Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der. Synaxon AG Eckendorfer Str. 2-4 D Bielefeld Deutschland

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1 Pflichtveröffentlichung gemäß 39, 27 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit 14 Abs. 3 Satz 1 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Synaxon AG Eckendorfer Str. 2-4 D Bielefeld Deutschland gemäß 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes zu dem am 08. September 2010 veröffentlichten Pflichtangebot der der ARF Holding GmbH Flurstr. 9 D Schloss Holte-Stukenbrock, Deutschland an die Aktionäre der Synaxon AG Eckendorfer Str. 2-4 D Bielefeld Deutschland Aktien der Synaxon AG: ISIN DE / WKN Zum Verkauf eingereichte Aktien der Synaxon AG : ISIN DE000A1EWWM1 / WKN A1EWWM

2 - 2 - Inhaltsverzeichnis I. Allgemeine Informationen II. II.1 II.2 II.3 II.4 II.5 III. Informationen zu dieser Stellungnahme Rechtliche Grundlagen dieser Stellungnahme Tatsächliche Grundlagen dieser Stellungnahme Stellungnahme der Arbeitnehmer Veröffentlichungen dieser Stellungnahme und etwaiger zusätzlicher Stellungnahmen zu Änderungen des Angebots Eigenverantwortlichkeit der Aktionäre der Synaxon AG Informationen zur Zielgesellschaft und zur Bieterin III.1 III.1.1 III.1.2 III.1.3 III.1.4 III.1.5 III.1.6 III.1.7 III.2 III.2.1 III.2.2 III.2.3 III.2.4 Zielgesellschaft Allgemeine Angaben, Sitz, Unternehmensgegenstand Kapitalverhältnisse Aktionärsstruktur Börsenzulassungen Mit der Zielgesellschaft gemeinsam handelnde Personen Finanzielle Eckdaten der Zielgesellschaft Verwaltung der Zielgesellschaft Bieterin Beschreibung der Bieterin Gesellschaftsstruktur der Bieterin Überblick über die Geschäftstätigkeit der Bieterin Mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen IV. IV.1 IV.2 IV.3 IV.4 IV.5 IV.6 IV.7 IV.8 Informationen zum Angebot Maßgeblichkeit der Angebotsunterlage Kontrollerlangung über die Synaxon AG Durchführung als Pflichtangebot Darlegungen der Bieterin zum Hintergrund des Pflichtangebots Gegenstand des Angebots und Angebotspreis Kein weiteres Pflichtangebot Annahmefrist und Rücktrittsmöglichkeiten Vollzugsbedingungen V. Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Synaxon AG V.1 Art und Höhe der Gegenleistung ( 27 Abs. 1 Nr. 1 WPÜG)

3 - 3 - V.1.1 Gesetzlicher Mindestpreis V.1.2 Börsenkurs V.1.3 Vorerwerbe V.1.4 Weitere Ausführungen der Bieterin zum Angebotspreis V.1.5 Bewertung der angebotenen Gegenleistung durch Vorstand und Aufsichtsrat V.1.6 Stellungnahme zur Finanzierung des Angebots V Maximale Gegenleistung V Finanzierung V Finanzierungsbestätigung V.2 Ziele der Bieterin ( 27 Abs. 1 Nr. 3 WPÜG) V.3 Voraussichtliche Folgen eines Vollzuges des Angebotes für die Zielgesellschaft, die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen, die Beschäftigungsbedingungen und die Standorte der Zielgesellschaften ( 27 Abs. 1 Nr. 2 WPÜG) V.3.1 Voraussichtliche Folgen für die Zielgesellschaft V Künftige Geschäftstätigkeit, Vermögen und Verpflichtungen der Synaxon AG V Absichten der Bieterin im Hinblick auf ihre künftige Geschäftstätigkeit V Finanzielle Folgen für die Synaxon AG V Vorstand und Aufsichtsrat V Mögliche Strukturmaßnahmen V Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag V Squeeze Out V Widerruf der Börsenzulassung V.3.2 Voraussichtliche Folgen für die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen sowie für die Beschäftigungsbedingungen V.3.3 Voraussichtliche Folgen für den Sitz und wesentliche Unternehmensteile V.4 Absicht der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates, das Angebot anzunehmen ( 27 Abs. 1 Nr. 4 WPÜG) V.5 Voraussichtliche Folgen des Angebotes für Aktionäre V.5.1 Mögliche Nachteile infolge der Annahme des Angebots V.5.2 V.5.3 VI. Mögliche Nachteile infolge der Nichtannahme des Angebots Erwerb der Kontrolle über die Synaxon AG durch die Bieterin Interessenlage der Mitglieder der Verwaltung der Synaxon AG VI.1 VI.2 VII. VIII. Vorstand Aufsichtsrat Behördliche Genehmigungen und Verfahren Empfehlungen Anlagen

4 - 4 - I. Allgemeine Informationen Die ARF Holding GmbH, Schloss Holte-Stukenbrock (nachfolgend auch als Bieterin oder ARF bezeichnet) hat gemäß 35 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) ein Pflichtangebot ( Pflichtangebot oder Angebot ) an die Aktionäre der Synaxon AG, Bielefeld (nachfolgend auch als die Zielgesellschaft oder Synaxon AG und gemeinsam mit dem mit ihr verbundenen Unternehmen als Synaxon-Konzern oder Synaxon-Gruppe bezeichnet) abgegeben. Das Pflichtangebot der Bieterin richtet sich an alle Aktionäre der Synaxon AG ( Synaxon-Aktionäre ) und bezieht sich auf den Erwerb sämtlicher Inhaberaktien der Zielgesellschaft. Nach den Angaben in der Angebotsunterlage hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) die Veröffentlichung der Angebotsunterlagen am 07. September 2010 gestattet. Die Bieterin hat am 08. September 2010 die Angebotsunterlage i. S. v. 11 WpÜG ( Angebotsunterlage ) zum Pflichtangebot auf Deutsch im Internet unter veröffentlicht. Nach Angaben der Bieterin in der Angebotsunterlage erfolgt das Pflichtangebot zugleich auch mit befreiender Wirkung für Herrn Bruno Fortmeier, Flurstraße 9, Schloß Holte Stukenbrock (der Weitere Kontrollerwerber ), der kein gesondertes Pflichtangebot für die Synaxon-Aktien veröffentlicht. Die Bieterin hat dem Vorstand von Synaxon ( Vorstand ) am 08. September 2010 die Angebotsunterlage übermittelt. Der Vorstand hat die Angebotsunterlage dem Aufsichtsrat von Synaxon ( Aufsichtsrat ) und an die Arbeitnehmer der Synaxon AG und deren Tochtergesellschaften am selben Tag weitergeleitet. Weder die Synaxon AG noch eine ihrer Tochtergesellschaften verfügt über einen Betriebsrat. Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass sie nicht in der Lage (und nicht verpflichtet) sind, zu überprüfen, ob die Synaxon-Aktionäre mit Annahme des Angebots in Übereinstimmung mit allen sie persönlich treffenden rechtlichen Verpflichtungen handeln. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen insbesondere, dass alle Personen, die die Angebotsunterlage außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erhalten oder die das Angebot annehmen möchten, aber den Wertpapiergesetzen einer anderen Rechtsordnung als der Bundesrepublik Deutschland unterliegen, sich über diese Gesetze informieren und diese befolgen. Vorstand und Aufsichtsrat geben hiermit eine begründete Stellungnahme gemäß 27 WpÜG ab ( Stellungnahme ). Vorstand und Aufsichtsrat haben diese Stellungnahme jeweils am 18. September 2010 erörtert und einstimmig beschlossen.

5 - 5 - II. Informationen zu dieser Stellungnahme Im Zusammenhang mit der nachfolgenden Stellungnahme weisen Vorstand und Aufsichtsrat vorab auf Folgendes hin: II. 1 Rechtliche Grundlagen zu dieser Stellungnahme Nach 27 Abs. 1 Satz 1, 39 WpÜG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat einer Zielgesellschaft eine begründete Stellungnahme zu einem Pflichtangebot und jeder seiner Änderungen abzugeben. Darüber hinaus kann der zuständige Betriebsrat der Zielgesellschaft dem Vorstand eine Stellungnahme zu dem Angebot übermitteln, die der Vorstand seiner Stellungnahme beizufügen hat ( 27 Abs. 2 WpÜG). Weder die Synaxon AG noch deren Tochtergesellschaften verfügen über einen Betriebsrat. II. 2 Tatsächliche Grundlagen dieser Stellungnahme Sämtliche in dieser Stellungnahme enthaltenen Informationen, Prognosen, Einschätzungen, Vermutungen, Werturteile, Bewertungen, in die Zukunft gerichteten Aussagen und Absichtserklärungen basieren auf den Informationen, über welche der Vorstand und der Aufsichtsrat am Tag der Veröffentlichung dieser Stellungnahme verfügen und geben deren zu diesem Zeitpunkt bestehenden Einschätzungen und Absichten wider. Diese Informationen können sich nach dem Datum der Veröffentlichung der Stellungnahme ändern. Sowohl Vorstand wie auch Aufsichtsrat werden die Stellungnahme nur dann aktualisieren, wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet sind. Die in dieser Stellungnahme enthaltenen Informationen über die Bieterin, die mit ihr gemeinsam handelnden Personen und verbundenen Unternehmen und das Angebot basieren auf den in der Angebotsunterlage enthaltenen Informationen und anderen öffentlich zugänglichen Informationen (soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist). Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft weisen darauf hin, dass sie nicht in der Lage sind, die von der Bieterin in der Angebotsunterlage geäußerten Absichten zu überprüfen, zu verifizieren oder die Umsetzung ihrer Absichten zu beeinflussen oder zu gewährleisten. Angaben zu Absichten der Bieterin beruhen ausschließlich auf Mitteilungen der Bieterin in der Angebotsunterlage, soweit nicht eine andere Quelle genannt wird. Vorstand und Aufsichtsrat liegen keine Informationen vor, die Anlass dazu geben, die Richtigkeit der Angaben der Bieterin über ihre Absichten oder deren Umsetzung in Frage zu stellen.

6 - 6 - II. 3 Stellungnahme der Arbeitnehmer Bei der Synaxon AG und deren Tochtergesellschaften gibt es keine Arbeitnehmervertretungen. Der Vorstand hat die Angebotsunterlage daher direkt an die Arbeitnehmer der Synaxon AG weitergeleitet. Stellungnahmen der Arbeitnehmer sind dem Vorstand nicht übermittelt worden. II. 4 Veröffentlichung dieser Stellungnahme und etwaiger zusätzlicher Stellungnahmen zu Änderungen des Angebots Diese Stellungnahme sowie etwaige zusätzliche Stellungnahmen zu möglichen Änderungen des Angebots werden gemäß 27 Abs. 3, 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG im Internet auf der Web-Seite der Zielgesellschaft unter sowie durch Hinweisbekanntmachung im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, werden bei der Synaxon unter der Anschrift Eckendorfer Str. 2-4, Bielefeld, Deutschland, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten und können unter der Telefax-Nr zur kostenlosen Verwendung angefordert werden. Die Stellungnahme sowie die Stellungnahmen zu etwaigen Änderungen des Angebots werden ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlicht. II. 5 Eigenverantwortlichkeit der Aktionäre der Synaxon AG Jeder Synaxon-Aktionär muss unter Würdigung der Gesamtumstände, seiner individuellen Verhältnisse (einschließlich seiner persönlichen und steuerlichen Situation) und seiner persönlichen Einschätzung über die zukünftige Entwicklung des Wertes und des Börsenpreises der Synaxon-Aktie seine eigene Entscheidung darüber treffen, ob und ggf. für wie viele Synaxon-Aktien er das Angebot annimmt. Die in dieser Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Wertungen binden die Synaxon- Aktionäre nicht. Bei der Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots sollen sich die Synaxon-Aktionäre aller ihnen zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen bedienen und ihre individuellen Belange ausreichend berücksichtigen. Insbesondere die individuellen steuerlichen Verhältnisse jedes Aktionärs können im Einzelfall zu Bewertungen führen, die von denen des Vorstands und des Aufsichtsrats abweichen. Es ist zu erwägen, vor einer möglichen Annahme des Angebots eine individuelle finanzielle, steuerliche und rechtliche Beratung einzuholen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass die Darstellung des Angebots in dieser Stellungnahme keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und dass für

7 - 7 - den Inhalt und die Abwicklung des Angebots allein die Bestimmungen der Angebotsunterlage maßgeblich sind. Jedem Synaxon-Aktionär obliegt es in eigener Verantwortung, die Angebotsunterlagen zur Kenntnis zu nehmen, sich eine Meinung zu dem Angebot zu bilden und erforderlichenfalls die für ihn notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, mithin selbst und eigenverantwortlich zu entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder nicht. III. III. 1 Informationen zur Zielgesellschaft und zur Bieterin Zielgesellschaft III. 1.1 Allgemeine Angaben, Sitz, Unternehmensgegenstand Die Synaxon AG ist eine im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRB eingetragene Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Bielefeld. Die Hauptverwaltung der Synaxon AG befindet sich in der Eckendorfer Str. 2-4, Bielefeld. Satzungsgemäßer Gegenstand des Unternehmens der Synaxon AG ist die Vergabe von Franchise-Lizenzen im Informations-, Technologie- und Medienmarkt, die Organisation des Franchise-Systems, die Beratung der Franchise-Nehmer und alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen, der Erwerb und die Veräußerung von Immobilien und die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie der Import und die Produktion von Waren aller Art, insbesondere Waren des Informations-, Technologie- und Medien- Marktes. Das Unternehmen befasst sich mit Geschäftsvermittlungen, der Organisation von Händler-Verbundgruppen, u. a. als Einkaufs- und Marketinggemeinschaft, sowie allen damit zusammenhängen Dienstleistungen und der Beratung von anderen Unternehmen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Synaxon AG und ihre Tochtergesellschaften sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig: Die Synaxon AG betreibt das Franchisesystem PC-SPEZIALIST und die IT- Kooperation MICROTREND. Über Tochtergesellschaften organisiert sie zudem das Kooperationsgeschäft der Marken iteam - das IT Partnernetzwerk - sowie AKCENT Computerpartner Deutschland. Über alle Marken vereinte SYNAXON zum über Partnerbetriebe. Damit ist die SYNAXON Verbundgruppe der größte Zusammenschluss rechtlich selbständiger IT-Händler in Europa. Zu den SYNAXON angeschlossenen Partnern gehört das gesamte Spektrum des IT-Handels und IT- Lösungsbereichs. Dies reicht von endkundenorientierten IT-Händlern mit Ladengeschäft über Online-Shopbetreiber mit schwerpunktmäßiger IT-Ausrichtung, IT- Fachhändlern und Value-Added-Resellern bis hin zu mittelständischen IT- Systemhäusern.

8 - 8 - Der Konzern hat Anfang 2009 begonnen, das Kooperationsgeschäft über eine Tochtergesellschaft unter dem Markennamen SYNAXON auf dem englischen Markt aufzubauen. Nach nunmehr fast 20jähriger Konzentration auf den stationären Handel hat die Gesellschaft im vierten Quartal 2009 nach intensiver Vorbereitung zudem ihre Aktivitäten im Online-Handel unter der Marke PC-SPEZIALIST neu gestartet. Der zentrale Online- Shop baut dabei im Unterschied zu anderen Online-Händlern auf einer weitestgehend virtuellen Lager- und Logistikstruktur auf. Besucher und Kunden des Shops erhalten über eine in den Shop integrierte Experten- Community zudem wertvolle Entscheidungsunterstützung bei der Produktauswahl. Aufgrund der Online-Handelsaktivitäten wird die Gesamtleistung des Konzerns in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. III. 1.2 Kapitalverhältnisse Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt ,00 und ist eingeteilt in auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Gesellschaft hält eigene Aktien. Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt bis zu ,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen teilweisen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der Kapitalerhöhung anzupassen. Weitere bedingte oder genehmigte Kapitalia gibt es nicht. Der Vorstand hat bis heute von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Das verbleibende genehmigte Kapital beträgt daher weiterhin ,00. III. 1.3 Aktionärsstruktur Nach der Angebotsunterlage hält die Bieterin insgesamt Aktien der Synaxon AG, d. h. 38,87 % des Grundkapitals und unter Berücksichtigung der von der Zielgesellschaft selbst gehaltenen Aktien 42,75 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Der sonstige Aktionärskreis der Synaxon AG ist der Gesellschaft nur insoweit bekannt, als Aktionäre dieser die Überschreitung oder Unterschreitung bestimmter Meldeschwellen nach dem Wertpapierhandelsgesetz mitgeteilt haben. Die folgende Tabelle gibt, basierend auf den letzten Angaben, die der Gesellschaft von ihren Aktionären gemacht wurden, einen Überblick über die Aktionärsstruktur der Gesellschaft unter Berücksichtigung wesentlicher Aktionäre mit einem Stimmrechtanteil 3 %:

9 - 9 - Aktionär Wohnort/Sitz Prozent am Grundkapital ARF Holding GmbH Schloß Holte-Stukenbrock 38,87 Axxion S. A. Munsbach, Luxemburg 9,70 Deutsche Balaton Aktiengesellschaft Heidelberg 4,88 VV Beteiligungen AG Heidelberg 4,88* DELPHI Unternehmensberatung AG Heidelberg 4,88* Wilhelm Konrad Thomas Zours Heidelberg 4,88* Synaxon AG Bielefeld 9,06 *Zurechnung nach 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG Die übrigen Synaxon-Aktien sind breit gestreut. Sämtliche Aktionäre von den auf den Inhaber lautenden Stückaktien haben die gleichen Stimmrechte. Jede Inhaber-Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. III. 1.4 Börsenzulassungen Die Aktien der Synaxon AG wird an den deutschen Börsenplätzen Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt. III. 1.5 Mit der Zielgesellschaft gemeinsam handelnde Personen Der Synaxon-Konzern besteht aus der Konzernmutter, der Synaxon AG und aus insgesamt 12 inländischen und drei ausländischen Tochterunternehmen, die im Rahmen des Konzernabschlusses vollkonsolidiert werden. Hiervon ausgenommen sind die 50%ige Beteiligung (auf Basis der Stimmrechte) der PC-SPEZIALIST Computervertriebs-Unternehmensbeteiligungs-GmbH an der Talos & Helpup GbR (assoziiertes Unternehmen) sowie die 50%ige Beteiligung (auf Basis der Stimmrechte) der Synaxon AG an der Haltergemeinschaft C303 GbR (assoziiertes Unternehmen). Diese Gesellschaften werden nach der at Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die dieser Stellungnahme beigefügte Anlage 1 enthält eine Aufstellung sämtlicher Tochterunternehmen der Zielgesellschaft. Diese gelten nach 2 Abs. 5 Satz 3 WpÜG als mit der Zielgesellschaft gemeinsam handelnde Personen.

10 Abbildung: Beteiligungsstruktur Die Synaxon AG als Muttergesellschaft dient der strategischen Ausrichtung des Konzerns und der Geschäftsbereiche. Sie führt und verantwortet alle zentralen Abteilungen wie das Finanz- und Rechnungswesen, den Vertrieb, die IT, den Einkauf und das Marketing. Darüber hinaus betreibt die Synaxon AG das Franchisesystem PC-SPEZIALIST sowie die IT-Kooperation MICROTREND. Die weiteren operativen Gesellschaften des Synaxon-Konzerns neben der Synaxon AG sind die AKCENT Computerpartner Deutschland AG, die iteam Systemhauskooperation GmbH & Co. KG, die iteam Consulting GmbH, die SYNAXON Service GmbH, die MICROTREND Dienstleistungs GmbH, die SYNAXON Online GmbH, sowie die SYNAXON UK Ltd. Die PC-SPEZIALIST Computervertriebsgemeinschafts- Unternehmensbeteiligungs GmbH sowie die iteam GmbH dienen der Verwaltung von Tochtergesellschaften im Konzern, während die iteam Systemhauskooperation Beteiligungs-GmbH die Komplementär GmbH für die iteam Systemhauskooperation GmbH & Co. KG darstellt. Die Talos & Helpup GbR und die PC-SPEZIALIST & Helpup GbR dienen der Verwaltung und Vermietung von Immobilien des Konzerns. Die Haltergemeinschaft C303 GbR verwaltet ein Flugzeug Typ Cessna C303, Baujahr 1982, das von der Gesellschaft an Konzernunternehmen und externe Kunden verchartert wird. Die österreichischen Tochtergesellschaften EDV-Vertriebs-Gemeinschaft Handels GmbH und Systempartner Computervertriebs GmbH unterhalten zurzeit kein operatives Geschäft.

11 III. 1.6 Finanzielle Eckdaten der Zielgesellschaft Der Konzernumsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 betrug TEUR (2008: TEUR), die Konzernbilanzsumme TEUR (2008: TEUR). Das Ergebnis vor Steuern und Minderheiten lag im Geschäftsjahr 2009 bei TEUR (2008: TEUR), der Konzernjahresüberschuss bei 897 TEUR (2008: TEUR). Der Umsatz der Synaxon AG im Geschäftsjahr 2009 lag bei TEUR (2008: TEUR), die Bilanzsumme bei TEUR (2008: TEUR). Im Geschäftsjahr 2009 wies die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 883 TEUR aus (2008: 308 TEUR). In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010 erzielte die Gesellschaft im Konzern einen Umsatz von TEUR (06/2009: TEUR). Das Konzernergebnis vor Steuern und Minderheiten betrug in dem genannten Zeitraum 136 TEUR (06/2009: 377 TEUR). III.1.7 Verwaltung der Zielgesellschaft Der Vorstand der Synaxon AG besteht gegenwärtig aus den Mitgliedern Frank Roebers (Vorsitzender), Andreas Wenninger und Mark Schröder. Der Aufsichtsrat der Synaxon AG besteht gegenwärtig aus den Mitgliedern Dr. Günter Lewald (Vorsitzender), Stefan Kaczmarek (stellvertretender Vorsitzender) und Frank Bender. III. 2 Bieterin Bieterin ist die ARF Holding GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock. Sie hat u. a. die folgenden Informationen in der Angebotsunterlage veröffentlicht. Diese Informationen wurden von der Gesellschaft nicht überprüft: III.2.1 Beschreibung der Bieterin Die Bieterin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht; sie hat ihren Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRB eingetragen. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2002 gegründet und verfügt über ein eingetragenes Stammkapital von ,00. Das Geschäftsjahr der Bieterin entspricht dem Kalenderjahr.

12 Die Bieterin wird, wenn nur ein Geschäftsführer bestellt ist, durch den Geschäftsführer allein und, wenn mehrere Geschäftsführer bestellt sind, durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Alleiniger Geschäftsführer der Bieterin ist derzeit der weitere Kontrollerwerber, der von den Beschränkungen des 181 BGB befreit ist. Unternehmensgegenstand der Bieterin ist das Handeln und Verwalten von Geschäftsanteilen sowie die Durchführung von zentralen Steuerungs- und Holdingfunktionen. III.2.2 Gesellschaftsstruktur der Bieterin Das Stammkapital der Bieterin beträgt ,00. Alleiniger Gesellschafter der Bieterin ist der weitere Kontrollerwerber, der sämtliche Geschäftsanteile im Nennbetrag von insgesamt ,00 hält. III.2.3 Überblick über die Geschäftstätigkeit der Bieterin Die Bieterin ist eine Holding-Gesellschaft, von der die operativen Beteiligungsgesellschaften gehalten werden. Die Bieterin beschränkt sich entsprechend ihrem Gesellschaftszweck auf das Halten und Verwalten der Geschäftsanteile sowie die Durchführung von zentralen Steuerungs- und Holdingfunktionen. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften der Bieterin sind nach den Angaben in der Angebotsunterlage (siehe dort Ziffer 6.3) im Bereich der Entwicklung und Fertigung maßgeschneiderter Lösungen für den Brandschutz und die Lüftung sowie im Bereich der Verwaltung und Vermietung von Immobilien tätig. III.2.4 Mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen Als mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen im Sinne von 2 Abs. 5 WpÜG gelten die Tochterunternehmen der Bieterin, die die Bieterin beherrschenden Unternehmen, zu denen auch natürliche Personen gehören, und die Tochterunternehmen dieser die Bieterin beherrschenden Personen. Wegen der diesbezüglichen Angaben wird auf die Angebotsunterlage verwiesen. IV. Information zum Angebot IV.1 Maßgeblichkeit der Angebotsunterlage

13 Nachfolgend werden einige ausgewählte Informationen aus dem Pflichtangebot der Bieterin dargestellt. Für weitere Informationen und Einzelheiten (insbesondere Einzelheiten im Hinblick auf die Annahmemodalitäten) werden die Synaxon-Aktionäre auf die Ausführungen in der Angebotsunterlage verwiesen. Die nachstehenden Informationen fassen lediglich in der Angebotsunterlage enthaltene Informationen zusammen. Die Beschreibung des Angebots in dieser Stellungnahme erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für den Inhalt und die Abwicklung des Angebots sind allein die Bestimmungen der Angebotsunterlage maßgeblich. Jedem Synaxon-Aktionär obliegt es in eigener Verantwortung, die Angebotsunterlage zur Kenntnis zu nehmen und die für ihn notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. IV.2 Kontrollerlangung über die Synaxon AG Wer unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle über eine Zielgesellschaft im Sinne des WpÜG erlangt, hat ein Angebot (Pflichtangebot) nach 35 WpÜG zu veröffentlichen. Kontrolle im Sinne des WpÜG ist das Halten von mindestens 30 % der Stimmrechte an der Zielgesellschaft. Die Bieterin veröffentlichte ihre Erlangung der Kontrolle über Synaxon am 10. August 2010 gemäß 35 Abs. 1 WpÜG in Verbindung mit 10 Abs. 3 Satz 1 und 2 WpÜG (Veröffentlichung der Kontrollerlangung). Am 19. August 2010 veröffentlichte die Bieterin eine Korrektur der Veröffentlichung der Kontrollerlangung. Beide Veröffentlichungen sind im Internet unter abrufbar. Nach Angaben der Bieterin in der Angebotsunterlage hat durch die Erlangung der Kontrolle der Bieterin über die Synaxon AG auch Herr Bruno Fortmeier als der weitere Kontrollerwerber in Folge von Stimmrechtszurechnung nach 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpÜG am 10. August 2010 mittelbar die Kontrolle über die Synaxon AG erlangt. Diesem werden als beherrschenden Gesellschafter der Bieterin die Stimmrechte der Bieterin über 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.v.m. 2 Abs. 6 WpÜG zugerechnet, so dass der weitere Kontrollerwerber mittelbar die Kontrolle über die Zielgesellschaft erlangt hat. Ausweislich der Angebotsunterlage erfolgt das vorliegende Pflichtangebot zugleich auch mit befreiender Wirkung für den weiteren Kontrollerwerber. Dieser hat kein gesondertes Pflichtangebot für Synaxon-Aktien anlässlich des veröffentlichten Kontrollerwerbs veröffentlicht und wird dies nach Angaben der Bieterin auch nicht tun. IV.3 Durchführung als Pflichtangebot Das Angebot wird von der Bieterin in der Form eines öffentlichen Pflichtangebots (Barangebot) zum Erwerb der Synaxon-Inhaberaktien durchgeführt. Das Angebot der Bieterin ist nach Angaben der Bieterin gesetzliche Folge des am 10. August 2010 erfolgten Erwerbs der Kontrolle im Sinne des 29 Abs. 2 WpÜG der Bieterin und des weiteren Kontrollerwerbers über die Synaxon AG und somit ein Pflichtan-

14 gebot gemäß Abschnitt 5 des WpÜG. Zu den Voraussetzungen des Pflichtangebots siehe auch Ziffer IV.2 dieser Stellungnahme. IV.4 Darlegungen der Bieterin zum Hintergrund des Pflichtangebots Die Bieterin hat den Hintergrund des Pflichtangebots in Ziffer 8 der Angebotsunterlage beschrieben: Nach den Angaben der Bieterin erfolgt das Angebot in Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung gemäß 35 Abs. 2 WpÜG, den außenstehenden Aktionären der Synaxon AG aufgrund der am 10. August 2010 veröffentlichten Kontrollerlangung im Sinne von 29 Abs. 2 WpÜG ein Pflichtangebot zu unterbreiten. Die Bieterin betrachtet ihre Beteiligung an der Zielgesellschaft als Finanzinvestment, welches sie aktiv managen möchte, und strebt eine Erhöhung ihrer Beteiligung an. Die Bieterin geht dabei davon aus, dass langfristig eine Rückkehr zur Dividendenfähigkeit der Zielgesellschaft möglich sein wird. IV.5 Gegenstand des Angebots und Angebotspreis Die Bieterin bietet allen Synaxon-Aktionären an, alle auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert der Synaxon AG (ISIN DE / WKN ) jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 je Aktie und einschließlich aller mit den Aktien verbundener Ansprüche und sonstiger Rechte (insbesondere der Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2010) zum Kaufpreis (der Angebotspreis ) von 5,00 je Synaxon-Aktie nach Maßgabe der Angebotsunterlage zu kaufen und zu erwerben. Ausgenommen davon sind die Aktien der Synaxon AG, die bereits von der Bieterin gehalten werden. IV.6 Kein weiteres Pflichtangebot Nach der Angebotsunterlage wird mit Unterbreitung des Angebots auch die entsprechende Verpflichtung des weiteren Kontrollerwerbers, der in Folge einer Stimmrechtszurechnung gemäß 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpÜG i.v.m. 2 Abs. 6 WpÜG am 10. August 2010 mittelbar die Kontrolle über die Zielgesellschaft erlangt hat, erfüllt. Das Angebot erfolgt nach der Angebotsunterlage auch für den weiteren Kontrollerwerber, der kein gesondertes Pflichtangebot abgeben wird. IV.7 Annahmefrist und Rücktrittsmöglichkeiten Die Frist für die Annahme des Pflichtangebots begann gemäß Ziffer 5.1 der Angebotsunterlage mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 08. September Sie endet am

15 Oktober, 24:00 Uhr Ortszeit Frankfurt am Main. Es gibt keine weitere Annahmefrist gemäß 16 Abs. 2 WpÜG, da das Angebot ein Pflichtangebot ist. Die Bieterin hat in Ziffer 5.2 ihrer Angebotsunterlage die gesetzlich vorgeschriebene Verlängerung der Annahmefrist im Fall einer Änderung des Angebots (vgl. 21 Abs. 5 WpÜG) und im Falle eines konkurrierenden Angebots (vgl. 22 Abs. 2 WpÜG) beschrieben. Die Bieterin hat in Ziffer 16 ihrer Angebotsunterlage das gesetzlich vorgeschriebene Rücktrittsrecht der Synaxon-Aktionäre, die das Pflichtangebot angenommen haben, im Falle einer Änderung des Pflichtangebots gemäß 21 Abs. 4 WpÜG und im Falle eines konkurrierenden Angebots gemäß 22 Abs. 3 WpÜG beschrieben. Darüber hinaus gewährt die Bieterin den Synaxon-Aktionären kein vertragliches Rücktrittsrecht. IV.8 Vollzugsbedingungen Laut Ziffer 13 der Angebotsunterlage steht das Pflichtangebot und die Wirksamkeit der aufgrund dieses Pflichtangebots abgeschlossenen Aktienkauf- und übertragungsverträge unter keiner Bedingung. Wegen der Finanzierung des Angebots verweisen Vorstand und Aufsichtsrat zu den Ausführungen von V.1.6 dieser Stellungnahme.

16 V. Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Synaxon AG V.1 Art und Höhe der Gegenleistung ( 27 Abs. 1 Nr. 1 WPÜG) Das Angebot sieht als Gegenleistung ausschließlich eine Geldleistung in Höhe von 5,00 in bar je Synaxon-Aktie vor. Eine Gegenleistung in Form von Aktien wird nicht angeboten. Die Bieterin sowie die mit ihr i.s.d. 2 Abs. 5 WpÜG gemeinsam handelnden Personen und deren Tochterunternehmen behalten sich in der Angebotsunterlage vor, im Rahmen des rechtlich zulässigen weitere Synaxon Aktien außerhalb des Angebots über die Börse oder außerbörslich direkt oder indirekt zu erwerben. Soweit die Bieterin oder gemeinsam mit ihr handelnde Personen diese Erwerbe zu Preisen über dem Angebotspreis vornimmt, könnte dies zu einer Nachbesserung des Angebotspreises führen, soweit die weiteren Voraussetzungen des 31 Absatz 4 WpÜG oder 31 Absatz 5 WpÜG, jeweils in Verbindung mit 31 Absatz 6 WpÜG, vorliegen. V.1.1 Gesetzlicher Mindestpreis Soweit Vorstand und Aufsichtsrat dies aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen beurteilen können, steht der Angebotspreis in Einklang mit 31 WpÜG i.v.m. 4 f. Angebotsverordnung zum Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz ("WpÜG- AngebotsVO") und genügt damit den Anforderungen an die gesetzliche Mindestgegenleistung, die dem höheren der nachfolgend dargestellten Mindestwerte zu entsprechen hat: V.1.2 Börsenkurs Bei Übernahmeangeboten für Aktien, die an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen sind, muss die Gegenleistung gemäß 5 WpÜG-AngebotsVO mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs dieser Aktien während der letzten drei Monate vor Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des Angebots entsprechen. Der für den 09. August 2010, dem maßgeblichen Stichtag vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des Angebots am 10. August, von der BaFin ermittelte gewichtete Drei-Monats-Durchschnittskurs der Synaxon-Aktie beträgt laut Angebotsunterlage nach deren Angabe 4,80. Der Angebotspreis liegt somit über dem gewichteten Drei-Monats-Durchschnittspreis der Synaxon-Aktie gemäß 5 WpÜG-AngebotsVO und übertrifft diese Mindestvoraussetzung.

17 V.1.3 Vorerwerbe Gemäß 4 WpÜG-AngebotsVO muss bei einem Übernahmeangebot gemäß 29 ff. WpÜG die Gegenleistung für die Aktien der Zielgesellschaft mindestens dem Wert der höchsten von der Bieterin, einer mit ihr gemeinsam handelnden Person i.s.v. 2 Abs. 5 WpÜG oder deren Tochterunternehmen innerhalb der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung der Angebotsunterlage für den Erwerb von Aktien der Zielgesellschaft gewährten oder vereinbarten Gegenleistung entsprechen ("Vorerwerbspreis"). Dem Erwerb gleichgestellt ist eine Vereinbarung, aufgrund derer die Übereignung von Aktien gefordert werden kann. Wie die Bieterin in Ziffer 6.6 der gegenständlichen Angebotsunterlage ausführt, haben sie und mit ihr gemeinsam handelnde Person oder deren Tochterunternehmen in dem hiernach relevanten Zeitraum Aktien an der Synaxon AG erworben. Hierbei betrug die höchste Gegenleistung für den Erwerb von Synaxon Aktien 5,00 pro Synaxon Aktie. Der Angebotspreis entspricht somit dem Vorerwerbspreis gemäß 4 WpüG-AngebotsVO. V.1.4 Weitere Ausführungen der Bieterin zum Angebotspreis Die Bieterin leitet den Angebotspreis neben den oben genannten Faktoren im Wesentlichen aus historischen Börsenkursen der Synaxon Aktie ab. Hiernach soll sich der Angebotspreis zu weiteren historischen Börsenkursen wie folgt verhalten: - der volumengewichtige Sechs-Monats-Durchschnittskurs vor Veröffentlichung der Kontrollerlangung am 10. August 2010 beträgt nach der Angebotsunterlage 4,70 je Synaxon Aktie; der Angebotspreis liegt mithin etwa 6,38 % über dem Sechs-Monats-Durchschnittskurs; - der volumengewichtige Zwölf-Monats-Durchschnittskurs vor Veröffentlichung der Kontrollerlangung am 10. August 2010 beträgt nach der Angebotsunterlage 4,39 je Synaxon-Aktie; der Angebotspreis liegt mithin etwa 13,90 % über dem Zwölf-Monats-Durchschnittskurs. Weitere Bewertungsmethoden wurden von der Bieterin bei der Bestimmung des Angebotspreises nach den Ausführungen in der Angebotsunterlage nicht zugrunde gelegt. V.1.5 Bewertung der angebotenen Gegenleistung durch Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Frage der Angemessenheit der Höhe der angebotenen Gegenleistung für die Synaxon-Aktien befasst. Dabei sind sie zu dem Schluss gekommen, dass die angebotene Gegenleistung angemessen ist.

18 In Ihren Ausführungen zu der Angemessenheit des Angebotspreises verweist die Bieterin insbesondere auf die historischen Börsenkurse der Synaxon-Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat merken hierzu an, dass die Bieterin bereits über einen längeren Zeitraum Aktien der Gesellschaft über die Börsen erwirbt. Da die Synaxon-Aktie im Hinblick auf das durchschnittliche Handelsvolumen als marktenger Wert gilt (Liquiditätsklasse 3 der Deutschen Börse), hat diese kontinuierliche Nachfrage den Aktienkurs in den letzten Jahren nachhaltig stabilisiert. Zwar ist unsicher, wie sich der Kurs der Aktie entwickelt hätte, wenn nicht kontinuierliche Anteilserwerbe seitens der Bieterin über die Börse erfolgt wären. Es ist aber indes nicht unwahrscheinlich, dass die Synaxon Aktie in diesem Fall unter den heutigen Kursen notieren würde. Einen Überblick über Umfang und Zeitablauf der Anteilserwerbe der Bieterin vermitteln die nachfolgenden Auszüge aus den bei der Gesellschaft eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen nach 21 Abs. 1 WpHG: Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte, Deutschland an der Synaxon AG hat am die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,04% (dies entspricht Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte, Deutschland an der SYNAXON AG hat am die Schwelle von 10% überschritten und beträgt zu diesem Tag 10,01% (dies entspricht Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte, Deutschland an der SYNAXON AG hat am die Schwelle von 15% überschritten und beträgt zu diesem Tag 15,43% (dies entspricht Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte, Deutschland an der SYNAXON AG hat am die Schwelle von 20% überschritten und beträgt zu diesem Tag 20,03% (dies entspricht Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte, Deutschland an der SYNAXON AG hat am die Schwelle von 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 25,06% (dies entspricht Stimmrechten). Der Stimmrechtsanteil der ARF Holding GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock, Deutschland an der SYNAXON AG, Bielefeld, Deutschland, hat am die Schwelle von 30% überschritten und beträgt zu diesem Tag 38,87% (dies entspricht Stimmrechten). Die Schwelle von 30% der Stimmrechte an der Synaxon AG wurde im wesentlichen aufgrund einer börslichen Transaktion mit der CornerstoneCapital AG, Frankfurt am Main überschritten, in derem Zuge der Stimmrechtsanteil der CornerstoneCapital an der Synaxon AG am die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und nunmehr 0,00% beträgt. Der Kaufpreis für die so erworbenen Anteile belief sich auf 5,00 EUR, so dass die Gegenleistung im Rahmen des Angebots dem Wert entspricht, den die Bieterin beim Erwerb der kontrollierenden Mehrheit gezahlt hat. Zudem ist durch 31 Abs. 1 WpÜG i.v.m. 4 WpÜG-AngVO sichergestellt, dass die Gegenleistung im Angebot mindestens dem Wert der höchsten von der Bieterin, einer mit ihr gemeinsam handelnden Person oder deren Tochterunternehmen innerhalb der letzten

19 sechs Monate vor der Veröffentlichung der Angebotsunterlage für den Erwerb von Synaxon-Aktien gewährten oder vereinbarten Gegenleistung entspricht ( Sechs- Monats-Höchstpreis ). V.1.6 Stellungnahme zur Finanzierung des Angebots V Maximale Gegenleistung Nach Angaben der Bieterin in Ziffer der Angebotsunterlage werden der Bieterin im Zusammenhang mit dem Pflichtangebot und dessen Vollzug Transaktionskosten entstehen, die einen Gesamtbetrag in Höhe von ,00 voraussichtlich nicht übersteigen werden. Die Gesamtkosten der Bieterin für die vollständige Übernahme von Synaxon-Aktien beträgt unter Zugrundelegung des Angebotspreises von 5 Euro je Aktie bei noch verbleibenden Aktien von Stück ,00. Damit ergibt sich gemäß der Angebotsunterlage für die Bieterin die maximale Zahlungsverpflichtung von ,00 für alle von ihr derzeit noch nicht gehaltenen Synaxon- Aktien. V Finanzierung Nach Angaben der Bieterin in Ziffer 14.2 der Angebotsunterlage hat sie vor Veröffentlichung der Angebotsunterlage die notwendigen Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass ihr die zur vollständigen Erfüllung des Pflichtangebots notwendigen finanziellen Mittel rechtzeitig zur Verfügung stehen. Sie nutzt nach eigenen Angaben ein Bankdarlehen der Commerzbank AG, Filiale Bielefeld vom 19. August 2010 in Höhe der maximalen Zahlungsverpflichtung. Nach Angaben der Bieterin ist das Darlehen zweckgebunden für das Angebot und kann im Zeitpunkt der Fälligkeit des Anpruchs auf Gegenleistung sofort abgerufen werden. V Finanzierungsbestätigung Die Commerzbank AG mit Sitz in Frankfurt a.m., Filiale Bielefeld, die nach Angaben der Bieterin ein unabhängiges Wertpapierdienstleistungsunternehmen hat, hat in dem der Angebotsunterlage als Anlage 5 beigefügten Schreiben vom 24. August 2010 gemäß 13 Abs. 1 Satz 2 WpÜG bestätigt, dass die Bieterin die notwendigen Maßnahmen getroffen hat, um sicherzustellen, dass ihr die zur vollständigen Erfüllung des Pflichtangebots in Höhe von 5,00 je Synaxon-Aktie an die Aktionäre der Synaxon AG notwendigen Mittel zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Anspruchs auf die Geldleistung zur Verfügung stehen.

20 Vorstand und Aufsichtsrat haben keinen Anlass, an der Ordnungsgemäßheit der Finanzierungsbestätigung durch die Commerzbank AG zu zweifeln. V.2 Ziele der Bieterin ( 27 Abs. 1 Nr. 3 WPÜG) Nach den Angaben in Ziffer 9 der Angebotsunterlage plant die Bieterin keine Änderung der Geschäftstätigkeit der Zielgesellschaft, sondern will diese organisch weiterentwickeln. Ggf. sollen Anpassungen im Tagesgeschäft erfolgen. Die Synaxon AG soll als eigenständiges Unternehmen fortgeführt werden. Sowohl die Dienstleistungen in den Segmenten Franchise und Kooperationen als auch im Online- Handel sollen weiter ausgebaut werden. Die Bieterin beabsichtigt, den Sitz und wesentliche Unternehmensteile der Zielgesellschaft nach Schloß Holte-Stukenbrock zu verlegen. Eine endgültige Entscheidung hierüber ist laut der Angebotsunterlage aber noch nicht getroffen. Die Bieterin hat keine Pläne hinsichtlich der Verwendung des Vermögens der Zielgesellschaft. Ebenso wenig beabsichtigt die Bieterin, Verpflichtungen der Zielgesellschaft außerhalb ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hierüber führen zu wollen. Die Bieterin beabsichtigt angabegemäß keine Veränderungen des Vorstands der Synaxon AG. Sie beabsichtigt allerdings, überproportional zu ihrem Stimmrechtsanteil an der Zielgesellschaft auf die Besetzung des Aufsichtsrates Einfluss zu nehmen. Die Bieterin plant keine Veränderungen hinsichtlich der Arbeitnehmer und ihrer Beschäftigungsbedingungen. Die Einrichtung einer Arbeitnehmervertretung ist nicht beabsichtigt. Falls die Bieterin nach Abschluss des Angebotes mindestens 95 % der Synaxon-Aktien hält, beabsichtigt sie, einen Antrag auf Übertragung der Synaxon-Aktien von den übrigen Synaxon-Aktionären an sich als Hauptaktionär gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung durch Gerichtsbeschluss gemäß 39a WpÜG zu stellen (Übernahmerechtlicher Squeeze-out). Darüber hinaus plant die Bieterin nach der Angebotsunterlage keine sonstigen gesellschafts- oder kapitalmarktrechtlichen Strukturmaßnahmen, die die Beteiligung der Synaxon-Aktionäre beeinflussen könnten, wie den Abschluss eines Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrages oder den Widerruf der Börsenzulassung der Synaxon Aktien ohne vorherigen Übernahmerechtlichen Squeeze-out.

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