BESTENLISTE. Garmin nroute/metroguide. HighEnd-Navigation für Laptop. MULTI MEDIA & ELEKTRONIK. ITM praktiker.

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1 63. Jahrgang ITM praktiker Erscheinungsort Wien Testlabor-, Testredaktion-Bericht-Spezial ISSN MULTI MEDIA & ELEKTRONIK HighEnd-Navigation für Laptop BESTENLISTE Garmin nroute/metroguide Impressum Bericht von Testlabor, Testredaktion aus: ITM praktiker Internationales Technik Magazin, Nr. 5/2007 Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Felix Wessely, Praktiker Verlag, A-1072 Wien, Apollogasse 22 Tel. +43 (1) , Mail: Website: Haftungsausschluss: Die Testberichte wurden sorgfältig erstellt; für Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Haftung übernommen werden Felix Wessely, Wien, Österreich Bild: Garmin Über Bestenliste, Nutzungsbedingungen Die ITM praktiker Bestenliste beinhaltet die jeweils aktuell besten Produkte nach bestem Wissen und Erkenntnisstand von Redaktion und Testlabor des ITM praktiker. Nutzungsbedingungen dieses Auszugs aus ITM praktiker (Testbericht über Produkt aus Bestenliste ): Gestattet sind (1.) die Weitergabe an dem Versender persönlich bekannte Personen in kompletter, unveränderter digitaler Form und (2.) die Verwendung der kompletten unveränderten Titelseite (diese Seite) allein (auch stark verkleinert z.b. in Werbung) und (3.) ein Link von einer allgemein zugänglichen Stelle (z.b. Webseite) zum Original-Speicherort unter Jede weitergehende auch auszugsweise Verwendung nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung des Verlegers. Aktuelle Produkte der ITM praktiker Bestenliste aus Audio, Heimkino, Video, Foto, PDA, Handy, Navigation, Multimedia:

2 NAUTORADIO r. 5 / 20 07& NAVIGATION AUTORADIO & NAVIGATION Garmin nroute und Garmin Metroguide Europe 9.0 Navi am Win-PC führt mit großem Display auch durch Osteuropa Die Software nroute ist das neueste Moving-Map Produkt des amerikanischen Navigationsspezialisten Garmin für Windows-PCs. nroute kann grundsätzlich kostenlos von der Garmin Homepage bezogen und verwendet werden. Um die Anwendung nutzen zu können, braucht man allerdings das passende Garmin-Kartenmaterial. praktiker-navigator DI Josef Tröszter hatte Garmins nroute in der neuen Version (WindowsXP) bzw (Windows 98SE Legacy) in Verbindung mit der neuesten Metroguide Europe Kartensoftware in der Version 9.0 auf Herz und Nieren auf zwei Reisen Richtung Osten ein Gebiet, das derzeit ansonsten noch garnicht bis schwach durch Navigationssysteme abgedeckt ist geprüft und berichtet. Ä hnlich wie Mapsource erlaubt auch die nroute Software die Verwaltung von Wegpunkten, Tracks, Points-of-Interest, Adressen und weiteren Navigationsdaten. Die Software ist aber primär für den Einsatz als Echtzeit-Navigationssystem (Moving-Map) auf einem Windows-betriebenen PC resp. Notebook gedacht. Neben einem passenden und ausreichend leistungsfähigen Notebook benötigt man noch passende Garmin-Kartendaten und einen GPS-Empfänger, der ebenfalls ein Garmin-Produkt sein muss. Für die Benutzung eines PC-basierenden Moving-Map-Systems gibt es ausreichend Gründe: Die Informationen werden auf einem relativ großen Monitor angezeigt. Bereits auf Hier die klare Besonderheit der Navigation mit einem PC: Vergleichsweise riesiger Bildschirm und dadurch gute Übersicht. Besonderheit des getesteten Garmin nroute und Garmin Metroguide Europe 9.0 ist eine sehr gute Abdeckung der östlichen Nachbarländer; das ist heute noch rar. Auch über Ländergrenzen hinweg ist ein genaues Routing möglich. Die ermittelten Distanzen und Fahrzeiten kommen gut an die tatsächlichen Werte heran In Metroguide 9 kann man zwar Routen planen und wird ganz genau geführt, es erfolgen aber keine Ansagen bezüglich Abbiegehinweisen einem 7-Zoll-Display ist der Komfort bei der Betrachtung schon sehr groß und Details werden angenehm groß angezeigt. Größere Monitore können auch mehr Informationen anzeigen. Die angezeigte Karte enthält mehr Umgebung als auf dem kleinen Display eines GPS-Empfängers bzw. auf einem PocketPC. Dadurch wird die Orientierung beispielsweise in einer unbekannten Stadt wesentlich erleichtert. Notebooks und Car-PCs haben meist ausreichend Arbeitsspeicher und genügend Festplattenkapazität. Man kann alle Karten permanent installiert haben, die Verwaltung umfangreichster Datensammlungen wird einfach und man kann praktisch immer auf die Datenbestände zugreifen. Nachteile gegenüber Handheld-GPS und PocketPC-Navigationslösungen sollten natürlich nicht verschwiegen werden: Ein Notebook benötigt jedenfalls mehr Platz in einem Fahrzeug und die ergonomische Befestigung ist mitunter nur schwer zu realisieren. Der Anschluss an das Bordstromnetz ist ebenfalls etwas schwieriger zu bewerkstelligen als bei Handheld-Lösungen. Systemstart und das System herunterfahren dauern länger als bei Handhelds. Nicht zuletzt ist auch die Diebstahlgefahr in abgestellten Fahrzeugen sehr groß, wenn der Computer bzw. der Bildschirm sichtbar im Fahrzeug verbleiben. Die typischen Zielgruppen für eine Moving- Map-Navigationslösung auf Basis von nroute sind Besitzer von Reisemobilen und Tuning-Enhusiasten, die sich Car-PCs ins Auto einbauen und das Vehikel zum rollenden En- 36 Nr. 5 / 2007 ITM praktiker MM&E

3 tertainmentcenter inklusive zahlreicher elektronischer Zusatzfeatures machen. Wer ein Boot sein Eigen nennt und über die Weltmeere segelt wird eher zu Mapsource in Verbindung mit passenden Bluechart-Navigationskarten greifen, ebenso (Privat-)Piloten, für die ein Aviation-GPS die bessere Lösung ist. Budapest Bratislava Caorle: Ein Beispiel für aktuelles Kartenmaterial: Die Via Firenze war bis vor etwa eineinhalb Jahren noch nicht existent und lediglich ein Feldweg mit angrenzenden Baustellen. 18 Monate später ist das verbautes Gebiet und bereits in den Kartendaten berücksichtigt Nötiges für sinnvollen Einsatz Für den sinnvollen Einsatz von Garmin nroute braucht man zuallererst ein leistungsfähiges Notebook. nroute ist in verschiedenen Versionen erhältlich, die für unterschiedliche Windows-Versionen gedacht sind. Der Funktionsumfang bleibt im Wesentlichen gleich, egal ob man die Software auf einem Notebook mit Windows 98 oder auf einem WindowsXP bzw. Windows Vista einsetzt. Für den praktiker-test wurden beide Versionen getestet. Auf einem Benq Joybook 6000 (1,7 GHz Centrino, 1 GB RAM, 80 GB Festplatte, WindowsXP Prof.) konnte problemlos mit nroute gearbeitet werden. Als Low-Budget-System ist ein altgedienter und etwas getunter Toshiba Libretto 110CT (266 MHz Pentium, 64 MB RAM, 30 GB Festplatte, Windows 98 SE) zum Einsatz gekommen. Das relativ betagte Gerät ist mit der Größe einer VHS-Videokassette ein Zwerg und kann gut mitgenommen und in einem Fahrzeug untergebracht werden. Die Leistungsdaten liegen zwar eher an der unteren Grenze für ein leistungsfähiges Windows- System, sind aber ausreichend und der aktuelle Marktwert von irgendwo um die 150 bis 200 Euro (je nach Zustand, Ausstattung und Tuning-Grad) sind im Falle eines Diebstahls eher verschmerzbar als beispielsweise bei einem neuen Samsung NP-Q1 für Euro. Zur Auswahl standen eine Reihe von GPS- Empfängern von Garmin und ein Eigenbau- GPS basierend auf einer Motorola Oncore 12 Platine mit einem MAX232-Schnittstellenwandler. Natürlich waren die Garmin GPS- Empfänger GPSmap 60C, GPS-V und der emap unauffällig in der Installation und im Betrieb. Sogar das von einigen Anwendern im Internet als störrisch klassifizierte emap war bei diesen Tests problemlos. Die Anbindung des GPS10 über Bluetooth an den Libretto mit Windows 98 SE war hingegen manchmal von Anfangsschwierigkeiten gekennzeichnet bis sich nroute dazu überreden hat lassen den virtuellen Bluetooth- COM-Port zu akzeptieren. Erwartungsgemäß unmöglich war der Verbindungsaufbau zum Motorola Oncore 12, weil dieses GPS-Modul ausschließlich NMEA-Daten liefert und nicht auf das proprietäre für nroute unabdingbare Garmin- Datenformat umzuschalten ist. Installation schnell und schmerzlos An und für sich geht die Installation von nroute und der Mapsource Kartendaten schnell und schmerzlos über die Bühne. Vor allem auf dem Benq Joybook mit DVD-Laufwerk und WindowsXP war die Installation samt Transfer von rund 2,2 GB Kartendaten innerhalb von 10 Minuten erledigt und das Moving-Map-System betriebsbereit. Beim Libretto war die Sache etwas komplizierter. nroute for Legacy Systems lässt sich zwar herunterladen und einfach installieren. kurz & wichtig Epson: Neue Piezo-Technologie 34% kleiner, flotter Epson ist kürzlich die Züchtung eines Piezo-Kristalls mit um 35% verringerter Elementdicke gelungen. Dadurch sind erheblich kleinere und schnellere Druckköpfe für den Tintenstrahldruck realisierbar. Was auch bereits geschieht. Die Druckköpfe mit der neuen Technologie werden ab sofort in Serie produziert. In welchen Druckermodellen sie eingebaut werden ist vorerst nicht bekannt. Die neue Generation des Epson Piezokopfs zeichnet sich durch eine erheblich größere Verformbarkeit des Piezo-Elements aus. Der Piezo-Kristall, der sich bekanntlich was ja der Witz der Sache ist unter elektrischer Spannung ausdehnt, ist im Druckkopf für die präzise Dosierung der Tintentropfen zuständig. Die nun höhere Flexibilität des Materials ergibt eine deutlich schnellere Reaktion auf die elektrischen Impulse, was die Druckgeschwindigkeit erhöht. Der hauchdünne verformbare Film wurde von 1,56 Mikrometer pro Lage auf einen Mikrometer Dicke minimiert. Der gesamte Druckkopf kann dadurch erheblich kleiner als bisher gebaut werden. Die Packungsdichte verdoppelt sich von bislang 180 Düsen pro Zoll auf 360 Düsen pro Zoll, was höhere Auflösung bei selber Druckgeschwindigkeit oder höhere Druckgeschwindigkeit bei selber Auflösung bedeutet. All dies macht eine neue Generation Piezo-Inkjet-Drucker für Einsatzgebiete attraktiv, die bislang Inkjetdruckern unzugänglich waren. So beispielsweise als extrem schnelle Drucker für kleine bis mittelgroße Arbeitsgruppen in Unternehmen, was bislang eher die Domäne des Laserdruckers ist. Darüber hinaus ermöglichen die herausragenden Eigenschaften der neuen Köpfe auch verstärkt den Einsatz in der Industrie, etwa für die industrielle Kennzeichnung. praktiker Das ist überhaupt keine Angelegenheit, schwieriger wird es aber bei der Übertragung der Kartendaten, wenn man weder ein CDnoch ein DVD-Laufwerk am Libretto angeschlossen hat. Der übliche Weg der Installation über ein DVD-Laufwerk in einem Datennetzcomputer funktioniert nicht. Mapsource Metroguide Europe 9.0 ist nicht mehr mit Windows 98SE kompatibel. Daher musste ich, wenn ich die Kartendaten am Toshiba Libretto verwenden wollte, einen Workaround entwickeln. Die ITM praktiker MM&E Nr. 5 /

4 Lösung war im Grunde ganz einfach: nroute auf einem WindowsXP (oder Vista) Rechner installieren Mapsource Metroguide Europe 9.0 auf diesem Rechner installieren Den gesamten Ordner mit den rund 2,2 GB an Kartendaten auf den Toshiba Libretto kopieren. Das dauert etwa 15 Minuten. In der Zwischenzeit nroute Legacy auf dem Toshiba Libretto installieren Wenn der Kopiervorgang des Kartenmaterials abgeschlossen ist, müssen nur noch die erforderlichen Eintragungen in der Registry manuell vorgenommen werden (siehe Listing) Mapsource Metroguide Europe 9.0 wird dann auch in einem Windows 98SE System von nroute erkannt und kann uneingeschränkt verwendet werden Als Beispiel für aktuelles und genaues Kartenmaterial der Knoten Vösendorf mit der Anbindung der A21 und S1 an die A2. Alle Rampen stimmen ganz genau, auch die Kalibrierung ist so exakt, dass man sich auch auf der Karte immer dort befindet, wo man tatsächlich ist Moving Map auf schwachen PCs An dieser Stelle noch ein paar Anmerkungen zur Einrichtung eines Moving-Map-Systems auf leistungsschwächeren Notebooks mit Windows 98SE: Nach dem Setup und der Installation von Windows 98SE und den diversen Anwendungen sollte man alle nicht benötigten Dienste und Tasks abschalten. Auch Windows 98SE bietet da eine gewisse Bandbreite an Möglichkeiten um mehr Systemressourcen für die eigentliche Arbeit freizubekommen. Auch die Anzeigeoptionen sollte man optimieren. Mausschatten, animierte Menüs und Symbole mit der höchsten Farbtiefe benötigen Leistung und die ist bei Computern wie dem Toshiba Libretto zu wertvoll um mit bunten Icons verschwendet zu werden. Hat man Windows 98SE ausgemistet läuft es erstaunlich schnell und stabil. Auch bei nur 266 MHz Prozessorleistung und 64 MB Arbeitsspeicher. Der Toshiba Libretto 100/110CT kann mit einer USB-2.0-Schnittstellenkarte nachgerüstet werden. Das ist sinnvoll, denn über diese Karte können GPS-Empfänger direkt bzw. über einen RS-232-Adapter an das Notebook gekoppelt werden. Zum Betrieb mit Garmin GPS10 ist die USB-Karte ohnedies ein Muss. Bedienung, Stabilität, Tempo Mit Garmin nroute ist man sofort vertraut, wenn man schon Garmin Mapsource benutzt hat. Die Benutzeroberflächen beider Programme sind sehr ähnlich und so erspart man sich die Gewöhnung an eine neue oder anders aussehende Software. Auch für Neulinge ist nroute sofort zu durchschauen. Die Bedienung ist sehr stark an Windows-Konventionen orientiert und verzichtet auf mehr als zwei Untermenüs. Die Benutzeroberfläche ist auch gut an persönliche Bedürfnisse anzupassen. Es können die Symbolleisten unterhalb der Menüleiste beliebig angeordnet bzw. auch ganz abgeschaltet werden. Auf kleinen 7- Zoll-Displays kann man so den für die Kartendarstellung zur Verfügung stehenden Platz Garmin nroute bietet eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die sich an Windows-Standards orientiert: 1: Das Kartenfeld auf dem die Moving-Map-Anzeige erfolgt 2: Die Info-Registerkarten. Hier erfolgt u.a. auch die Wegpunkt- und Routenverwaltung, verschiedene Statusanzeigen und man bekommt Daten aus dem Tripcomputer 3. Die Infoleiste zeigt verschiedene Informationen bezüglich Route und GPS- Status an. Durch drücken der Leertaste bekommt man die Anzeigen auch von einer netten Stimme angesagt. 4. Die Symbolleisten für Bearbeiten, Suchen, Route, Extras, Dienstprogramme und Ansicht können beliebig ein- und ausgeblendet werden. Eine individuelle Anordnung am oberen Rand ist ebenfalls möglich um eine optimale Nutzung des Bildschirms zu erreichen. optimieren. Am unteren Displayrand können Registerkarten eingeblendet werden, über die man Zugriff auf Wegpunkte, gespeicherte Routen, Tracks, die Suche nach Points-of-Interest, die Satelliten-Statusanzeige, Fahrtanweisungen und zwei Tripcomputer erhält. Erfreulich ist, dass die einzelnen Menüpunkte nicht nur mit der Maus, sondern auch direkt über zugeordnete Funktionstasten erreichbar sind. Überhaupt ist nroute ziemlich gut auch über Tastatur-Shortcuts zu steuern, ob das allerdings für die Bedienung in einem Fahrzeug sinnvoll ist, sei dahingestellt. Ein Touchscreen wäre schön. Die in den Notebooks verbauten Maus-Sticks und Maus-Pads erfüllen aber denselben Zweck ähnlich gut. Insgesamt hat nroute bzw Legacy einen sehr ausgereiften und stabilen Eindruck gemacht. Auch die Geschwindigkeit bei der Programmausführung geht in Ordnung. Auf dem zeitgemäßen Benq Joybook kann man die Anzeigeoptionen auf die Darstellung mit sehr vielen Details setzen ohne eine signifikante Reduktion der Geschwindigkeit beim Bildschirmaufbau. Bei schwachen Systemen muss man die persönliche Balance zwischen angezeigten Details und der Geschwindigkeit des Bild- 38 Nr. 5 / 2007 ITM praktiker MM&E

5 schirmaufbaus finden. Das Programm gibt sich hinsichtlich Stabilität sehr zuverlässig. Auch der Betrieb über mehrere Stunden im PKW hat zu keinen negativen Erfahrungen geführt. nroute ist weder abgestürzt, noch gab es irgendwelche Schwierigkeiten beim Abfahren einer zuvor erstellten Route. Programmfunktionen, Kartenmaterial nroute ist eine Moving-Map-Software und daher sollte man damit in der Lage sein, verschiedene Datenverwaltungs- und Planungsaufgaben zu erledigen. Eine derartige Software ist keine Erfindung von Garmin, es gibt solche Programme in verschiedenen Ausführungen sehr oft kostenlos aus dem Internet zu beziehen, als Beispiel sei hier GPS Trackmaker genannt. Oder man kann auch Kaufsoftware verwenden, wie zum Beispiel Fugawi oder OziExplorer. Alle diese Softwareprodukte verwenden individuelles Kartenmaterial, welches man von Drittanbietern kaufen und einbinden kann oder welches man sich aus selbst gescannten Karten kalibrieren und in die Software einbinden muss. nroute funktioniert ausschließlich mit Kartenmaterial von Garmin. Es gibt verschiedene Produkte, die zwar auf denselben Datenbestand zurückgreifen, dem Nutzer aber unterschiedliche Funktionen bei der Routenberechnung zur Verfügung stellen: Karten mit Routingfunktion können nur mit einem einzigen Garmin GPS-Empfänger verwendet werden. Ein Freischaltcode für alle Karten oder ein spezielles Gebiet wird mitgeliefert. Er basiert auf der Seriennummer des GPS-Empfängers und das Kartenmaterial kann nur auf diesen einen Garmin GPS-Empfänger übertragen werden. Der Vorteil ist, dass man straßengenaues Routing von Haustür zu Haustür bewerkstelligen kann. Der Nachteil an diesem System ist, dass man an ein einziges Gerät gebunden ist und bei einem Gerätewechsel auch die Software wieder neu kaufen muss. Die Mapsource City Navigator Reihe ist die bekannteste gerätebasierende Software von Garmin, die übrigens auch uneingeschränkt mit nroute verwendbar ist. Karten ohne bzw. mit eingeschränkter Routingfunktion können auch in Verbindung mit verschiedenen Garmin GPS-Empfängern genutzt werden. Dabei ist eine Routenplanung am PC sehr wohl möglich und die Routen können auch an den GPS-Empfänger übertragen werden. Die straßengenaue Routingfunktion bleibt zwar erhalten, eine Routenplanung am GPS-Empfänger ist aber nicht möglich. Ebenso können im GPS-Empfänger gespeicherte Routen nur bedingt verändert werden. Bei der Navigation fehlen auch die angesagten Fahr- und Abbiegeanweisungen. Die Mapsource Metroguide Serie ist dann empfehlenswert, wenn man entweder nur mit nroute arbeitet, auf die angesagten Fahr- und Abbiegeanweisungen verzichten kann und die Software auf mehreren GPS-Empfängern nutzen möchte. Wichtig ist aber, dass die Genauigkeit und der Umfang des Kartenmaterials jenem mit Routingfunktion entsprechen. Hinsichtlich der Abdeckung des angebotenen Kartenmaterials gibt es in der aktuellen Version 9 von Mapsource Metroguide Europe kaum mehr Anlass zum Klagen. Eine %ige Abdeckung für die Staaten in Mittelund Westeuropa ist heute Standard. Nachgerüstet hat Garmin jetzt Kartenmaterial für einige Staaten in Ost- bzw. Südosteuropa. Dabei wurde die Abdeckung in der Tschechischen Republik weiter verbessert und es sind neue Staaten dazugekommen. Dazu gehören Polen, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Estland, Lettland, Littauen, Rumänien und Bulgarien. Damit hat Garmin endlich wirklich komplettes Kartenmaterial für ganz Europa im Programm und man ist nicht mehr auf Mapsource-Produkte von Drittanbietern angewiesen. Mit nroute hat Garmin den Begriff Moving-Map Software zwar nicht neu erfunden, das Programm bietet aber in Verbindung originaler Mapsource Kartensoftware einen ordentlichen Funktionsumfang. Dabei sollte schon betont werden, dass der Nutzer überhaupt keine Probleme mit der Kalibrierung und damit mit der Genauigkeit des Kartenmaterials bekommt. Das hat der Hersteller bereits erledigt und als Benutzer kann man sich voll und ganz darauf beschränken, möglichst viel Nutzen aus Kartenmaterial und nroute Software zu ziehen. Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Funktionen: Daten importieren. Es können Fremddaten in nroute übernommen werden, die Möglichkeiten sind allerdings begrenzt. kurz & wichtig Sunnysoft Interwrite Vollbild-Tastatur für PocketPC Für alle jene, die auch bei der Zeicheneingabe am PocketPC auf gutes Bildschirm- Design Wert legen, gibt es schon seit einiger Zeit Interwrite aus der Prager Software-Schmiede Sunnysoft. Neben schönem Design wird die Funktionalität für die Zeicheneingabe um einige Funktionen wie beispielsweise ESC erweitert. Zudem werden zahlreiche Schriftsätze insgesamt 50 Sprachen unterstützt. Mit der neuen Variante Interwrite Fullscreen wird die Tastatur über den ganzen Bildschirm des PocketPC ausgebreitet und ist dadurch für schwierigere Eingaben leichter bedienbar. Generell bietet Interwrite auch Unterstützung für Hardware-Tastaturen, wobei das Tastaturlayout für verschiedene Sprachen geändert werden kann. Das Design von Sunnysoft Interwrite kann zwischen verschiedenen Farbvarianten umgeschaltet werden. le=274 nroute kann mit dem Garmin-eigenen GDB, mit MPS-, GPX- und LOC-Daten umgehen. Wer sich ausschließlich auf Garmin Software beschränkt, wird damit das Auslangen finden, andere Daten können nur mit etlichen Tricks und Konvertierung in anderen Softwareprodukten übernommen werden. Daten exportieren. Auch beim Export von Daten stehen mit GBD- und MPS-Dateien nicht gerade viele Möglichkeiten zur Verfügung. Voreinstellungen dienen zur optimalen Anpassung von nroute an persönliche Vorlieben oder auch zur bestmöglichen Anpassung an die Systemleistung. Hier werden Ein- [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Garmin\MapSource\Families\MetroGuide Europe v9] "ID"=hex:d9,ØØ "IDX"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\MGEuro_v9.mdx" "MDR"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\MGEuro_v9_mdr.img" [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Garmin\MapSource\Families\MetroGuide Europe v9\1] "Bmap"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\MGEuro_v9.img" "Loc"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\" "Tdb"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\MGEuro_v9.tdb" "Notice"="C:\\Garmin\\MGEUR9\\eula_DEU.txt" Wenn man die Kartendaten von einem PC auf einen anderen kopiert, müssen die zur Erkennung des neuen Kartenmaterials nötigen Eintragungen in die Systemregistrierung wie im Kasten links aufgelistet händisch vorgenommen werden. Damit kann Mapsource Metroguide Europe 9.0 auch unter Windows 98SE verwendet werden ITM praktiker MM&E Nr. 5 /

6 heiten festgelegt, es können Wegpunktkategorien definiert werden, es gibt die Möglichkeit das Verhalten beim Routing fein zu tunen und es wird u.a. das Kartenbezugssystem eingestellt. Die Voreinstellungen sind wichtig und sollten mehr als einen Blick wert sein. Ansicht. Über diesen Menüpunkt lässt sich das Aussehen von nroute verändern. Hier werden die Symbolleisten, Schaltflächen und Statusleisten gewählt, die angezeigt oder auch ausgeblendet werden sollen. Über den Menüpunkt Ansicht können auch Kartendetails eingestellt werden, es erfolgt die Auswahl, ob Kartendetails ein- oder ausgeblendet werden und man kann die Ausrichtung der Kartendarstellung ( Fahrtrichtung oben oder Norden oben ) auswählen. Suchen. Dieser Menüpunkt enthält alle in nroute verfügbaren Suchfunktionen. Der Benutzer kann nach Städten, Points-of-Interest (interessanten Punkten), Adressen oder Kreuzungen suchen. Dabei kann die Suche verfeinert bzw. angepasst werden. Route planen dient zur Festlegung einer Route aus zwei oder mehreren Wegpunkten. Die Planung ist ganz einfach? einfach den Start- und Endpunkt wählen und anhand der Vorgaben wird die Route berechnet. Das funktioniert ganz vorzüglich und läuft auch bei langsameren Notebooks und weit entfernt auseinander liegenden Start- und Endpunkten in einem erträglichen Zeitrahmen ab. Auch komplexere Routen mit vielen Zwischenstopps sind für nroute kein Problem und beschäftigen den oder die Prozessoren nicht Die markierten Gebiete sind der Abdeckungsbereich von Mapsource Metroguide 9.0. Es fehlen noch Bosnien und Herzegowina, Serbien, Albanien und Montenegro auf dem Balkan sowie Littauen im Norden übermäßig lange. Dienstprogramme dient zum Umgang mit dem angeschlossenen GPS-Empfänger, zur Freischaltung von Karten und zur Ansage astronomischer Daten wie Sonnen- und Mondphasen. Die Uhr des Notebooks kann über die Dienstprogramme übrigens mit der GPS-Systemzeit synchronisiert werden. Getestet bei zwei Reisen Garmin nroute wurde aus Zeitgründen auf zwei längeren Reisen getestet. Eine Reise wurde mit dem Benq Joybook 6000 und dem Garmin GPSmap 60c bestritten, der zweite längere Einsatz erfolgte mit dem Toshiba Libretto 110CT und dem Garmin GPS-V. Bevor es losgeht muss man Notebook und GPS- Empfänger im Fahrzeug unterbringen. Wenn man keine fahrzeugspezifische Halterung hat, kann das zu einem Problem werden und schließlich sind beide Notebooks auf dem Beifahrersitz gelandet. Eine Anordnung, die für Testfahrten gerade ausreicht. Wer einen Car-PC im Auto verbauen will, der wird ohnehin einen größeren Einbauaufwand treiben und wer so ein System in sein Reisemobil integrieren möchte, der muss dann eben auf eine individuelle und wahrscheinlich handgefertigte Eigenbau-Halterung zurückgreifen. Die Verkabelung ist gegenüber einem Handheld oder PocketPC natürlich aufwendiger und setzt für den Langzeitbetrieb auch eine Bordstromversorgung für das Notebook voraus. Auch der GPS-Empfänger wird in den meisten Fällen über das Bordstromnetz betrieben werden. Der Verkabelungsaufwand rechtfertigt eigentlich nur den fixen Einbau mit herausnehmbarem Notebook. Hat man die Anlage im Fahrzeug untergebracht, dann sollte man mit der Abfahrt solange warten, bis das Notebook gestartet ist. Auch das dauert länger als bei PocketPC, Handheld & Co, dafür gibt es aber dann das erste Aha- Erlebnis, denn man wird mit einem schönen, großen und je nach verwendetem Notebook auch ausreichend hellen Display verwöhnt. nroute lässt sich bei stehendem Fahrzeug gut bedienen, auch wenn das Notebook irgendwo am Beifahrersitz oder am Armaturenbrett klebt. Die gewünschte Route ist schnell ausgewählt und wenn es sein muss, kann man die Routenplanung auch noch vor der Abfahrt durchführen oder ändern. Das geht komfortabler, als bei jedem anderen portablen System. Wird man von nroute geleitet kommt man kaum vom Weg ab. Auch wenn man auf die verschiedenen Ansagen verzichten (nur bei den Garmin Mapsource Metroguide Versionen) und ab und zu einen Blick auf den Bildschirm werfen muss, kommt man nicht so leicht vom Weg ab. Sollte man sich doch verfahren, ist das kein Problem, denn nach wenigen Sekunden wird die Route neu berechnet und nroute übernimmt wieder die Navigation zum Ziel. Auch das ist eine der schönen Seiten dieser Software. Die Qualität des Routing ist wie gewohnt vom Feinsten und auch die zusammengestellten Routen sind fast fehlerfrei. Nur ein einziges Mal wollte mich nroute dazu überreden über einen Grünstreifen von einer Nebenfahrbahn auf die Hauptfahrbahn zu wechseln, was mir ungefähr zwei Kilometer Umweg durch ein Einbahnlabyrinth erspart hätte. Ich habe die Abkürzung übrigens nicht genommen und nroute machte danach keine weiteren Fehler. Auch die Qualität der Kartendaten war bei den beiden Praxistests ein Kriterium. Ich war einmal in Ljubljana und einmal in Bratislava mit nroute. Nach meinen Feststellungen sind auch sehr neue Straßen in Randgebieten von Ljubljana enthalten und die Software tut sich gar nicht schwer vom Zentrum in Bratislava zum Flughafen Stefanik zu navigieren. Ein paar absichtliche Umwege habe ich dabei natürlich eingebaut. Auch in Westeuropa ist der Stand an Straßen up-to-date. Die Schnellstraße S1 in Wien samt neuen Zubringerstraßen ist ebenso enthalten wie einige neue Straßen in Siedlungsgebieten am Stadtrand. praktiker meint nroute & Garmin Mapsource Metroguide Mit nroute und Garmin Mapsource Metroguide Europe 9.0 bekommt man eine brandaktuelle Kombination aus moderner Moving-Map-Software und Kartendaten für Europa. Diese Moving-Map-Software richtet sich an alle, die entweder ein (Mini-)Notebook oder einen Car-PC einsetzen wollen. Stabilität und Bedienung sind auf hohem Niveau und die Funktionsvielfalt reicht auch für Anspruchsvolle. Das Kartenmaterial ist auf aktuellem Stand und passt nahtlos zu Garmin nroute. Es ist keinerlei Kalibrierung oder Integration notwendig; man kann mit höchster Genauigkeit navigieren. Eine Kombination, die kaum Schwachstellen besitzt, außer, dass man nur Garmin GPS-Empfänger verwenden kann weil kein NMEA-Protokoll unterstützt wird. Trotzdem eine Empfehlung, weil die Kartendaten mit einem Kaufpreis von etwa 180 Euro sich noch im Rahmen des Leistbaren bewegen. 40 Nr. 5 / 2007 ITM praktiker MM&E

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