Gesundheit! Öffentlicher Gesundheitsdienst: Saubere Läuse dbb jugend magazin. Online-Apotheken: Der Preis ist heiß

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gesundheit! Öffentlicher Gesundheitsdienst: Saubere Läuse. 4 2008 dbb jugend magazin. Online-Apotheken: Der Preis ist heiß"

Transkript

1 dbb jugend magazin Gesundheit! Öffentlicher Gesundheitsdienst: Saubere Läuse Online-Apotheken: Der Preis ist heiß Pflegeversicherung: (K)ein Thema für junge Menschen?

2 Gesundheit! Der kommt ungewohnt verschnupft daher. Gesundheit ist in aller Munde, das Aprilwetter tut sein übriges dazu, und schon kümmert man sich nach dem ersten Niesen mal wieder um das Thema Gesundheit. Gesundheit! heißt ein Wunsch, oftmals eher kurz und unachtsam ausgesprochen. Diesem Schwerpunktthema ist das dbb jugend magazin diesmal verpflichtet. Mit der Gesundheit ist es so wie mit sauberem Trinkwasser und dem richtigen Sauerstoffgehalt in der Atemluft: Eigentlich fällt das Thema erst auf, wenn das, worum es geht, nicht mehr da ist. Reichlich spät, stellt man dann zumeist fest. In diesem Zusammenhang haben wir einen zusammengestellt, der das Themen von allen Seiten beäugt und auch zum Nachdenken anregen sollte. Gerade das Thema der Pflegeversicherung ist uns durch den Gesetzgeber wieder ins Bewusstsein gerückt worden und daher einer der Schwerpunkte dieses Hefts. Gesundheit - in diesem Zusammenhang kann auch Einiges zur Tarifrunde 2008 angemerkt werden, Beispiel: die Krankenhäuser. Sie sind in die finanzielle Klemme geraten zwischen sinkenden Einnahmen und höheren Ausgaben. Folge einer verfehlten Gesundheitspolitik, die versucht hat, die Lasten eines überbordenden Systems den Krankenhäusern aufzuzwingen. Kann dann der Vorschlag der Arbeitgeber, die Krankenhäuser (genau genommen: das Personal dort) abzukoppeln richtig sein? Kann die Antwort einer älter werdenden Gesellschaft sein, ausgerechnet die, die uns versorgen sollen, finanziell zu bestrafen? Ist es das, was wir der Generation unserer Großeltern, Eltern und letztlich uns selbst wünschen: Von schlecht bezahlten, demotivierten, enttäuschten Menschen geheilt und gepflegt zu werden? Das, was uns am wichtigsten ist, sollen wir in die Hände von Leuten geben, die wir kurz vorher als zu teuer und ineffizient abgestempelt haben? Jedem von uns sollte klar sein, dass die Antwort darauf zwar rein rechnerisch stimmig ist, aber inhaltlich nicht richtig sein kann. Daher gilt es auch in dieser Tarifrunde besonders, uns nicht auseinanderdividieren zu lassen. Abkoppelung ist keine Lösung des Problems, Abkoppelung ist ein neues Problem: Lassen wir es dazu nicht kommen! In diesem Sinne wünsche ich vor allem eines: Seien Sie gesund! Michael Westphal Vorsitzender dbb jugend Gesundheit! titelt das dbb jugend magazin in seiner April-Ausgabe mit Blick auf den thematischen Schwerpunkt Gesundheit und Pflege, topaktuell zur jüngsten großen Reform der Pflegeversicherung in Deutschland. Pflege durchaus ein wichtiges Thema auch und insbesondere für junge Menschen, ist im dbb jugend magazin zu erfahren. Die berichtet über den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die cker-tipps informieren unter der Headline Der Preis ist heiß über das Angebot von Online- Apotheken. Nachrichtlicher Schwerpunkt der Ausgabe ist wiederum die Einkommensrunde 2008, in der nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen am 7. März 2008 die Schlichtungskommission zusammen getreten, wiederum gescheitert war, schließlich aber am 31. März 2008 in Potsdam doch noch eine Einigung erreicht werden konnte. Das Ergebnis im Volumen lineare Steigerungen bis zu 8,7 Prozent und vor allem 70 Euro mehr und die Fortschreibung der Beschäftigungssicherung für die Azubis ist ein guter Kompromiss. Den verdanken wir nicht zuletzt auch der geballten Verhandlungskraft von dbb und ver.di. Durch die Erhöhung der monatlichen Entgelte um jeweils 70 Euro haben die Arbeitgeber gezeigt, dass unsere immer wieder vorgetragenen Argumente zur Gewinnung und Förderung des Nachwuchses richtig und wichtig sind. Nur ein auch für Berufseinsteiger attraktiver öffentlicher Dienst kann auch zukünftig ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst sein. Das Ergebnis für den Tarifbereich muss nun auch ohne Abstriche und zeitgleich auf die Beamten und insbesondere die Anwärter übertragen werden. Michael Westphal Vorsitzender dbb jugend

3

4 dbb-verhandlungsführer Frank Stöhr (li.) stellte nach der Einigung in Potsdam fest, dass dem Last-Minute-Ergebnis eine gute Mischung aus Kampfbereitschaft, Ausdauer und Ideenreichtum zu Grunde liege. Es zeige zudem, dass beide Seiten den Kompromiss und nicht den Konflikt wollten. Die gute Arbeit der Beamten des Bundes müsse nun in gleicher Weise honoriert werden. werden, sagte der dbb Bundesvorsitzende der Berliner Zeitung (1. April 2008). Gescheiterte Verhandlungen, gescheiterte Schlichtung Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen Durchbruch in Potsdam: Gutes Geld für gute Arbeit Das Kämpfen hat sich gelohnt: Obwohl sich die Arbeitgeber trotz massiver Proteste und zahlreicher Warnstreiks der Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gegen ihr Minus-Angebot zunächst unbeeindruckt gezeigt und so ein Scheitern der Tarifverhandlungen am 7. März 2008 in Potsdam sowie einen inakzeptablen Schlichterspruch des von ihnen benannten Schlichters Lothar Späth provoziert hatten, liegt nun eine Einigung auf dem Tisch: Die rund 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen erhalten nach Jahren der Entbehrungen und Lohnzurückhaltung deutlich mehr Geld zum 1. Januar 2008 gibt es eine Einkommenserhöhung von 3,1 Prozent, zudem wird ein Sockelbetrag von 50 Euro dauerhaft auf das Gehalt aufgeschlagen. Im Osten soll die Anhebung zum 1. April 2008 im Zuge der Ost-Westangleichung der Gehälter erfolgen. Zum 1. Januar 2009 ist eine weitere Einkommenserhöhung um 2,8 Prozent vorgesehen, zudem wird es für die Entgeltgruppen 1 15 eine Einmalzahlung von 225 Euro geben. Im Volumen ergibt der Kompromiss von Potsdam ein Plus von mehr als 8 Prozent für 2008, und dies trotz der ebenfalls verabredeten Arbeitszeitverlängerung um eine halbe Stunde auf 39 Wochenstunden für die Kommunalbeschäftigten des Tarifgebiets West. Als großen Erfolg bezeichnete dbb-verhandlungsführer Frank Stöhr den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am 31. März 2008 in Potsdam: Heute ist ein guter Tag für den öffentlichen Dienst. Uns liegt ein Verhandlungsergebnis vor, das komplex ist, das Haken und Ösen hat, das aber vor allem ein großer Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen ist. Nach monatelangen Verhandlungen, Warnstreiks und Schlichtung hätten beide Seiten einen tragfähigen Kompromiss gefunden. Die enge Zusammenarbeit von dbb und ver.di habe sich bewährt. Stöhr: Wir haben gemeinsam viel erreicht. Das Volumen stimmt. Die lineare Steigerung von bis zu 8,7 Prozent ist sehr, sehr ordentlich. Zusammen mit dem Sockelbetrag von 50 Euro wird hier strukturell etwas für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst getan. Die Einmalzahlung rundet die Sache für die unteren Entgeltgruppen ab. In Potsdam habe man nun zum ersten Mal gemerkt, dass die Arbeitgeber bereit seien, bis an ihre Schmerzgrenze zu gehen. Das verdient Respekt. Gleichbehandlung der Beamten sicherstellen Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb tarifunion und Zweiter Vorsitzender des dbb, forderte unmittelbar nach der Tarifeinigung eine umfassende Gleichbehandlung der Beschäftigtengruppen im öffentlichen Dienst. Stöhr: Mit dem Kompromiss von Potsdam ist noch lange nicht alles gut. Es gilt nun, dieses Ergebnis zu vollenden und die Gleichbehandlung der Beamtinnen und Beamten des Bundes sicherzustellen. Abschmelzungen oder Verzögerungen bei einer entsprechenden Regelung für den Beamtenbereich wären nicht nur ungerecht, sondern schlicht inakzeptabel. Auch dbb-chef Peter Heesen forderte nach der Tarifeinigung für die Beamten deutlich mehr Geld: Der Tarifkompromiss muss zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten übertragen Der Einigung von Potsdam waren zähe Verhandlungen, deren Scheitern und eine Schlichtung, die wiederum scheiterte, vorausgegangen. Direkt nach dem Scheitern der Verhandlungen, das die Gewerkschaften am 7. März 2008 in Potsdam erklärt hatten, hatte dbb-verhandlungsführer Frank Stöhr die Kampfbereitschaft der dbb tarifunion bekräftigt. Fünf Runden lang seien Bund und Kommunen echten Verhandlungen aus dem Weg gegangen und hätten kein wirkliches, kein vorzeigbares Angebot vorgelegt, kritisierte Stöhr. Dabei gehe es nach Nullrunden aktuell um eine Einkommenserhöhung für die Beschäftigten und um sonst nichts, so Stöhr. Die Streiks und Demonstrationen haben bundesweit eindrucksvoll belegt, dass es den Kolleginnen und Kollegen ernst ist. Unter diesen Vorzeichen lief am 15. März 2008 die Schlichtung an. Auf die Empfehlung der Schlichtungskommission, die diese schließlich am 27. März 2008 in Friedrichshafen vorlegte, reagierten die Gewerkschaften indes umgehend mit Enttäuschung und Ablehnung: Wir wollen mehr Geld, nicht Arbeitszeitverlängerung und Stellenabbau und werden uns nicht für einen Tauschhandel hergeben, sagte dbb-verhandlungsführer Frank Stöhr zu dem mit 13 zu 12 Stimmen zustande gekommene Vorschlag, bei dem

5 Tausende Beschäftigte gingen während der Tarifverhandlungen, die Anfang Januar dieses Jahres begonnen hatten, immer wieder für leistungsgerechte Bezahlung und gegen faule Kompromisse auf die Straße. das Votum des von der Arbeitgeberseite bestellten, stimmberechtigten Vorsitzenden der Schlichtungskommission, Lothar Späth, den Ausschlag gegeben hatte. Der Späth- Vorschlag, vom dem sich der von Arbeitnehmerseite berufene, nicht stimmberechtigte Vorsitzende der Schlichtungskommission Herbert Schmalstieg bereits bei der Bekanntgabe erkennbar distanzierte, sah für die 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen lediglich sechs Prozent mehr Einkommen bei zweijähriger Laufzeit und einer gleichzeitigen Erhöhung der Arbeitszeit im Westen vor. Trotz der gescheiterten Schlichtung trafen sich die Tarifparteien am 29. März 2008 erneut in Potsdam, um möglicherweise doch noch eine Einigung zu erzielen und flächendeckende Streiks in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu vermeiden. Dies gelang schließlich nach einem dreitägigen Verhandlungsmarathon am 31. März 2008 mit einem Kompromiss, der sich sehen lassen kann: Erhöhung der Tabellenentgelte des TVöD: ab 1. Januar 2008 um 50 Euro sowie anschließend um 3,1 % und ab 1. Januar 2009 um weitere 2,8 %. Einmalige Sonderzahlung im Januar 2009 für die Entgeltgruppen 1 bis 15 von 225 Euro. Die monatlichen Ausbildungsentgelte sowie die Entgelte der Praktikanten werden ab 1. Januar 2008 um 70 Euro erhöht. Ost-West-Angleichung: Der Bemessungssatz der Entgelte aller Beschäftigten der Entgeltgruppen 1 bis 9 wird ab 1. Januar 2008 auf 100 % des Tarifgebiets West angehoben. Die Anpassung des Bemessungssatzes der Beschäftigten der übrigen Entgeltgruppen 10 bis 15 wird vom 1. Januar 2010 auf 1. April 2008 vorgezogen. Auszubildende und Praktikanten erhalten ab 1. Januar 2008 die für das Tarifgebiet West geltenden Ausbildungsentgelte bzw. Entgelte. Arbeitszeit: Zunächst gilt für alle die 39- Stunden-Woche, wobei es im Tarifgebiet Ost der Kommunen bei 40 Stunden bleibt. Für Angestellte des Bundes ändert sich dadurch nichts, ein Großteil der Angestellten in den West-Kommunen muss eine halbe Stunde mehr arbeiten. Dort galt bisher die 38,5-Stunden-Woche, allerdings bereits mit vielen Abweichungen. Krankenhäuser: Hier soll es bei 38,5 Stunden bleiben, als Kompensation fällt die Leistungsbezahlung weg, die Krankenhauszulage im Tarifgebiet West wird um 10 Euro gekürzt. Erzieher und Beschäftigte von Versorgungsbetrieben sollen 39 Stunden arbeiten. Für die Erzieher ist ein Freizeitausgleich von zweieinhalb Tagen vorgesehen. Für die Versorgungsbetriebe soll die lineare Gehaltssteigerung deutlich höher ausfallen 5,1 Prozent für 2008 und 3,55 Prozent für Die Länder sind vom Potsdamer Tarifabschluss nicht betroffen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) war 2005 aus dem bis dahin bestehenden Tarifverbund ausgeschieden und hatte 2006 einen eigenen Tarifvertrag mit den Gewerkschaften abgeschlossen, der noch bis Ende dieses Jahres gilt. Azubis der Länder: 2,9 Prozent plus und Ost- West-Angleichung Die dbb tarifunion hat sich mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf eine Anpassung der Ausbildungsentgelte um 2,9 Prozent im Jahr 2008 geeinigt. Außerdem wurde eine Anpassung der Entgelte Ost an das Tarifgebiet West vereinbart. Damit entfällt endgültig die unterschiedliche Bezahlung im Bereich der Ausbildung des öffentlichen Dienstes. Die dbb tarifunion hatte bereits unmittelbar nach Abschluss des TV-L von den Arbeitgebern gefordert, die allgemeine Entgeltanpassung im Jahr 2008 für den öffentlichen Dienst der Länder auch im Bereich der Auszubildenden nachzuvollziehen. Zum 1. Januar 2008 steigen die Entgelte der Azubis nun endlich: Im Tarifgebiet West erhalten sie im ersten Ausbildungsjahr 635,24 Euro, im zweiten 685,47 Euro, im dritten 731,55 Euro und im vierten 795,48 Euro. Gleichzeitig einigten sich dbb tarifunion und TdL auf eine Angleichung der Entgelte des Tarifgebiets Ost an das Tarifgebiet West zum 1. Mai Das monatliche Ausbildungsentgelt im Tarifgebiet Ost beträgt damit in der Zeit vom 1. November 2006 bis 31. Dezember 2007 im ersten Ausbildungsjahr 571,04 Euro, im zweiten 616,19 Euro, im dritten 657,61 Euro und im vierten 715,08 Euro. In der Zeit vom 1. Januar 2008 bis 30. April 2008 sind es im ersten Ausbildungsjahr 617,34 Euro, im zweiten 666,15 Euro, im dritten 710,93 Euro und im vierten 773,06 Euro. Ab 1. Mai 2008 erhalten die Azubis dann genauso viel wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Für Auszubildende im Bereich Pflege gelten andere Beträge. Hier beträgt das monatliche Ausbildungsentgelt im Tarifgebiet West ab 1. Januar 2008 im ersten Ausbildungsjahr 750,20 Euro, im zweiten 811,44 Euro und im dritten 910,09 Euro. Pflege-Auszubildende im Tarifgebiet Ost bekommen vom 1. November 2006 bis 31. Dezember 2007 im ersten Ausbildungsjahr 674,38 Euro, im zweiten 729,43 Euro und im dritten 818,11 Euro. Vom 1. Januar 2008 bis 30. April 2008 sind es dann im ersten Ausbildungsjahr 729,06 Euro, im zweiten 788,57 Euro und im dritten 884,44 Euro und schließlich ab 1. Mai 2008 die West- Entgelte. 5

6 Steuerhinterziehung: Liechtenstein nur Spitze des Eisbergs Die Liechtenstein-Affäre ist nach Auffassung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) nur die Spitze eines Eisbergs. Um Steuerhinterziehung wirksam zu bekämpfen, sei die Politik gefordert, sagte der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende und DSTG-Chef Dieter Ondracek am 11. März 2008 vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Er forderte, das Personal der Steuerverwaltung um insgesamt Mitarbeiter aufzustocken. Nicht markige Worte helfen, sondern nur Taten. Im Innendienst der Finanzämter würden Arbeitskräfte mehr benötigt, damit mehr Zeit für die Bearbeitung einzelner Fälle bleibt und Unplausibilitäten erkannt werden können. Die Außendienste müssten um wenigstens Prüfer verstärkt werden. Derzeit werden im Bundesdurchschnitt etwa drei Prozent der Betriebe jährlich geprüft, im Gesamt durchschnitt ist alle 33 Jahre mit einem Betriebsprüfer zu rechnen. Eine solche Quote lädt zu Unehrlichkeit ein, kritisierte Ondracek. In der Steuerfahndung seien mindestens Steuerfahnder mehr notwendig, um das Entdeckungsrisiko spürbar zu erhöhen. Derzeit, so Ondracek, liegt in den Steuerfahndungen Arbeit für mehrere Jahre auf Halde. Der dbb Vize appellierte an die Politik, deutlicher als bisher klarzustellen, dass Steuerhinterziehung eine Straftat ist und kein Kavaliersdelikt. Die vor Jahren vom Gesetzgeber verabschiedete Sonderamnestie war ein falsches Signal. Auch die Möglichkeit der Selbstanzeige ist zu überdenken, so Ondracek. Mit allen Staaten müssten Rechts- und Amtshilfeabkommen geschlossen werden, die auch bei der Steuerhinterziehung wirksam sind. Jugendgewalt: Kooperation statt Konfrontation Der Vorsitzende der dbb jugend, Michael Westphal und die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Blumenthal haben sich am 11. März 2008 in Berlin zu einem Meinungsaustausch zum Thema Jugendgewalt getroffen. Übereinstimmend stellten Westphal und Blumenthal, Mitglied des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, fest, dass der schnelle Ruf nach einer Verschärfung des Strafrechts kontraproduktiv sei, da die Gesetzeslage ausreichend ist. Jugendlichen müssen Grenzen aufgezeigt werden in der Schule und in erster Linie im Elternhaus sagte die CDU-Politikerin und betonte, dass die Schule nicht der Platz sei, wo Erziehungsprobleme aller Art behoben werden könnten. Kooperation statt Konfrontation wäre für Schule und Jugendliche ein besserer Weg im Umgang mit der Gesellschaft, sagte dbb jugend-chef Michael Westphal zu der Überlegung von Antje Blumenthal, bürgernahe Polizeibeamte verstärkt in den Schulbetrieb einzubinden um so die Gewaltbereitschaft zu senken. Polizeibeamte sind zuständig für die Sicherheit aller Bürger, auch der Jugendlichen, und nicht ihre Gegner. Das Wort Bulle möchte ich nicht mehr hören, wenn über Polizisten geredet wird, so Blumenthal. Die dbb jugend teile diese Auffassung, erklärte Westphal: Wir würden uns freuen, wenn in der Erziehung der Grundstein für mehr Respekt im gegenseitigen Miteinander auch und gerade mit Vertretern des Staates und seiner Organe gelegt würde. News Nettoeinkommen schrumpfen, Steuerquellen sprudeln Amtliche Zahlen belegen erstmals: Die preisbereinigten Nettoeinkommen sinken trotz Wirtschaftsaufschwung. Seit 2005 konnten sich Arbeitnehmer von Jahr zu Jahr zwischen 1,1 und 1,3 Prozent weniger leisten. Die Bundesregierung hatte bislang etwas anderes behauptet. Trotz des Wirtschaftsaufschwungs können sich die Bundesbürger von ihrem Einkommen immer weniger leisten. Das Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalts sei in den vergangenen drei Jahren deutlich langsamer gestiegen als die Teuerungsrate, räumte nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 14. März 2008 die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion ein. Auch die Steuerlast vieler Arbeitnehmer habe sich allen Reformen zum Trotz seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 nur geringfügig verringert. So sei die Zahl derer, die auf einen Teil ihres Einkommens den Spitzensteuersatz von derzeit 42 Prozent entrichten müssten, zwischen 1993 und 2003 von auf gut gestiegen ist, berichtete das Blatt. So sprudeln die Steuereinnahmen munter weiter und sind im Februar um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie das Handelsblatt (14. März 2008) aus dem Bundesfinanzministerium erfuhr. Obwohl dies das schlechteste Monatsergebnis seit Dezember 2005 ist, äußerten sich die Steuerschätzer positiv überrascht - vor allem von der Lohnsteuer: Dank des boomenden Arbeitsmarktes stieg das Aufkommen um 7,8 Prozent. Auch die zweite große Steuer, die Umsatzsteuer, zeigte mit 6,7 Prozent Zuwachs ein freundliches Bild.

7 dbb zeigt Flagge : Genug gespart! Die erfolgreiche Kampagne Genug gespart, die dbb und ver.di gemeinsam ins Leben gerufen haben, um auf die Einkommensrückstände im öffentlichen Dienst aufmerksam zu machen, hat es jetzt auch werbewirksam auf die Fassade des dbb forum im Herzen Berlins geschafft. Weil Wartungsarbeiten die Installation eines Gerüstes notwendig gemacht haben, nutzt der dbb die Gelegenheit, um zwei Motive der Kampagne auf insgesamt 37 mal 13 Metern großflächig in Szene zu setzen: Nicht nur mit Blick auf die Einkommensrunde 2008 soll das Riesenbanner ein Signal an die Arbeitgeber und Dienstherrn des öffentlichen Dienstes senden, den über die vergangenen Jahre entstandenen Einkommensrückstand der Beschäftigten endlich auszugleichen: Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld. Öffentliche Dienste sind mehr wert! ist die unmissverständliche Botschaft. Und auch dem Image schadet es nicht, die Leistungen des öffentlichen Dienstes und seiner Beschäftigten ins rechte Licht zu rücken. Eine Bundespolizistin und ein Feuerwehrmann stehen auf den Plakaten für Deutschlands öffentlichen Dienst. Sie retten unser Leben. Sie schützen, pflegen und bilden uns. Sie fahren uns zur Arbeit, leisten wichtige Dienste in den Behörden und entsorgen unseren Müll: Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld! heißt es im aktuellen Claim der Kampagne Genug gespart. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge steuerlich absetzen Der stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb Klaus Dauderstädt hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts als überfällig bezeichnet, wonach die steuerliche Abziehbarkeit von privaten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen bis Ende 2009 neu geregelt werden muss. Die Erhöhung der geltenden Höchstabzugsbeträge müsse aber auch auf die gesetzlich Versicherten ausgedehnt werden, sagte Dauderstädt am 19. März Das Bundesverfassungsgericht hatte mit jetzt veröffentlichtem Beschluss vom 13. Februar 2008 (Az.: 2 BvL 1/06) den Gesetzgeber verpflichtet, die steuerliche Abziehbarkeit von privaten Krankenund Pflegeversicherungsbeiträgen bis Ende 2009 neu zu regeln. Die bisher geltende Begrenzung sei verfassungswidrig, weil ein angemessener Schutz zum existenznotwendigen Aufwand gehöre, der nicht besteuert werden darf. Der Gesetzgeber ist gehalten, existenzsichernde Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für die Zukunft bis spätestens 2010 steuerfrei zu stellen. Hierbei seien insbesondere auch die Beiträge von Kindern zu berücksichtigen. News Berlin: Familienzuschlag für homosexuelle Landesbeamte Homosexuelle Beamte in Berlin, die in einer Lebensgemeinschaft leben, sollen bald auch einen Familienzuschlag des öffentlichen Dienstes bekommen. Wie die rot-rote Koalition am 12. März 2008 mitteilte soll damit eine Gleichstellung der Lebensgemeinschaften im Beamtenrecht erreicht werden. Betroffen davon sind auch Richterinnen und Richter. Die innenpolitischen Sprecher von SPD und Linksfraktion, Thomas Kleineidam und Klaus Lederer erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung: Mit der Regelung, die nach dem Willen der SPD-Fraktion und der Fraktion Die Linke zügig das Parlament passieren soll, werden noch bestehende Ungleichbehandlungen im Beamtenrecht von Lebenspartnerschaften gegenüber der Ehe beendet. Die Koalition werde dafür sorgen, dass das Landesbesoldungsgesetz entsprechend geändert wird. Damit werde auch die Hinterbliebenenversorgung entsprechend angepasst. Gleiches ist bisher nur in der Hansestadt Bremen der Fall. Kommunen: Weiter positive Einnahmenentwicklung Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben die Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland (ohne die Stadtstaaten) im Jahr ,8 Milliarden Euro eingenommen, 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die kassenmäßigen Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände erreichten 160,7 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit ergibt sich ein Finanzierungsüberschuss in Höhe von 8,2 Milliarden Euro, dieses Plus lag um 5,2 Milliarden Euro über dem Vorjahresbetrag. Für den kräftigen Zuwachs auf der Einnahmenseite war insbesondere die Entwicklung bei den Steuereinnahmen ausschlaggebend, die sich gegenüber 2006 um 8,0% auf 65,9 Milliarden Euro erhöhten. 7

8 Bundesregierung: Fachkräftegewinnung in technischen Laufbahnen wird schwieriger Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion des Deutschen Bundestags (Drucksache 16/8231) zum Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst des Bundes vom 6. März 2008 eingeräumt, dass die Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs für bestimmte technische Laufbahnen in Zukunft schwieriger und aufwendiger werden wird. In dem Schreiben des Bundesministeriums des Innern namens der Bundesregierung heißt es, dass es bei Naturwissenschaftlern (Physiker, Chemiker, Ärzte), im Bereich der IT, im Sprachendienst und bei qualifizierten Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen deutlich weniger Bewerbungen gibt, so dass es in diesen Bereichen schwierig ist, eine offene Stelle qualifiziert zu besetzen. Indes könne derzeit festgestellt werden, dass in allen Laufbahnen des nichttechnischen Dienstes nach wie vor ein Bewerberüberhang bestehe und dort kein Engpass an qualifiziertem Personal herrsche. Demographie im Blick Die Bundesregierung beobachtet die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Bewerberlage und das vorhandene Personal in den nächsten zehn Jahren werden rund Beschäftigte ( Beamte, Arbeitnehmer) in den Ruhestand treten: Nach den vorliegenden Erkenntnissen kann es etwa ab dem Jahr 2015 zu einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials kommen. Daher ergreift die Bundesregierung bereits heute die erforderlichen Maßnahmen, um die Folgen abzufangen und auch künftig qualifiziertes Personal zu gewinnen. Die Attraktivität des öffentlichen Dienstes müsse weiter verbessert werden. Wichtige Faktoren hierfür sind interessante und vielfältige fachliche Aufgaben und berufliche Perspektiven, um Eigenverantwortung, Motivation und Leistungsbereitschaft zu fördern, aber auch flexible Arbeitszeitmodelle, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Entwurf des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes, den das Kabinett am 17. Oktober 2007 beschlossen hat und der sich im parlamentarischen Verfahren befindet, sehe in diesem Sinne wichtige Instrumente vor, u.a. die Öffnung des öffentlichen Dienstes für Quereinsteiger durch die Flexibilisierung des Laufbahnrechts und die Abkehr vom Senioritätsprinzip in der Besoldung. Bereits in der Vergangenheit habe die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um als Arbeitgeber attraktive Beschäftigungsbedingungen zu bieten, so könnten seit 1997 besonders herausragende fachliche Leistungen mit Leistungsprämien, Leistungszulagen und Leistungsstufen honoriert werden. Diese würden mit sehr positiven Erfahrungen als Personalführungsinstrumente zur Stärkung des Leistungsprinzips und zur Steigerung der Motivation der Beschäftigten eingesetzt. Wie viele Mitarbeiter der Bundesverwaltung aufgrund besserer Beschäftigungs- und Bezahlungsbedingungen außerhalb des öffentlichen Dienstes aus ihrem Verhältnis als Beamte bzw. Tarifbeschäftigte ausgeschieden sind, ist der Bundesregierung nicht bekannt, Angaben zu den Gründen für einen Beschäftigungswechsel würden statistisch nicht erfasst. Grundsätzlich ist die Bundesregierung der Auffassung, dass die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst entsprechend der allgemeinen Entwicklung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse erfolgt ist. Unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung anderer Wirtschaftszweige sowie der Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter in ihrer Gesamtheit ergebe sich insgesamt ein ausgeglichenes Bild. Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen mahnte angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten erneut Verbesserungen bei der Nachwuchsgewinnung für den öffentlichen Dienst an. Schön, dass die Politiker das endlich einsehen. Wir weisen seit langem darauf hin, dass die demographische Entwicklung in naher Zukunft dieses Problem noch verschärfen wird, sagte Heesen am 20. März 2008 in Berlin. Bei Naturwissenschaftlern, Ärzten, im Bereich der IT, im Sprachendienst und bei qualifizierten Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen verzeichnet die Bundesverwaltung deutlich weniger Bewerbungen. Allen Verantwortlichen muss allerdings klar sein: Wenn Jobs im öffentlichen Bereich für junge qualifizierte Fachleute attraktiv sein sollen, gehört dazu neben anderen Faktoren vor allem eine angemessene Bezahlung. Nachweislich hätten die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren Einkommensverluste von über zehn Prozent hinnehmen müssen. Damit sind sie gegenüber Beschäftigten in der privaten Wirtschaft klar im Nachteil. Von Konkurrenzfähigkeit kann keine Rede mehr sein. Das sehen natürlich auch junge Menschen, die auf der Suche nach lohnenden beruflichen Möglichkeiten sind. Die Aufassung der Bundesregierung, dass die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst entsprechend der allgemeinen Entwicklung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse erfolgt ist, habe mit der Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun, kritisierte Heesen. Dem stünden Nullrunden, Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld und längere Arbeitszeiten entgegen. Damit muss endlich Schluss sein. Wir brauchen jetzt spürbare Einkommenszuwächse. Wenn der öffentliche Dienst eine Zukunft haben soll, muss er gerade auch für Berufseinsteiger attraktiv und auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig sein. 8

9 Pflegeversicherung umfassend reformiert 13 Jahre nach ihrer Einführung wird die Pflegeversicherung umfassend reformiert. Der Bundestag verabschiedete am 14. März 2008 ein Reformpaket, das höhere Leistungen für Pflegebedürftige, Entlastungen für pflegende Angehörige und strengere Heim-Kontrollen vorsieht. Für die Beschäftigten wird die Pflegeversicherung jedoch teurer: Zur Finanzierung der Neuerungen steigt der Beitragssatz zum 1. Juli 2008 um 0,25 Prozentpunkte. Der dbb begrüßt die Pflegereform im Grundsatz, sieht aber in wichtigen Punkten weiterhin Nachbesserungsbedarf. Scharf kritisiert der dbb, dass der Gesetzentwurf keine finanzielle Absicherung für die Pflege von Familienangehörigen vorsieht. Der dbb fordert, dass bei einer kurzzeitigen Arbeitsverhinderung der Pflegende einen Anspruch auf Entgeltersatzleistung erhält. Vielen Beschäftigten wäre ohne eine solche Leistung eine kurzzeitige Pflege nicht möglich. Auch für Beamte, Richter und Soldaten müssten Regelungen getroffen werden, damit sie in einer akuten Pflegesituation bis zu zehn Arbeitstage dem Dienst fernbleiben können und ihnen dadurch keine finanziellen Einbußen entstehen. Kritisch bewertet der dbb auch, dass eine langfristige Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung nicht gesichert sei etwa in Form einer vom dbb geforderten Einführung einer Teilkapitaldeckung als Ergänzung zum jetzigen umlagefinanzierten System. Unabhängig davon sei eine Erhöhung des Beitragssatzes zum 1. Juli 2008 unvermeidbar. Der Bundesrat muss dem Gesetz im April noch zustimmen. dbb zu Pendlerpauschale: Fahrtkosten müssen vom ersten Kilometer an absetzbar sein Der dbb unterstützt Bestrebungen zur Wiedereinführung der alten Pendlerpauschalen-Regelung. Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen sagte am 25. März 2008: Wir haben immer die Auffassung vertreten, dass Fahrtkosten zum Arbeitsplatz zwingend Werbekosten sind. Sie müssen vom ersten Kilometer an auch als solche absetzbar sein. Viele Geringverdiener im öffentlichen Dienst, die als Pendler darauf angewiesen seien, mit ihrem Privatwagen zur Arbeit zu fahren, würden unter der gekürzten Pendlerpauschale leiden. Deshalb halten wir die Rückkehr zur ursprünglichen Regelung für ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, unterstrich Heesen. Seit 2007 können Millionen Pendler keine Fahrtkosten mehr absetzen, weil die ersten 20 Kilometer bei der Steuer nicht mehr berücksichtigt werden. Und das, obwohl von einer Notlage der öffentlichen Haushalte, mit der die Kürzung einst begründet worden war, nun keine Rede mehr sein kann, kritisierte Heesen. Nicht umsonst habe der Bundesfinanzhof die Kürzung als ungerecht bezeichnet und das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet. News Neuer Studiengang: Executive Master of Public Management Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat am 5. März 2008 einen Rahmenvertrag über die Teilnahme von Führungsnachwuchs der Bundesministerien an dem Studiengang Executive Master of Public Management an der Hertie School of Governance (HSoG) unterzeichnet. Der Rahmenvertrag sieht eine Beteiligung von Angehörigen der Bundesverwaltung an dem neuen Studiengang vor. Insgesamt sollen in den kommenden drei Studienjahren 30 Studierende von den Bundesministerien zur HSoG entsandt werden, um den Executive Master of Public Management zu erlangen. Der Studiengang wurde zusammen mit der Universität Potsdam entwickelt. Erklärtes Ziel ist es, mit dem Masterstudiengang besonders befähigten Nachwuchsführungskräften aus der Ministerialverwaltung des Bundes, der Länder aber auch aus der Privatwirtschaft, ergänzend insbesondere zur Juristen- und Ökonomenausbildung, die Grundlagen modernen Managements, strategische Steuerung, internationale Entscheidungsprozesse und EU-Governance, aber auch Führungskompetenz und Führungsqualifikation zu vermitteln. Im Herbst 2008 werden die ersten Studierenden das Studium aufnehmen. Einen großen Vorteil für die Bundesverwaltung bietet die Möglichkeit, das international ausgerichtete Studium berufsbegleitend innerhalb von zwei Jahren am Standort Berlin zu absolvieren. 9

10 10

11 Schulranzen schnüren darf? Ist Lisa ein sprachlich beeinträchtigtes Kind? I wo, kontert Schulärztin Werle, wobei sie bewusst in den weichen Tonfall der Region verfällt, sie isch a schwäbisches Kind und da sie in Schwaben eingeschult wird, lassen wir das gelten. Mangelnde Sprachkompetenz, die in den meisten Fällen entweder auf Fehlbildungen des Mund-Kieferraumes, auf nachlässige Sprecherziehung des Elternhauses oder bei Migrantenkindern auf geringe Deutschkenntnisse zurückzuführen seien zeige sich in schwerwiegenderen Fehlern, erläutert die Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen. Öffentlicher Gesundheitsdienst: Saubere Läuse Von Christine Bonath und Jan Brenner (Fotos) Die Bezeichnung Amt führt das früher eigenständige Kreisgesundheitsamt im schwäbischen Aalen seit 1995 zwar nicht mehr. Den staatlichen Auftrag, die rund Bewohner ihres Landkreises mit den Leistungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) zu versorgen, erfüllen die 41 ÖGDler, die heute im Landratsamt Ostalbkreis den Geschäftsbereich Gesundheit bilden, aber unverändert: Mit Aufklärungsarbeit, wo möglich, Amtsgewalt, wenn nötig und Humor, wenn erlaubt. So rät etwa eine Information über den Umgang mit Kopfläusen, beim Kampf gegen die zwar lästigen, seuchenmedizinisch aber harmlosen Parasiten nicht allein auf häufiges Haare Waschen zu vertrauen, sondern insektizid wirkende Mittel zu verwenden. Haare waschen allein beseitige die Läuse nämlich nicht, sondern mache sie nur sauber. Lisa ist an diesem Vormittag die Letzte. Ermuntert durch die Anwesenheit ihrer Mama und der vielen anderen Kindergartenkinder, die sich mit ihren Eltern zur Einschulungsuntersuchung in einer Aalener Grundschule eingefunden haben, hat das schüchterne Mädchen die verschiedenen Test-Bestandteile bisher mit guten Ergebnissen absolviert. Zwar ist die Sechsjährige etwas kleiner und leichter als der tabellarisch festgelegte Durchschnitt. Hör- und Sehvermögen aber sind normal, und bei der Prüfung der Grobund Feinmotorik, bei den Greif- und Malübungen zählt die zierliche Blondine ebenso zu den Besten wie beim Erkennen von Formen und Zeichen, mit denen die Schulärzte die Fähigkeiten der künftigen Erstklässler zu optischer Differenzierung abfragen. Was jetzt noch fehlt, ist die Differenzierungsprobe, die Aufschluss über Lisas sprachlichen Fähigkeiten geben soll: Setz dich hierher zu mir, fordert eine große schlanke Frau mit Brille Lisa als letzten Prüfling an diesem Tag auf. Ich sage dir jetzt etwas vor, du spricht es nach und ich mache mir ein paar Notizen, erklärt die Ärztin Janela Werle freundlich, etikettiert das Testformular des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg für die Differenzierungsprobe nach Breuer/ Weuffen mit Lisas verschlüsselten Daten, greift zum Stift und beginnt vorzusprechen. Topf über Kopf in die Poscht-Kutsche Kopf / Topf Keller/ Teller Kamm /- Kahn und backen/ baden Lisa artikuliert diese und andere Wortpaare einwandfrei. Weiter im Test geht es um Zungenbrecher die auf gut schulärztlich kinästethisch-artikulatorische Differenzierung genannt werden. Alu-minium, Schell-fisch-flosse, moduliert Lisa korrekt. Postkutsche souffliert die Ärztin, keinerlei Hinweis in ihrer Miene, dass sie ahnt, was passieren wird. Poscht- Kutsche, sagt der Kindermund im ersten, zweiten und dritten Versuch. Besteht doch noch besonderer Förderbedarf, bevor Lisa nach den Sommerferien den Als Leiterin des ÖGD-Schuluntersuchungs -Teams im Ostalbkreis testet Janela Werle mit fünf Mitarbeiterinnen jährlich rund Einschüler auf ihren körperlichen und geistigen Entwicklungsstand. Als Chefin der Abteilung Jugendgesundheit und Zahngesundheit weiß sie aber auch über die Befindlichkeiten der jüngeren und älteren Jahrgangsstufen ziemlich gut Bescheid: Was wiederum mit dem Paket von Aufgaben zusammenhängt, das vom baden-württembergischen Arbeits- und Sozialministerium als oberster Gesundheitsbehörde bestückt und über das Landesgesundheitsministerium als fachliche Leitstelle in die öffentlichen Gesundheitsdienste der Stadt- und Landkreise weiter gegeben wird. So werden nicht nur im Ostalbkreis - die Schüler in der vierten Grundschulklasse nochmals untersucht und regelmäßige Zahnkontrollen im Jahresdurchschnitt bei rund Schulkindern durchgeführt. Hinzu kommt für den Bereich des Kinderund Jugendgesundheitsdienstes eine ansehnliche Menge von Beratungs- und Aufklärungsangeboten, die beispielsweise Hörst du das? Bei den Einschulungsuntersuchungen, die Fachärztin Dr. Janela Werle (o.li.) und ihr Team jährlich bei rund Kindern durchführen, werden modernste Testmethoden eingesetzt. Routinekontrolle: Hygieneinspektor Werner Hollenbenders untersucht eine Wasserprobe aus dem Aalener Schwimmbad. 11

12 von kindlicher zur Frühförderung, über Impfberatung und der Dokumentation bestimmter Gesundheitsgefahren wie etwa zunehmendes Übergewicht bei Grundschülern bis zum direkten Kommunikationsangebot an die Eltern reichen. Läuse-Information mit Bandwurm-Briefkopf Klar, verständlich und ohne die Betroffenen herab zu setzen informierte ein solcher Elternbrief im Sommer 2007 beispielsweise über das erneute Auftreten von Kopfläusen in einigen Schulen und Kindergärten. Und damit den Worten auch Taten folgen konnten, wurden den betroffenen Einrichtungen zugleich Informationsblätter zur Verfügung, die zeigten, mit welcher Therapiemethoden man die zwar harmlosen, gleichwohl lästigen Parasiten wieder los werden kann und all das auf Anhieb verständlich für jedermann. Weniger klar mag manchem Bürger auf Anhieb sein, wem er denn diese oder andere Informationen rund um die Erhaltung seines Wohlbefindens verdankt: Im Briefkopf oder im Impressum der Flyer und Broschüren ringelt sich die Bezeichnung Landratsamt Ostalbkreis Geschäftsbereich Gesundheit. Der Bandwurm-Name ist Ergebnis der bereits Mitte der 1990er Jahre durchgeführten Organisationsreform, in deren Verlauf die früher selbständigen Gesundheitsämter als untere Gesundheitsbehörden in die Verwaltungen der baden-württembergischen Land- beziehungsweise Stadtkreise eingegliedert wurden. Aufklärung über Krankheitserreger zählt auch zu den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Badeverbot? Verkeimte Wasserleitung? Die Hygieneinspektoren der Abteilung Umweltmedizin, Hygiene und Trinkwasser wachen über die Qualität des kostbaren Nasses im Ostalbkreis. Dass dem ÖGD im Fall des Ostalbkreises bei der strukturellen Umgestaltung die Bezeichnung Amt abhanden kam, heißt aber nicht, dass der Geschäftsbereich Gesundheit auch seine Amtsgewalt verloren hat. Sehen etwa die Schulärztinnen aufgrund von Spuren körperlicher Züchtigung oder ausgeprägter Defizite in den Sprach- und Bewegungstests das Kindswohl in Gefahr, können sie von Amts wegen Alarm schlagen. Wird eine verwirrte oder hilflose Person von der Polizei aufgegriffen, so sind es in der Regel Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Gesundheit, die eine vorübergehende Unterbringung im Krankenhaus oder in der Psychiatrie veranlassen. Liefern die Wasserproben, die die Hygieneinspektoren der Abteilung Umweltmedizin, Hygiene und Trinkwasser regelmäßig aus Schwimmbad- Becken und Natur-Badeseen sowie aus den Trinkwasser-Brunnen entnehmen, Anlass zur Besorgnis, sind sie es, die Badeverbote erteilen oder verkeimte Wasserleitungen vom Versorgernetz nehmen lassen. Und bei den für Landesbeamte vorgeschriebenen Dienstfähigkeits-Untersuchungen ist es nicht zuletzt das vom Facharzt des Gesundheitsamtes, erstellte Gutachten, auf dessen Grundlage der Dienstherr über Beginn oder Ende einer Beamtenlaufbahn entscheidet. Zum Amtsauftrag gehören auch die regelmäßigen Hygiene-Schulungen für die Beschäftigten des Gastronomiegewerbes und der Lebensmittelindustrie, die gesetzlich verpflichtet sind, dem neuen Arbeitgeber den Nachweis vorzulegen, dass ihre erstmalige Unterweisung beim Gesundheitsamt nicht länger als zwölf Wochen zurückliegt. Zuständig von Aids bis Zeckenbiss Impfberater- Umweltbewahrer, Schularzt - Hygienelehrer, Dienstfähigkeitsprüfer Infektionskrankheitenverhinderer, Altenheim- und Klinikprüfer Geschlechtskrankheitendokumentator - und Gesundheitsnetzwerker: die Liste der dem öffentlichen Gesundheitsdienst anvertrauten Aufgaben ließe sich beliebig verlängern, und selbst der ehrgeizigste Anspruch auf Vollständigkeit ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil den Gesundheitswächtern von einem Jahr zum anderen, von einer Jahreszeit zur nächsten und manchmal sogar von einem Tag zum anderen, etwas anderes unterkommen kann. Wir sind von A wie Aids bis Z wie Zeckenbiss für alles zuständig, was mit die Gesundheit der Bewohner in unserem Landkreis tangiert, erklärt der Leiter des Geschäftsbereichs Gesundheit, Dr. Klaus Walter. Und wir sind stolz auf jeden Erfolg, den der öffentliche Gesundheitsdienst für sich verbuchen kann, ergänzt der Chef von 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu zwei Dritteln in der Kreisstadt Aalen und zu einem Drittel in der Zweistelle im benachbarten Schwäbisch Gmünd eingesetzt sind. Mit etwas anderem als Enthusiasmus lässt sich das hohe Engagement seiner Belegschaft, gerade auch bei den Ärzten, kaum erklären: die werden im öffentlichen Gesundheitsdienst nämlich noch schlechter bezahlt, als ihre Kollegen in den kommunalen Kliniken. Ein Missstand, für dessen Beseitigung der Gewerkschafter Klaus Walter seit langem schon energisch eintritt. 1

13 Was den Mediziner Klaus Walter und sein Team nicht davon abhält, seine Arbeit auch unter den gegebenen Bedingungen überaus ernst zu nehmen. Die Lebenserwartung der Menschen hat bei uns in den vergangenen 100 Jahren um 30 bis 35 Jahre zugenommen, bilanziert er, wobei es wichtig ist zu wissen, dass die Ursachen dieser Entwicklung weniger auf die Errungenschaften der klinischen Medizin als vielmehr auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse durch den immer besser funktionierenden öffentlichen Gesundheitsdienst zurück zu führen sind. Sauberes Trinkwasser, sich stetig verbessernde Maßnahmen in der Gesundheitsfürsorge, hohe Hygienestandards und die Verfügbarkeit wirksamer Impfstoffe bildeten damals wie heute die Fundamente, auf denen die Arbeit der Gesundheitsämter gründe, verdeutlicht Walter. Kollektion aus Pandoras Büchse Da der Gesundheitsexperte über eine langjährige Berufserfahrung verfügt, weiß er aber auch, wie instabil Fundamente werden können, wenn sie nicht immer wieder erneuert und verstärkt werden. Und so sieht er so manche Nachlässigkeit im Umgang mit der Verhütung von ansteckenden Krankheiten mit Sorge. So habe die staatliche Gesundheitspolitik in den vergangenen Jahrzehnten viele Prophylaxe- und Kontrollmaßnahmen eingestellt oder stark eingeschränkt. Maßgebend hierfür waren Haushaltsgründe oder die Annahme, Auftreten und Verbreitung der Krankheitsherde sei nur sehr gering. Ein Trugschluss, sagt Klaus Walter. Die Welt ist durch die außergewöhnlich guten Verkehrsverbindungen auch für Infektionsherde ziemlich klein geworden und die Menschen, die sie bereisen, sind in Sachen Impfschutz oft sehr nachlässig. Auch sei es kaum vorstellbar, wie viele Firmen im bodenständigen Schwaben Kontakte in die entlegensten Länder pflegten. Und so hatten sie zumeist glücklicherweise nur als Verdachtsfälle schon einige Exemplare aus der Krankheiten-Kollektion, die der Sage nach aus der Büchse der Pandora entwichen sind: Verdachtsfälle auf die asiatische Lungeninfektion SARS, die das tödliche afrikanische Ebola-Virus, pro Jahr einige echte Fälle von Malaria und anderen Tropenkrankheiten. Organisation ist alles - Edith Herzog koordiniert im Vorzimmer von Amtsleiter Dr. Klaus Walter unter anderem die zahlreichen Terminverpflichtungen des Mediziners. Doch es sind nicht nur die aus der weiten Welt zurückkehrenden Flugpassagiere, die das Sortiment exotischer Infektionskrankheiten unfreiwillig bereichern. Auch die bei uns lange bekannten Vertreter der Seuchen-Familie unternehmen auch im Ostalbkreis immer mal wieder Ausbruchsversuche. Allen voran gefährlich bleiben Aids und die lange für eingedämmt gehaltene Lungen-Tuberkulose, weiß Klaus Walter. Wieder auf dem Vormarsch seien - nach dem Wegfall der obligatorischen Gesundheitsprüfungen bei den Damen des horizontalen Gewerbes - auch ehemals fast verschwundenen Geschlechtskrankheiten wie Tripper oder Syphilis. Drei Monate Zeit zum Überleben Die schlimmsten ansteckenden Krankheiten können sich aber auch die Menschen holen, die weder in die Ferne reisen noch erotischen Abenteuern zugetan sind. Meningitis, sagt der ÖGD-Chef. Wenn wir einen Verdachtsfall auf die sehr ansteckende bakterielle, infektiöse Hirnhautentzündung haben, dann wird umgestellt auf Krise. Um die Verbreitung der Krankheit, die wie ein grippaler Infekt beginnt und bei Nichtbehandlung besonders für Kinder, Jugendliche und alte Menschen rasch tödlich endet, müssen alle Personen ausfindig gemacht werden, mit denen der Kranke in den letzten Tagen vor Ausbruch der Krankheit Kontakt hatte. Wird dem Gesundheitsamt ein Meningitis-Verdachtsfall gemeldet, was im Ostalbkreis pro Jahr rund zehn Mal vorkommt zählt jede Minute: Dann bleibt alles andere liegen, sagt Klaus Walter. Handlungsgrundlage beim Wettlauf mit der Zeit, wenn es gilt, die Ausbreitung eines Krankheitsherdes zu stoppen, ist wie auch bei der Durchführung vorbeugender Schutzmaßnahmen - das Infektionsschutzgesetz. Dieses gibt den Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitsdienstes beispielsweise auch das Recht Quarantäne-Bereiche auszuweisen und Verdachtspatienten zu isolieren sogar gegen ihren Willen. Die größte Gefahr für die Bevölkerung - in diesem Punkt herrscht bei den öffentlichen Gesundheitsdiensten Einigkeit von der Nordsee über die Ostalb bis zu den Alpen droht durch eine Grippe-Pandemie. Bei der bisher heftigsten Grippewelle der Neuzeit im Jahr 1919, starben weltweit 20 Millionen Menschen; spätere Pandemien, die bisher in Zeitabständen von 40 maximal 50 Jahren wiederkehrten, forderten weniger Opfer, die Todesraten waren aber noch immer gewaltig. Die nächste weltweite Grippe-Epidemie ist nun schon seit ein paar Jahren überfällig: Wir müssen vorbereitet sein, sagt Klaus Walter und nimmt einen dicken Ordner zur Hand. Der erst vor wenigen Wochen fertig gestellt Pandemieplan für den Ostalbkreis enthält von der Bettenkapazität der Krankenhäuser bis zu Muster-Evakuierungsplänen von Grippepatienten alle fassbaren medizinischen und organisatorischen Details, die dazu beitragen könnten, eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus und damit ein Massensterben zu verhindern. Da steht drin, was wir machen können, bis der richtige Impfstoff gefunden ist, sagt Klaus Walter leise. Beim heutigen Stand der Impfstoff-Technologie schätzen Serologen, dass es, vom Ausbruch der Pandemie gerechnet, etwa drei Monate dauern kann. Die Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes wird sein, dafür zu sorgen, dass so viele Menschen wie möglich diese drei Monate überleben. 13

14 14

15 Pflegeversicherung (k)ein Thema für junge Menschen? Private Vorsorge: Damit jung nicht alt aussieht Pflegebedürftigkeit da denken viele in erster Linie an ältere Menschen, die zuhause oder in Pflegeheimen versorgt werden. Dabei können Krankheiten, Unfälle oder auch Gewaltverbrechen das eigene Leben von einer Minute auf die andere grundlegend verändern, ohne Rücksicht auf das Alter eines jeden Einzelnen. Im jungen und mittleren Alter sind besonders Verkehrsunfälle die häufigste Ursache für eine Pflegebedürftigkeit. Rund der Pflegebedürftigen sind zwischen 15 und 60 Jahre alt. Bis zum Jahr 2030 wird mit einer Verdreifachung dieser Zahl gerechnet. Pflegebedürftigkeit: Auch ein Thema für junge Menschen. Seit 1995 bildet die Pflegepflichtversicherung die fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland. Sie dient der finanziellen Unterstützung des Bedürftigen und dessen Familie. Die Versicherungspflicht gilt für alle Personen, die gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Die Leistungen richten sich nach der Einteilung in drei Pflegestufen: Pflegestufe 1 erhebliche Pflegebedürftigkeit Pflegestufe 2 schwerpflegebedürftig Pflegestufe 3 schwerstpflegebedürftig Bei den insbesondere demographisch bedingt steigenden Pflegefallzahlen in Deutschland wird immer deutlicher, dass die finanzielle Unterstützung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreicht. Die Leistungen werden nicht der allgemeinen Preissteigerung angepasst und sind damit immer weniger wert sein. Steigende Lebenserwartung und der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung werden die Ausgaben für Pflege in den nächsten Jahren weiter erheblich ansteigen lassen. Aktuell erhalten in Deutschland über zwei Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung im Volumen von mehr als 17 Milliarden Euro. Pflege kann teuer werden Wer im Pflegefall unabhängig sein will, muss rechtzeitig vorsorgen. Die Pflegepflichtversicherung ist nur eine Grundversorgung. Die tatsächlichen Kosten bei Pflegebedürftigkeit sind erheblich höher. Zudem deckt die Grundversorgung nur die gesetzlichen Leistungen. Individuelle Pflegeleistungen für das eigene Wohlbefinden sowie Kosten für stationäre Unterbringung und Verpflegung müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Beispiele verdeutlichen, dass die Pflegepflichtversicherung nicht ausreicht (siehe KASTEN) Daher ist eine ergänzende private Pflegeversicherung wichtiger denn je. Viele private Krankenversicherungen bieten Zusatzver- sicherungen zur Pflege in Form eines Pflegetagegeldes an. Mit Leistungen aus einer Pflegetagegeldversicherung kann der eigene Lebenswert sichergestellt werden. Dabei ist es wichtig, sich richtig zu informieren. Damit im Falle einer Pflegebedürftigkeit eine individuelle Versorgung durch Pflegeleistungen gewährleistet wird, muss darauf geachtet werden, ab wann ein Versicherer leistet viele tun dies erst ab Pflegestufe 3. Da statistisch gesehen jedoch 51,3 Prozent der zwei Millionen Pflegebedürftigen in Stufe 1 und 35,5 Prozent in Stufe 2 eingeteilt sind, ist eine Absicherung mit einer Tagegeldleistung ab Pflegestufe 1 sehr empfehlenswert. Die Beiträge zur privaten Pflegetagegeldversicherung richten sich nach Eintrittsalter, Geschlecht sowie der gewünschten Höhe der Tagegeldleistungen. Die Versicherer führen bei jedem Antrag auf eine Pflegeversicherung eine sogenannte Risikoprüfung durch. Dabei gilt: Je jünger und gesünder, desto günstiger die Konditionen! Die zusätzliche Pflegeversicherung ermöglicht zum einen die Pflegeleistungen, die gewünscht sind, sowie die Entlastung für den zu zahlenden Eigenanteil der Kosten des Bedürftigen. Zum anderen bietet die Zusatzabsicherung einen finanziellen Schutz für Familienangehörige. Denn wird der Lebensunterhalt eines Pflegebedürftigen durch die Grundversorgung der Pflegepflichtversicherung nicht gedeckt, belastet das zuständige Sozialamt die Angehörigen des Bedürftigen mit finanziellen Forderungen. So kann eine private Ergänzung zur Pflegepflichtversicherung finanzielle Sorgen lösen und die eigene Lebensqualität erhalten, damit bei Pflegebedürftigkeit der Mensch im Fordergrund steht nicht die Kosten. Versorgungslücken in der Pflegepflichtversicherung BEISPIEL 1 Kosten für häusliche Pflege durch Angehörige (häufig mit Teil- oder Vollaufgabe der Berufstätigkeit verbunden) angenommener Einkommensverlust: = Das zahlt die Pflegepflichtversicherung bei Pflegestufe 1: = 205 monatlicher Eigenanteil: = BEISPIEL 2 Kosten für stationäre Pflege Kosten für reine Pflegeleistungen: = Kosten Unterbringung / Verpflegung: = monatliche Kosten: = Das zahlt die Pflegepflichtversicherung bei Pflegestufe 3: = monatlicher Eigenanteil: =

16 dbb jugend bayern Zu Gast bei Finanzminister Huber Zu Gast bei Bayerns Finanzminister Erwin Huber war am 19. März 2008 die Landesjugendleitung der deutsche beamtenbund-jugend bayern (dbbjb). Einer der Schwerpunkte des Gesprächs waren die vor kurzem verkündeten Eckpunkte zur anstehenden Dienstrechtsreform in Bayern. Staatsminister Huber führte aus, dass es künftig nur eine Laufbahngruppe geben und der Einstieg in diese Laufbahngruppe von der Vorbildung und Qualifikation der jeweiligen Bewerber abhängig sein soll. Der von der dbbjb schon lange geforderten echte Durchlässigkeit der Laufbahnen würde damit endlich Rechnung getragen: Durch diese Regelung wird den Beschäftigten der Aufstieg in die nächst höheren Ämter erleichtert. Die Landesjugendleitung begrüßte die Pläne, betonte aber gegenüber Huber zugleich, dass die neuen Perspektiven einem großen Personenkreis zugute kommen und sich die Aufstiegssituation spürbar verbessern müssten. Prüfungsgebundene Wartezeiten und Aufstiegsprüfungen seien leistungsfeindlich und würden abgelehnt. Der von der dbbjb favorisierten Einbindung des Weihnachtsgelds in die Gehaltstabelle gegenüber zeigte sich der Finanzminister skeptisch gegenüber: Dieses Modell würde seinem Eindruck nach von den Beschäftigten nicht befürworte. Huber sprach sich jedoch dafür aus, dass die Sonderzuwendung künftig unbefristet in der bisherigen Höhe zur Auszahlung kommt. Die Leistung der Beschäftigten soll, darüber waren sich die Gesprächspartner einig, weiterhin in erster Linie durch Beförderungen honoriert werden. Der Minister kündigte an, dass mehr Geld in die Hand genommen werden solle, um hierfür entsprechende Stellen zu schaffen. Auch der finanzielle Rahmen für die weiteren bereits vorhandenen Leistungselemente wie Prämien, Stufen und Zulagen solle spürbar erhöht werden, so Huber, der von einem Volumen in Höhe von rund 60 Millionen Euro ausgeht. In diesem Zusammenhang sprach die Landesjugendleitung auch die Situation der Auszubildenden, Anwärter und Berufsanfänger im öffentlichen Dienst des Freistaats an: Insbesondere die Anwärterbezüge müssten angesichts des absehbaren, demographisch bedingten Rückgangs des Arbeitskräfteangebots angehoben werden, um auch künftig qualifizierten Nachwuchs für den Staatsdienst gewinnen zu können. Uneinigkeit bestand während des Gesprächs zum Thema Anhebung der Altersgrenzen. Während die bayerische Staatsregierung eine Angleichung an das Rentenrecht politisch als unvermeidlich ansieht, lehnt die dbbjb diesen Weg grundsätzlich ab. Sollte die Anhebung der Altersgrenze auf das 67. Lebensjahr tatsächlich erfolgen, müssten flexible Altersteilzeitmodelle und Ruhestandsregelungen zur Verfügung stehen, die die Beschäftigten optional in Anspruch nehmen können. dvg-jugend & Co. 5. Magdeburger Unihockeynight Mit mehr Mannschaften, neuem Spielort und längerem Programm erstmals über zwei Nächte startet am 6. Juni 2008 die 5. Magdeburger Unihockeynight als gemeinsame Veranstaltung von dvg-jugend bund, dvg-jugend Sachsen-Anhalt, dbb jugend und dbb jugend sachsen-anhalt. Auch in ihrer fünften Auflage will die Magdeburger Unihockeynight mehr sein als ein reines Sportturnier. Unter dem Motto Zukunft durch Vielfalt gestalten Gemeinsam für Weltoffenheit und Toleranz setzen Veranstalter, Sportler und Partner ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Mit der sachsen-anhaltinischen Landtagsvizepräsidentin Dr. Helga Paschke und Landesinnenminister Holger Hövelmann wurden erneut zwei hochrangige Politiker für die Schirmherrschaft gewonnen. Im Rahmen der 5. Magdeburger Unihockeynight werden erstmals auch die Halbfinals und das Endspiel des Deutschen Unihockey-Pokals ausgespielt. Organisatoren sind der Deutsche Unihockey- Bund (DUB) und Hockey-Regionalligist WSG Reform Magdeburg, beide Partner der Unihockeynight. Bislang sind 16 Mannschaften für das Magdeburger Sportevent gemeldet, das in der Sporthalle Fermersleben, Alt-Fermersleben 2 in Magdeburg stattfinden wird. Wir alle engagieren uns für ein weltoffenes und tolerantes Sachsen-Anhalt und unterstützen mit dem Erlös der Aktion den Jugendhilfe-Verein Spielwagen Magdeburg, so Projektmanager Thomas Lange von der dvg-jugend Sachsen-Anhalt. Für den Vorsitzenden der dvg-jugend Sachsen-Anhalt, Gerd Pichotta, ist das aktive Engagement eine Selbstverständlichkeit: Die Magdeburger Unihockeynight bringt Politik, Sport und Verbände zusammen, gemeinsam können wir mehr erreichen. Ansprechpartner ist Thomas Lange, Telefon , E- Mail: DSTG-Jugend Bundesjugendausschuss in Heilbronn Die DSTG-Jugend traf sich vom 29. Februar bis 2. März 2008 zu ihrem turnusmäßigen Bundesjugendausschuss - diesmal in Heilbronn. Klaus Becht, Bezirksvorsitzender der DSTG Württemberg und stv. Landesvorsitzender der DSTG Baden-Württemberg begrüßte die Vertreter aus dem ganzen Bundesgebiet und schilderte die Situation der Finanzverwaltung im gastgebenden Bundesland. Die rund 50 Teilnehmer diskutierten anschließend zahlreiche Fragen und bearbeiteten Schwerpunktthemen in Arbeitsgruppen. Intensiv befasste man sich mit Öffentlichkeitsarbeit, Werbemitteln und der Vorbereitung des DSTG-Bundesjugendtages Zudem hieß man den stellvertretenden DSTG-Bundesvorsitzenden Thomas Eigenthaler willkommen. Er informierte u.a. über die aktuelle Steuerpolitik und die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst mit Bund und Kommunen (Foto). 16

17 dbb jugend schleswig-holstein dbb jugend rheinland-pfalz Schau nicht weg! Zivilcourage zeigen ist wichtig - egal wo und in welchen Lebensbereichen des Alltags!, sagt die dbb jugend schleswig-holstein und hat im Rahmen ihres Projekts Schau nicht weg! - Zivilcourage im Alltag und in der Schule einen Flyer erstellt, der ab sofort zum Download unter bereit steht. Er gibt einen Überblick über die vom Land Schleswig-Holstein geförderte Aktion und fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Mitgliederwerbeaktion: Jugend ist Zukunft! Getreu dem Motto Die Jugend ist die Zukunft! hat sich die dbb-jugend rheinlandpfalz dazu entschlossen, im Jahr 2008 eine eigene Mitgliederwerbeaktion ins Leben zu rufen. Junge gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen sind der Garant dafür, dass der dbb rheinland-pfalz auch in Zukunft als schlagkräftige Organisation den nötigen, vor allem kritischen Dialog mit den politisch Verantwortlichen in unserem Land zum Wohle der Bediensteten führen wird, schreibt die Landesjugendleitung in der März-Ausgabe ihres Mitgliedermagazins. Die Mitgliederwerbeaktion startete zum 1. Januar 2008 und endet am 31. Oktober So funktioniert die Promotion: Bei Werbung eines Neumitglieds im Alter bis 27 Jahre übermittelt der Werber eine Kopie des Aufnahmeantrages an die dbb jugend rheinland-pfalz. Diese Kopie wird zum Teilnahmecoupon einer Verlosung. Beim Landesjugendausschuss im Dezember 008 werden dann unter allen eingegangenen Werbungen wertvolle Preise verlost: LCD- Fernseher, Notebook, Digitalkamera, Handy, Wellness-Wochenende für zwei Personen, schnurloses Telefon da lohnt der Einsatz! Rückfragen beantwortet die Landesjugendleitung unter den bekannten - Adressen jederzeit gerne: 17

18 60 Jahre Israel dbbj nrw feiert mit Vom 8. bis 15. März 2008 reiste eine 10-köpfige Delegation der dbb jugend nordrheinwestfalen (dbbj nrw) um Vize-Vorsitzende Claudia Basel nach Israel. Anlass: In diesem Jahr jährt sich die Gründung des Staates Israel zum 60. Mal. Und der langjährige Partner der dbb jugend nrw - der Israelische Städte- und Gemeindebund (Union of Local Authorities in Israel, ULAI) - feiert gar sein 70. Jubiläum. Das so oft geforderte lebendige Interesse für Israel - die dbb jugend nrw geht mit gutem Beispiel voran: Der enge Kontakt mit Israel besteht seit Die runden Geburtstage nahmen so 10 Fachkräfte der dbb jugend nrw gerne zum Anlass, um dem faszinierenden Land einen Besuch abzustatten. Die ersten Tage verbrachte die Gruppe in Jerusalem, wo sie an einer internationalen Konferenz zum Thema Städtepartnerschaften und Städtische Organisationen teilnahm. In verschiedenen Workshops wurde über den internationalen Austausch und die Rolle der Jugend diskutiert. Auch am Rande des offiziellen Programms ergab sich die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen und Begegnungen. Unter den über 600 Teilnehmer/innen waren Bürgermeister/innen, Fachleute und politische Vertreter aus 64 Ländern. Sogar Israels Innenminister Meir Sheetrit, Außenministerin Tzipi Livni und Ministerpräsident Ehud Olmert waren zur Konferenz erschienen. Den zweiten Teil der Woche verbrachte die Gruppe in Tel Aviv, um sich dort an verschiedenen Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit weiter mit dem Schwerpunktthema auseinander zu setzen. Dort traf sie auch mit den Mitgliedern der israelischen Delegation zusammen, dbb jugend nrw Intensiv beschäftigten sich die dbbj-ler aus NRW in Israel mit verschiedenen Facetten der Jugendarbeit. die Anfang Dezember letzten Jahres in NRW zu Besuch war. Neben dem fachlichen Austausch konnten so auch Freundschaften neu geschlossen bzw. gestärkt werden. BDZ-Jugend Personalmangel abbauen, Einkommen steigern! Die letzte reguläre Sitzung des Hauptpersonalrats im Bundesfinanzministerium vor den Personalratswahlen fand vom 10. bis 14. März 2008 im BMF Bonn statt. Florian Preißner von der BDZ-Jugend, Vorsitzender der HJAV, nutzte das Treffen, um mit Finanzstaatssekretär Werner Gatzer über die schwierige finanzielle Situation von Beschäftigten in den Ballungsräumen und die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zu sprechen. Preißner wies auf die eklatanten Personalfehlbestände an den großen Dienststellen in den Ballungsräumen hin: Die Belastungsgrenze für die vor Ort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen ist erreicht. Jetzt liegt es an der Politik, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass eine Stärkung der Dienststellen erfolgt, so Preißner. Zudem müsse die Einkommenssituation der durch die Tätigkeit in Ballungsräumen belasteten Beschäftigten spürbar verbessert werden. Neben Mietpreisen für bundeseigene Wohnungen, die deutlich unter dem Mietspiegel liegen, sollte insbesondere an der Einführung einer Ballungsraumzulage und der Einrichtung von mehr hochwertigen Dienstposten gearbeitet werden. Nur so könnten in den stetig wachsenden, überteuerten Ballungsräumen Perspektiven für die Beschäftigten geschaffen werden. Neben der Ballungsraumproblematik wurde auch über die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gesprochen. Finanzstaatssekretär Gatzer vertritt dort gemeinsam mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Interessen der Arbeitgeber. Die Bundeskanzlerin hat auf dem dbb Gewerkschaftstag 2007 eingeräumt, dass in den vergangenen Jahren gerade den Beamten manches zugemutet wurde und dann ausgeführt, dass ihnen nun Schritt für Schritt etwas zurückgegeben werden sollte. Jetzt liegt es in den Händen der Arbeitgebervertreter, den Worten von Frau Merkel zu folgen, mahnte Preißner. Mit Blick auf die kürzlich erfolgte Zolljahrespressekonferenz sei gerade den hoch motivierten Beschäftigten der Zollverwaltung, die im Jahr 2007 Einnahmen von über 110 Milliarden Euro erzielten und damit etwa die Hälfte der Steuereinnahmen des Bundes erwirtschafteten, mehr als Dank geschuldet. dbb jugend hessen Neue Landesjugendleitung Die dbb jugend hessen (DBBJ Hessen) hat auf ihrem Landesjugendtag in Rotenburg an der Fulda am 10. März 2008 eine neue Landesjugendleitung gewählt. Als Landesjugendleiter wurde Ralf Ulrich (DSTG) bei nur einer Gegenstimme im Amt bestätigt. Ebenso erging es den stellvertretenden Vorsitzenden Kai Ahlheim (BDZ) und Markus Schneider (DJJ) bestätigt. Neu in die Landesjugendleitung als stellvertretende Vorsitzende wurden Heike Raisch (GdS) und als Schatzmeister Björn Werminghaus (JuPol) gewählt. Ersatzvertreter im Vorstand sind Diana Markovic (DVG), Cindy Krämer (DSTG), Florian Gossenauer (Ju- Pol), Florian Preissner (BDZ), Stefan Schmidt (DSTG) und Katharina Knauf (DSTG). 18

19 Bunter Mix: So vielfältig wie die auf dem deutschen Markt zugelassenen Medikamente sind die Möglichkeiten, Pharmazie im Internet einzukaufen. Kunden müssen genau prüfen, ob der gewählte Anbieter seriös ist. We will rock you in Köln: Schluss im Juni Online-Apotheken: Der Preis ist heiß Seit 2004 unterliegen rezeptfreie Medikamente nicht mehr der Preisbindung, so dass jeder Apotheker seine Preise frei bestimmen kann. Der Gesetzgeber beabsichtigte so, Preiswettbewerb für diese Arzneimittel in Gang zu setzen. Mit Erfolg, denn mit dem Fall der Preisbindung war auch der Weg frei für den Versandhandel mit Medikamenten, vorausgesetzt, dass hinter jeder Versandapotheke eine normale Präsenzapotheke steht. Kein Wunder also, dass so mancher alteingesessene Apotheker seine Felle davon schwimmen sah, denn die Preisnachlässe für Medikamente im Internet sind teilweise frappierend. Aber nicht jeder Apotheker ist für den Online-Handel gerüstet. So musste Anfang 2008 das Bundeskartellamt tätig werden und verhängte Geldbußen in Höhe von Euro gegen acht Apotheker, die untereinander Preisabsprachen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel getroffen hatten. Um den befürchteten Preiswettbewerb zu dämpfen, haben verschiedene Marktteilnehmer zu Mitteln gegriffen, die gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen, hieß es dazu aus dem Bundeskartellamt. Insgesamt hatten rund 50 Apotheken im Raum Hildesheim mit gemeinsamen Preisen für bestimmte Medikamente geworben und damit gegen das Kartellrecht verstoßen. Der Hintergrund: Eine Discountapotheke beabsichtigte, in Hildesheim eine Filiale zu eröffnen. Drei Apothekern, die die gemeinsame Werbeaktion initiiert hatten, wurden Bußgelder in Höhe von Euro auferlegt. Fünf weitere Apotheker, die ebenfalls aktiv beteiligt waren, erhielten Bußgelder in Höhe von je Euro. Online sparen Dass gerade die Preisliberalisierung Ziel der Politik ist, beweisen die Online-Apotheken. Zum direkten Preisvergleich für Medikamente bieten sich zunächst spezialisierte Preissuchmaschinen wie Medipreis an, die unabhängig von Qualität und Zuverlässigkeit des Versenders knallhart nach dem günstigsten Preis für ein Medikament suchen. Getestet mit den beliebten Aspirin Plus C Brausetabletten in der 20er Packung ergab sich eine Preisspanne von 3,99 Euro beim billigsten bis 8,50 Euro beim teuersten Anbieter. Das Alternativprodukt ASS Pluc C Ratiopharm gibt es bereits für 2,95 Euro pro 20 Stück. Wer also genau weiß, welches Medikament benötigt wird, kann kräftig sparen, wenn die Versandkosten der Anbieter beachtet werden, die zwischen 0 und 4,50 Euro schwanken. Übrigens sind nicht nur Arzneien, sondern auch Kosmetik- und Pflegeserien, die Exklusiv über Apotheken vertrieben werden, im Internet mit teils deutlichen Preisabschlägen zu haben. Geht es um mehr als das 08/15-Medikament für den Hausgebrauch, kommt die Servicequalität der Versender ins Spiel. Die Stiftung Warentest hat im Oktober Online- Apotheken unter die Lupe genommen. Neben der Benutzerfreundlichkeit der Websites prüften die Tester die Beratungsleistung, zu der auch Online-Apotheken gesetzlich verpflichtet sind. Dabei fielen erhebliche Mängel auf, die zum Teil Risiken für Kunden bargen. Nur fünf der getesteten Versender erhielten die Note Gut für ihre Beratungs- Nur noch bis 30. Juni 2008 läuft im Kölner Musical Dome das Mega-Erfolgsmusical We will rock you, das die Geschichte von Globalsoft erzählt, einer schönen neuen Welt, in der die Musik aus der Retorte und dem PC kommt. Dagegen stemmen sich die Bohemians, Verfechter der wahren Rockmusik. Wer hätte die je besser gemacht als Queen, die legendäre Band um Frontman Freddie Mercury? So gibt s reichlich Queen auf die Ohren im Kölner Musical-Dome, und für dbb jugend-mitglieder und cker-leser auch noch zum Sonderpreis: Bei Angabe der PIN 7752 erhaltet Ihr einen Preisnachlass von 10 Prozent - Ticket-Hotline: leistung. Antworten wie Warum fragen Sie nicht Ihren Arzt? schlugen dagegen mit mangelhaften Bewertungen zu Buche. Der Versand hingegen verlief laut Stiftung Warentest bei fast allen Testkandidaten problemlos und schnell. Vorsicht Fälschung! So muss es auch sein, denn Versandapotheken sind gesetzlich verpflichtet, Bestellungen spätestens zwei Werktage nach Eingang abzuschicken. Dass Medikamente nicht an Kinder ausgeliefert werden dürfen, müsste eigentlich selbstverständlich sein. Trotzdem fehlten im Test auf einigen Päckchen entsprechende Hinweis an die Boten. Neben den 15 von Stiftung Warentest geprüften Versandapotheken gibt es im 19

20 Internet aber auch zahllose Anbieter mehr oder weniger dubioser Art. Hier ist Vorsicht geboten, denn es besteht die Gefahr, an gefälschte Medikamente oder in Deutschland nicht zugelassene Wirkstoffe zu kommen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen nützlichen Leitfaden herausgegeben, anhand dessen Kunden seriöse Online-Apotheken erkennen können. Demnach sollten Besteller hellhörig werden, wenn rezeptpflichtige Mittel ohne Rezepteinsendung zu haben sind, unbekannte Medikamente als Wundermittel angepriesen werden oder Auslaufmodell Präsenzapotheke? Zumindest wer seine Medikamente nicht notfallmäßig braucht und drei Tage Lieferzeit einkalkuluieren kann, spart mit dem Kauf über das Internet bares Geld. Verkaufspreise sehr weit unter der üblichen Preisspanne im Internet liegen. Auch Privatpatienten können sparen Fazit: Bei seriösen Versandapotheken können sich Kunden zumindest darauf verlassen, schnell mit den bestellten Medikamenten beliefert zu werden. Dabei ergeben sich neben den Medikamentenpreisen weitere Spareffekte, denn auch für rezeptpflichtige Arznei kann es sich lohnen, bei einer Versandapotheke vorbeizuschauen: Viele Anbieter gewähren über verschiedene Bonussysteme zum Beispiel eine Verrechnung der Zuzahlung von 50 bis 100 Prozent pro Rezept, Prämiensysteme oder Treueboni, die auch für privat Versicherte Kunden gelten. Auch hier gilt es also, die Angebote der verschiedenen Versender genau zu vergleichen. br Weblinks zum Artikel Die Testsieger von Stiftung Warentest: Sicherheitsleitfaden des Bundesgesundheitsministeriums: nn_605028/de/themenschwerpunkte/ Gesundheit/Arzneimittel/Versandhandel/Arzneimittel-u-Internet.html Suchmaschine für Arzneipreise: 0

Schon heute an morgen denken SORGEN SIE JETZT FÜR DEN PFLEGEFALL VOR MIT DER DKV. Ich vertrau der DKV

Schon heute an morgen denken SORGEN SIE JETZT FÜR DEN PFLEGEFALL VOR MIT DER DKV. Ich vertrau der DKV Schon heute an morgen denken SORGEN SIE JETZT FÜR DEN PFLEGEFALL VOR MIT DER DKV Ich vertrau der DKV Pflege ist ein Thema, das jeden betrifft. Eine Studie des Allensbach-Instituts zeigt, dass die größte

Mehr

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)***

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)*** Pflegebedürftige Nach Nach,, in absoluten in absoluten Zahlen Zahlen und und Anteile in Prozent, Jahresende 2011 2011 Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441 Pflegebedürftige zu Hause versorgt 70,3% (1.758.321)

Mehr

SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss

SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss SGB XI: Die Überraschung kommt am Schluss Wenn es das SGB XI gar nicht gäbe, würdest Du heute wahrscheinlich anders oder anderswo arbeiten. Das Gesetz der Sozialen Pflegeversicherung ist die Grundlage

Mehr

Die Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung 1. Warum steigt die Anzahl der pflegebedürftigen Personen? (Buch, S. 89) 2. Warum ist der Anteil der pflegebedürftigen Frauen deutlich höher als jener der pflegebedürftigen Männer?

Mehr

Die private Pflegevorsorge

Die private Pflegevorsorge Die private Pflegevorsorge CISCON Versicherungsmakler GmbH 53804 Much Tel.: 02245 / 9157-0 Fax: 02245 / 9157-27 Info@CISCON.de www.ciscon.de Der demografische Wandel in Deutschland ist in vollem Gange.

Mehr

Pflegetagegeld. Älter werden. Unabhängig bleiben. Wir schützen Sie und Ihre Familie vor den finanziellen Folgen im Pflegefall.

Pflegetagegeld. Älter werden. Unabhängig bleiben. Wir schützen Sie und Ihre Familie vor den finanziellen Folgen im Pflegefall. PROSPEKT Pflegetagegeld. Älter werden. Unabhängig bleiben. Wir schützen Sie und Ihre Familie vor den finanziellen Folgen im Pflegefall. Rating-Agenturen empfehlen die Württembergische Krankenversicherung

Mehr

Ihr plus An Besser versorgt sein

Ihr plus An Besser versorgt sein Kranken- Versicherung Ihr plus An Besser versorgt sein Mit den R+V-Pflegetagegeldern. Die finanzielle Absicherung für den Pflegefall. Jetzt die staatliche Förderung nutzen! Pflegebedürftigkeit kann jeden

Mehr

Jede Frau sollte jetzt eine Pflegeversicherung abschließen

Jede Frau sollte jetzt eine Pflegeversicherung abschließen Einzigartig Einfach Preiswert Jede Frau sollte jetzt eine Pflegeversicherung abschließen und bis zu 25 % Beitrag sparen. Darum zusätzlich versichern Nicht auszuschliessen, dass Sie zum Pflegefall werden.

Mehr

Das beste Argument für eine Pflege-Zusatzversicherung:

Das beste Argument für eine Pflege-Zusatzversicherung: Einzigartig Einfach Preiswert Das beste Argument für eine Pflege-Zusatzversicherung: bis zu 30 % Ersparnis lebenslang. Darum zusätzlich versichern Nicht auszuschliessen, dass Sie zum Pflegefall werden.

Mehr

der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen

der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen Bundesrat Drucksache 581/13/10 13.10.10 Antrag der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung

Mehr

IHR Plus An Besser versorgt sein Mit den R+V-Pflegetagegeldern.

IHR Plus An Besser versorgt sein Mit den R+V-Pflegetagegeldern. Kranken- Versicherung IHR Plus An Besser versorgt sein Mit den R+V-Pflegetagegeldern. Die finanzielle Absicherung für den Pflegefall. Jetzt die staatliche Förderung nutzen! Pflegebedürftigkeit kann jeden

Mehr

Antwort: Die Beiträge zur Pflegeversicherung folgen der Systematik der

Antwort: Die Beiträge zur Pflegeversicherung folgen der Systematik der Stellungnahme des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) auf Fragen von Plusminus zur Pflegeversicherung vom 04.02.2014 per Email vom 04.02.2014 18.15 Uhr: Frage: Kritiker behaupten, dass die

Mehr

- Produktportrait - Grundfähigkeitsversicherung

- Produktportrait - Grundfähigkeitsversicherung - Produktportrait - Ein Unfall im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder dem Sport kann das Leben nachhaltig verändern. Auch ernsthafte Erkrankungen führen häufig dazu, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Mehr

Die perfekte Mischung: BU PflegePlus

Die perfekte Mischung: BU PflegePlus Barmenia BU PflegePlus Die perfekte Mischung: BU PflegePlus Jetzt gelassen in die Zukunft blicken. Die Berufsunfähigkeitsversicherung mit dem echten PflegePlus. Ein eingespieltes Team "Mal ehrlich - Berufsunfähigkeitsversicherung

Mehr

Sicherheit im Pflegefall

Sicherheit im Pflegefall PKV-Info Sicherheit im Pflegefall Die private Zusatzversicherung Stand: Januar 2005 2 Pflegezusatzversicherung ergänzt den gesetzlichen Schutz Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Sie Ihren

Mehr

GUTE PFLEGE. Darauf kommt es an DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE

GUTE PFLEGE. Darauf kommt es an DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE GUTE PFLEGE DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE Geplante Verbesserungen im Überblick Stand 2./3. Lesung Deutscher Bundestag 14. Oktober 2014 DIE PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE Liebe Leserinnen und Leser, die Menschlichkeit

Mehr

Pflegebedürftigkeit das unterschätzte Risiko

Pflegebedürftigkeit das unterschätzte Risiko Pflegebedürftigkeit das unterschätzte Risiko Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. 2050 rechnet man bereits mit 4,7 Millionen Pflegefällen. Davon sind 20 Prozent noch nicht

Mehr

Provita Pflege Für alle Fälle. Für jedes Einkommen. Für Ihre Liebsten.

Provita Pflege Für alle Fälle. Für jedes Einkommen. Für Ihre Liebsten. Im Pflegefall oder bei Demenz hilft, Ihre Versorgung zu optimieren, Ihr Erspartes abzusichern und Ihre Liebsten zu schützen. Unsere Experten beraten Sie kompetent und individuell. Rufen Sie uns einfach

Mehr

MIT-Modell zur Zukunft der Pflegeversicherung

MIT-Modell zur Zukunft der Pflegeversicherung MIT-Modell zur Zukunft der Pflegeversicherung Beschluss des MIT-Bundesvorstands vom 23.09.2006 Charitéstraße 5 10117 Berlin Telefon 030 220798-0 Telefax 030 220798-22 Volksbank Bonn BLZ 380 601 86 Konto-Nr.

Mehr

Ich möchte beim Thema Pflege flexibel vorsorgen/ AXA bietet unkomplizierte Absicherung für jedes Alter.

Ich möchte beim Thema Pflege flexibel vorsorgen/ AXA bietet unkomplizierte Absicherung für jedes Alter. Gesundheit Ich möchte beim Thema Pflege flexibel vorsorgen/ AXA bietet unkomplizierte Absicherung für jedes Alter. Maßstäbe/ neu definiert 11 Für den Pflegefall vorsorgen: einfach und flexibel. Private

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 109-5 vom 10. September 2015 Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, zum Haushaltsgesetz 2016 vor dem Deutschen Bundestag

Mehr

(nur elektronisch) An die Senatsverwaltung für Inneres Klosterstraße 47 10179 Berlin Berlin, den 2. Mai 2014

(nur elektronisch) An die Senatsverwaltung für Inneres Klosterstraße 47 10179 Berlin Berlin, den 2. Mai 2014 Deutscher Richterbund LV Berlin, Elßholzstraße 30-33,10781 Berlin Elßholzstraße 30 33 (Kammergericht) 10781 Berlin (Postanschrift) Tel.: 0173 / 616 40 53 (Vorsitzender) Tel: 030 / 9015 2543 (Vors. dienstlich)

Mehr

Die Ausführungen zur Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung beziehen sich hier

Die Ausführungen zur Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung beziehen sich hier Beamte Prof. Dr. jur. Tobias Huep, Redaktion, Andreas Menthe TK Lexikon Sozialversicherung 25. März 2015 Sozialversicherung 1 Beamte HI726625 HI2330405 Beamte sind in ihrer Beschäftigung als Beamte versicherungsfrei

Mehr

Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung!

Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung! Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung! SZuschuss pro Jahr vom 60 taat Jetzt Pflegeprivat abschließen und staatliche Förderung nutzen Eine Pflegebedürftigkeit ist in jeder Hinsicht eine

Mehr

Lebensqualität in jedem Alter

Lebensqualität in jedem Alter Mit umfangreichem Servicepaket für mehr Leistungen! Lebensqualität in jedem Alter Treffen kann es jeden: heute noch aktiv, später vielleicht auf Hilfe angewiesen. Sichern Sie Ihr Vermögen und schützen

Mehr

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. LEBENSSTANDARD SICHERN VITALIFE Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. VitaLife bereits ab 15,40 monatlich für eine(n) 24-jährige(n) Mann/Frau* Wenn es darauf ankommt,

Mehr

Folgende Regelungen gelten seit dem 30. Oktober 2012:

Folgende Regelungen gelten seit dem 30. Oktober 2012: Neue Regelungen für Pflegebedürftige Leistungsverbesserungen insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Am 30. Oktober 2012 ist das sogenannte Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) in

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Lebensqualität in jedem Alter

Lebensqualität in jedem Alter Lebensqualität in jedem Alter Treffen kann es jeden: heute noch aktiv, später vielleicht auf Hilfe angewiesen. Sichern Sie Ihr Vermögen und schützen Sie sich und Ihre Familie vor hohen finanziellen Belastungen.

Mehr

Die Antworten von DIE LINKE

Die Antworten von DIE LINKE 27 Die Antworten von DIE LINKE 1. Wahl-Recht Finden Sie richtig, dass nicht alle wählen dürfen? Setzen Sie sich für ein Wahl-Recht für alle ein? Wir wollen, dass alle Menschen wählen dürfen. Wir haben

Mehr

DEUTSCHE PRIVAT PFLEGE PLUS

DEUTSCHE PRIVAT PFLEGE PLUS DEUTSCHE PRIVAT PFLEGE PLUS Krankenversicherung Ihr zuverlässiger privater Pflegeschutz Ihr PLUS: Jetzt auch mit staatlicher Förderung! Empfohlen vom führenden Pflegespezialisten Pflegevorsorge muss sein!

Mehr

Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung.

Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung. Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung. Historischer Schritt für die soziale Sicherung in Deutschland Seit dem 1. Januar 2013 zahlt der Staat einen Zuschuss für bestimmte private Pflegezusatzversicherungen.

Mehr

Stellungnahme der. Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum

Stellungnahme der. Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum Stellungnahme der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. zum Referentenentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen

Mehr

Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler

Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler Herzlich Willkommen! Reform der Pflegeversicherung 10 gute Nachrichten für Beitragszahler Die erste gute Nachricht: Die Leistungen der Pflegeversicherung für die stationäre Pflege bleiben stabil Ursprünglich

Mehr

Für Beamtenanwärterinnen und -anwärter. Weil Ihre Karriere einen sicheren Start verdient hat: unser Vorsorgeprogramm.

Für Beamtenanwärterinnen und -anwärter. Weil Ihre Karriere einen sicheren Start verdient hat: unser Vorsorgeprogramm. Für Beamtenanwärterinnen und -anwärter Weil Ihre Karriere einen sicheren Start verdient hat: unser Vorsorgeprogramm. Gehen Sie von Anfang an auf Nummer sicher. Ihre Beamtenlaufbahn hat begonnen alles Gute

Mehr

Im Pflegefall AUCH ZU HAUSE BESTENS VERSORGT SEHR GUT. 60, EUR pro Jahr vom Staat dazu! Private Pflegezusatzversicherungen (1,3)

Im Pflegefall AUCH ZU HAUSE BESTENS VERSORGT SEHR GUT. 60, EUR pro Jahr vom Staat dazu! Private Pflegezusatzversicherungen (1,3) Im Pflegefall AUCH ZU HAUSE BESTENS VERSORGT 60, EUR pro Jahr vom Staat dazu! SEHR GUT (1,3) Im Test: 24 Pflegezusatzversicherungen Ausgabe 05/2013 13YY69 Private Pflegezusatzversicherungen Kosten im Pflegefall

Mehr

Die Bürgerversicherung: Solidarität nutzt allen

Die Bürgerversicherung: Solidarität nutzt allen Berlin, 29. August 2004 Die Bürgerversicherung: Solidarität nutzt allen Die SPD will eine Bürgerversicherung für alle einführen. Die Bürgerversicherung wird unser Gesundheitssystem solidarischer, gerechter

Mehr

Neue Regelungen für Pflegebedürftige

Neue Regelungen für Pflegebedürftige Neue Regelungen für Pflegebedürftige Erstes Pflegestärkungsgesetz tritt am 1. Januar 2015 in Kraft von Katja Kruse Durch zwei Pflegestärkungsgesetze will die Bundesregierung in dieser Wahlperiode die pflegerische

Mehr

Fakten gegen die Bürgerversicherung.

Fakten gegen die Bürgerversicherung. Fakten gegen die Bürgerversicherung. Deutschland hat das beste Gesundheitssystem der Welt Alle Menschen in Deutschland profitieren von kurzen Wartezeiten, freier Arztwahl und gutem Zugang zum medizinischen

Mehr

11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung

11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung 11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung Herausforderung Ausbildung Ines Rohde, Haupt-JAV Land Berlin Stand: 16.05.2013 2 Haupt-Jugend- und Auszubilde ndenvertretung für die Behörden, Gerichte und

Mehr

Lebensqualität in jedem Alter

Lebensqualität in jedem Alter Lebensqualität in jedem Alter Treffen kann es jeden: heute noch aktiv, später vielleicht auf Hilfe angewiesen. Sichern Sie Ihr Vermögen und schützen Sie sich und Ihre Familie vor hohen finanziellen Belastungen.

Mehr

Prognoserechnungen zum Koalitionsbeschluss

Prognoserechnungen zum Koalitionsbeschluss Prognoserechnungen zum Koalitionsbeschluss Reform zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung Bernd Hof und Claus Schlömer WIP-Diskussionspapier 5/07 Bayenthalgürtel 40 Telefon: Telefax:

Mehr

Informationen für Sie Die Pflegeversicherung

Informationen für Sie Die Pflegeversicherung Gesundheitsamt Freie Hansestadt Bremen Sozialmedizinischer Dienst für Erwachsene Informationen für Sie Die Pflegeversicherung Türkischsprachige Informationen zur Pflegeversicherung Machen Sie sich schlau,

Mehr

GEFÖRDERTE ZUSATZVERSICHERUNG FÜR PFLEGE

GEFÖRDERTE ZUSATZVERSICHERUNG FÜR PFLEGE GEFÖRDERTE ZUSATZVERSICHERUNG FÜR PFLEGE Eine sinnvolle Ergänzung? 1 Viele Menschen sind besorgt, ob sie im Alter die Kosten für ihre Pflege aufbringen können. Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt stetig

Mehr

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung 24.11.2011 1 Inhaltsverzeichnis 1 Grundsatz... 3 2 Sozialversicherungen AHV, IV, ALV, EO, MV... 3 3 Berufliche Vorsorge... 4 4 Unfallversicherung... 4 5 Krankentaggeldversicherung...

Mehr

Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem wächst

Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem wächst Ressort Wirtschaft Neue Bevölkerungsbefragung der Continentale Krankenversicherung: 20. September 2001 Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem wächst Geringes Interesse an Gesundheitsmanagement und Wechsel

Mehr

stationär Insgesamt 400.000 258.490 426.855 671.084 126.718 131.772 Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Insgesamt

stationär Insgesamt 400.000 258.490 426.855 671.084 126.718 131.772 Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Insgesamt Anzahl Pflegebedürftige (Quelle: BMG 28) Über 2 Millionen Frauen und Männer in Deutschland sind im Sinne der sozialen Pflegeversicherung leistungsberechtigt. Fast 1,36 Millionen werden ambulant durch Angehörige

Mehr

Pflegezusatzversicherung

Pflegezusatzversicherung w i c h t i g e i n f o r m a t i o n e n z u m t a r i f P T A Pflegezusatzversicherung K r a n k e n v e r s i c h e r u n g Vertriebsinformation Pflegezusatz Finanztest empfiehlt p f l e g e z u s at

Mehr

30 Jahre. Pflegekompetenz der Privaten Krankenversicherung.

30 Jahre. Pflegekompetenz der Privaten Krankenversicherung. 30 Jahre Pflegekompetenz der Privaten Krankenversicherung. 30 Jahre Pflegekompetenz: Vom Kostenträger zum Gestalter Bereits 1984 hat die PKV die freiwillige Pflegeversicherung als Vorsorgelösung ins Leben

Mehr

PRESSEINFORMATION. Das ändert sich zum Jahreswechsel. Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Kornwestheim/Frankfurt, 19.

PRESSEINFORMATION. Das ändert sich zum Jahreswechsel. Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Kornwestheim/Frankfurt, 19. PRESSEINFORMATION Kornwestheim/Frankfurt, 19. Dezember 2014 Das ändert sich zum Jahreswechsel Wie jedes Jahr, treten auch zum 1. Januar 2015 zahlreiche Änderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Mehr

UNISEX: Wohin geht die Reise? Handeln Sie jetzt! Frauen, 20 24 Jahre

UNISEX: Wohin geht die Reise? Handeln Sie jetzt! Frauen, 20 24 Jahre Frauen, 20 24 Jahre die verkannte Gefahr, denn die meisten Menschen machen sich über das Ausmaß der Versorgungs lücken kein Bild. Unabhängige Verbraucherschützer sind sich einig: Die Absicherung dieses

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland

Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Entwurf der Präsentation Derzeit sind in Deutschland rund 2,63 Millionen

Mehr

Eine wichtige Zeit, um die Weichen für Versicherungen richtig zu stellen Start in den Job: Wenn Kinder flügge werden

Eine wichtige Zeit, um die Weichen für Versicherungen richtig zu stellen Start in den Job: Wenn Kinder flügge werden PRESSEINFORMATION Eine wichtige Zeit, um die Weichen für Versicherungen richtig zu stellen Start in den Job: Wenn Kinder flügge werden Stuttgart, August 2010: "Endlich geschafft", freuen sich in diesen

Mehr

Für ein Alter in Würde die Leistungen der Freien Wohlfahrt in der Pflege

Für ein Alter in Würde die Leistungen der Freien Wohlfahrt in der Pflege Für ein Alter in Würde die Leistungen der Freien Wohlfahrt in der Pflege Prof. Dr. Thomas Beyer Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Bayern I. Die Pflegeversicherung nach SGB XI Die 1995 mit dem

Mehr

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt: Der Kollege Klaus-Peter Flosbach hat jetzt das Wort für die CDU/CSU-Fraktion. (Beifall bei der CDU/CSU)

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt: Der Kollege Klaus-Peter Flosbach hat jetzt das Wort für die CDU/CSU-Fraktion. (Beifall bei der CDU/CSU) Rede Donnerstag, 19. März 2009 Top 6 Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) Protokoll der 211. Sitzung Vizepräsidentin

Mehr

Thema kompakt Pflegeversicherung

Thema kompakt Pflegeversicherung Thema kompakt Pflegeversicherung Zentrum Kommunikation Pressestelle Caroline-Michaelis-Straße 1 10115 Berlin Telefon: +49 30 65211-1780 Telefax: +49 30 65211-3780 pressestelle@diakonie.de ---------- Berlin,

Mehr

Richtungswechsel leicht gemacht

Richtungswechsel leicht gemacht 3-D Pflegevorsorge Richtungswechsel leicht gemacht Ein Unternehmen der Generali Deutschland Lassen Sie sich alle Richtungen offen. Links, rechts, geradeaus alles möglich. Wenn Sie in den Ruhestand gehen,

Mehr

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Versorgung älterer Menschen durch qualifizierte Betreuung, Hilfe und Pflege Workshop, Berlin, 16.10.2014 1 Einführung der

Mehr

Herzlich Willkommen Ihr

Herzlich Willkommen Ihr Herzlich Willkommen Ihr 2 Deutschland altert 3 3 4 5 6 Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung Bis 2030 steigt der Anteil der über 60jährigen um 8 Millionen auf 28,5 Mio. Menschen oder 36 % der Gesamtbevölkerung.

Mehr

31.12.2012. Die aktuelle Pflegereform was ändert sich: Hintergrund. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht

31.12.2012. Die aktuelle Pflegereform was ändert sich: Hintergrund. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht. Die erste gute Nachricht Hintergrund Die Änderungen in der Pflegeversicherung beruhen auf dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). Dieses ist in weiten Teilen am 30. Oktober 2012 in Kraft getreten. Die Leistungsverbesserungen

Mehr

Bleiben Sie unabhängig im Pflegefall.

Bleiben Sie unabhängig im Pflegefall. Bleiben Sie unabhängig im Pflegefall. Finanzieller Schutz in allen Pflegestufen. PflegePREMIUM PflegePLUS PflegePRIVAT Optimale Sicherheit schon ab Pflegestufe I PflegePREMIUM beste Versorgung in allen

Mehr

Das erste PflegeStärkungsgesetz

Das erste PflegeStärkungsgesetz Stärkere Leistungen, mehr Flexibilität: Das erste PflegeStärkungsgesetz Stand: Erste Lesung im Deutschen Bundestag am 4. Juli 2014 Durch zwei Pflegestärkungsgesetze will die Bundesregierung in dieser Wahlperiode

Mehr

Gemeinsam. für Ihre Zukunft. GHPersonal. Künstlersozialabgabe: Prüfungen werden ab 2015 deutlich verschärft

Gemeinsam. für Ihre Zukunft. GHPersonal. Künstlersozialabgabe: Prüfungen werden ab 2015 deutlich verschärft GHPersonal Künstlersozialabgabe: Prüfungen werden ab 2015 deutlich verschärft Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren keine Abgaben zur Künstlersozialkasse (KSK) gezahlt. Die Prüfungen bei den

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de SCHOOL-SCOUT Die Pendlerpauschale ganz einfach

Mehr

DIE SOZIALVERSICHERUNG

DIE SOZIALVERSICHERUNG EINLEITUNG So können Sie sicher starten DIE SOZIALVERSICHERUNG BBK VBU-Schulung zum Thema Sozialversicherung EINLEITUNG Jetzt einsteigen und los! Ein neuer Lebensabschnitt hat für Sie begonnen: die berufliche

Mehr

Pro Jahr werden rund 38 Millionen Patienten ambulant und stationär in unseren Krankenhäusern behandelt, statistisch also fast jeder zweite Deutsche.

Pro Jahr werden rund 38 Millionen Patienten ambulant und stationär in unseren Krankenhäusern behandelt, statistisch also fast jeder zweite Deutsche. Pro Jahr werden rund 38 Millionen Patienten ambulant und stationär in unseren Krankenhäusern behandelt, statistisch also fast jeder zweite Deutsche. Sie können auf die medizinische und pflegerische Qualität

Mehr

Rede Zur BAföG-Reform

Rede Zur BAföG-Reform Kai Gehring Mitglied des Deutschen Bundestages Rede Zur BAföG-Reform von Kai Gehring MdB im Plenum des Deutschen Bundestages am 09.10.2014 Berlin, 09.10.2014 Kai Gehring, MdB Platz der Republik 1 11011

Mehr

Geänderte rechtl. Rahmenbedingungen. Erstes Pflegestärkungsgesetz (PSG) Pflegestärkungsgesetze. Schwerpunkte des 1. PSG

Geänderte rechtl. Rahmenbedingungen. Erstes Pflegestärkungsgesetz (PSG) Pflegestärkungsgesetze. Schwerpunkte des 1. PSG Geänderte rechtl. Rahmenbedingungen Pflegeneuausrichtungsgesetz, seit 01.01.2013 in Kraft Erstes Pflegestärkungsgesetz (PSG) Umsetzung der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO) vom 18.04.2011 (gültig ab

Mehr

Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung!

Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung! Ich bin jung genug für eine private Pflegeversicherung! Jetzt Pflegeprivat abschließen und staatliche Förderung nutzen Eine Pflegebedürftigkeit ist eine große Belastung, aber trotzdem kein Grund, schwarz

Mehr

Stationäre Sachleistungsbeträge

Stationäre Sachleistungsbeträge Saarländische Pflegegesellschaft schreibt an saarländische Bundestagsabgeordneten Stationäre Sachleistungsbeträge erhöhen In einem offenen Brief hat die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) die Bundestagsabgeordneten

Mehr

Pflegeversicherung ungeliebtes Produkt oder Chance? Die Fragen Ihrer Kunden seien Sie vorbereitet!

Pflegeversicherung ungeliebtes Produkt oder Chance? Die Fragen Ihrer Kunden seien Sie vorbereitet! Pflegeversicherung ungeliebtes Produkt oder Chance? Die Fragen Ihrer Kunden seien Sie vorbereitet! Der Jungbrunnen Lucas Cranach 1546 Der Jungbrunnen? Lebenserwartung um 1550: 25 35 Jahren Rund die Hälfte

Mehr

3420011 01.2004 (861) 825 A

3420011 01.2004 (861) 825 A Herausgeber: ARAG Krankenversicherungs-AG Prinzregentenplatz 9, 81675 München Telefon +49 (0) 89 41 24-02, Fax +49 (0) 89 41 24-25 25 E-Mail service@arag.de Weitere Informationen durch www.arag.de A 825

Mehr

VORSORGE. Weil Lebensqualität keine Frage des Alters ist. VPV VolksPflege Aus Sorge wird Vorsorge. In Kooperation mit

VORSORGE. Weil Lebensqualität keine Frage des Alters ist. VPV VolksPflege Aus Sorge wird Vorsorge. In Kooperation mit VORSORGE Weil Lebensqualität keine Frage des Alters ist VPV VolksPflege Aus Sorge wird Vorsorge In Kooperation mit Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist auch für junge Menschen sinnvoll. Aufgrund

Mehr

Ergänzungen für gesetzlich Versicherte

Ergänzungen für gesetzlich Versicherte Private Krankenversicherung Ergänzungen für gesetzlich Versicherte Die VICTORIA-Zusatzversicherung Die VICTORIA. Ein Unternehmen der ERGO Versicherungsgruppe. Damit Sie im Pflegefall nicht zum Sozialfall

Mehr

Neue Wege für eine gute Pflege?

Neue Wege für eine gute Pflege? Angelika Graf, MdB angelika.graf@bundestag.de www.grafspd.de Berlin, 25. September 2012 Neue Wege für eine gute Pflege? Für eine umfassende Pflegereform: Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken

Mehr

Der Bundesrat hat ferner die aus der Anlage ersichtliche Entschließung gefasst.

Der Bundesrat hat ferner die aus der Anlage ersichtliche Entschließung gefasst. Bundesrat Drucksache 265/14 (Beschluss) 11.07.14 Beschluss des Bundesrates Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzstrukturund

Mehr

Details zur Pflegereform (Pflegestärkungsgesetz) ab 1.1.2015

Details zur Pflegereform (Pflegestärkungsgesetz) ab 1.1.2015 Details zur Pflegereform (Pflegestärkungsgesetz) ab 1.1.2015 Im Mittelpunkt der Reform steht die ambulante Versorgung. Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen zur Stärkung der häuslichen Pflege insbesondere

Mehr

Berufsunfähigkeitsvorsorge. Beruhigende Sicherheit für Ihre Zukunft: versichert bei Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeitsvorsorge. Beruhigende Sicherheit für Ihre Zukunft: versichert bei Berufsunfähigkeit Berufsunfähigkeitsvorsorge Beruhigende Sicherheit für Ihre Zukunft: versichert bei Berufsunfähigkeit Berufsunfähigkeit kann jeden treffen Können Sie sich vorstellen, einmal nicht mehr arbeiten zu können?

Mehr

Gegenüberstellung von Unterschieden zwischen. Tarifkraft und Beamten. im Bundesamt für Güterverkehr für den Fall einer Verbeamtung

Gegenüberstellung von Unterschieden zwischen. Tarifkraft und Beamten. im Bundesamt für Güterverkehr für den Fall einer Verbeamtung Gegenüberstellung von Unterschieden zwischen Tarifkraft und Beamten im Bundesamt für Güterverkehr für den Fall einer Verbeamtung Die Fachgruppe BAG der GdP fordert eine Verbeamtung im BAG. Unsere Forderung

Mehr

Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ

Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ 2 Einleitung... 3 Die neue Rentenanpassungsformel...3 Wie funktioniert der neue Nachhaltigkeitsfaktor?...4 Welche Folgen hat

Mehr

Stenografischer Bericht der 228. Sitzung

Stenografischer Bericht der 228. Sitzung Stenografischer Bericht der 228. Sitzung Rede am Freitag, 19. Juni 2009, TOP 53 Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung)

Mehr

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten Arbeitskammer des Saarlandes Abteilung Wirtschaftspolitik - Stand: 22.5.2013 AK-Fakten Öffentliche Finanzen im Saarland Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten fakten Das Saarland hat

Mehr

Das Risiko, ein Pflegefall zu werden

Das Risiko, ein Pflegefall zu werden Das Risiko, ein Pflegefall zu werden Von Günter Ickler Die wachsende Zahl älterer Menschen bringt eine immer größere Zahl r mit sich. Zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit wurde

Mehr

1 Million 33 tausend und 801 Euro.

1 Million 33 tausend und 801 Euro. Gemeinderat 24.02.2011 19.00 Uhr TOP 7 / Haushalt Stellungnahme der CDU-Fraktion Sperrfrist: Redebeginn, es gilt das gesprochene Wort. Als ich den Entwurf des Haushaltes 2011 gesehen habe, bin ich zunächst

Mehr

sondernewsletter krankenversicherung lcc. ihr finanz-weiter-denker August 12

sondernewsletter krankenversicherung lcc. ihr finanz-weiter-denker August 12 Einheitsgeschlecht Versicherung Getreu dem Motto Bald sind Frauen und Männer gleich, dürfen Versicherer ab 21.12.2012 in ihren Tarifen nicht länger nach dem Geschlecht unterscheiden. Bereits in unserer

Mehr

Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige dient der Steuergerechtigkeit

Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige dient der Steuergerechtigkeit Rede von Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige dient der Steuergerechtigkeit Berlin, 7. November 2014 (es gilt das gesprochene Wort) Ein Staat, der seine

Mehr

Private Pflegeversicherung - nicht länger nur die Kür!

Private Pflegeversicherung - nicht länger nur die Kür! 8. Versicherungswissenschaftliches Fachgespräch: Pflegefall Pflegeversicherung Wie kann ihr geholfen werden? Referent: Stephan Schinnenburg, Mitglied der Vorstände der IDEAL Lebensversicherung a.g. Gesetzliche

Mehr

Eine gesunde Investition in die Attraktivität Ihres Unternehmens. Die betriebliche Krankenversicherung

Eine gesunde Investition in die Attraktivität Ihres Unternehmens. Die betriebliche Krankenversicherung Eine gesunde Investition in die Attraktivität Ihres Unternehmens Die betriebliche Krankenversicherung Ab sofort können Sie die Attraktivität Ihres Unternehmens versichern Sicher haben Sie schon einmal

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Finanzierung von Zahnersatz

Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Finanzierung von Zahnersatz Deutscher Bundestag Drucksache 15/3681 15. Wahlperiode 06. 09. 2004 Gesetzentwurf der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Finanzierung von Zahnersatz A. Problem

Mehr

Tag. Kundeninformation

Tag. Kundeninformation Heute ist Kundeninformation Tag. Einen Unfall können Sie nicht vorausberechnen. Ihre optimale Absicherung dafür schon. ist die weltweit erste und einzige volldynamisierte Unfall-Rente. UK3/1.000/03.11.4

Mehr

Tarifvertrag zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser (TV ZUSI)

Tarifvertrag zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser (TV ZUSI) Tarifvertrag zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser (TV ZUSI) vom 23. August 2005* 1 Zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, vertreten durch den Vorstand, einerseits und ver.di -

Mehr

Seminar Versicherungspflicht/-freiheit in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich.

Seminar Versicherungspflicht/-freiheit in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich. Seminar Versicherungspflicht/-freiheit in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich. 2 1. Personenkreis 2. 3. 4. 5. 6. 7. Geringfügige Beschäftigung

Mehr

KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN

KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN 2/2013 PREMIUS TEST-MAGAZIN PREMIUS PREMIUS TEST-MAGAZIN WWW.PREMIUS.DE TEST EIN SONDERDRUCK VON PREMIUS TEST-MAGAZIN FÜR DIE R+V VERSICHERUNG KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN SEHR GUT VERGLEICH PFLEGE- BAHR-ANGEBOT

Mehr

Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der Netto-Differenzen 2014

Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der Netto-Differenzen 2014 Voraussetzungen Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der -en 2014 Tarifbeschäftigte und beamtete Lehrerinnen und Lehrer erhalten bei gleicher Arbeitszeit, gleichen Aufgaben und gleichen Belastungen

Mehr

... für Verheiratete oder Lebenspartnerschaften ohne Kinder

... für Verheiratete oder Lebenspartnerschaften ohne Kinder KapitalVorsorge Unverzichtbar...... für Paare ohne Trauschein Unverheiratete Paare haben überhaupt keinen Anspruch auf eine gesetzliche Hinterbliebenenrente. Die private Vorsorge ist damit die einzige

Mehr

Finanzieller Schutz der Angehörigen von Max Mustermann

Finanzieller Schutz der Angehörigen von Max Mustermann Absicherung der Arbeitskraft von Max Mustermann Unser wertvollstes Gut und wichtigstes Kapital ist unsere eigene Arbeitskraft. Die eigene Arbeitskraft sichert unser Einkommen und gewährleistet somit unseren

Mehr

Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen für Arbeit = Körperschaft des öffentlichen Rechts

Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen für Arbeit = Körperschaft des öffentlichen Rechts Arbeitsförderung Arbeitslosenversicherung Arbeitnehmer 3,25 % des Arbeitsverdienstes Drittes Buch des Sozialgesetzbuches SGB III Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen

Mehr

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz. Die wichtigsten Verbesserungen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz. Die wichtigsten Verbesserungen Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz Beilage zu Leitfaden zur Pflegeversicherung 13. Auflage 2012, August 2012 Der Deutsche Bundestag hat am 29. Juni 2012 ein Gesetz zur Reform der

Mehr

Übersicht Grundlagen M08-G01 VERSICHERUNGEN GRUNDLAGEN. Grundlage Titel. M08 G01 Grundsätzliches zum Thema Versicherungen

Übersicht Grundlagen M08-G01 VERSICHERUNGEN GRUNDLAGEN. Grundlage Titel. M08 G01 Grundsätzliches zum Thema Versicherungen M08-G01 VERSICHERUNGEN GRUNDLAGEN Übersicht Grundlagen Grundlage Titel M08 G01 Grundsätzliches zum Thema Versicherungen M08 G02 Gesetzliche Versicherungen M08 G03 Übersicht Versicherungen Koordinierungsstelle

Mehr