TenneT Newsletter. 380-kV-Leitung Stade - Landesbergen

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1 TenneT Newsletter 380-kV-Leitung Stade - Landesbergen 1. Ausgabe

2 2 Carolin Kürth Referentin für Bürgerbeteiligung Projekt Stade-Landesbergen Editorial Liebe Leserinnen und Leser, dies ist die erste Ausgabe unseres Newsletters zum Leitungsbauprojekt Stade Landesbergen. Wir von der Firma TenneT möchten Sie mit dieser Ausgabe sowie mit den in Zukunft folgenden Ausgaben über den jeweils aktuellen Stand des Projektes informieren. Bereits vor dem offiziellen Genehmigungsverfahren haben wir zu Informationsmärkten und vielen weiteren Dialogveranstaltungen eingeladen, um über die Verstärkung der Leitung Stade-Landesbergen zu informieren und Ihre Hinweise dazu aufzunehmen. TenneT möchte die Chance des Ersatzneubaus nutzen, um den bisherigen Trassenverlauf im Hinblick auf Wohnumfeld- und Naturschutz gemeinsam mit den Bürgern zu optimieren. Dieses Angebot zum Dialog setzen wir auch im derzeit anlaufenden Planungs- und Genehmigungsverfahren fort. In diesem Newsletter informieren wir Sie daher über den weiteren Verlauf des Verfahrens sowie über Ihre Möglichkeiten der Beteiligung. Mein Name ist Carolin Kürth und ich stehe Ihnen als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Projekt Stade-Landesbergen zur Verfügung. Ich werde viel in der Region zwischen Stade und Landesbergen unterwegs sein und damit auch direkt vor Ort für Ihre Fragen und Anregungen bereit stehen. Sollten Sie zum Beispiel weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren wünschen, Karten einsehen oder Anregungen geben wollen, kontaktieren Sie mich jederzeit gern. Sie erreichen mich unter der Telefonnummer oder per an Im Namen von TenneT wünschen wir Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Jahr Ebenso möchte ich auch die Möglichkeit nutzen, mich Ihnen als Bürger referentin vorzustellen. Ihre Carolin Kürth

3 3 TenneT macht die Leitung Stade-Landesbergen fit für die Energiewende Bedarf des Ersatzneubaus Stade-Landesbergen Die bestehende niedersächsische Versorgungs leitung zwischen Stade nahe der Elbe und Landesbergen in der Region Mittelweser hat für ganz Niedersachsen eine zentrale Versorgungsfunktion. Die rund 40 Jahre alte Stromleitung ist durch die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien bereits heute an der Kapazitätsgrenze angekommen. Nach dem Beschluss der Energie wende durch die Bundesregierung versorgt die Leitung zukünftig jedoch nicht länger nur die Region mit Strom, sondern sammelt auch den dezentral erzeugten Windstrom ein, verstärkt und verteilt diesen. Das derzeitige Leitungssystem ist jedoch nicht für eine Nutzung als Windsammelleitung ausgelegt. Deshalb sind immer häufiger regulierende Eingriffe zur Stabilisierung des Netzes notwendig. Um die Versorgung der Region und die Netzstabilität dauerhaft sicher zu stellen, muss die Über tragungskapazität erhöht werden. Zudem dient die neue Leitung Stade-Landesbergen als wichtige Transportleitung erneuerbarer Energien aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein in den mittel deutschen Raum.

4 4 Schleswig-Holstein Kurzdarstellung des Projekts Stade-Landesbergen Bestehende 220-kV-Leitung Stade Landesbergen Das Bundesbedarfsplangesetz 2013, das den Netzausbau in Deutschland für die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber festlegt, enthält als gesetzlich vorgeschriebenes Projekt den Ausbau der bestehenden Leitung Stade-Landesbergen. Das Unternehmen TenneT als verantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber für diese Region ist daher gesetzlich dazu verpflichtet, die 220-kV Leitung von Stade nach Landesbergen durch eine leistungsstärkere 380-kV-Leitung zu ersetzen. Die leistungsstärkere Leitung kann nur durch den Neubau der Leitung realisiert werden. Grundsätzlich ist beabsichtigt, den Bau weitgehend innerhalb der bestehenden Trasse zu realisieren. TenneT möchte jedoch die Chance nutzen, den bisherigen Trassenverlauf im Hinblick auf Wohnumfeld- und Naturschutz gemeinsam mit den Kommunen, Behörden, verbänden und Bürgern vor Ort zu optimieren. Wenn die neue Leitung in Betrieb geht, wird die derzeit bestehende 220-kV-Leitung vollständig abgebaut sein. Bereits im September 2014 hat das Unternehmen TenneT mit einem umfassenden Informations- und Dialogprozess begonnen, um das Projekt Stade-Landesbergen vorzustellen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Dialoges waren die Informationsmärkte, die im Oktober in fünf Gemeinden entlang der Trasse stattfanden und im Dezember mit einem nachgelagerten Infomarkt in der Gemeinde Achim endeten. Dabei erhielten die Bürgerinnen und Bürger Informationen über die aktuelle Planung des Ersatzneubaus, zudem konnten sie sich selbst zum Vorhaben äußern und auch Alternativvorschläge zur Trassenführung einbringen. Über die Infomärkte hinaus konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger auch direkt per oder auf der TenneT-Internetseite (http://www.tennet.eu/de/netz-undprojekte/onshore-projekte/stade-landesbergen.html) an dem Dialog beteiligen. Niedersachsen Weser UW Wechold Stolzenau Nienburg/ Weser UW Stade Rotenburg (Wümme) Zeven Verden Stade Langwedel Nienburg UW Dollern UW Sottrum Aller UW Landesbergen Hamburg Elbe Hannover Celle

5 5 Genehmigungsverfahren & Beteiligung der Öffentlichkeit Überblick Die Genehmigung der Stromleitung Stade-Landesbergen erfolgt in zwei aufeinander folgenden Verfahren: Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg legt im Raumordnungsverfahren für den Abschnitt Dollern-Landesbergen eine Trasse also den räumlichen Verlauf der Stromleitung fest. Der genaue Verlauf der Leitung innerhalb der Trasse und damit auch die genauen Maststandorte werden erst im anschließenden Planfeststellungsverfahren festgelegt. Dieses Verfahren schließt an das Raumordnungsverfahren an und wird durch das Niedersächsische Amt für Straßenbau und Verkehr in Hannover durchgeführt. Das Raumordnungsverfahren Das Raumordnungsverfahren prüft, inwieweit die geplante Stromleitung raumverträglich ist, also ohne größere Konflikte mit anderen Nutzungen wie Wohnen oder Naturschutz umgesetzt werden kann. In manchen Teilbereichen ist bereits jetzt erkennbar, dass der heutige Trassenverlauf optimiert werden muss - etwa da, wo die Leitung zu nah an Wohnhäusern vorbeiführt. In diesen Bereichen hat Tennet verschiedene Varianten vorgeschlagen, die von den Fachleuten des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL) als obere Landesplanungsbehörde überprüft werden. Ziel ist es, die raum- und umweltverträglichsten Trassenvarianten zu ermitteln.

6 6 Schritt 1 Antragskonferenz Schritt 3 öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen Den Auftakt zum Raumordnungsverfahrens bildeten zwei Antrags konferenzen. Diese Konferenzen haben am 10. und 11. Dezember in Hamersen (Kreis Rotenburg/Wümme) und Bücken (Kreis Nienburg/Weser) stattgefunden. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg hat die Konferenzen geleitet und dazu neben Vertretern der von der Stromleitung berührten Gemeinden und Landkreise auch weitere Träger öffentlicher Belange (TÖB) eingeladen. Zu den TÖB zählen neben den Behörden auf Landes- und Kreisebene und den Gemeinden weitere Verwalter von Sachbereichen, also z.b. Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken, die Landwirtschaftskammer oder die Industrie- und Handelskammer. Die Antragsunterlagen werden vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg zunächst auf Vollständigkeit geprüft und im Anschluss öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen werden in allen beteiligten Gemeinden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gleichzeitig im Internet ver öffentlicht. Damit sind die Unterlagen auch für jeden interessierten Bürger einsehbar und jeder kann dazu Stellung nehmen. Die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen wird voraussichtlich im 3. Quartal 2015 erfolgen, die Auslegung in den Rathäusern erfolgt über einen Zeitraum von einem Monat, so wie es das Niedersächsische Raumordnungsgesetz (NROG) vorgibt. TenneT wird rechtzeitig über die Termine und Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Ziel der Antragskonferenz ist es, den Untersuchungsrahmen für die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren abzustimmen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Umweltauswirkungen im Raumordnungsverfahren untersucht werden sollen und welche Daten hierfür zur Verfügung stehen bzw. noch zu erheben sind. Tennet hat als Grundlage für die Antragskonferenzen eine rund 60-seitige Dokumentation erstellt, in der neben einer Beschreibung des Leitungsbauprojektes auch Karten mit dem Vorschlagstrassenkorridoren sowie den von Bürgern eingebrachten Alternativtrassen enthalten sind. Insgesamt haben die Bürger nach den ersten Informationsmärkten zum Projekt Dollern Landesbergen im Herbst 2014 rund 150 Hinweise gegeben, rund 50 davon enthielten Vorschläge zu Alternativtrassen. Auch alle weiteren Hinweise und Anregungen aus den Informationsmärkten sind in der Dokumentation erfasst. Schritt 2 Erarbeitung der Antragsunterlagen für das ROV Nach den Antragskonferenzen legt das ArL Lüneburg fest, welche Antragsunterlagen TenneT für das Raum ordnungsverfahren erstellen muss. Darauf aufbauend wird TenneT in der Phase von Januar bis ca. Juni 2015 die Untersuchungen und deren Dokumentation in einer Unterlage erarbeiten, die die Basis des Antrags zum Raumordnungsverfahren bildet. Schritt 4 Erörterungstermin Im Anschluss an die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen gibt es einen Erörterungstermin. Dabei werden alle Einwände behandelt, die von Trägern öffentlicher Belange, Naturschutzverbänden, Bürgern etc. eingebracht wurden. Schritt 5 Landesplanerische Feststellung Das ArL Lüneburg fasst das Ergebnis seiner Prüfarbeit in der so genannten Landesplanerischen Feststellung zusammen. Sie bildet den Abschluss des Raumordnungsverfahrens. In der Landesplanerischen Festellung wird dargestellt, welche Auswirkungen die Stromleitung auf andere Raumnutzungen, z.b. Wohnen oder Landwirtschaft, und auf Natur und Umwelt haben wird. Die Landesplanerische Feststellung beschreibt außerdem, wie die Stromleitung zu errichten ist, um möglichst raum- und umweltverträglich realisiert werden zu können, und welche Trassenvariante dabei zu bevorzugen ist. Die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens sind im folgenden Planfeststellungsverfahren zu berücksichtigen.

7 7 Transparenz und Bürgerbeteiligung Transparenz ist TenneT ein wichtiges Anliegen. Daher werden wir Sie während des gesamten Raumordnungsverfahrens und auch während des anschließenden Planfeststellungsverfahrens über das Projekt informieren und die jeweils nächsten Planungsschritte erläutern. Die Informationen dazu erhalten Sie über unsere Internetseite sowie über diesen Projekt-Newsletter. Zudem werden weiterhin alle direkt an TenneT gerichteten Vorschläge und Hinweise zum Projekt entgegen genommen. TenneT setzt den Dialog mit den Bürgern auch in 2015 fort. Für die Zeit, in der die Antragsunterlagen öffentlich ausliegen, sind unter anderem weitere Informationsmärkte geplant. In den späteren formellen Beteiligungsverfahren sind Hinweise und Stellungnahmen direkt an die jeweils zuständige Behörde zu richten. Transparenz im Netz Auf der TenneT-Projektseite können Sie die Karten zum Projekt Stade-Landesbergen mit dem Vorschlagstrassenkorridoren sowie den von Bürgern eingebrachten Alternativkorridoren finden. Zudem haben wir die Unterlagen, die für die Antragskonferenzen zum Raumordnungsverfahren erstellt wurden, als Download vorbereitet. Wir laden Sie dazu ein, sich auch im Internet über die Leitung Stade-Landesbergen zu informieren: verfahrensstand.html

8 Kontakt Haben Sie noch Fragen oder Anregungen? Carolin Kürth, Ihre Referentin für Bürger beteiligung, steht Ihnen gerne zu Verfügung. Unter der Telefonnummer oder per an Sollten Sie unseren Newsletter nicht mehr erhalten wollen, schreiben Sie bitte ebenfalls eine Mail an

9 Impressum TenneT TSO GmbH Bernecker Straße Bayreuth T +49 (0) F +49 (0) E Website Verantwortlicher gemäß 55 Abs. 2 RStV: Ulrike Hörchens TenneT ist der erste grenzüberschreitende Übertragungsnetzbetreiber für Strom in Europa. Mit rund Kilometern an Hoch- und Höchst spannungsleitungen, 41 Millionen Endverbrauchern in den Niederlanden und in Deutschland gehören wir zu den Top 5 der Netzbetreiber in Europa. Unser Fokus richtet sich auf die Entwicklung eines nordwesteuropäischen Energiemarktes und auf die Integration erneuerbarer Energie. Taking power further TenneT - Januar 2015

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