Handbuch der Förderdiagnostik in Sachsen

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1 Handbuch der Förderdiagnostik in Sachsen 12 Anhang Zeitleiste für das Verfahren zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs (nach Schulgesetz Freistaat Sachsen, SOFS vom 27. März 1996 und SchIVO vom 3. März 1999) 118

2 Handbuch der Förderdiagnostik in Sachsen 119

3 Handbuch der Förderdiagnostik in Sachsen Kopiervorlagen zum Antrag auf Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs Checkliste der zu verwendenden Formblätter: Einreichung der Formblätter an das Regionalschulamt die zuständige Förderschule Bezeichnung der Formblätter/Unterlagen - Antrag auf Einleitung des Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs - Angaben zur bisherigen vorschulischen und schulischen Entwicklung Nummer der Formblätter Antragsformular Formblatt 2 - Begründung des Antrages Formblatt 3 1. Allgemeine Angaben Formblatt 1 2. Angaben zur bisherigen vorschulischen und schulischen Entwicklung Kopie von Formblatt 2 3. Begründung des Antrages Kopie von Formblatt 3 4. Erziehungssituation im häuslichen Umfeld/Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten Formblatt 4 5. derzeitige schulische Bedingungen Formblatt 5 6. Förderspezifische Maßnahmen und Hilfen Formblatt 6 7. Nutzung von Beratungsmöglichkeiten Formblatt 7 8. Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten Formblatt 8 9. Notenübersicht Formblatt Stellungnahme/Gutachten des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes 11. Schweigepflichtentbindung Formblatt 11 Stellungnahme/Gutachten (Antwort auf Anforderung durch Formblatt 10) 12. Protokoll zum Auswertungsgespräch Formblatt 12 die Personensorgeberechtigten den Schulpsychologen weitere Dienste und Einrichtungen 13. Anschreiben zur Terminvereinbarung der Anhörung Formblatt Anschreiben mit Bitte um Zuarbeit Formblatt Anschreiben mit Bitte um Zuarbeit Formblatt

4 Handbuch der Förderdiagnostik in Sachsen -Antrag Antragsformular mit 3 Durchschlägen auf Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs an das Regionalschulamt Bautzen Chemnitz Dresden Leipzig Zwickau Meldende Einrichtung (Stempel) Personalien der Schülerin/des Schülers Auftragserteilung durch das Regionalschulamt Das Regionalschulamt beauftragt die nachfolgend genannte Förderschule mit der Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung eines Sonderpädagogischen Förderbedarfs. Fristsetzung bis: Name: Vorname: Geburtsdatum: Klassenstufe: Name, Anschrift der Einrichtung: Aktenzeichen: Ort, Datum: Wohnanschrift: Bei der/dem genannten Schülerin/Schüler besteht der Verdacht auf Sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich körperliche/motorische Entwicklung Hören Sehen Sprache Lernen geistige Entwicklung emotionale/soziale Entwicklung autistisches Verhalten Unterschrift der zuständigen Schulreferenten Vermerk der beauftragten Förderschule Die/der vorgenannte Schülerin/Schüler hat Sonderpädagogischen Förderbedarf nein ja, im Sinne des Förderschwerpunktes Folgendes wird empfohlen: Beschulung nach SchIVO, 3, Absatz 1, Satz... Beschulung nach SOFS,... Die Personensorgeberechtigten wurden über den Antrag informiert. Sie stimmen demselben zu nicht zu. Die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs nach 30 SchulG wird hiermit beantragt. Ort, Datum: Unterschrift des Schulleiters: Entscheidung des Regionalschulamts Die Schülerin, der Schüler wird ab... auf Grundlage... nach dem Lehrplan der/des... beschult. Beschulungsort: besondere Festlegungen: Ort, Datum: Unterschrift des Schulleiters: Ort, Datum: Unterschrift der zuständigen Schulreferenten: 121

5 Formblatt 1 Allgemeine Angaben Name, Vorname des Kindes geboren am/in Geschlecht Staatsangehörigkeit Religionszugehörigkeit Name, Vorname der Personensorgeberechtigten Anschrift des Kindes Anschrift der Personensorgeberechtigten/Telefon/Notfalladresse meldende Einrichtung Anschrift der meldenden Einrichtung Klasse Ansprechpartner in der meldenden Einrichtung (Name/Telefon) beauftragte Förderschule Anschrift der Förderschule Ansprechpartner der Förderschule (Name/Telefon) Entscheidungsvorschlag Tag des Auswertungsgesprächs mit den Personensorgeberechtigten Ergebnis des Gesprächs Antrag auf Wechsel des Schulbezirks (Gründe) Schülerbeförderung Heimunterbringung Bemerkungen (Beginn der sonderpädagogischen Förderung, Ablehnung...) 122

6 Formblatt 2 Angaben zur bisherigen vorschulischen und schulischen Entwicklung Name, Vorname des Schülers/der Schülerin Geburtsdatum/Lebensalter Besuch einer Kindereinrichtung Einrichtung: ja von bis nein Frühförderung ja von bis nein Einrichtung Zurückstellung vom Schulbesuch Vorbereitungsklasse ja von bis nein ja von bis nein Einrichtung Schulbesuchsjahre Schuljahr Klassenstufe Schule Bemerkungen

7 Formblatt 3 Begründung des Antrages auf Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs durch die meldende Einrichtung Name, Vorname des Schülers/Schulanfängers: Geburtsdatum: Wohnanschrift: Bitte begründen Sie, warum das Kind trotz bislang zur Verfügung gestellter individueller Hilfen in seiner Klasse derzeit den Anforderungen nicht entsprechen kann! Unterschrift Klassenlehrer/-in Unterschrift Schulleiter/-in Stempel der Einrichtung 124

8 Formblatt 4 Erziehungssituation im häuslichen Umfeld und Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten Name, Vorname des Schülers/der Schülerin gesetzliche Vertreter es besteht gemeinsames Sorgerecht der Eltern es besteht alleiniges Sorgerecht der Mutter es besteht alleiniges Sorgerecht des Vaters die gesetzliche Vertretung wird wahrgenommen von Berufstätigkeit der Eltern/Pflegeeltern Vater Mutter Geschwister/weitere Kinder in der Familie Das Kind lebt überwiegend Besondere Freizeitinteressen des Kindes ja nein ja nein Anzahl jüngerer Geschwister Anzahl älterer Geschwister bei den Eltern bei Pflegeeltern im Heim Sonstiges ja nein Wie wird die Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten des Schülers/Schulanfängers eingeschätzt? Wurden Beratungsgespräche mit den Personensorgeberechtigten durchgeführt? (Gesprächsteilnehmer, kurze Inhaltsangabe, Vereinbarungen) Die Personensorgeberechtigten wurden durch die meldende Einrichtung über folgende gesetzliche Regelungen informiert: BGB 1631 a Schulgesetz 13 (Förderschule), 30 (Besuch von Förderschulen) Schulordnung Förderschule 12 (Feststellungsverfahren) Schulintegrationsverordnung Sonstiges 125

9 Derzeitige schulische Bedingungen (Nur ausfüllen, wenn das Kind bereits die Schule besucht!) Formblatt 5 Name, Vorname des Schülers/der Schülerin 1. Klassenstärke: 2. Anzahl der unterrichtenden Lehrer in der Klasse: 3. Klassenwechsel des Schülers (Wie oft?): 4. Klassenleiterwechsel (Wie oft?): Nach welcher Methode erlernt/erlernte der Schüler das Lesen und Schreiben? Mit welchem Erfolg? Welche Unterrichtsformen werden überwiegend angewandt? Frontalunterricht Werkstattunterricht Projektunterricht andere Formen: Wesentliche bisher behandelte Unterrichtsinhalte im laufenden Schuljahr in den Fächern Deutsch und Mathematik 126

10 Förderspezifische Maßnahmen und Hilfen Name, Vorname des Schülers/der Schülerin 1. Fördermaßnahmen der meldenden Schule Wer fördert den Schüler? im Klassenverband im Förderunterricht Formblatt 6 Was sind die Inhalte der Förderung? Wie wird der Schüler gefördert? Wann, wie oft und wie lange erfolgt die Förderung? Welche Ergebnisse konnten bislang erreicht werden? Andere Fördermaßnahmen 2. Förderspezifische Hilfen/Bedingungen für den Schüler Individuelle Hilfsmittel (Sehhilfen, Hörgerät, Orthesen, Rollstuhl usw.) Spezielle Unterrichtsmittel (Computer, Diktiergerät usw.) Schulorganisatorische Besonderheiten (individueller Stundenplan, spezielle Raumplanung) Anforderungen an Räumlichkeiten (Barrierefreiheit, Schalldämmung usw.) Weitere Hilfen 3. Teilnahme an Therapien Therapie Zeitrahmen 127

11 Bisherige Nutzung von Beratungsmöglichkeiten Name, Vorname des Schülers/der Schülerin Durch wen erfolgte die Beratung? (Name, Telefon) Beratungslehrer Wann? Formblatt 7 Anlass der Beratungsgespräche/Ergebnisse der Zusammenarbeit Lehrer der Förderschule Schulpsychologe Förderpädagogische Beratungsstelle Sozialpädiatrisches Zentrum Jugendamt Sonstige 128

12 Formblatt 8, Teil 1 Einschätzung ausgewählter Eigenschaften, die für das Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten des Schülers/Kindes bedeutsam sind Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege, bitte versuchen Sie, die jeweils angegebenen Merkmale unter Bezugnahme auf das von Ihnen gemeldete Kind auf der nachstehenden polarisierten Skala einzuschätzen. Kreuzen Sie die Ihrer Meinung nach zutreffende Merkmalsausprägung an. Ergänzende Bemerkungen zu diesem Kind sind auf dem Formblatt 8, Teil 3 möglich. Die Stufen in der Skala haben folgende Bedeutung: Die links beschriebene Merkmalsausprägung (+3) trifft auf das Kind vollständig zu, (+2) trifft auf das Kind zu, (+1) trifft auf das Kind mit Einschränkungen zu. ( 0 ) Zu diesem Merkmal möchte/kann ich keine Aussage machen. Die rechts beschriebene Merkmalsausprägung (-3) trifft auf das Kind vollständig zu, (-2) trifft auf das Kind zu, (-1) trifft auf das Kind mit Einschränkungen zu. ausgewählte Eigenschaften Name, Vorname M e r k m a l s a u s p r ä g u n g Aufmerksamkeit konzentriert unkonzentriert Gedächtnis gut schlecht Beobachtungsfähigkeit gründlich oberflächlich Gedankenaufbau logisch schnell unlogisch langsam Urteilsfähigkeit selbstständig unselbstständig Fantasie reich arm 129

13 Formblatt 8, Teil 2 ausgewählte Eigenschaften Name, Vorname M e r k m a l s a u s p r ä g u n g Sprachverständnis umfassend unzureichend Ausdrucksvermögen mündlich sprachgewandt schriftlich sprachgewandt sprachlich ungeschickt sprachlich ungeschickt Unterrichtsaktivität aktiv passiv Leistungswille stark kein Belastbarkeit Arbeitsverhalten psychisch stark körperlich stark selbstständig planvoll gewissenhaft fleißig nicht nicht unselbstständig planlos oberflächlich faul Arbeitstempo schnell langsam Disziplin diszipliniert undiszipliniert höflich unhöflich Verhalten angemessen distanzlos - zu Lehrern respektvoll respektlos natürlich berechnend Sozialverhalten - zum anderen Geschlecht anständig unanständig - zu Mitschülern kameradschaftlich unkameradschaftlich - zu materiellen Dingen sorgsam missachtend Kontaktfähigkeit aufgeschlossen verschlossen emotionale Ansprechbarkeit stark schwach Selbstwertgefühl mit sich zufrieden realistisch mit sich unzufrieden übersteigert vorherrschende Stimmung heiter/lustig missmutig/verdrossen Konstitution groß/kräftig klein/schwach körperlicher Entwicklungsstand beschleunigt verzögert Körperbewegungen koordiniert schnell kraftvoll ungeschickt langsam kraftlos manuelle Befähigung gut schlecht 130 Stellung in der Klasse anerkannt abgelehnt

14 Ergänzungen (Merkmale, die in der Tabelle nicht abgefragt wurden) Formblatt 8, Teil 3 131

15 Notenübersicht Formblatt 9, Teil 1 für den/die Schüler/in geboren am wurden bis zum folgende Noten erteilt Unterrichtsfächer (*Differenzierung nach Lernbereichen) Deutsch* bisher erteilte Noten Heimatkunde/ Sachunterricht Mathematik* Kunsterziehung Musik Werken Sport Ethik/Religion Begegnungssprache/ Fremdsprache Gemeinschaftskunde Biologie Geografie Geschichte Physik Hauswirtschaft Kopfnoten Betragen Ordnung Mitarbeit Fleiß 132

16 Bitte schätzen Sie die Arbeitsergebnisse des Schülers ein: Formblatt 9, Teil 2 bezogen auf das individuelle Leistungsvermögen bezogen auf die Klasse 133

17 Formblatt 10, Teil 1 Anschrift der Schule Ort, Datum An Amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs Gesetzliche Grundlagen: 30 Abs. 2, Satz 3 SchulG in Verbindung mit 12, Abs. 2, Nr. 5 SOFS und 3 Abs. 5, Nr. 2 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Schulgesundheitspflege im Freistaat Sachsen Sehr geehrte(r)..., im Rahmen des Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs bitte ich Sie um die Erstellung eines amtsärztlichen Gutachtens für: Name, Vorname, Geburtsdatum Name, Vorname der Personensorgeberechtigten und Wohnanschrift (Telefon) Name, Vorname der Personensorgeberechtigten und Wohnanschrift (Telefon) Das Kind ist Schüler/Schulanfänger der Name, Anschrift der Schule (Telefon) Sie werden gebeten, insbesondere zu folgenden Schwerpunkten Stellung zu nehmen: - Medizinisch erkennbare Zusammenhänge zwischen der Behinderung und den Schulschwierigkeiten und ggf. Prognose zum Entwicklungsverlauf - Aussagen zum Schweregrad der Behinderung - Notwendigkeit besonderer Hilfen - Hinweise zur Art der Schülerbeförderung - Stellungnahme zu einer eventuellen Heimunterbringung - Sonstiges 134

18 Formblatt 10, Teil 2 Bitte senden Sie die Ergebnisse der amtsärztlichen Untersuchung bis zum: an o.g. Schule zurück Mit freundlichen Grüßen Schulleiter/-in 135

19 Formblatt 11 Befreiung von der Schweigepflicht Name, Vorname des Kindes: geboren am: Anschrift: Hiermit befreie(n) ich/wir Name, Anschrift den Hausarzt den Facharzt die Klinik den Psychologen folgende Einrichtung folgende Person im Zusammenhang mit dem Verfahren zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs von der Schweigepflicht gegenüber der diagnostizierenden Einrichtung. Ich bin/wir sind damit einverstanden, dass die oben genannten Personen mit der Name, Anschrift der diagnostizierenden Förderschule mündlich und schriftlich Informationen (Gutachten, Arztberichte usw.) über mein/unser Kind austauschen. Ort, Datum Unterschrift(en) der Personensorgeberechtigten 136

20 Formblatt 12 Protokoll des Auswertungsgesprächs zum diagnostischen Verfahren für Name, Vorname Az beim RSA Anwesende Mitglieder des Förderausschusses Zusammenfassung der Ergebnisse des diagnostischen Verfahrens: Entscheidungsvorschlag: Anmerkungen der Personensorgeberechtigten: Die Ergebnisse der Diagnostik wurde(n) dem/den Personensorgeberechtigten ausführlich erläutert. Das Einverständnis des/der Personensorgeberechtigten mit dem Entscheidungsvorschlag liegt vor liegt nicht vor. Vorbehaltlich der Übereinstimmung des Entscheidungsvorschlages mit dem Schulfeststellungsbescheid durch das RSA wird auf eine Anhörung verzichtet. Es wird eine Anhörung gewünscht. Ort Datum Personensorgeberechtigter Personensorgeberechtigter Diagnostiklehrer/-in Schulleiter/-in 137

21 Regionalschulamt Formblatt 13 Ort, Datum Aktenzeichen: An Familie Anhörung der Personensorgeberechtigten nach 12 SOFS Abs. 6 Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr, dem Regionalschulamt liegt ein ausführliches Förderpädagogisches Gutachten über Ihr Kind vor. Von der diagnostizierenden Einrichtung wurde Sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen: Bevor eine Entscheidung über die zukünftige Beschulung getroffen wird, haben Sie die Gelegenheit Ihren Standpunkt in einer Anhörung darzulegen. Ich bitte Sie deshalb bis zum Telefonnummer: einen Gesprächstermin mit mir zu vereinbaren Sie können auch am Sprechtag dienstags von bis Uhr im Regionalschulamt vorsprechen. Mit freundlichen Grüßen Unterschrift Schulreferent/-in 138

22 Formblatt 14 Teil 1 Ort, Datum Stempel der Schule An die Schulpsychologische Beratungsstelle im Regionalschulamt Straße, Nr. PLZ, Ort Psychologische Untersuchung zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs Gesetzliche Grundlagen: 30, Abs.2 Satz 3 SchulG i.v. m. 12, Abs. 5 Satz 1 SOFS Sehr geehrte/r Frau/Herr im Rahmen des Verfahrens zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt bitte ich Sie um die Erstellung eines psychologischen Gutachtens für: Name Vorname Geburtsdatum Name der/des Personensorgeberechtigten, Wohnanschrift, Tel.-Nr. Name der/des Personensorgeberechtigten, Wohnanschrift, Tel.-Nr. Das Kind/der Jugendliche besucht zurzeit die Klasse der Name, Anschrift der meldenden Einrichtung 139

23 Formblatt 14 Teil 2 Sie werden gebeten, insbesondere zu folgenden Schwerpunkten Stellung zu nehmen: - Niveau der intellektuellen Leistungsfähigkeit - erkennbare Zusammenhänge zwischen psychischen Besonderheiten des Kindes und seinen Schulschwierigkeiten - Prognose zum Schulbildungsverlauf aus psychologischer Sicht - Status der Mehrfachbehinderung bzw. Schwerstmehrfachbehinderung Bitte senden Sie die Ergebnisse der Untersuchung bis zum an die diagnostizierende Einrichtung. Mit freundlichen Grüßen Schulleiter/-in 140

24 Formblatt 15 Ort, Datum Stempel der Schule An Einrichtung/Institution/Dienst Straße, Nr. PLZ, Ort Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs Gesetzliche Grundlagen: 30, Abs. 2 Satz 3 SchulG i.v. m. 12, Abs. 5 Satz 1 SOFS Sehr geehrte/r Frau/Herr für das Kind geboren am liegt ein Antrag auf Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt vor. Zur umfassenden Bearbeitung des Antrages benötigen wir Informationen zu folgenden Schwerpunkten: Von den Personensorgeberechtigten liegt ein Schreiben zur Entbindung von der Schweigepflicht vor (siehe Anlage). Das Kind/der Jugendliche besucht zur Zeit die Klasse der Name Anschrift der meldenden Einrichtung: Bitte senden Sie die Unterlagen/Mitteilungen unter Angabe des oben angeführten Aktenzeichens bis zum an die diagnostizierende Einrichtung (siehe Absender). Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich. Mit freundlichen Grüßen Schulleiter/-in 141

25 142 Handbuch zur Förderdiagnostik in Sachsen

26 13 Auszüge aus Gesetzestexten und Verordnungen 1. Salamancaerklärung (1994) 2. Auszüge aus den Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland (1994) (S. 146 ff.) 3. Auszüge aus relevanten bundesdeutschen Gesetzen Auszug aus dem Grundgesetz (GG), Anhang S. 149 Auszug aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), Anhang S. 150 Auszug aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG), Anhang S. 150 Auszug aus dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG), Anhang S. 150ff. 4. Auszüge aus landesrechtlichen und schulorganisatorischen Regelungen Auszug aus der Sächsischen Verfassung des Freistaates Sachsen, Anhang S. 153 Auszug aus dem Sächsischen Schulgesetz, Anhang S. 153 Auszug aus dem Gesetz über Kindertageseinrichtungen (SächsKitaG), Anhang S Auszüge aus den Schulordnungen Auszug aus der Schulordnung Grundschulen, Anhang S. 155 Auszug aus der Schulordnung Mittelschulen, Anhang S. 155 Auszug aus der Schulordnung Gymnasien, Anhang S. 156 Auszug aus der überarbeiteten Schulordnung Förderschulen; Anhang S. 156 ff. 6. Auszüge aus weiteren Verordnungen Auszug aus der SchIVO, Anhang S. 162 Auszug aus der gemeinsamen Empfehlung des SMK und Sozialministeriums zum Übergang aus dem Kindergarten in die Grundschule, Anhang S. 162 f. 1. Die Salamanca-Erklärung über Prinzipien, Politik und Praxis in der Pädagogik für besondere Bedürfnisse Mit der Bekräftigung des Rechts jedes Menschen auf Bildung, wie es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verankert ist, und mit der Erneuerung des Versprechens der Weltgemeinschaft auf der Weltkonferenz 1990 "Bildung für Alle", dass dieses Recht unabhängig von individuellen Unterschieden zu sichern ist; Mit dem Hinweis auf mehrere Deklarationen der Vereinten Nationen, die in den Standardregeln der Vereinten Nationen von 1993 zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gipfeln, durch die Staaten dazu aufgefordert werden, sicherzustellen, dass die Erziehung von Personen mit Behinderung ein unerlässlicher Bestandteil des Schulsystems sein soll; 143

27 Mit der wohlwollenden Erkenntnis, dass sich Regierungen, Interessenvertreter, Gemeinden und Elterngruppen sowie im Besonderen Organisationen von Menschen mit Behinderung dafür einsetzen, dass der Zugang zu Bildung für jene mit besonderen Bedürfnissen, die immer noch nicht erfasst sind, erleichtert wird; In Anerkennung der aktiven Teilnahme hochrangiger Repräsentanten vieler Regierungen, spezialisierter Behörden und zwischenstaatlicher Organisationen an dieser Weltkonferenz als Beleg für dieses Engagement, 1. bekräftigen wir, die Delegierten zur Weltkonferenz über die Pädagogik für besondere Bedürfnisse, die 92 Regierungen und 25 internationale Organisationen vertreten und hier in Salamanca, Spanien, von Juni 1994 versammelt sind, hiermit unsere Verpflichtung zur Bildung für alle. Wir anerkennen die Notwendigkeit und Dringlichkeit, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen innerhalb des Regelschulwesens zu unterrichten. Außerdem befürworten wir hiermit den Aktionsrahmen zur Pädagogik für besondere Bedürfnisse. Mögen Regierungen und Organisationen von der Gesinnung seiner Bestimmungen und Empfehlungen geleitet sein. 2. Wir glauben und erklären, dass jedes Kind ein grundsätzliches Recht auf Bildung hat und dass ihm die Möglichkeit gegeben werden muss, ein akzeptables Lernniveau zu erreichen und zu erhalten, dass jedes Kind einmalige Eigenschaften, Interessen, Fähigkeiten und Lernbedürfnisse hat, dass Schulsysteme entworfen und Lernprogramme eingerichtet werden sollen, die dieser Vielfalt an Eigenschaften und Bedürfnissen Rechnung tragen, dass jene mit besonderen Bedürfnissen Zugang zu regulären Schulen haben müssen, die sie mit einer kindzentrierten Pädagogik, die ihren Bedürfnissen gerecht werden kann, aufnehmen sollen, dass Regelschulen mit dieser integrativen Orientierung das beste Mittel sind, um diskriminierende Haltungen zu bekämpfen, um Gemeinschaften zu schaffen, die alle willkommen heißen, um eine integrierende Gesellschaft aufzubauen und um Bildung für Alle zu erreichen; darüber hinaus gewährleisten integrative Schulen eine effektive Bildung für den Großteil aller Kinder und erhöhen die Effizienz sowie schließlich das Kosten-Nutzen-Verhältnis des gesamten Schulsystems. 3. Wir fordern alle Regierungen auf und legen ihnen nahe: höchstes Augenmerk und Priorität auf die Verbesserung ihrer Schulsysteme dahingehend zu richten, dass diese alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Schwierigkeiten einbeziehen können, auf Gesetzes- bzw. politischer Ebene das Prinzip integrativer Pädagogik anzuerkennen und alle Kinder in Regelschulen aufzunehmen, außer es gibt zwingende Gründe, dies nicht zu tun, Pilotprojekte zu entwickeln und den Austausch mit anderen Ländern, die Erfahrung mit integrativen Schulen haben, zu ermutigen, dezentrale Strukturen zu entwickeln, die Mitwirkung ermöglichen und mit denen die pädagogische Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen geplant, beobachtet und beurteilt werden kann, 144

28 die Beteiligung von Eltern, Gemeinschaften und Organisationen von Menschen mit Behinderung an Planungs- und Entscheidungsprozessen in Bezug auf Maßnahmen für besondere Bedürfnisse zu ermutigen und zu ermöglichen, größere Anstrengungen für Früherkennung und -förderung sowie für berufliche Aspekte integrativer Bildung zu unternehmen, im Zusammenhang mit systemischen Veränderungen sicherzustellen, dass in der Lehrerinnenbildung, sowohl der Aus- als auch der Fortbildung, Inhalte einer Pädagogik für besondere Bedürfnisse in integrativen Schulen angesprochen werden. 4. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf; im Besonderen appellieren wir an: Regierungen mit Programmen zur internationalen Zusammenarbeit und internationalen Finanzierungsstellen, im Besonderen die Sponsoren der Weltkonferenz für "Bildung für Alle", die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), den Kinderfonds der Vereinten Nationen (UNICEF), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) sowie die Weltbank: den Ansatz integrativer Schulen zu befürworten und die Entwicklung einer Pädagogik für besondere Bedürfnisse als einen unerlässlichen Bestandteil aller Bildungsprogramme zu unterstützen; die Vereinten Nationen und ihre speziellen Vertretungen, im Besonderen die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Weitgesundheitsorganisation (WHO), die UNESCO und die UNICEF: ihre Beiträge zur technischen Zusammenarbeit zu verstärken; ebenso ihre Zusammenarbeit und netzwerkorientierte Arbeit zu bekräftigen, um eine effektivere Unterstützung bei der erweiterten und integrierten Bereitstellung besonderer Fördermaßnahmen zu erreichen; nichtstaatliche Organisationen, die mit Programmen und Dienstleistungen auf Länderebene befasst sind: ihre Zusammenarbeit mit den offiziellen staatlichen Stellen zu verstärken und ihre wachsende Beteiligung an Planung Einführung und Beurteilung integrativer Maßnahmen für besondere pädagogische Bedürfnisse zu intensivieren; die UNESCO, als Vertretung der Vereinten Nationen für Pädagogik: sicherzustellen, dass die Pädagogik für besondere Bedürfnisse einen Teil jeder Diskussion darstellt, die in verschiedenen Gremien Bildung für alle behandelt, die Unterstützung durch Lehrer- und Lehrerinnenorganisationen insofern zu mobilisieren, als Lehrerinnenbildung in Bezug auf die Förderung besonderer Bedürfnisse erweitert werden soll, die akademische Gemeinschaft zur Forschung und zur netzwerkorientierten Arbeit anzuregen sowie regionale Zentren für Information und Dokumentation einzurichten; außerdem als Koordinationsstelle für solche Aktivitäten zu dienen und für die Verbreitung spezieller Ergebnisse und Fortschritte, die auf Länderebene als Folge dieser Erklärung erreicht wurden, zu sorgen; bei der Gestaltung des nächsten mittelfristigen Plans ( ) im Rahmen eines erweiterten Programms für integrative Schulen und für Programme, die Gemeindeunterstützung zum Inhalt haben, finanzielle Mittel zu schaffen. Dies würde die Durchführung von Pilotprojekten ermöglichen, die neue Ansätze zur 145

29 Verbreitung vorzeigen; Kriterien zu entwickeln in Bezug auf das Bedürfnis nach und die Bereitstellung von besonderen Fördermaßnahmen. 5. Schließlich sprechen wir der spanischen Regierung und der UNESCO unsere Wertschätzung für die Organisation der Konferenz aus, und wir bitten sie dringend, keinen Aufwand zu scheuen, diese Erklärung und den begleitenden Aktionsrahmen der Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft nahe zu bringen, besonders bei so wichtigen Versammlungen wie dem Weltgipfel für Soziale Entwicklung (Kopenhagen 1995) und der Weltfrauenkonferenz (Beijing 1995). 2. Auszüge aus den Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland (1994) Empfehlung zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen in der Bundesrepublik Deutschland vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Hören vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Sehen vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Sprache vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Lernen vom Empfehlungen zum Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung vom Empfehlungen zu Erziehung und Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit autistischem Verhalten vom Sonderpädagogische Förderschwerpunkte Eine zentrale Aufgabe sonderpädagogischer Förderung besteht darin, behinderungsspezifische Förderschwerpunkte aus einem oder aus mehreren Entwicklungsbereichen mit erzieherischen und unterrichtlichen Aufgaben zu verknüpfen. Dies gilt vor allem bei den häufig anzutreffenden Verbindungen von Beeinträchtigungen im Lernen, in der Motorik, in der Sprache sowie in emotionalen und sozialen Entwicklungsbereichen, die eine individuelle und umfassende Förderung notwendig machen. Bei Kindern und Jugendlichen mit schweren Mehrfachbehinderungen sind verschiedene Förderschwerpunkte zur Sicherstellung einer basalen Förderung zu beachten. Nachfolgend sind sonderpädagogische Förderschwerpunkte aufgeführt: Förderschwerpunkte im Bereich des Lern- und Leistungsverhaltens, insbesondere des schulischen Lernens, des Umgehen-Könnens mit Beeinträchtigungen beim Lernen 146

30 Eine Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen im schulischen Lernen, in der Leistung sowie im Lernverhalten setzt die Bereitstellung von anregenden Erfahrungsräumen voraus. Sie schafft strukturierte Lernsituationen, in denen vor allem elementare Bereiche der Lernentwicklung wie Motorik, Wahrnehmung, Kognition, sprachliche Kommunikation, Emotionalität und Interaktion beachtet werden. Diese müssen geeignet sein, Interesse zu wecken, individuelle Lernwege zu erschießen, Aneignungsweisen aufzubauen, um die Aufnahme, Verarbeitung und handelnde Durchdringung von Bildungsinhalten zu ermöglichen und über die Vermittlung von Lernerfolgen das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Förderschwerpunkte im Bereich der Sprache, des Sprechens, des kommunikativen Handelns, des Umgehen-Könnens mit sprachlichen Beeinträchtigungen Zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Sprachbeeinträchtigungen sind für das Sprachverstehen und die Sprachverwendung besonders ergiebige Sprachlernsituationen auszuwählen, methodenbewusst zu planen und aufzubereiten. Damit soll erreicht werden, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen über einen dialoggerichteten Gebrauch Sprache auf- und ausbauen, sprachliches Handeln in Bewährungssituationen bewältigen und sich als kommunikationsfähig erleben können. Die Komplexität der Entstehungsbedingungen von Sprach- und Kommunikationsstörungen samt ihrer Verbindungen und Rückwirkungen auf das Lernen und das Erleben erfordern einen mehrdimensional angelegten sonderpädagogisch gestalteten Unterricht. Hierbei ist kommunikatives Handeln in natürlichen Situationen besonders wertvoll. Die spezifischen Maßnahmen müssen frühzeitig einsetzen zur Sicherung einer erfolgreichen Mitwirkung des Kindes an der im wesentlichen sprachlich vermittelten schulischen Bildungsarbeit und Kulturaneignung; in diesem Zusammenhang ist auch auf voraussehbare und anzugehende Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb zu achten. Förderschwerpunkte im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung, des Erlebens und der Selbststeuerung, des Umgehen-Könnens mit Störungen des Erlebens und Verhaltens Eine Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie des Erlebens und des Verhaltens zielt auf Erziehungshilfe und strebt bei einem hohen Maß an Verständnis, besonderer persönlicher Zuwendung und pädagogisch - psychologischer Unterstützung einen Aufbau von Grundverhaltensweisen an. Hilfen zur Orientierung im sozialen Umfeld und zur Selbststeuerung dienen auch der Verarbeitung von belastenden Lebenseindrücken und sollen so zu einer individuell und sozial befriedigenden Lebensführung beitragen. Wenn verschiedene Dienste beteiligt sind, ist eine Koordinierung der Maßnahmen erforderlich. Bei allen Bemühungen sind Wege zu suchen, bei den Betroffenen Lernbereitschaft anzuregen, Leistungsfähigkeit zu entwickeln und sie gleichzeitig aufzuschließen für die Lerninhalte der Schule. Musische, sportliche und technische Unterrichtsangebote, Projekte und gruppenpädagogische Verfahren eignen sich in besonderer Weise für die Förderung dieser Schülerinnen und Schüler und sollten daher den entsprechenden Stellenwert im Rahmen der schulischen Arbeit erhalten. 147

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