Titel 1: Mündliche DSH Wintersemester 2015/16

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1 Titel 1: Der Anteil der Personen in Deutschland, die von Armut bedroht sind, ist im Jahr 2014 auf 16,7 Prozent gestiegen. Die beiden Jahre davor lag er noch bei jeweils 16,1 Prozent. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Als armutsgefährdet gelten Personen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen. Wie schon in den Vorjahren hatten Frauen mit 17,4 Prozent ein höheres Armutsrisiko als Männer (15,9 Prozent). (2) Warum ist die Armut in den letzten Jahren in Deutschland gestiegen und warum sind mehr Frauen als Männer davon betroffen? (3) Was könnten die Folgen dieser Entwicklung sein? 1

2 Titel 2: Im Jahr 2014 kamen auf je Einwohner in Portugal statistisch gesehen nur 7,9 Babys zur Welt. Das geht aus den Zahlen der Statistikbehörde Eurostat hervor. Deutschland konnte sich mit einer Geburtenrate von 8,6 gegenüber dem Vorjahr (8,5) leicht verbessern. Vor zwei Jahren war Deutschland mit einer Rate von 8,4 noch Schlusslicht in der EU. (2) Warum ist die Geburtenrate in Europa relativ niedrig, warum insbesondere in den Ländern Deutschland, Griechenland, Italien und Portugal? (3) Was könnten die Folgen dieser Entwicklung sein? (4) Wie sieht die Situation in Ihrem Land aus? 2

3 Titel 3: Im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2013 sind die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland pro Person um durchschnittlich zwei Prozent je Jahr gestiegen. Die OECD führt den Anstieg unter anderem auf die erhöhten Ausgaben für sehr teure Medikamente zurück, wie beispielsweise Hepatitis-C-Präparate. Zu Beginn des Jahres 2014 sind zudem die von den Herstellern gegenüber Krankenkassen gewährten Rabatte für patentgeschützte Arzneimittel gesunken. Außerdem nehmen die Bundesbürger vergleichsweise viele Medikamente ein. So ist ihr Verbrauch an blutdrucksenkenden Mitteln zum Beispiel höher als in allen anderen OECD-Ländern. (2) Warum geben die Einwohner in USA am meisten Geld für Medikamente aus? Wie erklären Sie sich die großen Unterschiede in dem Schaubild? (3) Was könnten die Folgen dieser Unterschiede sein? 3

4 Titel 4: Ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland raucht. Zu diesem Ergebnis kommt der Tabakatlas 2015, den das Deutsche Krebsforschungszentrum veröffentlicht hat. Rund 27 Prozent der Raucher bezeichnen sich selbst als Gelegenheitsraucher. 29 Prozent sind starke Raucher und rauchen täglich mehr als 20 Zigaretten. Wie viel jemand raucht, hängt auch vom Alter ab: Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der starken Raucher. Während bei den 18- bis 20- jährigen männlichen Rauchern nur fünf Prozent als starke Raucher eingestuft werden, sind es bei den 60- bis 64-Jährigen fast die Hälfte (45 Prozent). Insgesamt starben im Jahr 2013 etwa Menschen an den Folgen des Rauchens, das sind 13,5 Prozent aller Todesfälle in Deutschland. (2) Warum rauchen immer noch so viele Menschen in Deutschland, obwohl die Gesundheitsrisiken seit langem bekannt sind? (3) Was sind die Folgen dieser Situation bzw. was könnte man tun, damit die Menschen mit dem Rauchen aufhören? 4

5 Titel 5: Psychische Angriffe unter Erwachsenen sind keine Seltenheit. Rund 28 Prozent der über 18- Jährigen in Deutschland sind schon einmal Opfer von Mobbing geworden. Das geht aus einer im Jahr 2014 veröffentlichten Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing hervor, für die mehr als Erwachsene befragt wurden. Cybermobbing findet überwiegend im privaten Umfeld statt und hier vor allem im Freundeskreis, in der Familie oder in der Nachbarschaft. Am Arbeitsplatz kommen zu etwa gleichen Hälften die Anfeindungen von gleichgestellten Kollegen und von Vorgesetzten. Das Bündnis gegen Cybermobbing geht davon aus, dass das Cybermobbing unter Erwachsenen im Gegensatz zum klassischen Mobbing aufgrund der zunehmenden Vertrautheit mit Handy und Internet in Zukunft zunehmen wird. (1) Präsentieren Sie das Schaubild und erklären Sie die Begriffe Mobbing und Cybermobbing. (2) Warum vermutet man, dass das Cybermobbing in Zukunft zunehmen wird? (3) Was kann man gegen Mobbing bzw. Cybermobbing tun? 5

6 Titel 6: Wieviel Armut und Diskriminierung gibt es in einem EU- Land? Wie ist die Situation am Arbeitsmarkt und im Gesundheitswesen? In ihrem EU-Gerechtigkeitsindex 2015 untersucht die Bertelsmann Stiftung, wie gerecht es in den Ländern der Europäischen Union zugeht. Betrachtet wurden die Aspekte Armut, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Generationengerechtigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Nicht-Diskriminierung. Die Experten registrieren in Europa eine wachsende Kluft zwischen Alt und Jung. Schuld sind eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in der EU, eine steigende Verschuldung der Staaten, stagnierende Investitionen und eine alternde Gesellschaft (2) Im Text steht, die Experten registrieren in Europa eine wachsende Kluft zwischen Alt und Jung. Schuld seien eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in der EU, eine steigende Verschuldung der Staaten, stagnierende Investitionen und eine alternde Gesellschaft. Erklären Sie bitte diese Aussage. (3) Wie kann man das in (2) dargestellte Problem lösen? 6

7 Titel 7: Ob Depressionen oder Angststörungen: Immer öfter können Arbeitnehmer in Deutschland aus psychischen Gründen nicht zur Arbeit gehen. Im vergangenen Jahr registrierte die deutsche Krankenkasse DAK-Gesundheit hochgerechnet 237 Fehltage auf 100 Versicherte. Damit hat sich die Zahl der Krankheitstage aus psychischen Gründen seit 1997 verdreifacht. Mittlerweile sind nach Krankenkassen Angaben psychische Leiden der Grund für 17 Prozent aller Fehltage. Zu den häufigsten Diagnosen zählen Depressionen und Reaktionen auf schwere Belastungen und Angststörungen. (2) Warum nehmen die psychischen Krankheiten immer mehr zu? (3) Was könnte man dagegen tun? 7

8 Titel 8: Rund 1,67 Millionen Kinder waren Mitte Juni 2015 in Deutschland auf Sozialleistungen angewiesen. Bezogen auf alle Kinder unter 15 Jahren in Deutschland ist der Anteil der Kinder, die in Hartz-IV-Familien leben, in den vergangenen acht Jahren nur geringfügig gesunken. (2) Was bedeutet es für Kinder, wenn ihre Eltern Hartz IV, also Sozialleistungen vom Staat, beziehen? (3) Welche Folgen kann das für die Kinder haben? 8

9 Titel 9: Der Fleischkonsum weltweit ist in den vergangenen Jahren laut der Welternährungsorganisation FAO stark gestiegen. Umweltschützer geben zu bedenken, dass der steigende Fleischkonsum Auswirkungen auf die Welternährung haben wird: Schon jetzt würden die meisten Ackerflächen für Fleischproduktion verwendet. (2) Warum steigt der Hunger nach Fleisch? (3) Welche Auswirkungen wird der steigende Fleischkonsum auf die Welternährung haben? (4) Wie sieht die Situation diesbezüglich in Ihrem Heimatland aus? 9

10 Titel 10: Zunehmende staatliche Überwachungsmechanismen, eine steigende Anzahl von inhaftierten Bloggern sowie raffiniertere Cyberattacken schwächen die Freiheit des Internets erneut. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht Freedom on the Net Die Organisation Freedom House hat die Freiheit des Internets in 65 Ländern untersucht. Jedes Land wird auf einer Skala von null bis 100 bewertet; je höher der Index, desto unfreier ist das Internet. Es werden unter anderem Beschränkungen von Inhalten und verletzte Nutzerrechte ausgewertet sowie rechtliche Maßnahmen gegen Kritiker. (2) Wie sehen Freiheit bzw. Unfreiheit im Internet aus? (3) Im Text wird von zunehmende(n) staatliche(n) Überwachungsmechanismen gesprochen. Warum nimmt die Überwachung im Netz immer mehr zu? (4) Wie sieht die Situation diesbezüglich in Ihrem Heimatland aus? 10

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