VOLK AUF DEM WEG. Allen unseren Lesern frohe und gesegnete Ostern! Nr. 3 März Jahrgang Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.v.

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1 01_VadW_03_08.qxd :03 Uhr Seite 1 ISSN E6891 E VOLK AUF DEM WEG Nr. 3 März Jahrgang Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.v. Allen unseren Lesern frohe und gesegnete Ostern!

2 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 2 DIE LANDSMANNSCHAFT Arbeitsschwerpunkte und Positionen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland In einem schriftlichen Bericht für ein zentrales Treffen des Bundes der Vertriebenen fasste der Vorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und Vizepräsident des BdV, Adolf Fetsch, die Arbeitsschwerpunkte und wichtigsten Positionen der Landsmannschaft der letzten Jahre wie folgt zusammen: 1. Rückgang der Spätaussiedlerzahlen Nach Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005, gegen das sich die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland von Beginn an gewehrt hat, ist es zu einem drastischen Rückgang des Spätaussiedlerzuzugs gekommen, der Familie Genzel wieder vereint! Einen glücklichen Ausgang nahm der Fall der getrennten Familie von Alexander Genzel, über den wir in unseren beiden letzten Ausgaben ausführlich berichtet haben. Nach 70 schmerzhaften Tagen bekam Alexander Genzels Ehefrau Anna endlich das ersehnte Visum, konnte nach Deutschland fliegen und ihre Lieben umarmen. Alexander und Anna Genzel haben ausdrücklich gebeten, die Namen derjenigen in Volk auf dem Weg zu nennen, die zum Gelingen ihrer Familienzusammenführung beigetragen haben. Beteiligt waren vor allem: - der Beauftragte der Bunderegierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner; - Adolf Fetsch und Waldemar Axt, Bundesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft; - Johann Engbrecht, Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft; - Dr. Heinrich Neugebauer, stellvertretender Vorsitzender des BdV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen; - Alexander Kühl, Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler (VIRA); - außerdem Volk auf dem Weg und eine Reihe weiterer russlanddeutscher Zeitungen. Wir freuen uns mit der Familie Genzel und wünschen ihr ein frohes Osterfest! VadW Erschöpft, aber glücklich: Alexander Genzel mit seiner Frau Anna und seinen fünf Kindern. Adolf Fetsch beinahe einem Absinken auf Nullniveau gleichkommt, wie die folgenden Zahlen beweisen: Waren 2003 noch Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland ausgereist, so waren es 2004 nur noch und 2005 gerade einmal Noch viel schlimmer wurde es jedoch 2006 und 2007 mit sage und schreibe bzw Heimkehrern. Und rechnet man die Zahl von 198 im Januar 2008 auf das gesamte Jahr hoch, so werden es heuer nicht einmal Landsleute sein, denen man die Ausreise nach Deutschland erlaubt, Die Hauptursache für diesen Rückgang erblicken wir in der Überbetonung deutscher Sprachkenntnisse im Spätaussiedleraufnahmeverfahren, die die Ursachen des Sprachverlustes der Volksgruppe ignoriert. Es wird nämlich nicht zur Kenntnis genommen, dass der Verlust der deutschen Sprache ein wesentlicher Teil des kollektiven Kriegsfolgenschicksals ist, das den Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion nach wie vor von allen maßgeblichen Parteien des Deutschen Bundestages zuerkannt wird. Eine Überbetonung deutscher Sprachkenntnisse im Aufnahmeverfahren übersieht die Tatsache, dass die Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion seit den Vertreibungsmaßnahmen meist verstreut und in einer ihnen feindlich gesinnten Umwelt leben, abgeschnitten vom deutschen Kulturraum, der Möglichkeit be- Unser Titelbild: Anna Genzel -glücklich vereint mit ihren Kindern.

3 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 3 Die Landsmannschaft im Internet: Homepage: Aus dem Inhalt Arbeitsschwerpunkteund Positionen der Landsmannschaft 2-5 Familie Genzel wieder vereint! 2 Russlanddeutscher Kulturpreis 4 Jugendarbeit mit Kompetenz 5 Termine der Wanderausstellung 6 ZuGast in Wolfsburg 6-8 Prominenter Ehrengast in Gütersloh 8 Denkanstöße geben, Vorurteile abbauen 8 Bundesverdienstkreuz für Nelli Kossko 9 Lore Reimers kreative Insel Adolf Pfeiffer zum 90. Geburtstag 12 Aus der katholischen Welt -Ostern Wichtige Entscheidungen im Spätaussiedlerrecht 15 Erziehung - ein Schlüssel zur Integration 15 Julia Neigel - Stimme mit Flügeln Johann Trupp könnte die Stimme von morgen werden Nelly Däs in ihrem Element 19 Liedermacher Andreas Wagner hält der Umwelt den Spiegel vor 20 Helene Fischer mit der Krone der Volksmusik ausgezeichnet 21 Mit Seilspringen ins Guinness-Buch 21 Spendenliste Lüneburg: Nach vorne in die Zukunft blicken 24 Siegen: Ein literarischer Abend mit Musik 25 Landsmannschaft regional Neujahrstreffen mit Dr. Hoffmann 34 Zur Geschichte der evangelischlutherischen Russlanddeutschen 34 Bücherangebot 35 Glückwünsche Vorbild Andreas Neufeld 39 Bescheidene Lebensretter 39 Die Geschichte der alten Heimat erhalten Suchanzeigen 41 Bekanntschaften 41 Zum Gedenken Ostereier von Fabergé 46 Ohne Sprachkenntnisse gibt es keinen Weg nach oben 48 Redaktionschluss der April-Ausgabe 2008: 15. März 2008 raubt, gemeinsam als Volksgruppe ihr kulturelles Erbe zu pflegen, ihre Kinder in deutschsprachigen Schulen zu erziehen und ihren Glauben in der Muttersprache zu bekennen. Nicht anschließen können wir uns deshalb der Argumentation des Bundesministeriums des Innern, das als Hauptgrund für den Rückgang der Aussiedlerzahlen die Ausweitung der Bleibeihilfen für die Angehörigen der deutschen Minderheit in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nennt. Damit wäre ein langsamer Rückgang der Zahlen zu erklären, nicht aber ein Einbruch von rund 92 Prozent innerhalb von nur fünf Jahren. 2. Behinderungen des Zuzugs von Familienangehörigen Bereits seit längerer Zeit bereitet uns der nach wie vor nicht geregelte Zuzug von Ehegatten und Abkömmlingen von Spätaussiedlern große Sorgen, wobei sich inzwischen unsere Befürchtungen bestätigt haben, dass es in verstärktem Maße zu Familientrennungen kommen wird. Als Beispiel sei der Fall der siebenköpfigen Familie Genzel aus Nordrhein-Westfalen genannt: Im Vertrauen darauf, dass man seiner Frau einen raschen Nachzug gestatten würde, war der Familienvater mit fünf Kindern im Alter von einem, drei, fünf, sieben und zehn Jahren nach Deutschland ausgereist. Dort musste er jedoch erfahren, dass man diesem Nachzug völlig unnötige bürokratische Hindernisse in den Weg stellte und ihn und seine Kinder damit in erhebliche Schwierigkeiten brachte. Zum Glück konnte der Fall inzwischen dank der Intervention der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und anderer Einrichtungen zur Zufriedenheit der Familie gelöst werden. Vor dem Hintergrund derartiger Schicksale haben wir kein Verständnis für die Blockadehaltung einiger Bundesländer Niedersachsen, Bayern und Hamburg, um sie beim Namen zu nennen -, die seit Jahr und Tag eine vernünftige Regelung des Familienzuzugs über eine Entscheidung der Innenministerkonferenz der Länder verhindern. 3. Mangelnde Solidarität Wir halten es für sehr bedauerlich, dass von der überwiegenden Mehrheit der Vertreter der Parteien des Deutschen Bundestages das Thema Deutsche aus Russland nur am Rande wenn überhaupt! -beachtet wird. Dabei leben inzwischen rund 2,7 Millionen unserer Landsleute in der Bundesrepublik und sollten damit auch rein quantitativ einen DIE LANDSMANNSCHAFT nicht mehr zu vernachlässigenden Bevölkerungsfaktor darstellen. Als Beispiel für diese mangelhafte Beachtung sei der Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin im vorigen Jahr genannt, zu dem die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zwar dankenswerterweise eingeladen worden war, im Laufe der Konferenz aber feststellen musste, dass auf den Bereich Deutsche aus Russland mit keinem Wort eingegangen wurde. Ganz allgemein müssen wir feststellen, dass die Anliegen der deutschen Aussiedler und Spätaussiedler aus Ost- und Südosteuropa nur selten den Widerhall in der deutschen Öffentlichkeit finden, der ihrem Bevölkerungsanteil und ihrer Bedeutung gerecht wird. 4. Sinkende Akzeptanz Die Vernachlässigung der Volksgruppe setzt sich in zunehmendem Maße in der allzu oft einseitigen und von Vorurteilen geprägten Berichterstattung über Deutsche aus Russland in den Medien fort. Aus beklagenswerten Einzelfällen krimineller Auffälligkeit werden Vorwürfe an die Gesamtheit der Spätaussiedler konstruiert, positive Erscheinungen die bei weitem überwiegen! - dagegen kaum zur Kenntnis genommen. Derartige Berichte, die bereits zur besten Sendezeit im Fernsehen zu sehen waren, haben dazu beigetragen, dass sich das Bild der Deutschen aus Russland in der deutschen Öffentlichkeit in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert hat. Sämtliche Integrationsbemühungen unserer Landsleute werden aber nur bedingt erfolgreich sein können, solange sie auf Schritt und Tritt mit diesem Negativbild konfrontiert werden. Einen Bärendienst hat uns in diesem Zusammenhang auch eine im vorigen Jahr veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit erwiesen, in der in unverantwortlicher Weise von einer weit überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit russlanddeutscher Spätaussiedler die Rede war. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat gemeinsam mit dem Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Christoph Bergner, dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme, dem Aussiedlerbeauftragten der Hessischen Landesregierung, Rudolf Friedrich, und anderen vehement gegen diese Studie protestiert, ohne das Institut zur Rücknahme der Studie bewegen zu können. VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008 3

4 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 4 DIE LANDSMANNSCHAFT Zum Glück haben inzwischen die erstmalig durch Mikrozensus vom Statistischen Bundesamt erhobenen Daten über die Lebenssituation der Spätaussiedler in Deutschland deutlich gemacht, dass die deutschen Spätaussiedler besser in Schule, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert sind als andere Zuwanderergruppen. Damit den Mitgliedern unserer Volksgruppe nach Jahrzehnten der Diskriminierung und Verfolgung in der ehemaligen Sowjetunion hier in der Heimat ihrer Vorfahren endlich Gerechtigkeit widerfährt, erhoffen wir uns von den führenden Politikern des Deutschen Bundestages eindeutige Solidaritätsbekundungen und von der Bundesregierung die Schaffung verbesserter Bedingungen für die Integration der Deutschen aus Russland, wozu auch eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit über die Vergangenheit und Gegenwart dieser Menschen gehört. Dabei sollten insbesondere die beiden folgenden Punkte erwähnt werden: Entgegen anders lautenden Meldungen belegen offizielle Statistiken (aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, verschiedenen norddeutschen Städten usw.) eine nach wie vor unterdurchschnittliche Kriminalitätsneigung der Spätaussiedler aus den Staaten der GUS. Das trifft vor allem auf die Angehörigen der zweiten und dritten Aussiedlergeneration zu; gewisse Auffälligkeiten gibt es lediglich in der Gruppe der jungen Männer zwischen 18 und 27 Jahren. In ihrer Gesamtheit betrachtet, kann ebenfalls keine Rede davon sein, dass Deutsche aus Russland die Bundesrepublik in finanzieller Hinsicht belasten. Vielmehr belegen auch hier offizielle Russlanddeutscher Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2008 Das Land Baden-Württemberg vergibt im zweijährigen Turnus für hervorragende Leistungen vorwiegend in den Bereichen Literatur, Musik und Bildende Kunst den Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg. Im Jahre 2008 wird dieser Preis für den Bereich Darstellende Kunst: Theater, Film und Medien ausgeschrieben. Die Ausschreibung wendet sich insbesondere an Personen, die in den Bereichen Theater, Film, Hörfunk, Fernsehen und Presse tätig sind. Der Preis wird in erster Linie russlanddeutschen Kulturschaffenden verliehen, deren Werk das Kulturgut der Russlanddeutschen repräsentiert. Der Preis kann auch Kulturschaffenden verliehen werden, die der deutschen Kultur in Russland verbunden sind und deren Werk entweder die kulturellen Wechselwirkungen zwischen den Russlanddeutschen und ihren Nachbarn in den östlichen Siedlungsgebieten repräsentiert oder der Verständigung zwischen Russlanddeutschen und ihren Nachbarn in den Herkunftsgebieten dient. Der Hauptpreis ist mit Euro dotiert, zwei Förderpreise mit jeweils Euro. Die Förderpreise sind für jüngere Kulturschaffende vorgesehen, die am Anfang ihrer künstlerischen Entwicklung stehen. Anstelle eines Förderpreises kann in begründeten Fällen auch eine Ehrengabe vergeben werden. Eine Verpflichtung, den Kulturpreis zu verleihen, besteht nicht. Es sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge Dritter möglich. Es werden nur Arbeiten angenommen, die bereits veröffentlicht, aufgeführt, gedruckt oder gesendet wurden. Als Nachweis können beispielsweise Texte, Fotos, Rezensionen, Kritiken sowie Datenträger mit entsprechenden Aufzeichnungen und Mitschnitten eingesandt werden. Diese Nachweise sowie die weiteren zur Bewertung der Bewerbungen bzw. Vorschläge erforderlichen Unterlagen (Verzeichnis der Arbeiten /Werke mit Nachweisen, Begründungen, tabellarischer Lebenslauf und ggf. sachkundige Empfehlungen) für die Juroren werden in 7-facher Fertigung erbeten. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury unter Ausschluss des Rechtsweges. Bewerbungen und Vorschläge sind zusammen mit den erforderlichen Unterlagen und mit dem Vermerk Russlanddeutscher Kulturpreis 2008 bis 31. Mai 2008 beim Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg Schlossstraße 92, Stuttgart einzureichen. Für weitere Auskünfte steht das Haus der Heimat des Landes Baden- Württemberg (Tel. 0711/ ) zur Verfügung. Statistiken exakt das Gegenteil. Demnach stellen Deutsche aus Russland aufgrund ihrer günstigen Altersstruktur, ihres Kinderreichtums und ihrer hohen Arbeitswilligkeit einen Gewinn für das Land dar. Wir erhoffen uns daher breite Unterstützung bei der Durchsetzung der folgenden Anliegen: - Politisch Verantwortliche müssen unmittelbar auf unhaltbare Äußerungen über Spätaussiedler reagieren. Es darf nicht sein, dass aus welchen Gründen auch immer das Thema Spätaussiedler tabuisiert wird und seine Behandlung tendenziöser Berichterstattung überlassen wird. - Es sollte selbstverständlich werden, das Thema Russlanddeutsche bzw. Deutsche aus Russland im Unterricht deutscher Schulen zu behandeln.. - Wir erwarten eine verstärkte Unterstützung der Presse- und Informationsarbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, um die Integrationsprobleme sowie die Ansätze zu ihrer Lösung auf breiterer Grundlage in kompetenter Weise in die Öffentlichkeit bringen zu können. - Dazu gehört auch die Fortsetzung und der Ausbau der Förderung von kulturellen, Geschichts- und Informationsbroschüren im Aussiedlerbereich. 5. Situation der Spätaussiedler auf dem Arbeitsmarkt Wie Jochen-Konrad Fromme in einer Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausführt, dürfen die im Vergleich zu anderen Zuwanderergruppen deutlich besseren Zahlen nicht darüber hinweg täuschen, dass es auch bei meinen Landsleuten im Bereich von Ausbildung und Arbeitsmarkt große Integrationsschwierigkeiten gibt. Vor allem trifft das auf Deutsche aus Russland mit akademischer Ausbildung zu. Viele von ihnen sind hier in Deutschland aufgrund der fehlenden Anerkennung ihrer Qualifikationen weit unterhalb ihres Ausbildungsniveaus beschäftigt. Ein weiterer Grund für ihre missliche Situation findet sich in erheblichen Mängeln in den von Seiten des Staates angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen. Gefordert ist aber nicht nur der Bund, sondern vor allem auch die Bundesländer, in deren Verantwortung die Schul- und Hochschulpolitik liegt. Und schließlich trifft Herr Fromme den Nagel auf den Kopf, wenn er den Standesorganisationen vorwirft, sie würden sich seit vielen Jahren gegen die berufliche Anerkennung von im Ausland erworbenen Studien- und Examensleistungen sträuben. 4 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008

5 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 5 DIE LANDSMANNSCHAFT Wie die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft, Lilli Bischoff, mitteilt, entfällt in diesem Jahr die traditionelle Kranzniederlegung an Ostern in Friedland zur Erinnerung an die russlanddeutschen Opfer der Verfolgung. Im größeren Rahmen wird die Kranzniederlegung jedoch bei der Gedenkfeier anlässlich des Vertreibungsukases des Präsidiums des Obersten Sowjets der Sowjetunion vom 28. August 1941 nachgeholt. Näheres zu dieser Feier in unseren nächsten Ausgaben. Ausdrücklich befürworten wir daher die im Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausgeführten Vorschläge zum nationalen Integrationsplan: - gezielte Studienberatung für Studierende mit Migrationshintergrund; - Ausbau der Sprachförderangebote an den Hochschulen; - Intensivierung der Beratungsarbeit der Sprachförderung der Otto-Benecke- Stiftung für Aussiedler, Kontingentflüchtlinge und Asylberechtigte mit Studienberechtigung oder akademischer Ausbildung; - Verbesserung der Transparenz bei den Anerkennungsverfahren für Bildungsund Berufsabschlüsse; - Verbesserung der Möglichkeiten zum Nachholen fehlender Qualifikationsbestandteile. Jugendarbeit mit Kompetenz Fortbildungsmaßnahme der Deutschen Jugend aus Europa Insgesamt 24 Aktive, unter ihnen zahlreiche Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, beteiligten sich an einer Fortbildungsmaßnahme der djo - Deutsche Jugend in Europa, die am 16. und 17. Februar in der Jugendherberge Nürnberg stattfand. Die Maßnahme richtete sich vor allem an Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die in der Arbeit mit jungen Deutschen aus Russland tätig sind und in ihrer Tätigkeit angeleitet, beraten und unterstützt werden sollten. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer berichtete Armin Homp vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen in seinem Vortrag Integration in Bayern über die entsprechenden Leitlinien der Bayerischen Staatsregierung. In Referaten (gehalten von den djo-vertretern Peter Hillebrand und Karin Krapp) und in Gruppenarbeit befasste man sich anschließend insbesondere mit Fragen der Organisation, der Finanzen und des Zuschusswesens. Im Einzelnen ging es dabei um die finanzielle Förderung der Jugendarbeit auf örtlicher Ebene durch die Kreis- und Stadtjugendringe, das Fachprogramm Integration des Bayerischen Jugendrings und die Aktion Mensch. Ergänzend wurden wichtige Versicherungen für die Jugendarbeit vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars waren die Grundlagen für die Leitung von Kinder- und Jugendgruppen. Behandelt wurden Ziele und Methoden der Jugendarbeit, pädagogische, psychologische und soziologische Gesichtpunkte sowie rechtliche Fragen der Aufsichtspflicht. Vertraut gemacht wurden die Teilnehmer auch mit der Bedeutung von Netzwerken für die Integrationsarbeit und der interkulturellen Jugendarbeit als wichtiger Ansatz für die Arbeit mit jungen Deutschen aus Russland. Dr. Ludmila Kopp schließlich stellte ihr landsmannschaftliches Projekt Open- Play-Aktion Integration zur ressourcenorientierten Eingliederung von Kindern und Jugendlichen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion vor. VadW 6. Grenzüberschreitende Maßnahmen Gemäß den Bestimmungen ihrer Satzung hat die Landsmannschaft in den letzten beiden Jahren ihre Arbeit auf dem Gebiet grenzüberschreitender Maßnahmen erheblich intensiviert. Ziel dieser Maßnahmen ist der Auf- und Ausbau von direkten Kontakten und Partnerschaften zwischen den Begegnungszentren der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion und den Gliederungen der Landsmannschaft sowie zwischen Jugendclubs der Deutschen drüben und Jugendgruppen unserer Landsleute in Deutschland. Nach der I. Internationalen Partnerschaftskonferenz der russlanddeutschen Dachverbände im Anschluss an das Bundestreffen der Landsmannschaft am 27. Mai 2007 in Wiesbaden und dem 6. Forum der Begegnungszentren der Russlanddeutschen vom 28. Oktober bis 1. November 2007 in Moskau konnten bereits mehrere Kooperationsabkommen der Landsmannschaft mit regionalen Organisationen der Deutschen in Russland unterzeichnet werden. Am 20. Februar wurde der Landesverband Baden Württemberg des landsmannschaftlichen Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland in die djo Baden-Württemberg aufgenommen. Das Bild zeigt die Teilnehmer der Vorstandssitzung, bei der die Aufnahme beschlossen wurde. Mit kompetenter Jugendarbeit sichern wir die Zukunft der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland! 5 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008

6 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 6 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland Halle, Nordrhein-Westfalen: Bis 8. März: Berufskolleg des Kreises Gütersloh, Kättkenstr. 14, Tel.: Abschlussveranstaltung und Konzert: 8. März, 15 Uhr. Gammertingen, Baden-Württemberg: Bis 9. März: Rathaus, Hohenzollernstr. 5, Tel.: (Frau Pfister), (Frau Rahm). Abschlussveranstaltung und Tag der Begegnung mit Konzert: 9. März, 15 Uhr. Zerbst, Sachsen-Anhalt: Bis 14. März: Volkshochschule, Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 5, Tel.: Münster, Nordrhein-Westfalen: 1. bis 15. März: Bürgerhaus, Idenbrockplatz 8, Tel.: (Herr Horn). Abschlussveranstaltung und Tag der Begegnung: 15. März, 15 Uhr. Speyer. Rheinland-Pfalz: 1. bis 19. März: Landesarchiv, Otto- Mayer-Str. 9, Tel.: (Herr Dr. Rummel). Rhaunen, Rheinland-Pfalz: 3. bis 7. März: Idarwaldschule, Am Sonnenschlicher 5, Tel.: (Rektor Möller), (Herr Stokowy). Eröffnung: 3. März, 11 Uhr. Wunsiedel, Bayern: 5. bis 7. März: Jean-Paul-Hauptschule, Egerstr. 64, Tel.: (Schulleiter Meinelschmidt). Abschlussveranstaltung und Tag der Begegnung: 7. März, 16 Uhr. Bad Tölz, Bayern: 11. bis 17. März: Realschule Bad Tölz, Tel.: (Frau Kilin). Eröffnung und Tag der Begegnung: 11. März, 11 Uhr. Stavenhagen, Mecklenburg-Vorpommern: 1. bis 4. April: Reuterstädter Gesamtschule und Gymnasium, Straße am Wasserturm 1. Pfaffenhofen, Bayern: 6. April bis 5. Mai: Katholisches Pfarrheim, Scheyerer Str. 4, Tel.: VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008 Termine der landsmannschaftlichen Wanderausstellung Zuständig für die sieben parallel laufenden Exemplare der Ausstellung sind die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher, die Sie unter den Telefonnummern bzw (Jakob Fischer) oder (Josef Schleicher) erreichen können. Bei allen Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen und bei Begegnungstagen führen die beiden Projektleiter in die Ausstellung ein, präsentieren Filme und halten Vorträge zum Thema Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland/UdSSR/GUS und Integration der Russlanddeutschen in Deutschland. Sie organisieren nach Vereinbarung Führungen für Gruppen und Schulklassen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung ist frei (Herr Steinbüchler). Eröffnung und Tag der Begegnung: 6. April, 14 Uhr. Demmin, Mecklenburg-Vorpommern: 7. bis 10. April: Pestalozzi-Schule, Schützenstraße 9. Gummersbach, Nordrhein-Westfalen: 7. bis 11. April: Kaufmännische Schule des Berufskollegs, Hans-Böckler-Str. 5, Tel.: (Frau Dommer). Hemau, Bayern: 10. bis 30. April: Kulturzentrum Zehenstadel, Probsteigassl 4, Tel.: (Herr Dr. Feuerer). Eröffnung mit Kulturprogramm: 10. April, 19 Uhr. Waren, Mecklenburg-Vorpommern: 14. bis 18. April: Regionale Schule Waren/West. Eröffnung mit Begleitprogramm: 14. April, 11 Uhr. Abschlussveranstaltung und Tag der Begegnung: 18. April, 17 Uhr. Viersen, Nordrhein-Westfalen: 15. April bis 13. Mai: Rathaus, Rathausmarkt 1, Tel.: (Frau Grimmer), (Frau Schlegel). Eröffnung: 15. April, 18 Uhr. Jakob Fischer, Josef Schleicher Wanderausstellung zu Gast in Wolfsburg Ein voller Erfolg war die landsmannschaftliche Wanderausstellung in Wolfsburg, wo sie vom 5. bis 19. Februar in der Berufsbildenden Schule Anne-Marie Tausch präsentiert wurde. Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär und Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Christoph Bergner, und dem Wolfsburger Oberbürgermeister Rolf Schnellecke hatte die Eröffnungsfeier zwei exzellente Redner. Dr. Bergner betonte unter anderem, dass Deutschland gegenüber den Deutschen aus Russland, die für ihr Deutschsein vielen Verfolgungen ausgesetzt waren, eine besondere Schulleiter Eberhard Winter, Staatssekretär Dr. Christoph Bergner und Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (von links) eröffneten die Ausstellung.

7 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 7 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Verpflichtung habe. Rolf Schnellecke verwies in seiner Ansprache vor allem auf die positive Bedeutung der circa Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion für die Stadt Wolfsburg. Großer Dank gebührt dem Schulleiter Eberhard Winter, der hervorhob, dass es gerade unserer Berufsschule mit den Bereichen Erziehung, Therapie und Pflege gut zukommt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen: Wenn nicht wir, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, wo sonst? Die Wanderausstellung fand im Rahmen eines Wahlpflichtangebots der Berufsbildenden Schulen Anne-Marie Tausch zum Thema Interkulturelles Lernen -Migration und Integration statt. Betreut wurde der Kurs von den Lehrern Paul Ebel und Harry Minkus. Paul Ebel (40) ist selbst ein Deutscher aus der ehemaligen Sowjetunion und wurde in Karaganda geboren. Über Litauen, wo die Familie sieben Jahre auf eine Ausreisegenehmigung warten musste, kamen die Ebels 1978 nach Deutschland. Nach dem Abitur am Albert- Schweitzer-Gymnasium und dem Zivildienst beim Caritas-Verband Wolfsburg Im Rahmen des Wahlpflichtangebotes Interkulturelles Lernen Migration und Integration setzen sich 25 Mädchen der Oberstufe der Fachschule Sozialpädagogik seit Anfang des Schuljahres intensiv mit den angesprochenen Themen auseinander. Der Kurs findet einmal wöchentlich unter Kochgruppe mit Paul Ebel. studierte er Philosophie, Diplomtheologie, Erziehungswissenschaft und Slawistik. Seit 1996 ist er Religionslehrer und Katechet an den Berufsbildenden Schulen Anne-Marie Tausch und am Wolfsburger Gymnasium Kreuzheide. In den 90er Jahren engagierte sich Paul Ebel in der Jugendarbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland im Bereich Organisation und Integration. Die Schülerinnen der Fachschule Sozialpädagogik setzten sich intensiv mit dem Thema Integration auseinander. Dabei gingen sie auch ihren eigenen Wurzeln nach und stellten die Ergebnisse ihrer Nachforschungen auf zwei großen Landkarten dar. Es zeigte sich, dass ca. 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler Vorfahren haben, die in der ehemaligen Sowjetunion oder anderen osteuropäischen Staaten gelebt haben. In einer Vitrine wurden Erinnerungsstücke, die mit Migration zu tun haben, ausgestellt. So zum Beispiel mehrere Familienchroniken mit Stammbäumen, ein 115 Jahre altes Gebetbuch von der Wolga oder der Einwanderungskoffer einer Großmutter aus dem Jahr (Mehr dazu im nachstehenden Beitrag). Josef Schleicher Interkulturelles Lernen Migration und Integration der Leitung von Paul Ebel und Harry Minkusstatt. Die Ausstellung der Landsmannschaft wurde am 5. Februar in unserer Berufsbildenden Schule feierlich eröffnet. Die Wortbeiträge der Redner machten allesamt sehr deutlich, dass das Thema Integration einen besonderen Stellenwert in Die Schulleitung wie auch die durchführenden Lehrkräfte bedanken sich bei den Projektleitern sowie der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland recht herzlich für die Mühen, die viele Zeit und Gesprächsbereitschaft im Rahmen dieser Ausstellung. Wir hoffen, dass die Ausstellung einen kleinen Beitrag gegen pauschale Vorurteile leisten konnte und ein besseres gegenseitiges Verständnis sowie ein Miteinander bewirkt. Eberhard Winter, Schulleiter unserer Gesellschaft haben sollte. Eingeladen zu der Eröffnungsfeier waren außer den Ehrengästen die Lehrerschaft der BBS Anne-Marie Tausch, die Schüler der Oberstufen der Fachschule Sozialpädagogik, Familienangehörige und die Presse. Das Programm wurde geschmückt mit zwei Klavierstücken, dem Gedicht Wer bin ich? und einem Rollenspiel, das Vorurteile aufgriff, die gegenüber Deutschen aus Russland existieren und den Schülerinnen des Wahlpflichtangebotes bereits begegnet sind. Die Beiträge regten die Beteiligten nachhaltig zum Nach- Es liegt eine große Sinnweite in unserer Arbeit Großer Dank gebührt dem Projektleiter Josef Schleicher, der die Schülerinnen und Schüler mit seiner liebevollen und verbindlichen Art schnell für das Thema gewann. Seine profunden historischen Kenntnisse, angereichert durch konkrete und anschauliche Beispiele aus dem Alltag, haben uns stark beeindruckt. Besonders sein abwechslungsreicher Bestand an interessanten Filmbeiträgen hat den Schülern gefallen. So hat Josef Schleicher binnen zwei Wochen zwanzig Schulklassen (ca. 500 Schülerinnen und Schüler) durch die Ausstellung geführt. Neben der BBS Anne-Marie Tausch kamen Schulklassen von der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule, der Ferdinand-Porsche-Realschule und dem Gymnasium Kreuzheide. Die Ausstellung war für unser Wahlpflichtangebot der Höhepunkt. Ich gehe davon aus, dass es nachhaltig wirken wird und wir weiterhin erfolgreich an unserer gemeinsamen Integrations- Zukunft arbeiten werden. Die Durchführung des Wahlpflichtangebotes mit dem Schwerpunkt Deutsche aus Russland und die Ausstellung waren sicherlich anstrengend, aber auch sehr erfüllend. Es liegt eine große Sinnweite in unserer Arbeit. Paul Ebel 7 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008

8 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 8 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Prominenter Ehrengast in Gütersloh InAnwesenheit zahlreicher Vertreter der Öffentlichkeit und Politik wurde am 7. Februar die landsmannschaftliche Wanderausstellung im Kreishaus Gütersloh eröffnet. Prominentester Gast war sicherlich der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, ein Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, der die Integration der Deutschen aus Russland als Erfolg bezeichnete. Heinrich Zertik, stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft, konnte einer ganzen Reihe von Landsleuten Urkunden überreichen, mit denen die nordrheinwestfälische Landesregierung ihr ehrenamtliches Engagement würdigte, Die musikalische Einleitung wurde gestaltet von der Kindertanzgruppe Obras des Vereins Wasilissa. Im weiteren Verlauf der Feier zeigte der Gütersloher Männergesangsverein Harmonie, in dem auch Deutsche aus Russland mitsingen, sein Können. Josef Schleicher Kulinarisches und Informatives in harmonischer Verbindung. denken an, und man war sich schließlich einig, dass die Lösung der Konflikte in einem Miteinander zu finden ist. Zusätzliche Erklärungen fanden sich auf den Schautafeln, die wir vorbereitet hatten. Anschließend wurde ein Imbiss mit verschiedenen deutschen und russischen Köstlichkeiten angeboten, die insbesondere unsere Kochgruppe und der Frauenkreis Anna der Ortsgruppe Wolfsburg der Landsmannschaft unter der Leitung von Marta Braun vorbereitet hatten. Alle Rezepte waren in einem eigens erstellten Rezeptheft zu haben. Janin Jung und Anka Johow Schülerinnen des WPA Interkulturelles Lernen Migration und Integration Sven-Georg Adenauer (hinten links) und Heinrich Zertik mit den Landsleuten, die bei der Eröffnung der Wanderausstellung in Gütersloh mit Urkunden ausgezeichnet wurden. Denkanstöße geben, Vorurteile abbauen Nur wer unsere Geschichte kennt, kann unsere Situation auch begreifen, erklärte Josef Schleicher von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Der Projektleiter eröffnete im Heimatmuseum der Bürgervereinigung Kinderhaus (BVK) in Münster, NRW, gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Ralf Heupel die Wanderausstellung Volk auf dem Weg. In Kinderhaus leben viele Deutsche aus Russland, die hier eine Heimat gefunden haben, erklärte der Vorsitzende der BVK, Walter Schröer. Das Heimatmuseum habe sich auf die Fahnen geschrieben, sich in jedem Jahr mit einer bestimmten Gruppe von Migranten intensiver zu befassen. Die Aussiedler seien jetzt Kinderhauser und gestalteten das Leben im Stadtteil und dessen Geschichte mit. Wir wollen mit unserer Ausstellung positive Denkanstöße geben, sich mit den Zuwanderern auseinander zu setzen, so Josef Schleicher. Verschweigen wolle er nicht, dass es auch Probleme gebe, die nicht so einfach zu lösen seien. Angesprochen werden in der Ausstellung auch bekannte Vorurteile, die Schleicher ausräumen will. Viele glauben, dass Aussiedler von der Regierung ein fürstliches Startgeld erhalten, führte er ein Beispiel an. In Wirklichkeit gebe es nur eine Teilerstattung der Reisekosten, die bei weitem nicht die tatsächlichen Ausgaben deckten. Auch Ralf Heupel freute sich, dass das Heimatmuseum die Ausstellung zeigt. Die Aussiedler, die zu uns kommen, müssen die Chance erhalten, sich zu integrieren. Dazu sei es unerlässlich, an ihre Schicksale zu erinnern. Nach Westfälische Nachrichten 8 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008

9 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 9 DIE LANDSMANNSCHAFT Beispielhaftes Engagement für ein besseres Miteinander Nelli Kossko mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt Es ist eine große Ehre für mich, diese hohe Auszeichnung unseres Landes entgegennehmen zu dürfen, und ich darf sie wohl als eine Auszeichnung nicht nur für mich persönlich betrachten, sondern für die Deutschen aus Russland, für die Menschen, die nach mehr als einem halben Jahrhundert Verfolgungen hierher gekommen sind, um eine Heimat zu finden, sagte Nelli Kossko während der Feierstunde am 28. Januar im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz. Innenminister Karl Peter Bruch überreichte der Publizistin und Schriftstellerin das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Verdienstorden sei die einzige und damit höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Allgemeinwohl vergebe, betonte der Minister. Ob auf kommunaler Ebene oder als bundesweit bekannte Journalistin -stets lagen und liegen Ihnen die Menschen am Herzen, die Sie mit Ihrem Engagement zusammenbringen möchten, lobte Bruch den beispielhaften Einsatz von Nelli Kossko, die seit 2001 in Reiferscheid (Kreis Altenkirchen) zu Hause ist. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für eine bessere Verständigung zwischen den Deutschen aus Russland und den einheimischen Deutschen. In über drei Jahrzehnten konnte sie vieles und viele bewegen. Für ihren langjährigen Einsatz in der Landsmannschaft wurde ihr 2007 die goldene Ehrennadel verliehen. Die 1937 in Marienheim, Odessa, geborene Nelli Kossko wurde 1944 in den Warthegau evakuiert, 1945 in das Gebiet Kostroma verschleppt und bald darauf in die berüchtigte Kolyma deportiert. Trotz widriger Umstände gelang es ihr, das Abitur zu machen und nach Aufhebung der Kommandantur Germanistik in Swerdlowsk zu studieren. Anschließend unterrichtete sie an den Pädagogischen Hochschulen Tiraspol, Belcy und Nishnij Tagil. Als an der Hochschule bekannt wurde, dass sie ausreisen will, musste sie Repressionen wie Entlassung, Berufsverbot, Isolation und Rechtlosigkeit am eigenen Leibe erfahren. Dieser Hass, der ihr damals wie ein eisiger Wind ins Gesicht wehte, prägte noch viele Jahre danach ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein. Nelli Kossko Foto: Viktor Weitz (Deutsche Welle) 1975 reiste sie nach intensiven Bemühungen mit ihrer Familie (Ehemann und zwei Töchter) nach Deutschland aus. Da ihr Diplom nicht anerkannt wurde, musste sie mit 38 noch einmal auf die Universität. Danach arbeitete sie 18 Jahre als Übersetzerin und Sprecherin bei der Deutschen Welle in Köln. In dieser Zeit half Nelli Kossko vielen Russlanddeutschen, sich nach Jahren der Trennung wieder zu finden. Sie moderierte die Sendung Brücken 30 Minuten pro Woche, die um so wertvoller waren, als sie mit Nachrichten und Musikgrüßen ein lebendiges Band zwischen jahrzehntelang getrennten Familienangehörigen herstellten. Ab 1995 war Nelli Kossko Chefredakteurin der russischsprachigen Zeitung Ost- Express, einer der ersten Aussiedlerzeitungen auf dem deutschen Markt. Sie bemühte sich, eine deutsche Zeitung in russischer Sprache herauszugeben, um den Spätaussiedlern notwendige Informationen zu liefern und ihre Integration zu erleichtern. Als sie 2001 die Zeitung aufgeben musste, kümmerte sie sich mit den frei gewordenen Kräften um die Aussiedler im Umkreis von Altenkirchen. Sie engagierte sich im Kommunalen Netzwerk Integration Altenkirchen und gründete den Frauenklub Aussiedler helfen Aussiedlern. Als Brücke zwischen Einheimischen und Aussiedlern bietet der Verein Integrationshilfen und Aufklärungsarbeit. Beachtlich ist das schriftstellerische Engagement Nelli Kosskos. In größeren Abständen erschienen ihre Bücher Die geraubte Kindheit (1998), Am anderen Ende der Welt (2004) und Wo ist das Land... (2007). Die Trilogie ist Aufklärung, Bekenntnis und spannende Lektüre zugleich, geschrieben aus der Perspektive einer Frau, die immer wieder in ihre Vergangenheit eintaucht, ihren Gefühlen und Gedanken von damals auf der Spur, die einiges wegzustecken lernt und an Enttäuschungen wächst. Wie die beiden ersten Bücher richtet sich auch der dritte Band Wo ist das Land... nicht nur an die eigenen Landsleute, sondern auch an die einheimischen Mitbürger, die sie auf die Suche nach den Hintergründen und Ursachen der andersartigen Reaktionen und der anderen Mentalität ihrer Landsleute mitnimmt. Auch sie selbst kam, ebenso wie ihre Hauptheldin Emmi, vor über 30 Jahren auf der Suche nach Heimat nach Deutschland. Auch sie hat es einige Überwindung und viel Mut zur Aufarbeitung der Vergangenheit gekostet, ehe sie sich zu ihrem Herkunftsland Russland genauso bedingungslos bekennen konnte wie zum Land ihrer Vorfahren. Und wie Emmi pflegt auch Nelli Kossko zu sagen: Menschen mit zwei Mentalitäten, verwurzelt in zwei großen Kulturen, sind wir keine schlechteren und keine besseren Deutschen, wir sind bloß etwas anders. Nicht jeder von uns vermag auch hier auf Anhieb seine Heimat zu finden, einige bleiben auf der Strecke, denn es ist ein langer, steiniger Weg... Mich persönlich bringt jedes Jahr, jeder Tag näher an die Antwort auf diese Frage. Auch der heutige Tag mit dieser großen Ehre und Anerkennung, die mir zuteil geworden ist: Es ist nicht nur die Anerkennung meiner bescheidenen Arbeit, sondern ein Zeichen der Anerkennung als gleichwertige und gleichberechtigte Bürgerin dieses Landes... Diese hohe Auszeichnung ist auch ein Zeichen dafür, dass man im Land Rheinland-Pfalz und im Kreis Altenkirchen insbesondere die Aussiedlerund Integrationsarbeit ernst nimmt dafür möchte ich besonders danken, betonte Nelli Kossko bei der Feierstunde. Wie hoch ihr besonderes Engagement geschätzt wird, beweist die Tatsache, dass der Vorschlag für die Auszeichnung vom Land Rheinland-Pfalz und vom Kreis Altenkirchen kam. Nina Paulsen 9 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/2008

10 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 10 LITERATUR Lore Reimers kreative Insel Zum 60. Geburtstag der Dichterin - Agnes Giesbrecht im Gespräch mit der Jubilarin Fortsetzung von VadW 2/08, S In deinem Buch Senfkorn, das 2000 im Burau-Verlag erschienen und sehr gut bei den aufmerksamen Lyriklesern angekommen ist, gibt es wie gereimte so auch ungereimte Gedichte (Wann hast du aufgehört zu reimen bzw. angefangen, freie Reime zu schreiben?) und auch nachdenkliche Kurzgeschichten, die oft von einer Idee oder von Gedanken getragen werden oder sie mit ihrem Inhalt untermauern. Wie der Buchtitel ist auch deine Lyrik und Prosa sehr stark von biblischen Gleichnissen durchdrungen. Was außer der Bibel inspiriert dich zum Schreiben? Ist es eine impulsive Erleuchtung, die du auf Papier festhältst, oder arbeitest du so lange an deinen Gedichten, bis du ganz zufrieden bist? Jede Form kann zu einem Glücksfall-Gedicht führen und hat ihre Berechtigung. Mein Buch Senfkorn widerspiegelt diese Vielfalt. Auch inhaltlich. Meine Naturverbundenheit und mein christlicher Glaube sind miteinander verflochten, und ich würde sie auch nicht trennen, wie Hermann Hesse es in Narziss und Goldmund tut, wie die Kirchen es dogmatisch getan haben und oft noch tun. Die Bibel fasziniert mich immer wieder, wenn ich sie auch einige Mal durchgelesen und auf mich wirken lassen habe. Ich bewundere ihre Weisheit, ihre kluge Menschenkenntnis, ihre bildhafte und gleichnishafte Sprache, ihren besonderen Geist der Barmherzigkeit, der Verheißungen, der Freiheit. Die Botschaft des Evangeliums ist für mich eine zutiefst befreiende Botschaft, eine liebende, vergebende. Sie beeinflusst mein ganzes Leben und natürlich mein Schreiben. Ich glaube mich immer mehr zu einem unverkrampften Christsein durch, ich möchte mich aber damit nicht aufdrängen. So natürlich, wie ich über Liebe, Natur, Alltag, über alle Facetten des Menschseins schreiben kann, fließt eben auch der Glaube in die Texte hinein. Ich lasse in allen Bereichen die Inspiration zu und freue mich, wenn sie denn kommt, denn es gibt in jedem Künstlerleben auch genügend Dürreperioden. Ich halte spontane Impulse auf dem Papier fest, und manchmal sind sie sofort fertig und ich verändere nichts, manchmal aber schleife ich noch daran. Es kommt auch vor, dass ich nach Jahren mich von einer Aussage in einem Gedicht distanziere, dann verändere ich es. Lore Reimer Welche Bedeutung haben für dich der Literaturkreis, gleichgesinnte Autoren, Maler, Freunde? Inspirieren dich fremde Texte, Bilder usw.? Da suche ich oft eine angemessene Balance, um selbst nicht zu kurz zu kommen und meinen Gaben gerecht zu werden, aber auch um die sozialen Bedürfnisse anderer und meiner selbst nicht zu vernachlässigen. Das ist nicht leicht hinzukriegen, und manchmal bin ich deswegen frustriert, doch als Frau und Mutter kann man sich nicht einfach so zurückziehen, jedenfalls ist das für mich noch ein Lernprozess. Ein Nein kommt noch schwer über meine Lippen, aber manchmal traue ich mich. Deshalb gehe ich zu literarischen Freunden mitunter auf Distanz (du bist eine Ausnahme), weil da selten echtes Verständnis für meine Situation und mein Schaffen aufkommt, ich vielmehr oft um Dienstleistungen gebeten werde, für die ich nicht genug Zeit und Kraft habe und wo ich mich ausgenutzt fühle. Das bringt mich in eine Klemme und kostet mich einen seelischen Aufruhr, weil es für mich sehr unangenehm ist, jemandem eine Hilfe zu verweigern. Ich bin von Natur aus übersensibel und verkrafte einfach nicht so viel Lebensstress wie ein guter Durchschnittsmensch. Aber natürlich ist mir eine freundschaftliche Zuneigung von Literaten und anderen Künstlern sehr wichtig, eine gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung im Schaffen, eine aufbauende, produktive Zusammenarbeit. Ein genaues Hineinhören, Hineinlesen, Hineinschauen und dann ein aufblitzendes Verstehen! Und plötzlich ist ein gegenseitiges Inspirieren da und neue Werke entstehen und es macht einfach Spaß. So eine vereinte Schaffensfreude habe ich dreimal erlebt: mit der Stuttgarter Malerin und Autorin Sabine Waldmann- Brun, mit der gemeinsame Lesungen und Ausstellungen von einander inspirierten Werken möglich waren und deren Bilder mein Buch Senfkorn zieren; mit dem Schwenninger Maler und Graphiker Manfred Robold dahaben wir eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt, er hat in seine Bilder Texte von meinen Gedichten integriert, und ich habe ein Gedichtbändchen mit seinen Illustrationen fertig gestellt. Eine Zeitlang haben Paul Krenz und ich so zusammengearbeitet; es war schön, vielleicht machen wir da noch eine Fortsetzung. Künstlerische Kontakte gab es zu Alexander Woroba, der ein herbstliches Liebesgedicht von mir sehr feinfühlig vertont hat, andere Lieder waren im Entstehen. Mir selbst fielen auch schon mal Melodien zu Gedichten von Nora Pfeffer und Agnes Giesbrecht ein und in meiner Moskauer Zeit zur Lyrik von Robert Weber und anderen. Jedes Jahr organisiere ich in meiner evangelisch-freikirchlichen Gemeinde einen Kreativen Abend, zu dem ein buntes Gemisch von Autoren, Malern, Musikern und anderen Kreativen aus Espelkamp und Umgebung eingeladen ist. Es ist mir wichtig, dass da ein Miteinander gemeindeübergreifend geschieht, Vorurteile abgebaut werden, dass es ein kleiner Beitrag zum sozialen Frieden ist. Außerdem sind alle Künstler angenehm berührt, wenn man Interesse für ihr Schaffen zeigt. So entstehen auch Kontakte. Mit der Espelkamper VHS-Dozentin und Autorin Marlies Kalbhenn habe ich eine gemeinsame Lesung in der evangelischen Michaelskirche im März gehabt, und am diesjährigen Kreativen Abend wird sie in meiner Gemeinde lesen. Neuerdings hat sich reges Interesse füreinander zwischen der originellen Espelkamper Malerin Almut Bänsch und mir ergeben. Pastor Edgar Born hat zu meinem Gedicht Kind von Bethlehem, das in VadW veröffentlicht wurde, eine Melodie geschrieben. Die Kontakte innerhalb des Literaturkreises habe ich ein bisschen vernachlässigt, aber ich meine, es ist wichtig, dass der Kreis existiert, allein schon als morali- 10 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

11 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 11 LITERATUR sche Unterstützung für die Autoren, als Identifikationschance, als Öffentlichkeitspräsenz. Es tut gut, wenn Autoren zusammenhalten und einander motivieren. Ich weiß, dass du, Agnes, sehr viel Energie in die Tätigkeit des Kreises investierst, und davor habe ich allen Respekt. Haben deine Kinder deine Talente geerbt? Mich freut, dass meine Kinder kreativ sind. Lena hat bereits acht Bücher in verschiedenen Verlagen veröffentlicht, eines davon hat meine älteste Enkelin Beatrice Matis, eine Bielefelder Gymnasiastin, reizend und amüsant illustriert. Von meiner jüngsten Tochter Bettina sind bzw. werden einige Märchen und Gedichte in Anthologien veröffentlicht. Ich lese alles, was meine Töchter schreiben; das meiste gefällt mir sehr gut, und ich unterstütze sie. Du hast auch dein Plattdeutsch immer gepflegt und es nicht nur gesprochen, sondern auch viele Gedichte in unserem Dialekt geschrieben und damit bewiesen, dass unsere Muttersprache viel mehr als eine Küchensprache ist. Wie sieht es mit deinem Lyrikband in Plattdeutsch aus, den du druckreif liegen hast? Hat sich ein Sponsor gefunden? Die endgültige Fassung meines Manuskriptes für den plattdeutschen Gedichtband ist leider im PC meines Sohnes verschollen. Vielleicht fristet sie ja noch ein Geisterleben irgendwo bei den Plautdietsch-Freunden. Das würde mir eine Menge Zeit und Arbeit ersparen, sollte ich das Buch doch noch für eine Veröffentlichung vorbereiten. Ich habe die Gedichte sehr gern in unserem Plattdeutsch geschrieben. Plötzlich tat sich ein ungeahnter Reichtum unserer gesprochenen Muttersprache auf und eine Klangfülle, so dass mich ein einheimischer Hamburger auf einer Hochzeit fragte (auf Wunsch der mit mir verwandten Braut hatte ich ein Liebesgedicht vorgetrageb): Wo haben Sie das wunderschöne Platt her? Es gab Höhen und Tiefen in deinem Leben. Wahrscheinlich war das schlimmste Ereignis der Tod deines kleinen Sohnes und später der noch einiger dir nahe stehenden Menschen, aber es gab bestimmt auch viele glücklich Momente in deinem Leben, Erfolge oder Höhenflüge, die sich in deiner Lyrik widerspiegelten. Waren sie miteinander verbunden? Was fällt dir spontan ein? All das hat sich immer wieder in meiner Lyrik widergespiegelt, die Höhenflüge und das Stolpern, der Schmerz, der Verlust und die Zärtlichkeit. Als mein kleiner Sohn Daniel starb, da gab es dafür keine Worte, höchstens sehr, sehr viel später. Ich erlebte noch andere bedrohliche Situationen, aber sie mündeten doch immer wieder in Hoffnung, und da fand ich zwischendurch und danach auch Worte. Ich möchte Zeit haben für gute Bücher und interessante Gespräche, auch dafür, einer Freundin die Hand auf die Schulter zu legen. Und ich möchte meinem Vater, der jetzt verwitwet ist und bei meiner Schwester wohnt, noch viele nette Worte sagen und alte Lieder vorsingen und ihm zuhören, wenn er sich erinnert, und mit ihm zusammen traurig und dankbar lächeln, wenn wir an unsere Mutter denken. Hast du noch etwas nicht Veröffentlichtes in der Schublade liegen oder dir vorgenommen, es in der näheren Zukunft fertig zu schreiben? Ich habe eine größere Erzählung Marieche mit dem Untertitel Skizzen aus einem russlanddeutschen Dorf liegen, viele Gedichte und einige Geschichten. Manche angefangene Prosastücke würde ich gern zu Ende schreiben und vieles, was noch auf der Seele liegt, zu Papier und auch zu Gehör bringen, d.h. ich wünsche mir noch mehr Veröffentlichungen und Lesungen, die ich abwechslungsreich gestalten würde, z. B. mit schauspielerischen Einlagen, mit Musik oder mit Dias von Sabines Bildern. Mein Handikap ist nur, dass ich nicht gern reise, weil es für mich viel Stress und schlaflose Nächte bedeutet, was schnell in Erschöpfung und Krankheit umschlagen kann. Wie siehst du deine Zukunft nicht nur als Lyrikerin, sondern vielleicht als Frührentnerin? Was würdest du gerne tun, wenn dich die Familie nicht so beanspruchen würde? Hast du bestimmte Träume, die vom Leben noch nicht erfüllt sind? Brauchst du mehr Freiräume oder innere Freiheit dafür? Werden auch Sie Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland! Der letzte Satz dieser Frage trifft meine heimlichsten Träume. Manchmal wünsche ich mir, Einsiedlerin zu sein, ganz viel Zeit in der Natur zu verbringen, die würzige Waldluft einzuatmen, durch grüne Wiesen zu laufen, die Farben des Himmels zu bestaunen und Sonnenuntergänge am liebsten jeden Abend lange zu bewundern. Das ist aber nicht nur ein Traum. Vieles davon gönne ich mir auch in der Gegenwart, sonst könnte ich meinen Alltag nicht bewältigen. Die Spaziergänge im Wald und an unseren Aueseen mit Bettina, mit Eduard oder allein genieße ich sehr. Ich wünsche mir, dass ich alle Lebensprobleme meiner Kinder und Kindeskinder getrost in Gottes Hände legen kann und dass in uns allen ein Senfkorn von Gottes vergebender Liebe keimt und wächst und Früchte trägt, eine Vergebung dem Leben gegenüber und allen Schicksalsschlägen, eine Bejahung des Reichtums von Erfahrungen, von Schwerem und Glücklichem, von der Tiefe des Daseins, aber auch von der Leichtigkeit des Oberflächlichen, das in seiner Weisheit vielleicht nicht weniger tief ist. Alleinsein und viel freie Zeit zur Verfügung zu haben, ist für mich sehr wichtig, um Erlebtes im Inneren zu ordnen und es kreativ bearbeiten zu können. Ich denke, so geht es den meisten Künstlern und Tüftlern. Für mich bleibt das oft eine Wunschvorstellung, weil ich eine große Familie habe und auch sonst in einen großen Freundes- und Bekanntenkreis eingebunden bin und meistens für jeden da bin, der mich anspricht und in irgendeiner Weise Gemeinschaft oder Hilfe braucht. Manchmal muss man sich um eine Person oder gleich um mehrere besonders intensiv kümmern. So habe ich jahrelang meinen Eltern beigestanden. Lore Reimer heißt meine kreative Insel, die ich vor allen Angriffen der Zeiträuber verteidigen muss. Liebe Lore, danke für das Gespräch, für das gemeinsame Verweilen auf deiner kreativen Insel. Deine Literaturfreunde gratulieren dir herzlich zum Ende eines Lebensabschnittes und Beginn eines neuen, wo eine neue Freiheit auf dich wartet. Wir wünschen dir viel Kraft und Mut, um das poetische Feld zu beackern, damit aus Senfkörnern zarte Gedichtpflanzen werden oder auch Erinnerungen oder philosophische Prosa. Wir warten mit großem Interesse auf deine neuen Bücher auf einer sonnigen Lichtung in unserem russlanddeutschen Literaturwald. Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen! 11 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

12 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 12 KULTUR Reinhold Zielke Adolf Pfeiffer - zum 90. Geburtstag am 2. Januar 2008 Gemeinsam mit meiner Frau Amalia und Viktor Heinz war ich Anfang dieses Jahres zur Feier des 90. Geburtstages von Adolf Pfeiffer eingeladen. Unser Freund wollte in aller Ruhe mit uns reden und diskutieren. Die liebenswürdige Viktoria Patzwald brachte uns nach Wetzlar in die Hohe Straße 27, wo uns Adolf Pfeiffer mit strahlendem Lächeln und weit ausgebreiteten Armen vor dem Fahrstuhlempfing. Fünf Jahre lang hatten wir ihn nicht mehr gesehen und waren völlig überrascht von der Ausstrahlung des 90-Jährigen. Adolf Pfeiffer Kurz davor hatte er das 56 mal 40 cm große Porträt seines Literaturfreundes Viktor Heinz beendet. Die drei Zimmer seiner Wohnung ähneln einem Bildermuseum mit Kopien der großen Meister da Vinci, Raffael, Rubens und Renoir. Pfeiffers Favoriten aber sind die Wanderkünstler der Neuen Russischen Schule, wie die Bilder von Kramskoi, Repin, Surikow und anderen beweisen, die er aufgehängt hat. Sein kleines Wohnzimmer wird dominiert von der 210 mal 100 cm großen Kopie des Gemäldes Die Treidler auf der Wolga von Ilja Repin. Ergänzt wird seine Ausstellung durch Stillleben und von ihm gemalte Porträts von Alexander Puschkin, Leo Tolstoi und vor allem Katharina der Großen. Eine große Anzahl weiterer Werke des Künstlers auf Leinwand, Pappe und Dickpapier, Aquarelle, Öl- und Acrylbilder, sind in Regalen und zwischen den Schränken verstaut. Es ist bei ihm wie bei vielen anderen deutschen Künstlern aus der ehemaligen Sowjetunion, deren Wohnungen bis unter den Rand mit Bildern vollgestopft sind. Unsere Künstler haben eben hier in Deutschland kaum eine Chance, ihre Bilder an den Mann zu bekommen. Die Altmeister, meine Freunde, stolpern in ihren Ateliers, Werkstätten und Wohnzimmern über ihre in allen Ecken herumliegenden Kunstwerke. Bei einigen meiner Freunde war ich zu Gast, und wenn ich unachtsam die Türen eines Schranks öffnete, rutschten mir Hunderte gerahmte Bilder entgegen. Um so bewundernswerter, dass sie alle intensiv weiterarbeiten. Einige unserer bekannten Maler der im vergangenen Jahr verstorbene Alexander Wormsbecher, unser Jubilar Adolf Pfeiffer, Günther Hummel (80 J.), Johannes Graf (84), Andreas Prediger (80), Paul Krenz (60), Eduard Deibert (60) und andere haben viele ihrer Bilder unserer Sammlung in Nidda gespendet. Dort sind die empfindlichen Kunstwerke aber Temperaturwechsel und Feuchtigkeit ausgesetzt. Parallel zur Farbenkunst lässt auch die Dichtermuse Adolf Pfeiffer keine Ruhe. In zahlreichen Literaturgattungen Gedichte und Widmungen, Balladen und Erinnerungen ist er zu Hause. Am Tag unseres Besuches las er uns seine Nachdichtung eines Poems von Alexej Tolstoi vor. Sein Interesse an Nachdichtungen russischer Poesie ist breit gefächert und reicht von Puschkin und Nekrassow über Maria Zwetajewa und Anna Achmatowa bis in die Gegenwart. In seinen eigenen Versen fühlt sich Adolf Pfeiffer klassischen Formen verpflichtet. Seine Maxime lautet: Ein wahres Gedicht muss in Rhythmus und Reim seinen 'Glanz' bekommen. Aber da hat er öfters Streit mit seinen Kritikern Viktor Heinz und Wendelin Mangold, die andere Formen bevorzugen. Darüber hinaus wurde Adolf Pfeiffer bereits in seiner Kindheit am Wolgastrand in Schaffhausen von der Muse der Musik berührt. Auf den verschiedensten Saiteninstrumenten Geige, Balalaika, Mandoline spielte er sein Leben lang, und in den Schulen von Karaganda leitete er mehrere Musikzirkel und Chorensembles. Adolf Pfeiffer komponierte Lieder Adolf Pfeiffer Mission der Poesie Die Poesiemir Freude bringt. Sie heilt die tiefsten Herzenswunden. Und meine Seele singt und klingt, hat sie den Kammerton gefunden. Sie ist bald Vorsicht eines Tigers, bald des verwund ten Vogels Qual, bald scharfes Beil für den Betrüger, bald warmer, heller Sonnenstrahl. Bald brennt und schmerzt sie in uns lange, bald schönt sie eine ganze Welt, bald geht sie im Schildkrötengange, bald schreibt sie sich so leicht und schnell. Bald ist sie Glück und Lebensfreude, bald hoffnungslose Langeweile. Doch fehlt die Liebe ohne sie, und auch die Welt erblickt man nie. März 1999 Verhängnis Wenn auch vom Schicksal schwer betroffen, von Festen,Feiertagen fern, blieb mir ein einzig Recht zu hoffen, zu suchen einen Hoffnungsstern. Im Schaffen, Leiden, Überwinden verfloss die mir gegebne Zeit, um erst im Spätherbst Glück zu finden. Doch was zu Leben übrig bleibt? Hast kaum des Herbstes Pracht empfunden, der Kraniche fernen Abschiedsschrei, als schon der goldne Herbst verschwunden und alles, alles ist vorbei, Dezember 1998 und verwendete dabei nicht zuletzt seine Nachdichtungen klassischer russischer Romanzen. Bei einigen Liedern stammen sowohl der Text als auch die Musik aus seiner Feder. Seine gesammelten Dichtungen hat Adolf Pfeiffer in seinem Privatverlag in zwölf Bänden zusammengefasst. Lieber Adolf, wir gratulieren dir auch auf diesem Wege voller Hochachtung zu deinem 90. Geburtstag und wünschen dir Gesundheit und viel schöpferische Kraft. Deine Verehrer Viktor Heinz, Amalia Zielke und Reinhold Zielke. 12 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

13 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 13 AUS DER KATHOLISCHEN WELT Ostern 2008 Liebe Mitchristen und Mitchristinnen, liebe Landsleute, altem christlichen Brauch werden in den Tagen vor Ostern Eier gefärbt und dann am Ostermorgen verschenkt. Das Wissen darum, dass aus dem Ei die harte Kalkschale durchstoßend neues Leben das Licht der Welt erblickt, will uns glauben lehren, dass auch unser Leben noch die Hülle des Irdischen zu durchstoßen hat, um das Ewige Leben zu erblicken. Jesu Leben, sein Sterben und seine Auferstehung wollen ein Beleg dafür sein, dass es mehr gibt, als was wir sehen können. Sie wollen die Gewissheit geben, dass seine Botschaft schon hier und jetzt, inmitten aller Sorge und Gefahr, mein Leben weiter, tiefer und schöner machen kann. Erst recht soll dies für meine Zukunft gelten. In dieser Überzeugung singen die Christen in der Osternacht: An diesem Österlichen Tag lasst uns den Vater loben; denn er, der alle Ding vermag, hat seinen Sohn erhoben. Das ist der Tag, den Gott gemacht; Das Leben ward uns neu gebracht: Der Herr ist auferstanden. GL 222,2 So wünsche ich Ihnen, liebe Landsleute, ganz besonders jenen, die an den kommenden Feiertagen einsam oder krank sind, ein frohes und gesegnetes Osterfest, Kraft und Gottes Segen für die Zeit, die vor Ihnen liegt. Ihr Pfarrer Dr. Alexander Hoffmann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die katholischen Gläubigen aus den GUS-Staaten Er ist auferstanden Versuch einer Deutung Matthias Grünewald ( ), Isenheimer Altar/Elsass. oft haben wir das Gefühl, dass uns die Zeit davongaloppiert und wir Mühe haben, diese als unsere eigene Zeit zu gestalten und wahrzunehmen. Diese Erfahrung machen viele Menschen. Gerade deshalb laden die Kirchen ein, in der Fastenzeit diesem Mitschwimmen mit der Zeit Einhalt zu gebieten und dem Alltag durch das Gebet und den Verzicht eine Ordnung und Tiefe zu geben. Wie könnten wir sonst für das Geheimnis der Auferstehung offen werden und diesem Geheimnis näher kommen? Sollten wir nun auch wirklich versuchen, dem Ruf der Fastenzeit zu folgen und einige Schritte nach vorne tun, ist der Herr schon zur Stelle; Er vollendet darauf dürfen wir vertrauen, was wir an Gutem begonnen haben! In ein paar Tagen feiern wir das Heilige Osterfest. Nach Dr. Alexander Hoffmann Wenn man einen Zugangzum Ostergeheimnis suchen und aufweisen will, dann muss gleich zu Beginn aufrichtig gesagt werden, dass dies ein Versuch ist, der nicht einmal umfassend sein kann. Es ist ein Versuch aus dem Glauben heraus, der bereits Gedachtes und auch schon Gesagtes streift und doch das Ziel hat, einen Zugang für Gläubige oder auch Interessierte zu ermöglichen. Wir gehen von der Grundwahrheit aus, dass es sich beim christlichen Glauben generell um ein Beziehungsereignis handelt. Der Gott des Alten Bundes wird ja als ein Gott erfahren, der in Beziehung steht zu seinem Volk. In dieser Gott-Mensch-Beziehung ist jedoch immer Gott der Handelnde, nicht umgekehrt, wie in der Neuzeit. Das neuzeitliche Denken, in dem das Ego als Ausgangspunkt allen Denkens und Handelns gilt, schafft es nicht, von einem Gott zu sprechen, sondern nur vom Namenlosen, vom Unsagbaren, von einer Chiffre. Um von Gott zu reden, bedarf es also einer Beziehung zu Gott. Gleiches gilt auch für die Auferstehung. Einen Zugang zu dem, was Auferstehung bedeutet, finden wir eigentlich nur aus dem Glauben heraus. Wenn wir nun erklärend etwas darüber aussagen wollen, ist es hilfreich, einen Blick auf menschliche Beziehungen zu werfen. Eine engagierte 13 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

14 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 14 AUS DER KATHOLISCHEN WELT Dame erzählte mir vor einiger Zeit, dass sie nach dem Tod ihres Mannes von Zeit zu Zeit und ganz unerwartet seine Anwesenheit im Raum spürte. Keine Anwesenheit von Etwas, sondern die erfahrbare Anwesenheit ihres Mannes, als ob er (unsichtbar) lebte. Ich möchte diese Erfahrung nicht auf ein psychologisches Phänomen reduzieren, sondern sie als Erfahrung ernst nehmen. Für unsere Überlegungen ist wichtig, dass diese Erfahrung eingebettet ist in eine Liebesbeziehung, in die Liebeseinheit von Mann und Frau, trotz aller Tiefs im Leben. Die Erfahrung, dass ihr Mann spürbar im Raum ist, ist wohl ohne die Liebesbeziehung nicht möglich. Diese menschliche Erfahrung, von der viele Menschen berichten, kann eine Hilfe sein, die Auferstehung Jesu anfänglich zu verstehen. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist ein Gott des Lebens, nicht des Todes. Er beweist seine Treue zu uns Menschen, indem er sich liebevoll der Not der Menschen zuwendet und diese rettet. Das Alte Testament berichtet von solchen Erfahrungen. Vieles bleibt darin freilich offen und in der Schwebe. Gerade die Frage des Leids in der Welt sowie die Frage des Todes und der Auferstehung vom Tod beschäftigte die Menschen von Generation zu Generation. Von daher auch die starke Erwartung des kommenden Messias und Retters im Volk Israels und die Hoffnung, dass Gott seine Verheißung, sein Versprechen erfüllen wird. Dieses Handeln Gottes an seinem Volk, seine Treue zu ihm, zeigt sich endgültig und nicht mehr überbietbar in der Auferweckung Jesu Christi vom Tod. Das, was alles Leben knechtet und zur Sinnlosigkeit verurteilt der Tod, wird in der Auferweckung Jesu ein für alle Mal überwunden, so dass der Hl. Paulus schreiben kann: Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? (1. Kor 15,55). In Jesus Christus hat sich also die alte Verheißung Gottes erfüllt. Alle Berichte über die Auferstehung Jesu, alle Erscheinungen des Auferstandenen im Kreis seiner Jünger wollen dieses wunderbare Wirken Gottes an seinem Volk endgültig aufzeigen und bestätigen. Sie wollen oft mit bewusster Nennung von Einzelheiten diesen Glauben stärken, ja einen Beweis liefern für die Auferweckung Jesu. Einen Beweis, der aber nur jenen sich zu erschließen vermag, die in gläubiger Beziehung mit Gott leben. Eine Erkenntnis aus dem Glauben ist von einer anderer Qualität, aber nicht weniger real als zum Beispiel die Gesetze der Mathematik. Für menschliche Beziehungen gelten andersartige Gesetze, die aber viel fundamentaler und existentieller sind als die Regeln und Gesetze der Naturwissenschaften; bevor die Kinder das Einmaleins lernen, haben sie bereits unendlich viel Liebe und Vertrauen erfahren, das sie seelisch, geistig und körperlich wachsen ließ und ein festes Fundament schuf. Ähnliches kann vom Glauben gesagt werden: Er hat seine eigene Erkenntnis, Kraft und Weisheit, die, so Jesus, Berge versetzen kann (Mt 21,21). Der Glaube an die Auferstehung Jesu ist der Glaube an die Allmacht Gottes ohne Einschränkung. Weil wir es bei der Auferstehung Jesu mit dem Wirken Gottes zu tun haben, greift das naturwissenschaftliche Denken nicht mehr und muss ergänzt werden durch eine innige Beziehung zu Gott. Wie ein Außenstehender sich schwer tut, der Erzählung der oben erwähnten Dame zu folgen, so bleibt auch der Auferstehungsglaube für jene, die objektive Fakten sehen möchten, weitgehend verschlossen. Die Frage nach einer innigen und tragenden Gläubigkeit oder Spiritualität muss nun einer weiteren Gelegenheit überlassen werden. Dr. Alexander Hoffmann Viel Erfolg für Pfarrer Dr. Hoffmann! Wiesbaden. Der neue Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die katholischen Gläubigen aus dem GUS-Staaten, Visitator Dr. Alexander Hoffmann, hat dem Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, am 29. Januar einen Besuch abgestattet, der mit einem Erfahrungsaustausch verbunden war. Landesbeauftragter Friedrich gratulierte Dr. Hoffmann nochmals zur Übernahme des Amtes des Visitators für die rund deutschen Katholiken aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zum 1. September Er freue sich auf die Zusammenarbeit und sagte seine Unterstützung zu. Ausführlich ging der Landesbeauftragte auf die Aktivitäten zu Gunsten der Spätaussiedler in Hessen ein und nannte hier die vom Land finanzierten Projekte der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und der Deutschen Jugend aus Russland. Der Landesbeauftragte führte aus, die Kirchen würden eine wichtige Integrationsarbeit leisten, weil sie den Spätaussiedlern Heimat und Geborgenheiten vermitteln könnten. Dazu gehöre, dass die Deutschen aus Russland auch mit ihrer ganzen Geschichte angenommen werden müssen. Visitator Dr. Alexander Hoffmann berichtete über seine eigene Integrationsgeschichte und betonte die Wichtigheit der ersten Kontakte für das Einleben in die hiesige Gesellschaft. Den katholischen Gemeinden empfehle er, Spätaussiedler in die Pfarrgemeinderäte zu wählen oder zu entsenden. Dr. Hoffmann bedankte sich bei Rudolf Friedrich für die angebotene gute Zusammenarbeit, auf die er sich freue. Der Aussiedlerbeauftragte lud den Visitator zu einem Treffen mit den ehrenamtlichen Mitarbeiten der Spätaussiedlerorganisationen ein, um ein schnelles Kennenlernen zu ermöglichen. Presseinformation der Hessischen Landesregierung Beim Erfahrungsaustausch im Büro des Landesbeauftragten: Visitator Dr. Alexander Hoffmann (links) und Landesbeauftragter Rudolf Friedrich Verantwortlich: Seelsorgstellefür katholische Russlanddeutsche, Kaiser-Friedrich-Straße 9, Bonn, Tel.: 0228/ Bankverbindung: Darlehenskasse Münster eg, Russlanddeutsche Seelsorge, Kto.-Nr.: , BLZ: VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

15 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 15 INTEGRATION Wichtige Entscheidungen im Spätaussiedlerrecht Erziehung -ein Schlüssel zur Integration Elternkurse für Deutsche aus Russland in Bayern Unter dem Motto Erziehung - ein Schlüssel zur Integration traf sich im Januar in München die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christa Stewens, mit Vertretern verschiedener sozialer Einrichtungen und Verbände des Freistaates Bayern. Bei dem Fach- und Pressegespräch wurde u.a.. auch thematisiert, inwieweit der Elternkurs Starke Eltern -Starke Kinder Spätaussiedlerfamilien Hilfe bei ihren Integrationsbemühungen leistet. Diese haben es nach Auffassung der Teilnehmer vor allem mit den folgenden Schwierigkeiten zu tun: - Die Eltern sind häufig mit der neuen Situation in Deutschland (Geldsorgen, Ängste, Schul- und Berufsabschlüsse werden nicht anerkannt usw.) überfordert und haben daher weniger Zeit für ihre Kinder und deren Probleme. - Der Glaube der Kinder an die Eltern als Vor- und Leitbilder bröckelt, da diese selbst unsicher sind (z.b. lernen die Kinder schneller Deutsch). - Die Position der Kinder ist in Deutschland stärker; die Eltern haben oftmals das Gefühl, dass die Kinder den Respekt vor ihnen verlieren. - Die Familienmitglieder entfremden sich voneinender aufgrund der unterschiedlich schnellen Anpassung an die neuen Lebensbedingungen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte sich in den letzten Monaten wiederholt mit Schicksalen russlanddeutscher Spätaussiedler und ihrer Familien zu befassen. In seinen Entscheidungen vom 13. September 2007 sowie vom 25. Januar 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes München aufgehoben und auch den vom Oberverwaltungsgericht in Münster vertretenen Auffassungen widersprochen, wonach auch Personen, die vor dem 7. September 2001 eingereist sind, ein durchgängiges Bekenntnis durch Erklärung nachweisen müssen und dass die Abstammung von einem deutschen Großelternteil nicht ausreichend ist. Da die Entscheidungen mit den Gründen noch nicht vollständig veröffentlicht sind, wird zunächst nur aufgrund der Erfahrung des Verfassers des Artikels auf die Grundzüge der Entscheidungen und ihre Folgen hingewiesen. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. September 2007 führt dazu, dass alle Personen, die vor dem 7. September 2001 mit einem Aufnahmebescheid eingereist sind und zum Zeitpunkt der Einreise mit deutsch im Inlandspass eingetragen waren, jedoch früher irgendwann mit einer anderen Nationalität geführt wurden, als Spätaussiedler anzuerkennen sind. Die Entscheidung hat für alle große Bedeutung, die älter sind und Rente aufgrund von geleisteten Arbeitsjahren in der ehemaligen Sowjetunion erwarten können. Von Bedeutung ist sie auch für alle, die entweder selbst als Ausländer geführt werden bzw. Abkömmlinge oder Ehegatten haben, die als solche eingestuft werden. Nach einer weiteren Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts können diese Personen, soweit sie selbst keinen Aufnahmebescheid, sondern nur einen Einbeziehungsbescheid haben, Antrag auf Erteilung eines Aufnahmebescheides im Härtefallverfahren stellen, in dem die Ehegatten und Abkömmlinge, die bis jetzt als Ausländer geführt werden, eingetragen werden. Das führt dazu, dass sehr viele Menschen, die in dieser Situation sind und als Ausländer geführt werden, jetzt rückwirkend zu ihrer deutschen Staatsangehörigkeit kommen. Das weitere Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat die Urteile der Vorinstanz (Bayerischer Verwaltungsgerichtshof) dieses Mal bestätigt. Der Verwaltungsgerichtshof in München hatte, was sich auch aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt, klargestellt, dass es bei der Anerkennung von Spätaussiedlern als deutsche Volkszugehörige ausreichend ist, wenn der Anzuerkennende von einem Deutschen abstammt. Dabei ist es nicht erforderlich, dass er von einem deutschen Elternteil abstammt, es reicht vielmehr aus, wenn die Großeltern oder Urgroßeltern nachweislich Deutsche waren. Das führt dazu, dass vor allem Personen der zweiten Nachkriegsgeneration, deren Eltern wegen Passeintragung oder aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht als deutsche Volkszugehörige angesehen wurden, jetzt einen eigenen Antrag auf Erteilung einer Spätaussiedlerbescheinigung stellen können; sie können auch einen Aufnahmebescheid beantragen. Natürlich müssen sie aber dann nachweisen, dass sie sich zum deutschen Volkstum bekannt und deutsche Sprachkenntnisse in der Familie erworben haben. Auch hier ist es genauso wie in allen anderen Fällen notwendig, sich mit kompetenten Beratern in Verbindung zu setzen. Rechtsanwalt Werner Krempels Basler Str. 4, Freiburg Tel.: , Fax: Familiäre Probleme werden nicht nach außen getragen, so dass fachliche Hilfe oft erst spät einsetzen kann. - Jugendliche erleben durch die Aussiedlung verstärkte Identitätskrisen. - Die Eltern sind über das Schul- und Bildungssystem in Deutschland schlecht informiert. - Die Deutschen aus Russland fühlen sich in Deutschland häufig wenig willkommen, was sich auf das gesamte familiäre Wohlbefinden auswirkt und eine positive Auseinandersetzung mit den Werten in Deutschland belastet. Als Grundlage für den Kurs Starke Eltern -Starke Kinder könnte der folgende Satz von Staatsministerin Stewens dienen: Der beste Schutz für Kinder ist die Stärkung der Elternkompetenz. Danach richten sich auch die Kursinhalte, die in zehn Einheiten angeboten werden. In Kooperation mit dem Kinderschutzbund findet ab März in Würzburg ein enstsprechender Elternkurs in russischer Sprache statt. Kontaktperson: Olga Horst, Elternberatung der Stadt Würzburg, Tel.: Als Kooperationspartner des Deutschen Kinderschutzbundes bietet der Sozialdienst katholischer Frauen Ingolstadt diesen Kurs (russischsprachig) im April 2008 in Ingolstadt an. Weitere Informationen: Sozialdienst katholischer Frauen e.v., Lebzeltergasse 3, Ingolstadt, Tel.: Lina Selensky-Langwieser 15 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

16 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 16 KULTUR Stimme mit Flügeln Julia Neigel 1,5 Millionen verkaufter Alben in zwei Jahrzehnten Mehr als tausend Konzerte und über 1,5 Millionen verkaufter Alben sodie Bilanz der 20- jährigen Rock-Karriere der Sängerin, Autorin und Produzentin Julia Neigel (41). Seit ihrem Debüt 1988 ist sie eine feste Größe in der deutschsprachigen Musikszene. Deutschlands beste Sängerin, Beste Texterin, Live-Act des Jahres diese und viele andere Ehrungen und Auszeichnungen sammelte die Sängerin und Entertainerin in den vergangenen Jahren. Nach einer achtjährigen Plattenpause feierte Julia Neigel 2006 ihre Rückkehr mit dem Album Stimme mit Flügeln, einer erlesenen Mischung aus früheren Highlights und neuen Songs. Seitdem tritt sie wieder bei Tourneen, Festivals und zahlreichen Livekonzerten quer durch Deutschland auf. Ob Rock, Blues oder Soul Julia Neigel begeistert das Publikum nach wie vor mit ihrem außergewöhnlichen stimmlichen Ausdruck. Die stimmgewaltige Sängerin kam 1966 im sibirischen Barnaul, Altairegion, in einer russlanddeutschen Familie zur Welt. Um schneller in den Westen ausreisen zu können, zog die Familie Neigel nach Tiraspol im europäischen Süden der Sowjetunion durften die Eltern mit fünf Kindern als Heimkehrer nach Deutschland ausreisen und ließen sich in Ludwigshafen am Rhein nieder. Hier machte Julia ihre Schulausbildung, der ein Abiturabschluss in Mannheim mit Verleihung der Alfred-Maul-Gedächtnis- Medaille des Landes Baden-Württemberg für herausragende sportliche Leistungen folgte. Sie betrieb Handball als Leistungssport, spielte kurzzeitig in der 1. Bundesliga und daraufhin in der 2. Bundesliga. Auch Julias musisches Talent wurde entdeckt und von der Mutter unterstützt. Sie erhielt eine klassische Musikausbildung und gewann mehrere Preise bei Jugend musiziert. Ab 1978 begeisterte sich Julia Neigel immer mehr für Pop- und Rockmusik und hatte 1982 ihre ersten Auftritte als Sängerin mit einer regionalen Band stieg sie als Soul-Sängerin bei The Stealers ein der Beginn einer erfolgreichen Karriere als Künstlerin, Sängerin und Songschreiberin. Die Musikerin komponierte und verfasste Texte und präsentierte ihre Kompositionen bei Konzerten. Mittlerweile sind über 70 Songs entstanden. Die Inhalte der deutschsprachigen Texte handeln von Liebe bis hin zu sozialkritischen Themen und Poetischem startete Jule Neigel, wie sie sich damals nannte, mit den Alben Schatten an der Wand und Wilde Welt durch. Sie wurde auf einen Schlag bundesweit bekannt und avancierte zur schönsten Stimme des Deutsch-Rock ( Musikexpress ). Es folgten Tourneen und eine kurze Zeit als Moderatorin bei Radio Rheinland-Pfalz, und die junge Künstlerin wurde Siegerin beim Wettbewerb des Radiosenders Pro Radio 4. Weil die Autorenrechte der Songs auf ihren Alben zum größten Teil falsch angemeldet wurden, streitet Julia Neigel seit Jahren um die Urheberrechte an ihren Liedern inzwischen mit Erfolg. Lange durfte sie ihre eigenen Songs nicht singen, was auch der Grund war, dass sie fast acht Jahre nicht auftrat. Trotz der vielen nervenaufreibenden Prozesse, in denen sie ihr Recht als Künstlerin, Autorin und Mensch einforderte, verlor Julia Neigel nie den Mut. Nun tritt sie wieder live auf. In den 90er Jahren engagierte sie sich als Mitproduzentin. Es entstanden Alben wie Nur nach vorn, Herzlich Willkommen, Sphinx und Alles!. Sie schrieb auch Texte für Kollegen wie Peter Maffay, saß in der Jury bei der Deutschen Stimme 2003 ZDF und wurde als Musikexpertin von verschiedenen Sendern eingeladen. 16 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

17 02_17_VadW_03_08.qxd :08 Uhr Seite 17 KULTUR 2006 meldete sie sich als Julia Neigel mit dem neuen Album Stimme mit Flügeln zurück. Aufgenommen während eines Konzertabends in Stuttgart, ist Julia Neigels Werk auch auf DVD, CD und einer exklusiven Edition in 24-karätigem Gold erhältlich. Sie ging auf Wintertournee und präsentierte sich bundesweit. Und sie zeigte, dass sie für Überraschungen gut ist, als sie vor zwei Jahren in der Justizvollzugsanstalt Lingen in Niedersachsen auftrat und in fünf Sprachen sang. Als nächstes plant sie ein Rock-Album und hat Lust auf ein Latino-Album und eines mit klassischem Orchester. Sie schreibt (sehr lesenswerte!) Texte auf ihrer Homepage, aus denen ein Buch entstehen könnte, malt viel und würde gern in einem Film mitspielen. Auch in den nächsten Monaten ist Julia Neigel auf Tour mit ihrem Konzertprogramm Stimme mit Flügeln und in folgenden Orten zu sehen und zu hören: Melle (8. März, Alte Stadthalle), Wiesloch (9. März, Palatin), Büren (18. April, Stadthalle), Klangsbüll (9. Mai, Charolltenhof), Sylt (10. Mai, Muasem-Hüs). VadW mehr zum Thema unter Nachstehend ein Interview mit Julia Neigel, nachgedruckt aus ORNIS mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Ich habe mich in die Sprache eingegraben Ein Gespräch mit Julia Neigel mal nicht über Musik Frau Neigel, Sie wurden in der westsibirischen Stadt Barnaul geboren. Welche Beziehung haben Sie noch zu Ihrer früheren Heimat? Ich habe eigentlich nur Kindheitserinnerungen anhand von Fotos und aus Gesprächen mit meiner Mutter. Das sind sehr verträumte Erinnerungen: Ich kann mich erinnern, dass ich viel im Schnee gespielt habe, dass Weihnachten eine besondere Atmosphäre hatte und dass ich in einem Holzhaus am Stadtrand gewohnt habe, in der Nähe eines Birkenwaldes. Im Jahr 1998 hatte ich die Möglichkeit, meine alte Heimat zu besuchen. Ich habe mein Geburtshaus gefunden, das zu meiner Zeit bunt bemalt war und jetzt heruntergekommen aussieht. Ringsum stehen nun Plattenbauten. Aber den Birkenwald gibt es Gott sei dank noch. In Deutschland leben etwa 2,5 Millionen Russlanddeutsche. Was würden Sie als ein Mensch mit binationalem Hintergrund den ankommenden Russlanddeutschen raten? Ich finde, dass Kommunikation ein wichtiger Bestandteil der Integration ist. Man muss den Menschen die Sprache beibringen und auch die Gebaren. Das bedeutet, dass sie den Umgang mit den Behörden lernen und über ihre Rechte informiert werden. Ich glaube, dass diese Voraussetzungen wichtig sind, um in Deutschland Fuß zu fassen. Und als Konsequenz natürlich Bildung. Das ist sehr wichtig. Sprechen Sie im Alltag noch russisch? Ich benutze die Sprache gar nicht. In Deutschland haben wir zu Hause deutsch gesprochen. Ich habe in der ersten Klasse sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit der Tatsache, dass ich aus Russland stamme. In welcher Sprache komponieren und singen Sie am liebsten? In Deutsch. Ich habe aufgrund meiner binationalen Herkunft sehr schnell und fleißig Deutsch gelernt, als ich sechs, sieben Jahre war. Ich habe mich in die Sprache eingegraben und festgestellt, dass Deutsch eine faszinierende Sprache sein kann. Mit 17, 18 Jahren habe ich begonnen, deutsche Liedtexte zu schreiben, und die Poesie der deutschen Worte erkannt. Frau Neigel, vielen Dank für das Gespräch. Konfliktlösung mit verbalen Mitteln Am3.Februar fand in der Turnhalle der Herschelschule in Ingolstadt unter dem Motto Faustlos auf der Straße ein Boxseminar für junge Deutsche aus Russland statt. Organisiert wurde die Maßnahme von mir als Vorsitzendem der landsmannschaftlichen Jugendorganisation in Ingolstadt. Zwei ausgebildete Sozialberater, Andreas Schell und Igor Fedorof, zeigten den jungen Teilnehmern, wie man Konflikte gewaltfrei, allein auf verbaler Ebene lösen kann. Ergänzend wurde auch ein Selbstverteidigungskurs zur Stärkung des eigenen Selbstvertrauens angeboten, der aber unter dem Leitmotiv stand: Ich beherrsche Selbstverteidigung, wende die Technik jedoch in der Praxis nicht an -ich muss niemandem etwas beweisen! Die aus zehn Jungen und fünf Mädchen bestehende Gruppe machte mit viel Freude und Energie mit und trainierte hart von 10 bis 16 Uhr. Und am Ende waren alle müde und zufrieden Robert Rudi 17 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

18 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 18 LITERATUR Die Grenzen des Erwartbaren sprengen Johann Trupp könnte die Stimme von morgen werden Ein Beweis dafür, dass die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion insbesondere ihre jüngeren Vertreter inder deutschen Literaturszene sehr wohl ihren Platz finden können, sind die Erfolge junger Autoren wie Lena Klassen (acht Romane), Eleonora Hummel (Adelbertvon-Chamisso-Förderpreis 2006 für Die Fische von Berlin ) und nun Johann Trupp, der mit seiner Geschichte Parallelgestalten im November 2007 den 15. Open Mike gewonnen hat (VadW berichtete in 1/2008). Der Literaturwettbewerb Open Mike wird von der Literaturwerkstatt Berlin und der Frankfurter Crespo Foundation veranstaltet und ist der zweitwichtigste Literaturpreis für den deutschsprachigen Nachwuchs (nach dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt). Die Jury entschied sich für den Text Parallelgestalten von Johann Trupp, der gleich zweimal ausgezeichnet wurde er gewann auch den Preis der taz-publikumsjury und erhielt somit die Möglichkeit, seinen Text in der Tageszeitung taz abzudrucken. Der 28-jährige Johann Trupp wurde in Frunse, Kirgisien, geboren und reiste mit 13 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland aus. Nach einer Ausbildung zum Bürokaufmann arbeitet er als Lagerist im Großhandel und lebt in Lingen. Er besucht seit 2000 eine örtliche Schreibwerkstatt, der Open Mike war seine erste öffentliche Lesung. Der Rohdiamant und schreibende Lagerarbeiter Johann Trupp, könnte, den Open-Mike-Gewinn in der Tasche, durchaus eine Stimme von morgen werden, so die Literaturkritiker, denn immerhin gilt der Wettbewerb als Eingangstor in den Literaturbetrieb. Trupps Erzählung handelt von verschiedenen Lebensabschnitten, von Kindheit, Vaterschaft und Sterben. Zärtliche Sprachgewalt, Sensibilität und Kraft bescheinigte die sechsköpfige Jury seinem Text, der zu der Art von Literatur gehört, die einfach geschrieben werden muss und die das erblindende Genre rettete, weil sie die Grenzen des Erwartbaren sprengte. Der Text macht glücklich ganz einfach beim Zuhören, verbindet auf scheinbar traumhaft sichere Weise existenziellen Ernst mit Humor, sprachlich hervorragend umgesetzt, lobte Deutschlandradio die Geschichte. VadW hat mit dem angehenden Autor gesprochen: Johann Trupp Herr Trupp, in Kirgisien haben Sie ihre Kinderjahre verbracht. Haben Sie heute, nach etwa 16 Jahren, noch einen Bezug zur früheren Heimat? Darauf kann ich ein eindeutiges Nein geben und es damit begründen, dass alle meine Verwandten väterlicherseits, die in Kirgisien beheimatet waren, nach Deutschland übersiedelten. So zerfiel der Bezug, den ich als Kind aufbauen konnte, langsam vollständig. Zu Russland jedenfalls, und somit zu der Heimat meiner Mutter, hat sich sowohl in jungen Jahren, bedingt durch Sommeraufenthalte bei der Großmutter, als auch jetzt durch mehrere Besuche meiner Verwandtschaft dort, eine Bindung aufgebaut, die ich nicht missen und auch weiterhin pflegen will. Interessieren Sie sich für die Geschichte Ihrer Familie, zum Beispiel woher Ihre Vorfahren kommen und was sie erlebt haben? Selbstverständlich habe auch ich meine Eltern als Jugendlicher über meine Verwandten und unsere Geschichte ausgefragt. Die Eltern meines Vaters waren an der Wolga beheimatet und sind im Laufe der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges nach Kirgisien deportiert worden. Den Ursprung unserer Vorfahren kann man irgendwo hier in Hessen ausmachen, die sich dann im 18. Jahrhundert trauten, nach Russland an die Wolga auszuwandern. Wie haben Sie Ihre erste Zeit in Deutschland in Erinnerung? Wie schwer war das Einleben in einer fremden Umgebung sprachlich und mental? Für mich persönlich war die Eingewöhnungsphase damals in einem fremden Land eher mit einem Abenteuer zu vergleichen, das ich mit einer jugendlichen Leichtigkeit wahrnahm und alles Neue begierig aufsog. Dazu gehörte auch das Erlernen der deutschen Sprache, das mir -wie ich finde - leicht fiel. Die Sprache drang in mich fast unbewusst durch Fernsehen, Schule und Bücherlesen. Natürlich waren meine Eltern die große Stütze für mich und meine ältere Schwester in dieser Zeit, die für sie wahrscheinlich schwieriger war als für uns Kinder. Wie hat es mit dem Schreiben angefangen? Ihre preisgekrönte Geschichte verrät, dass dahinter doch viel mehr steckt als Zufall, Eingebung oder auch Mühe. Liegt die Lust zum Fabulieren irgendwie in der Familie? Wie war die Reaktion Ihrer Angehörigen auf Ihren Erfolg? Jetzt, im Nachhinein betrachtet, denke ich, dass ich schon den Wunsch zu schreiben hatte, bevor ich mein erstes Buch las. Denn schon als Kind hatte ich gemerkt, dass das Schreiben von Aufsätzen und Interpretationen in der Schule mit Abstand das Einzige war, was mir übergroße Freude bereitete und mir auch am besten gelang. Der Wunsch, mich mittels Sprache auszudrücken, verstärkte sich mit den ersten Lesererfahrungen und ist bis heute nicht erloschen. Ich habe bis jetzt, wenn man bedenkt, dass ich mich seit über dreizehn Jahren im Schreiben übe, zwar nicht so viel Material ansammeln können, aber ich konnte aus dem, was ich bis jetzt geschrieben habe, die richtigen Schlüssel ziehen und somit mich mit jedem Text weiterbilden. In meiner Familie ist mir niemand bekannt, der ein ähnliches Hobby pflegt, deswegen waren alle begeistert und freuten sich riesig mit mir. Und es ist ja auch das erste Mal, dass ich überhaupt einen Text irgendwohin gesandt habe. Was konnten Sie aus der Schreibwerkstatt mitnehmen? Der Besuch einer Schreibwerkstatt hat mich einfach motiviert zu schreiben. Zwar war es keine Pflicht, jede zweite 18 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

19 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 19 Woche einen Text zu verfassen, doch es gab immer neue Anregungen und Themenvorschläge, aus denen man Texte ausarbeiten konnte, was ich auch dankbar annahm. Sie haben einen kaufmännischen Beruf. Hatten Sie nie vor, einen Beruf zu wählen, der Ihre Begeisterung für das Schreibenunterstützen würde? Als ich mit siebzehn die Schule verließ, musste ich eine Ausbildung wählen. Nach einigen Überlegungen, etwas Handwerkliches zu erlernen, gab ich diese Idee mangels Begabung auf und besuchte eine Kaufmännische Schule, und natürlich waren auch meine Eltern mit dieser Entscheidung vollends zufrieden. Das Schreiben habe ich immer schon als ein Hobby angesehen, aus dem vielleicht irgendwann etwas werden könnte, doch an Berufe wie Journalist etc. hatte ich nie gedacht. Ich sehe mich eigentlich als einen Schreiber, der die Realität eher verformt als sie wahrheitsgetreu wiedergibt. Ein Schreiber ist in der Regel auch ein Leser. Was bedeutet für Sie das Lesen, bei wem würden Sie sprachlich und stilistisch in die Schule gehen? Wenn ich als Jugendlicher bei der Auswahl der Bücher auf die Spannung achtete, um einfach in eine andere Welt abzutauchen und eine gute Zeit zu haben, so hat sich das im Laufe der Jahre gewandelt. Jetzt achte ich mehr auf die Ausdrucksform, auf die sprachlichen Mittel. Mit jedem Buch, das ich lese, möchte ich für mich persönlich etwas Neues entdecken, mich vom Autor überraschen lassen. So wie die Blechtrommel von Günter Grass, der mir die Augen in Bezug auf sprachliche Umsetzung einer Geschichte öffnete. Oder die Texte von Franz Kafka, die mich in ihrer Intensität und mit ihren Themen überraschten. Wie kam die Idee der Parallelgestalten? Hat die Geschichte etwas mit Ihnen persönlich zu tun? Erkennen Sie sich selbst darin, denn immerhin handelt sie von großen und kleinen Ereignissen aus verschiedenen Lebensabschnitten? Die Idee, zwei Menschen nebeneinander in einem Text parallel zu beschreiben, hatte ich schon als Jugendlicher, doch fehlte mir damals die Erfahrung und die Sicherheit, den Stoff richtig umzusetzen. Und als ich wieder einmal auf der Tastatur herumklimperte und mit verschiedensten Schreibformen experimentierte, hatte ich die Struktur für diesen Text und erinnerte mich an die Idee. Und so kam es dann zu diesem Ergebnis. Rein thematisch hat die Geschichte nichts mit mir zu tun, denn ich habe noch nie eine Samenbank besucht. Die einzelnen Lebensabschnitte in diesem Text sind von mir erdacht und haben keinen Bezug zu meiner Realität. Der Subtext der Erzählung ist die Sehnsucht zweier Protagonisten, jemanden zu finden, der ihnen ähnlich ist, und sie einander nur deshalb nicht finden, weil das Schicksal es ihnen nicht vergönnt. Über solche Zufälle habe ich schon öfter nachgedacht, auch in Hinsicht auf mein eigenes Leben. Vor allem die sprachliche Umsetzung der Idee fanden die Jury und das Publikum preiswürdig. Jeder Satz ist ein Bild, das man sich so kaum vorstellen würde. Wie finden Sie zu dieser Sprachform? Auf diese Frage kann ich nur schwer antworten, da ich mehr aus dem Bauch heraus schreibe. Diese Bilder gleiten einfach aus mir heraus, ohne dass es mir bewusst ist, woher sie stammen oder in welcher Beziehung sie zu meiner Person stehen könnten. Es ist auch immer unterschiedlich; manchmal gelingt es, auf Anhieb bei einer neuen Geschichte eine passende Form zu finden, dann wiederum dauert es, bis ein passendes Wortgewand gefunden ist. Man lässt die Geschichte einfach liegen und sie gedanklich und sprachlich ausreifen und greift sie dann irgendwann wieder auf. Der Text verbindet auf scheinbar traumhaft sichere Weise existenziellen Ernst mit Humor, so die Jury zu Ihrer Geschichte. Sind Sie eher ein ernsthafter Mensch, der Sinn für Humor hat, oder ein humorvoller, der sich dem Ernst des Lebens stellt? Ich würde sagen, dass ich ein humorvoller Mensch bin, der sich mit dem Ernst des Lebens auseinandersetzt. Ich habe auch viele Geschichten verfasst, die von Anfang an humoristisch angelegt waren. Bei Parallelgestalten ist es zwar nicht der Fall gewesen, doch das Publikum und die Jury haben einige Aspekte für humorvoll befunden, was mich natürlich freut. Dass Sie ein erfrischendes Talent besitzen, darauf haben Sie mit Ihrer Geschichte einen vielversprechenden Vorgeschmack gegeben. Wie geht es jetzt weiter? Ich werde natürlich weiterschreiben, so wie ich es schon immer tat. Und wenn ich der Meinung bin, etwas Vorzeigbares hervorgebracht zu haben, werde ich es den interessierten Verlagen anbieten. Und sonst werde ich weiter meiner Arbeit als Lagerist nachgehen und mein gewohntes Leben leben. Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg für die Zukunft. Nelly Däs in ihrem Element LITERATUR Ihrer Gesundheit zuliebe und ihrem Alter ensprechend, hat sich Nelly Däs zurückgezogen und sich fest vorgenommen, keine Lesungen mehr zu veranstalten. Was auch verständlich ist, schließlich hat sie in den vergangenen 40 Jahren weit über Lesungen aus ihren zwölf erfolgreichen Büchern gehalten Im Januar dieses Jahres ist sie dann doch wieder rückfällig geworden. Sie konnte den Bitten der Ludwigsburger Landfrauen nicht widerstehen und gab nach. Welch exzellente Mittlerin zwischen der Vergangenheit und den Anliegen der Deutschen aus Russland sie immer noch ist, bewies sie mit ihrem Vortrag. Sie verstand es bestens, den etwa 30 Zuhörerinnen anhand ihrer eigenen Vergangenheit und ihrer Erinnerungen an die ehemalige Heimat nahe zu bringen, warum sie als Deutsche wie alle anderen Deutschen aus Russland hierher gekommen ist. Als sie erzählte, dass sie alle Bauern gewesen seien, und Einzelheiten zu ihrer Lebensweise und die ausgeübte Landwirtschaft einfügte, war immer wieder beifälliges Murmeln zu hören. Die Erwähnung der Größe der Bauernhöfe von mindestens 30 bis hinauf zu mehreren hundert Hektar und weiter bis zu den erfolgreichen deutschen Gutsbesitzern mit mehreren tausend Hektar löste erstauntes Raunen aus. Die anwesenden Landfrauen konnten sich das kaum vorstellen. Ihre Eltern hatten davon nur träumen können; ihre Felder waren, bedingt durch die fortwährende Erbteilung, nur schmale Handtuchfelder in der Landschaft und zusammen nur wenige Hektar groß. Dass diesen Deutschen in Russland schließlich durch ein unmenschliches System nicht nur Hab und Gut, sondern auch die Väter und Söhne genommen wurden, erregte allgemeines Kopfschüttelte über die Brutalität und Ungerechtigkeit. Ebenso die lebhafte Schilderung der Odyssee ihrer Familie als Flüchtlinge im einigen Land, um der Vernichtung zu entgehen, bis sie doch von den Schergen des Systems eingeholt wurden und der Vater unter einem fadenscheinigen Vorwand verhaftet, verschickt und letztendlich erschossen wurde. Nelly Däs verstand es in unnachahmlicher Weise, die Menschen zu fesseln, glaubwürdig ungeheure Geschehnisse zu übermitteln und dies mit der ihr eigenen Energie vorzutragen. Den Deutschen aus Russland wäre zu wünschen, sie hätten mehr Werber für die eigene Sache vom Kaliber einer Nelly Däs! Gerhard Walter 19 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

20 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 20 KULTUR Auf Deutsch ist die Herausforderung größer! Liedermacher Andreas Wagner hält der Umwelt den Spiegel vor Andreas Wagner Die Anziehungskraft der Bardenmusik entdeckteandreas Wagner noch in seinen Jugendjahren in Kasachstan. Als Schüler besuchte er dort Veranstaltungen der Bardenbewegung, bei denen Liedermacher eigene Texte zur Gitarre vortrugen; es war eine Alternative zur offiziellen Musik und eine Art musikalischer und sozialer Ausbruch aus der vorgeschriebenen Realität. Seit 1993 lebt Andreas Wagner in Deutschland. Er ist 31 Jahre alt und Betriebswirt. Hier hat er sein Hobby neu entdeckt. Zwar spielt er seit seiner Kindheit Gitarre und trägt Stücke anderer Liedermacher vor, aber eigene Texte schreibt Andreas erst seit Und er tritt erfolgreich auf. Einer der Höhepunkte war das Bardentreffen 2006 in Nürnberg. Das traditionelle Festival der Liedermacher in Nürnberg, 1976 als musikalisches Angebot für ein junges Publikum ins Leben gerufen, zählt inzwischen zu den profiliertesten Events dieser Art in Deutschland. Anderthalb Stunden unterhielt Andreas Wagner sein Publikum im Nürnberger Kreuzigungshof auf einer der vielen Bühnen des Bardentreffens mit eigenen Liedern und solchen anderer Verfasser. Auch bei den Liedermacherfestivals in Erfurt (2006) und Göttingen (2007) konnte er die Zuschauer in seinen Bann ziehen, wie auch bei Auftritten in Stuttgart, Budapest und Polen. Die ersten Gitarrengriffe brachte ihm ein Freund seines Vaters bei. Da war Andreas Wagner elf Jahre alt und lebte mit seiner Familie noch in Kasachstan. Die Gitarre spiele ich schon seit 1987, damals schenkten mir meine Eltern das Instrument zum Geburtstag, sagt er. In dieser Zeit entdeckte er auch die in der Sowjetunion populäre Bardenmusik und entwickelte Interesse für Liedermacher und das Liedermachen. Als Schüler besuchte ich die Veranstaltungen der Bardenbewegung. Diese umfasste sowohl Liederschreibende als auch Liederhörende und stellte eine Alternative zur offiziellen Bühne dar. In der Bardenbewegung spielte ein Liedermacher seine Lieder mit Gitarrenbegleitung im kleinen Freundeskreis vor. Wenn einer bekannt wurde, gab es auch Konzerte, erzählt Wagner. In Deutschland wurde für ihn das Hobby zunächst eher zum Stiefkind. Die Anfangsschwierigkeiten, die Bemühungen um ein erfolgreiches Abitur und danach das Hochschulstudium ließen wenig Freiraum. Aber nun freut er sich auf die neue Herausforderung und er spielt nicht länger nur Stücke anderer Liedermacher, sondern schreibt seit drei Jahren seine eigenen. Die Themen liefert dem scharfsinnigen Beobachter das Leben: Er stößt auf sie am Arbeitsplatz, auf dem Finanzamt oder beim Bummel über das Volksfest. Seine hintersinnigen, teilweise skurrilen Lieder erzählen von den Absurditäten des Alltags, von Freude und Frust, Liebe und Lust, Zuversicht und Zukunftsangst. Außerdem hat er witzige Gauner- und Arbeiterlieder aus eigener Feder im Repertoire. Den musikalischen Hintergrund bildet für mich das russische Chanson, in dem oft die Moll-Akkorde statt, wie im Westen, die Dur-Akkorde dominieren. Die Wahl der Reimform gibt oft auch die Musik vor, plaudert Andreas aus dem Nähkästchen. Das Gedicht steht bei ihm im Vordergrund, die Musik ist dagegen relativ unkompliziert. Die Suche nach dem passenden Reim ist sehr aufwändig, hat aber zur Folge, dass das Lied poetischer wird. Wenn ich ein Lied schreibe, gibt es viele Dinge, die ich beachten muss: Will ich kurze oder lange Sätze? Welche Reimform wähle ich? Beschreibe ich die Aussage von jemandem oder wähle ich den Dialog? Mit Refrain oder ohne? Wie erreiche ich Harmonie zwischen Text und Musik? Wie vermittle ich meine persönlichen Empfindungen in Symbolen, die von allen verstanden werden? Wo mache ich es bewusst kompliziert und wo einfach?, erzählt er. Das einzige Problem sieht er darin, dass Deutsch nicht meine Muttersprache war und ich deswegen teilweise nicht bei allen Dingen sicher bin, ob dies oder jenes sprachlich gut klingt oder nicht. Dennoch schreibt Andreas Wagner auf Deutsch und nicht auf Russisch, denn: Auf Deutsch ist die Herausforderung größer!!! Und für alle Fälle gibt es ja Menschen, die helfen können. VadW Kontakt: Andreas Wagner Andreas Wagner Mein geschätzter Vorgesetzter Mein geschätztervorgesetzter Setzt sich niemals auf den Hocker. Kommt als Erster, geht als Letzter. Beißt einmal und lässt nicht locker. Mit der Körperhaltung zeigt er: Pausenende. Jetzt geht s weiter. Mein geschätzter Vorgesetzter, unser fleißiger Team-Leiter. Und er bittet um Verständnis Für Zeitdruck und Überstunden, Denn es geht um Team-Ergebnis Und Zufriedenheit der Kunden. Für die Kunden sich zu opfern, Und zu opfern, wär bereit er! Mein geschätzter Vorgesetzter, Unser lächelnder Team-Leiter! Seine Essensinteressen Hat er voll unter Kontrolle: Mittwochs Team-Gemeinschaftsessen, Freitags Kaffee mit Herrn Groller. Bei Betriebsstrukturmaßnahmen Weiß als Erster schon Bescheid er, Mein vernetzter Vorgesetzter, Unser freundlicher Team-Leiter. Ich bin selbst, versteht mich richtig, Weit von irgendwelchen Klagen! Doch ich darf einmal im Leben ehrlich meine Meinung sagen: Mein geschätzter Vorgesetzter Steigt auf der Karriere-Leiter Und ich bleibe ein gehetzter Unterschätzter Mitarbeiter! 20 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

21 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 21 VORBILDER Da hat sich der liebe Gott viel Mühe gegeben Helene Fischer mit der Krone der Volksmusik ausgezeichnet Dahat sich der liebe Gott viel Mühe gegeben! Mit diesen Worten verabschiedete Gunther Emmerich, der am 12. Januar durch die TV-Gala Krone der Volksmusik 2008 in der Stadthalle Chemnitz führte, Helene Fischer (23) von der Bühne. Auch diesmal wurden die erfolgreichsten Interpretinnen und Interpreten der deutschsprachigen Musik des vergangenen Jahres mit der Krone der Volksmusik ausgezeichnet, darunter die Deutsche aus Russland Helene Fischer. Hunderttausende Herzen hat die Schlagersängerin in knapp zwei Jahren im Sturm erobert - durch ihr Talent, ihre Schönheit und ihre positive Ausstrahlung. Helene tritt selbstbewusst und natürlich auf; sie ist sich ihres Erfolges bewusst und trotzdem ein Star zum Anfassen geblieben. Im Alter von vier Jahren kam sie 1988 mit ihren Eltern aus dem sibirischen Krasnojarsk und wuchs im rheinhessischen Wöllstein auf. Die Begabung für Gesang, Schauspiel und Tanz führte sie zunächst in die Theater-AG ihrer Schule und dann an die Stage &Musical School in Frankfurt am Main. Anschließend Helene Fischer sammelte die Dipl.-Musicaldarstellerin Erfahrungen am Staatstheater Darmstadt und am Volkstheater Frankfurt. Über eine Demo-CD wurde sie vom Künstlermanager Uwe Kanthak entdeckt. Auf ihren ersten Fernsehauftritt vor über zwei Jahren in der Sendung Hochzeitsfest der Volksmusik mit Florian Silbereisen folgte eine Deutschlandtournee in über 50 Städten Deutschlands mit dem bekannten Moderator. Anfang 2006 erschien das erste Album Von hier bis unendlich, kurz darauf das zweite So nah wie du. Schnell erreichten ihre Lieder Spitzenpositionen in den Radio-Hitparaden; sie gewann die MDR Hitsommernacht, erhielt das WDR Schlagersegel! und den SWR Schlagerstern, bei der Wahl der Superwunschmelodie 2007 im SWR landeten ihre vier Songs in den Top 40 (zwei davon in den Top 10). Außerdem wurde sie mit dem Radio-Preis Gießbert als beste Newcomerin ausgezeichnet. Beim Herbstfest der Volksmusik im September 2007 folgten zwei Goldene CDs und kurz darauf die Goldene Henne 2007 als Aufsteigerin des Jahres. Im vorigen Herbst startete ihre erste Solotournee mit Dutzenden Konzerten in ganz Deutschland. Nina Paulsen Mit Seilspringen ins Guinness-Buch Olga Berberich ist neue Weltrekordhalterin im Seilspringen Olga Berberich und Boxweltmeister Arthur Abraham. Über drei Millionen Zuschauer staunten im September 2007 über Olga Berberich (23), die in der RTL- Show Guinness World Records einen Weltrekord im Seilspringen aufstellte. Die Fitnesstrainerin aus Karlsruhe forderte den Boxweltmeister Arthur Abraham heraus: Während dieser nur 237 Sprünge in der Minute schaffte, brachte es Olga auf 251. Olga Berberich kam 1992 als Kind mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland. In Moldawien wurde sie auch geboren und ging zur Schule, gleich in die zweite Klasse, weil sie bereits lesen und schreiben konnte. In Kaiserslautern, wo sich die Aussiedlerfamilie Berberich niederließ, musste das aufgeweckte sportliche Mädchen dieselbe Klasse wiederholen und besuchte später eine Realschule. Sport war von klein auf ihre große Leidenschaft, und so war es selbstverständlich, dass sie bereits als Zweiklässlerin eine Sport- und Gymnastikschule besuchte. Mit neun Jahren lernte Olga Rope- Skipping (Seilspringen) bei ihrem Trainer Wolfgang Westrich, der als Gründer der Sportart in Deutschland gilt und Chef des Rope-Skipping-Verbandes ist. Ich habe so lange hart trainiert, bis ich die Beste war, sagt Olga erzielte sie ihre ersten sportlichen Erfolge, wurde mit 13 Jahren deutsche Meisterin und holte bei der Europameisterschaft den Weltrekord in einer Spezialdisziplin. In den Jahren 1998 bis 2001 hatte Olga Berberich Auftritte in den USA, Ungarn, der Schweiz und Österreich. Sie arbeitet als Fitnesstrainerin im Karlsruher Fitness-Club FIT-IN und leitet Kurse für Seilspringen. Ihr Hobby sind Extremsportarten: Ich mag alles, was verrückt und ein bisschen gefährlich ist. Von Bungee-Springen bis Frei-Klettern habe ich alles ausprobiert. Ihr nächstes Ziel ist, einen weiteren Rekord aufzustellen: Olga will zwei Stunden lang ohne Pause Seil springen. Nina Paulsen 21 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2007

22 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 22 SPENDENLISTE Spendenliste (Januar 2008) Stuttgarter Volksbank AG, Konto-Nr.: , BLZ Abrams Ernst 15 AckermannAlita 10 Ackermann Elsa 20 Ackermann Maria 10 Ackermann Tamara 15 Adam Robert 20 Alberg Alexander 15 Albert Valentina 20 Aman Jerome R. 20 Aman Melita 10 Andris Irene 30 Anhalt Leo 10 Anhölcher Josef 10 Ankerstein Eugen 20 Arendt Elvira 20 Arnhold Elsa 15 Arnold Eduard 20 Artes Jakob 25 Arzer Josef 10 Aschenbrenner Irma 20 Aselborn Johann 10 Augsburger Ewald 15 Bachmann Adolf 15 Bachmann Kaspar 30 Bachmeier Katharina 25 Bährend Elvira 25 Bajramova Ida 15 Balachanow- Grauberger 10 Balash Lydia 50 Ballardt Friedrich 10 Baron Amalie 10 Bart Elisabeth 30 Bauer Irma 10 Bauer Johann 10 Bauer Oskar 25 Bauer Rosalinde 30 Baumgartner Luidgarte 10 Bechert Lydia 20 Beck Arthur 20 Beck Ernst 25 Beck Walter +Ella 20 Beck Willi 15 Beck Wilma 30 Becker Andreas 10 Becker Flora 20 Becker Heinrich 20 Becker Katharina 30 Becker Rosa 15 Beier Erich 10 Beierbach Ernst 30 Beimler Viktor 10 Beking Zelestina 20 Bekker Maria 12 Beller Margarethe 5 Bellon Waldemar 20 Bender Emilie 15 Berberich Barbara 10 Berdnikov Erna 30 Beresuzki Valeri 20 Berg Irmgard 20 Berg Jakob 20 Berg Waldemar 15 Bergmann Peter 20 Bernwald Paul 30 Bestvater Aleftina 25 Beutelspacher Wilhelm 10 Biegler Johannes 30 Binder Nelli 20 Bippus Lilia 30 Birkenstock Josef 20 Birkle Waldemar 20 Bischof Lina 20 Bitschinski Richard 10 Bitter Amalia 20 Bitter August 20 Bittermann Oskar 30 Bittner Alla 20 Bittner Erwin 30 Bitz Vera 10 Black Josef 30 Boger Maria 10 Böhm Agatha 20 Bolender Ewald 20 Bolender Johann 30 Bolger Luise 50 Boos Johannes 20 Bopp Jakob 10 Böpple Rita 20 Borschneck Eugen 15 Bosch Eugen 15 Boxberger Georg 10 Braun Georg 20 Braun Helene 50 Braun Katharina 30 Braun Magdalena 30 Braun Valentin 20 Braunnagel Philipp 50 Brausemann Christian 10 Brehm Viktor 10 Breitenbach Selma 20 Brem Alma 10 Brim Franz 10 Brittner Anton 30 Brodt Ella 10 Brunnmeier Berta 15 Brunsch Lilli 20 Buch Mina 20 Bufink Waldemar 25 Buglowa Irina 15 Bukenberger Ludmila 20 Bullach Rosa 10 Buntrock Ernst-Gottfried 100 Burkhardt Alfred 20 Burkhardt Eduard 15 Bürkle Herbert 30 Butsch Alexander 10 Butsch Nikolaus 10 Büttner Olga 20 Buxmann Viktor 20 Christ David 20 Czaya Anna-Maria 10 Dahl Walter 50 Dahlke Tamara 15 Dailoff-Heberle Emilie 10 Daubert Viktor 10 Daudrich Marta 10 Daumlechner Karl 10 Davidson Irma 15 Deck Kasper 10 Dehl Roland 20 Deibele Frieda 20 Deibert Eduard 30 Deibert Josef 10 Deschner Maria 20 Dickmann Heinrich 20 Dide Pauline 25 Diehl Helene 20 Diel Alexander 20 Dierda Rosa 50 Dinges Viktor 20 Diser Alexander 20 Dittor Klementina 20 Döbel Johann 20 Dobrowolski Josef 10 Dombrowski Apollonia 40 Domke Angelina 10 Dötzel Irenäus 20 Drait Elisabeth 10 Drews Benjamin 25 Dück Elvira 30 Duckart Maria 20 Duttenhöfer Georg 10 Duttenhöfer Magdalene 30 Dyck Abraham 7 Ebel Alwis 10 Ebel Maria 50 Ebel Paul 19 Eberbach Götz 100 Eckerdt Waldemar 10 Eckert Frieda 20 Eckert Maria 20 Effenberger Selma 20 Ehrlich Konstantin 30 Eichwald Anna 15 Eichwald Wilhelm 30 Eigster Stanislaw 20 Einlo Marzelina 20 Eirich Emma 100 Eisenbraun Hugo 20 Eisenbraun Vera 10 Eisner Johannes 20 Emmert Aganeta 30 Enders Emil 10 Engbrecht Irma 10 Engel Helene 20 Engel Helene 20 Engel Jakob 15 Engel Katharina 20 Enns Elvira 20 Ens Anna 20 Erk Maria 10 Ernst Margareta 10 Ewert Heinrich 50 Exner Emilia 10 Fegele Johann 10 Fehler Rosa 10 Feil Oskar 20 Feininger Johannes 30 Feist Herta 20 Felde Alexander 16 Felde Waldemar 50 Fetsch Viktor 30 Fetzer Renate 15 Feucht Irene 30 Fichtner Waldemar 15 Fischer Eugenia 10 Fischer Ewald 15 Fischer Friedrich 10 Fischer Gabriel 20 Fischer Karl 20 Fischer Robert 20 Fleik Katharina 20 Flug Johannes 15 Fode Horst 30 Frank Alita 15 Frank Barbara 10 Frank Ida 20 Frank Irma 20 Frank Kasper 10 Franz Hilda 10 Freier Victor 20 Freuer Nelly 15 Frick Jakob 25 Frick Viktor 15 Friedel Johannes 10 Fritz Oskar 20 Fritzler Elvira 20 Fröhlich Emma 50 Fuchs Ewald 10 Fuchs Johann 20 Fuchs Reinhold 10 Funk Erna 40 Funk Frieda 10 Funk Heinrich 30 Fütterer Joachim 10 Gab Anton 50 Gareis Johannes 10 Gärtner Mathilde 30 Gauss Agathe 20 Gauwerky Ursula 60 Gefenider Eduard 20 Geißler Jakob 10 Geist Reinhold 20 Gellert Adelheid 20 Gerhardt Johann 15 Gering Ella 30 Gisi Katharina 30 Glaser Wadim 30 Glaum Hulda 20 Glöckler Helene 10 Gnedysch Maria 5 Göbel Agnes 30 Göbel Katharina 25 Gorte Richard 10 Götte Irma 10 Gottfried Johannes 30 Götz Josef 15 Götz Reinhold 20 Gradwol Alexander 20 Graf Alexander 50 Graf Michael 20 Granson Emil 50 Greinert Ida 20 Grenz Milanda 20 Grenz Olga 15 Grilborzer Ewald 20 Gromut Alexander 15 Groß Reinhold 15 Gross Rosa 30 Grötzinger Waldemar 15 Grünke Rubin 10 Grünwald Viktor 20 Gugel Oskar 25 Gugenheimer Valentine 10 Günther Maria 30 Gusev Erika 50 Gutjahr Erna 20 Gutschmidt Irma 25 Guwa Eduard 10 Haas Ida 50 Haffner Christina 30 Haffner Maria 10 Hafner Alexander 20 Häfner Rudolf 50 Hahn Nikolai 30 Halblau Helmut 20 Hamm Anatoli 10 Hanfler Günther 25 Hanke Heinrich 30 Hansen Rosa 10 Hänsinger Irma 20 Harder Peter 30 Harsch Elsa 50 Harsch Emilie 20 Harsch Harry 50 Harsch Natalie 20 Hartmann Julia 10 Hass Eduard 20 Hasselbach Solomon 30 Hatzenbühler Emilie 20 Hatzenbüler Helena 30 Hauer Michael 15 Hauf Alwine 20 Hausauer Hilde 20 Häuser Anton 20 Häusser Katharina 20 Häusser Leo 10 Hecht Eduard 20 Heer Maria 15 Hefele Irma 15 Hehn Irina 25 Heidebrecht Gertrud 20 Heidebrecht Maria 30 Heidebrecht Viktor 30 Heidt Eva 20 Heim Edmund 20 Heinle Albert 25 Heinrich Hilda 20 Heinrich Pius 15 Heinz Brunhilde 25 Heinz Georg 20 Heinz Jakob 10 Heinz Nikodemus 25 Heinz Viktor 10 Helmel Viktor 50 Hempel/Weber 40 Hensel Viktor 10 Henzel Richard 10 Hepperle Hugo 15 Hepperle Klara 15 Hergenröder Agnes 100 Hermann Alexander 10 Hertje Alexander 50 Hertje Karl 20 Herwerth Hilde 15 Hettich Nadja 10 Heupel Adele 10 Hildebrand Jakob 10 Hildebrand Margarete 10 Hildermann Lora 25 Hirning Otto 20 Hirsch Eugenius 10 Hirschfeld Friedrich 15 Hochhalter Rosa 15 Hoffmann Julia 10 Hoffmann Tamara 20 Hofmeister 100 Hollay Emma 10 Holzrichter Aganeta 25 Hopfinger Frieda 20 Hörmann Luise 30 Horn Emanuel 30 Hornbacher Viktor 20 Horst Erwin 30 Horst Friedrich 30 Huber Elvira 10 Huber Lydia 20 Huber Rosa 20 Huber Waldemar 15 Hübert Abram 30 Hübscher Albert 10 Huhn Waldemar 10 Hulm Georg 50 Hunkele Rosa 50 Ibach Josef 15 Ihly Ida 50 Illenseer Michael 10 Illg Eugen 25 Isaak Walter 25 Jabs Gerhard 30 Jabs Tamara 30 Jakob Frieda 10 Janzen Susanna 20 Jauk Anna-Maria 20 Jensch Alfred 20 Jesse Eduard 15 Jochim Eugen 20 Joos Georg 10 Jundt Lilli 20 Jung Alwine 20 Jung Johannes 16 Jung Johannes 15 Jung Valentin 10 Kähm Alexander 15 Kähm Johannes 30 Kail Josef 30 Kaiser Ludmilla 30 Kappes Andreas 50 Kari Ottilie 10 Kastner Wilhelmine 15 Kaufmann Maria 15 Keck Andre 30 Keck Eugen 25 Kehm Maria 15 Keib Nelja 20 Keil Hermina 15 Keiler Peter 10 Keller Elisabeth 15 Kellermann Edmund 20 Kelln Viktor 20 Kemmet Katharina 20 Kepp Berta 100 Kerbel Lydia 30 Kessler Elvira 20 Kessler Johann 10 Ketschik Walter 20 Kiefel Johann 10 Kiefel Johann 20 Kiess Frieda 20 Kieß Helmut 15 Kin Viktor 10 Kinas Aganeta 50 Kindlieb Elise 20 Kipke Lucia 15 Kirchmeier Valentin 10 Kisselmann Alexander 20 Kist Siegart 20 Klassen Gregor 10 Klassen Waldemar 20 Klassen Wilhelm 10 Klaus Adelheid 20 Klaus Johannes 20 Klaus Lina 100 Klaus Olga 20 Klause Ludmila 20 Klein Alexander 8 Klein Eduard 15 Klein Elvira 20 Kliat Eugenia 20 Kloss Albert 50 Kloster Michael 15 Klötzel Andreas 20 Knaub Viktor 30 Knaub Wilhelm 10 Knauer Martha 50 Knaus Charlotte 20 Knopp Viktor 50 Koch Berta 10 Koch Lilly 30 Koch Olga 20 Koch Viktor 20 Köhler Lydia 20 Kohlhaas Maria VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

23 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 23 Kohlmai Johannes 10 Köhn Johann 50 Kolmann Irma 10 Kolosova Irma 20 Komlev Anna 20 Komus Anatoli 10 Kopp Nathalie 5 Kornder Erna 20 Kotrini Erika 25 Kowalsky Reinhard 20 Kraft Lydia 15 Krämer Arnold 20 Kraus Viktor 5 Kraus Waldemar 50 Krell Amalia 10 Krist Jakob 10 Kröcker Klaus 20 Krohmer Bruno 10 Krohmer Erich 20 Krohmer Harry 25 Kröker Georg 15 Kröker Jakob 20 Kromer Erna 30 Kromer Georg 20 Kromer Hermann 15 Kromer Karl 20 Kromm Heinrich 10 Kronmüller Frieda 15 Kropp Waldemar 25 Krüg Emilie 10 Krüger Irma 10 Krüger Reinhard 10 Kübler Irene 10 Kühl Waldemar 15 Kuhn Anna 50 Kuhn Leo 25 Kühn Olga 15 Kuhn Waldemar 25 Kukshaus Ida 20 Kunz Kaspar 15 Kunz Valentin 10 Kurz Sewald 10 Lacher Eugen 25 Lackmann Alexander 15 Laitenberger Maria 20 Landenberger Martha 20 Lang Joachim 15 Langolf Karl 10 Lapinski Elisabeth 40 Lapinski Elisabeth 15 Lebold Waldemar 20 Lehmann Peter 20 Leibel Georg 20 Leibel Ludwina 15 Leibham Pius 25 Leicht Olga 20 Leinberger Viktoria 20 Leiwesmeyer Paul 50 Lemke Gustav 30 Lemmer Paul 50 Lenaarts-Schauer Maria 10 Leno Albert 20 Leno Leokadia 10 Leopoldus Anna 10 Lerke Ella 20 Lich Anna 30 Lind Elvira 10 Link Frieda 20 Linker Albert 15 Lipp Eva 10 Lippert Erna 10 Litau Christian 20 Lochmann Soja 10 Löwen Bernhard 15 Lukas Irene 25 Lumpe Alwina 15 Lutz Andreas 10 Lutz Klara 30 Lutz Viktor 50 Magel Alexander 20 Mai Maria 15 Mai Maria 15 Mai Wladimir 20 Maier Alexander 15 Maier Ferdinand 20 Maier Frieda 15 Maier Oskar 20 Maier Wilhelm 30 Malsam Johannes 20 Malsam Rosa 50 Mangold Antonia 20 Markowitsch Harry 30 Marquardt Maria 25 Marquardt Valentin 30 Marsall Markus 20 Martin Alwine 30 Martin Annastasie 20 Martin Irma 10 Marz Johann 10 Massold Ekatarina 15 Mastio Rosa 10 Materi Josef 30 Mattes Karin 25 Maul Lydia 50 May-Mankowskaja Frieda 30 Mazura Nikolaj 10 Meinzer Friedrich 10 Meisner Artur 127 Meister Jonathan 15 Merdian Josef 25 Merkel Jakob 10 Merkel Lilli 15 Merz Eugenia 50 Michel Maria 30 Minderlen Alfred 10 Moor Rosa 10 Moritz Amalie 10 Morlang Richard 15 Moser Emma 30 Müller Emma 10 Müller Eugen 20 Müller Katharina 20 Müller Maria 25 Müller Natalie 50 Müller Otto 10 Müller Valentina 20 Müller Viktor 15 Müller Waldemar 20 Munschau Anna 10 Muth Maria 20 Nagel Gottlieb 20 Nass Erika 100 Nass Waldemar 15 Naumann Tamara 40 Neb Adele 20 Neher Otto 10 Neher Theodor 70 Netz Alma 10 Neu Alexander 20 Neufeld Waldemar 15 Neumann Emilie 20 Neumann Richard 25 Neumüller Oskar 25 Niedenthal Arthur 10 Nulet Alida 15 Nürenberg Valentin 25 Obenauer Wilhelm 50 Obst Anna 25 Ocks Alexander 20 Oesterle Gottlieb 15 Oks Leopold 20 Österle Siegfried 20 Ott Emma 15 Ott Jakob 30 Pack Alexander 10 Palmer Frank 15 Paluch Arthur 40 Pasternak Lydia 20 Pastuschenko Leontine 20 Pazer Helene 20 Penner Abram 20 Penner Herta 10 Peter Regina 20 Pfeifer Elisabeth 10 Pflüger Ignatz 20 Pflugfelder Rosalie 20 Philipp Georg 25 Philipps Rosa 30 Prägitzer Richard 25 Quiring Jakob 50 Raiser Julia 30 Rapp Erna 20 Rapp Walter 30 Rau Viktoria 10 Redel Johann 10 Reh Wilma 30 Reich Gerta 10 Reich Lydia 10 Reichert Erna 30 Reimchen Nina 70 Rein Emma 25 Reinfeld Johann 10 Reisbich Alexander 50 Rempel Jakob 15 Rempel Olga 15 Renner Josef 25 Renner Thomas 20 Ricker sen. Alexander 10 Rieder Maria 20 Riegel Anna 10 Rieger Marianne 15 Riesenweber Berthold 50 Riffel Andreas 20 Riffel Katharina 30 Rihn Gisela 100 Risch Emilia 10 Ritter Lilli 10 Rivinius Erwin 50 Rivinius Oskar 20 Rivinius Viktor 20 Rodeker Josef 40 Rogalski Linda 30 Rogolowski Lilli 10 Röhrich Klementine 20 Romanenko Elvira 20 Rombs Oskar 20 Rommel Emma 10 Römmich Viktor 30 Rosenberg Frieda 10 Rosenthal Harry 15 Rosin Hildegard 10 Rößler Franz 10 Rotermel Georg 20 Roth Frieda 20 Rud Lidiya 15 Rudi Andreas 20 Rudi Eugenie 10 Ruf Paul 25 Ruff Ernst 15 Rukteschel Irene 10 Ruppel Luise 20 Rusch Tamara 10 Sablowski Helmut 10 Sagel Andreas 20 Sailer Emma 20 Salzmann Alexander 20 Sander Balthasar 20 Sander Waldemar 10 Sauter Adele 20 Sauter Therese 20 Sawatzky David 15 Schaaf Johann 20 Schaaf Peter 20 Schacht Elsa 50 Schadt Viktor 15 Schaf Christian 20 Schäfer Eduard 200 Schäfer Ludwig 10 Schall Jakob 10 Schamber Amalia 10 Schamber Johannes 15 Schanbacher Lilli 20 Schardt Georg 20 Schatz Emma 30 Schaub Alma 10 Schauer Richard 5 Scheck Rosa 15 Schell Edmund 15 Schell Johannes 10 Schell Rosa 10 Schendel Antonie 20 Scherer Viktor 20 Scheuchenzuber Johann 10 Schick Harry 15 Schiller Wilhelm 10 Schilling Emil 20 Schindler Reinhold 20 Schlee Georg 20 Schlee Sergej 10 Schlepp Johann 25 Schlichenmaier Rudolf 10 Schlosser Wendelin 10 Schlotthauer Erna 10 Schmalz Rosa 20 Schmalz Thekla 15 Schmidt Alfred 20 Schmidt Ella 10 Schmidt Emma 50 Schmidt Heinrich 10 Schmidt Hilda 15 Schmidt Ira 10 Schmidt Irene 15 Schmidt Isolde 10 Schmidt Katharina 30 Schmidt Melina 20 Schmidt Otto 5 Schmidt Sara 20 Schmitkel Lidia 10 Schnaidt Maria 20 Schneider Alexander 10 Schneider Alexander 10 Schneider Alma 20 Schneider Artur 10 Schneider Eugen 20 Schneider Friedrich 15 Schneider Inessa 10 Schneider Irma 50 Schneider Katharina 15 Schneider Klemens 10 Schneider Nikolaus 20 Schneider Reinhold 20 Schneider Rosa 15 Schneider Viktor 20 Schneider Woldemar 30 Schöner Edgar 15 Schönfeld Rudolf 20 Schöpp Otto 20 Schott Gertrud 20 Schott Helene 10 Schott Olinda 30 Schramko Lina 30 Schreider Anna 20 Schreier Elvira 20 Schröttling Eduard 15 Schubert Antonie 30 Schulz Oskar 10 Schulz Otto 20 Schulz Reinhold 15 Schulz Theresia 10 Schumacher Hilde 20 Schützle Theodor 10 Schwab Agathe 20 Schwabauer Raissa 10 Schwabenland Lydia 50 Schwarz Emilia 15 Schwarz Lucie 15 Schwarz Wilhelm 70 Schweigert Ida 30 Schweikert Eduard 15 Schweizer Alexander 30 Schweizer Bernhard 20 Schweizer Meta 10 Schwengler Pius 20 Seel Klaudia 20 Seelinger Eduard 20 Segler Alexander 20 Seib Irmgard 10 Seidensal Lydia 10 Seifert Ida 10 Seifert Ida 10 Seitz Anna 10 Selenski Georg 15 Selensky Berta 15 Selensky Engelina 10 Selensky Maria 20 Senn Michael 20 Serr Ernst 20 Siebert Eleonore 20 Sielaff Michael +Olga 50 Sipple Artur 10 Skowronsky Amanda 20 Solotuchina Eleonora 100 Sommer Berta 10 Spade Viktor 30 Spät Erna 5 Sprez Erna 10 Stach Emma 10 Stach Josef 100 Stähle Irmgart 30 Stang Emma 20 Stanke Ella 20 Stefan Georg 15 Steiger Adelina 20 Steinbach Otto 15 Steinbach Richard 10 Steinke Sinaida 20 Steinmark Frieda 20 Stengler Michael 25 Stoll Ilse 15 Stonawski Heinrich 50 Straub Anna 15 Streifel Otto 20 Stroh Eugenia 20 Stroh Viktor 20 Strohmaier Richard 15 Sulzbach Sophie 20 Tausch Ella 20 Tautfest Andreas 10 Teichrib Abram 10 Templing Olinda 50 Teske Olga 30 Thomas Lydia 15 Thommy Wilhelm 10 Toews Alfred 15 Toews Maria 30 Tomm Olga 20 Töpfer Katharina 20 Torno Ella 20 Torno Ella 10 Torscher Wendelin 20 Traxel Waldemar 10 Treichel Olga 30 Ulm Eugen 10 Ungefug Viktor 10 Ungemach Johannes 15 Ungemach Josef 20 Ungemach Peter 15 Unger Heinrich 30 Unger Johann 10 Unruh Lydia 10 Uselmann Irma 10 Usselmann Lydia 20 Veer Elena 30 Veit Klemens 15 Vetter Emilie 10 Vetter Ottilie 25 Vogel Ella 20 Vogel Karl 30 Vogel Olga 30 Vögele Robert 20 Vogt Irina 30 Vohrer Viktor 10 Vöhringer Gertrude 10 Vöhringer Lydia 30 Vöhringer Margarete 25 Vöhringer Paul 20 Volk Viktor 10 Völker Ludmila 10 Vollmer Ida 20 Votteler Franz 25 Wagner Annette 15 Wagner Elfrieda 20 SPENDENLISTE Wagner Elsa 25 Wagner Gerda 15 Wagner Theresia 15 Wagner Wilhelm 15 Wald Gustav 10 Walender Paul 20 Wall Hermann 10 Walter Gerhard 15 Walter Mina 15 Walth Richard 15 Warkentin Waldemar 10 Wasenmüller Ella 10 Weber Alexander 50 Weber Anna 10 Weber Friedrich 10 Weber Ida 20 Weber Johann 15 Weber Lilia 20 Wedler Nina 15 Wegmann Anton 20 Wegner Marta 20 Wegner Toni 25 Weidner Barbara 20 Weimer Jakob 15 Weimer Michael 50 Weimer Mina 10 Weinbender Alexander 15 Weinberger Anna 20 Weingart Johannes 20 Weiss Albert 20 Wenzel Valentina 15 Wertmüller Emma 20 Wetzel Eugen 20 Wetzel Jakob 20 Wiedmeier Elisabeth 10 Wiegel Emilia 15 Wiegel Emma 10 Wiens Margarete 50 Wiens Sara 30 Wiesner Gustav 50 Wilhelm Franz 10 Wilhelm Johannes 20 Wilhelm Johannes 10 Will Jakob 15 Willewald Rudolf 10 Wilmann Erna 20 Wingerter Johannes 10 Wist Erna 15 Witt Harry 20 Wolf Franz 20 Wolf Franziska 20 Wolf Gertrude 10 Wolf Johann 10 Wolf Josef 20 Wolf Reinhold 15 Wolf Tamara 10 Wolf-Zinger Eugenie 50 Wölk Olga 20 Wolkow Anna 20 Worotilina Paulina 10 Wotschel Jakob 20 Wulf Johannes 20 Zacher Magdalena 27 Zehender Eugen 5 Zeiler Armelia 30 Zeiser Friedrich 15 Zeller Edmund 30 Zerr Leo 30 Zerr Maria 30 Zerr Rosa 10 Ziegenhagel Ida 15 Zimmermann bei Kienzel 10 Zimmermann Alexander 20 Zimmermann Marianne 20 Zimmermann Valentin 30 Zimpfer Theodor 30 Zöhner Irene 20 Zoller Wilhelm 30 Zürn Hilda 20 Zweigardt Johann VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

24 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 24 DIE LANDSMANNSCHAFT Lüneburg: Nach vorne in die Zukunft blicken Zum 8. Mal fand unter dem Motto Nach vorne in die Zukunft blicken im Lüneburger Glockenhaus ein deutsch-russischer Kulturabend der Ortsgruppe Lüneburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland statt. Die Idee zu diesem im LandkreisLüne- burg sehr beliebten Abend kam vor acht Jahren von der Mitarbeiterin des Migrationsdienstes im Diakonieverband Lüneburg, Christa Reimers. Auch diesmal setzte sich eine Initiativgruppe, die aus Christa Reimers, der Vorsitzenden der Ortsgruppe Lüneburg, Gertrud Sorich, sowie den Mitgliedern der Ortsgruppe Maria Itermann und Elvira Gugutschkin bestand, frühzeitig zusammen, um alle Details der Veranstaltung ausführlich zu besprechen. Die Intiativgruppe und die zahlreichen Mitwirkenden schafften es daher ein weiteres Mal, dem Abend eine besondere Atmosphäre zu verleihen, die von allen Anwesenden genossen wurde. Für das schmackhafte Essen sorgten mehrere unser Frauen, wobei besonders der Borschtsch erwähnt sei, den Tatiana Rausch, Irina Rausch und Irina Steinmüller-Zinn zubereiteten. Für den Service sorgte wie in jedem Jahr tadellos Lore Lipinski. Unsere einheimischen Gäste kosteten ebenso wie unsere Landsleute die leckere russische Suppe und die Piroschki. Dass diese Veranstaltung von großer Bedeutung für ein zufriedenes Zusammenleben ist, ist auch führenden Politikern und anderen Vertretern der Öffentlichkeit im Landkreis Lüneburg bewusst, die ihren Beitrag zum Gelingen leisten. Sehr gute Beispiele dafür sind Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf, die stellvertretende Landrätin Elka Stange und der Leiter des örtlichen Diakonischen Werkes, Herr Sieller, die in ihren Begrüßungsworten den Abend lobten. Letzterer Lieder des Glaubens - nach einer handschriftlichen Sammlung russlanddeutscher Christen. Nachgedruckte Exemplare können Sie gegen Erstattung der Herstellungskosten in Höhe von 3,00 Euro pro Stück bestellen bei der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Lützel Brenderweg 125, Koblenz Tel.: wurde für seine Bemühungen, einige Sätze seiner Ansprache in Russisch zu wiederholen, mit stürmischem Applaus belohnt. Nach acht Jahre sind unsere Kulturabende zu einer Tradition im Landkreis Lüneburg geworden. Man darf ihre Bedeutung nicht unterschätzen, weil sie erheblich dazu beitragen, dass Menschen mit einem unterschiedlichen kulturellen Hintergrund sich besser kennen lernen, mehr Toleranz füreinander aufbringen und lernen, sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie sie sind. Elvira Gugutschkin, stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe Lüneburg Die Vorsitzende der Ortsgruppe Lüneburg, Gertrud Sorich (links) mit Christa Reimers vom Diakonischen Werk (Mitte) und dem Mitglied der Ortsgruppe, Maria Itermann. Betreut von Chadji Isaev und Wladimir Chudjakow trainieren eine ganze Reihe unserer Kinder und Jugendlichen in der Ringerabteilung des LSV Kaltenmoor. Unsere Abiturientinnen vom Gymnasium Oedeme in Lüneburg Valentina, Alwina, Katharina, Lisa, Tatjana, Christina, Jana und Irina, die im letzten Jahr ihren Abschluss feiern konnten. 24 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

25 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 25 DIE LANDSMANNSCHAFT Siegen: Ein literarischer Abend mit Musik Die Akteure des Abends. Auf Einladung der Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Siegen fand am 7. Februar unter dem Titel Das Geheimnis des Wortes Russische Lyrik des 19. und 20 Jahrhunderts von Puschkin bis Brodski ein denkwürdiger Abend im Evangelischen Gemeindehaus in Siegen statt. Kenntnisreich stellte Hans Hellmann den über 60 Zuhörern Leben und Werk verschiedener russischer Poeten vor, wobei er besonderen Wert auf die politische Wirkung der Gedichte legte. Er spannte einen weiten Bogen von Puschkin über Lermontow, Achmatowa, Tjutschew, Jessenin, Blok und Pasternak bis Brodski. Eine ganz besondere Note bekam der Abend durch Rezitationen übersetzter russischer Gedichte und Liedbeiträge in russischer und deutscher Sprache. Als Rezitatoren stellten sich Kristine und Raisa Kaerleber sowie Werner Stettner und Manfred Zabel zur Verfügung. Mit Liedbeiträgen auf professionellem Niveau glänzten Soja Fuhr, Ludmila Mamyscheva, Svetlana Ochs, Lydia Panomarova und Michail Zakharov, der sich auch selbst auf der Gitarre begleitete. Nina Kurbanly begleitete auf dem Klavier und David Fries, der an diesen Tag Geburtstag feierte, auf der Ziehharmonika. Die Mitglieder der Kreisgruppe Siegen der Landsmannschaft hatten die musikalische Begleitung des abwechslungsreichen Abends übernommen. Nach über zwei Stunden endete der Abend mit dem Dank des Vorstandsmitgliedes der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Manfred Zabel. Er überreichte allen Mitwirkenden Nelken und Schokolade aus Kiew. Werner Stettner, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rudolf Schaufler, Kreisgruppe Siegen der Landsmannschaft Von links oben weiter im Uhrzeigersinn: David Fries, Soja Fuhr, Werner Stettner und Michail Zakharov. 25 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

26 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 26 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Baden- Württemberg Mannheim, Ludwigshafen, Frankenthal und Umgebung Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Tanzabend am8.märz um 19 Uhr im Gemeinschaftshaus Pfingstweide in Ludwigshafen-Pfingstweide, Budapester Str. 41. Es ist wieder eine gute Gelegenheit, in gemütlicher Atmosphäre zu tanzen, ein Glas Wein zu trinken, Verwandte und alte Bekannte zu treffen und neue Bekanntschaften zu schließen. Für musikalische Unterhaltung wird ebenso gesorgt wie für Essen und Trinken zu günstigen Preisen. Kontakt: Herr Walth, Tel , Herr Göhring, Tel.: , Frau Reinhardt, Tel.: Der Vorstand Oberschwaben-Allgäu Bitte beachten Sie bei allen Vorstandswahlen in den Orts- und Kreisgruppen 18 Abs. 7 unserer Satzung: Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Ist das nicht der Fall, kann eine Stunde später eine weitere Mitgliederversammlung einberufen werden, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist. Die Mitglieder des Vorstandes der Ortsgruppe Oberschwaben-Allgäu (von links): Ida Jobe (Vorsitzende), Pius Lutz, Peter Oks, Willi Bitz und Maria Krämer. Mit einer gelungenen Silvesterparty hat unsere Ortsgruppe das Jahr 2007 abgeschlossen und ist mit Zuversicht dem neuen Jahr 2008 entgegengetreten. Für die Silvesterfeier, an der rund 260 Landsleute teilnahmen, wurde die Schenk-Konrad-Halle in Baiend angemietet. Dass uns so viele Gäste ihr Vertrauen schenkten, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Beweis dafür, dass die vorangegangenen Veranstaltungen dieser Art Gefallen bei unseren Landsleuten gefunden haben. Und das wiederum bestätigte unser Konzept einer gut durchdachten Organisation, die das Wohl unserer Gäste berücksichtigte und auf der langjährigen Erfahrung unserer Vorsitzenden Ida Jobe und ihres Stellvertreters Peter Oks basierte. Die Vorstandsmitglieder Maria Krämer, Pius Lutz und Willi Bitz samt Ehepartnern waren ebenfalls mit den Vorbereitungen und der Durchführung beschäftigt. Zu würdigen ist auch das Engagement unserer langjährigen Mitglieder Helene Kraft, Viktor Malsam, Viktor Fetsch und Matthias Fried sowie zahlreicher freiwilliger Helfer. Herzlichen Dank! Mit sorgfältiger Planung, angefangen mit der durchnummerierten Sitzordung, dem Menü, das uns die Gaststätte Zur Mühle unter der Leitung von Michael Kruvenus bereitstellte, und nicht zuletzt der Musik der Band aus Tettnang und auch dank dem aktiven Einsatz unserer Helfer, die die Halle stimmungsvoll geschmückt hatten, gelang es uns, alle Gäste zufrieden zu stellen und es ihnen zu ermöglichen, sich dem Vergnügen hinzugeben. Nur gut, dass die Tanzfläche groß genug war, denn gleich nachdem die hervorragende Musik der Band Russkaja Swadjba unter der Leitung von Peter Eichwald ertönte, hielt es keiner mehr an den Tischen aus -alles tanzte und sang mit. So fröhlich ging es den ganzen Abend zu, und die Stimmung unserer Gäste steigerte sich stetig und hatte beim Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreicht, so dass nur wenige den Worten unserer Vorsitzenden Ida Jobe und des Vorstandsmitgliedes Pius Lutz zuhörten, die als Ded Moros und Snegurotschka verkleidet versuchten unseren Gästen alles Gute für das neue Jahr zu wünschen. Im Auftrag der Ortsgruppe: Pius Lutz Die Ortsgruppe Oberschwaben-Allgäu veranstaltet am 8. März im Gemeindehaus St. Martin in Weingarten, Irmentrudstr. 12, einen Theaternachmittag mit zwei Vorführungen professioneller Schauspieler: für Kinder ab vier Jahren um 14 Uhr Hexenkuss und Zaubermus, für Erwachsene ab 16 Uhr 2 xheimat. Fleißige Helfer bei der Silvesterfeier der Ortsgruppe Oberschwaben-Allgäu (von links): V. Fetsch, L. Lutz, Ida Jobe, Maria Krämer, Willy Bitz, Peter Wagner und Ida Fried. 26 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

27 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 27 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Wir laden alle, die sich ein humorvolles Theaterstück ansehen wollen, herzlich ein. Voranmeldung erwünscht: Tel.: oder Der Vorstand Offenburg/Ortenaukreis Wir erinnern die Landsleute aus dem Ortenaukreis an unsere nächste Veranstaltung: Am 5. April finden um 15 Uhr in der Gemeindehalle der Heilig-Geist-Kirche in Offenburg-Albersbösch, Heimburgstr. 2(Nähe AOK), die Neuwahlen des Vorstandes der Kreis- und Ortsgruppe Offenburg/Ortenaukreis statt. Wir bitten alle unsere Mitglieder, diesen Termin wahrzunehmen. Auch alle anderen Gäste sind herzlich willkommen; unter anderem wird unser Offenburger Chor der Deutschen aus Russland Jungbrunnen, der inzwischen in der Stadt und Umgebung gut bekannt ist, sein Können unter Beweis stellen. Der Vorstand Pforzheim Am 9. März findet um 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Bürgerhaus) Haidach unser allseits beliebter Seniorennachmittag statt. Dieses Jahr ist es wieder so weit -unsere Amtszeit nähert sich ihrem Ende. Wir laden Sie deshalb herzlich ein zu unserer Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen am 6. April um 14 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Bürgerhaus) Haidach. Der Vorstand Rastatt, Baden-Baden Anna und Alexander Mai. Die Ortsgruppe Rastatt, Baden-Baden gratuliert dem treuen und aktiven Mitglied der Landsmannschaft, Anna Mai, geb. Helbling, geb. in Slatoust, Ural, herzlich zu ihrem 50. Geburtstag am 21. März. Wir wünschen ihr noch viele gesunde Jahre, Zufriedenheit und Freude bei der ehrenamtlichen Arbeit für das Wohl unserer Landsleute. Anna Mai gehört seit 1988, dem Jahr ihrer Ausreise nach Deutschland, der Landsmannschaft an und ist seit 13 Jahren im Vorstand für die Kulturarbeit zuständig. Ihre Eltern wurden in der Ukraine geboren, 1944 in den Warthegau evakuiert und 1945 nach Slatoust verschleppt. Im Juni 1958 zogen sie mit ihrer Tochter Anna nach Tokmak, Kirgisien. Anna Mai absolvierte dort die Mittelschule und machte eine Ausbildung als Verkäuferin heiratete sie Alexander Mai (dem wir nachträglich zu seinem 55. Geburtstag am 17. Februar gratulieren) und übernahm in dieser Zeit die Leitung eines kleinen Kaufhauses in Tokmak kam ihre erste Tochter Helena zur Welt. Wir organisieren eine neue Folkloregruppe in Baden-Baden für Jung und Alt. Wer Spaß am Singen und Tanzen hat, meldet sich bitte bei Frau Mai, Tel.: , oder Frau Schmackow, Tel.: Unsere Sprechstunden finden weiterhin jeden Montag von 17 bis 19 Uhr in der Briegelackerstr. 40 in Baden-Baden statt. Der Vorstand Villingen-Schwenningen Alle Landsleute sind herzlich eingeladen zu unserem Kulturabend am 8. März um 19 Uhr im Franziskus-Gemeindehaus in Schwenningen, Erzbergerstr. 11. Es spielt die Musikgruppe Blitz. Vom 14. bis 16. März veranstalten wir eine Busfahrt nach Paris und am 14. April eine Tagesfahrt nach Heidelberg. Weitere Informationen erhalten Sie von unseren Vorstandsmitgliedern Herrn Meier, Tel.: , und Frau Legaew, Tel.: Lina Legaew Bayern Ansbach Wir laden alle Mitglieder der Kreis- und Ortsgruppe Ansbach herzlich ein zu unserer Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 27. April um 14 Uhr im Pfarrsaal der Christ-König-Kirche in Ansbach (Rügländerviertel), Josef-Fruth-Platz. Bitte kommen Sie mit Ihren Verwandten und Bekannten. Der Vorstand Augsburg In Augsburg wartete die Landsmannschaft zwischen dem 27. Januar und 17. Februar mit vier sehr unterschiedlichen Veranstaltungen auf. Am besten besucht war wieder der traditionelle Faschingsball, der zwar aus Kostengründen nicht mehr in der Kongresshalle, sondern in der Reischleschen Wirtschaftsschule stattfand, aber bestimmt 400 Freunde des bunten Treibens anlockte. Und sie wurden nicht enttäuscht. Einhelliger Kommentar: Wunderbar! Zur Hauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes kamen 150 Landsleute, von denen 88 stimmberechtigt waren. Bei den letzten Wahlen waren es lediglich 67 gewesen. Das war einer der Erfolge, die der wieder gewählte 1. Vorsitzende Juri Heiser in seinem zügigen Rechenschaftsbericht vermelden konnte. Als weitere sichtbare Erfolge guter Vereinsarbeit nannte Heiser die positive Bewertung der Landsmannschaft in der Augsburger Öffentlichkeit, die Durchführung mehrerer Großveranstaltungen und vieler kleinerer Präsentationen, die stabile Finanzlage, die nicht zuletzt auf das Engagement des Unterstützervereins russlanddeutscher Unternehmer zurückzuführen ist, und das Aufgebot von fünf Mitgliedern der Landsmannschaft für die bevorstehende Augsburger Kommunalwahl. Ein Wermutstropfen bleibt der Rückgang der Mitgliederzahlen der Landsmannschaft, der sich in Augsburg allerdings weniger stark bemerkbar machte als in anderen Orts- und Kreisgruppen. Der neu gewählte Vorstand, dem 15 Mitglieder angehören, will sich dieser Problematik nachdrücklich annehmen. Versammlungsleiter Waldemar Lutz fasste das mit einem leidenschaftlichen Aufruf zusammen, die Landsmannschaft durch mehr Mitglieder zu stärken. Etwa 70 an unserer Volksgruppe interessierte Literaturfreunde ließen sich von der bekannten schwäbischen Schriftstellerin Annegret Lamey über ihr neues deutsch-russisches Buch Irgendwie überleben... Kak-nibudj wyshitj... informieren, in dem sie das Schicksal der Schwarzmeerdeutschen Elvira Teschu und ihres ukrainischen Mannes schildert. Und 33 Aktive beteiligten sich an einem Schachturnier, das vom Vorstandsmitglied der Orts- und Kreisgruppe Augsburg und Stadtratskandidaten Alexander Hosmann initiiert worden war und von Boris Grimberg, Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft 2008, gewonnen wurde. Johann Kampen Bayreuth Fünf Stunden lang tobten bei der Karnevalsfeier der Ortsgruppe Bayreuth am 2. Februar die Narren. Die Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß bot ein rasantes Programm und ließ das Publikum begeis- 27 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

28 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 28 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Bei der Karnevalsfeier in Bayreuth: die junge Garde der Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß. tert mitgehen. Ebenso herzlich begrüßt wurden das Bayreuther Prinzenpaar und die Tanzmariechen, die alle Herzen im Saal für sich gewannen. Und natürlich hörten wir es sehr gerne, als der Vizepräsident der Schwarz-Weißen sagte: Obwohl wir viele Termine haben, habe ich Sie ausgewählt. Sie sind mein Lieblingspublikum. Beitrittserklärung (Nur für neue Mitglieder. Die Mitgliedschaft von Landsleuten, die bereits Mitglied sind, verlängert sich automatisch.) Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zur Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.v. Die Zeitung VOLK AUF DEM WEG wird mir als Mitglied zugestellt. Die Mitglieds- und Bezugsgebühr beträgt jährlich 30,- Euro in den alten Bundesländern und 27,- Euro in den neuen Bundesländern. Spätaussiedler zahlen in den ersten drei Jahren ihres Aufenthaltes in Deutschland 15,- Euro. Name Straße PLZ Ort Geburtsdatum Der Beitrag ist jährlich im Voraus zu bezahlen. Vorname (Vorname des Ehegatten) Einreisedatum Herr/Frau hat mich geworben. Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige ich die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland widerruflich, die Mitglieds- und Bezugsgebühr durch Einzugsauftrag (Lastschrift) von meinem Konto einzuziehen. Meine Konto-Nr. Bank/Sparkasse Datum Unterschrift Ich erinnere alle Mitglieder der Ortsgruppe Bayreuth noch einmal an unsere Vollversammlung mit Neuwahlen am 15. März um 14 Uhr im Löhehaus, Bismarckstr. 3. Ich bedanke mich herzlich bei unseren Vorstandsmitgliedern für ihre hervorragende Arbeit. Obwohl sie alle berufstätig sind, fanden sie die Zeit, für unsere Landsleute gelungene Feste, Treffen und andere Veranstaltungen zu organisieren. In Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der Stadt wurden Computerkurse für junge Aussiedler eingerichtet. Außerdem wurde auf Initiative der Ortsgruppe und in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte, der Caritas, den Kirchen und der Stadt Bayreuth gemeinsam mit unserem Aussied- Bankleitzahl lerbeauftragten Gerhard Eggert das Projekt Integration durch Bildung durchgeführt. Später wurde das Projekt auch von der Aktion Menschen in Not des Nordbayerischen Kuriers unterstützt. Genauso erfolgreich verlief das Unterrichtsprojekt zur Integration von Spätaussiedlern am Beispiel der Deutschen aus Russland, das wir gemeinsam mit der Stadt, dem Schulamt sowie der Stadtund Landesbildstelle Bayreuth realisierten. Dank der aktiven Mitwirkung aller Vorstandsmitglieder konnten wir zahlreiche weitere Veranstaltungen anbieten: Seniorentreffs, Heimatnachmittage, Jugendtreffs, Integrationsveranstaltungen, Tanzabende, Festlichkeiten für verschiedene Altersgruppen, Teilnahme an den Interkulturellen Wochen u.a., Fahrten durch Deutschland und ins Ausland, Treffen mit bekannten Schriftstellern und Künstlern. Namentlich bedanke ich mich bei Anna Dondörfer (2. Vorsitzende und verantwortlich für Fahrten und Kulturarbeit), Eleonora Sauerwein (Seniorenarbeit), Katharina Gross und Alexander Kromm (Jugendarbeit), Olga Howeiler (Kassenwart) und Juri Howeiler (Öffentlichkeitsarbeit und Schriftführer). Einen herzlichen Dank auch unseren freien Helfern Elvira Schwab und Marta Kern. Viktoria Wesner, 1. Vorsitzende Dingolfing-Landau Bei unserem Faschingsball am 26. Januar war der große Saal in der Gaststätte Apfelbeck in Mamming, der 500 Gästen Platz bietet, übervoll. Neben den Mitgliedern unserer Orts- und Kreisgruppe konnten wir auch Besucher aus zahlreichen anderen Gebieten Bayerns bei uns begrüßen. Für Tanzmusik und gute Stimmung sorgten unsere bewährten Musiker, die für jede Altersklasse etwas zu bieten hatten. Zahlreiche Gäste waren maskiert und kostümiert erschienen und wurden dafür von einer Jury mit Preisen belohnt. Traditioneller Höhepunkt war der Einzug der Prinzengarde samt Hofstaat und Gardemädchen. Ebenso wie unsere Vorsitzende Rita Palmer in ihrer Begrüßungsansprache bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen fleißigen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Alfred Bitzer Forchheim Vor etwa einem halben Jahr wurde die Kreis- und Ortsgruppe Forchheim der Landsmannschaft gegründet. Am 13. Juli 28 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

29 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 29 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Die Bundesgeschäftsstelle Das japanische Element beim Faschingsball der Orts- und Kreisgruppe Dingolfing-Landau. 2007, dem Tag der Gründung, wurden viele ehrgeizige Ziele formuliert, um unseren Landsleuten, vor allem den Jugendlichen und Kindern, durch Angebote im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich eine bessere Integration zu ermöglichen. Inzwischen ist es uns gelungen, eine Reihe unserer Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wir veranstalten Tanzabende und haben Spiel- und Bastelnachmittage sowie einen offenen Jugendtreff zusammen mit der Kirchengemeinde Verklärung Christi eingerichtet. Gemäß der erfolgreichen Idee Integration durch Sport treffen sich jede Woche zahlreiche Jugendliche, um unter Anleitung von Erwachsenen ein paar Stunden Volleyball oder Basketball zu spielen. Als Organisator ist der Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Johannes Moosmann, stets dabei. Der Vorstand Landshut Die Stimmung passte bei unserer Faschingsfeier, die sehr gut besucht war. Für die besten der zahlreichen Kostüme gab es Preise, und auch unsere Kinder gingen nach ihrem Auftritt nicht leer aus. Bitte beachten Sie unsere nächsten Veranstaltungen: - 8. März, 16 Uhr: Feier anlässlich des Internationalen Frauentages im Haus der Begegnung in Altdorf, Bernsteinstr. 72. Gemeinsam mit der Gesangsgruppe Die liebenden Herzen laden wir alle zu einer geselligen Runde bei Kaffee und Kuchen ein. Wir bitten unsere Frauen, Kuchen Der Vorsitzende der Ortsgruppe Forchheim, Johannes Moosmann (rechts), mit den Teilnehmern des Sportprogramms der Ortsgruppe. Zentrale Raitelsbergstr. 49, Stuttgart Tel.: 0711/ Fax: 0711/ Homepage: Mitgliederverwaltung, Anzeigen für Volk auf dem Weg: 0711/ und -18 Versand (Bücher etc.): 0711/ Projekte: Tel.: Öffentlichkeitsarbeit: 0711/ Migrationserstberatung: Stuttgart: Tel.: , -20 und -21 München: Tel.: Neustadt/Weinstraße: Tel.: Hannover: Tel.: Thüringen: Mobil: mitzubringen. Für Musik sorgt Viktor Genning. Eintritt frei März, 14 Uhr: Alle ordentlichen Mitglieder sind herzlich eingeladen zur Vollversammlung mit Neuwahlen im Gasthaus Linden in Eugenbach. Kommen Sie und unterstützen Sie unsere Arbeit; Sie werden angeschrieben April, 18 Uhr: Begegnungstag im Rahmen eines Heimatabends mit Jakob Fischer im Gasthaus Deutsche Eiche in Landshut, Wolfgangssiedlung, Lärchenstr. 12 (gute Busverbindung). Es soll eine Begegnung mit unseren russlanddeutschen Volksliedern und deutschen Tänzen sein bis 25. Mai: In Abweichung vom Jahresplan veranstalten wir eine zweitägige Kulturreise mit dem Bus nach Wien. Wir bitten um zeitige Anmeldungen bei Helene Miller, Tel.: , oder Anna Müller, Tel.: Nähere Treffen: Belije Wodi (Kasachstan) Am 10. Mai findet um15uhr in Gombeth (Borken-Hessen, A 49), Borkener Straße, Dorfgemeinschaftshaus, ein Treffen der ehemaligen Bewohner des Dorfes Belije-Wodi, Gebiet Tschimkent, Kasachstan, statt, zu dem Landsleute aller Generationen herzlich eingeladen sind. Es erwartet Sie ein Begegnungsprogramm mit viel Freude und festlicher Stimmung. Kontakt-Telefonnummern: , , , Gustav Höfle 29 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

30 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 30 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Freude über ein kleines Geschenk bei der Faschingsfeier der Ortsund Kreisgruppe Landshut. Informationen über die Besichtigungen erhalten Sie bei der Anmeldung. Mitglieder der Ortsgruppe haben Vorrang. Wir gratulieren zwei langjährigen Mitgliedern der Orts- und Kreisgruppe Landshut, Alexander Steinepreis und Waldemar Gillert, ganz herzlich zum 50. Geburtstag und wünschen ihnen alles Gute und bei bester Gesundheit noch viele Jahre zum Wohle der Landsleute. Wir begrüßen als neue Mitglieder die Familien von Alma Fischer aus Landshut, von Rosa Fischer aus Mallersdorf-Pfeffenhausen, von Alexander Naumann aus Landshut und von Viktor Bopp aus Essenbach-Unterwattenbach und danken ihnen für ihr Vertrauen. Der Vorstand Bunte Kostüme bei der Faschingsfeier der Ortsgruppe München. München Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Osterfeier, die wir am 16. März um 15 Uhr gemeinsam mit der Seelsorgestelle für die Deutschen aus Russland in München und der Ackermann- Gemeinde im Gemeinderaum der Seelsorgestelle in München, Rumfordstr. 21a (Rückgebäude), veranstalten. Weitere Informationen bei Valentina Ruppert, Tel bzw , oder Elena Miller, Tel Jeden Sonntag versammeln sich Kinder und Jugendliche, die gerne malen und zeichnen, um Uhr im Malkurs Unsere Quelle. Der Unterricht findet in der Rumfordstr. 21a in München statt. Kontakt: Frau Hensch, Tel.: Die Teilnehmer des Malkurses und ihre Eltern machen einmal im Monat interessante Ausflüge mit dem Reisebüro Reisewelt. Ausführliche Informationen dazu bekommen Sie im Reisebüro bei Frau Büxel, Olgastr. 1, München, Tel.: oder , Dadurch haben Ihre Kinder die Möglichkeit, Teilnehmer des Programms Kunst für die Kinder zu werden, in dem sie einiges über die Region erfahren, in der sie leben. Der Vorstand Regensburg Volleyball -Freizeitmannschaft Auf Initiative unserer Ortsgruppe und im Rahmen der Förderung Integration durch Sport besteht für unsere Landsleute seit Februar 2008 die Möglichkeit, einmal in der Woche in der Sporthalle der Grundschule Burgweinting Volleyball zu spielen. Dieses Angebot ist für ca. ein Jahr ausgelegt. Die Teilnahme ist kostenlos; es ist also nicht erforderlich, dem Sportverein beizutreten. Dennoch ist man versichert und wird von einem qualifizierten Gruppenleiter betreut. Momentan steht uns die Halle sonntags von 20 bis 22 Uhr zur Verfügung. Es haben sich bereits mehrere Sportbegeisterte gefunden. Weitere Teilnehmer gerne auch Anfänger sind herzlich willkommen. Nähere Informationen können unter erfragt werden. Kommunalwahl Die sieben russlanddeutschen Kandidaten für den Regensburger Stadtrat danken allen aktiven Landsleuten und Sympathisanten für die Unterstützung bei der Kommunalwahl und die wertvolle Hilfe im Wahlkampf. Der Vorstand Rosenheim Am 19. April veranstalten wir im Pfarrzentrum der Christ-Königs-Kirche in Rosenheim ein Festival der Volkstalente, an dem sich unsere Musiker, Sänger, Tänzer, Schriftsteller und anderen Künstler beteiligen können -Profis und Amateure, Erwachsene und Kinder, in jeder Sprache. Interessenten bitten wir, sich unter den Tel.-Nrn oder zu melden. Der Vorstand Schweinfurt Mit einigem Stolz konnte der alte und neue Vorsitzende Ewald Oster bei der Mitgliederversammlung über die Tätigkeit der Kreis- und Ortsgruppe Schweinfurt in den Jahren 2004 bis 2007 berichten. Sehr wichtig ist die Beratungsstelle der Ortsgruppe, in der die Neuankömmlinge kompetente Hilfe erhalten. Unsere ehrenamtlichen Sozialbetreuer Anton Klotz, Gottlieb Eirich und Erna Kiel qualifizieren sich für ihre Aufgabe in Fortbildungsmaßnahmen, die von der Landsmannschaft durchgeführt werden. Olga Baluyev engagiert sich besonders aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit. Ihre Schützlinge beteiligen sich an der 30 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

31 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 31 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Hessen Fulda Der neue Vorstand der Orts- und Kreisgruppe Schweinfurt mit dem 1. Vorsitzenden Ewald Oster (3. von rechts). Durchführung verschiedener Veranstaltungen. Ganz allgemein wird in der Ortsgruppe großer Wert auf die Arbeit mit Jugendlichen gelegt, da diese es am schwersten haben, sich in der neuen Heimat zu orientieren und einzuleben. Ebenfalls unter der Leitung von Olga Baluyev gestaltete unser Frauenchor Harmonie das Kulturprogramm der landsmannschaftlichen Treffen der Ortsgruppe. Neben den üblichen Beratungen bieten wir auch Sprachkurse und Beschäftigungsmaßnahmen an, die sich nicht zuletzt an Jugendliche wenden. So werden etwa im Rahmen des Projektes In Schweinfurt gerne daheim im Übergangswohnheim und im Deutschhof-Bürgertreff Sprachkurse mit Nadja Bauer durchgeführt. Da nicht alle unsere Trudarmisten und Opfer der Verschleppung wegen ihres Alters oder ihrer angegriffenen Gesundheit an den Gedenkfeiern der Landsmannschaft anlässlich des Vertreibungsukases vom 28. August 1941 in Wiesbaden, Stuttgart oder Friedland teilnehmen konnten, organisierten die Ortsgruppe und das Team Freundschaft unter der Leitung der ehemaligen Arbeitsarmisten Gottlieb Eirich und Leopold Kinzel ein entsprechendes Treffen in Schweinfurt. Als Geschenk erhielt jeder Teilnehmer das Buch Menschliche Schicksale von Gottlieb Eirich. Darüber hinaus organisierten wir ungezählte weitere Veranstaltungen, die wir hier nur kurz erwähnen können: - zwei Sommerfeste mit Jakob Fischer am Deutschhof; - Weihnachtsfeiern für Erwachsene und Kinder mit ganz erheblich gestiegener Besucherzahl; - Feiern zum Internationalen Frauentag; - Tagesausflüge und eine Viertagesfahrt; - Seniorennachmittage und weitere Zusammenkünfte mit der bekannten Gitarren- und Mandolinengruppe unter der Leitung von Leopold Kinzel. Alles in allem können wir mit Fug und Recht behaupten, dass der Orts- und Kreisgruppe Schweinfurt das Wort Stillstand fremd ist. Und vor dem Hintergrund der vielfältigen Aktionen auf allen Ebenen landsmannschaftlicher Arbeit war es mehr als verdient, dass die Mitglieder des alten Vorstandes bei der Versammlung mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden. Gottlieb Eirich Hutzelfeuer am Aschenberg. Nach einigen Jahren Pause lebte die Tradition des Hutzelfeuers am Aschenberg, das am ersten Sonntag nach Aschermittwoch abgebrannt wird, wieder auf (der Begriff Hutzelfeuer leitet sich von den Hutzeln ab, einer regionalen Bezeichnung für gedörrte Birnen und Zwetschgen). Unter den rund 300 Teilnehmern des Spektakels waren auch die Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Rosa Emich, und die ehrenamtlichen Multiplikatorinnen Natalie und Helene Sikorski. Wir sehen dieses Hutzelfeuer auch als Beitrag zur Integration, weil Menschen mit Migrationshintergrund an Traditionen wie diese herangeführt werden sollen, betonte Marion Mock von der Grümel -Jugendwerkstatt Aschenberg ( Grümel = Grüner Mülleimer für Arbeit und Leben e.v., eine Initiative, die gegründet wurde, um ein Zeichen gegen die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit zu setzen und sich für den Umweltschutz zu engagieren). Rosa Emich Gießen Die besten Wünsche für unsere neuen Mitglieder Sieghild Fürst, Rosa Salzmann und Burkhard Muth. Wir danken ihnen für das uns entgegengebrachte Vertrauen! Burkhard Muth Es freut uns sehr, dass auch einheimische Mitbürger Interesse an unserer Geschichte und der landsmannschaftlichen Arbeit zeigen und uns unterstützen, so wie der Musikpädagoge Burkhard Muth aus Gießen. Es gibt mehrere Gründe, die ihn bewegen, in der Landsmannschaft mitzuwirken: Er interessiert sich für die Kultur Osteuropas und hat ein Buch über den in Lwiw geborenen Pianisten, Komponisten 31 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

32 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 32 LANDSMANNSCHAFT REGIONAL und Klavierlehrer Theodor Leschetizky verfasst (www.musikautorenverlag.de). Mit viel Freude engagiertersich auch im Akademikerarbeitskreis, den die Vorsitzende der Ortsgruppe Gießen, Rosa Tugova, leitet. Wir bedanken uns herzlich bei folgenden Landsleuten für ihre treue Mitgliedschaft: Pius Zerr (Fernwald, 47 Jahre); Alfred Bernd (Buseck, 45 Jahre); Meta Radoske (Lahnau, 43 Jahre); Leo Walter (Grünberg, 40 Jahre); Waldemar Trelenberger (Lollar, 40 Jahre); Karl Retzer (Buseck, 33 Jahre); Jakob Minderlen (33 Jahre); Alma Kapp (Buseck, 31 Jahre); Adam Feller (Wetzlar, 29 Jahre); Oswald Werre (Linden, 29 Jahre); Elvira Löffer (Wetzlar, 28 Jahre); Erika Löffer (Braunfels, 28 Jahre); Emma Maier (Gießen, 27 Jahre); Eduard Zwicker (Wetzlar, 27 Jahre); Johannes Tuchscherer (Buseck, 27 Jahre); Emil Schell (Buseck, 24 Jahre); Jakob Scherle (Wetzlar, 23 Jahre). Die Ortsgruppe Gießen gratuliert ihrem ehrenamtlichen Fotographen Jurij Antonov herzlich zum 55. Geburtstag. Wir danken für seine vorbildliche Arbeit und wünschen Jurij Antonov ihm beste Gesundheit, viel Glück und weiterhin viel Spaß an der Arbeit in unserer Mitte. Kontakt: Rosa Tugova, Tel.: oder (dienstlich). Der Vorstand Niedersachsen Hildesheim Andreas Maurer (2. Reihe, 3. von links) erhielt von Lilli Bischoff (2. Reihe, 2. von links) die bronzene Ehrennadel der Landsmannschaft. Rechts die Vorsitzende der Ortsgruppe Osnabrück, Frieda Dercho. Wir gratulieren Franz Schäll, einem der treuesten Mitglieder der Landsmannschaft, ganz herzlich zu seinem 90. Geburtstag am 3. März. Franz Schäll wurde 1918 in Elsaß, Gebiet Odessa, geboren und Franz Schäll lebt heute in Hildesheim, Plötzenstr gründete er zusammen mit Heinrich Wiest und Felix Senger die Ortsgruppe Hildesheim, in deren Vorstand er bis Mitte der 70er Jahre war. Der Jubilar ist bis zum heutigen Tag Mitglied der Landsmannschaft und war über viele Jahrzehnte unermüdlich ehrenamtlich im Einsatz für seine Landsleute. Seine beiden wichtigsten Ziele waren, möglichst vielen die Ausreise aus der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik Deutschland zu ermöglichen und hier auf das Schicksal der Russlanddeutschen aufmerksam zu machen. Wir sind sehr froh, dass wir Menschen wie Franz Schäll zu unseren Mitgliedern und Mitstreitern zählen dürfen und danken ihm für sein vorbildliches Engagement. Zu seinem seltenen Jubiläum gratulieren wir ihm herzlich und wünschen ihm vor allem Gesundheit und Freude am Leben. Die Landsmannschaft Osnabrück Im Rahmen einer Veranstaltung der Ortsgruppe Osnabrück überreichte die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft, Lilli Bischoff, dem Mitglied des Vorstandes der Ortsgruppe, Bei der Karnevalsfeier der Ortsgruppe Bochum. Andreas Maurer, die bronzene Ehrennadel der Landsmannschaft. Für den musikalischen Rahmen sorgte Viktor Zibori mit seinem Akkordeon und den Liedern, die er für den Abend vorbereitet hatte. Der Vorstand Wolfsburg Bitte beachten Sie unsere Termine in diesem Jahr: -8. März: Feier zum Internationalen Frauentag bis 19. April: 5. Wolfsburger Frühjahrsputz Mai: Maitanz und Neuwahlen der Ortsgruppe Wolfsburg bis 29. Juni: 70 Jahre Wolfsburg; Picknick; Tag der Heimat September: Feier zum Erntedankfest. - 6.Dezember: Adventsfeier Dezember: Silvesterfeier. Unsere Sprechstunden finden jeden Montag von 9bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung (Tel.: ) im Integrationszentrum MeinNZ in Wolfsburg-Westhagen, Dessauer Str. 30b, statt. Ebenfalls im Integrationszentrum MeinNZ trifft sich an jedem 2. und 4. Montag eines Monats um Uhr der Frauenkreis Anna-Treff. Änderungen vorbehalten. Der Vorstand 32 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

33 18_33_VadW_03_08.qxd :12 Uhr Seite 33 Nordrhein- Westfalen Bochum Viel Spaß hatten die Gäste bei unserer Karnevalsfeier mit Musik und Tanz für Kinder, Eltern und Großeltern am 27. Januar, bei der es für die besten Kostüme Preise gab. Alle Mitglieder laden wir ganz herzlich ein zu unserer kostenlosen Tagesfahrt nach Gifhorn am 15. März mit Besuch des dortigen Mühlenmuseums. Ebenso herzlich laden wir Sie ein zur Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Bochum mit Neuwahlen des Vorstandes, die am 5. April um 15 Uhr in der Heimatstube in Bochum, Neustr. 5, stattfindet. Wer die Landsmannschaft aktiv mitgestalten will, ist aufgerufen, sich anlässlich der Versammlung oder bereits vorher unter den Telefonnummern oder zu melden. Anschließend bieten wir bei einem gemütlichen Beisammensein Kaffee, Tee und Gebäck an. Der Vorstand Düsseldorf Einen Bilderbogen aus Liedern, Gedichten und Schwänken im Dialekt der Deutschen aus Russland präsentieren die ehemaligen Ensemblemitglieder des Deutschen Theaters in Almaty, Veronika Klassen und Lilia Henze, zum Internationalen Frauentag am 8. März um 18 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, Bismarckstr. 90. Das Programm mit dem Titel Bei uns im Dorf vermittelt den Zuschauern Einblicke in die Lebenswelt an der Wolga. Zwischen tiefster Melancholie über Die russlanddeutschen Geschwister Ines und Richard Eisinger waren die jüngsten Teilnehmer beim Chemnitzer Neujahrspokal und sicherten sich in der Juniorenklasse I sowohl bei den Standard- als auch bei den Lateintänzen den 2. Platz wurden sie sächsische Landesmeister in den Standardtänzen und seit Januar 2008 gehören sie dem Landeskader an. erfüllte und unerfüllte Liebe bis hin zu sprudelnder Heiterkeit und Lebensfreude wechseln die Lieder ihr Thema. Information und Anmeldung im Gerhart- Hauptmann-Haus unter der Tel.-Nr Mattias Lask Sachsen Chemnitz Chemnitz: Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme der TAZ Training Ausbildung Zukunft ggmbh mit dem Vorsitzenden der Landesgruppe Sachsen, Florian Braun (3. Reihe, 1. von links), Frau Ulbrich, TAZ-Geschäftsführerin (2. Reihe, 1. von rechts), und Frau Esinevich, Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Sachsen (3. Reihe, 2. von rechts). DIE LANDSMANNSCHAFT Die TAZ Training Ausbildung Zukunft ggmbh bildet seit mehreren Jahren erfolgreich Spätaussiedler und Migranten in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufsfeldern aus. Während dieser Zeit hat sie intensiv mit dem Vorsitzenden der Landesgruppe Sachsen der Landsmannschaft, Florian Braun (Chemnitz), zusammengearbeitet. Das Foto auf dieser Seite zeigt die derzeit laufende Qualifizierung für Spätaussiedler und Migranten in gewerblich-technischen Berufsfeldern, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Sachsen gefördert wird. Für das Jahr 2008 sind Integrationslurse und diverse Qualifizierungen geplant. Fragen Sie nach -Informationen und Beratungstermine erhalten Sie von Frau Ulbricht und Frau Fischer, Tel.: , sowie von Frau Esinevich, Tel.: Florian Braun 9. Jahrestagung der Plautdietsch-Freunde Alle Interessenten sind hezlich eingeladen zur 9. Jahrestagung der Plautdietsch-Freunde am 8. März in Detmold, AHF-Schule (Aula), Georgstr. 24. Thema der Tagung ist Plautdietsch in der Literatur, wobei nicht zuletzt der Umstand beleuchtet wird, dass in Kanada immer mehr Bücher erscheinen, die als Romane oder Memoiren plautdietsche/mennonitische Gemeinschaften beschreiben Nach der Mitglieder-Jahresversammlung der Plautdietsch-Freunde (14-15 Uhr) ist folgendes Programm vorgesehen: bis Uhr: Begrüßung -Johann Penner: Vorstellung des Musik- Colleges; buntes Programm zum Internationalen Frauentag; Tatjana Klassner und ihre Freundinnen und Freunde. 17 bis 18 Uhr: Podiumsdiskussion mit Rudy Wiebe, Miriam Toews, Joachim Utz, Peter Wiens und Heinrich Siemens. 19 bis 21 Uhr: Lesung mit Rudy Wiebe und Miriam Toews (Kanada); deutsche Sprecher: Joachim Utz und N.N. Im Anschluss an die Lesung können Sie Bücher der AutorInnen erwerben und signieren lassen. In den Pausen wird für Ihr leibliches Wohl gesorgt und Sie haben die Möglichkeit, unseren CD- und Büchertisch zu besuchen. Eintritt/Teilnahme: 5,- Euro (ganzer Tag). Anmeldung nicht erforderlich. Plautdietsch Freunde e.v. 33 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

34 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 34 HEIMAT IMGLAUBEN München: Neujahrstreffen mit Visitator Dr. Alexander Hoffmann tung in der Pfarrgemeinde am Wohnort zu helfen. Pfarrer Dr. Hoffmann stellte sich zunächst vor und betonte, ihm sei es ein großes Anliegen, mit den Deutschen aus Russland persönlich in Kontakt zu kommen und ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Er machte seinen Zuhörern Mut, den Weg in die Pfarrgemeinden zu suchen, auf sich aufmerksam zu machen und an den Veranstaltungen der Pfarreien teilzunehmen. Am Ende des Treffens, bei der auch das gemütliche Beisammensein nicht fehlte, bedankte sich die Vorsitzende der Ortsgruppe München der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Valentina Ruppert, bei allen für den gelungenen und informativen Nachmittag. Lothar Palsa Beim Neujahrstreffen in München (1. Reihe von rechts nach links): Anna Lengenfelder, Visitator Dr. Alexander Hoffmann, Pfarrer Dr. Georgij Avvakumov, Lothar Palsa, dahinter Valentina Ruppert. Zur Geschichte der evangelischlutherischen Russlanddeutschen Vor einigen Tagen brachte mir mein Sohn eine umfangreiche Mappe (623 Seiten) mit der Überschrift Geschichte der evangelisch-lutherischen Russlanddeutschen in der Sowjetunion, der GUS und in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gemeinde, Kirche, Sprache und Tradition mit den Worten: Du wirst dich freuen, so etwas zu lesen. Ich las, staunte und freute mich und las weiter und bewunderte die Arbeit. Der Autor der Abhandlung, Walter Graßmann (München), hat sich viel Mühe gegeben, eine Menge veröffentlichte und noch viel mehr unveröffentlichte Dokumente ausgewertet, zahlreiche Zeitzeugen befragt, eigens dafür die russische Sprache erlernt, und er ist Tausende Meilen weit gereist, um die Verban- Bei einem Neujahrstreffen in München, zu dem die Landsmannschaft der Deutschenaus Russland, die Seelsorgestelle für die Deutschen aus Russland in München und die Ackermann-Gemeinde eingeladen hatten, war der neue Visitator für die katholischen Deutschen aus Russland, Dr. Alexander Hoffmann, zu Gast. In meiner Begrüßung dankte ich als Vertreter der Ackermann-Gemeinde dem Visitator für seinen Besuch und wünschte ihm für seine neue Aufgabe Zuversicht, Gottes Segen, Kraft und Erfolg. Der Leiter der russischsprachigen katholischen Seelsorge in München, Pfarrer Dr. Georgij Avvakumov, lud die Deutschen aus Russland zur Mitwirkung in seiner Gemeinde ein und erklärte seine Bereitschaft, vor allem bei der Beheimanungsorte der Russlanddeutschen aufzusuchen. Er verfolgt den Niedergang der lutherischen Kirchengemeinden, die zur Sowjetzeit fast ganz ausgelöscht wurden und inzwischen wieder zum Leben erwacht sind. All das konnte so wahrheitsgetreu dargestellt werden, weil Walter Graßmann die gesamte Geschichte der Deutschen in Russland gründlich erforscht hat. Ich kann dem Autor nur meinen herzlichsten Dank und meine Bewunderung dafür auszusprechen. Ich selbst, geboren 1922 in dem wolgadeutschen Dorf Rothammel, habe einen großen, vielleicht den grausamsten Teil der Geschichte unserer Volksgruppe hautnah miterlebt, mitgelitten und nach Kräften für den Erhalt der Kultur und Tradition der Russlanddeutschen in meiner Heimat und der meines Vaters Dominik Hollmann an der Wolga gekämpft. Die Forschungsarbeit von Walter Graßmann ist umso wichtiger, als viele unsere Mitbürger in Deutschland zu wenig vom Schicksal der Russlanddeutschen wissen und weil in den deutschen Medien (viel zu oft!) negative Meldungen über Aussiedler, Russlanddeutsche oder gar Deutsch-Russen (!) erscheinen: Letztere Bezeichnung empfinde ich, und nicht nur ich, als Beleidigung. Schließlich mussten wir, um einen Aufnahmebescheid der Bundesregierung Deutschland zu bekommen, mit Dokumenten über drei Generationen beweisen, dass wir Deutsche sind. Auch Walter Graßmann greift dieses Thema auf. Ja, die jüngere Generation der Russlanddeutschen kennt ihre Muttersprache kaum oder gar nicht. Das ist unser Schmerz, aber nicht unsere Schuld. Mit viel Verständnis hat der Historiker die Gründe erforscht, warum in Russland der christliche Glaube und die Kirchengemeinden fast vollständig ausgelöscht waren. Und er erläutert, welche heldenhaften Bemühungen in Zeiten grausamer Verfolgung durch die Sowjets nötig waren, damit der christliche Glaube, die deutsche Muttersprache und unser Brauchtum zumindest bruchstückweise erhalten bleiben konnten. Unermesslich ist mein Dank für diese wissenschaftliche Arbeit, die sicher auch vielen anderen Landsleuten ebenso wie einheimischen Interessenten viel Freude bringen kann. Ida Bender, Hamburg (Bei der Arbeit von Walter Graßmann handelt es sich um eine Forschungsarbeit zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.) 34 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

35 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 35 BÜCHERANGEBOT DER LANDSMANNSCHAFT HEIMATBÜCHER 1954, Gesamtübersicht über das Russlanddeutschtum 1955, Geschichte, Kultur, Wolgagebiet 1956, Odessa, Geschichte, Kultur u.a. 1957, Saporoshje, Großliebenthal u.a. 1958, Dnjepropetrowsk, Kronau, Orloff u.a. 1959, Sibirien,Mittelasien, Wolhynien u.a. 1960, Krim, großes Auswanderungsverzeichnis u.a. 1961, Kaukasus, Wirtschaft, Kultur u.a. 1962, Wolhynien, städtisches Deutschtum u.a. 1963, Russlanddeutsche in Übersee 1964, Sibirien, Wolga, Kirchen, Schulen u.a. 1965, Heutige Lage, Schrifttum, Volkstum 1966, Aussiedlung und die Vertreibung 1967/68, Hof und Haus, Kultur (Preis, je HB 1954 bis ,- Euro +Versandkosten) , Joseph Schnurr, Die Kirchen und das religiöse Leben der Rußlanddeutschen, Katholischer Teil, 23,- Euro, Evangelischer Teil, 19,- Euro , Hungersnot, Deportation u.a., 11,- Euro , mit Karte der ASSR der Wolgadeutschen, 12,- Euro , Geschichte, Literatur, Aktuelles, 10,- Euro 1990/91, Krieg und Frieden, Rückkehr, 10,- Euro , Deportation, Ausreise, 284 S., 10,- Euro 1995/96, Heimat Deutschland, Trudarmee, 336 S., 10,- Euro 1997/98, Deportation, Jugenderinnerungen, 340 S., 10,- Euro 2000, I. Teil, Geschichte der Volksgruppe, Heimat 10,- Euro 2000, II. Teil, Geschichte der Volksgruppe, Heimat 10,- Euro Heimatbuch 2001/02, 60 Jahre Vertreibung 10,- Euro HEIMATBUCH 2003, 2004, 2005, 2006, 2007/08 Je 10,00 EURO WEITERE LITERATUR Dr. K. Stumpp, Die Auswanderung aus Deutschland nach Rußland in den Jahren , 1020 S., 48,- Euro Dr. K. Stumpp, Die Rußlanddeutschen -200 Jahre unterwegs, 185 Bilder, 15,- Euro Bosch/Lingor, Entstehung, Entwicklung und Auflösung der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer, 7,- Euro G. Wolter, Die Zone der totalen Ruhe (deutsche und russische Ausgabe), je 17,90 Euro V. Aul, Das Manifest der Zarin, 7,- Euro D. Weigum, Damals auf der Krim, 6,- Euro G. Hildebrandt, Wieso lebst du noch? Ein Deutscher im Gulag, Taschenbuch, 6,- Euro N. Kossko, Die geraubte Kindheit, 8,- Euro N. Kossko, Am anderen Ende der Welt, 10,- Euro E. Imherr, Verschollene Heimat an der Wolga, 10,- Euro I. Walker, Fatma -eine historische Lebensgeschichte aus dem Kaukasus, 10,- Euro J. und H. Kampen, Heimat und Diaspora, Geschichte der Landsmannschaft, 8,- Euro Anton Bayr, Vergessene Schicksale, 17,- Euro G. Prehn, Otto Flath. Ein Bilder-Zyklus zum Neuen Testament, 24,80 Euro G. Orthmann, Otto Flath, Leben und Werk, 5,- Euro W. Mangold: Rußlanddeutsche Literatur, 7,- Euro J. Warkentin, Geschichte der rußlanddeutschen Literatur, 8,- Euro Rosalia Prozel, Weißer Tee, 5,- Euro N. Däs, Alle Spuren sind verweht. Rußlanddeutsche Frauen in der Verbannung, 10,- Euro N. Däs, Der Schlittschuhclown, 8,- Euro N. Däs, Kochbuch der Deutschen aus Rußland, 10,- Euro N. Däs, Laßt die Jugend sprechen, 5,- Euro N. Däs, Rußlanddeutsche Pioniere im Urwald, 9,- Euro N. Däs, Wölfe und Sonnenblumen, 10,- Euro R. Keil, Rußland-Deutsche Autoren, ,- Euro V. Heinz, In der Sackgasse, 13,- Euro V. Harsch, Aus der Lebensbeichte meiner Mutter, 4,- Euro M. Schumm, Sketche und Kurzgeschichten, 3Euro I. Melcher, Kurze Prosa, 3,- Euro W. Hermann, Das fremde Land in dir, 7,- Euro G. Steinmüller, Perlen der russischen Volksmedizin, 6,- Euro Alexander Fitz, Puteschestwie na semlju, 5,- Euro F. Dortmann, Olga von der Wolga, Lieder im Volkston, 12,- Euro O. Geilfuß, Für alle Kinder, Kinderlieder, 5,- Euro Liederbuch Deutsche Volkslieder aus Russland, 10,-Euro Kassette Nr. 1, Bei uns, ihr Leit, ist Hochzeit heit, 7,- Euro Kassette Nr. 2, Ai, ai, was ist die Welt so schön, 7,- Euro CD Nr. 1, Bei uns, ihr Leit, ist Hochzeit heit, 10,- Euro CD Nr. 2, Ai, ai, was ist die Welt so schön, 10,- Euro GEDICHTE A. Brettmann, Stimmen des Herzens, Gedichte, 10,- Euro Deutsche Gedichte aus dem Kaukasus, 4,- Euro E. Fotteler, Das schimmernde Licht, 8,- Euro J. Warkentin, Rußlanddeutsche Berlin-Sonette, 5,- Euro W. Weber, Scherben -deutsche und russische Ausgabe, je 10,- Euro W. Mangold, Deutschland, hin und zurück, 9,50 Euro W. Mangold, Rund um das Leben, 7,- Euro R. Pflug, Der Wind singt vom kommenden Tag, 10,80 Euro K. Lubomirski, Propyläen der Nacht, 10,- Euro Nelly Wacker, Es eilen die Tage, 7,- Euro NEU N. Kossko, Wo ist das Land..., 12,- Euro A. Keller, Meine Kata-Strophen, 11,- Euro Tatjana Löwen, Der Regen ist schuld, 12,- Euro Dr. E. Biedlingmaier, Ahnenbuch von Katharinenfeld in Georgien, Kaukasus. Chronik der Familien, 98,- Euro J. Warkentin, Russlanddeutsche: Woher? Wohin? Von Katharina II. (der Großen) bis in die Gegenwart, 11,90 Euro Frierende Hände -erfrorene Hoffnungen. Berichte deutscher Deportierter, 19,80 Euro R. Nachtigal: Die Dondeutschen 1830 bis 1930, deutsche und russische Ausgabe, je 17,- Euro H. Schlotthauer, Ich bin ein Wolgadeutscher, 9,50 Euro E. Krohmer, Der Weg zum Steinbruch, 10,60 Euro G. Walter, Lebendige Ahnen, 18,-Euro N. Wagner, Ein Volk wird gejagt -die Russlanddeutschen, 8,50 Euro W. Häberle, Die weite Reise, 21,40 Euro Richten Sie Ihre Bestellungen bitte an: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.v. Raitelsbergstr. 49, Stuttgart Telefon: Telefax: VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

36 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 36 GLÜCKWÜNSCHE Zum 70. Geburtstag am 26. März gratulieren wir ganz herzlich meinem Ehemann, unserem Papa, Schwiegervater und Opa Waldemar Lischtschuk Wir danken Ihnen für alle Tage/ und wünschen Ihnen noch viele Jahre./ Leben Sie froh noch jeden Tag,/ den Ihnen der Herrgott schenken mag. In Liebe: deine Frau, drei Kinder mit Partnern, sechs Enkelinnen. Zum 70. Geburtstag am 28. März gratulieren wir meinem Mann, unserem Vater und Großvater Wilhelm Freier geb. in Grüntal bei Odessa. Die 70 hast du nun erreicht,/ die Zeit, sie war nicht immer leicht./ Und heute wollen wir dir sagen,/ wir lieben und brauchen dich an allen Tagen. Wir wünschen dir ein langes Leben,/ Gesundheit,Glück und Gottes Segen. In Liebe: deine Frau Rosalia, Kinder Lora und Dietmar, Lilia und Claus, Enkel Selina und Patrick. Zum 80. Geburtstag am 6. März gratulieren wir von Herzen meinem lieben Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Albert Fütterer geb. in Katharinental, Odessa. In Liebe und Dankbarkeit: Ehefrau Leokadia, Kinder Anton, Lilli und Eleonore mit Familien, Enkel und Urenkel. Zum 80. Geburtstag am 24. Februar gratulieren wir ganz herzlich unserem lieben Vater, Opa, Uropa und Ehemann Johannes Hochnadel 80 Jahre sind vergangen,/ voll von Arbeit, Müh n und Bangen -/ was wird aus den Kindern werden? Langsam kommen Kniebeschwerden,/ doch das alles nimm in Kauf,/ freu dich an des Lebens Lauf! Wein und Kuchen sind bestellt,/ lass dir s wohl sein auf der Welt! In Liebe und Dankbarkeit: deine Ehefrau Franziska, Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder. 36 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008 Zum 85. Geburtstag am gratulieren wir ganz herzlich unserem lieben Vater, Großvater und Urgroßvater Viktor Greb geb. in Blumenfeld, Wolga, Für deine Mühe an vielen Tagen/ möchten wir dir Danke sagen. Wir danken Gott, dass er dich schon so viele Jahre beschützt und geführt hat bis heute. Möge er dir für dein weiteres Leben Kraft, Gesundheit, frohen Mut und seinen reichen Segen geben. Wir freuen uns, dass wir dich in unserer Mitte haben und dass du für uns immer da bist. In Liebe und Dankbarkeit: deine Kinder, fünf Enkelkinder und fünf Urenkelkinder. (Viktor Greb: Tel.: ) Glück und Unglück, Krankheit und Gesundheit, Armut und Reichtum, vor allem - Liebe, das alles teilen Katharina und Johann Hilz seit dem 20. März Liebe Eltern, liebe Oma, lieber Opa, liebe Uroma, lieber Uropa, zur diamantenen Hochzeit wünschen wir von ganzem Herzen alles, alles Liebe. Mögen euch die weiteren Jahre Glück und Gesundheit schenken, und möge Gottes Hand euch segnen für die guten Taten. Danke für die Hilfe und Unterstützung, die ihr uns euer Leben lang gegeben habt. Alle Sorgen, aller Kummer und alle Schmerzen sollen von euch genommen werden, und ihr möget beschützt und mit Freude den Alltag genießen. In Liebe und Dankbarkeit: eure Kinder Helena und Elvira mit Familien. Zum 85. Geburtstag am 3.4. gratulieren wir von ganzem Herzen unserer lieben Mutter und Oma Emma Kremser geb. Stückelmaier geb. in Hermannstal, Odessa. Diese Jahre sind es wert,/ dass man dich besonders ehrt./ Wir hoffen alle sehr,/ es werden noch viele Jahre mehr./ Für deine Müh an allen Tagen/ wollen wir dir Danke sagen. In Liebe: deine Familie. Zum 80. Geburtstag am gratulieren wir von ganzem Herzen unserem Vater, Schwiegervater und Opa Franz Hauck 80 Jahre sind es wert,/ dass man dich besonders ehrt./ Darum wollen wir dir sagen,/ es ist schön, dass wir dich haben. Außerdem gratulieren wir unseren lieben Eltern und Großeltern Berta (geb. Dukart) und Franz Hauck nachträglich zur diamantenen Hochzeit am Wir danken euch für eure Liebe und Unterstützung. Zu jeder Stunde war für uns eure Tür und das Herz offen. Wir wünschen euch Gesundheit, Lebenskraft und Gottes Segen. Alles Liebe wünschen eure Kinder und Enkelkinder. Zum 80. Geburtstag am gratulieren wir von Herzen unserem lieben Vater, Opa und Uropa Johann Marz geb. in Neumünchen, Odessa. Die 80 hast du nun erreicht,/ die Zeit, sie war nicht immer leicht./ Und heute wollen wir dir sagen:/ Danke für alle Tage. / und wünschen dir, werd 100 Jahre! Wir wünschen dir für alle Zeit/ Gesundheit und Zufriedenheit. In Liebe: deine Frau Agnes, Tochter Rosa mit Familie, Söhne Michael und Eduard mit Familien, 14 Enkelkinder und sechs Urenkelkinder und Schwager Eduard Seitz mit Familie. Zum 80. Geburtstag am gratulieren wir liebevoll Alexander Kelsch geb. in Alatai, Krim. Eines möchten wir dir sagen,/ es ist schön, dass wir dich haben./ Für deine Mühe in all den Jahren/ möchten wir dir Danke sagen. Wir wünschen dir Gesundheit und dass Gott dich in allem beschützt. In Liebe: deine Ehefrau, Kinder, Schwiegerkinder, Enkelkinder und Urenkelin Alexia.

37 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 37 Zum 80. Geburtstag am 6. März gratulieren wir von ganzem Herzen meiner lieben Ehefrau, unserer Mutter und unserer lieben Oma Schalastina Lange geb. Eigenseer Du bist die Beste, und wir wünschen uns allen noch viele gemeinsame glückliche Tage. In Liebe und Dankbarkeit: dein Ehemann Johann, Töchter Alvira und Rosa-Marie mit Johannes und Enkelkinder. Zum 70. Geburtstag am 25. März gratulieren wir herzlich unserer Schwester, Ehefrau, Mutter, Oma und Uroma ValentinaSchmidt geb. Frey geb. in Odessa. Wir wünschen ihr Gesundheit und Gottes Segen. In Liebe: deine Schwester Erika, Ehemann, Kinder, Enkel und Urenkel. Zum 90. Geburtstag am wünschen wir unserer lieben Mutter, Oma und Uroma Hedwig Bürklen Gesundheit und Gottes Segen. 90 Jahre sind vergangen,/ seit dein Leben angefangen./ Hattest Höhen und auch Tiefen,/ warst immer da, wenn wir dich riefen. Und heute wollen wir dir sagen -/ es ist schön, dass wir dich haben! In Liebe und Dankbarkeit: deine Tochter, deine Enkelkinder und Urenkelkinder. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir herzlich unseren Eltern und Großeltern Lina (geb. Kiefer, geb. in Krasnoje, Ukraine) und Lorenz (geb. in Krasnoje, Ukraine) 50 Jahre sind es wert,/ dass man euch besonders ehrt!/ Gemeinsam wollen wir euch sagen,/ es ist schön, dass wir euch haben./ Nur schöne Tage soll es geben,/ Gesundheit, Glück und langes Leben! In Liebe und Dankbarkeit: eure Kinder und ihre Angehörigen. Zum 80. Geburtstag am 13. März gratulieren wir herzlich meinem lieben Mann, unserem Vater, Opa und Uropa Inozenz Fix geb. in Ponjatowka, Odessa. Wir wünschen dir Gesundheit und noch viele glückliche Jahre im Kreise der Familie. Wir danken dir, dass du immer für uns da bist, in guten und in schlechten Zeiten. Drum nimm alles mit Freud und Schwung,/ dann bleibst du auch im Herzen jung./ Zufriedenheit und Glück auf Erden/ sind das Rezept, uralt zu werden. Deine Frau, vier Kinder, sieben Enkel und vier Urenkel. Zum 80. Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich unserem lieben Vater, Opa und Uropa Josef Eresmann geb. am in Kandel, Odessa. Wir wünschen dir noch viele glückliche Jahre, Gesundheit und Gottes Segen. In Liebe und Dankbarkeit: deine Kinder, Enkel und Urenkel. Zum 90. Geburtstag am 17. März gratulieren wir unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma Emilie Ganje geb. Schneider geb. in Mannheim, Odessa. Gottes Segen, Gesundheit, Frieden/ und keine Schmerzen,/ Kraft für jeden neuen Tag,/ damit du auch die 100 schaffst,/ das wünschen wir von ganzem Herzen. In tiefer Liebe: deine Tochter Rosa mit Eduard, Sohn Josef mit Magdalena, alle fünf Enkel und sechs Urenkel. Zum 80. Geburtstag am gratulieren wir von ganzem Herzen meinem lieben Mann, unserem lieben Vater, Schwiegervater und Opa Walter Kotrini geb. in Eigenfeld, Kaukasus. Wir wünschen dir gute Gesundheit, Glück und dass wir dich noch lange haben. In Liebe und Dankbarkeit: deine Ehefrau Erika, Sohn Viktor mit Familie, Tochter Rita mit Familie. GLÜCKWÜNSCHE Zum 85. Geburtstag am 3.3. gratulieren wir recht herzlich unserer lieben Tante Amalia Fauth geb. in Friedenstal, Odessa. Die 85 hast du nun erreicht,/ die Zeit, sie war nicht immer leicht./ Und heute wollen wir sagen:/ Danke für alle Tage. Wir wünschen dir für alle Zeit Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen. Deine Nichten mit Kindern und Enkelkindern. Zum 80. Geburtstag am 1. März gratulieren wir von ganzem Herzen Erna Eckmann geb. in Kassel bei Odessa. 80 Jahre sind es wert,/ dass man dich besonders ehrt./ Freude, Glück und keine Schmerzen/ wünschen wir von ganzem Herzen./ Nur frohe Tage soll es geben/ und ein langes, langes Leben. In Liebe: Helena und Juri mit Familien. Zum 80. Geburtstag am 3.3. gratulieren wir von Herzen meinem lieben Mann, unserem Vater, Schwiegervater, Opa und Uropa Josef Malsam geb. in Kleinliebental, Odessa. Wir wünschen dir noch ein langes Leben,/ Gesundheit, Glück und Gottes Segen. In Liebe: deine Frau mit Kindern, Schwiegerkinder, Enkelkinder und Urenkelkinder. Wir gratulieren Marij Bischof geb. Köhler herzlich zum 55. Geburtstag am 4. März. 55 Jahre sind vergangen,/ seit dein Leben angefangen./ Es gab viele schwere Zeiten,/ die dir manches Leid bereit en. Wenn wir es auch nicht immer sagen:/ Wir wissen, was wir an dir haben./ Für deine Mühe in all den Jahren/ möchten wir dir danke sagen. Langes Leben, seinen Segen/ soll der liebe Gott dir geben./ Gesundheit, Glück und keine Schmerzen/ wünschen wir von ganzem Herzen. In Liebe: deine Mama, dein Sohn Valentin mit Frau Katerina und Sohn, dein Sohn Eduart mit Frau Valentina und Enkelin Emilij. 37 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

38 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 38 GLÜCKWÜNSCHE Zum 60. Geburtstag am gratulieren wir herzlich Lilli Dauenhauer geb. Brabander 60 Jahre sind vorbei,/ nicht alle waren sorgenfrei./ Vieles hast du mitgemacht,/ mal geweint und mal gelacht. Wir möchten dir von Herzen danken./ Denk immer dran, vergiss es nicht:/ Wir lieben und wir brauchen dich. In Liebe: dein Ehemann Eduard, Kinder und Enkelkinder. Herzliche Glückwünsche zur diamantenen Hochzeit am 6.3. an Hilde (geb. Wenkeler, geb in Eigenfeldt, Aserbaidschan) und Paul (geb in Luxemburg, Dagestan) Schwabe Vielen herzlichen Dank für all die Wärme, Liebe und den Rückhalt, die ihr uns allen stets gegeben habt. In Liebe: eure Kinder mit Ehegatten, Enkel und Urenkel. Zum 70. Hochzeitstag von Maria und Jakob Grauberger und zum 87. Geburtstag von Maria Grauberger 70 Jahre sind es wert,/ dass man euch besonders ehrt. Gemeinsam wollen wir euch heute sagen,/ dass wir froh sind, euch zu haben./ Wir wünschen euch für alle Zeit/ Gesundheit und Zufriedenheit!/ Für eure Mühe in all den Jahren/ möchten wir euch DANKE sagen! In Liebe: eure Kinder, Enkel und Urenkel. Zum 70. Geburtstag am 12. März gratulieren wir von ganzem Herzen Emma Kromm,geb. Hölzer und wünschen ihr Gesundheit, Glück und ein langes Leben. In Liebe: Ehemann Heinrich, Sohn Andreas mit Ehefrau Irina, Enkel Maximilian und Tochter Natalie. kelkinder. Karl Blum geb in Alexanderhilf, Odessa. Wir wünschen zum 80. Geburtstag von ganzem Herzen alles Liebe, alles Gute und vor allem Gesundheit! Seine Ehefrau, Kinder, Enkelkinder und Uren- Andreas Beil, geb im Gebiet Saratow, weist darauf hin, dass es -anders als im Artikel zum 90. Geburtstag von Adolf Pfeiffer in der letzten Ausgabe von VadW behauptet -in Engels niemals ein Pädagogisches Technikum gegeben hat, sondern nur ein Päd-Institut, in dem der Jubilar in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre lernte. Rechtsanwälte Aden Spätaussiedlerangelegenheiten*, Sozialrecht*, Verwaltungsrecht*, Strafrecht**, Baurecht** und Öztürk Arbeitsrecht*, Familienrecht*, Mietund Wohnungseigentumsrecht*, Verkehrsrecht**, Ausländerrecht (*Tätigkeits-, ** Interessenschwerpunkte) Hauptniederlassung: Rinteln, Krönerstr. 10, Tel.: 05751/ Zweigstelle: Waldheim/Sachsen, Bahnhofstr. 12, Tel.: / Tel. Erstberatung: ,99 /Min (a.d. deutschen Festnetz) Gesprächsbereitschaft siehe: Elisabeth Vogel - eine Jahrhundertzeugin Am 29. März 2008 wird mit Elisabeth Vogel, geb. Weisheim, eine unserer ältesten Wolgadeutschen 97 Jahre. Ihr Lebenslauf ist typisch für Landsleute, die alle Höhen und Tiefen des Elisabeth Vogel vorigen Jahrhunderts überwinden und alle Probleme der Integration bis in die Gegenwart bewältigen konnten. Ihr Leben kann man leicht in drei große Perioden einteilen: Geboren in Balzer, Wolga, war sie in der alten Sowjetunion nach der Schule zuerst Arbeiterin und dann Meisterin der Stickerei Klara Zetkin in ihrem Heimatort, der seinerzeit deutschesten Stadt weit und breit. Die Deportation im Spätsommer 1941 leitete ihre zweite Lebensphase ein, die sie über die Stationen Sibirien und Kirgisien 1975 nach Deutschland führte und in der sie als Walkerin und Bäckerin arbeitete. Ihren kurzen Aufenthalt in der Trudarmee 1942 beendete sie durch eine gefährliche Flucht. Ihrem Ehemann Jakob Vogel war dieses Glück nicht beschieden. Er musste zwischen 1941 und 1947 die volle Härte sowjetischer Lager erleiden und starb ein Jahr nach seiner Entlassung am ersten Weihnachtstag Früher als die meisten anderen Wolgadeutschen schaffte Elisabeth Vogel bereits 1975 die Ausreise in das Land ihrer Vorväter, womit ihr dritter Lebensabschnitt begann. Bis heute lebt sie in der Gemeinde Diedorf bei Augsburg und hat herzliche Kontakte in alle Richtungen. Dazu zählen zwei Schwestern, zwei Kinder und vier Enkel, viele Landsleute aus der alten und ebenso viele aus der neuen Heimat, zu denen sie dank guter Nachbarschaft, der evangelischen Gemeinde und dem VDK besonders herzliche Beziehungen pflegt. Sie ist aber auch seit vielen Jahren Mitglied und Vorbild unserer Landsmannschaft sowie aufmerksame Leserin von Volk auf dem Weg und unserer Heimatbücher. Sie alle wünschen Elisabeth viel Glück und Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg und freuen sich auf die nächste Feier in ihrem trauten Kreis der Lieben. Johann Kampen 38 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

39 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 39 VORBILDER Andreas Neufeld -1.Violine bei den Berliner Philharmonikern AndreasNeufeld Seit 1998 ist Andreas Neufeld (31) Mitglied der Berliner Philharmoniker und spielt in den Ersten Geigen des traditionsreichen Orchesters unter der künstlerischen Leitung des berühmten Dirigenten Sir Simon Rattle. Er ist außerdem Mitglied der Philharmonischen Camerata Berlin und der Philharmonischen Geigen Berlin bis 2006 war er Dozent beim Pacific Music Festival in Sapporo. In seiner Freizeit geht Andreas Neufeld zum Fliegen und Tauchen. Der in Krasnodar, Russland, geborene Andreas Neufeld ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen, in der es selbstverständlich war, ein Instrument zu erlernen. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht an der Musikschule Dnjepropetrowsk. Er beteiligte sich erfolgreich an nationalen Jugendwettbewerben, trat als Solist mit der Staatlichen Philharmonie Dnjepropetrowsk auf und erhielt dadurch wichtige künstlerische Impulse kam seine Familie nach Deutschland, wo der junge Geiger an der Hochschule für Musik Mannheim studierte und mit dem Diplom-Konzertexamen abschloss. In dieser Zeit beteiligte sich Andreas Neufeld an zahlreichen Musikfestivals und Wettbewerben. Er war Preisträger des Dietzenbacher Musikförderpreises für Junge Künstler 1995 und Preisträger des Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs in Weimar 1996, ab 1993 Mitglied des European Union Youth Orchestra. Andreas Neufeld wirkte in der Reihe Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrates ( ) sowie in den internationalen Jugendorchestern EUYO und Gustav Mahler mit. Bei zahlreichen Veranstaltungen konnte der junge Virtuose eine bewundernswerte gestalterische Reife zeigen. Schon mit dem ersten von vier dargebotenen Capricci per violino solo des Teufelsgeigers Niccoló Paganini zieht der 21-Jährige in seinen Bann. Nur atemlos staunend, verfolgt man das Capriccio Nr. 5(agitato), das Neufeld so leicht daher spielt, als wären es einfachste Fingerübungen. Er spielt auswendig, die Augen geschlossen, vollkommen eingefühlt in die Musik... Andreas Neufeld bewältigt diese unglaublich schwierigen Stücke mit einer unübertroffenen Sicherheit. Es erstaunt die Zuhörer, welchen Tonumfang er seinem Instrument abverlangt und dass er der Wildheit und Brillanz seines Vorbildes in keiner Weise nachsteht, so lobend die Presse im Jahr VadW Bescheidene Lebensretter Unter dieser Überschrift berichtete die Fränkische Landeszeitung über zwei mutige junge Deutsche aus Russland, die im Oktober 2006 einem Menschen das Leben retteten, Alexander Dockter (Sohn des Vorstandsmitgliedes der Kreis- und Ortsgruppe Ansbach der Landsmannschaft, Dora Dockter) und Konstantin Gast. Der gekürzte Artikel: Nicht lange gezögert haben Alexander Dockter und Konstantin Gast, als im vergangenen Oktober direkt vor ihrer Nase ein verhängnisvoller Unfall passierte. Beim Abbiegen von der B14 nach Elpersdorf bei Ansbach hatte eine Pkw- Foto: Karsten Schirmer Fahrerin ein entgegenkommendes Fahrzeug übersehen. Ein, zwei Meter vor uns hat es gewaltig gekracht, erinnert sich der 21-jährige Werkzeugmechaniker Dockter. Ein Auto wurde 15 Meter durch die Luft über einen Zaun geschleudert und blieb dort auf der Seite in einem Garten liegen. Eine 51-jährige Frau starb auf dem Beifahrersitz. Das andere Auto, in dem ein 24-jähriger Mann saß, blieb demoliert auf der Fahrbahn stehen und fing Feuer. Wir waren auf dem Weg in die Disko, berichtet der 20-jährige Gast. Sofort stiegen die beiden Freunde aus, alarmierten per Mobiltelefon die Polizei und bemühten sich dann, den schwer benommenen Zum 80-jahrigen Jubiläum gratulieren wir meinem lieben Mann, unserem lieben Vater und Großvater Philipp Huber geb. am 20. März 1928 in Wasiljewka bei Odessa. Wir wünschen dir von ganzem Herzen Gesundheit, Glück und ein langes, erfülltes Leben! Die trüben Tage sollen kurz ausfallen, dafür die sonnigen länger andauern! Deine Familie: Nadegda, Lydia, Alexej, Ella, Katharina, Valerij, Elena, Oleg, Alexandr, Anna, Natalia. Zum 70. Geburtstag am 4. März gratulieren wir ganz herzlich meinem lieben Mann, Schwiegersohn, unseren lieben Vater und Opa Ewald Fichtner geb. in Hoffnungstal bei Odessa. Freude, Spaß und keine Schmerzen/ wünschen wir von ganzem Herzen,/ nur Frohsinn und Gottes Segen,/ Gesundheit, Glück und langes Leben. In Liebe: deine Frau Irina, Schwiegermutter Elsa Rennert und Kinder Friedrich mit Marianna, Willy mit Ella und Irina mit Alexander, Enkelkinder: Ina, Waldemar, Bettina, Alwin und Julia. 24-Jährigen aus dem brennenden Fahrzeug zu befreien. Nicht ganz einfach sei das gewesen, weil der Mann etwa 1,90 m groß und zudem zwischen Lenker und Sitz eingeklemmt war. Schließlich gelang es, ihn seitlich heraus zu manövrieren, bevor das Auto komplett ausbrannte. Gast kam dabei zugute, dass er seinen Erste- Hilfe-Kurs beim Bund jedes Jahr wiederholen muss. Sie setzten den Schwerverletzten in ein Buswartehäuschen und kümmerten sich auch noch um die Überlebende in dem anderen Fahrzeug. Wochen später rief die Mutter des 24- Jährigen an und lud sie zum Essen ein. Sie hat uns erzählt, dass sie uns für die Bayerische Rettungsmedaille vorgeschlagen hat. Damit wird ausgezeichnet, wer bei der Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr sein eigenes Leben einsetzt. Kürzlich kam wirklich ein Schreiben aus der Staatskanzlei, in dem ihnen Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber gratulierte und sie zur Verleihung in die Münchner Residenz einlud. Ein Riesenrummel war das, erzählt Alexander Dockter. Ihre Eltern waren sehr stolz auf sie, die Freunde sprachen sie darauf an, und das allgemeine Schulterklopfen nahm schier kein Ende VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

40 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 40 DIE VOLKSGRUPPE Man kann die Heimat nicht aus dem Menschen vertreiben Die Geschichte der alten Heimat erhalten für die Familie Mack eine Aufgabe für Generationen Ottilie und Eduard Mack mit den Töchtern Elvira (rechts) und Nelli. Man kann den Menschen aus seiner Heimat verjagen, aber man kann nicht die Heimat aus dem Menschen vertreiben. Mit diesen Worten leitet Eduard Mack aus Ravensburg sein Buch Erinnerungen an die deutschen Kolonien des Großliebentaler Rayons bei Odessa ein. Sowohl dieses Buch als auch das zweite Zwischen Moldau und Ukraine. Erinnerungen an die deutschen Kolonien im Glückstaler Gebiet hat der ehemalige Lehrer aus Freudental bei Odessa mit Unterstützung seiner Familie jetzt zum zweiten Mal verlegt. Beide Publikationen bieten einen aufschlussreichen Einblick in das Leben der deutschen Kolonien im Raum Großliebental und Glückstal im europäischen Südrussland von der Gründung und Ansiedlung über Lebensbereiche wie Kirche, Schule, Wirtschaft, Sitten und Bräuche bis zu den Repressionen, der Verfolgung und Vertreibung im II. Weltkrieg und danach sowie der Lage der ehemaligen deutschen Kolonien 50 Jahre nach dem Krieg. Diese folgenschwere Vergangenheit lässt sehr viele Vertreter der älteren Generation der Russlanddeutschen nicht ruhen. Und so hat sich auch Eduard Mack mit diesen beiden Büchern das Trauma des Heimatverlustes von der Seele geschrieben. Nach 50 Jahren besuchte ich wieder meine Heimat und nahm eine Handvoll Erde von meinem Heimatdorf mit. Diese Erde ist gedüngt mit Freude und Hoffnung, mit Kummer und Schweiß, mit Verleumdung, Demütigung und Abschied. Das kleine Häufchen Erde, das ich in meiner Hand hielt, der Schmerz und die Trauer, aber auch der Stolz für meine Landsleute inspirierten mich, dieses Buch zu schreiben, heißt es im Vorwort zur Großliebentaler Publikation. Eduard Mack wurde 1918 in Alexanderhilf geboren, seine Frau Ottila 1917 in Kleinliebental. Die beiden Schwarzmeerdeutschen lernten sich als Lehrer an der Freudentaler Schule im Gebiet Großliebental kennen und heirateten Das junge Glück dauerte allerdings nicht lange. Zehn Jahre unserer Ehe muss man herausstreichen, sagt Eduard Mack, denn da seien sie getrennt gewesen. Der Krieg, die Flucht nach Deutschland und die darauffolgende Verbannung rissen die Familie auseinander. Nach der Flucht in den Warthegau (1944) wurde Eduard zur Deutschen Wehrmacht einberufen und 1945 als Kriegsgefangener zu zehn Jahren Haft im Verbannungslager Iwdel-Lag im Nordural verurteilt. Ottilia wurde mit der kleinen Elvira und der Schwiegermutter 1945 von Potsdam nach Tadschikistan auf die Baumwollplantagen verschleppt. Nur durch einen glücklichen Zufall und dank der Mithilfe von Landsleuten erfuhr sie nach drei Jahren Ungewissheit, dass ihr Mann noch am Leben war. Und erst nach zehn Jahren gelang es ihnen trotz vieler Hindernisse wieder zusammenzukommen. Nach wie vor halten die Eheleute engen Kontakt zu vielen Freunden, Verwandten, Nachbarn, ehemaligen Schülern und Kollegen, die in der ganzen Welt verstreut sind. Und so ist auch das facettenreiche Bild der deutschen Kolonien in Südrussland mit einer Fülle von Fotos nicht nur aus den Erinnerungen von Eduard Mack selbst entstanden, sondern auch dank zahlreicher Zeitzeugen, die Dokumente, Fotos und Erinnerungen zur Verfügung stellten. Andererseits stehen hinter dem beachtlichen Projekt jahrelange akribische Forschungsbemühungen und die Unterstützung der ganzen Familie. Seit 1990 leben die Macks in Deutschland. In Ravensburg sind die meisten zu Hause und halten fest zusammen in schlechten und in guten Zeiten. Aus den Lagerzeiten brachte Eduard Mack den Grundsatz mit, immer Mensch zu bleiben. In Deutschland hatte er endlich die Möglichkeit, seinen lang ersehnten Traum zu verwirklichen ein Buch über die Geschichte der Russlanddeutschen in den Großliebentaler Kolonien zu schreiben. Dieses Unternehmen wurde allmählich zu einer Familienangelegenheit: Die Töchter Elvira und Nelli redigierten und korigierten die Inhalte, der Enkel Walter Schock übernahm die Bildbearbeitung und Buchgestaltung. Nicht selten rufen ganz junge Menschen an und wollen etwas über die Geschichte ihrer Großeltern wissen, die bereits tot sind und über die ihnen die Eltern nur wenig oder gar nichts erzählen können, sagt die Tochter Nelli Mack, Bankangestellte und engagierte Musikerin. Weil immer wieder Anfragen von Landsleuten, aber auch von einheimischen Mitbürgern eintrafen, die irgendwo in einer Bibliothek auf das Buch gestoßen waren, beschloss die Familie, beide Bücher ein zweites Mal aufzulegen. Da die erste Auflage eine sehr rege Resonanz gefunden hatte nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Kanada und der Schweiz meldeten sich viele Landsleute mit weiteren Erinnerungen und Dokumenten; einiges davon ist in die zweiten Auflagen eingeflossen. Die Publikationen sorgten auch für grenzüberschreitende Impulse. Als Eduard Mack erfuhr, dass die ehemaligen Dörfer Großliebental und Alexanderhilf 2003 und 2005 ihren 200. Gründungstag feierten, schlug er Alexei Kotowitsch, dem Gemeindevorsitzenden und ehemaligen Schuldirektor von Freudental (heute Mirnoje), vor, 2007 das 200-jährige Jubiläum der Ansiedlung ( ) zu begehen. Wenn ihr uns helft..., war die motivierende Antwort des Vorsitzenden. Und so legte sich die ganze Familie wieder ins Zeug. Die Tochter Elvira, eine 40 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

41 34_48_VadW_03_08.qxd :25 Uhr Seite 41 DIE VOLKSGRUPPE Ärztin, übersetzte Informationen aus dem Buch zur Geschichte von Freudental ins Russische, es wurde eine umfangreiche Mappe mit Fotokopien und anderen Zeitzeugnissen aus 200 Jahren vorbereitet. Letztendlich fand im Oktober 2007 nicht nur die Jubiläumsfeier mit der Enthüllung eines Denkmals für die deutschen Kolonisten Freudentals statt, sondern es wurde auch der Grundstein für ein Museum zur Dorfgeschichte gelegt. Nina Paulsen Erinnerungen an die deutschen Kolonien des Großliebentaler Rayons bei Odessa, 370 Seiten, reich bebildert, Preis 23,- Euro. Zwischen Moldau und Ukraine. Erinnerungen an die deutschen Kolonien im Glückstaler Gebiet, 160 Seiten, reich bebildert, Preis 18,- Euro. Zu bestellen bei: Eduard Mack, Tel.: , Elvira und Ernst Schock, Tel.: , oder Walter Schock, Tel.: ). Willi Bröhm, Dürerstr. 13, Karlsruhe-Neureut, Tel.: , bittet um Auskunft über die Familie von Maria d. Heinrich geb. Batzel, verh.?, geb Sie wohnte mit ihren Eltern, ihrem Bruder und den beiden Schwestern Frieda und Lydia in Nowosibirsk, wo sie auch im Kindergarten arbeitete. Wer weiß, ob sie oder ihre Geschwister ausgesiedelt sind oder noch in Nowosibirsk wohnen? Julie Opp Burgum, PO Box 886, Casselton, ND 58102, USA, casselton.net, sucht Informationen über die Vorfahren von Rose geb. B(V)ichler, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mit ihren Geschwistern aus Russland nach Amerika auswanderte und evtl. elf Kinder hatte. Ihre Schwester (die Urgroßmutter von Julie Opp Burgum) war Barbara geb. B(V)ichler, geb in Glückstal, Ukraine, die 1875 Georg Opp heiratete. Konstantin Blem, geb. 1937, sucht seine ehemaligen russlanddeutschen Arbeitskollegen mit den Vornamen Bogdan und Alexander, geb. ca. 1936/37, mit denen er von März bis Oktober 1957 in der Autobase Nr. 5 in Nowo-Troizk, Gebiet Dschambul, arbeitete. Die beiden wohnten auch in dem Dorf und sind vermutlich inzwischen in Deutschland. Mitteilungen bitte an Edith Blem, Siegesstraße 11 d, Bornheim, Tel.: Albert Fetsch, Karl-Postl-Str. 9, München, Tel.: , und Mervin Weiss, 29 Cantlon Crescent, Saskatoon, SK, S7H 2T2, Kanada, bitten um Auskunft in der folgenden Angelegenheit: Seit 60 Jahren gibt es keine Informationen über die Familie von Josef Goldade und Barbara geb. Fetsch aus Selz, Gebiet Odessa. Josef Goldade wurde 1890 in der Familie von Josef Goldade und Marianna geb. Wald geboren, Barbara Fetsch 1895 in der Familie von Michael Fetsch und Barbara geb. Schwab. Die beiden hatten die Kinder Rochus (geb. 1918), Emma (1921), Nicholas (1923) und Barbara (1928). Ihre Tochter Emma ist mit Edmund Usselmann verheiratet und hat die Kinder Edmund (1942) und Erna (1944). Olga Schiffner, geb. Huber, geb. auf der Krim, wohnhaft Kaadener Str. 9, Weißenburg, Tel.: , bittet um Auskunft über ihre Vorfahren, die Familien Huber und Dubs, die bis 1930 in Totanaj (Eigenfeld) wohnten. Suchanzeigen Friedebert Kolbe, Eckstr. 22, Sembach, sucht seine ehemaligen Arbeitskollegen Viktor und Tanja Kail aus der Kohlengrube Nr. 122 in Aktas, Karaganda. Martha Pracht, Ostertagstr. 39, Leonberg, Tel.: , sucht Elisabeth Lang, geb. Brauer, geb. ca. 1958/59 in Tomsk, aus Duschanbe nach Deutschland eingereist. Ihre Kinder heißen Rudolf und Christina. Nina Singer, Lindenstr. 19, Waiblingen, Tel.: , fragt: Wer kann etwas über das ehemalige Dorf Mariupol bei Slawgorod, Altaigebiet, und die Familien des Dorfes berichten? Theodor Peter, geb. 1940, Tel.: , sucht seine Schwester Melitta geb. Peter, geb Eltern: Olga Peter, geb. Krenz, geb. 1902, und Jakob Peter, geb Sie wohnten in Neuborn, Gebiet Shitomir, Ukraine. Melitta blieb 1944 in einem Krankenhaus in Lodz (Litzmannstadt). Bekanntschaften RD = Russlanddeutsche(r) Bitte richten Sie Ihre Zuschriften auf unsere Bekanntschaftsanzeigen an die Geschäftsstelle der Landsmannschaft (Raitelbergstr. 49, Stuttgart). Er, 29/175, schlank, NR, NT, zuverlässig und ehrlich, würde gerne eine Partnerin mit Charakter kennen lernen; alles andere ergibt sich dann. Bildzuschriften wären schön und werden garantiert beantwortet. M643. Wenn du zu Hause gut erzogen wurdest und kein Problem mit meiner unheilbaren Augenkrankheit hast: Einfacher Er, RD, 32/179, etwas mollig, gläubig, möchte eine liebevolle Frau, J., kennen lernen, die bereit ist, mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Wenn du wie ich den christlichen Glauben im Herzen trägst, melde dich. M 644 (bitte nur ernst gemeinte Zuschriften mit Bild, gar. zurück, und Tel.-Nr.). Sie, 68 J., 158/70, RD, ehrlich, treu und seriös, möchte sehr gerne einen Mann im passenden Alter kennen lernen. Wenn du es ehrlich mit mir meinst, melde dich. F 195. Sie, RD, hübsch, 49 J., 160/70, etwas sportlich, berufstätig, lange in Deutschland, sucht einen Mann, ab 180 cm, bei Nürnberg, für die Zukunft. F 196 (bitte mit Bild). 41 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

42 34_48_VadW_03_08.qxd :26 Uhr Seite 46 OSTERN Ostereier von Fabergé Geschichte einer russischen Kunsttradition Die kunstvoll gestalteten Fabergé-Ostereier sind weltweit vielen ein Begriff. Der russische Goldschmied Peter Carl Fabergé (geb in St. Petersburg, gest in Lausanne), ein Nachkomme französischer Hugenotten, der 1870 eine Goldschmiede von seinem Vater übernahm, wurde in ganz Europa mit seinen Miniaturen (Schmuck, Dosen) und vor allem den im Auftrag des Zaren gefertigten Ostereiern bekannt. Fabergé, der zum Hofjuwelier des Zaren ernannt wurde, führte Geschäfte in St. Petersburg, Moskau, Odessa und London. Nach einer Ausstellung in Stockholm durfte er sich Hofgoldschmied von Schweden und Norwegen nennen, nach der Weltausstellung in Paris 1900 wurde Fabergé zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Brillante Farbauswahl, perfekte liertechnik und grazile Kunstfertigkeit rufen beim Betrachter bis zum heutigen Tag Ehrfurcht hervor. Fabergé war auch am deutschen Kaiserhof ein Begriff. Die russische Zarenfamilie war wohl mit der Hälfte aller herrschenden oder fürstlichen Häuser in Deutschland verwandt. In diesen Kreisen waren Fabergé-Kunstwerke begehrte Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke. Für jene, die die astronomischen Preise der größeren Fabergé-Kreationen nicht bezahlen konnten, gab es die lierten Miniatur-Ostereier, die der Meister zu Dutzenden herstellte. Sie wurden gesammelt wie heutzutage Talismane, Frauen trugen ihre Miniaturen an Armbändern und Halsketten. Ostern ist auch in der russisch-orthodoxen Kirche das wichtigste Fest. Eier sind das Symbol des gesegneten Tages, sie stehen für Auferstehung und ein neues Leben. Es war auch in Russland üblich, sich zu Ostern Eier zu schenken. Im Jahre 1883 beauftragte Zar Alexander III. den Goldschmied Carl Fabergé, ein ganz besonderes Ei als Geschenk für die Zarin Maria Fjodorowna zu kreieren. Das erste der Eier für die Zarenfamilie, die später Fabergés kreativen Höhepunkt darstellten, hatte eine einfache weiße leschale und einen goldenen Eidotter. Im geöffneten Zustand entdeckte man im Eidotter ein Hühnchen aus Gold, in dem wiederum eine Miniatur der Zarenkrone versteckt war. Der Zar war so begeistert, dass er seinen Hofschmied sofort beauftragte, weitere Eier als jährliche Ostergeschenke zu fertigen: Jedes Ei sollte eine entzückende Überraschung enthalten. Nach dem Tod Alexanders III. führte sein Sohn Nikolaus II. die Tradition fort und gab weiterhin die Kunst-Eier in Auftrag. Für die Fabergé-Tradition steht das blaue Schmuckei Juwelenbrunnen, verziert mit weißen Saphiren, vergoldet und mit einer echten Fabergé-Überraschung -auf einer Fontäne aus vergoldetem Silber im Innern des Eis sitzt ein kleiner Vogel, besetzt mit Diamanten und einem strahlenden blauen Saphir. Das am Fuß befindliche Spielwerk lässt den herrlichen Strauß- Walzer An der schönen blauen Donau erklingen. Das teuerste Stück, das Fabergé je fertigte, ist das Krönungsei. Auf einen Wert von 24 Millionen Dollar taxierte Sotheby s das Meisterwerk, das Nikolaus II. im Jahr 1897 seiner deutschen Gemahlin Alexandra überreichte. In ihm ist die bis ins kleinste Detail nachgebildete Miniaturanfertigung der prachtvollen Kutsche verborgen, mit der die Zarin in Moskau Einzug hielt. Das Rote-Kreuz-Ei jedoch, das Fabergé 1915 für den letzten russischen Zaren kreierte die Überraschung waren diesmal Porträts der Zarin und ihrer vier Töchter in Krankenschwesternuniformen, da sie alle im Ersten Weltkrieg für das Rote Kreuz arbeiteten, war auch ein Zeichen für das Ende des verschwenderischen, prunkhaften Lebensstils, den Fabergés Werk verkörperte. Die Eier, die er 1917 schuf, wurden in diesem Jahr nicht verschenkt. Die russische Revolution hatte begonnen. Ein Großteil der Schätze Fabergés wurde von der Revolutionsregierung beschlagnahmt und in alle Winde verstreut; 40 von insgesamt 50 imperialen Eiern verkaufte man weit unter dem Preiswert ins Ausland, wo sie sich bis heute im Besitz von Museen und privaten Sammlern befinden. Zehn Luxus-Ostereier sind heute im Waffenmuseum des Moskauer Kremls zu sehen. Die größte Kollektion in den USA gehörte über Jahrzehnte der Milliardärsfamilie Forbes. Weltweit besitzt jedoch immer noch die englische Königsfamilie insbesondere Königin Elisabeth II., Prinzessin Margaret und Prinz Charles die umfangreichste Fabergé-Sammlung. Erst seit den sechziger Jahren nähern sich die Preise für Fabergés Kreationen immer mehr ihrem wirklichen Wert. So wurde 1992 sein Liebestrophäen-Ei, 1910 für Zar Nikolaus II. gefertigt, von Sotheby s in New York für 3,8 Millionen Dollar versteigert kaufte der russische Wirtschaftsführer Viktor Vekselberg die private Fabergé- Sammlung von den Forbes, kurz bevor diese die Kunstwerke vom Auktionshaus Sotheby s versteigern lassen wollten. Er zahlte rund 100 Millionen Dollar für die über 200 Fabergé-Kunstwerke, darunter neun kaiserliche Ostereier und sechs nichtkaiserliche. Zum 160. Geburtstag Fabergés 2006 war ein Teil der kostbaren Sammlung in Berlin und Zürich zu sehen. Nina Paulsen 46 VOLK AUF DEM WEG Nr. 3/ 2008

43 34_48_VadW_03_08.qxd :26 Uhr Seite 47 ANZEIGEN Fantasieroman des jungen Spätaussiedlers Anton Berger Mondprinzessin Mondgöttin Eine Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse im Weltall, auf dem Mond und Erde. FLUGTICKETS + VISUM in GUS, BUSREISEN, FÄHREN REISEVERSICHERUNGEN Tel.: Ticketkauf auf Raten möglich Expressvisum in 1-2 Tage Nachlässe bis zu 10% Unter anderem gut geeignet als Trainingslektüre der Deutschen Sprache für unsere Landsleute BESCH GUS Service GmbH Hauptstr Köln пн.-пт. с 9.00 до чac. сб. с 9.00 до чac. Im Buchhandel erhältlich 337 Seiten, 16,40 ISBN ISBN Heimat finden HFDR-Bücherangebot Dorothee Wiesling (Hg.): Heimat finden. Lebenswege von Deutschen, die aus Russland kommen, Hamburg 2004: edition Körber-Stiftung 2004, 274 S., Abb., kart. Dieses außerordentlich eindrucksvolle und nützliche Taschenbuch erschien bereits, wenn auch etwas versteckt 2004, ist jetzt aber auch als Sonderausgabe über die Zentralen für politische Bildung zu beziehen. Die Herausgeberin, Leiterin der Hamburger Forschungsstelle für Zeitgeschichte, hat das Zeitzeugengespräch zu einer Kunst entwickelt, die die menschliche Würde der Interviewten in den Mittelpunkt stellt, präzise nachzufragen weiß und aus den Tonbandmitschnitten verallgemeinerungsfähige Texte zu destillieren versteht, die sich auch noch gut lesen. Sechs russlanddeutsche Menschen erzählen aus ihrem Leben. Interessant ist nicht nur, was sie erzählen, sondern auch, wie sie aus ihrem oft schweren, für Menschen außerhalb der Sowjetunion auch in sog. normalen Phasen oft nur schwer verständlichen Leben erzählen. In einer zusammenfassenden Bilanz und einem Ausblick auf deutsche Immigrationspolitik werden die Probleme, mit denen sich die Deutschen aus Russland herumschlagen (müssen) und die sie bereiten, ungeschminkt angesprochen. Patentlösungen gibt es hier kaum, aber gerade deswegen leuchtet die Feststellung, dass die Integration der jungen Russlanddeutschen in absehbarer Zeit nur noch Blaupause sein (wird) für die aller Immigranten im einigen deutschen Einwanderungsland (S. 228) durchaus auch ein. Die praktische Nützlichkeit des Buches, das bei allen, die mit Deutschen au Russland zu tun haben, Pflichtlektüre sein müsste, wird durch ein Glossar, eine Zeitleiste, wichtige rechtliche Grundlagentexte und einige Statistiken verstärkt. Ostkirchliche Information, 1/2008 Johannes Kufeld, Die Deutschen Kolonien an der Wolga, Erstausgabe, 445 S. Ulrich Mertens, Handbuch Russland-Deutsche, mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete, 562 S. Anton Bosch (Hrsg.), Almanach 2000/2001. Wolga, Ukraine, Krim und Kasachstan, 501 S. Anton Bosch (Hrsg.), Band 2, Ausgabe Tatsachenberichte aus der Ukraine der 1930er Jahre, 453 S. Anton Bosch (Hrsg.), Band 3, Ausgabe Ansiedlung und Weiterwanderung, 429 S. Viktor Bruhl, Die Deutschen in Sibirien, Band 1 und 2, Ausgabe 2003, 553 und 540 Seiten. Anton Bosch (Hrsg.), Band 4, Ausgabe 2004/2005. Unter Monarchie und Diktatur, 500 S. Anton Bosch, Anton Bertsch, Michael Wanner, Band 6, Ausgabe Trauerbuch Odessa-2. Drei Publikationen (Konrad Keller, Die deutschen Kolonien in Südrussland, Anton Bosch Almanach 2000/ 2001 und Anton Bosch, Anton Bertsch und Michael Wanner Trauerbuch Odessa (1. Ausgabe 2006) sind restlos vergriffen. Alle Bücher kosten einschließlich Versand jeweils 20,Euro/Stück. Das Trauerbuch Odessa-2 wird wegen erhöhtem Gewicht einschließlich Versand für 30,- Euro/Expl. angeboten. Das Buch von Johannes Kufeld Die deutschen Kolonien an der Wolga wird für 15,- Euro/St. abgegeben. Der Historische Wandbildkalender 2008 wird für 6,Euro/St. angeboten: Bestellungen bei: Michael Wanner, Tel.: (zwischen 17 und 22 Uhr) Nina Paulsen, Tel.: VOLK AUF DEM WEG Nr. 3 / 2008

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