Absoluter und komparativer Vorteil

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1 Absoluter und komparativer Vorteil Arnsberg und Meschede werden rote und weiße Socken hergestellt. In Arnsberg können die Arbeiter entweder drei Paar rote oder drei Paar weiße Socken pro Stunde produzieren.die Arbeiter in Meschede können entweder 2 Paar rote oder 1 Paar weiße Socken produzieren. Hier soll nur die Tagesproduktion ermittelt werden. Gehen Sie jeweils von 8 Stunden pro Arbeiter aus. a) Legen Sie eine Tabelle mit den vorliegenden Informationen an. (Arbeitszeit) b) Zeichnen Sie die Produktionsmöglichkeitenkurve für Arnsberg und Meschede. c) Berechnen Sie die Kosten und die Opportunitätskosten für beide Städte und fassen Sie diese Ergebnisse in einer Tabelle zusammen. d) Welche Stadt hat einen absoluten Kostenvorteil bei welchem Gut. e) Welche Stadt hat einen komparativen Vorteil bei weißen und welche bei roten Socken. f) In Autarkie verwende jede Stadt jeweils 4 Arbeitsstunden pro Tag auf die Herstellung roter und 4 Stunden auf die Herstellung weißer Socken. Wie hoch ist die Menge an produzierten Socken von Arnsberg und Meschede und wie viel sind es insgesamt? g) Wie könnte es durch Handel den beiden besser gehen? h) Was sind die Preisober und -untergrenzen?

2 Antwort: a) Arbeitszeit (Kosten) für 1 rotes Paar Socken 1 weißes Paar Socken Produktionsmenge pro Stunde Rote Socken Weiße Socken Arnsberg 1/3 h 1/3 h 3 3 Meschede 1/2 h 1/1 h 2 1 Das ist klar weiter mit b) Wie war das nochmal? b) das ist auch klar weiter mit c) wenn nicht klar c) Opportunitätskosten für 1 Paar rote Socken 1 Paar weiße Socken Arnsberg 1 1 Meschede 1/2 2 Hab die gleichen Ergebnisse weiter mit d) Bin nicht drauf gekommen

3 d) jeweils Arnsberg Achtung: Falls Sie das in der Tabelle markieren sollen: Gefragt ist der absolute Kostenvorteil. Die Kosten stehen in den Spalten mit der Arbeitszeit. Sie müssen also in dieser Spalte markieren, nicht in der Spalte mit dem Output pro Stunde. gleiches Ergebnis weiter mit e) Wenn nicht dann e) weiß: Meschede rot: Arnsberg klingt plausibel weiter mit f) kann ich nicht nachvollziehen f) Rote Socken Weiße Socken Arnsberg Meschede Das ist klar weiter mit g) wenn nicht klar g) Rote Socken Arnsberg 0 24 Meschede Weiße Socken Wieso ist diese Lösung falsch? Denken Sie sich ein geeignetes Beispiel aus. Falls Sie nicht weiter wissen h) Zahlen noch ändern, sonst ist der relative Preis immer 1 und es gibt keine Preisober- und Untergrenzen Lösungshinweis:

4 a) Hier sind nur Socken pro Tag und Arbeitszeit pro Socke aufzulisten. Hinweis: Die eine Spalte ist der Kehrwert der anderen: Wenn ich pro Stunde zwei Socken herstellen kann, dann brauche ich pro Socke eine halbe Stunde. ACHTUNG: Falls nach den Kosten gefragt wird: Die Kosten für eine Socke bestehen im erforderlichen Faktoreinsatz. Hier also in der Zeit, die für ihre Herstellung aufgewandt werden muß. weiter mit b)

5 b) 1) Warum ist die PMK eigentlich auf einmal eine Gerade, in Kapitel 2 war's doch eine Gerumme? Formal: Es ist hier homogene Arbeit unterstellt: Alle Arbeiter in Arnsberg und Meschede sind im Stricken gleich gut. Bei homogenen Faktoren ist die PMK eine gerade, bei inhomogenen ist sie gewölbt. Ehrliche Antwort: So ist die Aufgabe einfacher zu beantworten. Andernfalls wäre die Steigung ja in jedem Punkt eine andere und Sie müßten mit Funktionen und Ableitungen rechnen, statt einfach Werte einzusetzen. 2) Wenn Ihnen erstmal klar ist, daß die PMK hier eine Gerade ist, ist der Rest einfach: Eine Gerade ist durch zwei Punkte definiert - und für beide Städte stehen ja schon zwei Punkte in der Aufgabe: Für Arnsberg die Punkte (3; 0) und (0; 3) und für Meschede die Punkte (1; 0) und (0; 2) weiter mit c)

6 c) Halten Sie sich vor Augen: Auf wie viel vom ersten Gut muß ich verzichten, damit ich eine weitere Einheit vom zweiten Gut bekomme. Sehen Sie sich evtl. nochmal Prinzip 2 in Abschnitt im Studienbuch an. Beiläufig: Schon gemerkt: Die zweite Spalte ist einfach der Kehrwert der ersten. Klar: wenn mich ein Päckchen Zigaretten weiter mit d)

7 d) Nicht einfach nur auf die links klicken. Das müssen Sie mit den Informationen aus der Tabelle aus a) schon selbst rauskriegen. weiter mit e)

8 e) Betrachten Sie die Tabelle aus c) und denken Sie an die Opportunitätskosten von roten und von weißen Socken. weiter mit f)

9 f) Jeder Arbeiter stickt 4 Stunden rote und 4 Stunden weiße Socken. Zusammen sind das dann in Arnsberg:... rote und... weiße Socken.... weiter mit g)

10 g) Durch Handel kann es beiden besser gehen. Diesen Fall haben wir in der oberen Antwort nicht. Vergleichen Sie mit der Tabelle aus f). Ohne Handel sind insgesamt 20 rote und 16 weiße Socken produziert werden. Wir haben in g) zwar mehr weiße Socken als vorher aber von den roten haben wir weniger. Eindeutig besser ginge es den Leuten nur, wenn mindestens von einem Gut mehr und vom anderen genau so viel da wäre wie in Autarkie. Oder, noch besser: wenn von beidem mehr produziert werden kann. Ah, ja, jetzt krieg ich's hin: weiter mit h) Immer noch unklar?

11 g2) Wie kriegt man dies hin? Der allgemeine Trick ist: 1) Lassen Sie das Land, das bei beiden Gütern einen absoluten Nachteil hat, sich zuerst spezialisieren. Hier: Meschede hat einen komparativen Vorteil bei roten Socken, also konzentriert es sich auf die. Meschede produziert 16 rote Socken. 2) Arnsberg darf sich nicht vollständig spezialisieren, sondern muß einen Teil seiner Arbeitszeit dazu verwenden, das herzustellen, was an roten Socken noch fehlt. Mindestens 4, aber probieren wir mal, ob man auch von beidem mehr herstellen kann und sagen wir 5. 3) Arnsberg produziert jetzt also 5/3 Stunden lang rote Socken. Bleiben 19/3 Stunden - und in 19/3 Stunden können dort 3 (19/3) = 19 weiße Socken hergestellt werden. Ok - weiter mit h.

12 h) In Autarkie kostet Arnsberg eine rote Socke... weiße Socken. Teurer dürfen weiße Socken also nicht sein, sonst würde Arnsberg sie gleich selbst herstellen. In Autarkie bekommt man in Meschede für eine rote Socke... weiße Socken. Billiger dürfen rote Socken also nicht sein, sonst lohnt sich die Produktion in Meschede nicht.

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