Studienbrief zum Thema: Web 2.0 (Joachim Ludwig, 2007)

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Studienbrief zum Thema: Web 2.0 (Joachim Ludwig, 2007)"

Transkript

1 Studienbrief zum Thema: Web 2.0 (Joachim Ludwig, 2007) 1 Web 2.0 Web 2.0 stellt einen Begriff dar, der in den elearning-diskursen zurzeit eine starke Konjunktur besitzt. Mit dem Begriff werden verschiedenste Bedeutungshorizonte transportiert. Er gilt als Schlagwort (Panke 2007, S.1) Marketingbegriff (Keil 2007, S. 18) Vision (Kerres 2006, S. 1) Technologiebeschreibung Soziales Nutzungs- und Anwendungskonzept Hoffnungsträger für die wirtschaftliche Verwertung des Internet Hoffnungsträger für elearning usw. Bei aller Bedeutungsvielfalt gilt Web 2.0 doch überwiegend als spezifisches Nutzungskonzept (vgl. Panke 2007, S. 2) und als Vision, die aufgrund ihrer spezifischen Potentiale auch Chancen für eine Weiterentwicklung von elearning umfasst. Web 2.0 steht vor allem für eine veränderte Anwendung und Nutzung des Internets (Kerres 2006, S. 1) auf der Basis technischer Potentiale und Funktionen, die prinzipiell schon lange verfügbar sind und bestenfalls mit Anwendungen wie Blogs und Wikis besonders in den Vordergrund treten. Es entstehen neuartige Produkte und Geschäftsmodelle. Die Schlagworte lauten etwa Wikis, Weblogs und Podcasts, es geht um RSSFeeds, AJAX und Portlets und ganz wesentlich um social software, tagging und user generated content Die mit Web 2.0 verbundenen Anwendungen beinhalten weniger technologie-getriebene Innovationen, sondern können vor allem als konsequente Anwendung bestehender Internet-Technologien gesehen werden. (Kerres 2006, S. 1). 1.1Praxissituation: Von der Contentbereitstellung zu aktiven Produktions- und Aneignungsprozessen Dozent Erich sitzt über der Vorbereitung seines blended learning-seminars im Bereich politische Bildung. Sein Globalisierungsseminar an der Volkshochschule will er in diesem Semester vor allem auf das G8-Treffen in Deutschland fokussieren. Ihm macht die inhaltliche Vorbereitung sehr viel Freude und er ist mit Engagement dabei. Sorge macht ihm die Form als blended learning-veranstaltung. Die Fachbereichsleiterin in der Volkshochschule möchte diese Form unbedingt für diesen Seminartypen haben, weil sie mit dieser Form vor allem jüngere Menschen ansprechen und für gesellschaftspolitische Themen gewinnen möchte. Erich macht Seminare der politischen Bildung als blended learning-seminar nicht zum ersten Mal und ist wieder mal skeptisch. Er ahnt schon was ihn wieder erwarten wird. Er gibt sich die größte Mühe mit der Erstellung anschaulicher Materialien. Besonders viel Arbeit hat Erich in die Erstellung eines umfangreichen Hypertextes investiert, der die zentralen Inhalte und Fragestellungen des Seminars umfasst und zu ergänzenden Materialien verlinkt. Der Text ist so angelegt, dass Teilnehmer ihn nicht-sequentiell lesen können, d.h. ihren individuellen Lernzugängen gemäß an den Stellen einsteigen können, die ihnen den Zugang zum Text erleichtern. Zusammen mit aktuellen und hochwertigen Dokumenten stellt er diesen Content auf die Lehr-, Lernplattform und er versucht auch im Seminar, die Teilnehmenden zur Mitarbeit im virtuellen Seminarraum zu animieren. Aber es ist jedes Mal das Gleiche: die Teilnehmer nutzen die Lehr-, Lernplattform zwar für ein printing on demand und laden sich die fertigen Dokumente herunter. Kommunikation und Beteiligung, gar das Hochladen eige- 1

2 ner Materialien der Teilnehmer findet aber nicht statt. Die Lehr-, Lernplattform bleibt eine Lehrplattform und wird so gut wie nie zu einer Lernplattform. Bei solchen Überlegungen fragt sich Erich immer wo eigentlich der große Vorteil des elearning gegenüber dem Buch bleibt. Das Buch kann man auch nicht-sequentiell lesen, man kann es überall hin mitnehmen und in Bibliotheken sind auch große Mengen an Informationen versammelt. Vielleicht findet man die nicht so schnell wie im Internet das mag schon sein. Aber manchmal sind Denkpausen ganz hilfreich für das Lernen. Erich bekommt das Gefühl nicht los, dass seine Lehr-, Lernplattform am Ende nichts anderes darstellt als eine digitale Variante einer analogen Bibliothek. Solche Gedanken nähren den Zweifel bei Erich, ob blended learning-seminare der richtige Weg sind. Als Erich mit diesen Gedanken beschäftigt ist und grübelt klingelt es an der Tür. Erich öffnet noch Gedanken verloren und blickt in das strahlende Gesicht seines Freundes Herbert, der ihn bei Sonnenschein ins Cafe einladen möchte. Erich winkt zunächst ab und erzählt von seiner aktuellen Arbeit, die doch bis morgen fertig werden soll und auch von seinen Zweifeln an der Lehr-, Lernplattform. Herbert ist Sozialarbeiter und arbeitet in einem Jugendclub. Er hört Erich verständnisvoll zu. In seinem Jugendclub sagt Herbert mache er auch Projektangebote im Bereich politische Bildung. Aber mit der Kommunikation und Beteiligung der Jugendlichen hätte er da keine Probleme. Ganz im Gegenteil: Die Jugendlichen würden mit Vorliebe chatten, bloggen und Wikis füllen. Dabei stehen sie mit anderen Jugendgruppen im Internet in Verbindung. Die Inhalte stellen die Jugendlichen ganz überwiegend selbst her. Mit Lehr-, Lernplattformen gebe sich Herbert nicht mehr ab. Er nutze einfach das Internet im Sinne des Web 2.0. Damit mache er gute Erfahrungen. Wenn Erich mit ins Cafe ginge, könne Herbert ihm ja näheres über das Web 2.0 erzählen. 1.2 Aufgabenstellung Die Internet-Gemeinde scheint ihre Nutzung des Internets deutlich zu ändern. Statt nur mehr fremde Materialien herunterzuladen und sich zu informieren, werden die Nutzer selbst zu Akteuren im Internet und füllen es mit der Weisheit der Masse (Panke 2007, S. 2). An vielen Stellen des Internets herrscht rege Beteiligung in Communities und die bisher spärlich ausgeprägte Kommunikation und Beteiligung scheint langsam der Vergangenheit anzugehören. Damit stellt sich die Frage, wie diese Entwicklung für elearning nutzbar gemacht werden kann. Schließlich gründen Lernprozesse in den Aktivitäten der Lernenden. Nur anschaulich und vorstrukturiert angebotenes Material ist für die Unterstützung von Lernprozessen sehr wenig. Das wissen Didaktiker seit dem 18. Jahrhundert und fordern deshalb für Lehr-, Lernverhältnisse ein Setting, in dem Lernende die Möglichkeit besitzen selbst zu experimentieren und zu üben - als eine wichtige Voraussetzung um sich das Neue, noch Unbekannte aneignen zu können. Bisher bestand die Nutzung des Internets für elearning ganz überwiegend aus der Entwicklung und Bereitstellung von Content, die Teilnehmenden auf einem Server verfügbar gemacht wurden. Im Mittelpunkt des E-Learning, so wie es heute mehrheitlich betrieben wird, steht die Lernplattform, eine Insel im Internet, die Autor/innen mühsam mit Inhalten beliefern, um sie attraktiv zu machen und mit Leben zu füllen, was übrigens oft genug nicht gelingt. Die Lernplattform (Lehr-, Lernplattform; J.L.) bleibt oft ein Datengrab und ohne Leben. Das Leben spielt sich gleich nebenan im Internet auf den vielen Homepages ab, auf denen sich die Lernenden über alle möglichen Dinge des Lebens austauschen. Die Vorstellung, eine Lernplattform (Lehr- Lernplattform; J.L.) für die Lernenden mit Content und Tools zu bestücken, hat im Lichte der Entwicklung hin zu Web 2.0 fast etwas tragisch Rührendes. In der Fürsorge für unsere Lerner klauben wir aus Gewohnheit allerlei 2

3 nützliche Wissensressourcen und -werkzeuge zusammen und stellen sie ihnen auf einer netten, kleinen Lerninsel (Lehrinsel; J.L.) bereit. (Kerres 2006, S. 5f) Panke sieht die gestiegenen Möglichkeiten für eine aktive Beteiligung der Teilnehmenden am Lehr-, Lernprozess in drei Bausteinen des Web 2.0 realisiert, welche in Kombination die spezifischen Eigenschaften des Web 2.0 ergeben: die individualisierte Nutzung des Internets in Kooperation mit Anderen (Community). Abb. aus Panke 2007, S. 3 Die Entwicklungen im Rahmen des Semantic Web zielen auf die Verbesserung der Information Retrieval Prozesse: Mit Hilfe von so genannten Software Agenten sollen bedarfspezifische, relevante Ressourcen aus dem WWW herausgefiltert werden können (Panke 2007, S. 3). Diese Funktionen unterstützen die Individualisierung der Informationsarbeit im Internet. Die einzelnen Nutzer markieren sich im Internet jene Informationen, die für sie individuell bedeutsam sind und stellen auf diese Weise individuelle Informationsprofile her, die für andere Nutzer wiederum zugänglich gemacht werden können. Der Bereich Social Software bezeichnet Programme, die geeignet sind die Interaktion in sozialen Netzen zu unterstützen. Mit dem Bereich Social Software werden die Kooperationsmöglichkeiten, die gemeinsame Arbeit an Texten oder in Bildbörsen mit Austausch- und Aktualisierungsfunktionen befördert. Das Social Web besitzt das Potential mit einem schwerwiegenden Gedankenfehler im Bereich des elearning fertig zu werden: Dem kurzschlüssigen Gedanken, dass Menschen mit Computern interagieren könnten. Sicher wird dieser Gedanke nahe gelegt, wenn Softwareprogramme Fragen an die Nutzer stellen. Dieser Designfehler hängt mit einer subtilen begrifflichen Verschiebung zusammen, denn das Wort Interaktivität als eine Eigenschaft, die einer Person oder einem Ding zukommt, ist, wie Heidi Schelhowe festgestellt hat, eine Neuschöpfung im Zusammenhang mit dem modernen Computer. Diese scheinbar kleine begriffliche Verschiebung, von einem Prozess zwischen Menschen zu einer Eigenschaft eines technischen Systems, ruft Missverständnisse hervor, die vermutlich auch für viele falsche Annahmen im Bereich elearning verantwortlich sind, wie z. B. die Vorstellung, man könne den sozialen Prozess des Lehrens und Lernens auf eine Eigenschaft eines technischen Systems abbilden und dadurch könnten die Lernenden jetzt zeit- und ortsunabhängig mit einem interaktiven System lernen. (Keil 2007, S. 18) 3

4 Die elearning-entwicklungen im Web 1.0 haben gezeigt, dass die Annahmen, Menschen könnten mit Computern interagieren und auf diese Weise lernen, falsch sind. Diese Pseudo- Interaktion hat nur einen begrenzten Ertrag für Lernen. Das Web 2.0 zeigt hier einen anderen Ansatz: Menschen interagieren mit anderen Menschen im Internet. Dabei ist überraschend, dass die Diskussion, die jetzt unter dem Stichwort Web 2.0 im Bereich elearning aufkommt, gerade ein paar Jahre zuvor unter dem Stichwort Virtuelle Gemeinschaften schon einmal nahezu folgenlos diskutiert worden ist (Keil 2007, S. 18). Der Hype, den das Web 2.0 in der Öffentlichkeit ausgelöst hat, könnte geeignet sein, die Strategien der Interaktion und Kooperation von Lernenden im Internet wieder stärker in das didaktische Bewusstsein der elearning-pädagogen zu rufen. Die besondere Aufgabe besteht dann darin, zwischen sozialen Nutzungsformen und technisch-medialen Potenzialen zu unterscheiden (vgl. Keil 2007, S. 17). Mit anderen Worten: Es gilt zu analysieren, welche spezifischen Medienfunktionen des Web 2.0 lernförderlich sind, d.h. das Lernen im Kontext spezifischer Nutzungsformen des Web 2.0 unterstützen. 1.3 Grundlagen Historie Verfolgt man die Entwicklung des Begriffs Web 2.0 im Internet mittels google Trends, dann lässt sich 2004 ein deutlicher Anstieg feststellen, der sich 2005 rasant fortsetzt und in 2006 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Begriff wird im Rahmen der Vorbereitung einer Internetkonferenz in San Francisco geboren (vgl. O Reilly 2006) und erhält nach Panke (2007, S. 1) in der Folge dieses stark zitierten Artikels von Tim O Reilly, der 2005 erschien und weiteren Aktivitäten im Umfeld der Konferenzbetreiber, weiteren Auftrieb. Festzuhalten bleibt, dass die Überlegungen zu Web 2.0 im Kontext wirtschaftlicher Verwertungsinteressen des Internets entstanden sind, die nach der Dot-Com-Blase im Herbst 2001 von den überlebenden Firmen angestellt wurden (vgl. O Reilly a.a.o.). Die in dieser Entwicklung getroffene Unterscheidung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 fasst Panke wie folgt zusammen: Web 1.0 Web 2.0 Ich bin drin : Zugang zum Internet als Herausforderung, Webseitenbereitstellung nur logien auch ohne vertiefte technische Vorkenntnisse Wir sind das Netz : Aneignung von Internettechno- von Institutionen oder durch Einzelpersonen möglich. mit technischer Expertise. Surfen : Web als Abrufmedium, Informationen werden gesammelt und offline bzw. auf dem persönlichen Rechner archiviert. Wissen vom Experten : Statische, oft zeitlich abgeschlossene Webprojekte, die redaktionell vorstrukturiert angeboten werden. Call by call : Modemverbindung & Einwahlkosten bedingen textlastige Darstellungen. Posten : Web als Mitmachmedium, Informationen werden ausgewählt, kommentiert und online wieder verfügbar gemacht. Weisheit der Masse : Microcontent & Wiki- Prinzip, Surfverhalten der Nutzer beeinflusst die Informationsdarbietung. Always online : Breitbandanschlüsse und Flatrates begünstigen die Verbreitung von Audio- und Videoinhalten. Tab.: Gegenüberstellung von Web 1.0 und Web 2.0 nach Panke 2007, S. 2 Ein spezifisches Merkmal des Web 2.0 ist die Verlagerung von Anwendungen, die bisher auf dem persönlichen Computer liefen in das Internet. Dies betrifft z.b. Photos oder Softwareanwendungen wie Textverarbeitung, Kalender, Adressdatenbanken usw. Diese Daten und 4

5 Anwendungen können heute problemlos ins Netz gestellt bzw. als online-anwendung genutzt und mit anderen Menschen geteilt werden. Web 2.0 steht also mit seinen spezifischen Eigenschaften, die es vom Web 1.0 unterscheidet, für die allgemeine Nutzung des Internets mit zunächst überwiegend wirtschaftlichen Interessen. Die Nutzung des Web 2.0 für elearning-zwecke zur Unterstützung von Lernprozessen stellt in diesem Zusammenhang eine spezifische Nutzungsform dar. Als spezifische Nutzungsform spiegelt sie allerdings die allgemeine Web-Logik wieder. Web 1.0 war überwiegend ein Abrufmedium. Diese Nutzungsform hat sich in den elearning-konzepten widergespiegelt, die den Charakter des Abrufmediums mit der didaktischen Logik der Inhaltsvermittlung verbanden. Es ging im Wesentlichen darum, Content zu produzieren und zur Verfügung zu stellen, der von den Lernenden abgerufen wurde. Didaktisch anspruchsvollere Konzepte stellten darüber hinaus Aufgaben und boten Prüffragen an, mittels derer überprüft werden konnte, ob der zu vermittelnde Content auch tatsächlich von den Lernenden gewusst wurde. Die Leitidee der Lehre als spezifische Nutzungsform des Web 1.0 umfasste folgende Lehraktivitäten: Aufmerksamkeit wecken Lehrziele transparent machen Lehrmaterial präsentieren Lernende mit Fragen und Aufgaben unterstützen Lernende anwenden lassen Feedback anbieten evaluieren und Transfer unterstützen (vgl. Schulmeister 2005). Der eigentliche Lernprozess im Lehr-, Lernkontext des virtuellen Raums stellte sich auf diese Weise als ein Sich-selbst-überlassen-sein der Lernenden dar. Sie fanden Lehrmaterialien und wurden bestenfalls aufgefordert ihr Lernen selbst zu managen. Der Appell zum selbstorganisierten Lernen war eher eine Notlösung und der Konzentration der Lehrenden auf die Contentproduktion und Contentpräsentation geschuldet. Lernunterstützung, Lernbegleitung und Lernberatung als didaktische Grundhaltung mit umfassenden interaktiven Anteilen, die auf eine Unterstützung der individuellen Lernhandlungen zielen, lagen nicht im Zentrum des didaktischen Handelns der Lehrenden (wenngleich sie auch im Kontext von Lehr-, Lernplattformen möglich waren und mancherorts auch umgesetzt wurden (vgl. z.b. bei Schulmeister 2005) Das Charakteristische des Web 2.0, die individualisierte Nutzung des Internets in Kooperation mit anderen Menschen als Community - legt eine andere didaktische Handlungslogik als nur Contentpräsentation und anschließende Wissenskontrolle nahe. In den Vordergrund können jetzt didaktische Interventionen der Lernbegleitung und Lernberatung treten, die Bestandteil der Community sind und in ein kooperatives bzw. kollaboratives Lernen münden. Die didaktischen Interventionen der Beratung und Begleitung treten neben die Interaktionen der Lernenden, greifen die darin enthaltenen individuellen Lernhandlungen auf und unterstützen sie. Bedarfsgerechte Informationen werden sozial vermittelt und individuell zusammengestellt. Damit steigt die Bedeutung von Communities für die persönliche Lernbiografie. In praxisbezogenen Arbeitsgemeinschaften (Communities of Practice CoP) treffen sich Personen, die das Interesse an einem Thema verbindet; sie tragen ihre Expertise zusammen und vertiefen diese Social Software Werkzeuge bieten ihnen die ideale Infrastruktur. (Panke 2007, S. 12) Aber auch für die didaktische Konzipierung des Web 2.0 gilt der Grundsatz: Nicht die Technik forciert oder verursacht eine spezifische Nutzung der Technik. Umgekehrt verhält sich die Entwicklung, wie gerade das Beispiel der Web Entwicklung im Umfeld von Tim O Reilly zeigt: Soziale Nutzungsinteressen schaffen spezifische Techniken, die spezifische Nutzungsformen ermöglichen und nahe legen. Pädagogen sind daher gut beraten, wenn sie 5

6 ihre spezifischen didaktischen Nutzungsinteressen und Ziele, mit anderen Worten: ihr didaktisches Konzept für elearning klären. Nur so lassen sich die Medienfunktionen des Web 2.0 ertragreich nutzen und mit dem Ziel optimierter Lernbegleitung mitgestalten, sonst dümpeln Linksammlung, Weblog oder Wiki schnell dahin. (Panke 2007, S. 12) Werkzeuge, Anwendungen, Charakteristika und wichtige Begriffe Das Web 2.0 umfasst Werkzeuge und Anwendungen mit denen Nutzer das Internet individualisiert nutzen können, d.h. individuell relevante Informationen entsprechend ihrem individuellen Sinn- und Bedeutungshorizont zusammenstellen und zugleich mit anderen austauschen können. Im Folgenden werden einige für elearning wichtige Finde- und Verknüpfungswerkzeuge beschrieben die es den Nutzern erlauben sich Informationen individualisiert zusammenzustellen. Tagging: Stellt die Möglichkeit bereit, Objekte zu verschlagworten und auf diese Weise wieder zu finden. Indexierte Objekte können z.b. Lesezeichen, Fotos oder Blogeinträge sein. Durch gemeinschaftliches Indexieren entstehen Sammlungen von Tags, die als Folksonomies bezeichnet werden. Dem gemeinschaftlichen Indexieren liegt keine gemeinsame Ordnungsstruktur zugrunde. Die Nutzung der Folksonomies erfordert daher die Fähigkeit sich synonyme Tags auszudenken. Sehr bekannt ist z.b. die Fotosammlung Mashups: Dies ist ein Werkzeug, mit dem Nutzer auf der Basis offener Schnittstellen (APIs) verschiedene Internetdienste verknüpfen können. So lassen sich beispielsweise Nachrichten oder eine Fotoserie in einen Blog einbetten. Mit können sich Nutzer ohne Programmierkenntnisse eigene Webseiten zusammenstellen. Es entsteht bei den einzelnen Nutzern ein Informationsmix aus verschiedenen Quellen. Eine Übersicht der populärsten Mashups findet sich unter RSS-Feeds: RSS steht für Realy Simple Syndication. Dieses Werkzeug bietet den Nutzern die Möglichkeit Inhalte einer Webseite zu abonnieren und in andere Webseiten zu integrieren. Aktualisierungen der abonnierten Webseite werden immer automatisch geladen. Trackback: Mit diesem Werkzeug wird eine Webseite darüber informiert, dass auf sie von einer anderen Webseite aus Bezug genommen wird. Die Trackback-Funktion ist die umgekehrte RSS-Funktion. Diese Funktion ermöglicht es beispielsweise Bloggern festzustellen ob auf ihren Blog in einem anderen Blog Bezug genommen wird. Folgende Anwendungen sind für elearning im Kontext von Web 2.0 relevant: Weblogs auch Blogs genannt stellen digitale Eintragungen dar, die im World Wide Web veröffentlicht sind. Weblogs sind chronologisch sortiert und umfassen in der Regel Eintragungen (Postings) zu bestimmten Themen oder persönliche Meinungen und Positionen. Die einzelnen Eintragungen können von Lesern kommentiert werden, wodurch Weblogs sehr stark der Forenstruktur im Internet nähern. Der Kommentar eines Lesers zu einem Posting eines Autors kann aber auch in einem Weblog des Lesers gepostet und mittels eines Trackback zum Posting des ursprünglichen Autors referenziert werden. Weblogs sind damit untereinander vernetzt. Ein Beispiel für ein Weblog im Bereich Erwachsenenbildung findet sich unter Kommentare: Die Kommentarfunktion in Blogs und anderen Programmen ermöglicht es Nutzern, einen bestehenden Text zu kritisieren, zu ergänzen o.ä. und auf diese Weise die Vielfalt an Sichtweisen und Positionen in einem Text zu vergrößern. 6

7 Blogroll stellt die Linkliste eines Autors dar, mit der zu interessanten Blogs verlinkt wird. Der Leser des Blogroll wird damit vom Autor auf weitere interessante Blogs zum Thema hingewiesen. Podcasting bezeichnet das Produzieren und das Angebot von Audio- und Videodateien (auch Vodcast genannt; vgl. ). Ein Podcast ist eine Sammlung von Medienobjekten, die Nutzer mittels RSS-Feed abonnieren können. Lehrveranstaltungen können beispielsweise als Podcast aufgezeichnet werden. Wikis sind Seitensammlungen im Netz die nicht nur gelesen, sondern von jedermann online geändert und ergänzt werden können. Das bekannteste Beispiel dürfte die Online- Enzyklopädie Wikipedia sein. Die Einträge in Wikis sind mit sehr wenigen Syntaxzeichen zu bewerkstelligen, so dass sich viele Menschen als Autoren beteiligen können. Änderungen sind über die Versionshistorie nachvollziehbar. Wikis eignen sich beispielsweise für die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen, die gemeinsame Texte produzieren. Online-Anwendungen sind Anwendungsprogramme im Bereich Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Kalender, , die online verfügbar sind. Kooperatives Arbeiten wird erleichtert, weil die Anwendungsprogramme allen verfügbar sind und Datenbestände geteilt werden können. Weitere Anwendungsbeschreibungen finden sich bei Panke (2007) und Lange (2006), weitere Begriffsdefinitionen auf der Webseite Two Zero Diese Anwendungen und Werkzeuge stehen für eine individualisierte Verwendung des Internets in kooperativen (Lern-)Zusammenhängen. Sie konstituieren virtuelle Gemeinschaften, die durch Interaktivität und Partizipation charakterisiert sind. Den einzelnen Nutzern wird es möglich ihren spezifischen Interessen gemäß Informationen zu sammeln und entsprechend ihrem Interessens- und Sinnkontext zu ordnen. Die Individualisierung der Nutzungsweise im Internet hat auch ihre problematischen Seiten. Die verschiedenen Einschreibungen und Verweise der Autoren im Internet hinterlassen dort Spuren und führen schließlich zu gläsernen Nutzern. Nutzer geben im Rahmen der Web 2.0 Philosophie selbst ihre Profile preis. Das oft dahinter stehende Argument Ich habe doch nichts zu verbergen, mein Profil kann jeder kennen individualisiert allerdings das Problem. Unterschlagen wird dabei, dass Nutzerdaten, sobald sie in anderen sozialen Kontexten und Interessenszusammenhängen als dem Entstehungskontext verwertet werden, auch eine andere Bedeutung erhalten. Harmlose Daten werden im Kontext von Rasteranalysen in ein anderes Licht gerückt, das den Interessen der Nutzer oft entgegensteht. Im Kontext von elearning wird die Transparenz der persönlichen Nutzungsdaten manchmal für eine problematische Kontrollfunktion durch Lehrende verwendet. Dies ist z.b. dann der Fall, wenn Lehrende die geringe Nutzungshäufigkeit von Dokumenten durch einzelne Lernende als Hinweis für fehlende Lernaktivitäten interpretieren. So lassen sich Lehrende beispielsweise eine Gesamtübersicht aller Kommentare und Postings einzelner Teilnehmer zusammenstellen, um ggf. gegensteuern zu können (vgl. Panke/Oestermeier 2006, S. 5). Dass die Verwendungshäufigkeit von Objekten durch elearning-teilnehmer keinen Hinweis auf deren Lernaktivitäten gestattet dürfte auf der Hand liegen. Solche Steuerungs- und Kontrollhandlungen von Lehrenden verweisen auf didaktische Konzepte auch im Rahmen von Web 2.0, die auf eine Vermittlung der von den Lehrenden ausgewählten Inhalten zielen. Ein von kooperativen Lernverhältnissen (vgl. Ludwig 2003) abweichendes didaktisches Konzept. Im Rahmen kooperativer Lernverhältnisse wären bei mangelnder Beteiligung Fragen nach den vorhandenen Interessenshorizonten und der Vertrauensgrundlage in der Gruppe zu stellen, um die Voraussetzungen für kooperatives Lernen zu klären. 7

8 1.4 web 2.0-Konzepte für elearning Konzept der Reinhard Keil stellt die Rede vom Web 2.0 in den Zusammenhang des bereits seit Jahren existierenden Diskurses zu virtuellen Räumen (vgl. 2007, S. 18). Dort steht der Begriff der Differenzbildung im Mittelpunkt. Virtuelle Räume wie sie mit den Werkzeugen und Anwendungen des Web 2.0 gebildet werden können sind demnach dann besonders geeignet Lernhandlungen zu unterstützen, wenn sie Differenzbildungsprozesse bei den Lernenden unterstützen, weil Lernprozesse im Kern Differenzbildungsprozesse sind (vgl. Ludwig 2006 u. 2003). Andere Menschen, aber auch Objekte der Umwelt ermöglichen uns Differenzerfahrungen, indem sie zu uns direkt oder indirekt (medial vermittelt) sprechen, dadurch unseren Wahrnehmungsraum erweitern und uns so die Möglichkeit verschaffen, Hypothesen zu bilden und zu überprüfen, weil ihre Reaktionen unabhängig sind von unseren eigenen kognitiven Prozessen (Keil 2007, S. 19). Lernende überwinden diese Differenzerfahrungen mit der Anwendung von Gedankenexperimenten. Dabei ist die Manipulierbarkeit des experimentellen Arrangements durch den Lernenden ein wichtiges Moment, denn solange ein Zusammenhang noch nicht geistig abschließend durchdrungen ist, müssen durch immer wieder neue Variationen Möglichkeiten zur Differenzerfahrung geschaffen werden, und zwar so lange, bis sich wiederholte Bestätigungen zur Gewissheit verdichten. Das heißt, der Mensch setzt die Dinge und beobachtbaren Phänomene so in Beziehung zueinander, dass sie im Kontext seiner Handlungen einen Sinn ergeben (Keil 2007, S. 20). Im Kontext dieser Sinnbildung hebt sich die erfahrene Differenz auf oder sie erhält als Differenz ihren bestimmten Sinn. Virtuelle Räume eignen sich in besonderer Weise zur Unterstützung dieser Gedankenexperimente, weil sie keine traditionelle Einschreibtechnologie darstellen, die nur um den Preis der Beschädigung oder Vernichtung des Medienträgers (z.b. Papier) die Manipulation der Zeichen zulassen. Zahlen auf einem Papier lassen sich ohne Beschädigung des Papiers nicht mehr arrangieren. Das endlose experimentelle Arrangieren der Zeichen ohne Beschädigung des Medienträgers steht nur im virtuellen Raum zur Verfügung und unterstützt deshalb in besonderer Weise Gedankenexperimente für Differenzbildungsprozesse. Im Lernprozess kommt es für die Lernenden darauf an, die Objekte ihrer individuellen Differenzerfahrung so zu arrangieren, dass sie zu ihrem jeweils bestehenden Bedeutungshorizont in einem sinnhaften Verhältnis stehen. Der virtuelle Raum insbesondere im Kontext von Web 2.0 bietet eine Reihe grundlegender Medienfunktionen, welche Lernhandlungen als Differenzerfahrung unterstützen: Dazu gehören beispielsweise das Erzeugen, das Löschen, Verändern (Auszeichnen) und das Arrangieren bzw. Anordnen von Zeichen ebenso wie ihre persistente Speicherung, ihre Übermittlung und ihre Verknüpfung mit anderen (Keil 2007, S. 20). Im Web 2.0 werden diese grundlegenden Medienfunktionen zu den oben beschriebenen Werkzeugen und Anwendungen konfiguriert. Die Lernenden im Web 2.0 sind mit Hilfe der Finde- und Verknüpfungswerkzeuge in der Lage Wissensobjekte im Kontext ihres individuellen Bedeutungshorizonts sinnhaft zu arrangieren. Mit den Kommentierungsfunktionen und kooperativen Schreibfunktionen werden in einer Gemeinschaft Interaktionsverhältnisse hergestellt, die Differenzen eröffnen und kooperativ bearbeitbar machen. Hier liegt der besondere Lernunterstützungsertrag des Web 2.0 begründet. Kooperative Lernverhältnisse in virtuellen oder realen Gemeinschaften besitzen ihren besonderen Ertrag durch die verschiedenen Perspektiven der Teilnehmenden auf das im gemeinsamen Interesse liegende Thema. Durch die verschiedenen Perspektiven wird eine Vielfalt 8

9 an Differenzen eröffnet, die im klassischen Vermittlungshandeln von Lehrenden nicht möglich ist. Dort ist es immer nur die eine Perspektive des Lehrenden entlang des von ihm angebotenen Inhalts an der sich die verschiedenen Perspektiven der Lernenden abzuarbeiten haben. Die nicht-sequentiellen Schreibmöglichkeiten im Web 2.0 bieten Lernenden die Möglichkeit mit diesen verschiedenen Perspektiven experimentell im Rahmen ihrer Differenzbildungsprozesse umzugehen. Das nicht-sequentielle Schreiben (Keil 2007, S. 21) mittels Kommentarfunktion, Forum, Hypertext oder Wiki verschafft den Lesern eines Textobjekts die Möglichkeit unabhängig von den Einschreibungen der Autoren (seien es Lehrende oder andere Lernende) deren Zeichenarrangements partiell zu verändern, zu arrangieren, zu selektieren und zu ergänzen. Für Keil ist der Begriff Web 2.0 wenig geeignet diesen funktionalen Zusammenhang zu bezeichnen. Für ihn ist Web 2.0 mehr ein Sammelbegriff als ein Integrationsbegriff. Für Keil mündet dieser Erklärungszusammenhang deshalb im Konzept der mit den drei Bausteinen Objektorientierung, Responsivität und Medialität (in Form von Persistenz und Transfer). Das Konzept der betont die Möglichkeiten des ko-aktiven Schreibens, bei dem Autor und Leser in unterschiedlichen Konstellationen und Konfigurationen Medienobjekte wechselseitig arrangieren, annotieren, modifizieren oder entfernen können. Es impliziert aber nicht die Vorstellung, jeder dürfe jederzeit alles machen können. Vielmehr kommt es darauf an, eine mediale Infrastruktur zur schaffen, die es gestattet, unterschiedliche und neue Nutzungsformen relativ leicht durch entsprechende technische Anpassungen umzusetzen. Nimmt man das Konzept der als Ausgangspunkt, ändert sich die grundlegende Perspektive weg von der medialen Einbahnstraße Einschreiben Publizieren Rezipieren und hin zum virtuellen Wissensraum und dem grundlegenden Konzept einer in der Wissensobjekte verteilt wie lokal, individuell wie kooperativ, synchron als auch asynchron bearbeitet werden können (Keil 2007, S. 24). Um das Prinzip der Objektorientierung zu realisieren und unterschiedliche Sichten auf ein und das gleiche Objekt zu ermöglichen (z.b. die Darstellung eines Textobjekts als Wiki, als Webseite und als Blog) gilt es nach Keil zukünftig noch bestehende Medienbrüche abzubauen. Eine Entwicklungsperspektive für Web 2.0-Anwendungen im Bereich elearning Soziale Nutzungsformen des Web 2.0 auf elearning transferieren Michael Kerres wählt einen anderen Zugangsweg um die Potenziale von Web 2.0 für elearning zu nutzen. Er nähert sich nicht wie Keil über Medienfunktionen, sondern greift die sozialen Nutzungsformen des Web 2.0 auf um sie für elearning nutzbar zu machen. Dabei beschreibt er die veränderten Nutzungsformen durch das Web 2.0 in Form einer Verschiebung von drei Grenzen (2006, S. 2 f). 1. User vs. Autor: Im Web 2.0 verschwimmt die Grenze zwischen Usern und Autoren die in Web 1.0 noch unterscheidbar waren. User werden im Web 2.0 selbst zu Autoren und bringen ihre eigenen Inhalte ins Netz ein. 2. lokal vs. entfernt: Im Web 1.0 lagen die Daten auf dem privaten PC vor Ort und wurden auf einem entfernten Server hochgeladen um sie zu veröffentlichen. Im Web 2.0 liegen Daten und Anwendungen auf dem entfernten Server und sind für den Nutzer über einen breitbandigen Zugang permanent verfügbar. 3. privat vs. öffentlich: Die Privatperson wird durch ihre Aktivitäten im Netz öffentlich. Die persönlichen Postings im Internet sind permanent, hinterlassen unauslöschbare Spuren und gewähren Einblick in persönliche Profile, Überzeugungen, Positionen und sozialen Umgangsweisen von Personen. 9

10 Kerres sieht nun vielmehr die klassischen Grenzziehungen in Lehr-Lernverhältnissen in Anlehnung an die Grenzverschiebungen im Web 2.0 ebenfalls verschoben. Die Unterscheidung von User vs. Autor entspricht im Bildungskontext der Grenze zwischen Lernenden und Lehrenden. Diese klare Trennlinie relativiert sich (a.a.o., S. 4). Das Lernen zu Hause und in der Bildungsinstitution (Schule, Hochschule, Bildungseinrichtungen) verzahnt sich enger. Der Unterschied zwischen scheinbar privatem Lernen und dem öffentlichen Darstellen von Gelernten in Prüfungen entfällt (Seite 5). Gelernt wird im Web 2.0, indem Lernaktivitäten in Projekten gezeigt und mit anderen Mitlernenden ausgetauscht und damit öffentlich werden. Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen erscheint Kerres die Idee einer Lehr- Lernplattform als einer Insel im Internet, auf die alle Materialien und Werkzeuge für das Lehren und Lernen zu bringen sind fragwürdig (a.a.o., S. 12). Im Kontext von Web 2.0 geht es demnach nicht mehr darum Lehr-Lernplattformen zu gestalten und diese mit Content und Tools zu bestücken, sondern darum dem Lernenden ein Tor ins Internet als informationsreichem Ort zu weisen, das für die Lernenden einen Start und Orientierungspunkt im Netz darstellt. Die reichhaltigen netzverfügbaren Informationen und Werkszeuge sollen dann von den Lernenden selbst gesammelt und integriert werden. Die Lernenden würden auf diese Weise selbst ihre Lernumgebung konfigurieren (vgl. a.a.o., S. 6). Insgesamt geht es für Kerres darum, neben Lehr-Lernplattformen eine zusätzliche Form selbst organisierten Lernens im Web anzubieten. Web 2.0 Tore ins Internet stehen dann neben Lehr-Lernplattformen, die seiner Ansicht nach weiterhin ihre Berechtigung besitzen (vgl. a.a.o., S. 7). Für Kerres gilt es zu überlegen wie Funktionen der Lehr-Lernplattformen wie zum Beispiel die etwa zeitgesteuerte, getaktete Distribution von Lernmaterialien (Lehrmaterialien; J.L.) und -aufgaben, das Freischalten von Online-Tests, das Bilden von Lerngruppen, Zuweisen von Tutor/innen, Erfassen des Lernstatus und Ähnliches in ein personal learning environment (PLE) integriert werden kann (a.a.o.). Kerres betrachtet die Nutzung des Web 2.0 im elearning Bereich auf der Ebene sozialer Nutzungsformen und nicht auf der Ebene von Medienfunktionen. Sein Ziel ist es, die im Web 2.0 beobachtbare erhöhte Beteiligung der Nutzer und die dort beobachtbare Gruppenbildung (Communities) in den elearning Bereich zu übertragen und entsprechend zu nutzen. Die im Web 2.0 erweiterte Aktivität der Nutzer wäre geeignet, den Lernprozesse zu befördern und zu unterstützen. Es stellt sich allerdings an dieser Stelle die Frage, ob die Art und Weise der mediengestützten Kommunikation im Web 2.0 problemlos in den elearning Bereich übernommen werden kann. Ein wesentliches Spannungsverhältnis besteht dabei zwischen dem Charakter der Weblog-Kommunikation als selbstbestimmter Aktivität und der Steuerbarkeit bzw. Kontrolle in einem institutionellen Rahmen (Panke/Oestermeier 2006, S. 3). Die Autoren sehen die Gefahr, dass Weblogs bei der Übertragung in formalen Lehr-, Lernverhältnisse ihren Reiz verlieren, der sie im informellen Raum des Web 2.0 so interessant macht. Damit ist die Frage aufgeworfen, was im Web 2.0 für die Nutzer so reizvoll ist. Aus lerntheoretischer Sicht dürfte das reizvolle des Web 2.0 mit der Möglichkeit für die Nutzer zusammenhängen, ihre individuellen Interessen und Differenzerfahrungen im Web 2.0 prozessieren zu können. So ließe sich auch Kerres Forderung, dass Lernenden die Möglichkeit gegeben werden soll, ihre eigene individuelle Lernumgebung konfigurieren zu können, besser lerntheoretisch verstehen. Die individuelle Konfiguration stellt dann eine Form dar, mit der aus lerntheoretischer Sicht individuelle Interessen und individuelle Differenzerfahrungen bearbeitet werden können. Diese individuellen Lerninteressen kommen in formalen Bildungskontexten oft zu kurz. Im Vordergrund stehen dort meist die inhaltlichen Vermittlungsinteressen der Lehrenden, die für Lernende oft wenig anschlussfähig und zu wenig reizvoll sind. 10

11 Allein durch die Übertragung der Nutzungsform des Web 2.0 auf elearning wird diese Interessensdifferenz nicht verändert. Ein Beispiel aus der Hochschullehre mag dies verdeutlichen. Weblogs in der Hochschullehre, die von Lehrenden gezielt in ihren Lehrveranstaltungen eingesetzt werden, nutzen die Studierenden nur im geringen Umfang. Eine Ausnahme stellen allerdings Fragen zur Prüfungsvorbereitung dar. Die Studierenden nutzten die Prüfungsfragen im Weblog intensiv zur Prüfungsvorbereitung (vgl. Pranke/Oestermeier 2006, S. 6). An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Nutzung des Internets, unabhängig von den Formen und Werkzeugen, wesentlich mit den Lerninteressen der Teilnehmer zusammenhängt. Insofern bleibt zu bezweifeln ob die Attraktivität der sozialen Nutzungsform des Web 2.0, wie sie sich bei der allgemeinen Nutzung des Web 2.0 darstellt, für den Bereich des elearnings übertragen werden kann. Nur weil im Web 2.0 Communities gebildet werden muss dies nicht zwangsläufig auch im elearning Bereich geschehen, wenn Web 2.0 Anwendungen und Werkzeuge dort eingesetzt werden. Hilfreich erscheint eher im Rahmen eines didaktischen Konzepts nach den individuellen Lerninteressen und den spezifischen Differenzerfahrungen der Lernenden zu fragen. Die Charakteristika des Web 2.0 (Individualisierung in kooperativen Zusammenhängen) lassen sich dann so einsetzen, dass die Lerninteressen der Teilnehmer individuell und in Kooperation mit den anderen Teilnehmern befördert werden können. Die spezifischen Medienfunktionen, die mit den Werkzeugen des Web 2.0 gegeben sind und bei Keil diskutiert werden (vgl. oben), können die Realisierung solcher Lerninteressen unterstützen und für die einzelnen lernenden Personen ganz individuell Differenzbildungsprozesse voranbringen Beispiele Beispiele für die Nutzung des Web 2.0 finden sich in allen Bereichen der Aus- und Weiterbildung. Insbesondere im Hochschulbereich wird mit Web 2.0 Anwendungen wie Blogs und Wikis experimentiert. Zahlreiche Anregungen finden sich auf der Homepage Beispielsweise beinhaltet der von Panke und Oestermeier dort veröffentlichte Beitrag zum Einsatz von Weblogs in der Hochschullehre Beispiele, wie Weblogs im Bereich von Vorlesungen und Seminaren eingesetzt werden können. Die Auswertung der Beteiligungsintensität der Studierenden zeigt allerdings, dass allein die Verwendung von Web 2.0 Elementen die Beteiligung der Studierenden nicht automatisch erhöht. Panke und Oestermeier schlagen als Lösung vor, einerseits die Studierenden zur Nutzung zu verpflichten und andererseits gelungene Beispiele für Postings von Studierenden besonders herauszustellen. Diesem eher behavioristisch begründeten Vorschlag wäre die Orientierung an den Lerninteressen der Studierenden gegenüberzustellen. Wie das Beispiel der Prüfungsvorbereitung zeigt, sind Studierende zur Beteiligung in der Community bereit, wenn die Mitarbeit im Horizont ihrer Lerninteressen liegt. Web 2.0 Anwendungen im elearning Bereich sollten deshalb ihre besonderen Potentiale der individualisierten Differenzbildung und kooperativen Zusammenarbeit nutzen um individuelle Lerninteressen und Lernwege in Kooperation mit anderen zu befördern. Ein weiteres Beispiel findet sich bei Kerres (2006). Er beschreibt wie Web 2.0 Werkzeuge mit der Software Drupal in der Hochschullehre realisiert werden. Die Ansätze, die etwa als forschendes Lehren, Lernen als Partizipation an einer Experten-Gemeinschaft oder der kognitiven Meisterlehre umschrieben werden, finden hier einen adäquaten Rahmen (a.a.o., S. 11). Hilfreich beim Einsatz von Werkzeugen und Anwendungen des Web 2.0 ist die didaktische Leitidee der Orientierung an den Lerninteressen und Differenzerfahrungen der Teilnehmer. Ein Beispiel für die Realisierung dieser Leitidee im virtuellen Raum stellt das Projekt beonline dar (www.projekt-be-online.de ). Dort bilden Handlungsproblematiken und die mit 11

12 ihnen verknüpften Lerninteressen der Teilnehmer den Ausgangspunkt für individuelle Differenzbildungsprozesse (abweichende Interpretationen, multiperspektivische Erklärungsangebote) im kooperativen Lernzusammenhang der Gruppe (vgl.in diesem Studienbrief fallbasiertes Lernen). 1.5 Arbeitshilfen Bei der Verwendung von Weblogs ist es hilfreich Anwendungsprogramme zu wählen, die mehrere Sichten auf die Postings z.b. auch als Forenansicht - zulassen. Die chronologische Reihung eines Weblogs erschwert die Identifizierung relevanter Kommentare. Für die Förderung kooperativer Zusammenarbeit sind zu komplexe bzw. zu tiefe Gliederungen/Hierarchien wenig zuträglich. Die Übersichtlichkeit und Orientierung im virtuellen Raum geht dadurch verloren (vgl. Panke/Oestermeier 2006, S. 7). Kerres gibt eine Reihe praktischer Tipps für die Arbeit mit Web 2.0: User ermutigen, selbst Medien (Texte und Bilder, Audio / Video) einzustellen und dazu eine wirklich einfache Editierumgebung bereitstellen. Möglichst: Wiki-Type (etwa: vor Ort und gemeinsam editieren, WikiWords, Auto-Linking ) Sichtbar machen, wer sich wie intensiv mit eigenen Beiträge in der Lernumgebung engagiert (entwickelt Anerkennung in der Community). Alle Inhalte können von Allen kommentiert werden. Wenn möglich: Trackbacks ermöglichen und von externen Websites aufnehmen. Die Oberfläche einfach und konfigurierbar machen (u.a. User können Inhalte und Werkzeuge aus-/einblenden). Mitglieder der Community bekannt machen: Wer gehört dazu? (Minimum: Verweis auf eine persönliche Homepage und Bild / Avatar) Sichtbar machen, wer gerade online ist. Möglichkeit geben, Personen direkt anzusprechen. Mitglieder motivieren, persönliche Informationen über sich selbst sichtbar für andere Mitglieder einzugeben. Minimum: Wie kann ich die Person erreichen und ansprechen (insb. Instant Messanger)? Einfaches Anmeldeverfahren implementieren. Registrierung attraktiv machen: Mitglieder erhalten mehr Informationen und Rechte als Nicht-Mitglieder. Mitgliederbereiche werden geschützt. Mitglieder erhalten einen Raum, der z.b. nicht von Suchmaschinen erreicht wird Die Lernumgebung durch die Menge (und auch die Qualität) der für die Zielgruppe relevanten Wissens- und Informationsquellen attraktiv machen. Nicht in Kursen denken. Kleine Wissensressourcen vorhalten ( Microcontent ). Externe Informations- und Datenquellen einbeziehen und in der Lernumgebung zusammenführen. Externe Feeds für die Zielgruppe auswählen und in das Portal einbinden. Informationen aus der Umgebung für externe Anwendungen verfügbar machen. Werkzeuge anbieten. Und gleichzeitig: Die Nutzung von Werkzeugen freistellen. (2006, S. 7) 12

13 1.6 Quellen Zum Selbststudium empfohlene Literatur Anderson, P.: What is Web 2.0? Ideas, technologies and implications for education [http://www.jisc.ac.uk/media/documents/techwatch/tsw0701b.pdf] Meder, N. u.a.: Web-Didaktik. Eine neue Didaktik webbasierten, vernetzten Lernens. Bielefeld 2006 Ebersbach, A., Glaser, M. & Heigl, R.: Wiki. Web Collaboration [http://www.golem.de/0611/49112.html] Weiterführende Quellen Hinze, U.: Kooperatives E-Learning [http://www.e-teaching.org/lehrszenarien/seminar/gruppenarbeit/koop_e-learning.pdf] Röll, M.: Corporate E-Learning mit Weblogs und RSS [http://www.roell.net/publikationen/roell05-elearning-weblogs-rss.pdf ] Im Studientext verwendete Quellen Keil, R.: Medienqualitäten bei elearning: Vom Transport zur Transformation von Wissen. In: Bibliothek Forschung und Praxis 31(2007)1 [http://www.bibliotheksaur.de/t html] Kerres, M.: Potenziale von Web 2.0 nutzen. In: Hohenstein, A./Wilbers, K. (Hrsg.): Handbuch E-Learning. München [[http://mediendidaktik.uni-duisburgessen.de/files/web20-a.pdf] Lange, C.: Web 2.0 zum Mitmachen. Köln: O Reilly-Verlag ftp://ftp.oreilly.de/pub/katalog/web20_broschuere.pdf Ludwig, J.: Lernen und Lernberatung im Internet? In: HBV 4/2006, S Ludwig, J.: Lehr-, Lernprozesse in virtuellen Bildungsräumen: vermitteln ermöglichen verstehen. In: Arnold, R./Schüßler, I. (Hrsg.): Ermöglichungsdidaktik. Hohengehren: Schneider Vlg. 2003, S O Reilly, T.: Was ist Web 2.0? Entwurfsmuster und Geschäftsmodelle für die nächste Software Generation. Deutsche Übersetzung 2006 (Orig. 2005). [http://twozero.uni-koeln.de] Panke, S. (2007). Unterwegs im Web 2.0: Charakteristiken und Potenziale. [http://www.e-teaching.org/didaktik/theorie/informelleslernen/web2.pdf ] Panke, S. & Oestermeier, U. (2006). Weblogs in der Lehre 3 Fallbeispiele. [http://www.eteaching.org/didaktik/gestaltung/kommunikation/weblog/weblogs_ cr.pdf] Schulmeister, R.: Zur Didaktik des Einsatzes von Lernplattformen. In: Maike Franzen (Hrsg.): Lernplattformen. Web-based Training Dübendorf Schweiz 2005, S

Social Media in der beruflichen Bildung

Social Media in der beruflichen Bildung Social Media in der beruflichen Bildung Bedeutung Bedeutung Ausbildungs- Nutzung plan von Personen + Unternehmen Nutzung von Ausbilder, Azubis Lernbögen Motivation Gesellschaft Motivation Medienkompetenz

Mehr

Web 2.0 = E-Learning 2.0 Wikis, Blogs, Podcasts, Messengers - neue Technologien zum Lernen?

Web 2.0 = E-Learning 2.0 Wikis, Blogs, Podcasts, Messengers - neue Technologien zum Lernen? Web 2.0 = E-Learning 2.0 Wikis, Blogs, Podcasts, Messengers - neue Technologien zum Lernen? Martin Hagemann Landesinitiative Neue Kommunikationswege Mecklenburg-Vorpommern (LiNK MV) Was ist Web 2.0? Keine

Mehr

Social Software im elearning

Social Software im elearning Social Software im elearning Werkzeuge und Didaktik Web 2.0 Technik elearning 2.0 Werkzeuge Blogs RSS Podcast Social Bookmarks Wiki eportfolio Google-Maps PLE Mobile Learning Tagging SMS SlideShare Blogosphäre

Mehr

TBDL-Module: + Praxis-Modul: Erstellung eines Online-Kurses. Technische Aspekte des E-Learning

TBDL-Module: + Praxis-Modul: Erstellung eines Online-Kurses. Technische Aspekte des E-Learning TBDL-Module: 1. Technische Aspekte des E-Learning 2. Low-cost E-Learning: ALN und andere Varianten 3. Content-Aufbereitung: Wie kommt der Inhalt ins Netz? 4. Methoden des Online-Lernens 5. E-Learning -

Mehr

Materialien für Veranstalter

Materialien für Veranstalter HowTo Blog Seminardoku mittels Weblog Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Seminardokumentation und Mitwirkung der Ein Blog oder auch Web-Log, Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch,

Mehr

Einsatz von Podcasting für Blended Learning

Einsatz von Podcasting für Blended Learning Einsatz von Podcasting für Blended Learning Michael Zeiller Fachhochschulstudiengänge Burgenland Informationstechnologie und Informationsmanagement Next Generation Learning Blended Learning Einsatz von

Mehr

Smartes E-Learning mit Weblogs & Co.

Smartes E-Learning mit Weblogs & Co. Smartes E-Learning mit Weblogs & Co. Flexibles Lernen in kleinen Schritten Dipl.-Inf. (FH) T. Mättig Lehrkraft für besondere Aufgaben Smartes E-Learning Smart heißt: Klein, schnell, überschaubar flexibel

Mehr

Sind Sie up-to-date? Moderne Kommunikationsmittel

Sind Sie up-to-date? Moderne Kommunikationsmittel Sind Sie up-to-date? Moderne Kommunikationsmittel Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen Seite 2 Arbeits- und Interessenschwerpunkte Collaboration Wissens- Lern- und Arbeitsprozesse in Netzwerkstrukturen

Mehr

Hoffnung oder Hype? Möglichkeiten des Web 2.0 im E-Learning am Beispiel ILIAS

Hoffnung oder Hype? Möglichkeiten des Web 2.0 im E-Learning am Beispiel ILIAS Hoffnung oder Hype? Möglichkeiten des Web 2.0 im E-Learning am Beispiel ILIAS Alexander Killing und Matthias Kunkel ILIAS open source 6. Internationale ILIAS-Konferenz Bozen 1 Überblick Web 2.0 Begriff

Mehr

Auf dem Weg zur Bibliothek 2.0: Wie Bibliotheken den Dialog mit ihren Nutzer/innen aktiv gestalten

Auf dem Weg zur Bibliothek 2.0: Wie Bibliotheken den Dialog mit ihren Nutzer/innen aktiv gestalten : Wie Bibliotheken den Dialog mit ihren Nutzer/innen aktiv gestalten Sibylle Volz (KOBV-Zentrale) 10 Jahre KOBV Strategien für die Zukunft 5. KOBV-Forum am 2. Juli 2007 im Konrad-Zuse Zentrum, Berlin Zum

Mehr

www.katho-nrw.de Projekt Blended Learning Projektpräsentation

www.katho-nrw.de Projekt Blended Learning Projektpräsentation Projekt Blended Learning Projektpräsentation Inhalte I. Zur Person II. Grundlagen zum Projekt III. Projektziele IV. Präsenzlehre E-Learning Blended Learning V. Blended Learning Lehrmaterialien und Beispiele

Mehr

Bildungsportale als Infrastrukturen für Wissensmanagement & Community-Building. Stefanie Panke, Institut für Wissensmedien, Tübingen

Bildungsportale als Infrastrukturen für Wissensmanagement & Community-Building. Stefanie Panke, Institut für Wissensmedien, Tübingen Bildungsportale als Infrastrukturen für Wissensmanagement & Community-Building Stefanie Panke, Institut für Wissensmedien, Tübingen Gliederung Bildungsportale Potentiale Portalbausteine Ausblick Portale

Mehr

Blog Forum - Gästebuch

Blog Forum - Gästebuch Blog Forum - Gästebuch 1 Blog (Weblog, Tagebuch) Von einem Herausgeber (Blogger) werden Beiträge in einer chronologischen Reihenfolge veröffentlicht. Zum Beispiel berichtet er über die neuesten Entwicklungen

Mehr

OPAC 2.0 die Grundlagen: Web 2.0-Technologien und ihre Anwendung im Bibliothekskatalog

OPAC 2.0 die Grundlagen: Web 2.0-Technologien und ihre Anwendung im Bibliothekskatalog OPAC 2.0 die Grundlagen: Web 2.0-Technologien und ihre Anwendung im Bibliothekskatalog Gliederung Was ist Web 2.0? Was sind Web-2.0-Eigenschaften? Web 2.0: Anwendungen und Technologien OPAC 2.0: Beispiele

Mehr

Leitthema Personalentwicklung

Leitthema Personalentwicklung Leitthema Personalentwicklung Einsatzszenarien von Weblogs, Wikis und Podcasting in der betrieblichen Bildung Dortmund, 28.09.2006 Florian Heidecke (Universität St. Gallen) Zur Person: Florian Heidecke

Mehr

MMZ: Was ist Ihre persönliche Motivation zum Einsatz einer Lernplattform/von ILIAS beim Sprachenlernen?

MMZ: Was ist Ihre persönliche Motivation zum Einsatz einer Lernplattform/von ILIAS beim Sprachenlernen? Dr. Susana Cañuelo Sarrión ist seit August 2012 Lektorin für Spanisch am Romanischen Seminar der Universität Mannheim. In einem Interview erklärt sie ihren Bezug zu elearning und die Integration multimedialer

Mehr

Teamlike Kurzanleitung. In Kooperation mit

Teamlike Kurzanleitung. In Kooperation mit Teamlike Kurzanleitung In Kooperation mit Inhaltsverzeichnis 03 Willkommen bei TeamLike 04 Anmeldung 05 Obere Menüleiste 06 Linke Menüleiste 07 Neuigkeiten 08 Profilseite einrichten 09 Seiten & Workspaces

Mehr

PC-Anwendungen in der Erwachsenenbildung

PC-Anwendungen in der Erwachsenenbildung PC-Anwendungen in der Erwachsenenbildung Seminar 14.12.2004 E-Learning E-Learning-Technologien WBT/CBT Autorensysteme Simulationen Videokonferenzsysteme Learning Management Systems Learning Content Management

Mehr

Ursula Coester // Social Media Institute / www.socialmediainstitute.com. Chancen für den Einsatz von Social Media im Handel

Ursula Coester // Social Media Institute / www.socialmediainstitute.com. Chancen für den Einsatz von Social Media im Handel Ursula Coester // Social Media Institute / www.socialmediainstitute.com Chancen für den Einsatz von Social Media im Handel Übersicht Social Media - Definition Nutzung neuer Medien Generation Y Chancen

Mehr

1 E - L E A R N I N G - F O R M E N U N D VA R I A N T E N

1 E - L E A R N I N G - F O R M E N U N D VA R I A N T E N 1 E - L E A R N I N G - F O R M E N U N D VA R I A N T E N E-Learning ist heute als Form der Weiterbildung in weitem Maße anerkannt. In der praktischen Umsetzung wird der Begriff E-Learning als Sammelbegriff

Mehr

PAUL - Persönliche Arbeits- Und Lernumgebung

PAUL - Persönliche Arbeits- Und Lernumgebung In der täglichen Arbeits- und Lernwelt muss PAUL: Informationen aufnehmen Wie nehme ich welche Informationen auf? Schrift Ton Bild kommunizieren Wie kommuniziere ich mit wem? Öffentlich privat Schriftlich

Mehr

Referate-Seminar zur Wirtschaftsinformatik WS 05/06. Thema 1: E-Learning Definition und Begriffsabgrenzung

Referate-Seminar zur Wirtschaftsinformatik WS 05/06. Thema 1: E-Learning Definition und Begriffsabgrenzung Referate-Seminar zur Wirtschaftsinformatik WS 05/06 E-Learning am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der JLU Gießen: Theorie und praktische Umsetzung Thema 1: E-Learning Definition und Begriffsabgrenzung

Mehr

Kooperatives Wissensmanagement in Netzwerken

Kooperatives Wissensmanagement in Netzwerken Thomas Klauß BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.v. 24.09.2007 Institut für Produkt und Prozessinnovation Forschung Beratung -Training Vortragsstruktur Eckpunkte

Mehr

How2 Moodle 2.UP Aufgaben in Moodle anlegen

How2 Moodle 2.UP Aufgaben in Moodle anlegen How2 Moodle 2.UP wird herausgegeben von: AG elearning Service und Beratung für E Learning und Mediendidaktik How2 Moodle 2.UP Aufgaben in Moodle anlegen Universität Potsdam Am Neuen Palais 10 Haus 2, Raum

Mehr

Was sind Online-Seminare?

Was sind Online-Seminare? Was sind Online-Seminare? und wie kann man sie erfolgreich umsetzen? Dr. Sabine Hemsing Themen-Überblick Online-Seminare Kennzeichen Entwicklung von Online-Seminaren Online-Seminare und Hochschullehre,

Mehr

20.3.2007 Verbundzentrale des GBV (VZG), Jakob Voß 1

20.3.2007 Verbundzentrale des GBV (VZG), Jakob Voß 1 Soziale Software Hype oder Verheißung? 20.3.2007 Verbundzentrale des GBV (), Jakob Voß 1 Soziale Software Software für das Miteinander 20.3.2007 Verbundzentrale des GBV (), Jakob Voß 2 Bestandteile Soziale

Mehr

Umfrageergebnisse. Bedarfsanalyse

Umfrageergebnisse. Bedarfsanalyse Umfrageergebnisse der VCRP Bedarfsanalyse Allgemeines Umfragetyp: Anonyme Umfrage Zielgruppe: Lehrende und MitarbeiterInnen der 12 Hochschulen in RLP Befragungszeitraum: 17.07. 17.08. 2012 Umfragebeteiligung:

Mehr

Lernen und Wissensaustausch in Communities of Practice Erfolgsfaktoren und Gestaltungsdimensionen

Lernen und Wissensaustausch in Communities of Practice Erfolgsfaktoren und Gestaltungsdimensionen Lernen und Wissensaustausch in Communities of Practice Erfolgsfaktoren und Gestaltungsdimensionen Nach einem Vortag von Prof. Dr. Patricia Arnold, Hochschule München Version Schweiz: bearbeitet www.userhelp.ch

Mehr

Independent Learning und hybride Lernformate Unterwegs zu einer Kultur des Selbstlernens

Independent Learning und hybride Lernformate Unterwegs zu einer Kultur des Selbstlernens Independent Learning und hybride Lernformate Unterwegs zu einer Kultur des Selbstlernens Prof. Dr. Rolf Arnold Fachgebiet Pädagogik TU Kaiserslautern, Distance and Independent Studies Center (DISC), Virtueller

Mehr

LMS LMS. Lernplattform Wissensdatenbank Trainingsportal MASTERSOLUTION. www.mastersolution.ag

LMS LMS. Lernplattform Wissensdatenbank Trainingsportal MASTERSOLUTION. www.mastersolution.ag LMS MASTERSOLUTION LMS Lernplattform Wissensdatenbank Trainingsportal individuelle Lernplattform, Benutzerverwaltung, Software für Kommunikation & Lernen Das MASTERSOLUTION Lern Management System [LMS]

Mehr

Patinnen- und Patenblogs mit WordPress

Patinnen- und Patenblogs mit WordPress Internet-Patinnen und -Paten Erfahrung teilen Patinnen- und Patenblogs mit WordPress Sie sind als Internet-Patin oder Internet-Pate aktiv und wollen über ihre Erfahrungen berichten? Diese Anleitung erläutert

Mehr

eteaching-weiterbildung

eteaching-weiterbildung eteaching-weiterbildung für Hochschullehrende der Universität Potsdam INFORMATIONEN A. Die Weiterbildung auf einem Blick... 1 B. Ziele... 3 C. Konzept... 3 D. Inhaltliche Schwerpunkte... 4 E. Struktur

Mehr

E-Learning gewinnt gerade im Bereich der Hochschullehre zunehmend an

E-Learning gewinnt gerade im Bereich der Hochschullehre zunehmend an 1 E-Learning gewinnt gerade im Bereich der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Schaut man sich einmal genauer an, was im Einzelnen unter E- Learning verstanden wird, gehen die Definitionen durchaus

Mehr

Blogging. Was Sie über das B2B Bloggen wissen sollten

Blogging. Was Sie über das B2B Bloggen wissen sollten Blogging Was Sie über das B2B Bloggen wissen sollten Trivia Ein Blog (Kurzform für Web-Log) stellt ein Online-Tagebuch dar, in dem ein oder mehrere Autoren, sogenannte Blogger, regelmäßig Fachwissen und

Mehr

Internet sinnvoll nutzen. Blog(gen) ein virtuelles Tagebuch

Internet sinnvoll nutzen. Blog(gen) ein virtuelles Tagebuch Internet sinnvoll nutzen Blog(gen) ein virtuelles Tagebuch Seite 2 Inhalt Wikipedia zu Blog was ist...? Blog anmelden Blog einrichten - Einstellungen - Darstellung und mit Inhalten füllen - Artikel - Links

Mehr

Vorteile: Lernen wird flexibler gestaltet, Austausch und Zugriff auf Inhalte jederzeit möglich

Vorteile: Lernen wird flexibler gestaltet, Austausch und Zugriff auf Inhalte jederzeit möglich was ist das? E-Learning: digitale Medien unterstützen Lernen Blended Learning: Mischform aus Präsenzseminaren und E-Learning, computergestütztes Lernen von zuhause aus, Austausch trotz räumlicher Entfernung

Mehr

Selbstorganisiertes Lernen mit Social Software unterstützen

Selbstorganisiertes Lernen mit Social Software unterstützen Selbstorganisiertes Lernen mit Social Software unterstützen Q2P Webinar, 26.09.2012 Steffen Albrecht Sabrina Herbst Nina Kahnwald Selbstorganisiertes Lernen mit Social Software unterstützen 1. Social Software

Mehr

Fachhochschule Bielefeld University of Applied Sciences. Agenda

Fachhochschule Bielefeld University of Applied Sciences. Agenda easy learning Wie kommt die Bibliothek in den virtuellen Lernraum? Dr. Antje Kellersohn, Fachhochschule Bielefeld 7. AGFN-Fortbildungstreffen, 25. September 2007, Berlin Agenda Definition: Was ist elearning?

Mehr

ONLINE MARKETING TRICKS 2015

ONLINE MARKETING TRICKS 2015 Die besten ONLINE MARKETING TRICKS 2015 für Profis TIPP 1 Das richtige Content Marketing Backlinks kaufen, eine Website in hunderte Kataloge eintragen oder Links tauschen ist teuer, mühselig, bringt Ihren

Mehr

Web 2.0 als Inhalt und Methode in Fortbildungsangeboten zur E-Kompetenzentwicklung. Brigitte Grote, Stefan Cordes Freie Universität Berlin

Web 2.0 als Inhalt und Methode in Fortbildungsangeboten zur E-Kompetenzentwicklung. Brigitte Grote, Stefan Cordes Freie Universität Berlin Web 2.0 als Inhalt und Methode in Fortbildungsangeboten zur E-Kompetenzentwicklung Brigitte Grote, Stefan Cordes Freie Universität Berlin Gliederung - Motivation - Web 2.0 als Inhalt und Methode - Beispiele

Mehr

E-Learning im Studium Ein Einblick in die Möglichkeiten

E-Learning im Studium Ein Einblick in die Möglichkeiten Projektgruppentreffen Teilzeitstudium am 23.2.2011 E-Learning im Studium Ein Einblick in die Möglichkeiten Ingrid Dethloff (URZ / E-Learning-Center) 1 EINE Definition E-Learning als... übergeordneter Begriff

Mehr

Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning

Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning Medienzentrum Steffen Albrecht, Nina Kahnwald, Thomas Köhler Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning Duisburg, 12. September 2010 e-learning: Vom formellen Lernen...

Mehr

E-Learning. what works? ALN und asynchrone Online-Seminare

E-Learning. what works? ALN und asynchrone Online-Seminare E-Learning what works? ALN und asynchrone Online-Seminare Überblick: Beispiel ENTER Aufwand und Kostenfaktoren Planung eines Online-Seminars VCRP-Unterstützung E-Learning Erkenntnisse, Diskussion Warum

Mehr

Content Strategie - CMS. Jedes dritte Unternehmen will den Content der Website reduzieren. Warum? Marcus Beyer, Halle (Saale) www.marcusbeyer.

Content Strategie - CMS. Jedes dritte Unternehmen will den Content der Website reduzieren. Warum? Marcus Beyer, Halle (Saale) www.marcusbeyer. Online-Marketing Digitale Medien als Wekzeug in Kommunikation und Marketing CMS, Weblogs und Content Strategien Seminarbaustein: Media & Marketing Mitteldeutsche Akademie für Marketing + Kommunikation,

Mehr

INTERVIEW. E-Learning in der Zementindustrie. Ein Gespräch mit Ludger Thomas,VDZ ggmbh

INTERVIEW. E-Learning in der Zementindustrie. Ein Gespräch mit Ludger Thomas,VDZ ggmbh INTERVIEW E-Learning in der Zementindustrie Ein Gespräch mit Ludger Thomas,VDZ ggmbh Weiterbildung der Mitarbeiter mittels E-Learning E-Learning ergänzt und ersetzt zunehmend traditionelle Präsenzschulungen.

Mehr

E-learning2.0: Lernen mit social software

E-learning2.0: Lernen mit social software Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg E-learning2.0: Lernen mit social software 2/31 Gliederung E-learning2.0: Lernen mit 1. 2. Lerntheorie des 3. 4. in der Bildung 4.1 Social Networking 4.2.

Mehr

elearning-elemente in Vorlesungen

elearning-elemente in Vorlesungen elearning-elemente in Vorlesungen Erstellung eines gemeinsamen Lexikons unter Nutzung von Informationstechnologien Hochschuldidaktische Kurzinfos 12.2014 Schriften zur Hochschuldidaktik Beiträge und Empfehlungen

Mehr

Web 2.0 + neue Medien

Web 2.0 + neue Medien FACHTAG WEB 2.0 + NEUE MEDIEN Fachtag Web 2.0 + neue Medien FACHTAG WEB 2.0 + NEUE MEDIEN Martin Laumann-Stening Stephan Apel Stefan Berendes Institut für Internetpädagogik e.v., Osnabrück FACHTAG WEB

Mehr

Adaptives Lernen - wenn sich die Lerninhalte an die Lerner anpassen

Adaptives Lernen - wenn sich die Lerninhalte an die Lerner anpassen Adaptives Lernen - wenn sich die Lerninhalte an die Lerner anpassen Dr. Lutz Goertz MMB Institut Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbh, Essen/Berlin Bildungskonferenz 2015 Neues wagen! Veränderung

Mehr

synergetic agency AG Interne Unternehmenskommunikation mit Enterprise 2.0 Die Vorteile digitaler Kommunikationstools

synergetic agency AG Interne Unternehmenskommunikation mit Enterprise 2.0 Die Vorteile digitaler Kommunikationstools synergetic agency AG Interne Unternehmenskommunikation mit Enterprise 2.0 Die Vorteile digitaler Kommunikationstools 23.11.12 Isabelle Müller, synergetic agency AG 1 9 Inhalt 1.1 Interne Unternehmenskommunikation

Mehr

Traditionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Traditionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) Traditionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) Mit der stetig voranschreitenden Veränderung des World Wide Web haben sich vor allem auch das Surfverhalten der User und deren Einfluss stark verändert. Täglich

Mehr

Lernen mit neuen Medien. Ines Paland, Deutsch-Uni Online

Lernen mit neuen Medien. Ines Paland, Deutsch-Uni Online Lernen mit neuen Medien Ines Paland, Deutsch-Uni Online Online-Unterstützung für Studierende Viele Klassifikationsmöglichkeiten: Sozialform Lehrmethode - Individuelles Lernen - Darbietende - Kooperatives

Mehr

From Teaching to Learning didaktische Perspektiven durch den Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung

From Teaching to Learning didaktische Perspektiven durch den Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung From Teaching to Learning didaktische Perspektiven durch den Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung Prof. Dr. Uwe Elsholz (FernUniversität in Hagen) BIBB-Kongress 2014: Berufsbildung attraktiver

Mehr

ICT und Medien fächerübergreifend und kompetenzorientiert unterrichten

ICT und Medien fächerübergreifend und kompetenzorientiert unterrichten Pädagogische Tagung «Kompetenzorientierte Förderung und Beurteilung» Workshop 3: ICT und Medien - fächerübergreifend und kompetenzorientiert unterrichten Basel, Mittwoch, 11. September 2013 ICT und Medien

Mehr

13 Lernorganisation 28.01.2013. mediendidaktik.de. Rahmenmodell der Didaktik. Lernorganisation. zeitlich räumlich sozial

13 Lernorganisation 28.01.2013. mediendidaktik.de. Rahmenmodell der Didaktik. Lernorganisation. zeitlich räumlich sozial mediendidaktik.de Duisburg Learning Lab 13 Lernorganisation Michael Kerres lehrbuch.mediendidaktik.de Rahmenmodell der Didaktik nach Paul Heimann Lernorganisation zeitlich räumlich sozial 1 Lernzeit Schulzeit

Mehr

Diversitykompetenz in der Hochschullehre entwickeln - Good Practices anderer deutscher Hochschulen

Diversitykompetenz in der Hochschullehre entwickeln - Good Practices anderer deutscher Hochschulen Diversitykompetenz in der Hochschullehre entwickeln - Good Practices anderer deutscher Hochschulen Dr. Patricia Gozalbez Cantó Lehr-Lernkonferenz am 30.09.2015 www.lernen.hs-osnabrueck.de Good Practice:

Mehr

Herzlich willkommen. Vorstellung 03.12.2011. zur virtuellen Präsentation Kurs Social Media für PE/OE. ein Kooperationsprojekt von...

Herzlich willkommen. Vorstellung 03.12.2011. zur virtuellen Präsentation Kurs Social Media für PE/OE. ein Kooperationsprojekt von... Herzlich willkommen zur virtuellen Präsentation Kurs Social Media für PE/OE ein Kooperationsprojekt von... Team der SMA Dr. Katja Bett Konrad Fassnacht Vorstellung //didacticdesign Dr. Katja Bett Diplom-Pädagogin

Mehr

Organisationsentwicklung und Supportmodelle für e-learning Regina Obexer, Service Manager VLE Queensland University of Technology

Organisationsentwicklung und Supportmodelle für e-learning Regina Obexer, Service Manager VLE Queensland University of Technology Organisationsentwicklung und Supportmodelle für e-learning Regina Obexer, Service Manager VLE Division of Technology Information and Learning Support Annika, 7 Monate alt Überblick : kurzes Portrait Lehr-

Mehr

Grundlagen, Informationen und Hintergründe von Wiki Systemen

Grundlagen, Informationen und Hintergründe von Wiki Systemen Grundlagen, Informationen und Hintergründe von Wiki Systemen Was ist Wiki? Wikis, auch WikiWikis und WikiWebs genannt, sind im World Wide Web verfügbare Seitensammlungen, die von den Benutzern nicht nur

Mehr

Die Open Source Lernplattform

Die Open Source Lernplattform Die Open Source Lernplattform mit deutschem Support individuell weltweit bewährt 1 3 4 5 6 7 8 9 10 Über 56.000 Moodles 12 Dunkelziffer erheblich 13 700 registriert ca. 1.200 zentrale Schulmoodles 14 Ein

Mehr

Anbindung von E-Learning-Content an Stud.IP. Workshop, Stud.IP-Tagung 2007 16 17 Uhr

Anbindung von E-Learning-Content an Stud.IP. Workshop, Stud.IP-Tagung 2007 16 17 Uhr Anbindung von E-Learning-Content an Stud.IP Workshop, Stud.IP-Tagung 2007 16 17 Uhr Gliederung 1. Was umfasst E-Learning-Content? 2. Referenz-Szenarien der Content-Integration 3. Stud.IP-Schnittstelle

Mehr

E-Learning & Weiterbildung 2.0 Grenzenloses Lernen

E-Learning & Weiterbildung 2.0 Grenzenloses Lernen Grenzenloses Lernen Vorstellung : Ing. Christian Faymann 1990 Trainer in der IT Branche (selbstständig) 2000 WIFI Burgenland Produktmanager seit 2009 Teamleiter Beschäftigt sich seit 1998 mit dem Thema

Mehr

Web 2.0 zum Mitmachen!

Web 2.0 zum Mitmachen! 1 1. 1. Web 2.0 Was Schon ist gehört, das schon aber wieder? was ist das? Neue Internetnutzung - Das Internet hat sich im Laufe der Zeit verändert. Es eröffnet laufend neue Möglichkeiten. Noch nie war

Mehr

Wie erstellt man einen Kurs in OpenOLAT?

Wie erstellt man einen Kurs in OpenOLAT? Wie erstellt man einen Kurs in OpenOLAT? 1. Kurs anlegen 2. Kursstruktur aufbauen 3. Kurs publizieren und frei schalten 4. Kurs in den Katalog einfügen Voraussetzung: Autoren-Rechte Bevor Sie einen Kurs

Mehr

Web 2.0-Technologien zwischen E-Learning und Wissensmanagement

Web 2.0-Technologien zwischen E-Learning und Wissensmanagement Web 2.0-Technologien zwischen E-Learning und Wissensmanagement Gabi Reinmann Thomas Sporer Universität Augsburg Einstieg Web 2.0 - Technologien zwischen E-Learning und Wissensmanagement Ubiquitous Learning

Mehr

Technische Hochschule Wildau Qualitätsmanagement. Ergebnisbericht. Öffentlicher Bericht für Fachbereiche

Technische Hochschule Wildau Qualitätsmanagement. Ergebnisbericht. Öffentlicher Bericht für Fachbereiche Technische Hochschule Wildau Qualitätsmanagement Ergebnisbericht Öffentlicher Bericht für Fachbereiche Kurs-Evaluation SoSe 2014 Fachbereich: Wirtschaft, Informatik, Recht Fragebogen: Lehrevaluation Fragebogen

Mehr

Blended Learning wirksam in der Unternehmenspraxis einsetzen. So setzen Sie Lernkonzepte der Zukunft erfolgreich um

Blended Learning wirksam in der Unternehmenspraxis einsetzen. So setzen Sie Lernkonzepte der Zukunft erfolgreich um 1 Blended Learning wirksam in der Unternehmenspraxis einsetzen So setzen Sie Lernkonzepte der Zukunft erfolgreich um 2 Kornelia Maier-Häfele Systemische Beraterin und Coach, Fachbuchautorin 1991 Wirtschaftspädagogik

Mehr

Von Web 2.0 zum User 2.0

Von Web 2.0 zum User 2.0 Von Web 2.0 zum User 2.0 Möglichkeiten, Anforderungen, Einsatzszenarien Jörg Schanko Technologieberater Forschung & Lehre Microsoft Deutschland GmbH joergsc@microsoft.com Was ist Web 2.0? Web 2.0 steht

Mehr

Web 2.0 Hat die normale Internetseite ausgedient?

Web 2.0 Hat die normale Internetseite ausgedient? unvollständige Webversion Web 2.0 Hat die normale Internetseite ausgedient? Ein Vortrag für die WfG Sankt Augustin 1 von 43 Inhalt Vom Internet zum Web 2.0 Prinzipien nach O Reilly Technologien und Innovationen

Mehr

Wortschatzerwerb durch das Internet

Wortschatzerwerb durch das Internet Wortschatzerwerb durch das Internet, Email: vanyvavany@gmail.com Inhaltsangabe 1. Einleitung 2.1 Das Lernen mit dem Internet 2.2 Plattformen Möglichkeiten über das Internet zu lernen 3.1 Lernmethoden bezüglich

Mehr

14.11.08 11.00-12.00 Uhr. Online-Betreuung. Wie betreut und moderiert man einen Online-Kurs? Webinar. Stephan Clemenz. Dr.

14.11.08 11.00-12.00 Uhr. Online-Betreuung. Wie betreut und moderiert man einen Online-Kurs? Webinar. Stephan Clemenz. Dr. 14.11.08 11.00-12.00 Uhr Online-Betreuung Wie betreut und moderiert man einen Online-Kurs? Webinar Dr. Sabine Hemsing Stephan Clemenz Themen-Überblick Begriff, E-Learning-Kontext, synchron asynchron Betreuungskategorien

Mehr

Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0

Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0 Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0 Wie Sie im Social Web News Releases, Blogs, Podcasting und virales Marketing nutzen, um Ihre Kunden zu erreichen David Meerman Scott Übersetzung aus dem Amerikanischen

Mehr

wir begleiten motivierte menschen. wir begleiten motivierte menschen. wir begleiten motivierte menschen.

wir begleiten motivierte menschen. wir begleiten motivierte menschen. wir begleiten motivierte menschen. ÜBERBLICK Kontext PERSPEKTIVEN DER ONLINE EDUCATION Ansätze, Trends, Strategien Trends und Strategien MCI Ansatz und Aktivitäten MCI Studiengang BWL Online Mag. Regina Obexer Learning Solutions Dr. Matthias

Mehr

Social Media Dschungel: Hip, Hype, Trend oder Flopp?

Social Media Dschungel: Hip, Hype, Trend oder Flopp? Social Media Dschungel: Hip, Hype, Trend oder Flopp? Was ist Social Media? Social Media umfasst Web 2.0-Lösungen die ermöglichen, das Inhalte im www von jedermann rasch und einfach erstellt und bearbeitet

Mehr

E-Learning wirkt sofort. Prof. Dr. Oliver Bendel. Bildung und Lernen in der 2. Lebenshälfte 29. Mai 2010 1

E-Learning wirkt sofort. Prof. Dr. Oliver Bendel. Bildung und Lernen in der 2. Lebenshälfte 29. Mai 2010 1 E-Learning wirkt sofort Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Prof. Dr. Oliver Bendel Bildung und Lernen in der 2. Lebenshälfte 29. Mai 2010 1 E-Learning E-Learning ist Lernen, das mit Informations-

Mehr

Texten fürs Web: Wer, was, wie?

Texten fürs Web: Wer, was, wie? Texten fürs Web: Wer, was, wie? Wer sich um Texten fürs Web kümmern sollte. Was Sie unbedingt tun müssen, um Leser online zu vertreiben. Wie Sie es besser machen. e 1/15 Wer sind Ihre Zielgruppen? An wen

Mehr

Wissen statt lernen! Wikis im Behördenumfeld

Wissen statt lernen! Wikis im Behördenumfeld Wissen statt lernen! Wikis im Behördenumfeld Fachtagung Neue virtuelle Welten?! 24. Oktober 2008 Agenda Kurzvorstellung cosinex d-nrw Potentiale der Web 2.0 Technologien Wissen statt lernen! - E- Learning

Mehr

Workshop-Dokumentation. Thema: Partizipation mit dem Internet

Workshop-Dokumentation. Thema: Partizipation mit dem Internet Workshop-Dokumentation Thema: Partizipation mit dem Internet Leitung: Franz Kratzer Was ist ein Weblog: Die Definitionsversuche gehen teilweise recht weit auseinander. Als Gemeinsamkeit lässt sich festhalten,

Mehr

explorarium Moodle in der Grundschule

explorarium Moodle in der Grundschule explorarium Moodle in der Grundschule Dr. Karin Ernst MoodleMoot 08 Heidelberg Allgemeines über das Projekt Was ist das explorarium? Leitprojekt für den eeducation-masterplan in Berlin (2005 2010) gefördert

Mehr

Das weiterbildende berufsbegleitende Online-Masterstudienprogramm. Educational Media

Das weiterbildende berufsbegleitende Online-Masterstudienprogramm. Educational Media Das weiterbildende berufsbegleitende Online-Masterstudienprogramm Educational Media Vortrag im Rahmen des HIS-Workshop Geschäftsmodelle für E-Learning in der Weiterbildung Prof. Dr. Michael Kerres Dipl.

Mehr

Das Beste aus Web 2.0 Einsatz im Unternehmen

Das Beste aus Web 2.0 Einsatz im Unternehmen Das Beste aus Web 2.0 Einsatz im Unternehmen isociety World 15. November 2007 Referent: Hans-Jörg Stangor, iks GmbH, Hilden Seite 2 / 29 Einleitung: Web 1.0 Web 2.0 Seite 3 / 29 Web 1.0 Grundidee: Jeder

Mehr

HILFE Datei. UPC Online Backup

HILFE Datei. UPC Online Backup HILFE Datei UPC Online Backup Inhalt Login Screen......? Welcome Screen:......? Manage Files Screen:...? Fotoalbum Screen:.........? Online backup Client Screen...? Frequently Asked Questions (FAQ s)...?

Mehr

E-Learning: Möglichkeiten und Grenzen

E-Learning: Möglichkeiten und Grenzen RNIT-Frauen-Vortrag 16.11.2011 E-Learning: Möglichkeiten und Grenzen Ingrid Dethloff (E-Learning-Center der Universität Heidelberg) 1 Wozu E-Learning? Ziel: Durch Einsatz von Medien Lehren und Lernen verbessern

Mehr

LiLa Portal Leitfaden für Dozierende

LiLa Portal Leitfaden für Dozierende Library of Labs Lecturer s Guide LiLa Portal Leitfaden für Dozierende Meist werden Dozierende die Lerninhalte ihrer Studierenden festlegen und aus der großen Auswahl von LiLa Experimenten diejenigen auswählen,

Mehr

Nutzung der lo-net²-funktionalitäten zur Gruppenmoderation

Nutzung der lo-net²-funktionalitäten zur Gruppenmoderation Funktionen in der Gruppe Nutzung der lo-net²-funktionalitäten zur Gruppenmoderation Die Betreuung einer Gruppe erfordert ein kontinuierliches Engagement seitens des Moderators oder der Moderatorin, vor

Mehr

Lerncockpit 2.0. Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software. Von der Idee bis zum Erfolg!

Lerncockpit 2.0. Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software. Von der Idee bis zum Erfolg! Lerncockpit 2.0 Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software Von der Idee bis zum Erfolg! Lerncockpit 2.0 Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software Kollaboratives Lernen

Mehr

Wir hebeln Ihre Marktkommunikation über Content & Social Networking und aktivieren Ihre Zielgruppen

Wir hebeln Ihre Marktkommunikation über Content & Social Networking und aktivieren Ihre Zielgruppen Wir hebeln Ihre Marktkommunikation über Content & Social Networking und aktivieren Ihre Zielgruppen März 2012 Kapitän zur See a.d. Hermann Bliss Geschäftsführer DMKN GmbH Kontakt: Klaus-Peter Timm Augsburger

Mehr

HIER Workshop 2008 pmm. ENGINe: Kommunikation und Interaktionen von AutorInnen von elearning-materialien. 20. 2. 2008 in Hildesheim. E inleitung.

HIER Workshop 2008 pmm. ENGINe: Kommunikation und Interaktionen von AutorInnen von elearning-materialien. 20. 2. 2008 in Hildesheim. E inleitung. HIER Workshop 2008 ENGINe: Kommunikation und Interaktionen von AutorInnen von elearning-materialien 20. 2. 2008 in Hildesheim Julika Mimkes Institute for Science Networking Oldenburg mimkes@isn-oldenburg.de

Mehr

Knowledge Management in der Technischen Dokumentation. Knowledge Management in der Technischen Dokumentation

Knowledge Management in der Technischen Dokumentation. Knowledge Management in der Technischen Dokumentation Knowledge Management in der Technischen Dokumentation Comet Communication GmbH 06. November 2008 Elke Grundmann Was ist Wissen? Wissen ist Wahrnehmung ODER Erkenntniszustand allgemeiner intersubjektiv-vermittelter

Mehr

violetkaipa Fotolia.com Texte und Grafiken dürfen unter Angabe der Quelle übernommen werden:

violetkaipa Fotolia.com Texte und Grafiken dürfen unter Angabe der Quelle übernommen werden: PR-Gateway Studie Zukunft der Unternehmenskommunikation violetkaipa Fotolia.com November 2012 Adenion GmbH/PR-Gateway.de Texte und Grafiken dürfen unter Angabe der Quelle übernommen werden: ADENION GmbH

Mehr

Web 2.0 oder das Mitmachweb

Web 2.0 oder das Mitmachweb Web 2.0 oder das Mitmachweb 1. Einleitung Der Begriff Web 2.0 wurde erstmals populär seit der Web 2.0 Conference von O`Reilly im Oktober 2004. Der Grundgedanke des Web gewinnt im Web 2.0 wieder an Bedeutung.

Mehr

Eigene Social Blended Learning-Arrangements entwickeln und umsetzen und dabei die persönlichen Kompetenzen für innovative Lernlösungen aufbauen.

Eigene Social Blended Learning-Arrangements entwickeln und umsetzen und dabei die persönlichen Kompetenzen für innovative Lernlösungen aufbauen. Für Human Resources Manager/innen, Personalentwickler/innen, Ausbilder/innen, Weiterbilder/innen, Produktmanager/innen im Bildungsbereich, Lernsystem-Entwickler/innen sowie Trainer/innen, die ihre Kompetenzen

Mehr

Information für Kooperationspartner. im Rahmen von. Service Learning-Veranstaltungen

Information für Kooperationspartner. im Rahmen von. Service Learning-Veranstaltungen Stabsstelle Studium und Lehre Referat Service Learning Julia Derkau, Dipl. Kulturwiss. (Medien) Tel. +49 (0) 621 / 181-1965 derkau@ssl.uni-mannheim.de http://www.uni-mannheim.de/sl VORLAGE für Lehrende

Mehr

Social Media in der Konfirmanden arbeit. Projektstelle Social Media / Christoph Breit

Social Media in der Konfirmanden arbeit. Projektstelle Social Media / Christoph Breit Social Media in der Konfirmanden arbeit Web 1.0 > Web 2.0 > Web 3.0 ab 1990 statische Seiten wenige content producer viele content consumer Software durch Verrieb geringe Transferraten ab 2004 Dynamische

Mehr

Patricia Arnold, Lars Kilian, Anne Thillosen, Gerhard Zimmer. Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien

Patricia Arnold, Lars Kilian, Anne Thillosen, Gerhard Zimmer. Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien Patricia Arnold, Lars Kilian, Anne Thillosen, Gerhard Zimmer Handbuch E-Learning Lehren und Lernen mit digitalen Medien Inhalt Vorwort 9 1 Ziele und Struktur des Handbuchs 11 2 Bildung mit E-Learning 17

Mehr

a-3: Blogging für Firmen

a-3: Blogging für Firmen Orbit-iEX 2007 Konferenz 22. Mai 2007 a-3: Blogging für Firmen Peter Hogenkamp Zeix AG/Blogwerk AG Blogwerk AG Betrieb eigener Weblogs («Blog Network», «Blogverlag») by Blogwerk AG, blogwerk.com 1 neuerdings.con

Mehr

E Learning: Werkzeuge & Systeme. Innsbruck, 15.01.2015

E Learning: Werkzeuge & Systeme. Innsbruck, 15.01.2015 E Learning: Werkzeuge & Systeme Innsbruck, 15.01.2015 Werkzeuge Synchrone Tools Asynchrone Tools Chat Diskussionsforen Instant Messaging E-Mail Slide-Shows Wiki Kompetenzmanagement Virtual Classroom Tools

Mehr

Informationen für Neue Museen DEUTSCH

Informationen für Neue Museen DEUTSCH euromuse.net TYPO3 Informationen für Neue Museen DEUTSCH Letzte Aktualisierung: 01.03.2012 Inhalt - Willkommen auf euromuse.net (Seite 2) - Login und Einstellungen (Seiten 3-5) - Über die Module (Seiten

Mehr

Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien

Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien Fortbildungstagung für Seminarlehrer Deutsch am 14.2.2007 Markus Märkl, ALP Dillingen Herausforderung Lernen in Zeiten allgegenwärtiger Informations- und Kommunikationstechnologie

Mehr

Inhaltsverzeichnis VII

Inhaltsverzeichnis VII Vorwort...................................................... V 1 Was will dieses Buch?........................................ 1 2 Kompetenz, Kompetenzerfassung und Kompetenzentwicklung..... 5 2.1 Was»ist«Wissen

Mehr