Regionalstatistische Arbeiten in der EU Fachausschuss Regionalstatistik 29/30 Juni 2010

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1 Regionalstatistische Arbeiten in der EU Fachausschuss Regionalstatistik 29/30 Juni 2010 Gunter Schäfer Eurostat Unit E4 Regionalstatistik und geographische Informationen

2 Zweck der Regionalstatistik Quantitative Information ist die Basis für eine objektive Regional- und Kohäsionspolitik auf EU Ebene Definition, Implementierung and Überwachung der EU Regionalpolitik ( : 347 Mrd Euro) Europäische Kommission (DG REGIO) ist wichtigster Benutzer Auswahl der Förderregionen Ex-post Evaluierung Regionen und Regionalstatistik immer wichtiger im öffentlichen Bewusstsein

3 NUTS: Grundlage der Regionalstatistik Seit 25 Jahren in Verwendung allerdings lange ohne rechtliche Basis Seit 10 Jahren Grundlage der Regionalpolitik Seit 2003 EU Verordnung 006 gegenwärtig in Kraft Neue 010 in Kraft 2012 Primär administrative Einheiten aber auch künstliche Regionen nach Bevölkerung Nicht unbedingt funktionale Einheiten mit ähnlichen Charakteristika Überarbeitung nicht öfter als alle 3 Jahre

4 Regionen in Deutschland NUTS 1: Bundesländer : Regierungsbezirke NUTS 3: Kreise und Kreisfreie Städte Reform 010 Administrative Reform in Sachsen Vereinigung von Stadt und Kreis Aachen Vereinigung zweier NUTS-2 Regionen in Brandenburg Einige Namensänderungen

5 NUTS 1

6

7 NUTS 3

8 012 Aachen Sachsen Brandenburg

9 Eurostats Aufgaben in der Regionalund Städtestatistik Koordination der Indikatoren und Methodikfragen innerhalb des Europäischen Statistischen Systems (ESS) Sammlung der Regional- und Städtedaten von den Statistischen Ämtern der Mitgliedstaaten (Kandidaten- und EFTA-Ländern Schätzung fehlender Daten (falls möglich) Verbreitung und Benutzerunterstützung Zusammenarbeit mit politischen DGs (REGIO)

10 Überblick Regionalstatistik Demographie Migration Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Ländliche Entwicklung Arbeitsmarkt Bevölkerung und Fläche Bevölkerungsentwicklung, Prognosen Regionale Ebene Volkszählung 2001 EU Binnenwanderung: Ein- und Ausreise nach Geschlecht, Herkunfts- und Zielland Gesamtwertschöpfung und BIP Das Wachstum des realen BIP Arbeitnehmerentgelt, Beschäftigung Bruttoanlageinvestitionen Spezifische Indikatoren zu den Themen der ländlichen Entwicklung Erwerbspersonen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Soziodemografische Arbeitskräfteerhebungen Arbeitsmarkt Disparitäten NUTS 3 NUTS 3 NUTS 3 NUTS 3

11 Überblick Regionalstatistik (Fortsetzung) Arbeitskosten index Lohnkosten Erhebungen (1996, 2000, 2004) NUTS 1 Wissenschaft und Technologie Struktur der Unternehmen Landwirtschaft Gesundheit F & E-Ausgaben und Personal Arbeitskräfte in Wissenschaft und Technologie Beschäftigung im Hochtechnologiebereich Europäische Patentanmeldungen beim EPA SBS: jährliche und mehrjährige Daten Kreditinstitute Landnutzung, Agrarstrukturerhebungen Tierische und pflanzliche Erzeugung Landwirtschaftliche Gesamtrechnung Agrarumweltindikatoren Todesursachen Infrastrukturen im Gesundheitsbereich, Gesundheitszustand, Krankenhauspatienten NUTS 1 NUTS 1 NUTS 3

12 Überblick Regionalstatistik (Fortsetzung) Tourismus Transport Bildung Informationsgesellschaft Umwelt Touristische Unterkünfte, Anreisen, verbrachte Nächte Straßen-, Schienen-, See-, Binnenschiffs- und Luftverkehr, Transport-Infrastruktur, Fahrzeugbestand, Verkehrsunfälle Anzahl der Studierenden nach Geschlecht, Alter, Bildungsniveau, Bildungsstand, lebenslanges Lernen Internetzugang Computernutzung Ende 2010 (?): Wasserressourcen Abwasserbehandlung, Feste Abfälle NUTS 3 NUTS 3 NUTS 3

13 Situation Regionalstatistik Vorteile Politische Bedeutung, z.b. für politische Entscheidungen Breite der Abdeckung Viele Indikatoren bereits relativ gut konsolidiert Relativ hohe Vergleichbarkeit für grössere Regionen Hohes Benutzerinteresse Nachteile Heterogene Methodiken in Mitgliedstaaten Heterogene formale Basis Geringere Vergleichbarkeit für kleinere Regionen Geringe Darstellung als Gesamtthema Potential nicht voll ausgeschöpft

14 Potentieller Vorteil detailliert regionalkodierter Daten (NUTS 3) FF001 (funktional) CC002 (administrativ) FF002 (funktional) CC001 (administrativ)

15 Städtestatistik Mehr als 300 Indikatoren Bezugsjahre 1991 und 1996 experimentelle Daten 2001 Erste vollständige Datensammlung 2004 Gegenwärtig verfügbare Datensammlung 2007 gegenwärtige Datensammlung Drei räumliche Ebenen 321 Kernstädte in der EU27, plus Städte in NO, CH, HR und TR Stadtregion (einschliesslich des Hinterlands) Stadtteile (weniger Indikatoren) Formale Basis in Vorbereitung Zusätzlich: Wahrnehmungsstudie in 75 Städten

16 Städtestatistik Demografie Bevölkerung Nationalität Struktur der Haushalte Soziale Aspekte Wohnraum Gesundheit Kriminalität Wirtschaftliche Aspekte Labour Market Wirtschaftliche Aktivität Einkommensunterschiede und Armut Bürgerbeteiligung Lokale Verwaltung Aus-und Weiterbildung Allgemeine und berufliche Bildungsmöglichkeiten Erreichtes Bildungsniveau Umwelt Klima / Geographie Luftqualität und Lärm Wasserwirtschaft Abfallwirtschaft Bodennutzung Energienutzung Reisen und Verkehr Informationsgesellschaft Kultur und Freizeit Tourismus

17 Situation der Städtestatistik Vorteile Breite Abdeckung von Indikatoren Gute methodische Basis vieler Indikatoren Stadt, Stadtbereich und Stadtbezirke Politisches Interesse an Stadtentwicklung Nahe an Bürgerinteresse Hohes langfristiges Potential Nachteile Gegenwärtig Pilotdatensammlung Begrenzte Vergleichbarkeit vieler Indikatoren wegen Detailfragen Unvollständige Datenbasis Komplexe Verantwortungsstrukturen in den Mitgliedstaaten Geringer Bekanntheitsgrad

18 Neues Eurostat Informationssystem für Regionaland Städtestatistik (ab Ende Juli 2010)

19 ??? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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