Mörike-Gesellschaft e.v. Reiner Wild. So ist die Lieb!« Eduard Mörikes Liebeslyrik

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1 Mörike-Gesellschaft e.v.» Reiner Wild So ist die Lieb! So ist die Lieb!«Eduard Mörikes Liebeslyrik

2 Der folgende Vortrag wurde am 8. September 2005 anlässlich der Mitgliederversammlung der Mörike-Gesellschaft in Ludwigsburg gehalten; dabei las Sabine Scharberth die Gedichte. In der graphischen Gestaltung von Stefanie Röger und Jörg Röttenbacher ist das Miteinander von Gedicht und Kommentar im Vortrag bewahrt; ebenso wurde weitgehend die mündliche Redeweise beibehalten. Die Gedichte werden nach folgender Ausgabe zitiert: Eduard Mörike: Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit der Schiller-Nationalmuseum Marbach a. N. hg. v. Hans-Henrik Krummacher, Herbert Meyer u. Bernhard Zeller. Stuttgart 1967ff. (HKA). Bd. 1,1: Gedichte. Ausgabe von Erster Teil: Text. Hg. v. Hans-Henrik Krummacher

3 Nimmersatte Liebe So ist die Lieb! So ist die Lieb! Mit Küssen nicht zu stillen: Wer ist der Thor und will ein Sieb Mit eitel Wasser füllen? Und schöpfst du an die tausend Jahr, Und küssest ewig, ewig gar, Du thust ihr nie zu Willen. Die Lieb, die Lieb hat alle Stund Neu wunderlich Gelüsten; Wir bissen uns die Lippen wund, Da wir uns heute küßten. Das Mädchen hielt in guter Ruh, Wie s Lämmlein unterm Messer; Ihr Auge bat: nur immer zu, Je weher, desto besser! So ist die Lieb, und war auch so, Wie lang es Liebe gibt, Und anders war Herr Salomo, Der Weise, nicht verliebt. Mit der Anfangszeile dieses Gedichts So ist die Lieb! so ist die Lieb!, das dem Vortrag den Titel gegeben hat, möchte ich Sie einstimmen auf das Thema Mörikes Liebeslyrik. Denn das Gedicht gibt nicht nur einen passenden und schönen Titel für unser Vorhaben, was durchaus ein Hauptgrund war, mit ihm zu beginnen, es erlaubt zudem einen ersten Einblick in Mörikes Liebeslyrik. Es vermittelt bereits einen Eindruck des liedhaften lyrischen Tons, der uns wieder begegnen wird, ebenso des erotischen Spiels, das zu Mörikes Liebeslyrik gehört immerhin sind sogar leicht masochistische Töne zu hören: Je weher, desto besser! ; es zeigt weiter das scherzhafte Spiel, den Witz, den Mörike mit seiner Liebeslyrik und mit uns, seinen Leserinnen und Lesern treibt, wenn überraschend vom König Salomo die Rede ist (der, wie noch zu bemerken ist, zudem der König ist, bei dem in christlichen Tradition problemlos von seinem Harem gesprochen werden kann). Dies und noch das eine oder andere mehr wird im Folgenden zur Sprache kommen. Vorweg sollen allerdings einige einführende Bemerkungen stehen, zu Mörikes Lyrik, zur Liebeslyrik überhaupt und zu seiner Mörikes Liebeslyrik. Eduard Mörike sei, so schrieb Gottfried Keller, ein famoser Poet : es ist gerade, wie wenn er der Sohn des Horaz und einer feinen Schwäbin wäre. Keller benennt damit sehr genau die Spannung, die Mörikes Werk bestimmt. Die regionale Gebundenheit Mörikes, also die Mutterschaft einer feinen Schwäbin, ist unübersehbar; es ist fraglos, dass sein Werk regionale Bezüge aufweist. Der Kontrapunkt, den Keller mit der Behauptung der Vaterschaft des Horaz setzt, gilt freilich ebenso. Dabei ist die Nähe zu Horaz keineswegs nur in der Übernahme antiker Formen zu sehen, die Mörike vor allem seit den vierziger Jahren vielfach verwendet hat; vielmehr ist seine Sohnschaft in der Verbindung von literarischer Meisterschaft und poetischem Bewusstsein und in der Vieltönigkeit des lyrischen Sprechens zu erkennen. Von seinen ersten Gedichten an beherrscht Mörike die lyrischen Sprechweisen und weiß virtuos mit ihnen umzugehen, seine Formkunst 4 5

4 zeigt sich im sicheren Umgang mit Metrum und Rhythmus, verbunden mit einer bemerkenswerten Musikalität der Sprache; es kommt nicht von ungefähr, dass gerade seine Gedichte immer wieder zur Vertonung herausgefordert haben. Kennzeichnend ist vor allem die Spannung zwischen scheinbarer Schlichtheit und artistischer Verfügung über die poetischen Mittel. Mörike ist ein Meister der Einfachheit. In einfachen wie in komplexen Formen erreicht er eine unmittelbar einleuchtende Selbstverständlichkeit des Sprechens, die mitunter als naiv erscheint, jedoch das Produkt künstlerischer Arbeit ist. Gleichermaßen verfügt bereits der der junge Mörike über eine bemerkenswerte Vielfalt der lyrischen Formen, Genres und Sprechweisen. Später kommen dann noch antike Maße und Formen hinzu. Und gerade auch seine Liebeslyrik bestätigt diese Einschätzung. Liebeslyrik, Liebesgedichte mit Sicherheit kann gelten, dass Liebesgedichte wohl mit Abstand die bei weitem größte Gruppe von Gedichten bildet, in der hohen Literatur wie in der sozusagen alltäglich-lebenspraktischen Verwendung, der sozusagen zweckgebundenen Verfertigung von Gedichten. Dies ist ja auch nicht weiter erstaunlich, wenn bedacht wird, welche in vielerlei Hinsicht lebens- und überlebensnotwendige Bedeutung das Phänomen hat, das dabei in Rede steht. In der literaturwissenschaftlichen Forschung gibt es die These, dass die großen Zyklen der Liebeslyrik wie etwa Petrarcas Canzoniere, Shakespeares Sonette, Goethes West-östlicher Divan mit dem Buch Suleika oder seine Römischen Elegien zu verstehen sind als Durchspielen der Möglichkeiten, über Liebe lyrisch zu sprechen (oder auch als Durchspielen der Möglichkeiten von Liebe). Mörike hat keinen solchen großen Zyklus geschrieben; bei ihm gibt es allenfalls kleinere Zyklen wie die Peregrina-Gedichte oder die Sonette. In ihrer Gesamtheit jedoch, vor allem in ihrer bemerkenswerten Vielfalt aber entspricht seine Liebeslyrik durchaus diesen Zyklen und leistet wie diese ein solches Durchspielen von Möglichkeiten. Dies soll an einer Reihe von Beispielen, die repräsentativ für seine Liebeslyrik sind, gezeigt werden. Zuvor ist es freilich nötig, in einigen wenigen Vorbemerkungen darzulegen, was hier nicht oder bestenfalls am Rande zur Sprache kommen wird. Nicht näher behandelt wird die formale Vielfalt; ein summarischer Hinweis darauf, was in Mörikes Liebeslyrik alles vorhanden ist und im Folgenden auch vorkommen wird, muss hier genügen: Da gibt es Lieder, insbesondere in Volksliedstrophen, das Sonett, die Stanze, freie Rhythmen und antike Formen; die Stillagen oder Tönen reichen vom einfachen Volkston über die scherzhaft-ironische Rede hin zur gehobenen Sprache mit ausgewählter Metaphorik; es gibt erzählende Gedichte, monologische Aussprachen des lyrischen Sprechers oder Rollengedichte. Nicht näher behandelt werden kann weiter die hohe literaturhistorische Bewusstheit, mit der Mörike sich an überkommene Möglichkeiten liebeslyrischen Sprechens anschließt und diese Möglichkeiten innovativ fortführt, ob er sich nun an Goethe und der Romantik orientiert, auf die Anakreontik zurückgreift oder auf die Antike. Es wird schließlich auch weitgehend darauf verzichtet, über einen auch bei Mörike, zumindest in Teilen seiner Liebeslyrik, möglichen Zugang zu seiner Dichtung, nämlich den biographischen, zu sprechen. Gegenüber solchen Fragestellung ist das Vorhaben hier durchaus bescheidener: Es soll, selbstverständlich einigermaßen geordnet und exemplarisch, die Vielfalt Mörikescher Liebeslyrik vorgeführt werden, wobei vor allem auch Mörikes Gedichte selbst für sich sprechen sollen. Und um ein wenig Ordnung in diese Vielfalt zu bringen, kann eine kleine Überlegung hilfreich sein: Es scheint, nicht nur in der Dichtung, sondern, wenn Sie so wollen, auch aus der Lebenserfahrung, sinnvoll zu sein, zu unterscheiden zwischen erfüllter Liebe und unerfüllter Liebe, zwischen Liebesglück und Liebesleid oder (um es noch einmal anders zu sagen) zwischen glückender Liebe und scheiternder Liebe. Davor freilich, bevor überhaupt darüber entschieden wird, ob die Liebe ihre Erfüllung findet oder nicht, ob sie glückt oder scheitert, gibt es ein Phänomen, das offenbar notwendig zur Liebe und mehr noch, so scheint es zur Liebeslyrik gehört: die Erwartung. Und damit nun endlich zu Mörike selbst. 6 7

5 Sehnsucht In dieser Winterfrühe Wie ist mir doch zu Muth! Das Glücksgefühl der Liebe hat den Sprecher völlig in Besitz genommen: trunken ist sein Herz, was aus mir singet, Ist nur der Liebe Glück! Und stolzen Siegeswagen Stürzt ich mich brausend nach, Die Harfe wird zerschlagen, Die nur von Liebe sprach. O Morgenroth, ich glühe Von deinem Jugendblut. Wie? schwärmst du so vermessen, Herz, hast du nicht bedacht, Geradezu jubilatorisch singt hier der Sprecher sein Glücksgefühl hinaus in die Welt. Deutlich ist in diesem Gedicht in Liedform der Ton des jungen Goethe zu hören, insbesondere in der Verknüpfung von Natur und Ich: Er, der Sprecher, glüht vom Jugendblut der Morgenröte. Es glüht der alte Felsen, Und Wald und Burg zumal, Berauschte Nebel wälzen Sich jäh hinab das Thal. Von seinem Glück erfüllt muss er sich erst vergewissern, dass er allein ist als genüge die Erwartung schon statt der Erfüllung. Hast du mit Eins vergessen, Was dich so trunken macht? Ach, wohl! was aus mir singet, Ist nur der Liebe Glück! Mit thatenfroher Eile Erhebt sich Geist und Sinn, Und flügelt goldne Pfeile Am Ende freilich steht durchaus der Wunsch, die Geliebte möge hier sein, und also die Einsicht, dass die Erwartung allein bei allem Glücksgefühl nicht genügen kann: Die wirren Töne schlinget Sie sanft in sich zurück. Durch alle Ferne hin. Was hilft, was hilft mein Sehnen? Geliebte, wärst du hier! In tausend Freudethränen Auf Zinnen möcht ich springen, Verging die Erde mir. In alter Fürsten Schloß, Möcht hohe Lieder singen, Mich schwingen auf das Roß! Ein Erwartungsgedicht wenn ich diesen Begriff einmal prägen darf ist auch das folgende: 8 9

6 Der Gärtner Mörike nutzt für dieses Rollengedicht eine seit dem 18. Jahrhundert für Liebeslieder oft gebrauchte Liedform; zugleich greift er den alten Topos der Unerreichbarkeit der Geliebten auf, die hier Auf ihrem Leibrößlein, sozial oder besser gesagt: ständisch begründet ist: So weiß wie der Schnee, Denn wie sollen ein Gärtner und eine Prinzessin zusammen kommen können? Die schönste Prinzessin Gerade aber diese Unerreichbarkeit erhöht für den Reit t durch die Allee. Gärtner die Attraktivität der Prinzessin und verstärkt die Sehnsucht, den Wunsch, das Begehren. Versuchung Mörike war in seiner Liebeslyrik ein großer Erotiker; er selbst schreibt in dem Gedicht Lose Waare: denn will ich was Nützliches schreiben, / Gleich wird ein Liebesbrief, gleich ein Erotikon draus. Zwei weitere Beispiele mögen dies belegen. Und Mörike transponiert diese Sehnsucht in eine versteckte erotische, ja sexuelle Phantasie, die aufzudecken dem Leser überlassen bleibt. Sie ist in der letzten Strophe gestaltet. Wie ist der Wunsch des Gärtners zu lesen? Worauf ist das durch Großschreibung hervorgehobene Eine zu beziehen? Auf die Feder, auf die Blume? Und wenn es, wie syntaktisch ja möglich, auf die Blume bezogen wird welche Blume, welche Eine, einzige Blume soll die Prinzessin nach dem Wunsch des Gärtners hergeben für das, was er zu geben hat? Die Möglichkeiten der Auslegung und des Verstehens sind klar; dass sie Möglichkeit bleiben, dass sich die Rede also nicht festlegt, ist ein Merkmal erotischer Lyrik, die ja von der Erwartung, vom Versprechen, von der Möglichkeit lebt. 10 Der Weg, den das Rößlein Hintanzet so hold, Der Sand, den ich streute, Er blinket wie Gold. Du rosenfarbs Hütlein, Wohl auf und wohl ab, O wirf eine Feder Verstohlen herab! Und willst du dagegen Eine Blüthe von mir, Nimm tausend für Eine, Nimm alle dafür! Wenn sie in silberner Schale mit Wein uns würzet die Erdbeer n, Dicht mit Zucker noch erst streuet die Kinder des Walds: O wie schmacht ich hinauf zu den duftigern Lippen, wie dürstet Die erotische Erwartung wird hier in der Gestimmtheit des Sprechers ausgesprochen und Nach des gebogenen Arms schimmernder Weiße mein Mund! vor allem in den Verben benannt: schmachten, dürsten nach. Sie wird gleichfalls sichtbar in der angesprochenen Körperlichkeit: im weißen Arm, der als Versprechen erscheint, und im Spiel mit der im Übrigen ja durchaus traditionellen Verbindung von Mund und Erdbeeren, von Kuss und Süße (des Zuckers). Vor allem gehört, wie im Gedicht zuvor, zur Erfahrung des Gedichts die Möglichkeit des Lesers und der Leserin, bei den Erdbeeren und ihrer Süße an Weiteres zu denken. Dies gerade ist kennzeichnend für erotische Lyrik: Sie eröffnet Möglichkeiten, die sie zugleich verhüllt. Bemerkenswert ist hier nicht zuletzt das antike Versmaß; das Gedicht ist in Distichen, der Abfolge von Hexameter und Pentameter, geschrieben. Die antike Form, die ja von vornherein die Artifizialität des lyrischen Sprechens, also das literarische Spiel und damit Distanz signalisiert, ermöglicht die Darstellung einer heiteren, erotischen Sinnlichkeit. 11

7 Weihgeschenk Liebesvorzeichen Ich stand am Morgen jüngst im Garten Von kunstfertigen Händen geschält, drei Äpfelchen, zierlich, Vor dem Granatbaum sinnend still; Mir war, als müßt ich gleich erwarten, Hängend an Einem Zweig, den noch ein Blättchen umgrünt; Weiß wie das Wachs ihr Fleisch, von lieblicher Röthe durchschimmert; Dicht an einander geschmiegt, bärgen die nackten sich gern. Schämet euch nicht, ihr Schwestern! euch hat ein Mädchen entkleidet, Und den Chariten fromm bringet ein Sänger euch dar. Dafür ist auch das Gedicht Weihgeschenk ein schönes und gekonntes Beispiel, in dem Nacktheit und das Spiel von Attraktion und Scham auf eine durchaus raffinierte und doch zugleich selbstverständlich erscheinende Weise in ein reines Naturbild gefasst ist. Ob er die Knospe sprengen will. Zunächst wird auch hier, in den ersten Strophen, die Erwartung, die Sehnsucht ausgesprochen; mit dem Granatbaum, dem Baum der Aphrodite, wird freilich bereits am Beginn, wenngleich in dieser Anspielung versteckt, gesagt, worum es geht. Das Naturbild wird damit gleichsam Sie aber schien es nicht zu wissen, durchsichtig für das Thema Wie mächtig ihr die Fülle schwoll, der Liebe. Und daß sie in den Feuerküssen Des goldnen Tages brennen soll. Er spricht dann von ihr, von seiner Erwartung, auch von seinen Zweifeln und Hemmungen Und dort am Rasen lag Jorinde; Wie schnell bin ich zum Gruß bereit, Indeß sie sich nur erst geschwinde Den Schlummer aus den Augen streut! Ich hatte vom Vorfeld der Erwartung gesprochen; man mag es auch Vorspiel nennen. Aus solcher Erwartung, aus der Sehnsucht wird wiederum im Leben wie in der Dichtung die Erfüllung: Die beiden, die sehnsüchtig auf einander warten oder sich erotisch attrahieren, finden zu einander. Und auch dies, die erste Begegnung hat Mörike ins Gedicht gefasst. Dann leuchtet dieser Augen Schwärze Mich an in lieb und guter Ruh, Sie hört dem Muthwill meiner Scherze Mit kindischem Verwundern zu

8 Dazwischen dacht ich wohl im Stillen: Was hast du vor? sie ist ein Kind! Die Lippen, die von Reife quillen, Wie blöde noch und fromm gesinnt! Fürwahr, sie schien es nicht zu wissen, Wie mächtig ihr die Fülle schwoll, Und daß sie in den Feuerküssen Dort geht sie schon im Morgenstrahl; Und bald, o Wunder über Wunder! Wir küßten uns zum erstenmal. Beachtung verdient, wie hier der Naturvorgang des Aufblühens mit der Begegnung der beiden Liebenden verbunden wird. Natur wird zum Spiegel der menschlichen Vorgänge; sie die Natur beglaubigt die Liebe und gibt ihr die Nun trieb der Baum wohl Blüth auf Blüthe Legitimation. In der letzten Strophe sind Liebe und Natur aufs engste verbunden: Frisch in die blaue Luft hinaus, Und noch, seitdem er lang verglühte, Ging uns das Küssen nimmer aus. Des kecksten Knaben brennen soll. Dann aber wird aus dem Anschauen und dem Betrachten in der Inszenierung einer Wiederbegegnung das erste Rendezvous. Dabei wird zugleich die Natur zum Zeichen des Kommenden: Still überlegt ich auf und nieder, Was nun folgen muss, wenn die beiden zusammen gefunden haben, liegt auf der Hand; wir können es bei Mörike nachlesen. Und ging so meiner Wege fort; Doch fand der nächste Morgen wieder Mich zeitig bei dem Bäumchen dort. Mein! wer hat ihm in wenig Stunden Ein solches Wunder angethan? Die Flammenkrone aufgebunden? Begegnung Hier wird in scheinbarer Naivität eine durchaus pikante Geschichte erzählt. Dabei spielt Mörike mit der Mehr- und Vieldeutigkeit der Motive Sturm und Wind. In der ersten Strophe ist Was doch heut Nacht ein Sturm gewesen, damit, so scheint es jedenfalls beim ersten Lesen, Bis erst der Morgen sich geregt! allein ein Naturvorgang gemeint. Wie hat der ungebetne Besen Kamin und Gassen ausgefegt! Und was sagt mir dieß Zeichen an? Und so kommt es zum ersten Kuss: Ich eile rasch den Gang hinunter, Da kommt ein Mädchen schon die Straßen, Das halb verschüchtert um sich sieht; 14 15

9 Wie Rosen, die der Wind zerblasen, Die Rosen freilich, die der Wind zerblasen, werden So unstet ihr Gesichtchen glüht. zum Bild für ihr morgendliches Glühen nach der Liebesnacht. Erstes Liebeslied eines Mädchens Was im Netze? Schau einmal! Ein schöner Bursch tritt ihr entgegen, Er will ihr voll Entzücken nahn: Wie sehn sich freudig und verlegen Die ungewohnten Schelme an! Und deren Ereignisse werden dann doch deutlich ausgesprochen, wenn vom Sturm die Rede ist, der ihre Zöpfe in Unordnung gebracht. Er scheint zu fragen, ob das Liebchen Die Zöpfe schon zurecht gemacht, Die heute Nacht im offnen Stübchen Überaus gelungen Ein Sturm in Unordnung gebracht. ist in diesem Gedicht aber vor allem, dass das Liebesglück, das die beiden genossen haben, zwar offenbar ein Verbotenes ist, jedenfalls eines, was die Öffentlichkeit der Gassen zu meiden hat, dass dieses Liebesglück aber in keiner Weise moralisch oder gar moralisierend Der Bursche träumt noch von den Küssen, in Frage gestellt wird. Im Gegenteil: Es erscheint als Die ihm das süße Kind getauscht, selbstverständlich und damit als richtig und gut; das Zielwort des Gedichts heißt Er steht, von Anmuth hingerissen, Anmuth. Und Mörike verstärkt diese Selbstverständ- Derweil sie um die Ecke rauscht. lichkeit, in dem er für das Gedicht eine in seiner Zeit sehr beliebte, allgemein vertraute Liedstrophe wählt. 16 Auf eine ganz andere Weise gestaltet das nächste Gedicht die Erfahrung erfüllter Liebe, ein Rollengedicht, in dem, wie der Titel sagt, ein Mädchen spricht: Aber ich bin bange; Greif ich einen süßen Aal? Greif ich eine Schlange? Die Konnotationen, die hier hörbar werden, die möglichen Bedeutungen von Aal und Schlange und des Vorgangs, von dem das Mädchen offenbar in konkreter Unmittelbarkeit des Erlebens spricht, sind deutlich genug; sie müssen nicht ausgeführt Lieb ist blinde werden (was im Übrigen dem Gedicht auch widerspräche!). Fischerin; Sagt dem Kinde, Wo greift s hin? Schon schnellt mir s in Händen! Ach Jammer! o Lust! Mit Schmiegen und Wenden Bemerkenswert ist freilich, auf welch dezente Weise in Mir schlüpft s an die Brust. diesem Gedicht denn es wird nichts direkt benannt Sexualität zur Sprache gebracht wird denn es ist zugleich alles gesagt 17 Es beißt sich, o Wunder! Mir keck durch die Haut, Schießt s Herze hinunter! O Liebe, mir graut!

10 Was thun, was beginnen? Das schaurige Ding, Es schnalzet da drinnen, Es legt sich im Ring. Gift muß ich haben! Hier schleicht es herum, Einigermaßen delikat ist hingegen der Entstehungszusammenhang des Gedichts. Tut wonniglich graben Mörike schrieb es zur Hochzeit seines Freundes, des Und bringt mich noch um! Komponisten Ernst Friedrich Kauffmann; in seinem Begleitbrief vom 7. Juli 1828 heißt es dazu: Sez es in Musik, gib Ihr am BrautMorgen [also nach der Hochzeitsnacht, die ja in jenen Zeiten durchaus ein besondere Nacht der Liebenden war] einen Kuß und frag Sie, wenn sie s nun absingt, ob das Lied nicht, auf ein Haar, alle die Seeligkeit ausdruckt, die Sie in den ersten Tagen Eurer Liebe empfunden. Einen Gegenpol, einen deutlichen Kontrast zum Ersten Liebeslied eines Mädchens, bildet das nächste Gedicht, in dem es freilich auch um Liebesglück und um erfüllte Liebe geht Statt von den Zöpfen, die der Liebessturm in Unordnung gebracht, wie in Begegnung ist hier vom Lichtgesang der Geliebten die Rede, dem der Liebende lauscht, also in sich gekehrt zuhört, unbeweglich, ohne körperliche Regung. Dass diese Geliebte das Erste Liebeslied singt, ist undenkbar jedenfalls für den Sprecher des Gedichts, den Liebenden, der hier seine Geliebte wahrlich in den Himmel hebt. Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Daß nun in dir, zu ewiger Genüge, Mein kühnster Wunsch, mein einz ger, sich erfüllt? Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, Ich höre aus der Gottheit nächt ger Ferne Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen. Betäubt kehr ich den Blick nach Oben hin, Die Wahl der Form des Sonetts zeigt Mörikes hohes Zum Himmel auf da lächeln alle Sterne; poetisches Bewusstsein. Er schließt an Petrarca und Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen. den Petrarkismus an, nicht zuletzt in Nachfolge der Romantik; obgleich kaum explizit petrarkistische Merkmale zu verzeichnen sind, wird dennoch in der Überhöhung der Geliebten, die sie ja durchaus in den Bereich des Unerreichbaren rückt, auf diese Tradition Bezug genommen. Von Sexualität wird in diesem Sonett nicht gesprochen; vielmehr wird die Geliebte in himmlische Höhen gehoben und verklärt. In dieser durchaus religiös grundierten Überhöhung wird sie freilich zugleich jeglicher Körperlichkeit entkleidet. 18 An die Geliebte Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, Mich stumm an deinem heil gen Wert vergnüge, Dann hör ich recht die leisen Athemzüge Des Engels, welcher sich in dir verhüllt. 19 Bisher war von Liebesglück und erfüllter Liebe die Rede. Doch Mörike kennt in seiner Liebeslyrik auch die andere Seite: das Liebesleid, die unerfüllte, die scheiternde Liebe. Dafür hat er eine mehrfach in seinen Gedichten wiederkehrende und variierte Metapher geprägt: die der unbehausten, der heimatlosen Liebe. Zwei Strophen aus zwei verschiedenen Gedichten, aus dem Lied vom Winde und aus Im Frühling, seien als Beispiel zitiert:

11 Was thun, was beginnen? Das schaurige Ding, Es schnalzet da drinnen, Es legt sich im Ring. Gift muß ich haben! Hier schleicht es herum, Einigermaßen delikat ist hingegen der Entstehungszusammenhang des Gedichts. Tut wonniglich graben Mörike schrieb es zur Hochzeit seines Freundes, des Und bringt mich noch um! Komponisten Ernst Friedrich Kauffmann; in seinem Begleitbrief vom 7. Juli 1828 heißt es dazu: Sez es in Musik, gib Ihr am BrautMorgen [also nach der Hochzeitsnacht, die ja in jenen Zeiten durchaus ein besondere Nacht der Liebenden war] einen Kuß und frag Sie, wenn sie s nun absingt, ob das Lied nicht, auf ein Haar, alle die Seeligkeit ausdruckt, die Sie in den ersten Tagen Eurer Liebe empfunden. Einen Gegenpol, einen deutlichen Kontrast zum Ersten Liebeslied eines Mädchens, bildet das nächste Gedicht, in dem es freilich auch um Liebesglück und um erfüllte Liebe geht Statt von den Zöpfen, die der Liebessturm in Unordnung gebracht, wie in Begegnung ist hier vom Lichtgesang der Geliebten die Rede, dem der Liebende lauscht, also in sich gekehrt zuhört, unbeweglich, ohne körperliche Regung. Dass diese Geliebte das Erste Liebeslied singt, ist undenkbar jedenfalls für den Sprecher des Gedichts, den Liebenden, der hier seine Geliebte wahrlich in den Himmel hebt. Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Daß nun in dir, zu ewiger Genüge, Mein kühnster Wunsch, mein einz ger, sich erfüllt? Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, Ich höre aus der Gottheit nächt ger Ferne Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen. Betäubt kehr ich den Blick nach Oben hin, Die Wahl der Form des Sonetts zeigt Mörikes hohes Zum Himmel auf da lächeln alle Sterne; poetisches Bewusstsein. Er schließt an Petrarca und Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen. den Petrarkismus an, nicht zuletzt in Nachfolge der Romantik; obgleich kaum explizit petrarkistische Merkmale zu verzeichnen sind, wird dennoch in der Überhöhung der Geliebten, die sie ja durchaus in den Bereich des Unerreichbaren rückt, auf diese Tradition Bezug genommen. Von Sexualität wird in diesem Sonett nicht gesprochen; vielmehr wird die Geliebte in himmlische Höhen gehoben und verklärt. In dieser durchaus religiös grundierten Überhöhung wird sie freilich zugleich jeglicher Körperlichkeit entkleidet. 18 An die Geliebte Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, Mich stumm an deinem heil gen Wert vergnüge, Dann hör ich recht die leisen Athemzüge Des Engels, welcher sich in dir verhüllt. 19 Bisher war von Liebesglück und erfüllter Liebe die Rede. Doch Mörike kennt in seiner Liebeslyrik auch die andere Seite: das Liebesleid, die unerfüllte, die scheiternde Liebe. Dafür hat er eine mehrfach in seinen Gedichten wiederkehrende und variierte Metapher geprägt: die der unbehausten, der heimatlosen Liebe. Zwei Strophen aus zwei verschiedenen Gedichten, aus dem Lied vom Winde und aus Im Frühling, seien als Beispiel zitiert:

12 Sagt, wo der Liebe Heimath ist, Ihr Anfang, ihr Ende?»Wer s nennen könnte! Schelmisches Kind, Lieb ist wie Wind, Rasch und lebendig, Ruhet nie, Früh im Wagen Auch hier ist die Verbindung von Natur und Liebe zu finden; Natur erscheint, in der Tradition Goethes und der Romantik, als Spiegel der Gestimmtheit des Sprechers. Und schon in der Es graut vom Morgenreif ersten Zeile wird im Naturbild die Ambivalenz ausgesprochen, die dann das Ge- In Dämmerung das Feld, dicht durchzieht: Es graut. Da schon ein blasser Streif Es wird grau infolge der Dämmerung und weil der Den fernen Ost erhellt; Tag beginnt, zugleich aber graut es dem Sprecher. Ewig ist sie, Aber nicht immer beständig. Man sieht im Lichte bald Den Morgenstern vergehn, Bezeichnend ist die Frageform im Lied vom Winde. Denn es bleibt bei der Frage, wo die Liebe zu Hause sei; es gibt darauf keine Antwort, denn auch die, die im Gedicht Im Frühling gegeben wird, ist eine negative: Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus. Ach, sag mir, all-einzige Liebe, Wo du bleibst, daß ich bei dir bliebe! Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus. Ein erstes Beispiel für diese Thematik ist ein Abschieds- und Trennungsgedicht, zudem dies sei sogleich vermerkt eines von Mörikes Meisterstücken: Auffällig und zugleich meisterhaft gestaltet ist in diesem Gedicht die Gegenläufigkeit von Naturbild und Gestimmtheit. Der Morgen, der Tagesanbruch, der Aufgang der Sonne, worin der Naturvorgang im Gedicht kulminiert: Die Sonne kommt dies sind Aufbruchszeichen, Zeichen froher Stimmung. Doch hier geht es um Abschied und Trennung. Dies wird nicht zuletzt in der Düsternis des Gedichts deutlich ein dunkler See, Purpurschwärze, die sich gegenläufig zum Vorgang der Morgendämmerung und der Aufhellung durchsetzt. Und doch am Fichtenwald Den vollen Mond noch stehn: So ist mein scheuer Blick, Den schon die Ferne drängt, Noch in das Schmerzensglück Der Abschiedsnacht versenkt. Dein blaues Auge steht Ein dunkler See vor mir, Dein Kuß, dein Hauch umweht, Dein Flüstern mich noch hier

13 An deinem Hals begräbt Sich weinend mein Gesicht, Und Purpurschwärze webt Mir vor dem Auge dicht. Im Schlussbild der letzten Strophe kommen diese Bewegungen gleichsam zusammen: Dem Aufgang der Sonne folgt der Schauer, die aufgehende Sonne selbst wird zum Trennungszeichen. Die Sonne kommt; sie scheucht Bemerkenswert ist auch die Kühnheit der sprachlichen Den Traum hinweg im Nu, Wendungen, die Mörike findet: Dein blaues Auge Und von den Bergen streicht steht Ein dunkler See vor mir : Und Purpurschwärze Ein Schauer auf mich zu. webt Mir vor dem Auge dicht. So ist Früh im Wagen ein großartiges, nur schwer überbietbares Abschiedsgedicht. Abschied und Trennung mit diesen Begriffen lässt sich überleiten zu den nächsten Gedichten, zu Mörikes Peregrina-Zyklus, einem Ensemble aus fünf Gedichten, das durchaus als ein Zentrum seiner Liebeslyrik, ja seiner Lyrik überhaupt verstanden werden kann. Hinter diesem Zyklus steht dies ist allseits bekannt eine biographische Erfahrung Mörikes. Sie sei hier kurz skizziert. Im Frühjahr 1823, als Mörike während der Semesterferien zu Hause ist, verliebt er sich in eine außergewöhnlich schöne, in Erscheinung und Verhalten etwas ungewöhnliche junge Frau; sie ihr Name ist Maria Meyer erwidert seine Liebe. Soziale Stellung und Herkunft des Mädchens sind freilich etwas anrüchig; sie war eines Tages aus der Fremde aufgetaucht und bedient nun in einer Gastwirtschaft. Und so versucht die Familie Mörikes, die Liebenden auseinander zu bringen; für den künftigen Pfarrer war eine solche Liebe sicher auch wenig angemessen. Und Mörike gibt, wenn auch unter Schmerzen, nach; er verlässt Maria Meyer, obgleich er sie noch immer liebt, und kehrt an die Universität zurück. Damit ist die Geschichte allerdings noch nicht zu Ende. Im Sommer 1824 kommt Maria Meyer nach Tübingen, wo Mörike studiert, und bittet ihn um eine Unterredung. Mörike jedoch hält sich an das Versprechen, das er der Familie gegeben hat, und weigert sich, mit Maria zu reden (und wenn es, was immerhin möglich scheint, doch zu einem Treffen kam, so war es, jedenfalls für Maria Meyer, vergeblich). In dieser Situation schreibt Mörike das zeitlich erste Gedicht des späteren Peregrina-Zyklus, die erste Fassung des dritten Gedichts im Ensemble Ein Irrsal kam. Gleichfalls in dieser Zeit ist vermutlich das zweite Gedicht des Ensembles, das Hochzeitsgedicht Aufgeschmückt ist der der Freudensaal entstanden; die weiteren Gedichte hat Mörike später geschrieben. Sein ganzes Leben hindurch hat sich Mörike mit diesem Zyklus beschäftigt. Er hat ihn immer wieder verändert, die Reihenfolge der Gedichte umgestellt, mal auch ein Gedicht herausgenommen, es dann aber später wieder eingefügt; dabei hat er zudem die einzelnen Gedichte teilweise erheblich geändert. Die letzten Änderungen nahm er für die vierte Ausgabe seiner Gedichte vor, die 1867 erschien, mehr als vierzig Jahre nach der Liebesgeschichte mit Maria Meyer (in dieser letzten Fassung werden auch hier die Gedichte präsentiert). Mörike folgt, wie an der Entstehung des zeitlich ersten Gedichts deutlich wird, dem Modell der Liebeslyrik Goethes; er nützt diese Möglichkeit, eine bedrängende Liebeserfahrung lyrisch auszusprechen und zu bearbeiten. In diesem Sinn können die Peregrina- Gedichte als Erlebnis-Dichtung, als dichterische Bewältigung einer persönlichen Erfahrung, verstanden werden (und sind auch immer wieder so verstanden worden). Nicht zuletzt die lebenslange Arbeit an dem Zyklus verweist darauf, dass die Begegnung mit Maria Meyer für Mörike eine traumatische Erfahrung war, die ihn immer wieder zur erneuten lyrischen Bearbeitung herausforderte möglicherweise gerade deshalb, weil er sich zu anderer Aussprache zeitlebens nicht in der Lage sah; zwanzig Jahre nach der Erfahrung spricht er in einem Brief an Wilhelm Hartlaub vom 20. März 1843 von seiner Nolimetangere-Vergangenheit. Der Zyklus erzählt, in seiner letzten Fassung, eine Liebesgeschichte; die fünf Gedichte lassen sich als Stationen einer Liebesge

14 schichte verstehen, in denen teilweise wiederkehrt, was bereits bisher in Mörikes Liebeslyrik zu beobachten war. Diese Stationen sollen hier zunächst kurz benannt werden, um danach die Gedichte selbst sprechen zu lassen, worauf einige kommentierende Bemerkungen folgen werden. Im ersten Gedicht sind der Moment der Begegnung der Liebenden und zugleich die ambivalente Verlockung festgehalten, die der Liebende im Blick der Geliebten erfährt, wenn in der ersten Zeile vom Spiegel dieser treuen, braunen Augen gesprochen wird, es in der letzten Zeile aber heißt: Reichst lächelnd mir den Tod im Kelch der Sünden! Das zweite Gedicht erzählt, als zeremoniellen Akt und als ebenso leidenschaftliche wie zärtliche Vereinigung der Liebenden, die Hochzeit, freilich in eigentümlichen, wiederum sehr ambivalenten Bildern, wenn etwa vom einem Gartengezelte die Rede ist mit Säulen aus Schlangen: Säulengleich steigen, gepaart, Grün-umranket, eherne Schlangen, Zwölf, mit verschlungenen Hälsen. Aber immerhin schließt das Gedicht mit dem Einzug des Paars in das Haus. Das dritte, gleichfalls erzählende Gedicht bringt gewissermaßen den Gegengesang zum zweiten Gedicht. Es berichtet von Betrug und von Verstoßung; er heißt das schlanke, Zauberhafte Mädchen Ferne gehen von mir. Und es berichtet weiter von Schuld und Schmerz des Liebenden und von der imaginierten, traumhaften Wiederkehr der Geliebten: Wie? wenn ich eines Tags auf meiner Schwelle. Auch das vierte Gedicht präsentiert eine Traumvision, die erneut eigentümlich zwiespältig erscheint: lautes Schluchzen einerseits, Hand in Hand andererseits und die mit dem imaginierten Zusammensein der beiden Liebenden endet, einem Zusammensein allerdings, das aus dem Haus herausführt: Und Hand in Hand verließen wir das Haus. Das Abschlussgedicht schließlich setzt mit einer allgemeinen, geradezu sentenziösen Aussage ein und zeigt dann Wiederkehr und endgültigen Abschied der Geliebten: Sie kehrt sich ab, und kehrt mir nie zurück. Peregrina I Der Spiegel dieser treuen, braunen Augen Ist wie von innerm Gold ein Wiederschein; Tief aus dem Busen scheint er s anzusaugen, Dort mag solch Gold in heil gem Gram gedeihn. In diese Nacht des Blickes mich zu tauchen, Unwissend Kind, du selber lädst mich ein Willst, ich soll kecklich mich und dich entzünden, Reichst lächelnd mir den Tod im Kelch der Sünden! II Aufgeschmückt ist der Freudensaal. Lichterhell, bunt, in laulicher Sommernacht Stehet das offene Gartengezelte. Säulengleich steigen, gepaart, Grün-umranket, eherne Schlangen, Zwölf, mit verschlungenen Hälsen, Tragend und stützend das Leicht gegitterte Dach. Aber die Braut noch wartet verborgen In dem Kämmerlein ihres Hauses. Endlich bewegt sich der Zug der Hochzeit, 24 25

15 Fackeln tragend, Flöten und Saiten umsonst. Feierlich stumm. Und in der Mitte, Mich an der rechten Hand, Schwarz gekleidet, geht einfach die Braut; Schöngefaltet ein Scharlachtuch Liegt um den zierlichen Kopf geschlagen. Lächelnd geht sie dahin; das Mahl schon duftet. Ermüdet lag, zu bald für mein Verlangen, Das leichte, liebe Haupt auf meinem Schooß. Spielender Weise mein Aug auf ihres drückend Fühlt ich ein Weilchen die langen Wimpern, Bis der Schlaf sie stellte, Wie Schmetterlingsgefieder auf und niedergehn. Später im Lärmen des Fests Stahlen wir seitwärts uns Beide Weg, nach den Schatten des Gartens wandelnd, Wo im Gebüsche die Rosen brannten, Eh das Frührot schien, Eh das Lämpchen erlosch im Brautgemache, Weckt ich die Schläferin, Führte das seltsame Kind in mein Haus ein. Wo der Mondstrahl um Lilien zuckte, Wo die Weymouthsfichte mit schwarzem Haar Den Spiegel des Teiches halb verhängt. III Ein Irrsal kam in die Mondscheingärten Einer einst heiligen Liebe. Auf seidnem Rasen dort, ach, Herz am Herzen, Wie verschlangen, erstickten meine Küsse den scheueren Kuß! Indeß der Springquell, untheilnehmend An überschwänglicher Liebe Geflüster, Sich ewig des eigenen Plätscherns freute; Uns aber neckten von fern und lockten Freundliche Stimmen, Schaudernd entdeckt ich verjährten Betrug. Und mit weinendem Blick, doch grausam, Hieß ich das schlanke, Zauberhafte Mädchen Ferne gehen von mir. Ach, ihre hohe Stirn War gesenkt, denn sie liebte mich; Aber sie zog mit Schweigen 26 27

16 Fort in die graue Welt hinaus. Wo ich mein selbst vergaß in Lärm und Scherzen, Tratst du, o Bildniß mitleid-schöner Qual; Es war dein Geist, er setzte sich an s Mahl, Krank seitdem, Wund ist und wehe mein Herz. Nimmer wird es genesen! Fremd saßen wir mit stumm verhalt nen Schmerzen; Zuletzt brach ich in lautes Schluchzen aus, Und Hand in Hand verließen wir das Haus. Als ginge, luftgesponnen, ein Zauberfaden Von ihr zu mir, ein ängstig Band, So zieht es, zieht mich schmachtend ihr nach! Wie? wenn ich eines Tags auf meiner Schwelle Sie sitzen fände, wie einst, im Morgen-Zwielicht, V Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht; Dieß edle Haupt hat nicht mehr, wo es ruht, Mit Thränen netzet sie der Füße Wunden. Das Wanderbündel neben ihr, Und ihr Auge, treuherzig zu mir aufschauend, Sagte, da bin ich wieder Hergekommen aus weiter Welt! Ach, Peregrinen hab ich so gefunden! Schön war ihr Wahnsinn, ihrer Wange Gluth, Noch scherzend in der Frühlingsstürme Wuth, Und wilde Kränze in das Haar gewunden. IV Warum, Geliebte, denk ich dein Auf einmal nun mit tausend Thränen, Und kann gar nicht zufrieden sein, War s möglich, solche Schönheit zu verlassen? So kehrt nur reizender das alte Glück! O komm, in diese Arme dich zu fassen! Und will die Brust in alle Weite dehnen? Doch weh! o weh! was soll mir dieser Blick? Ach, gestern in den hellen Kindersaal, Bei m Flimmer zierlich aufgesteckter Kerzen, Sie küßt mich zwischen Lieben noch und Hassen, Sie kehrt sich ab, und kehrt mir nie zurück

17 Das zentrale Thema der Peregrina-Gedichte heißt Liebe und Schuld. Dabei ist Liebe ein umfassendes Phänomen. Sie ist höchste Leidenschaft und sexuelles Begehren, was Mörike vor allem in Aufgeschmückt ist der Freudensaal, in der dritten Strophe, in erstaunliche Naturbilder gefasst hat: Wo im Gebüsche die Rosen brannten, Wo der Mondstrahl um Lilien zuckte. Diese Liebe ist aber ebenso sanfteste Zärtlichkeit. Mörike lässt dies in einer Geste der Liebenden sprachliche Wirklichkeit werden, die in solcher leisen und zugleich konkreten Zartheit auszusprechen vielleicht keinem anderen deutschen Lyriker zu Gebote steht: Spielender Weise mein Aug auf ihres drückend Fühlt ich ein Weilchen die langen Wimpern, Bis der Schlaf sie stellte, Wie Schmetterlingsgefieder auf und niedergehn. Und diese Liebe ist weiterhin gleichermaßen höchst individuelle Erfahrung und gesellschaftlicher Sachverhalt mit Hochzeit und Haus. Zugleich jedoch ist die Erfahrung dieser Liebe für den Liebenden und Sprecher der Gedichte Sünde. Bereits im Eingangsgedicht wird in der Entgegensetzung der treuen, braunen Augen mit dem Kelch der Sünden dieser Zwiespalt ausgesprochen. An dieser Ambivalenz scheitert die Liebe; so ist die Initiation in die Liebe, die der Sprecher im Hochzeitsgedicht erfährt, zugleich eine Initiation in deren Unmöglichkeit. Diese Unmöglichkeit aber hat einen genauen Grund: den Liebesverrat (Peter von Matt), Verrat und Schuld der Geliebten, die offenbar einen Betrug begangen hat, über den freilich nicht Näheres gesagt wird, weitaus mehr aber Verrat und Schuld des Liebenden, des männlichen Sprechers der Gedichte, der in der Bewährung seiner Liebe versagt, Peregrina verstößt, sie so in die Fremde und in den Wahnsinn treibt, damit aber seine Liebe verliert. Denn von der Verstoßung der Geliebten geht eine strenge Kausalkette aus; Schuldgefühl und Sehnsucht des Liebenden, der Wahnsinn der verstoßenen Geliebten, der endgültige Abschied und also die unaufhebbare Erfahrung der Unmöglichkeit solcher Liebe folgen mit unerbittlicher Konsequenz. Hier wird ein Verhängnis von Liebe und Schuld gestaltet, in dem freilich die Geschlechterrollen eindeutig verteilt sind: Die Frau ist die Verstoßene, der Mann der Täter. Und mehr noch: Auch der Sprecher der Gedichte ist ein Mann. Peregrina, die Geliebte, bleibt stumm, ihr Ausdruck sind allein Blick und Gebärde; die Sprache gehört dem Liebenden. Die Frau ist Opfer, ihre Opferung freilich erscheint zugleich als unaufhebbare, nicht zu bewältigende Schuld des Mannes. Zum Peregrina-Zyklus ließe sich zweifellos noch manches sagen; und es ist in der Forschung auch viel dazu gesagt worden, zuletzt noch Wichtiges im vergangenen Mörike-Jahr. bilden Diese Gedichte sind in biographischer wie in poetologischer Hinsicht Kern und Zentrum von Mörikes Werk. Das kann hier freilich nicht ausgeführt werden; im gegebenen Zusammenhang sind diese Gedichte vor allem ein Beispiel für die Gestaltung des Komplexes von Liebe und Schuld in Mörikes Liebeslyrik oder, in anderen Worten: für die Gestaltung der dämonischen, zerstörerischen Macht von Eros und Sexualität. Ein zentrales Moment in diesem Komplex ist die schuldhafte Trennung, die, aus der Perspektive Peregrinas, als Verlassenwerden erfahren wird. Mörike hat diese Erfahrung mehrfach in Rollengedichten mit Sprecherinnen lyrisch gestaltet. Zwei Beispiele mögen dies zeigen, die durchaus für sich selbst sprechen und so auch unkommentiert bleiben sollen. Das verlassene Mägdlein Früh, wann die Hähne krähn, Eh die Sternlein verschwinden, Muß ich am Herde stehn, Muß Feuer zünden

18 Schön ist der Flammen Schein, Es springen die Funken; Ich schaue so drein, In Leid versunken. Blieben treu, Sollte mir nicht bangen. Um die Ernte wohlgemuth, Wohlgemuth Schnitterinnen singen. Aber, ach! mir kranken Blut, Plötzlich, da kommt es mir, Treuloser Knabe, Mir kranken Blut Will nichts mehr gelingen. Daß ich die Nacht von dir Geträumet habe. Schleiche so durch s Wiesenthal, So durch s Thal, Thräne auf Thräne dann Stürzet hernieder; So kommt der Tag heran O ging er wieder! Als im Traum verloren, Nach dem Berg, da tausendmal, Tausendmal Er mir Treu geschworen. Oben auf des Hügels Rand, Agnes Abgewandt, Wein ich bei der Linde; Rosenzeit! wie schnell vorbei, Schnell vorbei Bist du doch gegangen! An dem Hut mein Rosenband, Spielet in dem Winde. Von seiner Hand, Wär mein Lieb nur blieben treu, 32 33

19 Diesen beiden Gedichte verweisen in der Unterschiedlichkeit, mit der in ihnen das Thema des Verlassenseins gestaltet ist, noch einmal auf die Vielfalt, die Vielstimmigkeit der Liebeslyrik Mörikes. Es ließe sich, wenn Sie die Fassung in ein Bild gestatten, ein Dreieck denken, an dessen Ecken jeweils spezifische Varianten stehen: die dämonische Gewalt von Eros und Sexualität, erfahren als Schuld an einem Eck, an einem zweiten die Liebe als harmonische Erfüllung, das Liebesglück also, und schließlich am dritten Eck das erotische, heiter-sinnliche Spiel. Die Seitenlinien des Dreiecks markieren die Spannung, in denen diese Möglichkeiten zueinander stehen. Und Mörikes Liebesgedichte lassen sich in ihrer Variation auf der Fläche dieses Dreiecks anordnen, je nach der Mischung der Möglichkeiten, die sie bieten, und nach dem Maß der Zuordnung zu einem der Eckpunkte. Zu fragen wäre aber dann, ob es kontrastiv zur Vielfalt und in fruchtbarer Spannung mit ihr ein Zentrum dieser Liebeslyrik, einen Schwerpunkt gewissermaßen dieses Dreiecks gibt, der möglicherweise verdeckt ist und daher erst noch konstruiert werden muss. Ein solcher Schwerpunkt lässt sich durchaus konstruieren; einige Hinweis dazu sollen die Überlegungen abschließen. Grundlage dafür ist Mörikes Gedicht Erinnerung. An C.N., wobei, nunmehr in umgekehrter Reihenfolge, jetzt zuerst einige Anmerkungen zu diesem Gedicht folgen, um dann zum Abschluss noch einmal Mörike zur Wort kommen zu lassen. Erinnerung ist ein erzählendes Gedicht; in einer vertraut alltäglich anmutenden, freilich leicht überhöhten Sprache erzählt es von einer Kindheitsliebe. In anrührender Weise wird das Beisammensein der Liebenden unter einem Regenschirm vorgestellt. Dabei spricht allerdings allein der Liebende; er erinnert sich und äußert seine Empfindungen, und es bleibt offen, ob er, wenn er von der Geliebten spricht oder wir sagt, tatsächlich auch ihre Gefühle wiedergibt oder ihr etwas zuspricht. Von ihrer Liebe zueinander können beide freilich nicht sprechen; das Röschen, übliches Zeichen der Liebe immerhin, kann sie ihm nur im Gehen und schnelle geben, und er kann es nur heimlich küssen. Zugleich jedoch erzählt das Gedicht von Abschied und Trennung. In den beiden nahezu identischen Rahmenstrophen wird dies unmissverständlich und nachdrücklich ausgesprochen: Dieses war zum letztenmale. Der Gedankenstrich, mit dem die vorletzte Strophe endet, markiert den Moment des Abschieds und der Trennung, der, als er in der Gegenwart des Gedichts erinnert wird, zugleich das Verstummen des Sprechers bewirkt. Schmerzlich ist diese Trennung vor allem deshalb, weil dieses letzte Mal offensichtlich auch das erste Mal war. Erinnert wird die Situation, in der sich die Liebenden ihrer Liebe bewusst werden, wobei gerade die erwachende sinnliche Erfahrung der Liebe Arm in Arme, das Herz schlug zu gewaltig, Beide merkten wir es mit dem Verlust dieser Liebe zusammengeht. Die Zeit vor der Trennung, damit aber auch vor der Erfahrung solcher Liebe, wird als Kindheit imaginiert; mit der weiter zurückreichenden Erinnerung an die ersten Jugendspiele wird diese Vorstellung noch verstärkt. Das Gedicht gestaltet also die Erfahrung einer offenbar unausweichlichen Trennung. Die erinnerte Kindheit erscheint als der Ort, an dem diese Trennung noch nicht gegeben war. Trennung und Abschied aber sind mit der Erfahrung von Sinnlichkeit und Körperlichkeit verknüpft; sie folgen auf die Erfahrung sexuellen Begehrens. Dem Gedicht liegt eine Struktur zu Grunde, die eine Grundfigur der Lyrik Mörikes überhaupt ist: die der Erinnerung. Viele seiner Gedichte, gerade auch seiner Liebesgedichte, sind in der Situation des Erinnerns gesprochen; es wird ein Zustand des Ungetrenntseins erinnert, den es einstmals gegeben hat oder der als vordem gegeben imaginiert wird. Die hier gegebenen Beispiele zeigen dies durchaus. Erinnerung antwortet also auf die Erfahrung von Trennung und Verlust; das Erinnern geschieht in einer als traumatisch erfahrenen Situation der Trennung so in Peregrina, in Agnes, in Das verlassene Mägdlein, der die Imagination des vorangegangenen Status der Ungetrenntheit entgegengesetzt wird: Die Trennung wird phantasmatisch aufgehoben; das Getrennte erscheint, in der Situation des Gedichts, wieder vereint und versöhnt. Diese Figur der Erinnerung ist, so meine ich, das Zentrum der Lyrik Mörikes, ja seines ganzen Werks, was auszuführen freilich mindestens eines weiteren Vortrags bedürfte. Stattdessen aber soll nun noch einmal Mörike selbst für sich sprechen: 34 35

20 Erinnerung An C.N. Blicktest, und die blonden Locken Um den hellen Nacken fielen.»jetzt ist wohl ein Regenbogen Jenes war zum letztenmale, Daß ich mit dir ging, o Clärchen! Ja, das war das letztemal, Hinter uns am Himmel«, sagt ich,»und die Wachtel dort im Fenster, Deucht mir, schlägt noch eins so froh!«daß wir uns wie Kinder freuten. Und im Weitergehen dacht ich Als wir eines Tages eilig Durch die breiten, sonnenhellen, Regnerischen Straßen, unter Einem Schirm geborgen, liefen; Beide heimlich eingeschlossen Wie in einem Feeenstübchen, Endlich einmal Arm in Arme! Unsrer ersten Jugendspiele, Dachte an dein heimathliches Dorf und seine tausend Freuden.»Weißt du auch noch«, frug ich dich,»nachbar Büttnermeisters Höfchen, Wo die großen Kufen lagen, Drin wir Sonntags nach Mittag uns Immer häuslich niederließen, Wenig wagten wir zu reden, Denn das Herz schlug zu gewaltig, Beide merkten wir es schweigend, Und ein Jedes schob im Stillen Des Gesichtes glüh nde Röthe Auf den Widerschein des Schirmes. Ach, ein Engel warst du da! Wie du auf den Boden immer Plauderten, Geschichten lasen, Während drüben in der Kirche Kinderlehre war (ich höre Heute noch den Ton der Orgel Durch die Stille ringsumher): Sage, lesen wir nicht einmal Wieder wie zu jenen Zeiten Just nicht in der Kufe, mein ich 36 37

21 Den beliebten,robinson?«und du lächeltest und bogest Mit mir um die letzte Ecke. Und ich bat dich um ein Röschen, Das du an der Brust getragen, Und mit scheuen Augen schnelle Reichtest du mir s hin im Gehen: Zitternd hob ich s an die Lippen, Küßt es brünstig zwei- und dreimal; Niemand konnte dessen spotten, Keine Seele hat s gesehen, Und du selber sahst es nicht. An dem fremden Haus, wohin Ich dich zu begleiten hatte, Standen wir nun, weißt, ich drückte Dir die Hand und Dieses war zum letztenmale, Daß ich mit dir ging, o Clärchen! Ja, das war das letztemal, Daß wir uns wie Kinder freuten. 38

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