ARIS-Modelltypen. Übersichtslandkarten und Einzelbeschreibungen

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1 ARIS-Modelltypen Übersichtslandkarten und Einzelbeschreibungen Arbeitsberichte zur Wirtschaftsinformatik Nummer: 01/2009 Autoren: Tim Feiri, Stephanie Keller, Ingrid Kerscher, Frank Lehmann Studiengang Wirtschaftsinformatik Berufsakademie Ravensburg

2 Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. bei den Autoren, 2009 Herausgeber: Studiengang Wirtschaftsinformatik, Berufsakademie Ravensburg Anschrift: Marienplatz Ravensburg +49 (0) 751 / Version: 1.0 ISSN: Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Sie darf ohne vorherige Genehmigung der Autoren/Herausgeber nicht vervielfältigt werden.

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I Abkürzungsverzeichnis... VII Abbildungsverzeichnis... IX 1 Einführung Landkartenkonzepte Vorstellung der einzelnen Konzepte Auswahl der Konzepte Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Eigentliche Karte Aufbau der Einteilung Funktionssicht Überblicksmodelltypen Ergänzende Modelltypen Spezielle Modelltypen Organisationssicht Überblicksmodelltypen Ergänzende Modelltypen Datensicht Überblicksmodelltypen Ergänzende Modelltypen Spezielle Modelltypen Leistungssicht Überblicksmodelltypen Steuerungssicht Überblicksmodelltypen Ergänzende Modelltypen Spezielle Modelltypen Grund der Aufteilung Landkarte 2: Sichtenintegration in der Steuerungssicht I

4 4.1 Aufbau der Einteilung Eigentliche Karte Grund der Aufteilung Landkarte 3: Klassifikation nach äußerer Gestalt Aufbau der Einteilung Eigentliche Karte Grund der Aufteilung Organisationssicht Datensicht Funktionssicht Leistungssicht Steuerungssicht Funktionssicht Anwendungssystemdiagramm Anwendungssystemtypdiagramm (ASTD) Anwendungssystemtypdiagramm (Spaltendarstellung) Enterprise Architecture Model Enterprise Architecture Model/Column Display Funktionen Mapping (Solution Manager) Funktionsbaum SAP ALE Funktionsmodell SAP Applikationendiagramm SAP Funktionen Mapping (Solution Manager) Y Diagramm Zieldiagramm Organisationssicht Netzdiagramm Netztopologie Organigramm Schichtkalender II

5 6.2.5 Technische Ressourcen Datensicht Attributzuordnungsdiagramm Berechtigungshierarchie CD Diagramm DTD Dokumenttyp Definition DW Struktur eerm eerm Attributzuordnungsdiagramm Fachbegriffsmodell IE Datenmodell Informationsträgerdiagramm Kostenartendiagramm Materialdiagramm Relationendiagramm Risikodiagramm SAP SERM SeDaM Modell Systemattributdomäne Systemattribute Tabellendiagramm Leistungssicht Produktbaum Berechtigungslandkarte BPMN Allocation Diagram Business Controls Diagram Business Process Diagram (BPMN) C3 Methode Casual Model DW Transformation ebusiness Scenario Diagram EPK III

6 EPK (Instanz) EPK (Materialfluss) EPK (Spaltendarstellung) EPK (Tabellendarstellung horizontal) EPK (Tabellendarstellung) EPK (Zeilendarstellung) Ereignisdiagramm Funktions /Organisationsebenendiagramm Funktionszuordnungsdiagramm Funktionszuordnungsdiagramm (Instanz) Geschäftsfelder Matrix Gliederungsmodell Industrial Process Informationsflussdiagramm Input /Output Diagram Input /Output Diagram (invers) IS Activation Model IS Context Model Kennzahlenzuordnungsdiagramm Klassendiagramm Klassifizierungsdiagramm Kommunikationsdiagramm Leistungsaustauschdiagramm Leistungsaustauschdiagramm (bildhaft) Leistungsbaum Leistungsbaum (bildhaft) Maskendesign Maskendiagramm Maskennavigation Materialflussdiagramm Office Process OMT Class Description Model OMT DataValue Decomposition IV

7 OMT Dynamic Model OMT Functional Model OMT Object Model PPK Produktauswahlmatrix Produktzuordnungsdiagramm Programmablaufdiagramm Programmablaufplan (PA) Prozessauswahldiagramm Prozessauswahlmatrix Prozessinstanziierungsmodell RAD (Rollenzuordnungsdiagramm) RAMS Requirements Analysis for Manufacturing Systems Rechtediagramm Regeldiagramm Rollendiagramm SAP ALE Filtermodell (SAP Application Linking Enabling) SAP ALE Nachrichtenflussmodell SAP ALE Nachrichtentypmodell SAP Integrationsprozess (XI) SAP Zuordnungsdiagramm UML Activity Diagram (Unified Modeling Language) UML Class Description Diagram UML Class Diagram UML Collaboration Diagram UML Component Diagram UML Deployment Diagram UML Sequence Diagram UML Statechart Diagram UML Use Case Diagram VKD (Vorgangskettendiagramm) VKD (Materialfluss) Wertschöpfungskettendiagramm V

8 Wettbewerbskräftemodell Wissenslandkarte Wissensstrukturdiagramm Zugriffsdiagramm Zugriffsdiagramm (physikalisch) Anhang VI

9 Abkürzungsverzeichnis AG = Aktiengesellschaft ALE = Application Linking Enabling ARIS = Architektur Integrierter Informationssysteme ASTD = Anwendungssystemtypdiagramm BASF = früher: Badische Anilin & Soda Fabrik, heute eigenständiger Name BPMI = Business Process Management Initiative BPMN = Business Process Modeling Notation CD = Cost Driver CIM = Computer Integrated Manufacturing DTD = Dokumenttyp Definition DV = Datenverarbeitung DW = Data Warehouse EPK = Ereignisgesteuerte Prozesskette eerm = Erweitertes Entity Relationship Model ERM = Entity Relationship Model HW = Hardware IBM = International Business Machines Corporation IE = Information Engineering Facility I/O = Input / Output IT = Informationstechnologie MS = Microsoft OMG = Object Management Group OMT = Object modeling Technique PA = Programmablaufplan PPK = Projektprozesskette VII

10 RAD = Rollenzuordnungsdiagramm RAMS = Requirements Analysis for Manufacturing Systems SAP = früher: Systeme Applikationen Programme, heute: eigenständiger Name SERM = Strukturiertes Entity Relationship Model SeDaM = Semantisches Datenmodell UML = Unified Modeling Language VKD = Vorgangskettendiagramm XI = Exchange Infrastructure VIII

11 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Modelltypenlandkarte Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen... 6 Abbildung 2: Modelltypenlandkarte Sichtenintegration in der Steuerungssicht Abbildung 3: Legende Zuordnung basierend auf Darstellungsform Abbildung 4: Modelltypenlandkarte Modelltypen nach Darstellungsformen Abbildung 5: ARIS Haus IX

12 Einführung 1 Einführung Der vorliegende Arbeitsbericht basiert auf einer Projektarbeit, die 2008 im Studiengang Wirtschaftsinformatik der Berufsakademie Ravensburg von den Studierenden Stephanie Keller, Ingrid Kerscher und Tim Feiri im Auftrag von Prof. Dr. Frank Lehmann erfolgreich durchgeführt worden ist. Ziel des Projekts war es, die Gesamtmenge der vom ARIS Toolset in der Version 7.02 angebotenen Modelltypen in Form einer Landkarte so zu strukturieren, dass man sich über die zahlreich verfügbaren bekannten und weniger bekannten Modelltypen orientieren und hinsichtlich ihrer Zusammenhänge besser zurecht finden kann. Es stellte sich bald heraus, dass analog zur ARIS Konzeption mit seinen fünf Sichten und dem in der Modellierung üblichen Prinzip ein Modell ist nie genug eine Landkarte für die Strukturierung nicht ausreichen würde, so dass insgesamt drei Landkarten mit unterschiedlichen Gliederungskonzepten entstanden sind, die zusammen genommen einen guten Überblick über das Modelltypenspektrum bieten. Ergänzend sind für alle Modelltypen en mit den wichtigsten Objekttypen den Symbolen erstellt worden, soweit möglich angereichert um ein Beispiel zur Veranschaulichung. Der Bericht selbst ist so aufgebaut, dass in Kapitel 2 die sechs Konzepte vorgestellt werden, die für die Realisierung des Projekts zur Auswahl standen. Zudem wird begründet, warum die Wahl auf die drei Landkartenkonzepte gefallen ist, die in den Kapiteln 3, 4 und 5 vorgestellt werden. In diesen drei Kapiteln wird jeweils der Aufbau der Einteilung, die eigentliche Karte und der Grund für die Einteilung erörtert. Abschließend beschreibt Kapitel 6 alle Modelltypen, die in ARIS vorkommen und in den Landkarten auftreten. Die en basieren im Kern auf der Methodenhilfe und dem Methodenhandbuch des ARIS Toolsets der IDS Scheer AG, Version Somit wird dem Leser ermöglicht, sich über ihm unbekannte Modelltypen zu informieren und die Zuordnung und Einteilung der Modelltypen nachvollziehen zu können. Die Modelltypenlandkarten sind sowohl als Übersicht im jeweiligen Kapitel, als auch im Anhang aufgeführt. Seite 1 von 145

13 Landkartenkonzepte 2 Landkartenkonzepte Zentrale Bedeutung für die ARIS Konzeption hat das sogenannte ARIS Haus, vgl. Abb. 5. Dieses ARIS Haus ist eine Darstellungsform, welche die Modelltypen in fünf Sichten mit jeweils drei Schichten unterteilt. Allerdings ist diese Darstellungsart teilweise unübersichtlich und für Nicht ARIS Erfahrene in vielen Fällen nicht nachvollziehbar. Aus diesem Grund wurde überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, die Modelltypen anders zu gruppieren und übersichtlich darzustellen. In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die Vorschläge für die Landkartenkonzepte erläutert und die Auswahl begründet, welche Vorschläge als Landkarten ausgearbeitet wurden. 2.1 Vorstellung der einzelnen Konzepte Insgesamt wurden sechs Landkartenkonzepte diskutiert. Die erste Möglichkeit, eine Modelltypenlandkarte zu erstellen, bestand darin, die Modelltypen nach Aussehen und Darstellungsart zu gruppieren. Hierfür waren die Kategorien Baumstruktur, Hierarchie, Fluss, nähere / Spezifizierung, Netz / Architektur, Netz / Stern, firmenabhängige / nachträgliche Erweiterung und Sonstige angedacht. Die zweite Möglichkeit war eine Kombination aus der ersten Möglichkeit in Verbindung mit den fünf Sichten des ARIS Hauses. Die Kategorien sollten genauso gewählt werden. Die Zuordnung der Modelltypen nach Objekttypen war die dritte Möglichkeit. Hierbei würde man z.b. alle Modelltypen die den Objekttyp Organisation enthalten einer Gruppe zuordnen. Möglichkeit Nummer vier war die Aufteilung der Modelltypen nach dem Schichtenkonzept (, DV Konzept, Implementierung) des ARIS Hauses. Die fünfte Möglichkeit war die Ausarbeitung der Verbindungen und Zusammenhänge der Modelltypen der Steuerungssicht mit den anderen vier Sichten (Organisations, Leistungs, Daten und Funktionssicht). Seite 2 von 145

14 Landkartenkonzepte Als letzte Möglichkeit wurde eine Erweiterung wurde eine Klassifikation der Modelltypen hinsichtlich ihrer Bedeutung, z. B. in zentrale Modelltypen, Übersichtsmodelltypen etc. in Verbindung mit den fünf Sichten des ARIS Hauses erwogen. 2.2 Auswahl der Konzepte Auf der Basis umfassender Diskussionen wurden letztlich drei Landkartenkonzepte ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollten. Als erstes Landkartenkonzept wurde der zweite Vorschlag ausgewählt, d. h. die Zuordnung der Modelltypen nach Darstellungsform in Kombination mit der ARIS Sichten Struktur. Grund für die Wahl dieses Konzepts war, dass die Art der Darstellung des Modelltyps den Verwendungszweck widerspiegelt und durch die Kombination mit den Sichten, die Modelltypen nicht aus ihrem Zusammenhang gelöst werden. Somit wird es dem Betrachter ermöglicht, die gewohnte Einordnung der Modelltypen in das ARIS Haus beizubehalten und mit dem Zweck, bzw. die Darstellung wie z. B. hierarchische Struktur, zu verknüpfen. Das zweite ausgewählte Landkartenkonzept basiert auf dem fünften Vorschlag. Hierbei werden die Modelltypen der Steuerungssicht betrachtet. Es stellt die Verknüpfungen der einzelnen Sichten (abgesehen von der Steuerungssicht) untereinander dar. Dadurch kann der Anwender schließen, welche Sichten durch das jeweilige Modell integriert werden. Das dritte ausgewählte Landkartenkonzept ist eine Weiterentwicklung des sechsten Vorschlags. Dem Anwender wird durch die Hervorhebung der zentralen Modelltypen die Einarbeitung in die ARIS Welt erleichtert. Die Zeile der ergänzenden Modelltypen zeigt dem Benutzer mit welchem Modelltypen die zentralen Modelltypen ergänzt bzw. spezifiziert werden können. Es werden ebenfalls die firmenspezifischen Modelle separiert, um eine erhöhte Übersichtlichkeit durch Reduktion der Anzahl der Modelltypen zu erzeugen. Der Landkartenvorschlag eins wurde als nicht sinnvoll erachtet, da die Loslösung aus dem ARIS Haus zu Verwirrung führen könnte und die Anknüpfungspunkte an die Methode ARIS verloren gehen würden. Der Vorschlag, die Modelltypen ihren Objekttypen zuzuordnen, wurde ebenfalls verworfen, da eine große Mehrheit der Modelltypen viele Objekttypen verwenden und somit zahlreiche Redundanzen entstehen würden. Der Vorschlag, die Modelltypen den Schichten, DV Konzept und Implementierung zuzuordnen, wurde nicht weiterverfolgt, da es Seite 3 von 145

15 Landkartenkonzepte hier einen ähnliche Häufung der Typen in einer Schicht geben würde wie in der Steuerungssicht. Somit würde die Landkarte wieder unübersichtlich werden. Seite 4 von 145

16 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen 3 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Im Folgenden werden die Zuordnungen der Modelltypen beschrieben. Eine detaillierte, warum sich ein Modelltyp in einer jeweiligen Kategorie befindet, ist in den en der Modelltypen im letzten Kapitel zu finden. Zusätzlich kann den en der Überblicksmodelltypen und der zentralen Modelltypen entnommen werden, welchen Aspekt diese abbilden. Die Zuordnung der Modelltypen in die Kategorie der Ergänzenden Modelltypen ist ebenfalls dokumentiert. Diese werden allerdings im folgenden Abschnitt ( ) um die Allokation zu den ergänzten Modelltypen erweitert. Die Darstellungsform dieser Landkarte basiert auf einer Matrix in deren Spalten die 5 Sichten des ARIS Hauses dargestellt werden. In deren Zeilen befinden sich folgende Kategorien: Überblicksmodelltypen Ergänzende Modelltypen und Spezielle Modelltypen. Seite 5 von 145

17 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen 3.1 Eigentliche Karte Abbildung 1: Modelltypenlandkarte Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Seite 6 von 145

18 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen 3.2 Aufbau der Einteilung Um die Einteilung der einzelnen Modelltypen darstellen zu können gliedert sich der folgende Abschnitt nach den Sichten des ARIS Hauses Funktionssicht Um die Übersichtlichkeit der Modelltypenlandkarte zu verbessern, wurden die beiden Modelltypen Enterprise Architecture Model (Column Display) und Anwendungssystemtypdiagramm (Spaltendarstellung) nicht aufgeführt. Grund für diese Entscheidung war, dass es sich dabei lediglich um alternative Darstellungen zu den jeweiligen Modelltypen in der normalen Darstellung handelt Überblicksmodelltypen Die folgenden Modelltypen bilden einen Überblick über einen Aspekt der jeweiligen Sicht. Für den Anwender dienen sie als Einstiegspunkt, um sich in dem zu betrachtenden Aspekt anzunähern. Dazu gehören: Y Diagramm Zieldiagramm Die zentralen Modelltypen (fett) sind diejenigen, welche die Basis für die jeweilige Sicht bieten. Sie stellen somit die wichtigsten Modelle der jeweiligen Sicht dar. Sie können als Teilmenge der Überblicksmodelltypen angesehen werden. Sie haben insbesondere eine herausragende Bedeutung in der Theorie und im praktischen Einsatz. Dazu gehören: Anwendungssystemtypdiagramm Funktionsbaum Ergänzende Modelltypen Die ergänzenden Modelltypen bilden eine Erweiterung der Überblickmodelltypen. Sie liefern dabei meist eine Spezialisierung oder ergänzende Informationen der Überblicksmodelltypen. Im Seite 7 von 145

19 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Folgenden wird beschrieben, welcher zentrale oder überblickshafte Modelltyp ergänzt oder näher spezifiziert wird. Anwendungssystemdiagramm Das Anwendungssystemdiagramm bildet die Anwendungssystemkomponenten des Anwendungssystemtypdiagramms detaillierter ab. Funktionen Mapping Es handelt sich dabei um eine Ergänzung des Funktionsbaums. Die Funktionen eines SAP Einführungsprojektes werden den Funktionen des Kundenfachmodells zugeordnet, die im Funktionsbaum dargestellt werden Spezielle Modelltypen Spezielle Modelltypen umfassen diejenigen Modelltypen, welche meist für eine spezielle Firma und deren Modellierungssprachen entwickelt wurden. Zusätzlich werden in diesem Bereich die Modelltypen bzw. Diagrammtypen aus anderen Modellierungssprachen oder Modellierungsbaukästen mit aufgeführt. Häufig wurden diese erst in späteren Versionen von ARIS ergänzt und gehören deshalb nicht zu dem ursprünglichen Kern. Sie können auch eine Sicht modellieren, welche keine direkt ergänzende Information für ein anderes Modell liefert und keine Übersicht darstellt. Dazu gehören (nähere Erläuterungen in Kapitel 6): Enterprise Architecture Modell SAP Funktionen Mapping SAP ALE Funktionsmodell SAP Applikationendiagramm Organisationssicht Überblicksmodelltypen Die Überblicksmodelltypen sind diejenigen, welche die Basis für die jeweilige Sicht bieten. Sie stellen somit die wichtigsten Modelle der jeweiligen Sicht dar. Durch ihre Bedeutung in der Theorie und im praktischen Einsatz wird deren Gewichtung durch eine eigene Zeile unterstrichen. Dazu gehören: Organigramm Seite 8 von 145

20 Ergänzende Modelltypen ARIS Modelltypenlandkarten Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Die ergänzenden Modelltypen der Organisationssicht bilden eine Erweiterung des Organigramms ab. Netzdiagramm Netztopologie Schichtkalender Technische Ressourcen Datensicht Überblicksmodelltypen Die folgenden Modelltypen bilden einen Überblick über einen Aspekt der jeweiligen Sicht. Für den Anwender dienen sie als Einstiegspunkt um sich in dem zu betrachtenden Aspekt anzunähern. Dazu gehören: CD Diagramm DTD Dokumenttypdefiniton DW Struktur Fachbegriffsmodell Informationsträgerdiagramm Kostenartendiagramm Materialdiagramm Risikodiagramm Systemattribute Tabellendiagramm Die zentralen Modelltypen (fett) sind diejenigen, welche die Basis für die jeweilige Sicht bilden. Sie stellen somit die wichtigsten Modelle der jeweiligen Sicht dar. Sie können als Teilmenge der Überblicksmodelltypen angesehen werden. Durch ihre Bedeutung in der Theorie und im praktischen Einsatz wird deren Gewichtung durch eine eigene Zeile unterstrichen. Dazu gehören: eerm Seite 9 von 145

21 Ergänzende Modelltypen ARIS Modelltypenlandkarten Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Die ergänzenden Modelltypen bilden eine Erweiterung der Überblickmodelltypen. Sie liefern dabei meist eine Spezialisierung oder ergänzende Informationen der oben aufgeführten Modelltypen. Im Folgenden wird beschrieben, welcher zentrale oder überblickshafte Modelltyp ergänzt oder näher spezifiziert wird. Attributzuordnungsdiagramm Das Attributzuordnungsdiagramm stellt eine Ergänzung der Attribute des eerm dar. Berechtigungshierarchie Die Berechtigungshierarchie stellt die Beziehungen von Berechtigungen, die im Rollendiagramm definiert wurden dar. Das Rollendiagramm befindet sich in der Steuerungssicht, dennoch ist die Berechtigungshierarchie der Datensicht zugeordnet. eerm Attributzuordnungsdiagramm Das eerm Attributzuordnungsdiagramm bietet eine Übersichtliche Darstellung der Attributzuordnungen des eerm. Relationendiagramm Das Relationendiagramm definiert die Relationen des eerm. Systemattributdomäne Die Systemattributdomäne stellt eine Ergänzung der Systemattributobjekte des eerm dar Spezielle Modelltypen Spezielle Modelltypen umfassen diejenigen Modelltypen, welche meist für eine spezielle Firma und deren Modellierungssprachen entwickelt wurden. Häufig wurden diese erst in späteren Versionen von ARIS ergänzt und gehören deshalb nicht zu dem ursprünglichen Kern. Sie können auch eine Sicht modellieren, welche keine direkt ergänzende Information für ein anderes Modell liefert und keine Übersicht darstellt. Dazu gehören: IE Datenmodell SAP SERM SeDaM Modell Seite 10 von 145

22 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Leistungssicht Überblicksmodelltypen Die Überblicksmodelltypen sind diejenigen, welche die Basis für die jeweilige Sicht bieten. Sie stellen somit die wichtigsten Modelle der jeweiligen Sicht dar. Durch ihre Bedeutung in der Theorie und im praktischen Einsatz wird deren Gewichtung durch eine eigene Zeile unterstrichen. Dazu gehören: Produktbaum Steuerungssicht Um die Übersichtlichkeit der Modelltypenlandkarte zu verbessern, wurden Modelltypen Input / Output Diagramm(Invers) Leistungsbaum (bildhaft) Funktionszuordnungsdiagramm (Instanz) Leistungsaustauschdiagramm (bildhaft) Zugriffsdiagramm (physikalisch) nicht aufgeführt. Grund für diese Entscheidung war, dass es sich dabei lediglich um alternative Darstellungen der jeweiligen Modelltypen in der normalen Darstellung handelt. Unter dem Begriff EPK (div. Varianten) wurden die Modelltypen EPK (Instanz) EPK (Materialfluss) EPK (Spaltendarstellung) EPK (Tabellendarstellung horizontal, EPK (Tabellendarstellung, EPK (Zeilendarstellung) zusammengefasst. Unter dem Begriff OMT Modelle wurden die Modelltypen Seite 11 von 145

23 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen OMT Class Description Model OMT DataValue Decomposition OMT Dynamic Model OMT Functional Model OMT Object Model zusammengefasst. Unter dem Begriff UML Modelle wurden die Modelltypen UML Activity Diagram UML Class Description Diagram UML Class Diagram UML Collaboration Diagram UML Component Diagram UML Sequence Diagram UML Statechart Diagram UML Use Case Diagram zusammengefasst Überblicksmodelltypen Die folgenden Modelltypen bilden einen Überblick über einen Aspekt der jeweiligen Sicht. Für den Anwender dienen sie als Einstiegspunkt, um sich in dem zu betrachtenden Aspekt anzunähern. Dazu gehören: Berechtigungslandkarte C3 Methode DW Transformation Geschäftsfelder Matrix Gliederungsmodell Input / Output Diagramm IS Activation Model Leistungsbaum Maskennavigation Produktauswahlmatrix Programmablaufplan (PA) Seite 12 von 145

24 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Prozessauswahlmatrix Prozessinstanziierungsmodell RAMS VKD (Vorgangskettendiagramm) Wertschöpfungskettendiagramm Wettbewerbskräftemodell Wissenslandkarte Zugriffsdiagramm Die zentralen Modelltypen (fett) sind diejenigen, welche die Basis für die jeweilige Sicht bieten. Sie stellen somit die wichtigsten Modelle der jeweiligen Sicht dar. Sie können als Teilmenge der Überblicksmodelltypen angesehen werden. Durch ihre Bedeutung in der Theorie und im praktischen Einsatz wird deren Gewichtung durch eine eigene Zeile unterstrichen. Dazu gehören: (e)epk Ergänzende Modelltypen Die ergänzenden Modelltypen bilden eine Erweiterung der Überblickmodelltypen. Sie liefern dabei meist eine Spezialisierung oder ergänzende Informationen der oben aufgeführten Modelltypen. Im Folgenden wird beschrieben, welcher zentrale oder überblickshafte Modelltyp ergänzt oder näher spezifiziert wird. Business Controls Diagram Das Business Controls Diagramm stellt die Risiken eines Prozess oder einer Funktion dar und kann somit als Ergänzung des Risikodiagramms aus der Datensicht angesehen werden. ebusiness Scenario Diagram Das ebusiness Scenario Diagramm ergänzt das Wertschöpfungskettendiagramm, indem es Optimierungspotentiale aus der ganzheitlichen Betrachtung der Supply Chain darstellt. EPK (div. Varianten) Bei diesen Varianten handelt es sich jeweils um eine spezielle beziehungsweise leicht erweiterte Form der eepk. Ereignisdiagramm Das Ereignisdiagramm spezifiziert die Ereignisse und beschreibt deren Zustandsänderungen. Es kann somit als Erweiterung der eepk angesehen werden. Funktions / Organisationsebenendiagramm Als Verbindung zwischen der Funktionssicht und der Organisationssicht indem die Funktionen den Organisationseinheiten zugeordnet werden, wird dieser Modelltyp dem Organigramm und dem Funktionsbaum zugeordnet. Funktionszuordnungsdiagramm Das Funktionszuordnungsdiagramm dient als Erweiterung des eepks, indem es Seite 13 von 145

25 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Objektzuordnungen von Funktionen ermöglicht und somit die Komplexität reduziert. Industrial Process Der Industrial Process ergänzt das eepk und bietet eine alternative Darstellungsform zum eepk. Informationsflussdiagramm Das Informationsflussdiagramm dient als Ergänzung des Funktionsbaums aus der Funktionssicht, indem es die Datenflüsse zwischen Funktionen darstellt. IS Context Model Durch die Verbindung von Objekten des Typs IS Funktion und den Objekten der Daten und Organisations sowie kann es als Ergänzung der zentralen Modelltypen der drei Sichten betrachtet werden. Kennzahlenzuordnungsdiagramm Das zentrale Element des Kennzahlenzuordnungsdiagramms ist das strategische Ziel. Dieser Modelltyp ergänzt somit das Zieldiagramm aus der Funktionssicht. Klassendiagramm Das Klassendiagramm dient als Erweiterung des eepks, indem es Informationsobjekten Klassencharakter zuordnet. Klassifizierungsdiagramm Durch die Möglichkeit Funktionen zu klassifizieren, kann das Klassifizierungsdiagramm als Erweiterung des eepks angesehen werden. Kommunikationsdiagramm Das Kommunikationsdiagramm zeigt alle Prozesse der Kommunikation zwischen den Organisationseinheiten und ergänzt folglich das Organigramm aus der Organisationssicht. Leistungsaustauschdiagramm Der Leistungsbaum wird durch das Leistungsaustauschdiagramm erweitert, welches den Leistungsaustausch im Unternehmen darstellt. Maskendesign Mit dem Maskendesign wird die allgemeingültigere Maskennavigation um fachliche Anforderungen im Rahmen des Softwareentwurfs ergänzt. Maskendiagramm Das Maskendiagramm beschreibt detailliert die Bildschirmmasken, welche von der Maskennavigation verwendet werden. Materialflussdiagramm Das Materialflussdiagramm kann als Erweiterung des Funktionsbaums aus der Funktionssicht betrachtet werden, da es Materialflüsse zwischen Funktionen abbildet. Office Process Der Office Process ist ein Modelltyp, der eine alternative und komprimierte Darstellung des eepks darstellt. Produktzuordnungsdiagramm Das Produktzuordnungsdiagramm dient als Schnittstelle der Produkte mit den organisatorischen Einheiten. Es kann folglich als Verbindung des Organigramms der Organisationssicht und der Produktauswahlmatrix der Steuerungssicht angesehen werden. Programmablaufdiagramm Das Programmablaufdiagramm bildet eine alternative Darstellung zur eepk. Seite 14 von 145

26 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen Prozessauswahldiagramm Aufgrund seiner starken Ähnlichkeit zur Prozessauswahlmatrix kann das Prozessauswahldiagramm als dessen Ergänzung angesehen werden. Rechtediagramm Das Rechtediagramm spezifiziert die Rechte und Verantwortlichkeiten der Objekttypen aus dem Organigramm der Organisationssicht. Regeldiagramm Das Regeldiagramm kann durch seine Komplexitätsreduktion des eepks als dessen Ergänzung betrachtet werden. Rollendiagramm Durch die Rollenzuweisung der Funktionen innerhalb des eepks wird dieses durch das Rollendiagramm ergänzt. VKD (Materialfluss) Das VKD (Materialfluss), welches auf die speziellen Anforderungen des Materialflusses abgestimmt ist, ergänzt bzw. erweitert das VKD. Wissensstrukturdiagramm Das Wissensstrukturdiagramm untergliedert die Wissenskategorien und das dokumentierte Wissen der Wissenslandkarte und kann deshalb als Erweiterung angesehen werden Spezielle Modelltypen Spezielle Modelltypen umfassen diejenigen Modelltypen, welche meist für eine spezielle Firma und deren Modellierungssprachen entwickelt wurden. Häufig wurden diese erst in späteren Versionen von ARIS ergänzt und gehören deshalb nicht zu dem ursprünglichen Kern. Sie können auch eine Sicht modellieren, welche keine direkt ergänzende Information für ein anderes Modell liefert und keine Übersicht darstellt. Dazu gehören: BPMN Allocation Diagramm Business Process Diagramm (BPMN) Casual Model OMT Modelle PPK (Projektprozesskette) RAD Rollenzuordnungsdiagramm SAP ALE Filtermodell SAP ALE Nachrichtenflussmodell SAP ALE Nachrichtentypmodell SAP Integrationsprozess (XI) SAP Zuordnungsdiagramm UML Modelle Seite 15 von 145

27 Landkarte 1: Zentrale Modelltypen und deren Ergänzungen 3.3 Grund der Aufteilung Durch die Hervorhebung der Überblicksmodelltypen, insbesondere der zentralen Modelltypen, werden dem Einsteiger die wichtigsten Modelltypen jeder Sicht aufgezeigt. Die einfache Strukturierung bietet die Möglichkeit sich schnell einen Überblick über alle Modelltypen zu verschaffen. Wenn vertiefte Informationen abgebildet werden und die Strukturen der modellierenden Gegebenheiten komplexer werden, kann der Benutzer der Landkarte auf die ergänzenden Modelltypen zurückgreifen. Die separate Zeile für die Speziellen Modelltypen reduziert die Anzahl der zur Verfügung stehenden Modelltypen immens für diejenigen Benutzer, die nicht mit diesen speziellen Gegebenheiten konfrontiert werden wollen. Seite 16 von 145

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