Neue Perspektiven. für die Ausbildung. Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg

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1 Nr. 6/Juni A Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Neue Perspektiven für die Ausbildung Gesellschaftsrecht: GmbH Reform Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Postfach Bonn HAUS DER BERUFSVORBEREITUNG VORGESTELLT: PRÄVENTION STATT REAKTION Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg InnovationsAllianz: Gemeinsam NRW's Innovationskraft stärken

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3 2 Kommentar 5 Neue Perspektiven für die Ausbildung: Haus der Berufsvorbereitung 10 Neue Perspektiven für die Ausbildung: Haus der Berufsvorbereitung DIHK-Umfrage: Persönlichkeit ist das Salz in der Suppe 6 Erfolg mit Weiterbildung: Stephan Forst 6 Attraktivität der Rechtsreform stärken: GmbH Reform 14 Sachverstand mit Brief und Siegel: Wenn sich die Ladung selbstständig macht InnovationsAllianz: Gemeinsam für die Stärkung der Innovationskraft in NRW 18 Innovationsmanagement: Neue Wege für den Mittelstand 21 Energie: Wirtschaft muss sich um Energiepolitik kümmern 23 Wirtschaft in der Region 25 Firmenjubiläum 30 Arbeitsjubiläen 46 Wirtschaftsstatistik 51 Verkehr 51 Berufsbildung 51 Lehrgänge und Seminare 52 Recht 52 Steuern 53 Wettbewerbsrecht 53 Multimedia 53 Wissenschaft vor Ort 54 Technologieforum 55 Umweltschutz 55 EU-Info 55 Außenwirtschaft Neues aus Berlin und Brüssel Die Chancen für Hauptschüler und Hauptschülerinnen auf einen Ausbildungsplatz sollen verbessert werden. Im geplanten Haus der Berufsvorbereitung könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 270 Schüler/innen, zusätzlich zum Unterricht in den allgemeinbildenden Schulen, weiter qualifiziert werden. In 570 Unterrichtsstunden sollen sie fit für Ausbildung und Beruf gemacht werden. Seite 10 Attraktivität der Rechtsform steigern: GmbH Reform Nicht nur eine steigende Zahl von Limited-Gründungen macht eine Reform des GmbH-Rechtes notwendig. Zukünftig sollen in Deutschland GmbHs schneller, einfacher und mit weniger Stammkapital gegründet werden können. Das sieht die größte Reform des GmbH-Rechts seit 100 Jahren vor. Seite 14 Sachverstand mit Brief und Siegel: Wenn sich die Ladung selbstständig macht... Peter Aniol Wegen unzureichender Sicherung schmeißen jeden Tag acht LKW ihre Ladung auf die Straße. Ich kann in gewisser Weise dazu beitragen, dass es auf unseren Straße sicherer wird, stellt Peter Aniol fest, den wir im zweiten Teil unserer Serie Sachverstand mit Brief und Siegel vorstellen. Denn Aniol ist einer von bundesweit nur rund 35 Sachverständigen für das Fachgebiet Transport, Umschlag und Ladungssicherung von technischen Industriegütern. Seite 16 Innovationsmanagement: Neue Wege für den Mittelstand Lange Zeit galt die vorherrschende Meinung, dass Innovationen nach dem sogenannten linearen Modell durch die Vermarktung von Forchungsergebnissen entstehen. Das FORUM Innovation der IHK Bonn/Rhein-Sieg verfolgt nun aber einem neuen Ansatz, der hier skizziert werden soll. Seite 21 DIE WIRTSCHAFT Juni

4 Medienevent am 16. September auf dem Petersberg Europäischer Wirtschafts Award 2008 Ein besonderes Medienevent erwartet die Teilnehmer am 16. September auf dem Petersberg bei Königswinter: Der Europäische Wirtschafts Award 2008 wird dann erstmals verliehen. Den Rahmen bildet die stillvoll traditionelle Umgebung des Grand Hotels Petersberg, auch bekannt als Gästehaus der Bundesregierung. Doch an diesem besonderen Abend erstrahlt die klassische Location in ganz neuem Glanz. Erwartet werden 600 Spitzenköpfe aus Wirtschaft, Politik, Medien, Kunst, Kultur und Sport. Neben einer eindrucksvollen Gala mit einem internationalen Staraufgebot wird die Verleihung der Europäischen Wirtschafts Awards im Mittelpunkt des spannenden und schillernden Spätsommerabends stehen. Mit dem EWA werden alljährlich Persönlichkeiten und Unternehmen geehrt, die durch ihre Vita, ihr soziales und innovatives Wirken und ihre herausragende unternehmerische Leistung persönliche Erfolge in den Dienst der Sache gestellt haben. Die Preisträger sind René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, die Aktion Ein Herz für Kinder / Bild hilft e.v. und die Porsche Design Group. Träger des Europäischen Wirtschafts Award ist Der Wirtschaftspolitische Club Deutschland e.v.. Schirmherr ist Dr. Otto Graf Lambsdorff, Bundeswirtschaftsminister a.d.. Interessenten an dieser Top- Veranstaltung mit über 600 Entscheidern und Spitzenrepräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Medien, Kunst, Kultur und Sport sei es als Partner, Sponsor oder Gast erhalten detaillierte Informationen unter Praxisseminar: Recht und Steuern Versicherungsvermittler - Neue Chancen auf dem Markt durch Reform von Versicherungsvertragsgesetz und Rechtdienstleistungsgesetz Das Jahr 2008 ist ein ereignisreiches Jahr für Versicherungsvermittler. Seit dem 1. Januar 2008 gilt das neue Versicherungsvertragsgesetz, welches mehr Transparenz zu Gunsten der Versicherungsnehmer bieten soll. Am 1. Juli 2008 tritt das neue Rechtsdienstleistungsgesetz in Kraft. Dieses erlaubt es auch Versicherungsvermittlern, als Nebenleistung, rechtsberatend tätig zu werden. Was hat sich durch die Neuregelungen des Versicherungsvertragsgesetz für Versicherungsvermittler in der Praxis geändert? Möglichkeit der Rechtsberatung Chance oder Risiko? Welcher Umfang an Beratung ist erlaubt? Diese und weitere interessante Fragen sollen in einer kostenlosen Veranstaltung, am 16. Juni 2008, Uhr, durch Rechtsanwalt Dr. Markus Schäfer, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Versicherungsrecht, Sozietät Schmitz Knoth Rechtsanwälte, Bonn, erörtert und aufgeklärt werden. Information und Anmeldung bei: Angela Blank, IHK Bonn/Rhein- Sieg, Tel.: , Veranstaltungsort: Uniclub Bonn, Konviktstr. 9, Bonn Neue Broschüre zum sozialen Engagement Wie sich Unternehmen richtig engagieren Mehr als 40 Prozent aller mittelständischen Unternehmen engagieren sich mindestens einmal im Jahr gemeinnützig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Damit leisten speziell Mittelständler einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität in ihrem direkten Umfeld. Allerdings ergeben sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte, die sich sozial engagieren wollen, viele Fragen bei der Planung und Ausgestaltung ihres Engagements. Die Publikation Gemeinsam für den guten Zweck der Initiative für mich, für uns, für alle gibt Antworten auf diese Fragen und bietet Hilfestellung für die Umsetzung von gemeinnützigem Unternehmensengagement. Sie richtet sich dabei sowohl an die Unternehmensführung als auch an engagierte Mitarbeiter. Praxisbeispiele zeigen auf, wie vielfältig das gemeinsame gesellschaftliche Engagement von Unternehmern und Beschäftigten sein kann. Die 44-seitige Broschüre ist kostenlos erhältlich. Sie kann zudem auf der Webseite heruntergeladen werden. Nähere Informationen gibt es beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband, Nadine Helterhoff, Telefon 030/ , Studie mit kleinen und mittelständischen Unternehmen Demografischer Wandel in der Region Wie reagieren die mittelständischen Unternehmen auf die alternde Gesellschaft? Gibt es Strategien im Personalmanagement, um die Potenziale älterer Mitarbeiter zu nutzen? Diese und weitere Fragen wurden knapp Unternehmen aus der Region Bonn/Rhein-Sieg in einer Studie von Management consult gestellt. Management consult unterstützt Unternehmen und das Public Management nötige Veränderungen erfolgreich umzusetzen und dabei profitabel zu wachsen und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Die Studie wurde in Kooperation mit IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Wirtschaftsförderung Bonn und Rhein-Sieg sowie der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg durchgeführt. Von den teilnehmenden Interviewpartnern gaben 44 Prozent an, dass sie Konsequenzen für ihr Unternehmen aus dem demografischen Wandel erwarten. Bereits 33 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten in altersgemischten Teams, um dem Problem des Know-how Verlustes durch das Ausscheiden älterer Mitarbeiter vorzubeugen. 41 Prozent der teilnehmenden KMU bieten keine Gesundheitsvorsorge an. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass das wirtschaftliche Potenzial einer zunehmend älteren Kundschaft von den Unternehmen der Region durchaus erkannt wird. Die größte Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region Bonn/Rhein-Sieg ist bereits jetzt die Gruppe der über 45 Jährigen. Allerdings hat erst ein Fünftel der befragten Unternehmen hierauf schon mit einer geänderten Kommunikations- und Produktpolitik reagiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der demografische Wandel noch ungenutzte Potenziale bereit hält. Nähere Informationen zu den Ergebnissen gibt es bei Carina Nillies, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Tel.: oder im Internet 2 DIE WIRTSCHAFT Juni 2008

5 Aus- und Weiterbildung Begabtenförderung Berufliche Bildung Neuere Entwicklungen Bei der Begabtenförderung Berufliche Bildung verfolgt die Bundesregierung die Zielsetzung, dass ein Prozent der Absolventen ein Stipendium erhalten. Sie stellt hierfür auch zusätzliche Mittel zur Verfügung. Darüber hinaus möchte die Bundesregierung zusätzliche Anreize für die Aufnahme eines Studiums durch Absolventen einer Berufsausbildung schaffen. In der Nationalen Qualifizierungsoffensive wird die Vergabe eines Aufstiegsstipendiums angekündigt. Hierbei möchte das Bundesbildungsministerium auf die bisherigen Strukturen der Begabtenförderung Berufliche Bildung zurückgreifen, insbesondere auf die Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung (SBB), an der der DIHK zu einem Drittel beteiligt ist. Ansprechpartnerin: Gertrud Auf der Mauer, Tel.: 0228/ , 14 neue Stipendiaten im Programm Begabtenförderung berufliche Bildung Folgende Stipendiatinnen und Stipendiaten hat die IHK Bonn/ Rhein-Sieg am 7. Mai 2008 in das Programm Begabtenförderung in der beruflichen Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aufgenommen: Mandy Baer, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn Viktoria Balzer, Deutsche Post World Net, Bonn Jana Diercks, R. Dieter Limbach KG, Bonn Susanne Klemcke T-Mobile International AG, Bonn Maxim Mosebach Reiloy Metall GmbH, Troisdorf Aleksandra Paluch Conet Solutions GmbH, Hennef Johannes Passmann Knauber Mineralöl GmbH & Co. KG, Bonn Malwine Pazurek T-Mobile Deutschland GmbH, Bonn Elke Reiter BwFuhrparkService GmbH, Troisdorf Dania Schmidt JK-Products GmbH, Bad Honnef Samantha Schmitz Vivento Interim Services GmbH, Bonn René Stock Kraft Foods Deutschland GmbH, Bremen Johannes Vleugels Orgelbau Vleugels GmbH, Hardheim Katrin Wicharz Bildungsverlag EINS GmbH, Troisdorf. Wirtschaftsjunioren Bonn Club of Como 2008 Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Bonn laden ein zum Club of Como vom 17. bis 20. Juli 2008 in Cadenabbia am Comer See. Das diesjährige Thema lautet Unternehmen 2025 Zukunftsstrategien für den Mittelstand. Die Teilnahme ist auf 30 Plätze begrenzt, so dass eine frühzeitige Anmeldung ratsam ist. Informationen erhalten Sie bei Antje I. Strack, UFS Unternehmensberatung Bad Homburg, Tel.: , oder bei Fabian Göttlich, Geschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Bonn, Tel.: , sowie unter Schaufensterwettbewerb der Bürger für Beethoven Bonn als Beethovenstadt präsentieren Unter dem Motto Für eine einladende Beethovenstadt Bonn rufen die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu auf, das Stadtbild zum Beethovenfest vom bis festlich zu gestalten. Dazu ruft die Bürger für Beethoven erneut zu ihrem Schaufensterwettbewerb auf. Im Mittelpunkt der Schaufenstergestaltung soll der Komponist Beethoven und seine Musik stehen. Für die Schaufensterdekoration können Gestaltungshilfen angeboten werden, (allerdings nur begrenzt). Für besonders gelungene Schaufenster gibt es wieder den Beethoven-Oscar in Gold, Silber und Bronze; daneben winken weitere attraktive Preise. Die öffentliche Preisverleihung findet im Gobelinsaal des Alten Rathauses Bonn am statt. Anmeldungen oder Anfragen an: Bürger für Beethoven Kurfürstenallee 2-3, Bonn, Tel.: , DIE WIRTSCHAFT Juni 2008 LerNet Bonn/Rhein-Sieg Dr. Ingrid Schöll (VHS Bonn) neues Mitglied im Vorstand Dr. Ingrid Schöll, die Leiterin der Bonner Volkshochschule (VHS) wurde auf der letzten Vereinsversammlung einstimmig in den Vorstand gewählt. Dr. Ingrid Schöll wurde Nachfolgerin von Angelika Hünerbein, die sich aus beruflichen Gründen entschloss, diesen Posten aufzugeben. Philologin Dr. Ingrid Schöll ist darüber hinaus aktiv in der Gremienarbeit des Deutschen Instituts für Erwachsenbildung (DIE), im Ausschuss für Weiterbildung des Dr. Ingrid Schöll Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW sowie im Beirat des Adolf-Grimme-Institutes. Sie ist außerdem Autorin zahlreicher Veröffentlichungen aus den Bereichen Bildungs-Marketing, Personal- und Organisationsentwicklung. Schon kurz nach der Wahl hat ihre Arbeit begonnen. Dr. Ingrid Schöll begleitet und unterstützt tatkräftig die Arbeit des Organisationsteams des diesjährigen Lernfestes, das am 5. September auf dem Bonn Marktplatz stattfinden wird. Corporate Social Responsibility Mehr Halt für Jung und Alt in Zukunfts-Netzwerken 2+3 Qualifizieren durch Engagieren heißt das Lösungs-Konzept als Chance für eine Bürgergesellschaft im demografischen Wandel. Mit dem Ansatz 2+3 ( Aktion 2 Stunden Geben und Nehmen + 3 Minuten Sozial-Kompetenz-Training ) kann gelingen, Menschen für in- und externe Engagements - möglichst schon von Kindheit an - zu begeistern. Bürgerschaftliches Handeln 2+3 lässt zu, sich über berufliche Erfordernisse hinaus beständig, spürbar und nachhaltig weiter zu entwi- 3

6 ckeln. Devise ist: Draußen (im bürgerschaftlichen Engagement) üben und drinnen (im Job / im Alltag / im Ehrenamt / im Alter) können. Wer Lust darauf bekommt, hat die Aussicht auf einen lebenslangen Wachstums- und Vernetzungs-Prozess. Interessierte Unternehmen, die CSR-Projekte (Corporate Social Responsibility) noch wirkungsvoller und nutzbringender gestalten möchten, können sich nützliche, praxiserprobte Hinweise für einen - ebenso internen wie externen - gesellschaftlichen Veränderungs-Prozess mit Methode verschaffen. Gesucht werden für ein Pilotprojekt zwei unterschiedlich große Unternehmen, die jeweils eine Gruppe von jüngeren und älteren (50+) Mitarbeitern/innen für das Training motivieren möchten. 1. ModerationsAkademie für Medien und Wirtschaft, Carmen Thomas, Tel: , Erfolgreiches MBA-Forum in Rheinbach Wertsteigerung als strategische Herausforderung Die Wertsteigerung ist eine der zentralen Herausforderungen des strategischen Managements. Dies hat der Fachbereich Wirtschaft Rheinbach der FH Bonn-Rhein-Sieg in Kooperation mit der IHK Bonn/ Rhein-Sieg aufgegriffen und ein MBA-Forum für Führungskräfte, MBA- Interessierte und -Alumni auf dem Campus Rheinbach organisiert. Moderiert von Walter Hillebrand, Chefreporter der Zeitschrift Capital, schilderten hochkarätige Referenten, welche Bedeutung sie einzelnen Werttreibern beimessen und wie sie diese in der Praxis umsetzen. Der Gründungsrektor der FH Bonn-Rhein-Sieg, Professor Dr. Wulf Fischer, und der Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Michael Swoboda, verwiesen auf die hohe Bedeutung der Wertsteigerung für die Hochschule und die Kammerorganisation. Im Anschluss stellte Professor Wamser, Studiengangsleiter des Rheinbacher MBA- Professor Dr. Wulf Fischer, Gründungsrektor der FH Bonn-Rhein- Sieg und Michael Swoboda, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg, begrüßten die Teilnehmer des Forums. (v.l.) Programms, erste Ergebnisse einer aktuellen empirischen Studie zu Werttreibern vor, nach der über 80 Prozent der befragten Unternehmen dem Ziel der Wertsteigerung eine hohe oder sogar sehr hohe Bedeutung beimessen. Lothar A. Harings, Mitglied des Vorstands von T-Mobile International, verdeutlichte, in welcher Form die gezielte Personalentwicklung eine notwendige Voraussetzung für die Service-Führerschaft und damit die Wertsteigerung in der Telekommunikation bildet. Am Nachmittag des MBA-Forums bot sich den Interessenten die Gelegenheit, den MBA-Studiengang live zu erleben, interaktive Kurzseminare zu Managementmethoden und Organisationsentwicklung zu besuchen und Gespräche mit Dozenten, aktuelle Studierenden und Ehemaligen zu führen, um sich aus erster Hand zu informieren. Allgemeine Informationen zum Forum und dem MBA- Programm gibt es unter 6. Bonner Wissenschaftsnacht DunkelZiffer Am Freitag, 4. Juli 2008 von 19 Uhr bis 1 Uhr nachts, findet die 6. Bonner Wissenschaftsnacht unter dem Motto DunkelZiffer statt. Das Hauptgebäude der Universität Bonn und die Außenflächen werden als Ausstellungsbereiche zur Verfügung stehen und Raum bieten für faszinierende Forschungspräsentationen, Vorträge, Ausstellungen und ein anregendes Rahmenprogramm. Die Wissenschaftsnacht lässt sich in diesem Jahr vom Jahr der Mathematik inspirieren. Das Mottojahr wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD), der Deutsche Telekom Stiftung und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) ausgerichtet. Die Veranstaltung wird sich mit allen möglichen Aspekten der Zahlen und Ziffern beschäftigen und aufzeigen, wie viel Mathematik in dem alltäglichen Leben steckt. Die gezeigten Projekte werden dabei nicht nur die mathematisch-naturwissenschaftliche Seite abdecken, sondern z.b. auch geisteswissenschaftliche und medizinische Themenkomplexe, die zum Motto passen, öffentlichkeitswirksam präsentieren. Spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche sollen ein besseres Mathematikverständnis vermitteln und Interesse an der gar nicht so verborgenen Welt der Formeln und Forschungsdialog Rheinland: Festvortrag Im Vorfeld der Bonner Wissenschaftsnacht referiert Professor Dr. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, zum Thema: Innovationsstandort Deutschland: Was kann das Wissenschaftssystem dazu beitragen? Gastgeber dieser Veranstaltung sind die im Forschungsdialog Rheinland eingebundene Stadt Bonn, die Rheinische Friedrich- Wilhelms Universität und die IHK Bonn/Rhein-Sieg. geometrischen Formen wecken. Umrahmt wird die Wissenschaftsnacht von Ausstellungen der Universitätsmuseen und Führungen. Die Wissenschaftsnacht ist ein Projekt der Wissenschaftsregion Bonn. Sie wird finanziert von der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Ahrweiler und gemeinsam organisiert mit der Universität Bonn, dem Wissenschaftszentrum Bonn, dem Deutschen Museum Bonn, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Deutsche Telekom Stiftung. Das vom 2. Juli 2008 bis zum 5. Juli 2008 stattfindende Mathezelt unter dem Motto Kopf oder Zahl auf dem Bonner Münsterplatz wird in der Wissenschaftsnacht ebenfalls geöffnet sein. Ergänzt werden die Programmpunkte der Wissenschaftsnacht auch durch die Nacht der offenen Tür des Max-Planck-Instituts für Mathematik. Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wird am 4. Juli in der Zeit von 13 Uhr bis 23 Uhr erneut am BPS-Anlegestelle Erzbergerufer nördlich der Kennedybrücke anlegen und die Mit-Mach-Ausstellung zum Jahr der Mathematik präsentieren. Nähere Informationen: Tel: DIE WIRTSCHAFT Juni 2008

7 Haus der Berufsvorbereitung Bonn/Rhein-Sieg Neue Ausbildungs- und Berufschancen für rund 270 Schüler 18 Prozent unserer Ausbildungsstellen konnten im Jahr 2007 nicht besetzt werden und 85 Prozent unserer Unternehmen sehen auch im geplanten Ausbildungsbonus der Bundesregierung keinen Anreiz für Jugendliche, die nicht ausbildungsreif sind, einen Ausbildungsplatz zu schaffen. Das Ausbildungsplatzangebot wird jedoch auch 2008, so die Ergebnisse unserer diesjährigen Ausbildungsumfrage bei den Unternehmen der Region, auf konstant hohem Niveau bleiben. Dabei halten es 60 Prozent unserer Mitgliedsfirmen für dringend geboten, Maßnahmen zu ergreifen, welche die Ausbildungsreife der Schulabgänger verbessern. Sowohl im Berufsbildungsausschuss als auch in der Vollversammlung haben wir uns mit dieser Fragestellung intensiv beschäftigt. Im Rahmen des Jahresthemas Wirtschaft bildet unsere Zukunft wollen wir Akzente setzen und Schüler auf dem Weg in ihre Ausbildung fördern und fordern. Wir möchten über einen Zeitraum von drei Jahren mit dem Projekt Haus der Berufsvorbereitung 270 Hauptschüler, die motiviert sind und die sogenannten Sozialtugenden wie z. B. Fleiß, Pünktlichkeit und Konzentrationsfähigkeit besitzen, jeweils während ihres letzten Schuljahres an der Hauptschule für ihren Berufswunsch besser qualifizieren. Ziel ist es, die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu verbessern. Wir haben uns vorgenommen, 80 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen in Ausbildung zu vermitteln. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro. Die Agentur für Arbeit beteiligt sich mit ca Euro. Die IHK hat sich auf Beschluss der Vollversammlung mit Euro beteiligt, mehrere mittelständische Unternehmen (u. a. mein eigenes Unternehmen Phoenix Software GmbH) haben sich bereits zur Unterstützung bereit erklärt und gespendet. Auf diesem Weg sind weitere Euro zusammengetragen worden. Den Rest möchten wir als Spenden von Ihnen den Unternehmerinnen und Unternehmern einwerben. Ich möchte Sie nun herzlich bitten: Unterstützen Sie unser Projekt. Prävention ist besser als Reaktion. Bitte prüfen Sie, ob Sie sich durch eine finanzielle Spende, Ausbildungsoder Praktikantenplätze am Haus der Berufsvorbereitung beteiligen können. Bitte kontaktieren Sie Jürgen Hindenberg, den Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK, er wird Sie gerne weiterführend informieren. Ich freue mich besonders, dass sich Wolfgang Brunswig, ehemaliger stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kammer, bereit erklärt hat, dieses Projekt zu unterstützen und ebenfalls für Beratungen zur Verfügung steht. Wolfgang Grießl Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und Geschäftsführer der Phoenix Software GmbH, Bonn DIE WIRTSCHAFT Juni

8 Der Fachkräftemangel droht zum zentralen Engpass für die deutschen Unternehmen zu werden. Deshalb ist gute Bildungspolitik die beste Wirtschaftspolitik. Für die betriebliche Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte sind vor allem die Unternehmen selbst verantwortlich und in der Pflicht. Anders ist das beim Akademikernachwuchs. Hier kommt es entscheidend auf die Qualität der Hochschulen an. Deshalb hat der DIHK die Rolle der Hochschulen bei der Qualifizierung unserer Fachkräfte unter die Lupe genommen. Persönlichkeit ist DIHK-Umfrage zu Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen das Salz in der Suppe Die IHK-Organisation hat Unternehmen gefragt, welche Kompetenzen Hochschulabsolventen haben sollen und welche Erfahrungen sie mit Bachelor- und Masterabsolventen machen. Wir wollten auch wissen, ob und wie Unternehmen mit Hochschulen zusammenarbeiten. Ein Muss: Arbeiten im Team Die zentralen Ergebnisse: Unternehmen bewerten Teamfähigkeit als wichtigste Kompetenz, die Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg mitbringen sollen. Das sagen 71 Prozent. Ebenso wichtig ist für Betriebe, dass Berufseinsteiger selbständig arbeiten können, Einsatzbereitschaft zeigen und gut kommunizieren können. Arbeitsprozesse in Betrieben finden überwiegend im Team statt. Denn Innovationen und neue Ideen kommen dadurch zustande, dass Fachleute unterschiedlicher Disziplinen zusammenarbeiten. Deswegen brauchen wir junge Leute, die damit von Anfang an zurechtkommen. Hochschulen müssen daher noch stärker als bisher Schlüsselkompetenzen vermitteln. Dabei geht es nicht um zusätzliche Kurse in Soft Skills, sondern um selbstverständliches Lernen im Team. Projektarbeiten in Gruppen sind dafür eine Möglichkeit. Wenn Unternehmen den Stellenwert der Schlüsselkompetenzen betonen, ist ihnen Fachwissen nicht unwichtig. Es wird bei Hochschulabsolventen als selbstverständlich vorausgesetzt. Konkret bedeutet dies: Wenn sich zwei fachlich gleich gute Absolventen in einem Unternehmen bewerben, bekommt der den Zuschlag, der mehr Soft Skills besitzt. Persönlichkeit ist also das Salz in der Suppe. Durchblick durch Einblick Die Fähigkeit, Wissen in der betrieblichen Praxis anzuwenden, ist von zentraler Bedeutung. Das zeigt sich an zwei Punkten: 38 Prozent der Unternehmen haben sich in der Probezeit bereits wieder von einem Hochschulabsolventen getrennt. In erster Linie deshalb, weil diese das theoretisch Erlernte im Unternehmensalltag nicht umsetzen konnten. Außerdem hat die Umfrage ergeben, dass Absolventen von Berufsakademien und Fachhochschulen, die bekanntermaßen praxisnah ausbilden, besonders gern eingestellt werden: Obwohl nur jeder vierte Studierende von Fachhochschulen kommt, ist in der Wirtschaft fast jeder zweite der neu eingestellten Bewerber aus diesem Bereich. Praxisphasen müssen daher fester Bestandteil von Studienordnungen sein. Ich appelliere an die Unternehmen, mehr Studenten als bisher durch Praktika und Werkverträge einen Einblick in die be- 6 DIE WIRTSCHAFT 6/2008

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10 triebliche Realität zu geben. Die Betriebe profitieren auch selbst von diesem Engagement. Denn sie können damit Studierende in Zeiten des Fachkräftemangels frühzeitig an das Unternehmen binden. Keinen Etikettenschwindel betreiben Die Absolventen der neuen Studiengänge, also der Bachelor- und Masterausbildungen, werden von den Unternehmen durchaus positiv bewertet. Rund zwei Drittel zeigen sich zufrieden. Allerdings hat bislang erst eine Minderheit der befragten Betriebe überhaupt Erfahrungen mit den Absolventen neuer Abschlüsse gemacht. Zudem zeigt sich immer noch jedes dritte dieser Unternehmen skeptisch. Das zeigt, dass Hochschulen bei der Reform noch mehr als bisher die Studieninhalte kritisch unter die Lupe nehmen müssen und nicht etwa nur das ehemalige Vordiplom mit dem Bacheloretikett versehen dürfen. Es macht auch keinen Sinn, über alle Fächer hinweg die Länge des Bachelor auf sechs Semester und den anschließenden Master auf weitere vier Semester festzulegen. In manchen Bereichen, zum Beispiel in Ingenieurstudiengängen muss ein Bachelorstudium eher bis zu acht Semester dauern, da- mit die Absolventen den Anforderungen der Unternehmen genügen. Mehr Hand in Hand arbeiten Autor: Ludwig Georg Braun, DIHK-Präsident Über 50 Prozent der an der Umfrage beteiligten Betriebe arbeiten bereits mit Hochschulen zusammen und viele wollen diese Zusammenarbeit weiter ausbauen. Unternehmer vergeben Diplomarbeiten, arbeiten in dualen Studiengängen mit oder unterrichten an Hochschulen. Die Wirtschaft ist also bereit, die Hochschulen aktiv zu unterstützen. Leider gelingt dies nicht immer, weil nicht alle Hochschulen die Angebote von Betrieben zur Zusammenarbeit richtig aufgreifen. Die Hochschulen müssen nachbessern: Zum Beispiel geben 15 Prozent der befragten Betriebe an, bisher keinen Ansprechpartner an ihrer Hochschule zu kennen. Weitere Unternehmen haben bereits mindestens einen erfolglosen Versuch unternommen, eine Zusammenarbeit zu initiieren. Die IHK-Organisation fordert daher die Hochschulen auf, mehr Partnerschaften aufzubauen. Hochschulen sollten dabei die Koordination übernehmen, denn gerade kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen brauchen deren Know-how für die Zusammenarbeit. Die IHKs stehen als Partner für die Anbahnung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen ebenfalls bereit. Die Umfrage zeigt, welche Reformen in den Hochschulen aus Sicht der Wirtschaft wichtig sind. Um diese zu ermöglichen, ist auch die Politik in der Pflicht. Die Länder haben nach der Föderalismusreform die alleinige Verantwortung für die Hochschulpolitik übernommen. Nun müssen sie gemeinsam mit den Hochschulen auch verbindlich für die Qualität der Hochschulausbildung bürgen. Hochschulen brauchen weitgehende Entscheidungsgewalt über Organisation, Personal und Finanzen sowie eine verlässliche staatliche Grundfinanzierung. Gleichzeitig müssen Hochschulen über die Höhe von Studiengebühren frei entscheiden können, damit ein Wettbewerb um Studienqualität entsteht. 5. IHK-Außenwirtschaftstag NRW am im Congress Center West, Messe Essen Wachstumsmärkte im Blick Die so genannten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) verfügen mit über 2,7 Mrd. Menschen über ein enormes Wirtschafts- und Kaufkraftpotenzial. Als Wachstumsmärkte sind sie mittelfristig von zunehmender Bedeutung. Deutsche Unternehmen gerade auch mittelständische Betriebe haben also viel zu gewinnen. Auf dem 5. IHK-Außenwirtschaftstag NRW am 16. September 2008 in Essen dreht sich alles um diese Märkte, um Marktzugang, Konzepte und Lösungen zur Marktbearbeitung praxisorientiert in Podiumsdiskussionen, 12 Workshops und einer Begleitausstellung. Weitere Informationen bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg Karl Reiners Tel.: 0228/ Fax: 0228/ Mit freundlicher Unterstützung unserer Partner: 8 DIE WIRTSCHAFT 6/2008

11 First-Class von und nach Spanien Schneller, leistungsfähiger und immer einen Schritt voraus. So wurde DB Schenker zum Marktführer im europäi schen Landverkehr. Die Kombination von Spain-Tirs starkem na tionalem Netzwerk und seinen internationalen Verkehren mit dem flächendeckenden Netzwerk von DB Schenker realisiert für unsere Kunden klare Wett - be werbs vor teile. Von Portugal bis nach Sibirien, von Finnland bis nach Sizilien - alles aus einer Hand. Führendes europäisches Landverkehrsnetzwerk und nationale Netzwerke in Spanien und Portugal Zugang zu einem flächendeckenden Bescha ungs- und Distributionsnetzwerk im Landverkehr - europaweit 700 Standorte, davon mehr als 70 auf der Iberischen Halbinsel Zahlreiche neue Direktverkehre und erhöhte Frequenzen für internationale Landtransportverbindungen DIE WIRTSCHAFT 6/2008 Profitieren Sie von unserem innovativen und durchgängigen Service in Europa: 9

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