Pressekonferenz am 8. Dezember 2015 im Pressezentrum des Landtags Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf

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1 Pressekonferenz am 8. Dezember 2015 im Pressezentrum des Landtags in Düsseldorf anlässlich des Erscheinens des Statistischen Jahrbuchs NRW 2015 Schwerpunktthema: Die Ressource Wasser im Spiegel der Statistik Statement von Hans-Josef Fischer, Präsident von Information und Technik (IT.NRW) Es gilt das gesprochene Wort. Sehr geehrte Damen und Herren, das heute veröffentlichte Statistische Jahrbuch für ist eine umfassende Faktensammlung mit Statistikergebnissen aus allen gesellschaftlichen Bereichen von A wie Abendschulen bis Z wie Zugezogene. Es enthält Daten für, seine Kreise, Städte und Gemeinden. Hier ein paar Highlights: Nordrhein-westfälische Verbraucher mussten im September 2015 für ein Pfund Kaffee 25,4 Prozent, für Zigaretten 17,5 Prozent und für Mineralwasser 5,3 Prozent mehr bezahlen als Im vergangenen Jahr wurde in NRW alle dreieinhalb Minuten ein Kind geboren; die Geburtenzahl war mit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr (2004: ), aber nur etwa halb so hoch wie im Rekordjahr 1964 (damals: Geborene). Etwa Hektar (0,5 Prozent) der gesamten landwirtschaftlichen Fläche NRWs ( Hektar) wurden 2014 genutzt, um Weihnachtsbäume (außerhalb des Waldes) zu kultivieren. Dies entspricht einer Fläche von knapp Fußballfeldern. Wie Sie sehen werden, bietet das Statistische Jahrbuch eine Vielzahl von Themen. Als Schwerpunkt haben wir in diesem Jahr das Thema Die Ressource Wasser im Spiegel der Statistik gewählt. Ich beantworte die Fragen: Woher kommt unser Wasser? Wie viel verbrauchen wir? Wie viel kostet es? Wohin fließt das (Ab-)Wasser zurück? 1

2 Woher kommt unser Wasser? Wasser ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens. In unseren Breiten ist sauberes Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit, allerdings haben nach aktuellen Schätzungen weltweit rund 700 Millionen Menschen keine oder nur eine unzureichende Trinkwasserversorgung. Hierzulande nutzen nahezu alle Einwohner die öffentliche Wasserversorgung der Städte und Gemeinden. In deckt sich der Trinkwasserbedarf (2013 insgesamt 1,2 Milliarden Kubikmeter) aus verschiedensten Wassergewinnungsquellen. Mehr als zwei Drittel (813 Millionen Kubikmeter) des Trinkwassers werden aus Grundwasser und angereichertem Grundwasser gewonnen. Es folgen See- und Talsperrenwasser (185 Millionen Kubikmeter) sowie Uferfiltrat (146 Millionen Kubikmeter). Quell- (23 Millionen Kubikmeter) und Flusswasser (12 Millionen Kubikmeter) spielen bei der Trinkwassergewinnung in eine untergeordnete Rolle. In werden deutschlandweit die meisten Talsperren (76) betrieben. Sie haben ein Gesamtfassungsvermögen von Millionen Kubikmetern. See- und Talsperrenwasser wird überwiegend in den südlichen und östlichen Landesteilen von (Sauerland, Siegerland-Wittgenstein, Bergisches Land und Eifel) gewonnen. Die Rurtalsperre Schwammenauel ist die zweitgrößte Talsperre Deutschlands und die größte in NRW; sie hat ein Gesamtfassungsvermögen von 202,6 Millionen Kubikmetern. Die Biggetalsperre (171,7 Millionen Kubikmeter) und die Möhnetalsperre (134,5 Millionen Kubikmeter) folgen in der Landesrangliste auf den Plätzen zwei und drei. 2

3 1. Wassergewinnung in 2013 Anteile an der gesamten Wassergewinnung in Prozent 1% 16% 39% 30% 12% 2% Grundwasser Quellwasser Uferfiltrat angereichertes Grundwasser See- und Talsperrenwasser Flusswasser Möhnetalsperre 134,5 m 3 Sorpetalsperre 70,0 m 3 Urfttalsperre 45,5 m 3 Rurtalsperre Schwammenauel 202,6 m 3 Wahnbachtalsperre 40,9 m 3 Große Biggetalsperre Dhünntalsperre 171,7 m 3 81,0 m 3 In gibt es insgesamt 76 Talsperren mit einem Gesamtfassungsvermögen von rund Millionen m 3. 3

4 Wie viel Wasser verbrauchen wir? Sowohl der Verbrauch von Trinkwasser als auch der Verbrauch von Wasser zum alltäglichen Leben werden allgemein als Wasserverbrauch bezeichnet. Allerdings ist dieser Begriff streng genommen nicht zutreffend, denn Wasser wird niemals verbraucht, sondern vielmehr gebraucht. Somit wäre die Verwendung des Begriffes Wassergebrauch treffender. Nach Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. wurde im Jahr 2012 ein Großteil des verbrauchten Wassers in deutschen Haushalten für Körperpflege, Toilette, Wäsche waschen oder Spülen verwendet (ca. 87 Prozent). Für Kochen und Trinken fiel ein vergleichsweise kleiner Anteil an (ca. 4 Prozent). In lag der tägliche durchschnittliche Wasserverbrauch je Einwohner im Jahr 2013 bei etwa 133 Litern. NRW liegt damit über dem Bundesdurchschnitt (121 Liter), im internationalen Vergleich jedoch eher am unteren Ende der Skala. Dubai nimmt mit einem Verbrauch von 500 Litern weltweit die Spitzenposition ein; Schlusslicht ist Indien mit 25 Litern. Die USA, Japan und Spanien weisen mehr als doppelt so hohe Durchschnittswerte auf wie. Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch pro Kopf ist in kontinuierlich gesunken wurden mit 147 Litern noch 14 Liter mehr verbraucht als Ursächlich für diesen Rückgang könnten der bewusstere Umgang der Bevölkerung mit der Umwelt und ihren endlichen Ressourcen sowie der verstärkte Einsatz von moderner Wasserspartechnik in den Haushalten sein. Regional betrachtet schwankt der Wasserverbrauch in NRW zwischen 107,1 Litern (Kreis Siegen-Wittgenstein) und 167,6 Litern (Düsseldorf). Die höchsten durchschnittlichen Wasserverbräuche von 140 Litern und mehr pro Tag sind beispielsweise in den Städten Köln, Düsseldorf, Wuppertal und Münster sowie den Ruhrgebietsstädten Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zu beobachten. In den ländlich geprägten Kreisen am Niederrhein, in Ostwestfalen oder im Sauerland wird tendenziell weniger Wasser verbraucht. Weniger als 120 Liter wurden im Kreis Viersen, im Oberbergischen Kreis, im Märkischen Kreis, im Kreis Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Lippe, Höxter und Herford sowie in der Stadt Bielefeld verbraucht. 4

5 2. Durchschnittlicher täglicher Trinkwasserverbrauch je Einwohner und Tag in Liter Dubai 500 l* Durchschnittlicher Trinkwasserverbrauch in 2013 je Einwohner und Tag in Liter Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Krefeld Mülheim an der Ruhr Gelsenkirchen Essen Herne Bochum Duisburg Bottrop Oberhausen Ennepe- Ruhr-Kreis Dortmund Hagen Unna Soest Viersen Mönchengladbach Remscheid Düsseldorf Mettmann Solingen Wuppertal Märkischer Kreis Hochsauerlandkreis USA 295 l* Japan 278 l* Spanien 270 l* Heinsberg Städteregion Aachen Rhein-Kreis Neuss Düren Leverkusen Köln Bonn Rhein- Erft-Kreis Rheinisch- Bergischer Kreis Rhein-Sieg-Kreis Oberbergischer Kreis Olpe Siegen-Wittgenstein Täglicher Trinkwasserverbrauch in Liter pro Einwohner unter bis unter bis unter 133 Schweiz 237 l* Euskirchen 133 bis unter und mehr kreisfreie Städte und Kreise Regierungsbezirke Schweden 197 l* : 133 l GeoBasis-DE/BKG 2015 Täglicher Trinkwasserverbrauch in Liter pro Kopf in NRW Frankreich 156 l* NRW 133 l Deutschland 121 l Belgien 120 l* ,1 143,4 141,1 139,2 135,3 134,5 133, Indien 25 l* * Quelle: Wikipedia Verbrauch von Wasser pro Person und Tag (ohne Industrie), Stand:

6 Wie viel kostet unser Trink- und Abwasser? Die Entgelte für Trink- und Abwasser setzen sich aus einer verbrauchsabhängigen (je Kubikmeter Wasserbezug) und einer verbrauchsunabhängigen Komponente (pauschal je Monat) zusammen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Grundgebühr, die Entgelte für die Zähler oder die Trinkwasserbereitstellung bzw. Abwasserbeseitigung beinhaltet. In der Grundgebühr können ggf. noch Beiträge für Wartung und für den Aufbau von lokalen Infrastrukturen enthalten sein. In wurden 2013 durchschnittlich 1,62 Euro für einen Kubikmeter Trinkwasser bezahlt. Die Spannweite reichte von 62 Cent in der Gemeinde Hövelhof bis zu 2,68 Euro in der Stadt Solingen. Trinkwasserentgelte unter 1,25 Euro wurden von insgesamt 90, Trinkwasserentgelte zwischen 1,55 Euro und 1,70 Euro von 91 Städten und Gemeinden erhoben. Regional betrachtet fallen die verbrauchsabhängigen Trinkwasserentgelte unterschiedlich aus: Über 1,70 Euro pro Kubikmeter wurden beispielsweise im Bergischen Land, in der Städteregion Aachen sowie in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis gezahlt. In Teilen des Münsterlandes und im Sauerland sind die Kubikmeterpreise mit weniger als 1,45 Euro eher moderat. Bei den verbrauchsabhängigen Abwasserentgelten liegt die Spanne zwischen 1,07 Euro in der Gemeinde Reken und 6,52 Euro in Elsdorf. In den Regionen Eifel, Bergisches Land, Sauerland und dem Lipper-Bergland werden mit Preisen ab 3,60 Euro die höchsten Abwasserentgelte in erhoben. Von 2008 bis 2013 haben sich die Trinkwasserentgelte kaum erhöht. Bei den Abwasserentgelten ist hingegen ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten: Lag der Preis für einen Kubikmeter Abwasser im Jahre 2008 noch bei 2,36 Euro, wurde im Jahr 2013 ein Preis von 2,59 Euro verlangt. 6

7 3. Wasserentgelte in Trinkwasserpreise 2013 in je m 3 Abwasserentgelte in 2013 Solingen 2,68 Remscheid 2,48 Haan 2,30 Aachen 2,12 Krefeld 1,94 NRW 1,62 Hamm 1,43 Abwasserentgelte in NRW in Euro je Kubikmeter unter 2,15 2,15 bis unter 2,65 2,65 bis unter 3,00 3,00 bis unter 3,60 3,60 und mehr Brüggen 1,21 : 2,59 Euro Gemeinden kreisfreie Städte und Kreise Regierungsbezirke GeoBasis-DE/BKG 2015 Harsewinkel 1,00 3,00 Durchschnittliche Wasserentgelte in NRW je Kubikmeter Trinkwasser Abwasser Delbrück 0,77 2,50 2,36 2,39 2,46 2,51 2,56 2,59 Hövelhof 0,62 2,00 1,61 1,62 1,63 1,63 1,62 1,62 1,50 1,00 0,50 0,

8 Zu guter Letzt: Wohin fließt unser (Ab-)Wasser zurück? Die entstehenden Abwässer der Haushalte werden nicht wie in den vergangenen Jahrhunderten ungeklärt in Flüsse oder Straßengräben abgeleitet. Heutzutage sorgen die öffentlichen Kanalnetze der Städte und Gemeinden dafür, dass die Abwässer in zentralen Kläranlagen aufbereitet und nach erfolgreicher Reinigung wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. In waren im Jahr 2013 rund 98 Prozent der Bevölkerung an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen Kilometer lang war das nordrhein-westfälische Kanalnetz im Jahr Der Rhein-Sieg-Kreis hatte mit insgesamt Kilometern die längste Kanalnetzlänge, in Bottrop waren es lediglich 387 Kilometer. Betrachtet man das nordrhein-westfälische Kanalnetz nach dem Baualter, dann ist zu erkennen, dass rund 69 Prozent des Kanalnetzes zwischen 1961 und 2010 errichtet worden sind. Lediglich zwei Prozent des Kanalnetzes wurden ab dem Jahr 2011 in Betrieb genommen. Älter als 55 Jahre sind mehr als 15 Prozent des Kanalnetzes. Die Anteile der vor 1960 errichteten Abwasserrohre am gesamten Kanalnetz sind in den Städten und Kreisen s unterschiedlich: In den Städten Düsseldorf, Duisburg und Wuppertal beträgt der Anteil der über 55-jährigen Kanalnetze am Gesamtkanalnetz über 40 Prozent. In Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid sowie den Ruhrgebietsstädten Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen liegt der Anteil zwischen 30 und 40 Prozent. Im Münsterland, am Niederrhein, in der Eifel, dem Sauerland und in Ostwestfalen sind die Kanalnetze dagegen deutlich jünger; hier liegt der Anteil der Kanalnetze, die vor dem Jahr 1960 errichtet worden sind, bei unter 20 Prozent. Mit diesen Ergebnissen konnte ich Ihnen sicherlich einen kleinen Einblick in die Schatztruhe der amtlichen Statistik geben. Ich möchte Sie einladen, die Ergebnisse unserer Statistiken auch in Zukunft zu nutzen. Das Statistische Jahrbuch 2015, das ab heute als Print- und Onlineversion verfügbar ist, lädt zum Nachschlagen und Recherchieren ein ich freue mich, Ihnen dieses Buch des Wissens übergeben zu können. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 8

9 4. Kanalnetz in NRW km Alte Kanalnetze in 2013 Minden-Lübbecke Steinfurt Rh.-Sieg-Kreis km Herford Borken Münster Bielefeld Lippe Coesfeld Warendorf Gütersloh Kleve Wesel Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Krefeld Mülheim an der Ruhr Gelsenkirchen Essen Herne Bochum Duisburg Bottrop Oberhausen Ennepe- Ruhr-Kreis Dortmund Hagen Unna Soest Hochsauerlandkreis km Kreis Wesel km Heinsberg Städteregion Aachen Viersen Remscheid Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Düren Mettmann Köln Solingen Wuppertal Bonn Leverkusen Mönchengladbach Rhein- Erft-Kreis Rheinisch- Bergischer Kreis Rhein-Sieg-Kreis Oberbergischer Kreis Märkischer Kreis Hochsauerlandkreis Olpe Siegen-Wittgenstein Alte Kanalnetze in NRW Anteile des vor 1960 errichteten am gesamten Kanalnetz in Prozent unter bis unter bis unter 30 Köln km Euskirchen 30 bis unter und mehr kreisfreie Städte und Kreise Regierungsbezirke Kreis Heinsberg km : 15,2 Prozent GeoBasis-DE/BKG 2015 Kanalnetze in nach Baujahr Düsseldorf km 14% 15% Bochum km 2% Bonn 945 km Hamm 779 km Bottrop 387 km 11% 14% 12% 15% 17% vor bis bis bis bis bis bis 2013 Baujahr unbekannt 9

10 Erläuterungen Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und unterliegt deshalb auch einer strengen Trinkwasserkontrolle, die unter anderem in der Trinkwasserverordnung geregelt ist. Trinkwasser darf nicht mit Krankheitserregern belastet sein. Auch andere gesundheitsschädigende Eigenschaften sind auszuschließen. Trinkwasser soll klar und farblos sein, keine Trübungen aufweisen und keinen unangenehmen Geruch oder Geschmack haben. Wasserdefinitionen: Grundwasser ist Wasser, welches Hohlräume in Form von Poren, Klüften und Höhlen zusammenhängend ausfüllt. Durch Versickern von Niederschlägen oder teilweise auch aus Flüssen und Seen gelangt es dorthin. Quellwasser stammt aus natürlichen unterirdischen und schadstoffgeschützten Reservoiren und wird direkt am Ort der Quelle abgefüllt. Quellwasser setzt sich aus Oberflächenwasser zusammen. Es versickert und auf seinem Weg in die Tiefe passiert es verschiedene Boden- und Gesteinsschichten, die zur natürlichen Filterung des Wassers beitragen. Uferfiltrat ist Wasser, das in Ufernähe von Flüssen und Seen aus Brunnen gewonnen wird. Es speist sich zu einem erheblichen Teil aus Wasser, welches aus einem Oberflächengewässer stammt. Die Qualität des Uferfiltrats wird maßgeblich bestimmt von der Beschaffenheit des Oberflächengewässers, denn das Wasser fließt vom Bett des Gewässers durch die angrenzenden Bodenschichten in die Förderbrunnen. Bevor dieses Wasser in die Versorgungsnetze eingespeist wird, muss es noch verschiedenste Verfahren der Wasseraufbereitung durchlaufen. Angereichertes Grundwasser setzt sich überwiegend aus echtem Grundwasser, Uferfiltrat und aus Gewässern entnommenen und planmäßig versickertem Oberflächenwasser zusammen. Um das Grundwasserangebot zu erhöhen wird dieses Wasser (gegebenenfalls noch gereinigtes Abwasser oder Grundwasser anderer Fördergebiete) über Versickerungsgräben, -becken oder -brunnen in den Untergrund eingebracht. Dabei durchläuft es nach entsprechend langer Fließstrecke und Verweilzeit verschiedene Boden- und Gesteinsschichten und gelangt so ins Grundwasser. See- und Talsperrenwasser wird zur Trinkwassergewinnung häufig aus Rohwasser gewonnen, welches aus Talsperren und Seen (häufig nährstoffarme tiefe Seen) entnommen wird. Bei beiden Gewässerformen ist für die Wasserqualität entscheidend, inwiefern die Zuflüsse des Einzugsgebietes Verunreinigungen mit sich führen und wie der Uferbereich und der See insgesamt genutzt werden. Das Rohwasser wird wegen des entkeimenden Effekts aus mindestens 40 Metern Tiefe entnommen und in weiteren Bearbeitungsschritten zu Trinkwasser aufbereitet. 10

11 Anmerkungen zu den Entgelten: In den Fällen, in denen pro Gemeinde mehrere Unternehmen unterschiedliche Trinkwasserentgelte in Rechnung stellen, werden für die Gewichtung der Durchschnittsentgelte auf Gemeindeebene die angeschlossenen Einwohner herangezogen. Oberhalb der Gemeindeebene werden nach Einwohnerzahl gewichtete Mittelwerte gebildet. Bei der Mittelwertberechnung werden ausschließlich Gemeinden berücksichtigt, die entsprechende Entgeltkomponenten erheben. In den Fällen, in denen pro Gemeinde mehrere Unternehmen mit unterschiedlichen Abwasserentgelten tätig sind, wird ein ungewichtetes durchschnittliches Entgelt auf Gemeindeebene gebildet. Oberhalb der Gemeindeebene werden nach Einwohnerzahlen gewichtete Mittelwerte gebildet. Bei der Mittelwertberechnung werden ausschließlich Gemeinden berücksichtigt, die entsprechende Entgeltkomponenten erheben. 11

12 Information und Technik Mauerstraße Düsseldorf Pressestelle 8 Fax Pressesprecherin Kirsten Bohne ( Claudia Key ( Leo Krüll (

13 Durchschnittlicher Trinkwasserverbrauch in 2013 je Einwohner und Tag in Liter Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Coesfeld Münster Warendorf Gütersloh Bielefeld Lippe Kleve Wesel Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Heinsberg Viersen Krefeld Rhein-Kreis Neuss Mönchengladbach Rhein- Erft-Kreis Mettmann Köln Solingen Wuppertal Remscheid Düsseldorf Duisburg Gelsenkirchen Bottrop Herne Oberhausen Bochum Mülheim Essen an der Ruhr Ennepe- Ruhr-Kreis Leverkusen Rheinisch- Bergischer Kreis Dortmund Hagen Oberbergischer Kreis Unna Märkischer Kreis Soest Hochsauerlandkreis Olpe Siegen-Wittgenstein Städteregion Aachen Düren Rhein-Sieg-Kreis Täglicher Trinkwasserverbrauch in Liter pro Einwohner Bonn unter bis unter 128 Euskirchen 128 bis unter bis unter und mehr kreisfreie Städte und Kreise Regierungsbezirke : 133 l GeoBasis-DE/BKG 2015

14 Abwasserentgelte in 2013 Abwasserentgelte in NRW in Euro je Kubikmeter unter 2,15 2,15 bis unter 2,65 2,65 bis unter 3,00 3,00 bis unter 3,60 3,60 und mehr Gemeinden kreisfreie Städte und Kreise : 2,59 Euro Regierungsbezirke GeoBasis-DE/BKG 2015

15 Trinkwasserentgelte in 2013 Trinkwasserentgelte in NRW in Euro je Kubikmeter unter 1,25 1,25 bis unter 1,45 1,45 bis unter 1,55 1,55 bis unter 1,70 1,70 und mehr Gemeinden kreisfreie Städte und Kreise : 1,62 Euro Regierungsbezirke GeoBasis-DE/BKG 2015

16 Alte Kanalnetze in 2013 Minden-Lübbecke Steinfurt Herford Borken Coesfeld Münster Warendorf Gütersloh Bielefeld Lippe Kleve Wesel Recklinghausen Hamm Paderborn Höxter Heinsberg Städteregion Aachen Viersen Krefeld Rhein-Kreis Neuss Düren Euskirchen Mönchengladbach Rhein- Erft-Kreis Mettmann Köln Solingen Wuppertal Bonn Remscheid Düsseldorf Duisburg Gelsenkirchen Bottrop Herne Oberhausen Bochum Mülheim Essen an der Ruhr Ennepe- Ruhr-Kreis Leverkusen Rheinisch- Bergischer Kreis Rhein-Sieg-Kreis Dortmund Hagen Oberbergischer Kreis Unna Märkischer Kreis Soest Hochsauerlandkreis Olpe Siegen-Wittgenstein Alte Kanalnetze in NRW Anteile des vor 1960 errichteten am gesamten Kanalnetz in Prozent unter bis unter bis unter bis unter und mehr kreisfreie Städte und Kreise Regierungsbezirke : 15,2 Prozent GeoBasis-DE/BKG 2015

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