Magazin 3. Englisch und Französisch: Oder nicht? John Hattie und die Klassengrösse. ZKM-Tagung: Vorschau

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1 Magazin 3 Magazin des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband / Juli 2014 Englisch und Französisch: Oder nicht? John Hattie und die Klassengrösse ZKM-Tagung: Vorschau

2 -Reisen reisen Mehr als eine Carreise: Unsere Kulturreisen mit dem dreifachen Plus! + 1. Klasse-Luxusbus + hochstehendes Kulturprogramm + Hotels immer im Stadtzentrum Eine Reise mit hohem Bildungswert: Deutschland 25 Jahre Mauerfall 25 Jahre sind seit dem Mauerfall vergangen. Entdecken Sie auf dieser Reise durch Thüringen, Leipzig und Berlin spürbar die Geschehnisse in der ehemaligen DDR und erfahren Sie, was sich in den letzten 25 Jahren getan hat. Beratungstelefon Kompetent nahe amanliegen Mo Fr Uhr Pädagogische Hochschule Zürich ZfB Zentrum für Beratung tiny.phzh.ch/bit Di, 14. Okt.: Schweiz Meiningen > Fahrt in die «Theaterstadt» Meiningen. Mi, 15. Okt.: Meiningen Point Alpha Leipzig > Besuch der Gedenkstätte Point Alpha (amerikanischer Stützpunkt und DDR- Grenzanlagen); Weiterfahrt nach Leipzig. Do, 16. Okt.: Leipzig Berlin > Museum «Runde Ecke» (ehemalige Stasi-Zentrale) und thematischer Stadtrundgang in Leipzig; Fahrt nach Potsdam zur Glienicker Brücke und weiter nach Berlin. Fr, 17. Okt.: Berlin > Gedenkstätte Berliner Mauer; Ausstellung «Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin»; East Side Gallery; Nachmittag zur freien Verfügung. Sa, 18. Okt.: Berlin > Denkmal «Gleis 17»; Ausstellung «Flucht im geteilten Deutschland» im ehemaligen Notaufnahmelager Marienfelde; Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Flüchtling aus der DDR. Nachmittag zur freien Verfügung. So, 19. Okt.: Berlin Schweiz > Rückreise in die Schweiz. REiSEDATuM , Dienstag Sonntag PREiS PRO PERSOn 6 Tage gemäss Program ab Einzelzimmerzuschlag 220. Verlangen Sie unverbindlich unser Programm mit den Details! felix-reisen AG, Kirchmattweg 34, 5070 Frick Tel: , Fax: Wir forschen für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle Kostenlose Führungen für Schulklassen in den Felslabors Grimsel (BE) und Mont Terri (JU) nagra Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Hardstrasse Wettingen Postfach 280 Telefon D Elefante plantsched Andrew Bond Neue, elefantastische Mundartlieder von Andrew Bond zur Eröffnung des Kaeng Krachan Elefantenpark im Zoo Zürich. Ideal zur Vor- und Nachbereitung eines Zoo-Besuchs. Infos und gratis Notendownload auf

3 Editorial Danke und auf Wiedersehen! Mit dem Schuljahr 2013/14 gehen auch meine Engagements im ZLV langsam, aber sicher zu Ende. Nach über zehn Jahren aktiver Arbeit in der Geschäftsleitung blicke ich gerne einen Moment lang zurück. Ich erinnere mich an die ersten Sitzungen, in denen Lilo Lätzsch und Urs Keller nur so mit Abkürzungen um sich schmissen, ich nur Bahnhof verstand und das Tempo so horrend war, dass, kaum fand ich endlich heraus, wovon sie sprachen, bereitsdienächste Abkürzung, dasnächste wichtige Geschäft auf dem Tisch lag. Viel hat sich geändert: Die Abkürzungen liegen mir nun stets auf der Zunge, das Tempo ist angepasst und viele Geschäfte gingen durch meine Hände. In den vergangenen zehn Jahren bin ich nicht nur Mutter geworden, ich konnte mich dank des ZLV weiterentwickeln und in wichtige Geschäfte einarbeiten. Zahlreiche Begutachtungen, Vernehmlassungen und Positionspapiere haben wir gemeinsam erarbeitet, Forderungen formuliert und Tagungen organisiert. Die Arbeit in der Geschäftsleitung war nicht immer nur befriedigend, nicht immer erfolgreich, aber den Humor haben wir nie verloren. Denn ein bisschen lustig muss es sein (sagt jeweils Lilo Lätzsch). So blicke ich auch auf tolle gemeinsame Momente zurück, hoch über Zürich, mit dem Blick in die Ferne, oder auf dem Schiff, um gemeinsam Fahrt aufzunehmen. Den neuen Geschäftsleitungsmitgliedern wünsche ich für ihre Arbeit gute Fahrt, viel Weitblick und eine grosse Portion Humor. Ich bin überzeugt, dass mit der Arbeit in der Geschäftsleitung der ZLV einen Schritt weiterkommt, denn gemeinsam erreichen wir einiges. 4 Schnappschuss Sonne und Schneeflocke 5 Der ZLV in den Medien Die aktuelle Grafik 6 Zwei Fremdsprachen auf Primarstufe Die beiden Mittelstufenlehrpersonen Pia Aepli und Werner Heiniger diskutieren über ihre Erfahrungen mit dem Englisch-, respektive Französischunterricht, über bessere Rahmenbedingungen und über ein mögliches Wahlfach Französisch. 21 Migration im Unterricht Das frei zugängliche Online-Lehrmittel contaktspuren.ch des Migros-Kulturprozent möchte Lehrerinnen und Lehrer dazu motivieren, Migration im Unterricht zu thematisieren. 25 Ratgeber Recht 26 Plattform ZKM «Schule zwischen Verweigerung und Aufbruch» heisst das Thema der diesjährigen ZKM- Tagung mit zwei prominenten Referent/-innen. Die Tagung findet am 10. September statt. Ihnen, liebes Mitglied, wünsche ich weiterhin eine professionelle Vertretung durch den ZLV in allen Geschäften, die Sie betreffen und danke Ihnen für Ihr jahrelanges Vertrauen, das Sie in mich während meiner Zeit als GL-Mitglied und Vizepräsidentin hatten. Eliane Studer Kilchenmann Vizepräsidentin ZLV 14 Porträt einer multilingualen Schule In der Privatschule Tandem lernen die Kinder ab dem Kindergarten Deutsch, Englisch und Französisch. Wie funktioniert ein so anspruchsvolles Programm? 16 «Messbare Evidenz» Anton Schwarz, Redaktor des freiburgischen LDF-Magazins, stellt die Thesen des Bildungsforschers John Hattie vor. 28 Plattform VKZ In einer spannenden Weiterbildung im Wald begaben sich die Kindergärtnerinnen auf die Spuren von Märchen. 34 Veranstaltungen für Pensionierte Impressum Titelbild: Roger Wehrli ZLV-Magazin 3/14 3

4 Schnappschuss ZLV-Minifachtagung vom 8. Mai 2014 zum Thema «Stadtführung durch Zürich-West» Die Minifachtagung war schon nach kurzer Zeit ausgebucht. Der Einblick ins Entwicklungsgebiet von Zürich-West war mit den Ausführungen der Referentin und Architektin Anne-Lise Diserens spannend und abwechslungsreich zugleich. Von der Schiffbauhalle über den Turbinenplatz zum Puls 5 danach durch den Technopark am Gleisbogenpark und der neuen ZHDK vorbei über die elegante neue Passerelle zum Maag Plus Areal mit dem eindrücklichen Mobimo Tower und dem spektakulären Prime Tower. Die Teilnehmer/-innen konnten die Architektur als Spiegel der Gesellschaft erleben und die Gründe, die zur jeweiligen Bauweise führten, verstehen lernen. Weitere Informationen zur Referentin finden Sie unter: (Foto: Natascha D Avino) Danke und Adieu In vielen Klassen heisst es bald Abschied nehmen. «Es war nicht immer einfach, aber es war eine gute Zeit», so der Grundtenor in fast allen Klassen. Dies wird auch von der Fachstelle externe Schulevaluation bestätigt: Die meisten Schüler/-innen und Eltern sind mit der Schule und dem Unterricht zufrieden oder sehr zufrieden. Beruhigend zu wissen: Auch wenn es einmal Diskussionen gab oder heiss zu und her ging am Ende wird die Arbeit der Lehrpersonen positiv wahrgenommen. Dresscode in der Schule Pünktlich zu Beginn der heissen Jahreszeit startet die Diskussion um die Frage, wie viel nackte Haut in der Schule erlaubt sein soll. Und gleich wird eine ganze Palette von Lösungen geliefert: Verbot von Hotpants, T-Shirt-Abgabe im Klassenzimmer zur Bedeckung unliebsamer Blössen, Schuluniformen etc. Das sind alles altbekannte und gutgemeinte Vorschläge. Aber mit Verboten und Vorschriften löst man keine Probleme: Jugendliche wollen provozieren und die Lehrpersonen und Eltern müssen sich darauf einstellen. Die beste Regel ist eine Vorgabe, die alle verstehen: «Die Veranstaltung heisst Schule, nicht Schwimmbad!» ZLV-Magazin 3/14 4

5 Medien Lehrkräften winkt Mini-Entlastung Beim ZLV stösst der Gegenvorschlag (zur Klassengrössen-Initiative) auf verhaltene Zustimmung. Es handle sich um einen «Schritt in die richtige Richtung», schreibt er. Kurt Willi von der Geschäftsleitung sagt, der Gegenvorschlag bringe nur wenig. Willkommen wäre eine doppelt so starke Wirkung. Immerhin habe die KBIK eine Idee des ZLV aufgenommen. Der Verband hatte im letzten November vorgeschlagen, schwierige Schüler doppelt oder dreifach anzurechnen. Denn entscheidend sei nicht die Anzahl der Kinder pro Klasse, sondern der Betreuungsaufwand im Einzelfall Rücktritt Aeppli Der ZLV will noch nicht Bilanz ziehen. «Dafür ist es noch zu früh.» ZLV-Präsidentin Lilo Lätzsch attestiert Aeppli, sie habe unter Spardruck immerhin einige Reformen realisiert. Aber im Grossen und Ganzen seien gute Ideen viel zu langsam oder gar nicht umgesetzt worden. Etwa jene der Klassenassistenzen oder Fördermassnahmen nach den schlechten Pisa- Resultaten Es fehlen Kindergärtnerinnen Laut VKZ-Präsidentin Brigitte Fleuti hat sich schon lange abgezeichnet, dass bald mehr Kinder eingeschult und entsprechend mehr Lehrpersonen auf Kindergartenstufe gebraucht werden. Dass es nun doch zu einem Lehrermangel gekommen ist, erklärt sie mit den hohen Anforderungen, die eine Kindergärtnerin erfüllen muss, ohne angemessen entlöhnt zu werden. So gelte es, Kinder mit Sprachschwierigkeiten und speziellen Bedürfnissen zu integrieren und jedes Kind einzeln zu fördern. Die Kinder seien immer jünger, viele hinkten in ihrer Entwicklung hinterher. Viele Kindergärten seien in zu kleinen Räumen mit schlechter Schalldämpfung untergebracht. Der Lärmpegel sei entsprechend hoch, was für die Lehrperson stressig sei Zulagenentscheid wird angefochten Der Entscheid des Kantonsrates vom Februar, die bisherige Zulage für Lehrpersonen von Klassen mit mehreren Jahrgängen durch eine Einmalzulage zu ersetzen, mit der auch andere Mehrbelastungen abgegolten werden, stösst auf Widerstand. Da er bei den betroffenen Lehrpersonen zu Lohneinbussen führen kann, will der ZLV zusammen mit dem VPOD den Rechtsweg beschreiten Kantonsrat gegen Klassengrössen- Initiative Der ZLV begrüsst laut einer Mitteilung den Gegenvorschlag als «kleinsten gemeinsamen Nenner». Er führe zwar zu einer gewissen Entlastung der Lehrpersonen. Mit durchschnittlich etwa 0,5 Stellen pro Schulgemeinde wäre diese laut ZLV jedoch «letztlich kaum spürbar». Der Verband werde deshalb in der Volksabstimmung auch die EVP-Initiative unterstützen Aktuelle Grafik Lehrpersonenmangel: vorübergehende Entspannung Die Vereinheitlichung des Kündigungstermins auf den 31. März findet in der Grafik des VSA ihren Niederschlag: Die Anzahl der offenen Stellen ist Anfang April rund einen Drittel höher als im vergangenen Jahr. Dennoch spricht das VSA zumindest von einer vorübergehenden Entspannung. Am meisten Sorgen bereitet die Kindergartenstufe; allenfalls muss hier auf die Möglichkeit zurückgegriffen werden, diese Stellen mit stufenfremden Lehrpersonen zu besetzen. In Zukunft sieht es eher wieder düster aus. Auf der Kindergartenstufe sind die Auswirkungen der nächsten Schülerwelle bereits deutlich zu spüren. Und die Zahl der Pensionierungen nimmt zu. Quelle: VSA; Stichtag Anzahl offene Stellen Anzahl offene Stellen vor Schuljahresbeginn 2014/15 (mit Kleinstpensen; neue Methode) Anzahl Wochen vorschuljahresbeginn Kindergartenstufe Primarstufe Sekundarstufe Fachlehrpersonen Aufnahmeklassen Schulleitungen 2013 Quelle: Stellenbörse VSA ; 07: ZLV-Magazin 3/14 5

6 Pia Aepli ist Primarlehrerin und unterrichtet im QUIMS-Schulhaus Mettlen in Opfikon an sieben Klassen Englisch und Französisch. Es gibt 54 Nationalitäten mit circa 50 verschiedenen Sprachen in ihrem Schulkreis. Sie kam als Quereinsteigerin vor 10 Jahren in den Schuldienst, ist 55 Jahre alt und lebt mit ihrem Partner in Zürich. ZLV-Magazin 3/14 6

7 Thema «Eine Fremdsprache, aber richtig» Zwei Mittelstufen-Lehrpersonen stehen für die beiden Fremdsprachen auf Primarstufe: Englisch und Französisch. In einem Punkt sind sich beide einig: Es soll nur eine Fremdsprache unterrichtet werden, dafür mit besseren Rahmenbedingungen wie beispielsweise Halbklassenunterricht. Pia, was gefällt dir besonders an der englischen Sprache? Ich liebe Sprachen schon seit meiner Schulzeit. Das gilt sowohl für das Englisch als auch für das Französisch. Vor meiner Zeit als Lehrerin lebte ich einige Jahre im Welschland, in den USA, in England, Australien und Neuseeland. Englisch verbindet mit der Welt. Das National Geographic repräsentiert für mich dieses Gemeinsame. Wenn ich kein Französisch sprechen würde, so könnte ich mich sogar in Frankreich in Englisch verständigen, auch wenn sie das nicht so gerne haben. Werner, was gefällt dir besonders an der französischen Sprache? Ich habe eine gute Beziehung zu diesem Land. Ich gehe gerne nach Frankreich in die Ferien. Die französische Kultur gefällt mir, das Essen und eben auch der Käse. Ausserdem habe ich eine CD der französischen Band Tri Yann mitgenommen, denn auch die Musik mag ich sehr. Was sind eure Erfahrungen mit dem Fremdsprachenunterricht auf Primarstufe? Werner: Die Kinder sind meist gut motiviert, auch Französisch zu lernen. Ich hatte zu Beginn die Befürchtung, dass sie Französisch nicht mögen. Aber das stimmt nicht, sie gehen mit Freude an die Sprache. Werner Heiniger Ich mache sehr gute Erfahrungen mit dem Lehrmittel Envol. Ich war auch erstaunt darüber, dass es nach der Einführung des Englisch an der Primarschule eigentlich keine Verwirrung zwischen den beiden Sprachen gab, im Gegenteil. Beide Sprachen nebeneinander befruchten sich. Dem Französisch hilft, dass sie schon wissen, wie man eine Fremdsprache lernt. Pia: Auch bei uns sind die Kinder motiviert, Englisch zu lernen. Aber bei uns gibt es etliche Kinder, die mit Englisch bereits die zweite Fremdsprache lernen und mit Französisch dann die dritte. Das Englisch ist sehr präsent, in der Musik oder im Umgang mit dem Computer. Die Kinder gehen recht ungezwungen an eine Fremdsprache heran, sie probieren es einfach einmal aus. Eher Mühe bereitet das Schreiben. Aber das gilt natürlich auch für das Französisch. «Man müsste diejenigen Kinder stärker entlasten, die Schwierigkeiten mit den Sprachen haben.» Haben vor allem Migrantenkinder Mühe mit zusätzlichen Fremdsprachen? Pia: Ihnen fehlt im Deutsch der Wortschatz, weil schon in der Muttersprache über viele Themen nicht gesprochen wird. Somit sind die Grundlagen für den Spracherwerb nur unzureichend gegeben. Am Ende der 6. Klasse können jedoch die meisten über die wichtigsten Themen sprechen, haben einen grossen Wortschatz und das ist toll. Werner: Ich stelle fest, dass in den letzten Jahren die Anforderungen stark gestiegen sind, und zwar auf der ganzen Linie. Zum einen natürlich deshalb, weil eine zweite Fremdsprache hinzukam. Aber auch innerhalb der einzelnen Fremdsprachen stiegen die Anforderungen. Heute ist es normal, dass im Französisch die Rechtschreibung beachtet wird. Ursprünglich war das nicht so gedacht. Man sollte die Sprache spielerisch über das Ohr lernen, schriftlich musste das noch nicht stimmen. Heute machen wir Diktate und die Wörter müssen korrekt geschrieben sein. Der Druck ist enorm gestiegen. Und er kommt von allen Seiten, von den Eltern, von uns Lehrpersonen, von der Oberstufe und von «Im Lehrplan steht nicht, dass die Kinder die Worte fehlerfrei schreiben, aber auf Sekundarstufe erwartete man das mittlerweile.» Pia Aepli der Wirtschaft. Das ist für die Mehrheit der Mittelstufenkinder ein grosses Problem. Pia: Ich nehme das auch so wahr. Im Lehrplan steht nicht, dass die Kinder die Worte fehlerfrei schreiben, aber auf Sekundarstufe erwartete man das mittlerweile. Ein Teil der Kinder schafft das locker, ein anderer Teil bekundet aber Mühe damit. Sie investieren eher weniger ins Lernen. Wir schauen dann, dass sie die Sprache reden, und weniger, dass sie korrekt schreiben. Werner: Man müsste diejenigen Kinder stärker entlasten, die Schwierigkeiten mit den Sprachen haben. Aber das ist heute kaum möglich. Das gilt übrigens auch für die Sekundarstufe. Pia: Das Problem liegt auch bei den grossen Klassen. Früher hiess es einmal, dass in Halbklassen unterrichtet wird. Das ist aber zumindest bei uns nicht möglich. Werner: Wir haben zwei Halbklassenlektionen zur Verfügung, die im Englisch eingesetzt werden. Pia: Davon kann ich nur träumen Werner: Ich wehre mich jeweils für einen Halbklassenunterricht im Französischen. Englisch lernen die Kinder während vier Jahren, zeitweise während drei Lektionen. Das Französisch hat während zwei Jahren zwei Lektionen, und das in der ganzen Klasse. Das bedeutet, dass wir weniger schnell vorwärts kommen. Gerade zu Beginn muss stark mündlich gearbeitet werden. Das geht mit 22 Kindern nicht besonders gut. Wie viele Kinder lernen Fremdsprachen eher locker und wie viele bekunden Mühe? Werner: Früher hatte ich zwei oder drei Kinder, die an ihre Grenzen kamen. Heute habe ich auch Kinder, die sonst im Mittelfeld liegen, die unter den Anforderungen von zwei Fremdsprachen ächzen. In der Mittelstufe können noch nicht alle Kinder ihre Lernzeit gut einteilen. Ein Drittel lernt die zweite Fremdsprache locker, diese Kinder könnten sogar noch eine dritte ZLV-Magazin 3/14 7

8 Werner Heiniger ist Mittelstufenlehrer und unterrichtet seit 13 Jahren Französisch. Er teilt sich mit einer Stellenpartnerin eine 4. Klasse im Schulhaus Oberseen in Winterthur. Oberseen ist ein eher gehobenes Quartier mit vielen Einfamilienhäusern und modernen Siedlungen. Neben seinem 35-Prozent-Pensum an der Schule arbeitet er bei der Winterthurer Fachstelle Schule und Computer «SCHU::COM». Unseren Leser/-innen ist er als Redaktor der ZKM-Plattform bekannt. Werner Heiniger ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. ZLV-Magazin 3/14 8

9 Thema Fremdsprache lernen. Ein Drittel macht es mit Mühe und Not. Beim letzten Drittel liegt es dann zum Teil im Argen. Dieses Drittel müsste man entlasten. Und ich unterrichte in einem eher gehobenen Quartier, wo die Kinder zuhause Unterstützung erhalten. Pia: Im Englisch ist es ähnlich. Zwei Drittel meiner Schülerinnen und Schüler kommen mit und erreichen in allen vier Kompetenzen ein genügendes Resultat. Ein Drittel hat aber Mühe, macht nur das Nötigste, ist zum Teil auch frustriert. Dennoch bin ich dagegen, dass man diese Kinder vom Fremdsprachenunterricht dispensiert. Etwas von der Sprache bleibt immer hängen. Und es gibt immer wieder gute Momente, wo alle mitmachen können, beim Lieder singen oder beim Theater spielen beispielsweise. Werden schwache Kinder denn überhaupt vom Unterricht dispensiert? Werner: Bei uns nicht. Ich hatte mal ein Kind, bei dem sah ich, dass es das nicht schafft und ich wollte es dispensieren lassen. Ich habe den Buben selbst gefragt, aber er sagte mir, dass er gerne ins Französisch komme. Aber er hatte wirklich grösste Mühe. Pia: Bei uns wird auch nicht dispensiert. Man müsste stärker individualisieren können. Aber ohne Halbklassenunterricht ist das in den Fremdsprachen kaum möglich. Für vier Lektionen kommt eine Klassenhilfe, die etwas separat erklärt oder mit einigen Kindern speziell übt. Werner: Diese Kinder hinken halt in jedem Fach hinterher. Das sind schon schwierige Situationen. Pia: Die Kinder kommen gerne in die Schule. Sie möchten in der Klasse dabei sein. Und dann verlangt die Schule dermassen viel von ihnen, das finde ich nicht gerecht. Ich bin dafür, dass man die beiden Französischstunden aufteilt: eine Stunde Werner Heiniger mehr Deutsch und eine Stunde mehr Englisch. Lieber etwas richtig machen als alles nur antippen. Mögen die Schülerinnen und Schüler eher Englisch oder Französisch? Pia: Englisch lernen sie ab der 2. Klasse, die Sprache ist präsenter in ihrem Leben. Es gibt englische Begriffe am Computer und viele englische Lieder, die sie täglich hören. Sie kommen aber auch motiviert ins Französisch. Werner: Ich mache ähnliche Erfahrungen. Obwohl die Kinder schon im Englisch drin sind, kann ich sie dennoch fürs Französisch motivieren. Die Kinder selbst machen da keinen Unterschied. Vielfach wird gesagt, dass Englisch zumindest zu Beginn einfacher zu lernen ist als Französisch? Werner: Das ist auf unserer Stufe gar noch nicht so relevant. Ob Englisch oder Französisch, in beiden Sprachen kommt viel Neues «Es gibt zu viele Kinder, die unter dem Druck von zwei Fremdsprachen leiden.» auf die Schülerinnen und Schüler zu. Auf Sekundarstufe mag das vielleicht zutreffen. Pia: Der, die und das ist «the» und man schreibt ausser Orten und Namen alles klein, das erleichtert den Einstieg schon. Wichtig ist mir, den Schülerinnen und Schülern die Freude an den Sprachen zu vermitteln. Werner: Es stimmt natürlich schon, was Pia sagt. Aber auf Primarstufe ist auch das Französisch noch nicht so kompliziert. Pia: Im Englischen wird dafür schnell mehr verlangt als im Französischen. In der 4. Klasse können sich die Kinder schon über verschiedene Themen unterhalten. Es gibt im Englischen halt mehr Anknüpfungspunkte für die Jugendlichen. Wir singen zum Beispiel Popsongs der Schweizer Gruppe «77 Bombay Street» und viele Reime. Werner: Es gibt auch im Französischen tolle Lieder, aber schon weniger als im Englischen. Ich versuche einfach, meine Freude am Französischen authentisch zu vermitteln. Und das Lehrmittel ist sehr vielfältig. Vielleicht könnte ein vermehrter Austausch mit der Westschweiz motivieren? «Die Erwartungen sind hoch, aber man gibt den Kindern nicht genügend Zeit, um die Sprache zu üben.» Pia Aepli Werner: Ich habe keine Bezugsklasse im Welschland. Aber das wäre sicher eine gute Möglichkeit. Ich habe schon von anderen Klassen gehört, die sich über Skype miteinander unterhalten. Das ist eine gute Idee. Pia: Unsere Klassen gehen jeweils in die Westschweiz ins Lager, aber wir machen keinen Klassentausch. Das ist für die Kinder eine Erleuchtung, wenn sie ein Croissant bestellen. Ich hatte Kontakt mit einer Klasse in Nordirland, die sich gerne mit uns ausgetauscht hätte. Werner: Solche Projekte sind halt immer sehr aufwändig. Und man muss auf etwas anderes verzichten. Es gibt Leute, die behaupten, dass der Fremdsprachenunterricht auf Primarstufe wenig bringt. In der Sek hätten die Schülerinnen und Schüler ohne entsprechenden Unterricht das Verpasste in kurzer Zeit aufgeholt? Pia: Ich habe immer wieder Kontakt mit unseren Sekundarklassen. Die Lehrerinnen und Lehrer versichern mir, dass vor allem das Lese- und das Hörverständnis bei meinen Schülerinnen und Schülern schon weit fortgeschritten seien. So etwas bringt man in sechs Wochen nicht zustande. Werner: Vier Jahre Englisch lassen sich in sechs Wochen sicher nicht aufholen. Im Französisch sind die zwei Jahrenoch nicht so prägend. Hier gleichen sich die Unterschiede zwischen Kindern mit und ohne Primarschul-Französisch sicher schneller an. Die Rückmeldungen meiner Schülerinnen und Schüler zeigen mir aber, dass die zwei Jahre Französisch jeweils nicht völlig vergeblich waren. Ohne auf die einzelne Sprache einzugehen: Viele Lehrerinnen und Lehrer sind der Ansicht, dass zwei Fremdsprachen auf Primarstufe zu anspruchsvoll seien? Werner: Trotz meiner grossen Begeisterung für das Fach Französisch: Zwei Fremdsprachen auf Primarstufe sind zu viel. Es gibt zu viele Kinder, die unter dem Druck von zwei Fremdsprachen leiden. Man sollte sich in der Primarstufe auf eine Fremdsprache konzentrieren. Persönlich ZLV-Magazin 3/14 9

10 Thema würde ich es bedauern, wenn man das Französisch in die Sekundarstufe verbannt. Aber ich sehe natürlich auch die Argumente, die für das Englisch sprechen. Will man beide Fremdsprachen auf Primarstufe behalten, dann braucht vor allem das Französisch mehr Zeit. Aber die müsste dann wieder woanders herkommen. Das ist nicht möglich. Pia: Ich bin auch für eine Fremdsprache auf Primarstufe, dafür aber richtig. Ich finde es ungerecht, dass von den Kindern so viel verlangt wird. Die Erwartungen sind hoch, aber man gibt den Kindern nicht genügend Zeit, um die Sprache zu üben. Es gibt Kinder, die schaffen das locker. Andere haben damit enorm Mühe. Werner: Der Sprachenunterricht wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. Gerade für Kinder, die sprachlich nicht so gut sind, ist das eher schwierig. Ich würde deshalb die zwei gewonnenen Lektionen für Mensch und Umwelt einsetzen, nicht unbedingt für Deutsch. Eine Stunde Mensch und Umwelt wurde zum Beispiel in der 4. Klasse zugunsten des Englischen abgezwackt. Dabei gäbe es hier sehr spannende Themen wie Naturwissenschaften oder Informatik. Pia: Einfachere Mensch und Umwelt-Themen könnten eigentlich auf Englisch stattfinden. Werner: Dafür muss man aber sehr gut Englisch können. Und dafür müsste man sehr viele Lehrpersonen für ein Jahr nach England schicken. Das ist einfach nicht möglich. Eigentlich müssten diese Fächer von zweisprachig aufgewachsenen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Auch das liegt nicht drin. Vielleicht könnte man die zweite Fremdsprache auf Primarstufe als Freifach anbieten? Werner: Auf Mittelstufe würde das die Probleme lösen. Diejenigen Kinder, die Freude daran haben, können diese Sprache lernen. Ich weiss allerdings nicht, was die Lehrerinnen und Lehrer auf Sekundarstufe sagen, wenn die Unterschiede noch grösser werden. ZLV-Magazin 3/14 10

11 Thema Pia: Ich weiss nicht. So drückt man sich doch eher wieder um eine Entscheidung. Werner: Ja, vielleicht. Ein typisch schweizerischer Kompromiss. Pia: Ich finde, man sollte die jetzige Realität untersuchen: Wie läuft es im Französisch, wie läuft es im Englisch? Dazu braucht es Langzeitstudien. Und auf dieser Grundlage soll man eine Entscheidung treffen. Werner: Das wäre sinnvoll. Aber es passiert nichts. Wenn Eltern von Bern nach Zürich ziehen, dann müssen Kinder auf der Mittelstufe bei der Fremdsprache von vorne beginnen. Ist das nicht unsinnig? Werner: In der Erarbeitung des Lehrplan 21 hätte man die Möglichkeit gehabt, das zu ändern. Aber es wurde verpasst. Pia: Das ist vergleichbar mit Migrantenkindern. Wenn Eltern von Bern nach Zürich zügeln, dann muss das Kind schnell eine neue Sprache lernen. Immerhin kann es Französisch schon besser und sich mehr aufs Englisch konzentrieren. Werner: Ich wäre sehr dafür, dass man nur eine Fremdsprache auf Primarstufe lernt, dafür aber in der ganzen Deutschschweiz dieselbe, egal ob Englisch oder Französisch. Pia: Ich wäre auch dafür, aber das ist illusorisch. Interview: Roland Schaller /Fotos: Roger Wehrli Nur eine Ahnung genügt nicht... Erste-Hilfe-Ausbildung für Lehrpersonen bei medizinischen Notfällen mit Kindern und Jugendlichen in speziellen Gruppenkursen (intern und extern) auf unserem einzigartigen Nothilfe-Parcours SanArena Rettungs Schule Wir beraten Sie gerne SanArena Rettungsschule, Zentralstrasse 12, 8003 Zürich Telefon , Audiovisuelle Einrichtungen Data-/ Video-/ Hellraumprojektoren Leinwände /Whiteboards Zubehör Audio-/Videogeräte AV-Consulting Reparaturen &Installationen verlangen Sie detaillierte Informationen bei: Daten-Videoprojektor (ab Fr ) CD-Recorder mit Verstärker (ab Fr ) AV-MEDIA &Geräte Service Gruebstr Meilen T: (Online-Shop) ZLV-Magazin 3/14 11

12 Thema Naheliegend Der Austausch zwischen Deutschschweizer und welschen Klassen fördert die Motivation zum Fremdsprachen lernen und ebenso das Verständnis zwischen den Sprachregionen. Dennoch wird das Angebot eher wenig genutzt. Der Eglisauer Mittelstufenlehrer Markus Bleiker ist ein alter Fuchs im Sprachaustausch. Vor 18 Jahren besuchte er zum ersten Mal mit seiner damaligen Klasse die Westschweiz, vor 15 Jahren dann zum ersten Mal die Schülerinnen und Schüler der Walliser Berggemeinde Salvan. «Seither organisieren wir alle drei Jahre ein gemeinsames Klassenlager», erzählt Bleiker. Ins Lager kommen jeweils die 5. und 6. Klasse aus Salvan und Bleikers 6. Klasse, zum ersten Mal war es eine Klasse aus Eglisau. Im Mai dieses Jahres waren sie alle zusammen im Klassenlager in Aarburg: insgesamt 50 Kinder, 7 Leiter/-innen und 2 Köchinnen. Spielerische Begegnungen «In der Mittelstufe gehen die Kinder ungezwungen aufeinander zu, auch wenn sie noch nicht gut Französisch oder Deutsch sprechen», weiss Bleiker aus Erfahrung. Aber es komme sehr darauf an, wie die Begegnungen zwischen den Kindern organisiert werden. Der Austausch beginnt lange vor dem Lager. Die Schülerinnen und Schüler schreiben sich gegenseitig schön gestaltete Briefe und erzählen etwas über sich. Mit Hilfe der neuen Medien tauschen sich viele Kinder auch in der Freizeit schon vor dem Lager aus. Auch im Lager selbst sind die Begegnungen von Beginn weg gut organisiert. Die Eglisauer Kinder holen ihre Kolleg/-innen aus Salvan am Bahnhof ab, bringen das Gepäck ins Lagerhaus und zeigen ihnen die Räume. In verschiedenen Ateliers wird in kleinen, zweisprachigen Gruppen getanzt, gesungen, gespielt, fotografiert, gefilmt und gekocht. Bei den Projekten und Ausflügen achtet Bleiker darauf, dass die Kinder über die Sprachgrenzen hinweg in Kontakt kommen und ermöglicht immer wieder Redeanlässe. «Es gibt keine Vorschriften, in welcher Sprache sich die Kinder verständigen müssen und sie tun dies zu Beginn denn auch mit Händen und Füssen», sagt Bleiker. Mit der Zeit aber entwickelt sich eine gute Verständigungsbasis. Drei Wochen nach dem gemeinsamen Lager reist die Eglisauer Klasse für vier Tage nach Salvan, wo wiederum verschiedene Begegnungen auf dem Programm stehen. Die Kinder können die dortige Schule und den Fremdsprachenunterricht erleben und werden von den Familien der Salvanins eingeladen. Markus Bleiker ist auch nach 18 Jahren vom Wert des Klassenaustauschs überzeugt: «Viele Kinder hören dieselbe Musik, spielen dieselben Spiele und haben dieselben Hobbys, eine Verständigung funktioniert ausgezeichnet.» Einige seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler, weiss Bleiker, besuchen immer noch ihre Schulfreund/-innen in Salvan, wenn sie in der Gegend sind. Vielfalt nutzen Bernhard Gertsch, Präsident des Schweizer Schulleiterverbandes, machte sich in einem 10vor10-Beitrag Ende März für einen vermehrten Schüler- und Klassenaustausch zwischen der Westschweiz und der Deutschschweiz stark. Und auch ZLV-Präsidentin Lilo Lätzsch wünschte sich im Zusammenhang mit der Fremdsprachendebatte, dass die Schulen die Ressource Mehrsprachigkeit im eigenen Land besser nutzen würden. Ueli Landis ist im VSA für den «Kulturund Sprachaustausch (kuspa)» zuständig. Das Dossier liegt ihm sehr am Herzen, auch wenn er dafür eher wenig Zeit aufwenden kann. Laut Landis gibt es für Zürcher Schülerinnen und Schüler verschiedene Austauschmöglichkeiten: Klassenaustausch: Der Austausch zwischen zwei Klassen kann unterschiedlich intensiv sein. Das beschriebene Klassenlager von Martin Bleiker gehört wohl zu den aufwändigeren Aktivitäten. Daneben sind aber auch Brieffreundschaften, thematische Tage oder Besuche bei einer Partnerschule möglich. Auf der kuspa-seite der VSA-Website findet sich ein Katalog mit vielfältigen Ideen und Tipps für Austauschaktivitäten. Auf der Plattform «ch Twinning» können Lehrpersonen ihre Wünsche deponieren und erfahren auch, was Lehrer/-innen aus der Westschweiz oder dem Tessin anbieten. Der Kanton Zürich und der ZVV unterstützen den physischen Austausch finanziell und mit 9-Uhr-Pässen. Laut Landis gibt es im Kanton Zürich pro Jahr etwa zehn gegenseitige Klassenbesuche über die Sprachgrenzen hinweg, meist auf der Sekundarstufe. Schulreise Plus: Das Angebot startet im kommenden Schuljahr. Zwei Klassen aus den beiden Sprachgebieten sollen einen gemeinsamen Tag verbringen. Dabei übernimmt jede Klasse einmal die Gastgeberrolle und gestaltet das Tagesprogramm. Die Vermittlung läuft wiederum über eine eigene Plattform. Ferieneinzelaustausch: Familien und Kinder ab der 6. Klasse melden sich, wenn sie in den Ferien eine Schülerin oder einen Schüler aus der Westschweiz aufnehmen möchten oder wenn ein Jugendlicher in die Westschweiz gehen möchte. Dabei sollen sich gemischtsprachliche Tandems bilden, die in der Regel während fünf Tagen einmal in der Familie in der Westschweiz und später in der Familie in der Deutschschweiz gastieren. In den letzten 10 Jahren meldeten sich pro Jahr zwischen 10 und 40 Jugendliche für diesen Austausch an, allerdings mit abnehmender Tendenz, wie Landis bedauert. Zehntes Partnerschaftliches Schuljahr: Das letzte Sekundarschuljahr wird in einem anderssprachigen Gebiet absol- ZLV-Magazin 3/14 12

13 Thema Ist das Eis einmal gebrochen, verständigen sich die Schülerinnen und Schüler aus Eglisau und Salvan schnell und unkompliziert. viert. In diesem Überbrückungsjahr sollen gezielt die Sprachkenntnisse verbessert werden. Das Schulgeld übernehmen die jeweiligen Kantone. Laut Landis nehmen im Schnitt zehn Jugendliche pro Jahr dieses Angebot in Anspruch. Neben dem Klassen- und Schüleraustausch gibt es auch verschiedene Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, Schulen, Sprache und Kultur in einem anderen Landesteil besser kennen zu lernen. Das kann von Schulbesuchen oder Hospitationen bis zu einem Stellenaustausch gehen. Ueli Landis weiss, dass die EDK sich in Zusammenarbeit mit dem Bund und mittels der nationalen Agentur ch-stiftung in Zukunft noch stärker für den schulischen Austausch engagieren möchte. Eher wenig genutzt «Gemessen am Nutzen der verschiedenen Austauschideen werden sie im Kanton Zürich eher wenig genutzt», lautet Ueli Landis Fazit aus knapp zehn Jahren Erfahrung in dieser Funktion. Dafür sieht er zwei Hauptgründe. Zuerst einmal benötigt ein Austausch überdie Sprachgrenzen hinweg einen Sondereffort für eine Lehrperson. Vielfach zögerten Lehrerinnen und Lehrer aber wohl auch, weil sie sich selbst in einer anderen Landessprache zu wenig sicher fühlen. Und auch Markus Bleiker, obwohl mit viel Enthusiasmus bei der Sache, sieht natürlich die Hindernisse: «Die Hauptlast beim Organisieren von Klassenlagern liegt bei mir, denn meine Westschweizer Kolleginnen machen sonst keine Klassenlager.» Zwar sei er über die Unterstützung des Weiterführende Infos Kantons sehr froh, meint aber auch, dass man hier durchaus noch etwas mehr machen könnte. Dennoch möchte er seine Kolleginnen und Kollegen dazu motivieren, sich auf das Abenteuer Klassenaustausch einzulassen. Es brauche etwas Mut und Flexibilität, aber die Erfahrungen für die Kinder und die Lehrpersonen seien ausserordentlich wertvoll. «Ich habe vor Jahren Austauschpartner gesucht und inzwischen Freunde gefunden», freut sich Bleiker. Text: Roland Schaller / Fotos: Markus Bleiker Schweizerisches Kompetenzzentrum für Austausch und Mobilität der ch-stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit. Bietet Informationen zu den verschiedenen innerstaatlichen, europäischen und aussereuropäischen Austauschprogrammen. ch Twinning: elektronische Such- und Vermittlungsbörse für den Klassenaustausch. Lehrpersonen können dort ihre Wünsche für einen Klassenaustausch deponieren. Zu erreichen ebenfalls über die Website Informationen des VSA zum Kultur- und Sprachenaustausch. Ansprechperson beim VSA ist Ueli Landis. ZLV-Magazin 3/14 13

14 Thema Sprachen lernen auf hohem Niveau Deutsch, Englisch und Französisch möglichst schon im Kindergarten so lautet das anspruchsvolle Programm der multilingualen Privatschule Tandem. Schulleiterin Sonya Maechler-Dent sieht in dieser Unterrichtsform grosse Chancen. Die Schule Tandem liegt im Zürcher Trendquartier Seefeld, gleich neben dem Gemeinschaftszentrum Riesbach, das die Schule auch als Auslauf nutzen darf. Das alte Fabrikgebäude beherbergt auf drei Stöcken 90 Kinder im Kindergarten und in der Primarschule. Neben der Schule betreibt Tandem an zwei weiteren Standorten an der Zürcher Goldküste Vorschulen und Horte. Viele dieser Kinder wechseln anschliessend in den Kindergarten im Seefeld. Die Tandem-Schule ist eine Tagesschule, der Unterricht dauert von 10 nach 8 bis 16 Uhr, die Mittagszeit ist kürzer als in der öffentlichen Schule. Mehr Unterrichtszeit gehört denn auch zum Konzept der Schule. Nach 16 Uhr gehen die Kinder meist mit dem Schulbus nach Hause oder bleiben im internen Hort, wo sie Musikkurse, Yoga oder beispielsweise auch einen Legoworkshop besuchen können. Drei Sprachen Das Besondere an der Tandem-Schule ist ihr Sprachenkonzept. Schon im Kindergarten reden die Kleinen Deutsch und Englisch. Zwei Kindergarten-Lehrpersonen betreuen eine Klasse mit zusammen ca. 150 Stellenprozenten. Der Kindergarten dauert von Montag bis Donnerstag. Am Freitag folgt der französische Tag, allerdings auf freiwilliger Basis. In der Primarschule wird an fünf Tagen pro Woche unterrichtet. Wiederum sind zwei Lehrpersonen mit zusammen ca. 150 Stellenprozenten für eine Klasse verantwortlich. Hinzu kommen verschiedene Fachlehrer/-innen, unter anderem für das Französisch. Grundsätzlich wird Deutsch und Englisch gleichzeitig unterrichtet. Französisch kommt als dritte Sprache hinzu und wird während mehreren Lektionen pro Woche eingestreut. Am Mittwochnachmittag bietet die Schule zusätzliche Französischlektionen an, wiederum auf freiwilliger Basis. Deutsch und Englisch wird vor allem in den unteren Klassen parallel gesprochen. Die eine Lehrerin beginnt beispielsweise mit einer Erklärung in Deutsch und der zweite Lehrer fährt spontan in Englisch fort, worauf die Erste in Deutsch den Faden wieder aufnimmt. Translanguaging heisst dieses Konzept und stammt ursprünglich vom britischen Autor Colin Baker. Neben der Translanguaging-Time wird beispielsweise eine Aufgabe in Deutsch erarbeitet, dafür in Englisch vor der Klasse darüber berichtet und umgekehrt. In den höheren Klassen gibt es zunehmend auch Fachunterricht in der jeweiligen Sprache, also beispielsweise Matheunterricht in Englisch und das nächste Mal dann in Deutsch. Code Switching Sonya Maechler ist Primarlehrerin und stammt aus der Westschweiz. Nach längeren Aufenthalten in England, Japan und Indien sowie diversen Weiterbildungen gründete sie vor zehn Jahren die Tandem-Schule. Die Mehrsprachigkeit ist ihr grosses Anliegen. Dabei sollen die Kinder nicht «nur» drei Sprachen sprechen, sondern auch die verschiedenen Kulturen kennen lernen und sich in ihnen wie selbstverständlich bewegen können. «Die Mehrsprachigkeit ist ein enormer Vorteil im Job und im Leben jedes Menschen», davon ist Sonya Maechler überzeugt. Damit dies gelingt, müssen die Kinder so früh wie möglich mit anderen Sprachen in Kontakt kommen. Gerade in jungen Jahren lassen sich Sprachen auf eine spielerische Weise vermitteln und die Kleinen wachsen ohne grosse Probleme in diese Welten hinein. Code Switching nennt Maechler das Ziel des frühen Unterrichts: «Die Kinder sollen zwischen den verschiedenen Sprachen schnell hin und her wechseln können.» Das Programm ist anspruchsvoll. In Deutsch und Englisch erreichen die Schülerinnen und Schüler das Niveau des jeweiligen Heimatlandes. In Französisch stehen sie am Ende der Primarschule dort, wo die öffentliche Schule am Ende der Sek ankommt. «In allen drei Sprachen können die Schülerinnen und Schüler nicht top sein, das ist nicht zu machen», sagt selbst die sprachenbegeisterte Sonya Maechler. Das hohe Sprachenniveau verunmöglicht einen Schuleintritt in späteren Jahren. Tandem nimmt nachträglich nur noch Kinder auf, die von Haus aus schon beide Sprachen sprechen oder sprachlich hochbegabt sind. Maechler wehrt sich aber dagegen, dass nur besonders intelligente Kinder in die Tandem-Schule gehen können. Der Schlüssel für den Erfolg liegt im frühen Beginn der Mehrsprachigkeit. «Es ist sehr wichtig, dass die Kinder das Code Switching in jungen Jahren gut lernen», sagt Maechler. Mehrsprachige Eltern Ein Grossteil der Tandem-Schülerinnen und Schüler stammt selbst aus mehrsprachigen Familien, wobei alle möglichen Sprachkombinationen vorkommen, nicht nur Deutsch und Englisch. Häufig handelt es sich um Eltern mit einem Elternteil aus der Schweiz und dem zweiten Elternteil aus einem anderen Land. Es gebe aber beispielsweise auch einelternpaar mit einem Tessiner und einer Westschweizerin, die nun in Zürich wohnen und ihr Kind in die Tandem-Schule schicken. Eher selten sind demgegenüber rein Deutschschweizer Eltern. In einer vor drei Jahren durchgeführten Erhebung waren das rund 20 Prozent. Einige Kinder werden von den Gemeinden an die Tandem-Schule überwiesen, weil sie sprachlich hochbegabt sind und hier entsprechend gefördert werden. Sonya Maechler legt Wert darauf, dass sie keine Schule für ausschliesslich Wohlhabende seien. Gerade mehrsprachige Eltern würden sich diese Art des Unterrichts für ihre Kinder wünschen und seien des- ZLV-Magazin 3/14 14

15 Thema Ein Grossteil der Tandem-Schülerinnen und -Schüler stammt selbst aus mehrsprachigen Familien. halb auch bereit, das Schulgeld zu bezahlen. Mehrsprachige Lehrpersonen Auch die Lehrerinnen und Lehrer an der Tandem-Schule sind in der Regel mehrsprachig und suchen genau diese Art von Unterricht. Gegenüber der öffentlichen Schule verfügt die Tandem-Schule über etwas mehr Ressourcen pro Klasse. Die Lehrpersonen sind nicht über Lektionen angestellt, sondern über Stellenprozente. Sehr wichtig für den Erfolg des Code Switching ist denn auch eine gute Vorbereitung und Absprache zwischen den beiden verantwortlichen Lehrpersonen. «Das ist eine intensive Arbeit, die in der Schule geleistet werden muss», sagt Sonya Maechler. Für die gemeinsame Vorbereitungszeit stehen diejenigen Stunden zur Verfügung, in denen der Fachlehrer oder die Französischlehrerin unterrichten. Dazu kommt ein Unterricht, der stark von den Interessen der Kinder ausgeht. Für die Von Tandem lernen Lehrer/-innen bedeutet dies, dass sie immer wieder neue Themen vorbereiten müssen. Die Fluktuation unter den Angestellten sei aber klein, sagt Maechler. Und weiter: «Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten nicht unbedingt wegen des Lohnes hier, sondern weil sie die Kultur der Schule schätzen und unterstützen.» Website: Text: Roland Schaller / Foto: zvg Hinter dem mehrsprachigen Unterricht steht ein durchdachtes System. Deshalb können die öffentliche Schule und Tandem nicht einfach miteinander verglichen werden. Zwei Dinge sind für Sonya Maechler aber klar: Kinder sind mit zwei Fremdsprachen nicht überfordert. Und Französisch ist nicht schwerer zu erlernen als Englisch. Maechler betont, dass zuerst die Motivation für eine Sprache aufgebaut werden muss. Und das funktioniere in frühen Jahren eher besser als später. Auch der Bezug zum Französisch lasse sich mit einfachen Mitteln verbessern: Klassenlager in der Romandie, Treffen mit einer Westschweizer Klasse. Austausch mit einer französischen Klasse,zum Beispiel Briefe schreiben oder eine Skype-Session in den Unterricht einbauen. Französische Themen in den normalen Unterricht integrieren: zum Beispiel mehr französische Lieder singen. «In der Schweiz gibt es einen grossen Sprachenreichtum, und das nutzen wir in der Schule viel zu wenig», ist Sonya Maechler überzeugt. ZLV-Magazin 3/14 15

16 News und Politik «Meinungen gibt es genug, was zählt, ist messbare Evidenz» John Hattie (*1950) ist ein neuseeländischer Bildungsforscher und Pädagoge. Seit 2011 arbeitet er als Professor für Erziehungswissenschaft und Direktor an der University of Melbourne. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit vor allem mit Einflussgrössen auf gelingende Schülerleistungen. Er ist weltbekannt geworden durch die nach ihm benannte Hattie-Studie, einer Zusammenfassung von Hunderten bereits gebündelten Analysen, denen wiederum rund Einzelstudien mit gegen 250 Millionen beteiligten Schülerinnen und Schülern aus dem englischsprachigen Raum zugrunde liegen. Lernen sichtbar machen Die Erkenntnisse aus der gigantischen Studie hat er in seinem Buch «Visible Learning» präsentiert. Im April 2013 ist die deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel «Lernen sichtbar machen» erschienen. In der englischsprachigen Welt ist das Werk geradezu euphorisch aufgenommen worden, so euphorisch, dass ein «Wir diskutieren leidenschaftlich über die äusseren Strukturen von Schule und Unterricht, sie rangieren aber ganz unten in der Tabelle und sind, was Lernen angeht, unwichtig.» deutscher Professor meint: «Ich hätte aus Grossbritannien eigentlich etwas mehr Understatement erwartet!» 2011 ist nun auch das Werk «Visible Learning for Teacher» erschienen. Das Buch liegt in deutscher Übersetzung vor. Hatties Ruf als einflussreichster Bildungsforscher der Welt, als Genie gar, liegt allerdings nicht einfach in der geradezu megalomanischen Dimension seiner Arbeit begründet. «Die grösste Sprengkraft liegt in seinen Erkenntnissen», das schreibt der Journalist Martin Spiewak in einem Artikel in der «Zeit», «denn diese stehen geradezu quer zur bildungspolitischen Debatte in vielen Ländern.» Und Hattie selber meint: «Wir diskutieren leidenschaftlich über die äusseren Strukturen von Schule und Unterricht, sie rangieren aber ganz unten in der Tabelle und sind, was Lernen angeht, unwichtig.» Die Klassengrösse ist vernachlässigbar Die Tabelle, von der Hattie in diesem Zitat spricht, ist die Rangliste gewordene Quintessenz seiner Arbeit. Aus der Fülle des Materials hat er 136 Einflussfaktoren herausdestilliert, die für den Schulerfolg entweder von herausragender Bedeutung sind, oder aber kaum eine Rolle spielen oder gar, am unteren Ende der Tabelle liegend, einen schädlichen Einfluss auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ausüben! Diese Liste hat es in sich. Sie hält für fast jeden etwas bereit, der spezifische Anliegen an die Schule hat. Sie liefert den Reformpädagogen ebenso Argumente wie den Traditionalisten, sie freut den sparbesessenen Politiker genauso wie die Lehrpersonen. Und sie ist verantwortlich für Schlagzeilen in den Medien, die die Sparmassnahmen in vielen Kantonen ausgelöst haben: Die Leistung der Schüler hängt nicht von der Klassengrösse ab. (BZ; ) Tatsächlich rangiert die Frage der Klassengrösse in Hatties Hitparade der wichtigsten Einflussgrössen auf den Schulerfolg nur auf Position 106. In der «Zeit hat Martin Spiewak Hatties Liste übersichtlich zusammengestellt (siehe Box). Die Lehrperson ist von überragender Bedeutung Nebst der heissen Frage derklassengrösse gibt es eine ganze Reihe von Erkenntnissen, denen es nicht an Sprengkraft mangelt. So liefert die Studie weder für den offenen Unterricht noch für jahrgangsübergreifende Klassen gute Argumente. Ebenso hat die Individualisierung des Unterrichts zumindest nicht per se eine hohe Lernwirksamkeit. Hatties Studie stellt die Lehrperson selbst ins Zentrum. Sie ist die zentrale Einflussgrösse, die über den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, von diesen selber abgesehen, entscheidet. (In einem Interview zur Hattie-Studie stellt der deutsche Professor Andreas Helmke klar, dass die Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern zu rund 50 Prozent für die differierenden Lernleistungen verantwortlich sind, dass also das Lernpotenzial der anvertrauten Kinder die grösste Varianzquelle darstellt: Vorkenntnisniveau, Intelligenz, Motivation, Selbstvertrauen ) Es gibt keine pädagogischen Patentrezepte «Eine gute Lehrperson sieht den eigenen Unterricht mit den Augen der Schülerinnen und Schüler.» Das beginnt mit der Haltung. Viele Lehrpersonen, so Hattie, erklären den bescheidenen Lernerfolg mit den Schwächen der Schülerinnen und ZLV-Magazin 3/14 16

17 News und Politik Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie referiert an einer Veranstaltung von November Schüler: mangelnder Fleiss, fehlende Unterstützung aus dem Elternhaus und anderes mehr. Dabei hat die Lehrperson auf diese Grössen kaum Einfluss. Sie muss sich fragen, was sie anders, besser, machen kann! Eine gute Lehrperson pflegt systematisch ihre Selbstzweifel. Und lebt in der Klasse eine Kultur des Feedbacks. John Hattie macht dabei einen grossen Unterschied zwischen Feedback und Lob. Feedback bezieht sich auf den Unterrichtsgegenstand, Lob auf die Personen. Von Strafe spricht Hattie überhaupt nicht. Dass Lehrpersonen «Hatties Studie stellt die Lehrperson selbst ins Zentrum. Sie ist die zentrale Einflussgrösse, die über den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, von diesen selber abgesehen, entscheidet.» fachlich sattelfest sein müssen, ist unbestritten. Sie verfügen auch über ein breites Methodenrepertoire und setzen um, was in den einzelnen Klassen funktioniert: Es gibt keine pädagogischen Patentrezepte! Von entscheidender Bedeutung für den Unterrichtserfolg hält Hattie die emotionale Seite des Lernens. Das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler ist unabdingbar. Ohne Respekt und Wertschätzung, ohne Vertrauen und Fürsorge kann Unterricht nicht gelingen. «Wer Hattie gelesen hat, wird nie wieder vor einer Kuschelpädagogik warnen» (Ulrich Steffens vom hessischen Institut für Qualitätsentwicklung). Was aber ist nun mit der Klassengrösse? In der Hattie-Studie rangiert sie unter den Einflussgrössen tatsächlich nur auf Position 106: Was nur wenig hilft! Das ist für jeden sparbewussten Politiker ein gefundenes Fressen! Eine Broschüre der deutschen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vom August 2009 will Argumente für einen sachlichen Umgang mit dieser umstrittenen Frage liefern. Dabei stützt sie sich naturgemäss auf Zahlen aus Deutschland. Unter den Vorgaben für die Klassenbildung heisst es da: Die grössten Unterschiede sind in Bayern möglich. Dort lässt Die Hattie-Liste Was richtig hilft: Lehrerfeedback Programme zur Leseförderung fachspezifische Lehrerfortbildung vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler/-in Was hilft: Zusatzangebote für starke Schüler/-innen vorschulische Fördermassnahmen lehrergeleiteter Unterricht regelmässige Leistungsüberprüfungen Was wenig hilft: geringe Klassengrösse Hausaufgaben entdeckendes Lernen finanzielle Ausstattung Was wirkungsneutralist: offener Unterricht jahrgangsübergreifender Unterricht Web-basiertes Lehren und Lernen Was schadet: wiederholen der Klasse übermässiges Fernsehen sehr lange Sommerferien Quelle: Martin Spiewak in «Die Zeit» ZLV-Magazin 3/14 17

18 News und Politik der Klassenbildungserlass für Grundschulen Klassen mit 13 Kindern ebenso zu wie solche mit 30! Das kennen wir doch! Und wir haben damit grosse Probleme. Die bei uns geplante Erhöhung der Klassenzahlen scheint auf den ersten Blick moderat. Sie wird aber dazu führen, dass an noch mehr Schulen übergrosse Klassen mit mehr als 25 Kindern, in Einzelfällen sogar mit mehr als 30 Kindern, unvermeidbar werden. Diese Grossklassen sind unter dem Anspruch der Integration und des adaptiven Unterrichts nicht mehr zufriedenstellend zu führen. Auch nicht mit grosszügiger pädagogischer Stütze. Kinder in solchen Klassen entgehen der Aufmerksamkeit der Lehrpersonen, Eltern bangen zu Recht um die Chancen ihres Kindes und die Lehrpersonen drohen unter dem Anspruchsdruck zu zerbrechen. Studien zur Lehrergesundheit zeigen: Die Klassenstärke rangiert unter den Belastungsfaktoren regelmässig weit oben, meist unter den ersten Plätzen zusammen mit dem Verhalten schwieriger Schülerinnen und Schüler. Dabei ist der Arbeitgeber nach dem Willen des Gesetzgebers mitverantwortlich für die Gesundheit seiner Angestellten! Die Broschüre liefert weitere Argumente für vernünftige Klassengrössen: Sie lohnen sich besonders an Grundschulen, und sie sind eine Frage der Demokratie und der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Das dürfte für die Schweiz besonders wichtig sein! Ab 20 Kindern wird es eng, ab 25 ungemütlich Ein guter Grund für vernünftige Klassengrössen scheint mir auch der verfügbare Platz in unseren Schulzimmern zu sein: Die Grösse der Zimmer liegt im Schnitt wohl etwas unter 80 Quadratmetern. Im Zahlenbuch 3 heisst es zum Thema Meterquadrate: Fachleute empfehlen pro Schulkind deren drei! Da erscheint mir eine Höchstgrenze von 25 Kindern sinnvoll zu sein! John Hattie hat in seiner Studie fast ausschliesslich messbare kognitive Leistungen analysiert. Die Schule verfolgt allerdings auch noch andere Ziele: Erziehung zur Mündigkeit, Demokratiekompetenz, soziales Lernen, Ästhetik. Auf diese Frage angesprochen, meint Professor Helmke: «Ich hoffe nicht (dass diese Themen deshalb im Schulalltag unwichtiger werden), aber ich fürchte, man muss aktiv gegensteuern, damit genau das nicht eintrifft, dass also der Blickwinkel auf die Qualität der Schule und des Unterrichts nicht einseitig und verengt nur auf schulische Leistungen gerichtet ist. ( ) Die Qualität von Schule und Unterricht muss sich eben auch daran messen lassen, ob und in welchem Ausmass andere wichtige Bildungsziele erreicht, Kompetenzen gefördert, Werte vermittelt und Orientierungen gegeben werden. Gerade soziale Kompetenzen und Orientierungen wie Hilfsbereitschaft, Empathie, Mitgefühl, Teamfähigkeit, aber auch eine gesunde Durchsetzungsfähigkeit sind wichtige Ziele, nur dass sie sich nicht so einfach und schon gar nicht schriftlich per Test messen lassen wie fachliche Kompetenzen.» Anton Schwarz, Redaktor LDF direkt / Foto: Bengt Lennartsson «Im Problem steckt die Lösung.» INTERDISZIPLINÄRE SYSTEMISCHE WEITERBILDUNGEN Kinderschutz durch Elternarbeit Gewalttätige Familiendynamik verstehen und verändern. Seminar mit Anna Flury Sorgo, lic. phil. Fachpsychologin FSP Mo./Di September 2014 Grundlagen in Mediation Grundlegende Aspekte der Mediation, praxisbezogen und mit vielen Trainingsmöglichkeiten 18 Tage, IEF-Zertifikat, Anerkennung durch SAV und SKWM möglich Leitung: Raymund Solèr, lic. iur., Mediator SDM Beginn: 24. September 2014 Elterncoaching mit psychisch beeinträchtigten Eltern Unterstützung von Eltern beim Umgang mit Krankheit und Alltagsbewältigung Seminar mit Sonja Ott Seifert, Psychotherapeutin ASP Mo./Di November 2014 Behinderte Kinder: Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen und Eltern als Herausforderung Analysen und Impulse zur Zusammenarbeit zwischen Familien mit behinderten Kindern und Fachpersonen Seminar mit Barbara Jeltsch-Schudel, Prof. tit. Dr. Mo./Di Januar 2015 Mehr Informationen und weitere Angebote z.b. in systemischer Therapie und Beratung, Elterncoaching oder Mediation: IEF, Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung, Voltastrasse 27, 8044 Zürich, T: , ZLV-Magazin 3/14 18

19 News und Politik Online-Bibliothek «Buchknacker» Buchknacker ist ein Angebot der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte. Es bringt mehr Lesefreude für Kinder und Jugendliche mit Dyslexie/ Legasthenie. Verschiedenen Untersuchungen zufolge leben im deutschen Sprachraum rund fünf Prozent der Bevölkerung mit einer Lesestörung (Dyslexie/Legasthenie). In jeder Schulklasse sitzen im Durchschnitt ein bis zwei Kinder, die Probleme mit Lesen und Schreiben haben, weil sie von Dyslexie betroffen sind. Speziell für diese Kinder und Jugendlichen gibt es neu die Online-Bibliothek «Buchknacker». Unter können sie Hörbücher und E-Books ausleihen, online abspielen und herunterladen. Die Ausleihe ist bis zum Alter von 18 Jahren kostenlos. Auch Erwachsene mit Dyslexie können Buchknacker nutzen. Hörbücher und E-Books ausleihen und geniessen Im Buchknacker-Angebot sind Geschichten und Sachbücher in deutscher Sprache für Leserinnen und Leser ab sechs Jahren. Das Sortiment umfasst über Hörbücher und E-Books, davon sind mehr als 1500 Kinder-und Jugendbücher. Titel, für die es ein Quiz im Leseförderungsprogramm Antolin gibt, sind besonders markiert. Ausserdem sind einfach geschriebene «Easy-Reader»-Bücher erhältlich. Die Bücher sind jederzeit mit einem persönlichen Login ausleihbar. Für das iphone und ipad gibt es eine kostenlose App. Positive Erlebnisse schaffen und Eltern beim Vorlesen entlasten Die bunte Gestaltung der Online-Bibliothek unterstreicht das Hauptziel von Buchknacker: Positive Erlebnisse mit Geschichten schaffen und zum Lesen motivieren. Die Hörbücher und E-Books können Eltern beim Vorlesen entlasten und ergänzen logopädische Therapien. Hören als Zusatzinput zum Text Kinder und Jugendliche mit Dyslexie/Legasthenie haben grosse und anhaltende Probleme mit Lesen und oft auch mit Schreiben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Lese- und Rechtschreibstörung zu den Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Bei Hörbüchern und E-Books können Betroffene auf geeignete Buchformate zurückgreifen. Hörbücher verbessern die Hörkompetenz und erhöhen den Wortschatz. Die Buchknacker-Hörbücher sind ungekürzt und das Sprechtempo lässt sich individuell anpassen. Dadurch wird das Mitlesen im gedruckten Buch optimal unterstützt. Auch die E-Books von Buchknacker bieten akustische Unterstützung. Eine synthetische Stimme kann sie vorlesen. Dabei lässt sich das vorgelesene Wort hervorheben. Anmeldung bei Buchknacker Wer sich für Buchknacker anmelden möchte, muss in der Schweiz wohnen. Ausserdem ist die Bestätigung der Dyslexie durch den schulpsychologischen Dienst oder eine andere offizielle Abklärungsstelle erforderlich. Das Anmeldeformular und weitere Informationen sind unter erhältlich. Text: Roswitha Borer Amoroso, SBS / Foto: zvg ZLV-Magazin 3/14 19

20 News und Politik ZLV-Mini-Fachtagung 9. September 2014 SIKJM - Erzählnacht Zürcher Lehrerinnenund Lehrerverband Ohmstrasse 14 Postfach 8050 Zürich Telefon Ideenfürdie Erzählnacht 2014 Hintergründe undbasiswissen um eine Erzählnacht durchzuführen. DieTeilnehmendenerhalten konkreteideen und Medientippszum Mottoder Erzählnachtvom Tipps füreinsteigendeund Erfahrene! Datum Dienstag, 9.September 2014 Zeit ca Uhr Ort Schweizerisches Institut fürkinder- und Jugendmedien SIKJM Georgengasse 6, 8006 Zürich Besonderes KleineZwischenverpflegung Motto «Ich spiele, du spielst-spiel mit!» Referentinnen Barbara JakobMensch und KathrinAmrein Unkostenbeitrag ZLV-Mitglieder CHF 20.--(inkl. MWSt.) Nichtmitglieder CHF 40.--(inkl. MWSt.) Einzahlung sofort nach deranmeldung. Keine Barkasse. Anmeldung Anmeldungen an Sieerhalten eineautomatische Rückantwortper mitallennotwendigen Informationen. Anmeldeschluss 31. August 2014 ZLV-Magazin 3/14 20

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