichen Schweizer Familie genügend gefördert oder nicht? In einer Mittel- und Oberschichtfamilie, wo Mutter und Vater durchschnittlich oder überdurchschnittlich gebildet sind, werden Kinder sehr gut gefördert. Oft lassen sich jedoch gerade in solchen Familien auch Tendenzen der Überförderung feststellen. Kinder sollen alles immer früher,besser und schneller können und werden so durch die Kindheit gehetzt. Der Vorsprung gegenüber anderen Kindern ist vielen Eltern wichtig. Solche Kinder zeigen nicht selten in emotionaler und sozialer Hinsicht Defizite obwohl sie vielleicht schon lesen oder Geige spielen können. Sie sprechen von Überförderung. Hat der elterliche Ehrgeiz denn in den letzten Jahren zugenommen? Viele Studien weisen darauf hin. Eltern verweisen jedoch oft darauf, wie gerne das Kind das ihnen verordnete Programm absolviert. Sie vergessen dabei häufig, dass Kinder ein feines Gespür dafür haben, was den Eltern gefällt. Kinder merken schnell, dass sie vor allem dann Liebe bekommen, wenn sie produktiv und leistungsbereit sind. Gibt es langfristige negative Folgen, die aus einer Überförderung resultieren können? In klinischen Studien sind wiederholt Symptome als Folge eines überfördernden und überbehütenden Lebensstils nachgewiesen worden, der ständig kindliche Bedürfnisse verletzt. Sie können psychischer oder physischer Art sein und oft auch erst in der Schulzeit auftreten. Dazu gehören etwa Leistungsängstlichkeit, eine beeinträchtigte Lernmotivation oder ein unvorteilhaftes Selbstbewusstsein. Unsere Längsschnittstudien zeigen, dass es bei stetigem Druck und kontinuierlicher Förderung gar zu schulischen Viele Eltern sind sehr stolz, wenn das Kind mit fünf schon lesen kann. Wenn es dies aus Eigenmotivation gelernt hast, ist die Freude berechtigt. Haben jedoch die Eltern das Kind instruiert, bringt dies langfristig gar keine Vorteile. Unsere Studien zeigen, dass Kinder ihren Vorsprung spätestens in der dritten Klasse verloren haben. Kommen wir nun zu den Krippen. Was halten Sie von sogenannten Bildungskrippen? Es gibt sehr gute Konzepte für Bildungskrippen, etwa jenes von Infans. Allgemein wurde der Begriff in den letzten Jahren inflationär verwendet. Bedauerlich ist, wenn als Bildung heute Mozart hören statt im Wald spazieren und spielen verkauft wird. Und geradezu bedenklich ist es, wenn Frühförderprogramme versuchen, Schule zu kopieren. Wasmacht eine gute Krippe aus? Sie setzt das Kind und seine Interessen in den Mittelpunkt. Das Kind kann sich so verweilen, wie es ihm entspricht. Es gibt eine feinfühlige Beziehung zwischen der Betreuungsperson und dem Kind. Das setzt jedoch eine Konstanz des Krippenpersonals voraus. Die Gruppen sind klein, und es werden vielfältige Spielzeuge und Lernmaterialien angeboten, die von Bauklötzen bis zu Spielsachen reichen, die Rollenspiele ermöglichen und das Kind in allen Sinnen fördern. Ist es gut, wenn ein Kind fünf Tage lang in die Krippe geht und seine Eltern während der Woche kaum sieht? Diese Frage kann so nicht beantwortet werden, denn es gibt hierzu Studien mit sehr widersprüchlichen Ergebnissen. Und es gibt auch nicht das Kind und entsprechend auch nicht die Krippe. Entscheidend sind Alter, Persönlichkeitsmerkmale des Kindes, die Qualität der Beziehung zu den Eltern, die Qualität der Krippe. Die ersten zwei Lebensjahre sind indes eine kritische Zeit. Frühmorgens sieht man gestresste Eltern, die zur Arbeit hetzen und weinende Kinder in der Krippe abgeben. Das ist für eine gesunde Entwicklung des Kindes sicher problematisch. Noch ist es aber ein Tabu, solche heiklen Punkte in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Die Ermöglichung der Berufstätigkeit beider Elternteile steht derzeit im Mittelpunkt. Man kann jedoch sagen, dass ein früher, langer und intensiver Besuch einer Krippe die Chance erhöht, dass das Kind Verhaltensmuster zeigt, die nicht erwünscht sind. Besonders dann, wenn keine konstanten Bezugspersonen in der Krippe da sind und das Personal wenig feinfühlig ist. Können Sie ein Beispiel machen? Diese Kinder können gelegentlich eher Verhaltensschwierigkeiten zeigen, weniger folgsam und aggressiver als andere sein, sich zurückziehen oder zu Hause sehr schwierig sein. Bei schlechter Krippenqualität profitieren sie in intellektueller Hinsicht möglicherweise der Kinder. Dies genügt jedoch nicht. Geplant ist nun jedoch ein Qualitätslabelfür Krippen. Einen Orientierungsrahmen gibt es schon. Nun plädieren Sie jedoch dafür, weniger privilegierte Kinder in Krippen zu stecken, um ihre Startchancen betreffend die Bildung zu verbessern. Wenn es ein wichtiges Resultat der empirischen Forschung gibt, dann dieses, dass Kinder aus der Unterschicht oder solche mit benachteiligendem Migrationshintergrund von einem guten Frühförderangebot profitieren. Wenn die häusliche Anregung minimal ist, dann kann bereits eine mittelmässig anregende Krippe viel bewirken. DasProblem ist jedoch, dass die Krippen in der Schweiz nach wie vor vor allem von Kindern aus der Mittelschicht besucht werden. Jene Kinder, die es am nötigsten hätten, fallen durch die Maschen. Sie werden häufig in Grossfamilien ohne ausserfamiliären Kontakt betreut. Unser System hat diese Kinder bisher sehr ungenügend erreicht. Und jetzt soll der Staat diesen Familien die Kinder wegnehmen und ihnen indirekt zu verstehen geben, dass sie als Gemeinschaften nicht genügen? Das ist sehr pointiert formuliert. Im Kern ist es aber eine Frage, welche Bildungs- und Sozialpolitik dringend diskutieren sollten. Es ist nun einfach empirisch erwiesen, dass viele dieser Kinder absolut ungenügend vorbereitet in Kindergarten und Schule eintreten. Ob es eine staatliche Verantwortung gibt, ist eine politisch zu beantwortende Frage. Als demokratische Gesellschaft, denke ich, haben wir eine Verpflichtung, solche Kinder so zu unterstützen, dass die negativen Einflüsse ihrer sozialen Herkunft minimiert werden können. Können diese Kinder nach Schuleintritt denn gar nicht mehr aufholen? Wem der Schulstart weniger gut gelingt, der wird während der Schullaufbahn über weite Strecken mit dem Aufholen beschäftigt sein. Je länger somit Probleme ignoriert werden, umso schwieriger ist es, sie zu beheben. Das zeigt sich auch in den riesigen Summen, die in schulische Stütz- und Fördermassnahmen solcher Kinder investiert werden. Würden sie früher gefördert, könnte man nicht nur viel Geld einsparen, sondern auch ihre Lernmotivation und Schulanbindung erhöhen. Interview: Michael Schoenenberger ZUR PERSON msc. Margrit Stamm ist Professorin emerita für Erziehungswissenschaften an der Universität Freiburg, Leiterin des Instituts fürbildungsfragenschweiz mit Sitz in Bern (Swiss Education), das auch in der internationalen Bildungsforschung tätig ist. Bis September 2012 leitete sie das Universitäre Zentrum für frühkindliche Bildung in Freiburg.

4 <wm>10cfwmmq7dmawdxysdois7isciw5ah6o6l6nz_t7wzdsaikgcer4-cw8_9fo1xv8bdtavb60yrgt0c09rcmiryq8bdymw_xnxzhtowiwphdqsecxxwbuv6mf04avm-pz80i2m9fwaaaa==</wm> <wm>10cfwmsq7cmbbdv-gin-plutkibhud6p6lyub_jxi2buvzku3j6fhw02n_nvuro6awz2bgr6zfj4sj7eg2wnl3kqh6a391k9gejnuxplgnasqljw3jdothrdwifk73f2jzckz_aaaa</wm> <wm>10cfwmmq4diqwex2s0a2mfhdkiq1ecrqejuuf_vsbdimlmrztg84qfz37e_woe4aivb2szturvde8vstaqlh5ulowff7xkrjhburmhhjwmssiwswymdr1sz5vin9f7c-nzkot-aaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0nzuynwca_q8qhw8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0nzuynwua0s4eaq8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdaw1tuwtta3taqago4jlg8aaaa=</wm> <wm>10cfwmoq7dmawfv8jre47tjdwcyqqbqtykku7_o61la0dop9u29ikh1_re108sakugylh2tdk7zrcv4tvjuik6koywo_3lyqzh4lwtiqu-cxevjom9teo9-dmvaou6zi8koyvifwaaaa==</wm> <wm>10cfwmmq4cmqwex-ro1_gggjfouhmfok-dqpl_xr0d0k4zgu2-lxp-3lb7c3suadd6qiakukumitekfhjy0k8mivjz_vuw4spadtagngixm1-orr5y9pphcd4x2uf1_gjlxws1gaaaaa==</wm> <wm>10cfwmuwrdmbaev-je3lnsrgzuhavjxo1xnf-viqdlsqwmw46rxvdbe9vp7uggtmmsridzvxregvfi0hjnqodlxtagqvtfvybh4pk0hezsj4o0kunsrpplevhog7x8rvsl4y8fk4aaaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdaw1du2mzcznaeaavxdgq8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdaw1du2m7a0mquaj1w20a8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1juxmtczmwaar4ltfa8aaaa=</wm> <wm>10cfxmoq6eqaye4sfqzqbbsprkgioiy_k1bh3vr27bicb8-tl7nl7wbn2o7_zjaubcfgszqpvwi3x2qs6jyfnqfxqnaby-vjjpzgc_jsbg7jrbfyuo0e69h0adi8rvvp4gkx2wgaaaaa==</wm> <wm>10cfwmorldmaxdv8g5y5gdeig7sl5brzxkn7z_r0vhbksenrtvw4v-8tyoazshvjnsmgic1wqbd6owpk8o3rt2qmaynf1pf9kcink7ahx0irbncc7wc8luh8xwqpxp6_0fuczgsn8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0tzq0maqa7z2iaq8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdcx1dw3ndmznaeawxy5yw8aaaa=</wm> 4 Neue Zürcher Zeitung Sonderbeilage 7. November 2012 Bildung Die Hochschulen der FHNW eröffnen Perspektiven VonAwie Angewandte Psychologie Architektur,Bau und Geomatik Gestaltung und Kunst Lehrerinnen- und Lehrerbildung Life Sciences Musik Soziale Arbeit Technik Wirtschaft bis Zwie Zukunft Büro für Kommunikationsdesign FHNW SOZIALJAHR NOWESA Tel Berufsvorbereitende Praktika für Jugendliche, in Pflege /Betreuung /Familie im Kanton Zürich und Umgebung mit 1Schultag pro Woche. Orientierungsabend für Eltern von Primar- und Oberstufenschüler/-innen Dienstag, 13. November 2012, Uhr Kirchgemeindehaus Hottingen (beim Römerhof), Asylstrasse 36, 8032 Zürich Lernen wie man lernt! «Grundlagen der Arbeits- und Lerntechnik» Einführung von Dr. Klaus Loges, Schulleiter Primarschule, Lernstudio Zürich Gymnasium/Sekundarschulen/10. Schuljahr/Primarschule Hier wird die Zukunft gebildet. Bei den Freien Katholischen Schulen Zürich erfährt Ihr Kind, wie Schule auch noch sein kann: engagiert, weltoffen, individuell. Ob Primaroder Sekundarschule (mit bewährtem Konzept), 10. Schuljahr oder Gymnasium. Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen. Weiterbildung CAS Grundlagen der Unternehmensführung Mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung lernen Sie in weniger als einem Jahr die wichtigsten Bereiche der Betriebswirtschaft kennen. Parallel dazu erhalten Sie eine Einführung in die Volkswirtschafts- und Rechtslehre. Zusätzliche Module in Kommunikation runden den Studiengang ab. Der Orientierungsabend ist öffentlich und unentgeltlich. Bitte telefonisch voranmelden Tel oder via «Arbeits- und Lerntechnik zu Hause und in der Schule mit Tipps und Übungen» Vortrag von Dinu Logoz, Schulberatung und Coaching, Lernstudio Anschiessend stehen die Referenten für Fragen zum Thema zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! eine Schule der Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz Schulsekretariat, Sumatrastr. 31, 8006 Zürich Tel , Was nach der Schule? Infoabend in Ihrer Nähe: Sieheunter Info-Anlässe auf didac.ch Du schaffst es. Das Ich-werde-zweisprachig-Jahr. Französisch,Englisch, Italienisch fürs Leben lernen. Wunschlehrstelle bekommen. Prüfungen bestehen. PersönlicheTalenteentwickeln. DidacSprachjahr Der einzigartige Mix aus 10. Schuljahr und Sprachjahr. 3 Sprachen. 4 Gastorte. 5 Varianten. 100 Möglichkeiten. Dokumentation jetztbestellen: T Alpeneggstrasse 1, 3012 Bern Lehrkörper Professor/ innen der Universität Zürich, ergänzt durch hochqualifizierte Praktiker/ innen aus der Wirtschaft Zielpublikum Personen aus allen Branchen mit Hochschulabschluss oder vergleichbarer Ausbildung und mindestens zwei Jahren Berufspraxis Dauer 1. Februar bis 2. November 2013, zehnte Durchführung Anmeldeschluss 30. November 2012 Universität Zürich CAS Grundlagen der Unternehmensführung Plattenstrasse 14, 8032 Zürich Tel , Fax Das andere Gymi: Zusammen lernen, leben, weitergehen Du schliesst die Matura in überschaubarer Umgebung ab. In den Profilen Bildnerisches Gestalten, Musik oder exklusiv exklusiv imkanton Zürich Philosophie/Pädagogik/Psychologie. Schnuppermorgen: 27. Nov., h Infoabende: 29. Nov./15. Jan., h Tag der offenen Tür: 18. Jan., h Infos per Post: SMS mit Text «Gymi» und deiner Adresse an Jetzt auf

5 Sonderbeilage 7. November 2012 Neuö Zürcör Zäitung BILDUNG UNDERZIEHUNG 5 Durchzogene Qualität der Schweizer Kitas Nur vereinzelt sind qualitativ hochwertige Bildungssettings auszumachen. Oft sind hohe Personalfluktuation und kleine finanzielle Ressourcen ein Problem. Was macht eine gute Kindertagesstätte aus? Von Heidi Simoni und Corina Wustmann Seiler Mittlerweile besteht ein breiter Konsens darüber, dass die familienergänzende Betreuung mindestens zwei Zielen gerecht werden muss. Erstens soll sie die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit unterstützen. Dieses Ziel ist am besten erfüllt, wenn eine Kindertagesstätte (Kita) mit ihrem Angebot den Bedürfnissen der Eltern als Erwerbstätige beziehungsweise denjenigen der Arbeitswelt möglichst flexibel entgegenkommt. Zweitens soll die Kita die betreuten Kinder fördern oder ihnen zumindest nicht schaden. Vielfach empirisch belegt ist, dass für die Erreichung dieses Ziels eine gute Qualität der Betreuung ausgesprochen wichtig ist. Doch was ist damit gemeint? Aufmerksame Begleitung In einer qualitativ guten Kita können sich die betreuten Kinder wohlfühlen, vom Zusammensein mit anderen Kindern profitieren und eine aufmerksame Begleitung durch die Erziehenden erfahren. Sie erhalten vielfältige Anregungen, fühlen sich der Gemeinschaft zugehörig und werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihren Interessen herausgefordert, Neues zu lernen. In einer Kita von unzureichender Qualität werden die Kinder über- oder unterfordert. Sie brauchen ihreenergie, um den Aufenthalt emotional zu überstehen, oder langweilen sich. Ihr Entdeckungs- und Bewegungsdrang ist eingeschränkt und ihr individuelles und soziales Lernen behindert. Robuste Kinder und solche, die zu Hause ausreichend Zuwendung und Anregung erhalten, erleiden dadurch keinen Schaden. Es wirdallerdings eine grosse Chance vertan: Auch privilegierte Kinder profitieren für ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen einschliesslich der Konfliktfähigkeit vom regelmässigen, gut begleiteten Zusammensein mit anderen Kindern. Fürempfindliche Kinder und für solche, die in benachteiligenden Familiensituationen aufwachsen, ist eine schlechte Kita- Qualität schlicht fatal. Sie schadet dem einzelnen Kind und vergrössert die Chancenungleichheit. Kinder, die in den ersten Lebensjahren nicht ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend unterstützt und angeregt werden, starten mit schlechten Karten in den Kindergarten und die Schule. Was macht in der konkreten pädagogischen Arbeit den Unterschied zwischen guter und schlechter Qualität aus? Eine gute pädagogische Arbeit ist dann gewährleistet, wenn diese regelmässig reflektiert und gemeinsam hinterfragt wird. Im Vordergrund steht dabei, inwiefern jedes einzelne Kind in der Kita optimale Entwicklungsbedingungen vorfindet. Nur wenn die Kinder kontinuierlich in ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen beobachtet werden und ein stetiger Austausch zwischen allen Erziehenden, insbesondere mit den Eltern, stattfindet, sind solche guten Rahmenbedingungen gegeben. Im Umgang mit den Kindern braucht es anregende Dialoge, welche sie zu neuen Schritten und Erfahrungswelten ermuntern. Der kürzlich von der Schweizerischen Unesco-Kommission und dem Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz veröffentliche «Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz» gibt neu allen Erziehenden im Frühbereich Einblick in und Grundlage für diese wichtigen Facetten guter pädagogischer Arbeit. Fürdie Kinder selbst ist also die zentrale Frage, was sie in der Kita erleben beziehungsweise wie gut die Betreuungspersonen tagtäglich arbeiten. Weit verbreitet ist die Meinung, dass eine Frau (oder ein Mann), die gerne mit Kindern zusammen ist und eventuell in der Familie bereits Kinder betreut hat, ausreichende Voraussetzungen füreine gute pädagogische Arbeit in einer Kita mitbringt. Sicher spielen die Motivation, eine liebevolle Zuwendung und die Erfahrung im Umgang mit kleinen Kindern eine wichtige Rolle dafür. Abgesehen davon, dass die Betreuung von Kindern auch zu Hause eine anspruchsvolle Aufgabe ist, macht es jedoch einen Unterschied, ob es die Verantwortung für Kinder im familiären Rahmen oder füreinegruppevonkindern in einem institutionellen Setting zu tragen gilt. Die Gestaltung des Alltags fürdie einzelnen Kinder und fürdie Gemeinschaft sowie die Zusammenarbeit im Team und mit den Eltern stellen zusätzliche Anforderungen an die Betreuungspersonen. Wemdies nicht einleuchtet, sei ein mehrwöchiger freiwilliger Einsatz in einer Kita empfohlen. Kleine Gruppen von Vorteil Welche Voraussetzungen begünstigen eine qualitativ gute Arbeit von Erziehenden? Bekannt ist, dass die Grösse der Gruppe das Verhalten der Kinder und Erziehenden verändert. Wird eine Gruppe von acht bis zehn Kindern im Alter zwischen einem halben und fünf Jahren um zwei, drei Kinder vergrössert, wird dadurch das gesamte Geschehen erheblich beeinträchtigt: Die Kinder können sich kaum noch in eine Tätigkeit vertiefen. Die Erzieherin kann sich weniger auf das einzelne Kind und die Gruppe einlassen, sie arbeitet vermehrt mit Anweisungen. Kleine Kinder sind darauf angewiesen, dass sie sich im Alltag auskennen und mit den anwesenden Kindern vertraut werden können. Um dies zu ermöglichen, müssen Tagesabläufe mit gemeinsamen Ritualen und freier Zeit gestaltet werden. Ein ständiges Kommen und Gehen von Kindern ist hinderlich. Die anspruchsvolle Arbeit in einer Kita braucht eine professionelle Grundlage.Junge Frauen und Männer in Ausbildung zur/zum Fachangestellten Betreuung müssen im Lehrbetrieb wie dies für alle Lernenden wichtig ist sorgfältig angeleitet werden. Diese Praxisausbildung sowie die Leitung einer Gruppe und erst recht einer Kita setzen eine entsprechend gute Grund- und Weiterbildung voraus. Die meisten sind mittelmässig Wie sieht es nun mit der Qualität in Schweizer Kitas aus? Die Antwort lautet klar: sehr durchzogen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten sind ausgesprochen gross. Die meisten Kitas bewegen sich insgesamt betrachtet im mittelmässigen Bereich, nur sehr vereinzelt lassen sich qualitativ hochwertige Betreuungssettings ausmachen. Wie eine eigene Untersuchung mit 38 Kitas in der deutschsprachigen Schweiz zeigt, wird die Beziehung zu den Kindern in einem grossen Teil der Kitas jedoch erfreulich hoch gewichtet. So hat sich eine beträchtliche Anzahl von Kitas in den letzten Jahren auf den Weg gemacht, die anvertrauten Kinder nicht mehr «nur» zu hüten, sondern in ihrer Identitätsentwicklung und in ihrem Lernen intensiver zu begleiten und zu bestärken. Die Trägerschaften sind allerdings mit einer hohen Personalfluktuation konfrontiert. Es fehlt an ausgebildeten und erfahrenen Erziehenden und oftmals an der nötigen Konstanz in der Betreuung kleiner Kinder.Teils sind die pädagogischen Konzepte nicht auf einem neuesten Stand, teils können gut durchdachte pädagogische Ansätze im Alltag nicht umgesetzt werden, weil den Kindern beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Anwesenheitszeiten keine kontinuierlichen Erfahrungen ermöglicht werden können. Vielen Betrieben mangelt es an wichtigen personellen und finanziellen Ressourcen. Eine gute Kinderbetreuung ist eben nicht gratis zu haben weder innerhalb noch ausserhalb der Familie. Heidi Simoni ist Leiterin des Marie-Meierhofer-Instituts für das Kind in Zürich. Corina Wustmann Seiler forscht dort zum Thema Bildungsförderung im Frühbereich. Wenn schon das Anziehen Mühe bereitet Benachteiligte Kinder haben oft wenig ausserfamiliäre Kontakte und kommen oft mit Rückständen in den Kindergarten. Mit «Primano», einem Programm zur Frühförderung, erzielt die Stadt Bern bei Kindern mit Entwicklungsdefiziten Erfolge. Daniel Gerny, Bern Fast ein Viertel aller Kinder litten beim Eintritt in den Kindergarten unter motorischen Entwicklungsstörungen, stellten die Schulärzte der Stadt Bern fest. Das äussert sich beispielsweise darin, dass Kinder Mühe mit Anziehen und beim Treppensteigen haben oder beim Spiel mit Bauklötzen überfordert sind. Auch sprachliche Defizite oder Verhaltensauffälligkeiten nehmen tendenziell zu. Solche Entwicklungsrückstände, die zumeist auf Defizite im Elternhaus zurückzuführen sind, sind nach dem Eintritt in den Kindergarten und die Schule kaum mehr aufzuholen. Das erschwert nicht nur den Unterricht, sondern es führt zu ungleichen Chancen von Anbeginn der Schulkarriere. Politisch breit abgestützt Die Stadt Bern startete gestützt auf diese Erkenntnisse vor fünf Jahren mit einem Pilotprojekt zur Frühförderung von Kleinkindern mit Entwicklungsrückständen, das sich nicht nur in der wissenschaftlichen Beurteilung als erfolgreich erwiesen hat, sondern in der Folge auch den politischen Rückhalt über die Parteigrenzen hinaus geniesst. Mit 66 zu 2Stimmen bei einer Enthaltung beschloss das Stadtparlament erst kürzlich die Fortführung und Ausweitung des Projektes «Primano», obwohl damit für Bern höhere Kosten entstehen. Ab 2013 soll das Programm nicht mehr nur in besonders belasteten Quartieren, sondern flächendeckend angeboten werden können. Kernelement sind Hausbesuche bei sozial benachteiligten Familien mit einem Kind im Alter von anderthalb Jahren, das auf Frühförderung angewiesen ist. Im Fokus stehen vor allem Familien, die durch andere Angebote, beispielsweise Kindertagesstätten oder Spielgruppen, nicht erreicht werden können. Während 18 Monaten (bis zum Alter von drei Jahren) erhält die Familie Hausbesuche von einer speziell dafür ausgebildeten Mutter aus demselben Sprachraum, die den Eltern in ihrer Muttersprache erklärt, auf welche Weise ihr Kind spielerisch gefördert werden kann. Zusätzlich treffen sich die betreffenden Familien regelmässig zum Erfahrungsaustausch. Vernetzung ist wichtig Dieser Teil des Programms, das in den Niederlanden entwickelt wurde und nach den Erfolgen in Bern mittlerweile in zahlreichen anderen Städten in der Schweiz zur Anwendung kommt, ist indessen nur ein Pfeiler der Berner Aktivitäten unter dem Namen «Primano». Wirkung könne die Frühförderung nur entfalten, wenn sie von den betroffenen Familien auch in Anspruch genommen werde, sagt RichardJakob vom Stadtberner Gesundheitsdienst. Insbesondere bei problematischen Familienverhältnissen erweist es sich aber als schwierig,sich den Zugang zu verschaffen. Deshalb versucht die Stadt mit der Vernetzung von Institutionen in den Quartieren (Schulen, Quartiervereine, Kirchen) mit Frühförderungsangeboten (Spielgruppen, Kindertagesstätten) zur Sensibilisierung beizutragen. Auf diese Weise soll die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren gestärkt und den Zielgruppen zu genügend Informationen und Hilfestellungen verholfen werden. Steht die Vernetzung sozusagen am Anfang des Prozesses,sosoll das dritte Element, die Frühförderung in Kindertagesstätten und Spielgruppen, dazu führen, dass eine lückenlose Förderkette bis zum Eintritt inden Kindergarten entsteht. Die Hausbesuche sind nur für Kinder bis zu drei Jahren vorgesehen, anschliessend sei aber die Beteiligung in einer Spielgruppe sinnvoll, so Jakob. Der Einbezug der Kindertagesstätten und Spielgruppen erfolgt vor allem über die Weiterbildung des Personals im Bereich der Frühförderung. Damit ist dieses Modul im Rahmen des Projektes «Primano» dank dem Multiplikatoreneffekt besonders wirkungsvoll. In der Pilotphase, die 2012 endet, trug die Stadt Bern nur gerade einen Viertel zur Finanzierung bei der Rest der Kosten wurde durch Dritte übernommen. So unterstützten der Bund, der Kanton und diverse Stiftungen «Primano». Vor allem die Jacobs Foundation habe das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich mitgetragen, wie Jakob erklärt. Evaluation durch Universität Um die Wirkung von «Primano» zu überprüfen, erfolgte eine Evaluation durch die Universität, die nachweisen konnte, dass sich die Bildungschancen von Kindern mit Entwicklungsrückständen dank dem Programm verbesserten. So zeigte sich beispielsweise, dass Kinder, die am Hausbesuchsprogramm beteiligt waren, in Tests in den Bereichen Körpermotorik, Handmotorik, Körperbewusstsein sowie emotionale Entwicklung signifikant besser abschnitten als Kinder ohne Frühförderung. Inzwischen haben aus diesem Grund zahlreiche Gemeinden inner- und ausserhalb des Kantons den Berner Ansatz übernommen.

6 6 BILDUNG UND ERZIEHUNG Neuö Zürcör Zäitung Mittwoch, 7. November 2012 Nr. 260 Mittwoch, 7. November 2012 Nr. 260 Neuö Zürcör Zäitung BILDUNG UND ERZIEHUNG 7 Der Wald als optimales Lernumfeld Frühförderung kann überall stattfinden, auch im Wald. Er ist Wissensquelle, Abenteuerspielplatz und Künstlerwerkstatt in einem. Von Marga Keller Wie das Kind lernt, sozial zu sein Die Fähigkeit, sich sozial zu verhalten, entwickelt sich nicht von allein. Von Joachim Bauer Schlafen, werken, kochen, entdecken: Kinder stärken im Wald nicht nur das Selbstvertrauen, sie lernen auch das soziale Verhalten. Waldkinder tauchen ein in eine sinnliche Welt. Auf ihrem Weg begleiten sie Vogelgezwitscher, das Murmeln des Baches, ein Rascheln in den Büschen und das Knacken von Ästen. Hier hüpft ein Frosch, und dort spielt die Sonne in den farbigen Blättern. Der Wind bläst ins Gesicht, und Regentropfen platschen auf die Nase.Und sogar das Essen vom offenen Feuer schmeckt anders, besser. Im Wald begegnet uns auf Schritt und Tritt Interessantes, Erstaunliches, Neues, Erheiterndes. Unzählige Gelegenheiten wecken Neugier und Forschungsdrang. Ganz nebenbei wird der Körper trainiert. Lebenslanges Lernen Als Lebewesen sind wir in einem fortwährenden Entwicklungsprozess begriffen: Unser ganzer Organismus ist auf Lernen ausgerichtet. Je jünger, desto mehr und intensiver findet Lernen statt. So üben Babys unermüdlich, bis sie ihr Ziel erreicht haben, um sich sofort neuen Herausforderungen zuzuwenden. Der Frühförderung kommt also grösste Bedeutung zu. Ich staunte, als ich im Zusammenhang mit der Robotik auf Aussagen von Rolf Pfeifer, der als Physiker und Mathematiker an der Universität Zürich lehrt, stiess: Im Körper liege der Schlüssel zur geistigen Intelligenz, sagte er. Die Fähigkeit zu unterscheiden, die Umwelt in sinnvolle Einheiten einzuteilen und mit Bedeutung zu füllen, baue auf dem sensomotorischen System auf.ein Wesen, das über keinen Körper verfüge, das nicht über seine Bewegungsfähigkeit mit der Welt gekoppelt sei, könne nie eine Sprache lernen, meinte Pfeifer. Der Mensch ist komplexer und intelligenter als jede Maschine. Aber vielleicht sind gewisse Grundmuster ähnlich. Auf jeden Fall leuchtet ein, dass, wer einen Apfel in der Hand hält, sein Gewicht spürt, ihn riecht, seine kühle Glätte wahrnimmt, vielleicht gar reinbeisst, die knackige, saftige Frische auf der Zunge erlebt oder ihn über den Tisch kullern lässt, dessen Wesen besser erfasst und verinnerlicht, als der,der das Bild eines Apfels sieht. Nachdem wir uns die Welt auf sensomotorischem Wege zu eigen gemacht haben, können wir sie integrieren und abstrahieren. Solange das Kind aber mit der Koordination von Körper und Sinneswahrnehmung beschäftigt ist, ist Förderung intellektueller Leistungen wenig sinnvoll und möglicherweise sogar störend. Wissen allein genügt nicht. Mit allen Sinnen Erlebtes ist unwiderrufliche Erfahrung und Boden für sinnerfülltes Leben. Im eigenen Erforschen lernt man am schnellsten; ohne schnelle Antworten und solange die Neugier brennt. Je mehr ein Kind entdeckt, umso mehr formt sich sein Gehirn und wird auf intellektuelle Prozesse vorbereitet. Aufmerksamkeit schärfen Die heutige Dynamik lässt kaum Zeit für kindliche Lernprozesse. Darum bleiben Kinder oft lange abhängig und unselbständig. Die Waldpädagogik nimmt sich Zeit, mit dem Kind Schritt für Schritt in gesichertem Rahmen Fertigkeiten zu entwickeln. Dazu gehört, mit ihm gemeinsam zu lernen, mit Gefahren umzugehen, anstatt potenzielle Gefahren aus dem Erlebnisbereich des Kindes zu entfernen. Ein 5-jähriges Kind, das endlich die Gelegenheit erspäht, das unbeaufsichtigte Sackmesser auszuprobieren und erst noch schnell machen muss, bevor ihm das Messer wieder weggenommen wird,kann sich ernsthaft damit verletzen. Wenn wir mit unsern 2-Jährigen schnitzen, haben wir viel Zeit, uns mit ihnen hinzusetzen. Wir erklärendem Kind, wo das Messer scharf und wie es zu halten ist, damit es sich nicht weh tut. Unsere Schnitzmesser sind vorne abgerundet und haben eine Sicherung, damit sie nicht versehentlich zusammenklappen können. Dass sich das Kind trotzdem schneidet, gehört zum Lernprozess. Die 2-jährige Sophie interessiert es nicht, wenn ichihr erkläre,dass sie ohne Handschuhe kalte Hände haben wird. In diesem Augenblick sind ihre Hände warm, und die Handschuhe sind sowieso unbequem und unpraktisch, weil damit nichts richtig gehalten werden kann. Vielleicht weigert sich Sophie sogar,die Handschuhe in den Rucksack zu tun, und so packe ich sie unbemerkt in meinen. Schnell sind die Hände kalt und Sophie unglücklich: Auch das ist entdeckendes Lernen, Lernen durch Konsequenzen. Es ist wichtig, dem Kind etwas zuzutrauen, es seine Entscheidungen selber fällen zu lassen. In einer kontrollierten, überblickbaren Situation, mit kalkulierbaren Gefahren. Unsere Erfahrung ist, dass Kinder von Natur aus vorsichtig sind. Es ist erwiesen, dass in Wald-Institutionen weniger Unfälle passieren als in Regelbetrieben. Kinder, welche lernen, mit sich und ihrem Körper heimisch zu werden, sind kompetent und weniger unfallgefährdet. Selbstvertrauen stärken Was stärkt das Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten mehr als das Erlebnis, Schwierigkeiten überwunden, Lösungen gefunden und ein Ziel erreicht zu haben. Der Wald bietet dem Kind täglich echte, altersgemässe Herausforderungen. Beim Überqueren des Baches,beim Hochklettern eines Hangs, beim Schleppen eines schweren Astes, beim Schnitzen hier übt das Kind Kraft, Geschicklichkeit, Mut, Ausdauer, Kreativität und Phantasie. Das Kind findet eigene Lösungen Kinder zwischen 2und 4Jahren besuchen die «Waldkrippe» am Stadtrand von Zürich. und blickt mit Stolz auf eben errungene Erfolge. Dies ist der Motor, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Der Wald bietet noch mehr. Kinder erleben auch das Eingebundensein in eine Gemeinschaft. Im Lebensraum Wald, wo die unterschiedlichsten Lebewesen aus Pflanzen- und Tierwelt ökologisch zusammenleben und sich gegenseitig bereichern, ist dies einleuchtend. In der Schule fallen ehemalige Waldkinder auch durch ihre Sozialkompetenz auf. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, Kinder bei ihren Entdeckungen zu begleiten. Je mehr Freiheit die Kinder erhalten, desto sorgfältiger müssen sie begleitet und gelenkt werden. Marga Keller leitet einen Waldkindergarten und eine Tagesstätte in Zürich. Soziale Kompetenz ist eine komplexe Angelegenheit. Sie hat eine Reihe von Voraussetzungen, von denen drei besonders bedeutsam sind: Lebensfreude und Motivation, die Fähigkeit zur Empathie und drittens die Fähigkeit, Regeln des sozialen Zusammenlebens zu beachten. Jeder dieser drei Voraussetzungen entspricht ein neurobiologisches Fundamentalsystem: das Motivationssystem, das Spiegelsystem und drittens der Präfrontale Cortex (Stirnhirn). Neurobiologische Systeme durchlaufen in den ersten Lebensjahren einen Reifungsprozess. Dieser beruht auf einem engen und störanfälligen Wechselspiel zwischen der Biologie des kindlichen Gehirns und seiner Umwelt. Gene und Umwelt Gene arbeiten nicht unbeeinflusst von ihrer Umgebung. Vielmehr hängt sowohl ihre kurzfristige Aktivität (Genregulation) als auch ihre langfristige Aktivierbarkeit (Epigenetik) von Signalen ab, die sie aus ihrem Umfeld erhalten. Dies ist der Grund, warum sich die neuronalen Verschaltungsmuster des Gehirns unter dem Einfluss der Umwelt permanent verändern. Daher können empirische Studien nicht überraschen, die zeigen, dass die soziale Umwelt eines Kindes, vor allem in der frühen Kindheit, massiven Einfluss auf die Entwicklung seines Gehirns hat. Lebensfreude und Motivation haben zur Voraussetzung, dass ein im Mittelhirn positioniertes sogenanntes Motivationssystem einen Botenstoff-Cocktail aus Dopamin, körpereigenen Opioiden und Oxytozin produziert. Das Motivationssystem wird aktiv, wenn Kinder sich «gesehen» fühlen, also Beachtung und Zugehörigkeit erfahren. Allerdings ist das Motivationssystem korrumpierbar: Es lässt sich, vor allem wenn reale Beachtung fehlt, nicht nur mit Süssigkeiten oder Drogen abspeisen, sondern auch mit Ersatzzuwendung, wie sie Jugendliche via Internet etwa über die sozialen Netzwerke beziehen. «Gesehen werden» und «soziale Zugehörigkeit» sind aus Sicht der Hirnforschung zentrale Grundbedürfnisse des Kindes. Sie müssen daher die Grundlage der frühkindlichen Erziehung darstellen. Dies bedeutet nicht, einer Kuschelpädagogik das Wort zu reden, der gemäss Kinder verwöhnt werden sollten. Ein Kind kann nur dann spüren, dass es Bedeutung für seine Bezugsperson hat, wenn ihm zuseinem eigenen Schutz und Wohle auch Grenzen gezogen werden. Um Zugehörigkeit und Akzeptanz, jene Desiderate, welche die Motivationssysteme aktivieren, erleben zu können, bedarf es der Fähigkeit zur sozialen Resonanz. Werdas,was andere tun, nicht intuitiv versteht, wer sich in das, was andere fühlen, nicht einfühlen kann, tut sich schwer, das Glück des «Wir» zu erleben. Die Grundlage, dass wir intuitiv verstehen, was andere tun oder fühlen, bildet ein neurobiologischer Resonanz- oder Spiegelungsmechanismus: Eine Untergruppe von Nervenzellen des Gehirns wird nicht nur dann aktiv, wenn im Körper Handlungen und Gefühle realisiert werden, sondern zeigt eine Reaktion, wenn ein anderer Mensch handelt oder fühlt vorausgesetzt, der andere befindet sich im Einzugsbereich meiner fünf Sinne. Spiegelnervenzellen sind die Grundlage für das einst von Albert Bandura formulierte Prinzip «Lernen am Modell».Sie sind zudem in der Lage,Handlungsbereitschaften zu bahnen: Wasandere tun oder fühlen, kann ansteckend sein. Studien aus der Säuglingsforschung legen nahe, dass Säuglinge bei Geburt über eine Grundausstattung von Spiegelnervenzellen verfügen. Ob sich aus der dem Säugling mitgegebenen Grundausstattung im Verlauf der ersten Lebensjahreein funktionstüchtiges Empathiesystem entwickeln kann, hängt davon ab,obdas Kind seinerseits Resonanzerfahrungen macht, ob Bezugspersonen seine Befindlichkeitszustände hinreichend erkennen und spiegeln. In den ersten beiden Lebensjahren kann eine solche Spiegelung, inder sich das Kind gesehen und erkannt fühlt, nur im Rahmen dyadischer Zweierbeziehungen gelingen. Die pure Fähigkeit zu Einfühlung oder Resonanz bedeutet keineswegs, dass sich ein Mensch tatsächlich hinreichend prosozial oder altruistisch verhält. Zuständig für die Fähigkeit, sich vorzustellen, wie sich das, was ich tue, aus der Perspektive meiner Mitmenschen darstellt, ist ein im Stirnhirn (Präfrontaler Cortex), unmittelbar über den Augenhöhlen gelegenes neuronales Spezial-Netzwerk (Orbitofrontaler Cortex genannt). Evolutionär gesehen war das Stirnhirn eine relativ späte Entwicklung. Dies ist der Grund, warum es beim einzelnen Menschen die zuletzt reifende Hirnregion ist: Aufgrund seiner späten Myelinisierung kann das Frontalhirn nicht vor dem zweiten bis dritten Lebensjahr beginnen, seine Funktion aufzunehmen. Jahrelanger Dialog Bis etwa zum zweiten bis dritten Lebensjahr ist das Frontalhirn aufgrund seiner erst dann beginnenden Reifung also sozusagen leer.nun aber kann und muss es beginnen, Informationen darüber abzuspeichern, wie das, was ich tue, sich aus der Perspektive anderer darstellt. Dies geschieht im Rahmen eines Prozesses, den wir «Erziehung» nennen. Erziehung ist ein geduldiger, jahrelanger Dialog,mit dem wir Kinder liebevoll, aber auch konsequent anhalten, ihre Impulse zu kontrollieren, Frustrationen zu ertragen und im Dienste der Gemeinschaft zu warten und zu teilen. Anders, als uns eine auf Rousseau zurückgehende Denkschule weismachen will, ist die Erziehung kein gegen die «Natur» des Kindes gerichtetes Projekt, sondern Teil seiner natürlichen Bestimmung. Ausweislich unseres Präfrontalen Cortex ist die Anleitung zu Perspektivübernahme und Rücksichtnahme Teil unserer biologischen Bestimmung. Wer es dem Kind erspart, die Regeln des sozialen Zusammenlebens zu verinnerlichen, versündigt sich an der Reifung des kindlichen Gehirns. Zusammenfassend bedeutet frühkindliche Bildung in erster Linie, ein Kind so zu begleiten, dass sich diejenigen neuronalen Systeme seines Gehirns entwickeln können, die es zu einem emotional und sozial kompetenten Wesen machen. Diese Kompetenzen sind die Grundlage für die Entwicklung intellektueller und kreativer Talente. Voraussetzung für die Entwicklung sozialer Kompetenz ist, dass sich Kinder gesehen, gespiegelt und sozial akzeptiert fühlen. Im ersten Lebensjahr kann dies nur im Rahmen einer dyadischen Beziehung gelingen. Neben Bindung und Zuwendung bedarf es für die Ausbildung sozialer Kompetenz, beginnend ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr, einer liebevollen, aber konsequenten Anleitung des Kindes zur Einhaltung sozialer Regeln. Joachim Bauer ist Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut. Er lehrt an der Uniklinik Freiburg im Breisgau.

7 <wm>10cfwmsqrdqaxdv8ihzdm-ui8hw8gqst9sovf_p166bsqqj4f2valpv-t2xntzupuqpc-2fi0nuzbzphobcpt5gaqhox-6ufu6ytyoadinkiqyr4cp2p0wgu2zfd-fh8dtmit_aaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0m7ewsgaaky2t4g8aaaa=</wm> <wm>10cexkmq6aiaxg4rpr_c2lgb0vj-kgxhmyz-8_avwcxvinr3dphk-xlxtbncgqqaozokejxfqzj2os9akclgazwkvotll9_0obwgabgqnm93k9ye3_ml8aaaa=</wm> <wm>10cfwmqw7dqbadv2hp3oe3uh6mwqkcqnxjvzz_r7krcxgtj30cgw1_tv312d9dgtcz4zkjwoamoaht4tzlnzs80ul39rz5emez0fqokest0iuhgaky1nzdrtwynd_fbvgmmkyaaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdqx0twyndmzmayafv1mwa8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax0gusxmzmanelyympaaaa</wm> <wm>10cfwmiq7dqawex-ttru3bjdwswqkaqvxifnz_oyzlbunws7nt1rt-pnf9vb6kqhzjnzkiqgzsvfkboqipb_1b9iw5lvjtldov4lgda40awmxljhh9b_0uxjsr0d7h-quwgep0fwaaaa==</wm> <wm>10cfwmmq6dmbaex3tw7vn2dhgj6bafonctpc7_q0a6ii1mnnpt6yr4b1n3cz06gzbrltw7m0pm65llwoxuzug-kckq6_zidzyzaunujg7ebmukqwxedpj-ujzcp_j9f356dktyfwaaaa==</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0ntcxngyauklvma8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0ntcxmgmadiwkwq8aaaa=</wm> <wm>10cfwmsqqambbdv-hkcr2r1i7srtiiexdx9v8nwzeh8ai8plxiav-2up_1karikmq5uxw6h4xumduspohibxulorwkfr6yatkwt0ciieykgmlylapofohzdq_pdb-dmunjgaaaaa==</wm> <wm>10casnsjy0mda20zuzsbq0nqea3ezn2g8aaaa=</wm> <wm>10cfwmoq7dmaxev8jr-wwvcqonsqqggg-zhvf_aenzwjf3t-84ehtce-7na7-6ah6ittksg61odpcpwm6pssg3pdvtlvztxz0ph47liekyayk0mawzh3ivjmmgyvf9-qgk4wn7fwaaaa==</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0nzcynqya7sfcga8aaaa=</wm> <wm>10cfwmqw7dmbrdv-hg9n0lwebuvhvu5sht8p4flr0bshrkhxvfrxt88tyoazshae9su1elwwrxdl_ustsiggnkkqgpne9opp5txf3twxk7agpzookt1lnnjvv-wj2pzvm83l8s_-krhaaaaa==</wm> <wm>10casnsjy0mdcx1dw3nde3nguaa-bdjq8aaaa=</wm> 8 Neue Zürcher Zeitung Sonderbeilage 7. November 2012 Bildung AARAU BADEN BASEL BERN CHUR GENF LAUSANNE LUGANO LUZERN ST.GALLEN ZÜRICH Die Schweizer Bildungsinstitution. Effizient. Sicher.Individuell. Informationsanlässe in Zürich Dienstag, 13. November 2012 und Dienstag, 15. Januar 2013, jeweils 18:30 Uhr Anmeldung unter +41(0) , oder auf Executive MBA Universität Zürich: Innovativ. Praxisbezogen. Ganzheitlich. Besser richtig lernen! Das Executive MBA der Universität Zürich bietet höheren Führungskräften eine interdisziplinäre und ganzheitliche Management Weiterbildung modernsten Zuschnitts mit einem Fokus auf Intercultural Management. Das Programm _konsequent berufsgleitend _international ausgerichtet _am Wirtschaftsstandort Zürich _Gesamtlaufzeit 18 Monate _Beginn jeweils im August Studienaufenthalte _Yale University, School of Management in New Haven (USA) _Fudan University, School of Management in Shanghai (China) _Hyderabad (Indien) Interessiert? Besuchen Sie uns auf unserer Website oder fordern Sie unsere Broschüre an: T+41 (0) HöhereFachschulen Fachhochschulen Berufsmaturität Gymnasiale Maturität Passerelle Zugang zu Hochschulen Banken Versicherungen Rechnungswesen Treuhand Handelsschule und KV Informatik Organisation Marketing Kommunikation Verkauf HR Management Kader,Leadership Management Sprachen und Kultur Berufliche Weiterbildung Allgemeinbildung Mehr als 20 Sprachen auf 5 Kontinenten ESL wurde 2010 und 2011 zur besten Agentur für Sprachaufenthalte Europas gewählt! 14 1C Die AKAD Schulen gehören zur Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz Zürich Bern Basel Luzern St. Gallen Winterthur t (zum Ortstarif) * Zur Verantwortung erziehen Gymnasium mit Internat für Jungen und Mädchen NEU Abitur nach der Mittleren Reife in drei Jahren Kolleg St. Blasien St. Blasien Telefon 0049 (07672) 27-0 Stufe um Stufe zum Erfolg Sekundarstufe Primarstufe Kindergarten Privatschule Terra Nova in Küsnacht und Feldmeilen Sprachaufenthalte Top Angebote von Annemarie, Barbara + Rolf Frischknecht Tel Lehrbetrieb zur beruflichen Integration von jungen Menschen mit einer Behinderung. PC TheSpirit of Zuoz is self-discipline. Das Lyceum Alpinum Zuoz ist eine der führenden Internatsschulen. Über 300 Schülerinnen und Schüler aus Graubünden und der ganzen Welt werden hier auf die Matura,das Abitur oder das International Baccalaureate vorbereitet. Unsere Schule ist geprägt von Traditionsbewusstsein und innovativem Denken. Sie vermittelt Werte wie Weltoffenheit, Fairplay und Leistungswille. Programm: International Baccalaureate (englischsprachig) Schweizer Matura Deutsches Abitur International Summer Camp &Junior Golf Academy Lyceum Alpinum Zuoz AG CH-7524 Zuoz,Switzerland Tel Fax

8 Sonderbeilage 7. November 2012 Neuö Zürcör Zäitung BILDUNG UNDERZIEHUNG 9 An der frühkindlichen Bildung entzünden sich zahlreiche politische Debatten. Meist wird übersehen, dass die Frage, ob wir frühkindliche Bildung für unterstützenswert halten oder nicht, wenig sinnvoll ist. Denn aus pädagogischer Sicht ist klar: Kleine Kinder müssen nicht gebildet werden. Sie bilden sich selbst, und das von Anfang an. Jeder gebaute Turm, jeder Streit und jedes Versöhnen mit anderen Kindern, jeder aufgesagte Reim ist eine Lernerfahrung. Lernen und Spielen sind für kleine Kinder keine Gegensätze, sondern weitgehend eins.ihreindividuellen Bildungsprozesse können nicht von Erwachsenen unterbunden oder gesteuert werden. Und so stimmt, was ein Bonmot sagt: «Auch wenn man am Gras zieht, wächst es nicht schneller.» Trotzdem haben wir als Eltern, als Angestellte einer Kindertagesstätte (Kita) und als Gesellschaft eine Verantwortung für die frühkindlichen Bildungsprozesse.Unsere Aufgabe ist es,räume zu schaffen, in denen sich die Kinder gut entwickeln können. Gute Entwicklung setzt Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen voraus. PRO Staat in der Verantwortung Wo immer sich Kinder aufhalten: UnsereAufgabe ist, dafürzusorgen, dass sie sich wohl und angenommen fühlen, wachsamaufihrebedürfnisse eingegangen wird, sie Antworten auf ihre Fragen bekommen und zu neuen angeregt werden. Bildung,Betreuung und Erziehung lassen sich nicht trennen und müssen in der Familie genauso wie in familienergänzenden Betreuungsstrukturen miteinander verzahnt stattfinden. Früh- Nicht alle Eltern sind ihren Aufgaben gewachsen. Von Jacqueline Fehr kindliche Bildung ist nicht Früh-Chinesisch. Sie hat nichts mit früher Karriereplanung,nichts mit «verordnetem» Wissen oder gar Leistungskontrollen zu tun. Ein Ja zur frühkindlichen Bildung ist gleichzeitig ein Nein zur Verschulung der ersten Lebensjahre. Frühe Förderung bedeutet, vom Kind aus zu denken. Es bedeutet, Kinder zu beobachten, wie sie lernen, eifrig die Welt entdecken und wie sie stolz strahlen, wenn sie endlich stehen können oder für den Holzwürfel das richtige Loch gefunden haben. Der wichtigste Lebens- und Entwicklungsort ist die Familie. Ein zweiter wichtiger Ort ist dort, wo anderekinder sind und wo weitere Erwachsene eine Verantwortung für das Kind übernehmen. Daskönnen Kitas,Krippen, Spielgruppen oder Tagesfamilien sein. Diese familienergänzenden Angebote bieten Kindern die Chance, bereits in den ersten Lebensjahren regelmässig mit anderen Kindern zusammen zu sein. Von niemandem lernen Kinder so viel wie von anderen Kindern. Bei familienergänzender Betreuung denken wir zu oft an quantitative Aspekte. Gibt es genug Krippenplätze? Wie können die Kosten gesenkt werden? Zu selten fragen wir, welche Qualität die Betreuung haben muss,damit Kinder zu ihrem Recht auf eine kindgerechte Entwicklung kommen. Eine wichtige Voraussetzung ist ausgebildetes Personal, das ein fundiertes Wissen über frühkindliche Bildung und Entwicklung mitbringt und erkennt, wie sich das Kind entwickelt und wie man seinem Lernwillen Raum schaffen kann. Wichtig ist zudem Stabilität. Gute Arbeitsbedingungen wirken dem häufigen Wechsel bei den Betreuungspersonen entgegen. Erfahrene Fachleute wissen auch um die Bedeutung der Elternarbeit. Je besser die Zusammenarbeit zwischen Familie und familienergänzender Betreuung, desto mehr kann das Kind vom jeweils spezifischen Wert der unterschiedlichen Lebensräume profitieren. Nicht jedes Kind hat das Glück, Eltern zu haben, die ihrer Aufgabe gewachsen sind. Und längst nicht jedes Kind hat die Chance, von einem guten familienergänzenden Angebote zu profitieren. Und so ist es derzeit dem Zufall überlassen, ob ein Kind eine anregende Umgebung hat vielleicht auch nur ein paar Stunden die Woche und damit sein Potenzial entwickeln kann. Dies darf in einer freiheitlichen Gesellschaft, die sich der Chancengleichheit verpflichtet, nicht sein. Die öffentliche Hand steht in der Verantwortung.Wenn es um Kinder geht, geht es um die Zukunft von uns allen. Jacqueline Fehr ist SP-Nationalrätin. Chancengleichheit auf der Zeitachse Die Politik ist sich über frühkindliche Bildung uneins. Wann muss sie beginnen, damit Kinder gleich lange Spiesse haben? CONTRA Bescheidener Mehrwert Die Eigenverantwortung steht an oberster Stelle. Von Christian Wasserfallen Das Harmos-Konkordat sieht die Einschulung aller Kinder mit dem vollendeten vierten Altersjahr vor.bei der frühkindlichen Bildung geht es also um die ersten vier Lebensjahre. Just in diesen Jahren wird die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern extrem geprägt. An diesem fragilen Gleichgewicht in dieser Zeitspanne hat der Staat nicht ohne Not zu rütteln. Die Eigenverantwortung steht hier an oberster Stelle. Das prioritäre Ziel der frühkindlichen Bildung wäre es per Definition, den allerersten Lebensabschnitt eines Kindes zu nutzen, um dessen künftige Lernprozesse zu verbessern. In der Realität werden jedoch oft andere Prioritäten gesetzt. Es geht in der Politik bei der frühkindlichen Bildung nicht in erster Linie um die Entwicklung des Individuums, sondern um die Chancengleichheit, wo alle alles etwa gleich machen sollten. Dass damit nicht einfach alles besser wird, sei hier erläutert. Länder wie zum Beispiel Deutschland kennen einen Rechtsanspruch auf den Besuch einer Kindertagesstätte, frühkindliche Bildung eingeschlossen. Deutschland zeigt hier historisch bedingt eine sehr interessante Seite dieser Diskussion. In den ehemaligen Ostländern lässt sich bis heute beobachten, dass der Anteil verfügbarer Plätze in Kindertagesstätten viel höher liegt als in den alten Westländern. Wie unterscheiden sich nun die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler dieser beiden Regionen? Das Resultat der Pisa-Studie aus dem Jahr 2000 spricht nicht für die Einführung von Schulstrukturen ab Geburt. Alte und neue Bundesländer haben beide sehr unterschiedliche Leistungsniveaus, wobei Bayern und Baden-Württemberg die Spitze setzen. Die Leistungsunterschiede innerhalb des Landes sind, wiezuerwarten, in den neuen Bundesländern etwas kleiner als in den alten. Die Leistungsanalyse der Schweizer Schülerinnen und Schüler, die ja im Schnitt besser sind als die deutschen Kameraden, lässt einen noch etwas deutlicheren Schluss zu. Der Kanton Tessin, der den frühesten Bildungseintritt kennt, bringt trotzdem nicht die besten Schüler hervor. Zwar wirkt sich nach Pisa-Studie 2009 die soziale Herkunft im Tessin weniger auf die Leistungen aus als in anderen Kantonen, aber auf das Bildungsniveau an sich hat dieses System keinen Einfluss vielleicht sogar im Gegenteil. Die Leistungen im Tessin sind in allen Bereichen statistisch signifikant niedriger als in der Schweiz. Ob also frühkindliche Bildung eine Nivellierung der Kompetenzen nach oben oder nach unten bewirkt, kann nicht festgestellt werden. Dieses ursprüngliche Ziel wird damit nicht per se erreicht. Dazu wäre vor allem wieder eine gesunde Leistungskultur inklusive durchlässiger Niveaustufen in den neun obligatorischen Schuljahren nötig.offen bleibt zudem auch, ob durch früheste Bildung die Chancengleichheit wirksam verbessert wird. Denn die Leistungsbandbreite der Schweizer Schülerinnen und Schüler ist gemessen an vergleichbaren Ländern in Europa keineswegs schlecht. Deutschland kennt, wie erläutert, einen Rechtsanspruch auf den Besuch einer Kindertagesstätte. Dennoch ist das deutsche Bildungssystem weit anfälliger auf den Einfluss des sozioökonomischen Hintergrunds als unser System trotz hohem Anteil an Kindertagesstätten in den neuen Bundesländern. Frühkindliche Bildung kann im besten Fall einzig zu einer Angleichung der Bildungsleistungen führen. Ein positiver oder negativer Einfluss auf das Bildungsniveau generell lässt sich nicht erkennen. Der Mehrwert bleibt also bescheiden. Obligatorien oder gar Rechtsansprüche sind in der Schweiz aufgrund der Faktenlage zu vermeiden. Ausfreisinnig-liberaler Gesinnung sind staatliche Interventionen auf jeden Fall abzulehnen. Am meisten profitieren die Kinder in ihren ersten Lebensjahren von ihren Eltern und von einem intakten Umfeld. Kinder zu begleiten, ist eine wundervolle Aufgabe. Kleine Kinder gehören primär indie Obhut ihrer Eltern, nicht fremder Erziehungspersonen. Christian Wasserfallen ist FDP-Nationalrat. Ein Lückenschliesser für die frühe Kindheit Neue Forschungserkenntnisse zur frühen Kindheit sollen besser für die Praxis aufbereitet werden. Die Pädagogische Hochschule Thurgau und die Universität Konstanz machen erste positive Erfahrungen mit einem interdisziplinären Masterstudiengang. Jörg Krummenacher, Kreuzlingen Das Netzwerk professioneller Kinderbetreuung wird in der Schweiz auf allen Stufen zunehmend dichter gestrickt: Eine dreijährige Lehre führt zum eidgenössischen Fähigkeitsausweis als Fachperson Kinderbetreuung,Bildungsstätten wie das Marie-Meierhofer-Institut für das Kind bieten Weiterbildungen zur Team- und Kita-Leitung an, pädagogische Hochschulen und Universitäten pflegen verstärkt Lehre und Forschung im Bereich der frühkindlichen Bildung. Neue Zentren und Angebote Hinzu kommen beratende und koordinierende Institutionen auf nationaler wie regionaler Ebene,beispielsweise der Verband Kindertagesstätten der Schweiz. Nachholbedarf besteht indes bei der Forschung und Vermittlung.Zudem scheinen die Kantone bei der Aufsicht über Kindertagesstätten und Horte ohne übergreifendes Konzept vor sich hin zu wirken. Es mangelt weiterhin an spezifisch ausgebildetem Fachpersonal. Nicht zufällig sind, um die Mängel zu beheben, in den letzten beiden Jahren mehrere Angebote geschaffen worden: Im Frühjahr 2011 eröffnete die UniversitätFreiburgdas Zentrum für frühkindliche Bildung,das die anwendungsorientierte Forschung stärken und die Beratung in Praxis und Bildungspolitik verbessern will. Vor zwei Jahren haben die pädagogischen Hochschulen in St. Gallen und im süddeutschen Weingarten gemeinsam einen Masterstudiengang «Early Childhood Studies» lanciert, dessen erster Lehrgang soeben abgeschlossen wurde. Während hier der Fokus auf Kinder zwischen drei und zehn Jahren gerichtet ist, legt die Pädagogische Hochschule Thurgau in Kreuzlingen den Schwerpunkt auf Kinder zwischen null und fünf Jahren. Sie hat ihren ersten Masterlehrgang zur frühen Kindheit im vergangenen Herbst gestartet, und auch sie bietet ihn grenzübergreifend an: in Kooperation mit der Universität Konstanz. Zudem pflegt sie regen Austausch mit dem Marie-Meierhofer-Institut und der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm. Am Beispiel dieses jüngsten Lehrgangs manifestiert sich das Bemühen, die Forschung im Bereich der frühen Kindheit zu verstärken, diese aber nicht nur für ein universitäres Fachpublikum, sondern auch für die Praxis in Kindertagesstätten, für Eltern und für die Bildungspolitik nutzbar zu machen. Dabei ist die am Bodensee gewählte Kooperation zwischen Universität und Pädagogischer Hochschule bisher einzigartig. Ziel sei nicht die Verakademisierung der Kinderbetreuung,sagtdieKreuzlinger Studiengangsleiterin Carine Burkhardt, sondern eine Weiterentwicklung der Betreuungsqualität. Dazu brauche es Fachleute auf unterschiedlichem Ausbildungsniveau. Austausch im Netzwerk Der Masterstudiengang dauert vier Semester und ist vollzeitlich zu absolvieren. Integriert ist ein Praktikum von acht Wochen. Vor Jahresfrist ist der Lehrgang mit 28 Studierenden gestartet, jetzt, zur Halbzeit, sind noch 23 dabei, 21 Frauen und 2 Männer. «Eine normale Fluktuation», meint Burkhardt. «Ich finde, es läuft gut.» Keine Zweifel hegt sie, dass die Studierenden nach Studienabschluss eine Stelle finden werden: «Solche Leute sind gesucht.» Infrage kämen etwa Jobs in der Forschung,an Hochschulen, in der Ausbildung, bei kantonalen Fachstellen. Begleitend haben sich Kreuzlingen und Konstanz um den Aufbau eines Kompetenznetzwerks zur frühen Kindheit bemüht (www.fruehekindheit.ch), das auf mittlerweile 15 Institutionen angewachsen ist und dem sich beispielsweise die Fachstelle für Familienfragen des Kantons Basel-Landschaft angeschlossen hat. Soeben hat sich das Netzwerk zum Herbstmeeting getroffen. Wie frühkindliche Bildung aussehen soll, ist für Carine Burkhardt klar: Den Kindern soll nicht reines Wissen vermittelt, sondern ein anregendes Umfeld geboten werden, damit sie sich individuell, sozial, emotional entwickeln können Voraussetzung, «damit ein Kind einfacher seinen Weggehen kann».

9 <wm>10cfwkoq7dmbbdv-gi27m7laucyqqcqjxkgt7_o7vla5at57euiwruvjbtwpzbwmmysvxbqawno_vsz4ilavvkaqhujz_d3juozssx0fgn067tmzsmz-nmlfr5vj8_ychq3n8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tu0ntizsgqaubxb_q8aaaa=</wm> 10 BILDUNG UNDERZIEHUNG Neuö Zürcör Zäitung Sonderbeilage 7. November 2012 Als aktive Forscherin im Bereich der Grundlagen der kindlichen Entwicklung mit Schwerpunktsetzung auf das Kindergarten- und Primarschulalter verfolge ich mit Interesse die öffentlichen Diskussionen über das Für und Wider einer frühkindlichen Bildung. Hier kristallisieren sich aus meiner Sicht verschiedene Missverständnisse über die kindliche Entwicklung heraus,die zu Ängsten, Befürchtungen und Verunsicherungen führen. Vier dieser Missverständnisse versuche ich im Folgenden zu klären. Erstens: Der regelmässige Besuch einer vorschulischen Bildungs- oder Betreuungseinrichtung stellt für junge Kinder keine traumatische Trennung vom Elternhaus dar. Vielmehr erfüllt das Fachpersonal der Einrichtung beim Kind ganz andere Funktionen, indem kindgerechte Anregungen und Spielmöglichkeiten geboten werden, für einen Rahmen für positive und altersgemässe Sozialkontakte zwischen Kindern gesorgt wird und eine institutionelle Sozialisation vorbereitet wird. Auch wenn ein Kind eine familienergänzende Betreuung besucht, bleiben die Eltern die primären Bezugspersonen, die emotionale Unterstützung in allen Lebensbereichen und Lebensphasen leisten. Eine Kleinkinderzieherin und die Mutter oder der Vater haben also sehr unterschiedliche, einander ergänzende Rollen und Funktionen in der Entwicklung eines Kindes und stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Die vier grossen Missverständnisse Frühe Bildung aus der Sicht der Entwicklungspsychologie. Von Claudia M. Roebers Zweitens: Frühe Bildung hat nicht zum Ziel, Bildungsinhalte der Schule in die Vorschulzeit zu verlegen. Daswürde gar nicht funktionieren genauso wenig, wie man einem 5-Jährigen Stabhochsprung beibringen würde. Die Systemvoraussetzungen stimmen einfach nicht. Ein Kind gestaltet seine eigene Entwicklung aktiv mit. Dies bedeutet, dass jedes Kind sich selbst Aktivitäten aussucht, die seinem jeweiligen Entwicklungsstand und Interesse entsprechen. Frühe Bildung hat vielmehr das Ziel, auf der Basis von Fachwissen Kindern genau solche Betätigungsfelder zu schaffen, die seine Entwicklung optimal anregen. Frühe Bildungseinrichtungen können aber auch dort gezielt Ausgleich schaffen, wo die kindliche Entwicklung einseitig oder in eine ungünstige Richtung zu laufen droht. Hierzu ein Beispiel: Die Fähigkeit von Kindern, phonologische (lautsprachliche) Informationen optimal zu verarbeiten, hängt mit dem späteren Lesenlernen und dem Erlernen der Rechtschreibung eng zusammen. Probleme in diesem Bereich machen nicht an der Haustüre von gut gebildeten Eltern und ihren Kindern halt; sie können aber durch eine gezielte Förderung in der Wahrnehmung von Sprachlauten in den vorschulischen Jahrenvorbeugend, spielerisch und effektiv angegangen werden. Drittens: Manchmal wird argumentiert, dass über den ein- bis zweijährigen Kindergarten hinaus keine weiteren frühen Bildungseinrichtungen in der Schweiz nötig seien. Dieser Auffassung stehen Forschungsbefunde entgegen, die eindeutig aufzeigen, dass sich bereits mit vier Jahren bei Kindern wesentliche Entwicklungsbereiche verfestigt haben. Stabilität inder Entwicklung bringt es mit sich, dass Umweltfaktoren (z. B. Fördermassnahmen) weniger effizient auf die stattfindende Entwicklung Einfluss nehmen können. Grosse individuelle Unterschiede zwischen Kindern bestehen also bereits in einem frühen Alter und haben die Tendenz, bestehen zu bleiben oder gar noch grösser zu werden. Frühe Bildungs- und Betreuungseinrichtungen können die Entwicklung von Kindern bereits früh positiv beeinflussen, was möglicherweise im Kindergartenalter schon zu spät sein Der regelmässige Besuch einer vorschulischen Betreuungseinrichtung stellt für Kinder keine traumatische Trennung vom Elternhaus dar. kann. Die heute vorhandene grosse Heterogenität der Kinder im Kindergarten oder in der Primarschule stellt für Lehrkräfte und Kinder eine so grosse Herausforderung dar, dass manchenorts in der ersten Klasse Lernziele und Lerninhalte, für die die Kinder bereit sind, nicht vollumfänglich erreicht werden können. Frühe Bildungseinrichtungen können wichtige Vorbereitungen im Hinblick auf die Schulbereitschaft jedes einzelnen Kindes leisten, was dann allen zugutekommt. Viertens: In den Medien wurde wiederholt berichtet, dass der Besuch von frühen Bildungs- oder Betreuungseinrichtungen zu aggressivem Verhalten führt. Diese Aussage geht auf einen einzelnen, oft falsch berichteten Befund aus den USA zurück. In dieser Untersuchung wurden Kinder,diemehr als50 Stunden prowoche in zwei oder mehreren Kindertagesstätten (mit fragwürdiger, nicht mit der Schweiz zu vergleichender Qualität) verbrachten, als aggressiver eingeschätzt als vergleichbare Kinder ohne Fremdbetreuung. Diesem speziellen Einzelbefund steht eine ganze Reihe von Studien gegenüber,die belegen, dass der regelmässige Besuch einer frühkindlichen Einrichtung während 25 bis 40 Stunden in der Woche zu Entwicklungsvorteilen in Bezug auf die sprachliche und soziale Entwicklung, das Spielverhalten und die Selbständigkeit führt. Insbesondere der förderliche Aspekt in der Sprachentwicklung ist für Kinder aus einem fremdsprachigen Umfeld noch bis weit in die Schulzeit hinein nachweisbar. Aus Sicht der Entwicklungspsychologie ist kaum nachvollziehbar,warum Eltern ihrem Kind die Möglichkeit einer solchen kindgerechten und förderlichen Umgebung vorenthalten wollen. Vor dem Hintergrund dieser Befunde wäre eine verstärkte gesellschaftliche Sensibilisierung für frühkindliche Entwicklung und Erziehung und deren Bedeutsamkeit für die gesamte Schweiz wünschenswert. Wenn ausreichend viele und qualitativ hochwertige Einrichtungen für Vorschulkinder existieren, dann steigt die Akzeptanz und Wertschätzung dieser Institutionen und der wichtigen Arbeit, die dort geleistet wird. Jede Familie muss gleichzeitig frei sein in ihrer Entscheidung, ob das eigene Kind eine solche Einrichtung besucht oder nicht, denn nur so kann eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Fachperson und Eltern entstehen. Hierzulande sind die Dachverbände aufgefordert, Einrichtungen zu gründen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sind. Nötig sind nicht nur grosszügige Raumverhältnisse, vielfältige Spiel- und Beschäftigungsmaterialien und flexible Tagesstrukturen, sondern es braucht auch gut ausgebildetes und begleitetes Fachpersonal vor Ort. Claudia M. Roebers ist Ordinaria am Institut für Psychologie der Universität Bern. Sie leitet dort die Abteilung Entwicklungspsychologie. Auch Studien liefern keine Patentrezepte Vorrangig Kinder aus einer reizarmen Umgebung sollten gefördert werden. Liebevolles Eingehen auf die individuellen Defizite eines Kindes und möglichst viele Anregungen über einen langen Zeitraum hinweg: Das ist für Experten ein Beitrag zur Chancengleichheit. Stefanie Lahrtz Auch wenn es einem Stapel an Ratgeberliteratur und wohlmeinende Teilnehmer von Elternabenden immer öfter einreden wollen längst nicht jedes Kind muss von klein auf speziell gefördert werden. Laut Fachleuten profitieren vor allem Kinder aus einem reizarmen Umfeld, die wenig sprachliche und sonstige Anregungen erhielten und zudem keine liebevolle und zuverlässige Bezugsperson hätten, von speziellen Programmen. Somit sollten solche benachteiligten Kinder vorrangig gefördert werden. Doch auch Experten haben kein Patentrezept, durch welche der vielen angepriesenen Fördermassnahmen denn nun Kindern die umfangreiche Ausbildung kognitiver, motorischer und sozialer Fähigkeiten ermöglicht werden kann trotz einer Vielzahl von Studien, welche die Effekte von unterschiedlichen Programmen und Betreuungsformen unter die Lupe genommen haben. Viele unterschiedliche Reize Benachteiligte Kinder statt zu Hause möglichst früh und möglichst viele Stunden pro Tag in eine Betreuungseinrichtung zu bringen, bringt dem Nachwuchs nicht zwangsläufig nennenswerte Vorteile. Dies zeigte auch eine kürzlich beendete Schweizer Untersuchung von Kaspar Burger, derzeit am Institut Universitaire Kurt Bösch in Sion tätig. Kinder, deren Eltern einen geringeren Bildungsstand aufwiesen, schlechter Deutsch konnten und weniger Bücher zur Verfügung hatten, holten nämlich bis zur Einschulung ihre kognitiven Defizite im Vergleich zu privilegierter aufwachsenden Kinder trotz Krippenbesuch nicht auf. Zu viel Programm kann sogar kontraproduktiv sein. Denn mehrerestudien weisen darauf hin, dass eine mehr alsfünf Stunden pro Tag dauernde institutionelle Fremdbetreuung im ersten Lebensjahr die kindliche Entwicklung, vor allem aber das Sozialverhalten negativ beeinflusst. Fachleute sind sich einig, dass die durch die familiäre Herkunft bedingten Entwicklungsdefizite am besten kompensiert werden, wenn Kinder in kleinen Gruppen von gut ausgebildetem Lehrpersonal mit immer wieder neuen und vor allem sehr unterschiedlichen Materialien und Anregungen konfrontiert werden. Kinder sollten die in Programmen präsentierten Anregungen auch immer in ihrem Alltag wiederfinden und anwenden können, betont Burger im Gespräch. Der Idealfall sähe zum Beispiel so aus: Man schaue ein Bilderbuch über diverse Geschäfte an und gehe dann gemeinsam einkaufen oder lese Texte über Handwerksberufe vor und backe daraufhin zusammen Brot. Ganz wichtig sei zudem die Art der Interaktion. Nur wenn die Betreuer liebevoll und vorurteilsfrei mit den Kindern umgingen, würden diese profitieren. Auch sei es wichtig, dass in einer Gruppe nicht alle Kinder dieselben Defizite oder Probleme hätten. Die Wissenschaft kann allerdings derzeit keine allgemeingültigen Regeln dafür liefern, wie viele Stunden pro Tag oder auch wie viele Monate insgesamt ein Förderprogramm besucht werden sollte.denn Kinder hätten ein sehr individuelles Lerntempo und eine ganz eigene Auffassungsgabe,betont Burger. Gerade weil Kinder sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung seien und zudem jeweils spezifische Defizite hätten, aber auch mit einem ganz eigenen Umfeld konfrontiert seien, könne man die Wirkungen diverser Programme so schlecht miteinander vergleichen. Auf jeden Fall werde man einem Kind nur dann wirklich gerecht, wenn die Förderung stark auf es abgestimmt sei, so ist immer wieder zu hören und zu lesen. Allerdings ist das im normalen Ablauf einer Betreuungseinrichtung meist nur selten durchgängig realisierbar. Bitte keine Frühschule Ein weiteres Problem bei der Bewertung von Förderprogrammen ist zumeist, dass diese einen definierten Zeitraum umfassen. Die Kinder werden in der Regel nur davor und dann danach oder allenfalls noch zum Schuleintritt überprüft. Somit werden nur kurzfristige Effekte erfasst. Nicht so privilegiert aufwachsende Kinder, welche ab dem Schuleintritt keine spezifische Förderung mehr erhalten, weisen nämlich meist nach wenigen Monaten wieder Defizite gegenüber Alterskollegen aus einer weiterhin sehr anregenden Umgebung auf. Dies zeigen einzelne Studien, aber vor allem Erfahrungen von Lehrern. Gerade benachteiligte Kinder müssen also nicht nur bis zur Schule, sondern bis zu deren Ende und vielleicht sogar darüber hinaus betreut und gefördert werden. Eine zwar eigentlich banale, aber in der Frühfördervielfalt manchmal fast vergessene Erkenntnis. Viele Experten warnen ausserdem davor, dass heutzutage frühkindliche Förderung immer öfter mit Faktenvermittlung verwechselt werde.dabei sollte es in erster Linie darum gehen, grundlegende Fähigkeiten zu entwickeln. Man wisse mittlerweile, dass schon sehr kleine Kinder eigentlich wie erwachsene Forscher dächten und vorgingen, betonte die Psychologin Alison Gopnik erst kürzlich in einem Artikel in der Wissenschaftszeitschrift «Science».Alle Kinder hätten ein angeborenes Gespür für Gesetzmässigkeiten, welche sie dann durch Beobachten und Ausprobieren bestätigen könnten. Nur wenn Kinder mit ihrer natürlichen Neugier ihre eigene Hypothese austesten und so auch fehlerhafte Vorstellungen wieder revidieren könnten, würden sie wirklich ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern. Deshalb sei der Trend zu immer mehr verschultem Lernen in der frühen Kindheit langfristig nicht nur sinnlos, sondern sogar schädlich fürdie jungen Weltentdecker. ANZEIGE Potenzialanalysen für Kinder mit konkreten Resultaten weil Erfolg kein Zufall ist. create your life.

10 Sonderbeilage 7. November 2012 Neuö Zürcör Zäitung BILDUNG UNDERZIEHUNG 11 Miriam Scherer Das Backsteinhaus liegt in einem ruhigen Quartier. Im Garten befindet sich ein Klettergerüst, Kinder rennen schreiend herum, im Innern des Gebäudes wird auf drei Stockwerken gemalt, gebastelt, oder aus Kissen und Matratzen Häuser gebaut nichts Ungewöhnliches also füreine Kindertagesstätte. Aufden ersten Blick gibt es keine Hinweise,dass hier in Bern in der Kita Spitalacker mit einem bildungsorientierten Konzept gearbeitet wird. Seit Januar 2011 nimmt die Kita wie alle städtischen Kindertagesstätten in Bern am Pilotprojekt Bildungskrippen.ch teil. So soll das deutsche Infans-Konzept zur Frühpädagogik in Schweizer Kindertagesstätten etabliert werden. Das Pilotprojekt in Bern dauert noch bis Ende Jahr. Fähigkeiten sind zentral Während dem laufenden Projekt zur Bildungsorientierung hat sich in der Kita Spitalacker,die von rund 60 Kindern besucht wird, einiges verändert. Viele dieser Anpassungen sind jedoch nicht auf den ersten Blick sichtbar. «Die Räumlichkeiten wurden praktisch nicht verändert, das Konzept ist primär eine Frage der Haltung»,sagt Fabienne Burgy,stellvertretende Leiterin der Kita. «Das Kind soll auf dem Bildungsniveau abgeholt werden, wo es steht.» Dabei seien die Fähigkeiten des Einzelnen zentral, nicht die Defizite,sagt Burgy.Ein Kind werde nicht mit anderen Vertretern der gleichen Altersgruppe, sondern nur mit sich selber verglichen, ergänzt Krippenleiterin Andrea Zengaffinen. Damit ein solcher Vergleich möglich ist, wird für alle Kinder ein Portfolio erstellt. Die Ordner nehmen einen Grossteil des Bücherregals im Sitzungszimmer in Beschlag. Für das Portfolio halten die Erzieherinnen in einem Raster ihrebeobachtungen fest. So lassen sich die Entwicklungsschritte verfolgen. Zudem enthalten die Ordner Fotos des jeweiligen Kindes. «Baustelle» imgarten Diese Bilder können gemäss Zengaffinen ein wichtiges Kommunikationsmittel sein, vor allem im Umgang mit fremdsprachigen Eltern. «Auch ohne die Raster zu verstehen, wird ersichtlich, wie und womit das Kind spielt.» Anhand der Dokumentation reflektieren die Erzieherinnen mindestens alle zwei Wochen die gemachten Beobachtungen im Team und eruieren so die Bedürfnisse der Kinder.Ein Jahresplan legt fest, welche Kinder in der Kita wann genauer beobachtet werden. «So kommen auch stillere und unauffälligere Kinder zum Zug», sagt Zengaffinen. Bei unsystematischen Beobachtungen würden solche Kinder häufig im Alltagsgeschehen untergehen. Die Beobachtung des Spielverhaltens eines knapp 3-jährigen Jungen hat ergeben, dass er gerne Dinge konstruiert und zusammenschraubt, sowie mit magnetischen Kugeln spielt. Daraus folgerten die Erzieherinnen, dass sich dieses Kind für Technik und das Thema Baustelle interessiert. Ausgehend von diesem offenbar vorhandenen Bedürfnis haben die Erzieherinnen einen «Baustellen-Kasten» zusammengestellt. Dafür lassen sich auch die anderen Kinder begeistern: Eine Erzieherin, bekleidet mit einer leuchtend gelb-orangen Weste,begibt sich mit einer Gruppe auf die «Baustelle».Im Garten bohrt die Betreuerin Löcher in eine Holzwand, die Kinder als Bauarbeiter verkleidet sperren das Gelände derweil mit rotweissem Band aus Kunststoffab. Individuelle Erziehung Die Entwicklung vom Spielen mit Murmeln bis hin zur Baustelle ist im Portfolio des Jungen dokumentiert. In diesem Fall habe die Kommunikation mit den Eltern mustergültig funktioniert, sagt Burgy.Die Mutter habe ihrem Sohn umgehend magnetische Kugeln für Zuhause gekauft, nachdem sie die Fotos vom Spielen in der Kita gesehen hatte. Das Thema Baustelle ist jedoch mehr als ein spontanes Spiel, dahinter steckt ein spezifisches Erziehungsziel, individuell auf das jeweilige Kind in Form eines Handlungszieles zugeschnitten. In Bezug auf den 3-jährigen Jungen lautet dies: Der erwachsene Mensch, der das Kind einmal sein wird, hat einen Zugang Die Kinder bauen an ihrer Zukunft Eine Bildungskrippe versteht sich als «Lebensschule» und will Kinder auf das Dasein als Erwachsene vorbereiten. Spielerisches Lernen: In der Kita Spitalacker sind zum Beispiel die Treppenstufen nummeriert. zu technischen und logischen Abläufen. Solche Ziele definieren die Betreuerinnen im Rahmen der Teamsitzungen. Die Bedürfnisse des einzelnen Kindes würden auf diese Weise mit von Erwachsenen formulierten Zielen verknüpft, erklärt die Leiterin der Kindertagesstätte. Die Erziehungsziele würden sichaufdie Zukunft beziehen, sagt Melanie Bolz, fachliche Mitarbeiterin des Projekts Bildungskrippen.ch. «Es geht um die Frage, was ein Erwachsener für Fähigkeiten und Kompetenzen braucht, um ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.» Dabei scheint aus der Perspektive der Kinder die Arbeitswelt zentral zu sein: Neben dem Baustellen- Kasten ist eine Spiel-Kiste rund ums Büro in Entstehung, mit Utensilien wie einer Tastatur oder einem Taschenrechner. Gemäss Gruppenleiterin Regula Pretto stünde dieses Thema bei jenen Kinder hoch im Kurs, deren Eltern tatsächlich in einem Büro arbeiteten. Bildung für alle Die bildungsorientierte Kita versteht sich als eine «Lebensschule». Dies hat laut Zengaffinen wenig mit Lernzielen im schulischen Sinne zu tun. «Es steht nirgends geschrieben, dass alle Fünfjährigen lesen können müssen.» Falls ein Kind jedoch Interesse an Buchstaben zeige,würden die Erzieherinnen ihm entsprechendes Material zur Verfügung stellen. Damit die Kinder überhaupt ein Interesse für Zahlen oder Buchstaben entwickeln können, hängen Plakate und Poster in der ganzen Kita. Überdies sind die Treppenstufen nummeriert, so dass die Kleinen anhand der grossen Ziffern zählen lernen, sofern sie dies wollen. Vermeintliche Dekorationen an der Wand dienen als Orientierungshilfe.So können selbst die Kleinsten anhand der Fotos auf der Magnetwand erkennen, welche Kinder und Erzieherinnen am jeweiligen Tag im Haus sind. Solche Tafeln finden sich auf jedem der drei Stockwerke. Je nach Etage sind die Räumlichkeiten in Händen der Gruppen Türkis,Purpur oder Gelb. Das Alter der Gruppenmitglieder ist durchmischt, vom Säugling bis zum Kindergärtler. Vor allem für Kita-Neulinge ist eine feste Tagesstruktur wichtig.gemäss Gruppenleiterin Belinda Fuhrer möchten die Kinder am Anfang wissen, wann sie wieder von den Eltern abgeholt werden. Ein fester Bestandteil des täglichen Programms in der Kita Spitalacker ist auch die Zubereitung des Mittagessens. Auf dem Menuplan steht dieses Mal Pizza. Drei Kinder stehen mit der Köchin in der Küche, das Schneiden des Gemüses bereitet den Nachwuchsköchen sichtlich Spass. In der Kita Spitalacker sei bereits vor dem Pilotprojekt gemeinsam gekocht worden, sagt Zengaffinen. «Die Kinder lernen auf spielerische Weise den Umgang mit Nahrungsmitteln.» Selbst der Geburtstagskalender im ersten Stock hat einen Lerneffekt. Bei jeder Geburtstagsfeier wird den Reagenzgläsern ein Kügelchen hinzugefügt, wer will, kann die Altersjahre der Erzieherinnen und der Kinder zählen. Im Dachstock scheinen sich die Kinder besonders für Sprachen und Länder zu interessieren, an der Wand hängen mehrere Weltkarten. Andere bunte Plakate machen deutlich, dass das Thema Baustelle nicht nur im Garten von Bedeutung ist. Eine Abbildung zeigt alle erdenklichen Fahrzeuge und Maschinen einer Baustelle. Laut Zengaffinen ist es eine Herausforderung, wenn sich Kinder für ein Thema interessieren und die Erzieherinnen keinen Bezug zu diesem Sachgebiet haben. Die Betreuerinnen würden mit den Kindern recherchieren und auf diese Weise selbst dazulernen. «Eine bildungsorientierte Kita bildet alle Beteiligten», ist Zengaffinen überzeugt. Die Kindertagesstätte werde durch die Umsetzung des Infans-Konzeptes zu einer «lernenden Organisation», ergänzt Bolz. Die Erwachsenen würden sich vermehrt mit Weiterbildungen auseinandersetzen, wenn das Thema im Arbeitsalltag präsent sei. Das Team setze sich aus geschulten Erzieherinnen zusammen, betont Zengaffinen. «Die Betreuerinnen können komplexeren Fragen nachgehen.» Durchdas Projekt sei das Team näher zusammen gerückt. Wie es nach dem Pilotprojekt weitergeht, ist offen. Die Erzieherinnen möchten auf alle Fälle an der eingeschlagenen Marschrichtung festhalten.

Frühförderung Netzwerk Winterthur, 22.Oktober 2013 Frühförderung primano 2007-2012 Ergebnisse

Frühförderung Netzwerk Winterthur, 22.Oktober 2013 Frühförderung primano 2007-2012 Ergebnisse Frühförderung Netzwerk Winterthur, 22.Oktober 2013 Frühförderung primano 2007-2012 Ergebnisse Gesundheitsdienst Schulärztlicher Dienst Schulsozialarbeit Gesundheitsinformation/ Frühförderung Gesundheitsförderung

Mehr

Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter. «Ja nicht pseudomässig erwachsen sein und cool reden»

Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter. «Ja nicht pseudomässig erwachsen sein und cool reden» Spiel omnipräsent und doch ein Mythos? Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter «Das Spiel ist die höchste Form der Forschung» Albert Einstein Spiel und

Mehr

Chancen und Risiken der Frühförderung und ihre Auswirkungen auf die Bildungslaufbahn

Chancen und Risiken der Frühförderung und ihre Auswirkungen auf die Bildungslaufbahn Chancen und Risiken der Frühförderung und ihre Auswirkungen auf die Bildungslaufbahn Luzern, 27. November 2013 Prof. Dr. Margrit Stamm Em. Ordinaria für Erziehungswissenschaft an der Universität Fribourg-CH

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) Bundesverband e. V.

Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) Bundesverband e. V. http://www. Dialog und Kooperation Ausbau und Gestaltung der Ganztagsangebote für Schulkinder - eine gemeinsame Verantwortung von Kindertageseinrichtungen und Schule Das deutsche Bildungssystem ist grundlegend

Mehr

Zukunft. Weg. Deine. Dein

Zukunft. Weg. Deine. Dein Schüler aus der Schweiz sind an den Zinzendorfschulen herzlich willkommen. Auf unseren Gymnasien könnt ihr das Abitur ablegen und damit später an allen Hochschulen in Europa studieren. Ideal ist das vor

Mehr

Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik

Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule: Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik 1 Chancengleichheit mit der Gemeinschaftsschule Die ersten Gemeinschaftsschulen sind zum Schuljahr 2012/13 an den Start

Mehr

Grundinformation zum Programm MUS-E

Grundinformation zum Programm MUS-E Grundinformation zum Programm MUS-E Das Programm MUS-E ermöglicht eine ganzheitliche Schulbildung durch die Künste und fördert die Kreativität. Kreative Kinder sind leistungsfähiger und den Herausforderungen

Mehr

in offenbach gibt es ca. 20.000 eh

in offenbach gibt es ca. 20.000 eh paten für kindergartenkinder wellco quartiersfamilie freiwilligenzentrum hos schaftsmodell statthaus marktplatz 'g selbsthilfegruppen repair café 36% engagieren sich ehrenamtlich in sportvereinen 11%,

Mehr

* Ich bin müde. Meine Mutter hat mich vor anderthalb Stunden geweckt. Im Auto bin ich

* Ich bin müde. Meine Mutter hat mich vor anderthalb Stunden geweckt. Im Auto bin ich Dipl.-Psych. Ann Kathrin Scheerer, Hamburg, Psychoanalytikerin (DPV/IPV) Krippenbetreuung - aus der Sicht der Kinder Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, 11.2.2008 Wenn wir die Sicht der Kinder in dieser

Mehr

Pädagogisches. Konzept. Kita Weisslingen

Pädagogisches. Konzept. Kita Weisslingen 1 Pädagogisches Konzept Kita Weisslingen 2 Inhalt 1 Einleitung 3 2 Leitgedanke 3 3 Sozialpädagogische Grundsätze 4 4 Alltagsgestaltung 4-5 5 Team der Einrichtung 5 6 Zusammenarbeit mit den Eltern 5-6 7

Mehr

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Im Folgenden sind immer sowohl Schüler als auch Schülerinnen oder Lehrer und Lehrerinnen angesprochen, zur

Mehr

Orientierung zum Themenbereich Kindliche Entwicklung

Orientierung zum Themenbereich Kindliche Entwicklung Orientierung zum Themenbereich Kindliche Entwicklung A) Ziele â Die Eltern erhalten Informationen und Anregungen, um zu erkennen, dass sie die wichtigsten Personen im Leben ihres Kindes sind. â Die Eltern

Mehr

Sozialjahr JUVESO/NOWESA

Sozialjahr JUVESO/NOWESA Was kostet das Sozialjahr? Minimum fürs Maximum Ich bin sehr froh über meinen Praktikumslohn so muss ich nicht mehr immer den Eltern auf der Tasche liegen. Florian T. Im Praktikum erhältst du für deine

Mehr

Kennzahlenbericht Sozialhilfe 2010

Kennzahlenbericht Sozialhilfe 2010 Kennzahlenbericht Sozialhilfe 2010 vom Kornhausforum, Bern Ablauf Begrüssung und Einleitung Martin Waser, Stadtrat Zürich Präsident Städteinitiative Sozialpolitik Kennzahlen 2010 Patrik Müller, Leiter

Mehr

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO (Stand: Oktober 2015) Fantastische Superhelden Ein Gruppenangebot für Kinder, deren Familie von psychischer Erkrankung betroffen ist; für Jungen und Mädchen zwischen

Mehr

Kinderbetreuer: Ein prima Männerberuf

Kinderbetreuer: Ein prima Männerberuf Kinderbetreuer: Ein prima Männerberuf Kinderbetreuer: Ein prima Männerberuf! Mit Kindern auf eine Schnitzeljagd gehen, Geschichten erzählen, beim Zähneputzen unterstützen, gemeinsam ein Spiel erfinden,

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Für Jugendliche ab 12 Jahren. Was ist eine Kindesanhörung?

Für Jugendliche ab 12 Jahren. Was ist eine Kindesanhörung? Für Jugendliche ab 12 Jahren Was ist eine Kindesanhörung? Impressum Herausgabe Ergebnis des Projekts «Kinder und Scheidung» im Rahmen des NFP 52, unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Büchler und Dr.

Mehr

Städtische Schule für cerebral gelähmte Kinder MAURER- SCHULE

Städtische Schule für cerebral gelähmte Kinder MAURER- SCHULE Städtische Schule für cerebral gelähmte Kinder MAURER- SCHULE DIE MAURER- SCHULE An der Maurerschule werden Kinder und Jugendliche mit einer Körperbehinderung, einer Mehrfachbehinderung oder erheblichen

Mehr

Schulkindergarten an der Alb

Schulkindergarten an der Alb Stadt Karlsruhe Schulkindergarten an der Alb Ein guter Ort zum Großwerden... Der Schulkindergarten an der Alb bietet Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und Kindern mit geistiger Behinderung im Alter

Mehr

Wachstum und Reifung Entwicklungsaufgaben im Überblick

Wachstum und Reifung Entwicklungsaufgaben im Überblick Depression im Lauf des Lebens Entwicklungsaufgaben und Stolpersteine 20.07.2012 Nürnberger Bündnis gegen Depression Wachstum und Reifung Entwicklungsaufgaben im Überblick Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische

Mehr

Bildung ab Geburt?! Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

Bildung ab Geburt?! Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung Bildung ab Geburt?! Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung 14. März 2013, Winterthur Dr. Heidi Simoni und Dipl.- Päd. Corina Wustmann Seiler Marie Meierhofer Institut für

Mehr

Ein Kind zwei Sprachen. Mehrsprachigkeit als Chance

Ein Kind zwei Sprachen. Mehrsprachigkeit als Chance Ein Kind zwei Sprachen Mehrsprachigkeit als Chance Ein Kind zwei Sprachen Lernt ein Kind in den ersten Lebensjahren zwei Sprachen, dann ist das eine gute Voraussetzung für erfolgreiche Leistungen in der

Mehr

Die ersten Tage in der Kinderkrippe

Die ersten Tage in der Kinderkrippe VEREINIGTE HOSPITIEN STIFTUNG DES ÖFFENTLICHEN RECHTS KINDERKRIPPE RULÄNDER HOF Die ersten Tage in der Kinderkrippe Elterninformation zur Eingewöhnungszeit in der Kinderkrippe des Ruländer Hofes Inhaltsverzeichnis

Mehr

Der Kindergarten. Informationen für Eltern. im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern. Erziehungsdirektion des Kantons Bern

Der Kindergarten. Informationen für Eltern. im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern. Erziehungsdirektion des Kantons Bern Der Kindergarten im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern Informationen für Eltern Erziehungsdirektion des Kantons Bern Liebe Eltern Der Eintritt in den Kindergarten ist für Sie und Ihr Kind ein besonderes

Mehr

3. Auf den Anfang kommt es an die Eingewöhnung

3. Auf den Anfang kommt es an die Eingewöhnung 3. Auf den Anfang kommt es an die Eingewöhnung 3.1. Die Eingewöhnung in die Kinderkrippe.. 3.2. Die Eingewöhnung in den Kindergarten. 3.3. Der Wechsel von der Kinderkrippe in den Kindergarten 3.4. Der

Mehr

Erfolgsfaktoren und Risikosituationen in Bildungsverläufen

Erfolgsfaktoren und Risikosituationen in Bildungsverläufen Internationale Tagung Erfolgsfaktoren und Risikosituationen in Bildungsverläufen 22. Januar 2016, Solothurn Tageskommentar Markus Stauffenegger Sehr geehrte Damen und Herren Geschätzte Anwesende Wenn man

Mehr

Kundenbefragung 2012

Kundenbefragung 2012 Kundenbefragung 2012 Auswertung Kundenbefragung 2012 und Massnahmen Liebe Eltern Die im Frühling durchgeführte Elternumfrage haben wir inzwischen ausgewertet. Wir danken allen teilnehmenden Eltern bestens.

Mehr

Gib deinem Leben die Hand. H Ö H e r e L E H r a n s t a L T F ü r S O Z i a L m a n a G e m e n t

Gib deinem Leben die Hand. H Ö H e r e L E H r a n s t a L T F ü r S O Z i a L m a n a G e m e n t Gib deinem Leben die Hand und lass dich überraschen, welche Wege es mit dir geht H Ö H e r e L E H r a n s t a L T F ü r S O Z i a L m a n a G e m e n t B a u s t e i n m e i n e s L e b e n s 5 Jahre

Mehr

Qualität im Tagesheim- Alltag

Qualität im Tagesheim- Alltag www.sunnegarte.org/tagesheim Qualität im Tagesheim- Alltag Referat/Erfahrungsbericht Beat Fläcklin, Leiter Tagesheim, stv. Geschäftsführer Stiftung Sunnegarte, Arlesheim Geschichte Stiftung Sunnegarte

Mehr

Die Internationale katholische Ganztagsgrundschule krems. www.school-krems.at

Die Internationale katholische Ganztagsgrundschule krems. www.school-krems.at Die Internationale katholische Ganztagsgrundschule krems www.school-krems.at Vorwort Die Schule der Zukunft stellt das Kind in den Mittelpunkt. Lernfreude und Lernmotivation spielen bei der Entwicklung

Mehr

SCHULEN. Entdecken Forschen Lernen Wohlfühlen. Die Entdecker-Gemeinschaftsschule im Herzen von Gera.

SCHULEN. Entdecken Forschen Lernen Wohlfühlen. Die Entdecker-Gemeinschaftsschule im Herzen von Gera. SCHULEN Entdecken Forschen Lernen Wohlfühlen. Die Entdecker-Gemeinschaftsschule im Herzen von Gera. GEMEINSCHAFTSSCHULE IN FREIER TRÄGERSCHAFT Ganztags leben und lernen im Herzen von Gera. Gemeinschaftsschulen

Mehr

zur Aufnahme von Kinder unter 3 Jahren in den Korber Kindergärten

zur Aufnahme von Kinder unter 3 Jahren in den Korber Kindergärten zur Aufnahme von Kinder unter 3 Jahren in den Korber Kindergärten Liebe Eltern, Ihr Kind wird in unseren Einrichtungen für die Betreuung unter 3 Jahren aufgenommen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit

Mehr

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien.

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media bei Bühler. Vorwort. Was will Bühler in den sozialen Medien? Ohne das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten

Mehr

Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche

Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche Dr. Dietrich Engels ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche Gliederung:

Mehr

Marte Meo* Begleitkarten für die aufregenden ersten 12 Monate im Leben Ihres Kindes

Marte Meo* Begleitkarten für die aufregenden ersten 12 Monate im Leben Ihres Kindes Marte Meo* Begleitkarten für die aufregenden ersten 12 Monate im Leben Ihres Kindes Das wichtige erste Jahr mit dem Kind Sie erfahren, was Ihrem Kind gut tut, was es schon kann und wie Sie es in seiner

Mehr

Projekt bildungskrippen.ch

Projekt bildungskrippen.ch Projekt bildungskrippen.ch thkt GmbH kindundbildung.ch Projektträger thkt GmbH, Theres Hofmann und Kathrin Toberer Ackeretstr. 6, 8400 Winterthur Telefon 052 224 08 89, theres.hofmann@thkt.ch / kathrin.toberer@thkt.ch

Mehr

Weiterbildung Volksschule. Vortragswerkstatt. Schule mehr als Kompetenzvermittlung. weiterbilden.

Weiterbildung Volksschule. Vortragswerkstatt. Schule mehr als Kompetenzvermittlung. weiterbilden. Weiterbildung Volksschule Vortragswerkstatt Schule mehr als Kompetenzvermittlung weiterbilden. Vortragswerkstatt Schule mehr als Kompetenz vermittlung An den öffentlichen Schulen in der Schweiz treffen

Mehr

Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung WARUM ES SICH LOHNT, IN FRÜHE FÖRDERUNG ZU INVESTIEREN Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung Argumentarium zuhanden der Programmstädte Primokiz Februar 2014 Frühe Förderung

Mehr

Martinshaus kleintobel SCHULE MIT PROFIL

Martinshaus kleintobel SCHULE MIT PROFIL Martinshaus kleintobel SCHULE MIT PROFIL endlich wieder gute DURCHATMEN LIEBE ELTERN, Sie stehen vor einer wichtigen Entscheidung für die Zukunft Ihres Kindes. Hilfen zur Erziehung anzunehmen, ist nicht

Mehr

Leitbild. LG Liechtensteinisches. Gymnasium

Leitbild. LG Liechtensteinisches. Gymnasium Leitbild LG Liechtensteinisches Gymnasium Bildungs- und Erziehungsauftrag Das Liechtensteinische Gymnasium führt die Schülerinnen und Schüler zur Matura. Um dieses Ziel zu erreichen, vermitteln wir Wissen

Mehr

In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können.

In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. Meine berufliche Zukunft In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Welche

Mehr

Beruflichen Gymnasiums. - Erziehung/Soziales - Technik

Beruflichen Gymnasiums. - Erziehung/Soziales - Technik Ernährung Sozialwesen - Technik Informationen zu den Bildungsgängen des Beruflichen Gymnasiums in den Bereichen - Erziehung/Soziales - Technik Allgemeines Abitur und einen Berufsabschluss im Bereich Erziehung/Soziales

Mehr

Gemeinsam mehr bewegen. Berufsverband der Krippenleiterinnen Mitglied des vpod

Gemeinsam mehr bewegen. Berufsverband der Krippenleiterinnen Mitglied des vpod Berufsverband der Krippenleiterinnen Mitglied des vpod Gemeinsam mehr bewegen BVKL c/o vpod Zürich Postfach 8036Zürich Telefon 044 295 30 00 Telefax 044 295 30 03 info@bvkl.ch www.bvkl.ch Willkommen in

Mehr

Von Menschen für Menschen in Schleswig-

Von Menschen für Menschen in Schleswig- Von Menschen für Menschen in Schleswig- Holstein Strategiepapier 2020 der Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.v. Visionen und Ziele Wir haben Überzeugungen! Wir

Mehr

«Seniorinnen und Senioren in der Schule»

«Seniorinnen und Senioren in der Schule» «Seniorinnen und Senioren in der Schule» Dialog der Generationen Ein gemeinsames Angebot der Pro Senectute Kanton Zürich und des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich Schulamt Geduld haben Zeit

Mehr

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben.

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben. Vom Erstkontakt zur Zusammenarbeit mit Eltern Netzwerk web Aufbau 4 Postulate zum Einstieg Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachpersonen Heilpädagogik-Kongress in Bern 2. September 2009 Beziehungs- und

Mehr

Das Leitbild der Ivo-Frueth-Schule und die Umsetzung im Alltag. Kinder stark machen

Das Leitbild der Ivo-Frueth-Schule und die Umsetzung im Alltag. Kinder stark machen Kinder stark machen Unser Ziel ist es, unsere Schüler stark zu machen für eine selbständige Lebensführung. Schüler an Förderschulen haben Versagen und Niederlagen erlebt und dadurch häufig ein beschädigtes

Mehr

Projekt Verantwortung

Projekt Verantwortung Projekt Verantwortung Spüren, wie es ist, gebraucht zu werden Verantwortung zu tragen heißt an den Aufgaben zu wachsen. Verfasserin: Christiane Huber Stand 13.07.2015 "Unser erzieherisches Ziel ist im

Mehr

Coaching entdecken Sie die Lösung in sich. Reiss Profile und Teamentwicklung

Coaching entdecken Sie die Lösung in sich. Reiss Profile und Teamentwicklung Martin Asmus Coaching entdecken Sie die Lösung in sich. Reiss Profile und Teamentwicklung Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. Es ist weit über

Mehr

Fit für die Schule. Fit für die Schule. Was kleine Kinder von ihren Eltern brauchen

Fit für die Schule. Fit für die Schule. Was kleine Kinder von ihren Eltern brauchen Was kleine Kinder von ihren Eltern brauchen Erziehungsberatung Erziehungsdirektion des Kanton Bern Sulgeneckstrasse 70 3005 Bern Telefon 031 633 85 11 www.erz.be.ch/fit-fuer-die-schule Liebe Eltern Ist

Mehr

Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab):

Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab): Portfolio/Angebote Familie Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab): 1. Vom Paar zur Familie 2. Eltern = Führungskräfte 3. Angemessen Grenzen setzen Beziehung

Mehr

www.wien.kinderfreunde.at

www.wien.kinderfreunde.at www.wien.kinderfreunde.at Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen das Kind Organisationsform Die Kinderfreunde sind seit 1908 fr Kinder und Eltern da. Die Wiener Kinderfreunde sind als nicht gewinnorientierter,

Mehr

KITA HUMMELSBÜTTLER HAUPTSTRASSE

KITA HUMMELSBÜTTLER HAUPTSTRASSE KITA HUMMELSBÜTTLER HAUPTSTRASSE Herzlich Willkommen bei uns in der Kita! Unsere Kita befindet sich in der charmanten, ehemaligen Dorfschule von Hummelsbüttel. Bei uns leben und lernen Kinder im Alter

Mehr

Spracherwerb und Schriftspracherwerb

Spracherwerb und Schriftspracherwerb Spracherwerb und Schriftspracherwerb Voraussetzungen für ein gutes Gelingen Tipps für Eltern, die ihr Kind unterstützen wollen Elisabeth Grammel und Claudia Winklhofer Menschen zur Freiheit bringen, heißt

Mehr

Konzeption zur. Kooperation - Kindergarten Grundschule. zwischen. dem Kindergarten Villa Kunterbunt Fischbach, dem Kindergarten Schabenhausen

Konzeption zur. Kooperation - Kindergarten Grundschule. zwischen. dem Kindergarten Villa Kunterbunt Fischbach, dem Kindergarten Schabenhausen Konzeption zur Kooperation - Kindergarten Grundschule zwischen dem Kindergarten Villa Kunterbunt Fischbach, dem Kindergarten Schabenhausen dem Waldkindergarten Wurzelzwerge und der Gemeinschaftsschule

Mehr

Anhang zur Konzeption der Städtischen Kita Pusteblume, Dröscheder Feld, Kalkofen 3, 58638 Iserlohn

Anhang zur Konzeption der Städtischen Kita Pusteblume, Dröscheder Feld, Kalkofen 3, 58638 Iserlohn Kalkofen 3 58638 Iserlohn :02371/53578 Fax:02371/778024 Kalkofen 3 58638 Iserlohn :02371/53578 Fax:02371/778024 Anhang zur Konzeption der Städtischen Kita Pusteblume, Dröscheder Feld, Kalkofen 3, 58638

Mehr

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Resonanz pädagogischer Fachkräfte auf ein interaktives Fortbildungsangebot zur Verwirklichung gesundheitlicher Chancengleichheit Grimm Iris,

Mehr

Impulsgruppe. Spielräume ermöglichen

Impulsgruppe. Spielräume ermöglichen Impulsgruppe Spielräume ermöglichen Prof. Dr. Christian Reutlinger FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Institut für Soziale Arbeit Kompetenzzentrum Soziale Räume Rorschach St. Gallen

Mehr

Ansätze der transkulturellen Suchtprävention in der Schweiz

Ansätze der transkulturellen Suchtprävention in der Schweiz Ansätze der transkulturellen Suchtprävention in der Schweiz Osman Besic Leiter Abteilung Gesundheit und Diversität Schweizerisches Rotes Kreuz Bern Symposium «Migration und Abhängigkeit Suchtprävention

Mehr

Gut zu wissen. FKSZ Privatschulen. im Herzen von Zürich

Gut zu wissen. FKSZ Privatschulen. im Herzen von Zürich Gut zu wissen FKSZ Privatschulen im Herzen von Zürich Unsere Schulen engagiert und persönlich Sie wollen, dass Ihr Kind eine gute Perspektive hat. Wir vermitteln Inhalte sowie Werte, die unsere Schülerinnen

Mehr

Ausbildung zum Eltern- & Familiencoach

Ausbildung zum Eltern- & Familiencoach Ausbildung zum Eltern- & Familiencoach Interne 10tägige Zusatzausbildung für IPE`ler. - Metamuster im Systemischen Kontext (Der Tresorcode für Familienharmonie) - Videobasierte Erziehungsunterstützung

Mehr

2. Im Unterricht thematisieren: Warum ist die soziale Fertigkeit wichtig?

2. Im Unterricht thematisieren: Warum ist die soziale Fertigkeit wichtig? Einüben sozialer Kompetenzen Ludger Brüning und Tobias Saum Soziale Kompetenzen sind zugleich Bedingung und ein Ziel des Kooperativen Lernens. Sie sind die Voraussetzung für gelingende Kommunikation, wechselseitiges

Mehr

Fonds Jugend, Bildung, Zukunft

Fonds Jugend, Bildung, Zukunft Fonds Jugend, Bildung, Zukunft Das höchste Gut und allein Nützliche ist die Bildung. Friedrich Schlegel 2 Liebe Leserinnen und Leser, unseren Kindern und Jugendlichen unabhängig ihrer Herkunft eine gute

Mehr

Fahren. Erfahren! Führerschein schon ab 17! Die wichtigsten Informationen zum Führerschein ab 17 in Hessen. Für Eltern, Begleiter und Fahranfänger!

Fahren. Erfahren! Führerschein schon ab 17! Die wichtigsten Informationen zum Führerschein ab 17 in Hessen. Für Eltern, Begleiter und Fahranfänger! Fahren. Erfahren! Führerschein schon ab 17! Die wichtigsten Informationen zum Führerschein ab 17 in Hessen. Für Eltern, Begleiter und Fahranfänger! Autofahren ab 17 warum eigentlich? Auto fahren ist cool.

Mehr

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder Association Suisse pour la Protection de l Enfant www.aspe-suisse.ch Associazione Svizzera per la Protezione dell Infanzia www.aspi.ch Kinderschutz Schweiz www.kinderschutz.ch Mein Körper gehört mir Ein

Mehr

Leitbild. für die Kindergärten der Kindergartendirektion Vinschgau. Spielen und Lernen im Kindergarten - Achtsamkeit als Weg

Leitbild. für die Kindergärten der Kindergartendirektion Vinschgau. Spielen und Lernen im Kindergarten - Achtsamkeit als Weg Leitbild für die Kindergärten der Kindergartendirektion Vinschgau Spielen und Lernen im Kindergarten - Achtsamkeit als Weg Vorwort der Direktorin Vision was uns leitet Qualität Sicherheit - Gesundheit

Mehr

Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern?

Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern? Studien 2015 Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern? Marie-Luise Lewicki & Claudia Greiner-Zwarg Berlin, 12.01.2015 S T U D I E 1 S T U D I E 2 Ansprüche ans Elternsein Wie geht es unseren Kindern?

Mehr

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Du möchtest dein Leben bewusst und sinnerfüllt gestalten? Auf den nächsten Seiten findest du 5 Geheimnisse, die mir auf meinem Weg geholfen haben.

Mehr

New World. Englisch lernen mit New World. Informationen für die Eltern. English as a second foreign language Pupil s Book Units 1

New World. Englisch lernen mit New World. Informationen für die Eltern. English as a second foreign language Pupil s Book Units 1 Englisch lernen mit New World Informationen für die Eltern New World English as a second foreign language Pupil s Book Units 1 Klett und Balmer Verlag Liebe Eltern Seit zwei Jahren lernt Ihr Kind Französisch

Mehr

N T E R N A T W O H N A N G E B O T L A N D E N H O F Z E N T R U M S C H W E I Z E R I S C H E S C H U L E S C H W E R H Ö R I G E 5 0 3 5

N T E R N A T W O H N A N G E B O T L A N D E N H O F Z E N T R U M S C H W E I Z E R I S C H E S C H U L E S C H W E R H Ö R I G E 5 0 3 5 I N T E R N A T W O H N A N G E B O T L A N D E N H O F Z E N T R U M S C H W E I Z E R I S C H E S C H U L E S C H W E R H Ö R I G E 5 0 3 5 U N T E R E N T F E L D E N W O H N A N G E B O T Zum Internat

Mehr

SCHULE BOTTMINGEN. Pädagogisches Konzept der Tagesschule Bottmingen

SCHULE BOTTMINGEN. Pädagogisches Konzept der Tagesschule Bottmingen SCHULE BOTTMINGEN Pädagogisches Konzept der Tagesschule Bottmingen Seite 1 von 7 Februar 2009 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung... 3 2. Das pädagogische Konzept im Überblick... 3 3. Frei wählbare Betreuungseinheiten...

Mehr

Heißt: Roland Bebber hatte bei seiner langen Suche nach Hilfe nicht einfach nur Pech wie ihm geht es offenbar immer mehr Patienten.

Heißt: Roland Bebber hatte bei seiner langen Suche nach Hilfe nicht einfach nur Pech wie ihm geht es offenbar immer mehr Patienten. 1 Defizite in der Physiotherapeuten-Ausbildung Bericht: Andreas Rummel Roland Bebber ist schwer behindert. Um Hilfe gegen seine ständigen extremen Rückenschmerzen zu bekommen, muss er lange Wege in Kauf

Mehr

Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte

Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte Dr. Christa Preissing, 17. Februar 2012

Mehr

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Interview mit Frau Dr. Pia Heußner vom Mai 2012 Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Die Diagnose Krebs ist für jede Partnerschaft eine große Herausforderung. Wie hält das Paar die Belastung

Mehr

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen.

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen. Zusammenarbeit mit Eltern im Kontext einer Institution 6. Heilpädagogik-Kongress in Bern am 2. September 2009 Netzwerk web Aufbau Drei Postulate Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachleute Der Prozess

Mehr

20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie?

20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie? 20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie? Ich kann mir Dinge sehr gut merken, die ich höre oder lese. In Prüfungssituationen blühe ich erst richtig auf und Prüfungsangst war für mich schon

Mehr

Abschlussfeier der KV Zürich Business School Hallenstadion Zürich, 5. Juli 2007. Grussadresse von Regierungsrätin Regine Aeppli

Abschlussfeier der KV Zürich Business School Hallenstadion Zürich, 5. Juli 2007. Grussadresse von Regierungsrätin Regine Aeppli Abschlussfeier der KV Zürich Business School Hallenstadion Zürich, 5. Juli 2007 Grussadresse von Regierungsrätin Regine Aeppli Sehr geehrter Herr Nationalrat Sehr geehrter Herr Präsident der Aufsichtskommission

Mehr

Perspektiven Allein erziehend Aber nicht allein gelassen

Perspektiven Allein erziehend Aber nicht allein gelassen Perspektiven Allein erziehend Aber nicht allein gelassen Unser Handeln wird bestimmt von unserem Leitbild, das unsere Ziele und Werte beschreibt. 1 Perspektiven Allein erziehend Aber nicht allein gelassen

Mehr

Was passiert bei Glück im Körper?

Was passiert bei Glück im Körper? Das kleine Glück Das große Glück Das geteilte Glück Was passiert bei Glück im Körper? für ein paar wunderbare Momente taucht man ein in ein blubberndes Wohlfühlbad Eine gelungene Mathearbeit, die Vorfreude

Mehr

Eine flächendeckende psychotherapeutische sowie klinisch-psychologische Grundversorgung für Minderjährige und deren Familien.

Eine flächendeckende psychotherapeutische sowie klinisch-psychologische Grundversorgung für Minderjährige und deren Familien. Leitbild Vision Eine flächendeckende psychotherapeutische sowie klinisch-psychologische Grundversorgung für Minderjährige und deren Familien. Mission Die Seele stärken & Entwicklung fördern! Wir unterstützen

Mehr

Lernen zu lernen. Sekundarstufe I

Lernen zu lernen. Sekundarstufe I Lernen zu lernen Sekundarstufe I EINFÜHRUNG Dort wo Menschen sind, gibt es immer etwas zu tun, gibt es immer etwas zu lehren, gibt es immer etwas zu lernen. Paulo Freire TIPPS FÜR DEN UNTERRICHT Pflege

Mehr

Prävention im frühen Kindesalter in der Familie am Beispiel des Programms schritt:weise

Prävention im frühen Kindesalter in der Familie am Beispiel des Programms schritt:weise Prävention im frühen Kindesalter in der Familie am Beispiel des Programms schritt:weise Dr. Maria Teresa Diez Grieser Fachpsychologin für Psychotherapie FSP Praxisforschung Marie Meierhofer Institut Zürich

Mehr

Teamentwicklung - Lust oder Frust?

Teamentwicklung - Lust oder Frust? schulwitz consulting personal- und organisationsentwicklung In der Meer 30 D - 40667 Meerbusch Tel. 0 21 32/ 75 74 91 Fax 0 21 32/ 75 74 90 Mobil 0172/ 28 29 226 schulwitz@t-online.de Teamentwicklung -

Mehr

Leitsätze. zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich

Leitsätze. zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich Leitsätze zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich 27 Altersheime, ein Gästehaus und die Direktion verstehen sich als innovative und kundenorientierte Dienstleistungsbetriebe 1 Ältere Menschen,

Mehr

Die genauen Kursinhalte, alle Einzelheiten und Termine können bei einem individuellen Gespräch geklärt werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Die genauen Kursinhalte, alle Einzelheiten und Termine können bei einem individuellen Gespräch geklärt werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse! Unser Angebot unter dem Titel bewusst leben zielt auf Kinder im Alter von rund 7 bis 12 Jahren ab. Es wäre möglich, das Projekt im Rahmen eines Kurses, sowie eines Workshops anzubieten. Dabei haben Sie

Mehr

Sekundarschule Kurzzeitgymnasium. TRITTs. Über. verfahren D V S

Sekundarschule Kurzzeitgymnasium. TRITTs. Über. verfahren D V S Sekundarschule Kurzzeitgymnasium TRITTs Über verfahren Bildungs- und Kulturdepartement Zentrale Dienste Schulbetrieb Schulentwicklung Schulberatung Schulaufsicht Schulevaluation Dienststelle Volksschulbildung

Mehr

Was sind Transitionen?

Was sind Transitionen? Was sind Transitionen? Als Übergänge oder Transitionen werden Ereignisse bezeichnet, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen mit sich bringen. Transitionsforscher sprechen auch von verdichteten

Mehr

3. Erkennungsmerkmale für exzessives Computerspielverhalten

3. Erkennungsmerkmale für exzessives Computerspielverhalten Kopiervorlage 1 zur Verhaltensbeobachtung (Eltern) en und Hobbys Beobachtung: Nennen Sie bitte die Lieblingsaktivitäten Ihres Kindes, abgesehen von Computerspielen (z. B. Sportarten, Gesellschaftsspiele,

Mehr

Für Kinder ab 9 Jahren. Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter?

Für Kinder ab 9 Jahren. Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter? Für Kinder ab 9 Jahren Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter? Impressum Herausgabe Ergebnis des Projekts «Kinder und Scheidung» im Rahmen des NFP 52, unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea

Mehr

Kinderkrippe und Kindergarten St. Theresia Wolfegg

Kinderkrippe und Kindergarten St. Theresia Wolfegg Kinderkrippe und Kindergarten St. Theresia Wolfegg Träger: Katholische Kirchengemeinde St. Katharina Der Wolfegger Kindergarten St. Theresia gehört als sechsgruppige Kindertagesstätte zu den größten seiner

Mehr

ementus Elektronische Unterstützung von Mentoring-Programmen

ementus Elektronische Unterstützung von Mentoring-Programmen ementus Elektronische Unterstützung von Mentoring-Programmen Mentoring wird in der Qualifizierung und Entwicklung von Führungskräftenachwuchs ebenso eingesetzt, wie in der gezielten Förderung spezifischer

Mehr

Irmgard Burtscher Vorschulerziehung in Kalifornien

Irmgard Burtscher Vorschulerziehung in Kalifornien Irmgard Burtscher Vorschulerziehung in Kalifornien Einen zweijährigen Aufenthalt in Kalifornien (von 1986 bis 1988) benutzte ich, mich intensiv mit Vorschulerziehung und früher Kindheit in Amerika zu befassen.

Mehr

Frühkindliche Förderung in Schweden. Konferenz Frühe Förderung, 26. Sept. 2009, Zürich Ursula Armbruster, Fachreferentin

Frühkindliche Förderung in Schweden. Konferenz Frühe Förderung, 26. Sept. 2009, Zürich Ursula Armbruster, Fachreferentin Frühkindliche Förderung in Schweden Konferenz Frühe Förderung, 26. Sept. 2009, Zürich Ursula Armbruster, Fachreferentin Lehrplan der Vorschule, Lpfö 98 2.2 Entwicklung und Lernen Betreuung, Fürsorge, Erziehung

Mehr

http://paeda-logics.ch/newsletter/archive/view/listid-1-mailinglist/mail...

http://paeda-logics.ch/newsletter/archive/view/listid-1-mailinglist/mail... Sehr geehrte Damen und Herren Sie erhalten hier den 5. Newsletter von Päda.logics!. Falls Sie ihn in der grafisch aufbereiteten Form lesen möchten, benutzen Sie den folgenden Link - dort finden Sie auch

Mehr

Kantonsschule Beromünster Langzeitgymnasium

Kantonsschule Beromünster Langzeitgymnasium Kantonsschule Beromünster Langzeitgymnasium Die Kantonsschule Beromünster ist ein überschaubares Gymnasium mit einer lebendigen Schulkultur. Die Schule im Luzerner Michelsamt geht zurück auf die mittelalterliche

Mehr

Konzept für die private Tagespflege - Cathrin Wirgailis

Konzept für die private Tagespflege - Cathrin Wirgailis Konzept für die private Tagespflege - Cathrin Wirgailis Vorwort Ich heiße Cathrin Wirgailis, geb.am 04.05.1967,bin verheiratet und habe 3 Kinder, Philipp: 23 Jahre, Victoria: 20 Jahre und Madeleine: 11

Mehr

Schule entwickeln Gesundheit fördern

Schule entwickeln Gesundheit fördern Pädagogische Hochschule Zürich Kantonales Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen Zürich Volksschule Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich Schule entwickeln Gesundheit fördern Was ist eine gesundheitsfördernde

Mehr

Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen

Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen Wie Sie Klarheit über Ihr berufliches Ziel gewinnen und Ihre Karriereschritte langfristig planen Für Studenten wird es immer wichtiger, schon in jungen Jahren Klarheit über die Karriereziele zu haben und

Mehr