Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) Helvetia Vorsorgeversicherung. Freie Vorsorge (Säule 3b) Gebundene Vorsorge (Säule 3a) Ausgabe Juli 2014

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1 Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) Helvetia Vorsorgeversicherung Freie Vorsorge (Säule 3b) Gebundene Vorsorge (Säule 3a) Ausgabe Juli 2014 Ihre Schweizer Versicherung.

2 Vorwort Inhaltsübersicht Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde Wir freuen uns, dass Sie sich für die Helvetia Vorsorgeversicherung entschieden haben. Es ist uns wichtig, dass Sie vollumfänglich von den Eigenschaften Ihrer neuen Vorsorgelösung profitieren können. Die AVB sind als Nachschlagewerk konzipiert und enthalten nebst einer Inhaltsübersicht auch ein Stichwortverzeichnis. Die AVB gelten für die gebundene (Säule 3a) und die freie Vorsorge (Säule 3b). Die Kapitel, die nur für die eine der beiden Säulen gelten, sind entsprechend gekennzeichnet. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Freundliche Grüsse Helvetia Versicherungen Kundeninformation 3 Allgemeine Versicherungsbedingungen 6 1 Begriffe 6 2 Versicherungsabschluss 6 3 Kapitalversicherung Freie Vorsorge (Säule 3b) 7 4 Kapitalversicherung Gebundene Vorsorge (Säule 3a) 11 5 Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit 15 6 Überschussbeteiligung 17 7 Prämien und Finanzierung 17 8 Auszahlung unserer Versicherungsleistungen 18 9 Vertragliche Beziehungen Regelung im Militärdienst und im Krieg 19 Stichwortverzeichnis 20 Helvetia Vorsorgeversicherung,

3 Kundeninformation 1 Allgemeines In der vorliegenden Kundeninformation finden Sie Angaben über Ihren Versicherer sowie eine Übersicht über die wesentlichen Inhalte des Versicherungsvertrages (Art. 3 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag, VVG). Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB). 2 Wer ist Ihr Versicherer? Ihr Versicherer und Vertragspartner ist die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG St. Alban-Anlage Basel. Die Helvetia ist eine Aktiengesellschaft, hat ihren Sitz in Basel und gehört zur Helvetia Gruppe. 3 Welches sind die Grundlagen Ihres Vertrages? Grundlagen Ihres Versicherungsvertrages bilden Ihr Antrag, der ärztliche Befund (sofern von uns verlangt), die nachstehenden AVB, allfällige Besondere Versicherungsbedingungen (BVB) und Ihre Police. Im Übrigen finden das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und die Verordnung über die steuerliche Abzugsberech tigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) Anwendung. 4 Welche Risiken können Sie versichern? Mit einer Helvetia Vorsorgeversicherung versichern Sie die Risiken Erleben und Tod. Zusätzlich können Sie versichern, dass Sie bei Erwerbsunfähigkeit von Ihrer Prämienzahlungspflicht befreit werden. Bei der Sparversicherung ist das Risiko Tod nicht versichert und die Befreiung von der Prämienzahlungspflicht bei Erwerbsunfähigkeit obligatorisch mitversichert. Die Helvetia unterscheidet bei den Kapitalbildenden Versicherungen mit konstantem oder steigendem Todesfallkapital, welche mit Jahresprämien finanziert werden zwischen Raucher- und Nichtrauchertarif. Die Prämien für die Versicherung von Rauchern sind gegenüber denjenigen von Nichtrauchern erhöht. Bei (Wieder-) Aufnahme des Rauchens besteht eine Meldepflicht und bei Aufgabe ein Melderecht. 5 Wann beginnt und endet Ihre Versicherung? Nach Annahme Ihres Versicherungsantrages beginnt der Ver - sicherungsschutz an dem Tag, der in Ihrem Antrag als Versicherungsbeginn bezeichnet ist. Bis zu unserer Annahme oder Ablehnung Ihres Versicherungsantrages gewähren wir Ihnen eine betraglich limitierte provisorische Deckung. Ihr Versicherungsschutz endet mit dem in Ihrer Police festgelegten Vertragsablauf. 6 Wann wird Ihre Versicherung vorzeitig beendet? Ihre Versicherung wird beim Ableben der versicherten Person bzw. der versicherten Personen und bei Kündigung vor Vertragsablauf beendet. Sie können die Versicherung kündigen, wenn Sie die Prämie für mindestens ein Jahr bezahlt haben. Die Kündigungsmöglichkeit für die gebundene Vorsorge (Säule 3a) ist recht - lich eingeschränkt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ziff. 12 und Wie ist der Umfang des Versicherungsschutzes? Ihr Versicherungsschutz besteht grundsätzlich auf der ganzen Welt. Verlegt die versicherte Person ihren Wohnsitz in ein Land ausserhalb der Schweiz, können wir Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit ausschliessen. Wir verzichten auf das uns zustehende Recht einer Kürzung der Leistungen bei Grobfahrlässigkeit. 8 Wann ist der Versicherungsschutz eingeschränkt? Namentlich in folgenden Fällen ist der Versicherungsschutz eingeschränkt: wenn wir dies schriftlich mit Ihnen vereinbart haben wenn bei Abschluss des Vertrages eine erhebliche Gefahrstatsache, die Sie resp. die versicherte Person kannten oder kennen mussten und nach der im Antrag gefragt wird, verschwiegen oder unrichtig mitgeteilt wurde. Trifft dies zu, kündigen wir den Versicherungsvertrag. Weitere Informationen zu den Obliegenheiten bei der Antragstellung finden Sie in den nachstehenden AVB. wenn bei Raucher-/Nichtrauchertarifen die (Wieder-)Aufnahme des Rauchens nicht gemeldet oder die Aufgabe bzw. eine nachhaltige Reduktion des Rauchens zu Unrecht deklariert wird wenn Sie oder der Anspruchsberechtigte den Todesfall der versicherten Person absichtlich herbeigeführt haben bei Selbsttötung der versicherten Person in den ersten drei Versicherungsjahren wenn Sie, die versicherte Person oder der Anspruchsberechtigte die Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person absichtlich herbeigeführt haben wenn Sie oder der Anspruchsberechtigte Tatsachen, welche unsere Leistungspflicht ausschliessen oder mindern würden, absichtlich unrichtig mitteilen oder verschweigen oder den in den AVB aufgeführten Obliegenheiten bei der Anmeldung eines Versicherungsfalles nicht nachkommen bei Versterben eines versicherten Kindes vor Vollendung des 12. Altersjahres wenn wir nach einem Wohnsitzwechsel der versicherten Person in ein Land ausserhalb der Schweiz Versicherungsleistungen ausgeschlossen haben (z.b. Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit) bei Krieg und Unruhen Helvetia Vorsorgeversicherung,

4 9 Welches sind unsere Leistungen? Im Erlebensfall überweisen wir die vereinbarte Versicherungssumme per Ablauf. Im Todesfall überweisen wir die vereinbarte Todesfallleistung. Ist die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit mitversichert, so sind Sie bei Eintritt des versicherten Ereignisses nach Ablauf der vereinbarten Wartefrist von der Prämienzahlung befreit. Die Höhe der Prämienbefreiung hängt vom Grad der Erwerbsunfähigkeit ab. Ist die Prämienbefreiung bei Tod mitversichert, sind ab Eintritt des versicherten Ereignisses keine Prämien mehr zu bezahlen. 10 Was müssen Sie über Ihre Prämienzahlungspflicht wissen? Je nach Ausgestaltung Ihres Produktes erbringen Sie eine Einmaleinlage oder entrichten Ihre Prämien periodisch. Angaben über die Prämienhöhe finden Sie in Ihrem Antrag bzw. Ihrer Police. Bei unterjähriger Zahlungsart kommt ein Zuschlag hinzu. Die bei Vertragsabschluss vereinbarte Prämie ist während der ganzen Vertragsdauer garantiert. Unterliegt der Vertrag der Stempelsteuer, so ist diese zusammen mit der Prämie direkt an uns zu entrichten. Ob eine Stempelsteuer geschuldet ist, können Sie Ihrem Antrag entnehmen. In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) ist die Prämie nach oben durch die vom Bundesrat festgesetzten Grenzbeträge limitiert. Wann Ihre Prämien zur Zahlung fällig werden, können Sie Ihrem Antrag bzw. Ihrer Police entnehmen. Können Sie Ihre Prämie trotz Mahnung nicht fristgerecht bezahlen, wird Ihre Versicherung in eine prämienfreie Versicherung mit entsprechend reduzierter Leistung umgewandelt, sofern sie einen Umwandlungswert aufweist, vgl. Ziff. 13. Andernfalls erlischt sie. 11 Welche weiteren Pflichten haben Sie? Anzeigepflicht, d.h. die Pflicht, die Antragsfragen richtig und vollständig zu beantworten Treten gegenüber den Erklärungen im Antrag Änderungen ein, bevor die Versicherung definitiv zustande gekommen ist, sind uns diese sofort nachzumelden. die Pflicht zur unverzüglichen Anzeige des Eintritts des versicherten Ereignisses Mitwirkungspflicht bei der Abklärung Ihres Leistungsanspruches (z.b. durch Einreichen von Belegen, durch ärztliche Unter - suchungen und durch Meldung jeglicher Änderung Ihres Zustands bei Erwerbsunfähigkeit) Schadenminderungspflicht im Leistungsfall (z.b. Befolgen der ärztlichen Anweisungen und Empfehlungen; Wahrnehmung zu - mutbarer beruflicher Massnahmen). die Pflicht, eine Adressänderung mitzuteilen 12 Rückkauf Wenn Sie die Prämien mindestens für die in den AVB definierte Minimaldauer bezahlt haben, überweisen wir Ihnen bei einem Rückkauf den Rückkaufswert und allfällig angesammelte Überschüsse. Der Rückkauf ist in der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) eingeschränkt. Die Rückkaufswerte Ihrer Versicherung sind in Ihrem Antrag dokumentiert. 13 Umwandlung Wenn Sie die Prämien mindestens für die in den AVB definierte Minimaldauer bezahlt haben, können Sie Ihre Versicherung in eine prämienfreie Versicherung umwandeln lassen. Die vereinbarten Leistungen werden dabei reduziert. Die Umwandlungswerte Ihrer Versicherung sind in Ihrem Antrag dokumentiert. 14 Überschussermittlung 14.1 Entstehung von Überschüssen Um die garantierten Versicherungsleistungen über die gesamte Versicherungsdauer hinweg sicherzustellen, haben wir die Prämien insbesondere bezüglich der Kapitalerträge und der Risikoverläufe vorsichtig kalkuliert. Wenn die Erträge der Kapitalanlagen höher als die in der Prämienberechnung bereits berücksichtigte Verzinsung sind und/oder sich die Risiko- und Kostenverläufe positiver ent wickeln als im Rahmen der Prämienberechnung angenommen, entstehen Überschüsse. Regelmässige Überschüsse sind die Folge der vorsichtigen Prämienkalkulation Modalitäten der Überschussbeteiligung, Berechnungs- und Verteilungsgrundsätze Die Überschüsse werden am Ende des Geschäftsjahres dem Überschussfonds zugewiesen. Der Überschussfonds dient dem Ausgleich der Überschussbeteiligung an unsere Kunden, so dass wir jährliche Schwankungen bis zu einem bestimmten Punkt auffangen, um unseren Kunden eine möglichst kontinuierliche Überschussbeteiligung gewähren zu können. Wir setzen jährlich den Anteil fest, den wir dem Überschussfonds entnehmen und unseren Kunden zuteilen. Dies kann je nach Stand des Überschussfonds mehr oder weniger sein, als wir im gleichen Geschäftsjahr erwirtschaftet haben. Die individuelle Höhe der Überschusszuweisung für den einzelnen Vertrag hängt von den versicherten Leistungen und den dabei verwendeten Berechnungsgrundlagen ab Anspruch, Beginn und Ende der Überschussbeteiligung Die Überschussbeteiligung beginnt zu Beginn des ersten Versicherungsjahres. Der Anspruch auf Überschussbeteiligung besteht bis Vertragsende. Helvetia Vorsorgeversicherung,

5 14.4 Verwendung der jährlich zugeteilten Überschussbeteiligung In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) werden die Überschussanteile verzinslich angesammelt. In der freien Vorsorge (Säule 3b) bestehen folgende Möglichkeiten für die Verwendung Ihrer jährlichen Überschüsse: verzinsliche Ansammlung: Die Überschussanteile werden Ihrem Überschusskonto gutgeschrieben und verzinst. Prämienverrechnung: Die Überschussanteile werden von den Prämien abgezogen Schlussbonus Ist Ihre Versicherung mit periodischen Prämien finanziert, kann sie einen Schlussbonus vorsehen. Dieser wird zusammen mit dem Erlebensfallkapital ausbezahlt. Bei Tod, Rückkauf oder Prämienfreistellung wird ab der Hälfte der vereinbarten Versicherungsdauer ein Anteil von 50% der Rückstellung für den Schlussbonus gutgeschrieben. Dieser Anteil steigt bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer gleichmässig auf 100% an. 15 Wie werden Ihre Daten bearbeitet? 15.1 Allgemeines Wir bearbeiten Ihre Daten unter Beachtung des schweizerischen Datenschutzgesetzes (DSG). Danach ist die Datenbearbeitung insbesondere dann zulässig, wenn das DSG oder eine andere Rechtsvorschrift diese erlaubt oder wenn Sie darin eingewilligt haben. Mit Unterzeichnung des Versicherungsantrages ermächtigen Sie uns somit auch zur Datenbearbeitung im Rahmen der im Antrag befindlichen Einwilligungsklauseln Datenbearbeitung Datenbearbeitung bedeutet jeder Umgang mit Personendaten. Ihre Daten werden unter Beachtung der einschlägigen Gesetze elektronisch oder physisch geführt und archiviert. Sie sind gegen unberechtigte Einsichtnahme sowie Veränderungen geschützt. Wir bearbeiten Ihre Daten soweit erforderlich für die Vertragsabschlüsse und die Vertrags- und Leistungsabwicklung sowie im Zusammenhang mit Produktoptimierungen und für interne Marketingzwecke. Ihre Daten umfassen die uns von Ihnen direkt oder via Vermittler mitgeteilten Daten sowie allenfalls öffentlich zugängliche Daten. So werden beispielsweise Ihre Angaben aus bestehenden Verträgen, Versicherungsantrag und Leistungsantrag bearbeitet (z.b. für Risikoprüfung, Prämienberechnung, Vertragsverwaltung, Prämieninkasso oder Leistungsbearbeitung) Datenaustausch Falls erforderlich werden Daten an involvierte Dritte, insbesondere an Vor-, Mit- und Rückversicherer im In- und Ausland, weitergeleitet. Ein solcher Datenaustausch kann auch innerhalb der Unternehmensgruppe und mit Kooperationspartnern stattfinden. Haben Sie beispielsweise eine Lebensversicherung beantragt, nehmen wir je nach Fall Rücksprache mit einem Arzt, Therapeuten, Spital oder anderen beteiligten Versicherern. Im Leistungsfall können Ihre Daten auch an andere Leistungsträger (z.b. IV, SUVA) oder an Gutachter (z.b. Ärzte) zur Stellungnahme weitergegeben werden Auskunfts- und Berichtigungsrecht Sie und die versicherte Person haben Recht auf Auskunft sowie unter bestimmten Voraussetzungen Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung Ihrer gespeicherten oder im Dossier abgelegten Daten. Helvetia Vorsorgeversicherung,

6 Allgemeine Versicherungsbedingungen 1 Begriffe Vorsorgenehmer bzw. Versicherungsnehmer sind Sie, sobald Sie eine Versicherung beantragen und mit uns abschliessen. Versicherte Person ist die Person, deren Leben versichert ist. Begünstigter ist die von Ihnen bezeichnete Person, die die Versicherungsleistung erhalten soll. Anspruchsberechtigter ist jede Person, die Anspruch auf die Versicherungsleistung hat. Police ist die Urkunde, in welcher der Umfang des Versicherungsschutzes festgehalten ist. Nettodeckungskapital ist die verzinsliche Ansammlung der Sparteile der Prämien. Inventardeckungskapital ist das Nettodeckungskapital zuzüglich der Rückstellungen für zukünftige Verwaltungskosten. Technischer Zins ist der Zinssatz, mit dem der Sparteil der Versicherung bzw. das Inventardeckungskapital verzinst wird. Versicherungsjahr ist der Zeitraum eines Jahres, ausgehend vom Versicherungsbeginn. Versicherungsmonat ist ein Zwölftel des Versicherungsjahres. 2 Versicherungsabschluss 2.1 Wer ist Versicherer? Versicherer ist die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG, Basel. 2.2 Wann ist die Versicherung abgeschlossen? Nach Eingang Ihres Antrages informieren wir Sie so bald wie möglich, ob wir Ihren Antrag annehmen. Treten gegenüber den Erklärungen im Antrag Änderungen ein, bevor die Versicherung definitiv zustande gekommen ist, sind uns diese sofort schriftlich nachzumelden. Mit unserer Annahme ist der Versicherungsvertrag abgeschlossen. Zum Nachweis erhalten Sie Ihre Police. Ihre Versicherung beginnt an dem in der Police angegebenen Datum. 2.3 Ab wann besteht provisorischer Versicherungsschutz? Mit dem Eintreffen Ihres unterzeichneten Antrages an unserem Hauptsitz in Basel, gewähren wir frühestens ab dem von Ihnen gewünschten Versicherungsbeginn einen provisorischen Versicherungsschutz. Dieser umfasst die beantragten Leistungen, jedoch höchstens CHF für alle auf das Leben der gleichen versicherten Person eingereichten hängigen Versicherungsanträge. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person voll erwerbsfähig ist und nicht in ärztlicher Behandlung steht. Für bereits beste hende gesundheitliche Beeinträchtigungen und deren Folgen gilt der provisorische Versicherungsschutz nicht. Der provisorische Versicherungsschutz endet mit der Annahme Ihres Antrages oder mit der Absendung der Ablehnungserklärung, spätestens jedoch nach 90 Tagen. 2.4 Ab wann besteht definitiver Versicherungsschutz? Der definitive Versicherungsschutz beginnt mit der Annahme Ihres Antrages, frühestens jedoch zum beantragten Versicherungsbeginn. 2.5 Wie können Sie Ihren Versicherungsantrag widerrufen? Der Widerruf Ihres Antrages ist wirksam, wenn er schriftlich innert 14 Tagen seit Unterzeichnung des Antrages bei unserem Hauptsitz in Basel eingegangen ist. Mit der Absendung Ihres Widerrufs erlischt der Versicherungsschutz. Helvetia Vorsorgeversicherung,

7 3 Kapitalversicherung, Freie Vorsorge (Säule 3b) Kapitalbildende Versicherung mit konstantem Todesfallkapital, finanziert mit Jahresprämie / Einmaleinlage Kapitalbildende Versicherung mit steigendem Todesfallkapital, finanziert mit Jahresprämie / Einmaleinlage Kapitalbildende Kinderversicherung mit konstantem Todesfallkapital, finanziert mit Jahresprämie Sparversicherung, finanziert mit Jahresprämie 3.1 Versicherte Leistung Erlebensfall Erlebt die versicherte Person den vereinbarten Termin, zahlen wir: das Kapital im Erlebensfall das angesammelte Überschussguthaben der erlöschenden Versicherungsteile Todesfall Stirbt die versicherte Person vor dem Vertragsende, zahlen wir bei den Kapitalbildenden Versicherungen das Kapital im Todesfall das angesammelte Überschussguthaben bei der Sparversicherung das Inventardeckungskapital das angesammelte Überschussguthaben Speziell zur kapitalbildenden Kinderversicherung: Beim Tod der erwachsenen versicherten Person besteht Anspruch auf Prämienbefreiung gemäss den Angaben in der Police. 3.2 Anmeldung des Versicherungsfalles Erlebensfall Folgende Belege müssen uns eingereicht werden: Police Nachweis des Geburtsdatums der versicherten Person Todesfall Der Tod der versicherten Person ist uns unter Angabe der Todesursache unverzüglich mitzuteilen. Folgende Belege müssen uns eingereicht werden: Police Todesschein ärztliches Zeugnis über die Todesursache und die näheren Umstände des Todes (bei der Sparversicherung nicht notwendig) Wir behalten uns vor, weitere sachdienliche Auskünfte bei Ärzten, anderen Medizinalpersonen, Institutionen, Behörden oder anderen Stellen einzuholen. 3.3 Einschränkung für Kinder Stirbt ein versichertes Kind, bevor es 2 ½ Jahre alt ist, besteht nur Anspruch auf die mit 5 % aufgezinsten Prämien. Stirbt ein versichertes Kind, nachdem es 2 ½ Jahre alt geworden ist, aber vor Vollendung des 12. Altersjahres, so besteht Anspruch auf höchstens CHF aus allen bei der Helvetia bestehenden Versicherungen. Für den darüber hinausgehenden Teil der versicherten Leistungen werden die entsprechenden Prämienteile mit 5% aufgezinst. Der Anspruch ist in keinem Fall höher als die versicherten Leistungen. Helvetia Vorsorgeversicherung,

8 3.4 Raucher- /Nichtrauchertarif Für Kapitalbildende Versicherungen mit konstantem oder steigendem Todesfallkapital, welche mit Jahresprämien finanziert werden oder bereits prämienfrei gestellt sind, gilt: Die Prämien für die Versicherung von Rauchern sind gegenüber denjenigen von Nichtrauchern erhöht. Als Nichtraucher gilt eine Person, wenn sie in den letzten 12 Monaten vor Vertragsabschluss keine Zigaretten geraucht und wenn sie höchstens zwei Zigarren, Pfeifen oder sonstige Raucherwaren (ausgenommen Zigaretten) pro Monat konsumiert hat. Als Raucher gilt, wer in den jeweils vergangenen zwölf Monaten Zigaretten geraucht oder mehr als zwei Zigarren, Pfeifen oder sonstige Raucherwaren pro Monat konsumiert hat. E-Zigaretten werden im Rahmen dieser Bedingungen den sonstigen Raucherwaren gleichgestellt. Bei einer Falschdeklaration der Rauchgewohnheiten kommt Art. 9.4 zur Anwendung. Meldepflicht bei (Wieder-)Aufnahme des Rauchens bzw. Änderung des Rauchverhaltens: Beginnt eine als Nichtraucher versicherte Person mit dem Rauchen, nimmt sie das Rauchen wieder auf oder erhöht sie den Konsum von Zigarren, Pfeifen oder anderer Raucherwaren als Zigaretten, so muss die Helvetia spätestens nach drei Monaten schriftlich darüber informiert werden. Die Versicherung wird bis auf die Höhe der Todesfallleistung unverändert weitergeführt. Die Leistung im Todesfall wird jedoch um 25% der Differenz zwischen der versicherten Todesfallleistung und vorhandenem Nettodeckungskapital gekürzt. Melderecht bei Aufgabe des Rauchens: Wird eine als Raucher versicherte Person Nichtraucher im Sinne dieser Bedingungen, können Sie uns dies schriftlich melden. Die Versicherung wird dann in eine für Nichtraucher umgestellt und bei prämienpflichtigen Versicherungen werden die Prämien ab dem Jahresstichtag, der dem Eingang der Mitteilung folgt, entsprechend angepasst. Einschränkung des Versicherungsschutzes: In teilweiser Abänderung von Art. 3.1 gilt: Wird uns die (Wieder-)Aufnahme des Rauchens, die Erhöhung des Konsums an Zigarren, Pfeifen oder anderer Raucherwaren als Zigaretten nicht gemeldet oder wird die Aufgabe des Rauchens bzw. die nachhaltige Reduktion des Konsums anderer Raucherwaren als Zigaretten zu Unrecht deklariert, so wird die Leistung im Todesfall um 50% der Differenz zwischen versicherter Todesfallleistung und vorhandenem Nettodeckungskapital gekürzt und zwar unabhängig von der Todesursache. 3.5 Selbsttötung Stirbt die versicherte Person während der ersten drei Versicherungsjahre infolge Selbsttötung oder an den Folgen eines Selbsttötungsversuchs, bezahlen wir das auf den Todestag berechnete Deckungskapital. Selbsttötung liegt auch vor, wenn die versicherte Person im Zustand verminderter Urteilsfähigkeit oder völliger Urteilsunfähigkeit gehandelt hat. Bei Wiederinkraftsetzung prämienfreier Versicherungen sowie bei nachträglicher Summenerhöhung beginnt bezüglich der dadurch bewirkten Höherversicherung mit der Wiederinkraftsetzung bzw. mit der Ausstellung der neuen Police oder des Policennachtrages eine neue Dreijahresfrist. Mit der Wiederinkraftsetzung erloschener Versicherungen beginnt bezüglich der ganzen versicherten Leistungen eine neue Dreijahresfrist. Wurde eine Versicherung aufgrund einer Anzeigepflichtverletzung gemäss Art. 9.4 dieser Bestimmungen von uns gekündigt, und bieten wir die Möglichkeit einer Reaktivierung und Weiterführung des Vertrages zu angepassten Bedingungen an, beginnt mit der Wiederinkraftsetzung bzw. mit der Ausstellung der neuen Police oder des Policennachtrages ebenfalls eine neue Dreijahresfrist. 3.6 Ausbaugarantie Sie können mit vereinfachter Gesundheitsprüfung und gegen entsprechende Prämienanpassung die Erhöhung der versicherten Leistungen verlangen. a) Voraussetzungen Der Anspruch auf Ausbaugarantie besteht, wenn die Versicherung ohne Prämienzuschlag oder Leistungsvorbehalt angenommen worden ist die versicherte Person seit dem Versicherungsbeginn vollständig erwerbsfähig ist und gegenwärtig keine gesundheitlichen Störungen oder Gebrechen hat die Versicherung nicht prämienfrei ist b) Zeitpunkt Die Ausbaugarantie besteht zwischen dem vollendeten 15. und 50. Lebensjahr der versicherten Person. Sie kann jeweils innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf von fünf Versicherungsjahren geltend gemacht werden. c) Umfang Bereits versicherte Erlebens- und Todesfallleistungen können verdoppelt werden. Die Erhöhung darf dabei CHF nicht übersteigen. Die während der gesamten Versicherungsdauer zusätzlich versicherten Erlebens- und Todesfallleistungen dürfen pro versicherte Person für alle Policen zusammen CHF nicht übersteigen. Die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit gilt für die entsprechend erhöhte Prämie. Helvetia Vorsorgeversicherung,

9 3.7 Begünstigung Sie können für alle oder einen Teil der versicherten Leistungen Dritte als Begünstigte bezeichnen. Eine bestehende Begünstigung kann jederzeit abgeändert oder widerrufen werden. Soll die Begünstigung unwiderruflich sein, so müssen Sie in der Police auf den Widerruf unterschriftlich verzichten und die Police der begünstigten Person übergeben. Sind Ihr Ehegatte oder Ihre eingetragene Partnerin bzw. Ihr eingetragener Partner oder Ihre Nachkommen begünstigt, so unterliegt weder Ihr Versicherungsanspruch noch derjenige der Begünstigten der Zwangsvollstreckung durch Ihre Gläubiger, d.h. die Versicherungsansprüche können weder gepfändet noch zur Konkursmasse gezogen werden (sofern sie nicht zugunsten eines Gläubigers von Ihnen verpfändet wurden). Liegen keine gegenteiligen Begünstigungserklärungen vor, werden die Leistungen an Sie selbst, bei Ihrem Fehlen an Ihren Ehegatten oder Ihre eingetragene Partnerin beziehungsweise Ihren eingetragenen Partner, bei dessen Fehlen an Ihre Kinder, bei deren Fehlen an Ihre Erben überwiesen. 3.8 Verpfändung, Abtretung Verpfändung und Abtretung der Versicherungsansprüche bedürfen zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen Form, der Übergabe der Police und der schriftlichen Anzeige an uns. 3.9 Darlehen Wir gewähren Ihnen gegen Verpfändung Ihrer Versicherung ein Darlehen bis zur Höhe von 90% des Rückkaufswertes. Die Darlehensbedingungen werden separat festgelegt Rückkauf Sie können Ihre Versicherung unter Beilage der Police frühestens auf Ende des ersten Versicherungsjahres ganz oder teilweise kündigen, sofern die Prämien für mindestens ein Jahr bezahlt sind. Bei einem Teilrückkauf beziehen sich die nachfolgenden Bestimmungen jeweils auf den gekündigten Teil der Versicherung. Ihre Kündigung wird auf das Ende des laufenden Versicherungsmonats wirksam, sofern Sie keinen späteren Zeitpunkt angeben. Mit der Kündigung erlischt Ihre Versicherung. Sind die Prämien für drei Versicherungsjahre oder 1 /10 der vereinbarten Prämienzahlungsdauer fällig gewesen und bezahlt worden, so erstatten wir Ihnen den Rückkaufswert und das angesammelte Überschussguthaben unter Verrechnung von Prämienausständen und allfälligen Darlehen samt Zinsen zurück. Über den Kündigungstermin hinaus bezahlte Prämienanteile werden zurückerstattet. Handelt es sich um eine Versicherung gegen Einmaleinlage, so können Sie nach Zahlung der Einmaleinlage jederzeit den Rückkauf Ihrer Versicherung verlangen. a) finanziert mit periodischen Prämien Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen mit konstantem oder steigendem Todesfallkapital wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 R/NR und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet. Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Kinderversicherungen und Sparversicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet. Der Rückkaufswert von Versicherungsteilen, die mit periodischen Prämien finanziert wurden, entspricht dem Inventardeckungskapital abzüglich der nicht amortisierten Abschlusskosten, mindestens jedoch 2 /3 des Inventardeckungskapitals. b) finanziert mit Einmaleinlage Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen in CHF wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1% berechnet. Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen in EUR wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.75% berechnet. Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen in USD wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.50% berechnet. Der Rückkaufswert von Versicherungsteilen, die mit Einmaleinlagen finanziert wurden, entspricht dem Inventardeckungskapital multipliziert mit einem Zinsfaktor zur Berücksichtigung des getragenen Zinsrisikos. Der Zinsfaktor ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen einer Aufzinsung mit dem Tagesschlusskurs des 10-jährigen Swapsatzes in der Policenwährung (Bloomberg) zum Versicherungsbeginn und zum Rückkaufsdatum. Liegt der Versicherungsbeginn nicht auf einem Monatsersten, werden jeweils die Swapsätze per Ende der Vormonate verwendet. Die Aufzinsungen erfolgen über die Restlaufzeit des betreffenden Versicherungsteils, längstens aber über fünf Jahre. Der Zinsfaktor beträgt jedoch mindestens 90% und höchstens 100%. Die Sterbetafeln 2012 der Helvetia beruhen auf den statistischen Auswertungen der Jahre 2001 bis 2005 des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV). Helvetia Vorsorgeversicherung,

10 3.11 Umwandlung in prämienfreie Versicherung Sie können Ihre Versicherung auf das Ende des laufenden oder eines späteren Versicherungsmonats ganz oder teilweise in eine prämienfreie Versicherung mit entsprechend reduzierter Leistung umwandeln lassen, sofern die Prämien für mindestens drei Jahre oder 1 /10 der Prämienzahlungsdauer bezahlt sind. Bei einer Teilumwandlung beziehen sich die nachfolgenden Bestimmungen jeweils auf den umzuwandelnden Teil der Versicherung. Bei der Umwandlung erlischt die versicherte Prämienbefreiung. Der Umwandlungswert für Kapitalbildende Versicherungen mit konstantem oder steigendem Todesfallkapital, welche mit Jahresprämien finanziert werden, wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/ EKF 2012 R/NR und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet und entspricht derjenigen Versicherungssumme, die entsteht, wenn der Rückkaufswert als Inventareinlage für eine kapitalbildende Versicherung mit konstantem Todesfallkapital verwendet wird. Der Umwandlungswert für Kapitalbildende Kinderversicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet und entspricht der jenigen Versicherungssumme, die entsteht, wenn der Rückkaufswert als Inventareinlage für eine kapitalbildende Versicherung mit konstantem Todesfallkapital verwendet wird. Der Umwandlungswert für Sparversicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet und entspricht derjenigen Versicherungssumme, die entsteht, wenn der Rückkaufswert als Inventareinlage für eine Sparversicherung verwendet wird. Versicherungsteile, welche mit Einmaleinlage finanziert wurden, werden unverändert weitergeführt. Bei der Umwandlung werden die rückständigen Prämien verrechnet. Über den Umwandlungstermin hinaus bezahlte Prämienanteile werden zur Erhöhung des Umwandlungswertes verwendet. Ergibt die Umwandlung eine Versicherungssumme von weniger als CHF , so erstatten wir Ihnen mit Ihrem Einverständnis den Rückkaufswert und die Versicherung erlischt Währung Versicherungen, die nur mit einer Einmaleinlage finanziert werden, können in CHF, USD oder EUR abgeschlossen werden. Die Einmaleinlage wird zum vereinbarten Versicherungsbeginn in der Währung zur Zahlung fällig, auf welche die versicherte Leistung lautet. Die Versicherungsleistungen inklusive der Überschussbeteiligung werden in der jeweiligen Policenwährung erbracht. Dies gilt auch für einen Darlehensbezug. Helvetia Vorsorgeversicherung,

11 4 Kapitalversicherung, Gebundene Vorsorge (Säule 3a) Kapitalbildende Versicherung mit konstantem Todesfallkapital, finanziert mit Jahresprämie / Einmaleinlage Kapitalbildende Versicherung mit steigendem Todesfallkapital, finanziert mit Jahresprämie / Einmaleinlage Sparversicherung, finanziert mit Jahresprämie, ergänzbar mit zusätzlicher Einmaleinlage aus transferierten 3a-Guthaben 4.1 Versicherte Leistung Erlebensfall Erlebt die versicherte Person den vereinbarten Termin, zahlen wir: das Kapital im Erlebensfall das angesammelte Überschussguthaben der erlöschenden Versicherungsteile Todesfall Stirbt die versicherte Person vor dem Vertragsende, zahlen wir bei den Kapitalbildenden Versicherungen das Kapital im Todesfall das angesammelte Überschussguthaben bei der Sparversicherung das Inventardeckungskapital das angesammelte Überschussguthaben 4.2 Anmeldung des Versicherungsfalles Erlebensfall Folgende Belege müssen uns eingereicht werden: Police Nachweis des Geburtsdatums der versicherten Person Todesfall Der Tod der versicherten Person ist uns unter Angabe der Todesursache unverzüglich mitzuteilen. Folgende Belege müssen uns eingereicht werden: Police Todesschein ärztliches Zeugnis über die Todesursache und die näheren Umstände des Todes (bei der Sparversicherung nicht notwendig) Wir behalten uns vor, weitere sachdienliche Auskünfte bei Ärzten, anderen Medizinalpersonen, Institutionen, Behörden oder anderen Stellen einzuholen. 4.3 Raucher- /Nichtrauchertarif Für Kapitalbildende Versicherungen mit konstantem oder steigendem Todesfallkapital, welche mit Jahresprämien finanziert werden oder bereits prämienfrei gestellt sind, gilt: Die Prämien für die Versicherung von Rauchern sind gegenüber denjenigen von Nichtrauchern erhöht. Als Nichtraucher gilt eine Person, wenn sie in den letzten 12 Monaten vor Vertragsabschluss keine Zigaretten geraucht und wenn sie höchstens zwei Zigarren, Pfeifen oder sonstige Raucherwaren (ausgenommen Zigaretten) pro Monat konsumiert hat. Als Raucher gilt, wer in den jeweils vergangenen zwölf Monaten Zigaretten geraucht oder mehr als zwei Zigarren, Pfeifen oder sonstige Raucherwaren pro Monat konsumiert hat. E-Zigaretten werden im Rahmen dieser Bedingungen den sonstigen Raucherwaren gleichgestellt. Bei einer Falschdeklaration der Rauchgewohnheiten kommt Art. 9.4 zur Anwendung. Meldepflicht bei (Wieder-)Aufnahme des Rauchens bzw. Änderung des Rauchverhaltens: Beginnt eine als Nichtraucher versicherte Person mit dem Rauchen, nimmt sie das Rauchen wieder auf oder erhöht sie den Konsum von Zigarren, Pfeifen oder anderer Raucherwaren als Zigaretten, so muss die Helvetia spätestens nach drei Monaten schriftlich darüber informiert werden. Die Versicherung wird bis auf die Höhe der Todesfallleistung unverändert weitergeführt. Die Leistung im Todesfall wird jedoch um 25% der Differenz zwischen der versicherten Todesfallleistung und vorhandenem Nettodeckungskapital gekürzt. Melderecht bei Aufgabe des Rauchens: Wird eine als Raucher versicherte Person Nichtraucher im Sinne dieser Bedingungen, können Sie uns dies schriftlich melden. Die Versicherung wird dann in eine für Nichtraucher umgestellt und bei prämienpflichtigen Versicherungen werden die Prämien ab dem Jahresstichtag, der dem Eingang der Mitteilung folgt, entsprechend angepasst. Einschränkung des Versicherungsschutzes: In teilweiser Abänderung von Art. 4.1 gilt: Wird uns die (Wieder-)Aufnahme des Rauchens, die Erhöhung des Konsums an Zigarren, Pfeifen oder anderer Raucherwaren als Zigaretten nicht gemeldet oder wird die Aufgabe des Rauchens bzw. die nachhaltige Reduktion des Konsums anderer Raucherwaren als Zigaretten zu Unrecht deklariert, so wird die Leistung im Todesfall um 50% der Differenz zwischen versicherter Todesfallleistung und vorhandenem Nettodeckungskapital gekürzt und zwar unabhängig von der Todesursache. Helvetia Vorsorgeversicherung,

12 4.4 Selbsttötung Stirbt die versicherte Person während der ersten drei Versicherungsjahre infolge Selbsttötung oder an den Folgen eines Selbsttötungsversuchs, bezahlen wir das auf den Todestag berechnete Deckungskapital. Selbsttötung liegt auch vor, wenn die versicherte Person im Zustand verminderter Urteilsfähigkeit oder völliger Urteilsunfähigkeit gehandelt hat. Bei Wiederinkraftsetzung prämienfreier Versicherungen sowie bei nachträglicher Summenerhöhung beginnt bezüglich der dadurch bewirkten Höherversicherung mit der Wiederinkraftsetzung bzw. mit der Ausstellung der neuen Police oder des Policennachtrages eine neue Dreijahresfrist. Mit der Wiederinkraftsetzung erloschener Versicherungen beginnt bezüglich der ganzen versicherten Leistungen eine neue Dreijahresfrist. Wurde eine Versicherung aufgrund einer Anzeigepflichtverletzung gemäss Art. 9.4 dieser Bestimmungen von uns gekündigt, und bieten wir die Möglichkeit einer Reaktivierung und Weiterführung des Vertrages zu angepassten Bedingungen an, beginnt mit der Wiederinkraftsetzung bzw. mit der Ausstellung der neuen Police oder des Policennachtrages ebenfalls eine neue Dreijahresfrist. 4.5 Anpassung an neue Grenzbeträge Werden die vom Bundesrat festgesetzten Grenzbeträge für den Abzug der Beiträge für Vorsorgeversicherungen bei der Einkommenssteuer des Bundes, der Kantone und Gemeinden erhöht, so können Sie eine Erhöhung Ihrer Prämie um den Betrag verlangen, um welchen die Maximalbeträge angehoben worden sind. Für die Erhöhung gelten die Annahmebedingungen bei Vertragsabschluss. Sie können mit uns vereinbaren, dass eine entsprechende Erhöhung jeweils automatisch per Jahresstichtag erfolgt, sobald die Grenzbeträge angehoben werden. Wird Ihre Versicherung wegen Erwerbsunfähigkeit von der Prämienzahlung befreit, behalten wir uns vor, die Prämienerhöhung abzulehnen. 4.6 Begünstigung Für die Leistungen aus Ihrer Vorsorgeversicherung sind begünstigt: a) im Erlebensfall Sie selbst b) im Todesfall folgende Personen in nachstehender Reihenfolge: 1. Ihr überlebender Ehegatte oder Ihre überlebende eingetragene Partnerin bzw. Ihr überlebender eingetragener Partner 2. Ihre direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von Ihnen in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit Ihnen in den letzten fünf Jahren bis zu Ihrem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss 3. Ihre Eltern 4. Ihre Geschwister 5. Ihre übrigen Erben Sie können eine oder mehrere begünstigte Personen unter den in Buchstabe b Ziffer 2 genannten Begünstigten bestimmen und deren Ansprüche näher bezeichnen. Sie haben das Recht, die Reihenfolge der Begünstigten nach Buchstabe b Ziffer 3 5 zu ändern und deren Ansprüche näher zu bezeichnen. 4.7 Abtretung, Verpfändung und Verrechnung Abtretung, Verpfändung und Verrechnung sind nichtig. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind: die Verrechnung mit noch geschuldeten Prämien die Verpfändung für Wohneigentum oder die Beteiligung an solchem zum Eigenbedarf (verheiratete oder eingetragene Vorsorgenehmer bedürfen dazu der schriftlichen Zustimmung ihres Ehegatten oder ihrer eingetragenen Partnerin bzw. ihres eingetragenen Partners). Die Verpfändung bedarf zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen Form, der Übergabe der Police und der schriftlichen Anzeige an uns. die Abtretung an den Ehegatten oder die eingetragene Partnerin bzw. den eingetragenen Partner durch den ganzen oder teilweisen Rückkauf im Falle der Auflösung des Güterstandes anders als durch Tod. Helvetia Vorsorgeversicherung,

13 4.8 Rückkauf Der Rückkauf ist unter Beilage der Police frühestens nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres, sofern die Prämien für mindestens ein Jahr bezahlt sind, und nur unter folgenden Bedingungen möglich: bis fünf Jahre vor Erreichung des AHV-Alters: wenn Sie eine ganze Invalidenrente der Eidgenössischen Invalidenversicherung beziehen und das Invaliditätsrisiko nicht versichert ist wenn Sie die ausgerichtete Leistung für den Einkauf in eine steuerbefreite Vorsorgeeinrichtung oder für eine andere anerkannte Vorsorgeform verwenden wenn Sie Ihre bisherige selbständige Erwerbstätigkeit aufgeben und eine andersartige selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen (schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners erforderlich) wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen (schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners erforderlich); abweichende internationale Vereinbarungen sind vorbehalten. wenn Sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und der obligatorischen Vorsorge nicht mehr unterstehen (schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners erforderlich) wenn der Rückkaufswert weniger als eine Jahresprämie beträgt (schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners erforderlich) wenn Sie die Leistung für den Erwerb oder die Erstellung von Wohneigentum für den Eigenbedarf, für Beteiligungen am Wohneigentum für den Eigenbedarf oder die Amortisation eines Hypothekardarlehens an solchem Eigentum verwenden (schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners erforderlich). Diesfalls wird das Vorsorgeverhältnis bei Vollbezug aufgelöst bzw. bei Teilbezug geändert. Teilbezüge können alle fünf Jahre verlangt werden. Ab fünf Jahren vor Erreichung des AHV-Alters können Sie Ihre Vorsorgeversicherung jederzeit zurückkaufen lassen. Ihre Kündigung wird auf das Ende des laufenden Versicherungsmonats wirksam, sofern Sie keinen späteren Zeitpunkt angeben. Mit der Kündigung erlischt Ihre Versicherung. Beim Rückkauf erstatten wir Ihnen den Rückkaufswert und das angesammelte Überschussguthaben unter Verrechnung von Prämienausständen zurück. Über den Kündigungstermin hinaus bezahlte Prämienanteile werden zurückerstattet. a) finanziert mit periodischen Prämien Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 R/NR und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet. Der Rückkaufswert für Sparversicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/ EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet. Der Rückkaufswert von Versicherungsteilen, die mit periodischen Prämien finanziert wurden, entspricht dem Inventardeckungskapital abzüglich der nicht amortisierten Abschlusskosten, mindestens jedoch 2 /3 des Inventardeckungskapitals. b) finanziert mit Einmaleinlage Der Rückkaufswert für Kapitalbildende Versicherungen und Sparversicherungen wird aufgrund der Sterbe tafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1 % berechnet. Der Rückkaufswert von Versicherungsteilen, die mit Einmaleinlagen finanziert wurden, entspricht dem Inventardeckungskapital multipliziert mit einem Zinsfaktor zur Berücksichtigung des getragenen Zinsrisikos. Der Zinsfaktor ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen einer Aufzinsung mit dem Tagesschlusskurs des 10-jährigen Swapsatzes in CHF (Bloomberg) zum Versicherungsbeginn und zum Rückkaufsdatum. Liegt der Versicherungsbeginn nicht auf einem Monatsersten, werden jeweils die Swapsätze per Ende der Vormonate verwendet. Die Aufzinsungen erfolgen über die Restlaufzeit des betreffenden Versicherungsteils, längstens aber über fünf Jahre. Der Zinsfaktor beträgt jedoch mindestens 90% und höchstens 100%. Die Sterbetafeln 2012 der Helvetia beruhen auf den statistischen Auswertungen der Jahre 2001 bis 2005 des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV). Helvetia Vorsorgeversicherung,

14 4.9 Umwandlung in prämienfreie Versicherung Frühestens auf das Ende des ersten Versicherungsjahres können Sie Ihre Versicherung auf das Ende des laufenden oder eines späteren Versicherungsmonats ganz oder teilweise in eine prämienfreie Versicherung mit entsprechend reduzierter Leistung umwandeln lassen, sofern die Prämien für mindestens ein Jahr bezahlt sind. Bei einer Teilumwandlung beziehen sich die nachfolgenden Bestimmungen jeweils auf den umzuwandelnden Teil der Versicherung. Bei der Umwandlung erlischt die versicherte Prämienbefreiung. Der Umwandlungswert für Kapitalbildende Versicherungen,welche mit Jahresprämien finanziert werden, wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 R/NR und eines technischen Zinsfusses von 1.25% berechnet und entspricht derjenigen Versicherungssumme, die entsteht, wenn der Rückkaufswert als Inventareinlage für eine kapitalbildende Versicherung mit konstantem Todesfallkapital verwendet wird. Der Umwandlungswert für Sparversicherungen wird aufgrund der Sterbetafeln der Helvetia EKM/EKF 2012 und eines technischen Zinsfusses von 1.25 % berechnet und entspricht derjenigen Versicherungssumme, die entsteht, wenn der Rückkaufswert als Inventareinlage für eine Sparversicherung verwendet wird. Versicherungsteile, welche mit Einmaleinlage finanziert wurden, werden unverändert weitergeführt. Bei der Umwandlung werden die rückständigen Prämien verrechnet. Über den Umwandlungstermin hinaus bezahlte Prämienanteile werden zur Erhöhung des Umwandlungswertes verwendet. Helvetia Vorsorgeversicherung,

15 5 Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit Die folgenden Bestimmungen finden auf Ihre Versicherung nur Anwendung, wenn die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit versichert ist. Haben Sie eine Sparversicherung in der Säule 3a oder in der Säule 3b abgeschlossen, ist die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit obligatorisch versichert. Vorbehalten bleibt Art Erwerbsunfähigkeit Die versicherte Person gilt als erwerbsunfähig, wenn sie infolge medizinisch nachgewiesener Schädigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ihren Beruf oder eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise ausüben kann und dadurch eine Einkommenseinbusse erleidet. Zumutbar ist eine Tätigkeit, wenn sie den Fähigkeiten und der Lebensstellung der versicherten Person entspricht, auch wenn die dafür benötigten Kenntnisse erst durch eine Umschulung erworben werden müssen. Während der Zeit der Umschulung bzw. der beruflichen Massnahme werden Erwerbsunfähigkeitsleistungen nur erbracht, sofern diese für die Wiederherstellung, Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit objektiv nötig, geeignet und angemessen sind. a) Einkommensvergleich Bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen, welches die versicherte Person vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit erzielt hat, mit dem Erwerbseinkommen verglichen, welches sie nach Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielt oder erzielen könnte. Die Differenz, ausgedrückt in Prozenten des bisherigen Einkommens, ergibt den Grad der Erwerbsunfähigkeit. Für die Berechnung des Erwerbseinkommens bei Selbständigerwerbenden und bei Erwerbstätigen mit unregelmässigem Einkommen (Arbeitnehmer auf Provisionsbasis, Temporärbeschäftigte, Arbeitnehmer mit saisonabhängigen Einkommen etc.) wird auf den Durchschnitt des AHV-pflichtigen Einkommens der dem Beginn der Erwerbsunfähigkeit vorangegangenen drei vollen Kalenderjahre abgestellt. In allen anderen Fällen erfolgt die Berechnung des Erwerbseinkommens von Erwerbstätigen auf Basis des AHV-pflichtigen Einkommens im Kalenderjahr vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit. Bei Versicherten mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz oder des Fürstentums Liechtenstein wird auf das Bruttoeinkommen abzüglich der obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge abgestellt. b) Betätigungsvergleich Gibt die versicherte Person ihre Erwerbstätigkeit nicht aus gesundheitlichen Gründen auf oder war sie schon beim Abschluss der Versicherung nicht erwerbstätig (nur in Säule 3b möglich), so wird die Unfähig - keit, sich im neuen Aufgabenbereich zu betätigen, der Erwerbsunfähigkeit gleichgestellt. Die Aufgaben, welche die versicherte Person vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit erfüllte, werden mit denjenigen Aufgaben verglichen, welche ihr nach Eintritt der Erwerbsunfähigkeit nach angemessener Behandlung und Eingliederung noch möglich und zumutbar sind. Ein solcher Betätigungsvergleich ist auch bei Selbständigerwerbenden vorzunehmen, wenn der Erwerbsausfall nicht aufgrund eines Einkommensvergleiches ermittelt werden kann. c) Einkommens- und Betätigungsvergleich d) Abklärungen und Entscheide der Sozialversicherer Ist die versicherte Person nur teilweise erwerbstätig, so stellen wir für die Bemessung des Grades der Erwerbsunfähigkeit einerseits auf den Erwerbsausfall aus der teilzeitlichen Erwerbstätigkeit, anderseits anteilsmässig auf die Einschränkung im übrigen nichterwerbstätigen Tätigkeits- und Aufgabenbereich ab (sogenannte gemischte Methode). Abklärungen und Entscheide der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) und der Unfallversicherung zum Invaliditätsgrad der versicherten Person können berücksichtigt werden, sind jedoch nicht bindend. 5.2 Versicherte Leistung Wird die versicherte Person erwerbsunfähig, so gewähren wir die auf ihr Leben versicherte Prämienbefreiung. Die Prämienbefreiung setzt voraus, dass die versicherte Person das 18. Altersjahr vollendet hat. Helvetia Vorsorgeversicherung,

16 5.3 Anmeldung des Versicherungsfalles und Überprüfung der Erwerbsunfähigkeit Die Erwerbsunfähigkeit ist uns nach Ablauf der vereinbarten Wartefrist spätestens sechs Monate nach dem Eintritt der Erwerbsunfähigkeit umgehend zu melden. Wir stellen Ihnen hierfür auf Anfrage ein Anmeldeformular zur Verfügung. Nach Erhalt der vollständig ausgefüllten und unterzeichneten Erklärung holen wir aufgrund der darin enthaltenen Vollmacht bei den behandelnden Ärzten Berichte über Ur sachen, Verlauf und Dauer der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit ein, oder wir teilen bei Bedarf mit, welche Angaben und Unterlagen wir für die Prüfung der Erwerbsunfähigkeit noch benötigen. Wir behalten uns vor, zur Festlegung bzw. Überprüfung des Erwerbsunfähigkeitsgrades weitere Abklärungen (z.b. Beizug von IV-Akten, Abklärungen durch Sachverständige etc.) vorzunehmen. Bei Bedarf können wir die versicherte Person durch von uns beauftragte Ärzte untersuchen lassen. Der infolge des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit entstandene effektive Erwerbsausfall ist uns auf Anfrage hin zu belegen. Im Übrigen kann die Leistungspflicht von der Meldung im Rahmen der Früherfassung bei der Eidg. Inva lidenversicherung abhängig gemacht werden. Bis zum Entscheid über den Leistungsanspruch sind die Prämien weiterhin zu entrichten. Die Prämienbefreiung fällt dahin, wenn binnen vier Wochen nach schriftlicher Aufforderung unter Hinweis auf die Säumnisfolgen der Versicherungsnehmer die verlangten Auskünfte, Belege und ärztlichen Bescheinigungen nicht schriftlich beibringt, die versicherte Person sich einer von uns angeordneten Untersuchung nicht unterzieht oder der angefragte Arzt von der ärztlichen Schweigepflicht nicht entbunden wird. Verletzung der Schadenminderungs- und Mitwirkungspflichten. Kein Nachteil erwächst, wenn die Verletzung einer der vorerwähnten Pflichten Folge eines unverschuldeten Hinderungsgrundes ist und die Handlung nach Wegfall des Hindernisses sofort nachgeholt wird. 5.4 Umfang a) Dauer Die Prämienbefreiung besteht vom ersten Tag desjenigen Versicherungsmonats an, welcher dem Ende der vereinbarten Wartefrist folgt. Die Wartefrist beginnt mit dem Eintritt der zur Erwerbsunfähigkeit führen den ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit, frühestens aber mit dem Tag, an dem sich die versicherte Person deswegen in ärztliche Behandlung begeben hat. Die Prämienbefreiung dauert so lange, bis die versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit wiedererlangt, längstens aber bis zum vereinbarten Endtermin. Erfolgt ein Rückfall (erneute Erwerbsunfähigkeit wegen gleicher Ursache) innert sechs Monaten nach Ende einer Erwerbsunfähigkeit, für die wir die Prämienbefreiung gewährt haben, wird keine neue Wartefrist angerechnet. b) Leistungshöhe Ist die versicherte Person nur teilweise erwerbsunfähig, so besteht Prämienbefreiung entsprechend dem Grad der Erwerbsunfähigkeit. Eine Erwerbsunfähigkeit von weniger als 25 % begründet keine Prämienbefreiung, bei einer solchen von mind. 70% besteht volle Prämienbefreiung. Sind für die Prämienbefreiung zwei Personen versichert und werden beide erwerbsunfähig, so wird die Prämien befreiung im Rahmen des höheren Erwerbsunfähigkeitsgrades gewährt. Ändert sich der Grad der Erwerbsunfähigkeit, so wird die Prämienbefreiung entsprechend angepasst. Die Anpassung wirkt vom ersten Tag des folgenden Versicherungsmonats an. Eine Änderung des Erwerbsunfähigkeitsgrades ist uns unverzüglich mitzuteilen. Von uns zu viel erlassene Prämien sind nachzuzahlen. c) Ausschluss Keine Prämienbefreiung besteht, wenn die Erwerbsunfähigkeit zurückzuführen ist auf: versuchte Selbsttötung absichtliche Selbstverletzung ein von der versicherten Person begangenes oder versuchtes Verbrechen die aktive Teilnahme an bürgerlichen Unruhen oder kriegerischen Handlungen. Der Ausschluss der Prämienbefreiung gilt auch für die im Zustand der Urteilsunfähigkeit oder verminderter Urteilsfähigkeit begangene versuchte Selbsttötung oder Selbstverletzung. 5.5 Kündigung Eine nicht obligatorisch versicherte Prämienbefreiung können Sie frühestens auf Ende des ersten Versicherungsjahres ausschliessen, sofern die Prämien für mindestens ein Jahr bezahlt sind. Ihre Kündigung wird auf das Ende des laufenden Versicherungsmonats wirksam, sofern Sie keinen späteren Zeitpunkt angeben. Beim Ausschluss wird die Prämie entsprechend angepasst. Helvetia Vorsorgeversicherung,

17 6 Überschussbeteiligung Überschüsse entstehen, wenn die Erträge der Kapitalanlagen höher, der Risikoverlauf besser und unsere Kosten tiefer sind als in der Prämienberechnung angenommen. An diesen Überschüssen beteiligen wir Sie wie folgt. Die Überschussbeteiligung beginnt zu Beginn des ersten Versicherungsjahres. Die Zuteilung der Überschussbeteiligung besteht aus Zins-, Risiko- und Kostenkomponenten. Der Anspruch auf Überschussbeteiligung besteht bis Vertragsende. Ihre Überschussanteile werden jährlich festgesetzt und, wie mit Ihnen vereinbart, entweder mit den geschuldeten Prämien verrechnet oder verzinslich angesammelt Während der Prämienzahlungsdauer können Sie dieses Zuteilungssystem per Policenstichtag wechseln. Die Wahlfreiheit besteht jedoch nur für Versicherungen mit periodischer Prämienzahlung innerhalb der freien Vorsorge (Säule 3b). Bei Versicherungen gegen Einmaleinlage sowie bei Versicherungen, welche prämienfrei umgewandelt wurden oder deren Prämienzahlungsdauer abgelaufen ist, werden die Überschussanteile verzinslich angesammelt. In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) werden die Überschussanteile immer verzinslich angesammelt. Bei der verzinslichen Ansammlung wird der jährliche Überschussanteil in der jeweiligen Policenwährung zu Beginn des Versicherungsjahres vorschüssig Ihrem Überschusskonto gutgeschrieben. Die Höhe der Verzinsung legen wir pro Policenwährung abhängig von unseren Kapitalerträgen jeweils für ein ganzes Versicherungsjahr im Voraus fest. Die angesammelten Überschüsse werden ausbezahlt bei Fälligkeit eines Kapitals im Erlebensfall für die dabei erlöschenden Versicherungsteile beim Rückkauf für die zurückgekauften Leistungen im Todesfall für die infolge des Todes der versicherten Person erlöschenden Versicherungsteile Rückständige Prämien werden bei der Auszahlung des Überschussguthabens verrechnet. Versicherungen, welche mit periodischen Prämien finanziert werden, können einen Schlussbonus vorsehen. Dabei wird jährlich ein Teil des Zinsgewinnes zur Finanzierung des Schlussbonus verwendet. Die Höhe dieses Anteiles wird jährlich festgesetzt. Der Schlussbonus wird am Ende der vereinbarten Versicherungsdauer für die Versicherungsteile, welche einen Schlussbonus vorsehen, ausbezahlt. Eine Änderung des Überschusssystems ist nur nach vorgängiger Mitteilung an die Aufsichtsbehörde zulässig und darf sich nicht zu Ihren Ungunsten auswirken. 7 Prämien und Finanzierung 7.1 Wie finanzieren Sie Ihre Versicherung? Sie finanzieren Ihre Versicherung durch periodische Prämien und / oder Einmaleinlage. Die periodischen Prämien sind jährlich am Fälligkeitsdatum zu bezahlen. Gegen Zuschlag und besondere Vereinbarung sind auch halb-, vierteljährliche oder monatliche Zahlungen möglich. Sie können die periodischen Prämien auch über ein Prämiendepot bei uns bezahlen. Die Einmaleinlage ist per Versicherungsbeginn fällig. Vom Versicherungsbeginn bis zum Eingang der Einmaleinlage belasten wir einen Zins. Dieser wird von uns nach den Verhältnissen auf dem Kapitalmarkt festgelegt. 7.2 Sind die vereinbarten Prämien garantiert? Die Höhe der bei Vertragsbeginn vereinbarten Prämien sind für die gesamte Versicherungsdauer garantiert. 7.3 Was gilt bei Verzug der Prämienzahlung? Trifft Ihre Prämienzahlung bzw. Einmaleinlage bei uns nicht ein, so erhalten Sie von uns eine Mahnung. Darin werden Sie aufgefordert, die Rückstände innert 14 Tagen seit Versand der Mahnung zu begleichen. Bei unbenutztem Ablauf dieser Nachfrist erlischt Ihre Versicherung oder sie wird in eine prämienfreie Versicherung mit Reduktion der versicherten Leistungen umgewandelt, sofern sie einen Umwandlungswert aufweist. 7.4 Wie können Sie Ihre Versicherung wieder in Kraft setzen? Durch Zahlung aller Ausstände innert sechs Monaten seit Fälligkeit der ersten unbezahlten Prämie können Sie Ihre in eine prämienfrei umgewandelte oder erloschene Versicherung ohne weiteres wieder in Kraft setzen lassen. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Wiederinkraftsetzung nur mit unserer Zustimmung und unter den von uns angegebenen Bedingungen möglich. In der Regel erfordert die Wiederinkraftsetzung eine erneute Gesundheitsprüfung der versicherten Person. Bei Tod, Rückkauf oder Prämienfreistellung wird ab der Hälfte der vereinbarten Versicherungsdauer ein Anteil von 50% der Rückstellung für den Schlussbonus gutgeschrieben. Dieser Anteil steigt bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer gleichmässig auf 100 % an. Wir informieren Sie jährlich über die Ihnen zugeteilten Überschussanteile, den Stand Ihres Überschusskontos, den aktuellen Ansammlungszinssatz und den erreichten Stand des Schlussbonus. Helvetia Vorsorgeversicherung,

18 8 Auszahlung unserer Versicherungsleistungen 8.1 Wann werden die Leistungen ausbezahlt? Unsere Kapitalleistungen werden, spätestens vier Wochen, nachdem alle zur Anspruchsbegründung notwendigen Dokumente eingegangen sind, fällig. 8.2 An wen und wie werden die Leistungen überwiesen? Der Vertrag ist am schweizerischen Wohnsitz des Anspruchsberechtigten zu erfüllen. Befinden sich Anspruchsberechtige im Ausland, ohne dass Sie einen Vertreter in der Schweiz bezeichnet haben, so befindet sich der Erfüllungsort an unserem Sitz. Sämtliche Versicherungsleistungen werden ausschliesslich durch Überweisung auf ein Bank- oder Postkonto in der auf der Police angegebenen Währung erbracht. Wir können den Policeninhaber als anspruchsberechtigt betrachten, sofern uns keine andere Person als anspruchsberechtigt angegeben worden ist. 8.3 Was geschieht bei Grobfahrlässigkeit? Wir verzichten auf unser Recht, die Versicherungsleistung bei grobfahrlässiger Herbeiführung des versicherten Ereignisses zu kürzen. 8.4 Wann verjähren die Versicherungsansprüche? Die Versicherungsansprüche verjähren zwei Jahre nach Eintritt des versicherten Ereignisses. 9 Vertragliche Beziehungen 9.1 Welches sind die Grundlagen des Vertrages? Grundlagen Ihres Versicherungsvertrages bilden Ihr Antrag, die Versicherungsbedingungen, der ärztliche Befund (sofern von uns verlangt) sowie die Police. 9.2 Wo gilt die Versicherung? Ihre Versicherung ist auf der ganzen Welt gültig mit folgender Einschränkung: Verlegt die für die Prämienbefreiung versicherte Person ihren gesetzlichen Wohnsitz in ein Land ausserhalb der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich oder des Wohnsitzlandes bei Abschluss der Versicherung, erlischt die Deckung für die Prämienbefreiung grundsätzlich zum Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels. Wohnsitzwechsel sind der Helvetia innert vier Wochen schriftlich mitzuteilen. Auf Ihren Antrag innerhalb dieser vier Wochen prüfen wir, unter welchen Voraussetzungen allenfalls eine Weiterführung der Prämienbefreiung möglich ist. Im Falle des Ausschlusses der Prämienbefreiung wird die Prämie entsprechend angepasst. 9.3 Welches Recht und welcher Gerichtsstand gelten? Es gilt das schweizerische Recht. In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) finden insbesondere die Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) Anwendung. In allen vertraglich nicht geregelten Fragen ist das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) anwendbar. Bei Streitfällen anerkennen wir Ihren schweizerischen Wohnsitz oder den schweizerischen Wohnsitz der anspruchsberechtigten Person sowie Basel als Gerichtsstand. In internationalen Verhältnissen regelt das Bundesgesetz über das internationale Privatrecht sowie das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (sog. Lugano-Übereinkommen) die Zuständigkeit. 9.4 Was gilt bei Verletzung der Anzeigepflicht? Haben Sie oder die versicherte Person beim Abschluss oder bei der Wiederinkraftsetzung der Versicherung eine schriftlich gestellte Frage unvollständig oder falsch beantwortet, so ist die Helvetia berechtigt, innert vier Wochen seit Kenntnis der Anzeigepflichtverletzung den Vertrag per sofort zu kündigen. Eine Unterlassung der Nachdeklarationspflicht gemäss Art. 2.2 ist einer Anzeigepflichtverletzung gleichgestellt. Wird der Vertrag durch eine solche Kündigung aufgelöst, so erlischt auch die Leistungspflicht für bereits eingetretene Schäden, deren Eintritt oder Umfang durch die unvollständig oder falsch mitgeteilte Tatsache beeinflusst worden ist. Sind für solche Schäden bereits Leistungen erbracht worden, werden diese von der Helvetia zurückgefordert. Im Falle einer zu Unrecht gewährten Prämienbefreiung werden ebenfalls Prämien nachverlangt. 9.5 Wann sind spezielle Vereinbarungen gültig? Spezielle Vereinbarungen sind nur gültig, wenn sie von unserem Hauptsitz schriftlich bestätigt worden sind. 9.6 Wann gelten neue Versicherungsbedingungen? Die vorliegenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen gelten für die ganze Dauer Ihrer Versicherung. Auf Ihren Wunsch überprüfen wir die Möglichkeit, neue Bedingungen auf Ihren Vertrag anzuwenden. 9.7 Wie erfolgen Mitteilungen? Unsere Mitteilungen an Sie oder Ihre Rechtsnachfolger sind gültig, wenn sie an die letzte uns angegebene Korrespondenzadresse versandt worden sind. Sie können uns auch einen Vertreter benennen, der ermächtigt ist, alle Ihre Versicherung betreffenden Rechtshandlungen vorzunehmen und unsere Mitteilungen in Empfang zu nehmen. Für uns bestimmte Mitteilungen sind gültig, wenn sie schriftlich bei unserem Hauptsitz in Basel eintreffen. Helvetia Vorsorgeversicherung,

19 9.8 Was gilt bei Adressänderung? Melden Sie bitte umgehend jede Adressänderung. Bei Wohnsitznahme ausserhalb der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein oder Österreich verweisen wir auf Art Steuern Bei Vertragsabschluss, während der Vertragsdauer oder nach Vertragsende anfallende Steuern gehen zu Lasten des Versicherungsnehmers bzw. der anspruchsberechtigten Person Bescheinigungspflicht für Kapitalversicherungen (Gebundene Vorsorge, Säule 3a) Gemäss Art. 8 BVV3 bescheinigen wir die erbrachten Beiträge und Leistungen. Beiträge (Prämien) beispielsweise werden nur bescheinigt, wenn diese aus freien Mitteln geleistet wurden, die noch nicht in die Säule 3a gebunden waren Beurteilung des US-Steuerstatus Wenn Sie eine «U.S. person» bzw. in den USA steuerpflichtig sind oder werden, sind Sie verpflichtet, uns dies unverzüglich zu melden. Ändert sich dieser Status während der Vertragsdauer, ist uns dies ebenfalls umgehend mitzuteilen. Weiter sind Sie im Rahmen unserer Abklärung zur Beurteilung der US-Steuerpflicht verpflichtet mitzuwirken (beispielsweise von uns verlangte Formulare oder Eigenerklärungen innert der gesetzten Frist an uns zurückzusenden). Diese Melde- und Mitwirkungspflichten gelten sowohl für natürliche als auch für juristische Personen. 10 Regelung im Militärdienst und im Krieg Für alle in der Schweiz tätigen Lebensversicherungsgesellschaften gilt eine einheitliche Regelung. Im Falle eines Krieges und im Militärdienst wird das Risiko im Rahmen der nachstehenden Bedingungen gedeckt: Aktiver Dienst zur Wahrung der schweizerischen Neutralität sowie zur Handhabung von Ruhe und Ordnung im Innern, beides ohne kriegerische Handlungen, gilt als Militärdienst in Friedenszeiten und ist als solcher im Rahmen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen ohne Weiteres in die Versicherung eingeschlossen. Führt die Schweiz einen Krieg oder wird sie in kriegsähnliche Handlungen hineingezogen, so wird vom Kriegsbeginn an ein einmaliger Kriegsumlagebeitrag geschuldet, der ein Jahr nach Kriegsschluss fällig wird. Ob der Versicherte am Krieg teilnimmt oder nicht und ob er sich in der Schweiz oder im Ausland aufhält, ist unerheblich. Der Kriegsumlagebeitrag dient zur Deckung der durch den Krieg mittelbar und unmittelbar verursachten Schäden, soweit sie Versicherungen betreffen, für welche diese Bedingungen gelten. Die Feststellung dieser Kriegsschäden und der verfügbaren Deckungsmittel sowie die Festsetzung des Kriegsumlagebeitrages und dessen Tilgungsmöglichkeiten gegebenenfalls durch Kürzung der Versicherungsleistungen erfolgen durch die Helvetia im Einverständnis mit der schweizerischen Aufsichtsbehörde. Werden vor der Festsetzung des Kriegsumlagebeitrages Leistungen aus der Versicherung fällig, so ist die Helvetia befugt, für einen angemessenen Teil die Zahlung bis zu einem Jahr nach Kriegsschluss aufzuschieben. Der aufzuschiebende Teil der Leistung und der Zinsfuss, zu welchem dieser Teil zu verzinsen ist, werden durch die Helvetia im Einverständnis mit der schweizerischen Aufsichtsbehörde bestimmt. Die Tage, die als Kriegsbeginn und als Kriegsschluss im Sinne oben stehender Bestimmungen zu gelten haben, werden von der schweizerischen Aufsichtsbehörde festgelegt. Nimmt der Versicherte an einem Krieg oder an kriegsähnlichen Handlungen teil, ohne dass die Schweiz selbst Krieg führt oder in kriegsähnliche Handlungen hineingezogen ist, und stirbt er während eines solchen Krieges oder binnen sechs Monaten nach Friedensschluss bzw. nach Beendigung der Feindseligkeiten, so schuldet die Helvetia das auf den Todestag berechnete Deckungskapital, jedoch höchstens die für den Todesfall versicherte Leistung. Sind Überlebensrenten versichert, so treten an Stelle des Deckungskapitals die Renten, welche dem auf den Todestag berechneten Deckungskapital entsprechen, höchstens jedoch die versicherten Renten. Die Helvetia behält sich vor, diese Bestimmungen im Einverständnis mit der schweizerischen Aufsichtsbehörde auch mit Wirkung für diese Versicherung abzuändern. Ausserdem bleiben im Zusammenhang mit einem Krieg erlassene gesetzliche und behördliche Massnahmen, insbesondere solche über den Rückkauf der Versicherung, ausdrücklich vorbehalten. Helvetia Vorsorgeversicherung,

20 Stichwortverzeichnis A Abtretung 3.8, 4.7 Adressänderung 9.8 Anmeldung eines Versicherungsfalles 3.2, 4.2, 5.3 Anzeigepflicht 3.5, 4.4, 9.4 Ausbaugarantie 3.6 Auszahlung 3.1, 4.1, 8 B Begünstigte, Begünstigung 1, 3.7, 4.6 D Darlehen 3.9 E Erlebensfall 3, 4 Erwerbsunfähigkeit 5 G Gerichtsstand 9.3 Grobfahrlässigkeit 8.3 Grundlagen des Vertrages 9.1 K Konkurs 3.7 Krieg 10 Kündigung 3.10, 4.8, 5.5 M Militärdienst 10 Mitteilungen 9.7 R Raucher 3.4, 4.3 Rückkauf 3.10, 4.8 S Selbsttötung 3.5, 4.4 Steuern 9.9, 9.10 T Technischer Zins 1, 3.10, 3.11, 4.8, 4.9 Tod, Todesfall 3, 4 U Überschüsse, Überschussguthaben 3.1, 4.1, 6 Umwandlung, Umwandlungswert 3.11, 4.9, 7.3 V Vereinbarung, Spezielle 9.5 Verjährung 8.4 Verpfändung 3.8, 4.7 Versicherungsabschluss 2 Versicherungsbeginn 2.2, 2.3, 2.4 Versicherungsschutz 2.3, 2.4 Verzug 7.3 W Wartefrist 5.4 Widerruf 2.5 Wiederinkraftsetzung 3.5, 4.4, 7.4, 9.4 Wohnsitz 9.2 N Nichtraucher 3.4, 4.3 P Periodische Prämien 7.1 Police 1, 2.2 Prämienbefreiung 5 Prämiendepot 7.1 Prämienzahlung 7.1, 7.3 Helvetia Vorsorgeversicherung,

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