PFLICHTENHEFT GLA-PRÄQUALIFIKATION. Neubau Dübendorfstrasse, Zürich. Neubau Dübendorfstrasse in Zürich-Schwamendingen

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1 Gesamtleistungsangebot Neubau Dübendorfstrasse, Zürich Phase: Präqualifikation Gesamtleistungsanbieter GLA-PRÄQUALIFIKATION Neubau Dübendorfstrasse, Zürich PFLICHTENHEFT Projekt Leistungen Neubau Dübendorfstrasse in Zürich-Schwamendingen BKP 1 9, Gesamtleistung Projektierung / Baueingabe / Ausführungsplanung / Ausführung / Inbetriebnahme / Abschluss gem. SIA 102 Übersichtsplan, Quelle: Google Maps; Bearbeitungsperimeter in gelb 31. März 2015 Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof

2 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Ausgangslage Perimeter und Eigentumsverhältnisse Allgemeine Bestimmungen Bauherrschaft / Ansprechpartner Verfahren Teambildung Entschädigung Vertraulichkeit und Kommunikation Anwendbares Recht / Gerichtsstand Beurteilungskommission Ablauf und Termine Aufgabenstellung Zielgruppe Nutzungskonzept Projektorganisation Abgegebene Unterlagen Einzureichende Unterlagen Anliegen der Bauherrschaft Portrait Sunnige Hof...11 Legende: GLA: Gesamtleistungsanbieter GPL: Gesamtprojektleiter Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 2 von 11

3 1. Einleitung 1.1 Ausgangslage Die Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof möchte ihr Wohnungsangebot in Zürich- Schwamendingen erneuern, erweitern und modernisieren. Die veralteten Gebäude entlang der Dübendorfstrasse sollen deshalb durch eine komplette Neuüberbauung ersetzt werden. Es sollen effiziente und qualitativ hochstehende Wohnungen umgesetzt werden, welche sich als Alterswohnungen eignen. Daneben sind ein Restaurant, ein Waschsalon sowie Nebennutzungen der Genossenschaft und gegebenenfalls Flächen für externes Gewerbe im Erdgeschoss vorgesehen. Um der Genossenschaft eine hohe Kostensicherheit bieten zu können wird die Erstellung eines Gesamtleistungsangebots erwartet. Erreicht werden soll hiermit: Ein einziger Ansprech- und Vertragspartner für die Bauherrschaft. Der Gesamtleistungsanbieter (GLA) ist für Einhaltung von Terminen, Kosten und Qualität direkt gegenüber der Bauherrschaft verantwortlich. Über das im Werkvertrag vorgegebene Kostendach mit Bonus- / Malusregelung werden die GLA s motiviert, möglichst kostengünstige Lösungen zu suchen. Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 3 von 11

4 1.2 Perimeter und Eigentumsverhältnisse Die zu überbauenden Grundstücke haben folgende Parzellennummern: Parzelle Fläche SW m 2 SW m 2 SW m 2 SW m 2 SW m 2 SW m 2 Total m 2 Übersichtsplan (Quelle: Katasterauskunft der Stadt Zürich) Rot: Grundstücke Sunnige Hof; gepunktete Linie: Gebiet mit erhöhter Ausnützung gem. BZO Es ist eine Gesamtüberbauung über sämtliche Parzellen angestrebt. Die Bauherrschaft beabsichtigt die Erstellung des Gesamtleistungsangebotes auf Grundlage der BZO Teilrevision 2014 durchzuführen. Die Risiken bezüglich Änderungen vor der Festsetzung trägt die Bauherrschaft. Die Grundstücke liegen gemäss BZO Teilrevision 2014 in einer Bauzone W5, 165% zuzüglich eines anrechenbaren Dachgeschosses, Gewerbeanteil maximal 60%. Ein Teil des Perimeters liegt in einem Gebiet mit erhöhter Ausnützung. Die Ausnützung ist möglichst zu konsumieren. Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 4 von 11

5 2. Allgemeine Bestimmungen 2.1 Bauherrschaft / Ansprechpartner Bauherrschaft Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof (SH) Dörflistrasse Zürich Bauherrenvertretung / Ansprechpartner Halter AG Immobilien Hardturmstrasse Zürich Arianne Allemann, T: Verfahren Die Präqualifikation (Phase 1) soll interessierten Gesamtleistungsanbietern die Möglichkeit bieten, sich der Genossenschaft vorzustellen und ihren Willen zu bekunden, in der Phase 2 ein Angebot (Vorprojekt mit Werkpreis) einzureichen und die dafür notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Das Verfahren läuft nicht nach SIA 142 und 143. Die Bewerbungsunterlagen werden durch die Bauherrschaft vorgegeben. Aus dieser Präqualifikation werden fünf Teams für die Ausarbeitung eines Gesamtleistungsangebotes ausgewählt. Die Bauherrschaft behält sich vor, bei sehr ähnlicher Eignung bis maximal sechs Bewerber zuzulassen. Die Eingaben der Präqualifikation werden nach folgender Gewichtung beurteilt: Qualität und Leistungsfähigkeit des GLA-Teams, umfassend insbesondere: Erfahrung im Neubau von Wohnbauten im innerstädtischen Gebiet Erfahrung im Neubau von gemischt genutzten Gebäuden Architektonische und städtebauliche Qualität der Referenzobjekte Einhaltung von Baukosten bei den Referenzobjekten Einhaltung von Terminen und Qualität bei den Referenzobjekten Ausbildung und Referenzobjekte der Schlüsselpersonen Personalstruktur und Grösse des GLA-Teams (inkl. Lehrlinge) Qualitätssicherungssystem des Bewerbers 70% Gewicht 15% Gewicht 10% Gewicht 5% Gewicht Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 5 von 11

6 2.3 Teambildung Als Bewerber werden Anbieterteams, bestehend aus einem Architekturbüro und einem Generalunternehmen / Totalunternehmen akzeptiert. Es wird erwartet, dass ein Anbieterteam bis zur Bauvollendung unverändert bleibt. Fachplaner müssen bereits in der Präqualifikation angegeben werden und Mehrfachbeteiligungen sind nicht zulässig. 2.4 Entschädigung Die Teilnahme an der Präqualifikation wird nicht entschädigt. Für die fristgerechte Abgabe und Erstellung eines Gesamtleistungsangebotes ist eine Entschädigung je Team von CHF (inkl. NK und MwSt.) vorgesehen. 2.5 Vertraulichkeit und Kommunikation Sämtliche Unterlagen und Informationen zum Verfahren sind von den Parteien vertraulich zu behandeln. Die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit (insbesondere Medien) ist grundsätzlich Sache der Bauherrschaft. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse durch die Teilnehmer nach Abschluss des Verfahrens hat nur mit dem schriftlichen Einverständnis der Bauherrschaft zu erfolgen. 2.6 Anwendbares Recht / Gerichtsstand Es gilt materielles schweizerisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnorm. Gerichtsstand ist Zürich. Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 6 von 11

7 2.7 Beurteilungskommission Zur Beurteilung der eingereichten Unterlagen der Präqualifikation und des Gesamtleistungsangebots setzt die Bauherrschaft folgende Beurteilungskommission ein: Fachexperten (mit Stimmrecht): Cédric Bachelard, dipl. Arch. EPFL Michael Charpié, Vertreter Amt für Städtebau Marianne Dutli-Derron, dipl. Arch. ETH Beat Rothen, dipl. Arch. ETH Sachexperten (mit Stimmrecht): Markus Bleiker, Geschäftsführer SH Snezana Blickenstorfer, Präsidentin Vorstand SH Dragica Matthäus, Leiterin Bauprojekte SH Bersanti Mozzetti, Obmann Baukommission SH Beratende Experten (ohne Stimmrecht): Andreas Fanger, Siedlungschef Albisrieden SH Rita Feurer, Geschäftsführerin Baugenossenschaft Süd-Ost Katrin Gondeck, dany waldner AG, Bauherrenberatung Markus Hany, Leiter Service SH Roland Kessler, Baubegleiter Schwamendingen SH Moderation (ohne Stimmrecht): Arianne Allemann, Halter AG Immobilien, Bauherrenberatung Daniel Grando, Halter AG Immobilien, Bauherrenberatung Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 7 von 11

8 2.8 Ablauf und Termine Termine Präqualifikation Versand der PQ-Unterlagen 08. April 2015 Einreichen der PQ-Unterlagen Halter AG Immobilien, Hardturmstrasse 134, 8005 Zürich 15. Mai 2015 bis 12:00 Datum Poststempel nicht massgebend Mitteilung Ergebnis PQ 12. Juni 2015 Approximative Termine Erstellung Gesamtleistungsangebot Versand / Abgabe der Unterlagen Halter AG Immobilien, Hardturmstrasse 134, 8005 Zürich 17. Juni 2015 Startveranstaltung und Besichtigung des Areals 23. Juni 2015 nachmittags Schriftliche Fragestellung der Teilnehmenden: Elektronisch auf Formular per an Schriftliche Fragebeantwortung durch Bauherrschaft Versand per an alle Teilnehmer Einreichen der Projektunterlagen (ohne Modell) bei: Halter AG Immobilien, Hardturmstrasse 134, 8005 Zürich bis 03. Juli 2015 bis 17. Juli September 2015 bis 16:00 Uhr Zwischenbesprechung 25. September 2015 Schriftliche Fragestellung der Teilnehmenden: Elektronisch auf Formular per an Schriftliche Fragebeantwortung durch Bauherrschaft Versand per an alle Teilnehmer Einreichen der Projektunterlagen (ohne Modell) bei: Halter AG Immobilien, Hardturmstrasse 134, 8005 Zürich Einreichen des Modells bei: Halter AG Immobilien, Hardturmstrasse 134, 8005 Zürich bis 16. Oktober 2015 bis 30. Oktober Dezember 2015 bis 16:00 Uhr 07. Januar 2016 bis 16:00 Uhr Vorprüfung bis 29. Januar 2016 Schlusspräsentation der Teilnehmenden 10. und 11. Februar 2016 Beschluss durch Vorstand Sunnige Hof 25. Februar 2016 Benachrichtigung der Teilnehmenden 04. März 2016 Auftragsvergabe durch Generalversammlung Sunnige Hof 16. Juni 2016 Planungsbeginn Ab Mitte Juni 2016 Rechtsgültige Baubewilligung Ende März 2017 Baubeginn (ohne Rekurs) Januar 2018 Fertigstellung Herbst 2019 Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 8 von 11

9 3. Aufgabenstellung 3.1 Zielgruppe Nach Planung und Ausführung verfügt die Genossenschaft Sunnige Hof über kostengünstigen Wohnraum, der vorwiegend als Alterswohnungen für 1- bis 2-Personenhaushalte genutzt wird. Daneben wird ein Restaurant entstehen, welches auch die Vorproduktion von Mahlzeiten für die Pflegewohnungen in den anderen Siedlungen übernehmen soll. Mit einer eigenen zentralen Wäscherei wird das Dienstleistungsangebot vom Sunnige Hof erweitert. 3.2 Nutzungskonzept Wohnungen: Sämtliche Wohnungen sollen sich als Alterswohnungen eignen. In den Regelgeschossen: Attika: ca % 2-Zimmer-Wohnungen mit ca m 2 ca % 3-Zimmer-Wohnungen mit ca m 2 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit ca m 2 Restaurant: Ca. 100 Sitzplätze innen und 40 Sitzplätze aussen Gastroküche Nebenräume Nebennutzungen Sunnige Hof: Waschsalon Fitness / Wellness Mehrzweckraum Diverse Nebenräume Externes Gewerbe im Erdgeschoss Parkierung in Tiefgarage Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 9 von 11

10 3.3 Projektorganisation Nach Vergabe des Auftrags wird die Begleitung der Planung und des Baus an eine Baukommission übergehen. 4. Abgegebene Unterlagen Pflichtenheft für GLA-Präqualifikation vom 31. März 2015 Eingabeformular GLA-Präqualifikation vom 31. März Einzureichende Unterlagen Vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Eingabeformular GLA-Präqualifikation mit den erforderlichen Beilagen. 6. Anliegen der Bauherrschaft Angebot und Abrechnung Es ist vorgesehen, das Gesamtleistungsangebot als Kostendach (mit offener Abrechnung und mit Bonus-Malus-Regelung) offerieren zu lassen. Lokale Unternehmer, der Genossenschaft nahestehende Unternehmer Die Bauherrschaft wünscht, dass der GLA die Interessen des lokalen und regionalen Gewerbes gebührend berücksichtigt. Insbesondere sollen auch der Genossenschaft nahestehende Unternehmen Möglichkeiten zur Offertstellung erhalten. Dies sofern sie die geforderte Eignung, insbesondere in fachlicher Hinsicht, aufweisen. Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 10 von 11

11 Die Möglichkeit des letzten Abgebots soll solchen lokalen / der Genossenschaft nahestehenden Unternehmern eingeräumt werden. Es wird vom GLA erwartet, dass er dieser Grundhaltung gebührend Rechnung trägt. Unternehmerlisten Vorgesehen ist im Werkvertrag zu vereinbaren, dass der GLA der Bauherrschaft eine Liste mit den für die einzelnen Vergaben vorgesehenen Submittenten unterbreitet. Die Bauherrschaft kann fachlich qualifizierte Unternehmer zusätzlich vorschlagen und einzelne vom GLA vorgeschlagene Unternehmer aus sachlichen Gründen streichen. Vergaben Nach Durchführung der einzelnen Submissionen legt der GLA der Bauherrschaft einen Offertvergleich mit einem Vergabeantrag vor. Die Vergabe der Arbeiten und Abschluss der Verträge erfolgt durch den GLA. Der GLA verpflichtet sich, die Subunternehmer und Lieferanten vertraglich zur Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen und Arbeitsbedingungen sowie zur Gleichbehandlung von Mann und Frau zu verpflichten. 7. Portrait Sunnige Hof Der Sunnige Hof ist eine attraktive Siedlungsgenossenschaft mit rund Wohnobjekten, davon ca. 390 Reiheneinfamilienhäuser, verteilt auf 11 Siedlungen. Dazu kommen ungefähr Nebenobjekte wie Gewerberäume und Tiefgaragen, aber auch Kinderspielplätze und Gartenareale. Die Liegenschaften befinden sich vorwiegend an der Grenze der Stadt Zürich. Eine Siedlung wird auch in Wetzikon unterhalten. Dem Sunnige Hof sind die genossenschaftlichen Wertvorstellungen wichtig und diese werden bei neuen Projekten, bestehenden Liegenschaften und bei grösseren Umbau- und Renovationsarbeiten auch umgesetzt. Die Siedlungsgenossenschaft basiert auf dem Mitdenken, auf der Mitarbeit eines jeden Genossenschafters, einer jeden Genossenschafterin. Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof 11 von 11

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