Juni /Juli 09. Blickpunkt. Glauben Leben Gemeinschaft. Ist der Glaube. immer fest? Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern e.v.

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1 Blickpunkt Glauben Leben Gemeinschaft Juni /Juli 09 Ist der Glaube immer fest? Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern e.v.

2 Editorial ProChrist für Kids Inhaltsverzeichnis 2 Vorwort Konrad Flämig 3 ProChrist für Kids Dedektive gesucht Doris Täuber 5 ProChrist an verschiedenen Orten im Landesverband 7 Lieder, Worte und Gedanken ein Konzert der Extraklasse Martin Kugler 8 Die Aussteiger Theatergruppe in Helmbrechts Werner Hübner 9 von Jesus überzeugt. er trägt. er prägt. LKG-Landeskonferenz 2009 in Puschendorf Andreas Weyandt 12 Mit Jesus kann man wundersame Dinge erleben! Juliane Schwiedersky 12 Mein Blick hat sich gewandelt Stefan Rupprecht 13 Ich bin begeistert von Jesus, weil er humorvoll ist Wolfram Soldan 14 Ich musste 80 Jahre alt werden, bis mir diese Frage gestellt wurde Hans-Ernst Zacharias 14 Naturwissenschaft und Glaube ein Gegensatz? Prof. Dr. Thomas Schimmel 16 Ein langer Weg 40 Jahre auf der Suche nach Frieden mit Gott 18 LKG Termine 19 Familiennachrichten 21 CJB-Termine 22 CJB-Seiten Marcus Dresel, Daniel Hahn 24 cfr-freizeiten 2009 Befohlene Freude Der Monatsspruch von Juni Freut euch im Herrn! steht zwischen recht verdrießlichen Sätzen des Paulus, denn er sagt den Leuten in Philippi, dass es ihm nichts ausmacht, immer wieder dasselbe zu schreiben. Offensichtlich hatten sie noch nicht begriffen, welche Wirkungen der Glauben hervorbringt. Die Probleme waren viel größer als die Freude, die Bilder von den Gefahren angsterregender als alles Gute, die Befürchtungen mächtiger als aller Trost. Doch Paulus lässt sich den Blick nicht verstellen. Sicher, Freude kommt nicht auf Befehl, wenn man bei Freude nur an emotionale Wärme und Begeisterung denkt. Aber sie kommt, wenn der Blick nicht nur auf die Umstände gerichtet ist, sondern auch auf den Herrn. Wir leben in einer Zeit, die fixiert ist auf die Finanzkatastrophen dieser Welt. Noch ist die Stimmung besser als die Lage, aber das kann schnell wechseln. Die Umstände und Befürchtungen diktieren die Tagespolitik, den Alltag und vielleicht auch den Kassenbericht der Gemeinschaft. Muss dieses Dilemma bleiben? Berechtigte Freude Paulus lässt sich den Blick nicht verstellen, denn neben und über allem steht Gottes Wirken. Er ist der Herr der Welt, der in Christus alles gegeben hat. Er ist es durch alles auf und ab der Geschichte. Er ist es heute in unseren gegenwärtigen Sorgen. Und er wird es morgen sein, was auch immer kommen mag. Sicher, wir haben Fragen, Klärungen müssen erfolgen, das Geld muss auch in unserem Gemeinschaftsverband einkommen. Gerade im Dilemma, lädt Gott zur Freude ein, weil es in ihm genügend Grund zur Freude gibt. Er hat ein Herz für diese Welt, ist den Menschen gut. Auf dieser Basis lässt sich auch den Problemen ins Auge sehen. Sie werden dadurch nicht unmittelbar anderes, aber unsere Einstellung ändert sich. Die Freude im Herrn kommt als Geborgenheit und Zuversicht in unseren Alltag hinein. Und das tut gut. In diesem Sinne freut euch im Herrn! Ihr Konrad Flämig Krachmacher in Aktion - zusammen mit allen anderen Übertragungsorten von ProChrist für Kids Detektive gesucht Löse mit uns das Geheimnis des Schreis aus der Vergangenheit Unter diesem spannenden Motto stand in diesem Jahr ProChrist für Kids. Vom 24. bis 26. März trafen sich täglich 40 bis 60 Juniordetektive in einem leerstehenden Laden des Kulmbacher Einkaufszentrums Fritz. Dort gingen sie dem Schrei aus der Vergangenheit nach, gemeinsam mit Henri, Antonia, den Cyberagenten Sani und Timo und natürlich auch TEK 7, dem vollelektronischen Roboter mit Emotionsautomatik. Es galt viel aufzuklären. Am ersten Tag ging es darum herauszufinden, wer den Schrei ausgerufen hatte, der durch ein Gewitter auf den Computer von Henri gelangte. Dazu mussten im ganzen Einkaufszentrum Informationen über verschiedene biblische Personen gesammelt werden, die dann später mit dem Phantombild abgeglichen wurden. Prominente Unterstützung erhielten die Juniordetektive durch den stellvertretenden Bürgermeister, der sich selber als Informant zur Verfü- Informanten an der Rolltreppe - rechts Bürgermeister Schaffranek 2 3

3 ProChrist für Kids ProChrist an verschiedenen Orten im Landesverband gung stellte. Das Tagesziel war erreicht, als heraus gefunden war, dass der Jünger Thomas den Schrei ausgerufen hatte. Es handelte sich um den Schrei der Verzweiflung, weil Jesus gekreuzigt worden war. Nun ging es darum, wie die Kinder Thomas helfen könnten. Am zweiten Tag bauten die Detektive Krachmacher, mit denen sie am dritten Tag, in der Liveübertragung aus Chemnitz, durch ein Menschengewitter (also ganz viel Krach) Thomas in die Gegenwart beamen sollten. Dort wurde ihm gesagt, dass Jesus auferstanden ist und er ihn in Jerusalem treffen könne. Danach wurde Thomas wieder durch viel Krach an allen Übertragungsorten zurück in die Vergangenheit geschickt, wo Jesus ihm dann seine Wundmale zeigte wie es in der Bibel berichtet ist. Am Rand verfolgten die Mitarbeiter das Geschehen auf der Leinwand. Es gab viel Platz zum Spielen und für Spielstationen! Mit Leg Deine Hand in meine Hand wurden die Kinder dazu ermutigt ihr Leben Jesus anzuvertrauen und zu erleben, dass Jesus heute noch lebt und in unserem Leben handelt. Das erlebten auch die Mitarbeiter, die sich aus fünf Kulmbacher Gemeinden und Gemeinschaften zusammensetzten. Gott öffnete uns schon in der Vorbereitung Möglichkeiten, indem er uns im Einkaufszentrum offene Türen schenkte. Sogar ein Pressegespräch wurde für uns organisiert, bei dem wir die Lokalpresse ausführlich über ProChrist und ProChrist für Kids informieren konnten. Doris Täuber, Kulmbach Doris Täuber in Aktion Fürth Jeden Abend hatten wir einen interessanten Interview Partner: die Hausfrau von nebenan, den Geschäftsführer von Tucher-Bräu (Bild), den Polizeichef, den Oberbürgermeister, eine Stadträtin, einen Anwalt und eine Majorin der Heilsarmee. So hörten die Gäste, dass Christsein nicht nur etwas für alte und schwache Menschen ist, sondern genauso für Führungspersönlichkeiten. Und die schämten sich nicht, von ihrem Glauben zu reden. Wir freuen uns schon auf den Nachfolgekurs zu dem sich fünf Personen angemeldet haben. Übrigens: Unser Deko-Team hat sich echt was einfallen lassen, damit eine freundliche und einladende Atmosphäre entstand. Hof Pro Christ in Hof war bunt, denn 13 verschiedene Gemeinden der Ev. Allianz waren beteiligt. An einem Abend begrüßte ein Zauberkünstler die Leute am Eingang und gestaltete das Vorprogramm. Kulmbach Volles Haus auch bei den Abenden für Erwachsene im Schwedensteg. Regensburg Man traf sich im Zelt, hier gibt Judy Bailey ein Konzert. Der Girlstreff machte den Kindern vor, wie die Bewegungen zu den Liedern gehen. Hersbruck Auch in der LKG in Hersbruck hatten wir ProChrist allerdings im Hauskreisformat ERF live. Es kamen zwischen 7 und 27 Personen an den Abenden. Zwei Personen hatten den Mut, mit Jesus neu zu beginnen. 4 5

4 ProChrist an verschiedenen Orten im Landesverband Lieder, Worte und Gedanken Roth Um geistliche Frucht wurde wochentags jeweils um 10 Uhr vormittags gebetet, und jeden Abend während der Veranstaltung. Was Gott an den einzelnen Herzen bewirkt hat, ist im Himmel bekannt. Wir in Roth haben davon nur einen kleinen Teil bemerken können. Aber mit großer Freude sehen wir, was Gott in diesen Tagen in ganz Europa getan hat! Schweinfurt Tiefgehende Botschaften von Ulrich Parzany, buntes und berührendes Rahmenprogramm, viele Besucher: Gemeindefremde und Mitglieder, gute Gespräche nach der Veranstaltung, ein gutes Miteinander und klasse Teamwork. FAZIT: eine fruchtbringende Woche Gott sei DANK! (auch wenn es manchmal anstrengend war) Impressum: Herausgeber: Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern Steindl Im Lauf der Woche wagten einige Jüngere und auch Ältere nach Parzanys Einladung den Weg nach vorn zum Treffpunkt Kreuz, an dem man rasten konnte. Steindl Waldstraße 1, Puschendorf Geschäftstelle Tel / Zu den ProChrist für Kids- Nachmittagen war richtig etwas los. An einem Tag war der Kinderchor Thalmässing-Kids mit dabei. Die insgesamt 90 Kids brachten bei den verschiedenen Aktionen gehörigen Schwung ins ganze Gemeinschaftshaus. Spendenkonto Sparkasse Fürth BLZ Verantwortlich für den Inhalt: Konrad Flämig Peter Kolb (Geschäftsstelle und cfr) Ute Kühnel (Termine) Würzburg ProChrist am Morgen danach, jeweils am nächsten Morgen 9.30 Uhr, ein ergänzendes Angebot der LKG Würzburg zu den drei anderen Gemeinden mit Live-Übertragung. Erscheinungsweise: 2-monatlich Gestaltung&Druck: Müller Fotosatz&Druck Selbitz Ein Konzert der Extraklasse, Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen Es kann doch immer noch ein guter Abend werden..., so begann der Sänger und Songwriter Manfred Siebald im März sein Konzert in Rehau. Das Eingangslied stimmte auf eine Auseinandersetzung mit Erfolg und Erfolglosigkeit ein, ein Konzert für erfolgreiche Versager sozusagen. Nur manchmal im Schlaf faltet ein Ellenbogen-Erfolgsmensch die Hände und murmelt so was wie ein Gebet so provokant folgte das nächste Lied. Manfred Siebald legte damit den Finger in die Wunde, bot aber ebenso einen Mantel, in den jeder hinein schlüpfen konnte. Ein brillantes Spiel der Sprache fesselte die Zuhörer des von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Rehau (Bezirk Helmbrechts) und der Ev.-luth. Kirchengemeinde gemeinsam veranstalteten Konzertes. Wir haben es schwer mit der Fülle und dem materiellen Überfluss Siri, Dede und Jando, Menschen in tiefster Armut haben es leichter., so Manfred Siebald. Sie haben nicht zu entscheiden, welcher Rock, welche Hose oder Hemd heute dran ist, dankbar trägt Dede das eine Kleid mit Löchern, das ihr fast alleine gehört. Hörbares Nachdenken machte sich in der fast vollen Stadtkirche breit. Aber immer sind die andern schneller, ich bin immer der Verlierer, ein Lied, das jeden persönlich ansprach. Doch Jesus sieht uns mit anderen Augen, vergibt uns und wir können deshalb wieder neu anfangen. Auch wenn du dich selbst aufgeben willst, Jesus gibt dich nicht auf. Das lenkte den Blick aufwärts. Und sie gibt es doch, die Milz, die die Kollekte zählt. In Siebalds Lied noch unmöglich, in Rehau aber Wirklichkeit. Frau Milz ist unsere Sekretärin im Pfarramt. Doch das nimmt der Künstler still vergnügt zur Kenntnis, denn er kann singen als Trost für viele, die nicht durch ihre Supertalente auffallen. Unter der Gnade des Herrn zu gehen, singt Siebald am Schluss den Zuhören zu. Das ist auch unser Wunsch an die Besucher. Die Botschaft von Jesus Christus, erklungen durch Manfred Siebald, wollen wir nutzen, um einzuladen, dass Menschen sich einlassen auf diesen Herrn. Am Ende des Konzertes luden Frau Pfarrerin Marion Krüger und Prediger Werner Hübner zu den Gottesdiensten der Kirchengemeinde und zu den Gemeinschaftsstunden ein. Der Erlös dieser Veranstaltung, mit der wir rund 400 Menschen erreichten, dient der Unterstützung von Humedica, einer Hilfsorganisation, die Hilfseinsätze von ehrenamtlichen Ärzteteams auf der ganzen Welt organisiert und durchführt. Manfred Siebald berichtete, dass seine Frau Christine in diesem Jahr auf Madagaskar an einem Hilfseinsatz teilnimmt. Damit hilft das Konzert doppelt: in Rehau zur Freude für die Zuhörer, in Madagaskar als Hilfe für kranke Menschen. Der Abend hat Impulse gegeben, Zuhörer angesprochen, zum Nachdenken angeregt. Uns bleibt nur die Einladung an die Besucher, den Weg mit Jesus mit zu gehen. Martin Kugler, LKG Rehau Manfred Siebald mit seiner Mini-Gitarre Manfred Siebald beim Konzert in der 6 Rehauer St. Jobst - Kirche 7

5 Die Aussteiger Kinderprogramm und Gottesdienst Uhr. Die Kinder sind sinnvoll aufgeräumt sie bekommen ihr eigenes, extra auf sie zugeschnittenes Programm. Schließlich sollen sie sich gerne an diesen Tag zurück erinnern; reich beschenkt mit tollen Gemeinschaftserlebnissen, mit Spiel und Spaß und der besten Nachricht der Welt. Es ist genial, mit wie viel Herzblut, Mühe und Fröhlichkeit sich die Mitarbeiter hier engagieren. In diesem Jahr waren es Mitarbeiter aus Cadolzburg und Schweinfurt. Zeitgleich beginnt in der Konferenzhalle der Gottesdienst für die Großen. Hell strahlt die Sonne noch ein wenig zaghaft erklingt das erste Lied der Gäste, nachdem sie von Wolf-Ewald Büttner, dem Vorsitzenden des Gemeinschaftsverbandes, begrüßt worden sind. Das ändert sich in der Lobpreiszeit. Mit viel Einvon Jesus überzeugt. er trägt. er prägt. Theatergruppe in Helmbrechts Am 21. März gastierte die Theatergruppe Die Aussteiger mit dem 90-Minuten-Stück Der Sühnemann im voll besetzten Saal der LKG Helmbrechts. Nach dem Motto: Bilder prägen sich tiefer ein als Worte wollen Die Aussteiger das Evangelium von Jesus Christus durch Theater unter die Menschen zu bringen. Das Theaterstück Der Sühnemann erzählt die Geschichte des jungen Mädchens Cadi, das sich am Tod ihrer kleinen Schwester schuldig fühlt. Cadi gehört einem schottischen Clan an, der im 18. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert war, und dort zurückgezogen und isoliert lebte. Der Clanchef Kai Brogan regiert den Clan nach seinen eigenen Gesetzen und mit brutaler Gewalt. Er war es auch, der seinen Widersacher in die schwarzen Berge verbannte. Der durfte nur als Sühnemann ins Tal kommen, wenn die Totenglocke läutete. Nach altem Brauch des Clans nimmt der Sühnemann über dem Leichnam Die Schauspielergruppe (Foto: H. Engel) ein Mahl ein, damit sollen die Sünden des Verstorbenen auf ihn übergehen und so soll die Seele des Verstorbenen Frieden finden. Bei der Beerdigung ihrer geliebten Oma wirft Cadi einen Blick auf den Sühnemann, was streng verboten war. Sie möchte endlich frei sein von der Last ihrer Schuld. Deshalb macht sie sich zusammen mit ihrem Bruder auf in die schwarzen Berge, um den Sühnemann zu suchen. Doch auch nach einer Begegnung mit ihm und einem Sühnemahl bekommt sie keinen Frieden in ihr Herz. Eines Tages kommt ein Fremder in das abgelegene Tal. Der Fremde erzählt Cadi und ihrem Bruder von dem Sühnemann Jesus Christus, der die Sünden der ganzen Welt auf sich genommen und sie am Kreuz gesühnt hat. Durch diese Botschaft von Jesus Christus findet Cadi Vergebung ihrer Schuld und bekommt Frieden in ihr Herz. Der Clanführer tötet den Fremden, doch die Botschaft des Evangeliums kann er nicht mehr zum Schweigen bringen. Ein Theaterstück, das ausgezeichnet in die Passionszeit passt. Es handelt von der Suche nach Frieden und Vergebung, vom Kampf zwischen Licht und Finsternis und von der befreienden Kraft des Evangeliums von Jesus Christus. Es gibt Vergebung schon heute! Ein Stück, das unter die Haut geht, die Herzen berührt und noch lange nachklingt. Werner Hübner, LKG Helmbrechts LKG-Landeskonferenz 2009 in Puschendorf Wir schreiben den 26. April Ein nicht enden wollender Strom an Fahrzeugen rollt auf die Eingangspforte der Diakonie-Gemeinschaft in Puschendorf zu. Mit Signalwesten ausgestattete Helfer lotsen die Fahrzeuge auf die große Wiese zwischen Konferenzstraße und Waldstraße. Einmal im Jahr muss sie diesen Härtetest bestehen. Sie hat ihn öfter schon verloren dann, wenn sie vom Regen aufgeweicht war und manche Fahrzeuge bis zu den Achsen im Matsch versunken sind. Heuer gewinnt sie! Mühelos trägt sie jedes Auto des großen Familientreffens unseres Gemeinschaftsverbandes. Norden, Süden, Osten Westen jede Himmelsrichtung ist vertreten. Ein, zwei Stunden Anreise zur Landeskonferenz nimmt man das gerne auf sich. Munter und fröhlich werden Hände geschüttelt, wird sich umarmt und werden Küsschen verteilt. Für manche ist es immerhin ein ganzes Jahr her, dass man sich zuletzt gesehen hat. Immer wieder frohes Lachen und dazwischen Kinderstimmen. Viele, viele Kinder wohl über 100 in diesem Jahr, sind mit von der Partie. Was wäre ein echtes Familientreffen ohne Kinder? Posaunenchor und Besucher im Vormittagsgottesdienst fühlungsvermögen versteht es Daniel Hahn, mit seiner Moderation und seinem Klavierspiel, die Leute auch innerlich zu gewinnen. Unterstützt wird er dabei von Elisabeth Flämig an der Querflöte und am Saxophon. Es ist eine Zeit, die berührt. Nach Jesus sehnen sich die Menschen Dann ist er da: Dr. Roland Werner, der Referent des Tages. Christustreff Marburg, Christival, Pro- Christ, JesusHouse, Spring das sind nur einige wenige Stationen, die unter seinem Einfluss entstanden oder durch seine Impulse mitgeprägt wurden. Sie haben der Roland Werner predigt eindrücklich evangelikalen und missionarischen Landschaft in Deutschland ein Gesicht gegeben. Sein Thema am Vormittag: Von Jesus überzeugt er trägt! Eindringlich macht er darauf aufmerksam, dass Jesus ins Zentrum aller christlicher und evangelistischer Arbeit gehört, und dass die Menschen um uns herum auch genau das erwarten. Denn menschliche Systeme versagen, brechen zusammen Jesus aber bleibt Der Fremde (links) erzählt Cadi und Fagan von Jesus, dem wahren Sühnemann (Foto: H. Engel) Cadi und Fagan (rechts) fragen eine Bekannte, nach dem Sühnemann. Wo 8 können sie ihn finden? (Foto: H. Engel) 9

6 von Jesus überzeugt. er trägt. er prägt. Musikalische Begleitung durch die Band von Christine Coppes und Elisabeth Flämig mit seiner Realität, mit seiner Liebe zu uns. Mit seiner Kraft ist er heute erlebbar und kann jede Situation verwandeln. Danach fragen die Menschen! Das brauchen sie! Und es ist unser Job, unsere Berufung, sie mit diesem erlebbaren Herrn in Berührung zu bringen. Dazu ist es nötig, dass wir unterwegs zu den Menschen sind. Und wenn wir das sind, dann werden wir auch wachsen, so Roland Werner. Monkey Climbing und viel Abwechslung Der Posaunenchor unter der Leitung von Klaus Schober läutet die Mittagspause ein. Pünktlich kommt die Sonne hervor. Warm wird s. Es gibt den bewährten Puschendorfer Eintopf und Kuchen bis zum Abwinken. Der Erlös des Kuchenverkaufs ist diesmal für die LKG Burgthann/ Schwarzenbach bestimmt. Ein neues Gemeinschaftshaus ist dringend nötig, weil das alte aus allen Nähten platzt. Eigentlich gibt s ja keinen schöneren Grund, bauen zu müssen, oder?! Während die Erwachsenen essen, sind die Kinder nur mit Mühe dazu zu bewegen, denn die große Hüpfburg lockt, und noch so manch andere Attraktion. Monkey-Climbing (das affenartige Erklettern eines Baumes) ist in diesem Jahr der Renner, für den eine kräftige Birke ihren Stamm Kopfüber durch die Welt und ihre Äste bereitstellen muss. Pred. Walter Ittner, selber begeisterter Kletterer, sichert jeden Affen professionell. Für die Erwachsenen gibt s verschiedene Workshops. Größtes Interesse findet das Thema Wie klar darf es in Deutschland sein? Der Fundamentalismusvorwurf an die evangelikale Bewegung. Klettern am Baum macht viel Freude Future Stars Uhr. Es geht weiter im Programm. Auszüge eines Kinder-Musicals, einstudiert auf einer Musicalfreizeit im letzten Sommer, werden präsentiert. Die Künstler, ca. 20 Kinder aus unserem Verband unter der Leitung von Christine Coppes treten vor dem wohl größten Publikum ihrer jungen Karriere auf. Für die professionelle Musik sorgt eine Band, die dann auch die Großen für den Rest des Nachmittages begleitet. Nachdem die Kinder mit kurzem Gewusel in ihre Gruppe entschwunden sind, spricht Roland Werner zum Thema: Von Jesus überzeugt er prägt! Sich von Jesus prägen zu lassen ist ein Prozess, ein Weg, ein großes Ziel. Wir alle kennen Menschen in unserem Umfeld, die Jesus geprägt hat. Sie sind nicht berühmt. Meist sind es Die Musical-Kids unter Leitung von Christine Coppes nur ganz schlichte Menschen aber sie strahlen echte Jesusprägung aus. Und die zieht an, uns und andere! Nach solchen Menschen sehnt sich die Welt. Werner macht Mut, sich prägen zu lassen, noch einmal Neues zu wagen und gerade auch im Alter noch einmal neu aufzubrechen. Denn wir sind der Tempel Gottes ; Gott wohnt in uns. Und wohin wir jetzt gehen, dahin kommt nun auch der Herr! ; für Werner umfasst diese Aussage eine geniale Verheißung unseres Gottes. Wir leben mit und unter dieser Verheißung egal, wie klein und schwach unsere jeweiligen Gemeinschaften vor Ort auch sein mögen. Kritisch allerdings beurteilt er eine zunehmende Bibelmüdigkeit. Denn wie kann Jesus uns prägen, wenn wir immer weniger mit der Bibel leben? Und wie können wir andere prägen, wenn Jesus nicht auch uns vorher geprägt hat? Lasst euch prägen von Jesus! Und dann prägt andere!, so ruft Werner allen Besuchern zu, um dann aber auch noch einmal kritisch zu fragen, ob sie denn eigentlich überhaupt prägen wollen? Oder ob sie nicht doch vieler Orten zufrieden sind mit dem, was vorhanden ist?! Fest steht: Jesus will uns zum Segen setzen für andere! Lassen wir es zu! Da staunst du Nach der Predigt naht das Finale. Nachdem noch einmal die Kollektenkörbchen durch die Reihen gewandert sind, mit dem Ziel, den Grundstock für die Neubesetzung der Kinderreferenten-Stelle im CJB zu legen, strömen die Kinder auf die Bühne. Und dann geht die Post ab! Da staunst du, da staunen wir, da staune ich, das sag ich dir: Gott ist gut, er ist dir nah. Gott ist wirklich wunderbar! Knapp 100 Kinderstimmen werden zum Orkan, nehmen die Erwachsenen mit. Beine zucken im Takt, Hände klatschen und Finger schnipsen. Strahlende Kindergesichter werden vom Videoteam des CVJM-Landesverbandes gekonnt auf die große Leinwand gebracht. Sie runden den Tag ab und lassen bereits die Vorfreude auf kommendes Jahr erkennen: 18. April 2010 mit Hans Peter Royer, Skilehrer, Bergführer, und einer der bekanntesten evangelikalen Prediger im deutschsprachigen Raum. Andreas Weyandt, Nürnberg Auch Pf. Broska (Puschendorf) 10 erfasst die Spielleidenschaft 11

7 Von Jesus überzeugt Mit Jesus kann man wundersame Dinge erleben! Viele Jahre fuhr ich mit Bruder Franz zur Freizeit nach Meransen, einem wunderbaren Ort in Südtirol auf 1400 m Höhe. Es war immer eine herrliche Zeit für Leib und Seele. Nun war es wieder so weit. Am Samstagnachmittag kamen wir dort an. Am Sonntag früh oh weh ich konnte kaum aufstehen. Ich fühlte mich elend, mein Körper war schwer wie Blei, meine Beine hatten keine Kraft. Ich schleppte mich zum Frühstück, danach feierten wir Gottesdienst ich wollte doch unbedingt mit dabei sein. Nach dem Gottesdienst hatten wir noch eine Stunde Zeit bis zum Mittagessen. Die Freizeitteilnehmer nutzten die Zeit zu einem herrlichen Spaziergang. Ich konnte nicht mit. Ich war so erschöpft und musste mich ins Bett legen. Auch am Nachmittag war es so. Die ganze Gruppe ging wandern. Ich ging ins Bett. Ich war ziemlich traurig. Jedoch tief innen hatte ich den Eindruck, dass Gott mir auf irgendeine Art und Weise helfen würde. Auch am zweiten Tag war keine Besserung in Sicht. Am dritten Tag, nach der Bibelarbeit dazu hatte ich Mein Blick hat sich gewandelt Als Gemeindekind, das von Anfang an nichts anderes kannte, als in den jeweiligen altersgemäßen Veranstaltungen von Je- mich immer aufgerafft saß ich am Bettrand und dachte, heute gehe ich nicht ins Bett. Hinter dem Haus steht eine Bank, auf die setze ich mich, dann kann ich wenigstens die schönen Berge sehen und die frische Luft genießen. Als ich um die Ecke des Hauses bog, stand dort ein kleiner Junge von etwa vier bis fünf Jahren. Er sprach mich an und sagte: Komm mit mir zur Schaukel Sie stand auf der anderen Seite der großen Rasenfläche. Ach, du liebe Zeit, danach war mir nicht zumute. Ach nein, sagte ich, ich möchte mich ein wenig auf die Bank setzen. Ach, komm halt mit, bettelte der Junge. Ich hatte mehrere Gründe gefunden, um Nein zu sagen. Schließlich sagte ich: Schau, das Gras ist noch ganz nass, da bekomme ich nasse Füße, da kann ich nicht mitgehen. Er lachte, bückte sich auf die Erde, tatschte mit seinen Händchen auf das Gras. Sieh mal, das ist ganz trocken. Komm doch mit! Aus Mitleid ließ ich mich überreden und ich ging mit ihm. Freudig sprang er voraus und schon saß er auf der Schaukel. Als ich so neben der Schaukel stand, sah ich, unmittelbar vor mir war ein kleiner Gewürzgarten. Er war von einem niedrigen Zaun umgeben und in der Ecke dieses Zaunes direkt vor mir stand ein Salbeistock. Ich stand wie angewurzelt. Herr Jesus, du hast mich durch dieses Kind hierher geführt so ging es mir durch den Sinn. Salbei hat mir in solchen Situationen schon oft geholfen. Ich war überwältigt und konnte Jesus nur Danke sagen. Ich spürte handgreiflich die Gegenwart, Liebe und Fürsorge meines Herrn. Für mich war klar; Jesus hat mich in die Ecke dieses Gartens geführt. Und der kleine Junge er war plötzlich verschwunden. Ich habe einige Salbeiblätter gekaut. Und das Wunder geschah; am nächsten Tag war ich wieder gesund. Was mich an Jesus fasziniert? Er ist ein lebendiger und gegenwärtiger Herr, mit ihm man konkret rechnen und wundersame Dinge erleben kann. Juliane Schwiedersky, Helmbrechts sus zu hören und zu beten, war die Faszination und die Anziehungskraft Jesu nicht immer so präsent. Ein Schreiber in dieser Rubrik hat diese Anziehungskraft einmal mit einem Magneten verglichen und dieses Bild passt hier auch sehr gut. Solange der magnetische Stoff am Magneten Ich bin begeistert von Jesus, weil er humorvoll ist Ich bin begeistert von Gott, egal, ob ich ihn wahrnehme als Vater, als Jesus oder als Heiligen Geist oder ich das gerade nicht unterscheiden kann. Ich bin begeistert, weil er mir mit so viel geduldiger Ausdauer begegnet, mit mir Umwege geht, auch wenn er längst weiß, wie dumm das ist. Einfach mir zuliebe geht er mit und kommt dann mit mir gemeinsam zum Ziel. Ich bin begeistert von Jesus, weil er mich immer wieder erinnert. Ich vergesse, was ich mir vorgenommen habe und lasse es unter den Tisch fallen, obwohl ich doch eigentlich mal kapiert hatte, wie wichtig es ist. Und Jesus vergisst es nicht, er erinnert mich auf verschiedene Weise: klebt, merkt er kaum etwas von der Anziehungskraft, aber wenn er sich wegbewegt wird diese immer stärker. Als ich mit um die 18 immer mehr auf Feiern und Festen unterwegs war, hab ich irgendwann gemerkt, wie das mein Leben bestimmt und ich mich immer weiter von Jesus weg bewege nicht äußerlich sichtbar, ich bin weiter in alle Veranstaltungen gegangen, aber innerlich. Doch Jesus hat mich nicht losgelassen und seine Kraft hat mich zu ihm zurückgezogen. Ich konnte Buße darüber tun, dass ich ihm nicht vertraut habe und selbst mein Leben bestimmen wollte. Und ich habe echte Freude über seine Vergebung erlebt. Seitdem hat sich mein Blick ziemlich gewandelt. Ich sehe, was Jesus mir in so vielen Bereichen meines Lebens schenkt, sei es im Studium oder mit Freunden. Und gerade auch im Geistlichen darf ich immer wieder Neues entdecken und erkennen. Immer wieder zeigt mir Jesus Seiten an ihm, die ich bisher nicht kannte oder nicht so gesehen habe. Im Moment bewegt mich sehr, wie ich Jesus vertraue, dass er das Beste für mich bereithält. Und zwar nicht erst in der Ewigkeit und auch nicht erst wenn ich dies oder jenes erreicht habe, wie Beruf, Familie oder andere Ziele, sondern jetzt hier und heute. Gerade junge Menschen sind, denke ich, scheinbar überzeugt: Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, dann beginnt das Leben erst richtig. Aber das Ziel hält dieses Versprechen nicht. Dann kommt das nächste Ziel an die Reihe und so geht es weiter. Man merkt gar nicht wie wertvolle Zeit ungenutzt bleibt, weil man immer am Warten ist, bis das Leben angeblich beginnt. Oft kommen dann noch Sorgen über die Zukunft oder Niedergeschlagenheit über die Vergangenheit dazu, so dass man ganz vergisst den heutigen Tag mit Jesus zu leben und zu sehen, was er bereithält. Ich denke das ist, was Jesus meint, wenn er in der Bergpredigt sagt: Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. (Mt. 6, 34) Wir dürfen sowohl die Sündenlast der Vergangenheit, als auch die Sorgen der Zukunft bei ihm abladen und jeden Tag, jede Minute mit ihm leben und erleben. Er hat zwar nicht versprochen, dass immer alles so kommt, wie ich es mir wünsche, aber er hat das Leben und volles Genüge versprochen. Das fasziniert mich! Stefan Rupprecht, Schwarzenbach in einer Predigt durch meine Frau durch Symptome meines Körpers im Gebet in seinem Wort. durch einen Traum durch ein zufällig treffendes Wort irgendeines Menschen, der zum Werkzeug wird ohne es überhaupt zu wissen durch Ich bin begeistert von Jesus, weil er mir mehr zutraut als 12 13

8 Von Jesus überzeugt Naturwissenschaft und Glaube ich mir selbst. Er kann streng und konsequent sein, großzügig und sanft. Darüber bin ich froh, denn ich kann ihm nicht aus Versehen aus der Schule laufen. Ich bin begeistert von Jesus, weil er humorvoll ist. Darf man das von Gott sagen? Ich glaube unbedingt, so erlebe ich ihn jedenfalls. Manchmal kann ich mir ihn nur mit einem feinen Was fasziniert Sie an Jesus? Ich musste achtzig Jahre alt werden, bis mir diese Frage gestellt wurde. Seit mindestens sechzig Jahren darf ich an den dreieinigen Gott glauben, aber diese Frage hörte ich jetzt zum ersten Mal. Er, Jesus Christus, ist mir seit damals immer wichtiger geworden, immer näher gekommen. Er gehört selbstverständlich zu meinem Leben. Jederzeit und von überall her besteht (im Glauben) Gebetsverbindung. Ich habe oft Jesus verkündigt. Aber ich muss mich selber fragen: Was ist es, das mich an Jesus fasziniert? Mächtiger als in früheren Jahren beeindruckt mich sein tiefer, ja schneidender Ernst, mit dem er, wenn er hintergründigen und dabei so liebevollen Lächeln vorstellen. Und nicht zu vergessen, ich kann mit Jesus diskutieren und streiten. Er will das sogar, viel lieber, als wenn ich mich zurückziehe. Was mich erst recht begeistert: Er erfüllt mir manchmal einen langjährigen Wunsch, auf den ich buchstäblich nicht mehr zu hoffen wagte. Er erinnert sich an meine tiefsten Wünsche, sogar wenn ich sie längst vergraben habe. Das stelle ich manches Mal verblüfft fest, wenn ich ihm für etwas Neues, Schönes danke, dass er mir gerade erfüllt hat. Mein Gott! Ja, so ist mein Gott! Wolfram Soldan, Kitzingen Ich musste 80 Jahre alt werden, bis mir diese Frage gestellt wurde angegriffen wird, sich verteidigt, seine Gegner widerlegt, ihre Heuchelei und Verlogenheit bloßstellt und den Willen seines himmlischen Vaters vollmächtig ausruft. Alle Evangelien sind voll davon. Unvergesslich ist mir ein Gespräch mit Professor Romano Guardini, einem der Lehrer, die mich geprägt haben. An ihm erlebte ich den Sinn des Jesuswortes: Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Sein großartiges Jesusbuch Der Herr lasen meine Frau und ich mit großem Gewinn. Wenn ich heute die Evangelien durchgehe, fesseln mich sofort die Berichte von den Zeichen Naturwissenschaft und Glaube ein Gegensatz? Gelegentlich wird mir als Naturwissenschaftler und Christ die Frage gestellt: Wie kann man angesichts der modernen Naturwissenschaft an Gott glauben? Wie passt das zusammen? Im Hintergrund steht dabei meist unausgesprochen der Gedanke: Wir haben mittlerweile in den Naturwissenschaften so viel und Wundern, die Jesus in der Macht seines Vaters vollbrachte. Vielleicht ergreifen mich die Heilungsberichte so stark, weil ich auf meine alten Tage oft krank war. Dankbar staune ich über den geistlichen Reichtum, den Jesus mir mein Leben lang geschenkt hat. Die Freude war überwältigend, als mir aufging, dass Jesus, mein Heiland, wahrer Mensch und wahrer Gott, lebt. Er vergibt mir meine Sünden. Das darf ich bis heute erleben. Hans-Ernst Zacharias, Thierstein von der Natur verstanden. Wozu brauchen wir dann noch Gott? Ich persönlich denke, dass es genau umgekehrt ist: Alles, was wir an Gesetzmäßigkeiten, an Ordnung in der Natur erkennen, ist ein Hinweis auf das Wirken eines Schöpfers. Die Wunder vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos, vom Aufbau der Atome bis zu den Weiten des Universums lassen uns staunen und werfen die Frage nach dem Schöpfer auf. Woher kommt die Natur? Es stellt sich die Frage nach dem Woher : Woher kommt überhaupt die Natur, die wir als Naturwissenschaftler untersuchen, woher die Materie, die Energie? Woher kommen die Naturgesetze, nach denen sich die Natur verhält und die wir als Naturwissenschaftler doch nur nachbuchstabieren, nicht aber selbst schaffen oder verändern können? Ich möchte einen Vergleich bringen: Wenn wir ein Bild von einem berühmten Maler betrachten, dann ist das Vorhandensein des Bildes sicher kein Beweis, dass es den Maler nie gegeben hat selbst dann, wenn wir das Bild verstehen. Im Gegenteil: das Bild weist auf einen Maler hin. In gleicher Weise sehe ich in der Natur, in den Naturgesetzen, in den Naturkonstanten die Spuren des Schöpfers. Der bekannte Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg hat das einmal so gesagt: Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch. Aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott. Doch hier kommt die Naturwissenschaft auch an Ihre Grenzen. Wohl können die von ihr gefundenen Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten in der Natur ein Hinweis auf die Existenz eines Schöpfers sein. Diesen Schöpfer aber erkennen das kann die Naturwissenschaft nicht. Die Naturwissenschaft beschränkt sich darauf, die Natur verstehen zu lernen, ihre Gesetzmäßigkeiten nachzubuchstabieren und Experimente mit ihr anzustellen. Die Naturwissenschaft kann sehr wohl die Schöpfung erfassen, nicht aber den Schöpfer. Denn wenn Gott wirklich Gott ist, also der, der die Natur und die Naturgesetze geschaffen hat, dann ist er nicht Teil der Schöpfung. Dann ist er nicht einfach ein höheres Prinzip, nach dem die Natur funktioniert, sondern er steht über der Natur. Damit wird deutlich: die Natur kann uns wohl Hinweis sein auf den Schöpfer. Die Größe des Universums lässt uns die Größe des Schöpfers erahnen. Aber Gott selbst kennenlernen das kann ich mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht. Gott findet uns Es drängt sich sich die Frage auf: Wie kann ich als kleiner Mensch mit meinen sehr begrenzten Erkenntnissen und Möglichkeiten mitten in einem riesigen Universum denn aus eigener Kraft Gott finden? Und hier kommt die bemerkenswerte Botschaft der Bibel nicht wir müssen Gott finden, sondern Gott findet uns. Gott wird in Jesus Christus Mensch und gibt sich uns zu erkennen. Nicht wir müssen die Brücke zu Gott bauen er tat es für uns. Gott ist nur ein Gebet weit entfernt. Jesus lädt uns ein, eine persönliche Beziehung mit ihm aufzubauen. Er verspricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Und er lehrt uns zu beten: Unser Vater im Himmel. Das ist eine unglaubliche Botschaft, dass wir zu dem Schöpfer des Universums Vater sagen dürfen. Hier ist es ein Stück weit so wie bei den Naturgesetzen: Dass ein Naturgesetz wirklich stimmt, erfahre ich nur, indem ich es ausprobiere. Dass Gott wirklich da ist, erfahre ich nur, indem ich mich auf ihn einlasse, im Gebet zu ihm komme. Dann erfahre ich, wie er mich begleitet und trägt und mein Leben in seiner Hand hält. Max Planck, der Begründer der Quantentheorie und einer der Väter der modernen Physik, sagt: Wissenschaft und Glaube sind keine Gegensätze, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Prof. Dr. Thomas Schimmel Institut für Angewandte Physik, Universität Karlsruhe Institut für Nanotechnologie, Forschungszentrum Karlsruhe Ehemaliger im CJB Hof 14 15

9 Ein langer Weg Ist der Glaube immer fest? 40 Jahre auf der Suche nach Frieden mit Gott Als zweite von drei Töchtern durfte ich in einer liebevollen Familie groß werden, in der christliche Werte sehr wichtig waren. Meine Eltern waren bemüht uns Ehrfurcht vor Gott zu vermitteln, wobei die Lehre der Kirche einen hohen Stellenwert einnahm. Gott redete mit mir Ungefähr zwölf Jahre alt, hörte ich vor dem Einschlafen zum ersten Mal Gottes Stimme: Du sollst dein Leben ganz für mich leben! Diese Aufforderung machte mir große Angst, denn meine Vorstellungen von ganz entsprachen damals dem Leben im Kloster. Ich wollte aber heiraten und viele Kinder haben. Deshalb kam ich innerlich in große Bedrängnis. Beim nächsten Vater unser, das in unserer Familie gebetet wurde, war mir klar, dass ich den Satz: Dein Wille geschehe nicht mehr mitbeten konnte. Mein Verhältnis zum lieben Gott meiner Kindheit war grundlegend gestört. Angst begann mein Leben zu bestimmen die Angst, diesem Gott, der solches forderte, nicht zu gehorchen. Suche an falschen Stellen Als junge Erwachsene begann ich die ernsthafte Suche nach dem einen wahren Gott, der doch irgendwo zu finden sein musste! Die großen Weltreligionen gewannen mein Interesse. Der Reinkarnationsgedanke der Buddhisten erschien mir wie ein rettender Anker, weil ja im nächsten Leben alles wieder ausgeglichen werden kann. Allerdings: Dieses immer währende Kommen und Gehen erschien mir trostlos. So fand ich einfach keinen Frieden! Mittlerweile war ich verheiratet. Wir wünschten uns viele Kinder. Fragen der Erziehung vermischten sich mit meinem Suchen. Die Waldorfschulen, aus dem Menschenbild der Anthroposophie hervorgegangen, schienen mir eine Antwort zu sein. Ich beschäftigte mich mit Rudolf Steiner, dem Gründer dieser Lehre. Unsere Kinder, vier an der Zahl, wurden der Reihe nach mit unermüdlichem Einsatz jeden Tag weite Strecken in anthroposophische Einrichtungen gebracht. An ihren Werken werdet ihr sie erkennen war der Satz aus der Bibel, den ich meiner Unruhe entgegenhielt. Der Anspruch, den die Anthroposophie in den erzieherischen Alltag umzusetzen versuchte, war schon beachtlich. Aber von all dem ging kein Frieden aus. Es waren Gedankengebäude, die meinen Verstand beherrschten, ohne das Herz zu verändern. Die Bibel, mit der ich eigentlich nicht umgehen konnte, die aber doch mit diesem Reden Gottes aus meiner Kindheit, das ich nie ganz zu verdrängen vermochte, in engem Zusammenhang stand, zog mich zunehmend an. Mit Zeugen Jehovas, die regelmäßig zum Bibelstudium zu mir nach Hause kamen, fing ich an, das verdrehte Wort Gottes (Die eigene Übertragung der Bibel durch die Wachturmgesellschaft; Anm. d. Red.) zu studieren. Wer war dieser Jesus? Diese Frage blieb durch den Geist, der diese Organisation und ihre Mitglieder im Griff hat, über zehn Jahre verdeckt. Depressionen beherrschten mein Leben. Der Eifer, durch Werke diesem unnahbaren Gott gefallen zu können, durchzog meinen Alltag. Völlig am Ende meiner Kräfte ging ich zum Heilpraktiker, der meinen Angstattacken und Depressionen durch Vergangenheitsbewältigung entgegenwirken wollte. Nun rutschte ich in den Bereich der Esoterik. Mit kinesiologischen Methoden ließ ich Rückführungen in frühere Leben durchführen. Dies ist eine moderne Form der Wahrsagerei. Im Vorhof der Hölle Dass ich mich mittlerweile im Vorhof der Hölle befand, offenbarte sich erst, als ich September 1994 einen Knoten in der Brust entdeckte. Die Heilpraktikerin testete mich kinesiologisch aus. Mein Körper log : Alles in Ordnung! Nur getrieben von der Angst, Brustkrebs zu haben, ging ich ins Krankenhaus und ließ mich operieren. Der Knoten war tatsächlich harmlos. Das Gewebe daneben war befallen! Nach dem Ergebnis der Gewebeuntersuchung sollte eventuell noch einmal operiert werden. Nach dreitägigem Krankenhausaufenthalt verabschiedete ich mich aber eigenverantwortlich aus der Klinik. Jetzt begann die schlimmste Zeit meines Lebens. So könnte ich mir Hölle vorstellen! Ich konnte überhaupt nicht mehr schlafen, war psychisch schwer krank. Das Gefühl panischer Angst trieb mich in schreckliches Zwangsverhalten. Würgeanfälle, Wahnvorstellungen und dämonische Anweisungen, wie ich diesen Qualen ein Ende setzen könnte, beherrschten mich. Nach genauen Vorschriften sollte ich mich am Balkon erhängen. Christ, der Retter ist da! Aber unser Herr und Heiland, Jesus Christus, griff auf wunderbarste Weise ein. Morgens um zwei Uhr holte ich in höchster Not meine Bibel. Der Herr ließ mich bei Joh 1,12 aufschlagen. Dort las ich: Jesus kam in sein Eigentum, doch die Seinen nahmen Ihn nicht auf, alle aber, die Ihn aufnahmen, denen gab Er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Schlagartig wurde es hell um mich. Der Geist Gottes überführte mich und diese absolute Wahrheit fiel in mein Herz. Ich kniete mich hin und kapitulierte vor Gott gab mich mit Haut und Haaren in Jesu Hände. Ihm alleine gilt die Ehre und Anbetung, aller Lob und Dank von dieser Sekunde meiner Wiedergeburt an! Damals wusste ich nicht, dass dies jeder Christ erleben darf. Ich erfuhr einen tiefen Frieden, den ich vierzig Jahre lang so sehnlich gesucht hatte. Eingebettet in Gottes Ruhe legte ich mich in mein Bett und schlief tief ein. Ein ausgetauschtes Leben Was sich seitdem in meinem Leben verändert hat? Der Geist Gottes führte mich an sämtliche Knotenpunkte meiner Vergangenheit. Sein Reden war liebevoll und unmissverständlich. Ich durfte meine Verstrickungen erkennen und umkehren. Der Schmerz über all die Versuche, mein Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen, wich einer tiefen Freude und Zuversicht. Nicht, dass Engpässe verschwunden wären, überhaupt nicht! Aber durch Jesus Christus darf ich in schwierigen Situationen immer wieder überwinden und erfahre Freude, Hoffnung und Ermutigung. So ermutige ich dich, der du diese Zeilen liest: Halte dich ganz nah bei Jesus und ehre ihn durch festen Glauben, denn Jesus Christus hat in allem das letzte Wort. Name der Redaktion bekannt 16 17

10 LKG Termine LKG Termine und Familiennachrichten Bezirk Bad Windsheim h Gartenfest Altheim mit Konrad Flämig h Jahresfest Hornau h Sommerfest Oberhöchstädt mit Daniel Hahn Bezirk Bayreuth h Sommerfest in Lanzendorf mit Richard Hasenöder, Marktredwitz Bezirk Burgthann/ h Echt?!-Gottesdienst mit W. Grimm Schwarzenbach h Dillbergtreffen mit Heinrich Kaufmann, Schwäbisch Gmünd h Frauenfrühstück mit Frau Aures, Puschendorf h Echt?!-Gottesdienst mit Shih-yin Chen, Nürnberg Bezirk Cadolzburg h Ausflug der Offenen Runde nach Dinkelsbühl h Eichenseefest mit Markus Klein, Fürth Bezirk Fürth h Hoffest mit Christoph Bahr, Regensburg Bezirk Helmbrechts h Sommerfest mit Werner Hübner, Helmbrechts h Frauenfrühstück mit Schw. Gisela Kattler, Selbitz h Sommerfest in Rehau mit Konrad Flämig Bezirk Hersbruck h Frauenfrühstück mit Silke Distler, Pottenstein h Bezirkstreff mit Kaffeetrinken mit Silke Distler, Pottenstein h Männertreff Hersbruck/Grillabend h Gartenfest Vorra mit Konrad Flämig, Puschendorf Bezirk Hof h Gottesdienst für Groß und Klein h GmbH-Gottesdienst mit begründeter Hoffnung, h GmbH-Gottesdienst mit begründeter Hoffnung, Jungschar-Camp h Musikalischer Gottesdienst Rock am Stein Open Air-Musikfestival Gottesdienst im Park mit St. Lorenz-Gemeinde Bezirk Kulmbach h Frauenfrühstück mit Heidi Dresel Jahresfest mit Dir.i.R. Karl Albietz Gemeindefreizeit im Altmühltal Bezirk Marktredwitz h Gottesdienst Plus mit Richard Hasenöder h Musikalischer Gottesdienst mit den Gospelchören aus Weilburg/Lahn und Marktredwitz h Gottesdienst Plus mit Missionarin Kerstin Richter Bezirk Mühldorf h Gartenfest Bezirk Naila h Sommerfest in Reitzenstein mit Konrad Flämig Bezirk Nürnberg/ h Sommerfest mit Bernd Wagner, Bayreuth Amalienstraße h ÜMG Missionssonntag mit Kerstin Richter, Taiwan und Joachim König, Mücke-Flensungen Bezirk Nürnberg/ Freizeit der Hauskreise am Schwanberg Strauchstraße Infostand am Südstadtfest in Nürnberg h Gemeinschaftstag, Gottesdienst und Besuch im Tiergarten Bezirk Roth/Steindl h Frauenfrühstück in Steindl mit Gabi Seitz h Bezirksfest in Steindl mit Konrad Flämig h Frauenfrühstück in Steindl mit Margitta Rosenbaum Bezirk Rothenburg h Gemeinschaftstag und Gartenfest in Gailshofen h Themenabend mit Peter Siemens von Open Doors h Leuzenbronner Tag mit Pfr. Hartmut Hühnerbein (cjd) h Themenabend mit Dr. Stephan Holthaus Bezirk Uffenheim h Gästegottesdienst h 4 F-Jugendgottesdienst Auf und davon... Bezirk Würzburg Fitnesskurse für Wirbelsäule, Geist und Seele, jeden Alters unter fachkundiger Leitung, jeweils dienstags: h Frauen und h Männer Geburtstage 70 Jahre Marion Thüroff, Leupoldsgrün Robert Knieling, Leupoldsgrün Armin Bauerreiß, Birnbaum 7.6. Lydia Bunes, Röslau 3.7. Irmgard Peetz, Ottengrün Helene Schmidtel, Gebsattel Hans Rotter, Fürth-Unterfarrnbach Elsa Gümpelein, Bernhardswinden Jahre Lisbeth Hammerschick, Wachendorf 3.6. Alfred Schmeißer, Culmitz Luise Silberhorn, Burgthann Gertrud Schreier, Arzberg-Seußen Karl Potzel, Leupoldsgrün Dora Hilburger, Cadolzburg Paul Walther, Rothenburg Luise Egerer, Rossendorf 5.7. Berta Thoma, Marktredwitz 7.7. Wir wünschen Gottes Segen Zur Geburt Josias, Sohn von Anne und Matthias Greck, Dörlbach, 8.3. Leni, Tochter von Angela und Thomas Seeg, Ansbach, 7.4. Leona, Tochter von Birgit und Roland Ebnet, Cadolzburg, Zur Hochzeit Hans Renner und Eva Wunderlich, Henfenfeld, Sonja und Uwe Köhler, Geckenheim

11 Familiennachrichten CJB-Termine 75 Jahre Stefan Stirner, Waldershof Helmut Wendrich, Alfershausen Gerlinde Wiedel, Hof Gerdi Kern, Schönwald Jahre Marga Wunschel, Rothenburg Margarethe Schrödel, Laffenau 3.6. Elisabeth Spörl, Zell 4.6. Hans Müller, Prichsenstadt Karl Köhler, Postbauer-Heng Wilhelm Häupler, Erbendorf Anni Ott, Uschertsgrün Isolde Röder, Burgthann Jahre Willy Löhner, Leupoldsgrün Ilse Neher, Pleinfeld 6.6. Hilde Sommermann, Bobengrün 9.6. Gertrud Putz, Leupoldsgrün Herta Baumann, Selb-Heidelheim 8.7. Grete Wirsing, Pilgramsreuth Margarete Deppert, Puschendorf Willi Fließer, Gebsattel Jahre Käthe Swoboda, Cadolzburg 8.3. Margarete Och, Geroldsgrün 8.6. Gertrud Kalbskopf, Münchberg Jahre Martha Fischer, Naila Jahre Christiane Horn, Lippertsgrün Jahre Elly Schmidt, Helmbrechts 1.6. Elise Karcher, Oberkotzau Jahre Ester Flagner, Würzburg Jahre Klara Hirschmann, Cadolzburg Jahre Luise Benker, Münchberg Jahre Karl Seyfferth, Schwarzenbach/W Termine im DMH Durchatmen. Erholungstage für pflegende Angehörige Juni 2009 Mutter-Kind-Freizeit Juli 2009 Männer-Wochenende Juli 2009 Mann, Partner, Vater und wie man das unter einen Hut bekommt Zur Hochzeit Christoph Wießmeier und Anna Holzberger, Wilhermsdorf, 5.6. Christof und Eva Welker, Bad Windsheim, Heimgerufen wurden Karl Dehler, Naila Willy Hintze, Göttingen Mina Kupfer, Schweinfurt Johanna Mähler, Regensburg Jette Rupprecht, Reitzenstein Frieda Wich, Steinbach Christine Wirth, Helmbrechts Gertrud Wunner, Lippertsgrün Er war einer von uns. Betreute Seniorenfreizeit 31. Juli August 2009 Kreative Tage in Puschendorf und Franken mit dem Fahrrad erleben August Jahre 95 Jahre 89 Jahre 92 Jahre 94 Jahre 90 Jahre 96 Jahre 84 Jahre CJB-Pfingsttreffen Yes He Can! 30. Mai Juni 2009 Mit Johannes Kohlmann, Theatergruppe Die Aussteiger, Ruth Fritzinger & Band, Himmelwärts, einem Gebetsgarten, Workshops, Seminaren, Turnieren, viel Musik und dir! Weitere Infos unter Anmeldung an: CJB-Geschäftsstelle, Marcus Dresel, Waldstraße 1, Puschendorf, Tel / , Fax: 09101/ CJB-Praxisseminar Erlebnispädagogik 19. September 2009 Du engagierst dich in der Jugendarbeit und bist immer auf der Suche nach neuen und packenden Möglichkeiten, um die beste Botschaft weiterzusagen? Und willst dabei deinen Teilnehmern packende Erlebnisse verschaffen, so dass sie Erlebnis und Bibeltext oder Thema miteinander verknüpfen? Dieses Tagesseminar zielt darauf ab, dir verschiedene Methoden und Ideen der Erlebnispädagogik zu vermitteln. Die Möglichkeiten reichen von verrückten Kletteraktionen über ausgefeilte Gruppenspiele bis hin zu Bauaktionen. Zielgruppe: Mitarbeiter/innen in der Teenager- und Jugendarbeit ab 16 Jahren Ort: Puschendorf, CJB-Geschäftsstelle und Außengelände Benötigtes Material: geländetaugliche Kleidung Referenten: Walter Ittner und Martin Wießmeier, Hof Anmeldung an: CJB-Geschäftsstelle, Daniel Hahn, Waldstraße 1, Puschendorf, Telefon: / , Fax: / ; CJB-Jungschartag: Ohne Worte! 28. Juni 2009 Der besondere Tag für alle Jungscharler! Wie und ob ein Jungschartag ohne Worte funktioniert: Seid gespannt! Ob mit oder ohne Worte: Es wird garantiert nicht langweilig! Weitere Infos unter Anmeldung an: CJB-Geschäftsstelle, Daniel Hahn, Waldstr. 1, Puschendorf, Fax: 09101/ , Spendenkonto: Christlicher Jugendbund Kontonummer: Bankleitzahl: Kreditinstitut: Sparkasse Fürth 20 21

12 Ab durch den Sumpf! Mehr als 40 Teilnehmer besuchten im März das CJB-Mitarbeiter-Training. Das Altersspektrum reicht von 16 bis 38. Eins vereint sie alle: Die Begeisterung für Kinder und Jugendliche und die Leidenschaft sich für Gottes Reich einzusetzen. Leidenschaft braucht man auch, um die vielen Inhalte an dem Wochenende aufzunehmen und ist begeistert: auf die eigene Arbeit anzuwenden. Das Themenspektrum ist weit gefächert: Wie ticken Kinder und Jugendliche? und was für konkrete Konsequenzen ergeben sich für meine Arbeit? Und was macht eine Gruppe zu einer Gruppe, welche Phasen durchleben sie und worauf muss ich achten? Dazu kommen knifflige Rechtsfragen und erlebnispädagogische Übungen. Letztere sind für viele einer der Höhepunkte. Schließlich geht s hier handfest zur Sache. In kleinen Teams durchlaufen die Teilnehmer verschiedene Stationen. Mal müssen sie über ein Hindernis klettern, einen Sumpf durchqueren oder sich mit verbundenen Augen führen lassen. Gefragt sind Rücksichtnahme, Zusammenarbeit, Geschicklichkeit und Kreativität. Die einzelnen Aktionen sind gut geeignet, um biblische Prinzipien deutlich zu machen. Sie lassen sich prima mit einer Andacht oder einer Bibelarbeit verknüpfen. Die Schülerin Johanna Undt aus dem oberfränkischen Kulmbach Das war ein tolles Wochenende! Wir konnten viel davon mitnehmen und haben festgestellt, dass es sich wieder richtig gelohnt hat zu kommen. Begeistert sind die Teilnehmer auch von dem Spieleabendmodell am Samstagabend. Diesmal dreht sich alles ums Thema Auto. Viel Grund zum Lachen inklusive. Das Wochenende lässt die Teilnehmer schnell zusammen wachsen. So sitzen nach dem Programm noch viele in kleinen Gruppen zusammen um sich auszutauschen, Musik zu machen, zu beten, Ideen auszutauschen oder das hauseigene Hallenbad zu nützen. Kein Wunder, dass die Tagesgäste vom Samstag gerne länger geblieben wären. Schade, dass wir schon wieder nach Hause müssen, das ist richtig interessant, bedauert der fünfundzwanzigjährige Fritz Zausig. Doch auch die an sich trockenen Rechtsfragen stoßen schnell auf Interesse. Denn wer weiß schon, wie es mit der Aufsichtspflicht genau ist, ob Filmvorführungen in der Jugendgruppe öffentlich beworben werden dürfen und andere Fragen. Bei den Rechtsfragen hat sich Inspektor Konrad Flämig unter die Zuhörer gemischt. Ein Glücksfall für die Teilnehmer. Denn als Fachmann auf diesem Gebiet kann er selbst zu kniffligen Sonderfragen noch Tipps geben. Daniel Hahn und ich sind froh über diese Tage. Gott hat uns durchgeholfen und wir sind schon gespannt auf die nächste Runde. Danke für alle Gebete sowie alle sonstige Unterstützung. PS: Das nächste Mitarbeiter- Training findet vom November 2009 statt. Dann geht es um Erzählmethoden und man erfährt, wie man vom Bibeltext zu einer fertigen Andacht oder Gruppenstunde kommt. Und vieles mehr. Marcus Dresel, Puschendorf Fleißig und fröhlich beim Lernen Nur gemeinsam ist man stark Spieleparcour in der Halle Voll das Leben haben wir in, durch und mit Jesus! Das machte uns Pfarrer Christoffer Pfeiffer aus Kassel von Gründonnerstag bis Ostersonntag immer wieder deutlich. Wir müssen uns nicht mit leeren Hülsen zufriedengeben, sondern können aus der Kraft Gottes heraus leben. Hinhören, Nachforschen, Diskutieren oder im Gespräch mit Gott sein es war eine lohnende Zeit. Hier mal einige Schneisen durch die drei Hauptthemen. Voll das Leben für mich? Welches Menschenbild habe ich? Wie denke ich von mir selbst? Diese Fragen standen zu Beginn im Raum. Anhand des Schöpfungsberichtes wurde uns klar, dass Gott mit uns redet und Sprache bereits ein Qualitätszeichen der Ebenbildlichkeit ist. Wir sollen mit Gott reden, und hoffentlich tun wir s auch! Dieses Gespräch mit Gott soll unsere Gespräche untereinander prägen. In Psalm 8 ist der Kernsatz: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? Der Psalmbeter macht hier eine Aussage über die Höhe und Würde des Menschen aus der Anbetung heraus. Und das ist ein Alle auf einen Streich Schlüssel für unser Menschenbild. Indem ich Gott anbete, lerne ich ihn kennen und weiß wie der Mensch gemeint ist, sagte Christoffer Pfeiffer. Wer wissen will, was der Mensch ist, muss erst von Gott sprechen. Voll das Leben in meinen Beziehungen Wie ist die gesellschaftliche Wirklichkeit? Wie wird mit Sexualität umgegangen? Was sagt die Bibel über Beziehungen zwischen Männer und Frauen? Darum ging es in dieser Einheit. Seelsorgerlich wurden wir mit Blick auf Jesus und die Ehebrecherin (Joh. 8) ermutigt, zu unserem Scheitern zu stehen und nicht in Heimlichkeiten zu verfallen. Sondern es vor Jesus auszusprechen und Vergebung zu empfangen. Geh hin und sündige hinfort nicht mehr! Diese Aussage gilt uns heute genauso. Voll das Leben in Freiheit! Christliche Freiheit ist: Gott zwingt uns zu nichts. Christliche Freiheit ist: Nicht Gott sein zu müssen. Christliche Freiheit ist die Folge eines Lebens mit Jesus. So einige Teil- Pausen mit viel Bewegung nehmerformulierungen. Freiheit hat mit dem Ziel zu tun: Das ewige Leben bei Gott. Anhand des unbequemen Textes aus Mk. 9,43ff. zeigte uns Christoffer Pfeiffer, dass zur Freiheit Abschiede gehören. Und dass uns unsere Glieder (Auge, Hand, Fuß, Ohr, ) zum Skandalon, zur Falle werden können. Wir sollen die Fallen erkennen und meiden. Wer Jesus folgen will, dessen Augen können bestimmte Dinge nicht mehr sehen, dessen Hände können bestimmte Bewegungen nicht mehr vollziehen. Dessen Füße können bestimmte Wege nicht mehr gehen Man muss nicht alles haben, nicht alles gesehen haben, nicht überall dabei gewesen sein. Und wenn wir doch stolpern, sollen wir den Blick auf das Ziel behalten. Christoffer Pfeiffer, ehemaliger Bundespfarrer aus Kassel Daniel Hahn, Puschendorf 22 23

13 cfr-freizeiten 2009 Liebe Freunde der Freizeitarbeit, schön, dass wir Sie wieder auf ein paar besondere Reisen hinweisen dürfen. Das sommerliche Wetter macht Urlaubsgefühle. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns schöne Gegenden erkunden möchten! Viele Grüße aus Puschendorf! PS. Übrigens, es gibt noch mehr Angebote, schauen sie doch mal unter oder rufen Sie uns an / ! Special Events für Teens Juni 2009 Der Berg ruft! Alter: 16 + Schnell anmelden und mit dabei sein auf einer Bergtour der besonderen Art. Daniel Hahn und der erfahrene Bergsteiger Hans Kerzdörfer erklimmen mit Euch das Karwendelgebirge. Gottes grandiose Schöpfung, einmalige Aussichten, Natur pur Juli 2009 Let s praise and sing! Alter: 13 + Das ultimative Wochenende für alle die Freude an Musik haben. Anna Holzberger bei vielen bekannt von Lobpreisworkshops und Musicalfreizeiten wird dieses Wochenende zu einem unvergesslichem Erlebnis werden lassen. Konzertgottesdienst am Sonntag in der LKG Strauchstraße. Special families Zwei super Familienevents stehen in den Sommerferien an: Plauer See Mecklenburger Seenplatte August 2009 Leitung: Adolf Gärtner Ein super Gelände für Aktion und Relaxen. Die Meckl. Seenplatte hat viele Ausflugsmöglichkeiten zu bieten. Ein Programm der besonderen Art erwartet Sie. Kiens Südtirol August 2009 Leitung: Marcus Dresel Berge und Schwimmteich, Tennisplätze und Wirlpool, Ausflugsziele wie Meran und Venedig bella Italia und Südtiroler Gastfreundschaft. Lassen Sie sich verwöhnen mit leckerem Essen und spritzigen Bibelevents. Mädels aufgepasst August 2009 Musicalfreizeit Alter: 9-12 Jahre Warst Du dabei, bei dem Konzertausschnitt von der Musicalfreizeit 2008 auf unserer Landeskonferenz? Ja Du warst begeistert? Dann mach doch mit! Christine Coppes hat sich auch für dieses Jahr wieder etwas Tolles ausgedacht August 2009 Hungen Alter: Jahre Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde. Ein muß für alle Pferdefreunde. Hungen unser Klassiker schnell noch Plätze sichern. 22. August - 1. September 2009 Usedom Alter: Jahre Urlaub machen wo Reiche und Schöne sich verwöhnen lassen, Baden in der Ostsee, Strand soweit das Auge reicht und Themen, die dich betreffen. Komm mit, pack den Badeanzug ein und lass dir die Sonne auf den Bauch scheinen 24

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