Hoher Blutdruck. Die Wechseljahre der Frau. Dezember 2007 Inhalt. Wenn der Blutdruck steigt 2. Gesund durch den Tag 4. Milch senkt den Blutdruck 5

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1 Aktuelles aus Ernährungsforschung und Beratung von der Organisation der Schweizer Milch produzenten SMP Die Wechseljahre der Frau Hoher Blutdruck Newslaiter thema tisiert die vielfältigen Dimen sio nen der Er nährung und liefert Hinter grund - informationen über den Stel len wert von Milch und Milch pro duk ten in der gesunden Ernährung. Dezember 2007 Inhalt Wenn der Blutdruck steigt 2 Gesund durch den Tag 4 Milch senkt den Blutdruck 5

2 Newslaiter 4/07 2 WENN DER BLUTDRUCK STEIGT Mit Beginn der Wechseljahre geht in den Eierstöcken die Hormonproduktion langsam zurück. Dieser Vorgang dauert mehrere Jahre und umfasst verschiedene Phasen. Östro - gene haben vielfältige Auf ga - ben im Körper. Ihr absinkender Gehalt ist deshalb für die körperliche Gesundheit und die emotionale Befind lichkeit der Frau ein besonderer Lebens - abschnitt. Längst nicht alle Frauen haben Wechseljahr - beschwerden: Ein Drittel hat überhaupt keine Probleme damit, ein weiteres Drittel hat Begleiterscheinun gen und ein Drittel leidet unter starken Beschwerden. Klassifizierung des Blutdrucks Wie schützt Östrogen die Gefässe? Östrogen unterdrückt das Blut - druck steigernde Zusammen - ziehen der Gefässe (= Vaso - konstriktion), verhindert im Gefässwandbereich Verengun - gen (= Proliferation) und wirkt entzündlichen Reaktionen ent - gegen. Sinkt der Östrogen spie - gel, wird auch der Gefäss schutz geringer und in der Folge kann der Blutdruck ansteigen. Kategorie Blutdruckwerte Blutdruckwerte systolisch, in mmhg diastolisch, in mmhg Optimal < 120 < 80 Normal < 130 < 85 Hochnormal Bluthochdruck (Hypertonie) Stadium Stadium Stadium 3 > 180 >110 Der Blutdruck unterliegt tageszeitlichen Schwankungen und ist auch abhängig von der körperlichen und seelischen Verfassung. Normalerweise steigt der Blutdruck im Alter an, weil die Arteriosklerose zunimmt und die Blutgefässe an Elastizität verlieren. Was zeigt die Blutdruckmessung? Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte gemessen: Der höhere (systolische) Wert gibt an, bis zu welcher Höhe der Druck bei jedem Zusammenziehen des Herz - muskels ansteigt. Der niedrigere (diastolische) Wert wird bei der Erschlaffung des Herzmuskels gemessen und gibt an, bis zu welchem Wert der Druck bei jeder Er - schlaffung abfällt. Eine Erhöhung des systolischen Wertes deutet darauf hin, dass die Elastizität der herznahen Gefässe abnimmt. Die Erhöhung des diastolischen Wertes ist ein Mass für die Elastizität in den gesamten Arterien. Sind beide Werte in Ruhe andauernd erhöht, spricht man von Bluthochdruck (Hyper - tonie).

3 Newslaiter 4/07 3 Risikofaktor Bluthochdruck Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Je höher der Blutdruck steigt, desto höher ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Frauen sind davon stärker betroffen als Männer. Lebensstil Ernährung und Bewegung spielen trotz genetischer Veranlagung eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und somit auch für den Blut - druck. Übergewicht ist der grösste Risikofaktor für Bluthochdruck. Das kann ich selber tun: Übergewicht vermeiden Alkohol massvoll trinken sparsam Kochsalz verwenden (bei bestehender Kochsalzempfindlichkeit) auf genügend Kalzium, Magnesium und Kalium achten qualitativ hochwertige Fette bevorzugen öfters Bewegung Gesunde Ernährung hilft Gesund essen nach der Ernährungspyramide ist die beste Empfehlung, die wir heute kennen. Sie garantiert eine gute Nährstoffversorgung in allen Belangen: zum Beispiel eine ausreichende Kalzium - versorgung zur Vorbeugung gegen Osteoporose, eine hoch - wertige Zufuhr von allen wichtigen Fettsäuren zum Schutz von Herz und Kreislauf, ausreichend hochwertiges Eiweiss. Und bei Übergewicht? Auch hier steht diese Empfehlung an erster Stelle. Mit Diäthalten er reicht man meistens das Ge - gen teil: statt dauerhaft schlank wird man mit den Jah ren immer dicker. Eine Anpas sung an einen Lebensstil mit gesundem Essen und einer Sportart, die Freude macht, bringt hingegen einen persönlichen Mehrwert: Sie fühlen sich fitter und damit auch gesünder. Der Blutdruck profitiert Geht das Gewicht herunter, verbessern sich in vielen Fällen auch der Blutdruck und eventuell zu hohe Blutfett - werte. Das ist die beste Vorbeugung gegen eine Herz- Kreislauf-Erkrankung. Gesund und gut essen Das ist kein Widerspruch. Die Ernährungspyramide zeigt auf einen Blick, was, wie viel und wie oft Sie aus den einzelnen Nahrungsmittelgruppen auswählen können. Sie gestalten mit dieser Orientierungshilfe Ihren Alltag flexibel, unabhängig davon, ob Sie berufstätig oder Familienfrau sind, ob Sie gerade zu Hause oder unterwegs sind.

4 GESUND DURCH DEN TAG Newslaiter 4/07 4 Gut starten Das bewährte «Café complet», ergänzt mit Obst, ist der perfekte Tagesbeginn. Ein Müesli mit Milch oder Jogurt, Vollkornflocken und Saisonfrüchten weckt die Lebensgeister. Mittagspause Für ein gesundes Mittagessen müssen Sie nicht Stunden in der Küche stehen: Einfach und schnell geht s mit frischen Produkten der Saison. Aktiv sein Körperliche Aktivität verbessert die Lebensqualität und senkt den Blutdruck. Da der Blutdruck während und nach einer körperlichen Anstreng ung steigt, sind die ärztliche Beratung und Betreuung bei der Wahl der Sportart und der ausgeübten Intensität sehr wichtig. Gut geeignet sind Ausdauersportarten mit gerin - gem bis mittlerem Kraftauf - wand wie das Laufen, Walking, Schwimmen oder der Ski - langlauf. Ob aus der Lunchbox oder vom Supermarkt: Obst und Gemüse, kombiniert mit Milchprodukten und einer Stärkebeilage, machen Sie fit für den Nachmittag. Abends einfach und schnell Kommt gut an: Salat mit Frischkäse und Vollkornbrot. Klug kombiniert: geräucherte Forelle mit Jogurtdip und Salat. Schmeckt immer: eine frische Gemüsesuppe mit Käsebrötchen. Der Kick für zwischendurch Da sind Vitamine und Mineralstoffe drin: Milch, Joghurt, Buttermilch, frisches Obst, Nüsse und Dörrobst. Alkohol Der Alkohol spielt bei der Entstehung des Bluthoch - drucks eine wichtige Rolle. In ca. 10 % der Fälle ist nur der Alkohol für den Bluthochdruck verantwortlich. Ganz verzichten müssen Sie jedoch nicht: 1 Glas Wein pro Tag liefert rund 20 g Alkohol. Diese Menge beeinflusst den Blutdruck kaum. Achtung Kochsalz? Salzarm essen hilft längst nicht allen Menschen mit hohem Blutdruck. Heute wissen wir, dass nur Menschen mit einer hohen Sensitivität auf Natrium (Natrium ist Bestandteil des Kochsalzes) von einer Ein - schränkung der Kochsalz - zufuhr profitieren. Wichtig ist, dass wir im Rahmen der gesunden Ernährung sparsam mit Kochsalz umgehen. Abgrenzen lernen Stress ist ein wesentlicher Faktor der Entstehung von Bluthochdruck. Stress beantwortet der Körper mit einer «Notfallreaktion»: Das vegetative Nervensystem schüttet Stresshormone aus, die den Puls und Blutdruck erhöhen. Dauernder Stress führt zu funktionellen Entgleisungen wie Erhöhung des Blutdrucks, Schlaflosigkeit und Erschöp - fung. Gegen Stress hilft nur, die eigenen Grenzen zu erkennen, daraus Konsequenzen zu ziehen und auch deutlich Nein sagen zu lernen. Verschiedene Entspannungsverfahren, eine psychologische Beratung oder ein persönliches Coaching können hilfreiche Wegbeglei - ter sein.

5 Newslaiter 4/07 5 MILCH SENKT DEN BLUTDRUCK Neue Studien zeigen, dass eine hohe Kalziumzufuhr den Blutdruck senkt. Erstaunlich: Wird Kalzium über Milch und Milchprodukte zugeführt, ist dieser Effekt besonders gross. Die blutdrucksenkende Wir - kung von Milch und Milch - produkten ist nicht allein über die Erhöhung der Kalzium - zufuhr zu erklären. Mitverantwortlich sind auch bioaktive Peptide, die indirekt über verschiedene Hormone der Gefässverengung entgegenwirken. Kalzium ist wichtig Kalzium ist nicht nur für Kno - chen und Zähne ein wichtiger Baustoff, sondern auch ein Schutzfaktor vor hohem Blut - druck. Eine gute Versorgung mit Milch und Milchprodukten hat demnach gleich mehrere Vorteile. Bioaktive Peptide Bioaktive Peptide sind Protein teile, die in inaktiver Form in den Proteinen* vorliegen. Ihre physiologische Wirkung wird durch die Verdauung oder Verarbeitung (z.b. Fermen tation) aktiviert. Die wichtigste Quelle für bioaktive Peptide sind Milch und Milch - produkte. Blutdrucksenkend wirken vor allem die Peptide Valin-Prolin-Prolin (VPP) und Isoleucin-Prolin-Prolin (IPP), die in fermentierten Milchprodukten vorkommen. So viel ist nötig 3 Portionen Milch und Milchprodukte decken Ihren Kalziumbedarf bereits zu zwei Dritteln. Den Rest holen Sie sich aus Gemüse, Hülsen früch - ten und Vollkornprodukten. Supplemente sind in der Regel nicht nötig. Auch Kombina - tionen von Milch und Milch - produkten mit Obst, Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten und Getreide sind sehr wertvoll. 1, mal täglich 2 dl Milch z.b. als Latte macchiato 180 g Jogurt zum Znüni oder Zvieri 40 g Käse als leichtes Abendessen Die Milch im Web Die ausführliche Ernährungs - pyramide mit Mengenangaben: Testen Sie Ihre Kalziumzufuhr: Feine Rezepte mit Milch und Milchprodukten finden Sie in unserer Rezeptdatenbank: *Proteine = Eiweiss

6 Public Relations Weststrasse 10 CH-3000 Bern 6 Telefon Fax Jahre Schweizer Milchproduzenten SMP Die Wechseljahre der Frau Alle Themen im Überblick: Newslaiter April 2007 Das Wohlfühlgewicht Newslaiter Juni 2007 Osteoporose vorbeugen Newslaiter September 2007 Cholesterinspiegel und Blutfette Newslaiter Dezember 2007 Hoher Blutdruck Bestellungen solange Vorrat: Impressum: Newslaiter erscheint x. Redaktionsteam: Regula Thut Borner, dipl. Ernährungsberaterin HF, SMP. Elisabeth Bührer, Diplom-Ernährungswissenschafterin, Kleinandelfingen. Konzept und Gestaltung: Claudia Kasper Communications. Herausgeberin: Schweizer Milchproduzenten SMP, Bern. Art.-Nr D

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