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2 Inhalt PRAXISBERICHT 2 Stabilität & Dynamik: Höchste Anforderungen an die IT der Talanx-Holding LÖSUNGEN 6 Informationen sichtbar machen: Datenvisualisierung zwischen Big Data und Standardreporting 8 Anwendungsbereiche von Big Data 9 Data-Management: Herausforderung für die IT MANAGEMENT 10 Die Meistermasche: Teambuilding und Resilienztraining PARTNER 12 Das passt! Vom Beginn einer erfolgreichen Partnerschaft VERANSTALTUNGEN 13 FinnoDay: Eine innovative Reise durch die Finanzwirtschaft ENGAGEMENT 14 Laufen für die Lebenshilfe 14 Pedelec Einführung bei der Solit Finance 15 Bis der Po schmerzt 24 Stunden auf dem Mountainbike für den guten Zweck AKTUELLES 16 Der SOLIT Verbund: Zwei starke Partner für Assekuranz und Finanzwirtschaft 16 Personalien OFFSITE 17 Auszeit in Angkor IMPRESSUM Herausgeber: Solit Finance GmbH Technologiepark Bergisch Gladbach, Friedrich-Ebert-Straße, Bergisch Gladbach Tel.: 02204/ Internet: Amtsgericht Köln HRB Nr V.i.S.d.P.: Kurt Jungnitsch Redaktion: Textagentur Weidemann, Köln Gestaltung: s-konform, Pascal Stoffels, Köln Autoren dieser Ausgabe: Frank Braun; Norbert Fischer; Irene Greuel; Marco Hausen; Kurt Jungnitsch; Sonja Lehmann; Roland Lemmen; Frank Mense; Gero Weidemann Bildnachweise: Titel, S.1, S.2, S.4, S.14: Oliver Metternich S.6: US Oil Consumption vs. Production von GDS Infographics unter (CC BY 2.0), Individual User Voting vs Community von Jon Gosier unter (CC BY 2.0), WebGene: von (CC BY-SA 2.0) unter (CC BY-SA 2.0) S.7: TREEMAP, FOOD BY LINE WEIGHT, Single Pie, PIES MONTHLY von Lauren Manning unter (CC BY 2.0) S. 8: Coauthorship network map of physicians publishing on hepatitis C von Andy Lamb unter (CC BY 2.0) S.10, S.11, S.12: Kurt Jungnitsch S. 11: mninni/fotolia.com S.13: André Rüssel S. 14: ZEG S. 15: Frank Mense, imreforgo/fotolia.com S. 17: Roland Lemmen S. 18: maxsol7/fotolia.com Alle Rechte vorbehalten. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig.

3 EDITORIAL 1 Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, Sie passend zum 20-jährigen Jubiläum der Solit GmbH zu unserer Erstaus gabe des FinnoMagazins begrüßen zu dürfen. Tauchen Sie ein in spannende Themen rund um Finance und Innovation. Denn wir sind der Überzeugung, dass Neuerungen der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft der Finanzwirtschaft sind. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, verschiedene Themen fachübergreifend aufzu greifen und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Wir möchten, dass das FinnoMagazin für Manager und Fachbereichsleiter über Informatiker bis hin zum Personalverantwortlichen interessant ist, denn erst gemeinschaftlich können nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden. Im Praxisbericht dieser Ausgabe schildert Ralf Dittmer von der Talanx AG die mutigen und innovativen Maßnahmen für die Umsetzung des Konzern berichtswesens. Unsere Autoren stellen smarte Tools für Ihre Arbeit vor, berichten über den effizienten Einsatz von moderner Datenvisualisierung oder wie Sie der Mensch als wichtigste Ressource des Unternehmens fit für die Herausforderungen der Zukunft bleiben. Auf Ihr Feedback zum neuen FinnoMagazin sowie Ihre Anregungen und Ideen für die kommenden Ausgaben freue ich mich. Nun lade ich Sie herzlich ein, in diese spannende Kombination aus traditioneller Finanz wirtschaft und moderner Innovationskultur einzutauchen! Viel Vergnügen wünscht Ihr Kurt Jungnitsch Mitglied der Geschäftsführung PS: Zu vielen Beiträgen finden Sie auf unserer Website weiterführende Informationen. Die entsprechenden Links nennen wir jeweils am Seitenende.

4 2 PRAXISBERICHT Stabilität & Dynamik Höchste Anforderungen an die IT der Talanx-Holding Im Oktober 2012 ging die Talanx AG an die Börse. Eine Voraussetzung hierfür war die Einführung einer neuen Anwendung zur weltweiten Er fassung von Daten nach der internationalen Rechnungslegungsvorschrift IFRS (International Financial Reporting Standard). Damit verbunden war eine Überarbeitung der Abgabeprozesse. Ein wichtiges Ergebnis der Über ar beitung war ein optimierter Fast-Close-Terminplan. Ralf Dittmer Anwendungsverantwortlicher fü r Konzernkonsolidierungsund Planungssoftware, ist seit 1990 im Talanx-Konzern beschäftigt. Bevor er 2010 bei der Talanx-Holding-IT startete, war er bereits 20 Jahre für die IT im Segment Bancassurance der Talanx tätig. Vor seinem Wechsel zur Talanx-Holding betreute er Verkaufs- und Beratungssys teme für Versicherungspro dukte der Bancassurance. Mit weltweit über Mitarbeitern und Prämieneinnahmen von 28,1 Mrd. im Jahr 2013 ist der Talanx-Konzern die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe und befindet sich damit unter den zehn größten in Europa. Für den Börsengang stand das Reporting vor der Aufgabe, Geschäfts- zahlen von mehr als 200 Unternehmen mit 25 Fremdwährungen aus aller Welt regelmäßig sammeln, konsolidieren, analy sieren und berichten zu müssen. Dabei war nicht nur das große Volumen eine Herausforderung, sondern auch die fachliche Komplexität zur Er mittlung der Daten sowie die engen Zeit vorgaben des Fast-Close-Termin - plans. Im Jahre 2010 wurde daher ein Projekt aufge- setzt, das sich mit der Ent wicklung und Implementierung der neuen Anwendung und der benötigten Infrastruktur befasste und direkt an den Gruppen-CIO des Konzerns berichtete. Aufgrund der hohen fachlichen Anforderungen entschied sich der Talanx-Konzern für Tagetik Data Entry, einem innovativen Softwareprodukt eines italienischen Anbieters. Auch an hohen non-funktionalen Anforderungen fehlte es nicht: mehr als 900 User aus mehr als 35 Ländern, 24x7-Support aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns und schwankendes Nutzungsverhalten, da die Anwendung nur für Quartals- und Jahresabschlüsse zum Einsatz kommt. Dies führte zu der Entscheidung, einen Managed Infrastructure Cloud Service (IaaS) der Firma COLT in Frankfurt/Main als Infrastrukturplattform zu nutzen. Ralf Dittmer übernahm im Zuge der Produktivsetzung der Tagetik Data Entry-Anwendung in 2010 die Verantwortung für die Steuerung des IT Demands der Bereiche Group Accounting und Controlling und damit auch die Verantwortung als Projektleiter zur fortlaufenden Weiterentwicklung der Anwendungen aus diesem Bereich. IT in der Holding von Grund auf neu Der Konzern ist dynamisch. Durch jährliche fachliche Erweiterungen des IFRS-Standards durch die Standardsetzer einerseits und aufgrund immer detaillierteren Berichtsanforderungen des Kapitalmarktes andererseits ist es ein herausforderndes Umfeld für Softwareentwicklung und Dokumentation, schildert Dittmer die Situation.

5 3 Aufbau der internen Konzern-IT der Talanx AG für das Berichtswesen Zwischenzeitlich ist aus dem damaligen Projektteam eine gestandene IT-Abteilung geworden, die sich ausschließlich um Anwendungen, Infrastruktur und Betrieb rund um Aufgabenstellungen der öffentlichen und aufsichtsrechtlichen Berichterstattung befasst. In der Konzern-IT betreut Ralf Dittmer mit einem kleinen Team mittlerweile 14 Anwendungen aus den Bereichen Group Accounting und Controlling sowie Treasury. Group Risk Management, Group Communication und Investor Relation sind weitere wichtige Bereiche, die durch die IT der Holding betreut werden. Die zunehmende Verzahnung zwischen IFRSund Solvency II-Anwendungen im Risikomanagement ist eine weitere spannende Herausforderung, an der wir derzeit gemeinsam arbeiten, führt Ralf Dittmer aus. Erfolgreich mit italienischer Software Die Software Tagetik aus dem italienischen Lucca ist mittlerweile eine marktführende Anwendung aus dem Bereich Corporate Performance Management. Die Talanx-Gruppe war im Jahre 2007 der erste große Tagetik-Kunde außerhalb Italiens. Mittlerweile wird Tagetik im Magic Quadrant von Gartner neben den großen Wettbewerbern wie IBM, SAP, Oracle aufgeführt. Tagetik hat weltweit viele Kunden gewonnen, unter anderem entschied sich die Generali- Gruppe in 2013, dem eingeschlagenen Weg der Talanx zu folgen und Tagetik ebenfalls im IFRSund Solvency II-Bereich einzuführen. Die Anwendung besteht aus zwei Eingabe-Oberflächen, die ergänzend zum Einsatz kommen: Der Tagetik Excel-Client, der als Excel-Addin zum Tagetik-Kernsystem gehört und erweiterte Funktionalitäten bei Entwurf und Nutzung von Excel-Berichten bereitstellt sowie Zugriff auf Inhalte des Tagetik- Datenmodells gestattet. Der Tagetik-Web-Client, der als GUI-basierte Anwendung Zugang zu den Steuerungs-, Berechnungs- und Analysefunktionen des Tagetik- Kernsystems gewährt. Zur erweiterten Analyse der konsolidierten Zahlen kommen von Tagetik gelieferte OLAP-Würfel zum Einsatz, die auf das Tagetik-interne Datenmodell optimiert sind (Tagetik-Würfel). In den letzten Jahren wurden die Tagetikbasierten Anwendungen bei der Talanx konsequent fachlich weiterentwickelt und um zusätzliche Module ergänzt. Seit September 2011 sind bei der Talanx neben der Tagetik Data Entry und Tagetik Consolidation auch die OLAP-basierten Analyse-Würfel für beide Anwendungen und seit kurzem das Lösungspaket zu Solvency II Säule 3 im Einsatz. Da der Versicherungskonzern der erste große Kunde von Tagetik außerhalb Italiens war, kam es im Laufe der Jahre zu einer engen Zusammenarbeit, sodass auch spezifische Anwendungslösungen für die Branche entwickelt wurden. Dittmer hebt hier besonders die hohe fachliche Qualität des Beraternetzwerkes sowie die schnelle und flexible Arbeit des Unternehmens Tagetik hervor. Zudem zeichnet sich das Tagetik-Kernsystem durch testierte Prüfungssicherheit aus. >> Konsoldierungsdaten Talanx Konsolidierungsfrequenz: Vierteljährlich Basis: mehr als 200 Legaleinheiten / 25 Fremdwährungen Nutzer: Datenerfassung: mehr als 900 Nutzer in über 35 Ländern Konten: über Konten, aufgeteilt nach Konten für Bilanz und GuV und Notes-Konten im Rahmen der Anhang- Angaben sowie Segmentierung nach Geschäftsbereichen / Etwa system - interne Cross-Checks von Tagetik und über von Talanx definierte Berichte: Datenerfassung: Mehr als 400 verschiedene Berichte zur Erfassung, Analyse und Prüfung sowie für Zusatzangaben und Kommentierungen Konsolidierung: Über 200 Berichte zur Aufbereitung des Zahlenwerks nach verschiedenen Aspekten für Geschäftsbericht und interne Berichterstattung

6 4 Ralf Dittmer und Kurt Jungnitsch bei der Projektbesprechung Auslagerung für flexible Anforderungen Den erhöhten Verfügbarkeitsanforderungen durch Quartals- und Jahresabschlüsse unter Fast- Close-Bedingungen wurde durch den Einsatz einer eigenen Plattform beim externen Dienstleister COLT Rechnung getragen. Die auf VPC-Technologien basierte Plattform kombiniert flexibles Sizing und hohe Datensicherheit bei gleichzeitig durchgehender hoher Verfügbarkeit und Betreuung 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Mittlerweile wurde zudem für höchst rechenintensive Anwendungen aus dem Risikomanagement der Talanx AG eine zusätzliche Cloud-Lösung in die Talanx Cloud-Plattform integriert. Hier laufen bei Bedarf die aufwändigen Simulationen für Naturkatastrophen, ökonomische Szenarien und ähnlich rechenintensive Modellberechnungen. Da die Cloud-Komponenten nur bei Nutzung eingeschaltet und abgerechnet werden (payas-you-use), wurden auf diese Plattform auch Alt-Konsolidierungssysteme ausgelagert, die nur noch punktuell zu Auskunftszwecken genutzt werden. Die hier erzielten Einsparungen für den IT-Betrieb sind beachtlich. Die Nutzung der externen Rechnerleistung bietet klare Vorteile, erläutert Dittmer. Eine vergleichbare hohe Rechnerkapazität InHouse zu installieren, die zudem nur bei Bedarf genutzt wird, wäre deutlich kostenintensiver als die vollzogene Maßnahme. Dies bestätigt auch eine Benchmark-Studie, die im Oktober 2013 durch ein externes IT-Benchmark-Unternehmen durchgeführt wurde. Beide Plattformen sind verknüpft und sind Teil der Talanx Cloud-Plattform. Die Talanx Cloud-Plattform ist für alle Talanx-Gesellschaften weltweit verfügbar und unterliegt einem einheitlichen Security- und Service Management-Regime. Sichten, planen, steuern Je größer der Konzern, desto komplexer ist die Planung und Steuerung. Die Anwendungen Tagetik Data Entry und Tagetik Consolidation dienen der Erfassung von IFRS Packages für die zahlreichen Einzelgesellschaften und der Konsolidierung der Quartals- und Jahresabschlüsse, der Konzernplanung und der unterjährigen Hochrechnungen. Die mit Tagetik erstellten IFRS-Abschlüsse, Berichte und Analysen bilden ein Steuerungs - in strument für den CFO und die weiteren Mitglieder des Talanx-Holding-Vorstands. Somit lässt sich neben der derzeitigen Position auch die Fahrtrichtung des Unternehmens prüfen und bei Bedarf eine Kurskorrektur einlegen. Ergänzt wird das Instrumentarium durch weitere Anwendungen unter anderem für das Anteilsbesitz- und Risikomanagement. Die größte Herausforderung, so Dittmer, ist dabei die stetige Dynamik der äußeren Anforderungen bei gleichzeitiger Erwartung von konstanter Qualität an Daten und Anwendungen. Beispiele hierfür sind die dynamischen regulatorischen Anforderungen für Solvency II oder die kommenden neuen Standards IFRS 4 und IFRS 9.

7 5 Klein, dynamisch und schnell Mittlerweile gehören zum Team um Ralf Dittmer mehr als zehn interne und externe Mitarbeiter. Ralf Dittmer hat die Projektverantwortung für alle Implementierungsvorhaben zur Einführung und Weiterentwicklung von Group Accountingund Controlling-Anwendungen in der Talanx-Holding. In den vergangenen Jahren strukturierte er dazu sowohl das Projektvorgehen als auch das Release-Management für alle Systeme des Group Accounting und Controlling neu. Auch wird die Anwendungslandschaft jährlich durch KPMG nach ISAE 3402 im Rahmen von Vorprüfung zum Jahresabschluss auf Herz und Nieren geprüft. Den Bedarf sehen, planen, umsetzen, testen, termingerecht bereitstellen und dokumentieren, beschreibt er seine tägliche Arbeit, um die weltweit verfügbaren Group Accounting- und Controlling-Anwendungen zentral und fachlich einheitlich zur Verfügung zu stellen. Von Beginn an verlässt sich Ralf Dittmer dabei auch auf die Expertise des spezialisierten Beratungshauses Solit Finance, das in der Spitze mit bis zu acht Beratern rund um Tagetik und Solvency II in der Talanx-Holding IT tätig ist. Solit Finance ist ein Partner auf Augenhöhe, beschreibt Dittmer die Zusammenarbeit. Sie bieten uns nicht nur die Berater mit dem passenden Know-how, sondern achten auch darauf, dass sie menschlich ins Team passen. Zudem sei das Spezialberatungshaus aus Bergisch Gladbach nicht nur schnell und flexibel, sondern habe zudem die gleichen hohen Qualitätsansprüche wie Dittmer selbst. Zukünftige Herausforderungen Zukünftig werden die Anwendungen zur Steuerung fachlich enger zusammenwachsen, insbesondere IFRS- und Solvency II-Anwendungen. Gleichzeitig werden die operativen Zeiträume zur Ermittlung und Aufbereitung der Geschäftsdaten kürzer werden, fasst Dittmer die erwartete Entwicklung zusammen. Hier gilt es, frühzeitig fachliches Verständnis für die Verzahnung der Geschäftsdatenflüsse zu bilden, um die Anwendungen, aber auch die Geschäftsprozesse darauf einstellen zu können. Es wird weniger, verkürzte und nicht mehr anwendungsübergreifende Zeiträume zur Wartung und Weiterentwicklung der IFRS- und Solvency-II- Anwendungen geben. Zusätzlich werden die Nutzungszeiträume der verschiedenen Anwendungen zyklisch überlappend verlaufen, das heißt kurze Zeiträume mit intensiver Nutzung wechseln mit längeren Zeiträumen mit weniger intensiver Nutzung ab. Hier sind neue Modelle des Infrastruktur-Sizings gefragt, um die betroffenen Anwendungen kostengünstig produzieren zu können. Ohne Nutzung von Cloud-Angeboten wird eine öffentliche und aufsichtsrechtliche Finanzberichterstattung zukünftig weder zeitlich noch wirtschaftlich darstellbar sein, so Achim Heidebrecht, Leiter der Konzern-IT und Vorgesetzter von Ralf Dittmer. Um die fachliche und technische Stabilität der Anwendungen zu gewährleisten, betreibt die Konzern-IT einen vergleichsweise geringen organisatorischen Aufwand beim Staging und der Entkopplung der Infrastruktur für die einzelnen Anwendungen. Dies gelingt nur aufgrund des extrem hohen Automatisierungsgrads, einer industrialisierten Fertigung von Infrastrukturkomponenten. Der Faktor Mensch Die größte Herausforderung der zurückliegenden vier Jahre war allerdings der menschliche Faktor, resümiert Dittmer. Der Weg von Excel zu einer hochkomplexen ineinandergreifenden Anwendungslandschaft im Bereich Group Accounting und Controlling ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Ein Wandel geht nur gemeinsam. Durch den Börsengang der Talanx hat sich die Kom plexität zeit kritischer Fachanforderungen an Tagetik weiter erhöht. Die starke Ver netzung der Themen in einem heterogenen Umfeld sowie die zeitlichen Restriktionen durch den Fast- Close-Prozess erfordern eine professionelle Steuerung und Planung des Programms und somit ein effektives Projekt- und Anforderungsmanagement. Thomas Döring, Projektmanager der SOLIT FINANCE bei der Talanx Um auch zukünftig alle Anforderungen zu erfüllen, ist das Zusammenwachsen von fachlicher Kom - petenz und IT-Wissen von besonderer Bedeutung für alle Beteiligten. Angesichts der zunehmenden Komplexität bei gleichzeitig steigendem Anpassungsbedarf (z.b. durch IFRS 9 und IFRS 4) und höherem Zeitdruck ist das der vorgezeichnete Weg. Alles zusammen Aufgaben, so ist sich Ralf Dittmer sicher, die er auch weiterhin mit Unterstützung der Solit Finance meistern wird, damit das System weiterhin in diesem dynamischen Umfeld stabil bleibt und performant läuft.

8 6 LÖSUNGEN Informationen sichtbar machen Teil 1: Information Design

9 7 Die Zukunft im Blick des Managers: Datenvisualisierung zwischen Big Data und Standardreporting Unsere Möglichkeiten, Daten zu sammeln und zu generieren, übersteigen zunehmend unsere Fähigkeit, Daten zu verstehen. Hier erweist sich die Datenvisualisierung als Schlüssel zu besseren Analysen und Entscheidungen. Wie Sie Datenvisualisierungen in Ihrem Unternehmen nutzen können, erfahren Sie in diesem zweiteiligen Artikel. Der Begriff Datenvisualisierung oder Data Visualization bezeichnet die Aufbereitung von Daten in grafischer Form. Dies klingt simpel, ist aber hochkomplex. Data Visualization vereint u. a. Wissen aus Statistik, Mathematik, Biologie, Psychologie und Design und will die kognitiven Fähigkeiten des Menschen mit seinem Wissen in der Datenexploration unterstützen. Im betrieblichen Alltag kennt man häufig das Problem: Viele Daten sind grundsätzlich verfügbar, werden aber nur unzureichend genutzt. Schuld daran sind oftmals nicht etwa die fehlende Auswertung oder die unzureichende Datenqualität. Auch eine ungeeignete Visualisierung der Informationen kann verwirren und falsche Eindrücke vermitteln, obwohl die eigentliche Datenbasis korrekt ist. Dem Empfänger der Daten ist es deshalb nicht möglich, die wesentlichen Aussagen der Daten und somit das zu Entscheidende wahrzunehmen. Entwicklungen, Muster oder Abweichungen sind nicht erkennbar; Chancen und Risiken werden leicht übersehen. Möglichkeiten des Information Designs Auch im Zeitalter von Big Data erfolgt die Informationsvermittlung häufig über Excel-Reports, Unternehmenspräsentationen in PowerPoint und gedruckte Geschäftsberichte. Die zentralen Ziele der Visualisierung sind hier das Hervorheben der relevanten Informationen ohne Verzerrung der Daten und die Erhöhung der Lesbarkeit. Die auf diese grundlegenden Anforderungen ausgerichtete Teildisziplin der Datenvisualisierung wird als Information Design bezeichnet. Information Design setzt sich vorrangig mit statischen Visualisierungen auseinander und gibt Empfehlungen zu Visualisierungsformen, Layout, Farbgebung und Notation. Die Frage nach Skalierung, Schriftgröße oder Farbgebung mag trivial klingen. Aber von einer Rot-Grün-Sehschwäche oder -Blindheit sind ca. 1 Prozent aller Frauen und ca. 9 Prozent der Männer betroffen. Insbesondere durch die Auswahl der Skalierung und der Achsenausschnitte können Grafiken in ihrer Wirkung manipuliert werden. >> Sonja Lehmann Businesspartner der SOLIT FINANCE, Solecon GmbH Die wichtigsten Grundsätze eines guten Information Designs sind: Botschaften klar zeigen und Wichtiges hervorheben die Wahrnehmung des Adressaten zielgerichtet auf das Wesentliche lenken Informationen verdichten gleiche Inhalte gleich darstellen Inhalte sinnvoll gliedern Darstellungsformen so einfach wie möglich wählen keine visuellen Elemente ohne Bedeutung Inhalte am Informationsbedürfnis der Adressaten ausrichten Unterschiedliche Chartvarianten basierend auf den gleichen Daten in der Übersicht.

10 8 Ausschnitt einer interaktiven Visualisierung von Veröffentlichungen und Referenzierungen zu einem Thema Die optimale Informationsdichte Ein weiterer Aspekt ist die Dichte der Informationen. Jeder von uns kennt umfangreiche PowerPoint-Präsentation, die in wenigen Grafiken oder Textaussagen zusammengefasst werden könnten. Diese Negativbeispiele zeigen das Problem: Die Informationsdichte ist so zu gestalten, dass der Adressat nicht überfordert ist, aber sich auch nicht angesichts einer Informationsleere langweilt. Zahlreiche Unternehmen vereinheitlichen auf der Basis dieser Prinzipien ihr Berichtswesen und führen entsprechende Vorgaben und Notationskonzepte ein. Die Vorteile eines einheitlichen Information Designs sind nicht zu unterschätzen: Zeitersparnis in der Informationsvermittlung und den Entscheidungsprozessen transparente und aussagekräftige Berichtsinhalte & hohe Informationsqualität Kostenersparnis durch Standardisierung Wie aber sieht eine sinnvolle Visualisierung in einem Informationssystem oder für Big Data aus? Je nach Art, Struktur und Volumen der Daten und der Zielsetzung der Berichte und Analysen sind andere Visualisierungsformen notwendig. Im Big Data-Umfeld werden verstärkt neue Analyse- und Visualisierungstools entwickelt, die die Interaktion mit dem Analysten unterstützen und seine Fähigkeiten bewusst in die Informationsentdeckung einbeziehen. Mehr hierzu lesen Sie in der nächsten Ausgabe des FinnoMagazins. Anwendungsbereiche von Big Data Die Solit GmbH steht in engem Austausch mit Fachhochschulen und unterstützt seit Juli 2014 eine Bachelorarbeit zum Thema Anwendungsbereiche von Big Data in der Assekuranz. Frank Braun Geschäftsführer der SOLIT GmbH Neben der aktiven Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bielefeld zum Thema Innovationsmanagement ergab sich nun eine weitere Gelegenheit für eine Kooperation mit dem Institut für Versicherungswesen der FH Köln. Die fachliche Basis mit langjährigen Projekterfahrungen in der Versicherungswirtschaft bildete den Hintergrund für fruchtbare Gespräche mit Herrn Prof. Dr. Bernd Schnur (Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften, Institut für Versicherungswirtschaft) hinsichtlich einer Unterstützung der Bachelorarbeit, die Nutzen und Chancen von Big Data im Umfeld der Versicherungswirtschaft analysiert. Impulse aus der Praxis In der Vergangenheit wurde der Themenschwerpunkt bereits mit einigen Gesellschaften diskutiert. Ausgehend von Impulsen aus der Praxis werden im Rahmen der Bachelorarbeit Aspekte und Fallbeispiele behandelt. Ein besonderes Augenmerk richtet die Arbeit auf Anwendungsszenarien von Big Data in der Kraftfahrtversicherung. Anhand bereits vorhandener Ansätze des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. (GDV) beleuchtet die Arbeit Das vernetzte Kraftfahrzeug sowie Emergency Call (ecall). Möglichkeiten und Nutzen für Versicherungsunternehmen werden besonders hervorgehoben jedoch auch im Zusammenhang der Verwendung von Big Data stehende Problemfelder, wie etwa rechtliche Aspekte, berücksichtigt. Neben der Darstellung möglicher Datenquellen, wie z.b. Web 2.0 und Social Media, umfasst das Thema auch Methoden sowie Vorgehensweisen von Big Data Analysen. Die Arbeit wird in direkter Zusammenarbeit mit verschiedenen Gesellschaften erstellt und bildet eine wichtige Ergänzung für das fachliche Kompetenzgebiet der Solit GmbH. Die bislang gesammelten Eindrücke aus der Praxis in den Gesellschaften zeigen deutlich, dass Big Data zwar in allen Unternehmen thematisiert aber noch selten konkret behandelt wird. Derzeit herrscht eine allgemeine Zurückhaltung sowohl in Bezug auf Einbringung in bestehende bzw. zukünftige Geschäftsprozesse als auch im Hinblick auf die zielführende Verwendbarkeit von Daten aus dem Big Data Umfeld. Die in der Bachelorarbeit gewonnenen Erkenntnisse und Gesichtspunkte werden deshalb im bilateralen Austausch mit Kunden interessante Anregungen einbringen.

11 LÖSUNGEN 9 Data-Management Herausforderung für die IT Die Integration, Verdichtung und Wiederverwendbarkeit unternehmensweit vorhandener Daten sind wesentliche Faktoren für den Unternehmenserfolg. Ein Schlüsselfaktor ist jedoch effizientes Data-Management durch die intelligente Kombination vorhandener Technologien. Banken und Finanzdienstleister werden in zunehmendem Maße mit verschärften regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Exemplarisch hierfür führt die Erzeugung stets neuer aufsichtsrechtlicher Kennzahlen die zudem in immer kürzeren Zeitabständen bereit gestellt werden müssen zu steigenden IT-Kosten. Technische Voraussetzung zur Generierung neuer Kennzahlen sind meist Berechnungen auf Basis von bereits vorhandenen Datenbeständen, die in der Regel über mehrere Datenhaltungssysteme verteilt vorliegen. Um schnell und kosteneffizient eine neue Gattung von Unternehmensdaten bereit stellen zu können, ist ein effizientes Data-Management mit dem Ziel der Mehrfachverwendung bereits vorhandener Daten durch Integration erforderlich. Anforderungen für Datenintegration Hohe Datenvolumina, vertrauliche Daten oder hochfrequente Daten performant, stabil und idealerweise flexibel (parametrisiert) zu integrieren sowie organisatorische Hürden gestalten diese Aufgabe zur Herausforderung für die IT. Zielführende Lösungen erfordern begleitend klare Managementvorgaben zur Etablierung interner Prozesse, etwa zur Regelung einer Datenver- antwortlichkeit, abgesichert durch SLA s. Hinzu kommt die Auswahl und der Einsatz geeigneter Technologien und Werkzeuge. Dabei wird häufig übersehen, dass hohe Investitionskosten für spezielle Entwicklungswerkzeuge oder Eigenentwicklungen oft vermeidbar wären, da im Rahmen vorhandener Produktlizenzen führender Datenbankmanagementsysteme (DBMS) bereits eine Vielzahl geeigneter Werkzeuge mit - geliefert werden. So werden mit der Oracle- Datenbank 11g und höher leistungsfähige Tools, z.b. Oracle Warehouse Builder (OWB) und Oracle Data Integrator (ODI) sowie verschiedene API s zur Datenreplikation wie Oracle Replication und Oracle Streams bereit gestellt. FinnoMart die flexible Lösung Noch einen Schritt weiter geht die innovative Datenreplikations-Lösung FinnoMart: Sie integriert unterschiedliche Methoden und ermöglicht so, generisch, flexibel und benutzerfreundlich über ein Apex-GUI, vorhandene Datenquellen in neue Zielsysteme zu überführen und deren Zulieferung zu automatisieren. FinnoMart ist einsatzerprobt und realisiert Kosteneinsparungseffekte um bis zu 85% gegenüber vergleichbaren Eigenentwicklungen. Die grafische Benutzeroberfläche erlaubt sowohl eine anwenderfreundliche Parametrisierung der Ladeprozesse als auch Unterstützung für den laufenden Betrieb. Klaus Reichel Oracle-Spezialist für Finanzdienstleister, Experte für Data-Warehouse, BI und Datenbankarchitekturen FinnoMart ist eine flexible Datenreplikationslösung mit einer nutzerfreundlichen Bedieneroberfläche.

12 10 MANAGEMENT Die Meistermasche Teambuilding und Resilienztraining Spätestens seit dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Brasilien ist klar: Resilienz, die wesentliche Eigenschaft starker und erfolgreicher Persönlichkeiten und Teams ist gezielt trainierbar. Norbert Fischer Businesspartner der SOLIT FINANCE, Business Coach & Resilienz-Trainer Hans-Dieter Hermann, erster Psychologe der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat das Resilienztraining zwar nicht erfunden, aber konsequent mit seinen Teambuilding-Maßnahmen für die deutsche Elf kombiniert. Er setzt auf eine optimistische Grundstimmung im Team und vermeidet konsequent mentalen Druck. Im Fokus steht der unerschütterliche Glaube an ein gutes Ergebnis. Trainer Joachim Löw war begeistert von dem einzigartigen Teamspirit seiner Mannschaft, den er so noch nie zuvor erlebt habe. Es war gut, sich der Qualität unserer Zusammenarbeit bewusst zu werden. Die Würdigung unserer Stärken schafft die Basis für Aufgabenverteilung und Effektivität. Neben der kommunikationsfördernden Unterbrin gung in Wohngruppen gehörte vor allem auch ein gemeinsamer Segeltörn zur Teambildung ein geradezu ideales Werkzeug wie Insider wissen und auch die Profifußballer fanden: Insbesondere dieser Wechsel des gewohnten Bezugsrahmens habe den Teamgeist entfacht, berichtete Mertesacker später. Resilienztraining im Arbeitsalltag Nun muss man nicht Leistungssportler sein und WM-Sieg oder Olympiagold anvisieren, um von diesen aktuellen Erkenntnissen und Methoden zu profitieren. Zahllose Teams in der Arbeitswelt erbringen täglich ebenso anerkennenswerte Leistungen und stehen dabei unter enormem Erfolgsdruck, auch ohne Fernsehkameras und Weltöffentlichkeit. Bewährt als Teambuilding auch für Business- Teams ist das gemeinsame Segeln schon länger. Wirklich neu und durch den jüngsten WM-Sieg bereits erfolgserprobt ist jedoch die Kombination eines Segeltörns mit gezieltem Resilienztraining für ein Team. Bei der Solit Finance GmbH war man schon länger von der Wirksamkeit und Effektivität einer entsprechenden Maßnahme überzeugt. So plante man als erfahrener Anbieter professioneller Resilienztrainings parallel zur Nationalelf einen Resilienztrainingstörn für das eigene Team und begab sich für drei Tage gemeinsam mit einer Segelyacht auf das IJsselmeer in den Niederlanden. Mit an Bord war Business Coach und Resilienz-Trainer Norbert Fischer, der als Profiskipper und DSV-Segellehrer den Teamprozess auf allen Ebenen begleitete. Nachhal gkeit 100% Op mum Validitätsfenster Die Belastbarkeit ist für die dauerha e Balance eines natürlichen Systems wich- ger als die Effizienz. 0% Belastbarkeit Effizienz Ein Resilienztraining steigert die Belastbarkeit, die für die dauerhafte Balance eines natürlichen Systems wichtiger ist als die Effizienz.

13 11 Die Vorteile des Segelns Beim Segeln ist vieles wie im Arbeitsleben: Der Wind kommt oft aus der falschen Richtung oder er dreht und wird zu kräftigem Gegenwind. Was dann zählt sind Besonnenheit, Flexibilität und das beharrliche Verfolgen des gemeinsamen Ziels, auch oder gerade wenn dazu Plan B be nötigt wird. So waren auf dem Törn Kurse zu planen, Routen anzupassen, Wetterlagen und -entwicklungen einzuschätzen natürlich auch in Bezug zur Seefestigkeit (Widerstandskraft) der am wenigsten erfahrenen Crewmitglieder. Dieser für die meisten Teilnehmer völlig neue Rah men beim Segeln, die damit verbundene Herausforderung und die unmittelbare Wahrnehmung, wie das Team funktioniert, sind an Bord die Grundlage für eine tiefer gehende Aus einandersetzung mit der eigenen Person und dem Team. Das Bordleben auf engem Raum ist ein Faktor, der die Kommunikation fördert, aber auch Empathie, Kompromissbereitschaft und Flexibilität fordert. Da werden oftmals Grenzen und Verhaltensmuster deutlich, weil sie direkt erfahrbar sind. Das Erleben und Reflektieren der Teamarbeit an Bord bietet tiefe Einblicke in unsere alltägliche Zusammenarbeit im Team. Individuelles Resilienztraining Der theoretische Input zum Resilienzansatz funktioniert auch ohne Beamer und Flipchart. Bewährte und speziell auf die Bedürfnisse des Teams abgestimmte Übungen für Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit führen in die Tiefe und bringen den Prozess der Resilienzentwicklung in Gang. Das Segeln war ein gutes Mittel, den All - tag mit seiner Anspannung beiseite zu schieben. Dadurch konnte ich mich r i c h ti g auf das persönliche Resilienztraining einlassen. Auf der persönlichen Ebene ging es um Methoden zur individuellen Stressbewältigung und um das eigene Management des persönlichen Energiehaushalts. Auf der Gruppenebene stand die Be trachtung des Ist-Stands des Teams im Fokus, einschließlich der Schnittstellen. Wo ist die Mannschaft gut aufgestellt, wo ist sein Kraftzentrum und wo sind Punkte, die noch zu verbessern sind? Als Team beim Segeln neue Erfahrungen zu machen, Stärken zu entdecken und gemeinsam Lösungen zu ent wickeln ist maßgeblicher Baustein der Kombination aus Resilienztraining und Teambuilding. Den Glauben an die eigene Stärke, die Verlässlichkeit der gesamten Gruppe, die gemeinsame Zielstrebigkeit und die Kraft, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben bezeichnet der Teampsychologe der deutschen Nationalelf, Hans-Dieter Hermann, als Resilienz. Und genau diese Fähigkeit des Teams machte den Unterschied bei der WM.

14 12 PARTNER Das passt! Vom Beginn einer erfolgreichen Partnerschaft Kein Unternehmen kann immer alles alleine machen. Die Anforderungen an das spezifische Fachwissen werden immer komplexer und es gibt viele Situationen, die mit eigenem, internem Know-how nicht mehr zu managen sind. Gut, wenn man dann kompetente und professionelle Partner hat. Marco Hausen Geschäftsführer der Hausen Projects GmbH Wer Projekte realisiert, begibt sich oftmals auf neues Terrain. Seit 2013 begleitet die Hausen Projects GmbH Unternehmen auf diesem Weg ins Unbekannte. Ausgestattet mit modernstem methodischen Know-how und einem professionellen Team bieten wir ein nach PMI -Standards zertifiziertes Projektmanagement an der Schnittstelle von Finanzindustrie und Technologie. Wir bieten ganzheitliche Lösungen von der Initiierung eines Projekts bis zu seinem Abschluss. Im Vordergrund stehen dabei immer die indivi duellen Anforderungen der Kunden. Für diese erarbeiten wir passgenaue und nachhaltige Lösungen. Das ist unser Verständnis von Qualität, die langfristigen Erfolg garantiert. Wir unterstützen Kunden aber auch auf einzelnen Etappen des Prozesses und sind rasch zur Stelle, wenn Projekte in Schieflage geraten. Zudem bieten wir zielgenaue Kommunikation, die auch das Marketing von Projektvorhaben umfasst ein Faktor, der häufig unterschätzt wird. Coaching und Training von Projektmitarbeitern runden das Portfolio der Hausen Projects GmbH ab. Vertrauen als Basis für den Erfolg Der Zufall stand Pate, als Holger Böhne von der Solit Finance und ich in einem Businessportal aufeinandertrafen. Rasch erkannte man Potenziale für eine Zusammenarbeit. War anfangs ein zeitlich befristetes Projekt-Coaching vereinbart, folgte kurz darauf schon die Leitung eines Programms zur nachhaltigen Kostensenkung im Gesamtkonzern einer großen deutschen Retailbank. Aber nicht allein unsere gute Projektarbeit überzeugte mit der Solit Finance haben wir einen Partner, auf dessen Kompetenz wir bauen. Im Zuge der Zusammenarbeit wuchs eine Vertrauensbasis, auf der die Partner mit- und füreinander arbeiten. Herausforderungen werden offen diskutiert, Netzwerke und Kapazitäten so genutzt, dass unsere Arbeit partnerschaftlich zum Erfolg führt. Der gegenseitige Benefit steht im Vordergrund. Unabhängig und frei Für mich als Geschäftsführer der Hausen Projects GmbH steht noch ein Aspekt weit oben auf der Agenda: Ich bin bewusst aus der Festanstellung in großen Finanzinstituten ausgestiegen, um mich frei von politischen Machtspielen der eigentlichen Aufgabe zu widmen: den Kunden höchste Qualität und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechende Lösungen zu bieten. Bei der Solit Finance GmbH sehe ich exakt den gleichen Anspruch! Diese Zusammenarbeit spornt uns an, und insbesondere in der Startphase des Unternehmens war der verlässliche Partner Solit Finance für uns äußerst wichtig. Marco Hausen und Holger Böhne verstehen sich nicht nur bei der projektbezogenen Arbeit prächtig.

15 VERANSTALTUNGEN 13 Eine innovative Reise durch die Finanzwirtschaft Unter dem Motto Reise und Begegnung fand der erste FinnoDay im Frühjahr 2014 in Bergisch Gladbach statt. Mehr als 100 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um sich über neue Ansätze in den Bereichen Kostensenkung, Umsatzsteigerung und Verbesserung der Servicequalität zu informieren. Ich habe von dem innovativen FinnoDay viele neue Eindrücke und interessante Ideen für meinen Arbeitsbereich mitgenommen. Thomas Viehmann, Chief Information Officer, EVO Payments International GmbH Als auf die Finanzwirtschaft spezialisiertes Beratungshaus hatte sich Solit Finance zur Aufgabe gemacht, Finanzwirtschaft und Innovationskultur miteinander zu verbinden so entstand FINNO. Die verschiedenen Vorträge auf dem FinnoDay informierten deshalb nicht nur über aktuelle bankfachliche Themenstellungen in Verbin - dung mit Big Data oder Omnikanal, sondern stellten auch eine Reihe innovativer InHouse- Entwickungen des Beratungshauses vor. Mit intelligenten Tools wie FinnoCheck lassen sich beispielsweise frühzeitig Ideen auf ihre Erfolgschancen analysieren und FinnoMart ist eine kostensparende Applikation zur Datenreplikation für Datenbanksysteme. Der FinnoDay bescherte mir informa tive und interessante Stunden. Ein professio nelles Format und motivierte Referenten: Das verlangt nach einer Fortführung. Olaf Schmiedt, Vorstand der Bensberger Bank eg Von Menschen für Menschen Einblick in die Unternehmenspraxis gab Marc Johannmeyer, Vice President T-Systems International, der anschaulich seine Erfahrungen beim Rollout eines großen internationalen CRM- Projektes schilderte. Darüber hinaus legten die Veranstalter, des als Reise der Begegnungen in der Finanzwirtschaft aufgebauten Events, Wert auf den interdisziplinären Austausch. Das Thema Resilienz stellte den Faktor Mensch in den Vordergrund und bezog die Personalverantwortlichen mit ein. Überzeugen konnte auch das außergewöhnliche Format: Das Reisekonzept zog sich konsequent durch: Vom Check-in, den verschiedenen Reise -Stationen bis zur sicheren Landung. Das Team von Solit Finance betreute seine Gäste stets bestens. Bahn frei für den FinnoDay 2.0 Viel positives Feedback erhielten die Organisatoren für die Qualität der Vorträge, die Praxisbezogenheit und die stimmigen Rahmenbedingungen im Kardinal Schulte Haus. Grund genug es nicht bei einem einmaligen Event zu lassen, sondern den FinnoDay als feste Veranstaltung für Innovationen in der Finanzwirtschaft zu etablieren: Der FinnoDay 2.0 findet am 26. März 2015 wieder in Bergisch Gladbach statt. Interessenten können sich bereits jetzt bei Kurt Jungnitsch melden. Die Referenten des ersten FinnoDay hielten fachübergreifende Vorträge. Der FinnoDay war eine sehr gelungene Veranstaltung mit interessanten aktuellen Themen. Ich freue mich schon auf den FinnoDay Michael Weyers, Geschäftsbereichsleiter Banksteuerungsanwendungen der Finanz Informatik GmbH & Co. KG Der Fahrplan und die Themen des ersten FinnoDays

16 14 ENGAGEMENT Laufen für die Lebenshilfe Beim diesjährigen HRS BusinessRun in Köln zeigte das Team von Solit Finance großen Einsatz und stellte neben der sportlichen Herausforderung auch den sozialen Aspekt in den Fokus. Das Beratungshaus hatte Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner eingeladen, am Firmenlauf im August teilzunehmen und gemeinsam zu Laufe, Fiere, Danze und gleichzeitig Gutes zu tun. Und so kamen 21 begeisterte Läufer unter der Flagge von Solit Finance zusammen. Als Anreiz wurden pro Teilnehmer und gelaufenem Kilometer 5,- Euro gespendet. Bei einer Strecke von gut 5 Km wurden so 525,- Euro erlaufen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hat sich auch die Bens berger Bank entschlossen, den guten Zweck zu unterstützen und die Summe verdoppelt. Über den Betrag von 1050,- Euro freute sich die Lebenshilfe-Werkstätten Leverkusen/Rhein-Berg ggmbh. Seit über 50 Jahren werden dort er folgreich Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderung angeboten. Vier Betriebsstätten bieten insgesamt rund 760 Arbeitsplätze für Erwachsene mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Pedelec Einführung bei der Solit Finance Fahrrad für alle statt Dienstwagen für wenige. Mit dem Rad zur Arbeit fahren ist gesund, nachhaltig, kostengünstig und trifft den Zeitgeist. Irene Greuel Assistenz der Geschäftsführung SOLIT FINANCE Pedelecs sind Fahrräder, die mittels Elektroantriebes für unbeschwerten Fahrspaß sorgen. Im Gegensatz zu E-Bikes, die mit einem muskelunabhängigen Motor fahren, wirkt der Motor beim Pedelec nur unterstützend, sodass der Fahrer mittreten muss, um vorwärts zu kommen. Deshalb gilt das Pedelec offiziell als Fahrrad und kann ohne Versicherungskennzeichen und auf Rad - wegen gefahren werden. Pedelecs haben mit ihrem intelligenten Elektroantrieb zudem den eingebauten Rückwind, der beim Treten in die Pedale unterstützend eingreift und einem somit auch den Berg hinauf hilft. Die neueste Generation der Pedelecs weist eine raffinierte Technik mit kleinen und leistungsstarken Akkus aus und besticht durch modernes Design, das sich oft erst auf den zweiten Blick vom normalen Fahrrad unterscheiden lässt. Die Solit Finance begleitet das Thema Elektromobilität schon seit vielen Jahren aktiv. Um weiter eine Vorreiterrolle auf den Pfaden der Innovation in Verbindung mit umweltbewussten Handeln einnehmen zu können, ist die Einführung der Pedelecs für unsere Mitarbeiter der nächste logische Schritt, so Geschäftsführer Kurt Jungnitsch. Angestoßen von der Mitarbeiterin Irene Greuel, fand die Idee schnell Anklang bei der Geschäftsführung, die alles in die Wege leitete. und dies ist erst der Anfang, so Jungnitsch weiter, Ziel ist es, mittelfristig allen Mitarbeitern die Chance zu geben, emissionsfrei und mit einer leichten sportlichen Betätigung zur Arbeit zu gelangen. Eine spezielle Ladestation für E-Bikes und Elektroautos am Firmensitz füllt den Akku für die unbeschwerte Rückfahrt. Die neue Rückenwind-Radlerin Irene Greuel selbst ist hellauf begeistert: Durch das Pedelec bin ich jetzt in der glücklichen Lage, jeden Morgen ohne Staus und rote Ampeln durch den Wald ins Büro fahren zu können. Da kommt man schon gut gelaunt im Büro an und hat auch noch etwas für seine Fitness getan. Ich bin sehr froh, dass dies bei der Solit Finance möglich ist. Steuertipp: Seit 2013 sind Fahrräder, die Mitarbeitern als Dienstfahrzeug bereitgestellt werden, steuerlich dem Dienstwagen gleichgestellt. Verschiedene Dienstleister haben attraktive Leasingangebote im Angebot, sodass sich das Firmenfahrrad für Mitarbeiter und Arbeitgeber lohnt. &

17 15 24 Stunden auf dem Mountainbike fü r den guten Zweck Bis der Po schmerzt Am 2. und 3. August des Jahres ging Frank Mense, Senior Projektmanager der Targobank, mit dem Team seiner Bank auf die Piste des Duisburger Mountain-Bike Marathons im Landschaftspark Nord. Um 12:00 Uhr mittags wurde das Rennen gestartet. In der ersten Runde durfte ich mit allen anderen den Staub des Parcours schlucken, den der brü tend heiße Tag der Strecke geschenkt hatte und den die schnelleren Fahrer gnadenlos aufwirbelten. Wir mussten einen Rundkurs fahren, der es in sich hatte: knallharte Steigungen, Waldwege mit Wurzeln, halsbrecherischen Abfahrten, dunkle Gebäude mit Engpässen sowie eine steile, ü berbaute Treppe mussten schnellstmöglich ü berwunden werden. Frank Mense zeigt körperlichen Einsatz fü r den guten Zweck. Alles auf Zeit, denn jeder wollte das Beste für sich oder seine Mannschaft herausholen. Hinzu kam ein Unwetter, das die Strecke unbefahrbar machte und uns viereinhalb Stunden Zwangspause verordnete. Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnte es dann bei mittlerweile angenehmen Temperaturen weitergehen. Rasend durch die Dunkelheit Strecke zu bewältigen, die auch bei Tageslicht an die Grenzen ging. Eine Grenzwerterfahrung mit Glückshormongarantie. Gegen frü hen Morgen hieß es, die erste Runde wieder bei Tageslicht zu fahren. Jetzt wurde es noch härter, denn nach allen bisherigen Strapazen galt es nun, die eigene Bestzeit noch einmal zu toppen, und noch einmal, und Über erradelt Als um 12 Uhr Mittag die Zielfahne geschwenkt wurde, haben die drei Targobank Teams ganze 167 Runden gemeistert und das Abenteuer bestanden. Jetzt gab es nur noch pure Freude über die erfolgreiche Teilnahme. Ein Event, das uns alle an die Leistungsgrenzen gebracht hatte, und das durch Sponsoren einen Benefiz-Charakter erhielt, denn die erradelten Runden des Teams wurden mit barer Münze für einen gemeinnützigen Zweck vergoldet. Den Sponsoren, und speziell der Solit Finance GmbH, die sich nun schon zum dritten Mal in Folge engagierte, gilt daher mein beson derer Dank. Insgesamt konnten die Mountainbike- Teams der Targobank die Vereine Bunter Kreis e.v. und Kinderschutzbund e.v. mit Euro unterstü tzen. Ich freue mich schon auf die nächste Herausforderung 2015! Frank Mense Senior Projektmanager der TARGOBANK AG & Co. KG aa Ein besonderes Highlight waren die folgenden Nachtrunden. Bei völliger Dunkelheit, nur durch die eigene Fahrradbeleuchtung und die der an - deren Teilnehmer durchbrochen, galt es die

18 16 AKTUELLES Der SOLIT Verbund Zwei starke Partner für Assekuranz und Finanzwirtschaft IT-Beratungen gibt es viele. Seit Jahrzehnten erfolgreiche mittelständische Beratungshäuser schon weniger. Aber wer ein kunden- und werteorientiertes IT-Unternehmen für die Versicherungs- und Bankwirtschaft mit höchsten Qualitätsansprüchen sucht, landet fast unweigerlich bei der Solit Gruppe. Denn hier steht der Mensch im Fokus. Die Solit GmbH berät Auftraggeber aus den Bereichen Assekuranz, öffentliche Verwaltung und Bund sowie berufsständische Versorgungswerke zu allen Problemstellungen IT-gestützter Geschäftsprozesse. Als unabhängiges Unternehmen bietet die Solit GmbH seit ihrer Gründung eine qualifizierte Beratungsdienstleistung an. Wesentliche Grundsteine der Firmenphilosophie sind die konsequente Einhaltung der Herstellerneutralität, eine hohe Zuverlässigkeit und eine nachweisbare, hohe fachliche Kompetenz. Die Solit GmbH hat den Anspruch ihren Kunden und Auftraggebern stets die bestmögliche Dienstleistung zu erbringen. Die Mitarbeiter und Berater fühlen sich persönlich verantwortlich, die ihnen übertragenen Aufgaben mit höchstmöglicher Qualität zu erfüllen. Das Ziel ist immer das im Sinne der fachlichen und technischen Anforderung beste Ergebnis. Experten für die Finanzwirtschaft 2010 wurde im Rahmen der spezialisierten Aus richtung die Solit Finance GmbH als branchenspezifische Beratung für die Finanzwirtschaft gegründet und bietet dieser Zielgruppe seitdem Unterstützung bei allen Managementund fachlich geprägten IT-Fragen. Die Berater- Teams setzen sich aus erfahrenen Informatikern mit Spezialwissen, Prozessspezialisten sowie Management-Beratern mit langjährigem, bank - fachlichem Hintergrund zusammen. Bei konsequent hö chsten Anforderungen an die Fak - toren Zeit, Kosten, Zielerreichung und Qualitä t steht fü r die Solit Finance jedoch stets die menschliche Komponente im Vordergrund. Darüber hinaus entwickelte das Unter nehmen auf Basis seiner vielfältigen Projekterfahrungen eigene innovative Software-Produkte und themenspezifische Vorgehensmodelle wie Finno- Mart, FinnoCheck oder FinnoRep. 20-jähriges Firmenjubiläum Im Dezember 2014 feiert Solit zwei Jahr zehnte erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Im Verlauf der Firmengeschichte gab es wichtige Ereignisse, die den Geschäftsverlauf und das Firmenwachstum wesentlich beeinflussten. Signifikante Eckpunkte waren etwa die Eröffnung der Niederlassung in Hannover sowie die Gründung der Solit Finance. Heute blicken wir stolz und zufrieden auf die zurückliegenden und selbstbewusst auf die kommenden Jahre. Viele erfolgreich durchgeführte Projekte bestätigen den von uns eingeschlagenen Weg. Wir möchten diesen Anlass dazu nutzen, uns herzlich bei allen Partnern und Kunden sowie unseren Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken. Wir freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Partnerschaft! PERSONALIEN Seit Juli 2014 bereichert Oliver Büchel das Team von Solit Finance als Senior Sales Manager. Der 48-jährige hat über 20 Jahre Erfahrung in der IT der Finanzwirtschaft und war zuvor u.a. bei ifb group und entory/cirquent (heute NTT DATA) tätig. Bei Solit Finance gefällt mir besonders, dass man weder Unternehmen noch Mitarbeiter in eine Schublade stecken kann: Die Gesamtkonstellation und das menschliche Miteinander machen das Ganze auf eine sympathische Art einzigartig. Hier hat man stets das Gefühl, mit seinen Anliegen, Ideen oder Wünschen willkommen zu sein egal ob als Kunde, Mitarbeiter oder Partner.

19 Mitarbeiter der SOLIT Gruppe jenseits des Büros OFFSITE 17 Auszeit in Angkor Roland Lemmen reist für sein Leben gerne in ferne Länder. Zuletzt war er in Südostasien unterwegs und besuchte Vietnam und Kambodscha. Es ist gegen 10 Uhr morgens, die Sonne brennt bereits und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. In der Luft hängt dieser typische Duft der Tropen und nur ab und zu bringt eine leichte Windbrise etwas Kühlung. Unsere kleine Reisegruppe nähert sich von hinten dem so mysteriösen Ort, der das Highlight dieser 14-tägigen Reise durch Vietnam und Kambodscha darstellen soll. Von weitem sieht man jetzt die ersten der mächtigen Türme, die sich klar als Silhouette vom Grün des Dschungels abheben, Angkor Wat, das Herz des ehemaligen mächtigen Khmer Reiches, das sich vom 9. bis 13. Jahrhundert in Indochina ausdehnte. Gemeinsamkeiten und Gegensätze Zuerst ging es durch Südvietnam, Saigon und das Mekongdelta, wo wir mit Booten bis tief in die schmalen Kanäle fuhren und mit Einheimischen fischten. Dann mit dem Schnellboot über den Mekong nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, die im Vergleich zu Saigon, wie ein kleines verträumtes Provinznest daherkommt. Es sind zwei doch sehr unterschiedliche Länder. Gemeinsam ist beiden, dass es sehr schwül und heiß ist, besonders jetzt im Mai. Gemeinsam ist beiden Ländern auch eine sehr bewegte Vergangenheit mit dem Indochina- bzw. Vietnamkrieg bzw. der kurzen aber unfassbar brutalen Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Einer der deutlichsten Unterschiede der beiden Länder aber sind die Menschen selbst. Sehen für einen Europäer die meisten Asiaten mehr oder weniger ähnlich aus, so unterscheiden sich die Khmer äußerlich deutlich von den anderen Völkern Asiens. Zudem steht Kambodscha erst am Anfang der infrastrukturellen und industriellen Erschließung, was auf die erst kurze Friedenszeit zurückzuführen ist. Eintauchen in die Vergangenheit Reisen ist mein großes Hobby und so habe ich schon viel gesehen und erlebt. Aber es gab nur wenige Orte, die es an Faszination mit Angkor aufnehmen können. Angkor ist einzigartig, man taucht ein in eine Aura vergangener Zeiten und versunkener Welten. Angkor ist heute ein riesi- ges archäologisches Areal mit verschiedensten Bauwerken, in dem man alleine schon mindestens eine Woche verbringen könnte und man hätte bei weitem noch nicht alles gesehen. Wir haben leider nur zwei Tage zur Besichtigung und so konzentrieren wir uns auf die Höhepunkte: Auf Angkor Wat mit seinen berühmten drei Türmen, auf Angkor Thom, die Große Stadt und natürlich auf Ta Prohm, wo die riesigen Wurzeln über die Jahrhunderte nach und nach die Gemäuer der Tempel umschlungen haben. Dieses Labyrinth aus Grün und Stein mit seiner magischen Atmosphäre lässt beim Besucher den Eindruck entstehen, selber einer der ersten Entdecker zu sein. Roland Lemmen Senior Sales Manager der SOLIT GmbH, ist nicht nur aktiver Musiker an Gitarre und Bass, sondern auch leidenschaftlicher Weltenbummler, den es stets in die Ferne zieht. Im Mai 2014 war er in Vietnam und Kambodscha unterwegs.

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