Ministerium des Innern und für Sport. Rechtsextremistische. Skinheads

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1 Ministerium des Innern und für Sport Rechtsextremistische Skinheads

2 Rheinland-Pfalz Ministerium des Innern und für Sport Mainz, Schillerplatz Mainz, Postfach 3260 Tel./Fax: 06131/ / Internet: Rechtsextremistische Skinheads Stand: Dezember 2006

3 Vorwort Zu den auffälligsten und lautesten Erscheinungsformen im rechtsextremistischen Spektrum zählt zweifelsohne der rechtsextremistisch geprägte Teil der Skinheadbewegung. Auf viele Betrachterinnen und Betrachter wirkt dieser Personenkreis ebenso abstoßend wie bedrohlich. Ein zumeist martialisches Äußeres, Hass erfüllte Parolen und Liedtexte rechtsextremistischer Skinheadbands sowie der immer wieder beschriebene exzessive Alkoholkonsum und eine ganze Reihe von mitunter schwersten Gewalttaten prägen das oberflächliche Erscheinungsbild dieser Szene in der Öffentlichkeit. Dieser plakative Eindruck entspricht zwar im wesentlichen den Tatsachen. Es ist aber gleichwohl nur ein verkürzter, bruchstückhafter Ausschnitt aus einem komplexen Bereich des aktuellen Rechtsextremismus. Umso mehr ein Grund, sich mit diesem Personenkreis näher zu befassen. Wichtig ist dabei vor allem die differenzierte Auseinandersetzung mit dem gesellschaftspolitischen Problem rechtsextremistische Skinheads. Grundsätzlich gilt nach wie vor: Es gibt keine generelle politisch-extremistische Ausrichtung der gesamten Skinheadszene. Nicht jeder, der sich selbst als Skinhead versteht oder dem Anschein nach als solcher zu erkennen ist, kann daher automatisch als Rechtsextremist bezeichnet werden. Auch ist nicht jeder Skinhead per se ein Gewalttäter. Ebenso gibt es keinen zwingenden Automatismus, der den Einstieg gerade junger Menschen in die Szene bedingt. Besorgnis erregend ist gleichwohl, dass die rechtsextremistische Skinheadbewegung nunmehr über eine Reihe von Jahren hinweg eine ungebrochene Anziehungskraft vor allem auf junge Menschen ausübt. Offensichtlich gibt es Anreize und Verlockungen, die den Einstieg in diese Szene für manche Jugendliche attraktiv machen. Von einer Form der Jugendsubkultur zu sprechen, ist nicht abwegig. Der bundesweite Zulauf hat jedenfalls dafür gesorgt, dass sich neben den herkömmlichen rechtsextremistischen Organisationen und Gruppierungen eine charakteristische, eigenständige Variante des Rechtsextremismus etablieren konnte.

4 Diese Broschüre des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes soll ihre Leserinnen und Leser über einige Facetten und Hintergründe der rechtsextremistischen Skinheadszene informieren. Ihr liegt die Absicht zugrunde, unter dem Motto Prävention durch Information einen Teil zur Bekämpfung rechtsextremistischer Umtriebe in unserer Gesellschaft beizutragen. Ich würde mich freuen, wenn sie Ihr aufmerksames Interesse findet. Karl Peter Bruch Minister des Innern und für Sport

5 Anmerkung für die Leserinnen und Leser: 1. Bei den in dieser Broschüre genannten Mitgliederzahlen muss berücksichtigt werden, dass diese auf den sorgfältigen Beobachtungen der Verfassungsschutzbehörden in Deutschland beruhen, aber letztlich keinen Anspruch auf absolute Genauigkeit haben können. Aufgrund verschiedener Umstände wie beispielsweise der signifikant hohen Fluktuation innerhalb der Skinheadszene muss stets von einer gewissen Grauzone ausgegangen werden. Diese dürfte allerdings nach bisherigen Einschätzungen keine beachtliche, Lage beeinflussende Größe ausmachen. Insgesamt kann der Verfassungsschutz somit ein relativ exaktes Lagebild einschließlich der jeweiligen tendenziellen Veränderungen skizzieren. Ebenso muss darauf hingewiesen werden, dass nur die Personen zahlenmäßig erfasst werden, deren Verhalten Anhaltspunkte für den Verdacht extremistischer Bestrebungen 1 im Sinne der Verfassungsschutzgesetze begründet. 2. Hinsichtlich der exemplarisch dargestellten Liedtexte ist anzumerken, dass deren Veröffentlichung im Rahmen einer möglichst umfassenden Berichterstattung trotz der oftmals abscheulichen Deutlichkeit angemessen erscheint. Durch eine maßvolle Darstellung auch der drastischsten Ausprägungen des Rechtsextremismus kann sich den Leserinnen und Lesern die Kausalität zwischen einem vorurteilsgeladenen, rassistisch geprägten Menschenbild und den sich ggf. daraus ergebenden Folgewirkungen erschließen. Einige der abgedruckten Liedtexte sind jugendgefährdend bzw. wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Sie dürfen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren daher nicht isoliert von dieser Broschüre zugänglich gemacht werden. 3. Das Kapitel 5. dieser Publikation widmet sich der Soziologie der Skinheadbewegung. Da der Verfassungsschutz aufgrund seiner gesetzlichen Voraussetzungen keine Erforschung bzw. Analyse dieses Themenkomplexes betreibt, fließen in diesem Abschnitt Erkenntnisse aus der Wissenschaft sowie aus Themen bezogenen Veröffentlichungen ein. 1 Politisch bestimmte, ziel- und zweckgerichtete Verhaltensweisen in einem oder für einen Personenzusammenschluss. Diese Verhaltensweisen zielen darauf ab, die freiheitliche demokratische Grundordnung des Grundgesetzes teilweise oder in Gänze zu beeinträchtigen oder abzuschaffen. Bloße Meinungsäußerungen stellen regelmäßig nicht eine Verhaltensweise im beschriebenen Sinne dar und sind somit auch nicht Gegenstand der Beobachtungstätigkeit des Verfassungsschutzes. 5

6 Inhaltsverzeichnis Seite 1. Skinheads in den Schlagzeilen 8 2. Wurzeln der Skinhead-Bewegung 9 3. Entwicklung der Skinhead-Bewegung in Großbritannien 9 4. Entwicklung der Skinhead-Bewegung in Deutschland Soziologie der Skinhead-Bewegung Allgemeine Forschungsergebnisse zur Skinhead-Szene Forschungsergebnisse zur rechtsextremistischen Skinhead-Szene Forschungsergebnisse zum Thema rechtsextremistische Gewalt Strömungen der Skinhead-Bewegung Rechtsextremistische Skinheads kurze Haare, radikal, sozialistisch, national Bezeichnungen Strukturen Ideologie Symbolik Kleidungsstil Entwicklung der rechtsextremistischen Skinhead-Szene in Deutschland Rechtsextremistische Skinheads in Rheinland-Pfalz Rechtsextremistische Skinheadmusik Entwicklung rechtsextremistischer Skinheadmusik Musikstil und Musikinhalte Konzerte Vertrieb von Skinheadmusik und Szeneartikeln Szenekommunikation - vom Fanzine zum Internet 41 Anhang 44 A. Begriffserläuterungen 44 B. Liedtexte 51 6

7 Quellen: Verfassungsschutz Neben eigenen Erkenntnissen bilden Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz sowie der Landesbehörden für Verfassungsschutz Bayern, Baden Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen die informative Grundlage dieser Broschüre. Literatur Die Skins Mythos und Realität, Klaus Farin (Hg.), erschienen im Ch. Links Verlag, Berlin, 1997, ISBN: Ich will halt anders sein wie die anderen Abgrenzung, Gewalt und Kreativität bei Gruppen Jugendlicher, Roland Eckert, Christa Reis, Thomas A. Wetzstein, erschienen im Verlag Leske+Budrich, Opladen 2000, ISDN: Reaktionäre Rebellen - Rechtsextreme Musik in Deutschland, Archiv der Jugendkulturen (Hg.), Berlin, 2001, ISBN: Rechte Cliquen Alltag einer neuen Jugendkultur, Benno Hafeneger, Mechthild Jansen, erschienen im Juventa Verlag, Weinheim u. München, 2001, ISBN: Skinheads: Portrait einer Subkultur, Christian Menhorn, erschienen in Nomos-Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2001, ISBN: Nicht wegschauen eingreifen!, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, Mainz, August 2000 Skinheads und Rechtsextremismus, Innenministerium des Landes Nordrhein- Westfalen, Haroldstraße 5, Düsseldorf, 4. Auflage, April 2001 Texte zur Inneren Sicherheit. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus drei Studien zu Tatverdächtigen und Tätern, Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 101 D, Berlin, Dezember 2001 Beiträge zur Inneren Sicherheit, Unsere Texte sind deutsch Skinheadbands in der Bundesrepublik Deutschland, Christoph Mengert, Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Köln,1994, ISBN:

8 1. Skinheads in den Schlagzeilen Steckbrief so sind die neuen Nazis Prozess gegen Magdeburger Skins eröffnet Sieg heil im Paradies ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz wurde zum Wallfahrtsort für Skinheads und Neonazis Skinheads: Haftstrafen Blut und Ehre, Mord und Totschlag die Skinheads und die rechte Militanz Diese Aneinanderreihung von einschlägigen Schlagzeilen ließe sich problemlos fortsetzen. Ungeachtet aller anderen aktuellen Schwerpunkte im Bereich der extremistischen Bestrebungen hat sich nichts daran geändert, dass die rechtsextremistische Skinheadszene bereits über einen längeren Zeitraum ein Faktor von Belang ist. Skinheads sorgten in der Bundesrepublik Deutschland insbesondere durch gewalttätigen Aktionismus in den vergangenen Jahren für stete Aufmerksamkeit und rücken somit bis heute immer wieder in das Rampenlicht des öffentlichen Interesses. Zweifellos gibt es innerhalb dieser subkulturellen Jugendbewegung ein großes Aggressionspotenzial; für nicht wenige Skinheads gehört Gewaltbereitschaft oder gar Gewalttätigkeit zum unverzichtbaren Szenefeeling. An dieser Stelle muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass weder alle Skinheads diese Gewaltbereitschaft auch im Alltag ausleben, noch dass sie per se dem rechtsextremistischen Spektrum zugeordnet werden können. Es gilt, sorgfältig zu differenzieren. Die Bandbreite der Szene erstreckt sich vom unpolitischen Typ über den linksextremistisch geprägten Skinhead bis hin zum nationalistisch ausgerichteten, dessen sich ideologisch verdichtendes Weltbild in den Rechtsextremismus führen kann. Allerdings können nach wie vor beträchtliche Teile der bundesweiten Skinhead- Bewegung der rechtsextremistischen Szene zugerechnet werden und sind somit bereits seit geraumer Zeit ein Beobachtungsschwerpunkt der Verfassungsschutzbehörden in der Bundesrepublik Deutschland. Die folgenden Ausführungen sollen den Leserinnen und Lesern einen Überblick und Einblicke in die rechtsextremistische Skinheadszene aus verschiedenen Blickwinkeln vermitteln. 8

9 2. Wurzeln der Skinhead-Bewegung Die Wurzeln der Skinhead-Bewegung liegen in Großbritannien. In den 50er und 60er Jahren hatten sich dort verschiedene Jugendszenen bzw. -subkulturen gebildet, aus denen letztlich auch die Skinheads hervorgehen sollten. Hierzu zählten z.b. die so genannten Teddy-Boys (Teds), die sich bereits Mitte der 50er Jahre im Zuge der ersten Rock`n`Roll Welle entwickelten. Unter ihnen waren überwiegend Jugendliche aus dem Arbeitermilieu, meist ohne Ausbildung bzw. mit schlecht bezahlten Jobs. Sie kopierten in Kleidung und Auftreten den exzentrischen Stil von König Edward VII (genannt Teddy/Ted, Regentschaft ). Viele Teds wandelten sich später zu Rockern, die wiederum eine eigenständige Szene bildeten. Eine weitere Jugendbewegung waren die Mods (Modernists), Arbeiterkinder mit eleganter Fassade und dem Sinn für Statussymbole sowie dem Traum von Wohlstand. Einen markanten Kontrapunkt hierzu setzten in den 60er Jahren die Hippies, Töchter und Söhne überwiegend aus der etablierten Mittelschicht, mit dem Wunsch nach selbst verordneter Abkehr vom Wohlstand. Die Mods können als Vorläufer der Skinheads bezeichnet werden; es gibt bereits einige frühe, interessante Parallelen. So trugen sie ihr Haar entgegen dem damaligen Trend kürzer und gepflegter, Gewalt und Alkohol waren Teil ihres Selbstverständnisses. Sie hörten u.a. Ska-Musik jamaikanischer Einwanderer, die anfangs auch unter Skinheads beliebt war. Der Run auf Statussymbole (z.b. teure Mode, Motorroller) wurde für Mods aus Arbeiterfamilien letztlich aber zum Verhängnis - sie konnten nicht mehr mithalten. Andere wiederum, solche mit betuchterer Herkunft, orientierten sich um. Sie fingen an zu studieren oder glitten in die Mode werdende Hippie-Bewegung hinein. Im Zuge des Niedergangs der Mods-Szene mutierten ihre Arbeiterkinder zu Hard-Mods. Ihr Äußeres veränderte sich: die Haare wurden noch kürzer, Jeans und Arbeiterstiefel signalisierten ein neues Selbstverständnis. Der Übergang vom Hard- Mod zum Skinhead konnte jetzt quasi fließend erfolgen. Etwa ab Mitte der 60er Jahre setzte diese Entwicklung ein; im Jahre 1969 tauchte zum ersten Mal die Bezeichnung Skinhead auf. 3. Entwicklung der Skinhead-Bewegung in Großbritannien Die Skinhead-Bewegung bildete sich zunächst in den Arbeitervierteln der Großstädte mit industrieller Prägung, so vor allem im Londoner Eastend. Anfangs schien sie nicht viel mehr zu sein als eine eher unpolitische Gegenbewegung zu den anderen Jugendszenen und spiegelte nicht das gewachsene Selbstverständnis einer politisch 9

10 motivierten Opposition zum gesellschaftlichen Mainstream wider. Skinheads der ersten Stunde ließen beispielsweise kaum eine Gelegenheit aus, Hippies wegen deren langen Haare und ungepflegtem Äußeren zu verspotten. Und doch waren die Hintergründe der Genese der Skinhead-Bewegung durchaus vielschichtiger. Die Welt der damaligen Jugendlichen war im Umbruch. Rationalisierung und Modernisierung veränderten die Arbeitswelt und ließen die Arbeitslosigkeit steigen. Vertraute soziale Strukturen verschwanden über Nacht; z.b. wurden ganze Stadtviertel im Zuge der Modernisierung durch anonyme Wohnblöcke ersetzt. Entfremdung in der gewohnten Umgebung war eine Folge und ein Mosaikstein in einem wachsenden Frustrations- und Aggressionspotenzial, das kanalisiert werden wollte. Hinzu kam das subjektive Gefühl der Überfremdung durch den Zuzug von Einwanderern aus den ehemaligen britischen Kolonien. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung wuchs unter Arbeiterkindern ein neues, auf Abgrenzung angelegtes Selbstbewusstsein heran - man zeigte plötzlich (wieder) Stolz auf die eigene Herkunft. Dokumentiert wurde dies zunächst im äußeren Erscheinungsbild durch ein einheitliches, sauberes aber auch provozierendes Aussehen. Hervorstechendes Merkmal war bereits damals das extrem kurz geschnittene Kopfhaar; richtige Glatzen waren anfangs jedoch noch verpönt. Damit wurde auch eine Selbststigmatisierung als Underdog bzw. Opfer der herrschenden Umstände signalisiert 2. Von den Jugendkulturen, die sich vornehm gaben, grenzte man sich bewusst auch in der Freizeit durch robuste Arbeiterkleidung ab, die zum neuen Statussymbol wurde. Obligatorisch waren klobige Stiefel (Bergarbeiter- bzw. Werftarbeiterstiefel der Firma Doc Martens) mit zum Teil eingearbeiteten Stahlkappen, Jeans und derbe, karierte Baumwollhemden mit offen über dem Hemd getragenen Hosenträgern. Letzthin beschwor man durch diese bisweilen überzeichnete Symbolik des äußeren Erscheinungsbildes eine selbst definierte Arbeitertradition, und brachte damit eine zurück gerichtete Sehnsucht nach den besseren Tagen der Arbeiterklasse zum Ausdruck. Die Gegenwart machte diesen Jugendlichen zu schaffen; die Zukunft machte ihnen Angst. Die Aktivitäten der ersten Skinhead-Generation in Großbritannien konzentrierten sich im wesentlichen auf den Besuch von Fußballspielen 3 und Musikveranstaltungen. Gewalt war schon in der Frühphase ein Faktor; jede Eskalation war eine Abwechse- 2 Das Abschneiden der Haare hat eine kulturgeschichtlich lange Tradition und war bereits in frühen Gesellschaften auch ein Zeichen der Unfreiheit und Demütigung. 3 Fußball genoss in Großbritannien traditionell großes Ansehen, was durch die gewonnene Weltmeisterschaft 1966 noch gesteigert wurde. Das Phänomen der Hooligans keimte dort bereits in den 60er Jahren auf. Gewalttätige Auseinandersetzungen begleiteten viele Spiele. Aus Hooligans und Skinheads bildete sich die Boot-Boys-Szene (boot: Stiefel), die bis Mitte der 70er Jahre starken Zulauf hatte. 10

11 lung im ansonsten oft trostlosen Alltag. Viele Skinheads hatten wenig zu verlieren. Entsprechend lebten sie die Gewalt aus. Es ging darum, angestammte Reviere zu verteidigen. Die Ausgrenzung von Minderheiten war bereits ein Thema, wenngleich ohne einen tiefsinnigen ideologisch fundierten bzw. manifestierten Hintergrund. Ziele ihrer Attacken waren u.a. Obdachlose, Hippies und unter den Ausländern anfangs vornehmlich Einwanderer aus Pakistan ( Paki-Bashing ). Von Beginn an war auch die Musik ein wichtiger Bestandteil im Leben eines Skinheads. Bemerkenswert ist, dass die erste Generation eine Vorliebe für die Ska-Musik entwickelte, die jamaikanische Einwanderer nach Großbritannien brachten. Diese, im Grunde schwarze Musik, schuf zeitweise den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen ihren zugewanderten Interpreten und der damaligen Skinheadszene. Leider sollte dies nicht von Dauer sein. In den 70er Jahren begann eine weitere Entwicklungsphase, in deren Verlauf eine neue Generation Skinheads heranwuchs. Insgesamt verschärfte sich in Großbritannien das soziale Klima weiter. Wirtschaftliche Probleme und immer weniger werdende Arbeitsplätze verstärkten den Konkurrenzkampf und vertieften die Gräben zwischen Einheimischen und Einwanderern. Die Skinheadszene stagnierte zunächst, der Zulauf wurde geringer. Ein Grund hierfür lag im Entstehen einer neuen subkulturellen Jugendszene, den Punks. Das etablierte Bürgertum wurde von dieser schrillen, provokanten Szene mehr noch als durch die Skinheads in Unruhe versetzt. Das kam gut an und aus manchem Skinhead wurde so ein Punk. Zeitweise sah es sogar danach aus, als würde die Skinheadszene angesichts dieser Konkurrenz zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen. Es sollte jedoch anders kommen. Die Punk-Musik wurde kommerzialisiert, was viele ihrer Anhänger auf der Suche nach einer neuen subkulturellen Heimat förmlich in die Skinhead-Bewegung (zurück)trieb. Auch Punk-Bands wechselten zur Skinheadszene über. Teile dieser Bewegung veränderten sich gleichzeitig aber grundlegend: Outfit und Musik der Skinheads wurden deutlich aggressiver. Man trug nun auch Bomberjacken und Springerstiefel, Schädel wurden völlig kahl rasiert ( Boneheads ). Etwa zehn Jahre nach der Frühphase der Skinheadbewegung dominierte nun ein noch stärker ausgrenzender, weißer Männlichkeitskult. Das neue Schlagwort hieß ebenso kurz wie schlicht: oi! 4 Der Oi-Punk, eine wesentlich härtere Variante der seitherigen Skin- 4 Es gibt eine Reihe von Erklärungen und Deutungen, wie der Schlachtruf oi quasi zu einem Markenzeichen wurde: Im Cockney-Slang der Arbeiterschicht bemüht man mit einem oi die Aufmerksamkeit seines/seiner Zuhörer/s. Eine Band stimmte ihre Lieder mit einem dreifachen oi statt mit one, two, three an, usw.. Wenig wahrscheinlich erscheint der Erklärungsansatz, wonach der Begriff aus einer Verballhornung des Nazislogans Strength through joy (joi, Kraft durch Freude ) entstanden sein soll. 11

12 head-musik, eroberte die Szene. Während sich die erste Skinhead-Generation noch stark von Rechtsextremisten abgrenzte, gewann dieses neue Spektrum nun das Interesse von Aktivisten mit ausgeprägt rassistischen Einstellungen. In dieser Zeit gelang es auch einschlägigen rechtsextremistischen britischen Organisationen, wie der neonazistischen National Front (NF) oder dem British Movement (BM), Teile der Skinhead-Bewegung für ihre Ziele zu gewinnen 5. Das Abdriften beträchtlicher Teile der Skinheadszene in den Rechtsextremismus setzte sich in den 80er Jahren verstärkt fort - die Oi-Musik wandelte sich immer mehr zum Rechtsrock. Wiederum wuchs eine neue Generation von Skinheads heran, deren Weltbild nun maßgeblich von rechtsextremistischen Ideologieelementen geprägt wurde. Wie kaum ein anderer verkörperte der zur Kultfigur erhobene Bandleader Ian Stuart DONALDSON 6 einen paneuropäisch verstandenen Rassismus mit starken Anklängen an den historischen Nationalsozialismus 7. Er fand viele (neue) Anhänger. Der Trend der Politisierung nach rechts fand jedoch nicht nur Befürworter; die Skinheadszene blieb uneinheitlich. Teile der Bewegung blieben unpolitisch, andere wiederum stemmten sich gegen die Rassisten. Eines war aber nicht mehr aufzuhalten: Von Großbritannien aus verbreitete sich die Skinheadsubkultur in andere Länder, so vor allem auf dem europäischen Festland. 4. Entwicklung der Skinhead-Bewegung in Deutschland In der Bundesrepublik Deutschland begann die Skinhead-Bewegung ab Ende der 70er Jahre langsam Fuß zu fassen. Anfangs konnte man allerdings noch nicht von Strukturen oder einer Szene im eigentlichen Sinne sprechen. Grundlegende und überregional verbindende Elemente, wie die Kommunikation mittels Szenepublikationen ( Fanzines ) oder eigene Bands, waren noch unbekannt. Zu Beginn stellte vieles eine Kopie des Vorbilds in Großbritannien dar. Wie seinerzeit in Großbritannien kam eine Reihe von Aktivisten der ersten Stunde aus der Fußballfangemeinde. Auch hier gab es sogleich ein ausgeprägtes Gefühl für Ausgrenzung und die Pflege von Feind- 5 Von Beginn dieser Entwicklung an zeigte sich die Szene gespalten. Es gab weiterhin Skinheads, die sich von den rechten Parolen distanzierten; nicht alle Oi-Bands spielten rassistische Musik (z.b. die Gruppe Sham 69 ). In der Folgezeit entstanden sogar linke Skinzusammenschlüsse, teils organisiert, wie z.b. die League of Labourskins. Während der heftigen Jugendunruhen in Großbritannien im Jahre 1981 waren immer wieder gemeinsame Aktionen von jungen schwarzen Einwanderern zusammen mit Skinheads zu beobachten. 6 In der Szene genannt und bekannt unter seinem Künstlernamen Ian STUART. Vgl. Nr. 7.1 Seite 25 und Nr. 8.1, Seite Vgl. Christoph Mengert, Unsere Texte sind deutsch, Beiträge zur Inneren Sicherheit, Juli

13 bildern 8. Entgegen der ersten Skinhead-Generation in Großbritannien spielte die Frage sozialen Protestes allerdings kaum eine Rolle. Politisch provozierendes Auftreten, so durch das Zeigen von Nazisymbolen, gehörte hingegen von Beginn an dazu. Ab Beginn der 80er Jahre entwickelte sich die Skinheadszene in der Bundesrepublik Deutschland kontinuierlich weiter. Erste Skinhead-Bands entstanden; mit Szenemagazinen ( Fanzines ) begann die informationelle Vernetzung. Mitte der 80er Jahre nahm die Gewalt innerhalb der Skinheadszene in Deutschland drastisch zu. Wie ursprünglich in Großbritannien rückte auch hier eine neue, militantere und auch jüngere Generation nach, die sich härter gerierte. Neue Einflüsse, so aus den Vereinigten Staaten von Amerika, verstärkten diese Entwicklung. Die rassistischen Töne innerhalb der Bewegung wurden immer vernehmbarer; der Fremde (Ausländer) wurde zum bevorzugten Feindbild, was sich vor allem in den Liedtexten der Skinhead-Bands widerspiegelte. Andere, nicht politisierte Jugendliche begannen zudem, den Stil der Skinheads zu kopieren - es war plötzlich in, sich dieses provozierende Outfit anzulegen. Parallel zu dieser Entwicklung entstanden innerhalb der Skinheadbewegung aber auch Strömungen, die sich von dem rassistischen, nationalistischen Block distanzierten, so die SHARP-Skins 9. Bemerkenswert ist, dass sich nahezu zeitgleich auch in der ehemaligen DDR - wenngleich von Staats wegen geleugnet - eine eigene Skinheadszene entwickelte. Auch dort zeigten sich alsbald interessante Parallelen zu den beschriebenen Entwicklungslinien. Anfangs fehlte weitestgehend eine politische Ausrichtung. Die meisten DDR- Skinheads bekundeten mit ihrem Auftreten Abgrenzung zu den herrschenden Verhältnissen und den Wunsch nach Verbesserung der eigenen Lebensumstände 10. Auch hier kam es (in der zweiten Hälfte der 80er Jahre) zu einer Zäsur, so durch einen stärkeren Zulauf jüngerer Menschen, die sich radikaler im Sinne einer dumpfen, rassistisch geprägten Weltanschauung gaben. Kontakte zu rechtsextremistischen Strukturen im Untergrund taten ihr übriges. In den 90er Jahren überzogen Skinheadstrukturen das gesamte (wiedervereinigte) Deutschland. Dies trifft für die ganze Bandbreite der Szene zu, die sich nun ungehindert ausbreiten konnte. Aber auch fortan gab es keine homogene Bewegung. Der unpolitische Oi-Skin fand ebenso seinen Platz wie der Redskin oder der Nazi- 8 Zu den bevorzugten Feindbildern zählten schon damals vor allem Punker ( Schweinepunx ). Zeitweise versuchten Punker, Skinheads für Aktionen gegen den gemeinsamen Feind Staat und Polizei zu gewinnen, was allerdings nur punktuell gelang. 9 SHARP = SkinHeads Against Racial Prejudice (Skinheads gegen rassistische Vorurteile). 10 Damit unterschieden sich die Skinheads in der DDR kaum von der schweigenden Mehrheit der Bevölkerung. Auch viele andere Menschen suchten ihr (privates) Heil in Nischen außerhalb des sozialistischen Alltags, allerdings in aller Regel in weniger auffälliger Form. 13

14 Skin. Insgesamt zeigte sich diese Entwicklung nicht mehr allein mit dominierenden Schwerpunkten im städtischen Milieu. Der ländliche Raum war vom Auftreten dieser Jugendbewegung längst mit betroffen. Als ein aus Sicht des Verfassungsschutzes zentrales Problem stellte sich die Entwiklung der rechtsextremistischen Skinhead-Szene in den 90er Jahren dar. Deren Potenzial wuchs drastisch an; parallel hierzu stiegen die Fallzahlen rechtsextremistisch motivierter Straf- und Gewalttaten mit Täterhintergrund aus dem Skinheadmilieu. Rechtsextremistische Skinheadbands propagierten in ihren Liedtexten rassistische Hassparolen bislang nicht gekannten Ausmaßes. Diese Entwicklungslinien setzen sich auch im neuen Jahrhundert fort. 5. Soziologie der Skinheadbewegung Bei allen tiefer gehenden Betrachtungen der Soziologie dieser subkulturellen Jugendbewegung erscheint zunächst der Gesichtspunkt der individuellen Befindlichkeiten von Szeneangehörigen bedenkenswert. Skinheads verbinden mit ihrem Sein offensichtlich nicht selten ein Lebensgefühl bzw. einen Lebensstil 11, den sie nicht als Zwang verstehen, sondern vielmehr emotional befriedigend empfinden. Dabei spielen eine Reihe von Gesichtspunkten, wie beispielsweise das Gemeinschaftserlebnis, das Gefühl von Kameradschaft und Corpsgeist oder auch Verbindung und Verbindlichkeit schaffende äußere Attribute (Symbolik, Kleidung, Sprache), tragende Rollen. Eine politische Dimension kann, muss aber keineswegs mit im Spiel sein. Manch ein Szeneangehöriger definiert sich und sein Tun gänzlich ohne einen politischen bzw. politisch extremistischen Hintergrund - ein Skinhead-Gefühl aus einer just-for-fun Stimmung, weil man anders sein will. Vielleicht um des Reizes der Andersartigkeit selbst willen, oder als Signal, ich grenze mich von euch ab, weil ihr mich nicht versteht. Diese Abgrenzung wird in der Skinhead-Szene nicht selten durch ein ausgeprägtes Bekenntnis zur eigenen Nation mitgetragen. Auch in diesem Punkt gibt es vielfach Irritationen und Missverständnisse: Es gibt durchaus eine Grauzone mit fließenden Übergängen in einen undemokratischen, Menschen verachtenden Nationalismus. Somit sollte auch in dieser Frage sorgfältig differenziert werden, denn nicht jeder Skinhead, der nationale Töne anschlägt, muss per se ein Nationalist im Sinne rechtsextremistischer Ideologie sein. Die Gefahr, in ein solches Fahrwasser zu geraten, ist allerdings offenkundig und latent. 11 Vgl. Kurt Möller Hässlich, kahl und hundsgemein in Die Skins, Mythos und Realität von Klaus Farin, erschienen 1997 im Ch. Links Verlag, Berlin, ISBN:

15 Die Skinheads stellen demnach in vielfacher Hinsicht keine homogene Bewegung dar. Bei generalisierenden Aussagen ist daher Vorsicht geboten. Erschwerend kommt hinzu, dass bislang aus hiesiger Sicht nur wenige umfassende Untersuchungen über das Skinhead-Phänomen vorliegen. Eingeflossen sind in den vergangenen Jahren hingegen wiederholt Einzelerkenntnisse in Forschungen über die Hintergründe rechtsextremistischer Gewalt. Im Folgenden werden einige Ergebnisse jüngerer Forschungen exemplarisch dargestellt: 5.1 Allgemeine Forschungsergebnisse zur Skinhead-Szene Eine Studie von Helmut Heitmann aus dem Jahre erhebt den Anspruch, die Skinhead-Szene repräsentativ zu analysieren. Grundlage der gewonnenen, nachfolgend auszugsweise geschilderten Daten stellen 406 ausgefüllte, von damals insgesamt an Szeneangehörige versandte Fragebögen dar. Inwieweit diese Erhebung tatsächlich ein verlässliches Bild zeichnet, kann hier nicht abschließend bewertet werden. Allerdings gewährt die Studie nur einen stark fokussierten Einblick in nur etwa 5 % der Szene. Gerade in Hinblick auf die ermittelten Daten zum Bildungshintergrund dürfte eine gewisse Skepsis angezeigt sein. Der verhältnismäßig hohe Anteil an Abiturienten ließe sich beispielsweise auch damit deuten, dass diese, da in aller Regel im Schreiben geschulter, in vergleichsweise größerer Zahl den Fragebogen ausgefüllt und zurück gesandt haben. Die Heitmann-Studie stellt fest, dass sich bestimmte Strukturdaten der Skinhead- Szene im Grunde nur wenig von den Vergleichsdaten der Jugendlichen insgesamt unterscheiden. Dies trifft nach dieser Erhebung u.a. für den Altersquerschnitt und das Bildungsniveau zu. Mit über 55 % wurde danach zum damaligen Zeitpunkt (1995) der Szeneanteil der Jahre alten Jugendlichen bemessen, etwa 23 % lagen darunter (davon ca. 2,7 % unter 16 Jahren). Im Hinblick auf das Bildungsniveau wird angemerkt, dass die vermuteten eher niedrigen Bildungsabschlüsse nicht festgestellt werden konnten. Die Antworten (Basis: 342) wiesen bei mehr als 75 % einen Realschul- bzw. Gymnasialabschluss (Gymnasium: 24,9 %) aus. Als arbeitslos gaben sich 9,3 % (Basis: 397) aus, wohingegen sich 83,4 % in einem Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis befanden. Ein Anteil von 18,6 % Facharbeitern standen 4,8 % ungelernte Arbeiter gegenüber. 12 Vgl. Helmut Heitmann, Die Skinhead-Studie, veröffentlicht in Die Skins, Mythos und Realität von Klaus Farin, erschienen 1997 im Ch. Links Verlag, Berlin, ISBN:

16 Als Zwischenbilanz stellt die Studie fest, dass für die Skinhead-Szene per se die These von mehrheitlich sozial Entwurzelten offensichtlich nicht zuzutreffen scheint. Vor allem der wichtige Indikator Arbeitslosigkeit weist hier keinen signifikanten Wert auf. Eine starke Abweichung vom soziologischen Querschnitt der Jugendlichen ergibt sich bei der Geschlechterverteilung. Die Skinhead-Szene wurde und wird von jungen Männern dominiert. Die erwähnte Studie weist bei der Geschlechterverteilung einen Anteil von 87,3 % Männer und 12,7 % Frauen auf. Einen weiteren Unterschied zur Vergleichsgruppe Jugendliche zeigt die Studie in Sachen Zufriedenheit mit der Arbeits- und Lebenssituation auf. Hier ergaben sich innerhalb der Skinhead-Szene vergleichsweise höhere Werte der Unzufriedenen. Gefragt nach der Arbeits- und Lebenssituation zeigten sich laut der o.g. Studie annähernd 40 % (Basis: 395) eher unzufrieden. Einen sehr hohen Stellenwert genoss für mehr als 93 % die Zukunftssicherheit im Beruf. Bemerkenswert ist, dass die meisten der befragten Skinheads ihre beruflichen Perspektiven kaum oder gar nicht mit Karriere- oder Statusdenken verbanden bzw. mit der Frage, über andere bestimmen zu können. Körperliche, eigenverantwortliche Arbeit stand dabei für viele ebenso im Vordergrund, wie der Gedanke, im Beruf für andere oder die Gesellschaft insgesamt nützlich zu sein. Interessant ist ebenso, was die Befragten angaben, nicht sein zu wollen: Bonzen oder Spießer, profitgierige Ellenbogentypen oder Schickimickis. Momentane Unzufriedenheit und eine ausgeprägte Erwartungshaltung an eine sichere Zukunft bestimmten demnach die Alltagssituation vieler Skinheads, die sich dabei oft in bewusster Opposition/Protesthaltung gegen gesellschaftliche Mainstreams oder Klassifizierungen sehen. Neben den beruflichen Hintergründen war auch nach dem Freizeitverhalten gefragt worden. Weit überwiegend (81,6 %) wurden Freizeitaktivitäten mit Freund, Freundin oder der Clique entwickelt. Dabei dominierte im Ergebnis der hedonistische Faktor. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen Konzertbesuche, Musik hören und der Alkoholkonsum. Letzterer spielte offensichtlich eine ganz wesentliche Rolle. Erwähnenswert ist, dass man mehrheitlich strikt zwischen Freizeit und Arbeit zu trennen vermochte. Zur Frage der politischen Präferenzen gaben zwar mehr als 63 % der Befragten an, politisch interessiert zu sein. Gleichzeitig artikulierte sich aber ein starker Unwille gegenüber Parteien und Politikern; politische Vereinnahmungsversuche erfuhren eine heftige Ablehnung. Auf die Frage nach der Parteienpräferenz ( Sonntagsfrage : welcher Partei würde ich meine Stimme geben, wenn am Sonntag Wahlen wären) gaben etwa 26 % rechtsextremistische Parteien an (Basis: 209). Von Interesse sind in diesem Zusammenhang auch die Einstellungen gegenüber rechtsextremistischen 16

17 Skinheads und Minderheiten. Während nämlich fast 70 % der Befragten Nazi-Skins eher negativ einstuften (18,2 %: eher positiv), wurden von immerhin etwa 33 % auch Ausländer als eher negativ bewertet (13,1 %: eher positiv), Homosexuelle gar von mehr als 49 % (9,3%: eher positiv). SHARP-Skins, die sich gegen Rassismus wenden, wurden immerhin von 45,6 % eher positiv bewertet (36,4 %: eher negativ). Obwohl politisch nicht uninteressiert besteht aber mehrheitlich der Hang zum autonomen Individuum jenseits der etablierten politisch-gesellschaftlichen Strukturen. Einen gewissen Widerspruch signalisiert die vergleichsweise starke Ablehnung rechtsextremistischer Skinheads, obgleich etwa ein Viertel durchaus mit rechtsextremistischen Gruppen sympathisieren (vgl. Parteienpräferenz). Ebenso widersprüchlich erscheint die Sympathie für SHARP-Skins (antirassistische Skinheads) und die trotzdem von jedem dritten Skinhead mitgetragene negative Haltung gegenüber Ausländern. Von Bedeutung für die Gesamteinschätzung der Szene sind auch die Fragen nach deren Gewaltverständnis. Dies ist durchaus nicht unkritisch. So befürworteten 68,7 % der Befragten (Basis: 405), dass es Situationen gibt, in denen einem nichts anderes übrig bleibt, als Gewalt anzuwenden. Immerhin 30,4 % waren der Auffassung, dass man durch Gewalt mehr Beachtung erfährt. Gerade diese Antwort erscheint recht aufschlussreich. Zeigt sie doch, dass als ein Motivationsfaktor für Militanz innerhalb der Szene durchaus die individuelle Nichtbeachtung bzw. Vernachlässigung eine Rolle zu spielen scheint. Hinzu kommt, dass nahezu jeder Zweite der Befragten Gewalt unter Jugendlichen als normal erachtet; eine große Zahl berichtete von persönlichen Gewalterlebnissen (ca. 68 % der Befragten hatten sich in den letzten zwei Jahren vor der Befragung mindestens zwei Mal geprügelt). Insgesamt bestätigt die erwähnte Studie also das Bild, dass es den typischen Skinhead ebenso wenig gibt, wie es nur rechtsextremistische Skinheads gibt. Wie ist es nun aber gerade um das Spektrum der rechtsextremistischen Skinheads bestellt? 5.2 Forschungsergebnisse zur rechtsextremistischen Skinhead-Szene Aufschluss hierüber gibt u.a. eine im Jahr 2000 veröffentlichte Forschungsarbeit 13 über Abgrenzung, Gewalt und Kreativität bei Gruppen Jugendlicher, in deren Rahmen auch eine Gruppe rechter Skinheads 14 in den Zeiträumen und analysiert wurde. 13 Vgl. Roland Eckert, Christa Reis, Thomas A. Wetzstein, Ich will halt anders sein wie die anderen Abgrenzung, Gewalt und Kreativität bei Gruppen Jugendlicher, erschienen 2000 im Verlag Leske + Budrich, Opladen, ISBN: Zu der Gruppe zählte ein harter Kern von etwa 10 Personen, die sich selbst als rechtsextrem und ausländerfeindlich bezeichneten sowie ein Umfeld von ca. 15 Personen, die von Sozialarbeitern als rechts orientiert eingestuft wurden. Die Altersspanne innerhalb der Gruppe reichte von Jahren. 17

18 Im Gegensatz zu der vorgenannten Studie, die den gesamten Szenequerschnitt analysiert, ist hier, im Teilsegment rechtsextremistischer Skinheads, hinsichtlich des Bildungsniveaus von zum größten Teil niedrigen Schulabschlüssen die Rede; die Jugendlichen galten als schwer vermittelbar. Hinzu kommt die Erkenntnis von überwiegend problematischen Familiengeschichten. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Fragen individueller sozialer Probleme und Verwerfungen bei den Angehörigen rechtsextremistischer Skinheadzusammenschlüsse eine größere Rolle als im gesamten Szenequerschnitt spielen dürfte. In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage von nachhaltiger Bedeutung, dass durch das Skinhead-Sein bei einigen der Befragten die familiären Probleme noch verstärkt würden. Damit wäre sodann ein fataler Teufelskreis von gegenseitigen negativen Wechselwirkungen eröffnet. Keine wesentlichen Unterschiede zum Durchschnittsskinhead lässt das Freizeitverhalten der analysierten rechtsextremen Skinheads erkennen. Auch hier wurden die meisten Aktivitäten innerhalb der Gruppe entwickelt; Konzertbesuche und Musikhören standen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Der politische Hintergrund innerhalb der untersuchten rechtsextremen Skinheadgruppe wurde als sehr unterschiedlich ausgeprägt wahrgenommen. Einerseits wurden solche Skinheads ausgemacht, denen die politische Ausrichtung wichtig war. Andererseits waren auch in dieser Gruppe Aktivisten, denen es primär um den Skin-Stil als solchen ging, und weniger um politische Inhalte. Ältere Gruppenmitglieder zeigten sich als ideologisch geschult und verhältnismäßig argumentationssicher. Jüngere wiederum fielen durch das ständige Wiederholen von Stereotypen auf. Die Älteren versuchten immer wieder, Alltagssituationen (z.b. Erlebnisse mit Ausländern) mit weltanschaulichen Gesichtspunkten zu verknüpfen. Dabei waren vor allem einschlägige rassistische und nationalistische Argumentationsmuster üblich. Bemerkenswert ist nach den Forschungsergebnissen, dass sich in der Phase eine zunehmende Radikalisierung der Gruppe zeigte. Besonders wichtig, nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Prävention, erscheinen auch Gesichtspunkte des Hineinwachsens in die rechtsextreme Skinheadgruppe bzw. der spezifischen Gruppendynamik. Der Zugang zu der untersuchten Gruppe erfolgte häufig im Alter von 14 bzw. 15 Jahren. In der frühen Phase der Gruppe wurde von einem allmählichen Hineinwachsen in die Szene gesprochen; meist traf man sich mit Gleichgesinnten. Besondere Aufnahmerituale gab es nicht. Daran hatte sich im Laufe der Zeit etwas geändert: zum Zeitpunkt der Untersuchung war von Aufnahmebedingungen die Rede (z.b. eine überzeugende politische Einstellung, Eigenschaften als guter Schläger etc.). 18

19 Innerhalb der Gruppe unterwarf man sich bestimmten Regeln und solidarisierte sich u.a. durch die Übernahme des szeneüblichen Dresscodes. Hierzu zählte neben dem kahl geschorenen Schädel natürlich das entsprechende Outfit; hinzu kamen Tätowierungen ( ein unbedingtes Muss ). Die Gruppe selbst schien ihren Mitgliedern Halt und Geborgenheit zu geben. Aus einzelnen Aussagen geht hervor, dass Begriffen wie Gemeinsamkeit und Kameradschaft große Bedeutung beigemessen wurde. Innerhalb der Gruppe gab es eine klare Hierarchie. Der Anführer, der auch der Älteste war, zeichnete sich dadurch aus, dass er verbal am geschicktesten war und das größte Durchsetzungsvermögen hatte. Am unteren Ende der Hierarchie standen die weiblichen Gruppenmitglieder, die als vollkommen ohne Rechte beschrieben werden. Sie selbst zählten sich zum weiteren Umfeld der Gruppe. Äußerungen der männlichen Gruppenmitglieder spiegelten ein extrem archaisches Rollenverständnis von Mann und Frau wider. Weitere relevante Erkenntnisse vermittelt die Forschungsarbeit 15 Rechte Cliquen - Alltag einer neuen Jugendkultur aus dem Jahre Die Studie baut auf einer Regionalforschung von Hafeneger/Niebling aus dem Jahre 1999 auf. Am Beispiel von drei Jugendcliquen aus hessischen Gemeinden werden lokale Milieuerfahrungen von Jugendlichen u.a. im Hinblick auf die Bedeutung rechtsextremer Orientierungen 16 wieder gegeben. Nachfolgend soll auf eine der drei Gruppen näher eingegangen werden: Bei der besagten Clique wurde ein harter Kern ideologisch gefestigter Jugendlicher, bestehend aus sechs Personen (vier Männer, zwei Frauen. Altersgruppe Jahre), ausgemacht. Das weitere Gruppenumfeld wurde von den Jugendlichen zwischen 10 und 35 Personen angegeben. Die Mitglieder des harten Kerns werden als unterprivilegiert und ohne Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt beschrieben. Die männlichen Gruppenmitglieder waren zum Zeitpunkt der Untersuchung arbeitslos bzw. befristet angestellt. Sie hatten keine abgeschlossene Berufsausbildung; einige waren ohne Hauptschulabschluss. Als prägend für ihr aktuelles Leben wurden Langeweile, Alkohol und Politik 15 Vgl. Benno Hafeneger, Mechthild Jansen: Rechte Cliquen Alltag einer neuen Jugendkultur, erschienen im Juventa Verlag, Weinheim und München 2001, ISBN: Cliquen werden als selbstgewählte, und relativ selbstorganisierte, spontane, erwachsenenunabhängige informelle Gruppierungen im lokalen Nahraum und Milieu beschrieben. Sie können Teil einer größeren Szene sein. Bei rechten Cliquen wird von mehr oder weniger ausgeprägten Sympathien zum organisierten Rechtsextremismus, sowie von Einstellungen und Verhaltensweisen, die aus dem Ideologiebereich des Rechtsextremismus kommen, gesprochen. 19

20 ausgemacht. Es wurde die Sehnsucht nach stabilen und klaren Strukturen und strengen Befehlen, nach Männerbünden sowie nach einem Leben als Kämpfer für das Vaterland artikuliert. Nach außen tritt der harte Kern der besagten Clique durch martialisches Outfit in Erscheinung; es wird eindeutig die Zugehörigkeit zur rechten Skinhead-Szene signalisiert. Man bekennt sich offen als rechtsextreme und ausländerfeindliche Gruppe und bedient sich zumeist entsprechender Ideologiefragmente. Eine intensive rechtsextremistisch-ideologische Schulung ist die Ausnahme. Die Sinnwelt der Clique ist von ausgeprägtem Fremdenhass bzw. Rassismus und eindeutigem Freund-Feind-Denken gekennzeichnet. Ein Teil der Clique sieht sich in der Tradition zur SA und SS; extrem rassistische Gruppierungen wie der Ku Klux Klan haben Vorbildcharakter. Missfallen rufen jene Skinheads hervor, die besagte politische Haltungen nicht teilen. Ein wesentlicher Kernbegriff ist für die Gruppe die Kameradschaft. Sie ist gleichsam Inbegriff von Zugehörigkeit und Halt und wird entsprechend idealisiert. In ihrer subjektiven Bedeutung rangiert sie vor anderen identitätsstiftenden Gruppen oder Institutionen, wie der Familie, Arbeit und Schule. Innerhalb der Gruppe wird Homogenität und das Negieren von Hierarchien hervorgehoben. Gleichwohl gibt es unterschiedliche Rollen und Funktionen, die mit Macht und Einfluss verbunden sind. 5.3 Forschungsergebnisse zum Thema rechtsextremistische Gewalt Abschließend soll auf Untersuchungen des Phänomens rechtsextremistisch motivierter Gewalt und daraus resultierende Erkenntnisse über die Skinhead-Szene eingegangen werden. Grundlage für die nachfolgenden Daten ist eine Veröffentlichung des Bundesministerium des Innern aus dem Jahre Eine der darin enthaltenen Studien befasst sich mit der Analyse polizeilicher Ermittlungsakten zu fremdenfeindlichen, antisemitischen und rechtsextremistischen Tatverdächtigen (Verfasser: Christian Peucker, Martina Gaßebner, Klaus Wahl) im Analysezeitraum Exemplarisch soll auf den Deliktsbereich fremdenfeindliche Straftaten eingegangen werden, da hierzu auch Ver- 17 Texte zur Inneren Sicherheit, Dezember 2001, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus Drei Studien zu Tatverdächtigen und Tätern. 18 Diese Studie stellt in vielen Punkten eine Wiederholungsstudie von zwei Untersuchungen der Uni Trier dar (vgl. Willems/Eckert/Würtz/Steinmetz 1993 und Willems/Würtz/Eckert 1994). Diesen beiden Studien liegen die Analysezeiträume 1991 bzw. 1992/93 zugrunde. 20

21 gleichsdaten zum Forschungszeitraum 1992/93 vorliegen (vgl. Fußnote Nr. 12). Die Basis für die Daten aus dem Jahre 1997 bilden von Polizeidienststellen ausgefüllte Fragebögen zu Tatverdächtigen. Zunächst einige allgemeine Daten: Der Altersschwerpunkt der analysierten Tatverdächtigen lag in den Zeiträumen 1992/93 sowie 1997 in der Gruppe Jahre. Am stärksten repräsentiert waren die jährigen, gefolgt von den jährigen. Jeweils mehr als 90 % der Tatverdächtigen waren männlich (der Anteil der weiblichen Tatverdächtigen stieg von 5 % in 1992/93 auf 9 % in 1997). Zumeist handelte es sich um Gruppentaten (1992/93: 79 %, 1997: 76 %); über zwei Drittel der Tatverdächtigen war zum Tatzeitpunkt alkoholisiert. Jeweils stark vertreten waren Tatverdächtige mit Hauptschulabschluss (1992/93: 60 %, 1997: 56 %). Tatverdächtige mit Abitur oder Hochschulabschluss bildeten jeweils eine Minderheit von 3 %. In beiden Vergleichszeiträumen war etwa jeder fünfte Tatverdächtige arbeitslos (mit zunehmenden Lebensalter steigt diese Quote, und liegt bei der Gruppe ab 25 Jahre bei mehr als 40 %). Im Straftatenteilsegment der Gewalttaten konnte allerdings kein überproportionaler Anteil an arbeitslosen Tatverdächtigen festgestellt werden. Es wird festgehalten, dass zwar Problemgruppen unter den Tatverdächtigen sind, solche Gruppen aber nicht zunehmend fremdenfeindliche Straftaten begehen. In diesem Zusammenhang erscheint die Anmerkung wichtig: ein bisweilen dargestellter Mechanismus der Zwangsläufigkeit, wonach individuelle Probleme und soziale Konfliktlagen nahezu automatisch in die Gewaltkriminalität führen, ist nicht haltbar. Was nun Skinheads bzw. Skinheadgruppen anbelangt, so ist zunächst bemerkenswert, dass diese im Zusammenhang mit den Tatverdächtigen im Jahre 1997 (31 %) öfter genannt werden, als 1992/93 (20 %). Nahezu jeder dritte Tatverdächtige gehörte 1997 einer Skinheadgruppe an. Dabei lag der Altersschwerpunkt mit fast 90 % in der Gruppe der jährigen. Im Zuge dieser Entwicklung verweist die Studie u.a. auch auf eine Radikalisierung fremdenfeindlicher Straftäter und eine Stabilisierung der rechtsextremen Szene. Im Teilsegment fremdenfeindliche Gewalttaten zeichneten 1997 für 27 % der Delikte Skinheadgruppen verantwortlich 19. Wichtig ist, dass im Ost-West-Vergleich im Jahre 1997 rund 49 % der Tatverdächtigen Gewalttäter im Westen sich als Skinheads benannt haben, während nur 8 % aus dem Osten dies getan haben. Damit wird eine gängige These, dass im Osten hauptsächlich Skinheads für fremdenfeindliche Gewalttaten verantwortlich sind deutlich in Frage gestellt. 19 Zum Vergleich: ca. 31 % der Gewalttäter konnten so genannten informellen Gruppen zugerechnet werden. 21

22 6. Strömungen der Skinheadbewegung Innerhalb der Skinheadbewegung in der Bundesrepublik Deutschland sind mehrere größere Strömungen sowie einzelne, weniger stark ausgeprägte Erscheinungsformen wahrnehmbar. Insgesamt kann daher nicht von einer einheitlichen oder homogenen Bewegung gesprochen werden. Einen zahlenmäßig großen Anteil bilden die so genannten Oi-Skins (s.a. Seite 11, Fußnote 4.). Weite Teile dieses Spektrums haben sich bislang resistent gegenüber Vereinnahmungsversuchen rechtsextremistischer Gruppen gezeigt. Politischen Extremen begegnet man weitgehend mit Ablehnung. Für Oi-Skins steht in aller Regel nicht die politische Agitation, sondern der Spaß am Skinheaddasein als solchem und den damit verbundenen Aktivitäten (Konzertbesuche etc.) im Vordergrund. Gleichwohl bezeichnen sich viele Oi-Skins auch als Patrioten und lassen eine nationalistisch geprägte, stark reservierte Haltung gegenüber Ausländern erkennen. Eine Minderheit innerhalb der Skinheadbewegung bilden linke bzw. antifaschistische Skinheads. Sie firmieren unter Bezeichnungen wie Redskins, Red & Anarchist Skinheads (RASH) oder SHARP ( Skinheads Against Racial Prejudice ). Redskins verstehen sich als Vertreter einer militanten Arbeiterjugendbewegung. Sie können zumeist der linksextremistischen Autonomen-Szene zugerechnet werden. In ihrem äußeren Erscheinungsbild grenzen sie sich von rechtsextremistischen Skinheads z.b. durch rote Bomberjacken 20 und Anti-Nazi-Aufnäher ab. Ihre Springerstiefel versehen sie bisweilen mit roten Schnürsenkeln, im Gegensatz zu den in der rechtsextremistischen Skinheadszene gebräuchlichen weißen Nicht zu verwechseln mit glänzend roten Jacken mit der Aufschrift Redskins. Hierbei handelt es sich um Fanjacken einer Footballmannschaft aus Washington/DC (USA). 21 Die Farbe der Schnürsenkel kann ein Indiz sein, muss es aber nicht. Insofern können vorschnelle Beurteilungen eines etwaigen politischen Hintergrundes allein aufgrund solcher Äußerlichkeiten fehlleiten. Vgl. Nr. 7.2, Seite

23 Gegenüber den Redskins sehen sich die SHARP-Skins als weitgehend unpolitischen Teil der Skinheadbewegung. Allerdings bilden sie ein antirassistisches Gegengewicht zu den rechtsextremistischen Skinheads und treten beispielsweise demonstrativ für Ausländer ein, um diese vor Übergriffen zu schützen. Zu einer starken Strömung in der Skinhead- Szene ist mittlerweile der Bereich geworden, der dem rechtsextremistischen Spektrum zuzurechnen ist. Auch dieses Feld muss differenziert betrachtet werden. Es reicht von Skinheads, die (zunächst nur) mehr oder weniger starken rechtsextremistischen Einflüssen unterliegen, bis zu solchen, die bereits ein ausgeprägtes rechtsextremistisches Weltbild verinnerlicht haben und ihr Leben danach ausrichten. Die jeweilige Zuordnung bzw. Einschätzung des Grades der extremistischen Haltung fällt in diesem durch hohe Fluktuation und Strukturdefiziten gekennzeichneten Gebiet des Rechtsextremismus aber in vielen Fällen nicht leicht. Gerade im Umfeld der rechtsextremistischen Skinheadszene hat sich in den vergangenen Jahren eine schwer quantifizierbare Grauzone mit entwickelt. Sie umfasst Personen, die zwar als Sympathisanten oder Mitläufer eingestuft werden können, bei denen aber (noch) nicht von einem rechtsextremistischen 22 Hintergrund gesprochen werden kann. 7. Rechtsextremistische Skinheads - kurze Haare, radikal, sozialistisch, national 7.1 Bezeichnungen - Strukturen - Ideologie Für rechtsextremistische Skinheads gibt es eine Reihe von Szenebezeichnungen und Arbeitsbegriffen 23. Zu den gebräuchlichsten gehören der Nazi-Skin 24, wie er üblicherweise von der linken Szene verwendet wird, oder der Begriff White-Power- 22 Extremismus umfasst Bestrebungen, die darauf gerichtet sind, die freiheitliche demokratische Grundordnung des Grundgesetzes zu beeinträchtigen oder gar abzuschaffen. Der Verfassungsschutz grenzt den Extremismus vom Radikalismus wie folgt ab: Radikalismus bedeutet, den politischen Gestaltungsspielraum des Grundgesetzes bis zum Äußersten zu nutzen, ohne dabei jedoch die Verfassung selbst oder ihre elementaren Bestandteile in Frage zu stellen bzw. zu bekämpfen. Während der Extremist also gegen das politische und gesellschaftliche System mit dem Ziel vorgeht, es abzuschaffen, nutzt der Vertreter radikaler Positionen es erschöpfend aus - allerdings ohne die Absicht, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beseitigen. 23 Hierbei handelt es sich nicht um Organisationsbezeichnungen. 24 Die Bezeichnung Nazi-Skin wird mitunter auch von rechtsextremistischen Skinheads selbst verwendet. Als weiterer Szenebegriff ist auch der des Fascho-Skin bekannt, abgeleitet vom Begriff Faschismus. 23

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