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1 RainerSturm / pixelio.de Viel zu spät begreifen viele Die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist s! Reise, reise! Wilhelm Busch

2 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Inhaltsverzeichnis Senioren sind mobil Wem Gott will rechte Gunst erweisen 3 Seite Auf dem Bergbaurundweg im Muttental bei Witten 4 Vom Spitzkegel zum Tafelberg Das Ruhrgebiet als Land der sechzig Berge Triumphmarsch auf Schalke Als Statist und Komparse bei der Oper Aida Richtig versichert ist halb geplant 10 Erinnerungen Kriegserlebnisse Teil 1 12 Wissenswertes - nicht nur für Senioren Ferien auf dem Lande 14 Europäisches Jahr der Freiwilligenarbeit 16 Nutzung erneuerbarer Energien - einst und jetzt Teil 2 18 Windkraft An der schönen blauen Emscher 21 Die Vision vom Neuen Emschertal wird Wirklichkeit Felsengreis, Feldenkrais oder was? 23 Bedrohte Vogelarten - Alarmierende neue Rote Liste 25 vorgestellt Die Landesstelle Pflegende Angehörige in NRW 26 Sturzprävention oder Übungen zur Vermeidung von 28 Stürzen und zur Minderung der Folgen Literaturecke Kennen Sie Haiku? 29 Aus der Arbeit des Seniorenbeirates Ein schöner Tag zum Sterben Als Bundeswehrärztin in Afghanistan Duorpgeschichten uut Kiärkhusen 32 August Heinrich Hoffmann Aus dem Leben und Schaffen 33 eines großen deutschen Dichters TUTANCHAMUN 35 Besuch im Stadtarchiv 36 In 20 Stunden ist alles geschafft Bei den Opel-Werken in 37 Bochum Besuch im MEDIENHAUS BAUER 38 Naturheilkunde in der Medizin Arbeitskreis lädt zum 39 Stammtisch Rätsel 40 In eigener Sache Ein neues Redaktionsmitglied 41 Leserbriefe 41 Termine, Öffnungszeiten 42 Mitteilungen der Redaktion 43 Rätsellösungen 43 Impressum / Mitteilung Seniorenbeirat

3 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Senioren sind mobil Wem Gott will rechte Gunst erweisen Text: Joseph v. Eichendorff ( ) Melodie: Theodor Fröhlich ( )

4 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Auf dem Bergbaurundweg im Muttental bei Witten Die Wanderung durch das Muttental bei Witten vereint die Möglichkeit, sowohl die Geschichte des Bergbaus in unserer Region als auch einen der schönsten Abschnitte des Ruhrtals kennen zu lernen. Es gibt eine Sage über einen Schweinehirten, der im Muttental bei Witten die Kohle entdeckt haben soll. Quelle: showcard.php?id=963&edit=0 Die Kohleförderung nahm ihren Anfang. Als sich die leicht erreichbaren Kohlevorräte erschöpften, legte man Schächte an. Bergleute übernahmen das Zepter, Zechen entstanden. Ihrem Wirken und ihrer oft mühseligen Arbeit ist der Bergbaurundweg durch das Muttental gewidmet. Die gesamte Wanderung führt durch eine abwechslungsreiche und wunderschöne Natur. Die Zeugnisse des frühen Bergbaus, der vor 450 Jahren begann, gliedern sich heute harmonisch in die Landschaft ein. Es ist kaum zu glauben, dass in dem schönen Tal einst über 60 Kleinzechen betrieben wurden. Die Wanderung dauert ca. 3 ½ Stunden und erstreckt sich über etwa 11 km. Teilweise sind Steigungen zu überwinden, gutes Schuhwerk ist anzuraten. Entlang des gut beschilderten Rundweges findet man eine Vielzahl von Tafeln mit ausführlichen Hinweisen zu den früheren Bergbauaktivitäten. Wir beginnen den Rundweg in Bommern, einem Ortsteil von Witten, auf dem Parkplatz Nachtigallenstraße, der ganz in der Nähe des gleichnamigen Bahnhofes liegt. Zunächst gehen wir über eine mäßig befahrene Straße und über Gleise der zu bestimmten Zeiten verkehrenden Museumsbahn und über das Gelände der ehemaligen Zeche Theresia. Eine Vielzahl von historischen Grubenloks und -waggons sowie andere Ausrüstungsgegenstände des Bergbaus sind hier ausgestellt. Weiter geht es zur Zeche Nachtigall, deren Ursprung mit dem Jahr 1714 angegeben wird. Heute befinden sich auf dem Gelände ein Bergbaumuseum und ein Besucherstollen. Parallel zu den Schienen der Museumsbahn führt uns der Weg danach zu den Ruinen der Burg Hardenstein. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet, zerfiel aber bereits wieder drei Jahrhunderte später. Heute werden Sanierungsarbeiten an der Ruine ausgeführt. Vom Burggelände aus führt der Weg bergan durch den Wald. Die Beschilderung ist hier leider etwas spärlich. Bei vorausgegangenen Regenfällen kann der Weg an einigen Stellen sehr feucht sein. Zudem behindern umgestürzte Bäume den Aufstieg. Nichtsdestotrotz ist der ansteigende Hohlweg romantisch, die Strecke kann man als naturbelassen bezeichnen. Aus dem Wald kommen wir auf die Rauendahlstraße, der wir in ihrem gekrümmten Verlauf bergab folgen. Dabei passieren wir das Wirtshaus Zur alten Tür. Einst war hier der Startpunkt der Fuhrwerke, welche die Kohle zu den Verbrauchern transportierten. Fuhrknechte und Bergleute mögen nach ihrer getanen harten Arbeit mit Schnaps und Bier den Staub der Mühsal hinunter gespült haben. An einem größeren Parkplatz verlassen wir die Straße und gehen auf einem Waldweg hinun-

5 RE-SOLUT Ausgabe 2 / ter ins Muttental. Begleitet von dem Bachlauf der Mutte (Mutte ist ein altertümliches Wort für Schweine, die hier einst von Hirten her getrieben wurden, um sich an Eicheln fett zu fressen), laufen wir an der ehemaligen Zeche Jupiter, dem Maximusstollen, der Göpelanlage, Kohleverladeanlage, Zeche Hermann und der Haspelanlage vorbei zum ehemaligen Bethaus. Früher befand sich hier im Untergeschoss eine Schmiede für das Gezähe (Werkzeug) der Bergleute und im Obergeschoss der Betraum. Vor Schichtbeginn beteten die Bergleute um den Schutz Gottes bei ihrer gefahrvollen Tätigkeit. Heute sind eine kleine bergbaugeschichtliche Ausstellung und eine Restauration im Gebäude untergebracht. Kurz hinter dem Bethaus geht es bergan durch Felder zum Schloss und Gut Steinhausen. Ursprünglich stand hier eine Burg, die jedoch 1434 zerstört wurde. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage neu errichtet und ist seitdem bewohnt. Heute befindet sich in dem Gebäude neben einer Kapelle für romantische Trauungen ein Restaurant. Über die abwärts führende Straße erreichen wir nach kurzer Wegstrecke den Ausgangsparkplatz der Wanderung. Die Wanderung ist detailliert beschrieben in dem sehr zu empfehlenden Büchlein von Rolf Sonderkamp Auf krummen Touren durchs Revier, Klartext-Verlag Essen, ISBN-Nr , 13,95. (hft) Vom Spitzkegel zum Tafelberg Das Ruhrgebiet als Land der sechzig Berge Fährt man insbesondere im Winter, wenn die Natur ihren Schlaf hält und Bäume und Büsche ihr Laub verloren haben durch das Ruhrgebiet, sind sie nicht mehr zu übersehen: die Bergehalden des Steinkohlebergbaus. Sieht man ältere Fotos, so hatte die Jahreszeit allerdings keine Bedeutung; im Sommer wie im Winter ragten graue und nackte Aufschüttungen in der von Industrieanlagen und Industrieimmissionen geprägten Landschaft und trugen zu dem allseits bekannten negativen Erscheinungsbild dieser Region bei. Das ist Vergangenheit; inzwischen wurden diese Halden zu touristischen Anziehungspunkten. Wie aber kam es zu diesem Wandel? Wie leicht zu erraten, entstanden die ersten dieser Hügel als Folge des fortschreitenden Bergbaus. Wurde zunächst die Kohle vom sog. tauben Gestein schon vor Ort getrennt und damit nur die Kohle selbst nach oben gebracht, führten die fortschreitende Technisierung und der rasante Anstieg der Förderung dazu, dass immer mehr Kohle zusammen mit dem Bergegestein zur Weiterverarbeitung, d. h. zur Trennung an die Oberfläche gebracht wurde. Das nutzlose Gestein wurde dann anfangs möglichst unauffällig in der Landschaft verstreut; es entstanden die sog. Hangböschungshalden, die heute kaum noch zu erkennen sind, da sie auf Grund ihrer nur geringen Höhe und Ausdehnung inzwischen mit der sie umgebenden Landschaft zusammengewachsen sind. Im Laufe der Zeit wurden diese Ablagemöglichkeiten immer weniger, so dass man begann, das Gestein mit Hilfe von Loren und Förderbändern und später auch Seilbahnen an freien Stellen aufzuschütten; es entstanden die sog. Spitzkegelhalden. Eine der wenigen, noch erhaltenen Spitzkegelhalden ist die Halde Gotthelf in Dortmund-Hombruch. Bald schon stellte sich heraus, dass von diesen Halden Gefahren (z. B. das Entstehen von Kohlendioxid) dergestalt ausgingen, dass sich mangels ausreichender Verdichtung die in den Halden verbliebene Restkohle durch Sauerstoff entzündete.

6 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Daraufhin begann man, die bisherigen Spitzkegelhalden soweit wie möglich umzubauen und neue Halden als sog. Tafelberge anzulegen. Als beinahe genialer Schachzug stellte sich die Idee heraus, aus den dem Grunde nach hässlichen und landschaftsuntypischen Halden Landschaftsbauwerke zu machen, die mit Kunstwerken, Sportanlagen und insbesondere mit den sog. Landmarken plötzlich zu Attraktionen der Region wurden. Heute noch in Betrieb befindliche Halden und eventuell noch weiter notwendige Halden werden in diesem Sinne weitergeführt oder schon von Beginn an unter diesem Gesichtspunkt geplant. Welche Halde oder welche Halden sollte man als Recklinghäuser kennen oder gar erklommen haben? Haldenentwicklung (Quelle: Deutsche Steinkohle AG) Hierzu wurden zunächst terrassenförmige Kreisschüttungen vorgenommen, die treppenartig anstiegen. In die entstehenden offenen Kegel wurde dann das Gestein abgeladen. Die schweren Transportfahrzeuge und vor Ort die Planierraupen sorgten und sorgen noch heute für eine Verfestigung des Untergrunds. Gut zu sehen ist dies zurzeit noch auf der fünften Etage der Halde Hoheward in Herten. Zugleich begann man, die Halden zu begrünen, um dem schlechten Image des Ruhrgebiets entgegen zu wirken. Ein wichtiger erster Schritt wurde getan, als der Kommunalverband Ruhrgebiet (heute: Regionalverband Ruhr - RVR) die Halden sukzessive von der Ruhrkohle übernahm (zurzeit gehören ihm 33 Halden). Fertig gestellte Halden wurden nun zu Naherholungsgebieten ausgebaut, z. B. durch das Anlegen von Spazierwegen, die Sicherung von Böschungen und Haldenbrüchen oder den Bau von Entwässerungsanlagen. Der entscheidende Durchbruch aber kam erst mit der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA bis 1999). In erster Linie gehören dazu natürlich die Halde Hoheward und die benachbarte Halde Hoppenbruch. Während Letztere insbesondere die Mountainbiker anzieht, ist die Halde Hoheward eher etwas für Fußgänger oder normale Radwanderer. Wer will, umkurvt die Halde am Boden auf der Ringpromenade (11 km), auf halber Höhe auf der Balkon-Promenade (6 km) oder macht sich zu Fuß auf den Weg zum Horizontobservatorium und zur Sonnenuhr mit ihrem Obelisken. Mit 152 m über dem Meeresgrund gehört Hoheward zu den höchsten Halden (höchste Halde ist die Halde Scholven in Gelsenkirchen mit 202 m); mit 110 m über dem Umgebungsniveau ist sie dagegen Spitzenreiter. Wer diesen Anstieg scheut, kann vom Gelände der ehemaligen Zeche Ewald aus am Wochenende mit dem Bus zum Gipfel fahren (Auskunft erteilt das Hertener Touristenbüro, das in den alten Zechengebäuden seinen Platz gefunden hat). Bei klarem Wetter reicht die sensationelle Aussicht bis zur VeltinsArena oder bis zum Gasometer in Oberhausen. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall auch die Rungenberghalde in Gelsenkirchen-Buer (Zufahrt über die Horster Straße/Schaffrathstraße). Hier sollte man nicht versäumen, einen Rundgang durch die am Fuße der Halde liegende Schlüngelbergsiedlung zu machen, in der alte und neue Zechensiedlungsbauweisen aufeinander stoßen. Von der Siedlung führt eine Treppe mit gut 300 Stufen auf den Gipfel der Halde.

7 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Weitere Halden in unserer Nähe sind die Halde Schwerin in Castrop-Rauxel mit Sonnenuhr, Geokreuz und Wassertempel (Zufahrt über die Bodelschwingher Straße), die im Jahr 2009 freigegebene Halde Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick, die eines Tages an die dann endlich fertiggestellte König-Ludwig-Trasse angebunden sein wird (Zufahrt über die Stimbergstraße), oder die noch nicht begehbare und voraussichtlich erst ab 2013 freigegebene Halde General Blumenthal 8 zwischen Marl-Sinsen, Oer und Recklinghausen. Hier kann man einer Schautafel entnehmen, wie die Halde eines Tages aussehen wird. Auch wenn der Südhang der Halde schon seit Jahren begrünt und voll mit Obstbäumen ist, bleibt das Betreten strengstens verboten. Was wird nur aus dem vielen Obst? Blick auf die Rungenberghalde von der Schlüngelbergsiedlung aus Weniger spektakulär sind die beiden Halden im Nordsternpark in Gelsenkirchen, denen man im Rahmen eines Besuches beim im Dezember 2010 installierten Herkules für das Ruhrgebiet einen Blick zuwerfen sollte. Die Halde unmittelbar an der Emscher weist dabei eine Besonderheit auf: Das auf der Nordseite befindliche schroffe Felsmassiv ist als Übungsgelände für Kletterer angelegt und wird vom Deutschen Alpenverein betrieben. Übrigens: Der kleine Hügel zwischen Halterner und Speckhorner Straße, im Volksmund auch als Rodelberg bekannt, ist nicht dem Berg-, sondern der Ablagerung von Bauschutt aus Recklinghausen zu verdanken. Einen ausführlichen Überblick über alle Halden mit jeweils einer Bergprüfung hinsichtlich des Freizeit- und Unterhaltungswertes, der Spazierbarkeit und des Fitnessfaktors, der Beschilderung und der Information vor Ort sowie der Bepflanzung und der Aussicht (mit Noten von perfekt bis ärgerlich) gibt der 2010 erschienene Haldenführer Über alle Berge von Wolfgang Berke (erschienen im Klartext Verlag, Essen, ISBN , Preis: 13,95 ). Der Autor befasst sich durchaus auch kritisch mit dem Status quo und macht bei Gelegenheit handfeste Vorschläge zu Verbesserungen. Spezielle Kapitel befassen sich mit der Eignung zum Skifahren und Rodeln, mit möglichen Fahrradtouren, der Landmarkenkunst und den Halden- Veranstaltungen. Für jeden Haldenbesteiger ein Muss! (bb) Haldensaga. Nachtwanderung für Städtebewohner Im Jahr eins nach der Kulturhauptstadt wird die Geschichte der Metropole Ruhr fortgeschrieben. Am 23. Juli lädt RUHR.2010 zu Haldensaga. Nachtwanderung für Städebewohner. In geführten Wandergruppen entdecken bis zu Teilnehmer zwischen 18 und 6 Uhr die Halden der Region und die vielfältigen Wege, die sie verbinden: ein nächtliches Erlebnis zwischen Abenteuer und Kunst, Wildnis und Urbanität, Poesie und Schotter. Nähere Informationen:

8 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Triumphmarsch auf Schalke Als Statist und Komparse bei der Oper Aida Heinrich Aring, Redaktionsmitglied bei RE-SOLUT seit der ersten Stunde, beschäftigt sich in seiner Freizeit mit nicht alltäglichen Aktivitäten. Als Statist und Komparse hat er bei großen Opernaufführungen und in mehreren Filmen mitgewirkt. RE-SOLUT hat ihn befragt. RE-SOLUT: Sie haben an großen Aufführungen teilgenommen. Welche ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Am besten erinnere ich mich an die Aida-Inszenierung in Europas größtem Opernhaus, in der Arena AufSchalke im Jahr Aber nicht nur, weil ich als ausgewiesener Schalke-Fan in meinem Stadion auftreten konnte, sondern, weil das ganze Drumherum mich so fasziniert hat und es mein erster großer Auftritt war. RE-SOLUT: Wie wird man Statist in solch einer Aufführung? Im Mai und Juni 2001 gab es in verschiedenen Medien Aufrufe, dass für die Opernproduktion Aida in der neuen Arena AufSchalke Statisten aller Altersgruppen gesucht werden. Da Schauspielerfahrung nicht gefordert war, habe ich mich, natürlich nach Absprache mit meiner Frau, zum Casting (Auswahlverfahren) gemeldet. Mehr als Leute hatten es mir gleich getan, darunter viele junge Mädchen; am Marathontor des Parkstadions, unserem Treffpunkt, herrschte das reinste Chaos. Nach einiger Zeit hatte ich es bis zur Anmeldung geschafft und durfte als Handwerker und Marschierer Proben meines Könnens abgeben. Und nach dem Aufnehmen meiner Körpermaße war klar: Ich hatte es geschafft und war Statist! RE-SOLUT: Und wie sah die weitere Arbeit aus? Bewundert habe ich die Veranstaltungsgruppe COMPANIONS aus den Niederlanden. Die hatten gerade mal eine Woche Zeit, mehr als 500 neue Statisten (Frauen, Männer und Kinder) über Abläufe, Einsätze und durchzuführende Aktivitäten zu instruieren. Die ersten beiden Proben fanden am Samstag und Sonntag bei großer Hitze in einer stillgelegten Werkshalle in GE-Schalke statt. Am folgenden Dienstag trafen wir uns um 15:00 Uhr zu einer ersten Informationsrunde in der Arena. Nun waren wir endlich vor Ort, und ich hatte das Gefühl, dass alle Beteiligten in guter Stimmung waren und sich darauf freuten, dass es bald losgehen würde. Der Spielfeldrasen war nicht mehr in der Halle (er lässt sich auf Schienen hydraulisch aus dem Stadion herausschieben). Laufend kamen LKW in die Arena und kippten Sand ab, um den Betonboden damit zu bedecken. Rund um uns herum werkelten Gerüstbauer, Bühnenbildner, Beleuchter, Tontechniker und noch viele mehr, galt es doch, die m² des Arena-Innenraums mit Tempelbauten, Obelisken, Zelten, Sand, Palmen und anderen Aufbauten so zu gestalten, dass eine ägyptische Landschaft am Nil entstand. Der tägliche Treffpunkt für uns Statisten war um 17 Uhr in einer ehemaligen Tennishalle außerhalb der Arena. Hier bekamen wir Essen und Trinken, hier war auch die Garderoben- und Kostümaufbewahrung mit der Schneiderei und den Schminktischen. RE-SOLUT: Kostüme, Schminke wie wurden Sie denn verkleidet? Als ägyptischer Komparse musste man der normalen Sonnenbräune an Kopf und Armen ein wenig nachhelfen. Auch die Unterschenkel und Füße mussten nachgebräunt werden, da die zu tragenden Sandalen nur aus Wildledersohlen bestanden, die durch Riemchen am Fuß befestigt waren. Eigentlich war dieses Schuhwerk für das Laufen und Rennen in der sandigen Arena denkbar ungeeignet. Die nicht belegte Restfläche der Halle blieb uns in all den Tagen als Aufenthalts- und zusätzlicher Probenraum erhalten. Sie können sich sicherlich

9 RE-SOLUT Ausgabe 2 / vorstellen, dass es für alle Beteiligten nicht einfach war, bei einer großen Geräuschkulisse und in dem Durcheinander von mehreren hundert Komparsen die Übersicht zu behalten. Letztlich war man froh, wenn von den Regie-Assistenten zu Probeeinsätzen in der Arena aufgerufen wurde. Ich war als Sklave und handwerkelnder Dorfbewohner eingeteilt, habe aber dann und wann bei den Soldaten aushelfen dürfen. RE-SOLUT: Proben - proben - proben hat denn bei der Generalprobe alles geklappt? Zuerst gab es ja noch eine Vor-General-Probe. Die Mosaiksteinchen aus den vorausgegangenen Proben sollten sich hier ineinander fügen. Zu den Mosaiksteinchen zählten die Gesangssolisten, der 160-köpfige Chor, die 70 Balletttänzerinnen und -tänzer. Die Neue Philharmonie Westfalen, unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Johannes Wildner, begleitete mit 120 Musikern das Musikspektakel. Neben den Statisten, die als Priester, Könige, Prinzessinnen, Waschfrauen, Handwerker und Sklaven auftraten, waren auch kräftige Männer im Einsatz, die in Umzügen Kriegsbeute durch die Arena trugen. Imposante Spezialeffekte und Massenszenen standen im Wechsel mit den Auftritten der Solisten. Zu den spektakulären Bildern wurden auch Tiere eingesetzt. Kamele flanierten, ein brennendes Pferd mit Reiter preschte in die Arena rein und wieder raus, es gab Wagenrennen mit Vierspännern. So manche Szene musste, auch noch zu später Stunde, wiederholt werden. Bis zur Generalprobe am Freitag galt es, die aufgetretenen Mängel abzustellen. Mit der Generalprobe war das COMPANIONS- Team sehr zufrieden: Ihr ward ganz toll, aber. Das hieß für uns mal wieder, nach der Probe noch ein wenig nachzuarbeiten. RE-SOLUT: Und was war, als alles vorbei war? Als alles vorbei war, ging es zum Abschminken, Waschen und Garderobenwechsel. Und dann haben wir gefeiert: COMPANIONS hatte zur Premierenfeier für uns Statisten geladen und in der engen Tennishalle eine Bühne aufgebaut, von der aus uns eine Band noch einige Stunden mit toller Musik versorgte. Zwischendurch kamen auch einige Solisten für eine kurze Zeit bei uns vorbei, um mit uns zu feiern. Produzent Peter Kroone bedankte sich bei uns für die bravouröse Leistung und für unsere Kooperationsbereitschaft. Er freute sich auf das Wiedersehen in Paris, denn dort sollte die zweite Aufführung der AIDA stattfinden. RE-SOLUT: Zum Schluss sei die Frage erlaubt, ob Sie für Ihr Mitwirken eine Gage bekommen haben. Nicht wie Sie sich das denken. Meine Gage bestand aus der täglichen Verpflegung, Eintrittskarten für die Familienmitglieder, einem Erinnerungs- T-Shirt und, was für mich eigentlich das Wichtigste war, dem Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine gestellt zu haben und den Beifall des Publikums genießen zu können. Übrigens: die Aufführung der AIDA im Stade de France in Paris war mit Zuschauern ebenfalls ausverkauft. Zu meiner Gage zähle ich auch den Aufenthalt in Paris mit viel Freizeit und einer Abend-Schiffstour mit Musik auf der Seine. RE-SOLUT: Herzlichen Dank für dieses ausführliche Gespräch! Sicherlich werden Sie in einer der nächsten Ausgaben von RE-SOLUT über weitere besondere Erlebnisse in Ihrem Statistenleben berichten. RE-SOLUT: Und dann kam die Premiere. Ja, am Samstag war es endlich soweit. Alle fieberten der Premiere in einer ausverkauften Arena vor Zuschauern entgegen. Es war schon eine besondere Herausforderung, aber bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles geklappt. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit minutenlangem Applaus. Wir Statisten verabschiedeten uns mit wiederholten La-Ola-Wellen und blieben, ein wenig stolz über unsere Leistung, noch eine ganze Weile mitten in unserer Donnerhalle.

10 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Richtig versichert ist halb geplant Wer eine Reise plant, freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage. Doch was ist, wenn der Urlaub wegen Krankheit nicht angetreten werden kann oder vorzeitig beendet werden muss? Was ist, wenn im Urlaub ein Arztbesuch fällig wird, Sie Opfer eines Diebstahls werden oder in einen Autounfall verwickelt sind? In solchen Fällen ist es gut, richtig versichert zu sein. Rundum-Versicherungen überflüssig Viele Reisebüros bieten bereits bei der Buchung Rundum-Versicherungs-Pakete an. Diese sind aber oft teuer und unnötig. Besser ist es, einzelne Risiken gezielt zu versichern. Ein Muss: Auslandsreisekrankenversicherung Die gesetzliche Krankenversicherung gilt zwar in den Ländern der EU und Staaten, mit denen ein Sozialabkommen besteht. Aber gerade bei Behandlungen in Touristengebieten besteht die Gefahr, einen großen Teil der Kosten selbst zahlen zu müssen. Eine Reisekrankenversicherung ist daher dringend zu empfehlen. Sie kann auch für privat Krankenversicherte sinnvoll sein, um einen medizinisch begründeten Rücktransport abzusichern. Sie übernimmt die Kosten für: Heilbehandlung und Medikamente Rücktransport nach Deutschland schmerzstillende Zahnbehandlungen, wenn diese bei Reiseantritt noch nicht vorhersehbar waren und medizinisch notwendig sind im Todesfall die Bestattungs- oder Überführungskosten in die Heimat. Tipps: Wählen Sie nur Versicherungen aus, die den Rücktransport bezahlen, wenn er medizinisch sinnvoll und vertretbar ist. Meiden Sie Anbieter, die ihn nur dann zahlen, wenn er im Ausland ärztlich angeordnet wurde. Eine solche Anordnung ist in den seltensten Fällen zu erhalten. Vereinbaren Sie keinen Selbstbehalt. Achten Sie auf die vertraglich festgelegte Reisedauer (in der Regel 6 bis 8 Wochen). Bei längeren Reisen benötigen Sie eine besondere Krankenversicherung für Einzelreisen. Ziehen Sie Jahrespolicen den Tagespolicen für eine einmalige Reise vor. Besser ständig absichern: Haftpflicht und Unfall Eine private Haftpflichtversicherung ist nicht nur im Urlaub wichtig. Jeder sollte auch im Alltag gegen Haftpflichtrisiken abgesichert sein. Da sie weltweit gilt, erübrigt sich eine gesonderte Reisehaftpflichtversicherung. Das gleiche gilt auch für die Unfallversicherung. Wer invaliditätsbedingte Einkommensausfälle nach einem Unfall abzusichern hat, sollte lieber bei einem preisgünstigen Versicherer einen Vertrag abschließen, der ihn in allen Lebenslagen schützt und nicht nur im Urlaub. Bei gleichen Leistungen gibt es allerdings Preisunterschiede von bis zu 400 Prozent. Tipps: Informieren Sie sich umfassend und unabhängig über Leistungen und Preise der Versicherungen. Preisvergleiche gibt es in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen. Durchforsten Sie Ihre schon bestehenden Versicherungen auf bereits vorhandene Deckungen, bevor Sie einen neuen Vertrag abschließen. Auch im Ausland: Autoversicherung Kfz-Versicherung: Grundsätzlich gilt: Mit Ihrer Kfz-Versicherung sind Sie auch im Ausland versichert. Als Nachweis dient die grüne Versicherungskarte, die Sie bei Ihrer Versicherung beantragen müssen. Tipp: In den meisten EU-Staaten reicht inzwischen das Autokennzeichen als Nachweis der Versicherung. Die grüne Versicherungskarte ist trotzdem zu empfehlen, da sie die Abwicklung vor Ort erleichtert. Nicht in allen außereuropäischen Ländern reicht die grüne Karte aus. Fragen Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung nach.

11 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Schutzbrief: Ein Schutzbrief übernimmt die Kosten für Pannen- und Unfallhilfe und sichert die Weiter- oder Rückfahrt sowie den Rücktransport. Im Schadensfall werden auch etwaige Unterbringungskosten bezahlt. Tipp: Schutzbriefe erhalten Sie kostengünstig bei Ihrer Autoversicherung; Sie können diese aber auch bei Automobilclubs abschließen. Kfz-Haftpflicht für Mietwagen: Haftpflichtversicherungen für Mietwagen haben manchmal im Ausland unzureichende Deckungssummen. Es besteht dann die Gefahr, dass Sie bei einem Unfall Schäden selbst bezahlen müssen. Tipp: Vereinbaren Sie im Rahmen Ihrer Privathaftpflichtversicherung die so genannte Mallorcaklausel. Ihre heimische Privathaftpflicht deckt dann auch Schäden durch Mietwagen ab. Wichtig: Reiserücktrittsversicherung Muss eine gebuchte Reise kurzfristig abgesagt werden, fallen oft hohe Stornogebühren an. Dies gilt insbesondere bei gemieteten Ferienhäusern, Pauschalreisen, Kreuzfahrten oder Fernflügen. Die Reiserücktrittskostenversicherung übernimmt die Kosten, wenn die Reise wegen eines Todesfalls in der Familie, wegen eines Unfalls, einer unerwarteten schweren Erkrankung, einer Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit des Versicherten abgesagt werden muss. Einige Versicherungen übernehmen die Kosten auch, wenn der Versicherungsnehmer arbeitslos wird oder nach einer Arbeitslosigkeit eine neue Anstellung bekommt. Meist überflüssig: Reisegepäckversicherung Reisegepäckversicherungen sind nur selten sinnvoll. Sie sind meist teuer, bieten aber nur einen minimalen Schutz. Kommt das Gepäck abhanden, lehnen die Versicherer eine Schadensersatzleistung meist mit dem Hinweis ab, der Schaden sei durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt worden. Tipps: Bis zu einer bestimmten Summe ist das Reisegepäck in der Hausratversicherung mit versichert. In der Regel sind das je nach Versicherer 10-20% der Versicherungssumme. Wenn Sie im Urlaub bestohlen wurden, können Sie Ihre Kredit- und EC-Karten über die EU-weit zentrale Rufnummer sperren lassen. Nehmen Sie nur die nötigsten Wertsachen mit in den Urlaub. Lassen Sie Wertsachen, Geld und Papiere nicht im Auto. Geben Sie sie schon aus Haftungsgründen am Urlaubsort zur Verwahrung an der Rezeption ab. Werden Ihnen Geld oder Ausweispapiere gestohlen, können Sie sich unter an die Notfallnummer des Auswärtigen Amtes wenden. Textauszug aus der Broschüre Im Urlaub gut versichert der Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz e.v., Ludwigsstr. 6, Mainz. Im Internet zu erhalten unter Tipps: Schließen Sie den Vertrag bis spätestens 14 Tage nach Reisebuchung ab. Passen Sie die Versicherungssumme der Höhe des Reisepreises an. Gute Reiserücktrittsversicherungen erstatten die Kosten auch, wenn die Reise aus dringenden Gründen abgebrochen werden muss. Vereinbaren Sie keinen Selbstbehalt.

12 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Krieg ist das Schlimmste, was Menschen Menschen antun können. Heute kann ich meine Mutter gut verstehen, wie ihr zumute war, als 1939 der Krieg ausbrach. War ich bisher beim Einkaufen mit meiner Mutter immer an ihrer Hand gegangen und munter herum gehüpft, war an diesem ersten Kriegstag alles anders, zunächst nicht bei mir, aber bei meiner Mutter. Sie machte eigentlich immer kleine, eilige Schritte, aber diesmal waren sie hektisch. Mit einem erschreckten und unglücklichen Gesicht stieß sie von Zeit zu Zeit immer wieder die Worte hervor: Mein Gott, wir haben Krieg, mein Gott wir haben Krieg! Bis dahin kannte ich nur die Angst vor dem dunklen Flur oder dem Nikolaus. Aber an diesem Tag stieg in mir eine neue Angst hoch. Was ich damals noch nicht ahnen konnte, mit jedem Schrecklichen, was ich erlebte, wuchs die Angst. Meine Mutter sagte mir nach dem Krieg, dass sie Furcht hatte, ich könnte irre werden, denn alle Kinder außer mir schafften es, während des Fliegeralarms zu schlafen. Ob Bomben fielen, Flakgeschütze donnerten, sie schliefen. Aber ich sei vom ersten Sirenenton an keinen Moment entspannt gewesen. Mit weit aufgerissenen Augen und dicht an sie gedrängt hätte ich den Vorgängen draußen gelauscht. Nach der Entwarnung, wenn alle schon wieder friedlich schliefen, sei ich immer noch lange wach gewesen. In der ersten Kriegszeit waren Luftangriffe noch selten, aber dann nahm ihre Zahl zu. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Luftschutzbetten in die Keller zu stellen. Mein Bruder und ich holten ein solches Bett an der Rombergschule ab. Ein doppelstöckiges Bett wurde, in Einzelteile zerlegt, mühselig herangeschafft und im Keller aufgebaut. In diesem Bett versuchten meine Schwester und ich während der Angriffe zu schlafen. Mir gelang das nicht. Erinnerungen Kriegserlebnisse Teil 1 Die Hausbewohner saßen im Kellerflur auf ihren Ascheeimern, jede Familie rechts und links neben ihrer Kellertür. Dort saßen sie an einem Stückchen Wand, um vor Splittern, die leicht durch Kellerfenster und Holzgittertür gedrungen wären, sicher zu sein. Dieses Auf-den-Ascheeimern-Sitzen während des ganzen Krieges war wohl ein kleines Zeichen. Man wollte deutlich machen: Dieser Zustand wird von uns nicht akzeptiert, wir machen es uns gar nicht erst bequem. Verdammter Krieg, komm zu Ende, wir wollen uns nicht an dich gewöhnen. Im Luftschutzkeller trug jeder so viel Garderobe wie möglich am Leib, ob Sommer oder Winter, um wenigstens etwas zu retten, wenn das Haus von Bomben getroffen würde. In meiner Familie hatte jeder an seinem Bett alles liegen, was bei Alarm schnell anzuziehen war. An der Tür zum Hausflur standen griffbereit für jeden Taschen, die das Wichtigste enthielten. Dazu gehörte auch eine Erste-Hilfe-Ausrüstung. Jede Hausfrau hatte an einem Kursus zum Erstellen von Dreieckstüchern und Gasmasken teilzunehmen. Ich weiß noch, wie die Gasmasken gemacht wurden: 48 cm Molton, 20 cm breit, wurden in etwa 8 cm breite Falten zueinander gelegt. Dann wurde das Ganze ringsum zugenäht bis auf einen kleinen Eingriff in der Mitte der Längsseite, in den mehrfach gefalteter Mull oder ein Wattebausch geschoben wurden. Rechts und links waren Gummibänder angebracht, die über die Ohren gezogen wurden und die Maske vor Mund und Nase spannten. Welche Ironie: Sie war zur mehrfachen Verwendung gedacht. Im Falle eines Gasangriffs sollten Mull oder Watte angefeuchtet werden und so das Gift aus der Atemluft filtern. Gott sei Dank wurden sie nie gebraucht, aber sie kamen bei jedem Alarm mit in den Keller und wieder heraus. Es wurden Luftschutzwarte bestellt. Sie hatten dafür zu sorgen, dass abends so verdunkelt war, dass auch nicht der kleinste Lichtschimmer nach

13 RE-SOLUT Ausgabe 2 / 2011 draußen drang. Auch hatte der Luftschutzwart dafür zu sorgen, dass bei Alarm alle Hausbewohner die Schutzräume aufsuchten. 13 lich. Ich weiß noch, wo es war, wie das Wetter war und wie die Luft roch. Damals wuchs meine Angst beträchtlich, denn die Angst, dass man uns den geliebten Papa wegholen könnte, war furchtbar. An den Außenseiten der Häuser waren immer da, wo sich ein Schutzraum befand, die Buchstaben L S R (Luftschutzraum) aufgemalt, damit Die Reichskristallnacht hatte stattgefunden. Am im Falle eines Treffers Hilfskräfte eventuell ein- nächsten Morgen hatte mein Bruder davon in geschlossenen Personen schnell zu Hilfe kom- der Schule gehört. Man habe eine Kanone in men konnten. Böse Zungen hatten aus dem LSR die Limperstraße gebracht, vor die Synagoge LERNT SCHNELL RUSSISCH gemacht. Aber gestellt und das Gebäude dann in Schutt und die bösen Zungen liefen Gefahr, ins KZ (Kon- Asche geschossen. Das machte neugierig, mein zentrationslager) zu kommen. Deshalb hatten Bruder wollte es unbedingt sehen. Er überredete uns unsere Eltern streng verboten, diesen Witz mich, mit ihm auf dem Fahrrad dorthin zu fahren. zu erzählen. Wenn er etwas Verbotenes tun wollte, sorgte er Was KZ wirklich bedeutete, wussten meine El- immer dafür, dass eine seiner kleinen Schwestern nicht, davon bin ich fest überzeugt. Sie tern dabei war, dann war alles nicht so schlimm. glaubten, es handele sich um Lager, in denen Als wir zur Limperstraße kamen, war diese gedie Leute, die sich nicht fügten, zu harter Arbeit sperrt, Polizeibeamte vertrieben Schaulustige. herangezogen würden. Dass die Synagoge, die gestern noch da war, Für meine Eltern war die Vorstellung, dass die heute nicht mehr stand, war ein Schock. Sie war Familie auseinander gerissen werden könnte, einfach weg, nicht mehr da. schlimmer als alles andere. Warum Juden - ich denke da an eine Nachbarsfamilie, außerordentlich nette Leute - nicht mehr gegrüßt werden durften (man hatte sie mit einem Judenstern gekennzeichnet, später verschwanden sie spurlos), konnte niemand begreifen. Ich erinnere mich an ein Ereignis, als uns die Nachbarsfamilie begegnete. Keiner von ihnen machte auch nur den Versuch, uns anzusehen. Da zog mein Vater, wohl in einem Anfall von Trotz gegen die Anordnung, den Hut Synagoge an der ehemaligen Hedwigstraße und grüßte freundlich wie im(heute Limperstraße) mer. Die Nachbarn reagierten erschrocken und meine Mutter fiel meinem Vater in den Arm. Sie flehte ihn an: Mein Gott Josef, Später war man abgehärtet gegen solche Dinge, mach uns nicht unglücklich. denn nach jedem Luftangriff war dies und das Im Nachhinein noch muss ich es der Nachbars- nicht mehr da. familie hoch anrechnen, dass sie versucht hatte, Margarete Mank in unserem Interesse dem Gruß auszuweichen. Ich war noch ein kleines Kind, aber diese Situa(von der Redaktion gekürzt) tion und ihre Dramatik ist mir heute noch deut-

14 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Ich war acht Jahre alt, als der Krieg zu Ende ging und mein Vater wieder gesund und unverletzt nach Hause kam. Eine sehr glückliche Kindheit begann. Zunächst musste mein Vater aber erst einmal wieder Arbeit finden, um seine Familie mit drei Kindern im Alter von sieben, acht und neun Jahren zu ernähren. Es gab Verwandte im Emsland - die kinderlosen Onkel Gerd und Tante Maria - mit einem großen Bauernhof und einer Ziegelei. Es war der Hof, auf dem schon mein Vater immer seine Ferien verbracht hatte. Nach einem längeren Gespräch mit meinen Eltern und Geschwistern sollte auch ich nun die Ferien dort verbringen. Meine Schwester störte der Gestank von Kuh und Schwein, und mein Bruder war noch zu klein und auch zu ängstlich, um in die fremde Umgebung zu gehen. Ich fand dagegen die Idee großartig, und ich denke meine Eltern auch, denn nun hatten sie einen Esser weniger am Tisch. Die Zeit bis zu den Sommerferien konnte ich kaum erwarten, doch als der Tag kam, war mir ein wenig mulmig zu Mute. Dieses änderte sich aber sofort, als wir auf dem großen, wunderschönen, in einem alten Baumbestand liegenden Hof ankamen. Onkel und Tante standen mit dem großen Bernhardiner schon im Scheunentor und erwarteten uns. Nach einer herzlichen Begrüßung wurden wir in der so genannten guten Stube erst einmal mit allen Köstlichkeiten, die ein Bauernhof zu bieten hat, verwöhnt. Schnell hieß es von den Eltern Abschied nehmen, meine Ferien auf dem Lande begannen. Onkel und Tante verwöhnten mich sehr, aber es bedeutete auch, dass ich mit Tante Maria in einem Bett schlafen musste. Ich verschwand abends unter einem riesigen Bettenberg mit Nachttopf Ferien auf dem Lande Bauernhof im Emsland Marco Schlüter / Pixelio vor dem Bett. Die Toiletten, besser gesagt das Plumpsklo, waren auf der großen Diele bei den Tieren. Zu ihm, mit dem Papier am Nagel, wollte keiner in der dunklen Nacht gehen. Für mich begann der Morgen zum zweiten Frühstück, dann saßen die Knechte und Mägde an einem riesig langen Tisch und die Bauersleute mit einer unverheirateten Schwester vom Onkel und einem kranken Bruder am Extratisch. Es gab zum Frühstück Knabbeln - das ist getrocknetes Brot - mit Milch. Inzwischen hatte mein Onkel mir schon die Holzschuhe, die ich jetzt gegen meine Lederschuhe tauschen musste, mit extra weichem Leder bestückt und die Sonntagsholzschuhe weiß gescheuert. Eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchte ich schon, um mit diesem klobigen Schuhwerk richtig laufen zu können. Nun ging die Entdeckungsreise los. Die große Diele, die sich an das Haupthaus anschloss, war für mich sehr beängstigend. Dort standen nicht nur die Kühe, sondern auch angekettet der Zuchtbulle. Im Nebengebäude waren die Schweine (einschließlich eines Ebers) und die Pferde untergebracht. Der Hühnerstall war riesig, doch die Hühner durften noch frei auf dem Hof herumlaufen und versteckten gern ihre Eier außerhalb der Stallungen. Ich fand die Verstecke zur Freude aller sehr schnell. Auch Melken lernte ich später. Bei dem Ernten im Gemüsegarten, bei der Obsternte und wenn die große Kartoffelernte in den Herbstferien begann, war ich voller Eifer dabei. Eigentlich besaß ich alle Voraussetzungen, eine gute Bäuerin zu werden. Mit Pferd und Wagen wurde ich zur Ziegelei gefahren. Hier stellte mich Onkel Gerd erst einmal überall vor, dann ging es in den nächstgelege-

15 RE-SOLUT Ausgabe 2 / nen Ort, in dem es auch die Kirche und einige wenige Geschäfte gab. Mittags, wenn Onkel und Tante schliefen, ging ich mit den Mägden auf deren Kammern. Die waren ärmlich eingerichtet, für mich aber ein Paradies: Hier wurde gesungen, über die Knechte gesprochen, wer wohl ein Auge auf wen geworfen hatte, und es wurden Läuse aus den Haaren gekämmt. Am Sonntag fuhren wir mit der Kutsche zur Kirche. Nach dem Gottesdienst wurde eingekauft, die Geschäfte hatten hierzu eigens geöffnet, auch der Juwelier, bei dem ich zum Entsetzen meiner Mutter Bernsteinohrringe bekam. Am Sonntagnachmittag gingen Bauer und Bäuerin im Sonntagsstaat durch die Felder spazieren oder zum Kaffeetrinken zum Nachbarbauern. Am liebsten fuhr ich mit aufs Feld, denn zunächst einmal durfte ich auf dem Weg dorthin auf dem Pferd sitzen, und dann habe ich auch gern bei der Arbeit geholfen, so gut es eben ging. Mittags gab es Gemüseeintopf und am Abend Buchweizenpfannkuchen. An Waschen und Baden kann ich mich nicht erinnern, nur daran, dass ich am Samstag in eine kleine Zinkwanne kam und regelrecht abgeschrubbt wurde. Ich glaube, es war auch sehr nötig. So vergingen für mich die schönsten Ferien meiner Kindheit, und es stand fest, dass ich auch in den Herbstferien dahin wollte. Viele Jahre war das so; ich konnte und wollte zwar nicht mehr bei meiner Tante im Bett schlafen, aber auch sonst hatte sich einiges geändert. Als ich ins Teenageralter kam, war die schöne Zeit auf dem Lande vorbei. Die Stadt hatte nun mehr Reize für ein junges Mädchen. Mein Onkel war sehr traurig, denn er hatte schon einen passenden jungen Bauern für mich ausgesucht, und ich sollte den Hof erben. Was dann aus mir geworden wäre? Wer weiß! Brunnen auf dem Hof Christa Appels Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Jean Paul ( )

16 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Wissenswertes - nicht nur für Senioren Europäisches Jahr der Freiwilligenarbeit Die Europäische Kommission hat beschlossen, 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit auszurufen. In der Europäischen Union sind Millionen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig. Menschen aller Altersschichten leisten einen Beitrag für die Gemeinschaft, indem sie einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Freiwilligentätigkeit ist gelebte Bürgerbeteiligung, die gemeinsame Werte wie Solidarität und sozialen Zusammenhalt stärkt. Sie bietet eine Chance, etwas hinzuzulernen und etwas weiterzugeben. Auch in Recklinghausen ist das soziale Leben ohne ehrenamtliches Engagement nicht mehr denkbar. Unterschiedlichste Bereiche wie z. B. Bildung, Kultur, Gesundheit oder Sozialwesen sind ohne diese Form des Bürgerengagements kaum noch denkbar. So hielten Sie etwa diese Zeitung RE-SOLUT nicht in Händen, wenn es den Seniorenbeirat als ehrenamtlich tätiges Gremium der Stadt nicht gäbe. Aber auch die über 40 Seniorentreffs in Recklinghausen - wohnortnahe und wichtige Treffpunkte für ältere Menschen - werden in aller Regel ehrenamtlich geführt. Im letzten Jahr, dem Kulturjahr 2010, griffen einige der ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter das Jahresmotto auf. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie im folgenden Bericht. Auf Anregung der Seniorenreferentin Gabriele Steuer entwickelten einige der Seniorentreffpunktleiter/innen im Rahmen der Vernetzungstreffen dieser Einrichtungen Ideen, wie der Kulturbegriff im Kulturjahr 2010 aufgegriffen und auf verschiedenste Art und Weise umgesetzt werden kann. Als Ergebnis planten insgesamt sechs Treffpunktleiter/innen eine Veranstaltungsreihe im Oktober Zwei Einrichtungen kooperierten, so dass fünf Veranstaltungen durchgeführt wurden. Die Veranstaltungsreihe diente unter anderem dem Ziel, die Öffentlichkeit auf die über 40 Seniorentreffs der Stadt hinzuweisen, die älteren Bürgerinnen und Bürgern als Ort der Begegnung dienen. Die gute Berichterstattung in der örtlichen Presse trug hierzu bei. Die Referentin für Seniorenangelegenheiten machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ideen und dokumentierte das Geschehen in Schrift und Bild. Auch die älteren Leiter/innen der Seniorentreffs entwarfen nach Möglichkeit selbst Handzettel für die Gemeindemitglieder und machten viel Werbung für die einzelnen Veranstaltungen. Die Auftaktveranstaltung am 15. Oktober machte der DRK-Seniorentreff unter dem Titel: Woher kommen unsere Namen? Die Besucher/innen forschten bei Kaffee und Kuchen nach dem Ursprung ihrer Vor- und Nachnamen. Gespannt lauschte man den Worten der Gruppenleiterin Sabine Kozlik-Noack, die aus dem Nähkästchen ihres eigenen Namens plauderte. Noa(c)k - so konnte man es nachlesen - ist seit 1269 namentlich erwähnt, seine Ableitung Noak seit Abwandelungen wie Nauwagk oder Nowack, Nowag, Nowak gibt es. Die Bedeutung dieser Namen ist dann: Neu, Neuhinzukommende, Neuansiedler im Dorfe (gleich Neumann). Der Name Noa(c)k gehörte zu den häufigsten westslawischen Familiennamen. Zum Abschluss des Tages wurden gemeinsam bekannte Namenslieder gesungen. Ein weiteres Angebot folgte in der darauffolgenden Woche im Seniorentreff August-Mäteling- Haus. Dort setzte man sich mit Esskultur auseinander. Besucherinnen kochten gemeinsam internationale Gerichte, die im Anschluss von der Gruppe als fünfgängiges Menü am liebevoll gedeckten Tisch verspeist wurden. Das Konzept

17 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Am nächsten Tag ging es im Pastor-Tombrink- Haus mit einem Nostalgiecafé und einer Ausstellung zum Thema Erinnerungen an die Jugendzeit weiter. Hierzu wurde die ganze St. Pius Gemeinde mit einbezogen. Als Ergebnis wurden im Gemeindesaal Hunderte zur Verfügung gestellte Gegenstände thematisch angeordnet. Zum Beispiel wurden alte und neue Kommunikationsmittel, wie Telefone und Schreibmaschinen, ausgestellt. Aber auch alte Waffeleisen, Puppenwagen und schwere eiserne Bügeleisen ließen so manche Erinnerung wach werden. Die Initiatorinnen Karin Kronenberger und Elisabeth Tarautzki strahlten übers ganze Gesicht angesichts soviel Beteiligung aus den Gemeinden St. Pius und St. Michael. Für das Nostalgiecafé waren die Tische im ganzen Saal für die Besucher/innen liebevoll mit alten Sammeltassen und Leuchtern geschmückt, und das Kuchenbuffet bog sich unter der süßen Last der gespendeten Leckereien. Das war eine gelungene Zusammenarbeit! Voilà - die Vorspeise beinhaltete neben der Auseinandersetzung mit ungewohnten Rezepten auch Gedächtnisspiele rund ums Thema Essen. Bei Tisch hatte sich die lebhafte Gruppe viel zu erzählen. Zudem wurde jeder Gang vorweg durch die passende Nationalhymne angekündigt, die Besucherinnen sollten die jeweilige Länderzuordnung erraten. Dorothea Schröter, Leiterin des Seniorentreffs, und ihre ehrenamtliche Helferin Gisela Materna hatten sich viel Mühe bei den Vorbereitungen gegeben. Jede Köchin erhielt zum Abschluss der Veranstaltung ein vorbereitetes Rezeptheft. Alle Beteiligten waren sich einig: Dies war ein schöner und ganz außergewöhnlicher Nachmittag. Und gelernt hatte man auch noch etwas dabei. Der Frage, womit Kinder spielten, lange bevor es Nintendo und Barbie gab, ging Inge Seedorf, Leiterin des Seniorentreffs im Jochen-Klepper- Haus, nach. Der Nachmittag stand unter dem Motto Spielkultur. Ebenfalls verbunden mit Kaffee und Kuchen waren verschiedenste Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten aus vergangenen Zeiten zusammengetragen worden. In Gesprächen tauschten sich die Besucherinnen und Besucher über eigene Spielerfahrungen in ihrer Jugend aus und nutzten aktiv das ausliegende Nostalgiecafé

18 RE-SOLUT Ausgabe 2 / Angebot. Manches Spielzeug konnte nur in der Erinnerung beigebracht werden. In Gesprächen mit den Besucherinnen erfuhr Seniorenreferentin Gabriele Steuer viel darüber, womit gespielt wurde, als es eigentlich nichts gab, damals kurz nach dem Krieg. Da mussten schon mal mit Spucke gepresste Papierkugeln als Murmeln herhalten. Die schönen bunten Glasmurmeln, die sie aus ihrer Kindheit kannte, gab es damals nämlich noch nicht. Eine filmische Zeitreise in die 60er Jahre des Ruhrgebiets erlebten die Gäste im Seniorentreff der St. Antonius-Gemeinde zum Abschluss der kleinen Veranstaltungsreihe. Hier konnten sich interessierte Recklinghäuser Bürgerinnen und Bürger mit dem Film Als der Kohlenpott noch schwarz-weiß war in vergangene Zeiten unserer Region versetzen lassen. Der Film zeigte die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Menschen in dieser Krise, begleitete sie an ihrem Arbeitsplatz auf der Zeche und am Hochofen, in ihrer Freizeit zu Hause in den Bergarbeitersiedlungen, in der Kneipe, auf dem Fußballplatz und im Taubenverein. Hans-Jürgen Kapschak, der ehrenamtliche Leiter des Seniorentreffs, referierte im Vorfeld des Films über Geschichte und Veränderung der Region. Anschließend fand ein reger Austausch von persönlichen Geschichten statt, da viele der Anwesenden entweder selbst auf der Zeche gearbeitet haben oder Erinnerungen als Hausfrau in dieser Zeit beitragen konnten. Gabriele Steuer Nutzung erneuerbarer Energien einst und jetzt Teil 2 Windkraft Als Antrieb für Maschinen standen der Wirtschaft in Europa vom Mittelalter bis in die Neuzeit, d. h. bis zur Entwicklung der Verbrennungs- und Elektromotoren, neben den Wassermühlen die Windmühlen zur Verfügung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Preußen die Gewerbefreiheit eingeführt, sie führte zu einem Aufschwung der Mühlenindustrie waren nach Zählung der Preußischen Regierung Windmühlen in Betrieb. Eine Windmühle ist eine technische Anlage, welche die im Wind enthaltene Energie als mechanische Kraft nutzbar macht. Dazu werden die Flügel so in den Wind gedreht, dass dieser von vorne auf die Flügel bläst und sie in Bewegung setzt, die Rotation der Flügelachse wird über ein Kamm- oder Zahnrad auf eine Arbeitswelle und dann auf Mahlgänge oder Zahnräder, Schleif-, Reibscheiben oder Flachriemen übertragen. In den Niederlanden entwässerten Windmühlen als Schöpf- und Pumpmühlen Poldergebiete und in Friesland legten sie Moorflächen trocken. Im 16. Jahrhundert waren in Europa mehr als 40 mühlenbetriebene Fertigungsprozesse bekannt. In der Kleinen Geschichte der Stadt Reck linghausen (zur Einsicht beim Vestischen Archiv) berichtet Stadtarchivar Dr. A. Dorider: Von den ehemaligen Mühlen war die vor dem Kunibertitor an der Stelle des heutigen Bahnhofshotels im Jahre 1556 noch in Betrieb. Das einstige weit sichtbare Wahrzeichen für die Gegend, die hochragende Windmühle zwischen Suderwich und Essel ist 1908 dem Abbruch verfallen....caspar Hillmann baute 1851 eine Windmühle an der jetzigen Paulusstraße. Die Mühle an der Paulusstraße war eine Getreidemühle und hatte zwei Mahlgänge. Sie soll 1894/95 abgebrannt sein (wohl mit Ausnahme der massiven Mauern des noch heute erhaltenen Unterbaus) und wurde nach ihrem Wiederaufbau

19 RE-SOLUT Ausgabe 2 / als Dampfmühle betrieben (Bericht in der WAZ am Vest. Archiv). Wahrscheinlich in den 1960er Jahren ist die Mühle in ein Bürohaus umgebaut worden (s. Abb. 2). Nur für Eingeweihte erschließt sich hinter der Bebauung an der Paulusstraße der Standort der Mühle, ein trotz fehlender Haube und Flügel immer noch eindrucksvoller Bau, der von der Firma feelgood für gewerbliche Zwecke genutzt wird. Zwischen Essel und Suderwich auf der Hohen Schlenke steht seit 1995 wieder eine Mühle als weithin sichtbares Wahrzeichen für die Nutzung der Windenergie in Recklinghausen eine Windkraftanlage mit 500 kw Leistung. Windenergie ist eigentlich Sonnenenergie. Schließlich sorgt erst die Sonnenwärme für die Bewegung von Luftmassen und damit für den Wind. Alle Anlagen brauchen zum Anlauf eine typbedingte Mindestwindgeschwindigkeit in Nabenhöhe. Wenn die Windgeschwindigkeit beispielsweise 2 m/s erreicht, dreht der Computer die Anlage in den Wind. Der Wind drückt auf die Blätter. Das aerodynamische Profil der Blätter erzeugt auf der einen Seite einen Überdruck und auf der anderen Seite einen Unterdruck, der Rotor beginnt sich zu drehen. In der Gondel, dem Maschinenhaus der Windkraftanlage, wird die Drehbewegung der Rotorblätter aufgenommen und über Induktions- Abb. 1 und 2: Mühle an der Paulusstraße in Recklinghausen spulen in der Turbine in fließenden Strom verwandelt. Dieser elektrische Strom wird an Elektrogeneratoren weitergegeben, die ihn soweit transformieren, dass er in die Überlandleitungen der Energienetze eingespeist werden kann. Das Getriebe passt die Drehzahl des Rotors an die Generatordrehzahl an. Je nach Anlagentyp erreichen die Anlagen bei Windgeschwindigkeiten zwischen 11 m/s und 15 m/s ihre Nennleistung, d. h. eine 1 Megawatt-Anlage erbringt in einer Stunde bei dieser Windgeschwindigkeit einen Ertrag von kwh. Die Anlagen in Börste sind im Jahre 2003 errichtet worden und werden von einer SL Windpark Recklinghausen GmbH & Co KG mit 250 Kommanditisten (10 aus RE!) betrieben. Der Park besteht aus vier Anlagen, die jede eine Nennleistung von kw = 1 Megawatt (MW) haben. Jede Anlage hat eine Nabenhöhe von 72 m und einen Rotordurchmesser von 58 m, also eine Gesamthöhe von rd. 100 m. Im Jahre 2009 haben die Anlagen dieses Parks kwh erarbeitet, der höchste Ertrag war im November mit kwh, der niedrigste im August mit kwh. Nicht ganz so zufrieden waren die Betreiber mit dem Jahr 2010: Gesamtertrag kwh (November kwh, Juli kwh). Die Jahresleistungen dieses Windparks reichen theoretisch aus, um rund (2009) bzw (2010) Haushalte im Jahr mit Strom zu versorgen. (Ein Dreipersonen-Haushalt verbraucht etwa kwh pro Jahr / ein Zweipersonen- Haushalt etwa kwh/a). (Quelle: / Projekte / Windpark Recklinghausen) Die gegenüber Kohle und Kernkraft als saubere Lösung bezeichnete Windkraft ist auch in die Kritik geraten. Denn große Anlagen stellen für

20 RE-SOLUT Ausgabe 2 / viele nicht nur ein opti sches Problem hinsichtlich des Landschaftsschutzes dar, viele Anwohner beklagen auch die Lärmentwicklung durch die Rotation der Propeller oder den Schattenwurf auf nahe stehende Gebäude bei ungünstigem Sonnenstand. Die gesetzlichen Vorschriften zu den im Außenbereich hinnehmbaren Immissionen haben hier zwar Grenzen gezogen, ganz beseitigen lassen sich Beeinträchtigungen aber nicht. Nachbarschaftsprobleme mit Windmühlen hat es schon immer gegeben, wie die Kleine Anfrage 616 v im Landtag NRW in Erinnerung gerufen hat: In der 10. Polizeiverordnung vom 23. November 1861 heißt es in 1: Die Entfernung einer neu zu errichtenden Windmühle oder eines sonstigen durch Wind bewegten Triebwerkes von Chausseen, Landstraßen, Feldwegen oder anderen öffentlichen Kommunikationswegen muss in der Regel 20 Ruten betragen. In 2 wird der Abstand einer neu zu errichtenden Windmühle zu benachbarten Gebäuden mit 6 Ruten angegeben. Ausnahmen gelten u.a., wenn das Zugvieh der dortigen Gegend bereits an die Mühlenflügel gewöhnt und das Scheuwerden nicht zu befürchten ist. Inwieweit sind die Erfahrungen und Vorgaben dieser 10. Polizeiverordnung in die Erarbeitung des Runderlasses für Windenergieanlagen eingeflossen? Die Antwort der Landesregierung vom entsprach dem Ernst der Anfrage (siehe unten). Bildquellen: : Fa. feelgood 3: user_upload/bilder_presse_2/n80_3d_2.jpg 4: privat (jh) Dem preußischen Vieh drohte Verdruss durch Mühlenflügel, nicht nur am Fluss. Ochsen und Pferde auf Wiese und Pfad irritierte der ständige Mühlenschlag. Mühlen waren für die Wirtschaft wichtig, Rücksicht erschien jedoch notwendig und richtig. Damit Windrad und Vieh sich vertrügen, musste eine Abstandsreg lung es fügen. Zwanzig Ruthen* zur Chaussee, sechse zum Nachbarn tun nicht weh. Heute wär n dies rund 75 oder 23 Meter, die nicht einzuhalten mit Strafe bedrohten den Täter. Ein kluger Zug war es vom Königshaus. Mit Preußens Recht war s 100 Jahre später aus**. Erst heute hat man es erkannt, die Gefahr ist mit diesen Abständen nicht gebannt. Denn nicht nur Vieh ist stets perplex ob Flügelschlag und Lichtreflex. Nein auch der Mensch ist voller Pein bei starkem Wind und Sonnenschein. Der Mensch verlangt nach größ ren Weiten, schrieb jüngst das OVG auf vielen Seiten. Schnelles Handeln war gefragt, neue Regelungen angesagt. 500 Meter zur Siedlung empfiehlt der Erlass, 100 zur Autobahn und 40 zur Landesstraß. Zum Nachbarn ist die Anlagenhöhe das Maß, frei bleiben Wald, Biotop und natürliches Nass. In NRW leben seit dieser Zeit Windkraft und Schöpfung in Einigkeit. * Altes deutsches Längenmaß, regelmäßig eingeteilt in 10 bis 12 Fuß (in den Ländern allerdings von unterschiedlicher Länge, z.b. in Bayern 2,92 m, in Baden 3,90 m, in Hamburg 4,58 m, in Hannover 4,67 m, im Rheinland - galt auch in Preußen - 3,77 m) ** Gesetz zur Bereinigung des in NRW geltenden preußischen Rechts vom 07.Nov.1961 (GV. NW.S325)

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