Infos aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

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1 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Infos aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Somalia: Soforthilfe für hungernde Menschen Die beiden kirchlichen Hilfswerke Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben jetzt zusätzlich Euro bereitgestellt, um rund hungernde Menschen in ländlichen Gebieten mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu versorgen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Sie können auch online spenden. In der Region Galguduud wird die Partnerorganisation auch weitere Hilfsgüter wie Decken, Planen und Moskitonetze verteilen. Täglich müssen tausende Menschen in Somalia ihre Dörfer verlassen, weil sie nichts mehr zu trinken und zu essen haben. Millionen leiden unter der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren. "Die Brunnen in den Dörfern sind versiegt, die Vorräte sind aufgebraucht und die Tiere sterben", berichten die Helfer. "Die Trockenheit zerstört alles", heißt es. "Die Menschen brauchen schnell Hilfe", sagen die Mitarbeiter. Um zu verhindern, dass die Menschen in die städtischen Zentren abwandern und dort in Notunterkünften leben müssen, unterstützen das evangelische Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe und die katholische Hilfsorganisation Caritas international die Menschen auf dem Land, damit sie in ihren Dörfern bleiben können. Am schwierigsten ist die Versorgung mit Trinkwasser. Dieses muss mit Tanklastwagen regelmäßig in die Dörfer gebracht werden. Versorgt werden in dem Gebiet von der somalischen Partnerorganisation rund 2500 Familien, die hier vor allem von der Viehzucht leben. Die Bevölkerung verfügt auch wegen der Bürgerkriegssituation im Land über keinerlei Reserven. Die Kombination von gewaltsamen Konflikten und ausbleibendem Regen hat jetzt zur extremen Zuspitzung der Lage geführt. Das evangelische Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe hat für die Soforthilfe Euro bereitgestellt und das katholische Hilfswerk Caritas international Euro. Außerdem starten die beiden kirchlichen Hilfsorganisationen am Rande von Mogadischu ein Brunnenprojekt, für das sie insgesamt Euro zur Verfügung gestellt haben. Damit werden Tiefbrunnen zur Versorgung von Flüchtlingen gebohrt. Die Hilfswerke bitten um Spenden zur Unterstützung der Dürreopfer, Stichwort "Ostafrika". Die Diakonie-Spendenkonten in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und das Online-Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe: Evangelische Kreditgenossenschaft e.g., Konto , BLZ KD Bank Magdeburg, Konto , BLZ Online-Spenden über

2 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Halberstadt feiert Kirchennacht und Friedensfest Halberstadt (epd). In Halberstadt wird am 27. August zum zweiten Mal das wiederbelebte "Ökumenische Friedensfest" aus dem 16. Jahrhundert zusammen mit der "Nacht der Kirchen" gefeiert. Dazu würden sieben Kirchen ihre Türen in den Abendstunden für Programme, Musik und Lesungen öffnen, teilte der Evangelische Kirchenkreis am 11. Mai in der Stadt am Rand des Harzes mit. Zum Programm des Friedensfestes im Dom gehören ein "Friedensmahl" und ein "Complet" (Nachtgebet) mit Elementen der historischen Liturgie. Schwerpunktthema der diesjährigen Nacht der Kirchen ist Wasser "als lebensspendender Quell" sowie in seiner liturgischen Verwendung bei der Taufe. So sollen die Orte der Taufe in den Kirchen auf besondere Weise vorgestellt werden. Zudem wollen die Halberstädter Stadtwerke im Dom mit einer "Oase des Wassers" die Besucher zu Erfrischung und Verkostung einladen. Einbezogen sind in die Kirchennacht fünf protestantische und zwei katholische Gebäude. Das Friedensfest basiert auf einer um 1580 entwickelten Gottesdienstordnung, die nach der Reformation der katholischen und der neuen evangelischen Glaubensrichtung gleichermaßen gerecht werden sollte. Evangelisch wurde der Dom aber erst Die alten liturgischen Texte waren 2004 in einem Buch aus dem späten Mittelalter wiederentdeckt worden. Zur Neuauflage luden die Organisatoren erstmals im Jahr danach ein, im August 2009 wurde das Fest erstmals mit der traditionellen Nacht der Kirchen zusammengelegt, die alle zwei Jahre stattfindet. Umzug in das neue Landeskirchenamt Das neue Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Erfurt wurde im Mai 2011 bezogen. Damit hat das Landeskirchenamt nur noch einen Standort. Hier werden - wenn alle Stellen besetzt sind - rund 150 Menschen arbeiten. Sitz ist das Collegium maius (Hauptgebäude der Alten Universität). Die vorhandene Bausubstanz wurde ausgebaut. Zudem entstand ein U-förmiger Neubau entlang der Studentengasse. Alt- und Neubau wurden miteinander verbunden. Die neue Adresse Landeskirchenamt der EKM Michaelisstrasse Erfurt Zentrale im Landeskirchenamt Öffnungszeiten: Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-14 Uhr Fon 0361/ Fax 0361/ Adressen der Mitarbeitenden sind wie bisher:

3 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Neue Rundfunkbeauftragte eingeführt Die 40-jährige Hörfunkjournalistin Ulrike Greim ist am 8. Mai bei einem Gottesdienst in Weimar in ihr Amt als neue Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland eingeführt worden. Sie übernahm die Aufgabe bereits am 1. April von Pastorin Mechthild Werner, die nach vier Jahren in Thüringen aus persönlichen Gründen in ihre pfälzische Heimatkirche zurückgekehrt ist. Greim ist ausgebildete Katechetin und arbeitet seit 14 Jahren ehrenamtlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Zu ihrer beruflichen Praxis gehören neun Jahre für Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk, unter anderem als Erfurter Landeskorrespondentin. Zuvor arbeitete sie für MDR1 Radio Thüringen und MDR Figaro. Ihre journalistische Tätigkeit begann sie bei der Tageszeitung "Thüringer Allgemeine" in Erfurt. Zu ihren Aufgaben als Rundfunkbeauftragte gehören die Organisation und Betreuung der evangelischen Rundfunkarbeit sowie der Rundfunkgottesdienste in der Landeskirche. Darüber hinaus ist sie für Kontakte zu den Redaktionen in den Funkhäusern, den ökumenischen Rundfunkbeauftragten und dem kirchlichen Senderbeauftragten beim MDR zuständig. (Quelle: ekmd.de) Abschied von evangelischer Schwesterngemeinschaft in Erfurt Die vier Schwestern der unterfränkischen Gemeinschaft wurden am 8. Mai bei einem Gottesdienst in der Augustinerkirche mit der mitteldeutschen Bischöfin Ilse Junkermann festlich verabschiedet. Mit dem Weggang aus Erfurt schließt der Gemeinschaft mit Sitz auf dem Schwanberg bei Würzburg ihre letzte Außenstelle. Die Schwesternschaft begründete ihren Rückzug mit der wachsenden Bedeutung des Klosters in der Lutherdekade, der sie nicht mehr gerecht werden könne. Die Gemeinschaft war in der 1996 eröffneten Station verantwortlich für die täglichen Stundengebete und für Gottesdienste in der Augustinerkirche. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bewirtschaftung der Klosterstube als Café und Begegnungsstätte. Zudem waren die Schwestern in die Arbeit von Kirchgemeinden in der Innenstadt eingebunden. Ein Teil der Arbeit wie regelmäßige Gebete solle künftig mit Ehrenamtlichen weitergeführt werden, hieß es. Für die Seelsorge, die Gottesdienste und die Bildungsarbeit sei eine neue Pfarrstelle eingerichtet worden. Bis zu deren Besetzung würden die Aufgaben von Oberkirchenrat Christhard Wagner und dem pensionierten Propst Joachim Jaeger übernommen. Internet: (Quelle: ekmd.de) Verzicht auf Wohlstandsbequemlichkeit Bad Alexandersbad/Wittenberg (epd). Nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Wittenberger Theologe Friedrich Schorlemmer zum Verzicht auf Wohlstandsbequemlichkeit aufgerufen. Künftig gehe es nicht mehr darum, "möglichst viel, billig und sicher Energie zu kriegen", sondern um eine möglichst effektive Nutzung, sagte er am 8. Mai bei einer Tagung im Evangelischen Bildungszentrum Alexandersbad (Bayern). Nicht nur die Atomkraft stehe zur Debatte, sondern auch die Nutzung von Technologien, die künftigen Generationen unerträgliche Erblasten aufbürdeten und im Krisenfall nicht mehr beherrschbar seien. Schorlemmer plädierte weiter dafür, bei allen Produkten nicht nur auf den unmittelbaren Preis zu achten, sondern immer auch auf die ökologischen Folgen. "Dann muss eben die Milch künftig viel teuerer werden, und der Rasen muss mit der Sense gemäht werden", sagte der Theologe. (Quelle: ekmd.de)

4 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Göring-Eckardt und Junkermann bei Feier mit Papst in Erfurt Erfurt (epd). Beim Besuch von Papst Benedikt XVI. im September in Erfurt sollen nach einem Medienbericht zwei leitende Vertreterinnen der evangelischen Kirche aus Ostdeutschland eine zentrale Rolle spielen. So werde bei dem geplanten ökumenischen Wortgottesdienst im Augustinerkloster voraussichtlich die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt, eine längere Begrüßungsrede halten, teilte der Mitteldeutsche Rundfunk am 4. Mai in Erfurt mit. Zudem sei Landesbischöfin Ilse Junkermann am "gemeinsamen Gebet" beteiligt, wie auch die mitteldeutsche Bischofskanzlei bestätigte. In dem Gottesdienst predigt den Angaben zufolge Papst Benedikt. Der Feier in der Thüringer Landeshauptstadt mit 300 geladenen Gästen soll ein Programm mit Texten unter anderem von Augustinus, Luther und Bonhoeffer vorausgehen. Zu gleicher Zeit sei ein Treffen von führenden Geistlichen der katholischen und evangelischen Kirche hinter verschlossenen Türen geplant, hieß es weiter. Mit der Begegnung und dem anschließenden Gottesdienst im Augustinerkloster besucht erstmals nach 500 Jahren ein katholisches Kirchenoberhaupt einen authentischen Ort der Kirchenreformation, die im 16. Jahrhundert von Mitteldeutschland ausging. (Quelle: ekmd.de) Erste Wanderer auf dem neuen Lutherweg zur Wartburg Eisenach (epd). Mit einem Fußmarsch aus dem Luther- Stammort Möhra zur Wartburg haben am 4. Mai die ersten Wanderer das neue Teilstück des Thüringer Lutherweges bei Eisenach eingeweiht. Nach einem Reisesegen der mitteldeutschen Landesbischöfin Ilse Junkermann startete die Gruppe die rund 18 Kilometer lange Tour zur Burg, wo die Teilnehmer zur Erinnerung an ihre Wanderung in der Lutherstube eine Urkunde erhielten. Der Abschnitt bei Eisenach wurde am Nachmittag von Bischöfin Junkermann und Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) in Möhra gemeinsam freigegeben. Er gehört zur 310 Kilometer langen Westschlaufe des Lutherweges mit einem Rundweg und zwei Streckenwanderungen zu Städten der Reformation wie Bad Langensalza, Mühlhausen, Eisenach, Gotha und Arnstadt. Nach seiner Fertigstellung bis zum Reformationsjubiläum 2017 soll die Route auf rund 900 Kilometern über 20 Lutherstätten verbinden. Der Wanderauftakt in Möhra erinnerte zugleich an die Ankunft von Martin Luther in der Region vor 490 Jahren. Luther passierte am 1. Mai 1521 auf der Rückreise vom Reichstag in Worms bei Berka/Werra die heutige Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen. Am Tag darauf predigte der für vogelfrei erklärte Reformator trotz Verbots in der Eisenacher Georgenkirche. (Quelle: ekmd.de) Herrnhuter Losungen für 2012 liegen vor Die deutschen Ausgaben der Herrnhuter Losungen für 2012 sind im Buchhandel erhältlich. Das weit verbreitete Andachtsbuch liege nunmehr im 282. Jahrgang vor, teilte die evangelische Brüdergemeine am Sonnabend im ostsächsischen Herrnhut mit. Im

5 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** deutschsprachigen Raum erscheinen die Losungen in einer Auflage von rund einer Million Exemplaren und in elf Ausgaben, darunter in Großdruck, als Kalender, für Jugendliche sowie für als CD-Rom. Das Büchlein gilt als das am weitesten verbreitete Andachtsbuch im deutschsprachigen Raum und wird seit 1731 ununterbrochen von der Brüdergemeine herausgegeben. Ausgewählte Mitglieder ziehen die Losungsverse für jeden Tag des Jahres aus einer Sammlung von Sprüchen des Alten Testaments. Den Versen wird ein Wort aus dem Neuen Testament sowie ein Liedtext oder Gebet zugeordnet. Weltweit erscheinen die Losungen in gut 50 Sprachen. Erhältlich seien in Deutschland etwa auch die Hebräisch- Griechische Ausgabe (Ursprachenlosung) sowie eine englische, eine französische und eine neue spanische Ausgabe der Losungen (Lecturas Diarias). Internet: (Quelle: ekmd.de) 2012 erneut "Autofasten" in Thüringen Erfurt (epd). Thüringer Verkehrsunternehmen und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland wollen die gemeinsame Umweltaktion "Autofasten" im nächsten Jahr fortsetzen. Der zweite Jahrgang der Aktion im Freistaat sei in der Fastenzeit vom 22. Februar bis 7. April geplant, teilte das Kirchenamt am Dienstag in Erfurt mit. Das "Autofasten" soll ein Umdenken bei der Verwendung des Autos anregen. Zudem wollen die Initiatoren auf Alternativen wie öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad aufmerksam machen. Das "Autofasten Thüringen 2011" wurde von 25 Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen unterstützt, darunter vom Erfurter Verkehrsministerium. In drei Landkreisen wurden von Thüringer Busunternehmen im Aktionszeitraum Fastentickets zu ermäßigten Preisen angeboten. Internet: "Prominenz im Gespräch" Gottesdienstreihe der Evangelischen Kirchengemeinde Naumburg (Saale) anlässlich der Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2011 "Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen" 29. Juni bis 2. November 2011 Neben einer prominenten Persönlichkeit unserer Zeit sollen dabei auch zwei Prominente aus vergangenen Epochen im übertragenen Sinn zu Wort kommen: Der Naumburger Meister - stellvertretend für die Gedankenwelt des Hochmittelalters - und Johann Sebastian Bach, der oft auch der "fünfte Evangelist" genannt wird und in seinen Kantaten immer auch Prediger und Ausleger der christlichen Botschaft ist. Mit der Gottesdienstreihe sollen bedeutende kunsthistorische, musikalische und theologische Äußerungen aus heutiger Perspektive betrachtet und auf diese Weise die ausgewählten "Kunstwerke" miteinander ins Gespräch gebracht werden. Die Reihe möchte eine möglichst hohe Öffentlichkeitswirksamkeit erzielen. Sie soll dazu anregen, "Prominenz" auch im Kontext der eigenen Kirchengemeinde bzw. des eigenen Umfeldes zu erkennen und wahrzunehmen. Verbunden mit der Gottesdienstreihe ist die Veröffentlichung eines Buches, in dem Erläuterungen zu den einzelnen Exponaten, Einführungen in die jeweiligen Bachkantanten sowie die Predigten der prominenten Gäste mitsamt der Liturgie enthalten sein werden.

6 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Die Gottesdienste im Naumburger Dom im Einzelnen: 1) Gilt die Kirche noch als Moralinstanz? Gottesdienst am Sonntag 14. August 2011, 9:30 Uhr im Dom (Ostchor) mit Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 2) "Symplify your life" - Einfach leben? Gottesdienst am Sonntag, 4. September 2011, 9:30 Uhr im Dom (Ostchor) mit Prof. Martin Petzoldt, Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät in Leipzig. Er ist Vorsitzender der "Neuen Bachgesellschaft e.v." und Mitherausgeber der Theologischen Literaturzeitung. 3) "Raus aus der Schuldenfalle" Gottesdienst am Sonntag, 25. September 2011, 9:30 Uhr im Dom (Ostchor) mit Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) 4) Gott in der Welt der Moderne Gottesdienst am Sonntag, 16. Oktober 2011, 9:30 Uhr im Dom (Ostchor) mit Prof. Notger Slenczka, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 5) Gewissheit in der Anfechtung Gottesdienst am Montag, 31. Oktober 2011, 9:30 Uhr im Dom (Ostchor) mit Prof. Robert Leicht, Journalist und Autor zahlreicher Bücher. Seit 2009 ist Leicht Professor an der Erfurter Universität. Zehn Jahre Christus- Pavillon in Volkenroda Festwochenende 20./21. August August: ab 13:00 Uhr Kinderprogramm und Markt der missionarischen Möglichkeiten 14:30-16:00 Uhr Prominentenforum ab 16:00 Uhr Führungen und Dokumentation 18:00-19:00 Uhr Bläserserenade 19:00-19:30 Uhr Ökumenische Vesper 20:00 Uhr Vorprogramm Carmina Burana 20:50 Uhr Pausenimbiss und Nachtführung 21:15 Uhr Carmina Burana (Bühne am Teich) 21. August, Uhr: Festgottesdienst zum Jubiläum mit den Bischöfen Ralf Meister (Hannover) und Ilse Junkermann (Magdeburg), einem Bläserensemble und dem Liedermacher Fritz Baltruweit Die 11. Nacht der Kirchen in Halle Unter dem Motto Was mir heilig ist öffnen 58 Kirchen und Gemeindehäuser zum elften Mal ihre Türen zu ungewohnter Zeit. Kirchenglocken läuten um Uhr die Nacht der Kirchen ein , 10:00 Uhr: Thüringer Gehörlosen-Gemeinde-Tag 2011 unter dem Motto: Überwinde das Böse mit Herz und Hand Frauenberg-Kirche Nordhausen , 20:00 Uhr "Taizé-Nacht" - Lichterglanz und meditative Gesänge im Dom zu Magdeburg Verweilen und Mitsingen in ökumenischer Gemeinschaft, den Alltag hinter sich lassen und in den Lichterglanz eintauchen...im Dom zu Magdeburg Rückfragen: Roland Sattler , 19:00 Uhr Bach-Kantate zum Mitsingen In der Stadtkirche Bad Salzungen; Informationen bei Kantor Hartmut Meinhardt

7 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Infos aus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Wie gläubig sind die Deutschen? Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap glauben 58% der Deutschen an einen Gott. 38% tun dies nicht. Im Westen Deutschlands geben zwei von drei Befragten an, an einen Gott zu glauben, im Osten ist es nur jeder Vierte. Einig sind sich die Deutschen in Ost und West jedoch darin, dass christliche Werte wie Nächstenliebe oder Barmherzigkeit eine große Bedeutung haben auch bei denen, die nicht an einen Gott glauben. (Quelle: epd/ Zeitzeichen) Verhaltenskodex und Selbstverpflichtung zur Verhinderung von Gewalt und Missbrauch Die 18.Vollversammlung der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau hat sich mit den Ereignissen um sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen auseinandergesetzt und einen Kodex und eine Selbstverpflichtung beschlossen, die den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als Leitschnur dienen soll. (www.ejhn.de) Dem Verhaltenskodex ist folgende Leitlinie vorangestellt: Evangelische Kinder- und Jugendarbeit lebt durch die Beziehungen der Menschen miteinander und mit Gott. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entsteht eine persönliche Nähe und Gemeinschaft, in der die Lebensfreude bestimmend ist und die von Vertrauen getragen wird.dieses Vertrauen darf nicht zum Schaden von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt werden. Im weiteren Verlauf des Kodex wird deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Grenzverletzungen konsequent nachgegangen wird, um Schaden von Kindern und Jugendlichen abzuwenden. Im Blick auf den Umgang mit Gewalt und sexualisierter Gewalt dürfe es keine Tabus geben und müsse deutlich und öffentlich Stellung bezogen werden. In einer Selbstverpflichtung sollen haupt-, ehren- und nebenamtliche MitarbeiterInnen der Kirche unterschreiben, dass sie sich an den Verhaltenskodex binden, dass sie Hinweisen nachgehen, wenn des Wohl des Kindes gefährdet ist und verantwortliche Leitungsstellen informieren. Ferner erklären sie mit der Unterzeichnung, nicht wegen einer entsprechenden Straftat in früherer Zeit rechtskräftig verurteilt zu sein. (Quelle: epd/zeitzeichen/ejhn.de) Geschenketipps für Paten Spätestens, wenn Weihnachten vor der Tür steht oder ein Hinweis im Kalender anzeigt, dass das Patenkind bald Geburtstag hat, stellt sich die Frage, ob es außer Kinogutscheinen und Spielen des Jahres nicht auch im christlichen Bereich spannende und interessante Geschenke für Kinder und Jugendliche gibt. Hier kommen drei Tipps: für kleine Baumeister: Miniaturkirche von Ankerstein Der Michaelis-Dom zu Hildesheim kann nun kinderleicht und wunderschön nachgebaut werden, mit den berühmten Ankersteinen aus Rudolstadt. Mit nur 74 Teilen können auch kleine Baumeister diese wunderschöne Kirche auf dem Wohnzimmertisch entstehen lassen. Der Baukasten kostet stolze 49,90, kann aber mit anderen Ankerbaukastensystemen ergänzt werden.

8 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Meine liebsten Gebete zur guten Nacht heißt ein Würfel von Ingrid Uebe und Hartmut Bieber. Der Holzwürfel mit Gebeten auf jeder Würfelseite und mit glitzernden Sternen versehen, lädt zum Würfeln und zum Beten ein. Die Gebete sind in Pastellfarben unterlegt und verständlich formuliert. In einer Geschenkbox finden sich zehn weitere Gebete zum Mitsprechen. Der Würfel kostet 11,95 (Coppenrath Verlag). Der Wurm am Turm ist ein wunderschön illustriertes Kinderbuch von Thomas Brussig und Kitty Kahane, in dem eine alte Geschichte neu und spannend nacherzählt wird: Der Tischler Nujut mit dem langen weißen Schal will den Babyloniern einen Turm bauen. Bald beginnt das ehrgeizige Projekt. Nur ein kleines Kind mit Namen Schallala warnt vor den Folgen. Das Buch ist für Kinder ab 5 Jahren zu empfehlen und kostet 14,90. (edition chrismon 2011). Themen des Kirchentages in Dresden Dresden (epd). Beim evangelischen Kirchentag in Dresden hat sich der deutsche Protestantismus fünf Tage lang in seiner ganzen Breite präsentiert: Dauerteilnehmer und Zehntausende Tagesgäste haben ein Fest des Glaubens gefeiert: fröhlich, fromm und zugleich sehr politisch. Das Christentreffen, das am Sonntag zu Ende ging, verlieh dem barocken Dresden einige Farbtupfer, die Canaletto bei seinem berühmten Elbpanorama noch nicht auf der Palette hatte: bunte Luftballons und grüne Kirchentagsschals. Und natürlich waren alle wieder dabei: Posaunenchöre und Pfadfinder, Bischöfe und Bundespräsident, Kanzlerin und Oppositionspolitiker - und die langjährigen Lieblinge der Kirchentagsbewegung. So sorgte Margot Käßmann auch in Dresden wieder für überfüllte Hallen und Kirchen. Die Ex-Bischöfin und Bestseller-Autorin traf ihr Publikum, auch wenn sie wenig Überraschendes im Gepäck hatte. Ergreifend war der Beitrag des 88-jährigen Jörg Zink, der nach einer schweren Operation im vergangenen Jahr per Video zu einer Bibelarbeit zugeschaltet wurde. "Ich weiß nicht, ob wir uns noch einmal wiedersehen", sagte der Bestsellerautor, der dem Kirchentag seit den 50er Jahren eng verbunden war. Die politische Hauptperson des Kirchentages indes war Thomas de Maizière (CDU). An den Auftritten des Verteidigungsministers zeigte sich am deutlichsten, wie sich der Kirchentag in drei Jahrzehnten verändert hat. Während sein Vorgänger Hans Apel (SPD) beim Kirchentag in Hamburg 1981 für seine Raketenpolitik mit Tomaten beworfen wurde, hörten am Freitagabend Menschen de Maizière gespannt zu. De Maizieres Diskussion mit Nikolaus Schneider, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), war ein Höhepunkt in Dresden. Das Thema Auslandseinsätze war wichtiger geworden als der Atomausstieg. Der Verteidigungsminister, der dem Kirchentagspräsidium angehört, überraschte mit der Aussage, ein Gebet selbst für die Taliban sei sinnvoll. Es könne jedoch nicht alles sein, ersetze keine praktische Politik. De Maizière stellte sich gegen die Rede von einem gerechten Krieg: "Den gibt es nicht, wohl aber den gerechtfertigten Krieg." Und um Gewalt von Diktatoren zu stoppen, sei auch für einen Christen ein militärisches Eingreifen geradezu geboten. Zwar lade man damit Schuld auf sich: "Aber wer nichts tut, wird auch schuldig." Der Kirchentag hat seine unschuldige Gewissheit abgelegt, lautstark den richtigen Weg in die bessere Welt zu verkünden. Heute gehe es den Besuchern stärker um den Austausch von Argumenten, nicht um Protest, erklärte Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt die Wandlung. Und so sei denn auch das politische Signal von Dresden, dass die Bürger beteiligt werden wollen: "Die Wutbürger haben ausgedient. Es folgen die Mutbürger."

9 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Die Bedenken, dass Dresden nur ein Jahr nach dem Ökumene-Treffen von München ein kleiner Kirchentag würde, gingen nicht in Erfüllung. "Dresden ist eben ein Mythos", erklärte der gastgebende Landesbischof Jochen Bohl. Die Teilnehmerzahl war so hoch war wie in den zurückliegenden 15 Jahren nicht mehr. In der Tat trug die touristische Anziehungskraft der barocken Elbestadt wohl stark zu einer guten Resonanz bei. Eine weitere Erkenntnis: Kirchentage funktionieren auch in Städten, in denen nur ein Viertel der Menschen einer Kirche angehört. Dass das Christentreffen zudem auch Menschen anzieht, bei denen die Lust auf fünf Tage in einer feiernden Gemeinschaft das Interesse an politischem Diskurs deutlich übertrifft, ist längst auch den Kirchentagsmachern bekannt - deren publikumsträchtiges Angebot an abendlichen Konzerten von Aura Dione über Nina Hagen bis zu den "Wise Guys" reichte. Als Plus für Dresden erwies sich, dass außergewöhnlich viele Veranstaltungen in den Kirchen der Stadt und weniger - wie so häufig in den Vorjahren - in nüchternen Messehallen stattfanden. Als "spirituellen Mittelpunkt" machte die Generalsekretärin des Christentreffens, Ellen Ueberschär, die im Zweiten Weltkrieg zerstörte und 2005 wieder eingeweihte Frauenkirche aus, vor der sich zum Morgengebet auf der Kuppel schon um halb sechs Uhr in der Frühe 400 Menschen anstellten. Näher hingesehen: Dialog mit Konfessionslosen Auf dem Kirchentag gab es Podiumsdiskussionen, die sonst eher selten stattfinden, zwischen Christen und Atheisten/Laizisten. Von einer Annäherung kann dabei keine Rede sein. Das langjährige Vorstandsmitglied des Humanistischen Verbandes, der Konfessionslosen Ostedeutschlands, Groschopp, erging sich in süffisanten Bemerkungen wie Lasst die ersten drei der zehn Gebote weg, über alles andere können wir dann reden, oder er beklagte, dass Gedenkfeiern nach Naturkatastrophen, Unglücksfällen und Morden immer noch in Kirchen stattfinden und die Atheisten so gezwungen seien, dort zu trauern. Können wir das nicht im Rathaus machen? Die Frage, warum die Massen bei solchen Anlässen in die Kirche strömen, stellt er nicht. Leider blieben die kirchlichen Vertreter auf dem Podium zu blass und zu verständnisvoll und blieben solchen pointierten Bemerkungen darum eine christliche Antwort schuldig. Dass es so ein Podium überhaupt gibt, weist allerdings auf die Dringlichkeit des Themas hin. Sicherlich ist der Humanistische Verband nicht das Sprachrohr aller Konfessionslosen, doch die Wucht des Themas Konfessionslosigkeit darf nicht unterschätzt werden, resümierte der Podiumsteilnehmer Fincke (Pfarrer). Das Gespräch mit Konfessionslosen gerade im Osten Deutschlands gestalte sich schwierig, ergänzte der Theologieprofessor Krötke, denn diese seien verbreitet rundheraus gleichgültig gegenüber dem Gottesglauben. Sie würden sich nicht einmal die Mühe machen, den Glauben zu widerlegen oder ihren Atheismus zu begründen. Der Umgang mit Konfessionslosen beschäftigt auch unsere Kirchenkreis und unseren Pfarrbereich. Tagtäglich pflegen wir diesen Umgang mit Verantwortlichen in Kommunen und Vereinen. Konfessionslose Ehepartner werden an der Seite von christlichen Menschen getraut und sprechen mit Überzeugung das christliche Trauversprechen nach: So wahr mir Gott helfe. Die Gleichgültigkeit gegenüber Gott und religiösen Fragen kann eben nicht in jedem Konfessionslosen beobachtet werden, auch nicht im Osten Deutschlands. Und die Konfessionslosigkeit gibt es mittlerweile auch innerhalb der Kirchen sei es im Zuge einer schlichten Gott- und Traditionsvergessenheit, in denen Gott und der Glaube im täglichen Leben kaum bedacht werden oder im Rahmen einer Privatisierung von allen Glaubensfragen, in denen Taufen und Trauungen zu Familiengottesdiensten und ausgeblendet vom Erleben der christlichen Gemeinschaft in Gemeinde und Kirche gestaltet

10 ***Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** und erlebt werden. Ein wichtiges Thema, das bis in unsere Familien greift. Ganz bestimmt ein Thema für unsere Gemeindegruppen und Gesprächsrunden in der kommenden Zeit! (Quelle: epd/zeitzeichen) Das Zentrum Älterwerden wo finden wir die rüstige Generation 60+? Im Zentrum Älterwerden auf dem Kirchentag gab es viele interessante Gespräche und Diskussionen. Zum Beispiel zur Frage: Wo steckt die Generation 60+? Bislang gingen Untersuchungen davon aus, dass besonders bei Älteren das Interesse an Religion und Kirche vorhanden sei und mit zunehmendem Alter sogar wachse. Diese Überzeugung muss neu überprüft werden, zeigt sich doch laut einer Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, dass die Mehrheit der jungen Alten sich nicht als besonders glaubensstark und kirchennah versteht. Und nur ein Teil, die Kerngemeinde in der Generation 60-plus, sucht und findet Angebote, die den eigenen Bedürfnissen, den eigenen Interessen entsprechen. Ein Grund mag sein, dass die Kirchengemeinden sich aus diakonischem Verständnis heraus den ganz Alten, Kranken und Behinderten zuwenden. Der stärkste Grund ist aber, dass die Befragten selbst sich im Schnitt um 5-6 Jahre jünger fühlen als ihr Alter dies vorgibt. Sie sehen sich schlicht und ergreifend nicht als Zielgruppe der Alten- und Seniorenarbeit. - Für die jungen Alten braucht es neue Angebote und Konzepte. Mancherorts wird zum Männerstammtisch eingeladen, in einer sächsischen Gemeinde lädt die Kirche in Gasthäuser mit einer guten Busanbindung ein. Referenten aus Gericht oder der Polizei halten Vorträge, begonnen wird mit einer Andacht, der Segen bildet den Abschluss Menschen kommen regelmäßig. (Quelle: epd/zeitzeichen/ekd.de) Wie politisch darf/muss Kirche sein? Immer, wenn die Kirche sich zu politischen Entscheidungen oder Themen äußert, wird sie kritisiert von einigen Politikern. Die Kirche habe einen anderen Auftrag als politische Entscheidungen zu diskutieren, heißt es dann, Kirche und Staat müssen strikt getrennt bleiben. Was allerdings schon zu Jesu Zeiten nicht immer einfach zu trennen war (gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und gebt Gott, was Gottes ist), blieb bis heute schwierig, gerade wenn es um Belange der Schwächsten ging und geht, wenn Unrecht geschieht, oder wenn es um Themen geht, bei denen der Glaube an Gottes Wirken konträr verläuft zu einzelnen politischen Entscheidungen. Auf dem Kirchentag in Dresden wurde darüber diskutiert, gegensätzlich, emotional, überzeugend. Am Ende des Diskussionsprozesses standen die Worte loyal und kritisch. Nicht grundsätzlich wurde die Obrigkeit in Frage gestellt, wenn Kirche die Stimme ergreift, dann bestimmt nicht gegen unsere Demokratie, wohl aber gegen Machtverklumpungen in der Demokratie. Als loyales, aber kritisches Gegenüber zum Staat versteht sich die evangelische Kirche Das muss sie sein und bleiben. (Quelle: epd/zeitzeichen/ekd.de) Kirchen ohne Kirchensteuer? So machen es unsere Nachbarn in Italien In Italien zahlt kein Mensch Kirchensteuer. In Italien zahlen alle Bürgerinnen und Bürger eine so genannte Kultursteuer, die auch die Religionsgemeinschaften finanziert.

11 **Der Blick über den Kirchturm hinaus***infos aus dem Kirchenkreis, der Landeskirche und der EKD*** Was für die Kirchen erst einmal gut klingt, stellt sich auf den zweiten Blick als große Herausforderung heraus und treibt die Kirchen zu teuren Werbekampagnen im Fernsehen. Denn jeder italienische Bürger kann in seiner Steuererklärung angeben, wofür und für wen er seine Kultursteuer einsetzen will (Zweckbindungsprinzip). Mögliche Empfänger sind derzeit sechs Religionsgemeinschaften und der Staat. Der muss seinen Anteil an der Kultursteuer laut Gesetz für außerordentliche Maßnahmen für den Hunger in der Welt, Naturkatastrophen, Unterstützung von Flüchtlingen und die Erhaltung von Kulturgütern verwenden. Allerdings sind keine weiteren Organisationen empfangsberechtigt wie etwa Greenpeace oder Amnesty International. Nur die sechs Religionsgemeinschaften und der Staat. Otto per mille heißt die Steuer, und macht klar: 8% des Einkommens gehen an diese Kultursteuer, zweckgebunden nach eigenen Vorlieben. Man kann seine Wahl jedes Jahr neu treffen. In Italien gilt also das Zweckbindungsprinzip, bei uns zählt das Mitgliedschaftsprinzip. Wer in Deutschland einer Kirche angehört, zahlt Kirchensteuer. Wer austritt, zahlt keine. In Italien ermöglicht die Wahlmöglichkeit dem Einzelnen mehr Entscheidungsfreiheit, und sie verhindert eine Kirchensteuerflucht aus finanziellen Gründen. Allerdings wird dort alles über das Steuerrecht abgewickelt und somit sind die staatlichen Behörden die Geldzuweiser für die Kirchen. Die Verwaltung der Kirchenkultursteuer übernehmen die Finanzämter nur als kostenpflichtige Dienstleistung. Eigene kirchliche Sonderregelungen wie zum Beispiel der deutlich höhere Kinderfreibetrag im kirchlichen Arbeitsbereich hierzulande sind im italienischen Modell nicht möglich. Bei uns verwalten die Synoden ihre Gelder eigenständig, in Italien müssen die Kirchen ihre Haushalte vor dem Staat rechtfertigen. Bei einem Vergleich beider Systeme muss man feststellen: Das italienische Modell vermeidet zwar einige Probleme der deutschen Kirchensteuer, schafft dafür aber andere. (Quelle: zeitzeichen; epd) 200. Geburtstag von Caroline Fliedner Vor zweihundert Jahren am 26. Januar 1811 wurde Caroline Fliedner in Hamburg geboren. Sie leitete im 19. Jahrhundert gemeinsam mit ihrem Mann Theodor Fliedner die Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf. Aufgewachsen mit 14 Geschwistern erlebte sie die Not ihrer Zeit in Hamburg, aber auch die Unterstützung von Freunden der Familie. Über die lutherische Erweckungsbewegung fand sie Zugang und zeitlebens einen festen Halt im Glauben, der auch ihren beruflichen Werdegang beeinflusste und den Entschluss in ihr reifen ließ, sich helfend anderer Menschen anzunehmen. Mit 29 Jahren übernimmt sie die Stelle Oberaufseherin im berühmten, großen Krankenhaus St.Georg in Hamburg. Dort lernt sie ihren späteren Mann Theodor Fliedner kennen. Er stellte sie irgendwann vor die Entscheidung, mit ihm zu gehen oder zu bleiben: Willst du Oberin werden oder mich heiraten - und damit Vorsteherin der noch kleinen Diakonissenanstalt Kaiserswerth werden? Sie machte sich die Entscheidung nicht leicht. In einem Brief an ihren Bruder Ernst schrieb sie: Ich trage in mir die Überzeugung, dass, indem ich Fliedners Antrag annahm, ein Wille Gottes über mir in Erfüllung ging. Im Mai 1943 folgte Caroline ihrem Theodor nach Kaiserswerth. Sie schenkte ihrem Mann 8 Kinder und schaffte es dabei, auch noch die größer werdende Zahl von Diakonissen und Einsatzgebieten im In- und Ausland in einer festen Form zu organisieren die bis heute als Mutterhausdiakonie lebendig ist. Caroline Fliedner war Mutter der Schwestern, Verwalterin des Mutterhauses, erste Ansprechpartnerin für fast alle Belange zog sie sich ins Privatleben zurück.

12 Kinderseite

13 Christa Köhler (65) Bettina Köcher (42) Tobias Köcher (18) Moritz Köhler (20) Hans-Joachim Koch (59) Franziska Mund (27) Ursula Lay (60) Marianne Kliche (90) Karsten Klingberg (41) Armin Matzelle (51), Doreen Hafermalz (32) Gudrun Becke (73) Johannes Lindner (14) Heinrich Püst (72) Jack Koch (9) Romy Schmücking (8) Steffen Köhler (42) Piere Schmidt (28) Reinhold Gorges (80) Carolin Nebelung (21) Marion Hentze (48) Torsten Juch (42) Janine Hentze (24) Vanessa Kellner (10) Tina Sparig (31) Sandra Zornemann (32) Irene Krause (73) Helga Strobel (68), Patrick Plate (32) Hans-Joachim Matzelle (56), Ramona Milde (42) Marco Helbing (30) Luise Engel (11) Johanna Juch (15)

14 Nicole Schmücking, getauft am im Seniorenzentrum Katharina-von-Bora, Bleicherode Taufspruch: Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein und lass kein Unrecht über mich herrschen. (Ps. 119,133) von Ingeburg Lewandowski, geb. Hastung (* ; ) Bestattet am , Friedhof Kleinwerther von Paul Grohs (* ; ) Kirchlich bestattet am , Friedhof Kleinwerther Du wirst mich nicht dem Tode überlassen. Du tust mir kund den Weg zum Leben. (aus Psalm 16)

15 Ihre Ansprechpartner in der Gemeinde: Ev. Gemeindebüro des Pfarrbereiches Großwechsungen: Öffnungszeiten: dienstags (10 13 Uhr); donnerstags ( Uhr) Sekretärin: Frau Silke Titze, tel / 313, fax Anschrift: Schulstr.1, Werther OT Großwechsungen Mail: Vorsitzende des Gemeindekirchenrates: Brigitte Hoberg, tel / Pfarrer Jochen Lenz: Gesprächstermine nach Vereinbarung Tel / 313; in dringenden Fragen mobil: 0152 / Gemeindepädagogin: Frau Peukert, tel. über das Büro der Kirchengemeinde: /313 Sozialstation Günzerode, tel / 29090

16 Kirchenkaffee/ Frauenhilfe: einmal monatlich an folgenden Orten: Großwechsungen, Mütterkreis: , Uhr, Pfarrhaus, , Uhr Männer- und Mütterkreis mit Fam. Hammer; , Uhr Großwechsungen, Männerkreis: , ab Uhr Abfahrt zum Ausflug in den Harz, , Uhr Männer- und Mütterkreis mit Fam. Hammer Pfarrhaus Großwechsungen; 5.10., Uhr Männerkreis Großwerther: , September- und Oktobertermin wird noch bekanntgegeben, jeweils Uhr; Pfarrhaus Günzerode/Hochstedt: , Uhr in Günzerode, Kantorat; (in Hochstedt), Uhr; (in Günzerode), Uhr Haferungen: , , jeweils Uhr Alte Schule Hesserode: , , jeweils ab Uhr, Pfarrhaus Hörningen: , , jeweils Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Immenrode: , , jeweils Uhr, bei Fam. Mackerodt Kleinwechsungen: 02.08, , jeweils Uhr Kleinwerther: , , jeweils Uhr bei Fr. Nonnberg, Angebote für Kinder und Teenies Momentan werden Kinder- und Teeniestunden in folgenden Orten unseres Pfarrbereiches angeboten: Großwechsungen, Großwerther, Hesserode und Günzerode. Die Termine werden noch bekannt gegeben. Bitte die Aushänge und Einladungen beachten! Konfirmanden: Nach den Sommerferien immer donnerstags, wöchentlich von Uhr im Pfarrhaus Großwechsungen. Die nächsten Termine: , , , , , In den Ferien entfällt die Konfistunde, , Vorkonfirmandenstunde Vorkonfirmandenstunden im Pfarrhaus Großwechsungen: wöchentlich am Dienstag: Uhr. Erstes Kennenlernen mit den Vorkonfirmanden und Eltern am , Uhr im Pfarrhaus Großwechsungen. Die nächsten Termine: , , , , (In den Ferien entfällt die Konfistunde) ,

17 Junge Gemeinde im Pfarrhaus Großwechsungen. Die nächsten Termine: Freitags, ab Uhr; Pfarrhaus Großwechsungen : 2.8., ab Uhr (Radtour); 7.10.; Ferienfilmabend; Achtung! Außer der Reihe Montag, Spieleabend im Pfarrhaus (ab Uhr) ; Montag, Kinoausflug (Treffpunkt: Uhr, Pfarre Gr.wechsungen) Gitarrenkreis Für ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) im Pfarrbereich. Immer mittwochs, 14-tägig, im Kantorat Günzerode. Die nächsten Termine: , , , , , jeweils Uhr Enjoy - Sing- und Gesprächskreis in Großwerther Zu einem bunten Sing-, Spiel- und Gesprächskreis laden wir alle recht herzlich in das Pfarrhaus Großwerther ein. Die nächsten Termine: , , jeweils Uhr Mutter-Kind-Kreis in Großwerther Zu einem bunten Sing-, Spiel- und Gesprächskreis laden wir alle Muttis mit ihren Kindern herzlich in das Pfarrhaus Großwerther ein. Die nächsten Termine: , , , , , , , jeweils Uhr, Infos bei Silke Titze (tel /901764)

18 Herbstgedichte Herbsttag HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, Und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; Gib ihnen noch zwei südlichere Tage, Dränge sie zur Vollendung hin und jage Die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben Und wird in den Alleen hin und her Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke (Herbst 1902) Herbstlied Der Frühling hat es angefangen, Der Sommer hat's vollbracht. Seht, wie mit seinen roten Wangen So mancher Apfel lacht! Es kommt der Herbst mit reicher Gabe, Er teilt sie fröhlich aus, Und geht dann wie am Bettelstabe, Ein armer Mann, nach Haus. Voll sind die Speicher nun und Gaden 2), Dass nichts uns mehr gebricht. Wir wollen ihn zu Gaste laden, Er aber will es nicht. Er will uns ohne Dank erfreuen, Kommt immer wieder her: Lasst uns das Gute drum erneuen, Dann sind wir gut wie er. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben ( )

19 Herbst Schon ins Land der Pyramiden Flohn die Störche übers Meer; Schwalbenflug ist längst geschieden, Auch die Lerche singt nicht mehr. Seufzend in geheimer Klage Streift der Wind das letzte Grün; Und die süßen Sommertage, Ach, sie sind dahin, dahin! Nebel hat den Wald verschlungen, Der dein stillstes Glück gesehn; Ganz in Duft und Dämmerungen Will die schöne Welt vergehn. Nur noch einmal bricht die Sonne Unaufhaltsam durch den Duft, Und ein Strahl der alten Wonne Rieselt über Tal und Kluft. Und es leuchten Wald und Heide, Dass man sicher glauben mag, Hinter allem Winterleide Lieg' ein ferner Frühlingstag. Theodor Storm (Erstdruck 1847/48) Jetzt ist es Herbst Jetzt ist es Herbst, Die Welt ward weit, Die Berge öffnen ihre Arme Und reichen dir Unendlichkeit. Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub, Die Bäume sehen in den Staub, Sie lauschen auf den Schritt der Zeit. Jetzt ist es Herbst, das Herz ward weit. Das Herz, das viel gewandert ist, Das sich verjüngt mit Lust und List, Das Herz muss gleich den Bäumen lauschen Und Blicke mit dem Staube tauschen. Es hat geküsst, ahnt seine Frist, Das Laub fällt hin, das Herz vergisst. Max Dauthendey ( )

20 Ich bin eine Ja-Sagerin Ja zur Taufe - Gottes Ja zu mir. Konfitag 2011 am 17.September in Neustadt/Harz Wir fahren hin!

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