Fortschritte in der Diagnostik häufiger Infektionskrankheiten. Ursula Flückiger Zentrum Innere Medizin Hirslanden Klinik Aarau

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1 Fortschritte in der Diagnostik häufiger Infektionskrankheiten Ursula Flückiger Zentrum Innere Medizin Hirslanden Klinik Aarau

2 Themen Maldi TOF: Identifikation von Bakterien Durchfall, Pneumonie Mulitplex PCR Gelenksflüssigkeit, Gewebe (Herzklappe) Breitband PCR (eubakterielle PCR) Genexpert und Tuberkulose

3 IDENTIFIAKTION VON BAKTERIEN

4 Aufgabe an das klinisches Mikrobiologielabor Schnelle Keimidentifikation und Empfindlichkeitstestung Dadurch Hinweis auf Infektfokus (falls noch nicht klar) Verminderter Antibiotikaverbrauch Gezielter Antibiotikaeinsatz Schnellere Diagnose und evtl. kürzere Hospitalisationszeit Einfluss auf Mortalität und Morbidität

5 Keimidentifikation 24-72h

6 Molekulare diagnostische Verfahren Gift by D. Goldenberger

7 Tertiäre Peritonitis bei Divertikulitisperforation Tag 1 Tag 7-10 CRP mg/l Nahtinsuffizienz Abszess Tage Revision Keime? Enterokokken S. epidermidis Resistente Enterobacteriaceen P. aeruginosa Candida albicans Candida non albicans

8 Mikrobiologie Teilbefund um 17:19 Teilbefund um 16:10

9 Matrix-assisted laser desorption ionization time-of flights (MALDI-TOF) Emonet S. et al. Clin Microbiol Infect 2010

10 DURCHFALL, PNEUMONIE UND MULITPLEX PCR

11 Fieber und Bauchkrämpfe Seit 3 Tagen Bauchkrämpfe Durchfall, kein Erbrechen Fieber, Schüttelfrost Status: Kardio-pulmonal kompensiert kein Peritonismus, lebhafte Darmgeräusche Labor: Leukozytose, Linksverschiebung CRP 123 mg/l Kreatinin 150 μmol/l

12 Akute Diarrhoe Viren: Rotaviren Noroviren Adenoviren Bakterien: Campylobacter spp, Salmonellen spp. Shigellen spp. Clostridium difficile Parasiten: Giardia lamblia Cryptosporidien

13 ?????? Warten auf Bakteriologie? Beobachten? Nach Hause schicken? Viszeralchirurge rufen? CT abdomen? Koloskopie? Antibiotika, po? oder iv? Laborkontrollen? Tage Tage Tage Stunden Stunden Stunden Minuten Minuten 3. Tag 2. Tag 1. Tag

14 Stuhl auf Bakteriologie Endbefund:

15 Empfindlichkeit: Ciprofloxacin Anresis Schweiz 2012 Campylobacter jejuni Resistent Sensibel Salmonellen Resistent Sensibel Shigellen Resistent Sensibel

16 Durchfall und Isolation? Isolationstage sehr teuer, da aufwendig Betreuung der Patienten schlechter

17 Multiplex PCR Probe DNA/RNA Extraktion PCR Amplifikation Identifizierung

18 Kommerzielle Multiplex PCR Systeme Gift by D. Goldenberger

19 Multiplex PCR Vorteile Schnelle Identifikation eines Erregers (Stunden) Schnellerer Start einer spezifischen Therapie Keine unnötigen weitere Abklärungen Entisolierung schneller Nachteile Kosten Antibiogramm, bzw. Resistenzüberwachung Wenige Daten über neg. prädiktiver Wert Kosten-Nutzenüberlegungen kürzere Hospitalistion keine unnötigen Abklärungen, gezielte Behandlung

20 Multiplex PCR: respiratorsiche Keime CHF CHF 180 je PCR

21 Breitspecktrum-PCR oder eubakterielle PCR 16S rrna: - Erhalten in fast allen Bakterien - Phylogenetischen Studien - Amplifizierung mittels PCR und - Identifikation mittels Sequenzierung und Vergleich Datenbank Goldenber D., Altwegg M. et al; J Clin Microbiol 1997 Klinische Relevanz - Nachweis auf Herzklappen - T. whippelii - B. henselae - Streptokokken - Im Abszessmaterial - Aszites - Gelenksflüssigkeit

22 GENEXPERT UND TUBERKULOSE

23 Neuerkrankungen Tuberkulose (WHO 2009) Schweiz: Fälle

24 MDR = resistent auf Rifampicin und Isoniazid

25

26 M. tuberculosis Komplex MTB-PCR GeneXpert MTB/RIF + - M. tuberculosis M. bovis M. africanum M. microti Atypische Mykobakterien Rifampicin: S oder R

27 Gift by D. Goldenberger

28 GeneXpert: verfügbare Test Gift by D. Goldenberger

29 Zusammenfassung Rasche Entwicklung neuerer Methoden Revolution Einfluss auf Zeitfaktor bis Diagnose Kosten/Nutzen? Sensitiviät und neg. prädiktiver Wert? Goldstandard? Noch nicht in den Richtlinien

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