Klimaschutzkonzept Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

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1 Protokoll Datum Dienstag, 19. März 2013 Uhrzeit: 18:30 bis 21:00 Uhr Anlass: 1. Workshop Integriertes Klimaschutzkonzept für die Ort: Kurhessisches Diakonissenhaus (Raum 2), Goethestraße 85, Kassel Teilnehmende Peter Berger Stephanie Bracht Wolfram Dawin Michael Frede Gernot Gerlach Brunhilde Holzhauer Bernd Kappes Helge Kuhn Walther Meiss Heinrich Schmoll Sabrina Schwab Ute Stey Albert Walch Egbert Weisheit Katrin Wienold-Hocke Arno Wilke Bernd Zeuner Landeskirchenamt Gebäudemanagement Landeskirchenamt Landeskirchenamt, Referatsleiter Bauberatung, technisches Gebäudemanagement Dekan Kirchenkreis Wolfhagen Ev. Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld Evangelische Akademie Hofgeismar Stadtkirchenamt Kassel Kirchenkreis Kaufungen Umweltausschuss Kirchengemeinde Ehlen Landeskirchenamt Landeskirchenamt, Dezernentin Bau und Liegenschaften Kirchengemeinde Weimar Kirchengemeinde Ihringshausen Pröpstin Sprengel Kassel Ev. Kirchengemeinde Jungfernkopf Landeskirchenamt-Gebäudemanagement Moderation & Protokoll Andreas Steege Ulrike Wolf target GmbH target GmbH Tagesordnung 1. Begrüßung und Vorstellungsrunde 2. Aufgabenstellung des Klimaschutzkonzepts: Zielsetzung und Bausteine 3. Diskussion und Erfahrungsaustausch zu laufenden Klimaschutzaktivitäten und Identifikation von Hemmnissen 4. Diskussion möglicher Unterstützung / Starthilfen für zukünftige Klimaschutzaktivitäten 5. Kurze Zusammenfassung und Ausblick auf den 2. Workshop 1. Begrüßung und Vorstellungsrunde Frau Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin des Sprengels Kassel, begrüßt die Anwesenden, danach folgt eine Vorstellungsrunde. Gefördert durch: 1

2 2. Aufgabenstellung des Klimaschutzkonzepts: Zielsetzung und Bausteine Andreas Steege und Ulrike Wolf stellen Aufgabenstellung, Zielsetzung und Bausteine des integrierten Klimaschutzkonzepts vor, und informieren über die target GmbH, deren Arbeitsfelder und Aktivitäten. Siehe Präsentation: Diese steht zum Download auf der Website der Landeskirche unter bereit. 3. Diskussion und Erfahrungsaustausch zu laufenden Klimaschutzaktivitäten und Identifikation von Hemmnissen Welche Klimaschutzaktivitäten werden in Ihrer Einrichtung / Institution durchgeführt? Welches sind aus Ihrer Sicht die größten Hemmnisse und Barrieren? Welche Unterstützung / Starthilfen halten Sie für sinnvoll / wünschenswert? Zunächst gab es noch einige grundsätzliche Anmerkungen und Fragen zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts: Welcher Einladungsverteiler wurde bedient? Der Einladungsversand erfolgte über die Pressestelle des LKA und richtete sich an folgende Personen: Mitarbeitende des Landeskirchenamts Pröpstinnen und Pröpste Mitglieder des Umweltausschusses des Landeskirchenamts Dekaninnen und Dekane Leiter/innen der Kirchenkreisämter sowie Sachbearbeiter/innen der Bereiche Bau, Umwelt, Liegenschaften, Beschaffung Kirchenkreisvorstände Vorsitzende (oder Vertreter) der Bau- und Umweltausschüsse der Kirchenkreise Umweltbeauftragte der Landeskirche, der Kirchenkreise und der Gemeinden Beauftragte der Kirchengemeinden Pfarrerinnen und Pfarrer Warum startet der Beteiligungsprozess erst jetzt, obwohl die Konzepterarbeitung schon im November 2012 begann? Der Beteiligungsprozess im Besonderen die Workshops in den Sprengeln ist einer von sechs Bausteinen der Konzepterarbeitung und dient der Ideensammlung mit den oben genannten Zielgruppen. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts ist die Datenerfassung und -bewertung für die Bereiche Gebäude, Mobilität und Beschaffung dieser Erfassung wurde bereits im November begonnen. Zusätzlich sind bereits zu Beginn zwei prozessbegleitende Gremien eingerichtet worden: eine Arbeitsgruppe Klimaschutz im LKA zur organisatorischen Unterstützung sowie eine Lenkungsgruppe des LKA, die den Prozess inhaltlich begleitet. (siehe Präsentation) Wieso ist Zeithorizont für die Zielsetzung so knapp (Ziele bis 2015)? Das CO 2 -Minderungsziel (25 % bis 2015) ist erstmals von der Synode der EKD im Jahr 2008 verabschiedet worden. Alle Landeskirchen orientieren sich zunächst an diesem Ziel. Für die EKKW muss dieses Ziel im Laufe des Klimaschutzkonzepts noch so detailliert und angepasst werden, so dass Ziele für 2020 vorgeschlagen werden können. Wie wird die Transparenz des Erarbeitungsprozesses sichergestellt? Zum einen durch die Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppe Klimaschutz und Lenkungsgruppe des LKA, zum anderen durch den Beteiligungsprozess, dessen Ergebnisse auf der Website der Landeskirche veröffentlicht werden, und eine breite Öffentlichkeitsarbeit durch Newsletter, Intranet und Präsentation auf der Website. Gefördert durch: 2

3 In der anschließenden Diskussion zu den genannten Fragen wurden folgende Punkte genannt, in Stichworten auf Karten festgehalten und anschließend zu Themenbündeln gruppiert: Gute Beispiele Grüner Gockel in der Kirchengemeinde Ihringshausen: vor acht Jahren EMAS-Zertifizierung, Erneuerung steht an: Kritik wurde an der zu geringen Unterstützung durch die Landeskirche geübt. Der Zuspruch in den Kirchengemeinden sei jedoch groß. Gebäude-Kümmerer / Engagierte Küster: In manche Kirchengemeinden sind (beispielsweise) Küster tätig, die sehr engagiert sind, den Energieverbrauch der Gebäude sehr genau im Blick haben und durch ihre Aufmerksamkeit bereits Energie sparen. Beschaffung bei Festen: Bei Festen in manchen Kirchengemeinden steht bereits der regionale und umweltschonende Einkauf und Gestaltung eine Rolle (auch Abfallvermeidung). Energiespar-Detektive: Einige Personen, auch Kinder und Jugendliche, überprüfen kirchliche Gebäude auf Energiefresser, kontrollieren die Energieverbräuche und spüren so Einsparmöglichkeiten auf. CO 2 -ärmere Modelle bei Dienstwagen Einkauf regional auch Vorgaben bei Caterern: Im Haus der Kirche beispielsweise hat das Cateringunternehmen die Vorgabe bekommen, regionale Produkte zu bevorzugen. Leuchtmittel austauschen: Dies ist eine einfache und effektive Art, Strom zu sparen. Vorhandene Leitfäden: Im Beschaffungsbereich gibt es bereits zahlreiche gute Leitfäden; sie müssen nur verstärkt genutzt und kommuniziert werden. Pilotprojekt Brennerstart Verbrauch verringern Elektro-Infrarotheizung: Es laufen Modellprojekte mit KK Kassel, Kirchen mit Infrarotheizungen zu beheizen. Diese Heizungen sind sehr effektiv und energiesparend. Gefördert durch: 3

4 Elektro koppeln mit Photovoltaik Auf Fachwissen und Menschen zurückgreifen: Besonders in den Kirchengemeinden gibt es oft Mitglieder, die über Fachwissen verfügen, dass für Aktivitäten rund um Energieeinsparungen genutzt werden kann (z. B. Ingenieure). Mit anderen Beratungsangeboten vernetzen, beispielsweise kommunale Beratungsangebote Gelungene Kooperation mit dem Landkreis Kassel: ENERGIE 2000 e. V. Energieagentur im Landkreis Kassel (http://www.energie2000ev.de) Hausmeister Teilnahme an Schulungen der Berufsgenossenschaften: Diese Schulungen sind sehr gut, vermitteln viel Wissen und sind kostenlos für Mitglieder. Schulungen für Küster: Auf den Tagungen / Treffen der Küster auf Landeskirchenebene finden auch Schulungen statt, einige auch zu Energiethemen. Photovoltaik auf Kirchendächern: Im Vergleich zu anderen Landeskirchen sind in der EKKW sehr viele PV-Anlagen auf Kirchendächern entstanden. Raumkonzepte in den Kirchenkreis und die Bedarfsplanung in den Gemeinden bzw. für die Gemeindehäuser sind Voraussetzung für Zuwendungen und haben zu Einsparungen geführt. Beschaffung ist ein wichtiger Punkt; im LKA wurden bereits Beschaffungsleitlinien / Handbücher erarbeitet, müssten verstärkt genutzt werden. Die neun Gebäudemanager in den KK (seit 2010 aktiv) könnten noch mehr beraten bzw. schulen. Anforderungen Kann eine Klimaschutzleitstelle eingerichtet werden, um Aktivitäten zu koordinieren, wie in anderen Landeskirchen geschehen? Oder bedeutet dies nur zusätzliche Personalkosten und einen Verwaltungskopf und es ist besser, das Thema mehr auf Kirchengemeinde zu verankern? Klimaschutz in Kirchengemeinden muss mehr gefordert und gefördert werden! Es gibt zahlreiche gute Beispiele in einzelnen Gemeinden, die auf andere Gemeinden übertragen werden können. Vernetzung des Themas: Klimaschutzengagierte und Klimaschutzaktivitäten müssen stärker vernetzt werden, um Synergien (zwischen Engagierten / zwischen laufenden Projekten) zu fördern und gute Beispiele bekannt zu machen und zum Nachahmen anzuregen. Zusammenstellung von Handreichungen für das energetische Gebäudemanagement Aufbau von Kooperationen mit externen Institutionen (Landkreise, Kommunen) Transparenz des Verfahrens: siehe oben Zusammenarbeit Haupt- und Ehrenamtliche: Sowohl die Konzepterstellung als auch die Umsetzung einzelner Maßnahmen kann vor allem durch die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen erfolgreiche werden. Vorhandenes Wissen nutzen / Expertise: Hier noch einmal der Appell, das vorhandene Wissen und die Expertise, die in der Landeskirche vorhanden ist, für die Erstellung und die anschließende Umsetzung des Klimaschutzkonzepts zu nutzen. Vorhandenes (vorhanden Daten, Projekte, Beispiele) sollten analysieren und aufbereiten, so dass sie für das Konzept und zukünftige Aktivitäten genutzt werden können. Gebäude Daten-/Verbrauchserfassung der Gebäude und eine Unterstützung der Datenerfassung ist wichtig, um den aktuellen Verbrauch zu kennen und auch Entwicklungen/Erfolge ablesen zu können. Beratung der Gemeinden zu Gebäudenutzungen und (energetischen) Sanierungen sind wichtig. Hilfe-Management: Es sollten Mittel für Dienstleistungen bereitgestellt werden, die offensiv für Beratungen der Gemeinden eingesetzt werden. Gezielter Aufbau, Bereitstellung von Fachkompetenzen Die Gebäudemanager sind wichtige Akteure bei Klimaschutzaktivitäten der Landeskirche Gefördert durch: 4

5 Bedarfsplanung der Gebäude und Verkauf / Rückbau sind auch Elemente der Energieeinsparung. Ein Fokus sollte auf dem Nutzerverhalten liegen: Durch Änderungen des Nutzerverhalten kann schnell und effektiv Energie eingespart werden. Die Nutzer müssen auch am Prozess beteiligt werden. Zielgruppe Kirchenvorstände: Für Maßnahmen und Informationen sind Kirchenvorstände besonders wichtig sie sitzen an einer wichtigen Entscheiderstelle. Finanzierung von Maßnahmen: Die finanzielle Ausstattung für die Umsetzung des Konzepts ist elementar. Das Kostenbewusstsein muss gestärkt werden. Erste wenn allen klar ist, wie viel Geld für Energie gesteckt wird, wird auch ein Umdenken stattfinden. Beschaffung Beschaffungshandbuch einsetzen: vorhanden Handbücher sollten eingesetzt werden. Mobilität Tipps für eine klimafreundliche Mobilität für die Zielgruppe ehrenamtliche MitarbeiterInnen Wege verändern sich durch Fusion: welche Auswirkungen wird das für die Mobilität der Landeskirche haben? Schwierigkeiten Daten-/Verbrauchserfassung: Obwohl der Erfassung bereits vor etlichen Jahren begonnen wurde, ist es immer noch schwierig und mit hohem (zum Teil nicht leistbare,) Aufwand Gefördert durch: 5

6 verbunden, diese Erfassung fortzuführen bzw. zu aktualisieren. Daher ist dafür erhebliche Unterstützung notwendig. Der Abbau bei Küsterstellen ist insofern problematisch, dass viel ehrenamtlich getan wird, zunehmend Aufgaben bewältigt werden müssen und es daher schwierig wird, Küster/innen für eine Verbrauchserfassung in den Gebäuden, die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen (zum Beispiel zur Änderung des Nutzerverhaltens) zu gewinnen. Hohe Kosten für die Umsetzung von Maßnahmen an den Gebäuden Moderne Heizungssteuerung sind mittlerweile so komplex, dass Heizungen oft nicht optimal eingestellt sind. Ansätze Grüner Gockel unterstützen: Es wird für ein gutes Instrument gehalten, um Kirchengemeinden zu sensibilisieren und auf dieser Ebene Klimaschutz zu betreiben. Regelmäßig Informationen sind wichtig Warum und welche Maßnahmen werden durchgeführt? Was passiert? Information und Öffentlichkeitsarbeit sind sowohl während der Konzepterarbeitung als auch in der Umsetzungsphase wichtig! Kompetenzen vor Ort stärken die Kirchengemeinden und ihre Aktivitäten sollten gestärkt werden Austausch und Vernetzung zwischen den Kirchenkreisen, Experten und Kirchengemeinden sowie mit anderen Akteuren (Kommunen, Landkreise) sollten gestärkt werden. 5. Zusammenfassung und Ausblick auf den 2. Workshop Die Ergebnisse wurden abschließend nochmals in Kürze zusammengefasst. In einem nächsten Schritt werden die Handlungsansätze aus den Workshops konkretisiert und durch weitere Vorschläge (target GmbH, Umweltbeauftragte der Landeskirche) ergänzt. Die Maßnahmevorschläge werden im Rahmen der zweiten Workshopreihe diskutiert und im Hinblick auf ihre Umsetzung konkretisiert. Die Termine für die zweite Workshopreihe liegen in der KW 23 vom 3. bis 6. Juni Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Montag, den 3. Juni im Sprengel Waldeck und Marburg, bis Uhr Ev. Gemeindehaus, Auf der Burg 11, Frankenberg. Dienstag, den 4. Juni im Sprengel Kassel, bis Uhr Kurhessisches Diakonissenhaus, Goethestr. 85, Kassel Mittwoch, den 5. Juni im Sprengel Hersfeld, bis Uhr Martin-Luther-Haus, Kirchplatz 3-4, Bad Hersfeld Donnerstag, den 6. Juni im Sprengel Hanau, bis Uhr, Romanisches Haus, Braugasse 1, Gelnhausen Sie erhalten noch eine gesonderte Einladung, die Sie gern an interessierte Personen weiterleiten können. Online-Bereich Weitere Informationen sowie die Protokolle der anderen Workshops in den Sprengeln und Präsentationen finden Sie auf der Website der Landeskirche unter folgendem Link Für das Protokoll target GmbH, 12. April 2013 Gefördert durch: 6

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