Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.v.

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1 Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.v. Postfach , Kassel Internet Bankverbindung Kasseler Bank eg, BLZ Konto-Nr BIC: GENODE51KS1 IBAN: DE Vorsitzender Gustaf-Götz Eichbaum Eifelweg Fuldabrück-Bergshausen Tel.: Rundschreiben 178 August 2008 Programm Die Veranstaltungen finden im Restaurant Zum Berggarten in Kassel-Kirchditmold, Zentgrafenstraße 178, Tel.: statt. Das Lokal liegt gegenüber der ev. Kirche in Kirchditmold und ist mit der Straßenbahn Linie 8 (Richtung Hessenschanze) zu erreichen. Beginn an jedem letzten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr Ausnahme: Adventstreffen am Marjorie Heppe, Kassel; Gustaf Eichbaum, Fuldabrück: Bücherschau Jürgen Lips, Hofgeismar: Das Familienbuch Gottsbüren, Beberbeck und Sababurg Helmut Rosenkranz, Ahnatal-Weimar: Wie ich zur Familie Schrendeisen kam Verschiedene Mitglieder: Aus meinen Forschungen Adventstreffen (ohne Vortragsprogramm) Carl E. Krug, Schwalmstadt-Ziegenhain: Familienforschung der Müllersippe Krug Erinnert sei an dieser Stelle nochmals an den 60. Deutschen Genealogentag vom 10. bis 13. Oktober 2008 in Bad Elster (www.genealogentag.de)

2 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 2 Personalien Wir begrüßen herzlich als neue Mitglieder: 1696 KÜMRITZ, Barbara, geb. FREESE, Lehrerin (1952), Zugdamer Steig 22, Berlin, Tel , MAJEWSKI, Dennis, Student (1983), Welterstahl 20, Bromskirchen, Tel , VAN DER AA, Helga-Petra, Rentnerin (1945), Fuhrmannsbreite 17, Kassel, Tel , E-Mmail: 1699 OETZEL, Friedrich, Prof., Pensionär (1933), Franz-Gleim-Str. 4, Melsungen, Tel , Verstorben wir bedauern den Tod lieber Mitglieder: 982 THIELE, Helmut, (siehe Nachruf auf dieser Seite) 1211 PORTMANN, Gerhard, Juni CARL, Dieter, (siehe Nachruf auf Seite 4) Adressänderungen und -ergänzungen: 679 KNIERIEM, Michael, Dr., Liebigstr. 21, Wuppertal 1580 TARANCZEWSKI, Rainer, Am Schlosspark 12, Gauting (ab ) Ihre Mitgliedschaft beenden: 1650 JAKOB, Heinz, Dr., zum Ehrenmitglied Helmut Thiele ist tot Am 17. Juni dieses Jahres verstarb unser Ehrenmitglied Helmut Thiele 87jährig in Kassel. Thiele wurde am 16. Mai 1921 in Kassel geboren, er war seit 1951 mit Hiltgunde geb. Kusina verheiratet, mit der er zwei Töchter hat. Eine der ersten Stunden, in denen der Autor Helmut Thiele kennen lernte, wird sicher nicht in Vergessenheit geraten. Krachend traf ein mit viel Schwung geworfenes Stück Tafelkreide den Tisch genau vor seiner Nase. Er war ein junger, unaufmerksamer Schüler, der mit seinem Nachbarn schwatzte, während Thiele versuchte, ihnen die Geographie von Hessen näher zu bringen. Das war vor mehr als 25 Jahren in der Heinrich- Schütz-Schule in Kassel, wo Thiele als Studiendirektor tätig gewesen ist. Der Autor erinnert, dass Thiele als Lehrer sehr streng war. Als Schüler konnte man damals nicht erkennen, dass einem diese Strenge einmal zugute kommen würde, weil intensiv gelernt worden war. Möglicherweise legte Thiele damals auch schon beim Autor den Keim für das Interesse an Familien- und Heimatgeschichtsforschung. Thiele selbst beschäftigte sich seit seiner eigenen Schülerzeit mit Genealogie. Neben genealogischen Forschungen für die eigene Familie erstreckte sich seine wissenschaftliche Tätigkeit auf die Erschließung und Auswertung historischer Quellen, die sich auf die Geschichte Kassels und seiner

3 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 3 Einwohner beziehen. Er veröffentlichte in den letzten fünfundzwanzig Jahren maßgebliche Arbeiten zur Genealogie und Bevölkerungsgeschichte Kassels, die ihm zahlreiche Ehrungen einbrachten. Nach dem Studium in Göttingen war Thiele als Lehrer für Französisch, Erdkunde und Sport an der Heinrich-Schütz-Schule tätig, wo er 1973 zum Studiendirektor befördert wurde ging Thiele in den Ruhestand und hatte nun mehr Zeit für die Genealogie. Aus dieser Zeit entspringt das zentrale, von ihm federführend koordinierte und bearbeitete Projekt der Gesellschaft für Familienkunde, die Sammlung der Familiennachrichten aus der Casselischen Policey- und Commercienzeitung. Mit dem 13bändigen Werk wurde nicht nur Ersatz der durch Kriegseinwirkung 1943 vernichteten Kasseler Kirchenbücher geschaffen, sondern auch ein Überblick über die Bevölkerungsentwicklung Kassels. Das Nachschlagewerk wurde im Oktober 1984 zum 60jährigen Jubiläum der Gesellschaft vorgestellt. Für Thieles ehrenamtliches Engagement in diesem Projekt wurde ihm 1986 durch den damaligen Kasseler Oberbürgermeister Hans Eichel die Kasseler Stadtmedaille verliehen. Neben der Bearbeitung verschiedener Kasseler Kirchenbücher und der Erschließung ergänzender personengeschichtlicher Quellen konzentrierte sich Thieles Arbeit in den folgenden Jahren auf die Rekonstruktion genealogischer Quellen der jüdischen Bevölkerung Kassels. Anlässlich der Ausstellung Juden in Kassel die zum 100. Geburtstag des Philosophen Franz Rosenzweig im November 1986 in Kassel eröffnet wurde, konnte Thieles erste Arbeit über die Israelitische Gemeinde vorgestellt werden. Thieles Arbeiten zur jüdischen Bevölkerung Kassels sind weit über Kassels Grenzen hinaus in Bibliotheken und Museen internationaler jüdischer Zentren vorhanden folgte der Ehrenbrief des Landes Hessen als Auszeichnung für Thieles Leistungen, die allesamt auf eigene Initiative und ohne finanzielle Unterstützung Dritter erfolgten. Mit den gesammelten Familiendaten und Adressen der jüdischen Einwohner zu Kassel legte Thiele 2006 ein weiteres unverzichtbares Werk zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung Kassels vor, wofür er 2007 mit der Verleihung des Kasseler Wappenrings geehrt wurde. Neben seinen gewichtigen Veröffentlichungen bleibt Helmut Thiele, der Detektiv in Sachen Geschichte, genealogischen und lokalhistorischen Freunden in Kassel sowie den langjährigen Mitgliedern der Gesellschaft als energiereicher, aktiver Mensch in Erinnerung. Zahlreiche Vorträge bei der Gesellschaft stehen symbolisch für seinen unermüdlichen, gelebten Einsatz. Neben der Genealogie galt sein Interesse der Musik und dem Sport. Bis ins hohe Alter spielte er wöchentlich Volleyball, seine Lieblingssportart, die er Ende der 50er Jahre an der Heinrich-Schütz-Schule eingeführt hatte. Zehn Jahre leitete er darüber hinaus den Volleyballclub Wilhelmshöhe. Nach anstrengenden Stunden an seiner Schreibmaschine Thiele hat seine familienkundlichen Arbeiten bis heute nicht mit einem Computer erledigt widmete er sich auch gern der Gartenarbeit und seinen Enkeln. (Lesen Sie eine ausführliche Version mit Ahnenliste und Bibliografie in der nächsten Ausgabe der Hessischen Familienkunde.) (hz)

4 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 4 Dieter Carl Am 20. Juli 2008 starb im Alter von 56 Jahren unser Mitglied Dieter Carl, Gymnasiallehrer, Historiker und Verleger aus Vellmar. Dieter Carl gründete vor zehn Jahren den Verlag Historische Edition Dieter Carl, in welchem er zahlreiche historische Werke in Faksimile zur hessischen und vor allem niederhessischen Geschichte verlegt hat. Vor allem zu nennen sind die Werke des namhaften Archivars und Geschichtsforschers Georg Landau ( ), der für ein Programm steht, das vom Hessengau über die Ritterburgen und wüsten Ortschaften bis zum Kurfürstentum reicht. Von Landau erschienen neben zahlreichen Monographien allein in der Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 120 Aufsätze, kleinere Beiträge und Miszellen. Zu den von Dieter Carl im Nachdruck verlegten Werken Landaus zählen: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer ( ), Die Ritter-Gesellschaften in Hessen (1840), Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen (1842), Geschichte der Glashütten in Hessen (1843), Geschichte der hessischen Alaunbergwerke (1854), Historisch-topographische Beschreibung der wüsten Ortschaften im Kurfürstenthum Hessen (1858), Die Geschichte der Fischerei in beiden Hessen (1865) sowie Beschreibung des Hessengaues (1866). Ferner sind zu den von Dieter Carl verlegten Nachdrucken zu nennen: Ansichten hessischer Städte aus dem Jahre 1591 von Wilhelm Dilich, Die hessische Grebenordnung von 1739, Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden von Regnerus Engelhard und Conrad Wilhelm Ledderhose ( ), Cassel Beschreibung der Hauptstadt und Residenz von Regnerus Engelhard und Conrad Wilhelm Ledderhose (1781), Der gesetz- und geschäftskundige Ortsvorstand einer kurhessischen Landgemeinde Die Fortsetzung der Grebenordnung von Heinrich Brell (1854), Landgraf Carl von Hessen, Eine Deutsche Regentengeschichte von Christoph v. Rommel (1858), Die Baudenkmäler im Regierungsbezirk Cassel von Heinrich v. Dehn-Rotfelser und Wilhelm Lotz (1870), Geschichte der Haupt- und Residenzstadt Cassel von Franz Carl Theodor Piderit (1882), Geschichte der Regenten von Hessen-Cassel von Johanna Elisabeth (Lilly) Wigand (unter dem Pseudonym H. Brand, 1882), Grundzüge der hessischen Geschichte und Landeskunde von Karl Wagner (1889), Geschichte von Hessen, für Jung und Alt erzählt von Dr. Friedrich Münscher (1894), Das frühere Kurhessen von Otto Bähr (1895), Geschichte der Wilhelmshöhe von Paul Heidelbach (1909) sowie Chronik des Dorfes Niedervellmar von August Bertram (1938). Dieter Carl ist Verfasser der Ortschroniken 1150 Jahre Rhöda (1990), Von Filmare bis Vellmar (1995), Chronik von Breuna mit Rhöda (1998) und Geschichte beider Listingen (1999). In unserer Gesellschaft hielt er die Vorträge: Quellen zur niederhessischen Ortsgeschichte (24. September 1991) und Genealogie und Ortsgeschichte in der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung der Grebenordnung von 1739 (31. Mai 2005). (ma)

5 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 5 Rückblick: Exkursion nach Gudensberg Am 14. Juni 2008 lud die Gesellschaft zur familienkundlichen Exkursion nach Gudensberg. Knapp 20 Interessenten trafen sich um 11:00 Uhr vor dem Rathaus, um an der von Heinrich Schmeißing, dem Vorsitzenden des Vereins der Gudensberger Heimatfreunde geführten Tour durch die Stadt Gudensberg teilzunehmen. Unser Mitglied Lieselotte Habenicht unterstützte dabei mit Erläuterungen auf dem Alten Friedhof (erinnert sei in diesem Zusammenhang an den Vortrag von Frau Habenicht vom : Grabsteine in Gudensberg Schwergewichtige Schätze bedeutender Familien in einer ehemaligen Amtsstadt). Die familienkundliche Exkursion umfasste u.a. die Kirche, den alten Friedhof, den Eiskeller sowie das alte Hospital. Zwei der von Herrn Schmeißing gezeigten älteren Grundrißzeichnungen der Stadt Gudensberg sind hier abgedruckt. Wir danken herzlich für die sehr interessante Führung durch die ehemalige Amtsstadt und für die Erläuterungen zu ihrer Geschichte und Entwicklung. Im Nachklang zur Exkursion nach Gudensberg ist die Idee zum Vortrag am 28. Oktober über die Familie Schrendeisen entstanden, schließlich sahen wir in Gudensberg in der Kirche den wappengeschmückten Schrendeisen-Grabstein und an der Stadtmauer die rekonstruierten Reste des Schrendeisen-Turms. (ma) Erläuterungen von Frau Habenicht auf dem Alten Friedhof Wappen Schrendeisen - Grabmal in der Gudensberger Kirche

6 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 6 Grundriss der Stadt Gudensberg um 1550 (zur Verf. gestellt von Heinrich Schmeißing)

7 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 7 Grundriss der Stadt Gudensberg im 18. Jh. (zur Verf. gestellt von Heinrich Schmeißing)

8 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 8 Stadtrundgang in Gudensberg mit Herrn Schmeißing (4. v. links) Urkunden des Lichtbildarchivs Marburg online Das Marburger Lichtbildarchiv (LBA) wurde 1929 vom Marburger Historiker Edmund E. Stengel gegründet. Es enthält die weltweit größte Sammlung von Fotos mittelalterlicher Urkunden, ca Urkunden in ca Abbildungen, deren Originale in Archiven in ganz Europa liegen. Unter der Internetadresse lba.hist.uni-marburg.de sind in einem ersten Schritt Abbildungen mittelalterlicher Urkunden bis 1250 verfügbar. Der Datenbestand kann nach bestimmten Kriterien durchsucht werden, so gefundene Abbildungen können bis zum Faktor 8 vergrößert angezeigt werden (schwarz-weiß). Das Projekt der Philipps-Universität in Marburg wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Die restlichen Abbildungen werden sukzessive digitalisiert und eingestellt. (ma) Kann ein Gesetz sexy sein? Das Personenstandsreformgesetz im 5. Detmolder Sommergespräch Unter dem Thema Das PersonenstandsReformgesetz ist sexy: neue Perspektiven für die Genealogie, Geschichtswissenschaft, Archive und Standesämter findet im Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold (Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold) am 27. August 2008 von 9:30 bis 16:30 Uhr das 5. Detmolder Sommergespräch statt. Um Anmeldung wird gebeten ( oder Tel /766-0). Die Sommergespräche des Detmolder Archivs richten sich an Wissenschaftler und Familienforscher, Archivare sowie Vertreter der Behörden. Diese ungewöhnliche Zusammensetzung der Teilnehmer und Referenten trägt zum Erfolg der Sommergespräche bei. Wir berichteten im August 2007 im Rundschreiben 175 ausführlich über das 4. Detmolder Sommergespräch vom 4. August 2007, das unter dem Thema Genealogie für die Ewigkeit? stand. (ma)

9 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 9 Wabern ist online Ein neues Online-Ortsfamilienbuch Unter der Internetadresse (oder einprägsamer unter: befindet sich die Internet-Datenbank der Online-Ortsfamilienbücher des Vereins für Computergenealogie. Derzeit kann per Internet in 173 verfügbaren Ortsfamilienbüchern gestöbert werden, die insgesamt über 2 Mio. Personendatensätze umfassen. Dass diese Datenbank intensiv genutzt wird, zeigt die Anzahl von bislang über 28 Mio. Zugriffen. Die Anzahl der Online-Ortsfamilienbücher wächst stetig, die Zahl 100 wurde im August 2006 geknackt. Die regionalen Schwerpunkte der Online- Ortsfamilienbücher liegen derzeit im Norden (Bremen, ehem. Fst. Ratzeburg, Lüneburger Heide, Emsland) sowie im Süden (Baden-Württemberg). Hessen ist hingegen bislang nur spärlich vertreten. Zu Niedergirmes und Aßlar (beide Lahn-Dill-Kreis) sowie Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) ist nun das Online-Ortsfamilienbuch Wabern (Schwalm-Eder-Kreis) hinzugekommen. Direkter Link: Die evangelischen Kirchenbücher von Wabern wurden 1644 von Pfarrer Johannes Kuhn/ Kühn erstmals angelegt und werden von geringfügigen Lücken (Pfarrerwechsel) abgesehen bis heute fortgeführt. Unser Mitglied Karl-Heinz Witzel aus Kassel hat die Kirchenbucheintragungen bis 1875 ausgewertet und die Ergebnisse als Online- Ortsfamilienbuch eingestellt. Hervorzuheben ist, dass grundsätzlich auch alle Paten übernommen wurden, da bedingt durch die häufige Namensgleichheit in früheren Zeiten oft nur so eine sichere Zuordnung zu einer Familie möglich war. Sie sind in den Personenblättern und Familienbögen dargestellt. Zu den Waberner Kirchenbüchern schreibt Karl-Heinz Witzel: Das erste Kirchenbuch mit den Eintragungen von 1644 bis 1751 war naturgemäß am schwierigsten auszuwerten. Waren die Eintragungen anfangs noch recht sorgfältig und überschaubar, so wurde es nach der Amtsübernahme durch Pfarrer Johann Georg Knöpfel ( ) und dessen Sohn Georg Caspar Knöpfel ( ) merklich unübersichtlicher. Es ist nicht nur die schlechte Handschrift, die mit häufigen Streichungen sowie lückenhaftem Nachweis die Glaubwürdigkeit der Eintragungen gelegentlich in Frage stellt, sondern es sind vor allen Dingen die äußerst knappen Eintragungen, welche die Familienzugehörigkeiten für die Nachwelt nur noch selten erkennbar machen. Und weiter: Erst mit Beginn des zweiten Kirchenbuches im Jahre 1751 durch Pfarrer Johann Conrad Beck befindet man sich wieder auf relativ sicherem Boden der Familienforschung. Durch v.g. Pfarrer wurden nun bei den Taufen auch der Vorname und etwas später auch der Mädchenname der Mutter festgehalten. Bei den Heiratseintragungen wurden die Eltern und häufig auch die Berufsbezeichnung von Vater und Bräutigam vermerkt. In seine Amtszeit ( ) fallen auch die Veränderungen der Schreibweise bei den Familiennamen, z.b. Löber in Löwer, Vennel in Fennel, Weitzel in Witzel usw., die dann auch von seinem Sohn und Nachfolger Johann Christian Balthasar Beck ( ) übernommen wurden. In das Online-Ortsfamilienbuch Wabern sind ferner folgende Quellen eingearbeitet: Friedrich Hamm: In Kassel verstorbene Fremde zwischen ; Homberger Amtsrechnungen (StAM) sowie die Steuerlisten 1772 (Bestand 49 d, Fritzlar 251, StAM). Zur Bedeutung der Homberger Amtrechnungen schreibt Karl-Heinz Witzel: Im 1. Kirchenbuch fand ich für meinen Vorfahren nur die knappe Heiratseintragung (erste Erwähnung im Kirchenbuch Wabern): Copulati anno 1750 Caspar Weitzel und Anna Martha Loewerin d.

10 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite Febr. Wo kam er her bzw. wo konnte ich nach weiteren Vorfahren forschen? Aufschluss gaben die Homberger Amtsrechnungen. Hier wurde im Jahrgang 1750 festgehalten, dass im Jahre 1750 Caspar Weitzel von Vacha einen Thaler Zuzugsgeld in Wabern gezahlt hatte. So konnte ich trotz der dürftigen Kirchenbucheintragung meine weiteren Vorfahren in Vacha und später in Netra gesichert nachweisen. Gegenüber Online-Publikationen bestehen freilich häufig noch vielfältige Bedenken. Die Vorteile einer Online-Publikation gegenüber einer Buchveröffentlichung sind jedoch: Weltweite Verfügbarkeit, geringe Kosten, kein Auflagerisiko, erhöhte Kontaktmöglichkeiten, Aktualisierbarkeit sowie Werbewirksamkeit für gedruckte Publikationen. (ma) Tag der Hess. Landesgeschichte am 20. September 2008 in Wanfried Wanfried an der Werra feiert in diesem Jahr 400 Jahre Stadtrechte". Aus diesem Anlaß begeht der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde e.v. (VHG) dort den diesjährigen Tag der Hessischen Landesgeschichte am 20. September Auszug aus dem Programm: 9:00 Uhr Eröffnung der Informationsausstellung, Informationstische der Zweigvereine; 10:00 Uhr Öffentliche Festversammlung mit Festvortrag von Prof. Dr. Hans- Georg Stephan (Halle): Wanfried, Heiligenstadt, Hannoversch-Münden, Witzenhausen und die Werraware. Der Beitrag des thüringisch-hessischen Werralandes zur Keramik der Renaissance. ; 14:00 Uhr Verschiedene Führungen; 16:00 Uhr JHV. (ma) Ausstellung: Noblesse oblige Adeliges Leben in Hessen Diese Ausstellung widmet sich einigen maßgeblichen Facetten adeligen Lebens in Hessen: Standes- und Familienbewusstsein, Fragen der standesgemäßen Erziehung, Bildung und Ausbildung, wirtschaftliche Grundlagen sowie die Ausübung von Herrschaft und Gerichtsbarkeit. Zu sehen bis 24. Oktober 2008 im Vestibül des Hessischen Staatsarchivs Marburg. (ma) Zufallsfund Kirchheim unter Teck (Württemberg): 15., Dienstag bei Nacht... Anna Martha, aus Groß-Almerode aus der Amtsstadt Hessen-Cassel gebürtig, weiland Christoph Eduard NELES, Bürger und Becker allhier, nachgelassenen Wittib stirbt an Auszehrung ihres Alters ohngefähr 57 Jahr (aus dem ev. Kirchenbuch von Kirchheim unter Teck) (fh) Neuerwerbungen für die Bibliothek Zahlreiche der gelisteten Bücher sind Geschenke von Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft. Ihnen allen sei hier herzlich gedankt. - Fortsetzung aus Rundschreiben GfF A 4543/1 Brauns, Günter W; Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V., Hg. (2007), Ortsfamilienbuch Bockenem Band 1: A Hi, Selbstverlag Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V. Hannover. ISBN S.

11 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 11 Tauschgabe., Reihe 1: Zentralstelle für Personen und Familiengeschichte, Frankfurt: Deutsche Ortssippenbücher Reihe B Band 392, Reihe 2: Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V: Sonderveröffentlichung: 38 GfF A 4543/2 Brauns, Günter W; Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V., Hg. (2007), Ortsfamilienbuch Bockenem Band 2: Ho Q, Selbstverlag Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V. Hannover. ISBN S Tauschgabe, Reihe 1: Zentralstelle für Personen und Familiengeschichte, Frankfurt: Deutsche Ortssippenbücher Reihe B Band 392, Reihe 2: Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V: Sonderveröffentlichung: 38 GfF A 4543/3 Brauns, Günter W; Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V., Hg. (2007), Ortsfamilienbuch Bockenem Band 3: R-Z, Selbstverlag Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V. Hannover. ISBN S Tauschgabe, Reihe 1: Zentralstelle für Personen und Familiengeschichte, Frankfurt: Deutsche Ortssippenbücher Reihe B Band 392, Reihe 2: Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e. V: Sonderveröffentlichung: 38 GfF A 4544 Bickell, Hans; Freiwillige Feuerwehr Kleinenglis, Hg. (2006), Einhundertfünfundzwanzig Jahre Feuerwehr in Kleinenglis , Selbstverlag: Freiwillige Feuerwehr Kleinenglis. Kleinenglis. ISBN nicht angegeben. 144 S. Geschenk von Hans Bickell GfF A 4545 Riechey, Bernd, Red.; Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW), Hg. (2007), Programmheft zum 59. Deutschen Genealogentag vom 14. bis 17. September 2007 in Ludwigshafen am Rhein., Selbstverlag Stiftung Bahn-Socialwerk. Frankfurt/M. ISBN nicht angegeben. 52 S. Geschenk von F. Hamm. GfF B 4546 Ewich, Manfred, Bearb.; Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Bezirksgruppe Duisburg, Hg. (2002)., Duisburg und der Niederrhein. 75 Jahre Bezirksgruppe Duisburg, Selbstverlag Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Bezirksgruppe Duisburg. Duisburg. ISBN nicht angegeben. 151 S. Geschenk von F. Hamm GfF A 4547 Nobel, Hermann; Magistrat der Stadt Großalmerode, Hg. (2007), Chronik Epterode Von Everharderot zu Epterode., Selbstverlag Magistrat der Stadt Großalmerode. Großalmerode. ISBN S. GfF A 4548 Hederich, Michael; Verein Evang. Pfarrerinnen und Pfarrer in Kurhessen-Waldeck e. V., Hg. (2007), Bekenntnis im Widerstreit. Bernhard Heppe, Mitbegründer, Organisator und Seelsorger der Bekennenden Kirche von Kurhessen-Waldeck., Verlag: Verein Evang. Pfarrerinnen und Pfarrer in Kurhessen-Waldeck e. V. Homberg/Efze. ISBN nicht angegeben. 79 S. Geschenk der Familie Heppe, Reihe: Hessisches Pfarrerblatt: Sondernummer für Kurhessen-Waldeck GfF C 4549 Von Hueck, Walter, Bearb.; Stiftung Deutsches Adelsarchiv, Hg. (2000), Adelslexikon Pre- Rok, Starke Verlag. Limburg/Lahn. ISBN S., Reihe: Genealogisches Handbuch des Adels: 122 der Gesamtreihe GfF A 4550 Becker, Helmut, Bearb.; Eisenhauer, Paul, Bearb.; Büge, Hans Joachim, Hg.; Heppenheimer Geschichtsverein, Hg. (2007), Sippenbuch Heppenheim a. d. B. Bd. 3. Die Familien von Heppenheim, Unter-Hambach, Ober-Hambach, Kirchhausen, Sonderbach, Erbach, Wald-Erlenbach und Igelsbach , Selbstverlag Heppenheimer Geschichtsverein e. V. Heppenheim. ISBN nicht angegeben. 711 S. GfF A 4551 Pfarrgemeinde Herz-Mariä, Hg. (2007), Fünfzig Jahre Katholische Pfarrgemeinde Herz- Mariä , Selbstverlag Pfarrgemeinde Herz-Mariä. Kassel. ISBN nicht angegeben. 44 S. Geschenk der Herz-Mariä-Gemeinde

12 GFKW Rundschreiben 178 August 2008 Seite 12 GfF A 4552 Vereinsgemeinschaft 950-Jahre Weiterode GbR und Heimatverein 1969 e. V., Hg. (2007), Neunhunderfünfzig Jahre Weiterode Zeiten, Menschen und Geschichte(n). Festschrift anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten vom 4. bis 12. August 2007., Selbstverlag Vereinsgemeinschaft 950-Jahre Weiterode GbR und Heimatverein 1969 e. V. Bebra- Weiterode. ISBN nicht angegeben. 584 S. GfF B 4553 Beck, Hanno (1971), Albert Götting, der Maler und Graphiker. Ausschnitt aus seinem Werk., Verlag: Albert Götting. Eschwege. ISBN nicht angegeben. 6 S. Text + viele Bilder. GfF A 4554 Familienkundliche Gesellschaft für Nassau und Frankfurt e. V., Hg. (2007), Mitgliederverzeichnis, Selbstverlag Familienkundliche Gesellschaft für Nassau und Frankfurt e. V. Wiesbaden. ISBN nicht angegeben. 32 S. Tauschgabe. 38 GfF 4555 Verlag M. Faste, Hg. (2007), (k) Kulturmagazin, Alles was die Region bewegt., Verlag M. Faste. Kassel. Zunächst nur Probeheft Nov GfF A 4556 Böken, Wilhelm (2007, 2. überarbeitete und ergänzte Auflage), Die von Wersabe in Herleshausen, Selbstverlag W. Böken. Meißner-Abterode. ISBN nicht angegeben. 44 S. Geschenk von W. Böken GfF A 4557 Müller, Horst, Red.; Gemeinde Flörsbachtal, Hg. (2006), Zweihundertundfünfzig Jahre Lohrhaupten (Diesem Buch ist die Festschrift zur 900-Jahr-Feier zu Grunde gelegt. Es wurde ergänzt durch die Geschichte nach 1957 und um einige Beiträge erweitert. Stand 2005), Selbstverlag Gemeinde Flörsbachtal. ISBN nicht angegeben. 184 S. Geschenk von Dieter Kuhlmann GfF A 4558 von Lersner, Heinrich (2004), Lersner sche Familiengeschichte, Verlag Waldemar Kramer. Frankfurt am Main. ISBN S. Geschenk von Dieter Arnold GfF B 4559/1 Corporation of the Township of Hay, Hg. (2000), Hay Township [Ontario, Kanada] Highlights. 150 Years of diversified Progress Bd. 1, R. J. Graham, Desktop Publishing, Huron Park, Ont. Kanada. ISBN X. 281 S. Geschenk von? über Eichbaum. Ringbindung nicht ausleihbar! GfF B 4559/2 Corporation of the Township of Hay, Hg. (2000), Hay Township [Ontario, Kanada] Highlights. 150 Years of diversified Progress Bd. 2, R. J. Graham, Desktop Publishing, Huron Park, Ont. Kanada. ISBN X. S Geschenk von? über Eichbaum. Ringbindung nicht ausleihbar! (wird fortgesetzt) Das GFKW Rundschreiben ist das Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.v. (GFKW) und erscheint in loser Folge etwa drei bis fünf mal pro Jahr. Mitarbeiter dieser Ausgabe: (ma) Mario Arend, Heierngasse 26, Otzberg, Tel , (verantwortlich) (fh) Friedrich Hamm, Kassel (hz) Dr. Holger Zierdt, Hamburg,

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Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.v. Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.v. Postfach 10 13 46, 34013 Kassel Internet www.gfkw.de E-Mail info@gfkw.de Bankverbindung Kasseler Bank eg, BLZ 520 900 00 Konto-Nr. 107 12 12

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