März 2014 Universitätsklinikum Düsseldorf

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "19. 22. März 2014 Universitätsklinikum Düsseldorf"

Transkript

1 O&U Orthopädie und Unfallchirurgie Facharzt- und Refresherkurs März 2014 Universitätsklinikum Düsseldorf Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Rüdiger Krauspe Univ.-Prof. Dr. med. 14. Joachim FORTBILDUNGSSEMIN Windolf HANDCHIRURGIE II DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR HANDCHIRURGIE Akademie für chirurgische Weiterbildung und praktische Fort UnFAllkrAnkenhAUs Berlin MAi 2011 in ZUsAMMenArBeit Mit: Mit Unterstützung von: Heinrich Heine Universität Düsseldorf

2 Universitätsklinikum Düsseldorf Antithrombotika Facharzt- und Refresherkurses Orthopädie und Unfallchirurgie Prophylaxe und Therapie von thromboembolischen Komplikationen Perioperatives bridging Dr. Till Hoffmann Institut für Hämostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf Acetylsalicylsäure (Weidenextrakt) seit 400 v.chr. als Analgetikum seit 1897 Aspirin Heparin (z.b. Hundeleber) seit 1936 Cumarine (Steinklee) seit 1941 Hirudin (Blutegel) seit Ticlopidin Clopidogrel seit 1993 Prasugrel seit 2009 Ticagrelor seit 2010 Fraktionierte Heparin seit 1998 Fondaparinux seit 2002 Rivaroxaban seit 2008 Dabigatran seit 2008 Apixaban seit Jahre 20 Jahre Zufallsentdeckung natürlich designed synthetisch Halbwertszeiten antithrombotischer Substanzen Pausentag-Auswirkung UFH NMH Fonda NOAC Marcumar ASS Clopi Prasugrel Ticagrelor Pausentag NOAK: Indikationen und Dosierungen NOAK bei Thromboseprophylaxe-Indikation im Vergleich Prophylaxe Prophylaxe Therapie Xarelto Knie-/Hüft-TEP Schlaganfall TVT, LAE 1x10mg/d x <39d 20mg/d 30mg x 21d 20mg/d ab 6-10h postop. Pradaxa Knie-TEP Schlaganfall 1x220mg/d x 10d 2x mg/d Hüft-TEP 220mg/d x 28-35d ab 1-4h postop. Eliquis Knie-TEP Schlaganfall 2x2,5mg/d x 10-14d 2x5mg/d Hüft-TEP 2x2,5mg/d x 32-38d ab d+1 postop. NOAK bei Thromboseprophylaxe-Indikation im Vergleich (2) NOAK cave Niereninsuffizienz NOAK brauchen kein monitoring DOCH: Nierenfunktion (bei Risikopatienten, z.b. höheres Alter)

3 Neue Antithrombotika: spezifische Laboranalytik Monitoring - Abnahmezeitpunkt Rivaroxaban Apixaban Dabigatran ADP-R-Inhib. anti-faktor-xa-aktivität mit spezifischem Kalibrator anti-faktor-xa-aktivität mit spezifischem Kalibrator (in Vorbereitung) Ecarin clotting time Aggregometrie, Durchflusszytometrie (VASP-Test) NMH NOAKs VKA ASS Clopidogrel Spitzenspiegel 3-4h 2-4h egal wann nach letzter Einnahme Talspiegel vor nächster Einnahme Veränderte Gerinnungsparameter unter NOAK Gruppentests der Gerinnung zur Beurteilung einer NOAK- (Rest-)Wirkung Quick (vermindert) Quick normal: wahrscheinlich (!?) keine signifikante Rivaroxaban Wirkung mehr aptt (erhöht) aber nicht geeignet zur Beurteilung der Therapie-Intensität aptt normal: sehr wahrscheinlich (!?) keine signifikante Dabigatran Wirkung mehr Thrombinzeit (erhöht) TZ normal: keine signifikante Dabigatran Wirkung mehr prokoagulatorische Einzelfaktoren Prot.C/S Lupus-Antikoagulanz Thrombophilie-Abklärung unter NOAK nicht vollständig möglich Präoperative NOAK-Karenz Antikoagulanzien-Karenz vor rückenmarksnaher Punktion (oder Regionalanästhesie) Antidots, Therapiemaßnahmen bei Blutung Blutungstherapie bei NOAK-Einnahme Leicht Ausgeprägt Bedrohlich NOAK-Pausieren* NOAK pausieren NOAK pausieren Lokale Blutstillung Lokale Blutstillung Lokale Blutstillung evtl Tranexamsäure Kohle Kohle (auch lokal) (<3h nach letzter Einnahme) (<3h nach letzter Einnahme) PPSB 25 (-50)E/kgKG PPSB (25-) 50E/kgKG evtl. Tranexamsäure evtl. Tranexamsäure forcierte Diurese (Dabigatran) Citrat-Dialyse (Dabigatran) rfviia (30-)90µg/kgKG *Dabigatran: 1-2d bei Krea-Cl >50 oder monitoring 3-5d bei Krea-Cl <50 oder monitoring

4 das ideale Antikoagulans ICB Risiko mit NOAKs bei VHFLi um 51% gesenkt NOAK (+) + + (+) (+) + - NOAK die Sicht der DG für Allgemeinmedizin 9/2013 NOAKs: offene Fragen Unterschiede zwischen verschiedenen NOAKs? Unterschiede gegenüber AOAK hinsichtlich GI-Blutung? Diff.-Indikation perioperative Tx-Prophylaxe Heparin/Fondaparinux vs. NOAK i.v. vs. s.c. vs. p.o.: Resorption gastrointestinal / s.c.-kompartment? (Zentralisierung?) Blutungsgefährdung (HWZ / Antagonisierbarkeit) Dauer der postoperativen Tx-Prophylaxe Die Dauer der medikamentösen Thromboembolieprophylaxe soll sich am Fortbestehen relevanter Risikofaktoren für venöse Thromboembolien orientieren (S3 Leitlinie Prophylaxe der VTE) Nutzen-Risiko-Abwägung Blutungsrisiko gemäß HAS-BLED score Schlaganfallrisiko gemäß CHA2DS2-VASc score Thrombozyten-Funktionshemmer Acetylsalicylsäure Aspirin Cyclooxygenase-Hemmer Dipyridamol Aggrenox (mit ASS) Clopidogrel z.b. Plavix Prasugrel Efient ADP-Rezeptor-Antagonisierung Ticagrelor Brilique

5 Antithrombotische Dual- / Tripel-Therapie Duale Plättchenhemmung: Dauer die duale Plättchenhemmung, evtl in Kombination mit einer Antikoagulation (= Tripeltherapie, z.b. bei VHFli und Z.n. Stent <12Mte) ist heute Standard-Leitlinienempfehlung (bei entsprechender Indikation) - NICHT, weil sie keine gesteigerte Blutungsgefährdung aufweist - SONDERN, weil ihr NUTZEN (Verhinderung von koronaren / zerebrovaskulären Ereignissen) gegenüber den NEBENWIRKUNGEN (Blutung) ÜBERWIEGT Kontraindikationen Prasugrel: KHK-Prävalenz bei >65-jährigen Patienten: Frauen 19% Männer 29% Perioperatives kardiales Risiko Nicht-kardiochirurgische OP unter dualer Plättchenhemmung Notfall Dringlich (semi-elektiv) Elektiv Perioperative bleeding risk 6-12 hrs. Tirofiban (Aggrastat) Eptifibatide (Integrilin) Präoperative Karenz der dualen Plättchenhemmung low intermediate high ASA Clopidogrel ASA Clopidogrel ASA Clopidogrel Days preoperative GPIIb-IIIa inhibitor OP Clopidogrel ASA Clopidogrel postoperative vielleicht doch präoperativ ein kardiologisches oder hämostaseologisches Konsil? Antidots, Therapiemaßnahmen bei Blutung O & U Facharzt & Refresherkurs , Düsseldorf Versicherungsmedizin Private Unfallversicherung (PUV) Deutsche Rentenversicherung (DRV) C. Rohden PUV, DRV 1

6 Versicherungsmedizin Ärztliche Tätigkeit zur Aufbereitung von medizinischen Fakten / Sachverhalten im Kontext von (beweis-)rechtlichen Vorgaben (sozial-)rechtlichen Regelungen vertraglichen Vereinbarungen als Grundlage einer Versicherungsleistung Ärztliche Pflicht Jeder Arzt zur Begutachtung verpflichtet, "... wenn er die Wissenschaft... deren Kenntnis Voraussetzung der Begutachtung ist, öffentlich zum Erwerb ausübt..." ( 407 Abs. 1 ZPO*). 21 Abs. 3 S. 1 SGB** X Berufsrecht: 25 MBO*** auch ohne hierfür speziell ausgebildet zu sein! * = Zivil-Prozess-Ordnung ** = Sozial-Gesetz-Buch *** = Muster-Berufs-Ordnung PUV, DRV 2 PUV, DRV 3 Zahlen - Kosten Benötigt werden in Deutschland pro Jahr (2006) ca Gutachten* im gesamten Sozialversicherungsbereich Kostenaufwand hierfür allein der BG's ca. 80 Mill. ca Gutachten bei Sozialgerichten der BRD Kostenaufwand dafür bundesweit 150 Mill. Private Unfallversicherung (PUV) Allgemeine Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB) * keine verfügbaren Zahlen für Privatversicherer und ordentliche Gerichte C.ROHDEN, Kassel PUV, DRV 4 PUV, DRV 5 Historische Wurzeln Die Chasse Partie (Der Anteil an der Jagdbeute): Vertrag zur Regelung des Anteil an Gemeingut und Beute Vor Beutegutverteilung Schwur, dass nichts vorher beiseite geschafft wurde. Sonderprämien und Entschädigungen für die Verwundeten. Schiffsarzt erhielt 200 Piaster für Verwundetenbehandlung. Verwundete hatten 6 Wochen noch nach Fahrtende Anspruch auf Behandlung. Verlust rechter Arm: 6 Sklaven Piaster linker Arm oder rechtes Bein: 5 Sklaven Piaster (Ein spanischer Piaster hatte im 18. Jahrhundert etwa eine Kaufkraft von 100 DM im Jahre 1997) Basiswissen LEISTUNGSTRÄGER: Private Versicherungswirtschaft RECHTSGRUNDLAGE: Versicherungs-Vertrags-Gesetz (VVG) Allgem.-Unfallvers.-Bedingungen (AUB*) RECHTSWEG: Ordentliche Gerichtsbarkeit * Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen (AUB 61, 88, 99 ff) sind seit 1993 nur noch Empfehlungen des GdV, nicht mehr verbindlich. PUV, DRV 6 PUV, DRV 7 Leistungsspektrum... der privaten Unfallversicherung*: Sofortleistung Übergangsleistung Tagegeld Krankenhaus-Tagegeld Genesungsgeld Todesfall-Leistung Invaliditätsleistung soweit auch individuell vertraglich vereinbart! PUV, DRV 8 Versicherungsfall nach AUB Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzliches, von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. (Ziff. 1.3 AUB 99 / 1 III AUB 88) Unterschied zur gesetzlichen Unfallversicherung:... plötzlich von außen unfreiwillig... Eine bg-lich versicherte "Einwirkung" zeitlich gestreckt "innerhalb einer Arbeitsschicht" (z.b. "Sonnenstich") zählt in der PUV nicht als versichertes Ereignis. 9 Kommission "Gutachten" PUV, DRV 9

7 Gesundheitsschädigung... muss bestehen aus einer organischen = strukturellen Verletzung nicht-strukturellen Bagatellverletzung* Störung der körperlichen Funktion = funktionelle Verletzung in einem medizinisch erfassbaren Sinne* Nicht ausreichend: Befindlichkeitsstörung! Psychische Reaktionen auch mit "Somatisierung" sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen! Erstschadensbild Vollbeweis für primäre Gesundheitsschädigung ( 286 ZPO) sehr wichtig, da für die Zurechnung der gesundheitlichen Folgeschäden die Beweislasterleichterung gemäß 287 ZPO greift: Nach 287 ZPO genügt die sachlich fundierte Überzeugung (des Gerichtes) bei "erheblicher Wahrscheinlichkeit" der Behauptung, d.h. keine subjektive Gewissheit erforderlich, andererseits "Möglichkeit" nicht ausreichend. * Auch für die nicht-strukturelle Verletzung ist der Vollbeweis gemäß 286 ZPO erforderlich. PUV, DRV 10 PUV, DRV 11 "Geeignetes" Ereignis Wofür? Deckungserweiterung der PUV* Umknicken mit dem Fuß kann bewirken: Verrenkungsbruch Impressionsfraktur an der Talusschulter flake fracture an der Talusrolle isolierte Syndesmosensprengung Außenbandruptur in allen Schweregraden Zerrung ohne Strukturverletzung aber auch gar nichts! "Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule (1) ein Gelenk verrenkt wird oder (2) Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden." Nicht benannt: Knochen Bandscheibe Meniskus Nerv! Die geforderte "erhöhte" Kraftanstrengung schließt normale alltagsübliche, im beruflichen Bereich gewohnte Belastungen und Kraftanstrengungen als Ursache einer Körperschädigung aus, sodass sich Meinungsverschiedenheiten begrenzen auf die Bewertung sportlicher Belastungen. * ( 1 IV AUB 88; Ziff. 1.4 AUB 99) PUV, DRV 12 PUV, DRV 13 Invaliditätsleistung Dauerfolgen...,wenn Unfallfolgen auf Dauer verbleiben innerhalb des 1. Unfalljahres entstanden sind vor Ablauf weiterer 3 Monate (= vor 15. Monat nach Unfall) ärztlich festgestellt und der Versicherung bekannt gegeben wurden. Obliegenheit des Versicherungsnehmers! Maßgeblich ist die Funktionspathologie* (nicht Bildbefund, EMG etc.!) der Endzustand am Ende des 3. Unfalljahres unter zusätzlicher Berücksichtigung der sicheren Prognose zum Langzeitverlauf * Maßstab ist die ungestörte "normale" Funktion (mittlere Norm) einer gesunden Gliedmaße Begutachtung wird von der Versicherung in die Wege geleitet. PUV, DRV 14 PUV, DRV 15 Invaliditätsbemessung... nach Gliedertaxe abstrakte Bewertung des Gebrauchswertverlustes in Bruchteilen der normalen Funktion (z.b.: 1/20 Beinwert) in Anlehnung an tabellarischen Bewertungsvorgaben Beeinträchtigung der allgemeinen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (AUB 88/94) = BdL oder GdL* Feste Invaliditätsgrade (Arm)... für den Verlust* oder Funktionsunfähigkeit (Ziff AUB 99 / 2004) eines Armes = Armwert 70 % eines Armes bis oberhalb des Ellenbogengelenks 65 % eines Armes unterhalb des Ellenbogengelenks 60 % einer Hand = Handwert 55 % mit dem Zusatz "insgesamten" (AUB 99) Maximal 100 % der Versicherungssumme (Ziff AUB 99 / 7 I (2) d AUB 88) * BdL = Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit GdL = Grad der Leistungsbeeinträchtigung PUV, DRV 16 * Abweichungen hiervon mit besonderer Vertragsgestaltung möglich PUV, DRV 17

8 Feste Invaliditätsgrade (Arm) Feste Invaliditätsgrade (Bein)... für den Verlust* oder Funktionsunfähigkeit (Ziff AUB 99 / 2004) eines Daumens = Daumenwert 20 % eines Zeigefingers = Z.-Fingerwert 10 % eines anderen Fingers = Fingerwert 5 %... für den Verlust* oder Funktionsunfähigkeit (Ziff AUB 99 / 2004) eines Beines über der Mitte des Oberschenkels 70 % = Beinwert eines Beines bis zur Mitte des Oberschenkels 60 % eines Beines bis unterhalb des Knies 50 % einen Beines bis zur Mitte des Unterschenkels 45 % * Abweichungen hiervon mit besonderer Vertragsgestaltung möglich * Abweichungen hiervon mit besonderer Vertragsgestaltung möglich PUV, DRV 18 PUV, DRV 19 Problem? Bewegungsstörung im Sprunggelenk Feste Invaliditätsgrade Frage: Bein- oder Fußwert? Fußhebung bis (knapp) zur Rechtwinkelstellung möglich, dann nach Fußwert! Spitzfuß von 10 und mehr: Funktionsstörung überträgt sich auf Gesamtfunktion des Beines (verändertes Gangbild), dann nach Beinwert!... für den Verlust* oder Funktionsunfähigkeit (Ziff AUB 99 / 2004) eines Auges = Augenwert 50 % des Gehörs auf einem Ohr = Ohrwert 30 % des Geruchs = Geruchssinnwert 10 % des Geschmacks = Geschmackswert 5 % * Abweichungen hiervon mit besonderer Vertragsgestaltung möglich PUV, DRV 20 PUV, DRV 21 Ausserhalb Ausserhalb der Gliedertaxe: Wirbelsäule, Rumpf, Becken innere Organe Kopf und Hirn der Gliedertaxe: Wirbelsäule, Rumpf, Becken innere Organe Kopf und Hirn Invaliditätsbemessung erfolgt mit %-Angaben Invaliditätsbemessung erfolgt mit %-Angaben PUV, DRV 22 PUV, DRV 23 Ausserhalb Invaliditätsbemessung der Gliedertaxe: Wirbelsäule, Rumpf, Becken innere Organe Kopf und Hirn Den "Kopfwert" gibt es in der AUB nicht!... außerhalb der Gliedertaxe: abstrakte %-Bemessung gefragt Orientierung an GdB-Vorgaben im SchwbR (Versorgungsmedizinische Grundsätze) möglich, da diese Vorgaben sich ebenfalls auf alle Lebensbereiche beziehen. Invalidität aber anders definiert, als MdE (GUV) Spezielle PUV-Tabellen zu %-Bemessung erstmals bei Schröter/ Ludolph (2009) PUV, DRV 24 PUV, DRV 25

9 Ohne Versicherungsschutz... bleiben Unfälle, die durch psychische Reaktionen herbeigeführt wurden. psychische Reaktionen, die durch das Unfallerleben hervorgerufen wurden, auch dann nicht, wenn ein grauenvoller Unfall (z. B. Eisenbahnunglück Eschede) zu einer psychischen Traumatisierung geeignet war. einfühlsame und damit verständliche psychische Reaktionen auf schwere Verletzungen (z. B. Amputationen, Impotenz, Tinnitus etc.) Hirntraumafolgen... fallen jedoch unter Versicherungsschutz Versichert sind alle organisch bedingten Fehlfunktionen nach Schädel- Hirn-Trauma mit hierfür typischer "psychischer" Manifestation, also z. B. das sogenannte "hirnorganische Psychosyndrom". Auch hierbei müssen jedoch rein psychisch bedingte Überlagerungen außen vor bleiben. Außerordentlich anspruchsvolle neurologisch-gutachtliche Problematik! Der Gutachter muss sehr erfahren sein! PUV, DRV 26 PUV, DRV 27 Vorzustand und Mitwirkung Haben Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis hervorgerufenen Gesundheitsschädigung oder deren Folgen mitgewirkt, so wird die Leistung gekürzt entsprechend dem Anteil der Krankheit oder des Gebrechens, wenn dieser Anteil mindestens 25 % beträgt. (Ziff. 3 AUB 99 / 8 AUB 88) Es gilt nicht das "Alles oder nichts"-prinzip der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV)! PUV, DRV 28 Unfallfremde Mitwirkung... ist anzuwenden bei Entstehung der Primärverletzung Beispiele: Schwere Osteoporose WK-Fraktur Marcumarpatient + Kopftrauma Hirnblutung im Heilverlauf Beispiel: Nicht beherrschbare Wundinfektion nach OP (z.b.nervennaht) bei gestörter Immunitätslage bei Ausheilungsergebnis Beispiel: Knochen-Metastase, en-bloc-resektion, Frakturheilung m. kürzerem Oberarm + N. radial.-schaden Alle drei Komponenten können auch nebeneinander zum Zuge kommen! PUV, DRV 29 Unfallfremde Mitwirkung... wird in Prozent beziffert. Gebräuchlich sind 50 % bei etwas gleichgewichtigen Ursachenanteilen 33 % bei Überwiegen der Unfallursächlichkeit 66 % bei Überwiegen der schicksalsmäßigen Ursächlichkeit in 10 %-Sprüngen, wenn dies plausibel begründbar ist. unter 25 % = unbedeutend, kein Abzug bei der Regulierung! Die sog. "alterskorrigierte Norm" Vorinvalidität hat nur Auswirkung auf die Regulierung der bleibenden Invalidität (Dauerschaden): Wird durch den Unfall eine körperliche oder geistige Funktion betroffen, die schon vorher dauernd beeinträchtigt war, wird ein Abzug in Höhe dieser Vorinvalidität vorgenommen. Diese ist wie die Invalidität zu bemessen. (Ziff AUB 99 / 7 I (3) AUB 88) PUV, DRV 30 PUV, DRV 31 So wird's gemacht: Dem klinisch-funktionellen Befund entsprechend Bemessung der Gesamtinvalidität (Untersuchungsbefund) Bemessung der Vorinvalidität (Vorberichte) Differenz = "Neu"-Invalidität Jetzt muss aber noch geprüft werden, ob die so ermittelte, zur Regulierung anstehende Invaliditätsbemessung in ihrer Entstehung durch unfallfremde Faktoren mit bewirkt wurde. PUV Gutachtliches Vorgehen Funktionsstörung z.b. der Schulter objektivieren Invaliditätsbemessung nach der Gliedertaxe vornehmen Vorschaden hinterfragen und mit Vorinvalidität in Abzug bringen Vorzustand hinterfragen und mit "Unfallfremder Mitwirkung" in % beziffern PUV, DRV 32 PUV, DRV 33

10 Deutsche Rentenversicherung Einige Zahlen Begutachtung des Leistungsvermögens Anträge auf Rente wegen Erwerbsminderung (2011) Bewilligungen Rente wegen Erwerbsminderung (2011) Ablehnungen Rente wegen Erwerbsminderung (2011) wegen fehlender med. Voraussetzungen Klageeingänge Rentenversicherung Sozialgericht (2010) Erledigungen Rentenversicherung Sozialgerichte (2010) durch Urteil oder Gerichtsbescheid durch Anerkenntnis des Versicherungsträgers durch Vergleich oder übereinstimmende Erledigungserklärung zumindest teilweiser Erfolg der Klage (1. Instanz) PUV, DRV 34 PUV, DRV 35 Begutachtungsanlässe/ Leistungsansprüche Versicherungsfall der Erwerbsminderung Rehabilitation medizinische Reha Teilhabe am Arbeitsleben Wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes sonstige/ ergänzende Leistungen Rente wegen voller Erwerbsminderung mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein, Ist teilweise erwerbsgemindert. mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein, ist voll erwerbsgemindert. Rente Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung Rente wegen teilweiser EM bei Berufsunfähigkeit (Geburtsdatum und älter) Erwerbsgemindert ist nicht, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig sein kann. D.h.: Es besteht kein Berufsschutz! PUV, DRV 36 PUV, DRV 37 Krankheit/ Behinderung auf nicht absehbare Zeit Krankheit: regelwidriger körperlicher, geistiger oder seelischer Zustand Behinderung: Abweichen der körperlichen Funktion, geistigen Fähigkeit oder seelischen Gesundheit von dem für das Lebensalter typischen Zustand ( 2 Abs. 1 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch) kein Kriterium ist der Eintritt von Pflegebedürftigkeit nach 14, 15 SGB XI. Katalog ist abschließend, d.h. kein Anspruch z.b. wegen mangelnden Sprach- oder Fachkenntnissen. auf nicht absehbare Zeit: mindestens 6 Monate Feststellung der Erwerbsminderung Beweismaß für Gesundheitsstörungen und Leistungseinschränkungen: Vollbeweis (kein Verdacht auf ; Schmerzen hat, wer Schmerzen hat ) Zweifel gehen zu Lasten des Versicherten. Maßstab: der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand Begutachtungsleitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (z.b: Leitlinie zur Begutachtung von Schmerzen) Begutachtungsleitlinien der Deutschen Rentenversicherung (www.deutsche-rentenversicherung.de) Glossar der Deutschen Rentenversicherung Erforderlich stets: Gesamtbeurteilung PUV, DRV 38 PUV, DRV 39 Aufgabenteilung zwischen Sachverständigen und Richter/ Behörde Teilweise Formulargutachten? Feststellung Feststellung der Gesundheitsstörungen des qualitativen positiven Leistungsbildes (was kann der Versicherte noch?) des qualitativen negativen Leistungsbildes (was kann der Versicherte nicht mehr?) des quantitativen Leistungsbildes der Verwertbarkeit des Leistungsbildes auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Vorgabe allgemeiner oder konkreter Arbeitsbedingungen an den SV (vor allem bei Rente wegen BU) PUV, DRV 40 PUV, DRV 41

11 Freier Gutachtenteil Fragestellungen Welche Gesundheitsstörungen liegen vor? Diagnosen (= Tatsachen) unterliegen dem Vollbeweis (ICD-10) - "Verdacht auf..." = nicht existent! - "Zustand nach..." = nicht definiert! "Syndrom"-Diagnosen möglichst meiden! Kennzeichnet meist nur Subjektivismen Quantifizierung der Gesundheitsstörungen erforderlich! Akzeptierte (gängige) Einteilungen anwenden Keine private Beliebigkeitsnomenklatur (... geringe... gewisse.. etc.) PUV, DRV 42 PUV, DRV 43 Fragestellungen Quantitatives Leistungsbild Ist die Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben erheblich gefährdet? Rehabilitation sinnvoll? oder bereits gemindert? Rentenleistung begründet? Liegen Leistungsminderungen vor? Qualitativ = Einschränkungen bei den Arbeitsplatzmerkmalen Quantitativ = Konditionelle (zeitliche) Einschränkungen Beurteilung des zeitlichen Umfangs, in dem irgendeine, im Arbeitsmarkt genügend häufig vorhandene - seriöse - berufliche Tätigkeit ausgeübt werden kann. Konditionelle = zeitliche Leistungseingrenzung möglich bei Störungen im Herz-Kreislauf-System Rasche geistige Erschöpfbarkeit, z.b. nach Schädel-Hirn-Trauma oder Apoplex Selten: gestörte Muskeldynamik (Kondition) Andere medizinische Begründungen sind kaum realistisch und somit nicht nachvollziehbar! PUV, DRV 44 PUV, DRV 45 Quantitative Leistungseinschränkungen... durch Schäden der Stütz- und Bewegungsorgane kaum möglich: solange mit einer Hand noch das Telefon zu halten ist (Schiltenwolf,2005) Ausnahmen nur bei schweren chronischen Erkrankungen: Hohe Querschnittlähmung beidseitige Hüftarthrodese schwerster Bechterew mit Verlust der Orthoptik schwerste Osteoporose mit multiplen WK-Einbrüchen Quantitative Leistungseinschränkungen... infolge gegenseitiger Leistungsausschlüsse: Beispiel: Conclusio: Stark übergewichtige Frau, 51 Jahre, zuletzt Putzfrau Arthrosis deformans beider Knie (Stad. IV) keine stehenden/ gehenden Belastungen zumutbar Chronisch venöse Insuffizienz (Grad III) keine sitzende Tätigkeit wegen Ausfall der Muskelpumpe Arbeitsmarkt verschlossen, weil noch in Betracht kommende "liegende" Berufe nicht existieren! Cave! Häufig interdisziplinäres Problem! PUV, DRV 46 PUV, DRV 47 Stufen der Leistungsbeurteilung Qualitatives Leistungsvermögen Arbeitsschwere Arbeitshaltung Mobilität Arbeitsumgebung Geistig/ psychische Belastbarkeit Quantitatives Leistungsvermögen für den Beruf für den allgemeinen Arbeitsmarkt Behebbarkeit durch therapeutische Möglichkeiten? Qualitatives Leistungsbild... ist immer aber auch nur dann zu prüfen, wenn der zeitliche Umfang einer beruflichen Tätigkeit mindestens 3 bis unter 6 Stunden 6 Stunden und mehr beträgt. bei unter 3 Stunden ist diese Prüfung überflüssig! PUV, DRV 48 PUV, DRV 49

12 Frage: zeitliches Leistungsvermögen Qualitatives Leistungsbild Woher kommt das Kriterium der 3 bzw. 6 Stunden? Früher war geringfügig und damit versicherungsfrei beschäftigt, wer seine Beschäftigung regelmäßig weniger als 15 Stunden in der Woche ausübte ( 8 SGB IV a.f.). 15 Stunden in der Woche sind bei 5 Werktagen 3 Stunden am Tag. D.h.: Wer nur noch weniger als 3 Stunden täglich arbeiten konnte, konnte damit i.d.r. keine versicherungspflichtige Beschäftigung mehr ausüben. Welche Belastungen kommen noch in Betracht? Leichte mittelschwere schwere körperliche Arbeiten? Dauerndes Stehen, Gehen, Sitzen? Gleichförmige Körperhaltung (welche?) Heben und Tragen von? kg? Häufiges Bücken, Treppensteigen, Arbeiten auf Leitern? Akkord-, Schicht-, Nachtarbeit, bei Kälte, Wärme unter Staub, Gasen und Dämpfen, Nässe, im Freien? Besondere Anforderung an Sehen, Hören, durch Publikum? Besondere geistige Beanspruchung, Verantwortung? PUV, DRV 50 PUV, DRV 51 Körperliche Arbeitsschwere Körperliche Arbeitsschwere Leichte Arbeit: Handhaben und Tragen von Gegenständen von weniger als 10 kg; Bedienung leicht gehender Steuerhebel o.ä. langdauerndes Stehen oder Umhergehen (bei Dauerbelastung). Leichte bis mittelschwere Arbeit: Anteil der mittelschweren Arbeiten ist auf höchstens 50% begrenzt Mittelschwere Arbeit: Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg in der Ebene Handhaben etwa 1-3 kg schwergehender Steuereinrichtungen unbelastetes Begehen von Treppen und Leitern (unter Dauerbelastung) leichte Arbeiten mit zusätzlicher Ermüdung durch Haltearbeit mäßigen Grades Bis zu 5% der Arbeitszeit (bzw. 2 x pro Stunde) schwere Arbeitsanteile PUV, DRV 52 PUV, DRV 53 Körperliche Arbeitsschwere Definition der Begriffe Schwere Arbeit: Tragen von bis zu 40 kg schweren Lasten in der Ebene; Steigen unter mittleren Lasten Handhaben von Gegenständen/ Werkzeugen über 3 kg Handhaben von Kraftwerkzeugen mit starker Rückstoßwirkung Schaufeln, Graben, Hacken Mittelschwere Arbeit in angespannter Körperhaltung (gebückt, kniend, liegend) Gelegentlich: bis zu 5% der Arbeitszeit Zeitweise: ca. 10% der Arbeitszeit nicht definiert:11-50% Überwiegend: 51-90% der Arbeitszeit Häufig: entspricht "überwiegend" Ständig: mehr als 90% der Arbeitszeit PUV, DRV 54 PUV, DRV 55 Arbeitsplatzgestaltung Qualitative Einschränkungen begründbar für Überwiegendes Sitzen, Gehen, Stehen Arbeiten auf unebenen Böden, Leitern und Gerüsten Überwiegende Bildschirmtätigkeit Arbeiten mit Publikumsverkehr Gefährliche Tätigkeit (Hören, Riechen) Zwangshaltungen/ Arbeitsplatzumgebung Länger dauernde Arbeiten in ungünstiger Körperhaltung verbunden mit statischer Muskelarbeit. wie z.b. Arbeiten... über Kopfhöhe über Schulterhöhe im Bücken, Knien in der Hocke In Kälte, Nässe, Zugluft Im Außendienst (Reisetätigkeit) auf Leitern und Gerüsten PUV, DRV 56 PUV, DRV 57

13 Arbeitshaltung und Erwerbsminderung Beurteilungskonsequenzen: eine der drei Arbeitshaltungen muss überwiegend oder ständig möglich sein Zwang zur Möglichkeit, jederzeit spontan die Haltung wechseln* zu können = schwere Leistungsbeeinträchtigung (Rechtsprechung) Notwendige Haltungswechsel müssen im Arbeitsablauf integrierbar sein. * Ein Positionswechsel im Sitzen Betriebsunübliche Pausen Der Vte kann 8 Stunden arbeitstäglich mit den betriebsüblichen Pausen arbeiten. (unproblematisch) Der Vte kann 6 Stunden arbeitstäglich mit den betriebsüblichen Pausen arbeiten. (problematisch, weil der erste gesetzliche Pausenanspruch nach 6 Stunden entsteht) Gegebenenfalls zu klären: Wie viele Pausen werden benötigt? Wofür? (einfach Entspannungsübungen im Sitzen oder Zwischenmahlzeiten für Diabetiker im Umfang von bis zu 7 Minuten pro Stunde unproblematisch, Entspannungsübungen im Liegen im Umfang von zweimal 15 Minuten nicht) ist kein Haltungswechsel PUV, DRV 58 PUV, DRV 59 Betriebsunübliche Pausen ("K.O.-Kriterium") Wege(un)fähigkeit... führen zur Leistungspflicht, wenn die sog. persönliche Verteilzeit (7- max.12 Min.), zb. Diabetiker benötigt mehrere max. 10-Min.-Pausen zur Nahrungsaufnahme überschritten wird, z.b. Kontrollverlust des Urin- und Stuhlabganges mit längerem wiederholten und unvorhersehbaren Toilettenbesuch Nicht jedoch der Rückenpatient: Die stündliche 15-Min.-Pause zum Hinlegen ist mit aktuellem orthopädischen Wissensstand unvereinbar! PUV, DRV 60 Erforderlich ist die Fähigkeit 4 mal etwas mehr als 500 m werktäglich zu Fuß in bis zu 20 Minuten zurückzulegen (sei es auch mit Gehhilfen) und 2 mal werktäglich zu den Hauptverkehrszeiten öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder ein werktäglich zur Verfügung stehendes Kfz zu benutzen PUV, DRV 61 Störungen der Mobilität Qualitative Einschränkungen begründbar für Tätigkeiten auf unebenen Böden Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten Treppensteigen Überwiegendes Gehen und Stehen Länge der möglichen Gehstrecke Störungen der Mobilität Ursachen: Schwäche der Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps) Fußheberschwäche/ Stolperneigung Spastische Gangstörung Eingeschränkte Gehstrecke (Spinalstenose) Lähmungen PUV, DRV 62 PUV, DRV 63 verschlossener Arbeitsmarkt Literaturempfehlungen mit und ohne Benennungspflicht betriebsunübliche Arbeitsbedingungen erforderlich Arbeitsplatz kann nicht erreicht werden ( Wegeunfähigkeit ) mit Benennungspflicht Arbeitsplätze stehen nur in geringer Zahl zur Verfügung (< 300 bundesweit) Arbeitsplätze werden an Berufsfremde nicht vergeben (z.b. Schonarbeitsplätze) verschlossener Teilzeitarbeitsmarkt Arbeitskraft reicht nur für Arbeit < 6 Stunden Ludolph E, Schürmann J, Gaidzik P ( ) Kursbuch der ärztlichen Begutachtung. Eco-Med-Verlag Rompe G, Erlenkämper A (2009) Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane. Georg Thieme Verlag, Stuttgart Thomann KD, Schröter F, Grosser V (2013) Orthopädisch-unfallchirurgische Begutachtung. ELSEVIER Urban & Fischer-Verlag Thomann KD, Schröter F, Grosser V (2012) Professionelles Erstellen orthopädischunfallchirurgischer Gutachten ELSEVIER Urban & Fischer-Verlag Sozialmedizinische Begutachtung für die gesetzliche Rentenversicherung, 6. Aufl., 2003 Das ärztliche Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung, Hinweise zur Begutachtung, 2001 Leitlinien zur sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung, z.b. bei Bandscheiben- und bandscheibenassoziierten Erkrankungen Leitlinien zur Rehabilitationsbedürftigkeit z.b. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (www.deutsche-rentenversicherung.de) Gemeinsame Empfehlung Begutachtung (www.barfrankfurt.de) Leitlinien für die Begutachtung von Schmerzen (www.anb-ev.de) PUV, DRV 64 PUV, DRV 65

14 Gutachtliche Fortbildung Gutachten-Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), DGU-Kommission "Gutachten" (Lt: Prof. Dr.K. Weise) Kurs I: Unfallbegutachtung Kurs II: Feststellungsgutachten Kurs III: Berufskrankheiten Kurs IV: Spezielle Erkrankungen/Unfallfolgen des distalen Unterarmes M.Schädel-Höpfner Unkostenbeitrag: ~ 100,- Euro Jeweils 12 Fortbildungspunkte durch die Ärztekammer Zertifikat für jede Veranstaltung durch die DGOU PUV, DRV 66 Klinik für Lukaskrankenhaus Neuss Therapieziel Therapieziel Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Lebensqualität Distale Unterarmfraktur Distale Unterarmfraktur Galeazzi-Verletzung Galeazzi-Verletzung Schmerzfreiheit Funktionalität Selbständigkeit Klassifikation Konservativ oder operativ? Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Distale Unterarmfraktur Galeazzi-Verletzung AO Frykman Melone Mayo Rayhack Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Distale Unterarmfraktur Galeazzi-Verletzung Frakturmorphologie Instabilität Dislokation Gelenkbeteiligung Weichteilschaden Begleitverletzungen Handwurzel Anspruch Patient (und Arzt) Konservative Therapie Osteosyntheseverfahren Distale Radiusfraktur Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Distale Ulnafraktur Distale Unterarmfraktur Distale Unterarmfraktur Galeazzi-Verletzung Galeazzi-Verletzung Langfristige Überlegenheit

15 Indikationen für winkelstabile Platten Osteosyntheseverfahren Distale Radiusfraktur Distale Radiusfraktur Distale Ulnafraktur Distale Ulnafraktur Distale Unterarmfraktur Distale Unterarmfraktur Galeazzi-Verletzung Galeazzi-Verletzung Komfort für Patient und Operateur Verletzungen der Handwurzel M.Schädel-Höpfner Klinik für Lukaskrankenhaus Neuss Häufigkeit von Handwurzelfrakturen Skaphoid 78,8% Triquetrum 13,8% Trapezium 2,3% Hamatum 1,5% Lunatum 1,4% Pisiforme 1,0% Kapitatum 1,0% Trapezoid 0,2% Operativ oder konservativ? Instabilität Dislokation Weichteilschaden Entscheidung nach bildmorphologischen Aktivitätsanspruch Kriterien (CT) Green s Operative Hand Surgery Operativ oder konservativ? Herbert (1990) Handwurzel-Luxationsfrakturen A1 A2 stable acute fractures B1 B2 B3 B4 unstable acute fractures delayed union C established non-union D1 D2 Pechlaner Operationsatlas Handchirurgie

16 Konservative Therapie Herbert-Schraube Unterarmgips mit Daumeneinschluß Ruhigstellung (4) 6 bis 12 Wochen bei fraglicher Heilung: CT Green s Operative Hand Surgery Triquetrum-Chipfrakturen Triquetrum-Korpusfrakturen Ursachen Impaction durch das Ulnastyloid bei Sturz unter Extension und Ulnarduktion Garcia-Elias (1987): längeres Ulnastyloid Schermechanismus Impingement Hamatum gegen Triquetrum Ursachen Impaction durch das Ulnastyloid bei Sturz unter Extension und Ulnarduktion direktes Trauma (z.b. Schlag) bei perilunärer Luxation Avulsion Ausriß des dorsalen V-Bandes evtl. bei inkompletter perilunärer Luxation Häufigkeit seltener isoliert und disloziert sehr selten Grundsätze Diagnostik durch CT Seltene Handwurzelfrakturen Konservative Therapie Stabile und nicht dislozierte Operative Therapie Instabile und dislozierte Perilunäre Luxationsfrakturen Pechlaner Operationsatlas Handchirurgie

17 Diagnostik Klinik Diagnostik Weitere Röntgendiagnostik Schmerzen Skaphoid und SL-Gelenk Skaphoid-Shift-Test nach Watson Daumen-Traktion Faustschluß Durchleuchtung / Kinematographie Bewegungseinschränkung Schwellung dorsales Ganglion Instabilitätsgrade Klassifikation Watson / Krimmer Therapie... exact anatomic repair is not yet feasible in most instances. (Palmer 1978) 1 Teilruptur des intrinsischen Bandes ohne Instabilitätsnachweis 2 komplette Ruptur des intrinsischen Bandes mit dynamischer Instabilität 3 statische Instabilität mit RSS und DISI durch Ruptur extrinsischer Bänder... treatment... is seldom entirely satisfactory. (Linscheid/Dobyns 1985) Treatment of scapholunate dissociation is difficult and... not always predictable. (Green 1993) 4 Arthrose (SLAC wrist) Therapie Therapieoptionen operativ Arthroskopische Verfahren Geschlossene Reposition und Transfixation Frühzeitig = Präventiv Rettungsoperationen (Salvage Procedures) Bandnaht Kapsulodesen Bandplastiken Bone-Retinakulum-Bone-Transplantate Tenodesen Arthrodesen

18 Präventive Chirurgie Anatomische Reposition Sichere Retention Präventive Stabilisierung Diagnostik Anamnese Klassifikation Viegas (1990) / Garcia-Elias (1999) Instabilitätsgrade Klinische Untersuchung Röntgen MRT 1 Teilruptur des intrinsischen Bandes ohne Instabilitätsnachweis 2 komplette Ruptur des intrinsischen Bandes mit dynamischer Instabilität Arthroskopie 3 statische Instabilität mit VISI durch Ruptur extrinsischer Bänder Klassifikation Garcia-Elias (2005) nach Osterman (1995) Typ 1 Akute dynamische Instabilität Selten und schwierig Typ 2 Chronische dynamische Instabilität Typ 3 Statische Instabilität Typ 4 Akute perilunäre Instabilität Teil komplexer Verletzungen Diagnostik Typ 5 Chronische perilunäre Instabilität Stabilisierung Typ 6 Chronische ulnare Impaktion Universitätsklinikum Düsseldorf Dr. med. M. Konieczny PD Dr. med. Zilkens Universitätsklinikum Düsseldorf Orthopädische Klinik Direktor: Univ.-Prof. Dr. R. Krauspe

19 Plast. Chirurg.

20 Facharzt und Refresherkurs, Düsseldorf, Allgemeine Osteologie K.M. Peters Orthopädie und Osteologie Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik Definition Epidemiologie Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch niedrige Knochenmasse und Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes charakterisiert ist, mit der Folge vermehrter Knochenbrüchigkeit. (NIH Consensus Development Panel on Osteoporosis 2001) Ca. 9 Millionen Osteoporoseerkrankte gibt es zur Zeit in der Bundesrepublik Deutschland, ungefähr ein Fünftel davon sind Männer. Über Menschen erleiden jährlich in Deutschland eine Schenkelhalsfraktur. Eine Frau ab 50 Jahre hat folgende geschätzte Risiken für Knochenbrüche Wirbelkörperfraktur 32% distale Radiusfraktur 16% hüftgelenksnahe Fraktur 15% Epidemiologie Ätiologie Die hüftgelenksnahe Fraktur ist die schwerwiegendste Folge der Osteoporose. Hüft-TEP (Endoprothese, Duokopf) Dynamische Hüftschraube Gleitnagel Schraubenosteosynthese Primäre Osteoporose (95%) postmenopausale Osteoporose senile Osteoporose idiopathische O. junger Menschen (sehr selten) Trotz der operativen Möglichkeiten verbleibt ein hohes Risiko für eine bleibende Pflegebedürftigkeit. Sekundäre Osteoporose (5%) endokrin Malabsorption medikamentös (z.b. Glucocorticoide, Antazida, Antiepileptika) Leitlinie des DVO zur Osteoporose Leitlinie des DVO zur Osteoporose (2009) Ziel der Leitlinie Prävention, Diagnostik und Therapie der am häufigsten anzutreffenden Erscheinungsformen der Osteoporose bei Frauen und Männern Schlüsselempfehlungen für eine in Bezug auf Nutzen und Kosten abgewogene praktikable Behandlung von Risikopatienten und Betroffenen. Optimierung von Versorgungsabläufen Verhinderung von Erhaltung von Lebensqualität Aufzeigen von Einsparpotentialen Die Leitlinie des DVO von 2009 gilt für alle Osteoporosepatienten. Die nächste Aktualisierung ist für 2014 geplant.

Informationen Freizeit-Unfallversicherung

Informationen Freizeit-Unfallversicherung Informationen Freizeit-Unfallversicherung Nach Maßgabe des mit der EVG abgeschlossenen Unfallversicherungsvertrages gewährt die DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK- Versicherungsverein a.g.

Mehr

Dr. Thomas Wolff, Gefässchirurgie Universitätsspital Basel

Dr. Thomas Wolff, Gefässchirurgie Universitätsspital Basel Dr. Thomas Wolff, Gefässchirurgie Universitätsspital Basel Thromboseprophylaxe OAK perioperativ Tc-Aggregationshemmer perioperativ Neue antithrombotische Substanzen NMW Heparin s.c. Dalteparin (Fragmin

Mehr

Die perioperative Thromboseprophylaxe an einer Abteilung für Unfallchirurgie Die tägliche Praxis

Die perioperative Thromboseprophylaxe an einer Abteilung für Unfallchirurgie Die tägliche Praxis Prim. Univ.-Prof. DDr. Thomas Klestil Abteilung Unfallchirurgie Die perioperative Thromboseprophylaxe an einer Abteilung für Unfallchirurgie Die tägliche Praxis Inhalt 2 1 Einführung: Zahlen & Fakten 2

Mehr

HELIOS Kliniken GmbH. Antithrombotische Therapie 2013 Chance und Risiko, ein Überblick. HELIOS William Harvey Klinik Bad Nauheim. Dr.

HELIOS Kliniken GmbH. Antithrombotische Therapie 2013 Chance und Risiko, ein Überblick. HELIOS William Harvey Klinik Bad Nauheim. Dr. HELIOS Kliniken GmbH Antithrombotische Therapie 2013 Chance und Risiko, ein Überblick HELIOS William Harvey Klinik Bad Nauheim Dr. Karlfried Kainer ..dies ist alles nur geklaut! Aber es gilt der alte Leitsatz

Mehr

Orale Antikoagulation

Orale Antikoagulation A. Plehn? Orale Antikoagulation NOAC Rivaroxaban (Xarelto) // Faktor-Xa-Hemmung Dabigatran (Pradaxa) // Faktor-IIa-Hemmung (Thrombin) Apixaban (Eliquis) // Faktor-Xa-Hemmung (Edoxaban // Faktor-Xa-Hemmung)

Mehr

Die kurzfristige Unfallversicherung für den Veranstaltungs- und Filmbereich

Die kurzfristige Unfallversicherung für den Veranstaltungs- und Filmbereich Die kurzfristige Unfallversicherung für den Veranstaltungs- und Filmbereich Über diese kurzfristige Unfallversicherung können Sie die für Ihre Veranstaltung / Filmproduktion engagierten Teammitglieder

Mehr

SOZIALGERICHT HANNOVER IM NAMEN DES VOLKES GERICHTSBESCHEID

SOZIALGERICHT HANNOVER IM NAMEN DES VOLKES GERICHTSBESCHEID SOZIALGERICHT HANNOVER Az.: S 12 R 106/11 In dem Rechtsstreit A., IM NAMEN DES VOLKES GERICHTSBESCHEID Kläger, Proz.-Bev.: B., g e g e n C., Beklagte, hat das Sozialgericht Hannover - 12. Kammer - am 31.

Mehr

Patient, 75 Jahre, cm, kg

Patient, 75 Jahre, cm, kg Neue orale Antikoagulantien: perioperatives Management Patient, 75 Jahre, cm, kg Anamnese: hristian von Heymann, MD DEAA Universitätsklinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin

Mehr

Neue Antikoagulantien. Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis

Neue Antikoagulantien. Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis Neue Antikoagulantien Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis Klinikum Traunstein Samstag, 17.11.2012 Pharmakologische Eigenschaften der Neuen Antikoagulantien ESC Working Group JACC 2012, 59 : 1413

Mehr

Update Antikoagulation

Update Antikoagulation Update Antikoagulation Clara Update 20.11.2014 Dr. Monika Ebnöther Leitende Ärztin Hämatologie 21.11.2014 Übersicht Die Antikoagulantien und ihre Eigenschaften Die Anwendung bei - Vorhofflimmern - Thrombosen

Mehr

Komplikationsmanagement neuer Antikoagulantien. Richard Strauß, Erlangen. Universitätsklinikum. Erlangen. R. Strauß

Komplikationsmanagement neuer Antikoagulantien. Richard Strauß, Erlangen. Universitätsklinikum. Erlangen. R. Strauß Komplikationsmanagement neuer Antikoagulantien Richard Strauß, Gerinnung Neue Antikoagulantien Angriffspunkte neuer Antikoagulantien Welches neue Antikoagulanz greift am Faktor II (Thrombin) an? A Apixaban

Mehr

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Fortbildung für die Sozialarbeiter/-innen der Tumorberatungsstellen und Kliniksozialdienste Christiane Anders, Stand: September 2012 Bereich Grundsatz und ADV-Verbindungsstelle

Mehr

NOAC s und NOPAI s. Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

NOAC s und NOPAI s. Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin NOAC s und NOPAI s Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Medizinische Universität Graz, Auenbruggerplatz 2, A-8036 Graz, www.medunigraz.at NOAC s New Oral Anticoagulants DOAC s Direct

Mehr

Labor-Monitoring neuer plasmatischer Gerinnungshemmer

Labor-Monitoring neuer plasmatischer Gerinnungshemmer Hämostaseologisch - Kardiologisches Symposium Hamburg 25.02.2012 Labor-Monitoring neuer plasmatischer Gerinnungshemmer E. Lindhoff-Last Schwerpunkt Angiologie/ Hämostaseologie zertifiziert für Klinik,

Mehr

Vorhofflimmern und Schlaganfall ein unterschätzter Zusammenhang:

Vorhofflimmern und Schlaganfall ein unterschätzter Zusammenhang: Privatdozent Dr. G. Mönnig Universitätsklinikum Münster Vorhofflimmern und Schlaganfall ein unterschätzter Zusammenhang: Der Begriff "Vorhofflimmern" beschreibt eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung

Mehr

noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 www.klinikumchemnitz.de

noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 www.klinikumchemnitz.de noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 Agenda zelluläre Hämostase (primär) plasmatische Hämostase (sekundär) Heparin Phenprocoumon Rivaroxaban Apixaban

Mehr

Bei dem Unfallereignis kann es sich um menschliches Handeln (Fall, Stoß, Schlag), aber auch um ein Naturereignis (Feuer, Glätte, Sturm) handeln.

Bei dem Unfallereignis kann es sich um menschliches Handeln (Fall, Stoß, Schlag), aber auch um ein Naturereignis (Feuer, Glätte, Sturm) handeln. Ein Unfall im Sinne der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) liegt vor, wenn der Versicherte - durch ein plötzlich - von außen auf seinen Körper wirkendes - Ereignis - unfreiwillig - eine Gesundheitsschädigung

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Allgemeine Grundlagen. 1 Rechtsgrundlage der Begutachtung... 3

Inhaltsverzeichnis. Allgemeine Grundlagen. 1 Rechtsgrundlage der Begutachtung... 3 VII Teil I Allgemeine Grundlagen 1 Rechtsgrundlage der Begutachtung........... 3 1.1 Aufgabenstellung................................. 3 1.2 Pflichten des Gutachters.......................... 4 1.2.1 Neutralität........................................

Mehr

Unfallversicherung. Max Muster. Wichtig für jeden! Vorschlag für. Beratung durch: Persönlicher Ansprechpartner: Herr Thorsten Heinrich

Unfallversicherung. Max Muster. Wichtig für jeden! Vorschlag für. Beratung durch: Persönlicher Ansprechpartner: Herr Thorsten Heinrich Unfallversicherung Wichtig für jeden! Vorschlag für Max Muster Beratung durch: Heinrich GmbH Versicherungsmakler Uerdinger Str. 400 47800 Krefeld Tel.: 02151 / 6446680 Fax: 02151 / 6446681 http://www.heinrich-1918hilsenbeck.de/

Mehr

Der antikoagulierte Patient auf der Notfallstation

Der antikoagulierte Patient auf der Notfallstation Inhalt Der antikoagulierte Patient auf der Notfallstation Management von / bei Blutungen oder invasiven Eingriffen Dieter von Ow, Zentrale Notfallaufnahme Kantonsspital St.Gallen 1. Problem - Antikoagulation

Mehr

- die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten ist.

- die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten ist. Allgemeine Bedingungen für die Insassenunfallversicherung- 1 Was ist versichert? 1. Stößt Ihnen oder einer anderen in der KFZ- Unfallversicherung versicherten Person ein Unfall zu, der in unmittelbarem

Mehr

Neue orale Antikoagulantien Ersatz für Marcumar?

Neue orale Antikoagulantien Ersatz für Marcumar? Neue orale Antikoagulantien Ersatz für Marcumar? Univ. Prof. Dr. Ulrich Hoffmann Angiologie - Gefäßzentrum Med. Poliklinik Innenstadt Klinikum der LMU München 50. Bayerischer Internistenkongress Behandlungsablauf

Mehr

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken www.simssee-klinik.de Ein Unternehmen der Gesundheitswelt Chiemgau Wir behandeln therapieresistente,

Mehr

Osteoporose, Spondylarthropathien

Osteoporose, Spondylarthropathien KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Osteoporose, Spondylarthropathien Dr. med. Nadine Schneider Teriparatid oder Alendronat bei Glukokortikoidinduzierter Osteoporose? (Saag et al. NEJM 2007; 357:2028-39)

Mehr

Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss

Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss J. Tonak P. Bischoff - J.P. Goltz Jörg Barkhausen Definition pavk: periphere arterielle Verschlusskrankheit

Mehr

Antikoagulation 2012: alles anders?

Antikoagulation 2012: alles anders? Antikoagulation 2012: alles anders? Ärztekongress Arosa 24. März 2012 (Etzel Gysling) Neue Antikoagulantien Wo und wofür sind sie aktuell zugelassen? Seit 2011 sind neue Studienresultate und eine neue

Mehr

Gesamtleistungsübersicht Unfallversicherung

Gesamtleistungsübersicht Unfallversicherung Gesamtleistungsübersicht Unfallversicherung - Deckungskonzepte Berechnungstabelle Invalidität - Gliedertaxen Baden-Badener Versicherung Die Baden-Badener Versicherung: Ihr Spezialist in Sachen Unfallversicherung

Mehr

Koronare Herzkrankheit: optimales Management

Koronare Herzkrankheit: optimales Management ZÜRICH REVIEW-KURS KLINISCHE KARDIOLOGIE 9.April 2015 Koronare Herzkrankheit: optimales Management Orale Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmer: was ist zu viel? Klinik für Kardiologie Hans

Mehr

Phalanx Frakturen. Thomas Mészáros Dr.med. J. Huracek

Phalanx Frakturen. Thomas Mészáros Dr.med. J. Huracek Phalanx Frakturen Thomas Mészáros Dr.med. J. Huracek Inhalt Fraktur Typen Komplikationen Phalanx Distalis Einteilung: Tuft fracture Schaft Fraktur Schräge, quere Longitudinale Artikuläre Fraktur Dorsale

Mehr

nein B: überwiegend körperlich tätige Berufe 100.000 EUR 5.000 EUR 15 EUR Jährlich

nein B: überwiegend körperlich tätige Berufe 100.000 EUR 5.000 EUR 15 EUR Jährlich Geburtsdatum: Geschlecht: Progression: Unfallrente: Kosmetische Operationen: Übergangsleistungen: Beginn: 01.01.1983 Männlich 500% 0EUR 5.000 EUR 0 EUR 01.11.2013 Öffentlicher Dienst: Beitragsgruppe: Invaliditätssumme:

Mehr

Gutachterliche Berührungspunkte zwischen Neurologie und Otologie

Gutachterliche Berührungspunkte zwischen Neurologie und Otologie Gutachterliche Berührungspunkte zwischen Neurologie und Otologie 5. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Neurologische Begutachtung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.v. Magdeburg, 16. / 17.5.2003

Mehr

Schwerbehinderung durch Ödeme

Schwerbehinderung durch Ödeme Schwerbehinderung durch Ödeme Sozialmedizinische Beurteilung von Ödemkrankheiten Ödemkrankheiten können die Leistungsfähigkeit eines Menschen mehr oder weniger stark beeinflussen und deshalb zu einer Berufs-

Mehr

Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha- Entlassungsbericht. Berlin 17.03.2011

Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha- Entlassungsbericht. Berlin 17.03.2011 Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha- Entlassungsbericht Berlin 17.03.2011 Leistungen zur Teilhabe Anträge med.reha 2009:1 638 294 Durchgeführte Leistungen 2009: 978 335 Anträge LTA 2009:

Mehr

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld -

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - zur Prophylaxe von Thrombosen und Schlaganfällen und Therapie bei thromboembolischen Erkrankungen Ersatz für Marcumar oder Heparin? Seit 2011 werden

Mehr

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 2. Ätiologie 3. Risikofaktoren 4. Epidemiologie 5. Krankheitsbild 6. Befallene

Mehr

Die neuen direkten oralen Antikoagulanzien (NOAC/DOAC)

Die neuen direkten oralen Antikoagulanzien (NOAC/DOAC) 10 Therapeutische Prinzipien Dieser Test dient zur quantitativen Bestimmung von Thrombininhibitoren. Er beruht auf der Aktivierung von Prothrombin durch Ecarin zum Meizothrombin, einem nicht gerinnungsaktivierenden

Mehr

Antikoagulation bei Niereninsuffizienz. J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg

Antikoagulation bei Niereninsuffizienz. J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg Antikoagulation bei Niereninsuffizienz J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg das Dilemma der Nephrologen das Dilemma der Nephrologen Nierenfunktionseinschränkung regelhaft Ausschlußkriterium

Mehr

Antikoagulation bei erhöhtem gastro-intestinalem Blutungsrisiko

Antikoagulation bei erhöhtem gastro-intestinalem Blutungsrisiko Antikoagulation bei erhöhtem Antikoagulation bei Blutungsanamnese im GI-Trakt: Balanceakt zwischen Blutung, Ischämie und Embolie Prof. Frank M. Baer Interdisziplinäre Fortbildung, St. Antonius KH, 9.5.2012

Mehr

Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit

Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit Service Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit Referent: Andreas Loy Agentur für Arbeit Offenbach Referentin: Judith Ziehmer DRV Hessen 0 ISV05t Erwerbsminderungsrente

Mehr

Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer. Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid

Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer. Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid Wie ideal sind Vitamin-K-Antagonisten (VKA) und LMWH (low molec.

Mehr

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Dr. Michael Svitak Zentrum für verhaltenstherapeutische Medizin Klinikum Staffelstein Handbuch zum Leitfaden 2005

Mehr

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG INHALT 1. Das Risiko Berufsunfähigkeit 03 2. Erwerbsunfähigkeitsversicherung 04 3. Grundfähigkeitsversicherung 04 4. Dread-Disease-Versicherung

Mehr

Leistungsübersicht Ambiente /Ambiente Top Unfall

Leistungsübersicht Ambiente /Ambiente Top Unfall Leistungsübersicht Ambiente /Ambiente Top Unfall Unfallschutz à la Basler: Ihr Gips ist mehr wert, als Sie denken. Leistungsübersicht Ambiente /Ambiente Top Unfall Wir bieten im Rahmen unserer Unfallversicherung

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

Der interessante Fall: Standardchaos?

Der interessante Fall: Standardchaos? AWMF-Arbeitskreis Ärzte und Juristen Tagung 15./16.11.2013 in Bremen Der interessante Fall: Standardchaos? Dr. iur. Volker Hertwig 1 Patientin: 67 Jahre alt Diagnose: Coxathrose rechts Therapie: Hüft-TEP

Mehr

Diagnostik und Therapie der Spondylarthritis

Diagnostik und Therapie der Spondylarthritis Diagnostik und Therapie der Spondylarthritis Georg Schett Univ.Klinik für Innere Medizin 3 Rheumatologie & Immunologie Erlangen SPA ReA U-SpA IBD-SPA AS Ps-SPA Ursachen von Rückenschmerz Mechanisch 97%

Mehr

Gruppen-Unfallversicherung für Friseure (Stand: 01.07.2002/V.18.07.2002) Allgemeinen Berufsverbandes der Selbständigen e.v. (ABS e.v.

Gruppen-Unfallversicherung für Friseure (Stand: 01.07.2002/V.18.07.2002) Allgemeinen Berufsverbandes der Selbständigen e.v. (ABS e.v. Gruppen-Unfallversicherung für Friseure (Stand: 01.07.2002/V.18.07.2002) gem. Empfehlung des Allgemeinen Berufsverbandes der Selbständigen e.v. (ABS e.v.) mit der Nürnberger Versicherungsgruppe Das Highlight:

Mehr

Werden / sind erheblich Erkrankte versichert? Unveränderte Fortführung des Versicherungsschutzes Progression Invaliditätssumme Grundsumme

Werden / sind erheblich Erkrankte versichert? Unveränderte Fortführung des Versicherungsschutzes Progression Invaliditätssumme Grundsumme Werden / sind erheblich Erkrankte versichert? Eine Unfallversicherung können normalerweise nur gesunde Personen abschließen. So können in der Regel dauernd pflegebedürftige Personen, geisteskranke Personen

Mehr

Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie

Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie Inhalt Pharmakologische Beeinflussung der Blutgerinnung Thrombose und Lungenembolie (Prävention + akut) Vorhofflimmern Kardiovaskuläre Implantate Switch

Mehr

INRswiss Tag INR. Neue orale Antikoagulanzien. Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! 54.j. Mann. 54.j. Mann. 54.j.

INRswiss Tag INR. Neue orale Antikoagulanzien. Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! 54.j. Mann. 54.j. Mann. 54.j. IRswiss Tag IRswiss Tag eue orale Antikoagulanzien Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! Beschwerden, Schmerzen im Brustbereich Abklärungen ergeben anfallartiges Vorhofflimmern

Mehr

Neue Antikoagulanzien

Neue Antikoagulanzien 1. Unabhängiger Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin, Berlin 1.12.2012 Workshop 2: Neue Antikoagulanzien Hans Wille Institut für Klinische Pharmakologie Klinikum Bremen Mitte ggmbh www.pharmakologie

Mehr

Anwendung von Rivaroxaban in der Anästhesiologie

Anwendung von Rivaroxaban in der Anästhesiologie Anwendung von Rivaroxaban in der Anästhesiologie Kurzversion der Guidelines der Expertengruppe «Rivaroxaban and anesthesiology» Kurzversion der überarbeiteten Ausgabe November 2013* *Alle Referenzen und

Mehr

Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie

Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie Kausale (kurative) Therapie nur in experimentellen Ansätzen möglich Verhinderung von Schmerz und Behinderung Kombination aus verschiedenen Medikamenten

Mehr

Besondere Bedingungen zur Unfallversicherung (BBU max)

Besondere Bedingungen zur Unfallversicherung (BBU max) Besondere Bedingungen zur Unfallversicherung (BBU max) Grundlage für unseren Vertrag sind die Allgemeinen Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB 99) und, soweit zwischen uns vereinbart, die Besonderen Bedingungen

Mehr

AL _UNFALL Privat. So klingt Ihr Glück im Unglück. Wir sichern die Folgen eines Unfalls finanziell für Sie ab.

AL _UNFALL Privat. So klingt Ihr Glück im Unglück. Wir sichern die Folgen eines Unfalls finanziell für Sie ab. AL _UNFALL Privat So klingt Ihr Glück im Unglück Wir sichern die Folgen eines Unfalls finanziell für Sie ab. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Ein Unfall kann Menschen schnell aus dem Takt bringen. Bei

Mehr

Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern

Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern Über diese Patienteninformation Vorhofflimmern ist die häufigste Herz-Rhythmusstörung, sie tritt bei 1 2 % der Bevölkerung auf. Die Häufigkeit des

Mehr

Private Unfallversicherung

Private Unfallversicherung Private Unfallversicherung 1. Was ist eine Private Unfallversicherung? Egal, ob auf dem Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause, ob im Haushalt, als Heimwerker, auf der Baustelle oder in der Freizeit: Das

Mehr

Antikoagulation in der Praxis Qual der Wahl

Antikoagulation in der Praxis Qual der Wahl Antikoagulation in der Praxis Qual der Wahl Stephan Krähenbühl Klinische Pharmakologie & Toxikologie Universitätsspital Basel Kraehenbuehl@uhbs.ch Coumarine Karboxylierung Faktoren II, VII, IX, X Heparin

Mehr

Polymyalgiforme Beschwerden. Dr. med. Ivo Büchler

Polymyalgiforme Beschwerden. Dr. med. Ivo Büchler Polymyalgiforme Beschwerden Dr. med. Ivo Büchler Patientin 70 j. A: früher intermittierend Schulterschmerzen rechts, später links seit langem Knieschmerzen links 01/13 Schmerzschub Nacken, bd. Schultern,

Mehr

Private Unfallversicherung

Private Unfallversicherung Private Unfallversicherung 1. Was ist eine private Unfallversicherung? Ob auf dem Weg zur Arbeit, auf der Baustelle, beim Renovieren, während des Frühjahrsputzes oder in der Freizeit: Ein Unfall kann immer

Mehr

Marcumar und ASS sind Schnee von gestern - NOAKs und neue Thrombozytenaggregationshemmer in der Gerinnungstherapie gefäßchirurgischer Patienten

Marcumar und ASS sind Schnee von gestern - NOAKs und neue Thrombozytenaggregationshemmer in der Gerinnungstherapie gefäßchirurgischer Patienten Marcumar und ASS sind Schnee von gestern - NOAKs und neue Thrombozytenaggregationshemmer in der Gerinnungstherapie gefäßchirurgischer Patienten Lisa Tilemann 21. Heidelberger Eisen, 18. Juni 2015 Apixaban

Mehr

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Gruppenunfallversicherung für Tarifmitarbeiter (GUV)

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Gruppenunfallversicherung für Tarifmitarbeiter (GUV) Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Gruppenunfallversicherung für Tarifmitarbeiter (GUV) (Stand 26.11.2012) 1. Was ist durch die GUV versichert? Versicherungsschutz wird geboten bei Unfällen

Mehr

Wegen Krankheit geschlossen Epidemiologie, Zahlen, Daten, Fakten Wie krank sind Arbeitnehmer heute?

Wegen Krankheit geschlossen Epidemiologie, Zahlen, Daten, Fakten Wie krank sind Arbeitnehmer heute? Wegen Krankheit geschlossen Epidemiologie, Zahlen, Daten, Fakten Wie krank sind Arbeitnehmer heute? kbo-fachsymposium Erfolgsgesellschaft außer Dienst? 13.11.2012 Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Dipl.-Psych.

Mehr

Neue orale Antikoagulantien Stellenwert in Klinik und Praxis

Neue orale Antikoagulantien Stellenwert in Klinik und Praxis Neue orale Antikoagulantien Stellenwert in Klinik und Praxis Klinikum Traunstein, 10.07.2013 Neue orale Antikoagulantien Einführung in die Substanzen Perioperatives Vorgehen Gerinnungstests Blutungskompl.

Mehr

Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung

Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung Dr. Martin Krasney 26. November 2007 1 Der Versicherungsschutz in den unterschiedlichen Lebensphasen in der : Gesetzlichen Krankenversicherung

Mehr

G.Zenker LKH-Bruck Kardiologie/Angiologie/Nephrologie 2013

G.Zenker LKH-Bruck Kardiologie/Angiologie/Nephrologie 2013 G.Zenker LKH-Bruck Kardiologie/Angiologie/Nephrologie 2013 Prävalenz: 1 2 % der Allgemeinbevölkerung; mehr als 6 Millionen Menschen in Europa 1 Vermutlich näher an 2 %, da VHF lange Zeit unentdeckt bleiben

Mehr

Unfallversicherung. jetzt mitversichert! NEU: Eigenbewegungen. - Auf Schritt und Tritt richtig versichert!

Unfallversicherung. jetzt mitversichert! NEU: Eigenbewegungen. - Auf Schritt und Tritt richtig versichert! Unfallversicherung NEU: Eigenbewegungen jetzt mitversichert! - Auf Schritt und Tritt richtig versichert! Optimaler Schutz für die ganze Familie Bei der Bewertung der Qualität einer Unfallversicherung spielen

Mehr

U4 Konzept Jubiläumstarif. Unfallversicherung. Bester Schutz zur Top Prämie!

U4 Konzept Jubiläumstarif. Unfallversicherung. Bester Schutz zur Top Prämie! U4 Konzept Jubiläumstarif Unfallversicherung Bester Schutz zur Top Prämie! Sichern Sie sich jetzt den Top-Schutz für Familien, Kinder und Singles zur besonders günstigen Prämie! Die Unfallversicherung

Mehr

Private Unfallversicherung

Private Unfallversicherung Private Unfallversicherung 1. Was ist eine private Unfallversicherung? Ob auf dem Weg zur Arbeit, auf der Baustelle, beim Renovieren, während des Frühjahrsputzes oder in der Freizeit: Ein Unfall kann immer

Mehr

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien: Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung u Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung

Mehr

Neue (direkte) orale Antikoagulantien. (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt-

Neue (direkte) orale Antikoagulantien. (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt- Neue (direkte) orale Antikoagulantien (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt- vor drei Wochen im Op 67 j. Patient, Jurist, 183 cm, 79 kg latente Bluthochdruckerkrankung

Mehr

Hubert Gantenbein Wil

Hubert Gantenbein Wil Hubert Gantenbein Wil Kreatinin Proteinurie Urinstatus Phosphat Calcium Parathormon 2002 KDOQI Guidelines Vorher: Nachher: Kreatinin GFR Bestimmung Paradigmenwechsel in der Nephrologie Chronische Niereninsuffizienz

Mehr

Reha-Sport und Funktionstraining

Reha-Sport und Funktionstraining Reha-Sport und Funktionstraining ( 44 Abs.1 Nr. 3 und Nr. 4 SGB IX) Mit Reha-Sport und Funktionstraining werden Menschen, die von Behinderung bedroht oder bereits behindert sind, oder nach einer Krankheit

Mehr

Bridging in Zeiten der NOAKs/DOAKs - wenn ja, wie?

Bridging in Zeiten der NOAKs/DOAKs - wenn ja, wie? Bridging in Zeiten der NOAKs/DOAKs - wenn ja, wie? H. Schinzel Mainz 10. Juni 2015 Antikoagulantien direkte Rivaroxaban Apixaban Edoxaban FXa indirekte Fondaparinux (AT) Danaparoid (AT) NMH (AT) UFH (AT)

Mehr

Maus verursacht RSI-Syndrom

Maus verursacht RSI-Syndrom BUNDESVERWALTUNGSAMT INFO 1691 Juni 2002 Maus verursacht RSI-Syndrom Einführung... 1 Ursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen... 2 RSI-Syndrom - Krankheitsbild und Auswirkungen... 3 Konsequenzen für

Mehr

VERSICHERN. Vitalität für große Sprünge. VPV Vital. Umfassender Rundum-Schutz bei Krankheit und Unfall

VERSICHERN. Vitalität für große Sprünge. VPV Vital. Umfassender Rundum-Schutz bei Krankheit und Unfall VERSICHERN Vitalität für große Sprünge VPV Vital Umfassender Rundum-Schutz bei Krankheit und Unfall Ziele hoch stecken, Vitalität absichern Sie stecken voller Vitalität, alles läuft nach Plan. Aber wie

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL. in dem Rechtsstreit

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL. in dem Rechtsstreit BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES IV ZR 24/10 URTEIL in dem Rechtsstreit Verkündet am: 15. Dezember 2010 Heinekamp Justizhauptsekretär als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle Nachschlagewerk: ja BGHZ:

Mehr

NeueoraleAntikoagulantien

NeueoraleAntikoagulantien GUIDELINE NeueoraleAntikoagulantien Ersteltvon:A. Rosemann, O. Senn, F. Huber, U. Beise am:11/2012 Inhaltsverzeichnis KURZVERSION.2 Inhaltsverzeichnis 1. Wirkstofe,Vor-undNachteile.2 2. medixempfehlungen.2

Mehr

Management der Antikoagulation bei Patienten mit kardiologischen invasiven/operativen Eingriffen

Management der Antikoagulation bei Patienten mit kardiologischen invasiven/operativen Eingriffen Klinik für Kardiologie Management der Antikoagulation bei Patienten mit kardiologischen invasiven/operativen Eingriffen Bezug nehmend auf 2 Artikel im NEJM (BRUISE CONTROL-Studie und Management der oralen

Mehr

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2006 Männer (200 018) Prostata Dickdarm, Mastdarm Lunge Harnblase Magen

Mehr

UNFALLVERSICHERUNG 33

UNFALLVERSICHERUNG 33 UNFALLVERSICHERUNG 33 UNFALLVERSICHERUNG WAS IST DAS? Jährlich passieren in Österreich rund 830.000 Unfälle (Quelle: KfV), davon enden fast 9.000 in Invalidität. Über die gesetzliche Sozialversicherung

Mehr

Praktische Erfahrungen mit der ambulanten Kodierrichtlinie. Dr. med. Uwe Popert

Praktische Erfahrungen mit der ambulanten Kodierrichtlinie. Dr. med. Uwe Popert Praktische Erfahrungen mit der ambulanten Kodierrichtlinie Dr. med. Uwe Popert Kodierrichtlinie SGBV 295 Absatz 3 Satz 2 Stationär = SKR seit 15.11.2000 Ambulant = AKR zum 01.01.2011 Für Kollektiv- und

Mehr

Gefunden: Die Stuttgarter 1000Plus Unfallversicherung für Beruf und Freizeit

Gefunden: Die Stuttgarter 1000Plus Unfallversicherung für Beruf und Freizeit Gesucht: Eine verlässliche Absicherung nach einem Unfall bei hlung a z l a nm ung Mit Ei rkrank E r e r schwe Gefunden: Die Stuttgarter 1000Plus Unfallversicherung für Beruf und Freizeit Wozu brauche ich

Mehr

Antikoagulantien bei Niereninsuffizienz und Dialyse - Neue orale Therapiemöglichkeiten

Antikoagulantien bei Niereninsuffizienz und Dialyse - Neue orale Therapiemöglichkeiten Antikoagulantien bei Niereninsuffizienz und Dialyse - Neue orale Therapiemöglichkeiten Robert Klamroth Klinik für Innere Medizin Angiologie, Hämostaseologie und Pneumologie / Hämophiliezentrum Berlin Vivantes-Klinikum

Mehr

1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles. Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus

1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles. Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus 1 Zusammenfassung: Vortrag Der Berufsalltag mit Tinnitus v. 17.06.09 von Gereon Gilles Einteilung des Grad der Behinderung (GdB) bei Tinnitus Tinnitus Merkmale Ohne nennenswerte psychische Begleiterscheinung

Mehr

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll 20. 22. Oktober 2010 Juan Victor Coseriu Pisani Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg Projekt Neubau Tel.: 0711 / 848 10 331 Fax:

Mehr

Schadenanzeige für Unfall Privatpersonen

Schadenanzeige für Unfall Privatpersonen Vertrags-Nr.: Schaden-Nr.: Rückantwort BGV / Badische Versicherungen 76116 Karlsruhe VN: Straße/Nr.: PLZ/Ort: Telefon dienstlich: Telefon privat: Telefax: Name, Vorname der/des Verletzten: Straße/Nr.:

Mehr

UnfallGiro - für Ihr sicheres Gefühl

UnfallGiro - für Ihr sicheres Gefühl - für Ihr sicheres Gefühl Die Unfallversicherung für junge Leute www.continentale.de - weil Sie das Leben genießen Mit Beginn Ihrer Ausbildung starten Sie in ein selbstständiges Leben. Ob als Auszubildender,

Mehr

Die Rolle des ärztlichen Dienstes der Arbeitsagenturen bei der Integration von Benachteiligten in Ausbildung und Beruf

Die Rolle des ärztlichen Dienstes der Arbeitsagenturen bei der Integration von Benachteiligten in Ausbildung und Beruf Fachtagung Kompetenznetzwerk Bodensee- Oberschwaben Dr. med. Ruth Hartmann 28.01.2012 Die Rolle des ärztlichen Dienstes der Arbeitsagenturen bei der Integration von Benachteiligten in Ausbildung und Beruf

Mehr

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed)

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed) Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata(ed) Definition Multiple Sklerose Chronisch entzündlich demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit Entmarkungsherden an weißer Substanz von Gehirn und Rückenmark

Mehr

B B Schaden-Nr.: Versicherer: Gothaer, Nürnberg Versicherungsschein-Nr.: 27.851.559995. Schaden-Nr. Versicherer:

B B Schaden-Nr.: Versicherer: Gothaer, Nürnberg Versicherungsschein-Nr.: 27.851.559995. Schaden-Nr. Versicherer: SCHADENANZEIGE ZUR UNFALLVERSICHERUNG Bitte deutlich, ausführlich, vollständig und wahrheitsgemäß ausfüllen; vorher jedoch die Schlusserklärungen beachten, Striche gelten als Verneinung. Ihre Schaden-Nr.

Mehr

b 35 Labor bericht Einfluss neuer oraler Antikoagulanzien auf Gerinnungsanalysen Stand:

b 35 Labor bericht Einfluss neuer oraler Antikoagulanzien auf Gerinnungsanalysen Stand: b 35 w w w. b i o s c i e n t i a. d e Labor bericht Einfluss neuer oraler Antikoagulanzien auf Gerinnungsanalysen Stand: O k t o b e r 2 013 Seit 2008 stehen Dabigatran (Pradaxa ), Rivaroxaban (Xarelto

Mehr

Gutachten. 2x dreidimensionales Sitzen. Dr. med. Peter Schleicher München

Gutachten. 2x dreidimensionales Sitzen. Dr. med. Peter Schleicher München Gutachten 2x dreidimensionales Sitzen Dr. med. Peter Schleicher München I. Pathogenese degenerativer Wirbelsäulenveränderungen Mehr als 60% aller atraumatischen degenerativen Wirbelsäulenveränderungen

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Rechtliche Grundlagen der Begutachtung. 1 Arzt und Recht... 3. 2 Zentrale Rechtsbegriffe... 5. 3 Sozialrecht...

Inhaltsverzeichnis. Rechtliche Grundlagen der Begutachtung. 1 Arzt und Recht... 3. 2 Zentrale Rechtsbegriffe... 5. 3 Sozialrecht... Inhaltsverzeichnis A Rechtliche Grundlagen der Begutachtung 1 Arzt und Recht... 3 A. Erlenkämper 2 Zentrale Rechtsbegriffe... 5 A. Erlenkämper 2.1 Versicherungsfall, Leistungsfall..... 5 2.2 Unfall...

Mehr

WISO: Risiko Berufsunfähigkeit

WISO: Risiko Berufsunfähigkeit WISO: Risiko Berufsunfähigkeit von Oliver Heuchert 1. Auflage WISO: Risiko Berufsunfähigkeit Heuchert schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG campus Frankfurt am Main 2006

Mehr

Neue orale Antikoagulanzien

Neue orale Antikoagulanzien Neue orale Antikoagulanzien Univ. Doz. Dr. Gabriele Stiegler Zentrallabor mit Blutbank Wilhelminenspital der Stadt Wien Vitamin-K-Antagonisten Marcoumar Pro 70 Jahre Erfahrung Einstellung Dosierung Nebenwirkungen

Mehr

Was gibt es neues zur Blutverdünnung Wann ist heute Marcumar noch nötig?

Was gibt es neues zur Blutverdünnung Wann ist heute Marcumar noch nötig? Akademie für Ältere, Heidelberg 31. Januar 2013 Was gibt es neues zur Blutverdünnung Wann ist heute Marcumar noch nötig? Job Harenberg, Prof. Dr. med. Shabnam Zolfaghari, M.Sc. Klinische Pharmakologie

Mehr

Neue orale Antikoagulantien Was muß jeder Arzt wissen? Chiemgauer Kardiologie - Tage 2013

Neue orale Antikoagulantien Was muß jeder Arzt wissen? Chiemgauer Kardiologie - Tage 2013 Neue orale Antikoagulantien Was muß jeder Arzt wissen? Chiemgauer Kardiologie - Tage 2013 Dr. Olaf Bosse NOAC - Pharmakokinetik EHRA Practical Guide Europace 2013 ; 15(5) : 625-651 Neue orale Antikoagulantien

Mehr