Geschäftsbericht 2010

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1 Geschäftsbericht 2010

2 Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Johannes 14, 1

3 Inhalt Grußwort des Vorstands Organe der Bank Interaktiv Unsere Kundinnen und Kunden Kirchenkreis Jülich EIKON Film- und Fernsehproduktion Stiftung Dresdner Kreuzchor Altersversorgungskasse des Kaiserswerther Verbandes Tradition unter neuem Dach KD-BANK-STIFTUNG: Für kirchliche und diakonische Zwecke Umweltaktivitäten FairWorldFonds Nachhaltigkeitsfilter für die Eigenanlagen der Bank für Kirche und Diakonie SEPA am Ball bleiben Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bericht des Vorstands Geschäftsjahr Geschäftsverlauf Vermögenslage Ertragslage Finanz- und Liquiditätslage Risiken der künftigen Entwicklung Voraussichtliche Entwicklung der Genossenschaft Geschäftsstellen Vorschlag für die Ergebnisverwendung Bericht des Aufsichtsrats Jahresabschluss Jahresbilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang

4 Grußwort des Vorstands Dr. Ekkehard Thiesler Vorsitzender Innenrevision Personal Qualitätsmanagement Unternehmensservice Vorstandsstab/Marketing Ewald Peter Lachmann (bis 15. März 2011) Institutionen Rheinland Repräsentant Süd-West Treasury/Kundenwertpapiere Ulrike Badura Betriebswirtschaft Kreditfolge Organisation Vertriebsunterstützung/Wertpapierfolge Zahlungsverkehr Jörg Moltrecht Institutionen Rheinland (seit 16. März 2011) Institutionen Westfalen-Lippe-Leer Institutionen Berlin Institutionen Magdeburg Repräsentant Süd-West (seit 16. März 2011) Ilona Pollach (seit 09. Juni 2010) Institutionen LKG Sachsen Privatkunden Treasury/Kundenwertpapiere (seit 16. März 2011) 4 Geschäftsbericht 2010

5 Liebe Mitglieder, sehr geehrte Kundinnen und Kunden, sehr geehrte Geschäftsfreunde, herzlich willkommen bei Ihrer Bank für Kirche und Diakonie. Wir freuen uns, Ihnen über ein erfolgreiches Jahr berichten zu können: Die älteste und die größte evangelische Kirchenbank LKG Sachsen und KD-BANK haben sich zusammengeschlossen, um für die Zukunft gut aufgestellt und ein noch stärkerer Partner für Sie unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden zu sein. Die Mitglieder haben sich auf den Generalversammlungen im April und im Juni 2010 in Dresden und in Dortmund mit überwältigender Mehrheit für den Zusammenschluss ausgesprochen. Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister ist die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2010 rechtskräftig geworden. Die LKG Sachsen besteht in Dresden als Zweigniederlassung der Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK weiter. Auch über die Verschmelzung hinaus können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem FairWorldFonds gemeinsam mit Partnern einen Fonds auf den Markt bringen konnten, der erstmals nachhaltige und entwicklungspolitische Kriterien von Brot für die Welt berücksichtigt. Über 60 Millionen Euro sind bereits im FairWorldFonds investiert, dies hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Im Berichtsjahr konnten wir die Höhe der Darlehnszusagen weiter auf 183 Millionen Euro steigern. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten ermöglicht es uns, der Generalversammlung eine Dividende von sieben Prozent vorzuschlagen. An dieser Stelle danken wir Ihnen, unseren Mitgliedern und Kunden, sehr herzlich für Ihre Treue, denn nur mit Ihrer Unterstützung funktioniert unsere genossenschaftliche Idee unter dem Leitgedanken Gemeinsam handeln Gutes bewirken. Gern stellen wir wieder Kunden, ihre Aufgaben und die Partnerschaft mit der Bank für Kirche und Diakonie und der LKG Sachsen vor. Unser Dank gilt unseren Mitarbeitenden, die Tag für Tag ihr Engagement einbringen und die Basis unseres Erfolges bilden. Herzlich danken wir auch den Mitgliedern unseres Aufsichtsrats und Beirats, die uns mit ihrem Know-how um die Bedürfnisse von Kirche und Diakonie unterstützen und beraten. Wir gedenken an dieser Stelle unserer Mitarbeiterin Annette Vierbaum und unserem Beiratsmitglied Hartmut Menzel, die im Juni 2010 bzw. im März 2011 verstorben sind. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Familien und Freunden. Lassen Sie uns gemeinsam Gutes bewirken herzliche Grüße Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK Der Vorstand Dr. Ekkehard Thiesler Ulrike Badura Ewald Peter Lachmann Jörg Moltrecht Ilona Pollach 5

6 Organe der Bank (Stand: ) Vorstand Dr. Ekkehard Thiesler Vorsitzender Münster Ulrike Badura Moers Ewald Peter Lachmann Krefeld Jörg Moltrecht Dortmund Ilona Pollach Dresden Dr. Andrea Helzel Kirchenrätin Evangelische Kirche in Mitteldeutschland Magdeburg Hans-Friedrich Hofacker Vorstandsmitglied i. R. von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel Bielefeld Reinhard Kersten Oberlandeskirchenrat Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens Dresden Klaus Majoress Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg Lüdenscheid Prof. em. Dr. Prof. E. h. Volker Nollau Universitätsprofessor em. der TU Dresden und Honorarprofessor der TU Wien (E. h.) und der Steinbeis Hochschule Berlin/Stuttgart Dresden Jochen Obermann Geschäftsführer Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk Leichlingen Aufsichtsrat Joachim Hasley Vorsitzender Bankdirektor i. R. Duisburg Klaus Winterhoff 1. stellv. Vorsitzender Juristischer Vizepräsident Evangelische Kirche von Westfalen Bielefeld Dr. Frank Rippel Vorstandsmitglied Stiftung kreuznacher diakonie Bad Kreuznach Dr. Arno Schilberg Kirchenrat Lippische Landeskirche Detmold Volker Stork Kirchenverwaltungsdirektor Evangelischer Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Evangelischer Kirchenkreis Recklinghausen Gladbeck Georg Immel 2. stellv. Vorsitzender Oberkirchenrat Evangelische Kirche im Rheinland Düsseldorf Günther Barenhoff Pfarrer Vorstandssprecher Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe Münster Thomas Begrich Oberkirchenrat Evangelische Kirche in Deutschland Hannover Beirat Manfred A. Fellisch Leiter des Büros des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Dresden i. R. Radebeul Karsten Gebhardt Vorstandsvorsitzender Evangelisches Johanneswerk Bielefeld Dr. Martin Grimm Rechtsanwalt Gladbeck Dr. Volker Heinke Vorstandsmitglied Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen und Gemeinsame Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte Dortmund Lutz Ausserfeld Verwaltungsdirektor Evangelisches Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin Gudrun Bremer Amtsleiterin Evangelischer Kirchenkreis Stendal Kreiskirchenamt Jens Bublies Amtsleiter Evangelisches Verwaltungsamt Wuppertal Bernd Buzalla Amtsleiter Verwaltungsamt des Evangelischen Kirchenkreisverbandes Berlin Nord-West 6 Geschäftsbericht 2010

7 Ulrich Conrad Pfarrer Vorstandsvorsitzender Evangelischer Pfarrverein in Westfalen Münster Kurt Drees Kirchenverwaltungsdirektor Vereinigte Evangelische Kirchenkreise Dortmund Helga Feige Pfarrerin i. R. Chemnitz Christiane Fiebrandt Finanzreferentin Evangelische Brüder-Unität Herrnhut Matthias Fiedler Pfarrer Direktor Landesausschuss für Innere Mission Potsdam Rainer Findeisen Superintendent Evangelischer Kirchenbezirk Marienberg Flöha Joachim Gengenbach Stellv. Vorstandsvorsitzender Evangelisches Perthes-Werk Münster Leonhard Gronbach Pfarrer Vorstandsvorsitzender Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort Freudenberg Jürgen Hancke Verwaltungsleiter Samariteranstalten Fürstenwalde Egon Freiherr von Knobelsdorff Generalsekretär Der Johanniterorden Berlin Rolf Krebs Pfarrer Kirchenrat Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung NRW Düsseldorf Prof. Dr. Udo Krolzik Pfarrer Vorstandsvorsitzender Führungsakademie für Kirche und Diakonie Berlin Frank Küpper Geschäftsführer Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf Ulrike Lehmann Leiterin Kreiskirchenamt Evangelischer Kirchenkreis Erfurt Hartmut Menzel Verwaltungsdirektor Evangelisches Kreiskirchenamt Siegen-Wittgenstein Siegen Kornelia Michels Verwaltungsleiterin Evangelischer Kirchenkreisverband Prignitz-Havelland- Ruppin Kyritz Ulrich Neumann Kaufmännischer Vorstand Evangelische Stiftung Volmarstein Wetter Werner Neveling Geschäftsführer Diakonie Ruhr Bochum Wolfgang Overhoff Verwaltungsdirektor Evangelischer Kirchenverband Köln und Region Köln Wolfgang Philipps Oberkirchenrat Evangelische Landeskirche Anhalts Dessau Martin Reiff Verwaltungsleiter Evangelischer Gemeindeverband Koblenz Dr. Reinhard Richter Amtsleiter Evangelischer Kirchenkreisverband Niederlausitz Cottbus Jürgen Scharwei Leiter Kasse der Evangelischen Kirche in Deutschland Hannover Christian Schönfeld Oberkirchenrat Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Radebeul Norbert Scholle Leiter Verwaltungsamt des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger Gummersbach Michael Schwaiger Kaufmännischer Vorstand Diakonisches Werk Stadtmission Dresden Klaus-Dieter Tichy Vorstand Evangelische Stiftung Hephata Mönchengladbach Hartfried Toennessen Vorstand Evangelisches Christophoruswerk Duisburg Henning Weihsbach-Wohlfahrt Verwaltungsrat Evangelische Kirche von Westfalen Landeskirchenamt Bielefeld Dr. Johann Weusmann Vizepräsident Evangelisch-reformierte Kirche Leer Manfred Witkowski Geschäftsführer/Vorstand Evangelische Krankenhausfördergesellschaft Hamm Udo Zippel Kaufmännischer Direktor Stiftung Eben-Ezer Lemgo 7

8 Interaktiv: Unsere Kundinnen und Kunden Wir beraten Kirchenkreise Jülich. Schon ab 1520 gab es erste frühreformatorische Bewegungen, Prädikanten und Täufer im Herzogtum Jülich, gelegen im Rheinland zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln. Doch erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bildete sich mit dem Eintreffen niederländischer Flüchtlinge eine nach Gottes Wort reformierte Kirche. Seit 1837 hat der Kirchenkreis Jülich ein uniertes Bekenntnis, d. h. er ist der gemeinsamen Tradition der lutherischen und reformierten Reformation verpflichtet. Verwaltungsleiter Christian Preutenborbeck und seine Stellvertreterin, Martina Meinecke, erzählen, wie diese Tradition heute mit Leben gefüllt wird. P P Bank für Kirche und Diakonie: Wie ist der Kirchenkreis Jülich aufgestellt? Schon seit 1962 arbeiten der Kirchenkreis Jülich und die Bank für Kirche und Diakonie als Partner zusammen. Preutenborbeck: Im Kirchenkreis Jülich arbeiten 19 Kirchengemeinden mit mehr als Gemeindegliedern zusammen. Er ist einer von 38 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das Gebiet unserer Synode reicht von den Ausläufern der Eifel bis zur niederländischen Grenze: die Landkreise Heinsberg und Düren sowie aus dem Kreis Aachen die Stadt Eschweiler. Bank für Kirche und Diakonie: Beim Betrachten Ihres Internetauftritts fällt auf, dass der Kirchenkreis Jülich einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit in ökologischer und sozialethischer Hinsicht legt. Was treibt Sie an? Seit 2005 arbeiten Kirchenkreis und Gemeinden beharrlich an den Konkretisierungen der Absichtserklärung aus 2005 (s. u.), z. B. in den Themen Mindestlohn für kirchliche Mitarbeitende, ethische Geldanlagen und alternative Energiequellen für kirchliche Gebäude. Christian Preutenborbeck orientiert sich an der Resolution der Kreissynode zum Thema Globalisierung aus 2005: Deshalb verpflichten wir uns, in Zusammenarbeit mit den Kirchen weltweit für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit zu arbeiten, sowohl im globalen Kontext als auch in unserem regionalen und lokalen Umfeld. Preutenborbeck: Der Kirchenkreis Jülich fühlt sich im Besonderen dem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Immer häufiger aber müssen wir erleben, dass die negativen Folgen einer globalisierten Welt unserer evangelischen Sozialethik widersprechen, den Frieden und unser Klima bedrohen. Darum engagieren wir uns zum Beispiel mit unserer Partnerkirche in Marokko für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen an den Außengrenzen der EU oder treten durch ein bewusstes, faires Einkaufen für die Einhaltung von Menschenrechten ein und engagieren uns für den Schutz der Umwelt. Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, ein Bewusstsein für nachhaltige Beschaffungen und nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Als Gemeinden ha ben wir eine große soziale und ökologische Verantwortung bei der Beschaffung von Gütern des täglichen Bedarfs und bei der Wahrnehmung von Dienstleistungen. Kirchengemeinden können somit Vorbilder für Privatleute und Betriebe im regionalen Kontext sein. Bank für Kirche und Diakonie: Wie setzen Sie Ihre Ziele konkret um, können Sie Beispiele benennen? 8 Geschäftsbericht 2010

9 Das Peter-Beier-Haus in Jülich beheimatet einige Referate des Kirchenkreises und ist seit 2006 mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. v.l.n.r. Christian Preutenborbeck Verwaltungsleiter Evangelisches Verwaltungsamt des Kirchenkreises Jülich, Martina Meinecke stellvertretende Verwaltungsleiterin, Harry Horsters Betreuer, Bank für Kirche und Diakonie. Preutenborbeck: Wenn es um das Weitertragen unserer Ideen geht, kann ich beispielsweise auch den Nachhaltigkeitsfilter der Bank für Kirche und Diakonie anführen. Hieran waren wir sicher nicht ganz unbeteiligt als es darum ging, den Prozess anzustoßen und die Umsetzung zu erarbeiten. Bank für Kirche und Diakonie: Ja, das können wir bestätigen. Wir freuen uns über Impulse aus den Reihen unserer Mitglieder und Kunden, so wird die genossenschaftliche Idee mit Leben gefüllt. Preutenborbeck: Unsere eigenen Finanzanlagen und die aller Kirchengemeinden und Einrichtungen unseres Kirchenkreises sind mittlerweile zu 100 % in ethisch-nachhaltiger Form angelegt. Auch die Landeskirche, die Zusatzversorgungskassen und die EKD haben sich zwischenzeitlich auf den Weg gemacht, dieses Ziel umzusetzen. Darüber hinaus hat der Kirchenkreis Jülich bereits im Jahr 2001 den ersten Rahmenvertrag zur Belieferung von 100 % ökologischem Strom für sich und seine Gemeinden vereinbart. Heute besteht dieser mit dem Lieferanten Naturstrom und erstreckt sich auf das Gebiet der gesamten Ev. Kirche im Rheinland. In den Jahren 2002 und 2003 wurden die ersten sieben Photovoltaikanlagen auf Dächern unserer Kirchen und Gemeindehäuser errichtet. Bis heute sind insgesamt 15 Anlagen in Betrieb. Dazu kamen in den vergangenen Jahren unter anderem zahlreiche Blockheizkraftwerke, mit denen in Kirchen und Gemeindehäusern nicht nur Strom produziert, sondern auch die Gewinnung von Wärmeenergie realisiert wird. Für alle diese Projekte braucht es gute Partner. In Finanzangelegenheit sehen wir diesen in unserer Bank, der Bank für Kirche und Diakonie. Bank für Kirche und Diakonie: Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an der Bank für Kirche und Diakonie? Preutenborbeck: Wir empfinden die Bank für Kirche und Diakonie als unsere Bank, die Mitarbeitenden sind so etwas Bewusstsein für nachhaltiges Agieren fördern. wie Kolleginnen und Kollegen. Die Bank handelt vorrangig im Interesse ihrer Kunden und damit im Interesse des kirchlichen Auftrages, sie genießt ein außerordentlich hohes Vertrauen. Bank für Kirche und Diakonie: Frau Meinecke, haben Sie Vorteile durch die Bank für Kirche und Diakonie? Meinecke: Wir fühlen uns nicht nur gut beraten, sondern erfahren auch praktische Unterstützung, z. B. bei der Abwicklung des Tagesgeschäftes (Finanzdispositionen, Geldanlagen); die Bank für Kirche und Diakonie ermöglicht uns die Geldanlage unserer Vermögen in ethisch-nachhaltiger Form, was anderswo so nicht möglich ist. Bank für Kirche und Diakonie: Vielen Dank für das Gespräch. 9

10 Interaktiv: Unsere Kundinnen und Kunden Wir finanzieren moderne Medien Berlin. Was haben N24 Ethik, So gesehen, Bibelclip und mancher Tatort gemeinsam? Dr. Ernst Ludwig Ganzert, Geschäftsführer und Produzent der EIKON Film- und Fernsehproduktion erläutert den Zusammenhang und die Besonderheiten einer kirchlichen Filmgesellschaft. P Bank für Kirche und Diakonie: Herr Dr. Ganzert, seit 2001 sind Sie Geschäftsführer der EIKON. Wie lautet der Auftrag einer kirchlichen Filmgesellschaft? Ganzert: Einer der Gründer der EIKON war Robert Geisendörfer, er formulierte den Auftrag zu Beginn der 1960er- Jahre als den Schwachen eine Stimme geben. Der Auftrag gilt fort, wenngleich wir heute inhaltlich breiter aufgestellt sind. Wir möchten mehr Menschen mit unseren Themen erreichen und arbeiten daher in allen Programmformen mit den besten Kreativen der Branche zusammen. Neben den religiösen Themen und Glaubensfragen beschäftigen wir uns mit kulturellen, ethischen und werteorientierten Fragestellungen des Lebens, dies sowohl fiktional als auch dokumentarisch. Wir setzen diese Themen auch in großen Unterhaltungsfor- maten um, wie beispielsweise in den Reihen Tatort oder Unter Verdacht. Bank für Kirche und Diakonie: 16 Gesellschafter aus Kirche und Diakonie tragen die EIKON. Inwiefern nehmen sie Einfluss auf Ihre Produktionen? Ganzert: Wir befinden uns im regelmäßigen Austausch, die Gesellschafter treffen sich einmal im Jahr, um sich über unsere Arbeit berichten zu lassen. Daneben trifft sich der Verwaltungsrat vierteljährlich zum engeren Austausch, insbesondere über Inhaltliches und unsere aktuellen Projekte. Eine Art Zensur gibt es jedoch nicht. Wir sind frei in der Wahl unserer Themen und Stoffe. Dies entspricht dem liberalen Ansatz der Evangelischen Publizistik, den schon ihre Gründer geprägt Dr. Ernst Ludwig Ganzert (links) über die Visionen und Pläne der EIKON. Mit ihm im Gespräch: Tina Schröder kfm. Geschäftsführerin EIKON und Konrad Matyba Direktor Bank für Kirche und Diakonie KD-BANK in Berlin 10 Geschäftsbericht 2010

11 Interaktiv Preisgekrönte Qualität: Der Dokumentarfilm Das Herz von Jenin gewann 2010 den Deutschen Filmpreis, die begehrte Goldene Lola in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Für den Spielfilm Unter dem Eis gab es 2007 den Grimme-Preis. Ein weiteres erfolgreiches Projekt ist die Dokumentation Hunger, die im Herbst 2010 im Fernsehen lief. hatten. Wir waren in den vergangenen Jahren erfolgreich damit, hohe Qualität und besondere Themen anzubieten. Unsere Stärken liegen in der Sorgfalt bei der Entwicklung, Respekt für die künstlerische Persönlichkeit der Menschen, mit denen wir arbeiten und Leidenschaft für ihr Talent. Derzeit arbeiten wir unter anderem an der filmischen Umsetzung des 500. Jahrestages der Reformation im Jahr Die EKD hat die Luther-Dekade ausgerufen; wir möchten mit unseren Mitteln darauf aufmerksam machen, was das Wirken Luthers nicht nur für die Kirche, sondern auch für die gesamte moderne Welt bedeutet. Bank für Kirche und Diakonie: Was ist die größte Herausforderung für Sie? Ganzert: Unsere Themen auf guten Sendeplätzen zu zeigen und damit möglichst viele Menschen zu erreichen. Daneben ist die Weiterentwicklung des Fernsehens durch die Digitalisierung ein großes Thema. Bei dem aufwändigen Dokumentarfilm Hunger haben wir z. B. mit dem SWR daran gearbeitet, im Vorfeld und parallel zur Ausstrahlung Informationen, die über den Film hinausgehen, möglichst wirksam im Internet zu verbreiten. Hier haben wir u. a. Hilfsverbände wie Brot für die Welt und den Evangelischen Entwicklungsdienst einbezogen, die uns mit ihren Erfahrungen und dem Know-how schon bei der Produktion unterstützt haben, und vernetzen sie mit dem Sender. Bank für Kirche und Diakonie: Wie finanzieren Sie Ihre Produktionen? Ganzert: In der Regel finanzieren Sender, Verleiher und Vertriebe unsere Produktionen. In manchen Fällen kommen Filmfördermittel hinzu. Unsere Bank unterstützt uns bei der Vorfinanzierung der Entwicklung und durch Bürgschaften, Den Schwachen eine Stimme geben. um die Vorschüsse der Sender bis zum Abschluss der Produktion abzusichern. Bank für Kirche und Diakonie: Was ist für Sie das Besondere an der Bank für Kirche und Diakonie? Ganzert: Wir sind schon seit Ende der 1980er-Jahre mit der Bank für Kirche und Diakonie verbunden. Besonders schätze ich die gute Partnerschaft. Man kann spüren, dass sich die Bank für unsere Themen interessiert und über die Jahre ein gutes Verständnis für unsere besonderen Bedürfnisse aufgebaut hat. Bank für Kirche und Diakonie: Vielen Dank für das Gespräch. 11

12 Interaktiv: Unsere Kundinnen und Kunden Wir beraten Stiftungen Dresden. Der Kreuzchor ist einer der bedeutendsten und ältesten Knabenchöre Deutschlands. Ihm gehören heute nahezu 150 Kruzianer im Alter von 9 bis 19 Jahren an. Bis zum Abitur erhalten die Jungen ihre schulische Ausbildung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Die meisten Kruzianer wohnen im Alumnat, dem Internat des Chores. Neben dem Förderverein unterstützt auch eine Förderstiftung die Chorarbeit finanziell. Prof. Dr. Walter-Reinhold Uhlig, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, stellt deren Wirken vor. P LKG Sachsen: Herr Professor Uhlig, die Stiftung Dresdner Kreuzchor besteht seit Warum hat man sich damals entschlossen, neben dem bestehenden Förderverein noch eine Stiftung aufzubauen? Uhlig: Die Stiftung wurde ganz bewusst durch den Förderverein zusätzlich errichtet. Sie soll als langfristig wirkendes Instrument zur Zukunftssicherung des Chores beitragen. Die Gründung der Stiftung war durch bedeutende Vermächtnisse und Zuwendungen möglich. Das Kapital wird dauerhaft und ertragbringend angelegt, die Zinserträge werden im Sinne der Satzung verwendet. So initiiert und fördert die Stiftung vorrangig größere Projekte und dauerhaft wirkende Vorhaben, die sich insbesondere den Lebens- und Arbeitsbedingungen des Chores und der Ausbildung der Kruzianer zuwenden. LKG Sachsen: Der Kreuzchor ist in der Trägerschaft der Landeshauptstadt Dresden. Ist dadurch nicht die Finanzierung der Chorarbeit ausreichend abgesichert? Uhlig: Der Kreuzchor besteht seit über 700 Jahren, ist damit die älteste Institution der Stadt Dresden und unverzichtbarer v.l.n.r: Prof. Dr. Reinhold Uhlig Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, Alexander Lahr Kundenbetreuer LKG Sachsen und Oberlandeskirchenrat i. R. Dietrich Lenk Stiftungsvorstand Bestandteil ihrer kulturellen Identität. Die Stadt bekennt sich zu dieser Tradition und stellt, z. B. auch mittels der 2007 gegründeten Stadtstiftung Dresdner Kreuzchor, erhebliche Mittel für den Chorbetrieb bereit. Aber immer wieder gibt es einzelne Projekte, die ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung nicht denkbar sind. Ob die Beschaffung von Musikinstrumenten, die Unterstützung von CD-Produktionen oder Konzertreisen vieles wäre ohne zusätzliche private Förderung, auch durch Förderverein und -stiftung in dieser Form nicht durchführbar. LKG Sachsen: Welche weiteren Ziele verfolgt die Stiftung? Uhlig: Eine wesentliche Aufgabe der Stiftung ist es, um weitere Zustiftungen zu werben. Durch Zuwendungen, auch durch der Stiftung zugedachte Vermächtnisse, werden Vermögenswerte dem Stiftungsvermögen dauerhaft zugeführt. Durch diese Erhöhung des Stiftungsvermögens erzielt die Stiftung bessere Erträge und kann somit ihre Arbeit langfristig und effektiver gestalten. Der Stiftungsvorstand vor dem Denkmal des Kreuzkantors Julius Otto. Die zusätzliche Figur eines Chorsängers ist mittlerweile wohl eines der beliebtesten Dresdner Fotomotive. v.l.n.r: Oberlandeskirchenrat i.r. Dietrich Lenk Stiftungsvorstand, Prof. Dr. Reinhold Uhlig Vorsitzender des Stiftungsvorstands, Lars Rohwer, MdL Stiftungsvorstand 12 Geschäftsbericht 2010

13 Erfolg und Berühmtheit des Kreuzchores resultieren nicht allein aus dem spezifischen Klang der Knabenstimmen. Sie sind das Ergebnis täglicher Probenarbeit und eines intensiven Gesangs- und Instrumentalunterrichts für jeden Kruzianer. LKG Sachsen: Wie werben Sie um Zustiftungen? Uhlig: Die Stiftung wendet sich natürlich zuallererst an ehemalige Mitglieder des Kreuzchores. Aber auch darüber hinaus unterstützen viele Musikfreunde aus nah und fern die Arbeit von Förderverein und Stiftung. Durch Tonaufnahmen und Tourneen in alle Welt ist der Dresdner Kreuzchor schließlich eine weltbekannte Institution. Dank Unterstützung der LKG Sachsen wurden in der Vergangenheit bereits viele Bankkunden und Multiplikatoren über die Arbeit der Stiftung informiert. Durch eine gemeinsame Werbeaktion mit unserer Hausbank konnten z. B. über Gemeindeglieder aus Dresdner und sächsischen Kirchgemeinden vom Wirken der Stiftung erfahren. LKG Sachsen: Welche Projekte und Maßnahmen konnten bisher konkret durch die Stiftung unterstützt werden? Uhlig: Die bisher geförderten Projekte waren sehr vielfältig. So konnten wir im Jahre 2006 gleich in unserem ersten Förderprojekt die Veröffentlichung eines neuen, außerordentlich gelungenen Buches über den Dresdner Kreuzchor maßgeblich unterstützen. Weitere Projekte zielten auf die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Kruzianer im Alumnat und in der chorischen Arbeit ab, so mit der Neuausrüstung der Alumnats-Bibliothek, der Ausstattung eines Fitnessraumes sowie der Anschaffung einer Audio-Video-Anlage für die Probenarbeit der Kruzianer. Im letzten Jahr konnten durch die Unterstützung der Stiftung insgesamt zehn E-Pianos als Übungsinstrumente der Kruzianer angeschafft werden. Die durchschnittliche Fördersumme aller bisherigen Projekte lag deutlich über Euro! LKG Sachsen: Was ist Ihnen bei der Geldanlage besonders wichtig? Uhlig: Als Stiftung achten wir auf Nachhaltigkeit zunächst im Sinne des langfristigen Erhalts des Stiftungsvermögens trotz regelmäßiger Ausschüttungen. Aber auch die Berücksichtigung ethisch-ökologischer Kriterien bei der Geldanlage ist uns wichtig. Hier profitieren wir seit der Verschmelzung der LKG Sachsen mit der KD-BANK auch vom Nachhaltigkeitsfilter der Bank. LKG Sachsen: Wie haben Sie den Zusammenschluss der beiden Banken erlebt? Uhlig: Für uns als Kunde der LKG Sachsen hat der Zusammenschluss eigentlich keinerlei Veränderungen oder gar Nachteile gebracht. Wir sehen mit Freude, dass die bisherige gute und vertrauensvolle Beratung und Betreuung unserer Stiftung ohne Brüche weitergeführt wird und hoffen, dass sich durch den Zusammenschluss der beiden kirchlichen Institutionen weiter verbesserte Möglichkeiten in der Anlagestrategie ergeben. Beratung ohne Brüche. LKG Sachsen: Was wünschen Sie sich von Ihrer Bank? Uhlig: Unser Wunsch ist es, dass die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der LKG, die wir seit nunmehr sechs Jahren praktizieren, auch in der neuen, größeren Bank erhalten bleibt und dass wir gemeinsam mit der Bank für Kirche und Diakonie die Stiftung in Sachsen und darüber hinaus noch stärker bekannt machen können. LKG Sachsen: Vielen Dank für das Gespräch. 13

14 Interaktiv: Unsere Kundinnen und Kunden Wir beraten Pensionskassen Detmold. Rund versicherte und verrentete Diakonissen vertrauen auf die Altersvorsorgeleistungen der AVK, der Altersversorgungskasse des Kaiserswerther Verbandes deutscher Diakonissen-Mutterhäuser. Über die Arbeit und die Besonderheiten der Altersversorgungskasse berichtet Frank Elsche, geschäftsführender Vorstand. P versichern, die die Versorgung der Schwestern verursacht. Es geht darum, die sogenannten Feierabendkosten zu decken und an die jeweiligen Einrichtungen auszuzahlen, in denen die Schwestern leben. Bank für Kirche und Diakonie: Die Zahl der Schwestern ist rückläufig. Wird es die AVK weiterhin geben? Elsche: Bisher wurden ausschließlich Diakonissen, Probeschwestern, diakonische Schwestern, Johanniterinnen sowie sonstige Schwestern und Mitarbeiterinnen der Einrichtungen des Kaiserswerther Verbandes und der Mutterhäuser als versicherte Personen aufgenommen. Durch die Änderungen der gesetzlichen Altersversorgung wird die kapitalgedeckte betriebliche Altersversorgung immer wichtiger. Damit auch dem bisherigen Kreis der Versorgungsempfänger nahe stehende Personen die Möglichkeit des Abschlusses von betrieblichen Versorgungen erhalten, wurde der Kreis der Mitarbeiter, die eine Versorgung durch die AVK erlangen können, erweitert. Hierzu zählen insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen des Kaiserswerther Verbandes, des Diakonischen Werkes der EKD und der mit ihnen in Verbindung stehenden Anstalten zum Zwecke der betrieblichen Altersversorgung. Die Aktuare der VES GmbH übernehmen die versicherungsmathematische Kontrolle der Anlagen der AVK. v.l.n.r. Geeske Herrmann, Jan Stratmann und Hakan Takil. Bank für Kirche und Diakonie: Herr Elsche, was ist die Aufgabe der Altersversorgungskasse des Kaiserswerther Verbandes deutscher Diakonissen-Mutterhäuser? Elsche: 1925 wurde die AVK gegründet, um den zum Kaiserswerther Verband gehörenden Mutterhäusern und Einrichtungen die Kosten oder einen Zuschuss zu den Kosten zu Bank für Kirche und Diakonie: Welche Besonderheiten kennzeichnen die Alterversorgungskasse? Elsche: Aufgrund der Rechtsform des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit bietet die AVK den Vorteil, dass alle erwirtschafteten Überschüsse uneingeschränkt der Versichertengemeinschaft und damit den einzelnen Versicherten automatisch zugutekommen. Über die Verteilung wacht sowohl ein versicherungsmathematischer Sachverständiger (Aktuar) als auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Darüber hinaus arbeitet die AVK mit geringen Verwaltungskostensätzen und kann die hieraus gewonnenen Einsparpotenziale wieder der Versichertengemeinschaft zufließen lassen. 14 Geschäftsbericht 2010

15 Die Altersversorgungskasse des Kaiserswerther Verbandes deutscher Diakonissen-Mutterhäuser plant für ihre Versicherten weit in die Zukunft. Wibke Hock, Direktorin Bank für Kirche und Diakonie, unterstützt Frank Elsche, geschäftsführender Vorstand AVK, in allen Fragen rund ums Geld. Bank für Kirche und Diakonie: Herr Elsche, hauptberuflich sind Sie Geschäftsführer der VES GmbH in Gevelsberg und beschäftigen sich mit Dienstleistungen für Versicherungen. Was verbindet Sie mit der AVK? Elsche: Die VES GmbH betreut unterschiedliche Einrichtungen der Versicherungswirtschaft, unter anderem auch die AVK, in den Aufgaben der Mitgliederbestandsverwaltung, der aktuariellen Betreuung, des Pensionsmanagements sowie des Vermögensmanagements und den zugehörigen Randbereichen. So kamen der Kontakt und meine ehrenamtliche Aufgabe zustande. Bank für Kirche und Diakonie: Seit wann ist die Altersversorgungskasse Kunde bei der Bank für Kirche und Diakonie? Elsche: Bereits seit 1968, und dies sowohl bei dem rheinischen als auch bei dem westfälischen Vorgängerinstitut der Bank für Kirche und Diakonie. Wir nutzen die Bank für Nachhaltige Anlagepolitik ist wichtig. unseren Zahlungsverkehr, die Liquiditätssteuerung, die Depotverwaltung und den Anlagehandel. Bank für Kirche und Diakonie: Gibt es spezielle Ziele, die Sie als Geschäftsführer verfolgen? Elsche: Die spezielle Zielsetzung liegt darin, die Versorgung der Berechtigten auch in Krisenzeiten dauerhaft und nachhaltig sicherzustellen und das Renditeversprechen gegenüber den Versorgungsberechtigten einzuhalten. Die Altersversorgungskasse unterliegt der Versicherungsaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Bonn und den gesetzlichen Grundlagen zur Sicherung der Ansprüche der Versorgungsberechtigten. Es gibt eine enge Kooperation mit dem verantwortlichen Aktuar der Altersversorgungskasse und damit eine stetige Beobachtung sowohl der Aktiv- als auch der Passivseite der Bilanz. Darüber hinaus sorgen restriktive interne Anlagerichtlinien für eine qualifizierte Anlagepolitik. Bank für Kirche und Diakonie: Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an der Bank für Kirche und Diakonie? Elsche: Die Besonderheit in der Zusammenarbeit mit der Bank für Kirche und Diakonie besteht in einer individuellen, persönlichen, auf die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen der Altersversorgungskasse ausgerichteten Betreuung. Dazu zählt für uns insbesondere die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagepolitik der Bank. Auch das Angebot für Privatkunden finde ich attraktiv, wir empfehlen die Bank den Angestellten der VES GmbH für ihre privaten Geldgeschäfte. Bank für Kirche und Diakonie: Vielen Dank für das Gespräch. 15

16 Interaktiv: Themen 2010 Tradition unter neuem Dach Die älteste evangelische Kirchenbank Deutschlands, die LKG Sachsen, blickte 2010 auf eine 85-jährige Tradition zurück. Die Geschichte der erfolgreichen Bank wird nun unter dem Dach der Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK weitergeführt. Auf einer Pfarrerrüstzeit im Mai 1924 wurde der Gedanke zur Gründung einer kirchlichen Kredit-Genossenschaft in Sachsen ins Leben gerufen. Nach dem ersten Weltkrieg waren auch viele Kirchgemeinden in finanzielle Nöte geraten. Der Genossenschaftsgedanke hatte sich im Bankwesen mit Sparvereinen und Volks- und Raiffeisenkassen bereits bewährt. So lag es nahe, dieses Instrument der finanziellen Selbsthilfe auch im kirchlichen Rahmen anzuwenden. Am 2. Oktober 1925 wurde im Ständehaus in Dresden die Landeskirchliche Kreditgenossenschaft für Sachsen e.g. mit beschränkter Haftung gegründet. Ziel der Bank war, als Hausbank der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen einen reibungslosen Geldtransfer zu günstigen Konditionen zu ermöglichen. Ganz ähnlich war es 1927 in Münster, einer der Ursprungsorte der Bank für Kirche und Diakonie KD-BANK. Dort war es vor allem Martin Niemöller, der eine evangelische Darlehnsgenossenschaft gründete, um das Geld der Kirche selbstständig zu verwalten und Kredite vergeben zu können. Ebenfalls 1927 fand in Magdeburg die Gründung einer kirchlichen Bank statt. Die Rheinländer zogen 1953 infolge des 2. Weltkrieges nach und gründeten eine evangelische Darlehnsgenossenschaft in Duisburg. Die Eigentümer der Bank hauptsächlich kirchliche und diakonische Einrichtungen sind über eine möglichst überdurchschnittliche Dividendenausschüttung am Erfolg beteiligt. Zusammenschluss 2010 Wachsende aufsichtsrechtliche Anforderungen, negative Prognosen zur Anzahl der Gemeindeglieder und zum Kirchensteueraufkommen sowie die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Umfeld ließen die Gremien der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eg -LKG- trotz der stabilen erfolgreichen Lage der Bank Alternativen zur Verbesserung der langfristigen Zukunftsfähigkeit suchen. Mit der KD-BANK eg die Bank für Kirche und Diakonie wurde ein Partner gefunden, der die Werte und Ziele der LKG teilt. Deshalb haben sich die älteste und die größte evangelische Kirchenbank zusammengeschlossen, um für die Zukunft gut aufgestellt und ein noch stärkerer Partner für Mitglieder und Kundinnen und Kunden zu sein. Die Entscheidung der Mitglieder der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eg -LKG- und der KD-BANK eg - die Bank für Kirche und Diakonie - fielen auf den Generalversammlungen im April und im Juni Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister am 27. August 2010 ist die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2010 rechtskräftig geworden. Teil des Beschlusses ist eine leichte Modifizierung im Namen des neuen Instituts, der nun Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK lautet. Der Standort Dresden bleibt mit der Marke LKG Sachsen erhalten. Ilona Pollach, Vorstandsmitglied der LKG, ist in den Vorstand der Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK berufen worden. In den Aufsichtsrat wechselten die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der LKG, Manfred A. Fellisch und Oberlandeskirchenrat Reinhard Kersten sowie der bisherige Aufsichtsratvorsitzende, Professor Dr. Volker Nollau. Im Ständehaus in Dresden begann 1925 die Geschichte der damaligen Landeskirchlichen Kredigenossenschaft für Sachsen. Pastor Martin Niemöller (li.) gründete die Evangelische Darlehnsgenossenschaft 1927 in Münster. Heinrich Held (o.) und Otto Vetter (u.) gründeten 1953 die rheinische Evangelische Darlehnsgenossenschaft. 16 Geschäftsbericht 2010

17 Interaktiv: KD-BANK-STIFTUNG Für kirchliche und diakonische Zwecke Die Vorgängerinstitute der Bank für Kirche und Diakonie in Duisburg und Münster erkannten, dass viele kirchliche und diakonische Projekte Unterstützung verdienen und haben Stiftungen ins Leben gerufen. Seit 2007 bündeln wir die Aktivitäten unter dem Dach der KD-BANK-STIFTUNG. In den letzten Jahren vermehrte sich das Stiftungskapital auf rund 6 Mio. Euro. Das Vermögen stammt aus Zustiftungen der Bank, 2010 kamen beispielsweise 250 Tausend Euro hinzu. Die stetig wachsende Zahl der Anträge an die KD-BANK-STIFTUNG bestätigt den großen Bedarf nach Unterstützung für kirchliche und diakonische Arbeit. Im Mai 2010 haben wir aus den Erträgen des Jahres Projekte mit insgesamt 168 Tausend Euro gefördert. Die Erhaltung kirchlicher Bausubstanz und die Evangelische Öffentlichkeitsarbeit lauteten die Förderzwecke. Viele kirchliche und diakonische Kunden konnten mithilfe der KD-BANK- STIFTUNG ihre mediale Präsenz einrichten, überarbeiten und optimieren. Der Vorsitzende der KD-BANK-STIFTUNG, Präses Nikolaus Schneider, sagte: Der Antragszweck Evangelische Öffentlichkeitsarbeit ist zeitgemäß, die hohe Anzahl der Anträge für diesen Zweck zeigt, dass sich Kirche und Diakonie bei ihrer Präsentation professionell positionieren. Unter dem Stiftungszweck Erhaltung kirchlicher Gebäude wurden z. B. die Instandsetzung der Kirche Beeck in der Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck in Duisburg und die Dachsanierung der Dorfkirche in Quitzow (Landkreis Prignitz) unterstützt. Darüber hinaus hat die Stiftung 2010 drei Evangelische Projekte zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 gefördert: Pilgern im Pott, 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode Duisburg und LichtKunstRaum in St. Reinoldi, Dortmund. Als förderungsfähige Zwecke für die Erträge 2010 mit Ausschüttung in 2011 hat der Stiftungsvorstand neben der Erhaltung kirchlicher Bausubstanz die Arbeit mit Kindern im Jahr der Taufe bestimmt. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der Pflege der menschlichen Bausteine unserer Kirche. Dass der Stiftungsvorstand wieder zeitgemäße Zwecke gewählt hat, bestätigen 218 Anfragen um Unterstützung. Anträge für die Erträge aus 2011, die in 2012 ausgeschüttet werden, können bis zum 31. Dezember 2011 eingereicht werden. Die begünstigten Zwecke lauten: Erhaltung kirchlicher Bausubstanz, Telefonseelsorge sowie die Arbeit mit Erwachsenen, die sich mit Glaubensfragen auseinandersetzen möchten. Antragsberechtigt sind alle Mitglieder und Kunden der Bank. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, eröffnete den Pilgerweg Pilgern im Pott im März in der Bank für Kirche und Diakonie in Dortmund. Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD und Vorsitzender der KD-BANK-STIFTUNG, unterstützte auch ganz persönlich die 400- Jahr-Feierlichkeiten der 1. Reformierten Generalsynode Duisburg. Traditionell ist ein großer Teil der Erträge aus der KD-BANK-STIFTUNG für die Erhaltung und Renovierung kirchlicher Bausubstanz vorgesehen. Davon profitierte auch die Kirche Beeck in der Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck in Duisburg. 17

18 Interaktiv: Themen 2010 Umweltleitlinie Als Genossenschaftsbank mit christlichen Wurzeln und Werten arbeiten wir daran, nachhaltige Werte zu schaffen, d. h. leistungsfähig, sozial und ökologisch zu wirtschaften. Dies betrifft in erster Linie unser Kerngeschäft, den Umgang mit kirchlichen Geldern. Darüber hinaus ist es unser Ziel, auch die Prozesse zur Erstellung unserer Dienstleistungen nachhaltig zu gestalten. Unsere Umweltleitlinie gibt Orientierung. Wir gehen mit unseren Mitgliedern und Kunden aus Kirche und Diakonie einen gemeinsamen Weg. Wir wollen den ökumenischen und gesellschaftlichen Dialog fortsetzen, der im Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung begonnen wurde. Wir wirtschaften dauerhaft umweltgerecht und sozialverträglich. Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt weniger belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt dabei besondere Bedeutung zu. Wir vermeiden und verringern Belastungen und Gefahren für die Umwelt kontinuierlich. Über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus setzen wir die bestverfügbare Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Waren aus fairem Handel. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ökologische Zielsetzungen. Wir fördern das Umweltbewusstsein unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden. Wir wollen durch aktive Mitarbeitendenbeteiligung hohe Umwelt- und Qualitätsstandards erreichen. Durch laufende Information soll die persönliche Kompetenz gefördert werden. Damit streben wir eine Organisationskultur an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten aufbaut. Wir informieren regelmäßig über die Erfolge und die noch bestehenden Schwachstellen. Dabei suchen wir den Dialog mit der Öffentlichkeit und sind offen für Anregung und Kritik. (z. B. Finanzierungsprogramme für die energetische Sanierung von Gebäuden oder nachhaltige Fondsangebote). In unseren Seminaren informieren wir regelmäßig über umweltgerechte und sozialverträgliche Angebote. Unser Umweltmanagement lebt. Mit unserem Umweltmanagementsystem streben wir eine ständige Verbesserung unserer Umweltleistung an. Wir erfassen und bewerten regelmäßig unsere Leistungen und Umweltauswirkungen, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche. Wir dokumentieren und überprüfen unsere Ergebnisse mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung. Umweltaktivitäten 2010 Als erste Bank wurde die Bank für Kirche und Diakonie 2009 in das Umweltregister der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel- Kleve, der zentralen Registrierungsstelle für NRW, eingetragen. Wir haben uns freiwillig verpflichtet, ein Umweltmanagement nach den Anforderungen des Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) einzuführen. Unser Umweltmanagement hat auch im Berichtsjahr bei vielen Aktivitäten eine wichtige Rolle gespielt: Umbau und Renovierung der Geschäftsräume in Duisburg unter Berücksichtigung energetischer Aspekte, Konzentration der Arbeitsflächen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, Einsatz energiesparender Leuchtmittel und Zeitschaltuhren z. B. im Bereich der Tiefgarage. Wir nehmen unsere Verantwortung als nachhaltig wirtschaftende Bank in besonderer Weise wahr. Als erste evangelische Kirchenbank setzt die Bank für Kirche und Diakonie einen Nachhaltigkeitsfilter für ihre eigenen Wertpapieranlagen ein. Wir unterstützen unsere Mitglieder und Kunden durch das aktive Anbieten von nachhaltigen Produkten 18 Geschäftsbericht 2010

19 Wechsel des Stromanbieters für unsere Standorte Dortmund und Duisburg, ab 2011 beziehen wir Strom aus regenerativen Energien vom Anbieter naturstrom. Neuanschaffung von drei Dienstfahrzeugen mit Blue TDI- Technik (Euro-6-Abgasnorm/Kategorie-N). Ausbau der Videokonferenzanlage für die Kommunikation zwischen unseren Standorten in Dortmund, Duisburg, Berlin und Dresden. So wurde ein großer Teil der Besprechungen im Rahmen unserer Verschmelzung mit der LKG Sachsen per Videokonferenz durchgeführt. Für 2011 ist eine weitere Ausbaustufe, die auch die Einbindung von Präsentationen und das Zusammenschalten von mehr als drei Standorten ermöglicht, geplant. Einführung des PDF-Kontoauszuges mit Push-Versand in den elektronischen Postkorb des Internet-Bankings, umfangreiche Informationskampagne zum Thema und Anreize für die Nutzung durch Kunden der Bank (Preisausschreiben und kostenlose Nutzung). Reduzierung des Papieraufwands bei Seminaren und Veranstaltungen der Bank. Projekt zur Verringerung der Nutzung von Ausdrucken und papierhaften Listen, Verstärkung der Nutzung eines elektronischen Archivs für die Listenerstellung und Bearbeitung. Beschaffungskonzept für Druckwerke der Bank, Umstellung der Prospekte, der Kundenzeitschrift Perspektiven und des Geschäftsberichts auf 100 %-Recycling-Papier. Veranstaltungen von Seminaren zum Thema Energiesparen in Kirchengemeinden in Kooperation mit der Energieagentur NRW. Mitwirkung beim Projekt Zukunft einkaufen glaubwürdig wirtschaften in Kirchen. Wir werden unsere Aktivitäten auch in den kommenden Jahren weiterführen, darüber berichten und freuen uns über Anregungen und Verbesserungsvorschläge von unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden. Ansprechpartner für das Umweltmanagement ist Jochen Krause, der Umweltbeauftragte der Bank für Kirche und Diakonie. Mitmachen erwünscht! Auch Sie können bei der Nutzung unserer Angebote und Abwicklung von Bankgeschäften einen aktiven Beitrag für unsere Umwelt leisten. Unsere Privatkundinnen und -kunden können zum Beispiel prüfen, ob sie ihre Kontoauszüge für das Girokonto per Post zugesandt bekommen müssen oder ob sie nicht auch unseren PDF-Kontoauszug nutzen könnten. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Intervalle für die Erstellung von Auszügen zu verlängern, so kann mit relativ kleinem Einsatz eine große Wirkung erzielt werden. Bitte sprechen Sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, wenn Sie mehr Informationen benötigen oder den Versand Ihrer Kontoauszüge verändern möchten. 19

20 Interaktiv: Nachhaltige Geldanlagen FairWorldFonds Die Orientierung von Investitions- und Anlageentscheidungen an sozialen, ökologischen und entwicklungspolitischen Kriterien kann einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Gestaltung der Weltwirtschaft leisten. Aus diesem Grund hat Brot für die Welt gemeinsam mit dem SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene Kriterien für eine ethische Geldanlage entwickelt, die sich an den Grundsätzen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung orientieren. Wir sind Partner Die Umsetzung dieser Kriterien in ein konkretes Anlagekonzept hat die Bank für Kirche und Diakonie als evangelischer Bankpartner übernommen. Nach mehrjähriger intensiver Vorbereitung ist es gelungen, den FairWorldFonds zu entwickeln. Vertreter unserer Bank arbeiten in den Gremien des Fonds, Kriterien- und Anlageausschuss, weiter gestaltend mit. Entwicklungspolitische Kriterien Strenge Negativkriterien sorgen dafür, dass beispielsweise Staaten, die systematische Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben, ebenso von dem Anlageuniversum grundsätzlich ausgeschlossen sind wie die Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellen oder gegen die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verstoßen. Zu den Ausschlusskriterien zählen außerdem Pornografie, Kinderarbeit, systematische Korruption sowie die Erzeugung und der Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut. Hinzu kommen grundsätzliche Verhaltensregeln für das Agieren auf dem Kapitalmarkt: Ausgeschlossen sind Devisenspekulationen, der Einsatz von Derivaten zu Spekulationszwecken sowie Investitionen in Unternehmen mit Ursprung in Steueroasen. Positivkriterien sorgen dafür, dass nur solche Unternehmen oder Staaten in den FairWorldFonds aufgenommen werden, die sich beispielsweise erfolgreich für eine nachhaltige Entwicklung, für die Achtung der Menschenrechte oder den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. Kriterienausschuss Ein von Brot für die Welt eingesetzter Ausschuss mit Entwicklungsexperten aus Nord und Süd entwickelt die Kriterien kontinuierlich weiter und begleitet deren Einhaltung. Den Vorsitz hat Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a.d., inne, Alberto Acosta, Wirtschaftswissenschaftler aus Ecuador, vertritt den Süden. Aus dem gelieferten nachhaltigen Anlageuniversum trifft Union Investment die Entscheidung über die Einzeltitelauswahl unter Berücksichtigung ökonomischer Gesichtspunkte. Chancenreiche Anlagestruktur Der von Union Investment aufgelegte FairWorldFonds investiert derzeit ca. 70 Prozent des Fondsvolumens in Staats- und Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefe, ca. 20 Prozent in Aktien und bis zu 10 Prozent in Mikrofinanzfonds. Dabei kann das Fondsmanagement je nach Marktsituation eine der Anlageklassen übergewichten. Um das Devisenkursrisiko zu reduzieren, wird das Fremdwährungsrisiko bis zu ca. 70 Prozent abgesichert. So können Sie anlegen Der Fonds eignet sich grundsätzlich für institutionelle und private Anleger. Gern prüfen wir mit Ihnen, ob der Fonds zu Ihren individuellen Zielen passt. Es gibt keine Mindestanlagesumme, auch regelmäßiges Sparen ist bereits ab 50 Euro pro Monat möglich. Chancen und Risiken des Fonds Chancen: Teilnahme an der Kursentwicklung der Rentenmärkte Ertragschancen der Aktienmärkte und der Mikrofinanzfonds Breite Streuung des Anlagekapitals in eine Vielzahl von Einzelwerten Möglichkeit der nachhaltigen Investition Ausbalancierte Vermögensstruktur Professionelles Fondsmanagement 20 Geschäftsbericht 2010

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