Die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Zeiten des demographischen Wandels

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1 Die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Zeiten des demographischen Wandels Prof. Hans Eberhardt Geschäftsführer der Thüringen-Kliniken Georgius Agricola Russ. Akademie für med.-soz. Rehabilitation Moskau

2 Sektorenfreies Gesundheitszentrum Thüringen-Kliniken Stationäre Versorgung flächendeckende medizinische Versorgung für jedermann Klinikstandort Saalfeld Klinikstandort Rudolstadt Klinikstandort Pößneck

3 Allgemeine Darstellung der Thüringen-Kliniken GmbH Krankenhaus der überregionalen Versorgungsstufe pro Jahr ca Operationen bis zu stationäre und ambulante Patienten pro Jahr ca. 800 Betten in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck (entsprechend des 6. Thüringer Krankenhausplanes) Die Thüringen-Kliniken sind akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. Derzeit ca Beschäftigte inkl. Auszubildenden/ Praktikanten/Studenten.

4 Allgemeine Darstellung der Thüringen-Kliniken GmbH Thüringen-Kliniken sind der größte Arbeitgeber der Region und einer der größten Ausbildungsbetriebe Ostthüringens Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck Ausbildung von Köchen weitere Ausbildungsberufe: Bürokauffrau / -kaufmann; Restaurantund Hotelkauffrau / -kaufmann; Kaufmann im Gesundheitswesen

5 Sektorenfreies Gesundheitszentrum Thüringen-Kliniken Ambulante Versorgung flächendeckende medizinische Versorgung für jedermann MVZ-Standorte Saalfeld: 5 Praxen 2 Hausärztliche Praxen / Angiologische Praxis / Psychologischer Psychotherapeut / Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Rudolstadt: 5 Praxen 2 Hausärztliche Praxen / 2 Praxen für Kinder- und Jugendmedizin / Radiologische Praxis Pößneck: 4 Praxen Psychotherapeutische Praxis / Gynäkologische Praxis / Praxis für Kinder- und Jugendmedizin / Hautärztliche Praxis Bad Lobenstein: 2 Praxen Chirurgische Praxis / Radiologische Praxis

6 Das Gesundheitszentrum als zentrale Versorgungsform der Zukunft Tageskliniken Manager Check up Versorgungsbetriebe Patient Kunde Medical Wellness AHB / Reha Prävention stationäre / teilstationäre Behandlung ambulante Behandlung Altenzentrum/ Betreutes Wohnen

7 Ärztestatistik 2010

8 Ärztestatistik 2010

9 Ärztestatistik 2010

10 Perspektiven: Berufsmonitoring Universität Trier befragte im Jahr 2010 Studenten der Humanmedizin an allen deutschen Universitäten, um über Facharztwünsche und Berufsperspektiven abzufragen

11 Perspektiven: Berufsmonitoring Zentrale Ergebnisse: Medizin wird weiblich (Frauenanteil: 64%) Tätigkeit im Angestelltenverhältnis oder als niedergelassener Facharzt ist deutlich attraktiver als als niedergelassener Hausarzt Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist sehr wichtig Deutschland ist als Arbeitsort nach wie vor attraktiv, aber Unattraktiv sind kleine Gemeinden auf dem Land

12 Perspektiven aktuelle Studie verdeutlich die sich zuspitzende Misere der hausärztlichen Versorgung in der Fläche zwar liegt der Versorgungsgrad in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Saale- Orla mit gut 90% hoch, doch immer mehr Praxen auf dem Land verwaisen Thüringen-Kliniken teilen die Sorgen der Kommunalpolitik zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung

13 Perspektiven in absehbarer Zeit (3 bis 15 Monate) beenden mehrere Hausärzte in der Region ihre Tätigkeit ohne bisher einen Nachfolger gefunden zu haben ohne Lösung des Problems müssen Patienten längere Wege in Kauf nehmen damit sinkt auch die Attraktivität der Landgemeinden deutlich!

14 Perspektiven Thüringen-Kliniken stellen sich dem Thema, stoßen aber an Grenzen: im niedergelassenen Bereich sind ausschließlich Fachärzte gefragt demographischer Faktor sorgt auch innerhalb der Klinik perspektivisch für unbesetzte Weiterbildungsstellen im ärztlichen Dienst gefragt ist neben dem kommunalpolitischen Engagement auch eine regionale Bedarfsplanung der KVen

15 Aktueller Stand in den Thüringen-Kliniken Brennpunkte im ärztlichen Dienst: Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik hier fehlt der Nachwuchs, Zahl der Interessenten an einer Facharztausbildung in diesem Bereich sinkt, Fachärzte sind Mangelware im Moment Einsatz von 3 Honorarärzten an den Klinikstandorten Saalfeld und Pößneck

16 Aktueller Stand in den Thüringen-Kliniken Thüringen-Kliniken beteiligen sich an Jobmessen, u.a. in Tschechien und Österreich, sowie an Veranstaltungen am Universitätsklinikum Jena, an Messen im Rahmen der Ärztewoche Thüringen usw. Angebote für Praktika, Famulaturen, Praktisches Jahr, Facharztweiterbildung neu: Blockweiterbildung Allgemeinmedizin zugunsten der Hausarztpraxen in der Region

17 Aktueller Stand in den Thüringen-Kliniken Einsatz von Personalvermittlungsagenturen, zum Beispiel auch von spezialisierten Anbietern für die Anästhesie

18 Fazit Die Medizin wird weiblicher. Mitarbeiter müssen gebunden und gehalten werden. Wert des Arbeitsplatzes wird weitgehend bestimmt durch: attraktiven, familienfreundlichen Arbeitgeber attraktives Umfeld Werbung um neue Mitarbeiter ist gleich Werbung für die Region (und umgekehrt)!

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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