Kinderrechte Kinderarbeit Partizipation von Kindern

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1 Kinderrechte Kinderarbeit Partizipation von Kindern Lerneinheit entwickelt von Sebastian Hirschmugl, Esther Ludwig, Michaela Zöhrer im Kontext des Praktikums Menschenrechtsbildung am ETC, 2010/11 Testlauf am , Uhr Dauer: ca. 2,5 Stunden (mit Pausen) Zielgruppe: Jugendliche, (junge) Erwachsene, StudentInnen Vorkenntnisse: nicht notwendig Teilnehmerzahl: ca. 15 Personen In der hier vorgestellten Lerneinheit wird sich dem Themenkomplex Kinderrechte Kinderarbeit Partizipation von Kindern mithilfe verschiedener didaktischer Methoden genähert. Neben ein paar kurzen klassischen Frontalvorträgen wurden hierfür unter anderem ein Weltkarten-Spiel sowie ein kurzes Rollenspiel (mit einer Speed-Dating -Einheit) konzipiert sowie eigene Erfahrungen der TeilnehmerInnen spielerisch mit einbezogen. I. Grundlagen zur Lehreinheit: Lernziele und Ablauf... 2 II. Fakten Wissen Informationen: kurz & bündig... 3 Vortrag: Kinderrechte... 3 Vortrag: Kinderarbeit - erlaubte, geduldete und illegale Formen... 4 Vortrag: Gründe für die Kinderarbeit... 5 Vortrag: Es gibt nicht nur die Alternative zwischen Kinderarbeit ja oder nein... 5 III: Didaktische Tools... 7 Weltkartenspiel... 7 Selbsterfahrung: Erinnere dich... 9 Minirollenspiel mit Speed-Dating -Einheit... 9 LITERATUR Anhang 1: Indien: Kinderarbeit unter den Bedingungen des Kastenwesens - Allein Bildung ermöglicht Emanzipation Anhang 2:»Wir wollen für unsere soziale Anerkennung kämpfen«eine Erklärung der Bewegungen arbeitender Kinder Anhang 3: UNICEF: Kinderarbeit und Bildung Anhang 4: Terre des Hommes: Hilfe für Kinder in Not Anhang 5: Arbeitende Kinder in der Solidarischen Ökonomie

2 I. Grundlagen zur Lehreinheit: Lernziele und Ablauf Formulierte Lernziele der Lerneinheit sind: Die TeilnehmerInnen verfügen über grundlegende Kenntnisse zu Kinderrechten insbesondere im Zusammenhang mit dem Themenkomplex Kinderarbeit. Die TeilnehmerInnen verfügen über grundlegende Kenntnisse der globalen Verteilung von Kinderarbeit, von deren unterschiedlichen Formen /Ausprägungen und möglichen Gründen und kennen zudem die entscheidenden internationalen Konventionen, die sich dem Problem /Phänomen Kinderarbeit widmen. Die TeilnehmerInnen kennen unterschiedliche Perspektiven auf Kinderarbeit und sind sich divergierender Problemdefinitionen und -lösungsansätze bewusst. Die TeilnehmerInnen haben eine differenzierte Sicht auf das meist skandalisierte und pauschal vorgetragene Problem Kinderarbeit und sind sensibilisiert für die (kontingenten) Prämissen unterschiedlicher Problemformulierungen und - lösungsansätze. Ablauf: 0. Vorstellung der Referenten und was passiert die nächsten Stunden 5 Minuten Themen und Fragen, die uns die nächsten Stunden beschäftigen werden: 1. Kinderrechte und Kinderarbeit (KA) Globaler Überblick 2. Es gibt nicht die Kinderarbeit und nicht einen Grund für diese! 3. Es gibt nicht (nur) die Alternative zwischen Kinderarbeit ja oder nein! 4. Was kann ich tun? 00. z.b. Gordischer Knoten ( körperliche Betätigung /Auflockerung / Wachmacher ) 5 Minuten 1. Block Format Erklärung /Details Dauer Kinderrechte und Kinderarbeit Globaler Überblick Vortrag Film Weltkartenspiel in 2 Gruppen + Plenum 2. Block Selbsterfahrung Kinderrechte allgemein + KA globale Grundlagen z.b. typisch plakativ gegen KA (zur Einstimmung ) jede Person ein vorgefertigtes Kärtchen - (konsensuale) Rücksprache mit der jeweiligen Gruppe (2 Gruppen: 1x absolute Zahl, 1x prozentuale Verteilung). - Kärtchen werden von jedem einzelnen an eine an die Wand projizierte Weltkarte gepinnt Auflösung: Statistiken vorstellen + Karten ggf. umhängen! Pause (nach ca. 45 Minuten) Es gibt nicht die Kinderarbeit und nicht einen Grund für diese! Schließe die Augen und erinnere dich Was haben die TeilnehmerInnen als Arbeit empfunden als sie Kinder waren? Gibt es Erfahrungen mit einem frühen Arbeitswunsch? 10 Min max. 5 Min 5 Min 5 Min 10 Min 5 Min 2

3 Anschließender Erfahrungsaustausch ~10 Min Vortrag Speed-Dating I 3. Block Speed-Dating II ( Minirollenspiel ) Abschlussrunde ggf. Feedbackrunde vgl. Formen von illegaler und legaler Kinderarbeit (nach ILO) (4er Typologie und Unterteilung der krassesten Formen der KA + ich will billiger ) vgl. ILO Gründe für KA Es gibt nicht (nur) die Alternative zwischen Kinderarbeit ja oder nein! KA als Form der Armutsbegegnung und zur Selbstverwirklichung der Kinder menschenrechtlicher Ansatz zur Frage der Rechte der Kinder auf Arbeit, Partizipation etc. 1. Ruhephase und Pärchenbesprechung (- gekoppelt an Pause) Positionen für 5 Parteien (je 2x) + Namenschilder Pause Kinderarbeit Bildung und/oder Arbeit 2. Aktivphase (Klingel): Rotation ( à 2,5 Min) Informationsaustausch 3. a) Diskussion in den Rollen und b) Diskussion nach Auflösung der Rollenspielsituation Ggf. Pause Was kann ich selber tun? Konkrete Möglichkeiten und Ideen Offene Diskussion 5 Min 5 Min 10 Min 15 Min 10 Min 15 Min 20 Min Restzeit II. Fakten Wissen Informationen: kurz & bündig Für detaillierte Ausführungen, vgl. die angegebene Literatur auf S. 11 Vortrag: Kinderrechte Die weltweiten Rechte von Kindern und Jugendlichen, wurden im November 1987 von den Vereinten Nationen in den UN Kinderrechtskonvention festgelegt. Kinderrechte sind universell, unteilbar und interdependent mit den Menschenrechten. Die Einteilung der Kinderrechte kann in folgende drei Hauptsparten erfolgen: 1. Schutzrecht Schutz vor körperlicher und seelischer Misshandlung usw. 2. Versorgungs- / Entwicklungsrecht Gesundheitsvorsorge, Bildung, Ernährung, Kleidung usw. 3. Partizipationsrechte Freie Meinungsäußerung, Zugang zu Informationen, Recht auf kindergerechte Informationsvermittlung usw. 3

4 Vortrag: Kinderarbeit - erlaubte, geduldete und illegale Formen International Labour Organisation (ILO) = Sonderorganisation der UNO Statistiken des internationalen Arbeitsamtes in Genf (Global Report 2002) als Organ der ILO ILO Unterscheidung zwischen -»child work«als Oberbegriff für jede Arbeit von Kindern und -»child labour«= Übereinkommen 138 und 182 verbotenen Formen von Arbeit - manchmal auch noch:»ökonomische Aktivität«Übereinkommen 138 (1973): ( Mindestalterregelung) erlaubt unter bestimmten Bedingungen»leichte Arbeit«für Zwölf- bis Vierzehnjährige dann, wenn diese nicht einen geregelten Schulbesuch behindert Vollzeitbeschäftigung soll nicht vor fünfzehn Jahren beginnen, wobei Entwicklungsländer auch vierzehn Jahre als Mindestalter gesetzlich festsetzen können»gesundheit, Sicherheit oder Moral«der Jugendlichen gefährlich. NICHT für Fünfzehn- bis Achtzehnjährige Übereinkommen 182 (1999): über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit definiert in Artikel 3 vier Gruppen»schlimmster Formen«von Kinderarbeit, die unverzüglich zu beseitigen seien: 1. Sklaverei und Zwangsarbeit einschließlich der Zwangsrekrutierung von Kindern für den Einsatz in bewaffneten Konflikten, 2. Kinderprostitution und Produktion von Kinderpornographie, 3. Einsatz von Kindern im Bereich des organisierten Verbrechens (etwa des Drogenhandels) und 4. Arbeit, die»voraussichtlich schädlich«ist für»die Gesundheit, die Sicherheit oder die Sittlichkeit«. 4er Typologie: 1.»Zulässige Kinderarbeit«2.»Unzulässige, aber nicht gefährliche«kinderarbeit 3.»Gefährliche Kinderarbeit«4.»Absolut schlimmste Formen von Kinderarbeit«4

5 Vortrag: Gründe für die Kinderarbeit Materielle Armut: Ein Fünftel der Weltbevölkerungleben in absoluter Armut und müssen mit weniger als 1 Euro pro Tag auskommen. Die Eltern verdienen oft so wenig, dass sie ihre Familien nicht ernähren können und die Kinder mitarbeiten müssen. Viele Kinder verdienen sogar das Geld für die ganze Familie. Denn Kinder sind billige Arbeitskräfte und finden aus diesem Grund häufiger Arbeit als ihre Eltern. Schlechtes Schulsystem: Es fehlen Grundschulen - keine Schulpflicht: Das Bildungssystem wird von vielen Regierungen vernachlässigt, d. h. es gibt zu wenige Schulen und nur schlecht ausgebildete Lehrer. Weltweit besuchen knapp 100 Millionen Kinder nicht einmal die Grundschule. Diese Kinder haben keine Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen und somit nur geringe Chancen auf einen besseren Job. Sie können ihr Leben lang nur einfache, schlecht bezahlte Arbeiten übernehmen - so wie ihre Eltern, die meist auch Analphabeten sind. Schlechte Gesundheitsversorgung: In den meisten Ländern gibt es keine kostenlose Gesundheits-versorgung für arme Familien und auch kein Versicherungssystem. Die armen Familien müssen den Arzt oder das Krankenhaus mit Bargeld bezahlen. Wenn sie nicht genug Geld haben, müssen sie einen Kredit aufnehmen. Diesen können die Eltern meist ohne Mitarbeit ihrer Kinder nicht zurückzahlen. Um ihre Schulden zu tilgen, vermitteln die Eltern ihre Kinder auch oft an Firmen. Korruption: Die Behörden und die Polizei in armen Ländern sind häufig bestechlich, d. h. sie zeigen Kinderarbeit nicht an, obwohl sie verboten ist. Arbeitgeber: Sie stellen gerne Kinder ein, da sie diesen weniger Lohn zahlen müssen; Kinder sind leichter zu schikanieren und organisieren sich auch nicht in Gewerkschaften. Ich will billig! : Wir alle fördern diese Arbeitsbedingungen und damit die Kinderarbeit in den ärmeren Ländern, wenn wir T-Shirts, Fußbälle, Kaffee, Schokolade, Orangensaft und andere Produkte, die von Kindern hergestellt werden, möglichst billig kaufen wollen und nicht bereit sind faire Preise dafür zu bezahlen. Vortrag: Es gibt nicht nur die Alternative zwischen Kinderarbeit ja oder nein Eine Skandalisierung der Ausbeutung von arbeitenden Kindern in den sogenannten Entwicklungsländern zu Beginn der 90er Jahre war zunächst sicherlich richtig und wichtig; heute gilt es zu betrachten, dass es die Kinderarbeit nicht gibt; Nicht entweder Kinderarbeit abschaffen oder Recht auf Arbeit der Kinder, sondern es stellt sich aus menschenrechtlicher Perspektive die Frage, wie die Rechte der (arbeitenden) Kinder verwirklicht werden können; u.a. nicht gegen Kinderarbeit, sondern gegen eine Ausbeutung arbeitender Kinder! 5

6 138 /182 Konventionen der ILO sind nicht unkritisiert geblieben: kritisiert wird allgemein, dass die ILO prinzipiell an dem generellen Ziel einer Abschaffung von Kinderarbeit festhält; die Praxis einer Mindestalterfestlegung wird zunehmend hinterfragt, da Altersgrenzen einerseits stets willkürlich erscheinen müssen und zum anderen oftmals arbeitende Kinder aufgrund der so festgelegten Illegalität ihrer Tätigkeit erst recht in prekäre Arbeitssituationen geführt werden; zudem wird Bestimmtes (z.b. Kinderhandel) als Kinderarbeit gehandelt, obwohl es sich um Verbrechen an Kindern und weniger um Arbeit von Kindern handelt; ILO sieht Kinder nicht als denkende und handelnde Personen oder Rechtssubjekte, sondern als Opfer; ILO hat keine abwägende oder differenzierte Sicht auf Kinderarbeit, da sie nur das negative derselben sieht und positive Folgen von Kinderarbeit nicht erfasst wie etwa die Bedeutung von Arbeit für die menschliche Entwicklung, das Selbstwertgefühl, Selbständigkeit etc. (nicht nur Armut sondern auch andere Gründe) Wer kritisiert? Z.B. Bewegung arbeitender Kinder (vgl. Global March against child work), MitarbeiterInnen von INGOs, SozialwissenschaftlerInnen (vgl. Kindheitsforschung: historische + kulturelle Kontingenz von Kindheit / Kindern ) Formulierte Alternative kritische Wertschätzung : Verbote von Kinderarbeit richten sich oft eher gegen Kinder und deren Familien, weniger gegen die für die Ausbeutung Verantwortlichen; Etwa auch durch Handelsboykotte ausgelöste Verbote von Kinderarbeit schaden den Beteiligten oft mehr als dass sie helfen Nicht nur Recht zu arbeiten sondern: Anerkennung der Arbeit von Kindern und Erweiterung deren Handlungsspielräume (Partizipation und Selbstbestimmung); d.h. nicht nur Recht auf Arbeit sondern auch instrumentelle Rechte ihre Rechte durchzusetzen und ihre Interessen zu organisieren können 6

7 III: Didaktische Tools Weltkartenspiel Ablauf: 1. Es werden zwei Gruppen mit derselben Anzahl an TeilnehmerInnen zusammengestellt. 2. Eine Gruppe erhält nun Kärtchen mit Prozentzahlen und einer dazugehörigen Altersangabe, die zweite Gruppe erhielt Kärtchen mit Zahlenangeben und ebenfalls den Altersangaben dazu, der arbeitenden Kinder dieser Welt. 3. Die Weltkarte ist in folgende Bereiche eingeteilt: o Asien Pazifik o Afrika südlich der Sahra o Mittlerer Osten Nordafrika o Lateinamerika o Reformländer o Industrieländer 4. Die Gruppen hat nun intern 5-10 Minuten Zeit sich zu besprechen zu welcher Sparte welche der Zahlen/Prozentangaben gehört. 5. Nach Ablauf der Zeit muss jede Gruppe Ihre die Kärtchen zu den Bereichen auf der Weltkarte zuteilen und Ihre Entscheidung begründen: Warum? Welche Diskussionen gab es? Vor der Auflösung des Spieles, gibt es noch einen kurzen Einblick in die damalig vorhandenen allgemeinen Statistiken. Zahlen und Fakten: Weltweit müssen 218 Millionen Kinder im Alter von 5-17 Jahren arbeiten, davon sind 158 Millionen unter 15 Jahre alt. 126 Millionen von ihnen üben Tätigkeiten aus, die gefährlich sind oder ihre Entwicklung behindern. 5,7 Millionen Kinder müssen Zwangsarbeit verrichten oder arbeiten in der Schuldknechtschaft eine neue Form der Sklaverei, bei der Kinder die Schulden der Eltern abarbeiten müssen. Im Afrika südlich der Sahara arbeitet jedes dritte Kind. Zwei von drei arbeitenden Kindern sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Kinderarbeit ist oft kaum sichtbar. Tausende Kinder tauchen in keiner Statistik auf. Sie arbeiten im Haushalt, als Müllsammler oder Schuhputzer und sind nirgendwo registriert. Andere werden illegal als Drogenkuriere missbraucht. 7

8 Auflösung der Daten vom Weltkartenspiel Asien / Pazifik 5-9 Jahre 46 Mio Jahre 96 Mio. Afrika südlich der Sahara 5-9 Jahre 21 Mio Jahre 28 Mio. Mittlerer Osten / Nord Afrika 5-9 Jahre 5 Mio Jahre 7 Mio. Lateinamerika / Karibik 5-9 Jahre 7 Mio Jahre 11 Mio. Reformländer 5-9 Jahre 1 Mio Jahre 1 Mio. Industrieländer 5-9 Jahre 0-1 Mio Jahre 2 Mio. Asien / Pazifik 5-9 Jahre 13% Jahre 27% Afrika südlich der Sahara 5-9 Jahre 23% Jahre 35% Mittlerer Osten Nordafrika 5-9 Jahre 11% Jahre 19% Lateinamerika Karibik 5-9 Jahre 11% Jahre 22% Reformländer 5-9 Jahre 3% Jahre 4% Industrieländer 5-9 Jahre 2% Jahre 4% 8

9 Selbsterfahrung: Erinnere dich Die Teilnehmer werden aufgefordert ihre Augen zu schließen und sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen um sich wieder in ihre Kindheit hineinzuversetzen und folgende Fragen für sich persönlich zu beantworten: Was haben sie als Arbeit empfunden als sie Kinder waren? Haben sie streng genommen vielleicht auch Kinderarbeit verrichtet? (Evtl. bei den Eltern mitgeholfen) Wie haben sie das empfunden? Haben sie Spaß daran gehabt? Hatten sie vielleicht einen frühen Arbeitswunsch? Nach ein paar Minuten werden die Teilnehmer aufgefordert ihre Augen wieder zu öffnen und ihre Erinnerungen auszutauschen. Es wird zu einer kleinen Diskussion/Erfahrungsaustausch eingeladen. Minirollenspiel mit Speed-Dating -Einheit Zum Zusammenhang von Kinderarbeit und Bildung, zu Problemdefinitionen und Lösungsmöglichkeiten Das Speed-Dating als didaktische Methode dient dem zeitlich-beschränkten und inhaltlich fokussierten Austausch über die verschiedenen Positionen /Rollen im Kontext eines Rollenspiels. Entsprechend zum wahren Speed- Dating werden Personen einander gegenüber gesetzt und eine Reihe muss nach Ablauf einer bestimmten Frist (max. 2,5 Minuten) beim Ertönen eines Signaltons den Platz wechseln, d.h. einen Platz weiter rücken. Grober Ablauf: A. Vorbereitungsphase (15 Minuten + Pause) B. Aktivphase (ca. 10 Minuten) C. Diskussionsphase: 1. in der Rolle (ca. 15 Minuten) 2. außerhalb der Rolle (ca. 20 Minuten) Im Falle dieses Rollenspiel-Speed-Datings haben je zwei Personen die gleichen Hintergrundinformationen bzw. fungieren aufbauend auf den gleichen Informationen als Repräsentanten einer Position (ggf. einer Organisation, sozialen Bewegung, Klientel ). Diese bekommen die entsprechenden Informationen schriftlich zur individuellen Lektüre vorgelegt (oder können im Vorfeld auf diese verpflichtet werden) und tauschen sich in einer internen Gruppenphase im Vorfeld des Speed-Datings über sich/ ihre Positionen aus, damit sich deren jeweiligen Rollenidentitäten (inhaltlich aber auch im Hinblick auf mögliche Contras) verfestigen können. Grundidee ist es, dass in vergleichsweiser kurzer Zeit und komprimierter Form alle nachfolgend im Plenum des Rollenspiels vertretenen Positionen zumindest rudimentär bekannt sind. 9

10 A. Vorbereitungsphase je 2 Personen erhalten ein Positionspapier, welches jeweils 1 bis 2 A4-Seiten umfasst die unterschiedlichen Positionen oder auch Projekte - nehmen alle Bezug auf Kinderarbeit, formulieren (mehr oder weniger explizit) Herausforderungen und Problemverständnisse und formulieren zudem Lösungsideen und Visionen - thematisieren ggf. je spezifische Zusammenhänge von Kinderarbeit und Bildung - sind ggf. mit konkreten Beispielen gespickt Diese werden in Ruhe durchlesen und die beiden Personen, die zusammengehören, haben dann Gelegenheit - sich gemeinsam über die eigene Position zu verständigen, - offene Frage zu diskutieren und - ggf. weiterführende Charakteristika der eigenen Rolle zu bestimmen Gewählte Beispiele: Soziologin Suman, der South Asian Coalition on Child Servitude (2002) Indien: KA unter Bedingungen des Kastenwesens (s. Anhang) Faires Kaufen (vgl. Heidl 2003, S.8, 9)»Wir wollen für unsere soziale Anerkennung kämpfen«eine Erklärung der Bewegungen arbeitender Kinder (s. Anhang) UNICEF (s. Anhang) Terre des hommes: Hilfe für Kinder in Not (s. Anhang) Solidarische Ökonomie (Bsp.: Peruaner Kinderkooperative) (s. Anhang) Die sogenannten Positionspapiere nehmen nicht alle gleichermaßen explizit Bezug auf bestimmte Themen und Zusammenhänge und unterscheiden sich zudem in ihrem Genre! Was ist das Problem, was mögliche Lösungen? Verständigt euch über folgende Fragen /Punkte: Wie (kritisch) wird Kinderarbeit gesehen /bewertet? - Warum arbeiten Kinder? - Wird Kinderarbeit abgelehnt oder begrüßt und aus welchen Gründen? Wie wird der Zusammenhang von Kinderarbeit und Bildung konzipiert? - Welche Bedeutung wird Bildung beigemessen (und weshalb)? Welche Visionen werden formuliert? Wie sehen die konkreten Projekte und Problemlösungsvorschläge aus, wer kann was (wie) tun? B. Aktivphase: Rotationsprinzip Kennenlernen der anderen Positionen bzw. Projekte - NAMENSSCHILDER!!! - je 2,5 Minuten, dann ertönt die Klingel - gerne Notizen machen! 10

11 C. Diskussionsphase 1. In der Rolle Diskussion der Vorteile und Nachteile der eigenen gegenüber den je anderen Positionen Ihr habt euch ja nun kurz kennen gelernt; uns als Veranstalter /Moderatoren würde nun interessieren, - wo und inwiefern ihr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit seht, - welche Anregungen ihr von anderen ProjektleiterInnen mitgenommen habt - und/oder welche konstruktive Kritik ihr gerne loswerden wollt - was ihr loswerden wollt! 2. Außerhalb der Rolle (Namensschilder entfernen!!!): Reflexion der Rollen-Diskussion & freie inhaltliche Diskussion LITERATUR Christliche Initiative Romero e.v. (2003): Arbeitende Kinder und Globalisierung. In: Presente. Bulletin der christlichen Initiative Romero 3/03. Online im Internet. Heidel, Klaus (2003): Kinderarbeit in Zeiten der Globalisierung. Daten, Fakten, Beispiele. Herausgegeben von der Werkstatt Ökonomie im Auftrag des Deutschen NRO-Forums Kinderarbeit. Online im Internet. Heidel, Klaus (2004): Poverty Reduction Strategy Papers blind to the rights of the (working) child? The (I-)PRSPs perception of child labour. A problem outline and annotated collection of source material. Veröffentlicht von: Kindernothilfe and Werkstatt Ökonomie. Online im Internet. Liebel, Manfred (2009): Arbeitende Kinder in der Solidarischen Ökonomie, in: Studienreihe des europäischen Masterstudiengang Gemeinwesenentwicklung, Quartiermanagement und Lokale Ökonomie an der Hochschule München (Hrsg.): Gemeinwesen gestalten Lernen für eine nachhaltige Entwicklung. Neu-Ulm: AG SPAK, S Online im Internet. Terre des Hommes (o.j.): Hilfe für Kinder in Not. Online im Internet. 11

12 ANHANG Anhang 1: Indien: Kinderarbeit unter den Bedingungen des Kastenwesens - Allein Bildung ermöglicht Emanzipation Von Ms Suman (New Delhi), South Asian Coalition on Child Servitude Bei der Internationalen Fachkonferenz»Die wirtschaftliche Ausbeutung von Kindern beenden: Neue Ansätze der Armutsbekämpfung als Durchsetzung von Menschenrechten?«(22. bis 24. Februar 2002, Hattingen) berichtete Ms Suman über den gesellschaftlichen Hintergrund von Kinderarbeit unter den Bedingungen des Kastenwesens. Die Soziologin Suman sie leitet den Mukti Ashram bei New Delhi, der von der South Asian Coalition on Child Servitude (SACCS) getragen wird führte in ihrem Vortrag unter anderem Folgendes aus:»saccs hat bereits über Kinder in Knechtschaft aus wirtschaftlicher Ausbeutung befreit. In buchstäblich allen Fällen waren die Eltern arbeitslos oder es wurden ihnen die gesetzlichen Löhne verweigert. Vor allem aber waren sie Mitglieder der unteren Kasten. Ich möchte hier auf den gesellschaftlich-kulturellen Aspekt des Problems eingehen. Vielleicht wissen Sie, dass die indische Gesellschaft in Kasten und Tausende von Unterkasten aufgeteilt ist. Dies ist auch in Nepal und in anderer Form in ganz Asien der Fall. Die Mitglieder der niedrigsten Kasten haben es in ihrer Arbeit am unmittelbarsten mit Erde, Dreck und Kot zu tun und werden dadurch unberührbar. Je höher die Kaste desto mehr ändert sich die soziale Klassenzugehörigkeit und das Arbeitsumfeld. Anstatt mit Dreck haben es höhere Kasten mit Holz und Eisen zu tun, die nächst höheren dann mit Maschinen oder Büroarbeit bis hin zu Computern und Satelliten. Die Heiligsten sind diejenigen, die überhaupt nichts tun und in den Tempeln lehren, die Unreinsten sind die, die den Schmutz beseitigen. Offensichtlich ist also die gesellschaftliche Hierarchie an die Arbeitshierarchie gekoppelt. Der westliche Begriff von Würde bei der Arbeit kann mit der Arbeitswirklichkeit in unserer Gesellschaft keinesfalls verglichen werden. In der Gesellschaft der hohen Kasten gibt es keinen Begriff von arbeitenden Kindern oder Kinderarbeit. Deshalb ist die westliche Sichtweise und Bewertung der Kinderarbeit mit der Realität in meinem Land schwer vereinbar. In unserer Gesellschaft beruht die Wertschätzung einer Person auf der Ausbildung, die er/sie hat. Wenn die Familie zumindest über einen geringen Wohlstand verfügt oder einer höheren Kaste angehört, dann schickt sie ihre Kinder auf eine englische Mittelschule. Auf der anderen Seite haben die Menschen der niedrigen Kasten keine andere Wahl als ihre Kinder zur Arbeit zu schicken und an dem Tag, an dem ihr Kind in die Fabrik, auf das Feld oder in das Bergwerk geht, verliert es die Möglichkeit, im Wettbewerb die Schranken des Kastensystems zu durchbrechen und in der Gesellschaft voranzukommen. Wir können nicht an eine wirtschaftliche Gerechtigkeit in der Gesellschaft denken, ohne ein tragfähiges Fundament zu schaffen, auf dem Kinde aus niedrigen und hohen Kasten gemeinsam stehen können. Fabriken, Bergwerke und andere Arbeitsplätze können niemals dieses Fundament sein. Der einzige Platz, der so eine Plattform darstellen kann, ist die Schule. Der erste Tag des Schulbesuchs für ein Kind einer niederen Kaste ist der wichtigste soziale und kulturelle Durchbruch in seinem/ihrem Leben. Für ein unberührbares Kind ist es ein unglaubliches Wunder, in einem Klassenzimmer mit Kindern aus anderen Kasten zu sitzen. Welche Defizite oder Schwächen das Schulsystem auch immer haben mag, das Gefühl des Selbstvertrauens, das diese Kinder erlangen, übertrifft alles andere. So sind die Schulen der einzige Ort für den Beginn des Prozesses der sozialen Gerechtigkeit und werden allmählich auch zum Fundament für Gleichheit, menschliche Würde und Entwicklung.«(Übersetzung: Dorothee Holzer) Quelle: Heidel, Klaus (2003): Kinderarbeit in Zeiten der Globalisierung. Daten, Fakten, Beispiele. Online im Internet. 12

13 ANHANG Anhang 2:»Wir wollen für unsere soziale Anerkennung kämpfen«eine Erklärung der Bewegungen arbeitender Kinder Vom 25. November bis 2. Dezember 2002 versammelten sich in Mailand sechs Delegierte der Bewegungen arbeitender Kinder (NATs) Afrikas, Indiens und Lateinamerikas, ihre Begleiterinnen und Begleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter von Italia-NATs (Italien) und ProNATs (Deutschland). Bei diesem Treffen folgende»erklärung von Mailand«beschlossen:»In den Bewegungen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen (NATs) Afrikas, Asiens und Lateinamerikas hat sich nach zahlreichen Treffen in unseren Ländern und auf den Foren und Konferenzen in Europa (Amsterdam, Oslo, Genf) die Überzeugung verbreitet, dass trotz der Verschiedenheit der Regionen unsere Situation, unsere Probleme und unsere Träume dieselben sind. Deshalb haben wir, die Delegierten der Bewegungen Bal Mazdoor Union, Bhima Sanga, Mouvement Africain des EJT und MOLACNATS, auf unserer Versammlung in Mailand vom 25. November bis 2. Dezember 2002 beschlossen, eine Weltbewegung der arbeitenden Kinder und Jugendlichen (MMNATs) ins Leben zu rufen, um: teilzuhaben an den sozialen Bewegungen, die für eine gerechtere, humane und würdige Welt kämpfen; gegen jede Form des Ausschlusses und der Diskriminierung auf Grund von Rasse, Ethnie, Kaste, Religion oder Geschlecht und für den Respekt gegenüber allen Völkern und ihren Rechten, insbesondere denen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen zu kämpfen; eine starke und repräsentative Vertretung und den Protagonismus der arbeitenden Kinder und Jugendlichen in politischer und sozialer Hinsicht zu garantieren. Als weltweite Bewegung wollen wir: für die soziale Anerkennung kämpfen; uns weiterhin als Bewegung verstehen, um uns gegenseitig zu stärken; weiterhin Informationen austauschen und Aktionen durchführen, um die Situation der arbeitenden Kinder und Jugendlichen in jedem Kontinent zu verbessern und für ihre grundlegende Veränderung zu kämpfen; die Selbstorganisation der arbeitenden Kinder und Jugendlichen erleichtern. Wir bestehen darauf, dass die Erwachsenen, die Regierungen, die Nichtregierungsorganisationen, die regionalen, internationalen und weltweiten Organisationen und die Gesellschaft insgesamt: unsere Bewegung anerkennen; uns dabei unterstützen, unsere Weltbewegung auf lokaler, nationaler und weltweiter Ebene zu stärken, indem sie sicherstellen, dass wir an allen Entscheidungen mitwirken können, die uns betreffen; die Erfüllung unserer Rechte auf Partizipation und gehört zu werden garantieren. Wir bestehen darauf, dass die Leute von der Presse uns in allen Medien Raum geben, um unsere Stimme in der Gesellschaft insgesamt zur Geltung zu bringen. Wir NATs der Welt sind nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung! Sophie Faye - Maejt (Afrika), Yennifer Garay, Tania Pariona - MOLACNATs (Lateinamerika), Manjula Muninarasimha, Anuj Chowduri, Raju Kumar - Bhima Sangha und Bal Mazdoor Union (Asien) --- angenommen in Mailand am 2. Dezember 2002 (Übersetzung: Manfred Liebel 2003) 13

14 ANHANG Anhang 3: UNICEF: Kinderarbeit und Bildung Arbeit und Schule sind eng miteinander verflochten. Kinderarbeit verhindert Schulbildung. Zugleich sind aber die Kosten für den Schulbesuch häufig ein Grund für Kinderarbeit. Eine Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ergab, daß viele Kinder arbeiten müssen, um den Schulbesuch zu finanzieren. Darin heißt es: Viele Schulen für arme Kinder sind so abgrundtief schlecht oder die Chancen, die ein Schulabschluß eröffnet, so minimal, daß die Opfer, die für den Schulbesuch erbracht werden müssen, in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen... Viele Kinder verlassen die Schule vorzeitig, weil sie arbeiten müssen. Doch es kommt genauso häufig vor, daß viele Kinder so enttäuscht von der Schule sind, daß sie es vorziehen, zu arbeiten. Wie Kinderarbeit Bildungschancen zerstört Kinder besuchen die Schule nicht, weil ihnen die Arbeit keine Zeit dazu lässt. Die Arbeit ermüdet Kinder so sehr, dass sie im Unterricht einschlafen oder keine Kraft und Zeit mehr für die Hausaufgaben haben. Saisonarbeiten wie Aussaat und Ernte führen dazu, dass die Kinder viele Tage im Unterricht fehlen. Oft können sie den verpassten Unterrichtsstoff nicht nachholen. Sie bleiben sitzen oder verlassen die Schule vorzeitig. Erwachsene oder Jugendliche halten nichts von der Schule, so dass den Kindern oft der Rückhalt fehlt. Kinder, die bei der Arbeit misshandelt werden, fallen im Unterricht häufig durch apathisches oder aggressives Verhalten auf und riskieren so, vom Unterricht ausgeschlossen zu werden. Kinderarbeit. Kinder, die zur Schule gehen, bleiben den Fabriken fern. Und sie erhalten durch Schulbildung eine Chance, später eine besser bezahlte Arbeit zu bekommen. In jeder Gesellschaft der Welt sind Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen unabdingbare Voraussetzungen dafür, daß Kinder ihre soziale und wirtschaftliche Situation verbessern können. Deshalb setzt sich UNICEF auch dafür ein, daß die allgemeine Schulpflicht verwirklicht wird. Bildungsprogramme sind daher der zentrale Ansatzpunkt für UNICEF, um die wirtschaftliche Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, Kinder in die Schule statt zur Arbeit zu schicken. Vielmehr muß auch die Qualität der Bildungsangebote so gut sein, daß die Schule eine echte Alternative zur Arbeit bietet: Kinder müssen gern zum Unterricht gehen und das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu lernen. UNICEF-Programme gegen Kinderarbeit UNICEF fördert Schulbildung in Kombination mit einkommenschaffenden Maßnahmen für die Familien. Aufklärung der Bevölkerung über Schäden und Nachteile ist ein wichtiger Punkt der Programme. In einigen Ländern vergibt UNICEF auch Stipendien für den Schulbesuch, bzw. den Besuch von berufsbildenden Kursen. Es gibt kein universelles Programm alle Maßnahmen müssen länderspezifisch entwickelt werden. Schulbildung allein wird Kinderarbeit nicht beenden, doch kostengünstige, gute Schulbildung, die für die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien von praktischer Bedeutung ist, kann eine sehr mächtige und wirkungsvolle Waffe sein - wie sie es auch einmal in den heutigen Industrieländern war. Gute Grundschulbildung macht sich bezahlt, vor allem für Mädchen: Kinder, die die Schule besuchen, werden einmal gut informierte und aktive Bürger. Ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind besser, und sie sind meist produktive und geeignete Arbeitskräfte, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes leisten können. Sie 14

15 ANHANG haben meist kleinere Familien, und sind bereit, für die Ausbildung ihrer Kinder mehr zu investieren. Doch wie bei den meisten Investitionen wird sich der Gewinn von Schulbildung erst langfristig zeigen. Wenn das Überleben einer Familie gefährdet ist, und es keine andere Alternative gibt, dann müssen Kinder arbeiten. Doch auch die ärmsten Familien sind bereit, große Opfer für die Ausbildung ihrer Kinder auf sich zu nehmen, wenn damit die Chancen der Kinder auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Es zeigte sich, daß Schulbesuch für arme Familien viel attraktiver ist, wenn im Stundenplan praktische Berufsausbildung enthalten ist. Doch wenn arme Familien Schulbildung statt Arbeit für ihre Familien wählen sollen, dann sind gewisse Maßnahmen und ein gewisser Ansporn notwendig. Allein die Verbesserung und Finanzierung des Schulunterrichts wird nicht alle Probleme armer Familien lösen. Wirtschaftliche Unterstützung der Familien, als Ersatz für den Einkommensverlust, der entsteht, wenn ein Kind zur Schule statt zur Arbeit geht, wird notwendig sein. Solche Unterstützungen können vielfältig sein, zum Beispiel Stipendien, gratis Schulmahlzeiten, kostenlose Schulhefte, Kleinkredite und Schulkleidung. Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von Schulbesuch und bezahlter Arbeit. Quelle: UNICEF Grundsatzpapier: Kinderarbeit. Abrufbar im Internet: 15

16 ANHANG Anhang 4: Terre des Hommes: Hilfe für Kinder in Not Armut ist die Hauptursache dafür, dass Kinder arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien zu sichern. Allerdings können weder Armut noch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse durch Wirtschaftswachstum allein überwunden werden. Unsere Erfahrung zeigt: Die Ausbeutung von Kindern verringert sich dort, wo sozialpolitische Maßnahmen auch armen Familien oder diskriminierten Gruppen zugute kommen. Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit ist Schul- und Berufsbildung. Deshalb sorgt terre des hommes mit Projekten in aller Welt dafür, dass Kinderarbeiter zur Schule gehen können oder eine Ausbildung absolvieren. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern setzen wir uns gegenüber Regierungen und der Wirtschaft dafür ein, dass das Kinderrecht auf Schutz vor Ausbeutung umgesetzt wird. Arbeiten für die Schule - Nicaragua: Eine Chance für arbeitende Kinder Sechs Uhr morgens auf dem Markt von Jinotega. Waren werden angeliefert, Händler bauen ihre Stände auf. Wie jeden Morgen ist auch Mariela schon hier. Die Neunjährige trägt eine Schüssel mit Tortillas. An den Essensständen geht sie von Tisch zu Tisch und bietet den Gästen die Maisfladen an. Die Schüssel ist so schwer, dass sie sie kaum heben kann.»das ist nicht so schlimm«, lacht sie,»wenn ich welche verkauft habe, geht es immer besser.«es ist Nachmittag. Zusammen mit anderen Kindern sitzt Mariela an einem langen Tisch im»club Infantil«und büffelt Mathematik. Die Kinder arbeiten in einem Förderkurs den Unterrichtsstoff der Schule nach. Der terre des hommes-projektpartner Club Infantil ist ein Verein, der sich seit vielen Jahren in Jinotega dafür einsetzt, dass arbeitende Kinder die Chance auf eine Schulbildung bekommen. Zusätzlich zum Förderunterricht können sie Mal-, Bastel- und Tanzstunden besuchen, aber auch handwerkliche Kurse. Die Räumlichkeiten des Club Infantil befinden sich direkt neben den Markthallen und sind eine Anlaufstelle für Kinder, die auf dem Markt schuften müssen. Die Mitarbeiter kennen die meisten von ihnen, und die Kinder akzeptieren sie. Überzeugungsarbeit ist nötig In die Schule geht Mariela abends, in einen Spätunterricht, den die Gemeinde speziell für arbeitende Kinder eingerichtet hat. Und davon gibt es viele in Jinotega: Aufgrund der Kaffeekrise sind in Nicaragua viele Familien verarmt, und Kinder und Jugendliche müssen arbeiten, um ihre Eltern zu unterstützen. Die Folge: Sie können den regulären Unterricht nicht mehr wahrnehmen und müssen abbrechen. Der Förderunterricht im Club Infantil hilft ihnen, den Anschluss nicht zu verlieren. Viele Eltern sehen oft nicht ein, warum ihre Kinder zur Schule gehen sollen, weil dadurch das Familieneinkommen sinkt. So auch Marielas Eltern: Erst die Mitarbeiter des Club Infantil überzeugten sie vom Sinn einer schulischen Ausbildung, so dass sie das Mädchen inzwischen dabei unterstützen. Auch weil Mariela weiterhin arbeitet und jeden Tag ein bis zwei Dollar nach Hause bringt.»da ist nicht viel Geld, aber nur so kommt meine Familie über die Runden«, sag sie.»an Schule wäre da überhaupt nicht zu denken.«eine doppelte Belastung für Mariela: Jeden Morgen steht sie um halb fünf auf, um mit ihrer Mutter die Tortillas vorzubereiten. Abends nach dem Unterricht fällt sie meistens todmüde ins Bett.»Es ist schon anstrengend«, sagt sie.»aber es fällt mir viel leichter, weil ich weiß, dass ich jetzt wieder die Möglichkeit habe, in die Schule zu gehen. terre des hommes fördert das Projekt»Club Infantil«mit insgesamt Euro. Quelle: terre des hommes, Online im Internet 16

17 ANHANG Anhang 5: Arbeitende Kinder in der Solidarischen Ökonomie Seit den 1990er Jahren sind in Ländern des Südens, teilweise auch des Nordens kooperativ und solidarisch wirtschaftende Kleinunternehmen entstanden, in denen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren die bestimmenden Personen sind oder wesentlich Verantwortung mit tragen. Meist handelt es sich um eine Art Genossenschaften (ohne in der Regel eine entsprechende Rechtsform zu besitzen), in denen Gebrauchsprodukte für die Nachbarschaft (z.b. einfache Möbel, Seife, Brot und andere Lebensmittel) oder TouristInnen (z.b. Schmuck, Kerzen), teilweise auch für den Export ins Ausland (z.b. Glückwunschkarten, kunsthandwerkliche Produkte) hergestellt werden. Mitunter wirtschaften die Kinder und Jugendlichen auch gemeinsam mit Familienangehörigen oder anderen erwachsenen Personen aus der Nachbarschaft (z.b. Transportservice von Märkten zu Haushalten und Gaststätten) oder betreiben eine Art solidarischen Tourismus, indem sie BesucherInnen verborgene Seiten ihrer Heimatorte sichtbar machen und ihnen ermöglichen, an ihrem Leben teilzuhaben (auch über das Anbieten von alternativen Herbergen, die von den Kindern verwaltet werden). Vereinzelt sind auch Banken und Kleinkreditfonds ins Leben gerufen worden, die teilweise von Kindern und Jugendliche selbst oder mit verwaltet werden. Die meisten Kleinunternehmen dieser Art entstehen im Kontext von Organisationen arbeitender Kinder oder auf Initiative und mit Unterstützung von Kinderrechtsorganisationen (NGOs) oder Nachbarschaftsgruppen. Im Süden leben die Kinder, die in diesen Unternehmen tätig sind, meist in Armut und haben zuvor unter prekären Bedingungen gearbeitet, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder ihre Familien zu unterstützen (notgedrungen arbeiten einige parallel weiter in prekären Jobs). Solidarisches Wirtschaften in eigenen Unternehmen ist für sie ein Mittel, der Ausbeutung zu entgehen und unter Bedingungen zu arbeiten, die sie selbst in der Hand haben und die ihrer persönlichen Entwicklung zugute kommen. Sie gründen diese Unternehmen aber nicht in erster Linie, um etwas zu lernen, sondern um unter besseren Bedingungen den Lebensunterhalt zu sichern. Die Kinder regeln ihre Arbeitsbedingungen und -zeiten durchweg so, dass sie genügend freie Zeit haben, um eine Schule zu besuchen, sich auszuruhen oder in einer Kinderorganisation aktiv zu sein. Einige Unternehmen sind auch gezielt mit Qualifizierungsprogrammen oder mit schulischen Einrichtungen verbunden, in denen Lernen und Arbeiten wechselseitig aufeinander bezogen sind. Kinderkooperative Tarjeta NATs, Peru Träger: MANTHOC Movimiento de Adolescentes y Niños Trabajadores Hijos de Obreros Cristianos Etwa 80 Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren haben sich zusammengetan, um in eigener Regie Erinnerungs- und Glückwunschkarten herzustellen. Die Werkstätten befinden sich an verschiedenen Orten in Peru und koordinieren sich per Internet. Die Karten werden von den Kindern selbst gemalt und gedruckt. Sie teilen sich die Arbeit so ein, dass sie genügend Zeit zum Spielen und für die Schule haben. Der Verkauf erfolgt großenteils auf der Straße, bei Festen in ihrem Viertel und auf anderen Veranstaltungen. Dank internationaler Kontakte wird ein Teil der Karten bis nach Europa exportiert. Mit den Einkünften unterstützen die Kinder ihre Familien, nutzen sie aber auch, um gemeinsame Ausflüge zu organisieren und einen Fonds für Notfälle und besondere Ereignisse zu unterhalten. Ein Teil der Einkünfte wird für Investitionen in Produktion und Vertrieb verwendet. Die Kinder haben sich selbst den Namen Tarjeta NATs zugelegt (arbeitende Kinder = NATs, die Karten = tarjetas herstellen). Die Kinder hatten zuvor auf der Straße und 17

18 ANHANG auf Märkten alles Mögliche verkauft, Müll gesammelt oder anderen Dienste angeboten, oft bis spät in die Nacht hinein. Sie mussten dies tun, weil ihre Familien in großer Armut leben und auf den Verdienst angewiesen sind. Sie waren stolz auf ihren Beitrag, fühlten sich aber auch ausgenutzt. Vor allem waren sie unzufrieden über die langen Arbeitszeiten und die geringschätzige Behandlung durch Arbeitgeber und Passanten. Quelle: Liebel, Manfred (2009): Arbeitende Kinder in der Solidarischen Ökonomie. Online im Internet. 18

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