für das AS-Interface Netzwerk

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1 für das AS-Interface Netzwerk Version 3.0

2 Impressum Impressum Technische Änderungen vorbehalten! Durch stetige Weiterentwicklung können Abbildungen, dargestellte Funktionschritte und technische Daten geringfügig abweichen. Aktualisierung der Software und Dokumentation Haben Sie Vorschläge zur Verbesserung oder haben Sie Unregelmäßigkeiten festgestellt, teilen Sie uns diese bitte mit. Herstelleranschrift FTZ Leipzig e.v. an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Postfach Leipzig Copyright FTZ Leipzig e.v.

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Sicherheitshinweis Das ServiceBook Einführung Leistungsumfang Erste Schritte Programmstart und Bedienoberfläche Programmstart Aufbau des Hauptfensters Visualisierung Aufzeichnungsparameter anzeigen Speichern / Laden Exportieren Drucken ServiceBook Funktionen Betriebsmodi Offline Mode Online Mode Aufzeichnungsbedingung Addressmode des AS-Interface Erkennbare Fehler Funktionen des Offline Mode Monitoring Kontinuierliche Triggerausgabe Funktionen des Online Mode Monitoring Netzwerkkonfiguration Übersichtsdarstellung Die Watchdog Funktion Anhang...42 Copyright FTZ Leipzig e.v

4 Sicherheitshinweis 1 Sicherheitshinweis Das ServiceBook darf nur von eingewiesenem Fachpersonal entsprechend der vorliegenden Anleitung betrieben werden. Der Anwender hat die Pflicht, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, die dem sicheren Betrieb des ServiceBook dienen. Das Nichtbeachten von Sicherheitshinweisen kann zu Personenschäden sowie zu Sachschäden führen. Diese Bedienungsanleitung ist Bestandteil des Produktes. Werden die Inhalte und insbesondere die Sicherheitshinweise und Handlungsanleitungen in dieser Anleitung nicht beachtet, kann die Produktgewährleistung verloren gehen. Copyright FTZ Leipzig e.v

5 Das ServiceBook 2 Das ServiceBook 2.1 Einführung AS-Interface steht für einfache, schnelle, kostengünstige und sichere Übertragung vorwiegend binärer Informationen. Der Funktionsumfang wurde seit Markteinführung 1994 stetig erweitert. Mittlerweile beinhaltet AS-Interface auch die Übertragung von Analogwerten und vieles andere mehr. Neben dem Systemumfang ist auch die Komponenten- und Herstellerzahl stetig gewachsen. Um die Anwenderfreundlichkeit, die AS-Interface auszeichnet, sowie die Interoperabilität der Komponenten verschiedener Hersteller sicherzustellen, erhöht sich der Aufwand auf Herstellerseite zunehmend. Die Robustheit von AS-Interface macht Störungen zu einer Seltenheit. Treten sie dennoch auf, hilft eine Analyse des Datenverkehrs, den Fehler schnell einzugrenzen. In diesen Fällen wird es notwendig, den aktuellen Zustand von Ein-/Ausgängen darzustellen. Besonders hilfreich ist die Betrachtung des gesamten Ereignis-Umfeldes. Dies trifft in besonderem Maße auf die Übertragung von zusammengesetzten Werten ( AS- Interface Combined Transaction und Saftey at work ) zu. Das ServiceBook wurde für dieses Einsatzgebiet entwickelt und liegt mittlerweile in der 3. Version vor. Es repräsentiert ein handliches und leistungsfähiges Werkzeug zur Inbetriebnahme, Wartung und zur Fehlersuche des AS-Interface. Sein Einsatzspektrum reicht vom Entwickler von AS-Interface Komponenten bis zum Servicetechniker. Es ermöglicht die Erfassung aller wichtigen Daten des AS-Interface, unabhängig von dessen jeweiligen Betriebszustand. Der Arbeitsbereich des ServiceBook reicht von einer schnellen Vorortdiagnose über die vollständige Aufzeichnung des Datenverkehrs bis zur langfristigen Überwachung einer Anlage. Das ServiceBook ermöglicht die automatische Bestimmung einer vorhandenen Anlagenkonfiguration genauso, wie die Darstellung zusammengesetzter Werte (z.b. Analogwerte nach dem Profil 7.3). Ein komfortables PC Programm unterstützt den Benutzer bei seinen Aufgaben. Durch verschiedene Funktionen wird die Überwachung zum Kinderspiel und auch die Fehlersuche wird um ein Vielfaches vereinfacht. Die Kopplung des ServiceBook mit einem Oszilloskop ermöglicht auch die gezielte Darstellung der Busphysik. Bild 1 - Das ServiceBook Bild 1 zeigt das ServiceBook. Das Gerät stellt eine passive Komponente im AS-Interface System dar. Die Hilfsenergieversorgung erfolgt wahlweise über USB oder Steckernetzteil. Als Anzeige- und Bedienkomponente wird ein PC (Notebook) verwendet, welcher über USB mit dem ServiceBook kommuniziert. Copyright FTZ Leipzig e.v

6 Das ServiceBook 2.2 Leistungsumfang Online Monitoring o Unterstützung von Standard- und Extended Addressmode o Auswertung von AS-Interface Combined Transaction o Überwachung von Peripherie Fehlern Analysefunktionen o Übersicht Gesamtnetz o Buskommunikation o Konfiguration o Statistik / Fehlerzähler o Triggerung und Filterung auf beliebige Masken o externe Triggermöglichkeit Datalogger o wählbare Anzahl der aufzuzeichnenden Daten o beliebiges Setzen von Trigger- und Filtermasken o Aufzeichnung des laufenden AS-i-Betriebes o Triggerausgang für Oszilloskop Stabilitätsprüfung der Kommunikation Fehleridentifikation Systemcheck Feststellung des Istzustandes Power-Fail Meldung Vergleich von Soll- und Ist-Konfiguration des analysierten Netzes Datenbank für spezifische Sensor-, Aktuator- und Projektdaten USB Schnittstelle ServiceBook Offline Mode Online Mode Monitoring Monitoring Kontinuierliche Triggerausgabe Konfiguration Übersicht Watchdog Bild 2 ServiceBook Funktionalität In Bild 2 wird der funktionale Aufbau des ServiceBook dargestellt. Copyright FTZ Leipzig e.v

7 Erste Schritte 3 Erste Schritte Dieses Kapitel erklärt kurz, wie Sie das ServiceBook einsetzen können. Es beinhaltet die wesentlichen Anwendungsmöglichkeiten des ServiceBook und die Vorgehensweise, um diese anzuwenden. Eine ausführliche Erläuterung der einzelnen Funktionen sowie der weiteren Funktionalität des ServiceBook erfolgt ab Kapitel 4. Inbetriebnahme Verbinden Sie das ServiceBook mit dem AS-Interface. Verbinden Sie das ServiceBook über das mitgelieferte USB Kabel mit dem PC. Installieren Sie den ServiceBook USB Treiber entsprechend der Anleitung in Anhang E. Installieren Sie das ServiceBook PC Programm entsprechend der Anleitung in Anhang F. Prüfen Sie die LED Anzeige am ServiceBook (vgl. Anhang D). Starten Sie das ServiceBook PC Programm. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel 4.3 sowie im Anhang. AS-Interface Telegramme visualisieren Die Basisfunktion des ServiceBook ist die Aufzeichnung und Darstellung von AS-Interface Telegrammen. Verbinden Sie das ServiceBook über das USB Kabel mit dem PC. Starten Sie das ServiceBook PC Programm. Starten Sie die Kommunikation mit dem ServiceBook ( Settings Connect ). Erstellen Sie eine Aufzeichnungsbedingung ( Record Record Frames ). Warten Sie bis die AS-Interface Telegramme aufgezeichnet und am PC angezeigt werden. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel und Kapitel Hinweis: Es stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Parametrierung der Aufzeichnung zur Verfügung. Copyright FTZ Leipzig e.v

8 Erste Schritte Darstellung der Busphysik Diese Funktion ermöglicht die telegrammgenaue Anzeige der Busphysik (Signalverlauf auf dem AS-Interface Kabel) auf einem Oszilloskop. Schließen Sie ein Oszilloskop entsprechend der Anleitung in Anhang B an. Stellen Sie eine Verbindung zwischen PC und ServiceBook her. Starten Sie die Kommunikation mit dem ServiceBook ( Settings Connect ). Erstellen Sie eine Bedingung für die Triggerung ( Record Set Trigger output ). Die gesuchten Signale werden auf dem Oszilloskop dargestellt. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel Netzwerkkonfiguration automatisch bestimmen Die Netzwerkkonfiguration stellt eine im Programm des ServiceBook hinterlegte Konfiguration des untersuchten AS-Interface Netzwerkes dar. Auf der Netzwerkkonfiguration basieren verschiedene Darstellungs- und Überwachungsfunktionen. Stellen Sie eine Verbindung zwischen PC und ServiceBook her. Starten Sie die Kommunikation mit dem ServiceBook ( Settings Connect ). Wechseln Sie in den Online Mode ( Monitor Onlinemode ). Starten Sie die automatische Bestimmung der Netzwerkkonfiguration ( ASi Network Get a List from the ASi Bus ). Warten Sie, bis sich die Darstellung im angezeigten Fenster nicht mehr ändert. Beenden Sie die automatische Bestimmung mit dem Button Stop. Es erfolgt eine Anzeige aller erkannten Slave, die sie jetzt bearbeiten können. Beenden Sie die Bearbeitung und speichern Sie die Netzwerkkonfiguration. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel Übersichtsdarstellung In der Übersichtsdarstellung werden die Netzwerkkonfiguration, der Datenaustausch aller Slave sowie vom ServiceBook erkannte Fehler dargestellt. Stellen Sie eine Verbindung zwischen PC und ServiceBook her. Starten Sie die Kommunikation mit dem ServiceBook ( Settings Connect ). Wechseln Sie in den Online Mode ( Monitor Onlinemode ). Starten Sie die Übersichtsdarstellung ( Monitor Overview ). In einem neuen Fenster wird eine Übersicht über den AS-Interface Bus dargestellt. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel Hinweis: Die Darstellung aller im ServiceBook bekannten Daten zu einem Slave ist ebenfalls möglich. Sie wird im Kapitel beschrieben. Copyright FTZ Leipzig e.v

9 Erste Schritte Überwachung Die Watchdog Funktion Die Watchdog Funktion ermöglicht die automatische Überwachung eines AS-Interface auf alle wesentlichen Fehler. Stellen Sie eine Verbindung zwischen PC und ServiceBook her. Starten Sie die Kommunikation mit dem ServiceBook ( Settings Connect ). Wechseln Sie in den Online Mode ( Monitor Onlinemode ). Laden Sie die Netzwerkkonfiguration des angeschlossenen AS-Interface oder bestimmen Sie die Netzwerkkonfiguration neu (siehe oben). Starten Sie die Überwachung ( Monitor Watchdog ). Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in Kapitel Hinweis: Für die Überwachung ist es zwingend notwendig, dass die im Programm verwendete Netzwerkkonfiguration auch dem untersuchten AS-Interface Aufbau entspricht! Copyright FTZ Leipzig e.v

10 Programmstart und Bedienoberfläche 4 Programmstart und Bedienoberfläche 4.1 Programmstart Verbinden Sie das ServiceBook mit dem AS-Interface und schließen Sie das ServiceBook über das mitgelieferte USB Kabel an den PC an. Die grüne LED Power leuchtet auf der Frontseite des ServiceBook. Während des Startvorganges leuchten mehrere LED s am ServiceBook. Durch 3-maliges Blinken aller LED s wird der erfolgreiche Abschluss des Startvorganges signalisiert. Starten Sie das ServiceBook Programm (Icon auf dem Desktop oder Eintrag ServiceBook im Startmenü). Stellen Sie eine Verbindung zum ServiceBook her (Menü Settings Connect oder Taste F2 ). Sie sehen jetzt das Hauptfenster des ServiceBook auf dem Bildschirm (Bild 3). Feld 1 Feld 2 Feld 3 Feld 4 Feld Aufbau des Hauptfensters Bild 3 - Hauptfenster PC Programm Der Aufbau des Hauptfensters ist in Bild 3 dargestellt. Die Titelleiste enthält den Namen des Programms ( ServiceBook ). Unter der Titelleiste befindet sich die Menüleiste. Am unteren Fensterrand befindet sich eine Statusleiste. Sie stellt den aktuellen Status des untersuchten AS-Interface Busses sowie den Status des Programms dar. Im 1. Feld wird der Zustand des Busses angezeigt. Folgende Einträge sind möglich: Network ok Der AS-Interface Bus arbeitet normal. No Slave Response Die Spannung auf dem AS-Interface Bus ist normal. Es erfolgen Master Requests, aber es gibt keine Slaveantworten. No Master Requests Die Spannung auf dem AS-Interface Bus ist ok. Es erfolgen keine Master Requests. Power Fail Keine Spannung auf dem AS-Interface Bus. SB not connected Verbindung zum ServiceBook nicht hergestellt; keine Aussage über den AS-Interface Bus möglich. Copyright FTZ Leipzig e.v

11 Programmstart und Bedienoberfläche In Feld 2 wird der aktuelle Betriebsmodus des Programms angezeigt. Im Feld 3 wird die Anzahl der angeforderten und aufgezeichneten AS-Interface Telegramme dargestellt. Dieses Feld hat folgenden Aufbau: Anzahl angeforderte Telegramme vor dem Trigger (wird nur während einer Aufzeichnung angezeigt) Trennzeichen + (wird nur während einer Aufzeichnung angezeigt) Anzahl angeforderte Telegramme nach dem Trigger (wird nur während einer Aufzeichnung angezeigt) Trennzeichen / (wird nur während einer Aufzeichnung angezeigt) Anzahl aufgezeichnete Telegramme vor dem Trigger Trennzeichen + Anzahl aufgezeichnete Telegramme nach dem Trigger Erfüllte Triggerbedingung Trennzeichen - Zeitpunkt an dem der Trigger erfüllt wurde Im Feld 4 wird die Dauer der aktuellen bzw. letzten Aufzeichnung dargestellt. Im Feld 5 wird das aktuelle Datum sowie die Uhrzeit angezeigt. Im mittleren Teil des Hauptfensters wird eine Liste mit den aufgezeichneten AS-Interface Telegrammen dargestellt. Diese Liste kann in 3 verschiedenen Formen, in Abhängigkeit vom gewählten Anzeigemodus, dargestellt werden (Bit, Byte, Text orientiert). Für die Darstellung von zusätzlichen Informationen kann mit der linken Maustaste ein Doppelklick auf ein Telegramm in der Liste durchgeführt werden. Es wird danach ein Fenster mit weiteren Detailinformationen zum adressierten Slave dargestellt. Die Größe und Position des Hauptfensters ist beliebig veränderbar und wird beim nächsten Programmstart wiederhergestellt. 4.3 Visualisierung Das Ergebnis des Monitoring wird im Hauptfenster dargestellt. Jedes Telegramm wird in einer Zeile angezeigt. Zur besseren Übersicht wird jedes 2. Telegramm grau hinterlegt. Das Telegramm, welches die eingestellte Triggerbedingung erfüllt hat, wird türkis hinterlegt. Das erste Telegramm des neuen Datenzyklus wird grün hinterlegt (Bild 4). Die farbliche Hinterlegung der Telegramme kann über den Menüpunkt Display Settings ein- bzw. ausgeschaltet werden. Das Programm unterstützt folgende 3 Darstellungsmodi für die aufgezeichneten Telegramme: Bit orientierte Darstellung, Byte orientierte Darstellung, Text (Aufruf) orientierte Darstellung. Je nach Darstellungsmodus, werden verschiedene Spalten im Hauptfenster angezeigt. Die Breite der Spalten ist änderbar. In der Bit orientierten Darstellung wird jedes relevante Bit des aufgezeichneten AS-Interface Telegramms dargestellt (der höchste Bitwert wird links dargestellt). In der Byte orientierten Darstellung erfolgt eine Zusammenfassung der zusammengehörigen Bitwerte. In der Text orientierten Darstellung werden der Aufruftyp sowie die wichtigsten Informationen des Telegramms dargestellt. Copyright FTZ Leipzig e.v

12 Programmstart und Bedienoberfläche Die Auswahl des Darstellungsmodus erfolgt über folgende Menüeinträge bzw. Tastenkombinationen: Darstellung Taste Menüeintrag Bit orientiert F10 Display Style: Bit Byte orientiert Shift + F10 Display Style: Byte Text orientiert Ctrl + F10 Display Style: Text Der gewählte Darstellungsmodus wird durch ein Häkchen am zugehörigen Menüeintrag gekennzeichnet. Bild 4 - Aufgezeichnete Telegramme Die einzelnen Spalten haben folgende Bedeutung: Index Duration Name Type of Request CB Copyright FTZ Leipzig e.v Fortlaufender Index der aufgezeichneten Telegramme Dauer des Telegramms in µs inkl. der Master- und Slave-Pause der für den Slave vergebene Name Typ des Masteraufrufs (nur in der Text orientierten Darstellung) Wert des Control Bit im Telegramm (nur in der Bit und Byte orientierten Darstellung) Wert des 5. Address Bit im Telegramm Inhalt der Masterinformation Paritätsbit des Masteraufrufs Address Master Info Parity Master Pause Dauer der Masterpause in µs Slave Info Inhalt der Slaveinformation

13 Programmstart und Bedienoberfläche Parity Paritätsbit der Slaveantwort Slave Pause Dauer der Slavepause in µs State Status bzw. erkannter Fehler des Telegramms Tr/Fi Trigger- bzw. Filterbedingung, die das Telegramm erfüllt hat Einzelne Spalten sowie die farbliche Hinterlegung können über den Menüpunkt Display Settings ein- bzw. ausgeschaltet werden Aufzeichnungsparameter anzeigen Über den Menüpunkt File Recording Parameter kann die Aufzeichnungsbedingung der aktiv angezeigten Daten dargestellt werden (Bild 5). Das dargestellte Fenster enthält alle Parameter der Aufzeichnung. Im oberen Teil werden die Anzahl der angeforderten Telegramme ( Number requested frames ) sowie die Anzahl der aufgezeichneten Telegramme ( Number recorded frames ) dargestellt. Die Werte können voneinander abweichen, falls noch nicht die geforderte Anzahl der pre trigger Telegramme aufgezeichnet wurde, als die Triggerbedingung erfüllt war. Darunter werden die Zeitstempel der Aufzeichnung ( Recording time ) dargestellt. Sie beinhalten die Startzeit der Aufzeichnung ( Start ), den Zeitpunkt des Triggers ( Trigger ), die Endzeit der Aufzeichnung ( Finish ) sowie die resultierende Aufzeichnungsdauer ( Duration ). Im unteren Teil werden die Trigger- und Filterbedingungen dargestellt. Bild 5 Aufzeichnungsparameter Die Aufzeichnungsparameter werden mit den Telegrammen gespeichert und stehen nach dem Laden der Daten wieder zur Verfügung. Copyright FTZ Leipzig e.v

14 Programmstart und Bedienoberfläche Speichern / Laden Über den Menüpunkt File Save oder die Tastenkombination Ctrl-S können die aufgezeichneten Telegramme gespeichert werden. Als Dateiextension wird *.afr verwendet. AFR steht für AS-Interface Frames. Die Speicherung erfolgt in einem Binärformat. Über den Menüpunkt File Open oder die Tastenkombination Ctrl-O können gespeicherte Telegramme wieder angezeigt werden. Nach dem Laden der Telegramme werden automatisch die Aufzeichnungsparameter angezeigt. Hinweis: Die Dateiextension *.afr ist mit dem ServiceBook Programm verknüpft. Ein Doppelklick auf eine *.afr Datei öffnet automatisch das ServiceBook Programm mit den gespeicherten Telegrammen Exportieren Über den Menüpunkt File Export werden die Telegramme im CSV-Format (Comma Separated Values) gespeichert. Bild 6 - Exportierte Telegramme darstellen Die gespeicherten Telegramme können dann mit externen Programmen (z.b. Microsoft Excel ) dargestellt werden (Bild 6) Drucken Über den Menüpunkt File Print oder die Tastenkombination Ctrl-P können die aufgezeichneten Telegramme gedruckt werden. Die Telegramme werden entsprechend der gewählten Darstellung (Bit, Byte oder Text Darstellung) gedruckt. In der Darstellung ausgeblendete Spalten werden nicht gedruckt. Auf der letzten Seite werden die Aufzeichnungsparameter gedruckt. Hinweis: Aufgrund der möglicherweise hohen Seitenzahl ist eine Zwischenstufe zur Auswahl der zu druckenden Seite empfehlenswert. Hierfür ist z.b. das Programm Fineprint der Context GmbH geeignet. Copyright FTZ Leipzig e.v

15 5 ServiceBook Funktionen 5.1 Betriebsmodi ServiceBook Offline Mode Online Mode Monitoring Monitoring Kontinuierliche Triggerausgabe Konfiguration Übersicht Watchdog Bild 7 - ServiceBook Funktionalität Das ServiceBook kann in 2 Betriebsmodi arbeiten (Bild 7). Nachdem eine Verbindung hergestellt wurde, befindet sich das ServiceBook standardmäßig im Offline Mode. Der 2. Betriebs Mode, der Online Mode, wird mit der Taste F5 oder über den Menüpunkt Monitor Onlinemode aktiviert. Der aktuelle Mode wird in der Statusleiste des Hauptfensters dargestellt (Bild 3) Offline Mode Der Offline Mode stellt den Standard-Betriebsmodus dar. Dabei ermittelt das ServiceBook ständig die wichtigsten Parameter des AS-Interface Bus. Die Zwischenspeicherung von bis zu Telegrammen erfolgt im ersten Schritt im ServiceBook. In einem 2. Schritt werden dann die aufgezeichneten Telegramme automatisch zum PC übertragen und dargestellt. Der Offline Mode dient auch zur Konfiguration von Aufzeichnungen, die das ServiceBook selbstständig ausführt. Diese Funktion zielt auch auf die Überwachung bzw. Fehlersuche in Anlagen, wo kein PC (Notebook) dauerhaft eingesetzt werden kann. Eine Erläuterung der Funktionen des Offline Modes erfolgt in Abschnitt Online Mode Der Online Mode ist die Weiterentwicklung des bisher verwendeten Offline Modes. In diesem Betriebsmode werden alle Telegramme des AS-Interface zum PC übertragen. Es gibt aufgrund der Vorverarbeitung im ServiceBook sowie der Übertragung zum PC eine geringfügige Zeitverzögerung. Diese liegt im unteren Millisekundenbereich und ist vernachlässigbar klein. Neben sämtlichen Bitwerten des Busses werden noch zusätzliche Informationen übertragen. Dieser Betriebsmodus lastet den PC deutlich stärker aus, so dass bei älteren Geräten die Verarbeitungsgeschwindigkeit unter Umständen nicht ausreicht. Copyright FTZ Leipzig e.v

16 Da im Online Mode alle Daten des AS-Interface in Echtzeit zum PC übertragen werden, sind dem PC Programm alle laufenden Vorgänge des AS-Interface bekannt. Somit wird auch die Ermittelung von Werten die sich über mehrere Telegramme verteilen möglich und dies in Echtzeit! Damit bieten sich vollkommen neue Möglichkeiten das AS-Interface im Betrieb zu betrachten und möglichen Fehlern auf die Spur zu kommen. Der PC verfügt über ähnliche Informationen wie der Master im AS-Interface; hat jedoch aufgrund der deutlich größeren Ressourcen an Speicher und Rechenleistung mehr Potential in Bezug auf Datenaufzeichnung, Diagnose und Fehlersuche. Einige Leistungsmerkmale der aktuellen PC Version sind: Echtzeit-Überwachung der AS-Interface Netzkonfigurationen, Leistungsumfang konform zur Complete Specification Vers. 3.0, Unterstützung des Analog-Profils 7.3 und Safety-Profils 7.B. Durch die einfache Erweiterbarkeit des ServiceBook können auch neue Protokolle (wie z.b. Slave Profiles for Combined Transaction ) durch ein neues PC Programm leicht implementiert werden. Ein Umbau oder Erweiterung der ServiceBook Hardware ist nicht notwendig. Eine Erläuterung der Funktionen des Online Modes erfolgt in Abschnitt Aufzeichnungsbedingung Eine Aufzeichnungsbedingung besteht aus einer (oder mehreren) Trigger- und Filterbedingungen. Die Trigger- und Filterbedingungen dienen zur Selektion der durch das ServiceBook aufzuzeichnenden AS-Interface Telegramme. Über die Triggerbedingung wird der Startzeitpunkt der Aufzeichnung festgelegt. Erst wenn die Triggerbedingung erfüllt ist, beginnt die Aufzeichnung im ServiceBook. Wird auf selten auftretende Ereignisse getriggert, kann der Start der Aufzeichnung und somit die Anzeige der Telegramme auf dem PC sehr lange dauern. Die Filterbedingung gibt an, welche AS-Interface Telegramme aufgezeichnet werden sollen. Nur die Telegramme, welche die Filterbedingung erfüllen, werden aufgezeichnet. Damit ist es möglich, die aufzuzeichnenden Telegramme einer Vorauswahl zu unterziehen, und somit die anschließende Auswertung zu vereinfachen. In Bild 8 ist der Mechanismus der Trigger- und Filterbedingung dargestellt. Dieser wird für jedes empfangenes Telegramm durchlaufen. Im Offline Modus gibt es jeweils eine Trigger- und eine Filterbedingung. Im Online Modus können maximal 8 Trigger- und 8 Filterbedingungen gleichzeitig verwendet werden. Die Bedingungen sind dabei Oder verknüpft. Das bedeutet, ist eine der 8 Triggerbedingungen erfüllt, so ist der Trigger erfüllt. Copyright FTZ Leipzig e.v

17 Start Asi Telegramm empfangen Trigger erfüllt? Triggerbed. erfüllt? Filter erfüllt? Trigger erfüllt Asi Telegramm aufzeichnen Ende Bild 8 - Funktionsablauf Trigger und Filter Für die Eingabe der Trigger- und Filterbedingungen stehen im Offline Mode jeweils 3 und im Online Mode 5 verschiedene Eingabemöglichkeiten zur Verfügung. Für alle Eingabedialoge gilt folgendes: Eingabefelder die momentan nicht zur Verfügung stehen, werden gedimmt (grau) dargestellt. In einer Offline Mode Aufzeichnung können maximal Telegramme, davon max. 400 vor dem Triggerpunkt, gespeichert werden. In einer Offline Mode Aufzeichnung können maximal Telegramme gespeichert werden. Es können auch Pausenzeiten (in denen keine Telegramme auf dem AS-Interface Bus ausgetauscht werden) aufgezeichnet werden. Diese werden wie Telegramme behandelt und verringern somit die Anzahl der aufzeichenbaren echten Telegramme. Im Offline Mode kann jeweils eine Trigger- und Filterbedingung eingestellt werden. Im Online Mode können max. 8 Trigger- und 8 Filterbedingungen eingestellt werden. Wird keine Trigger- bzw. Filterbedingung eingegeben, wird die Trigger- bzw. Filterbedingung immer als erfüllt angenommen. Die Position des Telegramms, das die Triggerbedingung erfüllt, kann über das Eingabefeld before Trigger festgelegt werden. Damit ist es möglich, Telegramme aufzuzeichnen, die zeitlich vor dem Triggerereigniss liegen. Mit Betätigung des Buttons Set (Offline Mode) bzw. Record (Online Mode) wird die Aufzeichnung der Telegramme aktiviert. Mit Betätigung des Button Cancel wird die aktuelle Eingabe verworfen. Copyright FTZ Leipzig e.v

18 5.3 Addressmode des AS-Interface Die Netzwerkkonfiguration unterscheidet zwischen dem Standard Addressmode und dem Extended Addressmode des angeschlossenen AS-Interface Busses. Die Umschaltung erfolgt über den Menüpunkt ASi Network a/b Slaves (Bild 9). Ist kein Häkchen vorhanden, so ist der Standard Addressmode aktiviert. Ein gesetztes Häkchen bei diesem Menüpunkt bedeutet, dass der Extended Addressmode aktiviert ist. Vor dem Umschalten erfolgt eine Sicherheitsabfrage, da mit dem Umschalten die im Programm hinterlegte Netzwerkkonfiguration gelöscht wird. Bild 9 - Umschaltung des Addressmode Im aktivierten Extended Addressmode wird zu jedem empfangenen Telegramm neben der Slaveadresse zusätzlich bestimmt, ob es sich um einen Standard-, a- oder b-slave handelt. Die Daten werden dann entsprechend gespeichert. Im Standard Addressmode wird lediglich die Slaveadresse ausgewertet. Hinweis: Arbeitet das ServiceBook Programm im Standard Addressmode, befindet sich aber der angeschlossene AS-Interface Bus im Extended Addressmode, ordnet das Programm unter Umständen die empfangenen Telegramme nicht dem richtigen Slave zu. 5.4 Erkennbare Fehler Das ServiceBook ist in der Lage, verschiedene Fehler in einem AS-Interface Telegramm zu erkennen. Dies sind im Einzelnen: Timeout Parity Master Parity Slave Pulse Code Manchester Stopbit Master Stopbit Slave break times Es wurde keine Slaveantwort empfangen. Es liegt ein Paritätsfehler im Masteraufruf vor. Es liegt ein Paritätsfehler in der Slaveantwort vor. (in der derzeitigen Version nicht aktiviert) (in der derzeitigen Version nicht aktiviert) Das Stopbit des Masteraufrufs war nicht korrekt. Das Stopbit der Slaveantwort war nicht korrekt. Es findet kein Datenaustausch statt (keine Masteraufrufe). Dies ist eine Möglichkeit zur Erkennung von Unterbrechungen in der Buskommunikation. Die erkannten Pausen werden wie Telegramme gespeichert und verringern so die Anzahl der aufzeichenbaren Telegramme. Copyright FTZ Leipzig e.v

19 5.5 Funktionen des Offline Mode Monitoring Monitoring stellt das Erfassen und Darstellen ausgewählter AS-Interface Telegramme dar. Der Ablauf des Monitoring ist abhängig von dem jeweils verwendeten Betriebsmode (vgl. Kapitel 5.1). Im Gegensatz zum Online Mode erfolgt im Offline Mode die Übertragung der gelesenen Telegramme vom ServiceBook in den PC erst später. Deshalb kann in diesem Mode der PC vom ServiceBook getrennt werden. Dieser Mode ist für sporadisch auftretende Ereignisse des zu untersuchenden Systems konzipiert bzw. findet auch Anwendung, wenn der verwendete PC nicht leistungsfähig genug für den Online Mode ist. Im Offline Mode zeichnet das ServiceBook die geforderte Anzahl Telegramme auf und speichert sie intern. Dabei wird jeweils eine frei konfigurierbare Trigger- und Filterbedingung verwendet. Die Aufzeichnung ist nicht an das Vorhandensein eines PC (Notebook) gebunden. Die Aufzeichnungsbedingung wird im ServiceBook gespeichert und bei jedem Start des ServiceBook aktiviert, solange bis sie erfolgreich beendet oder abgebrochen wurde. Somit werden auch das Programmieren des ServiceBook außerhalb der Anlage und eine anschließende Aufzeichnung in der Anlage ohne Probleme möglich. Der Ablauf einer Aufzeichnung mit PC gestaltet sich wie folgt: 1. Starten des Programms und herstellen der Verbindung zum ServiceBook (soweit nicht bereits erfolgt). 2. Eingabe der gewünschten Trigger - und Filterbedingung in der gewünschten Form (Bit, Byte oder Text orientiert). 3. Übertragung der Bedingung zum ServiceBook (erfolgt durch Betätigen des Button Set der Eingabemaske). 4. Der Status der Aufzeichnung wird in einem Dialog dargestellt (Bild 10). 5. AS-Interface Telegramme werden vom ServiceBook aufgezeichnet und gespeichert. 6. Nach der vollständigen Aufzeichnung aller angeforderten Telegramme, werden diese zum PC übertragen und dort angezeigt. Der Ablauf einer Aufzeichnung ohne PC gestaltet sich wie folgt: 1. Starten des Programms und herstellen der Verbindung zum ServiceBook (soweit nicht bereits erfolgt). 2. Eingabe der gewünschten Trigger - und Filterbedingung in der gewünschten Form (Bit, Byte oder Text orientiert). 3. Übertragung der Bedingung zum ServiceBook (erfolgt durch Betätigen des Button Set der Eingabemaske). 4. Der Status der Aufzeichnung wird in einem Dialog dargestellt (Bild 10). Das Betätigen des Buttons Offline Recording trennt die Verbindung zum ServiceBook und beendet das PC Programm. 5. Das USB Kabel wird entfernt, die Stromversorgung erfolgt über das Steckernetzteil. Das ServiceBook wird mit dem AS-Interface verbunden, sofern dieses noch nicht erfolgt ist. Die eingestellte Aufzeichnungsbedingung ist im ServiceBook so lange aktiv, bis die Aufzeichnung erfolgreich beendet oder abgebrochen wurde. Copyright FTZ Leipzig e.v

20 6. Das ServiceBook zeichnet selbstständig die geforderten Telegramme auf und signalisiert den Abschluss der Aufzeichnung. 7. Das ServiceBook wird mit dem PC verbunden und das PC Programm gestartet. Nach dem Verbinden mit dem ServiceBook werden automatisch die aufgezeichneten Telegramme eingelesen und dargestellt. Falls die Aufzeichnung nicht beendet wurde, und somit noch aktiv ist, wird der Status entsprechend Punkt 4 angezeigt. Bild 10 - Aufzeichnung im Offline Mode Bit orientierte Eingabe der Aufzeichnungsbedingung Über den Bit orientierten Eingabedialog (Bild 11) kann die Trigger- und Filterbedingung aus jedem relevanten Bit eines AS-Interface Telegramms generiert werden. Für jedes Bit können folgende Werte eingegeben werden: für logisch 0, für logisch 1, für logisch 0 oder 1. Eine nicht aktivierte Bedingung wird als immer erfüllt betrachtet. Es gibt allgemeine Eingabefelder, die sowohl für die Filter- als auch für die Triggerbedingung verfügbar sind, sowie spezifische Eingabefelder. Nachfolgend sind die allgemeinen Eingabefelder aufgelistet: active Control bit external trigger Address Master Information Slave Information Error Ein-/Ausschalten der Bedingung Wert des Steuerbits (CB) Flanke am Triggereingang, die Aufzeichnung startet Adresse des Masteraufrufs (A4..A0) Wert des Master Information Feldes (I4..I0 und Paritätsbit) Wert des Slave Information Feldes (I3..I0 und Paritätsbit) vom ServiceBook erkannter Fehler Copyright FTZ Leipzig e.v

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