Verhaltene Erwartungen

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1 Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche The Vienna Institute for International Economic Studies Pressefrühstück, 13. März 15 Neue wiiw-prognose für Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Verhaltene Erwartungen Mario Holzner Verhaltene Erwartungen BIP-Wachstumsrate seit NMS-11 EU-15 Türkei Russland Quelle: wiiw (März 15), Eurostat. Prognosen: wiiw und Europäische Kommission (Winter Report, Februar 15).

2 3 Wachstumsdifferential gegenüber EU-15 nimmt ab BIP-Wachstumsdifferential gegenüber EU-15 seit 1995, in Prozentpunkten NMS-11 Westbalkan - GUS Quelle: wiiw (März 15), Eurostat. Prognosen: wiiw und Europäische Kommission (Winter Report, Februar 15). Euroraum von säkularer Stagnation erfasst Euroraum (1 Gründungsmitglieder) BIP-Wachstumsrate pro Kopf BIP pro Kopf 1-Jahres-Durchschnitt Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen.

3 5 Euroraum: Anteil der Investitionen und Löhne am BIP fällt BIP-Anteil der Bruttoinvestitionen Bereinigter BIP-Anteil der Löhne 3 Euroraum (1 Gründungsmitglieder) Euroraum (1 Gründungsmitglieder) Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen. Ungenügende Gesamtnachfrage auch in den MOSOEL Disinflation Deflation Hohe oder sehr hohe Arbeitslosigkeit Abnehmende Rolle der Handelsbilanz Schwacher Privatkonsum Investitionen erholen sich nur langsam

4 7 Deflation am Beispiel Polens Wachstum der Verbraucherpreisinflation und Beitrag einzelner Komponenten, 13-15, in Prozentpunkten. Energie Lebensmittel Kerninflation VPI, Veränderung gegen das Vorjahr in % m1 13m5 13m9 1m1 1m5 1m9 15m1 Quelle: wiiw-monatsdatenbank basierend auf nationalen Statistiken und Eurostat. Wachstum: wenig beeindruckend BIP-Wachstum 1-15 und Beitrag einzelner Nachfragekomponenten, in Prozentpunkten Bruttoanlageinvestitionen Konsum der Haushalte Netto-Exporte BIP (Wachstum in %) 1 15 HR BG SI EE LV CZ HU LT RO SK PL Bruttoanlageinvestitionen Konsum der Haushalte Netto-Exporte BIP (Wachstum in %) 1 15 UA RU BY RS BA AL KZ ME TR MK XK Quelle: wiiw-datenbank basierend auf nationalen Statistiken und Eurostat. Prognosen: wiiw.

5 9 Private Investitionen Weiterhin schwach Keine Einschränkung durch vorhandene Mittel Unempfindlich gegenüber Zinssätzen Hochprofitabel Lohngetrieben, nicht profitgetrieben 1 Private Investitionen weiterhin schwach BIP-Anteil der Bruttonanlageinvestitionen des privaten Sektors, in % NMS-11 Deutschland Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen.

6 11 Unternehmensinvestitionen uneingeschränkt durch vorhandene Mittel z.b. Polen: Nettoausleihungen (+) oder Nettokreditaufnahmen (-): Unternehmen und Haushalte, % des BIP Normalität Blase Notlage Unternehmen 1 Haushalte 1 Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen. - Unternehmen 7 Haushalte 7 - Unternehmen 1 Haushalte 1 1 Unternehmensinvestitionen unempfindlich gegenüber Zinssätzen Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften, MOSOEL 1 15 Wachstumsrate der Kreditbestände Tschechische Republik Slowenien Mazedonien -5 1 Realzinsen für neue Kredite Quelle: Nationalbank-Statistiken, eigene Berechnungen.

7 13 Hohe Forderungen österreichischer Banken gegenüber MOSOEL Quelle: BIZ, RBI, eigene Berechnungen basierend auf dem USD/EUR-Wechselkurs vom 3/9/1. 1 Profite und Risiken uneinheitlich verteilt Privater Sektor, MOSOEL 1 3 Anteil der notleidenden Kredite RO 5 HU HR CZ PL SK UA RU Wachstum der Stock Bestände of bank von loans Krediten to non-financial den nichtfinanziellen private sector growth privaten Sektor Quelle: Nationalbank-Statistiken, eigene Berechnungen.

8 15 Profitabilität des Kapitalstocks erhöht sich zumeist Verhältnis Nettoerträge/Nettokapitalstock für 11-1 (Basiszeitraum Index -3), Veränderung in Prozent 1% 15.% % % % % % 1.9% 3.%.5%.%.% 3.5% 1.7% 1.1% -% -% -.% -.1% -.7% BG SI EE HR HU CZ LV LT SK PL RO DE Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen Investitionen sind lohngetrieben, nicht profitgetrieben BIP-Anteil der Arbeitnehmerentgelte, in % NMS-11 Deutschland Anteil des Unternehmenssektors am privaten verfügbaren Bruttoeinkommen, in % NMS-11 Deutschland Quelle: AMECO-Datenbank, eigene Berechnungen

9 17 EU-geförderte öffentliche Investitionen gleichen Mangel an privaten Investitionen zum Teil aus BIP-Anteil der öffentlichen Bruttoanlageinvestitionen, 1-1, in % NMS-11 Deutschland Quelle: Eigene Berechnungen. 1 Makroökonomische Zusammenfassung Nominallöhne sind von Bedeutung aber Wechselkurse ebenso Haushaltsdefizite und Nettoausleihungen ans Ausland absorbieren überschüssige private Ersparnisse in den NMS

10 19 Das Wechselkursregime ist von Bedeutung Überbewertung (positiv) oder Unterbewertung (negativ) von NMS-Währungen gegenüber dem Euro,, 9, 1, in % 3 Fixes Wechselkurssystem Flexibles Wechselkurssystem HR EE LV SI SK RO PL BG DE LT CZ HU Anmerkung: Über- oder Unterbewertung im Preisniveau im Verhältnis zum Niveau des BIP pro Kopf. Quelle: Eigene Berechnungen. Haushaltsdefizite und Nettoausleihungen ans Ausland absorbieren überschüssige private Ersparnisse in den NMS Nettoausleihungen (+) oder Kreditaufnahmen ( ), 7, 1, in % des BIP Regierung 7 Gesamtwirtschaft Regierung 1 Gesamtwirtschaft Deutschland Deutschland Bulgarien Estland Estland Litauen Polen Tschechische Rep. Slowenien Lettland Lettland Rumänien Tschechische Rep. Ungarn Litauen Slowakei Slowakei Bulgarien Kroatien Poland Rumänien Kroatien Ungarn Slowenien Anmerkung: Bulgarien: -,3. Quelle: wiiw-datenbank basierend auf nationalen Statistiken und AMECO; eigene Berechnungen.

11 : Verhaltene Erwartungen Schwaches Lohnwachstum, begrenztes Investitionswachstum NMS & Kandidatenländer: keine wesentliche Wachstumsbeschleunigung Wachstumsdifferential der NMS gegenüber dem Euroraum verringert sich von ~3% vor der Krise auf ~1,5% Leistungsbilanzdefizite recht niedrig (NMS) oder ziemlich hoch (Kandidatenländer) Inflation kehrt langsam zur Normalität zurück: Energiepreise stabilisieren sich, mehr Kreditaufnahmen (?) Arbeitslosigkeit geht zurück (NMS) oder bleibt hoch (Kandidatenländer) GUS-Länder werden sich hoffentlich 1 erholen Ökonomischer Paradigmenwechsel in der EU ist angesagt BIP-Wachstum, wiiw-prognose für Kosovo Polen Mazedonien Türkei Rumänien Slowakei Litauen Tschechische Rep..3.. Ungarn.3.. Montenegro.3..9 Lettland.1.. Quelle: wiiw-prognose, Februar Estland Albanien... Kasachstan Slowenien Bosnien und Herzegowina Bulgarien Kroatien Serbien Weißrussland Russland Ukraine

12 3 Länderkürzel AL Albanien ME Montenegro BA Bosnien und Herzegowina MK Mazedonien BG Bulgarien PL Polen BY Weißrussland RO Rumänien CZ Tschechische Republik RS Serbien EE Estland RU Russland HR Kroatien SI Slowenien HU Ungarn SK Slowakei KZ Kasachstan TR Türkei LT Litauen UA Ukraine LV Lettland XK Kosovo GUS MOSOEL NMS Gemeinschaft Unabhängiger Staaten Mittel-, ost- und südosteuropäische Länder Neue Mitgliedstaaten

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