Schwerpunkt: Menschen mit kognitiver Behinderung. Dr. Walter Schaffraneck, Jugend am Werk

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1 Schwerpunkt: Menschen mit kognitiver Behinderung

2 Skandinavien: längste Tradition in gemeinwesenintegrierten Wohnformen Deutschland, Frankreich: Mischung, - teilweise Angebote in großen Einrichtungen teilweise kleine Einrichtungen wenig WG England: bis vor 10 Jahren nur große Einrichtungen- derzeit starker Trend zu kleinen Einrichtungen Südliche Länder: teilweise sehr fortschrittliche Modelle, teilweise starker Nachholbedarf

3 Neue EU Länder: starke Orientierung an großen Einrichtungen aus Tradition, teilweise Aufbruchstimmung Österreich: Trend zur kleinen Einrichtung, ländlicher Raum: Wohnhäuser, städtischer Raum: Wohngemeinschaft und Wohnverbünde, noch zu wenige leben in eigener Wohnung

4 nach wie vor zur kleinen Einheit, bei Vollbetreuung in Wohngemeinschaft/ Wohnhaus punktuelle Rückschläge durch vermeintliche Kosteneinsparungen es werden wieder Einrichtungen für 120 Personen geplant zaghaftes Forcieren der Einzelwohnung eigentlich nur in Skandinavien, Holland, Österreich

5 Derzeit: rund Wohnplätze 1450 Vollbetreutes Wohnen bei 15 Trägern in Wien, zumeist in Wohngemeinschaften Ca Wohnplätze in Einzelwohnungen die von einem Stützpunkt aus betreut werden (18 Anbieter) Starker Bedarf bis zum Jahr 2020

6 Grundansatz: jede/r behinderte BürgerIn, soll möglichst so leben können wie alle anderen BürgerInnen dieser Stadt Modell der Wohngemeinschaften ist derzeit noch das Hauptmodell : über 90 Wohngemeinschaften (8 bis 12 BewohnerInnen wohnen familienähnlich ) Nur drei Einrichtungen bis zu 60 BewohnerInnen interne Strukturierung in Wohnungen Starkes Forcieren der Einzelwohnungen (FSW u. Träger)

7 Wohnverbund in einer Region (Grätzel) 2-3 Wohngemeinschaften in verschiedenen Wohnhausanlagen 1 Betreuungszentrum Mehrere Einzelwohnungen Ideales Verhältnis: 1/3 WG, 2/3 Einzelwohnungen

8 Integration in Wohnhausanlagen kein größeres Problem Wichtig: Durchmischung in allen Stadtteilen, keine Konzentration Idealtypische Einplanung in Neubauvorhaben möglich Nicht bewährt (nur punktuell) Wohngemeinschaften für 3-4 BewohnerInnen

9 in WG nur Einzelzimmer planen Einrichtungen nur individuell alle Planungen nur behindertengerecht auch bei WG auf eigene Wohneinheiten achten Betreuungszentrum als Vernetzung wichtige Rolle auch für die WG (Durchlässigkeit) Neuplanungen: Schwerpunkt auf vernetzte möglichst eigene Einzelwohnungen in allen Regionen

10 Bewusste Wahrnehmung der Selbstvertretung Wahlmöglichkeiten für Betroffen steigen - Viele Anbieter (z.b. Fördersystem des FSW kann diese Entwicklung fördern) - Viele Angebote (persönliche Assistenz, WG, begleitetes Wohnen.usw) Anbieter verstehen sich zunehmend als Dienstleister

11 gesetzliche Regelungen: stärken die Rolle der BewohnerInnen als Konsument/ aber auch Verrechtlichung (Heimrecht orientiert sich am klassischen Pflegeheim, Sachwalterrecht) Professionalisierung: bringt Standards/ aber auch Gefahr der Zersplitterung der Dienste (GuKG, Sozialberufegesetz) Differenzierung Leistungsangebot bringt Klarheit über Leistung/Steigerung Bürokratie Kostendruck Gefahr: möglicherweise Trend zur größeren Einrichtung

12 Anliegen der Betroffenen ernst nehmen nicht für sie planen (Betreuung, Wohnung) sondern mit Ihnen Wohnformen so zu planen, dass sie sich den Bedürfnissen anpassen Größte Herausforderung: älter werdende Menschen mit einer geistigen Behinderung (Tagesstruktur) alleine in Wien Bedarf an Wohnplätzen zusätzlich in den nächsten 5-10 Jahren

13 Bedürfnis in Pension zu gehen Bedürfnis nach sinnvoller Tätigkeit Bedürfnis nach Beständigkeit im Wohnen (dort bleiben zu können wo man derzeit wohnt) Bedürfnis nach Aktivität Bedürfnis nach sozialen Kontakten Bedürfnis nach Unterstützung bei Trauerarbeit

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