Forschungsbericht der. CVJM-Hochschule International YMCA University of Applied Sciences

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1 Forschungsbericht der CVJM-Hochschule International YMCA University of Applied Sciences 1. Überblick 2. Konzeptionelle Ausrichtung 3. Darstellung der Projekte 4. Ertrag für Wissenschaft, Lehre und Praxis 1. Überblick Der Aufbau des Leistungsbereichs Forschung schreitet kontinuierlich voran. Zunächst zeigt der Überblick, welche Forschungsaktivitäten seit dem Studienjahr 2010/11 durchgeführt wurden bzw. sich im Planungsstatus befinden: Frühjahr 2011: Feldforschungsstudie in Kenia und Togo in Kooperation mit der Africa Alliance of YMCAs (AAY) und der Royal Roads University (RRU), Victoria, BC, Kanada: Bedarfsanalyse für die geplante YMCA University of Applied Sciences (African YMCA Renaissance University) nach dem Vorbild der CVJM-Hochschule : Heimaterleben von Jugendlichen, deren Eltern in die BRD eingewandert sind, ein Kooperationsprojekt mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel. 2012: Vereinsarbeit heute?! Unterrichtsbegleitendes Forschungsprojekt der CVJM- Hochschule in Kooperation mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel. Seit 2012: Game-Design und Lebenswelt / Weltdeutung und Videospiele Habilitationsprojekt eines Lehrenden, Betreuung durch die Universität Kassel, Institut für Evangelische Theologie. Seit 2012: Diakonische Unternehmensführung Entscheidungsfähigkeit entwickeln im Spannungsfeld von ökonomischer Rationalität und ethischem Anspruch, im Auftrag für den Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.v. (BeB). Durchführung in Kooperation mit der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, Arbeitsbereich

2 Organisationssoziologie. Initiierung, Mitteleinwerbung und Projektleitung: CVJM- Hochschule. Seit 2012: Behindertenhilfe in Deutschland Analyse aktueller Entwicklungstendenzen und Zukunftsaussichten, eine Auftragsforschung für die Evangelische Kreditgenossenschaft eg (EKK), Durchführung in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke; Initiierung, Mitteleinwerbung und Projektleitung: CVJM-Hochschule. In Planung ab 2013: Fusionen und Kooperationen in Kirche und Diakonie, freies Forschungsprojekt, Antragsvorbereitung EKD. In Planung: Bürgerstolz stärkt die Stadt Bürgerschaftliches Engagement und gelebte Verantwortung von Einheimischen und Zugewanderten in Kooperation mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel. In Planung: Transdisziplinäre Vernetzung religions- und sozialarbeitswissenschaftlicher Diskurse in Hinblick auf die (kirchliche und staatliche) Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Kooperationspartner: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Konferenz der evangelischen Fort- und Weiterbildungsstätten. In Planung: Habilitationsprojekt einer Lehrenden zur Theologiegeschichte: Die Erneuerungsbewegung des Pietismus im 17./18. Jh. und die daraus hervorgehende Erweckungsbewegung des 19. Jh. bilden die Wurzeln für die Bewegung des europäischen CVJM. In diesem Projekt wird die Rezeption mittelalterlicher (katholischer) Theologie und Frömmigkeit im protestantischen Pietismus untersucht, um die ökumenische Dimension dieser Bewegung zu zeigen. (Universität Tübingen) 2. Konzeptionelle Ausrichtung Die CVJM-Hochschule sieht ihren Forschungsschwerpunkt in dem Themenfeld, das im weitesten Sinn mit Identität und Verantwortung überschrieben werden kann. Der damit abgesteckte Fragenkomplex entspricht einerseits dem klassischen Schwerpunkt der CVJM-Arbeit, also der christlichen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. Zum anderen

3 trägt dieses Themenfeld mit internationaler und globaler Dimension dem interdisziplinären Ansatz und Anliegen der internationalen CVJM-Hochschule Rechnung. Die inhaltliche Begründung des Forschungsschwerpunktes liegt wesentlich in der Tatsache, dass den Identitätsfindungsprozessen des Kinder-, Jugend und Jungen-Erwachsenenalters angesichts der massiven Veränderungsprozesse, denen unsere Gesellschaft und die Weltgesellschaft heute ausgesetzt sind, fundamentale Bedeutung zukommt. Die Identitätsfindung von Individuen, Gruppen und Organisationen erweist sich soziologisch, psychologisch, kulturell und religiös als hochkomplexer Vorgang, der nur interdisziplinär angemessen ins Blickfeld kommt und auch nur interdisziplinär erforscht werden kann. Misslungene Identitätsfindungsprozesse führen zu Dialogverweigerung, Abschottung und Gewalt; gelungene Identitätsfindungsprozesse ermöglichen Integration, Dialog, Wertebewusstsein und zivilgesellschaftliches Engagement. Der Begriff Verantwortung in der Beschreibung unserer Forschungsvorhaben deutet an, dass menschliche Identität sich immer nur als Relationalität erschließt und somit immer eine ethische Dimension berührt. Beispielsweise die Verantwortung gegenüber den Schwächeren und die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen seien hier ebenso genannt wie die Verantwortung des Menschen vor Gott, womit auch die religiöse Dimension der Fragestellung angemessen ins Blickfeld rückt. 3. Darstellung der Projekte Im Frühjahr 2011 führte die Studiengangleiterin des internationalen Studiengangs Human Development, Prof. Dr. Barbara Schellhammer, eine Feldforschungsstudie in Kenia und Togo, Afrika durch. Dies geschah in Kooperation mit der Africa Alliance of YMCAs (AAY) und der Royal Roads University (RRU), Victoria, BC, Kanada. Dafür wurden Drittmittel beim International Development Research Center (IDRC) und beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) beantragt. In der Studie ging es um eine Bedarfsanalyse, welche der Gründung einer Leadership Academy in Bagbé, Togo vorausgehen sollte. Das Vorhaben war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel der AAY, in einigen Jahren eine YMCA University of Applied Sciences (African YMCA Renaissance University) nach dem

4 Vorbild der CVJM-Hochschule auf dem afrikanischen Kontinent zu gründen. Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse flossen auch in das Curriculum des Studiengangs Human Development ein. Die Erträge sind außerdem in einem 54-seitigen Forschungsbericht unter dem Titel Final Report on the Research towards the Establishment of an African Renaissance YMCA University vom niedergelegt. Heimaterleben von Jugendlichen, deren Eltern in die BRD eingewandert sind, Kooperationsprojekt mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel: Im Vordergrund steht die Perspektive von Jugendlichen, deren Eltern in die Bundesrepublik eingewandert sind. Was bedeutet für sie die Heimat Ihrer Eltern? Ist diese auch ihre Heimat? Wie haben sie die Heimat ihrer Eltern kennengelernt und erfahren? - Hier interessieren besonders Geschichten über die Heimat der Eltern. - Und wie beeinflusst dies ihr persönliches Erleben von Heimat? Das Projekt wurde vor wenigen Monaten abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Veranstaltung in Kassel unter Mitwirkung von Studierenden der CVJM-Hochschule präsentiert. Eine Veröffentlichung ist in Arbeit. Diese und das Projekt werden im September 2012 auch in einer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Woche der Universität Kassel vorgestellt. (Projektleitung: Prof. Dr. habil. Christiane Schurian-Bremecker) Vereinsarbeit heute?! Unterrichtsbegleitendes Forschungsprojekt der CVJM-Hochschule in Kooperation mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel: Es wurden 12 Vereine befragt, um ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und ihr Tätigkeitsprofil sowie ihre generelle Öffnung in den Sozialraum hin zu untersuchen. Ziel der Untersuchung ist es, mehr über den Aufbau, die Motivation und das Engagement von Migrantenvereinen im Vergleich zu deutschen Traditionsvereinen zu erfahren. Gibt es Unterschiede in der Organisations- oder Angebotsstruktur (formelle/informelle Angebote)? An welcher Stelle brauchen Vereine vielleicht auch Unterstützung? Mit der parallelen Untersuchung von Vereinen, deren Mitglieder sich durch Heterogenität/Diversität auszeichnen, können eventuelle Aussagen über Veränderungsprozesse von Vereins- und Angebotsstrukturen herausgefiltert werden. Was hat den Verein dazu bewogen sich interkulturell zu öffnen? Ist man diesen Weg bewusst gegangen und woran kann man vielleicht noch den Ursprung aus dem monoethnischen Spektrum der deutschen oder migrantischen Vereinskultur erkennen? Die

5 empirische Forschung findet in Form studentischer Projektarbeit im Modul Einführung in die geistesgeschichtlichen Grundlagen und Methoden empirischer Sozialforschung statt. Die Untersuchung ist zudem mit dem Modul Handlungsfelder, Geschichte und Theorien der Sozialen Arbeit gekoppelt, sodass die Studierenden Methoden der Sozialen Arbeit wie Gemeinwesenarbeit, Netzwerkarbeit, Selbsthilfeförderung, Ressourcenorientierung etc. kennenlernen, mithin die Formen, die bei den Vereinen mit größerer Wahrscheinlichkeit angetroffen werden können. Am findet die Präsentation der Ergebnisse beim Zukunftsbüro der Stadt Kassel statt. Das Projekt steht also kurz vor dem Abschluss. (Projektleitung: Prof. Dr. habil. Christiane Schurian-Bremecker, Prof. Dr. Stefan Piasecki)) Game-Design und Lebenswelt / Weltdeutung und Videospiele (Habilitationsprojekt von Prof. Dr. Stefan Piasecki): Nur wenige Themen vermögen so überzeugend Vertreter von Medien, Politik und Religion in Ablehnung zu vereinen wie die Frage medialer Gewalt. Gleichzeitig ist hierbei häufig festzustellen, dass Medienmythen der Vergangenheit immer wieder neu recycelt werden als beginne die Diskussion um Gewalt im Fernsehen o- der in Videospielen mit jedem neuen Ereignis oder erfolgreichem Produkt stets ganz von vorne. Gefragt werden soll erstmalig nicht allein nach Gründen für Nutzungsverhalten oder Auswirkungen der Nutzung von Videospielen auf der Konsumentenseite, sondern nach den Intentionen der Kreativschaffenden, welche Themen sie beruflich und privat interessieren, welche Medien sie selbst konsumieren, welche Ansichten ihre individuelle Welt erklären. Gesucht werden soll demnach nach Spuren persönlicher Erlebnismomente in den Produktionen von Kreativen der Spieleindustrie. Betreut wird das Projekt von Prof. Dr. Petra Freudenberger-Lötz, Institut für Evangelische Theologie der Universität Kassel. Im Bereich Sozial- und Diakoniemanagement wird derzeit im Auftrag und in enger Kooperation mit dem Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.v. (BeB) das Forschungsprojekt Diakonische Unternehmensführung Entscheidungsfähigkeit entwickeln im Spannungsfeld von ökonomischer Rationalität und ethischem Anspruch durchgeführt. Die Durchführung erfolgt seit 2012 in Kooperation mit der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, Arbeitsbereich Organisationssoziologie, wobei die Pro-

6 jektinitiierung und die Projektleitung durch Prof. Dr. Stefan Jung (CVJM-Hochschule) erfolgt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, das Thema für den BeB spezifisch zu entfalten und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Führungskräfte im BeB zu entwickeln. Als Ergebnis sind o ein mehrstufiges Workshopformat für Führungskräfte des BeB, o eine aus den Forschungsergebnissen entwickelte spezielle Handlungsempfehlung für den BeB sowie o eine wissenschaftliche Publikation geplant. Die CVJM-Hochschule eignet sich für die Durchführung des Projektes besonders, weil die drei Schwerpunktbereiche Religions- und Gemeindepädagogik, Soziale Arbeit / Diakonie und Organisation und Management jeweils eine relevante Perspektive auf das Forschungsthema einnehmen. Zudem verfügt sie als christlich-ökumenische Hochschule über ein fundiertes Verständnis für christlich-ethische Bezugsfragen. Dies gilt auch für das Projekt Behindertenhilfe in Deutschland Analyse aktueller Entwicklungstendenzen und Zukunftsaussichten (seit 2012), Auftragsforschung für die Evangelische Kreditgenossenschaft eg (EKK), Durchführung in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke, Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Jung, CVJM-Hochschule. Geplant, aber noch nicht in der Umsetzung: Bürgerstolz stärkt die Stadt Bürgerschaftliches Engagement und gelebte Verantwortung von Einheimischen und Zugewanderten in Kooperation mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel betreut von Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker und prof. Dr. Stefan Piasecki. Im Frühjahr 2011 wurde an der CVJM-Hochschule ein sozialräumliches Seminar mit einem relevanten Praxisanteil durchgeführt, um wissenschaftliche Definitionen und Erklärungsmuster in reale Zusammenhänge zu übertragen. Externe Gastreferenten aus Stadtplanung, Arbeitsförderung, Quartiersmanagement und von der Polizei halfen mit, komplizierte Sachverhalte lebensweltlich zu transferieren und die Rolle des Menschen als handelndes und empfangendes Subjekt von gemeinschaftlichen sozialen Prozessen zu repräsentieren. Hierbei gerieten nicht zuletzt auch ehrenamtliche Tätigkeiten in den

7 Blick. Gerade diese (und ganz besonders sie) sind geeignet, vertikale Netzwerke und Sozialraumkommunikation zu erzeugen und auch unter den Bedingungen gesellschaftlicher Transformation sicherzustellen. Hier treffen Professionen, Ethnien und gesellschaftliche Wertevorstellungen gleichberechtigt aufeinander und sehen sich alleinig dem Ziel verpflichtet, das jeweilige ehrenamtliche Projekt zum Erfolg zu führen. Bürger mit Zuwanderungsgeschichte können sich hier frei von defizitorientierter Betrachtungsweise entfalten, vorhandene Fähigkeiten verwenden und neue Fertigkeiten erlangen. Unter dem Eindruck der Seminarergebnisse entstand so bald der Wunsch, Möglichkeiten der ehrenamtlichen Betätigung näher zu untersuchen und dabei die Angehörigen der gesamten Stadtgesellschaft zu berücksichtigen, zu denen nicht zuletzt Einheimische wie Neubürger gehören. Es liegt ein 20-seitiges mit dem Zukunftsbüro der Stadt Kassel abgestimmtes Konzept des Forschungsvorhabens vor. In Planung: Transdisziplinäre Vernetzung religions- und sozialarbeitswissenschaftlicher Diskurse in Hinblick auf die (kirchliche und staatliche) Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Kooperationspartner: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Konferenz der evangelischen Fort- und Weiterbildungsstätten verantwortlich: Prof. Dr. Jürgen Eilert. Fusionen und Kooperationen in Kirche und Diakonie, freies Forschungsprojekt, Antragsvorbereitung EKD (ab 2013) verantwortlich: Prof. Dr. Stefan Jung. In Planung: Habilitationsprojekt von Dr. Ulrike Treusch zur Theologiegeschichte: Die Erneuerungsbewegung des Pietismus im 17./18. Jh. und die daraus hervorgehende Erweckungsbewegung des 19. Jh. bilden die Wurzeln für die Bewegung des europäischen CVJM. In diesem Projekt wird die Rezeption mittelalterlicher (katholischer) Theologie und Frömmigkeit im protestantischen Pietismus untersucht, um die ökumenische Dimension dieser Bewegung zu zeigen. (Universität Tübingen) 4. Ertrag für Wissenschaft, Lehre und Praxis Die genannten Projekte im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Jugendarbeit und Jugendkultur liefern durch empirische Untersuchungen Grundlagen für die Konzipierung und Reali-

8 sierung von christlicher Jugendarbeit. Sie sind in den Bereichen Soziale Arbeit, Theologie/Praktische Theologie und Diakoniemanagement angesiedelt. Zugleich spiegelt die Liste die Breite der an der CVJM-Hochschule vertretenen fachlichen Interessen und Aufgaben. Explizit wissenschaftsorientiert ist lediglich das letztgenannte Habilitationsprojekt zur Kirchenhistorik angelegt. Es wird eine Lücke in der Pietismusforschung schließen, die zugleich die Entstehungsmotive der CVJM-Bewegung weiter erhellen wird. Dadurch dürfte insbesondere das spirituelle Anliegen des CVJM historisch fundiert und so in seinen Begründungszusammenhängen gestärkt werden. Kap. 4.5 des Selbstberichts zeigt, wie eng viele Forschungsprojekte der CVJM-Hochschule mit der Lehre verknüpft sind. Folgende Projekte wurden bzw. werden als Einführung und Einübung in qualitative und quantitative Forschungsmethoden im Rahmen von Lehrveranstaltungen durchgeführt: 1. Selbstbild und Außenbild des CVJM 2. Heimaterleben im Spiegel von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte 3. Vereinsleben heute?! Hinzu kommt das Vorhaben Bürgerstolz stärkt die Stadt Bürgerschaftliches Engagement und gelebte Verantwortung von Einheimischen und Zugewanderten, das, wie oben geschildert, aus der Lehre erwachsen ist. Derartig praktisch-methodisch angelegte Lehrveranstaltungen sind per se attraktiv und wirken hoch motivierend auf die Studierenden. Dies liegt auch im hohen Praxisertrag solcher Forschungsprojekte begründet. So vermittelt beispielsweise das Projekt Vereinsarbeit heute?! relevante methodische Fertigkeiten der Sozialen Arbeit wie Gemeinwesenarbeit, Netzwerkarbeit, Selbsthilfeförderung, Ressourcenorientierung etc. Für viele Studierende werden diese Arbeitsformen zum späteren Berufsalltag gehören. Die Auftragsforschungen im Bereich Diakoniemanagement Diakonische Unternehmensführung sowie Behindertenhilfe zielen explizit auf eine Qualifizierung der Handlungspraxis auf diesen Feldern. Schließlich hat die Bildungsarbeit der CVJM-Hochschule direkt von der Bedarfsanalyse in Afrika profitiert, nämlich dadurch, dass ihre Ergebnisse das Curriculum des internationalen Studiengangs Human Development interkulturell qualifiziert haben. Zudem bietet der Forschungsbericht dieser Feldforschung eine hervorragende

9 Grundlage für die Erstellung des Strategie- und Geschäftsplans der African YMCA Renaissance University, die nach dem Vorbild der CVJM-Hochschule entstehen soll. Die Projekte zeigen, wie sehr sich die Lehrenden der CVJM-Hochschule trotz der Mehrbelastungen durch den Aufbau der Hochschule wissenschaftlich engagieren. Sie sind sehr daran interessiert, das Forschungskonzept im Austausch mit der Hochschulleitung weiterzuentwickeln. Die Anstellung weiterer durch Drittmittel finanzierter wissenschaftlicher Mitarbeiter ist beabsichtigt, ebenso die Gewährung von Forschungsfreisemestern oder anderer Anreize Wolfgang Neuser

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