Der Einsatz von Persönlichkeitstests und strukturierter Teamreflexion in TOPSIM- Seminaren TOPSIM Anwendertreffen Hagnau am Bodensee

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1 Der Einsatz von Persönlichkeitstests und strukturierter Teamreflexion in TOPSIM- Seminaren TOPSIM Anwendertreffen Hagnau am Bodensee Sven Asmus Technische Universität München Lehrstuhl für Unternehmensführung

2 Gliederung Ausgangssituation Persönlichkeitstests Teamreflexion Anwendungsbeispiel Vor- und Nachteile Ausblick 2

3 Ausgangssituation Bisheriger 1. Einführung ins Seminar (Vorstellungsrunde, Erwartungsabgleich, Seminarübersicht) 2. Verteilung der funktionalen Rollen (auf Basis persönlicher Präferenzen bzw. Expertise) und Team-Zusammenstellung (nach Wunsch bzw. zufällig) Bewertung 3. Zusammenarbeit der Expertenteams Synthese (unterteilt nach funktionalen Rollen) und anschließende Präsentationen Analyse 4. Planspiel (ggf. ergänzt um Theorieeinheiten und Zusatzaufgaben) Anwenden 5. Abschlusspräsentationen (Ziele, Verstehen strategisches Vorgehen im Spielverlauf, Darstellung und Erklärung von Erfolgen bzw. Misserfolgen) Wissen 3

4 Ausgangssituation Bisheriger 1. Einführung ins Seminar (Vorstellungsrunde, Erwartungsabgleich, Seminarübersicht) 2. Verteilung der funktionalen Rollen (auf Basis persönlicher Präferenzen bzw. Expertise) und Team-Zusammenstellung (nach Wunsch bzw. zufällig) Bewertung 3. Zusammenarbeit der Expertenteams Synthese (unterteilt nach funktionalen Rollen) und anschließende Präsentationen Analyse 4. Planspiel (ggf. ergänzt um Theorieeinheiten und Zusatzaufgaben) Anwenden 5. Abschlusspräsentationen (Ziele, Verstehen strategisches Vorgehen im Spielverlauf, Darstellung und Erklärung von Erfolgen bzw. Misserfolgen) Wissen 4

5 Persönlichkeitstests - Grundlagen Fünf-Faktoren-Persönlichkeitsmodell (Big Five Personality Model) 1 Myers-Briggs-Typenindikator (Myers-Briggs Type Indicator) 2 Belbin Teamrollen (Belbin Team Roles) 3 1 vgl. Allport, G. & Odbert, H. (1936) 2 vgl. Briggs Myers, I. (1962) 3 vgl. Belbin, R.M. (1981) 5

6 Persönlichkeitstests Big Five 1 1. Extraversion - Extraversion 2. Emotionale Stabilität/Neurotizismus - Neuroticism 3. Verträglichkeit/Anpassungsbereitschaft Agreeableness 4. Gewissenhaftigkeit Conscientiousness 5. Offenheit für Erfahrung Openness to Experience Fünf Persönlichkeitsdimensionen, aus denen sich unterschiedlichste individuelle Persönlichkeitsprofile ergeben 1 vgl. Allport, G. & Odbert, H. (1936); Costa, P.T. & McCrae, R.R. (1992); Borkenau, P. & Ostendorf, F. (1993) 6

7 Persönlichkeitstests Myers-Briggs 1 1. Motivation/Antrieb Energizing Preference Extraversion vs. Intraversion Extraversion vs. Intraversion 2. Aufmerksamkeit Attending Preference Intuition vs. Sensorik Intuition vs. Sensing 3. Entscheidung Deciding Preference Denken vs. Fühlen Thinking vs. Feeling 4. Lebensstil Living Preference Wahrnehmung vs. Beurteilung Perception vs. Judgement Bildung von eindeutigen Persönlichkeitstypen (z.b. ISTJ) 1 vgl. Briggs Myers, I. (1962, 1995, 1998); Briggs Myers, I. & McCaulley, M.H. (1985) 7

8 Persönlichkeitstests Belbin 1 1. Neuerer/Erfinder - Plant 2. Wegbereiter/Weichensteller Resource Investigator 3. Koordinator Co-ordinator 4. Macher - Shaper 5. Beobachter Monitor Evaluator 6. Teamarbeiter Teamworker 7. Umsetzer - Implementer 8. Perfektionist Completer Finisher 9. Spezialist - Specialist Bildung von eindeutigen Teamrollen 1 vgl. Belbin, R.M. (1981, 1993, 1996) 8

9 Persönlichkeitstests Der Fragebogen nach Belbin 9

10 Persönlichkeitstests Die Rollenzuteilung nach Belbin 10

11 Teamreflexion - Grundlagen Teamreflexivität ist definiert als das Ausmaß, in dem Teams ihre Ziele, Strategien und Prozesse regelmäßig reflektieren. 1 Typische Indikatoren für Teamreflexivität: Gegenseitiges Geben und Nehmen von Feedback Diskussionen von Zielen und zu Grunde liegenden Annahmen und Wertvorstellungen Regelmäßige Evaluation von bisherigen (Zwischen-)Ergebnissen der Teamarbeit 2 1 Knipfer, K. (2012) 2 vgl. Knipfer, K. & Scholl, A. (2013) 11

12 - Grundlagen Bisher: 2. Verteilung der funktionalen Rollen (auf Basis persönlicher Präferenzen bzw. Expertise) und Team-Zusammenstellung (nach Wunsch bzw. zufällig) 5. Abschlusspräsentationen (Ziele, strategisches Vorgehen im Spielverlauf, Darstellung und Erklärung von Erfolgen bzw. Misserfolgen) Angepasst: 2. Verteilung der funktionalen Rollen (auf Basis persönlicher Präferenzen bzw. Expertise) und Team-Zusammenstellung (auf Basis der Persönlichkeitstests) 5. Abschlusspräsentationen (Ziele, strategisches Vorgehen im Spielverlauf, Darstellung und Erklärung von Erfolgen bzw. Misserfolgen, strukturierte Teamreflexion) 12

13 Alternative Vorgehen Integration der Persönlichkeitstests Alternative A: 2. Zunächst Verteilung der funktionalen Rollen, im Anschluss Team-Zusammenstellung Alternative B: 2. Zunächst Team-Zusammenstellung, im Anschluss Verteilung der funktionalen Rollen 13

14 Anwendungsbeispiel Hochschule: TU München Studiengang: Executive MBA in Innovation & Business Creation Zeitraum: Teilnehmer: 28 Teilnehmer aus 10 Nationen Durchführende: Dipl.-Psych. Ellen Schmid, Dipl.-Kfm. Sven Asmus, MBA 14

15 Vor- und Nachteile Vorteile Verbesserte Kommunikation im Team Erhöhte Leistungsbereitschaft der Einzelnen und des Teams Gesteigerte Team- Performance Zusammenhalt innerhalb der Teams wird gefördert Ermöglichung der Selbstreflexion des Einzelnen Nachteile Erheblicher Zeitaufwand während des Seminars Zusätzlicher Vorbereitungsaufwand für Einarbeitung in Thematik Anwendungseispiel Vor- und Nachteile Ausblick 15

16 Ausblick Durchführung und Auswertung der Tests im Vorfeld der Lehrveranstaltung Anwendung alternativer Tests zur Team-Zusammenstellung z.b. Kirton s Adapation & Innovation Inventory bzw. Klusemann s Innovationstest zur gezielten Team-Zusammenstellung bezüglich Innovationsverhalten Entwicklung eines Tools zur standardisierten Durchführung der Tests im Vorfeld bzw. während der Planspiele zur Anwendung für alle interessierten TOPSIM- Seminarleiter 16

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Aristoteles: What does it mean to be a good person? René Descartes: What does it mean to be? Friedrich Nietzsche: What does it mean? Any Questions? Bertrand Russell: What does it mean? C.S. Lewis: What does it? Lil Jon: What? 17

18 Sven Asmus Lehrstuhl für Unternehmensführung Technische Universität München Arcisstrasse München, Deutschland I. E. T F

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