Fachbereichsleiter Information Kommunikation Sport Dr. Hartmut Sandner

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1 SALTO Verbundprojekt IAT-Teilprojekt Aufbau einer virtuellen Berufs-Community zum Erfahrungsaustausch von Trainer/Innen Fachbereichsleiter Information Kommunikation Sport Dr. Hartmut Sandner

2 Was ist das SALTO-Projekt DOSB-Projekt mit dem Ziel der Verbesserung der Qualität der Bildungsarbeit DOSB-Mitgliedsorganisationen fordern stärkere Nutzung moderner Medien Einzelne DOSB-Mitgliedsorganisationen haben Einzelprojekte entwickelt oder begonnen, ohne dass von diesen breitere Wirkung ausgehen kann Handlungswissen geht verloren! Im Leistungssport zeichnet die Muckenhaupt-Studie eine defizitäres Bild der Informationsversorgung von TrainerInnen Empfehlung mittels Netzwerken die Informationsversorgung und den Wissensaustausch zu verbessern

3 Traineralltag nur 25 % für Informationsbeschaffung, -generierung, -austausch, -weitergabe Quelle: Muckenhaupt et al. (2008). Trainerinformationsverhalten

4 Mit welchen Informationsmedien arbeiten Trainer? Quelle : Muckenhaupt (2011): Wissensmanagement im WVL

5 Was erwarten TrainerInnen? Wollen Sie mehr Internet basierte Angebote für den deutschen Spitzensport? Welche Informations-/Wissensangebote erachten Sie als wichtig? Quelle :Muckenhaupt (2011): Wissensmanagement im WVL

6 Die persönlichen Gespräche sind mir wichtiger als die Inhalte der Fortbildung 11,0% Austausch von Fachwissen untereinander scheint sehr wichtig zu sein Trainer erhoffen sich von persönlichen trifft voll Gesprächen zu/ eher zu mit anderen Trainern oder Fachpersonal oftmals mehr als durch Fortbildungsinhalte. 27,0% teils-teils 62,0% trifft eher nicht zu/ überhaupt nicht zu Der Austausch von Fachwissen ist wichtig, muss einfach machbar sein und natürlichen Kommunikationssituationen sehr nahe kommen. Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

7 Die Verbreitung in kommunikativen Netzwerken 27,0% Verteilung der Trainer In auf einem die vier Trainer-Netzwerk Informationscluster Spezialwissen zur Verfügung stellen: 13,0% 20,0% Informationselite: 20 % Durchschnittliche Informationsnutzer: 40 % Informationselite Durschnittliche Informationsnutzer Informationsabstinente Informationsabstinente: 27 % Beobachter: 13% Beobachter 40,0% Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

8 Aktive Beteiligung versus passive Nutzung

9 Nationale Erfahrungen: SPRINT 1:1 - SPEED

10 Internationale Erfahrungen AUS und NZL We have not seen many coaches actively share and contribute to the wider Clearinghouse community.. Instead what we see in the Clearinghouse is coaches establishing their own smaller trusted networks for information sharing... We are also competing against the more popular social media space too. We continue to develop... the Clearinghouse to make collaboration and knowledge exchange very easy we have recently developed a High Performance Sport Portal within the site, and hope to develop an App to make it more coach friendly. In our sites we have a 80% readership, 20% send articles in for summarisation and 0% summarise articles or contribute themselves. The challenge is their feeling of 'exposure' in an audience titled 'high performance', it takes courage to step in with contributions. Coaches are the most active followed by scientists. The value is summarisation for coaches in plain English so they can stay up to date and have more educated discussions with scientists, medics, leaders and managers. We have been asked to put more time and focus into the private HPS site for NZ... It has not increased 'collaboration' but it has increased awareness of the latest literature. IT /online has not been a great 'motivator' for collaboration but we use it solely as a place to store and capture.

11 Lösungsvarianten Nutzung kommerzieller Lösungen Kosten, Rechte??? Eigenentwicklungen Ressourcen, Personal??? Nutzung von Entwicklungen von wissenschaftlichen Partnern - Zugang, Rechte???

12 Peer-to-Peer-Technologie Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

13 Kommunikationslösungen für den Leistungssport Kontrollierter/zertifizierter Zugang für Mitarbeiter im FSL - Bundestrainer - Persönliche Trainer von Kadersportlern - Sportdirektoren - Mitarbeiter des Bereichs Leistungssport im DOSB - IAT/FES-Mitarbeiter - OSP-Mitarbeiter - Mediziner/Psychologen von Kadersportlern - Wissenschaftler von Unis, die an LS-Projekten arbeiten - BISp-Mitarbeiter, die an LS-Projekten arbeiten - Keine unzertifizierte Anmeldung und Nutzung vorgesehen

14 Beispiele differenzierter Peer-to-Peer-Angebote Öffentliche Räume - für alle Mitglieder der Kommunikationsplattform Geschlossene Räume - nur für eingeladene Teilnehmer Räume mit Zugang für Teilnehmer, die bestimmte Kriterien erfüllen (Mitglied einer Organisation, berufliche Qualifikation...)

15 Funktionalitäten der Community - öffentlich Öffentliche Räume/Gruppen, in denen jeder über ein bestimmtes Thema mitdiskutieren kann. Beispiel: Thema: Schnellkraftentwicklung im Mittelstreckenlauf Jeder der über das Thema diskutieren möchte, kann diesem Raum/Gruppe beitreten und sich über das Thema mit anderen austauschen. Dabei ist es hier möglich, dass ein Skisprungtrainer sich mit einem Leichtathletiktrainer austauscht, ohne dass sie sich persönlich kennen. Es ist ein themengebundener Raum ohne Zugangsvoraussetzungen. Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

16 Funktionalitäten der Community - öffentlich Einladung Trainer E Einladung Vorteile Trainer A Einladung Raum Thema Trainer D Trainer C Transfereffekte zwischen Trainern unterschiedlicher Sportarten Diskussion mit Personen, die man persönlich nicht kennt Diskussion in größeren Gruppen Trainer B Einladung Einladung Nachteile nicht nur Experten auf dem Themengebiet diskutieren miteinander Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

17 Beispiele von Medientypen Quelle: T. Dreißigacker (2012): Vorstellung IAT Teilprojekt

18 Privatsphäre in der Cloud? EU-Report: Fighting Cyber Crime and Protecting Privacy in the Cloud Wenn Cloud-Daten von der EU in die USA überführt werden, würden diese dem dortigen Überwachungsapparat ausgesetzt. Das müsse jedem Betroffenen mitgeteilt werden. Quelle:

19 Rechte (in der Cloud)? Durch die Installation des Dropbox-Clients wird auf dem Rechner ein neuer Ordner erstellt: die Dropbox. Alle darin gespeicherten Dateien werden auf einen zentralen Server kopiert... Als zentrales Speichersystem wird S3 von Amazon verwendet. Serverseitig werden die Dateien mit einer AE 256- Verschlüsselung versehen. Die Nutzer können für diese Verschlüsselung keine eigenen Schlüssel anlegen. (www.wikipedia.de) Was Google die Verbesserung seiner Dienste nennt, ist die Verbesserung seines Geschäfts. Die Kombination aus "mitgelesener" Gmail (Auswertung nach Schlagworten), das Wissen um die Suchbegriffe, die in den Suchschlitz eingegeben werden, die Videos, die man bei Youtube angeschaut hat, profilieren den Nutzer bereits. Zusammengelegt identifizieren sie ihn als Mensch aus seinem Verhalten. Das ist für Googles Interessen wesentlicher als etwa die Identifikation per Personalausweis. (www.sueddeutsche.de) Es stehen verschiedene Speichergrößen zur Verfügung, von 2 GB (kostenfrei, kann bis ca. 22 GB aufgestockt werden) bis zu 500 GB für zahlende Nutzer bzw. mehr als 1 TB für Teams. Dropbox behält sich das Recht vor, Daten von inaktiven kostenlosen Nutzerkonten nach 90 Tagen zu entfernen oder die Konten komplett zu löschen. Die Dateien auf den lokalen Computern und Geräten bleiben aber im Dropbox-Ordner erhalten. (www.dropbox.com/terms#pricingterms) Die Fotosharing-Plattform Instagram teilt Nutzerdaten künftig mit Facebook. Außerdem will sie Fotos von Mitgliedern verkaufen, ohne sie zu informieren oder zu bezahlen. (www.zeit.de)

20 Leistungssport-Videodatenbank SPIDAR (AIS Canberra) SPIDAR - Sport Performance Information & Digital Asset Repository Trainer arbeiten oft mit Video- und anderen digitalen Technologien, um die sportliche Leistung besser zu verstehen und sie im Training und Wettkampf zu verbessern, gleiches gilt für viele Forschungsprojekte. Quelle: G. Reynolds: SPIDAR (2007) Video- und Audioaufzeichnungen Fotos / Bildreihen statistische Daten Röntgenaufnahmen und MRTs Animationen und grafische Darstellungen Ergebnisse von Leistungsdiagnostiken Software

21 JISS Tokio - SMART Sports Movement Archiving and Requesting Technology system

22 JISS Tokio- SMART Statistik Juni Videos z. B Judo-Videos, Ziel pro Jahr Videos Nutzer insgesamt SMART wird verwendet für: - Archivierung von internationalen Wettkämpfen - Bereitstellung von Videos über das Internet für Trainer - ein schnelles fachliches Feedback zu Wettkampfleistungen - das aktuelle Training zu dokumentieren und mit anderen Trainern (remote) zu diskutieren - das Training zu archvieren

23 JISS Tokio- SMART Spezifika von SMART Nutzung von Streaming-Technologie Technologisch als Software angelegt, die verschiedene Server bei den Partnern managt Nicht sportartspezifisch, sondern so angelegt, dass es von verschiedenen Sportarten genutzt werden kann Entwicklung gemeinsam mit Trainern, um es an deren Arbeitsroutinen und inhaltlichen Bedürfnissen anzupassen so angelegt, dass die aktive Videoarbeit auch bei Sportlern gefordert und gefördert wird Dr. Hartmut Sandner Aktuelle Kommunikationslösungen im Leistungssport 19. Juni 2012

24 Man muss das Unmöglich versuchen, um das Mögliche zu erreichen. Hermann Hesse

25 Besser informiert aber schneller höher weiter? Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Marschnerstraße 29, Leipzig Dr. Hartmut Sandner Fachbereichsleiter IKS Tel.: Fax:

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