Demotivation bei Mitarbeitenden Auslösende Faktoren und Wege zur Verhinderung

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1 Demotivation bei Mitarbeitenden Auslösende Faktoren und Wege zur Verhinderung Thomas Ehret, Executive MBA Leiter Pflegedienst & Stv. Spitaldirektor Bethesda Spital AG 13. Juni 2012

2 Agenda 1. Einleitung 2. Demographische Entwicklung in der Schweiz 3. Motivation Demotivation Remotivation 4. Motivationsbarrieren Motivationsstabilisatoren 5. Zusammenfassung Thomas Ehret, Executive MBA Seite 2

3 Einleitung Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende sind wesentliche Garanten für den Erfolg eines Unternehmens Faszination des Themas Vertrauensentwicklung und Motivation ohne Prämien oder Boni Schwerpunkt nicht auf Motivatoren und Hygienefaktoren Demotivationstreiber und Motivationsstabilisatoren durch eine quantitative empirische Studie untersucht Thomas Ehret, Executive MBA Seite 3

4 Demographische Entwicklung in der Schweiz Bevölkerungszunahme -abnahme Durchschnittliche Kinderzahl stagniert Seit 30 Jahren ein Drittel unter dem erforderlichem Wert, welcher für den Erhalt der Generation notwendig wäre Thomas Ehret, Executive MBA Seite 4

5 Demographische Entwicklung in der Schweiz Bevölkerungszunahme -abnahme Lebenserwartung CH hat eine der höchsten Lebenserwartungen bei Geburt Dies hat einen Einfluss auf die Bevölkerungszahl, jedoch nicht auf die Anzahl erwerbstätiger Personen Migration Seit 25 Jahren positiver Wanderungssaldo Bevölkerungswachstum nur durch Migration positiv Thomas Ehret, Executive MBA Seite 5

6 Demographische Entwicklung in der Schweiz Entwicklung der Erwerbsbevölkerung Die Erwerbsbeteiligung jugendlicher & junger Erwachsener ist rückläufig Ältere Menschen treten immer früher aus der Erwerbstätigkeit zurück Die Zahl der erwerbstätigen Über-65-jährigen ist rückläufig Einzig die Schweizer Frauen erhöhen ihre Erwerbsbeteiligung weiter, vor allem durch Teilzeitarbeit Ab 2018 kann die Erwerbsbeteiligung der Frauen die Entwicklungen in der Erwerbsbevölkerung nicht mehr ausgleichen Substanzielle Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind zu erwarten Thomas Ehret, Executive MBA Seite 6

7 Motivation Demotivation Remotivation «Motivation ist unwidersprechlich Sache des Einzelnen, ihr Freiraum zu geben ist Sache der Führung» Reinhard K. Sprenger Thomas Ehret, Executive MBA Seite 7

8 Motivation Motivation ist als psychophysiologischer Prozess zu betrachten ist subjektiv nach Umfeld, Aufgabe und Individuum gestaltet Wird durch Führungspersonen positiv oder negativ beeinflusst Not my Job Thomas Ehret, Executive MBA Seite 8

9 Motivation intrinsisch & extrinsisch Intrinsische Motivation / Primäre Motivation Von innen her kommend / eigenbestimmt Keine Anstösse von aussen Extrinsische Motivation / Sekundäre Motivation Von aussen her kommend / nicht aus eigenem Antrieb Entwickelt sich aus unserem Umfeld heraus Zusammenhänge intrinsische und extrinsische Motivation Positiver Zusammenhang = Verstärkungseffekt Negativer Zusammenhang = Verdrängungseffekt Thomas Ehret, Executive MBA Seite 9

10 Motivation Leistungsmotiv Empirisch am Besten erforscht sind Leistungsmotiv Anschlussmotiv Machtmotiv Leistungsmotiv Der Mensch sucht Herausforderungen die Leistung abverlangen Innere Kündigung ist häufig auf Unterforderung und nicht auf heavy work load zurückzuführen Was oft fehlt ist die Heraus Forderung Führungspersonen können durch die Gestaltung der Aufgaben Leistungsmotive erhalten oder steigern Thomas Ehret, Executive MBA Seite 10

11 Motivation Einstellungsveränderungen & Wertewandel Bewusstseinswandel Veränderung der Arbeitsbedingungen Neue Ansprüche an die Work Life Balance Wertewandel Selbstbestimmung Sinnhaftigkeit der Aufgabe Thomas Ehret, Executive MBA Seite 11

12 Demotivation Demotivation blockiert Motivationsenergien und Leistungspotentiale ist ausgelöst durch Motivationsbarrieren und demotivierende Prozesse basiert auf Enttäuschungserfahrungen Indikatoren / Symptome Hohe Absenzen Hohe Fehlerquote und Leistungseinbrüche Risikogruppen Mitarbeitende die innerlich gekündigt haben Unternehmen mit schwacher Firmenkultur die im Wandel stehen Thomas Ehret, Executive MBA Seite 12

13 Demotivation - Einflussfaktoren Motivationsbarrieren Hemmfaktoren, welche die Leistungen von Mitarbeitenden einschränken Individuell, zwischenmenschlich, organisatorisch Aktuelle Motivationsbarrieren Unklare Kompetenzregelung Fehlende Work Life Balance Potentielle Motivationsbarrieren Arbeitsinhalt / zentraler Sinn der Aufgabe (Ganzheitlichkeit) Beziehung zu Vorgesetzten / Respekt und Achtung Thomas Ehret, Executive MBA Seite 13

14 Demotivation - Auswirkungen Personelle / interpersonelle Ebene Unzufriedenheit / Gereiztheit Leistungsschwankungen Bruch des psychologischen Vertrages / innere Kündigung Unternehmen Erhöhte Fluktuation Verschlechterung des Arbeitsklimas Verschlechterung der Kundenzufriedenheit Thomas Ehret, Executive MBA Seite 14

15 Remotivation Wiedergewinnung von Motivationsenergien Nicht motivieren, sondern Hemmfaktoren eliminieren Aktivierung über personelle oder interpersonelle Ebene Direkte und indirekte Remotivation Reduktion bestehender Motivationsbarrieren Veränderung des Aufgabenspektrums Gestaltungsstrategien zur Remotivation Strukturelle Führung / Führungskultur Feedbackkultur / Empowerment Coaching / Führungsstile Thomas Ehret, Executive MBA Seite 15

16 Motivationsbarrieren Wunderer / Küpers versus Kulturbranche Top 3 aktuelle Motivationsbarrieren Wunderer / Küpers Arbeitskoordination Organisationskultur Einflüsse auf das private Leben Top 3 aktuelle Motivationsbarrieren Oeschger / Ehret / Meyer Einflüsse auf das private Leben Ressourcen Verhältnis zum höheren Management Top 3 potentielle Motivationsbarrieren Wunderer / Küpers Arbeitsinhalt Verhältnis zu Vorgesetzten Verhältnis zum Team Top 3 potentielle Motivationsbarrieren Oeschger / Ehret / Meyer Arbeitskoordination Arbeitsinhalt Einflüsse auf das private Leben Thomas Ehret, Executive MBA Seite 16

17 Motivationsstabilisatoren 100% 80% 60% 40% 20% 0% Ja, passend Nein, unpassend nicht beurteilbar Thomas Ehret, Executive MBA Seite 17

18 Zusammenfassung Führungspersonen, Führungsverhalten und Führungsstil beeinflussen die Motivation stark Das Management ist nicht verantwortlich für die Motivation des Einzelnen Das Management ist verantwortlich für die Schaffung von Rahmenbedingungen die Freiraum und Entwicklung ermöglichen Führungspersonen können Hemmfaktoren eliminieren, welche die Leistung einschränken Thomas Ehret, Executive MBA Seite 18

19 Zusammenfassung Vermeiden Sie Demotivation durch Gezieltes Briefing Debriefing / Zuhören (Feedbackkultur) Gut koordinierte und vielfältige Aufgabengebiete Bedeutung der Arbeit / Übergabe von Verantwortung (Herausforderung) Kontrolle, Coaching & Führung mit Zielen (MbO auf persönliche Ziele) Anerkennung der Leistung Entwicklungsperspektiven Thomas Ehret, Executive MBA Seite 19

20 Zusammenfassung Thomas Ehret, Executive MBA Seite 20

21 Zusammenfassung «Motivation ist unwidersprechlich Sache des Einzelnen, ihr Freiraum zu geben ist Sache der Führung» Reinhard K. Sprenger Thomas Ehret, Executive MBA Seite 21

22 Thomas Ehret, Executive MBA Seite 22

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