IT-Beschaffungskonferenz 2015 Beschaffung und Steuerung von komplexen Informatikprojekten

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1 IT-Beschaffungskonferenz 2015 Beschaffung und Steuerung von komplexen Informatikprojekten Dienstag, 18. August 2015 von 9:00 Uhr bis 16:45 Uhr Hauptgebäude Universität Bern, Hochschulstrasse 4, Bern VERANSTALTER: Schweizerische Informatikkonferenz Conférence suisse sur l'informatique Conferenza svizzera sull'informatica Conferenza svizra d'informatica PARTNER: Schweizerischer Verband der Telekommunikation Association Suisse des Télécommunications Swiss Telecommunications Association Fachverband für Einkauf und Supply Management SI schweizer informatik gesellschaft société suisse d informatique società svizzera per l informatica swiss informatics society Weitere Informationen:

2 IT-Beschaffungskonferenz 2015 Beschaffung und Steuerung von komplexen Informatikprojekten Dienstag, 18. August 2015 von 9:00 Uhr bis 16:45 Uhr Hauptgebäude Universität Bern, Hochschulstrasse 4, Bern Am Dienstag, 18. August 2015 findet an der Universität Bern die vierte IT-Beschaffungskonferenz statt. Im Plenum referieren Prof. Dr. Peter Rohner vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen und Dirk Lindemann, CIO der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Nach 8 vertiefenden Fachsessions informieren und diskutieren Vertretende des BBL, der SIK und Beschaffungsexperten die Revision des Beschaffungsgesetzes und dessen Auswirkungen auf IT-Beschaffungen. Informatikbeschaffungen der öffentlichen Hand sind nach wie vor in den Medien und auch intern bei Behörden und Unternehmen ein viel diskutiertes Thema. Im vergangenen Jahr besuchten denn auch über 300 Beschaffende, Berater und Informatikanbieter die dritte IT-Beschaffungskonferenz. Die vierte Ausgabe der IT-Beschaffungskonferenz findet am Dienstag, 18. August 2015 an der Universität Bern statt und steht unter dem Leitthema «Beschaffung und Steuerung von komplexen Informatikprojekten». Die Konferenz wird durch die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern, das Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB, die Schweizerische Informatikkonferenz SIK, den swissict und die Swiss Open Systems User Group /ch/open veranstaltet. Als Eröffnung der IT-Beschaffungskonferenz 2015 wird Prof. Dr. Peter Rohner vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen den Bericht über die IKT-Schlüsselprojekte des Bundes vorstellen und Erkenntnisse zur Steuerung und Führung von grossen Informatikprojekten aufzeigen. Anschliessend zeigt Dirk Lindemann, CIO der Eidgenössischen Steuerverwaltung, den aktuellen Stand des IKT-Schlüsselprojekts FISCAL-IT auf und geht insbesondere auf Scope, Aufwandschätzung, Entwicklungszeit und Kosten von Informatikprojekten ein. Zum Abschluss der Konferenz wird über die laufende Totalrevision des Beschaffungsrechts beim Bund und den Kantonen informiert. Vertretende des BBL und der SIK zeigen die Änderungen und Auswirkungen der neuen Regelungen auf. An der anschliessenden Podiumsdiskussion reflektieren Thomas Fischer (Kanton Bern), Juliette Hotz (Swisscom) und Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb (Walder Wyss) die Aussagen und beantworten Fragen des Publikums. Am Morgen und am Nachmittag werden insgesamt acht Fachsessions angeboten, die eine Vertiefung in das breite Thema der öffentlichen Beschaffung erlauben. Es wird eine Session zur Anbietersicht durchgeführt, eine zu Rahmenverträgen und gemeinsamen Beschaffungen, eine zu öffentlicher Beschaffung und agiler Software- Entwicklung sowie eine Fachsession zu Beschwerden und Gerichtsverfahren. Eine Session ist explizit für französischsprachige Teilnehmende ausgerichtet. Ausserdem können neu die Teilnehmenden vorgängig per an und vor Ort juristische und operative Fragen zum öffentlichen Beschaffungswesen stellen, die von Dozierenden des CAS ICT-Beschaffungen der Universität Bern beantwortet werden. Last but not least gibt es eine Fachsession, in der die zwei verbreiteten Evaluations- Tools EVAL+ und DecisionAdvisor vorgestellt werden. Die Plenumsreferate und die Podiumsdiskussion werden simultan auf Französisch übersetzt. Anmeldung: Link zum Anmeldeformular auf Anmeldeschluss: 18. August 2015 Preise: Teilnehmer aus der öffentlichen Verwaltung: CHF 240 Mitglieder von /ch/open, asut, egov, procure.ch, ICTswitzerland, ISSS, SI, simsa, Swico oder swissict: CHF 240 Teilnehmer normal: CHF 350 2

3 Anfahrt 49 Mittelstrasse 23 Vereinsweg Zähringerstrasse Engenhaldenstrasse Linie 11 Henkerbrünnli Uni Engehalde Linie 12 Mittelstrasse 10 Neubrückstrasse 14 Schützen mattstrasse Bühlplatz Länggassstrasse Erlachstrasse 10 Gesellschaftsstrasse Hallerstrasse 25 Alpeneggstrasse Verwaltung 6 2 Mensa Sidlerstrasse 3 Falkenplatz Donnerbühlweg 9a Linie 12 Universität 6 Hauptgebäude ExWi Bahnhofparking 5 Schanzeneckstrasse UniS 1 4 Hochschulstrasse Grosse Schanze 14 Durchgang Altstadt Schanzenstrasse Lift zum Bahnhof Parkterasse vordere Länggasse Bahnhofparking Die Welle Postautos Bahnhof Hauptgebäude Universität Bern, Hochschulstrasse 4, Bern 3

4 Programm 08:00 Eintreffen der Teilnehmenden, Kaffee und Gipfelis 09:00 Begrüssung und Moderation Dr. Matthias Stürmer, Leiter Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern 09:05 Steuerung und Führung von grossen Informatik-Projekten Prof. Dr. Peter Rohner, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen 09:45 Methodische Begleitung der Beschaffung und Entwicklung von FISCAL-IT Projekten Dirk Lindemann, Vizedirektor und Hauptabteilungsleiter Ressourcen, Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV 10:30 Pause 11:00 Fachsessions, erster Block siehe rechts 12:30 Mittagessen 13:30 Fachsessionen, zweiter Block siehe rechts 15:00 Pause 15:30 Vorstellung der BöB und IVöB Revisionen Caroline de Buman, Geschäftsleiterin Beschaffungskonferenz des Bundes Nathalie Clausen, Juristin Beschaffungskonferenz des Bundes 16:00 Die Auswirkungen des neuen Beschaffungsrechts auf die ICT Thomas Fischer, Leiter kantonale Beschaffungskonferenz beim Kantonalen Amt für Informatik und Organisation, Leiter SIK Arbeitsgruppe ICT-Beschaffungen 16:10 Podiumsgespräch zur Revision des öffentlichen Beschaffungsgesetzes und dessen Auswirkungen auf die ICT Thomas Fischer, Leiter kantonale Beschaffungskonferenz beim Kantonalen Amt für Informatik und Organisation, Leiter SIK Arbeitsgruppe ICT-Beschaffungen Juliette Hotz, Legal Counsel bei Swisscom (Schweiz) AG Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt Walder Wyss AG 16:45 Schlusswort und Apéro 4

5 Fachsessions: Erster Block 1 Die Beschaffung aus Anbietersicht: Was sollten Beschaffungsstellen besser machen um gute Angebote zu erhalten? Wie können KMUs besser berücksichtigt werden? Erich Hofer, BVE des Kantons Bern; Juliette Hotz, Swisscom (Schweiz) AG; Claudio Hintermann, ABACUS Research AG; Christopher S. Kälin, CSK Management 2 Rahmenverträge und gemeinsame Beschaffungen: Beispiele von öffentlichen Stellen, die koordinierte Beschaffungen von IT-Lösungen durchführen Dr. Matthias Günter, /ch/open; Immo Noack, Procurement SWITCH; Daniel Gruber, Bundesamt für Justiz; André Kunz, Puzzle ITC GmbH 3 Ask a Lawyer: Rechtliche Fragen zu IT-Beschaffungen können mit einem Panel von mehreren spezialisierten Juristen diskutiert werden. Die Fragen können zum Voraus anonym eingereicht oder vor Ort gestellt werden. Dr. Wolfgang Straub, Augsburger Deutsch & Partner; Julia Bhend, Probst Partner AG und Dr. Christoph Jäger, Kellerhals Anwälte 4 Marchés publiques TIC: Französischsprachige Fachsession zur öffentlichen Beschaffung von Informatiklösungen Grégoire Hernan, Schweizerische Informatikkonferenz SIK; Jean-Marie Leclerc, SWORD; Daniel Hadrian, Rigert Consulting SA; Jean-Pierre Gilliéron, Services transversaux de l Etat de Genève Fachsessions: Zweiter Block 5 Öffentliche Beschaffung und agile Software-Entwicklung: Austausch über Best Practices bei der Beschaffung von agilen Software-Projekten Reto Maduz, swissict; Stephan Sutter, swissict; Thomas Molitor, crossmind inc.; Dr. Christian Laux, LAUX LAWYERS AG; Artur Tomczak, Experts Inside GmbH 6 Beschwerden und Gerichtsverfahren: Was müssen Beschaffungsstellen beachten um bei öffentlichen Beschaffungen Beschwerden zu vermeiden? Dr. Stefan Scherler, Scherler + Siegenthaler Rechtsanwälte; PD Dr. Martin Beyeler, BAUR HÜRLIMANN AG; Marc Steiner, Schweizerisches Bundesverwaltungsgericht 7 Ask a Consultant: Operative Fragen zum Beschaffungswesen werden vorgängig eingeschickt und von einem Panel von Beschaffungsexperten diskutiert und beantwortet. Es können auch Fragen vor Ort gestellt werden. Marco Fetz, Bundesamt für Bauten und Logistik BBL; Peter Nydegger, Nydegger Consulting; Adrian Hässig, Afondo Consulting; Josef Schreiber, Schreiber IT-Consulting 8 Evaluations-Tools: Kennenlernen von den zwei unterschiedlichen Evaluations- Tools EVAL+ und DecisionAdvisor zur Begleitung und Bewertung von öffentlichen Beschaffungen. Robert Jäk und Dr. Andrea D. Ropelato, Arsis Informatik; Martin Wittenwiller und Bettina Stucki, PBroker AG 5

6 Plenum Referentenportraits ab Seite 16 9:05 Steuerung und Führung von grossen Informatik-Projekten Prof. Dr. Peter Rohner, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen Während dieses Plenums werden folgende Fragen herausgehoben: Was hat die Untersuchung Steuerung und Führung von Grossprojekten des ISB ergeben? Wie identifiziert und selektiert man die richtigen Projekte? - Wie funktioniert ein verlässlicher Machbarkeitsfilter? Wie steuert man die Steuerung? Wie sollten Projekt(e), Finanzierung und Beschaffung abgestimmt sein? Wie kann man die Gesundheit grosser, komplexer Projekte einfach diagnostizieren? Wie und was kann man von den Besten lernen? 9:45 Methodische Begleitung der Beschaffung und Entwicklung von FISCAL-IT Projekten Dirk Lindemann, CIO Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV Dieses Referat soll aufzeigen wie ESTV diese Risiken im Beschaffungsprozess mittels gezielten Einsatzes der QSM-Methodik transparent, kommunizier- und steuerbar macht. Kritische Aspekte wie Qualität und Anforderungen des RFP als Grundlage zur Ausschreibung, Nachvollziehbarkeit der Offerten-Beurteilung, Verifikation der Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit potentieller Lieferanten und eine nachvollziehbare und kommunizierbare Entscheidungsfindung prägen speziell den öffentlichen Beschaffungsprozess von Softwareprojekten. Seit 2013 werden im Programm FISCAL-IT Dienstleistungen zur methodischen Unterstützung bei Projekt-Beschaffungen, dem Schätzen und dem Projekt-Monitoring eingesetzt. Diese sind zentrale Erfolgsfaktoren für die Beauftragung und Überwachung der Lieferanten. Die Putnam-Methodik ermöglicht es dank ihrer Einzigartigkeit und mittels frühzeitigem Sizing des Projektumfanges (Scope, Aufwand, Entwicklungszeit und Kosten) einen ersten nachvollziehbaren Planungsrahmen zu ermitteln. Damit verfügen die Verantwortlichen über eine wertvolle, Fakten basierte Managementunterstützung in der Steuerung des Beschaffungsprozesses. 6

7 15:30 Vorstellung der BöB und IVöB Revisionen Caroline de Buman, Geschäftsleiterin Beschaffungskonferenz des Bundes Nathalie Clausen, Juristin Beschaffungskonferenz des Bundes Das Vernehmlassungsverfahren zu den Revisionsentwürfen des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) und der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) ist abgeschlossen. Welche Änderungen sind im Vergleich zur heutigen Regelung vorgesehen und was soll gleich bleiben? Im Rahmen der Vorstellung der beiden Vorlagen werden die Hintergründe der Revision aufgezeigt und die vorgeschlagenen Regelungen bezüglich Verhandlungsmodalitäten, Dialog, Rahmenverträge, Rechtsschutz, Vorbefassung, Fristen etc. behandelt. Dabei wird erläutert, welche Bereiche sich verändern, gleich bleiben oder unterschiedlich im Beschaffungsrecht des Bundes und der Kantone geregelt werden. 16:00 Die Auswirkungen des neuen Beschaffungsrechts auf die ICT Thomas Fischer, Leiter kantonale Beschaffungskonferenz beim Kantonalen Amt für Informatik und Organisation, Leiter SIK Arbeitsgruppe ICT-Beschaffungen Wie können ICT-Beschaffungen trotz den starren gesetzlichen Vorgaben möglichst optimal durchgeführt werden? Welches sind unter den gegebenen Rahmenbedingungen die Möglickeiten, dass beispielsweise der wettbewerbliche Dialog oder Mini-Tenders bei Rahmenverträgen vereinfacht durchgeführt werden können? Die möglichen Auswirkungen des neuen Beschaffungsrechts auf die ICT-Landschaft werden aus Sicht der öffentlichen Verwaltung dargestellt. Dabei werden unter anderem die Inhalte der Vernehmlassungsantworten von der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK und vom Swico auf die IVöB und BöB Revision vorgestellt. 16:10 Podiumsgespräch zur Revision des öffentlichen Beschaffungsgesetzes und dessen Auswirkungen auf die ICT Die vorgängigen Kurzreferate haben die Änderungen im künftigen Submissionsswesen und dessen Auswirkungen auf ICT-Beschaffungen erläutert. Im abschliessenden Podiumsgespräch werden die Themen mit einem Vertreter der öffentlichen Hand, einer Juristin aus der ICT-Branche sowie einem renommierten Beschaffungsexperten diskutiert und mit dem Publikum reflektiert. Auch brisante Fragen wie beispielsweise Verhandlungen auf Kantonsebene und welche Wichtigkeit diese für die Informatik haben sollen behandelt werden. Podiumsteilnehmende: Thomas Fischer, Leiter kantonale Beschaffungskonferenz Kanton Bern und Leiter SIK Arbeitsgruppe ICT-Beschaffungen Juliette Hotz, Legal Counsel bei Swisscom (Schweiz) AG Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt bei Walder Wyss AG Moderation: Dr. Matthias Stürmer, Leiter Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern 7

8 Fachsessions: Erster Block Fachsession 1 11:00 12:30 Die Beschaffung aus Anbietersicht Bisher wurde in der Beschaffungskonferenz die Sicht der Ausschreibenden aktiv diskutiert. Nun wurde es an der Zeit dass die Anbieter ihre Sichten, Erfahrungen einbringen. Diese Thematik wird in der Konferenz mit drei bekannten Akteuren aus der CH-Informatiklandschaft eröffnet: Der Gründer und CEO von ABACUS Claudio Hintermann über die Problematik bei Ausschreibungen von Städten und Gemeinden. Zehn Tipps für Ausschreibungen, unter dem Motto: Wie die Ausschreibung, so das Angebot - vorgetragen durch den erfahrenen Berater von CSK Management Christopher S. Kälin. In der nachfolgenden Diskussion bietet die Fachsession 1 eine interessante und abwechslungsreiche Sicht mit brisantem Inhalt von den Anbietenden zum Thema ICT Beschaffung. Die wachsenden Regelwerke, welche zu Schutzinstrumenten und zum Hindernis werden, vorgetragen durch die Swisscom Vertreterin Juliette Hotz. Moderation: Erich Hofer, Informatikleiter der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion BVE des Kantons Bern Problematik von Ausschreibungen bei ICT Projekten insbesondere bei Städten und Gemeinden Claudio Hintermann, Gründer und CEO von ABACUS Wieso wollen viele Städte und Gemeinden in der Schweiz nicht ausschreiben? Welche Kriterien sollten bei Ausschreibungen von ICT-Projekten beachtet werden? Sind Einkaufsgenossenschaften eine Alternative für Ausschreibungen? Es werden die Folgen am Beispiel des Kantons St. Gallen aufgezeigt, wenn jahrzehntelang nicht ausgeschrieben wird. Wachsende Regelwerke vom Schutzinstrument zum Hindernis Juliette Hotz, Legal Counsel bei Swisscom (Schweiz) AG Das öffentliche Beschaffungswesen hat, insbesondere im ICT-Bereich, während der letzten Jahre einige Tiefschläge erlebt. Wohl um sich zu schützen, berufen sich ausschreibende Stellen immer strikter auf eigene AGB, Rahmenverträge und andere Vorgaben. Teilweise weichen diese stark von marktüblichen oder technisch praktikablen Rahmenbedingungen ab und werden doch oftmals für zwingend erklärt. Führt dies tatsächlich zu den verlässlichsten Leistungsvereinbarungen? Erörtert werden die Auswirkungen zu starrer Vorgaben sowie die rechtlichen Möglichkeiten, um Vorbehalte oder Vorschläge von Anbieterinnen zu berücksichtigen. 8

9 Wie die Ausschreibung, so das Angebot zehn Tipps für Ausschreibungen aus Sicht der Anbieter Christopher S. Kälin, Managing Partner, CSK Management Je klarer und durchdachter eine Ausschreibung ausfällt, umso leichter ist es für die Anbieter, zielführende Offerten zu erstellen, die auch eine adäquate Beurteilung durch den Einkauf erlauben. Dies gilt vor allem dann, wenn es sich um komplexe ICT-Beschaffungsprojekte handelt. Christopher S. Kälin zeigt in seinem Vortrag, mit welchen Herausforderungen die Anbieter beim Beantworten von Ausschreibungen zu kämpfen haben und wie die Beschaffungsseite mit klaren Ausschreibungen und einfachen Massnahmen einen konstruktiven Beitrag dazu leisten kann, bessere Angebote von den Anbietern zu erhalten. Er greift auf seine Erfahrung als Begleiter von Hunderten von ICT-Angeboten zurück. Auf humorvolle Art präsentiert Christopher S. Kälin die Top Ten der Verbesserungsmassnahmen für Ausschreibungen aus Anbietersicht. Fachsession 2 11:00 12:30 Rahmenverträge und gemeinsame Beschaffungen: Koordinierte Beschaffungen von IT-Lösungen Beschaffungen sind für die öffentliche Verwaltung kein Alleinstellungsmerkmal, sondern etwas, bei dem primär Kosten und Aufwand reduziert werden können. Sie müssen nach verschiedenen Kriterien effizient und effektiv durchgeführt werden. Der Aufwand soll für alle Beteiligten möglichst gering sein (Beschaffungstelle, Anbieter und die Gesamtwirtschaft). Das gilt sowohl für die Ausschreibung, wie auch den Lebenszyklus des Beschaffungsgegenstands. Das Ökosystem soll gedeihen, der Markt spielen. Ausschreibungen, die zur Monokultur in ihrem Bereich führen, sollten vermieden werden, da dies zu verschärftem Vendor-Lock-In führt. Ein anderes Beispiel einer Verarmung sind unrealistisch hohe Anforderungen an die Firmengrösse, die in den letzten Jahren in den Ausschreibungen aufgetaucht sind und keinen Bezug zum beschafften Volumen haben. Rahmenverträge, Kopperation, strategische Partnerschaftensind neue Modelle zur Minimierung des Aufwands für die Verwaltung. In der Fachsession wird diskutiert, wie die Rahmbedingungen für deren Anwendung sein sollten. Moderation: Dr. Matthias Günter, Präsident /ch/open und Inhaber GnostX GmbH Rahmen- und Konditionsverträge Immo Noack, Team Leader bei Procurement SWITCH Rahmen- und Konditionsverträge sind ein beliebtes Konstrukt, um Interessen zu bündeln und Kosteneinsparungen zu erzielen. Damit einher gehen aber auch Fragen wie: Welches sind die Vor- und Nachteile dieser Verträge, sowohl aus Sicht der Lieferanten, Kunden und Vermittler? Wie wird die Basis für solche Konstrukte ermittelt? Welche rechtlichen Punkte gilt es zu beachten, wie werden sämtliche involvierten Parteien informiert? Welche Einsparungen sind möglich? Auf diese und weitere Punkte wird in diesem Vortrag basierend auf den Erfahrungen von SWITCHprocure eingegangen. Vorstellung Konzept eoperations Schweiz Daniel Gruber, Vizedirektor beim Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD Über Kooperationen können die Kosten bei der Entwicklung und dem Betrieb von IT-Lösungen der Verwaltung erheblich gesenkt und die Servicequalität verbessert werden. Das Vorhaben eoperations Schweiz verfolgt das Ziel, die Zusam- 9

10 menarbeit im E-Government zu vereinfachen und damit einhergehende Vorteile konsequenter zu nutzen. Zu diesem Zweck soll eine von Bund und Kantonen getragene Organisation eingesetzt werden, die als Organisationsgefäss und kompetente Dienstleisterin für die Umsetzung von IT-Kooperationen der Verwaltung aller föderalen Ebenen auftritt. Unterstützungsleistungen sind in verschiedenen Bereichen gefragt, z.b. bei der Entwicklung von tragfähigen Kooperationsmodellen, beim Aufbau geeigneter Betriebsstrukturen oder bei der gemeinsamen Durchführung von Beschaffungen. Im Referat wird das Konzept zum Aufbau von eoperations Schweiz vorgestellt und aufgezeigt, wie die Zusammenarbeit mit eoperations Schweiz funktioniert. Open Source Gemeinschaftslösungen: Ein innovativer Ansatz für E-Government-Projekte und deren Finanzierung André Kunz, Chief Communication Officer, Co-Head of Solutions bei Puzzle ITC Eine Analyse der grössten Kostentreiber bei IT-Projekten der Bundesverwaltung zeigt: Ein Problem liegt im starken Föderalismus. Das Zusammenführen von proprietären kantonalen Lösungen auf Bundesebene bedeutet nicht nur hohe Kosten für die Projekte, sondern auch bei der Wartung der verschiedenen Schnittstellen. Gemeinschaftslösungen verfolgen einen anderen Ansatz: Auf der Basis von Open Source Software vereinen sie Organisationen mit gleichen oder ähnlichen Bedürfnissen. Dahinter steht ein professionelles Geschäftsmodell, welches sich an der Idee des Crowdfundings orientiert. Die Kunden bilden eine Community, welche die Lösung finanziert und mit potenziell mehreren Entwicklerfirmen vorantreibt. Die Architektur der Lösung erlaubt es, individuelle Bedürfnisse und Eigenständigkeiten zu bewahren. Dass von diesem Ansatz alle Beteiligten profitieren, zeigt unter anderem ein Projekt der grössten Kinder- und Jugendorganisationen der Schweiz. Fachsession 3 Ask a Lawyer: Rechtliche Fragen zu IT-Beschaffungen einem Panel von drei spezialisierten Anwälten stellen Dr. iur. Wolfgang Straub, Rechtsanwalt LL.M. bei Augsburger Deutsch & Partner; Julia Bhend, Rechtsanwältin bei Probst Partner AG; Dr. Christoph Jäger, Rechtsanwalt bei Kellerhals Anwälte 11:00 12:30 IT-Beschaffungen werfen in der Praxis viele heikle rechtliche Fragen auf. Bei öffentlichen Veranstaltungen gibt es meist zu wenig Raum, um auf konkrete Fragen eingehen zu können. Dieses Panel bietet nun die Gelegenheit, sowohl vergaberechtliche als auch vertragsrechtliche Fragen mit den drei Panelisten zu diskutieren und so gleich mehrere Einschätzungen zu erhalten. Die Fragen können während des Panels spontan gestellt und diskutiert werden. Zur Wahrung der Anonymität können Fragen aber auch bereits zum voraus mit Betreff Ask a Lawyer bei folgender Adresse schriftlich eingereicht werden: Die Namen der Einsender werden vertraulich behandelt. Fachsession 4 11:00 12:30 Marchés publiques TIC : Französischsprachige Fachsession zur öffentlichen Beschaffung von Informatiklösungen Session spécialisée en langue française : 15 ans d achats informatiques groupés en Suisse romande, un moyen fiable pour aboutir à un appel d offres IT sans accroc et le droit des marchés publics suisse a réglé un marché de la concurrence et de transparence. Il faut également constater que la complexité des normes qui le composent a parallèlement favori- 10

11 sé, l émergence de pratiques trop souvent disparates. Conscients de la nécessité de simplifier et surtout d harmoniser ces pratiques, les pouvoirs publics suisses, la Conférence suisse sur l informatique, l université bernoise, la Confédération et d autres organisation aussi importantes unissent leurs forces pour élaborer une plateforme de Know-How, en mettant à jour des bonnes expériences, en démarrant des projets, des études et des formations dans le domaines des acquisitions publiques TIC. La session francophone répond à la nécessité d une harmonisation des solutions et d ouverture à la discussion. Plus précis, les orateurs de cette cession présenteront leurs expériences du côté privé et public, les points forts et les faiblesses du système et un moyen fiable pour la constitution des documents d adjudication. Chaque présentation sera illustrée par des exemples réels d appel d offres. Moderation: Grégoire Hernan, stv. Geschäftsführer Schweizerische Informatikkonferenz SIK Achats et acquisitions sous l angle privé et public Jean-Marie Leclerc, Directeur Secteur Public et Santé chez SWORD Au-delà de la nécessité de disposer de règles précises pour l attribution des marchés dans le domaine de l informatique, il faut porter un regard critique sur : - les résultats obtenus, - Les coûts, - L adéquation entre les lois à appliquer et le domaine de l informatique, - La comparaison trop rapide entre le domaine de la construction et le domaine des systèmes d information, - Quelles sont les pistes d amélioration. Un moyen fiable pour aboutir à un appel d offres sans accroc : les processus métier comme pièce maîtresse d un projet informatique, de l adjudication à l implémentation Danial Hadrian, Consultant BPM et adjoint à la direction chez Rigert Consulting SA Personne n est mieux placé pour exprimer son besoin en matière de solution informatique que l utilisateur final Sauf que celui-ci ne sait souvent pas l exprimer sans ambiguïté ou, il ne l exprime pas intégralement. Durant cette présentation, vous découvrirez un moyen innovant permettant aux utilisateurs métiers d exprimer leur besoin : notre méthodologie place les processus métier au centre d un appel d offre. Les processus métier reflètent le travail quotidien des utilisateurs finaux et permettent d exprimer clairement et intégralement leur besoin. En plus, les processus définissent le périmètre de la solution informatique à implémenter et fournissent, au début du projet déjà, la base de la recette fonctionnelle et des scénarios de tests. Partenariat des achats informatique romands : 15 ans de collaboration fructueuse au bénéfice des administrations romandes. Jean-Pierre Gilliéron, Directeur Département de la sécurité et de l économie Depuis 2000, le partenariat des achats informatique romands (PAIR) lance des appels d offres bisannuels, d une valeur globale de plus de 20 millions, coordonnés entre les entités qui le composent en vue d obtenir les meilleurs prix pour la fourniture de postes de travail, écrans, portables, imprimantes et stations de travail. Ces appels d offres respectent l accord inter cantonal sur les marchés publics et incluent des critères économiques, administratifs, techniques, environnementaux et de responsabilité sociale. Ces critères sont particulièrement importants pour assurer à nos membres que les équipements qu ils acquièrent ont fait l objet de conditions de mise en concurrence équitable et sont respectueux au niveau du développement durable. 11

12 Fachsessions: Zweiter Block Fachsession 5 13:30 15:00 Öffentliche Beschaffung und agile Software-Entwicklung: Austausch über Best Practices bei der Beschaffung von agilen Software-Projekten Beschaffungen von Produkten, Systemen und Services, die agil entwickelt werden stehen vor der Herausforderung, dass die herkömmlichen Vertragsmodelle nicht greifen. Vor allem gehen agile Vorgehensweisen davon aus, dass der Leistungsumfang im Laufe der Projektdauer ändern kann, was Auswirkungen auf den Termin, die Kosten und gegebenenfalls auf die Qualität haben kann. Die neuen agilen Vertragsmodelle müssen dieser Tatsache Rechnung tragen und die Projektrahmenbedingungen (Termin, Kosten, Qualität und Scope) sind entsprechend kooperativ durch den Leistungsempfänger und den Leistungserbringer periodisch neu zu beurteilen. Nachdem in den letzten Jahren an den IT-Beschaffungskonferenzen das Hauptaugenmerk der Beschaffung von agilen Software-Entwicklungen darauf lag, wie die Ausschreibungsunterlagen auszusehen haben, um darauf eine agile Entwicklung aufzusetzen, werden in der diesjährigen Fachsession nun die Aspekte der Zusammenarbeit und der vertraglichen Abwicklung der Projekte an konkreten Bespielen präsentiert und anschliessend diskutiert. Moderation: Reto Maduz, COO und Partner, SwissQ Consulting AG Stephan Sutter, Niederlassungsleiter Bern und Mitglied der Geschäftsleitung bei der ti&m AG Das agile.agreement Agiles Vertragsmodell für agile Projekte Thomas Molitor, Senior Consultant, Partner bei crossmind inc. Dr. Christian Laux, Rechtsanwalt, Gründer von Laux Lawyers Die Durchführung agiler Projekte wird oft als Herausforderung angesehen. Viel mehr noch gilt dies für die Ausschreibung von agil durchzuführenden Projekten. Wenn agile Projekte nicht unter den richtigen Voraussetzungen beschafft werden, können sie in der Umsetzungsphase nicht agil durchgeführt werden. Hier setzt das agile.agreement an. Es versteht sich als ein ganzheitlicher Lösungsvorschlag zur korrekten Beschaffung und Durchführung von agilen Projekten. Das agile.agreement fördert und nutzt die Prinzipien und Vorteile von agilem Vorgehen von Anfang an. Gleichzeitig sieht es einen festen Kostenrahmen und fixe Liefertermine vor und ergänzt sich durch ein Governance- Modell, das erlaubt, den gewählten Rahmen zu steuern und einzuhalten. In diesem Workshop stellen wir die drei Kernelemente des agile.agreements vor (Beschaffungsmodell, Vertragsmodell sowie die vorgesehenen Projektsteuerungsmechanismen). Diskutieren Sie mit uns Problemstellungen aus Ihrer und unserer Praxis sowie mögliche praktische Anwendungen des vorgeschlagenen Modells in Ihrem Umfeld. 12

13 WTO-Ausschreibung für App-Entwicklung, agile Beschaffung, Mini-Tender, agiles Umfeld Artur Tomczak, Partner & Manager bei Experts Inside GmbH Wenn eine App oder Applikation komplett ersetzt oder weiterentwickelt werden soll, ist die Beschaffung im Vergleich zum kompletten Ersatz von vielen Apps oder Applikationen oder eines gesamten Systems einer Organisation. Am Beispiel des Projektes NEMO bei der Post CH AG zeigt Artur Tomczak auf, wie die Beschaffung organisiert werden kann. Themen: Die Suche nach geeigneten Partnern und die Vergabe der einzelnen Apps (Teile des Systems); Partner-Management während des Projektes; Budgetierung grosser agiler Projekte; Steuerung der Ergebnisse, Termine und Finanzen. Im Projekt NEMO wurde die existierende Scanner-Hard- und Software innovativ auf modernster Technologie neu implementiert und zwar für Geräte, die täglich im Einsatz sind und für Millionen von Paketen und Briefen verwendet werden. Eckdaten: 22 Apps, 7 Teams, 12 Monate Zeit. Fachsession 6 13:30 15:00 Vergabeverfahren vor Gericht Der Besuch dieser Fachsession garantiert den Erfolg im nächsten Beschwerdeverfahren nicht. Aber: Die Referenten zeigen die wichtigsten Grundlagen auf, welche in der Praxis von den Vergabestellen und von den Klagenden bei Beschwerdeverfahren zu beachten sind und liefern anhand von Beispielen Hinweise, wie Gerichte in Rechtsmittelverfahren funktionieren und wie sie unterschiedliche, kontrovers diskutierte Sachverhalte beurteilen bzw. beurteilt haben. Moderation: Dr. Stefan Scherler, Rechtsanwalt bei Scherler + Siegenthaler Rechtsanwälte Das Submissions-Beschwerdeverfahren PD Dr. Martin Beyeler, Rechtsanwalt bei BAUR UND HÜRLIMANN AG Wie läuft das Beschwerdeverfahren ab, was kann damit erreicht werden, und was kostet es? Wer kann sich wogegen wehren, und wann darf der Vertrag geschlossen werden? Das Referat präsentiert eine Übersicht der wichtigsten Eck- und Merkpunkte des Beschwerdeverfahrens, insbesondere betreffend Formen, Fristen, aufschiebende Wirkung, Akteneinsicht, Kosten, Entscheide und Weiterzug. Darüber hinaus geht der Referent auch auf den Widerruf des Zuschlags und den Abschluss des Beschaffungsvertrags ein. 13

14 Der Rechtsschutz in Vergabesachen unter besonderer Berücksichtigung von IT-Beschaffungen Marc Steiner, Richter am Schweizerischen Bundesverwaltungsgericht Aufbauend auf den Ausführungen von Martin Beyeler werden einige neuere Urteile des Bundesverwaltungsgerichts zu IT-Beschaffungen kurz dargestellt (HP-Monitore / Urteil B-3526/2013 vom 20. März 2014, Finanzcontrollingtool Alptransit / Urteil B-4958/2013 vom 30. April 2014, Suchsystem Bund / Urteil B-364/2014 vom 16. Januar 2015, no spy-swissness-vorgabe / Fälle B-998/2014 und B-6646/2014, fedpol-software ORMA / freihändige Vergabe / Fall B-562/2015). Dabei wird neben materiellen Themen (technische Spezifikationen, Beschränkung auf Microsoft- Produkte bzw. das von der Vergabestelle im Fall B-364/2014 verfolgte Ziel der Nichtbevorzugung von Microsoftprodukten) vor allem auch der Verfahrensablauf (Akteneinsicht / aufschiebende Wirkung) vertiefend dargestellt. Fachsession 7 13:30 15:00 Ask a Consultant: Operative Fragen zu IT-Beschaffungen einem Panel von drei Beratern stellen Die Fachsession moderiert von Marco Fetz, wird mit folgenden Hauptfragen eingeleitet: Was sind die drei grössten Erfolgsfaktoren in der Abwicklung einer ICT-Beschaffung Woran scheitern ICT-Beschaffungensprojekte? Was ist Ihr Leitsatz, wenn Sie Ihre Kunden beraten? Die drei Referenten (Consultants) werden ihre Ansichten diskutieren. Der Austausch zu praxisbezogenen Themen eines Beschaffungsprozesses, wie zum Beispiel die Voranalyse, Vorbereitung, Werkzeuge, Methoden und Verhandlungstechniken wird immer wichtiger und deshalb bietet diese Panel auch Raum für Fragen aus dem Publikum. Die Fragen können während des Panels spontan gestellt werden. Zur Wahrung der Anonymität können Fragen aber auch bereits zum voraus mit Betreff Ask a Consultant bei folgender Adresse schriftlich eingereicht werden: Die Namen der Einsendenden werden vertraulich behandelt. Moderation: Marco Fetz, Abteilungsleiter Vertrieb des Bundesamtes für Bauten und Logistik Peter Nydegger, Nydegger Consulting (Selbständig) Adrian Hässig, Afondo Consulting (Selbständig) Josef Schreiber, Schreiber IT-Consulting (Selbständig) 14

15 Fachsession 8 13:30 15:00 Evaluations-Tools In dieser Fachsession werden zwei verschiedene Evaluations- Tools vorgestellt. Sowohl EVAL+ als auch DecisionAdvisor sind bewährte Ausschreibungslösungen und werden erfolgreich bei grösseren und kleineren Beschaffungsprojekten eingesetzt. EVAL+ Einfach für Entscheider Robert Jäk, Partner bei Arsis Informatik, Bern Dr. Andrea D. Ropelato, Partner bei Arsis Informatik, Bern EVAL+ unterstützt den Evaluationsprozess durchgängig, von der Erstellung des Bewertungssystems bis zum Debriefing. Das Tool stellt die Qualität der Bewertungsergebnisse sicher (richtig, konsistent, verfahrenskonform) und gewährleistet die einheitliche und korrekte Bewertung aller Anträge / Angebote. Somit wird die Rechtssicherheit bei der Beschaffung erhöht und die Gefahr von Beschwerden minimiert. EVAL+ schafft Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Bewertungsprozesses. Die administrative Steuerung bei einer Beschaffung ist jedoch nicht Bestandteil von EVAL+. Die Zielgruppe von EVAL+ sind öffentliche Verwaltungen, Regiebetriebe und auch private Unternehmungen. Alle haben gemeinsam, dass Sie den Entscheidungsprozess professionalisiert haben und EVAL+ für öffentlich-rechtliche als auch privatrechtliche Beschaffungen einsetzen. EVAL+ ist seit mehr als 12 Jahren auf dem Markt. Erfolgreich und rechtssicher mit DecisionAdvisor beschaffen Martin Wittenwiller, Gründer von der PBroker AG und CEO der Wittenwiller AG Bettina Stucki, Senior Beraterin bei der PBroker AG Die in der Praxis bewährte Ausschreibungslösung DecisionAdvisor wird Ihnen anhand von Praxisbeispielen näher gebracht. Mit dem Tool ist eine effiziente und rechtssichere Abwicklung von Ausschreibungen sichergestellt. Erfahren Sie, wie die WTO Grundsätze Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Gleichbehandlung für einen fairen Wettbewerb umgesetzt werden können. Das DecisionAdvisor Tool unterstützt Sie sowohl bei einfachen wie auch bei anspruchsvollen Beschaffungsvorhaben und kann im privaten (RFI, RFQ) sowie im öffentlichen Bereich eingesetzt werden. Die DecisionAdvisor-Methodik unterstützt den gesamten Ausschreibungsprozess und wurde als schweizerische E- Government-Lösung bereits bei über Ausschreibungen erfolgreich eingesetzt. Somit stellt die PBroker AG neben qualifizierter Beratung ein bedeutendes Hilfsmittel für den Einkauf, den Fachbereich und das Management zur Verfügung. 15

16 Referentenportraits PD Dr. Martin Beyeler Martin Beyeler, PD Dr. iur., ist Rechtsanwalt bei Baur Hürlimann AG in Zürich mit Schwerpunkten im Vergabe- und im Bauvertragsrecht. Seit rund fünfzehn Jahren beschäftigt er sich wissenschaftlich mit dem öffentlichen Vergaberecht und hat dazu zahlreiche Publikationen veröffentlicht. Er ist Präsident der Schweizerischen Vereinigung für öffentliches Beschaffungswesen (SVöB) und ständiger Referent in der Aus- und Weiterbildung des Kompetenzzentrums Beschaffungswesen Bund (KBB). Julia Bhend Julia Bhend ist Rechtsanwältin bei Probst Partner AG in Winterthur und Zürich. Sie berät als ICT- und Vergaberechtsspezialistin Unternehmen und öffentliche Auftraggeber in Fragen des Technologie-, Datenschutz- und Beschaffungsrechts, u.a. bei der Beschaffung von ICT-Dienstleistungen sowie bei Projekten zur Entwicklung und Implementierung von Software. Sie vertritt regelmässig Anbieter und die öffentliche Hand in Submissionsbeschwerdeverfahren. Julia Bhend hat an den Universitäten Bern und Paris studiert. Sie doziert im Rahmen des CAS ICT-Beschaffungen an der Universität Bern. Nathalie Clausen Nathalie Clausen ist seit 2013 als Juristin bei der Beschaffungskonferenz des Bundes (BKB) tätig, hauptsächlich im Rahmen der Revision des Beschaffungsrechts. Davor arbeitete sie unter anderem im Rechtsdienst der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Sie hat an der Universität Bern studiert (lic. iur.). Caroline de Bumann Caroline de Buman ist Geschäftsleiterin der Beschaffungskonferenz des Bundes (BKB), welches als Strategieorgan der Bundesverwaltung zu beschaffungspolitischen und strategischen Grundsatzfragen Stellung nimmt. Daneben leitet sie die Delegation des Bundes für die Revision des Beschaffungsrechts. Zuvor war sie unter anderem in einem grösseren Wirtschaftsdachverband tätig. Sie hat an der Universität Freiburg studiert und ihre Ausbildung durch ein Master in den USA ergänzt. Nebenamtlich ist sie im Kanton Freiburg als beisitzende Richterin tätig. Marco Fetz Marco Fetz war in den letzten zehn Jahren sowohl strategischen als auch operativen Funktionen bei öffentlichen Beschaffungen tätig. Er war verantwortlich für die Revision der Bundesverordnung über das öffentliche Beschaffungswesen, in der unter anderem erstmals Normen zum so genannten Dialog eingeführt wurden. Er ist Rechtsanwalt und hat eine wirtschaftliche Zusatzausbildung (MBA HSG). Seit 2013 ist er der Abteilungsleiter für den Vertrieb und der stellvertretende Bereichsleiter der Logistik des Bundesamtes für Bauten und Logistik. 16

17 Thomas Fischer Thomas M. Fischer ist Rechtsanwalt und Leiter der Abteilung für Sicherheit und Organisation des Amtes für Informatik und Organisation des Kantons Bern (KAIO). Er ist als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortlich für die Bereiche Recht, Sicherheit, Beschaffungen, Projekte und Ausbildung. Er leitet das Projekt zur Optimierung der Beschaffungen der Kantonsverwaltung und unterrichtet Beschaffungsrecht und -methodik an der Berner Fachhochschule (BFH). Jean Pierre Gilliéron Jean-Pierre Gilliéron, né en 1958 à Genève et y résidant, a suivi un cursus technique dans le domaine de l électricité, puis s est tourné vers l informatique. Dernièrement, il a réussi un certificate of advanced studies (CAS) en développement durable au sein de l université de de Genève. Après avoir occupé divers postes de direction à la direction générale des systèmes d information de l Etat de Genève, il est actuellement directeur des services transversaux (services financiers, ressources humaines, juridique et sécurité de l information). Il a souvent participé à des projets ou initiatives inter cantonales comme le projet de fibre optique lacustre dans le Léman et il a présidé le consortium VD-GE en matière de télécoms. Il est président du PAIR depuis 4 ans. Daniel Gruber Daniel Gruber ist Jurist und seit 2003 Mitglied der Geschäftsleitung und Chef der Zentralen Dienste des Bundesamtes für Justiz. In seinen Verantwortungsbereich fällt die Informatisierung und Vernetzung der Register der Justiz in den Bereichen Handelsregister, Zivilstand, Betreibungsund Konkurswesen, Strafregister und Grundbuch. Daneben kümmert sich sein Direktionsbereich auch um die Gesetzgebung zu Fragen wie elektronische Unterschrift und elektronische öffentliche Beurkundung, die eid und die Vernetzung zwischen Gerichten sowie Anwälten und Notaren. Dr. Matthias Günter Matthias Günter hat seinen Doktortitel in Informatik an der Universität Bern erworben. Er ist der Präsident von /ch/open und interessiert sich schon seit mehr als fünfzehn Jahren für Open Source und gemeinsame Entwicklung von Projekten. Bei /ch/open hat er auch den Vorläufer der Beschaffungskonferenz organisiert. Bis Ende 2012 war er CIO des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum und kennt daher Beschaffungen von beiden Seiten. Ihn interessiert dabei primär, wie effektiv und effizient Beschaffungen durchgeführt werden können und wie sie sich auf den Informatikmarkt Schweiz auswirken. Er hat an mehreren Leitfäden und an der Überarbeitung von AGB mitgewirkt. Seit 2013 ist er mit GnostX GmbH im Bereich strategische IT-Beratung, Organisationsentwicklung, Turnaround-Management, Projektleitung und Methodenentwicklung aktiv. Er ist der Autor des Buches Die Kundenrolle in IT-Projekten. Mit seiner Firma entwickelt er neue Möglichkeiten, IT-Projekte und -Beschaffungen optimierter durchzuführen. 17

18 Daniel Hadrian Daniel Hadrian, 1984, né à Monthey et habitant à Sierre dans le canton du Valais, est un économiste d entreprise HES diplômé. Il est également au bénéfice d un Master en Management des Systèmes d Informations. Il travaille depuis 2008 en tant que consultant BPM chez Rigert Consulting SA. Jusqu en 2013, il a également été actif dans la recherche appliquée en informatique de gestion à l institut d informatique de la HES-SO Valais à Sierre. Sa présentation à la conférence montrera le fruit de ce double emploi, de sa thèse de master et de l expérience acquise au cours de ses années de consulting. Adrian Hässig Adrian Hässig hat bereits Mitte der 1980er Jahre eine fundierte Ausbildung als Programmierer und Analytiker in der Informatik absolviert. Er war für Behörden und Firmen wie die Stadt Biel, Microsoft, PostAuto (Schweiz) AG und SBB AG tätig und ist heute als selbständiger Berater Sparringpartner für Führungskräfte und Projektleitende unterwegs. Adrian Hässig doziert Gesprächs und Verhandlungstechniken an der Universität Bern im CAS Studiengang ICT-Beschaffungen. Grégoire Hernan Grégoire Hernan ist seit 2003 als ICT-Koordinator bei der Schweizerischen Informatikkonferenz (SIK) angestellt. Als Wirtschaftsinformatiker und Stellvertreter der Geschäftsleitung ist er Ansprech- und Koordinationspartner für Bund, Kantone, Städte, Gemeinden und das Fürstentum Liechtenstein im ICT-Bereich. Zu seinen Tätigkeiten gehören die Begleitung von SIK-Arbeitsgruppen (Büroautomation, Controlling, Open Source und weitere Konferenzen) sowie Verhandlungsführung und Abschlüsse von Rahmenverträgen mit grossen Hardware-, Software- und Dienstleistungslieferanten der Informatikwelt. Zudem leitet er Projekte im Intra- und Internet Bereich. Claudio Hintermann Claudio Hintermann, Jahrgang 1958, hat 1985 gemeinsam mit Studienkollegen das Softwareunternehmen ABACUS Research gegründet, dessen CEO und Chefstratege er bis heute ist. Hintermann wurde in einer Auslandschweizer-Familie geboren und verbrachte die ersten elf Jahre in Italien. Nach dem Gymnasium in der Innerschweiz studierte er an der Universität St. Gallen Betriebswirtschaft. Bereits als Student war er berufsbegleitend als Informatiker tätig und machte sich mit seinem Studienkollege Eliano Ramelli daran, die erste Finanzbuchhaltungssoftware zu programmieren. Hintermann ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Ihn interessieren neben seiner Familie und seinen Mitarbeitenden die Architektur, die Software-Entwicklung, Literatur (Lieblingsschriftsteller Mark Twain), das Reisen und kulinarische Entdeckungen. 18

19 Erich Hofer Erich Hofer ist seit 2008 Leiter ICT der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern. Zuvor leitete er während 8 Jahren den Bereich Solutions im Service Center Information Technology bei der SRG SSR idée suisse. Erich Hofer hat am Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie die Ausbildung zum Dipl. Kader- Wirtschaftsinformatiker SIB abgeschlossen und danach an der International Business School ZfU in Thalwil den Master of IT Management erworben. Heute ist er ausserdem Vorsitzender der Arbeitsgruppe Open Source Software OSS der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK. Juliette Hotz Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern hat Juliette Hotz in Kanzleien in Genf, Bern und Zürich Aufgaben im Bereich des internationalen Handelsrechts, dem Immaterialgüterrecht und dem Wirtschaftsrecht übernommen. Seit 2011 ist sie als Legal Counsel für den Konzernrechtsdienst der Swisscom (Schweiz) AG tätig. Im Team Enterprise Customers begleitet sie Angebotsrunden und Vertragsverhandlungen im Rahmen von Outsourcing Lösungen für Grosskunden. Zudem berät sie die internen Businessvertreter zu rechtlichen Fragen bei der Produkteentwicklung sowie in strategischen Projekten. Zwei ihrer Schwerpunkte sind das öffentliche Beschaffungswesen und Governance- und Compliancefragen bei der Verwendung von Open Source Software in Unternehmen. Dr. Christoph Jäger Dr. Christoph Jäger ist Partner der Anwaltskanzlei Kellerhals Anwälte und Experte im Staats- und Verwaltungsrecht. Er hat an der Universität Bern studiert und mit seiner Dissertation «Die Vorbefassung des Anbieters im öffentlichen Beschaffungsrecht» promoviert (Dr. iur., 2008; Prof. Walther Hug-Preis 2010). Zu seinen Schwerpunkten gehören die Beratung, Gutachtertätigkeit und Prozessführung im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens. Er berät und begleitet Anbieter oder öffentliche und private Auftraggeber bei ihren Beschaffungen und in Beschwerdeverfahren und erstellt und verhandelt Verträge. Christoph Jäger ist ausserdem Dozent im CAS ICT-Beschaffungen der Universität Bern und hält die Vorlesung zum öffentlichen Beschaffungsrecht für angehende Rechtsanwälte im Kanton Bern. Ausserdem publiziert er regelmässig zu diesem Thema und wirkt als Referent an Tagungen mit. Robert Jäk Robert Jäk ist seit 2010 Partner bei Arsis Informatik Bern (www.arsis-bern.ch), welche das Evaluationstool EVAL+ vertreibt und weiterentwickelt. Zudem ist die Firma unter anderem bei Beschaffungsberatungen (v.a. Reviews) tätig. Er hat an der Universität Bern Betriebs- und Volkswirtschaft studiert und mit einer prämierten Arbeit in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Nach verschiedenen Fach- und Führungstätigkeiten bei Banken und Industrie hat er sich im 2001 beruflich selbständig gemacht. Seit jeher hat er ein grosses Interesse an der Strukturierung von komplexen Problemen, zu denen mitunter auch Beschaffungen zählen können. 19

20 Christopher S. Kälin Christopher S. Kälin repräsentiert die Anbieterseite als Spezialist zum Thema Angebotsmanagement. Er kennt als Bid Manager die Anbieterseite in der ganzen Breite und Tiefe. Als Gründungsmitglied war er Vorsitzender von APMP DACH (Association of Proposal Management Professionals) sowie Regional Director Europa/Afrika. Er erhielt den prestigeträchtigen Fellow Award von APMP und ist der erste Schweizer mit einer APMP-Zertifizierung auf Professional-Stufe (CPP APMP). Seine Firma, CSK Management, unterstützt Firmen mit Live Deal Support, Proposal Management- Training und Prozessberatung rund um das Thema Offertmanagement und Ausschreibungsbeantwortung. Im Sommer 2015 veröffentlicht er sein Buch Das grosse Bid-Management-Kompendium. Seine Karriere führte ihn über mehrere Stationen bei Sony, Arthur D. Little Management Consulting und IBM. Dabei sammelte er umfangreiche Erfahrung in Projekten in Europa, Asien und Südamerika. Er verfügt über einen Hochschulabschluss in Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Zürich und ist Gastdozent der School of Management der ZHAW in Winterthur. André Kunz André Kunz ist seit vier Jahren bei Puzzle ITC. Als Chief Communications Officer ist es sein Ziel, die Vorteile von offenen Technologien und -Lösungen in die Welt zu tragen. Dabei setzt er sich auch für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen zur Förderung der digitalen Nachhaltigkeit in Verwaltung, Bildung und Wirtschaft ein. Als Head of Open Source Solutions beschäftigt sich Kunz zudem mit dem Aufbau von Lösungen und Communities rund um freie und Open Source Software. Mit hitobito hat Puzzle eine Gemeinschaftslösung aufgebaut, welche die grössten Kinder- und Jugendorganisationen vereint. Dr. Christian Laux Dr. Christian Laux, LL.M., ist als Rechtsanwalt auf Fragen zum IT- und Informationsrecht spezialisiert. Er berät Klienten zu allen informationstechnisch geprägten Rechtsfragen, sowohl bei der Vertragsgestaltung und im Projektmanagement als auch in gerichtlichen Verfahren (Projekte in Schieflage, u.a. im Bereich agile, Urheberrechtsverletzungen). Zusammen mit Thomas Molitor hat er einen beschaffungsrechtskonformen Rahmen für das agile.agreement konzipiert. Dr. Laux hat vor seiner jetzigen Tätigkeit (LAUX LAWYERS AG) in Grosskanzleien in Zürich sowie in Mountain View/San Francisco (CA) sowie als Inhouse Counsel bei einem US-basierten Data Solutions Provider gearbeitet. Seine rechtswissenschaftlichen Studien hat Dr. Laux in Zürich, Paris und an der Stanford University (Palo Alto, CA) absolviert und zu den Grundlagen der Auslegung von Verträgen über urheberrechtlich geschützte Inhalte promoviert. Dr. Laux publiziert und hält regelmässig Vorträge zu aktuellen Themen seiner Tätigkeitsschwerpunkte. Jean-Marie Leclerc JM Leclerc est depuis le Directeur Secteur Public et Santé chez SWORD, responsable de la définition et de l accompagnement stratégique dans les domaines santé et gouvernement. De 2001 à 2011, il était Directeur général du Centre des Technologies de l Information de la République et du Canton de Genève avec la responsabilité, parmi d autres tâches, de développer un portefeuille de projets important comprenant de nombreux domaines différents (Finances, Police, Justice.). Auparavant il a exercé d autres fonctions informatiques comme responsable du CEG (centre électronique de gestion) à Neuchâtel et chef de projet dans le privé. JM Leclerc est diplômé de l UTC de compiegne Paris. 20

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