Pressemitteilung Die nächste Meldung zum GfK-Konsumklima erscheint am 25. Mai 2016, 8.00 Uhr

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1 Pressemitteilung Die nächste Meldung zum GfK-Konsumklima erscheint am 25. Mai 2016, 8.00 Uhr 27. April 2016 Rolf Bürkl T Ursula Fleischmann Corporate Communications T Konsumklima wieder im Aufwind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für April 2016 Nürnberg, 27. April 2016 Der Konsumoptimismus der deutschen Verbraucher verbessert sich im April spürbar. Für Mai prognostiziert der Gesamtindikator 9,7 Punkte nach 9,4 Zählern im April. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung weisen Zuwächse auf. Die Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder etwas an Schwung gewinnt. Entsprechend steigt die Konjunkturerwartung im April. In deren Sog legen auch die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung spürbar zu und verbessern ein weiteres Mal ihr ohnehin schon sehr gutes Niveau Verbraucher sehen Wirtschaft im moderaten Aufschwung Nach den Verlusten im Vormonat legt die Konjunkturerwartung im April wieder spürbar zu. Der Indikator gewinnt 5,8 Punkte und steigt auf 6,3 Zähler. Damit stabilisiert sich die Konjunkturstimmung im positiven Bereich, also über ihrem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Aus Sicht der Verbraucher wird die deutsche Wirtschaft in den nächsten Monaten weiter wachsen. Allerdings dürfte der Aufschwung eher moderat verlaufen. Davon gehen auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer kürzlich veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose aus. Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,6 Prozent steigen, nach 1,7 Prozent im vergangenen Jahr. Für 2017 gehen die Institute derzeit von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent aus. GfK SE Nordwestring Nürnberg T Vorstand: Matthias Hartmann (CEO) Christian Diedrich (CFO) Dr. Gerhard Hausruckinger David Krajicek Alessandra Cama Vor allem geopolitische Unsicherheiten sowie die Konjunkturschwäche in einer Reihe von Schwellenländern scheinen gegenwärtig die wichtigsten Hemmnisse für eine schwungvollere Erholung der deutschen Wirtschaft zu sein. Vor allem die Investitionen seitens der Wirtschaft fallen deutlich schwächer aus, als es angesichts der äußerst günstigen Finanzierungsbedingungen zu erwarten wäre. Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Arno Mahlert Registergericht Nürnberg HRB

2 Einkommenserwartung steigt auf Neun-Monats-Hoch Auch die Einkommenserwartungen der deutschen Konsumenten legen deutlich zu. Nach einem Plus von 7 Zählern klettert der Indikator auf 57,5 Punkte. Zuletzt wurde vor neun Monaten, im Juli 2015, mit 58,6 Zählern ein besserer Wert gemessen. Gründe dafür dürften zum einen die wieder besseren Konjunkturaussichten, zum anderen die sehr gute Arbeitsmarktsituation sein. Als Folge der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften wird auch die gerade begonnene Tarifrunde für einen beträchtlichen Teil der Arbeitnehmer zu erfreulichen Einkommenszuwächsen führen. Hinzu kommt, dass angesichts anhaltend niedriger Energiepreise auch die Inflation in diesem Jahr überaus moderat bleiben wird, so dass auch real deutlich mehr in den Geldbeuteln bleiben dürfte. Schließlich können sich auch die Rentner in diesem Jahr über deine deutliche Steigerung ihrer Bezüge freuen. Wie kürzlich von der Bundesregierung verabschiedet, werden zum ersten Juli dieses Jahres die gesetzlichen Renten im Westen um 4,25 Prozent und im Osten sogar um 5,95 Prozent erhöht. Anschaffungsneigung profitiert von EZB-Entscheidung Von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank im März, die Geldschleusen weiter zu öffnen, kann die Anschaffungsneigung offenbar profitieren. Der Indikator gewinnt im April 5,4 Zähler hinzu und steigt auf 55,4 Punkte. Zuletzt verzeichnete der Indikator im Juli 2015 mit exakt 56 Punkten einen höheren Wert. Die kürzlich gefassten Beschlüsse der EZB, wonach der Leitzins auf 0 Prozent abgesenkt, das Anleiheaufkaufprogramm noch einmal ausgeweitet und der Strafzins für Banken, die Geld bei der EZB deponieren wollen, erhöht wurde, haben die Sparneigung der Deutschen im April auf einen neuen historischen Tiefststand sinken lassen. Im Gegenzug hat die Konsumneigung zugelegt. Sparen bleibt nach wie vor keine attraktive Alternative, zumal vor dem Hintergrund der Zinsentscheidungen der EZB zunehmend auch die Frage diskutiert wird, ob es auch für Privatguthaben künftig Negativzinsen geben wird, das heißt der Anleger muss eine Gebühr dafür entrichten, dass er sein Geld bei der Bank deponiert. Bislang verlangen einige Banken diese Gebühr nur für größere Geschäftsguthaben. Konsumklima legt spürbar zu Für Mai 2016 prognostiziert der Gesamtindikator 9,7 Punkte nach 9,4 Zählern im April. Das Konsumklima legt somit spürbar zu. Diese Entwicklung bestätigt die zu Jahresbeginn veröffentlichte Prognose von GfK, wonach der private Konsum in diesem Jahr um etwa 2 Prozent zulegen wird. Für das vergangene Jahr wurden 1,9 Prozent gemessen. 2

3 Angesichts eines zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Wachstums von etwa 1,6 Prozent wird somit die Binnennachfrage die wesentliche Stütze der Konjunktur in Deutschland bleiben. Dafür werden in erster Linie die inländischen Rahmenbedingungen, wie steigende Beschäftigung, wachsende Einkommen und eine sehr moderate Inflation, verantwortlich sein. Voraussichtliche Veröffentlichungstermine 2016 Mittwoch, 25. Mai 2016, 8 Uhr Mittwoch, 29. Juni 2016, 8 Uhr Mittwoch, 27. Juli 2016, 8 Uhr Freitag, 26. August 2016, 8 Uhr Mittwoch, 28. September 2016, 8 Uhr Mittwoch, 26. Oktober 2016, 8 Uhr Donnerstag, 24. November 2016, 13 Uhr Freitag, 23. Dezember 2016, 8 Uhr Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im April im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr: April 2016 März 2016 April 2015 Konjunkturerw artung Einkommenserwartung Anschaffungsneigung 6,3 0,5 35,3 57,5 50,5 55,1 55,4 50,0 58,3 Konsumklima 9,4 9,5 10,0 Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre: GfK-Indikator Konsumklima (Stand: April 2016) 3

4 Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf monatlich rund Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt. Das Konsumklima bezieht explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch je nach Abgrenzung lediglich etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich. GfK prognostizierte für das Jahr 2015 einen Anstieg des privaten Konsums von mindestens 1,5 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg der private Konsum im Jahr 2015 real um 1,9 Prozent. Auch hierbei geht es nicht um die Einzelhandelsumsätze, sondern um die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher. Die Anschaffungsneigung ist wie alle anderen Indikatoren auch ein Stimmungsindikator. Sie fragt, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Selbst wenn sie dies mit Ja beantworten, müssen noch zwei weitere Voraussetzungen für einen Kauf vorhanden sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen. Zudem handelt es sich hier tatsächlich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern. Die Ergebnisse der Stimmungsbefragung stammen aus monatlich durchgeführten persönlichen Interviews bei etwa Personen, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland sind. Dieses Befragungsinstrument unterliegt ständigen Qualitätskontrollen, vor allem auch im Hinblick auf seine Repräsentativität. Die ausgesprochen hohe Qualität dieser Erhebung zeigt sich auch daran, dass sie für Umfragen im Bereich der empirischen Rechtsforschung (z.b. Verwechslungsgefahr von Produkten) verwendet und anerkannt ist. Das heißt, die Ergebnisse haben Gutachterqualität und müssen jeweils vor Gericht standhalten. Weitere Informationen: Rolf Bürkl, Tel , und unter consumer-climate.gfk.com 4

5 Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Indikatoren im Überblick: Konjunkturerwartung Einkommenserwartung Konsum- und Anschaffungsneigung Konsumklima Was glauben Sie, wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? (verbessern gleich bleiben verschlechtern) Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? (verbessern gleich bleiben verschlechtern) Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen? (Der Augenblick ist günstig weder günstig noch ungünstig ungünstig) Dieser Indikator soll die Entwicklung des privaten Verbrauchs erklären. Seine wesentlichen Einflussfaktoren sind die Einkommenserwartung, die Anschaffungs- und die Sparneigung. Die Konjunkturerwartung wirkt eher indirekt über die Einkommenserwartung auf das Konsumklima. Über GfK GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen. Durch sie hilft das Marktforschungsunternehmen seinen Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. GfK verfügt über langjährige Erfahrung im Erheben und Auswerten von Daten. Rund Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftlicher Verfahren macht GfK aus großen Datenmengen intelligente Informationen. Dadurch gelingt es den Kunden von GfK, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Leben der Verbraucher zu bereichern. Weitere Informationen erhalten Sie unter Folgen Sie uns auf Twitter: V.i.S.d.P. GfK SE, Corporate Communications Jan Saeger Nordwestring Nürnberg T

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