Pflichtexemplar DES VEREINS FÜR DIE GESCHICHTE BERLINS GEGRÜNDET 1865

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1 Berliner " ibiiothek "^, F Pflichtexemplar MITTEimNGEfi^ DES VEREINS FÜR DIE GESCHICHTE BERLINS GEGRÜNDET Jahrgang Heftl Januar 1996 Sophia Carolina Regina Prussiae." Bildnis der Königin, Johann Georg Wolfgang nach Gedeon Romandon.

2 Die preußische Königskrönung Von Gerhild H. M. Komander Mit der Eröffnung des kleinen Kronkabinetts im Schloß Charlottenburg am 18. Januar 1995, in dem die Überreste der brandenburgisch-preußischen Kroninsignien gezeigt werden, ist auch der Krönungszug" der Öffentlichkeit wieder zugänglich: Der Königlich-Preußischen Crönung Hochfeyerliche Solemnitäten auf Allergnädigsten Befehl Seiner Königl. Majestät in Preußen. In zwantzig Kupffer-Platten vorgestellet. Durch Johann Georg Wolffgang. S. Königl. Maj. in Preussen Hoff-Kupfferstecher und Mitglied der Academie der Künsten. Berlin Anno Cum Privilegio Regis." Das Stichwerk, aus Anlaß der Krönung des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. zum König in Preußen am 18. Januar 1701 in Auftrag gegeben, wurde von Johann Georg Wolfgang nach Zeichnungen Johann Friedrich Wenzels auf 28 Kupferplatten angefertigt. 1 Das überragende Ereignis der preußischen Königskrönung hatte nach ereignislosen" und deshalb um so friedlicheren Jahren den Anstoß gegeben, Geschichte mit dem Grabstichel festzuhalten. Friedrich I. selbst gab den Auftrag und teilte seinem anläßlich der Krönung zum Oberzeremonienmeister ernannten Zeremonienmeister Johann von Besser ( ) die Aufgabe zu, den Text zu dem geplanten Werk zu verfassen. 2 Besser hatte bereits unter Friedrich Wilhelm gedient und in dieser Zeit seit 1687 das Amt des Regierungsrates im Herzogtum Magdeburg bekleidet. Friedrich I. übernahm ihn in seine Dienste, übertrug ihm anläßlich der Erbhuldigung des Herzogtums Preußen 1690 das Amt des Zeremonienmeisters und adelte ihn. Unter den zahlreichen Lob-, Leichen- und Trostschriften Bessers bleibt die Geschichte der preußischen Königskrönung die für die Nachwelt wichtigste und kann zugleich als die getreueste Erzählung des Verlaufs dieser Begebenheit gewertet werden. Der Text der Preußischen Krönung" mit dem Anhang Enthaltend die Beschreibung der Ehren-Pforten, Illuminationen und Feuerwercke, in der Marck und zu Berlin" zeigt sich in einem sehr nüchternen Gewand. Äußerst detailliert, zumeist kommentarlos, doch Wesen und beabsichtigte Wirkung bestimmter Einzelheiten genauestens erfassend, beschreibt Besser vom Standpunkt des höfischen Dekorateurs aus nach der Dedication an den König im ersten Teil die eigentliche Krönung, läßt dieser ein Gedicht mit dem Titel Königskrone Friderichs des dritten Churfürstens zu Brandenburg" folgen und zählt in einer ausführlichen Beschreibung im zweiten Teil die Ehrenpforten usw. auf. Das Werk erschien in zwei Ausgaben in Kölln an der Spree. Die erste Ausgabe 1702 war, da die Zeit nicht reichte, ohne graphischen Schmuck, nur mit einem kurzen Text Bessers gedruckt worden. Für die zweite Ausgabe hatte Friedrich I. mehrere Künstler verpflichtet, und der aufwendigen Gestaltung wegen konnte diese erst 1712 erscheinen. Johann Friedrich Wenzel, der 1703 eine Bestallung als Hofmaler erhalten hatte, wurde beauftragt, die Zeichnungen für die Krönung anzufertigen. 3 Wenzel war neben Besser vermutlich der einzige der beteiligten Künstler, der als Augenzeuge den Verlauf der Krönung hatte verfolgen können. 4 Die Ausführung der Kupferstiche übernahm Johann Georg Wolfgang, der 1704 aus Augsburg als Hofkupferstecher an den Berliner Hof geholt worden war, eigens um das Werk Bessers nach den Zeichnungen Wenzels zu illustrieren. Dem Titelblatt folgen die Bildnisse des Königs und seiner Gemahlin. In großformatigen Einzelblättern erscheinen die Proklamation der Krönung, die Krönung des Königs und der Königin auf einem Blatt mit der Inthronisation und der Stiftung des Schwarzen Adlerordens, die Salbung in der Schloßkirche, das Krönungsmahl, das Auswerfen der Krönungsmünzen, die Preisgabe des gebratenen Och- 2

3 Königliche Pagen." Vom 2. Blatt des Krönungszuges, Johann Georg Wolfgang. sens und der Weinbrunnen für das Volk. Der Gang des Königs zur Schloßkirche wird in einem langen Krönungszug gezeigt, in dem die Würdenträger, der Kurprinz und die Königin Friedrich I. begleiten. 5 Es entsprach dem Charakter Friedrichs und auch der politischen Bedeutung des Momentes, diesen Vorgang mit aller erdenklicher Pracht und dem höchsten Pompe zu umgeben und die Blicke der ganzen Welt dadurch nach jener Stadt im höchsten Norden Preußens zu lenken..." 6 Diesem Urteil widersprechend zeigt sich die Prachtausgabe von Bessers Krönungsgeschichte nicht in eigentlich übermäßiger, sondern vielmehr standesgemäßer und zeitüblicher Aufmachung. Die den Illustrationen vorangestellte Allegorie zur preußischen Krönung personifiziert statt des Herrschers selbst das Herzogtum und nachmalige Königreich Preußen. Einer Königin gleich triumphiert Prussia" auf ihrem von allegorischen Figuren begleiteten Thronsessel, der, auf ein Podest gehoben, von einem Baldachin bekrönt wird, die Würde des Ereignisses betonend. Das aufwendig drapierte Krönungsgewand fällt dekorativ über die Stufen. Zepter und Krone durch die Haltung der Hände hervorhebend, blickt die Gekrönte erhobenen Hauptes geradewegs aus dem Bild heraus und auf den Betrachter herab. Links der Thronstufen bietet Fama dem Publikum die Preußische Krönungsgeschichte" in Form eines Schriftbandes zur Ansicht. In ihrer linken Hand hält sie die Zugquasten des geöffneten Vorhangs, der soeben noch die thronende Prussia und das bedeutsame Ereignis der Königskrönung verdeckte: Fama zog den Vorhang aut, um der Welt das Geschehen zu enthüllen selbst in Ehrfurcht und Erstaunen verharrend. Ihr Blick fällt auf das Wappen des neuen Königreiches mit dem schwarzen Adler, der fortan den roten brandenburgischen Adler ersetzen sollte. Rechts tritt aus dem Hintergrund eine weibliche Gestalt in Vertretung des preußischen Adels, Prussia Reichsapfel und Schwert auf einem Samtkissen darbietend. Zwischen Thron und Baldachin schwebt Mars über Prussia und wendet sich dem über ihn die Schwingen ausbreitenden Adler zu: mit 3

4 der linken Hand hält er das aufgeschlagene Buch der Geschichte und eine Fackel zur Erhellung der Schrift. Anordnung, Haltung und Gestik der Figuren vergegenwärtigen anschaulich diejenigen Elemente der preußischen Königskrönung, die Friedrich I. besonders hervorgehoben wissen wollte: Prussia hält mit unmißverständlicher Geste die Krone auf ihrem Haupt fest zum Zeichen der Selbstkrönung. Die Demut der sich ihr nähernden Gestalt mit den Herrscherinsignien mag als Anspielung auf die Genugtuung aufgefaßt werden, die Friedrich I. empfand, als er endlich die erwünschte Rangerhöhung erreichte, nachdem er die bittere Erfahrung zahlreicher Demütigungen durch den Kaiser hatte machen müssen. Das ehrfürchtige Zurückweichen Famas angesichts der Selbstkrönung Prussias erscheint stellvertretend für die Reaktion der europäischen Öffentlichkeit auf dieses historische Ereignis. Während die Allegorie die Krönung in einem Blatt zusammenfaßt, folgen die Stiche innerhalb des Textes Wort für Wort der Tradition der zeitgenössischen höfischen Illustration. Zwei Bildnisse stellen den König und die Königin vor. Sehr schlicht ausgeführt in einfach gerahmten Ovalmedaillons, unterscheiden sie sich von anderen Porträts nur durch das königliche Dekor: Wappen, Krone und Inschrift. Wenzel bemühte sich um eine naturalistische, nüchterne, jedoch auch charakterisierende Abbildung der königlichen Gesichter. Allein dem König und der Königin stand es zu, noch einmal für sich dargestellt zu werden. Daher vergegenwärtigen die beiden Porträtstiche über ihre Funktion als Vorstellung der königlichen Antlitze hinaus auch die königliche Würde, obwohl sie sich im eigentlichen Bildnis nicht von zeitgenössischen bürgerlichen Bildnissen unterscheiden. Den Krönungsfeierlichkeiten wird Die Proclamation der Preußischen Krone" vorangestellt: Sie zeigt den Durchzug des Dragonertrupps, dem ein doppeltes Chor von zwey paar Heer- Paucken und vier und zwantzig Trompetern / die in währenden Marsch sich immer hören liessen" folgt. Darauf der erste Herold / der Cammer-Furierer Moritz Holzendorf / der die Publication verrichten solte / und hinter ihm drey andere Herolde / in gleichen blau-sammeten Wapen-Röcken nach Römischer Art..." 7, die im Vordergrund seitlich zu dem parallel durch das Bildfeld ziehenden Trupp zu sehen sind. Jubelnde Anteilnahme der Bevölkerung veranschaulichen aus den Fenstern blickende Bürger und sich begeisternd gebärende Figuren im Vordergrund, etwa eine Frau mit Kind, das selbst den kleinen Arm den Soldaten hinstreckt, und eine männliche Gestalt, die bei dem Versuch, einen besseren Platz zu erringen, über eine andere Person hinwegstolpert. Die Stiftung des Schwarzen Adlerordens erscheint zusammen mit der Krönung und der Inthronisation auf einem Blatt, auf dem alle Szenen wie auf einer Bühne in bildparallelen Aufzügen dargestellt werden. Die durch Rahmenform und -Ornament aufeinander bezogenen Einzelbilder umfassen eine Vielzahl von Figuren, unter denen der König bzw. das königliche Paar als Personen nicht hervorgehoben werden, sie fügen sich in die statische Anordnung der Beteiligten ein. Diese vier Szenen geben genau den Moment der Handlung wieder, den der jeweilige Titel verkündet. Die Krönung des Königs, wie Er Selbsten die Krön sich aufsetzet" zeigt Friedrich unter dem Baldachin, dem Betrachter zugewandt, sich die Krone aufs Haupt setzend. Die Krönung der Königin, wie sie vom Könige gekrönet wird" stellt beide Hauptakteure einander gegenüber, und Friedrich geht gezierten Schrittes mit der Krone in der Hand auf Sophie Charlotte zu, die ihm mit demütiger Geste entgegentritt. Die Inthronisation wie König und Königin sich auf den Thron setzen und von den Ständen gegrüßet werden" umgibt das Königspaar, das auf den Thronsesseln Platz genommen hat, mit dem gesamten Hofstaat. Überlange Gestalten mit schweren Perücken, die die gleichfalls langen Gesichter zu erdrücken drohen, stehen im Rund um den Thron, wobei der Künstler sorgsam darauf achtete, den Blick auf das Herrscherpaar 4

5 Die Herren Ober-Räthe mit den Reichs Insignien" und Seine Königliche Hoheit der Kron-Printz." 14. Blatt des Krönungszuges, Johann Georg Wolfgang. nicht zu verstellen, so daß nicht nur den Ständen, sondern auch dem Betrachter Gelegenheit gegeben wird, das königliche Ornat, das Besser so ausführlich beschreibt, zu bewundern. Der Vergleich zwischen dem Bericht Bessers und den Stichen Wolfgangs führt den Betrachter darauf hin, literarische und bildliche Schilderung nebeneinander zu benutzen, wenn er zu einer vollständigen Vorstellung des Ereignisses mit allen Details gelangen will, da beide einander ergänzen. Die Beschreibung des königlichen Ornates bei Besser läßt keine Einzelheit der Bekleidung von König und Königin aus: Das Kleid des Königs war roter Scharlack mit einer reichen güldenen Broderie / und mit grossen diamantenen Knöpfen /... und der Königs-Mantel ein Purpur- Sammet / voller gestickten güldenen Kronen und Adler / mit Hermelin gefüttert / und vorn mit einer Agraffe / zwar nur von drey Diamanten zusammen gehangen / aber des werthdes von einer Tonne Goldes. Der Zepter war Gold / über und über mit Diamanten und Rubinen / und oben an der Spitze / worauf ein gereckter Adler sich ausgebreitet / noch mit zweyen grossen Rubinen gezieret: deren der Eine / wegen seiner etwas runden Form / die Erd Kugel oder den Thron / und der andere / wegen seiner Läng und Dicke / den gantzen Leib des Adlers abbildet; (...) Die Kleidung der Königin bestand aus einem güldenen Brocat mit Ponso Bluhmen / und aus einem Demant-Schmucke / der alle Nähte des Kleides / und die gantze Brust zwischen den Broderien bedeckte (...) Auf der rechten Seite hatte sie noch einen Strauß oder Aigrette von lauter Birn-Perlen; unter denen fürnehmlich die Eine wol unvergleichlich sein muß... " 8 Trotz der Ausführlichkeit kann der Kupferstich nicht alle Details aus Bessers Text aufnehmen, mangels der Möglichkeit, Farben wiederzugeben, und einem geringeren Spektrum zur Darstellung der Stofflichkeit. Es gelingt Wolfgang zwar, den Unterschied schwerer und leichter Stoffe wie Brokat und Spitze anzudeuten, Metall und Stein zu unterscheiden, doch ist die Grenze zwischen naturalistischer Wiedergabe eines bestimmten Materials und der hilfreichen Vorstellungskraft und den Sehgewohnheiten des Betrachters, die ein aus wenigen Strichen zusammengefügtes Detail mit einem bestimmten Inhalt füllen, fließend. 5

6 Der Inthronisation folgte der Zug des Königspaares zur Schloßkirche, wo die Salbung stattfinden sollte. Gegen zehn Uhr ward durch eine auf dem Schloß-Thurm ausgesteckte Fahne, das Zeichen zum Geläut gegeben; worauf alle Glocken zu Schloß und in der Stadt zu läuten anfingen, und der erste Herold die versandete Corpora, in der von Sr. Majestät selbst anbefohlenen Ordnung, ablesen muste; in welcher auch alle zur Kirche gingen." 9 Der Weg vom Schloß zur Kirche quer über den Schloßhof war mit Brettern ausgelegt worden, die wiederum mit rotem Tuch beschlagen worden waren. Die Kupferstiche zu dieser Prozession lassen den Aufwand nur ahnen. Der Aufzählung Bessers entsprechend stellt Wolfgang die einzelnen Glieder des langen Krönungszuges in einer langen Reihe dar. Den Herolden, Lakaien und Pagen folgt ein königlicher Paucker / vor welchem die silberne Heer-Paucken getragen wurden / mit den neuen gantz von Gold gewürckten Paucken-Fahnen / und dem darauf brodirten Reichs- Wapen." Ihm nach marschieren zwölf königliche Trompeter / mit dergleichen von Gold gewürckten Fähnliens an ihren silbernen Trompeten..." jeweils zu dritt nebeneinander. Dann ziehen Hofmarschall, Oberschenk, die Collegia, Hofleute und Minister, weitere Herolde, ein Pauker und Trompeter wie die vorigen vorbei, bis eine Gruppe königlicher Bediensteter die Reichsinsignien dem König voranträgt. 10 Zwischen hundert Schweizern geht auch der Kronprinz, neben seinem Oberhofmeister Burggraf und Graf von Dohna. Die Suite der Königin zu führen", war der Herzog von Holstein bestimmt. Unter einem eben dergleichen Himmel / als wie derjenige des Königes" schreitet sie neben dem Oberhofmeister von Bülau einher, gefolgt von den Schleppenträgerinnen und weiteren Mitgliedern des Hofstaates. Die Stiche Wolfgangs bilden den Krönungszug vor dem Hintergrund einer mit Tuch bespannten Wand ab, der, prachtvoll geschmückt, über den wichtigsten Personen in architektonisch gerahmten Schildern deren Namen und Stellung verkündet. Allein zu dem Zweck, die einzelnen Personen zu bezeichnen, wurde diese Hintergrundgestaltung gewählt, die mit der wirklichen Umgebung des Krönungszuges nichts gemeinsam hat. Dem Betrachter wäre sonst so manche Einzelheit entgangen, da lediglich Friedrich I. und Sophie Charlotte aufgrund einer annähernden Porträtähnlichkeit und der Würdeformel Baldachin unter den Dargestellten ausfindig gemacht werden könnten. Die große Zahl von Nebenfiguren verleiht der Prozession Pracht und Würde. Die barocke Darstellungstradition hinsichtlich derartiger Publizitätsakte ließ auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts noch keine neuen Bildschöpfungen zu. Aus der Sicht der absolutistischen Hofetikette gewannen staatsrechtliche Ereignisse durch die Berufung auf überkommene Darstellungsformen an Rechtskräftigkeit. Gänzlich der Tradition derartiger Figurenanreihungen verhaftet, lassen die Illustrationen zur preußischen Krönungsgeschichte jeden Bewegungsreichtum der Gestalten vermissen, ist von einem Bedürfnis des Künstlers, diese agieren zu lassen, nichts zu sehen. Wie Staffagefiguren dienen alle ohne Ausnahme der Vergegenwärtigung eines übergeordneten Ereignisses, nicht der Selbstdarstellung. Das genaue Befolgen der traditionellen Zeremonie eines Rechtsaktes unterstrich dessen Gültigkeit und artikulierte Rechtskontinuität, die in der gleichfalls traditionellen Art der Verbildlichung dieses Rechtsaktes ihre Fortsetzung und Entsprechung findet." Die zwiespältige Realitätsstruktur behindert diese Intention keineswegs. Obgleich dem Zeichner ein gewisses Talent, diese Menge von notwendigen Gestalten auf so engem Raum zusammenzubringen, nicht abzusprechen ist, wirken alle Kupferstiche leblos und flächig. Die Blätter Auswerffung der Königl. Preussischen Krönungsmüntzen und Preisgebung des Stücks", dieses meint das die Bretter bedeckende Tuch, und Der gebratene Ochse und Wein Fontainen, so bey der Königl. Preussischen Krönung Preis gegeben" zeigen lebendige, aktive Figuren, deren Gestik und Mimik zuweilen schon übertrieben scheint, aber der Vorstellung vom gemeinen Volk entsprach. 12 Die Schilderungen dieser beiden dem Volk zukommenden 6

7 x n ^k(2fi:skrf?cr,-9j5niy,!wtjcr -JCmnsaufxfttti z9caupt Qer -/CtrrOkr-' Cämmetrr Ckr.Tferr ScidK\(aniiaU,Qn*fYon&UM-{<i>\ :,; <r&'r:ii-j\-> -'?üutj-.mtttr ntxmh-h' pmfiiimw ijummd.jeßen 5ltKh*'$raf'i'on 'Hadpiäxrg tefrldu;--.. -Jl^dis^H - m w n na) t'cnbihyu/i (tr<tq.ri yntfcnfaiieiul' Zieufoiaiitf. Grne- iraat dm Srfnvcitf'dc-s ;KO>1IOL '"'.'.'., j/\!'rston. und Cu'iinif -H'crrciL L,ctrui/ai "ia'uröerl. ^/icantcls. (MC*Mgrr /tr; fo- t>a""irr Seine Majestät der König und seine Suite." Johann Georg Wolfgang. Veranstaltungen zeigen ein wildes, zum Teil groteskes Durcheinander einer nicht zu zählenden Masse von Menschen, derer sich mitunter die königlichen Beamten mittels ihrer Lanzen erwehren müssen. Allein der Geheimkämmerer zu Pferd überragt zum Zeichen der alles beherrschenden königlichen Würde und Macht das Getümmel und scheint unantastbar zu sein. Die Aufregung und Begeisterung des Volkes steht in krassem Gegensatz nicht nur zu dieser Figur, sondern zu allen Gestalten der übrigen Blätter. Bewegte Darstellungen von Figuren oder der Komposition erschienen nicht als qualitative Forderung. Im Gegenteil sollte die Kluft zwischen Volk und Hof in dieser Darstellungsform ihren Ausdruck finden. Das von Friedrich I. aus Frankreich übernommene äußerst steife Hofzeremoniell spiegelt sich in den Illustrationen wider. Die gezierte Haltung der Figuren bei gleichzeitig aufwendiger Kennzeichnung der einzelnen Ränge entspricht dem ebenfalls. Das bunte Durcheinander der Kleider von Männern, Frauen und Kindern, der Volksbelustigungen und das heftige Gestikulieren drücken die Zugehörigkeit dieser Menschen zu einem Stand und ebenso deren unkontrolliertes und leicht beeinflußbares Handeln aus. Ärger noch als auf dem erstgenannten Stich gebärden sich die Menschen auf dem zweiten: Sie fallen über den Ochsen mit spitzen Messern her und tanzen und schlagen sich vor den Weinfontänen, deren bekrönende mächtige Adler über die Menge hinausragen. Die Vorlagen Wenzels 13 für die Illustrationen der Preußischen Krönungsgeschichte" zeigen die gleichen langen und steifen Figuren, die in ihrer Gesamtansicht spitz und sehr unnatürlich wirken, wie zu lang und zu spitz geratene Holzpuppen, die man in diesem Zustand gar nicht aufstellen könnte, weil Schuh und Fuß nicht genügend Standfläche besitzen. Die Kleinheit der unzähligen Figuren muß Wonzel große Mühe bereitet haben, denn derart körperlos und flächig erscheinen die Gestalten seiner großen, heute zerstörten Fresken nicht. Die Umzeichnungen Wolfgangs geben ihnen etwas mehr Volumen, nehmen ihnen ein wenig von der steifen Puppenhaftigkeit. Eine Olskizze Wenzels zum Krönungsmahl weist ähnliches Unvermögen auf, auf 7

8 Die Königl. Preussische Salbung." Gesamtdarstellung in der Schloßkirche zu Königsberg. Johann Georg Wolfgang. kleinerem Format eine große Zahl von Figuren lebendig und interessant zu gestalten. 14 Die Verteilung des Hofstaates um die königliche Tafel mag noch als gelungen gelten, doch die Gleichförmigkeit der Figuren untereinander, die formelhafte Gestik und nahezu bei jeder Figur gleichbleibende Mimik sowie die Tendenz zu einer strengen Symmetrie im Bildaufbau, deren geringfügige Auflockerungen kaum auffallen, sind weit entfernt von den vielfältigen Haltungsmotiven, Gesichtsausdrücken und Figurenzusammenstellungen, die Wenzels Fresken im Berliner Schloß auszeichnen. Es bleibt zu vermuten, daß Wenzels Entwürfe hinsichtlich des Krönungszuges nur grobe Vorgaben lieferten, die eigentliche Ausgestaltung gerade der Figuren dem Stecher überlassen wurde. In ihrer Gesamtheit charakterisieren die Illustrationen zu Bessers preußischer Krönungsgeschichte den Auftraggeber des Werkes, Friedrich III., als typische(n) Exponent(en) des barokken Zeitalters, in dem die Herrschaftsform des monarchistischen Absolutismus in ganz Europa den Gipfel ihrer Machtstellung und die Monarchie von Gottes Gnaden den Höhepunkt ihres Ansehens erlangten". 15 Daß Friedrich I. sein Ziel erreicht hatte, bedurfte einer der Bedeutung entsprechenden künstlerischen Wiedergabe, durch den Fürsten initiiert und gestaltet. Sein persönlicher Einfluß auf die Illustrationen läßt sich durch die Bestimmung seines Zeremonienmeisters zum Autoren des Textes belegen. Aber auch aus den einzelnen Graphiken, die sich sehr genau an die Textvorlage halten, spricht die Auffassung des neuen Königs. Wichtig erscheint auch, daß Friedrich I. die Ereignisse während seiner Teilnahme am Spanischen Erbfolgekrieg nicht in ähnlicher Weise festhalten ließ. Zu diesen Kämpfen, mit denen er die preußische Krone gewissermaßen erkauft" hatte, ist kein Werk bekannt, das als Auftrag des Königs gelten könnte. Dieser Mangel verwundert um so mehr, als Friedrich I. durch seinen Auftrag für die Preußische Krönungsgeschichte" gezeigt hatte, daß er sich gezielt auch der Künste zur geistigen Untermauerung und Sicherung seiner Herrschaft zu bedienen wußte. X

9 Anmerkungen 1 Die einzelnen Blätter wurden katalogisiert in: Gerhild H. M. Komander, Der Wandel des Sehepuncktes". Die Geschichte Brandenburg-Preußens in der Graphik von , Münster Der vollständige Titel lautet: Preußische Crönungs-Geschichte, Oder Verlauf der Ceremonien, Mit welchen der Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste Fürst und Herr, Herr Friderich der Dritte, Marggraf und Churfurst zu Brandenburg, Die Königliche Würde Des von Ihm gestiffteten Königreichs Preußen angenommen, Und Sich und Seine Gemahlin, Die Allerdurchlauchtigste Fürstin und Frau, Frau Sophie Charlotte, Aus dem Churhause Braunschweig, Den 18, Januarii des Jahres Durch die Salbung als König und Königin einweihen lassen. / Nebst allem was sich auf Ihrer Majestäten Preußischen Hin- und Her-Reise bis zu Ihrer Wiederkunfft und Einzüge in Berlin und dem darauf erfolgten Dank-Buß und Beht-Tage zugetragen: / Aufs sorgfältigste beschrieben, und der Nachwelt zur desto genauem Kundschaft, in lauter nach dem Leben gezeichneten Kupfern vorgestellet, Kölln an der Spree Helmut Börsch-Supan, Die Kunst in Brandenburg-Preußen. Ihre Geschichte von der Renaissance bis zum Biedermeier dargestellt am Kunstbesitz der Berliner Schlösser, Berlin 1980, S. 92. Vgl.: Ekhart Berckenhagen, Zeichnungen von Augustin Terwesten, Johann Friedrich Wenzel und Johann Georg Wolffgang, in: Berliner Museen XII, Berlin Paul Seidel, Die bildenden Künste unter König Friedrich I.; Teil II. Kunst und Künstler am Hofe, in: Hohenzollernjahrbuch Nr. 4, Berlin 1900, S Die Reihenfolge in dem Werk Bessers ist folgende: 1. Frontispiz: Allegorie auf die Krönung, 2. Zwei Porträts, 3. Der Krönungszug auf neunzehn Platten, numeriert von 1 17,4. Die Proklamation, 5. Die Inthronisation, 6. Die Salbung, 7. Die Publike Inthronisation, 8. Das Auswerfen der Krönungsmünzen, 9. Das Braten des Ochsens und die Weinfontänen. 6 Paul Seidel, Die Gründung des hohen Ordens vom Schwarzen Adler und die Königskrönung am 17. und 18. Januar 1701 in Königsberg in Ostpreußen, Hohenzollernjahrbuch Nr. 4, Berlin 1900, S Vgl.: Peter Baumgart, Die preußische Königskrönung von 1701, das Reich und die europäische Politik, in: Preußen, Europa und das Reich, hg. von Oswald Hauser, Köln / Wien 1987, S Aus: Besser, Preußische Krönungsgeschichte, 1712 (vollständiger Titel siehe unter Anm. 2), zitiert nach: Seidel, 1900, S. 128 (s. o. Anm. 6). 8 Ebenda, S Besser, Preußische Krönungsgeschichte, 1712, S. 11 (s. o. Anm. 1). 10 Wie Anm. 6, S Vgl.: Frank Büttner, Die Darstellung mittelalterlicher Geschichte in der deutschen Kunst des ausgehenden 18. Jahrhunderts, in: Mittelalterrezeption, hg. von Peter Wapnewski, Stuttgart 1986, S Das weltliche Ereignisbild in Berlin und Brandenburg-Preußen im 18. Jahrhundert, Ausstellungskatalog, hg. von den Staatlichen Museen zu Berlin, Berlin 1987, S. 128 f., und Börsch- Supan, 1980, S (s. o. Anm. 3). 13 Berckenhagen, 1962, S. 14 ff. (s. o. Anm. 3). 14 Potsdam, Neues Palais, Abb. i l4. Abb. in: Ekhart Berckenhagen, Die Malerei in Berlin vom 13. bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert, Berlin 1964, Nr Baumgart, 1987, S. 69 (s. o. Anm. 6). Alle Abbildungen: Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Schloß Charlottenburg. Anschrift der Verfasserin: Dr. Gerhild H. M. Komander, Gropiusstraße 6, Berlin-Wedding 9

10 Berliner Fragezeichen Von Arnulf Baring Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Alle Welt hierzulande gibt sich zuversichtlich. Man behauptet, daß die Fusion Berlins mit Brandenburg eine großartige Sache sei, ein Jahrhundert-Fortschritt mit den schönsten Perspektiven. Ist das so? Auf lange Sicht: vielleicht. Aber was ist bis dahin? Zweifellos ist eine koordinierte Landesplanung, Verkehrsentwicklung, Industrieansiedlung der beiden Gebiete unerläßlich. Aber schon die Schlußfolgerung, die Berliner Industrie und viele, viele neue Produktionsstätten ließen sich im Speckgürtel nieder, häuften Reichtümer an, so daß die Fusion fiskalisch unerläßlich sei, um die fortbestehenden Zentralaufgaben Berlins finanzieren zu können, kommt mir windig vor. Momentan sieht es so aus, als ob der Pseudo-Boom im Umland Berlins eher daran liegt, daß Potsdam große Mittel dorthin pumpt. Man liest, daß von 300 Verlagerungen aus Berlin in den vergangenen Jahren nur hundert in Brandenburg angekommen seien. Eine ökonomische Konkurrenz gebe es nicht zwischen Berlin und Brandenburg, sondern zwischen Berlin-Brandenburg und beispielsweise Polen oder dem spanischen Katalonien. Meines Erachtens muß das Land Berlin auf längere Sicht eine Lösung wie Washington, die Hauptstadt der USA, erreichen: aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Wenn Bundestag und Bundesregierung einmal in Berlin angekommen sind, werden sie eine finanzielle Verelendung dort nicht zulassen können: Löcherige Asphaltdecken, funzelige Straßenlaternen, ausgeleierte S-Bahnzüge. Hingegen wird sich der Bund mit Recht weigern, einer Großregion zwischen dem Oderbruch und der Prignitz, zwischen Lausitz und Uckermark treusorgend unter die Arme zu greifen. Wriezen wie Treuenbrietzen werden dem Bund schnuppe sein. Die größten Probleme für einen raschen Zusammenschluß sehe ich im Psychologischen. Schon die Ost- und Westberliner haben ihre Schwierigkeiten miteinander; man braucht ja nur die farbigen Ergebnisse der Berliner Wahl vom 22. Oktober 1995 zu betrachten: Die Direktmandate im alten Westberlin gingen fast ausnahmslos an die CDU, im alten Ostberlin ebenso deutlich an die PDS, der schwarzrote Grenzverlauf ist identisch mit der früheren Sektorengrenze. Mehr als vierzig Jahre getrennte Entwicklung haben ihre Spuren in den Köpfen, in den Herzen hinterlassen vom Finanziellen, Organisatorischen ganz abgesehen. Kürzlich sagte ein Berliner Senator, 70 % der Energien des Senats gingen in die Anstrengung, aus dem früheren Ostsektor einen lebensfähigen, leistungsfähigen Teil der gemeinsamen Stadt zu machen. Das werde dauern, wird dauern. Damit haben wir Berliner in den kommenden Jahren genug zu tun. Noch größer werden die Unterschiede, wenn man das Berliner Umland hinzunimmt, alle Berliner mit den Brandenburgern in einen Topf wirft. Immer wieder stellen Westberliner untereinander enttäuscht fest, wie schwierig die Verständigung mit unseren neuen Landsleuten ist. Man spricht verschiedene Sprachen. Vielleicht übertreibt man auf beiden Seiten; hier wie dort gibt es Fehleinschätzungen. Wessis erscheinen den Ossis oft sehr sonderbar, und umgekehrt. Solche verzerrten Wahrnehmungen werden jedoch erst nach vielen Jahrzehnten verschwinden. Die Zuversicht, man fördere das Zusammenwachsen, wenn man eilig die Menschen so politisch unterschiedlich geprägter Räume zusammenspanne, ist ein grotesker Irrtum. Das Gegenteil wird eintreten, wenn man zu früh fusioniert. Die Konflikte werden sich verschärfen. Es wird von den Fusionsbefürwortern immer so getan, als sei die Schaffung von Berlin-Brandenburg die natürlichste Sache der Welt, die Wiederherstellung eines bis 1945 normalen Zustandes. Das stimmt nicht. Ich bezweifle, daß sich die Berliner je als Märker, als Brandenburger gefühlt haben. Sie waren Preußen, lebten in der Hauptstadt eines Staates, der von 10

11 Memel bis Aachen reichte. Berlin war ein Schmelztiegel vieler Provinzen. Die Berliner hatten immer ein ausgeprägt großstädtisches Selbstbewußtsein, ein Sonderbewußtsein. Dabei ist es auch unter veränderten Umständen geblieben. Westberlin fühlte sich Leuchtturm der Freiheit, Insel im roten Meer, Vorposten des Westens natürlich als etwas Besonderes. Und Ostberlin blieb bekanntlich die ganze Zeit über Hauptstadt. In DDR-Zeiten sprachen daher Ostberliner oft mit Herablassung von denen in der Zone". Dem entspricht auf Seiten der Brandenburger ein verbreitetes Minderwertigkeitsgefühl, das leicht in Arroganz umschlägt. Wie anders soll man es deuten, wenn Potsdam unter bewußter Umgehung der Berliner einen Parlamentsneubau plante, obwohl doch nach der Fusion ein gemeinsames Parlament dort gebildet werden soll? Zudem muß man bedenken, daß nur ein geringer Prozentsatz der heutigen Bewohner Brandenburgs Märker sind, aus seit langem hier ansässigen Familien stammen. Man schätzt: nur ein Viertel. Flüchtlinge und Vertriebene aus den Gebieten jenseits der Oder, Zuwanderer aus anderen Teilen der DDR haben die großen Lücken notdürftig gefüllt. Vielleicht liegt es an dieser Bevölkerungsumschichtung großen Stils, daß Selbstvertrauen, Schwung, Leistungsfähigkeit, Initiative in Brandenburg weniger deutlich ausgeprägt scheinen als etwa in Sachsen oder Thüringen. Wie auch immer: Die Mark war noch nie reich. Aber darf man dann derart auf Pump leben wie Brandenburg heute? Nicht nur bei der Trunksucht nimmt Brandenburg einen Spitzenplatz ein. Zugegeben: Auch Berlin steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Aber ist die geplante Hochzeit zweier Verarmter, Hochverschuldeter ein Argument für oder gegen die Fusion? Wer will uns glauben machen, zwei Finanzschwächlinge ergäben, vereint, einen reichen Mann? Ein besonderes Kennzeichen des alten Westberlin war ein starkes Gemeinschaftsgefühl, eine bemerkenswerte Bürgergesinnung innerhalb der Mauern. Es läßt sich nicht leugnen, daß die Westberliner viereinhalb Jahrzehnte früher in einer lebendigen Demokratie zu leben lernten; das prägt natürlich. Die Bedrohung von außen führte zu Besonderheiten des Berliner Parteiwesens: Über Jahrzehnte hinweg, lange ehe sie in der alten Bundesrepublik zur Volkspartei wurde, gelang es der SPD, über die Grenzen ihrer traditionellen Anhängerschaft hinaus weite Teile der Berliner Bevölkerung zu integrieren. Die SPD war von Ernst Reuter bis Klaus Schütz die Berlin-Partei". In den achtziger Jahren gelang es der CDU unter Richard von Weizsäcker, die SPD in dieser Rolle abzulösen. Welche Kräfte, welche Visionen werden in den fusionierten Ländern das Sagen haben? Wo wird die Union abbleiben? Die CDU muß von allen guten Geistern verlassen sein, wenn sie selbst sich auf unabsehbare Zeit zur mageren Minderheitsrolle verurteilt, aus freien Stücken im neuen Bundesland Berlin-Brandenburg auf die Oppositionsbänke verbannt! Die politische Lage des vereinten Berlin ist labil genug. Es ist unverantwortlich, Berlin auch noch die Lasten der prekären politischen Kräfteverhältnisse des Umlands aufzubürden. Westberlin hat von der Überzeugung gelebt, eine Brücke zwischen den beiden getrennten Teilen des Landes zu sein. Jahre vor dem Fall der Mauer hat Peter Bender eindrucksvoll dargelegt, daß die Spaltung des Landes noch viel tiefer gewesen wäre, wenn es Westberlin nicht gegeben hätte. Wenn jetzt nach Jahrzehnten eines herausgehobenen, historisch bedeutsamen Sonderstatus das Land Berlin abgeschafft wird, Parlament und Regierung in Potsdam angesiedelt werden, Berlin als kreisfreie Stadt unter einem Oberbürgermeister zurückbleibt, werden die Westberliner diesen Statusverlust als schmerzliche Degradierung empfinden. Sie werden dann erst recht fürchten, zugunsten des Umlands geplündert zu werden so wie jetzt in Westberlin oft die Meinung zu hören ist, man lasse die Westberliner unmäßig zugunsten des Ostteils der Stadt zur Ader. 11

12 Der Westen hat den Kalten Krieg gewonnen. Aber für die Westberliner sieht es anders aus: Zumal im Zeichen der Fusion mit Brandenburg fühlen sie sich vom Osten überrannt. Zwar mag die alte Bundesrepublik noch immer beruhigt in dem Gefühl leben, sie stelle die Mehrheit in Deutschland. Aber für Westberlin stellt sich die Situation umgekehrt dar: ihm droht die Verostung. Bis zum heutigen Tage bleibt Westberlin das entscheidende, lebendige Zentrum der Region, ihr aktivster, kreativster Teil, der auf die umliegenden Gebiete ausstrahlt. In dem Maße, in dem sich diese Umgebung erholt und kräftigt, werden auch die mentalen Unterschiede verschwinden. Aber das braucht seine Zeit. Und man sollte nicht versuchen, dieses Wachstum der Gemeinsamkeiten gewaltsam zu beschleunigen und damit zu gefährden. Die Schlußfolgerung muß lauten: Laßt uns allen Zeit! Nichts überstürzen, nichts herbeizwingen! Die Angleichung der Lebensverhältnisse, der Werthaltungen, der Denkgewohnheiten und Gefühle wird in ein bis zwei Jahrzehnten alles einfacher machen. Auch die Fusion. Anschrift des Verfassers: Professor Dr. Arnulf Baring, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem Wo war der Nachlaß von Walther Rathenau? Die Wanderung" von Archivalien als Spiegel europäischer Geschichte Von Christian Schölzel Fast jedes Schulkind kennt Walther Rathenau ( ), den Sohn des nachmaligen AEG- Gründers Emil Rathenau und seiner Frau Mathilde Rathenau. 1 Der berühmte Elektroindustrielle und Finanzfachmann hatte als heutzutage eher vergessener Philosoph und Publizist in seiner Zeit auch in diesem Bereich eine ebenso große wie kontroverse Wirkung und Resonanz unter seinen Zeitgenossen. Der Freund vieler Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler wurde im Ersten Weltkrieg, 1914/15 maßgeblicher Organisator der Umstellung der Volkswirtschaft auf den Kriegsbedarf. Als Leiter der Kriegsrohstoffabteilung im Preußischen Kriegsministerium stellte er zusammen mit seiner Abteilung die gesamte Rohstoffbewirtschaftung in Deutschland unter staatliche Kontrolle. Nach dem Kriege wurde Rathenau, zunächst Reparationspolitiker ohne Portefeuille", 1921 zeitweilig zum Wiederaufbauminister ernannt. Im darauffolgenden Jahr wurde er Außenminister im zweiten Kabinett Wirth. In dieser Eigenschaft schloß er mit Sowjetrußland am Rande der Finanzkonferenz von Genua den Vertrag von Rapallo (16. April 1922). Das Abkommen eröffnete den Weg zur Wiederaufnahme voller diplomatischer Beziehungen und sollte zudem als Rahmenabkommen einer künftigen wirtschaftlichen Kooperation beider Staaten dienen. Am 24. Juni 1922 wurde Rathenau von Attentätern der deutsch-völkischen Bewegung als Jude, als Unternehmer, als vermeintlich symbolischer Repräsentant des republikanischen Systems, aber auch als sogenannter Verständigungspolitiker" ermordet. Hier soll die Frage interessieren, was in der Folge mit der Hinterlassenschaft dieses so vielfältig wirkungsreichen Menschen Walther Rathenau geschah. 2 Nach seinem Tod wurden die vorhandenen Nachlaßpapiere in seinem einstigen Wohnhaus in der Koenigsallee 65 in Berlin-Grunewald am 23. Juni 1923 zusammen mit dem Grundstück, dem Haus, dem Inventar (Möbeln und Kunstgegenständen) sowie Teilen der Bibliothek dem 12

13 Bildnis Walther Rathenau. Um Fotografie (alter Abzug) 22 X 17 cm. Lilienthal, Walther Rathenau Gesamtausgabe Hans Dieter Hellige Deutschen Reich in Form der Walther-Rathenau-Stiftung" unterstellt. 3 Die Bestände der Stiftung wurden vom Reichsministerium des Innern (Reichsarchiv Potsdam) verwaltet. Mit der Registrierung der Akten, Mitte der zwanziger Jahre, erfolgte auch die Aufteilung in ein offenes" und ein geheimes" Archiv. 4 Dabei wirkten maßgeblich Rathenaus Mutter Mathilde Rathenau, die Schwester Rathenaus, Edith Andreae, wie auch der einstige Privatsekretär Hugo Geitner 5 mit. Im Verlauf der folgenden Jahre gelang es diesem Kreis, vor allem von zahlreichen Briefpartnern Briefwechsel mit Walther Rathenau zu sammeln. Auch andere Unterlagen ergänzten den Bestand der Stiftung. In den zwanziger Jahren wurden daraufhin vor allem Korrespondenzen, daneben auch Reden Walther Rathenaus herausgegeben. 6 Es ist heutzutage erstmals möglich gewesen, die Originale bzw. Abschriften vieler Briefe Rathenaus im Nachlaß in Moskau mit den gedruckten Editionen aus der Zeit der Weimarer Republik zu vergleichen. Dabei zeigte sich, daß vor allem von Seiten der Familie und der Stiftungsmitglieder bei der Herausgabe Textkürzungen vorgenommen wurden, die nicht immer im Druck kenntlich gemacht wurden. 7 Den Bearbeitern der Brieftexte, vor allem wohl Hugo Geitner 8 und Edith Andreae, ging es hierbei offensichtlich darum, negative Urteile Rathenaus über einzelne Personen, Textpassagen zu Fragen des Antisemitismus als auch andere private, speziell familiäre Fragen betreffende Stellen nicht zu publizieren. 9 Was zur persönlichen Ehrung und zur Reinigung des Namens Walther Rathenaus geschehen konnte, war geschehen." 10 Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme gelang es nicht, die Stiftung länger zu erhalten. Mit ihrer Auflösung am 1. September 1934 gelangten die Papiere Walther Rathenaus wieder in Familienbesitz

14 In den Akten des Reichsarchives in Potsdam findet sich ein Vermerk 12, der vermutlich vom 16. August 1939 datiert und vom Generaldirektor der Staatsarchive und gleichzeitigem Direktor des Reichsarchives Dr. Zipfel oder einem seiner Mitarbeiter stammen dürfte. Demnach erkundigte sich Walter Frank beim Generaldirektor der Staatsarchive am 3. April 1939 im Rahmen der Arbeit an seinem Buch über Walther Rathenau 13 nach dem Verbleib des Nachlasses aus der Koenigsallee. Nachforschungen im Reichsarchiv, bei der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres, bei Professor Rauers, dem früheren Betreuer des Rathenau-Archives, wie auch beim Reichsministerium des Innern führten schließlich zu einer Anfrage bei dem Ehemann von Rathenaus Schwester Edith, dem Bankier Fritz Andreae 14, am 10. Mai Sechs Tage später antwortete dieser offensichtlich ausweichend. Es stellte sich im nachhinein heraus, daß das Ehepaar Andreae sich wenige Tage vor der Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die Schweiz befand. Der Leiter des Reichsarchives bat kurz danach, am 7. Juni 1939, die Gestapo um Hilfe bei der Suche nach dem Nachlaß. Mitarbeiter der Gestapo fanden daraufhin in einem kleinen oberbayerischen Ort die in zwölf Kisten verpackten Aktenkonvolute. Hierhin hatten Familienangehörige die Dokumente Rathenaus zum Schutz vor der Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten gebracht. Auf Antrag des Reichsarchives vereinnahmte die Gestapo München den Dokumentenfund. In der Folgezeit bemühte sich das Reichsarchiv in erfolglosen Übergabegesuchen durch die Staatspolizei-Leitstelle Berlin und das dortige Gestapo-Amt sowie über die Staatspolizeistelle München um die Archivalien. Am 20. Juli 1939 erhielt das Reichsarchiv von der Staatspolizei Berlin die telefonische Auskunft, die Staatspolizeileitstelle München habe noch einige Wochen in den Papieren zu ermitteln, das Reichsarchiv müsse sein Begehren daher zurückstellen. Ungeachtet der Tatsache, ob diese Angabe den Aufenthaltsort der Akten zu diesem Zeitpunkt wahrheitsgetreu wiedergab, läßt sich die Beschäftigung Walter Franks mit Rathenau in diesen Tagen genau bestimmen. Am 4. Juli 1939 hielt er, nach eigenem Bekunden, einen Vortrag Höre, Israel! Walther Rathenau und die blonde Rasse." Franks Ausführungen waren zum Druck in den Forschungen zur Judenfrage", Band 4, Hamburg 1939 vorgesehen. Bevor es hierzu jedoch kam, publizierte Frank seinen Text über Walther Rathenau zusammen mit einem Essay über Maximilian Harden und ausgewählten Quellen unter dem Titel Höre, Israel! Harden, Rathenau und die moderne Judenfrage". Im Vorwort datierte Frank den Abschluß der Arbeit auf den 12. September Das extrem antisemitische Buch zeugt von einer vorhandenen Kenntnis gängiger Literatur über die Familie Rathenau und die AEG. Auch gedruckte Äußerungen Rathenaus werden häufig zitiert. Nirgends findet sich jedoch ein Hinweis auf die Lektüre der Nachlaßpapiere durch Frank. 15 Ein weiterer Aktenvermerk in den Aufzeichnungen des Reichsarchives 16 von Dr. Zipfel, angelegt am 3. Mai 1940, über eine Besprechung im SS-Hauptamt Berlin vom 26. April 1940 führt die Spur des Verbleibs der Nachlaßsammlung fort. An der Unterredung Ende April 1940 nahmen neben Zipfel die Staatsarchivräte von der Archiwerwaltung des preußischen Staatsministeriums Dr. Rohr 17 und Dr. Frederichs sowie Obersturmführer Dr. Turowski und Dr. Löffner vom SD-Hauptamt 18 teil. In der Sitzung ging es vornehmlich um Fragen der weiteren Erfassung von Archivalien jüdischer Besitzer und zur jüdischen Geschichte 19 sowie um das Thema der allgemeinen Behandlung der von SD und Gestapo in Polen und anderswo erbeuteten Akten. Unter dem letztgenannten Punkt der Tagesordnung fand auch der Rathenau-Nachlaß Erwähnung. Die Papiere befänden sich, so der Bericht, im SS-Hauptamt und würden dort von Dr. Löffner 20 bearbeitet. Über das weitere Schicksal der Sammlung werde Dr. Turowski bald Bericht erstatten. 14

15 Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, daß trotz aller Anfragen Stellen der Gestapo und SS den Aktenfund nicht an das Reichsarchiv abgeben wollten. Welche außerordentlich zurückhaltende Art des Bittens dabei von Seiten des Generaldirektors Zipfel gegenüber den zuständigen Stellen eingenommen wurde, läßt der Schluß des Dokuments vom 3. Mai 1940 ahnen. Zipfel bot demnach für die Behandlung des Rathenau-Nachlasses nach dessen Rückführung ins Reichsarchiv an, die Archiwerwaltung werde einen derartigen Bestand der Öffentlichkeit nur nutzbar machen, sofern es der Gestapo genehm sei. Er verwies auf eine Bestimmung, derzufolge in Preußen Archivmaterial aus der Zeit nach 1888 nur mit Genehmigung des preußischen Ministerpräsidenten benutzt werden dürfe. Es gibt nach dem Frühjahr 1940 keinen Hinweis darauf, daß der Nachlaß wieder in das Reichsarchiv gelangt wäre. Die bis zum 13. April 1945 geführten und überlieferten Zugangsbücher 21 des Reichsarchives verzeichnen keine Angabe zu einer derartigen Nachlaßsammlung. In den Transportlisten der Evakuierung der Bestände des Reichsarchives seit dem 19. August 1943 bis zum Kriegsende in Bergwerksstollen bzw. in den Einlagerungsplänen der Archivalien in den verschiedenen Schächten finden sich lediglich Hinweise auf eingelagerte Nachlässe". 22 So deutet zunächst alles auf die These, daß der Nachlaß bis zum Kriegsende in den Händen einer SS- bzw. SD-Stelle blieb. 23 Diese Vermutung wird bestätigt durch die Ausführungen bei Maksimova und Aly/Heim. 24 Die Archivalien lagerten vor der Beschlagnahme durch die Rote Armee Ella Maksimovas Angaben zufolge in Schloß Althorn in Niederschlesien. Dieses Material sei von einer SS-Stelle dort eingelagert worden. Hier entdeckte es die 59. sowjetische Armee. Aly/Heim rekonstruierten aus Unterlagen der SS im Zentralen Staatsarchiv (Moskau) den Verbleib der Archivalien in den letzten Kriegsjahren. Demnach wurden Akten unter der Leitung des Amtes Vll (Weltanschauliche Forschung und Auswertung) des Reichssicherheitshauptamtes seit den Sommermonaten 1943 nach Schloß Fürstenstein in Waidenburg/Niederschlesien verbracht. 25 Teile des eingelagerten Aktenmaterials, nachweislich von arbeitenden SS-Stellen, wurden 1944/45 nach Schloß Wölfeisdorf im Kreis Habelschwerdt umgelagert. 26 Beide Schlösser wurden von der Roten Armee zu Kriegsende eingenommen kam u. a. so auch das biographische Material zu Walther Rathenau als Beutegut der sowjetischen Armee in ein für die Lagerung derartiger Aktenbestände speziell gegründetes Geheimarchiv, dessen Existenz sowjetischen wie auch ausländischen Historikern zunächst unbekannt blieb. 27 Angaben bei Maksimova und Aly/Heim wie auch dem Verfasser anderweitig bekannt gewordene Informationen belegen, daß in den Nachkriegsjahrzehnten die gesammelten Akten von Militärs bzw. Mitarbeitern des Geheimdienstes dazu verwendet wurden, sowohl ehemalige nationalsozialistische Verbrechen auf Seiten der Deutschen als auch unter Kollaborateuren aufzudecken wie auch das Aktenmaterial bei innersowjetischen Repressionsmaßnahmen zu verwenden. 28 Daneben dienten Teile der Akten Mitarbeitern des KGB als Material für geschlossene Arbeiten", d. h. wissenschaftliche Qualifikationsleistungen wie etwa eine Dissertation, deren Ergebnisse jedoch aufgrund der Geheimhaltungspflichten nur innerhalb der Behörde publik wurden. 29 Die Archiv-Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sich dem Rathenau-Forscher zunächst daher im wesentlichen wie folgt dar: als sogenannter Nachlaß" oder Nachlaßsplitter" galt der Bestand NL 48 im Bundesarchiv Koblenz. Dieser enthielt zum Teil aus Familienbesitz, zum Teil aus Ankäufen eine willkürliche kleine Auswahl von Briefwechseln Rathe- 15

16 naus. Daneben existierten in Abschrift Briefe Rathenaus an Maximilian Harden, deren Benutzung jedoch bis 1965 offensichtlich nicht möglich war. 3U Ferner ließen sich über die Aktenbestände des Politischen Archives des Auswärtigen Amtes die Tätigkeiten Rathenaus in Fühlungnahme mit dem Auswärtigen Amt (Marokko-Mission 1910) bzw. als Reparationspolitiker und als Außenminister rekonstruieren. Ahnliches galt für andere Lebensphasen Rathenaus (z. B. Reisen in die Kolonien oder die Zeit als Wiederaufbauminister) für die Bestände politischer Akten im Zentralen Staatsarchiv Potsdam (heute: Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam) und im Zentralen Staatsarchiv Merseburg (heute: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Abteilung Merseburg; die Verlagerung der Bestände nach Berlin-Dahlem findet zur Zeit statt). 31 Daneben existierten über die Welt verstreute Konvolute von Briefen und Unterlagen Rathenaus in Autoren-Archiven" (z. B. dem deutschen Literaturarchiv in Marbach a. N.) oder Forschungseinrichtungen und Museen. Schließlich bleibt auf Unternehmensarchive zu verweisen, wobei die Bestände des AEG-Archives wesentliche Verluste durch Kriegseinwirkungen im Zweiten Weltkrieg, 1943, erlitten. Nach 1989 wurde es möglich, ungehindert auch mit Betriebsarchiven der (ehemaligen) DDR in Verbindung zu treten, um dort lagernde Akten zu Walther Rathenau einsehen zu können schließlich wurde die Existenz des Zentralen Staatsarchives" oder Sonderarchives", das dem KGB unterstanden hatte, bestätigt konnte der Nachlaß Rathenaus nach seiner Entdekkung 33 einer ersten und vorläufigen Sichtung durch den Historiker Wolfgang Michalka unterzogen werden. 34 Verschiedene Historiker haben inzwischen die historische Chance", an den wiedergefundenen Akten zu arbeiten. 35 Diese Papiere zeigen nicht nur etwas über Rathenau und seine Zeit, die Geschichte ihres Verbleibs ist selbst zu einem Stück europäischer Historie geworden. Anmerkungen 1 Die folgenden Ausführungen stellen die stark überarbeitete und wesentlich erweiterte Fassung von Christian Schölzel: Von der Koenigsallee zu KGB's": die Geschichte des wieder aufgefundenen Rathenau-Nachlasses als Spiegel der Vergangenheit, Berliner Osteuropa-Info (1995), [voraussichtlich] Heft 5, dar. 2 Unter dem Begriff der Hinterlassenschaft wird im folgenden lediglich das archivalische Erbe subsumiert. Zu Listen der Privatbibliothek Rathenaus sowie dem Umgang mit dem archivalischen Erbe" vgl.: Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsministerium des Innern , 25250, 25254, 25258, Zum Mobiliar u. ä. vgl. an verschiedenen Stellen Ausführungen und Abbildungen, in: Wilderotter, Hans (Hrsg.): Walther Rathenau Die Extreme berühren sich. Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit dem Leo Baeck Institute, New York (Berlin 1992). Kursorisch sei hier nur auf weitere Akten zur Thematik im Bestand: Zentrales Staatsarchiv (Moskau) Fonds 634 Nachlaß Walther Rathenau Findbuch 1 verwiesen. Auch in den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins wurde die Person Rathenaus bereits untersucht, vergl.: Lowenthal Ernst G.: Vor 50 Jahren: Der Mord in der Koenigsallee. Im Gedenken an Walther Rathenau, in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 68 (1972), H. 7, S. 170 f. 3 Mit zahlreichen Details für die Zeit der Weimarer Republik zum Erbe Rathenaus, den Publikationen seiner Schriften und der Walther-Rathenau-Stiftung sowie der Walther-Rathenau-Gesellschaft: Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsministerium des Innern , 25250, 25254, 25258, Brecht, Arnold: Aus nächster Nähe. Lebenserinnerungen , Stuttgart (1966), S. 388, 412; die Stiftung wurde im Reichsinnenministerium von Arnold Brecht betreut, der zusammen mit Reichskunstwart Edwin Redslob, dem früheren Sekretär Rathenaus im Auswärtigen Amt und späteren deutschen Generalkonsul in Chicago, Hugo \6

17 Ferdinand Simon, im Vorstand der Stiftung war. Daneben bestand eine Walther-Rathenau- Gesellschaft, die, 1928 gegründet, sich der Pflege des Andenkens an Rathenau gegenüber einer breiteren Öffentlichkeit widmete. So wurde 1932 eine Walther-Rathenau-Medaille an Gerhart Hauptmann und Harry Graf Keßler verliehen. Zudem wurden Schriften publiziert. Im Vorstand der Gesellschaft saßen neben Brecht und Redslob Rathenaus Schwester Edith Andreae sowie ihr Mann Fritz Andreae; vgl. Brecht, Arnold u. a.: Gedenken an Walther Rathenau, Dresden 1928 (= Schriften der Walther-Rathenau-Stiftung; Nr. 2); Sabrow, Martin: Mord und Nachwirkungen, in: Ders. u. a. (Hrsg.): Walther Rathenau , Berlin 1988, S , hier: S. 85; Brecht/Nähe, S Vgl. zur Gründung: Keßler, Harry Graf: Tagebücher Herausgegeben von Wolfgang Pfeiffer-Belli, Frankfurt a.m (= insel Taschenbuch; Bd.659), S. 595 (= Eintrag zum ); vgl.: Brecht u. a./gedenken; Gesamthochschulbibliothek Kassel Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel 2 Ms. hist. litt. 38 (Rathenau) Nachlaßverwaltung II Brief der Walther-Rathenau-Gesellschaft e.v. an Wilhelm Schwaner vom (= Einladung zur Gründungsversammlung); Walther-Rathenau-Gesellschaft (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis, (Berlin o. J.) [um 1930]; Rauers, F.: Wo blieb das Rathenau- Archiv?, in: Deutsche Kommentare vom , Ausschnitt ohne Paginierung. 4 Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsministerium des Innern 25244/B1.50. Rauers: 1926 fing Professor Dr. Rauers mit dem Aufbau des Walther-Rathenau-Archives an, das er bis 1933 führen sollte. Er war ursprünglich Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung des Reichsarchives. Mader, Ursula: Potsdamer Akten bieten Gelegenheit zum Vergleich. Die Entdeckung des Walther-Rathenau-Nachlasses in Moskau eröffnet neue Möglichkeiten für die Forschung, in: ND vom , S. 14, mit weiteren Details, etwa zu den Registern zum Bestand im Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam und weiteren Fakten zur Nachlaßgeschichte. 5 Hugo Geitner ( ), Privatsekretär Rathenaus. Vergl. Geitner, Hugo, in: Einstein, Albert u. a.: In memoriam Walther Rathenau, in: Die Neue Rundschau XXXIII (1932), H. 8, S , dieser Beitrag: S , hier: S. 829 f,. danach lernten sich Rathenau und Geitner 1894 kennen. Geitner war im Büro Rathenaus in Bitterfeld tätig und folgte ihm nach Berlin als Privatsekretär. Fürstenberg/Erinnerung, S. 378: über Geitner Dieser wußte in allen Akten Bescheid, kannte in jeder Hinsicht die,offizielle' Version,..."; vgl.: S. 379: durch den Einfluß Mathilde Rathenaus sei die Arbeit über Rathenau von Etta Federn-Kohlhaas: Walther Rathenau. Sein Leben und Wirken, 2. erw. Aufl., Dresden 1928 zur Apologie geraten. S. 398: aus Eifersucht auf die Liebe des Sohnes zu Lilly Deutsch habe Mathilde Rathenau den Briefwechsel ihres älteren Sohnes mit der Frau des AEG-Direktors Deutsch verbrannt. 6 Vgl. etwa nur: Walther Rathenau: Briefe, zwei Bände, Dresden 1926; Ders.: Neue Briefe, Dresden 1927; Ders.: Briefe. Neue Folge, Dresden 1928; Ders.: Politische Briefe, Dresden 1929; Ders.: Briefe. Neue Ausgabe in drei Bänden, Dresden 1930; Ders.: Gesammelte Reden, Berlin Vgl. zur Sammlung der Briefe z. B.: Archiv der Herrmann-Burte-Gesellschaft e.v. (Maulburg) Briefe Hugo Geitners an Herrmann Strübe (d. i.: Burte) von Ende Juli 1922 und vom ; Gesamthochschulbibliothek Kassel Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel 2 Ms. hist. litt. 38 (Rathenau) Nachlaßverwaltung II Brief Hugo Geitners an Wilhelm Schwaner vom Vergl.: Zentrales Staatsarchiv (Moskau) Fonds 634 Nachlaß Walther Rathenau Findbuch 2/28/B11.36 f. (= Brief Hugo Geitners an den S. Fischer Verlag vom ): nach dem Schreiben wurden verschiedene Aufsätze Rathenaus nach seinem Tode mit neuen Titeln versehen, vor allem durch Edith Andreae. In derselben Akte/Bll. 47 f. (= Briefe des Verlegers Carl Reissner an Edith Andreae vom und an Hugo Geitner vom ): danach versuchte Reissner mit lockenden Angeboten den S. Fischer Verlag in letzter Minute" beim Erhalt des Auftrages zum Verlegen der nachgelassenen Schriften Walther Rathenaus auszustechen. In derselben Akte/Bl. 56: Samuel Fischer hatte 1924 schon mit Edith Andreae in einer vertraglichen Vereinbarungen auf die Herausgabe der Briefe Rathenaus verzichtet. 7 Vgl. hier allerdings Stadtbibliothek München Brief Walther Rathenaus an Frank Wedekind vom Der Text wurde publiziert in: Walther Rathenau. Briefe, Bd. 1, Dresden 1926, S Die Druckfassung (S. 42) gibt den Brieftext (S. 3) nur unvollständig wieder. Ausgelassen wurde eine Passage, in der es heißt: Und Jesus war's [ein Furchtmensch; C. S.], das hab' ich angedeutet. Damit stimmt auch die Legende, die einzige, die ich von seinem Angesicht kenne: 17

18 dass er hässlich war." Die Kürzung ist ein Beleg für die Absicht der Herausgeber zur Schönung" des Andenkens an Rathenau. Hier wurde eine Passage ausgelassen, durch die er als polemischer Gegner des Christentums interpretiert werden konnte. Die Eingriffe in die Originaltexte wurden nur zum Teil vermerkt. 8 Vgl. Zentrales Staatsarchiv (Moskau) Fond 634 Nachlaß Walther Rathenau Findbuch 2/5/B (= Liste Hugo Geitners mit Reden Walther Rathenaus, wohl in Vorbereitung der Reden- Edition von 1924). 9 So auch deutlich erklärt in: Archiv der Hermann-Burte-Gesellschaft e.v. (Maulburg), Brief Hugo Geitners an Hermann Strübe (d. i.: Burte) vom , Bl Brecht/Nähe, S Rauers: am wurde die Walther-Rathenau-Gesellschaft aufgelöst; Rauers wurde ain als Oberarchivrat des Reichsarchives abgesetzt. 12 Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsarchiv 5/B Frank, Walter: Höre, Israel!" Harden, Rathenau und die moderne Judenfrage, Hamburg (1939). Walter Frank ( ), führender Vertreter einer nationalsozialistisch orientierten Geschichtsschreibung, nach 1935/36 Leiter resp. Präsident des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschland. 14 Aly, Götz/Heim, Susanne: Das Zentrale Staatsarchiv in Moskau ( Sonderarchiv"). Rekonstruktion und Bestandsverzeichnis verschollen geglaubten Schriftguts aus der NS-Zeit, (Düsseldorf 1992), S. 11, vermuten, die Einverleibung des Nachlasses von Rathenau wie auch anderer Archivalien in das Archiv des SD habe dem Zweck gedient, Material für eine der nationalsozialistischen Ideologie entsprechende Geschichtsschreibung zu sammeln. Verfolgt man die Kausalitätskette der näheren Umstände, die zur Beschlagnahme des Rathenau-Nachlasses führten, so ist Aly/ Heim bezogen auf den Rathenau-Nachlaß zuzustimmen. Rauers: Fritz Andreae habe ihm am geschrieben, kurz vor der Abreise in die Schweiz im Frühjahr 1939 sei die Gestapo in die Koenigsallee 65 gekommen und beschlagnahmte alle dort vorhandenen Papiere, um sie angeblich in das Reichsarchiv zu bringen. Auch bei ihm, Rauers, habe die Gestapo sich nach dem Verbleib des Nachlasses erkundigt. Zu den Vorgängen im Frühsommer 1939 in bezug auf die Andreaes mit weiteren Details der Emigration, auch: Mangoldt, Ursula von: Auf der Schwelle zwischen Gestern und Morgen. Begegnungen und Erlebnisse, Weil a. Rh. (1963), S. 38, 65. Andreae, Franz Friedrich (Fritz) ( ), Bankier, seit 1902 mit Rathenaus Schwester Edith verheiratet, seit 1917 im Aufsichtsrat der AEG. 15 Zum hier Ausgeführten: Frank/ Israel, S. 5,12,109 ff. Selbst die in Teilen wiedergegebene Textfassung vom Höre, Israel!" Rathenaus entspricht der gedruckten Version, nicht etwa der Kladde des Nachlasses Zentrales Staatsarchiv (Moskau) Fond 634 Nachlaß Walther Rathenau Findbuch 1/42/B Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsarchiv 5/B11.68 f. 17 Die Person Dr. Rohr ließ sich nicht ermitteln. 18 Bei Dr. Turowski handelt es sich vermutlich um den SS-Hauptsturmführer, der im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) im Amt III <Deutsche Lebensgebiete>, Gruppe IIIC [Kultur] das Referat IIIC 1 [Wissenschaft] leitete. Angaben nach: Rürup, Reinhard (Hrsg.): Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt auf dem Prinz-Albrecht-Gelände". Eine Dokumentation (Berlin 1987), S , 80, hier: S.-78 (= Geschäftsverteilungsplan des RSHA/ Stand: ). Dr. Löffner ließ sich bislang nicht ermitteln. 19 Dieses Unterfangen seit 1937: vgl. Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsarchiv 5/BH. 33 ff. 20 Aus dieser Angabe ließe sich vermuten, daß Dr. Löffner Mitarbeiter im Amt VII [Weltanschauliche Forschung und Auswertung], Gruppe C [Archiv, Museum und wissenschaftliche Sonderaufträge], Referat 1 [Archiv] gewesen sein dürfte; vergl. Rürup/Topographie, S Eingesehen: Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsarchiv 131; 139; 189; 190; 191; Bundesarchiv, Abteilungen Potsdam Reichsarchiv 192/BU.102ff., 110 ff., 196 f., Das Vorwort im Findbuch zum Nachlaßsplitter Walther Rathenaus NL 48 im Bundesarchiv Koblenz vermerkt, es habe sich wohl um das Gestapo-Archiv in Berlin-Wilmersdorf gehandelt. 18

19 24 Hierzu: Maksimova, Ella: Streng geheim! Im Zentralen Staatlichen Sonderarchiv der UdSSR, in: Sowjetunion heute 35 (1990), Nr. 8 (August), S ; Aly/Heim/Staatsarchiv, S. 7,11, 56f. 25 Aly/Heim/Staatsarchiv, S. 57, vermuten, es handele sich hierbei um das bei Maksimova erwähnte Schloß Althorn. 26 Aly/Heim/Staatsarchiv, S. 57: die SS habe den Auslagerungsorten die Decknamen Brabant I" und Brabant II" gegeben. Zuständig für die Akten an Ort und Stelle waren Sturmbannführer Walter Braune, Untersturmführer Hans Hahn, die Hauptscharführer Kurt Lindemann,? Felber und Rudolf Hlavatsch sowie der Angestellte im Reichssicherheitshauptamt Dr. Hans Riegelmann. In Berlin zeichnete der Obersturmbannführer Dr. Paul Dittel als zuständig. 27 Näheres etwa bei: Maksimova/Sonderarchiv; Aly/Heim/Staatsarchiv, S. 7 ff. Vgl. Rauers: das Haus Rathenaus in der Königsallee wurde mit der Besetzung des englischen Sektors von der britischen Armee beschlagnahmt. 28 Mit weiteren Informationen: Maksimova/Sonderarchiv, S. 33; Aly/Heim/Staatsarchiv, S. 7, Vgl. zu diesem Verfahren analog, die Dissertationen der Staatssicherheits-Mitarbeiter an der Juristischen Hochschule Potsdam: O. A.: Dokumentation. Doktorarbeiten im Auftrag der Stasi, in: Deutschland Archiv 26 (1993), S Vgl.: Young, Harry F.: Maximilian Harden. Censor Germaniae. Ein Publizist im Widerstreit von 1892 bis 1927, Münster (1971), S Hans Dieter Hellige beispielsweise konnte vor 1989 Bestände dieser DDR-Archive einsehen: vgl. Hellige, Hans-Dieter (Hrsg.): Walther Rathenau. Maximilian Harden. Briefwechsel Mit einer einleitenden Studie herausgegeben von Hans Dieter Hellige, München 1983 (= Walther Rathenau-Gesamtausgabe; Bd. VI), S.948f. 32 Vgl.: Maksimova, Ella: Archivnyj Detektiv [deutsch: Archiv-Detektiv], in: Izvestija vom , S. 4; Dies.: Pjat'Dnej v Osobom Archive [deutsch: Fünf Tage im Sonderarchiv], [in fünf Einzelfolgen], in: Izvestija vom , S.6; , S.6; , S.6; , S. 6; , S. 6; Dies./Sonderarchiv. Die Bezeichnung KGB (= Komitee für Staatssicherheit beim Ministerrat der Sowjetunion) war erst seit 1953 gebräuchlich, zuvor wurde die 1941 gegründete Dienststelle mit NKGB, ab 1946 MGB abgekürzt. Erst bei der Zusammenführung dieser Dienststelle mit dem Innenministerium entstand die Bezeichnung KGB. 33 Wegner, Bernd: Deutsche Aktenbestände im Moskauer Zentralen Staatsarchiv. Ein Erfahrungsbericht, in: VfZG 40 (1992), S ; vgl. auch als einen der ersten Berichte: Browder, George C.: Captured German and other Nations Documents in the Osoby (Special) Archive, Moscow, in: CEH 24 (1991), S Vgl.: Romeyk, Horst: Das ehemals sowjetische Sonderarchiv in Moskau, in: Der Archivar 45 (1992), Sp. 118; O. A.: Rathenau-Nachlaß in Moskau, in: Frankfurter Rundschau vom , S.4; Michalka, Wolfgang: Zum 125. Geburtstag: Rathenaus Nachlaß in Moskau entdeckt, in: Das Parlament vom , S. 14; Sabrow, Martin: Nachlaß-Heimkehr zu Rathenaus Geburtstag, in: Die Welt vom , S. 8; Ders.: Der Moskauer Fund. Zu Walther Rathenaus 125. Geburtstag taucht sein verschollen geglaubter Nachlaß wieder auf, in: Tagesspiegel vom , S. 16; Schulin, Ernst: Rathenau in Moskau. Zur Wiederauffindung seines Nachlasses, in: FAZ vom , S. 33; Mader/Potsdamer Akten. 34 Aufstellungen der Akten bei: Browder, S. 427 ff.; Aly/Heim/Staatsarchiv; Wegner; Jena, Kai von; Lenz, Wilhelm: Die deutschen Bestände im Sonderarchiv in Moskau, in: Der Archivar 45 (1992), Sp , Sp. 464 zum Nachlaß Rathenaus. Die österreichischen Provenienzen werden von der Universität Wien registriert, zu den polnischen Akten ist keine derartiges Verfahren bekannt. Die Akten aus Frankreich wurden im Verlauf des Jahres 1992 an Les Archi ves Nationales/Paris zurückgegeben. 35 Rauers: vor 1950 hat sich in Wiesbaden erneut eine Vereinigung von Rathenau-Freunden zusammengeschlossen. Heute existiert eine Walther Rathenau Stifts GmbH, die sich um das Schloßmuseum zu Rathenau in Bad Freienwalde kümmert. Zudem gibt es eine Walther-Rathenau- Gesellschaft, die in die Edition von Rathenaus Gesamtwerk involviert ist. Anschrift des Verfassers: Christian Schölzel, M. A., Müllerstraße 119, Berlin-Wedding 19

20 DEM DEUTSCHEN VOLKE Das Reichstagsgebäude wurde 100 Jahre alt Von Frank R. Mützel Ein halbes Jahr, nachdem das Haus den 100. Jahrestag seiner Vollendung begangen hatte, verhüllten der bulgarisch-amerikanische Künstler Christo und seine Ehefrau Jeanne-Claude das Reichstagsgebäude für vierzehn Tage. Der besondere Reiz und die Kunst der Verhüllung lag darin, daß mit dem Reichstag jenes Gebäude neu entdeckt wurde, das nach dem Umzug des Deutschen Bundestages vom Rhein an die Spree wieder der Tagungsort des deutschen Parlamentes sein wird. Als am 6. Dezember 1894 die 397 Abgeordneten des Reichstages in das von dem Oppenheimer Baumeister Paul Wallot in zehnjähriger Bauzeit errichtete Gebäude am Königsplatz einzogen, existierte das Deutsche Reich seit 23 Jahren. Heute, 100 Jahre später, gibt es den vereinten deutschen Nationalstaat erst seit vier Jahren. In diesem Zentennium war das Reichstagsgebäude nur 38 Jahre lang Sitz der Vertretung des deutschen Volkes. Hier entwickelte sich der deutsche Parlamentarismus in seiner demokratischen Form. 24 Jahre tagten in ihm die Abgeordneten des Deutschen Kaiserreiches. Am 9. November 1918 rief von einem Fenster des Reichstagsgebäudes der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die Republik aus. Vom 30. September 1919 an berieten und beschlossen in ihm 14 Jahre lang die Parlamentarier der Weimarer Republik die Gesetze. Seit dem 20. Dezember 1990 setzen in dem Gebäude die Mitglieder des Deutschen Bundestages aus den alten und neuen Bundesländern bis heute nur in gelegentlichen Sitzungen die demokratische Tradition der Republik von Weimar fort. Vor diesem Tag war der Wallot-Bau jedoch 57 Jahre lang ein Haus mit gar keiner oder einer sehr eingeschränkten parlamentarischen Funktion. Erst der Beschluß des 12. Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991, Sitz des Deutschen Bundestages ist Berlin", sowie die Entscheidung seines Ältestenrates vom 30. November 1991, daß das Reichstagsgebäude auf Dauer für die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages genutzt werden soll, gaben dem Haus die Funktion zurück, die es am 27. Februar 1933 verloren hatte. Der Brand, der an jenem Abend in dem Gebäude wütete, zerstörte nicht nur dessen Herzstück, den Plenarsaal, er gab den Nationalsozialisten auch die Handhabe, die Republik, die sie immer bekämpft hatten, zu zerschlagen. Der Reichstag, der danach in dem gegenüberliegenden Kroll- Opernhaus bis Kriegsende zwanzigmal zusammenkam, zum letzten Mal am 26. April 1942, wurde eine nationalsozialistische Einparteienversammlung, deren einzige Aufgabe darin bestand, dem Führer" zu huldigen. Das Ende des Akklamationsorgans kam am 30. April 1945: Um Uhr dieses Montags hißten zwei Rotarmisten nach mehr als zehnstündigem Kampf auf der Ostfassade des etagenweise eroberten Gebäudes die sowjetische Fahne. Fünf Stunden zuvor, gegen Uhr, hatte der, der den Krieg gewollt, der fremde Länder und sein eigenes Land in Schutt und Asche gelegt hatte, sich in dem Bunker der nahe gelegenen Reichskanzlei durch eine Kugel der Verantwortung entzogen. Für Hitler war das Parlamentshaus ein Symbol der verhaßten Demokratie gewesen. Für Stalin war es das Wahrzeichen Berlins, nachdem das Gebäude durch den Reichstagsbrandprozeß 1933 stark in das Bewußtsein der sowjetischen Öffentlichkeit gedrungen war. Deshalb sollte die Rote Armee es unbedingt vor dem 1. Mai, dem Feiertag der internationalen Arbeiterbewegung, erobern. 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, als aufgrund der sich abzeichnenden militärischen Niederlage die innenpolitischen Spannungen in Deutschland zugenommen hatten, hatte Kaiser Wil- 2d

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