Berufsorientierung als Individueller Reifeprozess Der geva- Test als ein Ausgangspunkt Individueller Förderung

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1 Berufsorientierung als Individueller Reifeprozess Der geva- Test als ein Ausgangspunkt Individueller Förderung Christina Schnell Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 1

2 Der Prozess der Berufsorientierung Individuelle Förderung und Beratung (Lehrkräfte, Eltern, Berufsberater, Paten, etc.) Selbsterkenntnis Was kann ich? Was interessiert mich? Persönliche Standortbestimmung: sich orientieren Information Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es? Externe (außenorientiert) Ansprüche der Arbeitswelt Entscheidung (Abstimmung zwischen Interessen & Können des Jugendlichen und Bedarf und Anforderungen der Arbeitswelt) Kompetenzfeststellungsverfahren 2

3 Berufswahl aus der Sicht der Jugendlichen Entscheidung wird erschwert durch Spannungsfeld zwischen Soziale Erwartungen Arbeitsmarkt Individuellen Bedürfnissen 3

4 Individuelle Förderung Unterschiedliche Ausgangslagen der Jugendlichen berücksichtigen Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen Ausgangslage des Jugendlichen erfassen Fremd- und Selbsteinschätzung ermitteln Einschätzungen vergleichen Individuelle Ziele festlegen Nächste persönliche Schritte besprechen 4

5 Möglichkeiten Individueller Förderung Kompetenzfeststellungsverfahren als Grundlage Recherche zu beruflichen Richtungen bzw. Ausbildungen Beratungsgespräche mit Berufsberatern Austausch mit Berufstätigen/Eltern Passgenaue Praktika Berufserkundungen Bedeutung und die Auseinandersetzung mit der eigenen Berufswahl Förderung der Eigenverantwortung Selbstreflexion 5

6 6 Ein Beispiel: Eignungstest Berufswahl des geva-instituts

7 Der geva-test geva-berufswahl-test A richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die die (Fach)-Hochschulreife anstreben geva-berufswahl-test B zielt auf Schülerinnen und Schüler ab, die den Haupt- oder Realschulabschluss anstreben betrachtete Bereiche: Berufliche Interessen Schlüsselqualifikationen Selbsteinschätzung fachlicher Begabungen Kognitive Leistungsfähigkeit 7

8 Ziel des geva-tests Im Mittelpunkt stehen objektive Leistungsmessungen, die durch Selbsteinschätzungen ergänzt werden Die Ergebnisse werden in Bezug zu einer passenden Vergleichsgruppe gesetzt Die Ergebnisse werden mit den Anforderungen für unterschiedliche Berufe abgeglichen o Daraus resultieren die aufgestellten Berufsvorschläge Ich kann 8

9 Auswertung des geva-tests Berufliche Interessen Schlüsselqualifikationen und persönliche Stärken Fachliche Begabungen Leistungsprofil Selbsteinschätzung und wie realistisch sie ist Berufsvorschläge 9

10 geva Feedback-Gespräche Rückmeldung zum Test Erläuterung des Testaufbaus und der Ergebnisse Besprechung der Einzelergebnisse Besprechung der Berufsvorschläge Klärung von offenen Fragen Tipps für die nächsten Schritte Recherche zu den genannten Ausbildungen bzw. Studiengängen Praktika Berufserkundungen Besuch beim Berufsberater Besuch von Berufsmessen Austausch mit Berufstätigen Evaluation des Feedback-Gesprächs 10

11 Literatur Butz, Bert (2008): Grundlegende Qualitätsmerkmale einer ganzheitlichen Berufsorientierung. In: Schule Wirtschaft/Arbeitsleben. Band 5. Baltmannsweiler. Schneider Verlag Hohengehren. geva-institut (2010): geva-testverfahren der Linie A Dokumentation und Beratungsablauf. UNI Oldenburg, 14.April 2010, 2009 geva-institut, München. Koch, Barbara; Kortenbusch, Johannes (2007): Zur Individuellen Förderplanung. In: Individuelle Förderplanung Berufliche Integration. Benachteiligte Jugendliche finden ihren Weg von der Schule in den Beruf. Bertelsmann Verlag, Bielefeld. Isenberg, Frauke (2000): Jugend am Übergang zwischen Schule und Ausbildung/Studium. Der Prozess der Entscheidungsfindung im gesellschaftlichen Spannungsfeld. In: Arbeit und Politik. Mitteilungsblätter der Akademie für Arbeit und Politik an der Universität Bremen, Jg. 12, Nr. 27/28, S Oechsle, Mechtild (2009): Abitur und was dann? Orientierungen und Handlungsstrategien im Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium. In: Oechsle, Mechtild, Knauf, Helen, Maschetzke, Christiane; Wensierski, von Hans-Jürgen; Schützler, Christoph; Schütt, Sabine (2005): Berufsorientierende Jugendbildung Grundlagen, empirische Befunde, Konzepte. Juventa Verlag Weinheim und München. 11

12 Kontakt Christina Schnell Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg Bismarckstraße Oldenburg Tel.: 0441/ Fax: 0441/

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