30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat

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1 30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat n Gestaltungsbeiräte im deutschsprachigen Raum n Architektur begreifbar machen Vom Paperback zur WebApp, / gestaltungsbeirat,

2 Bildbeschreibung Titelseite Unipark Nonntal: Der Stadtumbau an sensibler Stelle nächst dem historischen Zentrum brachte eine Verbindung zum Grünland im Süden und der Universität einen neuen Standort in vorzüglicher Gestaltung und in prominentester Lage.

3 30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat Gestaltungsbeiräte im deutschsprachigen Raum Architektur begreifbar machen Vom Paperback zur WebApp

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5 Inhaltsverzeichnis Vorwort Dr. Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg... 6 Vorwort Johann Padutsch, ressortzuständiger Stadtrat der Stadt Salzburg... 7 Vorwort Arch. Dipl.-Ing. Peter Riepl, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates... 8 Vorwort Dipl.-Ing. Eva Pötzelsberger, MA 5/03 Stadtplanung und Verkehr Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat und Beiräte im deutschsprachigen Raum Paul Raspotnig Der Salzburger Gestaltungsbeirat Vorgeschichte Mitglieder Arbeitsweise Politik Gestaltungsbeiräte in Österreich Ausgewählte Gestaltungsbeiräte in Österreich Übersichtskarte der Gestaltungsbeiräte im deutschsprachigen Raum Gestaltungsbeiräte in Deutschland Ausgewählte Gestaltungsbeiräte in Deutschland Gestaltungsbeiräte in der Schweiz Ausgewählte Gestaltungsbeiräte in der Schweiz Gestaltungsbeiräte in Südtirol (Italien) Ausblick Architektur begreifbar machen - Vom Paperback zur WebApp Roman Höllbacher Paperback Archtour Der Online-Architekturführer von nextroom.at Die Stadt im Netz erkunden archtour stadt salzburg Stadtplan und Karten Die Darstellung der Gebäude Suchfunktionen archtour mobil Die Mobilversion Die Mitglieder der Salzburger Gestaltungsbeiräte

6 Dr. Heinz Schaden Bürgermeister der Stadt Salzburg Exportschlager Gestaltungsbeirat Vor 30 Jahren ist die Stadt Salzburg mit der Gründung des Gestaltungsbeirats ganz vorne bei einer mittlerweile europaweit geübten und geschätzten Praxis gestanden: Nämlich den Entscheidungsgremien auf lokaler Ebene in Architekturfragen einen Expertenrat mit überregionalem Blickwinkel beizugeben mit dem Ziel, unsere historisch gewachsenen Städte möglichst qualitätsvoll weiter zu bauen. Dabei hilft der Blick über den Tellerrand und das Rotationsprinzip innerhalb der Beiratsbesetzungen sorgt für gestalterische Vielfalt. Heikel ist der Umgang mit und die Diskussion über Architektur allemal, konfliktträchtig bisweilen. Zu vielfältig sind die Interessen und Ansprüche von Bauherrn, Anrainern, Investoren, NutzerInnen und StadtbewohnerInnen, die den Folgen guter oder weniger guter Architektur in ihrer Umgebung ausgesetzt sind. Das Salzburger Modell des Gestaltungsbeirats ist mittlerweile zum Exportschlager geworden, wie auch diese Broschüre beweist. Für Salzburg sind die 30 Jahre Gestaltungsbeirat jedenfalls eine Erfolgsgeschichte: Viele rundum gelungene Projekte im ganzen Stadtgebiet legen davon Zeugnis ab. Nahezu ebenso wichtig sind aber die Projekte, die man mit gutem Grund nicht sieht: Weil sie nämlich wegen ihrer mangelnden Qualität am Widerspruch des Gestaltungsbeirats gescheitert sind. Und viele Bauherren haben erkannt und schätzen gelernt, dass hohe gestalterische Qualität von Bau-Investitionen auch Garant für wirtschaftlichen Erfolg sein kann. Diese Erfolgsgeschichte gilt es nun fortzuführen: Mit weiterhin konsequentem Beharren auf urbaner Qualität und mit dem Bekenntnis auch der Stadtpolitik, dem Gestaltungsbeirat in seiner Arbeit und seinen oft schwierigen Entscheidungen den Rücken zu stärken. 6

7 Johann Padutsch ressortzuständiger Stadtrat Stadt Salzburg Stadt braucht Qualität Qualität braucht Konsequenz Das Ringen um Qualität in Städtebau und Architektur bestimmt in unterschiedlicher Ausprägung beinahe durchgängig die öffentliche Diskussion. Die Verlockungen, tagespolitische und mediale Effekthascherei über den fachlichen Diskurs zu stellen, sind allgegenwärtig groß. In diesem gesellschaftspolitischen Umfeld ist der Gestaltungsbeirat nach wie vor und mehr denn je die Konstante, seit 30 Jahren dem fachlichen Wissen verpflichtete Institution. Danke dafür und für die vielen Spuren, die mittlerweile im Stadtbild deutlich wahrnehmbar sind. Qualität vor Populismus, die Stadt als Ganzes vor spektakulären Einzelprojekten, Räume für ihre Menschen vor den Sachzwängen individueller Mobilitätsansprüche, Existenzsicherung vor Einzelprofit, urbane Qualität vor monofunktionalen Strukturen. Das sind die Themen für die Entwicklung der Stadt, auch in der Arbeit des Gestaltungsbeirates, viel mehr noch muss sich die Politik dazu bekennen und dem Beirat dafür den Rücken stärken. 7

8 Arch. Dipl.-Ing. Peter Riepl Vorsitzender Gestaltungsbeirat Stadt mit vielen Eigenschaften 30 Jahre Gestaltungsbeirat haben die Stadt verändert, -und haben in zahlreichen anderen Städten Europas entsprechende Reformen angestoßen. Heute kann die Salzburger Initiative auf eine beachtliche internationale Karriere zurückblicken. Die Form der Architekturbegutachtung ist mittlerweile an vielen Orten etabliert und weitgehend unbestritten. Die Europäische Stadt hat ein, für sich adäquates Steuerungsinstrument bekommen. Ein Instrument, das übergeordnete, konzeptionelle Planung nicht ersetzt, aber wirksam ergänzt. Qualifiziertes Weiterbauen ist in Mitteleuropa das bestimmende Thema. Es gibt kaum neutrales Terrain. Daher ist der konkrete Ort sowie die Suche nach seinen spezifischen Möglichkeiten wesentlicher Ausgangspunkt aller Planungen. Der Gestaltungsbeirat ist kritischer Begleiter, Motivator und Anwalt öffentlicher Interessen. Im Fokus steht nicht allein das einzelne Haus, sondern die Weiterentwicklung des urbanen Gefüges. In der Regel führt das zu einem gestärkten Gesamtergebnis und zur oft geäußerten Einsicht, dass sich so mancher Mehraufwand jedenfalls gelohnt hat. Salzburg gilt als der Prototyp einer Europäischen Stadt einer Stadt mit vielen Eigenschaften. Wenn vermehrt mit Blick auf Asien die Vorteile der Indifferenz hervorgehoben werden, so kann dennoch das europäische Gegenmodell immer wieder aufs Neue begeistern. Ein langer und vielschichtiger Differenzierungsprozess hat zu beeindruckender unverwechselbarer Identität geführt. Gerade in Salzburg ein unersetzbarer Wert, der aber auch eine Last bedeuten kann. Es ist zweifellos schwieriger jenen Spielraum zu finden, der anderswo Beweglichkeit und Dynamik ermöglicht. Dieser Umstand hat in letzter Zeit zu heftigen Kontroversen in Salzburg geführt. Es liegt in der Verantwortung aller, den diskursiven Raum nicht durch Polemik unnötig zu verengen. Denn es geht um mehr, als so Manchen im Augenblick der Erregung bewusst ist. Nur in einem offenen Klima lassen sich jene gemeinsamen Visionen entwickeln, die den Weg in eine auch zukünftig attraktive, vielfältige und lebendige Stadt weisen. Nicht nur Politik, Verwaltung und Medien, alle sind aufgefordert, konstruktiv daran teilzunehmen. Eine Stadt braucht ein gemeinsam getragenes Leitbild, das sich den stets wandelnden Entwicklungen anpassen kann, denn langfristige Perspektiven sind selten. Weiterbauen bedeutet nicht, dass das Neue dem Alten, dem Bestehenden bedingungslos zu folgen hat. Die Balance zwischen Eigenständigkeit und Kohärenz ist von Fall zu Fall zu finden. Es entspricht der europäischen Stadtbautradition, dass jede Zeit für sich ihren eigenen Ausdruck findet. Dadurch ist jene spannungsvolle Vielfalt entstanden, die unsere Städte, insbesondere Salzburg auszeichnet. Es ist unsere Aufgabe, auch unseren eigenständigen Beitrag zur Geschichte zu formulieren mit Sensibilität, aber nicht mit Zaghaftigkeit. Eine Stadt hat heute ein breites Spektrum an Antworten zu finden, um den zunehmend unterschiedlichen Lebensentwürfen der neuen urbanen Gesellschaft zu entsprechen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass eine heute noch großartige Identität mangels Weiterentwicklung zur sinnentleerten Formel verkommt. Architektur und Städtebau können zumindest eine stimulierende Rolle in diesen Prozess einnehmen. 30 Jahre Gestaltungsbeirat haben sichtbare Erfolge gebracht. Salzburg ist wahrscheinlich österreichischer Meister in der Anzahl von Architekturwettbewerben. 8

9 Es sind bemerkenswerte Bauten und eine vielschichtige Baukultur entstanden, die weite Beachtung findet. Mittlerweile hat sich eine engagierte Szene von ArchitektInnen gebildet, die den Gestaltungsbeirat immer wieder mit interessanten Vorschlägen konfrontiert. Sie nützt das, für den Salzburger Beirat charakteristische, offene und weitgehend partnerschaftliche Klima und ermöglicht produktive Diskussionen. Manchmal finden ArchitektInnen zu bemerkenswerten Kooperationen zueinander, die ganz beachtliche Resultate bringen, wie das Gusswerk zeigt. Wie viele bin ich beeindruckt von der spannungsvollen Verschränkung von Stadt und Landschaft. Zwar hat es auch eine Zeit der Zerstörungen gegeben, doch das ist mittlerweile Geschichte und es gelingen immer wieder hochwertige Projekte nahe den sensiblen Rändern, die aus dem Thema besonderen Mehrwert schöpfen, wie der Uni-Park-Nonntal beweist. Beeindruckend ist das Bemühen, einzelne Stadtteile außerhalb der prominenten Altstadt zu stärken. Entstanden sind neue urbane Brennpunkte, die auch auf benachbarte Quartiere positiv ausstrahlen, wie im Bereich der Bibliothek von Lehen. Besondere stadträumliche Qualitäten und eine gute Mischung von Nutzungen führen zu nachhaltiger, urbaner Vitalität. Wahl erleichtert, als generell gleichförmiges Mittelmaß. Gerade beim Wohnbau geht es um eine schwierige Balance zwischen Ökonomie und Qualität. Nur im erfolgreichen Zusammenspiel der vielen Beteiligten können Fortschritte gelingen. Für den Gestaltungsbeirat ist das Thema stets vordringlich, da Wohnen ein wesentlicher Teil unserer Alltagskultur ist, von der jeder betroffen ist und geprägt wird. Trotz vieler Erfolge bleibt also auch in Zukunft noch genug zu tun. Wenn man rückblickend den bisherigen Weg betrachtet, dann ist Optimismus durchaus angebracht. Salzburg wird auch künftig ein produktives Labor für die qualifizierte Erneuerung der europäischen Stadt sein. Sehr eng sind die Rahmenbedingungen im sozialen Wohnbau. Es ist schwer, einem gewissen Schematismus zu entkommen. Dennoch entstehen immer wieder Quartiere mit beeindruckenden Stadtraumkonzepten und Atmosphären. Zwei Beispiele von vielen sind die Areale der Stadtwerke und der Struberkaserne. Wenn das eine oder andere auf Ablehnung stößt, dann muss dem entgegengehalten werden, dass eine große Vielfalt an differenten Milieus doch eher die richtige 9

10 Dipl.-Ing. Eva Pötzelsberger Stadt Salzburg Magistrat, MA 5/03 - Amt für Stadtplanung und Verkehr Leiterin der Geschäftsstelle des Salzburger Gestaltungsbeirats von 1998 bis 2010 Der Gestaltungsbeirat wird 30! und was waren seine Ergebnisse und Folgewirkungen? Der Salzburger Gestaltungsbeirat ist ein seit 30 Jahren bestehendes Gremium der Stadt Salzburg zur Begutachtung von größeren Bauprojekten. Als der Gestaltungsbeirat 1983 gegründet wurde, hatte diese Art der Architekturbegutachtung eine Sonderstellung im europäischen Kontext und wurde in den folgenden Jahren bis heute ein europaweit beachtetes und anerkanntes Modell. 30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat wurde von der Stadt Salzburg zum Anlass genommen, einen kurzen Abriss der Entwicklung des Gestaltungsbeirats, seiner Mitglieder und Arbeitsweise wie auch seiner politischen Rahmenbedingungen darzustellen. Außerdem erschien angesichts des im Laufe der Jahre politisch immer wieder infrage gestellten Modells interessant, inwieweit das Modell Salzburger Gestaltungsbeirat in Europa Nachfolgemodelle induzierte und in welchem Kontext diese bis heute agieren. Um diesen Forschungsansatz nicht zu umfangreich zu gestalten, wurde die Untersuchung auf den deutschsprachigen Raum beschränkt und erhebt auch nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Dennoch wird ein umfassender Überblick über Gestaltungsbeiräte in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol gegeben und werden einzelne Beiräte näher vorgestellt. Fotos ausgewählter Beiräte, einzelner Bauprojekte und die Wiedergabe von Grußbotschaften einiger Gestaltungsbeiräte runden diesen Überblick ab. Der Beitrag 30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat und Beiräte im deutschsprachigen Raum wurde von Dipl.-Ing. Dr.techn. Paul Raspotnig verfasst, der sich bereits in seiner Dissertation mit dem Salzburger Gestaltungsbeirat und Nachfolgemodellen in Österreich befasst hatte ( Planungsbegutachtung durch Gestaltungsbeiräte Das Salzburger Modell und seine Nachfolger in Österreich, Dissertation, Wien, 2007). Um die gebauten Zeugnisse der Arbeit des Salzburger Gestaltungsbeirats aber auch generell der Architekturreform seit Anfang der 1980er Jahre der Öffentlichkeit kontinuierlich darzustellen, wurde bereits zum 25-jährigen Bestehen des Beirats im Jahre 2008 begonnen, einen Online-Architekturführer aufzubauen Das 30jährige Bestehen des Gestaltungsbeirats wurde nun zum Anlass genommen, diesen ständig aktuell erweiterten Online-Architekturführer mit der Applikation archtour mobil auch für jedes internetfähige Smartphone anwendbar zu gestalten. Näheres zur archtour-stadt-salzburg, ihrer Entwicklung, ihren Möglichkeiten und der Mobilversion findet sich in der vorliegenden Publikation im Artikel des künstlerischen Leiters der Initiative Architektur, Dr. Roman Höllbacher: Architektur begreifbar machen Vom Paperback zur WebApp. Die Initiative Architektur ist in Abstimmung und im Auftrag der Stadt Salzburg für die inhaltliche Bearbeitung der Website verantwortlich. Im heurigen Jahr feiert die Initiative Architektur, deren Zielsetzung neben anderen Schwerpunkten die Öffentlichkeitsarbeit für eine Kultur des zeitgemäßen Bauens ist, ihr 20jähriges Bestehen. Die Qualität der Architektur ist in vielen Teilen der Stadt Salzburg präsent: Mit dieser Publikation, einer Wanderausstellung und der Website Archtour möchte das Amt für Stadtplanung und Verkehr die Bürger dieser Stadt auf Entdeckungsreisen einladen. 10

11 Paul Raspotnig 30 Jahre Salzburger Gestaltungsbeirat und Beiräte im deutschsprachigen Raum Der Salzburger Gestaltungsbeirat Seit 30 Jahren bildet der Salzburger Gestaltungsbeirat ein national und international besetztes Gremium zur Architekturbegutachtung für Baueinreichungen größeren Ausmaßes in der Stadt Salzburg. Als europaweit beachtetes und anerkanntes Modell der Planungsbegutachtung war und ist er Vorbild für zahlreiche, ähnlich organisierte Einrichtungen in anderen Ländern und Städten, mit dem Ziel, die architektonische Qualität und Baukultur zu fördern und das Niveau der Gebrauchsarchitektur zu heben. Die folgende Rückschau auf die Beiratsgeschichte im Zeitraffer ist den Entwicklungen und Veränderungen des Modells Gestaltungsbeirat auf der Spur. Vorgeschichte Die sechziger und siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Salzburg stellten wahrlich keine Hochblüte der Baukultur dar: In der Altstadt wurden Häuser als nicht sanierbar deklariert, um sie im Namen der rein kommerziellen Verwertbarkeit durch Neubauten zu ersetzen. Außerhalb der Altstadt war es üblich, zu beplanende Grundstücke an bestimmte Architekten zu binden, und das Wettbewerbswesen erreichte einen erbärmlichen Tiefpunkt. Dahinter stand das vielzitierte Goldene Dreieck aus Politikern, Bauträgern und Hausarchitekten, das die alleinige Kontrolle über das Baugeschehen ausübte. Das Stadtentwicklungsmodell von 1970 sah die Umwidmung umfangreicher Grünflächen in Bauland vor und rief heftige Proteste in der Öffentlichkeit hervor, die sich in Form von Bürgerinitiativen organisierte. Diese Bürgerinitiativen erzielten erste Erfolge in der Bekämpfung überdimensionierter Großprojekte und im Erhalt des Grüngürtels im Süden der Stadt. Parteipolitisch formiert kandidierte die Salzburger Bürgerliste 1977 erstmals bei den Gemeinderatswahlen und errang zwei Mandate, fünf Jahre später schon sieben. Als drittstärkste Fraktion stellte sie 1982 einen Stadtrat, Johannes Voggenhuber, der die Ressorts Raumplanung und Baubehörde übernahm. Er initiierte das Salzburg-Projekt, das neben einer Neuformulierung der Verkehrspolitik und der Grünlanddeklaration sowie Veränderungsimpulsen im Altstadtbereich auch eine Architekturreform umfasste. Die Neuorganisation der Architektur- und Planungsbegutachtung sah eine Einteilung der Bauvorhaben nach Größe und Bedeutung für das Stadtbild in Architekturgruppen vor sowie ein externes Gremium für die Beurteilung der großen Gruppe 4-Projekte, den Beirat für Stadtgestaltung. Die Intention dieses Beirates beschrieb Architekt Gerhard Garstenauer schon drei Jahre zuvor in seiner Publikation Ideen für eine Stadt : Wenn es darum geht, die Gestaltung zu werten [...], Umschlag des Buches DAS SALZBURG-PROJEKT, Entwurf einer europäischen Stadt, Architektur Politik Öffentlichkeit (Hg.: Dietmar Steiner, Buch2, Falter Verlag Wien, August 1986) über die ersten Jahre der Architekturreform. Falter Verlag Wien müssten Konsulenten gehört werden, die aufgrund ihrer Erfahrungen dazu in der Lage sind. [...] Politiker wären damit nicht länger genötigt, auch in ästhetischen Belangen Urteile zu fällen und könnten dies einem Gremium mit wechselnder Besetzung überlassen. Der Salzburger Gestaltungsbeirat konstituierte sich am 14. November 1983 und trat am 17. Januar 1984 zu seiner ersten Arbeitssitzung zusammen. 11

12 Mitglieder F Helsinki Schweden Estland Russland Lettland Irland Dänemark Litauen Vereinigtes Königreich Niederlande Rotterdam Münster Belgien Deutschland Berlin Polen Weißrussland ien LEGENDE: 1 Mitglied 2-3 Mitglieder 4-5 Mitglieder mehr Mitglieder Frankreich Paris LEGENDE: 1 Mitglied Luxemburg Remerschen Darmstadt Bosnien u. Herzegowina Erlenbach München St.Pölten K Dietramszell Linz Basel Schweiz Bregenz Innsbruck Salzburg Wien Zürich Österreich Graz Kaltern Locarno wina Udine Slowenien Triest Kroatien Zagreb Italien Florenz Kranzberg Rom A Tschechien land Ungarn Serbien u. Montenegro Moldawien Mazed i Rumämien Bulgarien Ukraine Der Initiator Stadtrat Voggenhuber sah für den Vorsitz des neuen Gestaltungsbeirates einen international anerkannten Architekten oder Städtebauer vor, als weitere Mitglieder einen renommierten Kritiker oder Theoretiker, einen kunstsinnigen Bürger mit Bezug zu Salzburg sowie einen ansässigen und einen ausländischen Architekten. Seine Präferenz galt einem italienischen Planer, um die in Salzburg verlorene Beziehung zur italienischen Architektur wieder aufzunehmen. In den ersten beiden Jahrzehnten der Beiratsgeschichte war daher auch, neben den Österreichern, zumeist jeweils ein Italiener vertreten, die ab der zweiten Besetzung mit Schweizer und danach mit deutschen Kollegen zusammen arbeiteten. Während die italienische Komponente mit der Zeit weniger wurde, kamen ab den neunziger Jahren einzelne Vertreter aus Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Kroatien und Finnland hinzu. Ausland und finden sich unter den 26 Österreichern fünf Salzburger. Interessant ist auch G das Frauen-Männer-Verhältnis: 1992 wurde erstmals eine Landschaftsplanerin in das Gremium geholt, seit zehn Jahren wird paritätisch besetzt und heute bilden die Expertinnen sogar eine im internationalen Vergleich einzigartige Mehrheit im Gremium. Gestaltungsbeirat 1983 bis Mitglieder gesamt 26 davon aus Österreich 27 Herkunftsorte Die ursprüngliche Mehrheit an Österreichern im Beirat wurde nach der international bunt gemischten Zwischenphase wieder in den letzten zehn Jahren erreicht. Aus statistischer Sicht stammen 28 aller 54 bisherigen Beiratsmitglieder aus dem Auch die Zusammensetzung der im Beirat vertretenen Fachgebiete wechselte im Laufe der Geschichte: Nach nur zwei Perioden wurde zwar kein kunstsinniger Bürger mehr berufen, jedoch erfolgte die Bestellung eines Architekturkritikers bis auf zwei Perioden (und heute) durchgehend. Das Gebiet der Raum- 12

13 planung war nur in den neunziger Jahren vertreten, während die mit dieser Disziplin zeitgleich in den Beirat bestellte Landschaftsplanung eine zwischenzeitliche Absenz von zehn Jahren erfuhr. Die teils deutliche Mehrheit aber bildeten immer Architekturfachleute, natürlich auch mit städtebaulichem Hintergrund, und nur eine Beiratsbestellung (Mitte 2003 bis Mitte 2006) setzte sich lediglich aus diesem Fachgebiet zusammen. Dies ist jedoch auch im Zusammenhang mit der gesetzlichen Verankerung des Gremiums als Ortsbild-Sachverständigenkommission seit 1993 zu sehen. Die Mitglieder des 1. Beirates: Friedrich Achleitner und Wilhelm Holzbauer mit Stadtrat Johannes Voggenhuber, 1983 (v.l.n.r.) So unterschiedlich Herkunft und Profession auch waren, einzelne Zusammensetzungen des Gestaltungsbeirates blieben vor allem Dank der unterschiedlichen Charaktere in guter Erinnerung. Der erste Vorsitzende Architekt Wilhelm Holzbauer bekräftigte ein So geht das nicht! zuweilen auch mit der Faust auf dem Tisch. Ebenso nahm sich der Architekt Klaus Kada als Vorsitzender selten ein Blatt vor den Mund, während die Architekten Max Bächer, Rüdiger Lainer oder Peter Riepl eine eher integrative und diplomatische Vorsitzführung pflegten. Doch nur einmal wurde aufgrund von Kritik an der Vorsitzführung ein Wechsel initiiert und die deutsche Architektin Ingeborg Kuhler übergab die Leitung an die Schweizer Architektin Marie-Claude Bétrix. Aus den ersten Jahren unvergesslich sind auch der Spruch (this is) no project des italienischen Architekten Gino Valle, die treffenden Formulierungen der Kritiker Friedrich Achleitner und später Otto Kapfinger oder die Diskurse des Schweizers Luigi Snozzis zu zentralen Themen der Architektur in der Qualität von Architekturseminaren. Immer wieder setzten sich die Beiräte auch öffentlich gegen dubiose Vorgänge ein, wie z.b. der Münchner Otto Steidle bei den Machenschaften nach der Entscheidung im Gutachterverfahren Neubau Kongresshaus oder Klaus Kada bei den Vorgängen des Vergabeverfahrens zum Umbau des Kleinen Festspielhauses. An Rücktritt hingegen dachte der Beirat nur einmal, und zwar 1996, als seiner Meinung nach von der Stadtpolitik zu viele planerische Entscheidungen über ihn hinweg getroffen und einige Bauverfahren im Widerspruch zu den Gutachten des Beirates bewilligt wurden. Auch die Form des Umgangs mit Bauherren und ihren Planern seitens der Beiräte unterlag einem Prozess der Entwicklung: Standen sich anfangs die harte Kritik auf der einen und die noch ungewohnte Situation, kritisch beurteilt zu werden, auf Mitglieder des 1. und 2 Beirates Luigi Snozzi, Stadtrat Johannes Voggenhuber, Wilhelm Holzbauer, Adolfo Natalini, Gerhard Garstenauer, 1986 (v.l.n.r.) alle Archiv der Stadt Salzburg Im Vordergrund: Stadtrat Dietrich Masopust mit den Mitgliedern des 3. Beirates: Johann Georg Gsteu, Gustav Peichl, Christoph Hackelsberger (verdeckt) und Norbert Steiner, 1988 (v.l.n.r.) der anderen Seite gegenüber, entwickelte sich später eine Partnerschaftlichkeit zwischen den Beteiligten. Vor allem in der ersten Hälfte der Beiratsgeschichte wurden Vorwürfe erhoben, der Beirat sei zu tendenziös, fasse Projekte zu politisch auf oder bestehe nur mehr als Wettbewerbsvermittlungs- und Aktionskomitee. Spätere Beiratsmitglieder hingegen zeigten ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umfeldsituation der lokalen Architekturszene und prüften Fragen zu Wettbewerben und mögliche Vereinnahmungen durch die Politik intensiver. Trotz unterschiedlicher Ausprägungen bisher, an einer konstruktiven und konsensfähigen Kommunikation und Vorgehensweise wurde über viele Jahre gearbeitet. 13

14 Arbeitsweise 30 Jahre Gestaltungsbeirat 1983 bis Sitzungen abgehalten 550 Projekte begutachtet 190 Wettbewerbe begleitet Nachdem die Mitglieder der ersten beiden Beiräte für jeweils zwei Jahre bestellt waren, wurden die bis heute folgenden für drei Jahre berufen. Ursprünglich war vorgesehen, dass ein Mitglied für die folgende Beiratsperiode verbleiben sollte, um eine Kontinuität in der Begutachtung zu gewährleisten, doch politischer Wechsel oder Unzufriedenheit mit der Besetzung standen dem oft entgegen. Erst die zufriedenstellende Wahl der Beiratsmitglieder und ihrer Arbeit im Jahr 2000 führte dazu, dass drei von ihnen für weitere eineinhalb Jahre berufen und eine rollierenden Besetzung eingeleitet wurde. Seitdem werden zur Hälfte einer Beiratsperiode jeweils zwei bis drei Mitglieder des Gremiums neu bestellt. Dies garantiert eine kontinuierliche Begutachtung in Zeiten immer längerer Projektbewilligungsphasen. Die letzten drei Vorsitzenden waren viereinhalb Jahre im Beirat tätig. Die ersten drei Gestaltungsbeiräte setzten sich aus fünf Mitgliedern zusammen, danach wurde ein sechstes als Ersatzmitglied aufgenommen, seit 2011 besteht der Beirat wieder aus fünf Fachleuten. 5. Beirat: Peter Latz, Florian Riegler, Massimiliano Fuksas, Marie- Claude Bétrix, Bürgermeister Josef Dechant, Ingeborg Kuhler, Vizebürgermeister Heinz Schaden, Dominique Perrault, 1994 (v.l.n.r.) Während des ersten Jahrzehnts seiner Tätigkeit war der Gestaltungsbeirat des Öfteren der Gefahr seiner Abschaffung ausgesetzt, zumal es außer einer Dienstanweisung ja keine rechtsverbindliche Grundlage gab. Eine bald geforderte Institutionalisierung sollte die phasenweise auftretende partei- und tagespolitische Dominanz brechen und das noch wenig eingespielte Verhältnis zu Planern und Bauherren verbessern. Erst 1993 verlieh die Neufassung des Salzburger Raumordnungsgesetzes dem Gestaltungsbeirat einen gesetzlichen Rahmen, wies ihn allerdings auch in die Schranken. Einerseits ist die Stadt Salzburg seitdem zur Bestellung des Gestaltungsbeirates und der Berücksichtigung seiner Gutachten verpflichtet, andererseits liegt in der Stadt Salzburg im Regelfall der Schwellenwert eines Projektes nun bei einer Geschossfläche von mehr als m² oder einer Baumasse von mehr als m³. Nur durch eine besondere Festlegung in der Bebauungsplanung ist auch in kleineren Fällen die Befassung des Gestaltungsbeirates zwingend. Die Mitglieder des 4. Beirates: Otto Steidle, Luciano Semerani, Stadtrat Dietrich Masopust, Paulhans Peters, Francy Valentiny und Norbert Steiner, 1991 (v.l.n.r.) Die Zuständigkeit des Gestaltungsbeirates unterlag im Laufe seiner Geschichte einigen einschneidenden Veränderungen. Vor der Architekturreform teilten sich zwei beamtete Architekten als Sachbearbeiter im Amt für Planungsbegutachtung das Stadtgebiet links bzw. rechts der Salzach auf und beurteilten, ob durch ein Projekt das gegebene oder beabsichtigte Orts-, Straßen- und Landschaftsbild gestört wird. Der neu geschaffene Gestaltungsbeirat sollte nun zu den bedeutenden Gruppe- 4-Projekten seine Gutachten erstellen, die offiziell in den Amtsbericht (Vorlagebericht für die politische Beschlussfassung) integriert wurden. Der Beirat beschäftigte sich in den Anfangsjahren jedoch genauso mit städtebaulichen Projekten, etwa der Forellenwegsiedlung, als auch mit kleineren Projekten, sogar mit Empfehlungen in der Altstadt. 6. Beirat: Gerhard Garstenauer, Vizebürgermeister Heinz Schaden, Anette Gigon, Carl Fingerhuth, Otto Kapfinger, Gilberto Botti, Vizebürgermeister Johann Padutsch, Bürgermeister Josef Dechant, Max Bächer, 1997 (v.l.n.r.) alle Archiv der Stadt Salzburg Ausgenommen sind dabei die Schutzzonen nach dem Altstadterhaltungsgesetz und Ortsbildschutzgesetz, wodurch die in der damaligen Praxis immer seltener gehandhabte Befassung mit Bauvorhaben in der Altstadt nun ex lege ausgeschlossen wurde. Die nächste Änderung der Beiratszuständigkeit erfolgte zwei 14

15 Jahre später durch die Novellierung des Salzburger Altstadterhaltungsgesetzes, welche eine Ausweitung der bestehenden Altstadtschutzzone um die gründerzeitlichen Stadterweiterungsgebiete Andräviertel, Innere Riedenburg und Äußeres Nonntal in der Schutzzone II festlegte. Dies war der ohnehin schwierigen Beziehung zwischen Gestaltungsbeirat und der seit 1967 tätigen Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung nicht unbedingt förderlich, zumal sich diese an die wohlwollenden Gegengutachten des Beirats auf ihre ablehnenden Stellungnahmen zu modernen Projekten in der Altstadt in den frühen Beiratsjahren noch gut erinnern konnte. 7. Beirat: Fritz Lorenz, Max Bächer, Senatsrat Gerhard Doblhamer, Stadtrat Johann Padutsch, Hilde Leon, Carl Fingerhuth, Stefano de Martino, 2000 (v.l.n.r.) alle Archiv der Stadt Salzburg Eine erste Annäherung erfolgte anlässlich der 100. Sitzung des Gestaltungsbeirates im September 1999, als er in einer Resolution forderte, dass dem Weltkulturerbe Stadt Salzburg entsprechend der Beirat ein unabhängiges Architekturgremium für die ganze Stadt auch für die Altstadt darstellen sollte, und weiters die grundlegende Neuordnung der gesamten architektonischen Begutachtung empfahl. Bürgermeister und Stadtrat unterstützten diese Resolution und wollten in diesem Punkt das Einverständnis der Altstadtkommission suchen. Im Vorwahlkampf fünf Jahre danach bekannten sich erstmals die Politiker aller vier großen Parteien in einer öffentlichen Podiumsdiskussion zur Auflösung der Zweigleisigkeit in der Gestaltungsbeurteilung, welche allerdings bis heute noch besteht. Trotzdem entwickelte sich seitdem eine Zusammenarbeit zwischen beiden Gremien und 2003 wurden sogar Beiratsmitglieder zur Begutachtung der Pläne zum Umbau des Kleines Festspielhauses eingeladen. Seit 2005 sieht ein Arbeitsübereinkommen die gegenseitige Einbindung bei größeren Projekten in der Altstadtschutzzone bzw. in der angrenzenden Weltkulturerbe-Pufferzone vor. In Jurys von Wettbewerben in diesen Zonen werden Vertretern beider Gremien entsendet, um frühzeitig die Interessen ihrer Institutionen gewahren zu können und diese Projekte später nicht verzögern zu müssen. Allerdings wurde im kürzlich abgeführten Verfahren zur Bebauung am Rehrl-Platz der öffentliche Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegenüber den Altstadtsachverständigen laut und sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, welche das Verfahren aber mittlerweile eingestellt hat. Öffentlichkeit und Transparenz des Gestaltungsbeirates war eine der Forderungen Voggenhubers und seit Anbeginn sind die Sitzungen auch öffentlich zugänglich. Das anfängliche Presseecho erfolgte vielfältig und die Wahrnehmung schnell überregional. Im September 1986 jurierte der Beirat erstmals öffentlich das Gutachterverfahren zur Erweiterung des Casino Winklers am Mönchsberg ein Experiment, welches nicht mehr wiederholt werden sollte. Bei zahlreichen Projekten war der Beirat dennoch Ziel des oftmals durch polemische und unsachliche Informationen einzelner Medien geschürten Bürgerzorns. Sachlichere Hintergrundinformationen bieten daher seit 1999 regelmäßig angesetzte Pressekonferenzen im Anschluss an die Beiratssitzungen, welche zunächst jedoch nur äußerst spärlich von Medienvertretern besucht wurden, sich bis heute aber bewährt haben. 8. Beirat: Nathalie de Vries, Julia Bolles-Wilson, Marta Schreieck, Ursula Spannberger, Klaus Kada, 2003 (v.l.n.r.) Mitglieder des 7. und 8. Beirats mit Bürgermeister Heinz Schaden: Flora Ruchat-Roncati, Julia Bolles-Wilson, Klaus Kada, 2002 (v.l.n.r.) Neben der eigentlichen Projektsbegutachtung und dem Bestreben, Wettbewerbe zu initiieren, kommentierten die Beiräte auch laufend vorgelegte Studien und bereits gefasste Planungsabsichten zu städtebaulich wichtigen Projekten. Ob beispielsweise Hinweise zur Hochhaus- und Bebauungsstudie rund um den Salzburger Bahnhof, ein Vorschlag zur Erhaltung der Tribünen bei der Nachnutzung des Lehener Stadions oder die Befürwortung der Errichtung des Panorama-Aufzugs auf den Mönchsberg, nicht immer fiel die Beiratsmeinung auf fruchtbaren Boden. Im letzten Jahrzehnt hingegen schlüpfte der Gestaltungsbeirat zunehmend in die Rolle der Mediation und Begleitung von Planungsprozessen, etwa bei der Entwicklung des Postareals am Bahnhof, des Stadtwerke-Areals, der Neuen Mitte Lehen oder des Uniparks Nonntal am Rande der Altstadt. 15

16 Politik Die Einsetzung des Gestaltungsbeirates vor 30 Jahren erforderte zweierlei Bedingungen: eine politische Person und eine politische Chance. Die erste war in Stadtrat Johannes Voggenhuber von der Bürgerliste gefunden, die zweite in seiner Zuständigkeit für die Ressorts Baubehörde und Raumplanung (sowie Umwelt), welche in Salzburg erstmals in eine einzige politische Kompetenz gelegt wurden. Denn der Beirat für Stadtgestaltung sollte sich sowohl mit städtebaulichen als auch baubehördlichen Fragen beschäftigen und seine Tätigkeit im gesamten Stadtgebiet nicht durch parteipolitisch bedingte Ressortkonflikte blockiert werden. Voggenhuber erreichte in den ersten vier Jahren des Beirates, dass dieser trotz fehlender gesetzlicher Verankerung und vieler Widerstände in seiner Existenz gesichert war. Politisch beschlossen wurde sogar die Entlohnung der Beiratstätigkeit, nachdem das erste Gremium seine Unabhängigkeit auch damit unterstrich, dass es ehrenamtlich arbeitete. Einfluss des Gestaltungsbeirates vorerst noch beschränkt, zumal das Mitte der neunziger Jahre äußerst international und heterogen besetzte Gremium auch atmosphärische Störungen zwischen Architekten, Bauherren und Politikern erzeugte. Hier zeigte sich erstmals der Vorteil der rechtlichen Verankerung des Beirates von 1993, der ansonsten aus politischer Sicht wohl stärker zur Disposition gestanden wäre. Mitglieder des 10. Beirats: Dörte Kuhlmann, Heinz Schöttli, Gabriele G. Kiefer, Peter Riepl, Elke Delugan-Meissl, Much Untertrifaller, 2009 (v.l.n.r.) alle Stadt Salzburg Mitglieder des 8. und 9. Beirats: Dietmar Feichtinger, Ursula Spannberger, Hannelore Deubzer, Nathalie de Vries, Stadtrat Johann Padutsch, Marta Schreieck, Elke Delugan-Meissl, Rüdiger Lainer, Helena Paver Njiric, Kari Jormakka, Bürgermeister Heinz Schaden, 2006 (v.l.n.r.) Nach der Wahlniederlage der Bürgerliste bei den Gemeinderatswahlen im Oktober 1987 und dem Rücktritt Voggenhubers wurden die Ressorts wieder auf unterschiedliche politische Zuständigkeiten aufgeteilt. Der FPÖ-Politiker Dietrich Masopust übernahm die Beiratsagenden, besetzte das Gremiums mit Mitgliedern, welche sich auch durch Kritik an ihren Vorgängern hervorgetan hatten, und unterband bald das Öffentliche, das den vorherigen Beiräten immanent gewesen war. Auch wurde das im Bauressort angesiedelte Altstadtamt von einer dritten Partei besetzt, eine gesamtstädtische Betrachtungsweise schien also aus politischer Sicht fast unmöglich. Die ursprüngliche Effektivität des Beirates war gebrochen und sein Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte für die nächsten Jahre gesunken. Nach der Gemeinderatswahl 1992 erhielt die Bürgerliste zum zweiten Mal das Ressort Raumplanung und der Gestaltungsbeirat mit Vize-Bürgermeister Johann Padutsch einen äußerst engagierten Verteidiger. Für die Baubehörde wurde der SPÖ-Politiker und Vize-Bürgermeister Heinz Schaden zuständig, welcher wieder mehr Interesse an den Beiratsthemen an den Tag legte als sein ÖVP-Vorgänger Josef Dechant. Dennoch blieb der Aufgrund der Erfahrungen mit dieser Beiratsbesetzung wurde seitens der Politik einmal mehr die sich in der Beiratsgeschichte wiederholende Forderung nach einer verstärkten lokalen Bestellung gestellt und für die folgenden drei Beiräte auch jeweils ein Salzburger berufen stellte die Freiheitliche Partei angesichts des Gestaltungschaos à la Heizkraftwerk Mitte sogar einen Antrag auf Abschaffung des Verunstaltungsbeirates, während die Volkspartei Änderungen in der Art der Bestellung und Zusammensetzung sowie ein Hearing der Beiratsmitglieder im Planungsausschuss vorschlug. Sowohl Stadtsenat als auch Gemeinderat lehnten aber mehrheitlich diese Abschaffungsund Reformanträge ab. Eine Verlängerung der Ressortzuständigkeit für Raumplanung und Verkehr brachte die Gemeinderatswahl 1999 dem mittlerweile schon als Architekturexperten geltenden Johann Padutsch, während Heinz Schaden auf den Bürgermeistersessel wechselte und die Bau- und Anlagenbehörde wieder zurück an die ÖVP und Vizebürgermeister Karl Gollegger ging, der den Beiratssitzungen fernblieb. Erst die Wahl 2004 ermöglichte die Zusammenlegung des baubehördlichen mit dem Planungs- und Verkehrsressort, und Stadtrat Padutsch erhielt wieder die umfassende Zuständigkeit, die zwei Jahrzehnte zuvor schon Johannes Voggenhuber inne hatte. Der im Amt bestätigte Bürgermeister Schaden hingegen sah im Rettungspaket zum Stadthaushalt vor, die Ausgaben für Beratungs- und Begutachtungskosten auf rund ein Viertel zu kürzen. Dies und damit das administrative Aus für den Gestaltungsbeirat in seiner klassischen Form konnte jedoch verhindert werden. 16

17 Bestärkte das gute Einvernehmen zwischen Padutsch und Schaden das Umfeld des Gestaltungsbeirates über lange Jahre, so schwächten in letzter Zeit wieder aufgeflammte Diskussionen über den Schutz des Grünlandes oder der Mangel an preisgünstigen Baulandflächen für Gewerbe- und Wohnbauten auf politischer Ebene die konstruktive Zusammenarbeit. Auch umstrittene Projekte wie die Bebauung am Rehrl-Platz oder des Priesterhausgartens führten zu politischen Rivalitäten, beeinflussten die Beiratstätigkeit jedoch kaum. Trotzdem können beide Politiker das dreißigjährige Bestehen des Gestaltungsbeirates guten Gewissens begehen, bevor man 2014 wissen wird, ob der eine längstdienender Planungsstadtrat in Österreich und der andere längstdienender Bürgermeister Salzburgs der letzten 200 Jahre bleiben wird. Mitglieder 10. und 11. Beirat: Elsa Prochazka, Walter Angonese, Peter Riepl, Marie-Therese Harnoncourt, Susanne Burger, 2012 (v.l.n.r.) Stadt Salzburg Gestaltungsbeiräte in Österreich In Österreich trat das Modell Gestaltungsbeirat vor allem in den westlichen und nördlichen Bundesländern seinen Siegeszug an, wobei die entstandenen, teils unterschiedlichen Beiratsmodelle die bestehenden Ortsbildschutzkommissionen, Ortsbildbeiräte oder Altstadtschutzgremien natürlich nicht ablösten. Wichtige Nachfolger Salzburgs bei der Verbreitung der Gestaltungsbeiratsidee waren die Städte Linz, Wels, Krems sowie in Vorarlberg die Stadt Feldkirch und die Marktgemeinden Lustenau und Lauterach. Auch der persönliche Anteil Einzelner trug oftmals zur erforderlichen Überzeugungsarbeit bei, die es nicht nur in Politik und Verwaltung sondern auch unter der ansässigen Architektenschaft zu leisten galt, um einen örtlichen Gestaltungsbeirat zu etablieren. Heute können in Österreich etwas mehr als 50 Gestaltungsbeiräte gezählt werden und rund ein Dutzend weitere Gremien, ob nun Ortsbildgremium, Bauforum oder mit externen Beratern erweiterte Bauausschüsse oder Ortsbildkommissionen, handeln nach vergleichbaren Prinzipien der Beratung und Begutachtung. Bezirksweit eingesetzte Gestaltungsbeiräte bestehen lediglich im Bundesland Salzburg, dafür bietet Tirol als erstes Bundesland seit diesem Jahr seinen Gemeinden einen Gestaltungsbeirat zur kostenlosen Begutachtung einzelner Bauprojekte an. Ein Gestaltungsbeirat für jeweils drei Gemeinden wurde in den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark eingerichtet und mit 20 Gestaltungsbeiräten sowohl für Städte, Märkte und (auch kleinste) Gemeinden führt das Bundesland Vorarlberg die Statistik an. Danach folgen im Bundesländervergleich auf Salzburg mit elf Gestaltungsbeiräten, davon fünf auf Bezirksebene, die Länder Ober- und Niederösterreich mit sechs bzw. fünf Beiräten. In den übrigen Bundesländern werden jeweils zwei bis vier Gemeinden und Städte von einem Beiratsgremium beraten. Nachdem Graz im letzten und Innsbruck in diesem Jahr einen Gestaltungsbeirat einsetzten, verbleibt in der Landeshauptstadtriege nur mehr St. Pölten beiratslos, wenn man davon absieht, dass der Gestaltungsbeirat in Eisenstadt nach dem Rücktritt seiner Mitglieder vor etlichen Jahren nicht mehr nachbesetzt wurde. Eine Sonderstellung nimmt die Bundeshauptstadt Wien mit ihrem eigenen Modell, dem Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung und seiner wechselvollen Geschichte seit 1930 ein. Rechtliche Grundlagen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Aufgabenstellung und Selbstverständnis haben je nach Region verschiedene Modelle eines Gestaltungsbeirates hervor gebracht. Wie nun die jeweilige Politik ein Beiratsgremium auffasst, äußerst sich unterschiedlich im Anspruch an die Architekturqualität und in den zugewiesenen Rollen eines Beirates als Dienstleistung für Bürger, gutachtende Instanz der Verwaltung oder zuweilen auch verlängerter Arm der Politik. Die in Österreich unterschiedlichen Landesgesetze für Raumordnung und Bauwesen sehen zum überwiegenden Teil die Verpflichtung (wie in Salzburg) oder Möglichkeit (wie in Oberösterreich und Tirol) zur Einrichtung eines Gestaltungsbeirates nicht vor. Eine solche rechtliche Verankerung müsste zudem auch in Wechselwirkung bzw. Abstimmung mit bestehenden Altstadt-, Ortsbild- oder Landschaftsschutzgesetzen erfolgen. In den letzten drei Jahrzehnten waren in österreichischen Gestaltungsbeiräten in etwa 450 Fachleute tätig, wobei es sich aufgrund der Mitgliedschaft in mehreren Gremien um rund 290 unterschiedliche Personen handelt. Im Durchschnitt bilden drei, in wenigen Fällen vier externe Mitglieder einen Beirat, dem mancherorts auch Fachleute aus der Verwaltung oder im seltenen Fall auch der Bürgermeister angehören. Eine Zusammensetzung des Gremiums aus verschiedenen Disziplinen handhaben die Städte Salzburg und Krems von Beginn an, sowie später Feldkirch, Steyr und Waidhofen an der Ybbs. Die Beiräte anderer Gemeinden beschränken sich auf Architektur- und Städtebaufachleute, da sie in der Regel aus weniger Mitgliedern bestehen. Beiräte mit internationalen Mitgliedern finden sich in den Städten Salzburg, Linz, Innsbruck, Feldkirch und Bregenz. Alle übrigen Städte und Gemeinden beschäftigen ausschließlich österreichische Fachleute, die zum überwiegenden Teil dort nicht ortsansässig sind. Die Nominierung von Beiratsmitgliedern erfolgt zwar regional unterschiedlich, ihre Bestellung wird jedoch überall von der politischen Gemeindevertretung vorgenommen und die Mitglieder werden als nichtamtliche Sachverständige vom Bürger- 17

18 meister angelobt und beeidet. In kleineren Gemeinden beraten die Gremien im Intervall von einem bis sechs Monaten, in mittelgroßen Städten und Landeshauptstädten in monatlichen oder zweimonatlichen, auch zweitägigen Sitzungen. Die Dauer der Mitgliedschaft in einem Gestaltungsbeirat beträgt durchschnittlich drei Jahre, in Linz und in einigen Beiräten jüngeren Datums zwei Jahre. Eine drei- bis fünfjährige Mitgliedschaft sehen einzelne Gemeinden in Vorarlberg wie z.b. Feldkirch oder Lauterach vor, während in Dornbirn, Wolfurt, Hohenems oder Villach die ersten Mitglieder für ein und sogar zwei Jahrzehnte im Beirat blieben. Welche Planungsvorhaben Gegenstand der Begutachtung durch Gestaltungsbeiräte sind, regeln Geschäftsordnungen entweder durch eine Größen- oder Gebietsangabe. So wie in Salzburg begutachten die Beiräte auch in Linz, Wels und Vöcklabruck Bauvorhaben von der Größenordnung Gruppe 4, während in Städten wie Waidhofen an der Ybbs, Krems, Amstetten, Bludenz oder Feldkirch die Planungs- oder Baubehörden eine Auswahl treffen. Dem Bregenzer Beirat z.b. können Projekte zur Begutachtung auf Vorschlag des Bürgermeisters, der Stadträte, der Beiratsmitglieder sowie auch der Bauwerber zugeteilt werden. In seltenen Fällen überlassen Gemeindeverwaltungen diese Auswahl ihrem Beirat selbst, wie etwa die Marktgemeinde Lauterach in Vorarlberg, die alle bewilligungspflichtigen Bauvorhaben vorlegt. Einige kleinere Gemeinden im Ländle wie Zwischenwasser, Ludesch oder auch die Gemeinden des südsteirischen Weinlandes befassen ihre Gremien mit möglichst allen bewilligungspflichtigen Bauvorhaben. Auch wenn einige der bisher in Österreich eingesetzten Gestaltungsbeiräte nach wenigen Jahren wieder ihres Amtes enthoben wurden, so sind dennoch die positiven Errungenschaften solcher Gremien hinsichtlich Bewegung alter Strukturen und neuer Interpretationen der örtlichen Gegebenheiten überall spürbar. Dabei ist es nicht so sehr ausschlaggebend, ob die Modalitäten des Beiratmodells eine offene bzw. geschlossene Verfahrensweise oder die Freiwilligkeit bzw. Verpflichtung der Begutachtung vorsehen. Immer mehr Beiratsgemeinden betreiben Positivwerbung durch eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit und werden dabei seit mehr als fünfzehn Jahren auch von den Häuser der Architektur in den Bundesländern sowie einigen frei organisierten Architekturinitiativen in baukulturell wenig aktiven Regionen unterstützt. Ausgewählte Gestaltungsbeiräte in Österreich Gestaltungsbeirat der Landeshauptstadt Linz (Oberösterreich) Die Landeshauptstadt Linz übernahm 1988 als erste Stadt dieser Größenordnung das Salzburger Modell, welches der damalige Planungsreferent Stadtrat Hans Nöstlinger, der frühere Baudirektor Franz Xaver Goldner und Architekt Helmut Schimek als Präsident der Architektenkammer für Oberösterreich und Salzburg für ihre Stadt adaptierten. Das Arbeitspensum des Linzer Beirates ist mit jenem des Salzburger in etwa gleichauf, doch erstreckt sich seine Zuständigkeit auch auf die Altstadt. In seinen ersten zehn Jahren wurden rund 60 Architekturwettbewerbe abgehalten und die Leistungen des Beirates 1991 mit dem Landeskulturpreis in der Kategorie Architektur honoriert. Bis 1997 bildeten fünf, seitdem vier namhafte Städtebau- oder Architekturfachleute das Beiratsgremium, welche weder ihren Wohnsitz noch ihren Arbeitsort in Linz hatten bzw. haben. Neben den Mitgliedern aus ganz Österreich werden ein bis zwei Experten aus Deutschland, der Schweiz oder Italien für eine Beiratsperiode von zwei Jahren berufen, wobei jährlich zwei Mitglieder ausgewechselt werden und die jeweilige Mitgliedschaft zwei aufeinander folgende Jahre nicht übersteigen darf. Jährlich beurteilt das Gremium wie in Salzburg größere Bauvorhaben der Gruppe 4 in früher sechs, heute fünf Sitzungen, die ein- bis zweitägig und im halböffentlichen Kreis abgehalten werden. Linz gratuliert Salzburg! Die Stadt Linz hat den Beirat für Stadtgestaltung im Februar 1988 gegründet, seither konnten 686 Projekte behandelt werden. Die hohen Zielvorstellungen für diese neue Institution sind heute verwirklicht. Der Linzer Beirat ist nach 25 Jahren ein etablierter und bewährter Prüfstein für die Qualität der Stadtarchitektur bei Linzer Bauprojekten. Es freut mich, dass heuer sowohl Linz als auch Salzburg runde Jubiläen ihres Gestaltungsbeirats feiern. Ich gratuliere der Stadt Salzburg zum 30-jährigen Jubiläum ihres Gestaltungsbeirates sehr herzlich! DI Gunter Amesberger MAS MSc Direktor Stadtentwicklung Linz Der Gestaltungsbeirat Linz: Carsten Roth, Gunter Amesberger (Stadt Linz), Wolf-Dieter Albrecht (Stadt Linz), Peter Lorenz, Albert Wimmer, Bürgermeister Franz Dobusch (v.l.n.r.), weiteres Mitglied ohne Abbildung: Gabu Heindl, 2013 Stadt Linz 18

19 Beiratsprojekt in Linz: Bürogebäude Linz AG, Architekturbüro Gahnal- Ifsits-Larch (Wien), Rajek Barosch Landschaftsarchitektur (Wien), 3 Bauetappen 1998 /2005 /2012 Stadt Linz Beiratsprojekt in Linz: Wissensturm, Volkshochschule und Stadtbibliothek, Architekten Kneidinger und Stögmüller (Linz), 2007 Stadt Linz Gestaltungsbeirat der Stadt Krems an der Donau (Niederösterreich) Die Stadt Krems bestellte 1993 als neuen Stadtbaudirektor Wolfgang Krejs, der zuvor in der Salzburger Stadtplanung tätig gewesen war und seine dortige Beiratserfahrung bei der Umwandlung der Kremser Baubehörde in eine moderne Servicestelle einbrachte. Noch im gleichen Jahr wurde die Einsetzung eines Gestaltungsbeirates im Gemeinderat einstimmig beschlossen und dieser seitdem mit drei Mitgliedern aus Niederösterreich und Wien, aber nicht aus Krems bestellt. Die ursprünglich für zwei Jahre vorgesehene Dauer der Mitgliedschaft wurde auf eine dreijährige Beiratsperiode festgesetzt und seit der zweiten Besetzung wird aus Gründen der Kontinuität je ein Mitglied wiederbestellt. Jährlich fanden in Krems zwischen drei und acht, im Mittel genau fünf Sitzungen statt, wobei auch Zwischensitzungen in Wien abgehalten wurden. Dass der Kremser Gestaltungsbeirat weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde, liegt vor allem an einer engagierten Öffentlichkeitsarbeit mittels Ausstellungen und kostenlosen Publikationen mit dem Titel Krems. Stadt im Aufbruch. Auch wurde 1999 im Internet ein digitaler Architekturführer für Krems freigeschaltet. Gegen den Stadtratsvorschlag, das Gremium nur mehr lokal zu besetzen, wurde 2009 überregional protestiert; mit Erfolg, denn die Stadt berief wieder drei auswärtige Mitglieder sowie den Leiter der niederösterreichischen Gestaltungsakademie in den Beirat. Wenn auch in der Vergangenheit Bürgerversammlungen zur Projektinformation oder Entscheidungen des Beirates selbst öffentliche Kontroversen auslösten, so ist es doch unverständlich, dass das renommierte Gremium zur Zeit nicht besetzt wird. Beiratsprojekt in Krems: Sanierung des denkmalgeschützten Wallseerhofes und Neubau von 12 Wohnungen im Zentrum von Krems, Mag. arch. Gernot Rausch (Wien), 2009 Stadt Krems Der erste Gestaltungsbeirat in Krems: Prof. Johann Georg Gsteu (Vorsitzender), Arch. Dipl.-Ing. Ernst Beneder, Prof. Mag. arch. Friedrich Achleitner (v.l.n.r.), 1993 Stadt Krems Beiratsprojekt in Krems: Atriumsiedlung Am Hundssteig, 23 Wohnhäuser, Mag. arch. Ernst Linsberger (Wien), 2004 Büro Linsberger 19

20 Grußworte der Stadt Krems an den Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg Mit der Etablierung des Gestaltungsbeirates in der Stadt Krems 1993 wurde ein in der Stadt Salzburg seit 10 Jahren erfolgreich eingesetztes Planungsinstrument übernommen. Von Architekturkritikern gepriesen, von Bauherrn ambivalent gesehen, bewegt sich ein Gestaltungsbeirat in einem ständigen Spannungsfeld zwischen dem Anspruch hoher architektonischer Qualität und wirtschaftlichen Zwängen. Erfolgsfaktor sind die Beirätinnen und Beiräte. Unabhängig sollen sie sein, immer konstruktiv, nie belehrend, fachliche Begleiter für architektonische Vorhaben auf dem Pfad zu einer Bereicherung für das Stadtbild. Wenn einem Gestaltungsbeirat das alles gelingt, dann ist er auf dem besten Weg. Der Stadt Salzburg bleibt zu wünschen, dass der Gestaltungsbeirat auch weiterhin zu einer qualitätsvollen baulichen Entwicklung beiträgt und noch zahlreiche interessante Projekte realisiert werden können. Dr. Reinhard Resch, Bürgermeister der Stadt Krems Gestaltungsbeirat der Stadt Zell am See (Salzburg) In der Stadtgemeinde Zell am See fand 1986 die erste Sitzung eines Beratungsgremiums in Gestaltungsfragen statt, welches somit nach der Stadt Salzburg als zweitältester Gestaltungsbeirat im Bundesland gilt. Die ursprünglich zwei und ab 1993 drei Mitglieder stammen aus der Region, früher aus Wien und Gmunden, heute auch aus der Stadt Salzburg. Von den als freiberufliche Architekten tätigen Mitgliedern wurde alle drei bis vier Jahre eines nach rund zehnjähriger Tätigkeit ausgewechselt und zudem der Vorsitz weitergegeben. Der Gestaltungsbeirat entwickelte eine äußerst rege Tätigkeit vor allem in seinen Anfangsjahren, in denen bis zu acht Sitzungen im Jahr stattfanden, während heute drei bis vier Sitzungen einberufen werden. Die umfassende Geschäftsordnung regelt, dass nicht nur Begutachtungen von Bauvorhaben, bei denen der Bürgermeister Baubehörde I. Instanz ist, sondern auch solche außerhalb der Kompetenz des Bürgermeisters vorgesehen sind, wenn sie das Stadtbild wesentlich beeinflussen bzw. in sensiblen Bereichen liegen oder Baumaßnahmen mit besonderer Gestaltung darstellen. Gestaltungsbeirat der Marktgemeinde Lauterach (Vorarlberg) In der 1985 zum Markt erhobenen Gemeinde Lauterach trafen sich 1991 drei freischaffende, auswärtige Architekten zur ersten Sitzung des Gestaltungsbeirates, welcher heute eine äußerst erfolgreiche Bilanz vorweisen kann. Denn hier legt das Bauamt, für eine Gemeinde dieser Größe einzigartig in ganz Österreich, alle bewilligungspflichtigen Bauvorhaben dem Beirat vor, welcher selbst eine Auswahl trifft und seine Empfehlungen bei der abendlichen Sitzung des Bauausschusses vertritt. In jährlich bis zu neun Sitzungen begutachtet der Beirat rund 40 Prozent der Bauvorhaben mit der Folge, dass heute ein Viertel der eingereichten Projekte von Architekturfachleuten geplant werden. Zwar ist der Aufwand einer flächendeckenden Vorprüfung aller Bauvorhaben sehr hoch, allerdings hat sich nach anfänglichen Anfechtungen dieses Beiratsmodells eine breite Zufriedenheit bei Bauwerbern und auch (den meisten) Bürgermeistern der letzten zwanzig Jahre eingestellt, die Dienstleistung des Beirates in Anspruch nehmen zu können. Ein Engagement, das 2012 im zweiten Landluft-Baukulturgemeindepreis ausgezeichnet wurde. Fachbeirat der Stadt Feldkirch (Vorarlberg) Der seit 1992 in der Stadtgemeinde Feldkirch tätige Fachbeirat für architektonische und städtebauliche Fragen entspricht wohl am ehesten dem klassischen Modell des Gestaltungsbeirates der Stadt Salzburg. Bürgermeister Wilfried Berchtold, im Jahr zuvor gewählt und bis heute noch amtierend, berief fünf auswärtige, nicht in Vorarlberg niedergelassene Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Später bildeten vier, heute drei Fachleute, darunter in der Regel zumindest ein Mitglied aus dem Ausland, das Gremium und gehörten diesem für drei bis fünf Jahre an. Der Beirat wird vereinzelt auch mit Bauvorhaben in der mittelalterlichen Altstadt befasst, die über ein eigenes Verfahren mit dem Denkmalamt abgeführt werden. Neben der Begutachtung von Planvorlagen werden auch ein bis zwei Mitglieder des Beirates in Wettbewerbsjurys entsandt. Zwar finden die Sitzungen im Zweimonatsrhythmus nicht öffentlich statt, doch stellen die Beiratsmitglieder noch am Sitzungstag des Gremiums ihre behandelten Projekte dem Planungsausschuss vor. Reges Interesse zeigten vor allem deutsche Städte am Feldkircher Beiratsmodell, das damit eine Vorbildwirkung über Vorarlberg hinaus entfalten konnte und durch die zwei Publikationen Sichtung 1 und Sichtung 2 (online) dokumentiert wurde. 20

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