FÜHRUNGSJOB IN SICHT HFW WAHLEN SPECIAL Weiterbildung. RESILIENZ Stark im Beruf # Mehr Erfolg im Beruf. engagierte 40 Kandidaten

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1 CON TEXT Mehr Erfolg im Beruf # SPECIAL Weiterbildung HFW FÜHRUNGSJOB IN SICHT RESILIENZ Stark im Beruf WAHLEN 2015 engagierte 40 Kandidaten

2 Mehr als 25% Prämien sparen Von der KPT können Sie auch mal ganz wenig erwarten. Die führende Online-Krankenkasse mit persönlicher Beratung. Wechseln Sie jetzt zur Krankenkasse mit den ausserordentlich zufriedenen Kunden. Wann macht s auch bei Ihnen Klick? Für Ihre persönliche Offerte und das bequeme Wechselpaket: https://kollektiv.kpt.ch/kfmv/de, Telefon oder via den QR-Code und Ihr Smartphone.

3 INHALT Peter Kyburz CEO Kaufmännischer Verband Schweiz. Die Höheren Fachschulen Wirtschaft gibt es seit über 50 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Jedes Jahr schliessen mehrere hundert Absolventen und Absolventinnen die HFW ab. Sie haben beste Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt 8// Führungskräften fehlt oft die Zeit für Weiterbildung. Darauf reagiert die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich mit einem neuen Angebot: der Executive Academy 12// Resilienz dieser Begriff ist mehr als nur ein Modewort. 8 8 Eine aktuelle Diplomarbeit geht der Frage nach, wie die Ressourcen von Berufstätigen gestärkt werden können. 18// 18 5 KOMMENTAR Peter Kyburz zu den Wahlen BÜRO INTERNATIONAL Nabereschnije Tschelny, Russland 14 MARKOM-PRÜFUNG Erster Schritt ins Marketing 16 AUSBILDER Wo sich Dozenten das Rüstzeug holen 22 WAHLEN 2015 Kandidaten mit Unterstützung des Kaufmännischen Verbandes 25 IMPRESSUM 26 RATGEBER Laufbahn/Jugend/Bildung/Psychologie 30 ICH BIN FÜHRUNGSFACHFRAU Vielfältige Aufgaben 31 PORTRÄTS Weiterbildungsinstitute stellen sich vor 54 CARTOON Von Ruedi Widmer 24 KURZ Aktuelles aus dem Verband

4 Publireportage Im schlimmsten Fall haben Sie alles richtig gemacht Schon heute die halbprivate oder private Spitalkostenversicherung für später garantiert sichern? Die Aufnahmegarantie-Versicherung Sicuranta macht es möglich. Sie sind gesund und fit, möchten Ihr Geld für Hobbys, Reisen und Wellness ausgeben und denken nicht gern an einen Spitalaufenthalt, der hoffentlich nie notwendig sein wird. Eine Garantie dafür gibt es nicht, besonders wenn man älter wird. Mit der Sicuranta-Versicherung sind Sie auf der sicheren Seite. Investition in die Zukunft Investieren Sie jetzt für mehr Dienstleistungen und Komfort in der Zukunft: Mit Sicuranta sichern Sie sich für wenig Geld den Zugang zur Spitalkostenversicherung halbprivat oder privat. Stellen Sie das Paket Ihren Bedürfnissen und Ihrer Lebenssituation entsprechend zusammen, mit einer Vertragsdauer von 5, 10, 15 oder 20 Jahren. So funktioniert Sicuranta Sicuranta funktioniert wie eine ganz normale Zusatzversicherung. Sie füllen den Gesundheitsfragebogen aus und wählen eine Vertragsdauer. Damit sichern Sie sich für wenig Geld den späteren Zugang zu mehr Leistungen und Komfort. Nach Ablauf der Sicuranta-Vertragsdauer treten Sie ohne Gesundheitsprüfung direkt in die garantierte Spitalkostenversicherung ein. «Es gibt keine Garantie, dass ich nie ins Spital muss. Sicuranta ist die ideale Möglichkeit, mich für wenig Geld abzusichern. So kann ich in fünf Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung eine Spitalkostenversicherung halbprivat abschliessen. Das so gesparte Geld können wir als junge Familie gut gebrauchen.» Gabriella Koller, Mutter zweier Buben Profitieren Sie vom Kollektivrabatt der KPT Für Mitglieder des KV Schweiz: über 26 % Rabatt auf Zusatzversicherungen der KPT. Und Sie profitieren von vielen weiteren Vorteilen der führenden Online- Krankenkasse mit persönlicher Beratung. Jetzt Offerte anfordern: Tel oder mit einem Klick auf https://kollektiv.kpt.ch/kfmv/de SICURANTA. Garantiert Ihnen heute schon die Aufnahme in die Spitalkostenversicherung. sicuranta.ch

5 KOMMENTAR 5 Gehen Sie wählen! Wer nicht politisiert, mit dem wird politisiert. Der Glaube, dass die Politikerinnen und Politiker es schon richten werden, führt in der Realität nicht sehr weit. Zwar sind es wohl primär ökonomische und/oder technologische Kräfte, welche Volkswirtschaften und Gesellschaften verändern. Immer verbleibt jedoch ein gewichtiger, politischer Gestaltungsund Handlungsspielraum: Unter welchen Rahmenbedingungen können sich Individuen entfalten? Wer sichert Werte wie Chancengleichheit? Wer sorgt für eine effiziente Infrastruktur in Wirtschaft und Gesellschaft? Wer stellt sicher, dass unser duales System der Berufsbildung nicht unter die Räder kommt? Der Bereich der unselbstständigen Arbeit und damit insbesondere auch die Welt vieler kaufmännischer Angestellten ist in der Politik häufig nur schwach vertreten. Jeder Blick in die Zusammensetzung von Parlamenten auf nationaler oder kantonaler Stufe zeigt, dass unsere Berufsgruppen kaum je direkt vertreten sind. Umso wichtiger ist es, über Vertrauensleute im Parlament zu verfügen, die bereit sind, sich mit den Anliegen der von uns vertretenen Angestellten intensiv und detailliert auseinanderzusetzen, Personen mit Einfühlungsvermögen für angestelltenpolitische Belange. Wir haben aktiv nach Kandidatinnen und Kandidaten Ausschau gehalten, die dem Verband nahe stehen und von uns unterstützt werden. Das Resultat ist beachtlich, Sie sehen es in unserer Empfehlungsliste. Die Liste widerspiegelt dabei, dass der Kaufmännische Verband politisch neutral ist. Entscheidend sind nicht Parteifarben, sondern «Tatbeweise», dass die Kandidatinnen und Kandidaten unseren Verband und die Welt und die Anliegen unserer Mitglieder kennen. PETER KYBURZ... ist CEO des Kaufmännischen Verbandes Schweiz. «Wir brauchen auch Politikerinnen und Politiker, die willens und in der Lage sind, Kompromisse zu finden. Nur so funktioniert unser Land.» Neue Märkte, neue Technologien und neue Organisationsformen haben die Bildungswelt vollständig umgekrempelt: Neuausrichtung der kaufmännischen Lehre, neue Inhalte von Berufsund höheren Fachprüfungen, von Diplomen der höheren Fachschulen, Bachelor- und Master-Ausbildungen an Fachhochschulen sowie die Fragen von Mobilität und Kompatibilität haben der Bildungspolitik neue Dimensionen und viel Brisanz auf nationaler Ebene vermittelt. Wer uns in Bildungsfragen vertritt, wer uns unterstützt (oder vernachlässigt) ist nicht egal: In der heute sehr unruhigen Bildungslandschaft brauchen wir dringend kompetente, interessierte und verlässliche Ansprechpartner. Aus Notwendigkeit (bzw. sogar aus Not) geboren ist auch unser Engagement in der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Anders als in den Frühzeiten besteht heute ein recht tragkräftiges soziales Netz. Und obwohl es eng geknüpft ist, muss es viel grösseren Belastungen Stand halten: Viele Arbeitsplätze sind zwar sehr interessant und anforderungsreich geworden, gestiegen sind aber auch die Anforderungen an die Arbeitsmarktfähigkeit und die Flexibilität und vor «Abstürzen» mit zum Teil hohen menschlichen und finanziellen Risiken sind auch Kaufleute nicht gefeit. Mir ist in den letzten Jahren zunehmend aufgefallen, dass die Voraussetzung für eine erfolgreiche Wahl einer Politikerin oder eines Politikers weniger mit dem Wissen und dem Engagement, sondern vermehrt mit der medialen Präsenz zusammenhängt. Das birgt ein nicht unwesentliches Risiko. Wir brauchen auch Politikerinnen und Politiker, welche willens und in der Lage sind, Kompromisse zu finden. Nur so funktioniert unser Land. Diese Lösungen sind dann vielleicht weniger medientauglich aber unglaublich wichtig. Zeigen Sie am 18. Oktober, was und wer Ihnen wichtig ist! Nutzen Sie Ihre Stimme!

6 6 BÜRO INTERNATIONAL NABERESCHNIJE TSCHELNY, RUSSLAND Nasilja Fachriewa arbeitet als Betriebwirtin im Hühnerbetrieb Chelny Broiler in der russischen Republik Tatarstan. Robert Kalimullin / Leysan Kalimullina Robert Kalimullin STECKBRIEF RUSSLAND Einwohner Nabereschnije Tschelny: Einwohner Russland: 144 Millionen (mit Krim 146 Millionen) Arbeitslosenquote: 5,8% Durchschnittseinkommen: Rubel monatlich (ca. 490 Franken) Wichtigster Exportartikel: Erdöl Hatten Sie als Kind einen Traumberuf? Wie alle Mädchen: Als Kind träumte ich davon, Ballerina zu werden. Welche Berufe übten Ihre Eltern aus? Mein Vater war Kapitän, meine Mutter Buchhalterin. Was arbeiten Sie? Meine Berufsbezeichnung lautet «Führende Betriebswirtin in der Finanzarbeit». Das heisst, ich bin hauptsächlich mit der Zusammenarbeit mit Banken, mit Durchführungen von Überweisungen, aber auch mit analytischer Arbeit beschäftigt. Welche Ausbildung haben Sie gemacht? Ich habe ein Hochschulstudium am privaten Institut für Wirtschaft, Management und Recht absolviert. Seit wann sind Sie hier tätig? Für meine Firma arbeite ich bereits seit Was produziert Ihre Firma? Chelny Broiler züchtet und verarbeitet Hühner. Darunter sind auch Halal-Produkte, weil in Tatarstan viele Muslime leben. Wie lange brauchen Sie von Ihrem Wohn- zu Ihrem Arbeitsort? Morgens holt mich jeweils ein Bus meines Unternehmens an der Haltestelle ab, ich fahre damit dann 30 Minuten zur Arbeit. Welche Qualitäten sind in Ihrem Beruf gefragt? Da meine Arbeit mit Geld zu tun hat, sind die wichtigsten Eigenschaften Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit, Sorgfalt und Geduld. Was schätzen Sie an Ihrem Beruf? Mir gefallen an meiner Arbeit die Stabilität, die sie mit sich bringt, die Zuverlässigkeit und die Gewissheit für die Zukunft. Woran stören Sie sich? Ich liebe meinen Beruf und würde nichts ändern, ausser vielleicht das Gehalt. Das dürfte gerne mindestens doppelt so hoch sein. Wie sind Sie auf Ihre Stelle aufmerksam geworden? Bereits meine Mutter arbeitete für dieses Unternehmen, und auf ihre Empfehlung bin ich hier gelandet. Bevor ich in der Buchhaltung einsteigen konnte, war ich erstmal eine Weile in der Telefonzentrale des Fuhrparks angestellt. Arbeiten Sie hauptsächlich im Team oder allein? Meine Arbeit ist eher Teamarbeit. Dies ist mein zweites Zuhause, ich verbringe bei der Arbeit 40 Stunden pro Woche. Wie oft machen Sie Ferien? Wir haben zweimal jährlich jeweils zwei Wochen Urlaub. Wie viel verdienen Sie pro Jahr? Etwa Rubel jährlich. Können Sie Geld auf die Seite legen? Nein, das gelingt uns nicht. Mein Mann und ich müssen monatlich Rubel Wohnungskredit abbezahlen, ausserdem haben wir zwei Kinder. Sind Sie gegen Krankheit versichert und haben Sie eine Altersvorsorge? Ja, ich habe eine Krankenversicherung und alle notwendigen Überweisungen an den Rentenfonds übernimmt meine Firma. Was möchten Sie beruflich noch erreichen? Ich bin ehrgeizig: Ich würde gerne mindestens Abteilungsleiterin werden. Waren Sie je arbeitslos? Ich arbeite mein ganzes Leben lang. Arbeitslosigkeit fürchte ich, ich weiss nicht, wie das ist. Reden Sie mit Ihrem Mann über die Arbeit? Nein, ich trenne das. Das Berufliche bleibt bei der Arbeit, und das Zuhause soll Zuhause sein. Was soll aus Ihren Kindern einmal werden? Mein Sohn möchte einmal Architekt werden, meine Tochter Ärztin. Ich glaube, sie können alles erreichen, was sie sich wünschen.

7 7 «Работа на работе, а дом должен быть домом.» Űbersetzung: Das Berufliche bleibt bei der Arbeit, und das Zuhause soll Zuhause sein. STECKBRIEF NASILJA FACHRIEWA Zivilstand: verheiratet Alter: 35 Wohnform: mit der Familie in einer Eigentumswohnung Wohnort: Nabereschnije Tschelny, Republik Tatarstan, Russland ANZEIGE Management, Führung Jetzt anmelden: hkvaarau.ch Finde uns auf Facebook:

8 8 HFW FÜHRUNGSJOB IN SICHT Die Höheren Fachschulen Wirtschaft bieten eine Generalistenausbildung. Der Wissenstransfer in die Praxis ist zentral. Rolf Murbach Michele Limina Die Höheren Fachschulen Wirtschaft (HFW) setzen auf praxisnahe Wirtschaftausbildungen. Jedes Jahr schliessen mehrere hundert Absolventinnen und Absolventen mit dem Diplom Betriebswirtschafter/in HF ab. Sie sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. 29 eidgenössisch anerkannte Schulen bieten in der Schweiz die Ausbildung an. Allein das SIB Schweizerische Institut für Betriebsökonomie, die grösste Höhere Fachschule Wirtschaft, bildet jedes Jahr rund 160 Frauen und Männer zu Betriebswirtschaftern aus. «Die Absolventen arbeiten im mittleren Management oder in der Geschäftsleitung von kleineren und mittleren Unternehmen», sagt SIB-Direktor Peter Petrin. «Viele Studierende machen bereits während der Ausbildung einen Karriereschritt.» Das Studium an einer Höheren Fachschule Wirtschaft ist berufsbegleitend. Die Studierenden arbeiten meist zwischen 80 und 100 Prozent. Das SIB wie auch die KV Zürich Business School bieten drei Studienvarianten an: für 80%, 90% und 100% Berufstätigkeit. Die Stundenpläne sind dementsprechend ausgestaltet mit Nachmittags-, Abendund Samstagslehrveranstaltungen. DOZIERENDE AUS DER WIRTSCHAFT Die Fächerpalette an den HFW ist breit. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Unternehmensführung, Marketing/Public Relations, Produktion, Logistik, Personalwesen, Rechnungswesen, Informatik und Projektmanagement. Charakteristisch für das Studium ist der Praxisbezug. Die Dozierenden sind ausgewiesene Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung, und die Schulen legen grossen Wert auf den Wissenstransfer in die Berufswelt. «Was die Studierenden in der Ausbildung lernen, können sie im Job anwenden. Neben der Fachkompetenz wird bei uns hoher Stellenwert auf Persönlichkeitsentwicklung gelegt für angehende Führungskräfte ein entscheidender Faktor», sagt Laetitia Dahl Bünger, Leiterin der HFW an der KV Zürich Business School. «Aus diesem Grund ist unsere HFW speziell auch für Absolventen einer Berufsmaturität eine attraktive Alternative zu einem Fachhochschulstudium.» Die KV Zürich Business School hat das Studiendesign neu auch auf Inhaber einer Berufsmatura ausgelegt und rechnet die bereits mit der BM erbrachten Leistungen an. Eine vor kurzem publizierte Umfrage unter Absolventinnen und Absolventen von Höheren Fachschulen Wirtschaft hat gezeigt, dass die Mehrheit mit dem Studium zufrieden ist (siehe Context 6/7 2015). Gründe sind Praxisbezug und Breite der Ausbildung, die attraktiven Laufbahnmöglichkeiten und wohl auch die Schwerpunkte der einzelnen Schulen. An der KV Zürich Business School zum Beispiel gehören Business Plan, Study Tours ins Ausland, Rapid Plant Assessment (Schnellbewertung von Unternehmen), Führungssimulation und Development Center dazu. «Die Studierenden lösen realitätsnahe Cases und erhalten Feedback.» Und Peter Petrin vom SIB führt aus: «Wir schauen in der Ausbildung auf das Zusammenführen der Handlungsfelder. Die Studieren wenden in komplexen Fallstudien das in den ersten Semestern Gelernte realitätsnah an.» So «Was die Studierenden in der Ausbildung lernen, können sie im Job anwenden. Wichtig ist auch die Persönlichkeitsentwicklung.» haben sie zum Beispiel die Aufgabe, eine Fluggesellschaft zu führen. Das kann bedeuten: neue Jets anschaffen, auf starke Wettbewerber reagieren, Umstrukturierungen vornehmen, eine Fusion mit einer kleineren Gesellschaft in die Wege leiten. Nach dem dreijährigen Studium und weiterer Berufserfahrung belegen viele ein Nachdiplomstudium an einer Höheren Fachschule nach der generalistischen Ausbildung eine Spezialisierung. So können sich die Betriebwirtschafter am SIB beispielsweise zum Conrtroller, Leiter Finanzen und Services, Steuerberater oder Pesonalleiter ausbilden lassen. An der KV Zürich Business School wiederum stehen Nachdiplomstudiengänge in General Management and Leadership mit verschiedenen Vertiefungsrichtungen offen. Und an den Fachhochschulen können

9 9 «Starker Praxisbezug» Vlora Idrizi, 23, studiert an der Höheren Fachschule Wirtschaft der KV Zürich Business School Betriebswirtschaft. «Nach der kaufmännischen Lehre bei einer Immobilienfirma absolvierte ich die Berufsmatura und studierte zwei Semester an der Fachhochschule in Luzern Business Administration. Leider oder soll ich sagen, zum Glück hat es mit der Assessment-Stufe nicht geklappt. Unterdessen studiere ich seit zwei Jahren an der KV Zürich Business School Betriebsökonomie. Die Ausbildung an der Fachhochschule Wirtschaft entspricht mir sehr. Vor allem gefällt mir der Praxisbezug der Dozierenden und des Unterrichts. Die Ausbildung ist breit, auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungslegung, Organisations-, Projektund Operationsmanagement, Qualität und Sicherheit, Marketing, Kommunikation und Sprachen. Und ich schätze die Präsenzpflicht an der Höheren Fachschule. Es gibt keine Verlockung, dem Unterricht fernzubleiben. Diese Verbindlichkeit wirkt sich positiv aufs Studium aus. Prüfungen legen wir nicht erst am Ende des Semesters ab, sondern wir erbringen die Leistungsnachweise regelmässig, gut verteilt über die Schulwochen. Spannend sind schliesslich die Fallstudien und die Beurteilung von Betrieben. Wir haben ein Küchenproduktionsunternehmen besucht, die Abläufe des Betriebs analysiert und bewertet. Ich schätze es auch, dass man neben dem Studium arbeiten kann. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben ein 80- oder 90-Prozent-Pensum inne. Ich arbeite 60 Prozent bei der Stiftung GFZ. Ich kann mich also bestens aufs Studium konzentrieren und habe auch noch etwas Freizeit, was mir wichtig ist. Bei der Stiftung GFZ bin ich verantwortlich für die Verwaltung der Liegenschaften: eine spannende und anspruchsvolle Arbeit. Zu meinen Aufgaben gehören zum Beispiel das Planen und die Durchführung von Renovations- und Instandhaltungsarbeiten, die Budgeterstellung und -kontrolle, die Sicherstellung von Vermietungen, die Vertragsverhandlung mit Hauswarten und Hauswartungsdiensten oder die Durchführung von Schulungen des Personals. Nach dem Studium werde ich erst einmal eine Pause einschalten, reisen, Sprachen lernen. Und ich werde dann wohl bald die nächste Weiterbildung antreten. Möglicherweise werde ich den Fachausweis in Immobilienmanagement anstreben.»

10 10 HFW «Die Studierenden wenden in komplexen Fallstudien das in den ersten Semestern Gelernte realitätsnah um.» die Absolventen einzelne CAS-Studiengänge belegen (Zulassung oftmals sur Dossier). Wer nach dem HF-Diplom einen Fachhochschulabschluss wünscht, der kann über ein zweijähriges Passerellenstudium an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich den Bachelor in Betriebswirtschaft erlangen. Auch attraktiv ist die Möglichkeit, mit dem HF- Abschluss des SIB während eines Jahres vollzeitlich an der Oxford Brookers University in England zu studieren und mit einem Bachelor of Arts in Business Management abzuschliessen. ÜBERSCHAUBARE KLASSEN Das berufsbegleitende Studium an einer HFW dauert drei Jahre. Die Klassengrössen sind überschaubar, in der Regel zwischen 20 und 25 Studierende. Im Unterricht wird eine Präsenz von 80 Prozent verlangt. Die Studierenden legen regelmässig Prüfungen ab. Das Studium schliessen sie mit einer Diplomarbeit ab. LERNINHALTE Unternehmensführung Marketing/Public Relations Produktion Beschaffung und Logistik Qualität, Umwelt und Sicherheit Personalwesen Finanzierung und Investition Rechnungswesen Informatik Organisationsgestaltung und -entwicklung Projektmanagement Wirtschaftsenglisch Kulturelle Aspekte des Managements ZULASSUNGSBEDINGUNGEN Kaufmännischer Lehrabschluss (Profil M oder E) Maturitätszeugnis mit Schwerpunkt Wirtschaft Handelsmittelschule Mindestens zwei Jahre kaufmännische Berufserfahrung Drei Jahre kaufmännische Berufserfahrung für Inhaber einer mindestens dreijährigen nichtkaufmännischen Lehre KOSTEN bis Franken; subventionierte Kurskosten: 9000 bis Franken (für Personen mit stipendienrechtlichem Wohnsitz im Kanton Zürich und weiteren ausgewählten Kantonen) INFORMATIONEN sib.ch SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie kvz-weiterbildung.ch KV Zürich Business School Weiterbildung hfw.ch Links zu allen Höheren Fachschulen Wirtschaft ANZEIGE Diesem Text hätte ein Lektorat gut getan. Lehrgang Lektorieren sal.ch/lektorieren Schweizweit einzige umfassende Ausbildung Berufsbegleitend Dreisemestriges Studium Start 2. April 2016 SAL Sonneggstr Zürich Ausbildungsqualität seit 1969 und eduqua-zertifiziert.

11 11 «Spannende Vernetzung» Raffael Süss, 26, studierte am SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie Betriebswirtschaft. «Meine berufliche Laufbahn begann mit der Lehre zum Automonteur. Doch schon während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass es mich eher in eine kaufmännische Tätigkeit zieht. Zum Glück konnte ich innerhalb des Lehrbetriebs in die Kundenberatung wechseln. Das hat mir eher entsprochen. Nach meinem Lehrabschluss hatte ich die Möglichkeit, in meinem Lehrbetrieb als Kundenberater zu arbeiten. Um dieser Tätigkeit gerecht zu werden, erlangte ich den Fachausweis Kundendienstberater im Automobilgewerbe. Bald einmal tauchten umfassendere Weiterbildungsgelüste auf. Ich wünschte mir eine Generalisten-Ausbildung im kaufmännisch-wirtschaftlichen Bereich. Beim SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie wurde ich fündig. Ich absolvierte zwei Vorkurse (Statistik und Rechnungswesen) und begann 2012 das Studium. Während des Studiums ging ich weiterhin einer Vollzeitstelle nach, das war sehr intensiv, aber machbar. Es machte mir nichts aus, jeweils am Mittwochabend und am Samstag die Schulbank zu drücken auch weil mir das Studium einfach gefiel. Allerdings machten sich mit der Zeit gewisse Übermüdungserscheinungen bemerkbar. Die Ferien kamen immer gelegen. Ich musste in dieser Zeit vieles zurückstecken, für Freizeitaktivitäten blieb wenig Zeit. Die Ausbildung habe ich als sehr vielseitig und praxisbezogen erlebt. Die Dozierenden kommen alle aus der Berufswelt, und auch die Inhalte des Studiums sind, wenn immer möglich, nahe an der Berufsrealität. Das zeichnet das Studium am SIB aus. Im ersten Jahr werden die Fächer noch etwas isoliert unterrichtet, bis man sich eine breite Basis erarbeitet hat. Dann aber beginnt die Vernetzung der Inhalte, was sehr spannend ist. In einer grossen Fallstudie beispielsweise analysierten wir eine Airline und brachten diese mit gezielten Sanierungsmassnahmen wieder auf Erfolgskurs. Während des Studiums wechselte ich zur Swisscom, wo ich als Sales Assistent tätig bin. Den Wechsel vom Automobilgewerbe in die IT-Branche habe ich nie bereut. Ich lernte eine komplett neue Berufswelt kennen, in der ich mich wohl fühle. Die Arbeiten, die ich am SIB schrieb, waren meist mit meinem beruflichen Alltag verknüpft und brachten auch dem Betrieb etwas. In meiner Diplomarbeit zum Beispiel analysierte ich verschiedene Arbeitsprozesse und initiierte Veränderungen, die unterdessen implementiert sind.»

12 12 HWZ KOMPAKTE WEITERBILDUNG FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE Neu bietet die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich intensive Kurz-Weiterbildungen für Führungskräfte an. Die Executive Academy startet im September. Rolf Murbach Die Erfahrung machen viele Führungskräfte, Projektleiter und erfahrene Fachkräfte: Man möchte sich weiterbilden, aber es fehlt einfach die Zeit oder das richtige Angebot. Eine längere Weiterbildung kommt nicht infrage. Man kann es sich wegen der vielen Verpflichtungen nicht leisten. Oder man ist grundsätzlich nicht mehr bereit, über mehrere Wochen oder Monate Kurse zu besuchen. Schön wären kurze, massgeschneiderte Angebote, die aktuelles Wissen kompakt vermitteln. Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich hat dieses Frühjahr mit der Gründung der Executive Academy ein solches Weiterbildungsformat geschaffen. Die Hochschule bietet ein- bis dreigliedrige Kurzprogramme an, sogenannte Executive Updates. «Wir konzentrieren uns auf die Vermittlung von möglichst aktuellen Inhalten», sagt Cyril Meier, Leiter der Executive Academy. «Einen Schwerpunkt bilden Themen rund um die Digitalisierung der Wirtschaft.» Die ersten Kurse starten diesen Herbst: «Digital Transformation Expertise», «Innovationsführung mit Design Thinking & Co.» und «Personal Digital Fitness». Zentral sei auch der Transfer der Stoffe in den Arbeitsalltag, so Cyril Meier. Die Teilnehmenden arbeiten in den Kursen mit Fällen aus der eigenen Praxis. Nach dem Update haben sie die Möglichkeit, den Transfer in ihre Berufswelt mit der Unterstützung eines Coachs sicherzustellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jedes Executive Update mit einem Transfer-Nachweis abschliessen. Damit erhalten sie ECTS-Credits. Mehrere Kursprogramme führen zum Certificate of Advanced Studies (CAS) in Executive Updates. Leistungsnachweise sind Expertengespräche, Prüfungen und Präsentationen. Die Preise für die Kurse bewegen sich zwischen 3500 und 5000 Franken für hochspezialisierte Themen. Dozenten sind ausgewiesene Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft. In jedem Programm stehen den Teilnehmenden immer mehrere Coachs zur Verfügung. Die Updates zeichnen sich zudem durch kleine Gruppen aus. Pro Kurs werden 8 bis höchstens 12 Teilnehmende aufgenommen. «Wichtig ist uns der Austausch, die Energie», sagt Cyril Meier. «Führungskräfte mit langjähriger Erfahrung profitieren stark voneinander.» ANZEIGE Starten Sie im 2015 mit dem Lehr gang Sach bearbeiterin / Sachbearbeiter Treuhand Melden Sie sich jetzt für den Studiengang an. Zürich, Luzern, Chur und Basel. Start: August 2015 gehen Sie noch einen Schritt weiter Treuhänderin / Treuhänder mit eidg. Fachausweis Basel, Bern, Luzern und Zürich. Start: PLANEN SIE IHRE TREUHAND- KARRIERE! STS Schweizerische Treuhänder Schule Josefstrasse 53, 8005 Zürich Telefon , Fax

13 13 3 FRAGEN an Cyril Meier, Leiter Executive Academy HWZ Context: Sprechen Sie mit der Executive Academy nur Führungskräfte an? Cyril Meier: Hauptkunden sind Führungskräfte mit langjähriger Erfahrung. Dazu gehören auch Projektleiter, Experten oder gestandene Fachkräfte mit Führungsaufgaben. Sie kommen bei der Executive Academy in den Genuss von kompakten und praxisrelevanten neusten Inhalten. Weshalb ist die Digitalisierung Schwerpunkt bei den Updates? Die Digitalisierung durchdringt die ganze Arbeitswelt und schreitet rasant voran. Hier herrscht bei vielen ein spezifischer Weiterbildungsbedarf. Das bieten wir an. Unser Angebot werden wir aber weiter entwickeln, neue Angebote werden hinzukommen, etwa im Bereich HR sowie Marketing. Was unterscheidet die Updates der HWZ von anderen Kurzprogrammen? Wir setzen auf neustes Know-how, also Erkenntnisse und Techniken aus den letzten Jahren, die in Bildungsabschlüssen vor zehn oder mehr Jahren schlicht noch nicht vorhanden waren. Das heisst: Die Weiterbildung richtet sich explizit an erfahrene Kaderpersonen; ihre gegenseitige Vernetzung und Verankerung fördern wir nach Kräften, ebenso wie die gestützte Umsetzung in die Firmenpraxis. ANZEIGE Die Schweizer Bildungsinstitution. Effizient. Sicher. Individuell. Context Mein Leben. Meine AKAD. «Die Weiterbildung bei der AKAD passt perfekt in meine Family-School-Life-Work-Hobby-Balance.» Wir unterstützen Sie auf Ihrem Bildungsweg! Unser Angebot: Berufliche Grundbildung und Maturität, Berufliche Weiterbildung, Sprachen und Individuelle Bildung im Selbststudium. Die AKAD Schulen gehören zur Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz

14 14 MARKOM Türöffner ins Marketing Wer in die Marketing- und Kommunikationsbranche einsteigen will, kommt um die MarKom-Zertifikatsprüfung nicht herum. Die meisten bestehen diese, doch ums Pauken kommt keiner herum. Conny Schmid Stella Kizildag büffelt wieder. Erst vor wenigen Monaten hat die 19-jährige kaufmännische Angestellte die Lehre abgeschlossen, nun brütet sie erneut über Büchern. Der Grund: Sie will im August unbedingt die MarKom-Zertifikatsprüfung bestehen. Während ihrer Ausbildung hat Kizildag nämlich ihr Flair fürs Marketing entdeckt. «Im Marketing hat es mir am besten gefallen, weil es so vielseitig ist», erzählt sie. Einen Job zu finden, ohne entsprechende Weiterbildung sei jedoch unmöglich. «Ich habe es versucht.» Die MarKom ein Wortmix aus Marketing und Kommunikation bietet hier eine Einstiegsmöglichkeit. «Mit dem Zertifikat in der Tasche kann man etwas vorweisen, wenn man sich bewirbt», sagt Kizildag. Sie gehört damit zu jenem Drittel der Anwärterinnen, die die MarKom als Trittbrett benutzen. Doch die MarKom ist noch viel mehr. Sie ist zwingende Voraussetzung für die fünf eidgenössisch anerkannten Berufsprüfungen in diesem Bereich. Wer die Karriereleiter erklimmen und Marketingfachfrau, Verkaufsfachmann, Kommunikationsplanerin, Texter oder PR-Frachfrau werden möchte, muss vorher die MarKom bestehen, um zu den Fachprüfungen zugelassen zu werden. Roland Gall hat dies bereits hinter sich. Der 27-Jährige hat die MarKom vor rund eineinhalb Jahren abgeschlossen und danach gleich weitergemacht und die Prüfung zum Marketingfachmann absolviert. Im Oktober will er nun noch den Verkaufsleiter abschliessen. «Ich habe nach meinem KV-Abschluss im Verkauf gearbeitet und gemerkt, dass mir dies liegt. Ich bin eine kommunikative Person und habe gerne mit Menschen zu tun, daher war für mich eine Weiterbildung in diesem Bereich naheliegend», erklärt er. Das erworbene Wissen wendet er als Verkäufer der Firmensoftware Abacus beim Informatikunternehmen OBT bereits im Alltag an. Die MarKom war für Gall also weniger Trittbrett, sondern Voraussetzung für die gewählte Laufbahn. BREITES SPEKTRUM Inhaltlich deckt die MarKom die Fächer Marketing, Marketingkommunikation, Verkauf und Distribution und Public Relations ab, sowie die kaufmännischen Grundlagenfächer Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Recht. ANZEIGE Jetzt selber online gestalten: Zuckerbeutel in Auflagen ab 200 Stück. Für KMUs, Vereine, Hochzeiten, Geburtstage und mehr. mein-zuckerbeutel.ch ZmR_Ins.Context.indd :59

15 15 Sie wurde 2007 als gemeinsame Vorprüfung von den Berufsverbänden aus diesem Bereich eingeführt, weil die Berufsbilder viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Zudem soll die Auseinandersetzung mit den Themen auch Unentschlossenen einen Vorgeschmack und damit eine Entscheidungshilfe liefern. «Für mich ist vieles Repetition, weil die Lehrabschlussprüfung noch nicht lange zurückliegt», sagt Stella Kizildag. Für Personen aus nicht-kaufmännischen Berufen oder bei denen die Lehrzeit schon länger zurückliegt, sei es wohl etwas schwieriger. Geprüft wird bei der MarKom Basiswissen. Man muss zum Beispiel die Grundbegriffe der Buchführung kennen oder verschiedene Marketingmassnahmen unterscheiden können. «Die MarKom ist sicher anspruchsvoll, aber sie soll nicht zu stark selektionieren. Durchschnittlich bestehen 80 Prozent aller Anwärter die Prüfung», erklärt Heinz Egli, Präsident der Prüfungskommission. Die Zulassungshürden sind denkbar tief. Einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 18 Jahren. Die Prüfung selber kostet 390 Franken ein Betrag, der kaum jemanden abhalten wird. BELIEBTE WEITERBILDUNG Etwas anders sieht es bei den Vorbereitungskursen aus, die von sehr vielen Bildungsinstitutionen zu sehr unterschiedlichen Konditionen angeboten werden. Es gibt 10-Tages-Intensivkurse oder aber längerfristig angelegte Angebote mit bis zu 140 Lektionen innerhalb eines Semesters. Die Preise betragen zwischen knapp 2000 bis rund 3000 Franken. Im Vergleich zu anderen Weiterbildungsangeboten ist dies immer noch günstig. Weil die Zulassungshürden zur MarKom so tief sind und die Nachfrage gross, sei die Konkurrenz unter den Anbietern «knallhart», wie Stephan Dirr sagt. Er ist Leiter des Mar- Kom-Bildungsgangs an der KV Zürich Business School in Zürich. «Marketing ist keine exakte Wissenschaft. Jeder kann es lernen, deshalb ist es wohl auch so beliebt», sagt er. «Durchschnittlich bestehen 80 Prozent die Prüfung.» Bei der Wahl des Anbieters sollte man unbedingt darauf achten, dass erfahrene Dozenten mit Praxiserfahrung und pädagogischer Ausbildung zum Einsatz kommen. «Ich rate unbedingt, im Vorfeld Infoveranstaltungen der Anbieter zu besuchen und sich dort entsprechend schlau zu machen», sagt Dirr. DOZENTEN AUS DER PRAXIS Stella Kizildag hat zweimal pro Woche den Kurs an der KV Zürich Business School besucht eine gute Wahl, wie sie sagt: «Die Dozenten kommen aus der Praxis und können deshalb auch viele abstrakte Inhalte mit Beispielen erklären.» Es werde viel Stoff vermittelt in einer Lektion. «Doch am Anfang jeder Lektion wird die vorangegangene zuerst kurz repetiert, das finde ich gut.» Obwohl sie sich grundsätzlich sattelfest fühlt, ein wenig Bammel hat Kizildag doch vor der bevorstehenden Prüfung. Sie enthält neben Zuordnungs- oder Reihenfolgefragen auch einen Mul- tiple-choice-teil, bei dem jeweils pro Frage mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl stehen. Zwar gibt es keine Minuspunkte für falsche Antworten, aber es wird auch nicht angegeben, wie viele Antworten richtig sind. «Das kann fies sein», sagt Kizildag. Roland Gall, der die Hürde bereits genommen hat, bestätigt, dass man sich besser nicht auf das Zufallsprinzip verlassen sollte. «Die MarKom ist sicher keine wahnsinnig schwierige Prüfung, aber man muss schon mitmachen und dranbleiben, wenn man sie bestehen will», sagt er. ONLINE GEPRÜFT Die MarKom ist eine Online-Prüfung, die insgesamt vier Stunden dauert. Nebst den Grundlagenfächern Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Recht mit gesamthaft 90 Minuten Prüfungszeit wird Marketing als Basisfach für alle MarKom-Bereiche mit 60 Minuten geprüft. Die übrigen Fächer Marketingkommunikation, Public Relations sowie Verkauf und Distribution nehmen je 30 Minuten in Anspruch. Es sind zusammen etwa 300 Fragen zu beantworten. Man muss vorgängig mindestes eine Nullserie absolvieren. Seit 2007 haben rund Kandidatinnen und Kandidaten das MarKom-Zertifikat erlangt. Diesen August absolvierten 756 Berufsleute die Prüfung, 650 erlangten das Zertifikat. Die MarKom wird zweimal jährlich, jeweils im August und im Januar, an verschiedenen Standorten in der ganzen Schweiz durchgeführt. Das Zertifikat ist fünf Jahre lang gültig und gilt als obligatorische Zulassung zu den fünf Berufsprüfungen aus dem Bereich Marketing und Kommunikation. Informationen: markom.org ANZEIGE

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