Protokoll Verantw. Termin

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1 Protokoll SBST Vollversammlung 01/2015 Datum, Zeit, Ort Teilnehmer: Gäste: Verteiler: Freitag, 16. Januar 2015, Uhr, Inselspital Bern - Aarau - Basel - Bellinzona - Bern - Genf - Lausanne - Luzern - St. Gallen - Zürich USZ - Zürich KiSpi - Onkozentrum Hirslanden Zürich - Blutspende SRK Schweiz - LNRH, Genf - Ehrenpräsident SBST - H. Baldomero, E. Buhrfeind, M. Rüesch M. Bargetzi J. Halter G. Stüssi G. Baerlocher Y. Chalandon A. Rosselet A. Rüfer M. Braisch U. Schanz, P. Samaras, G. Nair T. Güngör - R. Schwabe, G. Nicoloso, Y. Fischer J.-M. Tiercy A. Gratwohl - Sitzungsteilnehmer & -entschuldigte, SBST-Mitglieder, GL, VR-Präsident Protokoll Verantw. Termin 1. TRAKTANDENLISTE UND PROTOKOLL 1.1 Traktandenliste U. Schanz begrüsst die anwesenden SBST Mitglieder, Gäste und den Ehrenpräsidenten A. Gratwohl. Die Traktandenliste wird ohne Änderungen genehmigt. 1.2 Protokoll SBST Vollversammlung vom Das Protokoll wird ohne Änderungen genehmigt und verdankt. 2. WAHLEN / MUTATIONEN 2.1 Rücktritt J. Halter aus SBST Ausschuss / als JACIE national representative K. Leibundgut übernimmt per die Funktion als JACIE national representative. J. Halter steht dem SBST Ausschuss weiterhin als Berater in Spenderangelegenheiten (ohne Stimmrecht) (s. Ausführungen in Beilage 3_1_Bericht_des_Praesidenten_2014) zur Verfügung. 2.2 Wiederwahl gesamter SBST Ausschuss U. Schanz erläutert das SBST Reglement bezüglich die Zusammensetzung des Ausschusses (s. Beilage 2_WAHLEN_MUTATIONEN_2015). Er schlägt die Wiederwahl des Ausschusses in toto vor. Entscheid: einstimmige Wiederwahl des gesamten Ausschusses für die nächsten 3 Jahre. 1_2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 1 von 6

2 2.2 Wiederwahl gesamter SBST Ausschuss (FORTSETZUNG) U. Schanz bedankt sich für das Vertrauen und erklärt, dass die Wiederwahl nun noch dem VR der Blutspende SRK Schweiz AG (B-CH) zur Bewilligung vorgelegt wird. 2.4 Neues SBST Mitglied: Onkozentrum Hirslanden Zürich Vor ca. einem Jahr hat Ch. Renner den SBST Ausschuss um eine SBST Mitgliedschaft ersucht und einen Antrag zur SBST Qualifikation gestellt. Das Onkozentrum Hirslanden erfüllt die Bedingungen, als SBST Mitglied aufgenommen zu werden und wurde vom Ausschuss provisorisch qualifiziert. Voraussetzung der definitiven Qualifikation ist eine JACIE Akkreditierung, deren Nachweis per Juli 2015 erbracht werden muss. U. Schanz begrüsst das Onkozentrum Hirslanden herzlich als neues SBST Mitglied. J. Halter: es werden weder Stammzellen gesammelt, noch verarbeitet, noch wird am Onkozentrum transplantiert. Es handelt sich somit nicht um ein Transplantationszentrum (TZ). U. Schanz:. Es ist die Frage, wie TZ definiert wird. Das USZ hat mit dem Onkozentrum einen Vertrag, welcher u.a. festhält, dass das Processing, die Entnahmen und die Transplantation (Tx) am USZ stattfinden. Die Konditionierung und die Betreuung des Patienten nach Tx wird vom Onkozentrum durchgeführt. Somit ist dieses vorwiegend für die Betreuung des Patienten zuständig und erfüllt die Anforderungen als TZ. Letztendlich ist JACIE die zertifizierende Instanz und wird entscheiden müssen, ob das Onkozentrum Hirslanden die Bedingungen für ein TZ erfüllt. 3. SWISS BLOOD STEM CELL TRANSPLANTATION (SBST) 3.1 Bericht des Präsidenten U. Schanz fasst die wichtigsten Ereignisse und Beschlüsse des Jahres 2014 zusammen: s. Beilage: 3_1_Bericht_des_Praesidenten_ Abgabe der SBST-Day Teilnehmerliste an Sponsoren? Folgendes wird diskutiert: R. Schwabe hat die Erfahrung gemacht, dass die Sponsoren die Namen der Teilnehmer an solchen Kongressen/Tagungen ohnehin kennen. Letztendlich ist es ein Geben und Nehmen zwischen Veranstalter und Sponsoren. Letztere seien auf Adressen von neuen/möglichen Ansprechpersonen angewiesen. Andererseits besteht die Gefahr, dass die Teilnehmer mit Werbung bombardiert werden. Es ist aber auch ein Risiko, den Sponsoren die Teilnehmerlisten vorzuenthalten. Evt. ziehen sich die Sponsoren dann auch zurück. G. Stüssi: der Kreis an Spezialisten im Bereich HSCT ist sehr überschaubar. Die Sponsoren kennen diese Leute bereits. Entscheid: es wird mit 8 Stimmen und einer Enthaltung für die Abgabe der Teilnehmerliste an die Sponsoren entschieden. 1_2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 2 von 6

3 3.3 Gründung einer Pediatric HSCT Group : ja/nein? Folgendes wird diskutiert: T. Güngör begrüsst es, wenn die pädiatrischen Themen mehr gewichtet werden, er fragt sich jedoch, ob eine solche Gruppe auch mit ausreichend Inhalt gefüllt werden kann. Zudem werden knapp 2/3 der meisten pädiatrischen Krankheiten am KiSpi ZH behandelt. T. Güngör wünscht sich den Austausch unter den TZ Basel, Zürich und Genf betreffend AML und ALL, dafür sei aber nicht zwingend eine neue Gruppe nötig. J. Halter: es gibt sehr viele pädiatrische Aspekte in der HSCT, die ab einem bestimmten Alter des Patienten dann auch alle anderen TZ betreffen. Daher sollte man den kleinen Kreis an Spezialisten im Bereich HSCT nicht noch unterteilen, sondern diese Aspekte innerhalb der bereits bestehenden Gruppen besprechen. Eine grosse Herausforderung ist z.b. der Übergang von der pädiatrischen in die adulte Medizin. T. Güngör betont, dass es allgemein wichtig ist, pädiatrische Themen zu besprechen und schlägt vor, einen pädiatrischen Transplanteur (allogene Tx) in den SBST Ausschuss aufzunehmen. U. Schanz: der Vorschlag wird aufgenommen und im SBST Ausschuss besprochen. 3.4 Unrelated donor search: Retypisierung AML-Patienten U. Schanz bezieht sich auf einen -Wechsel zwischen G. Stüssi und J. Passweg. G. Stüssi fragt nach dem Vorgehen am TZ Basel bei Retypisierung von AML-Patienten. Im HOVON 132 Protokoll steht, dass bei allen potentiellen Kandidaten gleich zu Beginn eine Retypisierung gemacht werden soll um keine Zeit bei der Fremdspendersuche zu verlieren. Gleichzeitig führe das aber zu einem Kostenanstieg, der gerne vermieden würde. J. Passweg gibt an, das TZ Basel nehme bei allen Patienten Blut für die Retypisierung ab, friert dies ein und wartet die Resultate der Familientypisierung ab, bevor eine Fremdspendersuche eingeleitet wird. HOVON schlägt vor, von Anfang an eine HR Typisierung zu machen. Die Umsetzung des HOVON Vorschlages würde allerdings dazu führen, dass nur noch in Genf typisiert würde. Bereits jetzt treten grosse Verspätungen auf und die Schweiz ist im Verlgeich zu anderen Registern (Bsp. DKMS) langsamer in der Fremdspenderidentifizierung. U. Schanz fragt nach Verbesserungsvorschlägen. G. Stüssi: das HOVON Protokoll sagt klar, dass die Retypisierung am Anfang der Spendersuche gemacht werden soll. Man sollte danach gehen, wenn man am Protokoll teilnimmt. Wünschenswert wäre ein Consensus, womit es alle Zentren gleich machen würden. U. Schanz _2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 3 von 6

4 3.4 Unrelated donor search: Retypisierung AML-Patienten (FORTSETZUNG) J. Halter findet, es sollte alles daran gesetzt werden, um einen erfolgreichen Abschluss der Spendersuche zu erreichen. Die Frage ist, ob dies finanziell tragbar ist und ob das LNRH genügend Kapazität hat. J-M. Tiercy: Es gab seltene Fälle, wo die HLA-Typisierung bei AML- Patienten sogar falsche Resultate gezeigt hat. Entweder zum Zeitpunkt der Diagnose aufgrund einer grossen Menge an Leukämiezellen, oder zum Zeitpunkt Aplasie nach Chemotherapie wegen zu wenig Zellen. Die Typisierung sollte möglichst bei Diagnosestellung gemacht werden. Vorschlag: bereits bei Diagnosestellung des Patienten wird Blut für die Retypisierung abgenommen/wird die Retypisierung des Patienten gemacht. Danach wird die Familientypisierung eingeleitet. Dieser Vorschlag wird allen Zentren, die am HOVON Protokoll für AML- Patienten mitmachen, unterbreitet. 4. BLUTSPENDE SRK SCHWEIZ 4.1 Rück- und Ausblick Aus- und Rückblick B-CH durch R. Schwabe: B-CH ist nun daran, die Strategie, die letztes Jahr vorgestellt wurde, umzusetzen. Die nächste Phase der Umsetzung mit den verschiedenen involvierten Partnern beginnt in Woche 4. Blut: 5% Rückgang des Blutbedarfs in den Spitälern. Stichwort: Patient Blood Management. Dies bedeutet, dass die Patienten besser auf bevorstehende Eingriffe vorbereitet werden und somit deutlich weniger Bluttransfusionen nötig sind. Für B-CH ist dies eine Herausforderung, da weniger Bedarf auch weniger Umsatz bedeutet. Für die RBSD bedeutet dies gar Einschränkung und Personalreduktion. Aber auch dies wird gestemmt. SBSC: überall wurden Rekordzahlen erreich. R. Schwabe richtet seinen Dank an G. Nicoloso und ihr Team für die hervorragende Arbeit. SBSC international: BMDW ist ein Suchtool für unverwandte Spender, das technisch total veraltet ist. Soweit wird dieses System von Europdonor (NL Register) verwaltet. Einige Vertreter der Registercommunity haben sich zusammengetan und setzen sich für ein professionelles System ein. Unter der Leitung von Europdonor wurde nun ein transitional board (bestehend aus NMDP, ZKRD, Anthony Nolan, Europdonor und SBSC) gegründet. Ziel ist, eine eigene Organisation mit neuem technischem Hintergrund zur Verwaltung dieses Systems zu gründen. Das kostet. D.h. die Register werden mehr bezahlen müssen. Die TZ, die BMDW benützen, werden demnächst einen Brief von BMDW erhalten, worin sie um einen Jahresbeitrag gebeten werden. Will ein TZ den Beitrag nicht leisten, kann die Suche via BMDW an SBSC delegiert werden. 1_2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 4 von 6

5 4.1 Rück- und Ausblick (FORTSETZUNG) Rück- und Ausblick SBSC durch G. Nicoloso: Verweis auf die Präsentation am SBST-Day. Einige wichtige Punkte, die dennoch zu erwähnen sind: - Ende 2014: registrierte Spender. - Ziel 2015: neu registrierte Spender - Strategie für die CBB: Es ist wichtig, dass die Banken weitergeführt werden und das Know-how bestehen bleibt. Damit die Banken überleben, muss eine langfristige Lösung für deren Finanzierung gefunden werden. - Gründung des Donor Advisory Board (DAB): Kontaktieren aller unverwandter Spender (die gespendet haben). SBSC, J. Halter, P. Bürkli (Rechtsanwalt), S. Romagnoli (Ethiker) und interessierte Spender werden diesen Beratungsausschuss bilden. 5. FINANZEN 5.1 Bericht über die Finanzen SBST U. Schanz informiert über die Finanzen SBST. s. Beilage: 5_1_Bericht_Finanzen_SBST_2014_2015 Wie bereits an der letzten Vollversammlung angesprochen, müssen Massnahmen diskutiert werden, damit das SBST Budget wieder ausgeglichener wird (z.b. DL-Pauschale erhöhen). 6. DATA MANAGEMENT 6.1 Keine Information, da Working group im Rahmen des SBST-Day 7. KOMMISSIONEN 7.1 Bericht der KAT Y. Chalandon, Präsident der KAT, präsentiert den Bericht der KAT. s. Beilage: 7_1_Bericht_KAT_ Bericht der KSC G. Nicoloso vertritt J. Passweg, Präsident der KSC, und präsentiert den Bericht der KSC. s. Beilage 7_2_Bericht_KSC_ Definitive Lösung zum Zusammenschluss KAuto & KProcessing M. Bargetzi teilt mit, dass P. Samaras der neue Präsident der Kommission Processing ist. Er schlägt vor, die administrativen Belange der Kommissionen Processing (KProcessing) und Autologe Tx (KAuto) zusammenzulegen und den Lead an P. Samaras zu übergeben. P. Samaras ist nicht mehr anwesend. Der Vorschlag wird ihm von M. Bargetzi unterbreitet. 1_2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 5 von 6

6 8. PROJEKTE / STUDIEN 8.1 Lagerung nicht verwendeter Transplantate : Consensus Wie M. Bargetzi am SBST-Day vorgestellt hat, werden die Daten aller TZ zur Lagerung von nichtverwendeter Transplantate ausgewertet und darauf basierend ein Entscheid gefällt. Alle TZ, die ihre Daten noch einreichen wollen, können dies bis zum tun. Daten sind einzureichen an P. Samaras. alle TZ Positionspapier Zahnschäden J. Halter berichtet, dass es ein Treffen mit dem Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft der Vertrauensärzte gab. Ein entsprechendes Schreiben inkl. Formular ist sowohl für autolog als auch für allogen transplantierte Patienten verfasst. Die Vertrauensärzte werden dieses an ihrer jährlichen Versammlung besprechen. Die Chancen stünden nicht schlecht, dass die Krankenversicherer die Zahnbehandlung bei Patienten nach Tx künftig übernehmen. J. Halter weist darauf hin, dass es wichtig ist, dass die Patienten vor der Tx eine Zahnkontrolle machen. Eine Dokumentation über den Zustand der Zähne vor Tx sei sehr hilfreich. 8.3 Vorstellung Patientenordner G. Stüssi stellt den Patientenordner vor. Nach etwa 4 Jahren on-off- Arbeit ist dieser nun fertiggestellt und wird im Verlauf des Jahres gegen Bezahlung an die TZ abgegeben. G. Stüssi übergibt ein Exemplar an A. Gratwohl, der sich sehr darüber freut, dass sein Auftrag Früchte getragen hat. 9. SWISS EBMT NURSES GROUP 9.1 Bericht Kein Bericht. V. Chapuis ist abwesend. 10. VARIA 10.1 Datum nächste Vollversammlung und SBST-Day Die nächste SBST VV und damit auch der nächste SBST-Day finden am Freitag, statt. Ende der Vollversammlung: Uhr Bern, 12. März Urs Schanz Isabelle Widmer Präsident SBST Protokollführerin Beilagen: Bericht des Präsidenten, Präsentationen, Anwesenheitsliste 1_2_Protokoll_VV_SBST_2015.doc Seite 6 von 6

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